.^ »4«. Freitag am V V. Inni R8K« Dll Vaibacher Zeitung" erscheint, mit Ausnahiue der Somi- „no Feiertage, täglich, ilnd kostet sammt den Beilagen im Comptoir gnnzjährig l l ft,, h a l bj ähr i g 5 fl. 3U tt,, mit Kr c >i l b a n d im Comptoir ganzjährig l2 ft.. h a lb j ä h rig « si. Für die Zu^ellnilg in'H Haus stnc> h a l b j ä hrig :ii» fr. »uhr ;>l entrichten. Mit ber Post portofrei a a ntiäl, r iq unter Krensi'aiid nnd gedruckter Adresse l.> st,, halbjährig 7 ft. 3N kr. — I„se r t io n sg ebü hr für eine Tpaltenzcile oder dcil Nanu, derselben, ist für einmalige Mnschaltnna !i kr für zweimalig ^ kr., für dreimalige 5 kr. (5 M. u. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der InsertionSstämpel pr, !0 kr. für eine jedesmalige (5illschaltnng hinnl ,u rechnen Inserate bis 12 Zeilen kost.» l ss. :w lr.' für 3 Mal. l fl. W lr. für 2 Mal und 50 fr. für l Mal (mit Inbegriff des InsertioiMämpelS). Hmllicher Theil. s3e. k. k. Apostolische Majestät haben Sich zufolge Allerhöchste« Handschreibens ckl. Lareuburg 22. !. M. a l l c r gn ä di gst b c< wogen gefunden, aus dem Anlasse der bevorstehenden Entbindung Ihrer Ma< jcstät der Kaiserin für die Armcu der Haupt- und Residenzstadt Wien, nnd zwar vorzugsweise zur Unterstützung der tycil-weise bedrängten Gcwerbs- und a r b c i> tenden Klassen, dann der verschämten Armen ein All e rhöchstcs G nad c ugc schcnk i nl Betrage von Zehntausend Guldcuzu bestim m e n. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 21. Juni d. I. dem erste» Rcichsrath . Sekretär, Sektionsrathe Wenzel Wacek, den Titel eines k. k. Hofralhcö mit Nachsicht dcr Tanu allcrgnädigst zu ucrleihcu geruht. Der Minister des Innern hat im Einvernehmen mit dem 'Minister dcr Justiz dic Aktuare Stefan Prati und Friedrich Amorth zu Adjunkten bei den gemischten Bezirksämtern in Tirol ernannt. Das Finanzministerium hat den Vorsteher der Olmüpcr Kameral. Bezirks 'Verwaltung, Kameralrath Franz Ncichcl, zum Fiuanzrathc im Gremium dcr mährisch«schlesischcu Finanz. Landesoircktiou ernannt. Der Iustizministcr hat dic bei dem Laudcsgc-richte zu Innsbruck erlcoigtc Aojunktcnslcllc dem Bc» zirls > ANuar Ruoolf Schauol verliehen. Dcr Minister für Kultus und Unterricht hat den Pfarr'Aomilustrator zu Mchaoia, Frauz Eiss>n-g c r, zum .Direktor dcr Haupt« und Realschule, so wie ocr Volloschullchrcr.Biloungs'Austalt in Wer-schch ernannt. Dcr Ministtr für Kultus und Unterricht hat die Stelle eines Mechanikers an dcr k. k. Sternwarte in Mailand dem bisherigen Supplcntcn derselben, Frau> ccsco Grindel, verliehen. Das Handelsministerium bat die Wahl desNikolo Äraioa zum Präsidenten und des Francesco Dall' Ongaro. znm Vizepräsidenten dcr Hanoels» und Gcwerbckammer in Udluc bestätigt. Das Handelsministerium Hal die Wahl des Mois« Vitta Facur zum Präsidenten und des Vi> ^>'z0 Zatta zum Vizepräsidenten dcr Haudcls- und ^cwcrbckauuncr iil Padua genehmigt. Die k. k. Steuer. Dirlktion für Krain hat "' provisorischcn Steucramts > Kontrollor El>nnrd ' ^ ^ nard, die provisorischen Steucrmnts - Offizialc Leopold An gust in, Johann S kuschet, Hngo -planinz. Anton Hcritschgo nnd Anton Blech, 'chmidt zil definitiven StrneramtsrOffizialeil l. Klasse, die provisorischen Stcucramts-Offizialc Josef Snpan, Lorenz S c sch u n , Ednard H ayn c, Ignaz Nosc, Bartholomäus Icrmanu, Anton Grc-bcnz und Joseph Nardini zu definitiven Stcncr' amtsoffizialcn 1l. Klasse, den provisorischen Stcuer> amtsoffizial Stepban B o b i k, dann die provisory schcn Steueramts -Assistcuten Joseph K ußm anu, Franz Savirscheg. Joseph Göyl, Joh. Skola, Johann Schubit) und Joh. Antoncic zu definiti» vcn Stcueramts'Offizialcu lll. Klasse ernannt. Laibach, am 2l. Inni 18.^0. Um die Impfung und Ncuaccination im Her» zogthumc Krain haben sich in den Vcrwaltungs» Iahrcn Mi!! uud l8i;.1 die nachstehend benannten Impfärzte besonders vcrdicnt gemacht! Ferdinand Salloknr, ii, Mottling; Johann Vcrnc, in Obcrlaibach; Anton Schost. in Groß-«aschig Nikolaus Sever, in Laudstraß; Andreas Valcntincig, in Fcistrih; Anton Kuluik, iu Wippach; Franz Krizaj, in Scnosctsch; Ioscf Schcibl, in Bruundorf; Franz Veß, in Laibach; Franz vonBeck, iu Stcin; Mar Himmcr, in Adelsberg; Michael Taboure, iu Morälltsch, und Lukas Kadi uz. in Lack. sämmtlich als Impf- uno Bezirks'Wundärzte; Franz Vcgat, als substilui» render Impf> uno Bczirkswuudarzt iu Weitelburg; Nikolaus Kallan, Impf- und Bczirköwundarzt zu Trata im Bezirke Lack; ferner dcr k. k. KrciSwund arzt Ioscf Koß. iu Laibach. Durch lobcnöwcrche Mitwirkung haben zum Ge> lingcn der guten Sache beigetragen, die Gemeinde« Vorsteher i Josef Malcuschek in Tatzcu; Anlon Vod< n i k in Olicrichischka; Johann Klluz in Umcrschisch' ka; Malyias Wolmuth iu Glcin^, uno dcr Gc meiude'Ausschuß Rochus Koschcnina in Untcr» Ichischla. Dic k. k. Lauoesregicruug sieht sich auch angenehm veranlaßt, hicmit öfscnilich anzuerrcuncn, da^ nebst der scyr ersprießlich mttwirkellDcn leitendeu Thätigkeit rer k. k. Bczlvlöälmcr. die eben so nncutbelil' lichc als erfolgreiche Einftußnahmc eines großen Theiles dcr hochw. Kuratgeistlichkeit am Lande an der Erziclung der günstigen Ncsiiltate dcr allgemeinen Vollsimpfung u»d Ncvacciuation in dcn Pcrwaltungs-Jahren !8ö3 und 18^4 einen wesentlichen Antheil hat; wornach dic Hoffnung aliSgcsprochcn wcrdcil oarf, daß dicscm Zweige dcr öffentlichen Gesundheitspflege, namentlich der noch minder verbreiteten Nc-vaccination auch weiterhin dic förderliche Mitwirkung und Untcistünung von Seite der k. k. Bezirksämter uuo ocs hochwüroigen Klerus zukommen werde. Vou der k. l. Landesregierung für Krain. Laibach am 1l. Inni I860. Verordnung der Ministerien des Innern und der Justiz vom 1«i. Juni 186»,, wirksam für die Kronländer K r ain, Kärntcn, Görz und Gradiska, Istricn nnd die Stadt Tricst mit ihrem Gebiete; wodurch in Folge Allerhöchster Ermächtigung besondere Bestimmung über das Verfahren ;nm Behufe der Löschung dcr Octava hinsichllich jener Dominikal-gutskörper angcoronet wcrocn, deren Vcsiner schon vor der allgemeinen Einführung der landcsfürstlichcn Gcrichtc die Ilirisdiklion bcimgesagt, odcr bloß dic Grundbücher über ihre untcrthämigcn NcaÜtätcn ge^ fühlt habcu. Im Nachhange zu dcn Bestimmungen des kaiserlichen Patentes vom 10. Februar 18>';:l (N. G.Bl. Nr. 26) und der Ministcrialverordmmg vom 6. Inli 18.^4 (N. G. BI, Nr. 16!)) finden dic Ministerien des Innern uud dcr Justiz in Folgr dcr mit Aller« höchster Entschließung vom j. Juni 18ö6 erhaltenen Ermächtigung zu verordnen: u) Die Bcsihcr jener Domiuikalgutskörpcr, bezüglich dcrcn die Jurisdiktion schon vor der allgemeinen ^ Einführung der landcsfürstlicheu Gcrichtc hcimgc» sagt worden ist, wcrdcu bei Einbringung des Einschreitens um die Löschung dcr milcr dcm Namen „ und Dcpositcllvcrmögeus ent« hoben und haben, um diese Löschung zu crwirkcu. bloß die übrigen im kaiscrlichcu Patente vom U>. Februar 18l>li, beziehungsweise in dcr Ministcrial-uerordnung vom 6. Inli 18K4 vorgezcichuctcn Vc> dingnngen zu erfüllen. l>) hinsichtlich jener Dominikalgutskörpcr, dcrcu Vc-siycr uur die Grundbücher über ihre unterthäuigei, Rcalitätcu geführt haben, ist von Scitc ocr Be« sil)cr, wenn sie die Löschnng dcr Octava crwirkcu wollen, bloß dic obergcrichtliche Bcstätiguug anzll-suchen uiid beizubringen, daß gegen dieselben bis zum Tage dcs übcrrcichtcu Gesuchcs vou keiner Seite ciu Anspruch auö dcr Gruudbuchsführuug erhoben wurde, uud daß die Uebergabc dcr Grund« büchcr au dic landesfürstlichcn Gcrlchtc orduungs« mäßig stattgcfundcn hat. Bach. Krauß. Hcule wird ausgcgebcu und versendet: das Lan« ocs-Regierungsblatt für das Herzogthum Kraiu. Erster Theil. XXlV. Stück, VlN. Iahrgaug 18!iu. Inhalts - Uebersicht : Nr. 116. Verordnung dcs k. k. Iustizministcrlums v. 1^. Mlü I8li6, woolirch die Gerichte angewiesen werden , bei gerichtlichen Versteigerungen vou unbeweg» lichen Gütern auf die Forderungen dcs Grlindent-lastungsfondes vou Amtswrgcn Bedacht zu nehmen. Nr. 117. Erlaß k. k. der Miuistericn des Handels und dcr Finanzen vom 19. Mai 1866, betreffend dic Anfiösung dcr Moldau-Zölle auf der uutereu Moldaustrccke zwischen Prag und Mclnik. Nr. 118. Kundmachung ocö k. l. Finanziuinistcriliins vom 20. Mai 18i»6, über dic Krcditirung fälliger Emsnbrzollbclräge. Nr. 119. Erlaü dcs k. k. Juslizministcriums vom 26. Mai 18^6, mit ciner Erläuterung dcs tz. 238 dcs Gesetzes über die iuuerc Einrichtung uuo Gcschäftsordiuiug dcr Gerichtsbehörden vom 3tcn Mai 18^'ll. Nr. 81 dcs Reichs-Gcseh.Blattes und der Strafgerichts »Instruktion uom 16. Juni 18^4, Nr. 16!i dcs R.G.B., in Vczicbung auf dic Einsichtnahme der strafgcrichtlichcu Aktcn. U. Nr. 120. Inhaltsanzcigc dcr lmtcr Nr. tt.'^ des Reichs« Gescp-Blattes vom I. 18'i6 enthaltenen Erlässc. Laibach den 27. Inni 18ll6. Vom f. k. Rcdaktions-Bnrcau dcs Landcs-Ncgicruugs-Blattcs für Krain. «IH Nichlmnlsich5r Theil. Oesterreich. Wien, 2^. Ium Se. kaiserliche Hoheit dcr Erzherzog Fcrdmand Ma^ von Oesterreich ist gestern Vormittag 10"/^ Uhr von Sanssvuci in Berlin cin> getroffen. Um 12 Ul)r hat sich Hochstdnselbc imch Dresden bcgebcn. — Hcutc hat in Gegenwart Sr. M. dcs Kaisers, dann Ihrcr laiserl. Hoheiten dcr HH. Erzherzoge Wilhelm, Leopold und Hcmiich cin großes, von den Lagcrtruppcu alisgesührtcs Fcldmanövcr stattgefunden. Die Brigade Dürrfelo wird inorgcn ans dem Lager nächst Bisamberg wieder in die hiesige Garnison cin-rücken. — Dcr kais. rnss. Gcheimrath Herr v. Tcugo. l'orski ist von Szczakoiva angekommen. — Der Thicrschntzvcrcin in Wicn hat l'ci dein hohen Ministcrium die Viltc gestellt, daß das Gcsctz vom 13. Febr. 18!iü bezüglich der Thierquälcrei in die Dienst« und Wanderbücher eingerückt wcrde, — und erhielt den Bescheid, dap diesem Ansuchen schon desi-halb nicht willfahrt werden könne, weil gleiche Gründe auch für Einschaltung anderer Strafgesetze in die Dienst« und Wanderbüchcr sprechen würden, dieß aber überhaupt unzulässig ist. — Das Programm für die 32. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte, welche hier am 17. September feierlich eröffnet und am 24. September geschlossen wird, wird ziemlich dasselbe bleiben, wie im verflossenen Jahre. Se. ErzcUcnz der Herr Mi' uistcr des Innern, Baron v. Bach, wird die oberste Lcilung der Angelegenheit selbst übernehmen. — Dem Vernehmen nach hat die privilegirte k. f. Staats > Eisenbahn - Gesellschaft eine ausführliche Denkschrift vorbereitet, in welcher sie die Verhältnisse des Eisenbahn« und Bcrgwcrkuulcrnchmcns zu beleuchten beabsichtigt. — Aus dem Tiroler Pustcrthalc schreibt man, daß sich heuer abermals eine Anzahl hoher Herr» schaftcn wahrend dcr heißen Sommermonate ans Mcran in die schattige Kühle dieses Thales znrück-ziehen werde; auch Dintcnhaim wird gerne als Sommcrsitz gewählt; dcr rühmlichst bekannte Dr, Tappciuer aus Mcran befindet sich daselbst. -— In der Telfser Alpe in Tirol gab's am An> tonltagc ein wahres Hcxcnwcttcr! Dcr Blitz erschlug lt» Schafe anf ein Mal, nnd zwar schlng cr zwei Wldocr. unglaublich aber wahr, so in den aufgerissc-mn Vooen hlnein, daß nnr noch die Hörner hcrans< schauten. Ein anoercr Blitzstrahl riß vom sogenannten „Mlinlcnlopf" ciu gewaltiges Fclsstück los, das nnt sun1)lbarcm brachen tu die Tiefe stürzte, so daß die Leute mit Einsetzen glaubten, der jüngste Tag bleche an. -— Dcr zu München zwischen der kaiserlich österreichischen uno oer königlich baierischcn Regierung gc° schlossrne, die Verbindung dcr beiderseitige» Eiscnbah« ucn betreffende Staatsvcrtrag wurde heute hier tund> gemacht. Er besteht aus 18 Artikeln, die im Wesentlichen Folgendes enthalten: Die österreichische Ncgic-rung wird dcr Verpflichtung zur Herstellung eine» Valm von Salzburg nach Brück, dic sich auf den Vrittag vom 21. Juni 18N1 gründet, enthoben; sie wird aber die Stuolrn über diese Bahn, nm eine günstigere Lmie zu ermiNcln, forlfttzcn. und im Falle eincS Resultate« dic Frage wieder in Ncrhandluug bringen. Dagegen verpachtet sich die k. k. Regierung, schon dermalen eine direkte Eisenbahn von dcr österreichischen Grenze bei Salzburg, von Salzburg über Linz nach Wien herstellen zu lassen, die in ä Jahren dem Vctriebc übergeben sein muß. Die k. k. östtrr. Regierung verpflichtet sich ferner, die Bahnlinie von Innsbruck bis zur baicrischen Grenze, sowie jene von Verona nach Bozrn bis zum 1. Oktober 18^8 ,in Betrieb zu setzen. Die königlich bäurische Regierung verpflichtet sich, dic Vahn von München übcr No. scnhcim bis zur Grenze ebenfalls, bis zum 1. Olto> bcr 1868, jene von Roscnheim nach Salzburg binnen fünf Jahren herstellen zn lassen. Von Seite Oesterreichs wird cine Balm von Linz zum Anschlüsse bei Passan von Seiten Vaicrnö der Bahn von Nürn-ab und führten Se. Eminenz den Kardinal. Legaten berg übcr Negcusburg nach Passau läugstei's binnen 7 Jahren hergestellt. Oesterreich baut ftrucr eine Bahn von Prag über Pilsen an die baiciischc Grenze; die baierischc Ncgicrmig wird die Nürnberg »Ncgcns^ bnrgcr Bahn au diese Linie zum Anschluß fi'chrcu. Für den Fall, als Oesterreich eine Vahn von Pilsen nordwärts übcr Eger an die baierischc Grenze führen sollte, wird Baicru auch für diese Linie den Abschluß vermilteln. Ini Einvernchmen dcr Ministerien des Inncru und des Handels ist bestimmt worden, daß die in ci« ucr kürzlich erschienenen Verordnung enthaltene Bc> schränkung des Handels auf Gebündc im Maßgehaltc von weiligstens cincm Wiener Eimer auch iu Vczug auf dcu Handel mit Wein, insofcrne er nicht mil selbsterzcngten Produkten bctricbcn wird. Anwendung findet. Die eigene Wcmfcchsung kann von den Grn»d> bcsitzern in versiegelten Flaschen, jedoch mit Ausschluß jeder Verabreichung au sitzende oder stehende Gäste, verlauft werden. Sissck, 20. Juni. Eine Deputation des hiesigen Handclsstaudcs, bestehend aus den Herren! A. (5. Bcrkic. (5. Hocevar, V. P. Kottur n»d I. Welnrcilcr ist dieser Tage nach Triest abgereist, um 5er dort sich unter dcn Allspizicn der HH. Morplirgo nnd Rcvoltclla konslitnircndcn Eisenbahngcsellsehaft den einstimmigen Beschluß mitzutheilen! daß sich der Handelsstand Sisseks dieser Gesellschaft zur Erbauung einer Vahn von Agram hierher, als Forlsetzung jene» von Steindruck nach Agram, anschließe, und der von einer anderen Seite crgangencn Aufforderung, sich an dcm Unternehmen einer Linie von Fiume uach Bnko» var zu bctheiligcn. keine Folge leisten werde. Da cs sich bei dicscr wichtigen Frage um die fernere En» ttcnz von Sissck handelte, welche bei dem Zustande» kommen dcr letzteren Route im höchsten Grade gc> fährdct gewesen wäre, so war es wohl ganz natürlich, daß sich dcr hiesige Hanoelsstand für die crsterr ^inic entschied. Kommt dicsc Bahn, woran kanm zu zweifeln ist, zu Stande, so dürnc dcr Handel Trieste mit dem schwarzen Meere eine andere Gestalt annch' men, da dann der Weg über Sissck und Galacz cin viel näherer und billigerer als übcr Konstantinopcl ist, dcs immensen Kolonialwarcnzngcs nicht zu gcdrn» kcn, dcr sür eincu Theil Ungarns, das Banal, Sie-benbürgcn und die Donanfürstenthümcr, dann seine Nontc von Trieft übcr Sissck nehmen muß, wodurch sich diese Vahn zu einer der rentabelsten der Monar» chic gestalten wird. Deutschland. Der Kunst» und Altcrlhumsvercin in Ulm hat dieser Tage ein merkwürdiges Geschenk erhalten, uäm-»ich die sogenannten „Schuhe des ewigen Iudcn". Schon scit Jahren spricht man in Ulm von diesen Schuhen, die dort lange mit einer gewissen Scheu verborgen gehalten worden sind. Die Mythe feierie nicht und dichtete ihnen goldene Nagel und wer weil? was alles zu. Vor viclcn, vielcn Iahrzchcntcn soll einst ein Wanderer. der in dein WinhShansc zur obern Bleiche ein Nachtquartier gefunden, diese Schuhe oort zurückgelassen hal'cn. Sie sind ohnc Zweifel viele Iahrhnnocrtc alt, von kolossaler Größe und k> lossalcm Gcwichtc, zusammen wohl einen Viertels» Zentner schwer lind mit ungehcncren Nägeln gepsil,. stert. Es scheinen Pönitcutiarschuhc gcwcscn zu sein. o. h, Schuhe, die uon Lästerern zur Strafe sür ihre Sünden getragen werden mnßicn. Bekanntlich wm oie miltelalterlichc Bcichtpraxis an solchen Buß'Instru-mcntcn reich. Italienische Ttaaten. Dem „Universale" zufolge sei Monsignor Dc Lnka für die päpstliche Nuittiatur in Wien designirt, nnd Mons. Matcucci werde als Legat zur Krönung nach Moskau gehcu. H Dein ,,(5orrierc mercantile" vom 2A. zufolg« sei man in Florenz cincm Anschlage auf da? Lcbcn dcs Ministers Baldasscroui anf die Spur gekommen. Frankreich. Paris. 20. Inni, Gestern Vormittag um I l Uhr fuhren zwei Hofwageu von deu Tuilerien und sein Gefolge nach St. Clond, um dort die Zeremonie der Ueberrcichuug dcr goldenen geweihten Nose, welche dcr heil. Pater Ihrcr Majestät der Kaiserin übcrschickt hat, zn vollziehen. Ein eigener Wagen war für die Person im Gefolge Sr. Eminenz bestimmt, welchc in cincm Etui von Ebenholz die prachtvoll gearbeitete Rose trug, deren Stengel, Blätter. Zweige nnd Blumen fast g.mz mit Eoel-stciucn bcdcckt sind. Sc. Eminenz dcr Kardinal'Legat brachte in dcr Kapcllc dcs Palastes von St. Eloud das hcil. Mcß< opfcr dar, und cs fand während dcr Abhaltung dcs-selbcn die Ucberreichung dcr symbolischen Rose Statt, wobci Sc.' Emincnz dic für dicsc Feierlichkeit vorgc-schricbcnc Allokntion hiclt. () Untcr dcn Geschenken, wclchc Kardinal Pa^ trizi übcrbracht. befindet sich auch ein großer Sma> ragd, dcr künstlich aus zwei Thrilen znsammcnge-setzt. einen vom Papste gesegneten Strohhalm aus der Krippe von Bethlehem Nluschließt. Dicsc Neli» qnic wird das kaiserliche Kind am Halsc tragen. Großbritannien. London. 20. Inui. Sir Edmund L y o n s wivd nach Berichten der „Times." für sciue aus-' gezeichnclcn Dicnstc währciid drs letzten Krieges, in oeu Pairsstand erhoben werden. Es wäre dieß die einzige, für militärische Verdienste während des russischen Kricgcs ertheilte Pairic und würde der Admiral trotz seiner neuen Würde das Kommando übcr die Flotte im Mittelmccrc bei» behalten. X Die Sendnngcn von Truppen und Kricgs> vorräthcn nach Canada sind biö jetzt noch nicht ein. gestellt. Im Tower wurden crst gestern wieder Ar» bcitcr angeworben, um die von der Admiralität an« geordnete Verschiffung von Flinten möglichst rasch besorgen zu können. W00 Karabiner »no Büchsen, nebst einer namhaftcn Masse von Flanclldcckcn und Winterkleidern wurden im Lanf? dcs gestrigen Tages aus den Tower-Magazinen nach Woolwich und Deptford erpedirt, um von dott nach Montreal und Halifar befördert zn werocn. Außcr dcn bereits nach Britisch'Amerika unterwegs besindlichcu Truppcn cr. hielten neuerdings 4 Infanterie > Regimenter nnd li Feldbattericn Ordre, sich in Marschbcrcilschafl zn halten, und in einigen Blättern wir» sogar dcs Ge» llichis Erwähnung gethan, als beabsichtige die Re« giernng ihre Armee in dcn nordamcrikanischcn Ko« lonien dllrch Abtheilungen der deutschen und Schweizer-Lcgion zu verstärken. )( Uliter dein Titel „Unscrc Beziehungen zu ocu Vereinigten Staaten" bringt dic „Times" eine läügerc Abhandlung. die ihr höheren Ortcs zngc kommen z» sein scheiitt, nnd aller Wahrscheinlichkeit »ach dcnselben, oder doch tlnilivcisc ocuselben Gl?> pauken ganz befolgt, dcn die zu crwartcndc Antwort Lord Clarendons auf die letzte Notc dcr amcrikani-scheu Regierung bcfolgcn dürfte. - Der wcscnlliche ^nbalt ist folgender i Die Angclcgcnhcit betreffs Zentral-Amcnka zerfalle in 2 gcsondcrlc Parlhien, in so fcrne diesclbeli vor und nach ocm Traktat von 18">0 rristirtcn. Belize bcfindc sich scit 80 Jahren im Besitze der Engländer, nnd scit 1!il) Iahrcn hätten diesc, rin kurzes Interregnum abgerechnet, das Protektorat übcr die Mosqnilo-Küste ausgeübt. E" frage sich uuu, ob sie die ihnen vermöge ihrcr m>t Spanien (in 1783 und 178li) abgeschlossenen Trak> täte zukommenden Rechte während der letzten >> Jahre überschritlen habcn oder nicht, und ','icr fta^ cs sich. ob dic Vereinigten Staaten sich in Angclc' qenhcilcn einmischen können, die nicht ihre. ^"d"» Spaniens Bczichungcn zn England betreffen.^" Anders vcrhaltc cs sich mit dem Traktate von lv>^ . oer direkt zwischen England und dcn Vercin'g"' Staaten abgeschlossen wurdc. Und hier fragc es,>^ weßhalb dicscr Traktat geschlossen winde? '^" " chcr Gclcgcubeit? Zu welchem Zwcckc? Und wie . «33 er gedeutet wcrdcn. Veranlassuug sri gcweseu, daß England sich vcrpfiichtct hade, die Mosquito-Küste, mit Einschluß dcr Mündung des Lau Iuau> Flusses gegeu dic Pcreiniglcu Staaten, gleichzeitig dcn gan» zen Lmif des San InaN'Flusses, mit Inbegriff jenes Theiles dcr durch das Mosquito.Gcbict flicht, für Nicaragua zu beschuhn. Zweck des Vertrages sei gewesen, einem Konsiilt beider Staaten auf diesem Gebiete vorznbcngcn, einen ausschließlich von dem einen oder andern übcr den Isthmus auszuübenden Einfinß unmöglich zu machen. So wurde der Trak« tat geschlossen, nnd jetzt streite man übcr dessen Ans» legung. Mau habe oft gesagt, bcidc Diploinatcn, die ihn allfgesctzt hatten, halten einander hinters Licht führen wollen. Das sei eine falsche Annahme, denn die streitigen Ausdrücke seien weder von Bnlircr noch von Clayton erfunden, sondern ans einem, wenige Monate früher von Mr. Lawrence an Lord Palmer-ston gerichteten Schreiben ausgewählt wordru, nnd cben deßhalb, weil Clanton und Vnlwcr wnßtcn. daß jcne Ausdrücke vom amcrik. Gesandten (Lawrence) in London gebraucht, nnd daß cr sich über deren Sinn mit Lord Palmerston geeinigt habc. Wclches sind Nlin diese wichtigen Worte, um die sich der ganze Streit dreht? Folgende: Mr. Lawrence frug Lord Palmerston, ob die Regierung oder Großbritannien die Absicht habc, einen Theil der Mosquito - Hüfte odcr Zcntral-Amcrika'ö zu occupiren oder zu tolonisi-ren (inloul to a^ui.^ or (.ulimixo), worauf Lord P. erwiederte, daß sie nicht diese Absicht habe. --Wenn irgend Jemand einen Andern frägt. ob er die Absicht habe, Etwas zn thun, so sei es klar. daß er dabei nicht meinen kann, der Andere habe dieses Etwas bereits gethan. Es sei daher nicht denkbar, daß die Anfrage des amcrik. Gesandten rettosp^iiv gewesen sei; aber abgesehen davon mögc mau doch noch weiter gchcn nud sich überzeugen, in welchen: Sinne Mr. Lawrence die Worte „t)cc»pv" und „Zentral- Amerika" gebraucht habe. — Unter „oconln" "ersieht man regelmäßig dott, wenn eine Nation von ^llklll ihr nicht gehörigen Gebiete spricht, eine mili' lä'rischf z^kknpation. (Uebersetzer einschlagender Akten» slnekc aus dem Englischen in's Deutsche babeu „><» Nl'l'Njiv" wohl kaum anders als mit okkupiren oder „besetzen" überseht.) So versteht man. es wenn man sagt: Rom sei von dcn Franzosen, Toöcana von den Ocsieneichcru, Paris von den Miinen beseht wor> den, Daß auch Mr. Lawrence das Wort <^cu^ >>l diesem Sinne auffaßte, beweise obendrein seine damalige Anlworlsnole an Lord Palmerston, worin er seinen Dank anspricht dafür, daß die britische Regierung nicht beabsichtige, an der Mosquito»Küste oder, irgcud einem Theile Zentral-Amcrika's Militär-Posten zu errichrcn „w »>lll,I»li,«!l» ,mlill>rv post.«." Z»r Zeildes Traktates habc aber England an der Mosqnilo» Küste keine Mi!ilär> Posten bcscsscn. Somit habe die amerikanische Regierung ein Nccht gehabt, übcr die Absicht Englands anzufragen, nnd dadnrch erkläre sich der Worlstrcit wohl klar genng. Das Protckto-rats« Recht Englands über die Mosquito-Küste sei durch den Traktat nicht aufgehoben, in demselben »icht einmal erwähnt worden. Noch viel wichtiger sei die Erörterung, was nn» >er „Zentral. Amerika" zu verstehen sii. Als Mr. ^nvrenec sich über die Absichten der britischen Rcgie> l'lMg Erkundigungen einholte, nud die Frage stellte, ub dlese einen Theil Zentral' Amerika's zu okkupiren l'der zn kolonisircn beabsichtige, dabc cr von dcr ^kknpniion, der ^Colonisation und dem Besitz vou ^lli^c uou Seiten dcr Engländer Keuntniß gehabt, hnbc sDlnit Belize nicht zn Zentral > Amerika rechnen ^>uic,i. Und habe doch Clayton selbst iin Senair ^'klärt, Belize gehöre eben so wenig zu Zentral' ^lncrika wie Ealifornicn, nnd man habc in den "^-einigten Staaten unter „Zcnlral'Amerika" immer ^ die fünf zentral-amcrikanischcn Staaten: Gnate-^la, Honduras, San Salvador, Nicaragua uno ^a R>ca verstanden, während Britisch. Honduras ° ^ Belize zn Mexiko gerechnet werde. Nach dieser Auslegung der Worte „Occupy" "° «Central-Amcrika" durch dic belhcillglcn Staais^ ^^r Anicrika's handle es sich nur noch um die Bay. Inseln. Diese seien erst seit 1830 von Eng« land formell okkupirl uud kolouisirt worden, doch hätte es daselbst schon früher britische Ausiedler gc» geben, Woferne entschieden wird, daß diese Inseln zu Zentral «Amerika gehören, dann wäre es kaum der Mühe werth, übcr diesen Pnnkt weiter zu strei» tcn; aber Englands Ansprüche auf sie seien noch die gerechtesten, so lange sich nicht nachweisen ließe, daß irgend ein Staat Zentral < Amerika's gerechtere bcsitzc. Dieß sei die richtige Auseinandersetzung der schwebenden Streitfragen; und frage Einer, waö England für Interesse habe, für sie cinznstchcn, im Nochfalle selbst mit bewaffneter Hand, so müsse man darauf ehrlich antworten, England sei dazu Ehren halber verpflichtet, nicht weil ihm Belize nud die Bay-Inseln zu seinem Beistände nöthig sind. Ewige Nachgiebigkeit würde England erniedrigen nnd znm Falle bringen, würde die aggressive Politik der Vereinigten Staaten aufmuntern, statt zu beschwichtigen, abgesehen davon, daß die Art und Weise, mit der Amerika scinc Forderungen stellte, nicht geeignet sei, zur Nachgiebigkeit gestimmt zn machen. Schließlich erledigt die „Times" die Frage, was England jetzt zn thun habe. um dcn Streit zu been-digen, in folgender Weise: „Eine Abschaffung des Traktates von 18Ü0 würde uuscrc schwierige Lage nicht, wie Einige glanbcn, verbessern, sondern verschlimmern. Denn wir hatten vor dem Traktate ans' gedehntere und von dcn Vereinigten Staaten heftiger angefochtene Ansprüche als die uns nach dem Traklat geblieben sino. Unser einfacher gcradcr Weg ist so!, gender: Dic ganze Korrespondenz bei Seile zn werfen und deu Vereinigten Staaten cinen freundschaftlichen Vorschlag zu macheu, der sich mit nnscrn bis> l)lr gemachten Angaben nnd Schritten nicht minder als mit dcn amerikanischen Interessen, so weit wir dieß im Stande sind, in Einklang bringen ließe. Um deutlicher zu sein — sollten wir erstens vorschlagen, die au der Mündung des San Iuanflusses gelegene, Greytown genannte Stadt als eine freie nnd nnab» häugigc Stadt zn crklärcn. Zweitens: dcu Mosqnilo' Indianern eine gesetzliche G^bietöslrcckc zuzuweisen und sie gleichmäßig unter unsern und der Vrrcinigtcn Slaatcu Echnn zu stellen; odcr wenn die amerikanische Anschauungsweise in Betreff der Indianer sich nicht mit der »nserigen vertragen sollte, so mögen die Vereinigten Staaten selbst einen andern Modus vorschlagen, der diese Indianer gebührend schuhe, ohne Großbritannien ausschließliche Rcchtc nnd Privilegien zu gewahren. Drittens: die wirkliche Lage und Stcl< lung der Bay'Instln mögc durch ein Schiedsgericht bestimmt werden. Vicrlcns: England möge erklären, dcch es seine Besitzungen in Britisch-Honduras nicht übcr deren im Jahre 18>'i0 bestehende Grenzen ans« ochnen wolle, und fordere von den Vereinigten Staa« ten eine Anerkennung dieser Besitzungen, wie sie vor 18il0 bestanden. Ein solcher Vorschlag würde wahr> scheinlich den Verhandlungen ein Ende machen. Wo nicht, ist es den Vereinigten Staaten um eiucn Streit mit uns zu tlinn, nnd wir müßten dem Kam-pfe die Stirne bieten. denn cö wäre ein schmachvoller nnd zngleich nutzloser Versuch, ihm aus dem Weg zu gehen." Belgien. Als Se. k. Hoheit der Graf von Flandern am 18. d. von Brüssel »ach Lacken zurüctsuhr, brach die Achse des Wagens, cer beinahe umgestürzt wäre. Der Kutscher uno der Kammerdiener wnrdcn von ihrem Sitze geschleudert, während die Pferde im schnellsten ^'aufc mit dem Wagen durchgingen, au dessen Stangen der sitzen gebliebene Prinz sich fest anklammerte. Erst ans der Spitze des Hügels bci Lacken konnte ein Manu. der den Pferden entgegcnsprang. dieselben ;nm Stehen bringen. Der Prinz verließ unverletzt dc« Wagen; bloß der Kntschcr lrng eine leichte Wunde davon. Bei dem Königsfestc im Juli werden 12U0 Säu> ger aus alleu Thcilcu des Landes oor dem Saale des königlichen Bankets cine großartige Serenade bringen. Und am folgenden Dige werdcn 12—14««) Militiärmusiker sich vor dem Paläste hören lassen. Zum Andenken an das Fest soüen D.'nklnünzcn vertheilt werden. Telegraphische Depeschen. London. Dinstag, Iu Aldersholt habcu bin« tige Schlägereien zwischen englischen Schüßcn und Soldaten des 7len dcnlschen Jägerregimentes statt-gcfnnocn. Nach dcr Darstclluug englischer Blältcr waren die letzteren dcr angreifende Theil nnd werden Aldcrsholt verlassen müsseu. Paris. Dinstag. Der „Moniteur" veröffcnt. licht einen znm Schutze litcrarischer Erzeugnisse zwi° schcn Frankreich nnd Sachsen abgcschlossenen Vertrag. Dcr Prinz« Ncgcnt von Baden besuchte gestern die große Oper und wohnte heute Abend einem Feste in St. Cloud bei. (Oestcrr. Corr.) Telegraphisch liegen folgende Nachrichten vor: Calais. 20. Juni. Die Hansofflzierc des Kaisers Nnd hentc mit dem kaiserlichen Waggon angekommen. Sie sind bestimmt, Se. königliche Hoheit den Prinz-Negentcn von Baden zu empfangen, welcher deute Abends von Dower ankommend, liier landen wird. Der Prinz wird in Ealais übernachten uud morgeu Früh mit einem besonderen Train nach Paris abreisen, wo er gegen 1 Uhr ankommen wird. Madrid, 20. Inui. Dic Koncession der Eisenbahn vou Alar nach Dnlmas ist dem Credit mobilicr ertheilt worden. Das Tadels-Volnm gegen dl-n Minister Escosnra in Betreff der Arbeiten der Pnerta del Sol wnrde von dcn Cortes mil 12." gr^ gen 28 Stimmen verworfen. Lakalcs. Laibach, am 27. Inni. Die „Tritster Ztg." bringt nnter dem Titel „zur Gcschichtc der Lcincniudustrie in Oesterreich" von I>l'. ll. (!. rineu interessanten ?klikel. dem wir nach> stehende. Kram betreffende Daten entnehmen: In Iuneröfterreich zeichnete sich Krain. nnd vorzüglich Oberkrain in diesem Industriezweige aus. deuu iu jedem Hausbalte wurde gesponnen, nnd grobe nnd feine Leinwand zum Hansbedarf, meistens auch zum Verkaufe erzeugt, Hermann sagt darüber in seiuer „Ncifc durch Ocstcrrcich u. s. (Wien 1781)" - „Die wichtigsten nnd ausgedehntesten Manufakturen sino in Krain ohne Zweifel die Leincnmannfaltnren. Es wiro nicht nnr im ganzen Lande eine große Menge von allerlei Leinwand, sondern auch eine erstaunliche An« zahl vou Spitzen gemacht; beinahe jeder Hausivirth und jeder Knecht ist zugleich Neber; daS Francnoolk wird von seiner zartesten Jugend an zum Spinnen und Spltzcnmachen angeleitet. Die lrainischcn Weber sind berühmt, wovon jährlich Viele mchcr Land gc> hen. In der Tieß'scheu Tnchmaunfaknir in Kla^'n-furt z. B. arbeiten bloß Kraincr. Die Spincn wer« den alle geklöppelt; feine werden nicht viclc gemacbt, aber desto mehr von den gröbern und breiten Gattuu« gen. Anßcr Leinwand und Spitzen werden auch euic Menge leinene Borten gemacht. Sie bestehen aus Zwirn uud rothem türkischen Garn; das letztere wird so eingetragen, daß es verschiedene Dessins vorstellt. Endlich macht mau anch eine Art fcincr schmalsr Leinwand, die man Schleier nennt, uno yäusi,, im Lande zu Falten uud Verzierung au Mideru des ge< meinen Volkes verbraucht. Das Vcrgstädtchcn Ioria iu Krain gewann jähr« lich bei 16.000 fi. für Spitzen, welche die Weiber dcr dortigen Bergknappen klöppelten, was denselben immerhin eine nützliche Nebenbeschäftigung gab. Uc> berhaupt wnrdcn in Krain sehr hübsche Spitzen zur Besetzung dcr Haupttüchcr und dcr Bettwäsche'vcrfcr< tigt, und sehr viel an Leinwand, Zwillich, Segcltü. chern und Scilcn von dort nach Triest und nach Ita. lien, vorzüglich nach Sinigaglia verlauft; man bc-rechnele, daß der Leinwand» nud Spitzcnhandcl dem Lande Krain jälnlich M).00l) fi. einbrachte. Druck und Verlag von I,zuaz v. Kleimuayr H F. Bamberg in Laibach. — Verantwortlicher Redakteur: F. Bambcra. Attlmnq zur IailmclwrSeitmm« Börsenbericht aus dem Abcudblatlc der östcrr. kais. Wicncr Zeitung. Wien 26. Juni, Mittags 1 Uhr. Die wl'^cn dcs liahendtu Ultiow theurer geworbeile Pro-lo,lg,'tio!l machte daß dic Iiid!istric-(5ffrfttn sich stwa.,' schwächer als qcslcrn stillts». Die Staalsp^viere wl s»hr beliebt u»d fest, uanientllch Würde Nattt'inil'-Aiilehu, fortwährend stlnl grs.nift. Derisen wavcu »d '.'^rh.i»sl>i; die Geber hielten libri-genS die Preise um ein Wenige holier, ohne leicht Käufer zu finden. Das G.'ld war mäß,^ nesucht. National - Anlehrn zu 5"'« 85 '/, ^85 '^. sinlehen v. I. 1«5l 5. ü. zu 7>°/, W—'l Loml'. Vcnet. Anlehen zu 5"/« l»l l»2 Swatsschulvvcrschreil'ungen zu 5'/« tt.'j'/,^«^'/ delt« „ 4'/."/» 73'/.-7.'j V. deik' ..,^V« «5'/.-»i5>V. detto ., 3°/« 5U 50'/. detto „2'/."^ 4l '/.—4l '/, d.tto „ 1°,.. Ul'^, —,<;°/. Gloggniher Ol'lig. m. Nuckz. „ 5» °'„ l>!l 7,^«^ Oed.nburger dltto d.tto „ 5°/<> !!292'^ Pe!,hcr dttw de,to „ 4°/„ 92'/,^!>3 Mailänder detto detto „ 4"/. »l»'/,—!»l Gruud.litl.-Ol'Ii^. N. Oesi. „ .'i"/, 86 7,-87 delto v. Galizien, lln^nu x'. zn 5°/, 75 '/,—72l .. Oesterr. Äredit-Anstalt 383 «/.-384 ,, N. i?est. (MonN'le-Ges. l l>9 7, —l<»9'/. „ „ Vndwcis-Linz-Onnmdiier: Eisenbahn , 249-2öl> „ Nordbah» ohne Divibeiide 3lA 7,—3l3 "/. „ „ GtüatSeiscnb..-Gesellschaft zu 500 FranfS 359 7.-359 7. „ „ Donau-Danipsschifffahrts- Gesellschaft s85-587 detto l3. Emission 5<>2-^«4 „ dlS Lioyd 425—428 „ b,r Pesther Kettcnl'.-G.scllschaft <>5-l»tt „ Wiener Dampfm,-Gesellschaft 8zy 4l» fl. Loft l!8 7, - N8 "/. Windischgrüh „ 23—23 '>. Waldstsi« ., 25'/.-25 7, Keglevich „ l«7. W'', Salm „ 39'/. 40 St. Genoi« „ 37'/.-38 Palff') „ 38'/.-36 7. Telegraphischer Kurs-Bericht dcr Staatspapicrc vom 2(i. Iliui ^8ii6. Staaisschnldverfchrribungen . zu 5pCt. ft. in CM. .^3 5/8 detto aus der Vlational-Änleihe zu 5 '/., fi. in CM. 85 ;oiilän?er 76 3,8 Banf-Altm! pl. Ztuck...... 112l> fl. in EM, Älticn der Nier.r/sterr. usfoinptc-Ge- jcllschaft fnr 5(W ft....... ö483,4 ft. in CM. Attieii der f f. priv. osterr. Staatseiscn^ahn- «eftllschaft zn 200 ft., voll eingezahlt 3:M fi. V V. nut Ratenzahlung...... 3^71/2 ft. B.V. Altirn der .«cuser Fcrdinandö-Noldbahn ,u l<«>0 ft. CM....... 3l^?1/2 ft. CM. Aktien der Vupweis-i!ii,z-On!llndlicr Vahn zu -50 >l. CM........ 250 ft. in CM. Atlien der osterr. Donau-Dampfschifffahrt zn 500 ft. CM. ....... 585 st. CM. Wechsel«Kurö uoiu 26. Ilnu t8i^6. Auasl'U«. fiir <0N fi. Cnr. Guld., . . l02ü/8 lls». ssranlsnrt e,, M. fnr <20 ft. sndd. Vcr. nnowähr. im 24 l/2 ft. Fnß. Gnld. . ^01 l/4 3 Monat. Hamburg, fnr 100 Marf Banlo. Guld. . 75 2 Monat klvorno. fur 300 Toöcamschc Lire,Guld. t0> 3.4 Vf. 2 Ui.oüai London für l Pfund Sterling. Gnld. , «0.2 3 Monat, Mailand, fnr 3«)0 östcrr. i'ire, Gnld. . 102 '/2 Vs 2 M^ nat. Marseille snr 300 Francs, Gnlden. . . 1 l8 1/2 Äf. 2 Mo^at. Paris, für 300 Francs, Gnld. . . . l l8 3/4 Bf. 2 Monat. Bukarest, für 1 Guld.. l"''" .... 2^. l. vollw. Mnnz.D»fa:«n . , . . «3/8 pCcnr. Agio. Gold- und Sill'cr-Kurse vom 2.1. Juni Id^ii. Geld. W.,rc. Kais. Mim!-Dufatcn Agio.....ij 1/4 <; > 2 dctto Rand- delto „.....tt <» !,4 (!uili l,^ M!'s^N „..... 5 ^ Napoleonsd'c'r ,...... 8.« 8,< Souvcrainsd'l'r „..... 13.55 >3.5^ ssriedricl'sd'or „.....^-'^ 8.18 Engl. Soverei'gncs „..... l"'' l"-'! Ruff. Imperialc „.....^3 8.3 Vilwagiu..........2 3,4 3 l/4 Eisenbahn- und Post Fahrordnung. A,!kli,üi >!! < Al'>ol,rt von <2chl>eIltU., ck I Laib ach Uhr Ml". Ubr Min. vo» Lailach nacl' Wien . . Fluh — — H H5 von W>,!, „ack Ll'il'ach . Abends 9 33 — — Persliuenzug l'°n tailx,ch nach Wi>>!! . Vorm, ^. — ,a — dto dto . Abends — — ,0 H5 uon Wien nacl' kaibach . 3>achm. 2 .^<) — — dlo dto . Früh 2 ^0 — — Die Kass^i wird in Minute» vor der Al,f.'I,rt l,>schlössen. Brief- Ounrier vc>>, Lail'lich nacli TlisN . . Abends — — 3 3g « Trieft « Lciü'llch . Früh 7 ^c> — — Pcrsoneu-t5l)urier von Lailach nacl, 3,'i»!t . . Al'>'»ds — — 10 — , Irii'ii „ L'iü'ach . Flüh 2 >^c> — — I. M<,llepvst vo» Lail'ach n,,ch 2,'lilss . Frül, — — /^ » Triess « l'ail'Xl! . Abends 6 — — — l l. Vlallepost »on vail'iich nach Tll^!l . , Alands — — /^ ,5 « Trieft , La,bach . ssriih 8 3a — — H. l!87. Gin Lehrjunge wird in eine gcmisclM Warcz^hand^ luiu^, mit welcher zugleich der k. k. Tadak-Verlaq verbunden lst, gegen annehmbare Bedingnlffe aufgenommen. Näheres auf frankste Zu^ schriften bei I. Grilz in Idria. Ein Fräulein, wclchcs in an- gesehenen Hälisern der Residenz als.El-zieherin wav, vollkommen französisch spricht lind auch granimatikalisch in dieser Sprache unterrichtet, wünscht i>: derselben, sowohl Anfängern als auch zur Ausbildlmg der Conversation Unterricht zu geben. Nähere Auskunft im Zeitungs'Comptoir. Z. ll02. 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Iu Laibach ro!'lg bei Antun Krispcr imd Matthäus Krasch^witz, >'» G^i bci I. slnc i» Tsie st bei Iieuvich, ?lpotheker, in Fiunie bei Nistvtti, ?l^".'ll)ekes.