Nl. 10. Dienstag, 14. Iänucr 1896. Iahlgaug 115. Mbacher ^N"'tt»n»p«i»: Mt Postverstnbun«: «»nziHhri» fi. «, halbMri« st, 7 üa, I« <5ompt« Hau« gaiuMrl« ft. i. — InstrNo»K««b»r: Für "«ne Inserate b« zu 4 Zeilen 25 lr., grühere per geile S tr.; bei öfteren Wiel«rholmig«!i per geile 3 tr Dle »L« im Jahre 1891 schon 21 Procent und heute werden sie bereits auf 25 Procent geschätzt. Der katholischeste Bezirk ist die Wasserstadt in Ofen; die meisten Juden wohnen, in der Leopoldstadt, in der Therefienstadt und in der Elisabethstadt, wo sie überall mehr als ein Drittel der localen Bevölkerung ausmachen. Die magyarischeste Confession ist, wie im ganzen Lande, so auch in der! Hauptstadt, die calvinische mit 96 Procent ihrer Ge- ^ sammtziffer; von den Juden 102.377 des Zählungsjahres 1891 bekannten sich 75 Procent zur magyarischen ^ Nationalität. Die Deutschen nehmen langsam ab — 7000 in zehn Jahren — dagegen nimmt die Zahl der Slovaken — 6000 in zehn Jahren - zu, die wie ehedem zumeist als Dienstboten und Bau - Arbeiter Verwendung finden. Magyarisch sprachen im Jahre 1891 403,941 Per« soncn (83 Proceut). deutsch 313.000 Personen (64 Pro-cent), slovatisch 66 000 Personen (13 8 Procent). Es! wird also gegen früher mehr ungarisch als deutsch ge-^ sprochen, indem von 100 Personen um 19 mehr^ ungarisch als deutsch verstehen. Zwei Drittel der Stadtbevölkerung, nämlich 220.000 Personen, find^ monoglott, das heißt sie sprechen nur eine Sprache; ihre Zahl ist namentlich unter den Magyaren in der! Zunahme begriffen. Es sprechen 146.000 Menschen, also fast ein Drittel der Bevölkerung, nur ungarisch und keine zweite Sprache. Die Hälfte der Magyaren ift der deutschen Sprache mächtig. Die Slovaken widerstehen der Assimilierung viel besser als die Deutschen. Die Zahl der Analphabeten ift in Budapest seit 1870 von 36 3 Procent auf 26 4 Procent gesunken, doch steht die Hauptstadt in dieser Beziehung noch immer hinter Preßburg und Oedenburg zurück. Ja Wien beträgt die Zahl der Analphabeten 25 6 Procent. Nach den Confessionen gezählt, weisen in Budapest die Juden die wenigsten, die Katholiken die meisten Analphabeten auf; die Slovaken stehen diesbezüglich weit hinter den Deutschen und Magyaren zurück. Nachdem die Unterrichtssprache in den städtischen Schulen die ungarische ist, so lernen begreiflicherweise die Kinder der Magyaren rascher lesen und schreiben als die der Deutschen. Im Alter von acht bis neun Jahren stelle», sich indessen die Ziffern dieser beiden Nationalitäten ziemlich gleich. Wie in den meisten großen Städten, so ift auch in Budapest die Zahl der Eheschließungen nicht nur gering, sondern auch in der Abnahme begriffen. Nicht weniger als 40 Procent der Männer sind Witwer oder Junggesellen; geschiedene Ehen gab es 1906. Nach den Nationalitäten gerechnet, ist der Procentsatz der Ehen unter den Deutschen relativ am größten; die wenigsten Ehescheidungen kommen bei den Slovaken vor. Die Juden in Budapest heiraten etwas später al« die Christen, doch sind die jüdischen Frauen in jeder Nltersclasse um etwa 10 Procent zahlreicher, als die Ehefrauen der anderen Bekenntnisse. ES gibt gleich viel irrsinnige Männer und Frauen in Budapest; dagegen sind die schwachsinnigen Männer weitaus in der Ueber« zahl. Die Zahl der Kranken betrug im Jahre 1891 in Budapest beiläufig 2 Procent der Bevölkerung und unter diesen fällt die große Ziffer der chronischen Krankheiten auf. Politische Uebersicht. Laib ach, 13. Jänner. In den Landtagen, welche nunmehr bis auf die dalmatinische Landesvertretung sämmtlich versammelt sind, liegt vorläufig das Schwergewicht der Thätigkeit in den Ausschüssen. Dieselben sind allenthalben eifrig bemüht, das Material für die Plenarsitzungen vorzubereiten; erst in den nächsten Tagen werden den bisherigen formalen Angelegenheiten wich« Feuilleton. Vlllvasor-Studieu. Von P. v. «adies. H. XVIII. se'/i?lm.ordung des Pfarrers von äem« H«/l und des Ioh. Weikh. Freiherrn von ^llsor Vater als Gerichtsherr 1645. berül^" Bartholomäus Valvasor, der Vater unseres Van " Chronisten, hatte als Herr der Herrschaften ky, 9 und Gllllenberg (welch' letztere er 1641 von ^/'"ndeshauptmanne von Kärnten Georg Siegmund ^.^lln von Paradeiser käuflich erworben, auch die btzun 6 der Gerichtsbarkeit auf diesen beiden Be-Mr/" "lib da ereignete es sich, dass im Mai des do», I ^^ Bauern des unter die Gerichtsbarkeit Und ^chloss Gullenberg gehörigen Dorfes T^msenik ^M' ^kll Umgebung den Pfarrer von Aemsenil ^»s Iuoan in grausamer Weise tödteten. ^2hns" seiner «Ehre des Herzogthums Crain» " er-3°ct,, ^°hann Weilhard Freiherr von Valvasor dies "abrp '" nachstehender drastischer Kürze: «Vor etlichen rj^" haben die Bauern dieses Dorffs (Tschembshenig) Hit N?. Thai begangen, indem sie ihren Pfarrherrn ^«lnen erschlagen, auch überdas sehr spott« und ' Vand l, Buch U, Seite 12b. schmählich getractiert, ihn umgewendet an ein Ross ge-bunden und dasselbe also mit ihm fortgejaget». Weiteres erfahren wir über diese scheußliche Unthat nichts! aus des Freiherrn Geschichtsbuche. Da begegnen wir nun in den Acten der ehe« maligen innerösterreichischen Regierung in Eraz^! mehreren Schriftstücken - Aufträgen der Regierung an! den Gerichtsherrn Bartholomews Valvasor und Be-! richten des letzteren an die Regierung, welche mehr! minder umfangreichen Actenstücken sich mit diesem Falle des näheren beschäftigen. Wir wollen in nachstehenden. Zeilen es versuchen, auf Grund dieser Details ein möglichst anschauliches Bild des Vorganges zu ent« werfen, dabei jedoch die chronologische Reihenfolge der einzelnen Acten einhalten, um auch den Gang des Processes selbst dadurch illustrieren zu können. Das erste Actenstück, das uns in der Reihe vorliegt, ift der in Concept erhaltene erzherzogliche Befehl an Herrn Vartlmä Valvasoren ddo. Graz, 18. April 1645, woraus wir entnehmen, dass Valvasor «in cnu»a des ermordeten Pfarrers zu Tschemschenikh und der inter« esirren Thäter, ein undatiertes Berichtschreiben eingesendet, au« welchem die innerösterreichische Regierung ersehen hatte, dass des Iarne Meßner und des Ortsrichters zu Iesenau ** Mathizen Sohnes sowohl gütliche als peinliche Aussagen abgängig seien, daher man nicht ent- * Nettere Registratur der l. t. Etatthalterei in Graz, Ab» thtilung: 'Vemaine Copcyen». ** Itseine, nahe bei Wallenberg mitten im Aebira« (I... III., S. 180). nehmen könne, wieweit dieselben graviert sein möchten. Der Gerichtsherr erhält demnach den ferneren «ebenso gemessenen als gnädigsten Befehl», diese abgängigen Acten zu ergänzen und sammt dem in der Sache geschöpften Urtheil alsbald an die innerösterr. Regierung zu übersenden. Ferner erhalten wir Kenntnis von einem dritten Inculpaten, dem Laure Meßner. welcher «stark graviert» erschien; diesen soll Valvasor, falls er in seinem Gerichissprengel «zu betreten», «in wlrkllche Verhafftung nemben», falls er aber nicht «zu b> hendigen», doch wenigstens der Regierung beruhten, an welchem Orte derselbe sonst etwa ftch aufhalten könne. , . m Zum Schlüsse wird uns noch em Name genannt, und zwar der deS später charakterisierten Hans Textor. Dieser als «auch» an der That «intereßirt», war in Graz in den «Rathhausarrest' «verschafft» worden und inbetreff seiner erhält nun Valvasor den Auftrag, alle «Aussagen und actitata» «seiner inculpation halber» unter einem an die Regierung herauszuschicken. Schon am 27. April sendet der Landtgerichtsherr Bartholomäus Valvasor von seinem Schlosse Galleneck aus einen ausführlichen Bericht an die Regierung in Graz. Eingangs entschuldigt er sich wegen des Vor-wurfes. dass er ein undatiertes Schreiben geschickt, die« sei aus Versehen geschehen. Das Schreiben sei am 23. März zu Papier gebracht und »och am selben Tage der Post übergeben worden. Laibacher Zeitung Nr. 10. 76 14. Jänner 1696. tigere Berathungen über verschiedene Landes-Angelegen-hewn folgen. Die Sitzungen des großen Bischofs'Comite's beginnen im Laufe der nächsten Woche im fürsterz-bischöflichen Palais in Wien unter dem Vorsitze des Cardinals Erzbifchofs von Prag, Grafen Schönborn. Der deutsche Reichstag überwies das Vorstund Depotgeseh einer 21gliedrigen Commission und trat in die Berathung über das Margaringesetz ein. Die nächste Sitzung findet heute statt. — Das nun» mehr amtlich constatierte FernbleibenBismarcks von der Feier am 16. Jänner widerlegt auch die Existenz der gegentheiligen Depesche Bismarcks an den Abgeordneten Bürklin. Bürklin selbst erklärte heute, keine solche Depesche erhalten zu haben. Trotzdem war die bezügliche Mittheilung gestern in noch unaufgeklärter Weise im Reichstage mit dem Anschein absoluter Sicherheit verbreitet worden. — Bei der Nachwahl für den Reichstag in Diedenhofen-Bolchen wurde Charton mit 10.800 Stimmen gewählt. Der Socialist Schleicher vereinigte 3200 Stimmen auf sich. Bei der Reichstagsnachwahl in Metz (Stadt und Land) wurde Pierson, ein Clsass-Lothrmger, mit 8680 Stimmen gewählt. Der Socialist Martin erhielt 3762 Stimmen. Tine Depesche aus Havanna meldet neue, den spanischen Waffen günstige Zusammenstöße mit den Aufständischen in der Provinz Pinar del Rio. Die Banden Gomez' und Maceo's befinden sich fortgefetzt auf dem Marsche in westlicher Richtung. Man schreibt der «P. C.. aus Paris. 9. d. M.: In wenigen Tagen wird die Kammer wieder zusammen« treten, und man hofft, dass in der bevorstehenden Session jene Klärung der Parteiverhältnisse eintreten werde, welche schon wiederholt an dieser Stelle als dringend nothwendig bezeichnet wurde. Es wäre gewiss am wünschenswertesten, dass die von dem Ministerpräsidenten Herrn Bourgeois angestrebte Concentration der Parteien zustande komme, aber dieselbe müsste offenbar auf Grund eines klaren Programmes erfolgen, welches die principiellen Gegner der bestehenden Gesellschaftsordnung mit aller Entschiedenheit von der zu schaffenden Parteien>Vereinigung ausschließt. Schädlich ist es aber jedenfalls, wenn, wie dies jetzt der Fall ist, Abgeordnete, die beispielsweise der Gruppe der Gemäßigten angehören, zu Wahlzwecken sich als Radicale oder gar als Socialisten bezeichnen lassen, nur um die Gunst ihrer Wähler nicht zu verlieren. Eine derartige Verwischung von Parteigegensätzen ist das Gegentheil der wünschenswerten Concentration der Parteien, denn auf diesem Wege wirb nicht nur die Unklarheit der parlamentarischen Verhältnisse erhöht, sondern auch das Vertrauen der Wähler zur Kammer nach und nach untergraben. Mit vollem Rechte treten die Organe der Gemäßigten einem solchen Vorgänge entgegen und ver« langen mit aller Entschiedenheit eine Klärung der um sich greifenden Verwirrung. Vielleicht wird der Ministerpräsident, welcher am 12. d. M. in Lyon, dessen Stadt; ath ihm zu Ehren an diesem Tage ein Bankett veranstaltet, eine politische Rede halten wird, bei diesem Anlasse Gelegenheit finden, sich auch über diese wichtige Frage zu äußern. Unter allen Umständen sieht man dieser Rede, welche als Prolog zur Kammersesfion betrachtet wird, mit großer Spannung entgegen. Namentlich glaubt man, dass sie dazu beitragen werde, das scholl während der letzten Session etwas getrübte Verhältnis der extremen Parteien zur Regierung auf eine klare Basis zu stellen, sei es in dem einen oder dem anderen Sinne. In Be« gleitung des Ministerpräsidenten wird sich auch der Finanzminister, Herr Doumer, befinden, welcher kürzlich in seiner zu Nizza gehaltenen Rede das viel bemerkte Wort gesprochen hat, dass die Regierung endlich von Versprechungen zu Thaten übergehen müsse. Es wird Herrn Bourgeois' Sache sein, diese allgemein gehaltene Ankündigung seines Ministercollegen nährr zu beleuchten und möglicherweise wird schon seine bevorstehende Lyoner Rede diesbezüglich dir erwünschten Aufklärungen bringen. Von diesem letzteren aber hängt das Schicksal von Regierung und Kammer ab. An der Verstärkung der norwegischen Wehrmacht wird, wie aus Christiania berichtet wird, an-danernd und mit großem Eifer gearbeitet. An allen strategisch wichtigen Punkten der norwegischen Küste werden Befestigungen errichtet und für deren möglichst rasche Armirung vorgesorgt. Die Marine wird um zwei Panzerschiffe verstärkt werden, mit deren Vau die Arm-strong'schen Fabriten betraut wurden. Die Schiffe, deren Kosten sich auf je 220.000 Pfd. St. beziffern werden, follen längstens bis zum October dieses Jahres abgeliefert werben. Der Generalstab des Heeres hat Vorschläge für die Organisierung des Landsturmes ausgearbeitet, die dem Storthing vorgelegt werden sollen. Wie man aus Belgrad meldet, wurde der vor kurzer Zeit pensionirte Kreisvorstand von Usice, Vasi-ljevics, wegen Amtsmissbrauchs heute verhaftet. Behufs Uebernahme des im Jahre 1885 bei der Occupierung Pirols nach Sofia überbrachten Gerichtsarchivs wurde Gerichtspräsident Karalie dorthin entsendet. Die Agence Roumaiue erklärt die von Bukarest aus lancierten, in den ausländischen Blättern enthaltenen Telegramme über eine angeblich beabsichtigte Reise des Minister-Präsidenten Sturdza nach Berlin und Wien als absolut erfunden. Wie die Agence Balcanique aus Sofia meldet, verlautet in unterrichteten Kreisen, dass die Abreise des Prinzen Ferdinand in das Ausland für den 2/14ten Jänner anberaumt ist. Das Journal «Mir» bespricht die antidynastische Haltung einiger oppositioneller Blätter, besonders des «Borez» und «Straza», deren beleidi« gende Sprache jedes Maß überschreite, und weist auf seine wiederholten Behauptungen hin, dass die Radosla-vovisten im Einvernehmen mit den anderen zwei Gruppen der Liberalen seinerzeit ihre Parteigänger in den Provinzen aufgefordert hätten, allenthalben Meetings zum Zwecke von Ruhestörungen zu veranstalten. Die Regierung besitze genug Beweise zur Erhärtung dieser Behauptung. Die Thatsache aber, dass keine Unruhen stattfanden, beweise die gute Gesinnung d?r Bevölkerung. Die Opposition befasste sich jedoch auch mit systema« tischen Angriffen gegen die Person des Prinzen Ferdinand aus dem Grunde, weil er die gegenwärtige Regierung beibehalte. Die Haltung der oppositionellen Journale sei ein Beweis, dass auch diese letztere Behauptung auf Wahrheit beruhe. Das englische auswärtige Amt erhielt nachfolgende Depesche aus Blantyre vom 6. December v. I.: Die Operationen gegen die Araber am nördlichen Nyassa-See, welche am 1. December v. I. begMtB worden waren, wurden erfolgreich durchgeführt. NaH einem 2'/«tägigen Kampfe wurde der Anführer MW gefangen genommen, sodann abgeurtheilt und am 4tei> December v. I. hingerichtet. Die Araber verloren 21l> Mann. Lieutenant Smith wurde schwer verwundet Vier eingeborene Soldaten sind gefallen, 10 wurde» verwundet. 569 Sklaven wurden in Freiheit geseht, viele Feinde zu Gefangenen gemacht. Dem Mailänder Corriere wird aus Adiglat tele graphiert. dass Makalle/entgegen den officiellen Nach' richten, nicht für drei Monate, sondern lediglich bis zB 31. Jänner mit Lebensmitteln versehen sei. EbeB unterliege es keinem Zweifel, dass der König von W' schäm sich bereits mitMenelik, der den Angriff <"l Makalle Persönlich leitete, vereinigt habe. Nowoje Wremja. meldet vin Wladiwostok au< Söul: Die Unzufriedenheit in Korea ist im Wachseil Die Entthronung des Königs wird vorbereitet, um de» Lieblingsenlel Bins Bins, des Vaters des Königs, a»! den Thron zu erheben. Die Verminderung der japa Nischen Besatzung auf Korea wird bald durchgeM sein. Es wird die Frage aufgeworfen, Korea unters Schutz der Vereinigten Mächte zu stellen. England sus eine Annäherung an Japan, wo Anhänger ei^ englisch-japanischen Bündnisses auftauchen. Dasselbe Glatt meldet über Schanghai aus Sölll Die Japaner zwangen den König, den Palast zu ve? lassen. Zwei Koreaner wurden wegen Theilnahme a? der Ermordung der Königin hingerichtet. Tagesneuigleiten. — (Neue Oper.) Im Hosoperntheater ist a" U.d.M. Wilhelm Kienzls zwciactige Oper e< Hofoperntheaters gehört. — (Zusammenstoß mit Wilderern.) s«l Graz wird gemeldet: Der Jagdaufseher des Gutes War««' berg bei Pettau Josef Icictl stieß bei einer in de« Wäldern der erwähnten Besitzung vorgenommenen Sttt^ fung mit mehreren Wilddieben zusammen. Da diese Vtle"' machten, den «usseher anzugreifen, gab dieser Feuer ^ erschoss einen der beiden Wilddiebe, einen jungen VursO namens Kaspar Sorec. — (Gedächtnisfeier für Peftalozz<> Aus Vern, U.d.M., wird gemeldet: Zur Erinnern»! an den Geburtstag Pchalozzi's fanden heute auf s^ anlafsung der Regierungen und Schulbehörden in t>e< Schulen sämmtlicher Cantone, von der kleinsten Mi schule angefangen bis zu den Universitäten, Feierlichkeitt» verbunden mit Vorträgen über Prstalozzi, sowie Gesang vorträgen und scenischen Darftellungen statt. — (Erdbeben.) In Koblenz wurde am 10. d. ^ um 3 Uhr 14 Minuten morgen« ein ziemlich sta^ Erdstoß in der Richtung von Osten nach Westen wah^ genommen, der von unterirdischem Rollen begleitet W«l Gin Verhängnisvoller Zrrttzunr. Roman von Max von Weißenthnrn. 7. Fortsetzung. «Ich will es versuchen, auf Ehre, Onkel, ich will!» rief Hugo mit plötzlich erwachender Empfindung. «Ich hoffe es!» entgegnete der Oheim bewegt. Alle Strenge war auf einmal aus feinen Zügen verschwunden. Wie sollte dies auch nicht der Fall sein? Blickte Hugo doch mit den Augen der heißgeliebten todten Schwester zu ihm empor. «Ich will dir Glauben schenken, Hugo, und um dir den ersten Schritt auf der neuen Bahn zu erleichtern, muss n wir vor allem die bisher contrahierten Schulden begleichen,» fügte er mit gütigem Lächeln hinzu. «Du bist sehr großmüthig, Onkel,» stammelte Hugo in offenbarer Verlegenheit. Er beugte sich näher den Flammen des Kamins zu, ein Schauer durchlief seinen Körper, und jählings befiel ihn ein kurzer, trockener Husten, welcher den Oheim auf das lebhafteste zu beunruhigen schien, denn er blickte sofort von seinem Rechnunglbuch empor und fragte: «Du bist deinen Husten noch immer nicht los, Hugo?» «Nein! Das Wetter ist auch gar zu ungünstig,» lautete die gleichgültige Antwort. «Aber du musst vorsichtig sein, Junge. Ich verlange ein Versprechen von dir.» «Was ist es, Onkel?» forschte der junge Mann, indem er das Geld in Empfang nahm, welches der Oheim ihm bot. «Dass du das Spielen aufgibst!»' entgegnete Herr South ernst. Hugo zögerte einen Augenblick. «Wenn du es verlangst, Onkel, gelobe ich es dir!» antwortete er dann. «Und ich will dir auch darin vertrauen,» erwiderte der Onkel warmherzig. «Und nun gehe, Hugo, denn ich bin beschäftigt. Trage Sorge, dass alle deine Schulden beglichen werden. Die Banknoten, welche ich dir einhändigte, dürften dazu ausreichen.» «Ja, ich danke dir, Oheim,» entgegnete der junge Mann, das Gemach verlassend und sich nach seinem Schreibzimmer begebend. Hugo Wilson wurde von allen Leuten als der muthmahliche Erbe des reichen Banquiers angesehen und infolge dessen mit großer Aufmerksamkeit behandelt; er selbst theilte den Glauben der Menge und sah sich im Geiste oftmals schon als den unumschränkten Herrn all der Reichthümer, die ihn umgaben. Das Arbeitsgemach, welches er inne hatte, war um vieles kleiner als dasjenige seines Oheims, aber ebenso behaglich und elegant ausgestattet. Feuer prasselte im Kamin, an welchem ein weichgepolsterter Armstuhl stand, in den Hugo mit einer Geberde vollständiger Erschöpfung sank und, die Banknoten zwischen den Händen haltend, regungslos eine Weile sitzen blieb. Der soeben gehabten Unterredung gedenkend, gestand der junge Mann sich, dass er seinem Oheim ein Versprechen geleistet, welches er aller Wahrscheinlichkeit nach zu halten nicht imstande sein werde. Wie sollte er auch? Alle jungen Leute seines Standes spielten mehr oder minder hoch; es war ihm unmöglich, sich auszuschließen. Und wenn er auch in letzter Zeit viel verloren, das Glücksrad musste sich ja wenden und er würde dann weit mehr gewinnen, als er dem Dämon des Spiels geopfert hatte. Onkel Hubert konnte gar nicht erwarten, dass er ein solches Versprechen zu hallen vermochte; wenn es demselben aber Vergnügen bereitete, sich momentan diesem Glauben hinzugeben, so moF er es in Gottes Namen thun. Hugo's Ehrgefühl war offenbar nahezu auf 3lK reduciert, fönst würde er es nicht fo leicht gefun^ haben, einen Wortbruch vor dem eigenen Gewissen ^ entschuldigen. Die Banknoten endlich in sein Pult versperre^ ließ sich der junge Mann an demselben nieder u"' schrieb einige Geschäftsbriefe; dann erhob er sich wiet^ und schob den Stuhl beiseite. «Mein Kopf fchmerzt entsetzlich,» murmelte ^ ungeduldig, «und ich bin todmüde. Der verdank Hüften hat mich nicht eine Stunde schlafen lassen >' Sich abermals in den Armstuhl niederlassend,!"? er mit der Hand über die Stirn und verfiel bald '^ einen festen, wenn auch unruhigen Schlaf. Als er n^ einer längeren Weile emporschreckte, musste er sich»"' besinnen, wo er sei. «Nahezu sechs Uhr!» murmelte er, seine llh° hervorziehend. «Und ich habe Grieves und den ""' deren versprochen, sie um halb Sieben im Elub ^ treffen!» Er gieng nach dem Glockenzug und befahl t^ antretenden Diener, einen Wagen herbeizuholen; da" erkundigte er sich, ob sein Oheun das Geschäft bere>" verlassen habe. Nachdem er eine bejahende Antwort erhalten haA stärkte er sich durch einen feinen Liqueur und f"^ dann nach dem eleganten Club, in welchem er/ speisen gewohnt war und wo man heute höher sp'" als sonst. Dies war die Art, in der er das dem Oheim H gebene Versprechen hielt. Wenn Alice und Ella V" hätten ahnen können! (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 10. 77 14. Jänner 1396. In Vallendar wurde gleichfalls eln Erdstoß verspürt, der mehrere Secunden dauerte. «l.^ ^'^ Affaire Hammerftein.) Hammer-peln, «nlunft in Berlin wird in acht Tagen erwartet. "" ^ d. M. reiste der Nblatus des Commissars Wolff 3.» . ^ u« diefem in der Ueberwachung Hammer-sitlns auf dem Transport zu assistieren. <. -" (Znr Affaire Lkbaudy.) Der Banquier ^ocquez Meyer, der seinerzeit in die Panama-Ecandale «rwicielt gewesen, hat durch einen Revolverschus« seinem «even ein Ende gemacht. Wie verlautet, war der Selbst-""der, der seit zwei Jahren in verworrenen Verhält« Men lebte, in der Affaire Lebaudy compromittiert. Local- und Provinzial-Nachrichten. Krainischer Landtag. Fünfte Sitzung am 13. Jänner l696. Ansitzender: Landeshauptmann Otto Detela. ^egielungsvertretel: Landespräsident Baron Hein. «ezitlscommissar: Varon Rech bach, verili < ^"lololl der letzten Sitzung wird verlesen und U..,e^e eingelangten Petitionen werden den betreffenden "UMssen zugewiesen. c>, «bg. Freiherr von Schwegel berichtet namens des ."'""Ausschusses über die Rechnungsabschlüsse desKran-"'- v'rren". Gebärhaus' und Findelhausfondes für da« "°hr 1894. der n^" Abgeordnete conftatiert mit Befriedigung, dass " «andesausschuss dem Auftrage des Landtage« nachein w" ^ u"d den Bericht ilber die vier Fonde in bllck ^ vereinigt habe. Es empfehle sich, einen Rück' " auf die Rechnungsabschlüsse der vergangenen Jahre h ^ktsen, aus denen mit Genugthuung entnommen wer« bal« ' ^ Verwaltung sei eine derartige gewesen, da >/" ö" rasches Steigen der Ausgaben nicht eintrat, ° gelben nicht höher waren, als sie der Landtag vor-">ah und veranschlagte. Redner bespricht die Ausgaben in "wähnten Fonde in den früheren Jahren. Im Jahre °"4 erdichten sie 133.66? fl. und es rechtfertigt sich ^ Anwachsen durch die höheren Ausgaben für das "lanlenhauz. Eine wichtige Post bilden die Ersähe an ' ««we Krankenanstalten, die im Jahre 1394 76.435 fl. «?«en. Piese Post hat eine sinkende Tendenz gegen die uyeren Iah«, da die Kranlen womöglich nach der !eb»"Ü gradiert werden und die Vorsorge auch dahin U'' dieselben in den zuständigen Krankenanstalten des au! ? ^"zubringen, zu welchem Zwecke der Landtag !di3 der Krankenanstalt in Kandia und anderen Noth-Malern namhafte Subventionen bewilligte, Auch die dem ^" ^ andere Sanitätszwecke zeigen eine be-«ltnde Steigerung; fo betrugen die Ausgaben für .'lll'ctsärzte ^ ^^ ^94 28.907 fl. Man kann im weck" "^^n, das« die Gesammlausgaben für Saniläts-^. «e das Land jährlich mit ungefähr einer Viertel« zu ^" belasten, eine Summe, die in leinem Verhältnisse °en Einnahmen des Landes steht. boz l ^°^ ^^^ "" bedeutungsvoll, well mit ihm Cvslehk Jahr der normalen Auslagen nach dem alten »vetd ? ^^' ^" Voranschlag für das Jahr 1896 beb?»» ^e der Ausgaben für das neue Krankenhaus ^. ^de Aenderungen und einen namhaften Unterschied ""den Voranschlag früherer Jahre aufweifen. liNill bespricht fodann die Rechnungsabschlüsse der 5bh»ln ^°"^ ""d erörtert die Nothwendigkeit der Er- ^Ülin?> ^" Krantenverpflcgstaxen. Für alle Fonde waren 133^'niert 181237 st,, essectiv verausgabt wurden ^0 n ^' ^ etfcheint demnach das Präliminare um ^Uifc»^' ^"schritten. Die Mehrauslage treffe den Irren- ^!v>ti!' ^^"nd die anderen Fonde bessere Ergebnisse l>t« ^"- Redner bemerkt schließlich, dass über den Bau ftl,tt,z!?lenhauses in einer eigenen Vorlage Bericht er» ^erde. ?er Rechnungsabschluß wird genehmigt. - ilber ? ^ Klun berichtet namens des Finanzausschusses , Iah^ ^ Nechnungsabschluss des Landesfondes sür das ! erso^ ^^- Eine besondere Creditoperation war nicht ! ^0tyns?^ die Gebarung war günstig, da gegenüber dem ^"ch I^^lle der Abgang ein bedeutend geringerer war. l °>Mul " Antrag? des Ausschusses wird der Rcchnungs' !» ohne Debatte unverändert angenommen, i ^llNl Freiherr von Schwegel berichtet namens des lo^z^llhussesüberdenRechnungsabschluss des Museums-, ^plo 1894 und den Voranschlag pro 1395. 1 "kler ^. l bespricht die derzeitige Situation des Museums l !elbe„ ""weis °"! die beschlossene Reorganisation des- "llb h.^n der letzten Session wurde die Frage erörtert '' l°bah '^°'sen, die Reorganisation in Angriff zu nehmen, c ^bben»^ ^^ der von der Regierung zu gewährenden il die y""°n bekannt sei. Verschiedene Umstände, u. a. auch ^ ^erun?"'Katastrophe, h°ben indes auch eine Ver dirch ?. der Angelegenheit herbeigeführt. Inzwischen sei " ^de» , Legierung Namhaftes geschehen, pro 1895 i ^lu«',/""0 st- fürs Museum bewilligt, im Voran- die ^.^r 139^ 2W^ fl. eingestellt, Die Erwartungen, «Uf h. '""nd von der Reorganisierung hege, seien daher " besten Wege in Erfüllung zu geh'«,, denn wie heute die Dinge stehen, ist berechtigte Hoffnung vorhanden, dass alle vorbereitenden Schritte eingeleitet werden, damit die Reorganisation im kommenden Jahre Thatsache werde. Es sei demgemäß der Voranschlag sür das Jahr 1896 nur als ein proviforischer anzusehen. Namens des Ausschusses beantragt Berichterstatter: Der Rechnungsabschluss des Museumfondes für das Jahr 1894 mit den ordentlichen Ausgaben von............ 5164 st. 14 lr. denen eigene Einnahmen von ... 363 » 98 » gegenüberstehen, woraus sich ein Abgang von 4800 fl. 16 lr. herausstellt, der dem Voranschlage pro 1894 mit..........0069 » — » gegenüber ein Ersparnis von . . . . 1268 ft. 84 lr. darstellt, wird genehmiget und nachdem der Abgang per 4800fl. 16tr. mit dem Theilbetrage Von4660fl.66'/« lr. aus dem Landesfonde bereits bedekt wurde, wird auch für den unbedeckten Rest zum Behufe der vollen Bedeckung dieses Abganges eunter inen» hiemlt die Genehmigung ertheilt. Der Voranschlag für da« Jahr 1896 mlt dem Erfordernisse von .......7061 st. — lr. und der Bedeckung von......751 » — » woraus ein Abgang von.....63i0fl. — lr. sich ergibt, wird nach den Ansähen des Lanbesausschusses genehmiget und ist dieser Abgang aus dem Landesfonde zu bedecken. Unter Aufrechthallung der in den letzten zwei Jahren in Netreff der Reorganisation des Museums gefaßten Beschlüsse wirb der Landesausschuss beauftragt, alle zur Durchführung dieser Beschlüsse erforderlichen Maßnahmen nach Thunlichleit zu fördern und darüber in der nächsten Seffion Bericht zu erstatten. Die fllr das Mufeum pro 1895 bereit« bewilligte staatliche Subvention von 1000 fl., sowie die für das Jahr 1896 in Ausficht gestellte Subvention von 2000 fl. sind nach Eingang zum Zwecke der durchzuführenden Reorganifatlon beim Mufeumsfonde als Referve einzustellen und wird die Verwendung biefer Subvention einer späteren Nefchlufsfassung vorbehalten. Angenommen. Abg. Dr. M a jar on berichicl namens des Finanzausschusses über den Rechnungsabfchluf« des Landes« anlehensfondes pro 1894 und den Voranfchlag pro 1896. Der Rechnungsabfchlus« pro 1894 und der Voranschlag pro 1896 mit dem Erfordernisse von 202.321 fl., der Bedeckung von 2 fl. und dem Abgänge von 202.319 fl., welcher aus dem Landesfonde zu decken ist, wirb genehmigt. Namens des Finanzausschusses berichten über Petitionen : Abg. Hribar über die Petition der «Glasbeua Matica», u« Abschreibung des Landesbarlehens von 4200 fl. Die Löschung der Post wird gegen dem bewilligt, dass im Hinblick auf den feinerzeltigen Veschlnfs des Landtages die Subvention jährlicher 600 fi. auf die Dauer von sieben Jahren zur Deckung biefes Darlehens eingestellt werde. Abg. Dr. Papez über die Petition des Oberlehrer« Johann Leban in Vigaun um Subvention für literarifche Zwecke; derfelben wird leine Folge gegeben. Die Petition der Vorftehung des Verbandes sloveni-scher Lehrervereine in St. Georgen um Subvention behuss Herausgabe der Bibliothek für die Jugend wird dem Landesausschusse zur Erledigung abgetreten. Abg. v. Lenlh über die Petition der Weinbau-genoffenschaft in Wippach um Subvention für die dortige Rebschule; dieselbe wird dem Landesausschllsse abgetreten. Abg. Luckmann über die Petition des Zwangs-arbeitshaus-Nulsehers Emanuel Kovakik um Pensionierung; derselben wird vorderhand leine Folge gegeben und Kovacic auf zwei Jahre quiesciert. Abg. Murnil über die Petition des Alfons Pellan, Vormundes der Waifen Maria und «nna Lusin des gewesenen landschaftlichen Ingroffiften Johann Lusin um Erhöhung der Gnadengaben'; die Erhöhung wird bis zum Jahre 1697 bewilligt. Abg. Zitnik über die Petition der Darlehenskasse in Kronau und des Verbandes lrainischer Darlehenscassen nach dem Systeme Reisseisen in Laibach um Subvention; dieselben werden dem Landesausschusse mit dem Auftrage abgetreten, in der kommenden Session über die Organisation der Darlehenscassen zu berichten Abg. Dr. Papez über die Petition des Anton Travnil von Groß-Globoko um Subvention behufs Errichtung einer Brücke über die Gurk; dieselbe wird dem LandesauKschusse zur entsprechenden Erledigung abgetreten. Desgleichen die Petition des Josef Zulooec, verunglückten Arbeiters in Laibach, um Unterstützung. Abg. Hribar über die Petition des Vereines für die Gründung d.s Lehrerconvictes in Laibach um Subvention; derselben wird l-ine Folge gegeben. Namens des VerwaltungSausschusses berichten: Abg. Dr. Taviar über die Petition des slove-nischen VollSschullehrec-Vrrbanbes in St. Georgen bei Krainburg um Aenderung des § 1, Punkt 2, Absah t der Gcmelndewahlordnung, wornach nur die Vorsteher und Oberlehrer der in der Gemeinde befindlichen Volksschulen wahlberechtigt sind. Die Petition fordert, dass da« Wahlrecht anf alle definitiv angestellten Lehrer aus« gedehnt werde. Rebner führt die diesfälligen Entscheidungen des Reichsgerichtes an, die sich zu Gunsten der Petition aussprechen und beantragt, die Petition sei dem Landesausschusse mit dem Auftrage abzutreten, eventuell in der nächsten Eefsion den Entwurf eines Gesetzes vor zulegen, nachdem die Oemeindewahlordnung im Sinne der Petition abzuändern sei. Lanbesprästdent Baron Hein weist darauf hin, dass die Landesregierung in Landeswahlangelegenheiten maßgebend sei und auch im Sinne der Entscheidungen des Reichsgerichtes daran festgehalten habe, dass allen definitiven Lehrern das Wahlrecht zukomme. Redner befürwortet den Antrag des Verwaltungsausfchusses, macht jedoch aufmerksam, dass nicht allein der citierte Para-graph der Gemeindeordnung, sondern sinngemäß auch die Paragraphe 13 und 15 der Landtags'Wahlordnung ge^ ändert werden müssten. Nach dem Schlussworte des Berichterstatters, der den Erklärungen des Landespräfidenten beipflichtet, wird der Antrag des Verwaltungsausschusses angenommen. Abg. Graf Narb 0 über die Petition der Gemeinde Arch um Forderung des Glückenbaues über die Gurk bei Merschetschendorf. Der Berichterstatter erörtert die Vorverhandlungen in diefer Angelegenheit und stellt den Antrag, der Landesausschuss habe die weiteren Erhebungen im Einvernehmen mit den interessierten Gemeinden zu pflegen und in der nächsten Session Bericht zu erstatten. Abg. Pfeifer empfiehlt die Petition zur Würdigung. Der Antrag des Ausschusses wird angenommen. Abg. R. v. Langer über die Petition der Insassen von Debendorf um Subvention zum Zwecke der Beschotterung der Straße Gomila-Steinberg. Dieselbe wird nach dem Ausschussantrage dem Landesausschusse zur Erhebung und Berichterstattung in der nächsten Session ab« getreten. Der Landeshauptmann beraumt die nächste Sitzung auf Donnerstag den 16. Jänner an. — (Gar ni sons-C o n cert.) Heute abend findet im Glasfalon der Casino-Restauration ein Garnifons-Concert statt, zu dem auch die Mitglieder des Casino« Vereines eingeladen find. — (Laibacher deutscher Turnverein.) Der Verein hielt Samstag abends in der Cafinv'Glas-halle seine diesjährige ordentliche Hauptversammlung in Anwesenheit von 133 Mitgliedern unter dem Vorsitze der Sprechwarte Arthur Mahr und Dr. Jos. Iul. Binder ab. Dem von den oerfchiebencn Wartfchaften erstatteten Rechenschaftsberichte für das abgelaufene Vereinejahr entnehmen wir, dass es dem Vereine trotz der alles gesellige Leben lähmenden Ereignisse der vergangenen schrecklichen Osternacht gelungen itt, seiner Aufgabe vollkommen gerecht zu werben und neuerdings einen bedeutenden Aufschwung zu erzielen. In turnerifcher Beziehung war der Verein durch das Vereinswetturnen, eine Bezirlsvorturnerstunde, einen Ausflug und das Nezirlsturnen feinen Verpflichtungen nachgekommen, während er in geselliger Richtung durch ein Kränzchen, einen Faschingsabenb, zwei Familienabende und zwei Sängerabende wirkte. Per Mitgliederstand hat neuerdings eine wesentliche Steigerung erfahren und man verzeichnete zu Schluss des Jahres 388 Mitglieder. Nuch der Säckelwart brachte ein sehr erfreuliches Ergebnis, denn es weisen die Einnahmen mit Inbegriff der Sammlung für die durch das Erdbeben Geschädigten im Betrage von 3969 fl. 64 lr., welcher Betrag ausschließlich seiner Bestimmung zugeführt wurde — die Gesammt«-summe von 6301 fl. 60 kr., die Ausgaben hingegen 5896 fl. 18 kr. auf, wonach ein barer Säckelreft von 40b fi. 42 lr. zu verzeichnen ist, der zum größten Theile dem vorhandenen Vermögen zugewiesen wurde und diese« hiedurch auf die Summe von 4746 fl. 4 lr. erhöhte. Sämmtliche Berichte wurden mit lebhaftem Beifall und mit dem Ausdrucke des Dankes für die geordnete Ver' waltung angenommen und ebenso wurde auch dem Antrage des Turnrathes, das um den Verein hochverdiente Gründungsmitglied Herrn Albert Samaffa zum Ehrenmitglied? zu ernennen, einstimmig unt-r Beifall die Zustimmung ertheilt. Nachdem noch der Direction der lrai. nifchcn Sparcasse für die stete Überlassung der Turn-halle und der Casinodirection für die Ueberlafsung des Probezimmers der Dank der Versammlung ausgesprochen worden ist, wurde das Wahlergebnis verkündet, nach welchem gewählt erscheinen: Zu Sprechwarten Arthur Mahr und Dr. Jos. Iul. Binder; zu Schristwarten Hans Icmesch und Josef Röger; zu Säckelwarten Alois Dzimski und Philipp Uhl; zu Turnwarten Franz Meisetz und Josef Reih; zum Zeugwart Raim. Anbretto, und zu Kneipwarten Victor Ranth und Johann Somnih. —i. — (Sanitäres.) In Vifchoflack und in einigen benachbarten Ortschasten haben sich im Stande der Scharlachkranlen in letzterer Zeit einige Zuwächse ergeben, und beziffert sich die Zahl der Kranlen derzeit noch auf 6 Erwachsene und 1b Kinder. In den Ortschaften Pre-bacevo und Hulden des Gerichtsbezirles Kcainburg erkrankten 13 Kinder an Varicella, von denen jedoch 5 bereits genesen find. —u. — (Der Verein « Praonil» inLaibach) hält am Montag den 27. d. M. um halb 8 Uhr abend« Laibacher Zeitung Nr. 10. 76 14. Jänner 1896. seine diesjährig? Generalversammlung in den Localitiiten der Laibacher Hitalnica im «Narodni Dom» ab. Nn der Tagesordnung stehen die Berichte der Bereinssunctiontire, die Neuwahl der Nusschussmitglleder und eventuelle Anträge. — (Reise der durchlauchtigsten Kronprinzessin-Witwe Erzherzogin Stefanie.) Ihre l. und l. Hoheit die durchlauchtigste Frau Kronprinzessin ^ Witwe Erzherzogin Stefanie ist heute um 5 Uhr 57 Min. früh mit dem Courierzuge (1. Theil) der Südbahn auf der Reise nach Abbazia in Laibach angekommen. Die hohe Frau hat den Wagen nicht verlassen und hat nach fünf Minuten Aufenthalt die Fahrt fortgefetzt. — (Neben.) In der Zeit von 1 bis 3 Uhr morgens wurde heute wiederholtes schwaches Beben von vielen Bewohnern verspürt. Von der Mehrzahl der Einwohnerschaft wurde jedoch das Neben nicht wahrgenommen. * (Deutsches Theater.) Zum Vortheile des Regisseur« und Komilers Herrn Felix wurde gestern die antiquierte aber immerhin lustige Posse «Die Gips-figur» von Taube aufgeführt. Vei dieser Gelegenheit sei bemerkt, das« die reclamenhafte Erfindung und Hinzufügung neuer Titel auf dem Theaterzettel lein Beweis von gutem Geschmacke ist. Die Posse hat seinerzeit auch im alten Theater Glück gehabt, mehrere Aufführungen erlebt und gestern eine fröhliche Auferstehung nach zehnjähriger Pause gefeiert. Die Gefchicklichleit und Findigkeit Taube's, der Alltagserscheinungen des Leben« und Treibens mit derb zufassender Hand in grell possenhafte Veleuchtung zu rücken weiß, wurde auch durch zahlreiche neuere Possen« fchöpsungen nicht in den Schatten gestellt, und «an hat nicht bald solche Lachsalven erlebt, wie am gestrigen Abende. Zur richtigen animierten Stimmung gehört nun allerdings ein Haus, das nicht allein in den unteren, sondern auch in den oberen Regionen gefüllt ist, das nimmt »an am besten an den Neifallsiiuherungen wahr, die nie herzlich und kräftig genug klingen, wenn Ballon und Gallerte leer find. Herr Felix kann auf die Ehrungen, die ihm bei der gestrigen Vorstellung erwiefen wurden, mit stolzer Genugthuung blicken. Zahlreiche Hervorrufe, Spenden von Blumen und allerhand Angebinden, unter denen das traditionelle Iigarrenbouquet nicht fehlte, gaben Zeugnis, wie danlbar das Lalbacher Publicum gegen gewissenhafte Mitglieder, die jederzeit ihre Pflicht erfüllen, zu fein pflegt. Wir glauben nicht des näheren ausführen zu müssen, dass Herr Felix auch gestern seine volle Schuldigkeit that, durch seine behagliche, nicht aufdringliche Komil die Zuschauer famos amüsierte und mit feinen Coupleteinlagen den gewohnten Erfolg erzielte. Die übrigen Mitwirkenden trugen bestens zu dem großen Heiterltitsersolge deS Abende« bei. Dem Fräulein Lindner find lustige Frauen, die in naivem Uebermuth die größten Eonsusionen anstiften — um im Bühnenjargon zu sprechen — auf den Leib gefchrieben: Weniger bekanntlich der Schauspielerin Frau Felix jugendliche eifersüchtige Ehegattinnen. Gelungen waren Herr Ram harter, Herr Müller — dessen EharaltermaSle Aussehen erregte — Herr Habit, Fräulein Meißner und Wagner und die sonstigen Darsteller von Nebenrollen. Ueber diverse Verstöße der Regie ließe sich manches sagen; es möge aber besser diesmal ungesagt bleiben. ,1. — (Bischofs-Conferenzen.) Gestern um 9 Uhr vormittags haben, wie das «Vaterland» berichtet, im Wiener fürsterzdifchöflichen Palais unter dem Vorsitze Er. Eminenz des Herrn Cardinals Fürsl-Erzbischoss von Prag Dr. Grafen Schönborn die angekündigten Con-ferenzen des bischöflichen Comitis begonnen. Nn denselben nahmen theil: Ihre Eminenzen Cardinal Fürst-Erzbifchof Dr. Gruscha und Cardinal Fürstbischof Doctor Kopp (Breslau), ferner Bifchof Dr. Doppelbauer (Linz), Fürstbischof Dr. Schuster (Srckau), Fütftbischof Dr. Na« potnil (Marburg), Fürst bifchof Dr. Misfia (Lai° bach), Bischof Dr. Bauer (Brunn) und Fürstbischof Dr. von Puzyna (Kratau). Morgen ober übermorgen dülfte auch Blfchof Dr. Röhler (St. Polten) zu den Con-ferenzen in Wien eintreffen. Neueste Nachrichten. Gel'egranitne. Wien, 13. Jänner. (Orig.-Tel.) Se. Majestät der Kaifer empfieng heute das Präsidium des Eomitss des am 21. d. M. stattfindenden Balles zugunsten des Schulvereines für Beamtentöchter und erwiderte auf die Einladung des Präsidiums, er werde heuer selbst kommen, um der Beamtenschaft einen befonderen Be-wcis der a. h. Fürsorge und Gnade zu geben. Wien, 13. Jänner. (Orig.-Tel.) Eine Deputation des Verbandes der Beamten und Unterbeamten der österreichischen Staatseisenbahnen sprach gestern bei Sr. Excellenz dem Herrn Ministerpräsidenten Grafen Badern vor, um demselben anläfslich des Entwurfes der Dienstespragmatik und der bevorstehenden Verstaatlichung der Nordtvestbahn eine Petition zu überreichen enthaltend die Wünsche der Eifenbahnbeamten, welche darin gipfeln, das Gefällsschema der k. l. österreichischen! Staatsbahnen conform jenem der öfterreichisch-unga-' rischen Staatseisenbahngesellschaft als das günstigste für die Beamten der Eisenbahnen umzuändern, ferner die bereits mehrfach erwähnte Enqueue der k. k. Staatsund Privllteifenbllhn-Bedienfteten einzuberufen, um. die Wünsche der Beamtenschaft einer eingehenden Er« örterung unterziehen zu können u. s. w. Graf Badeni empfieng die Deputation auf das freundlichste und nahm die vom Führer der Deputation überreichte Petition entgegen. Nachdem der Ministerpräsident an die Deputation mehrere Anfragen gerichtet und die Beantwortung derselben mit Befriedigung zur Kenntnis genommen hatte, wurde die Deputation auf das liebenswürdigste verabschiedet. Wien, 13. Jänner. (Orig.-Tel.) Die Blätter melden, Dr. Lueger und Genossen überreichten beim Ver-waltungsgerichtshofe eine Beschwerde gegen die seinerzeitige Auflöfung des Wiener Gemeindetathes. Troppau, 13. Jänner. (Orig.-Tel.) Heute früh um V,8 Uhr wurde im hiesigen Gerichtsgebäude an Josef Bartosch, Taglöhner aus Groß-Glockersdorf, welcher am 20. October 1895 an den Eheleuten Thiem in Tschirm einen meuchlerischen Raubmord begangen hatte, durch den Scharfrichter die Todesstrafe vollzogen. Der Delinquent empfieng den geistlichen Trost und starb sehr gefasst. Trieft, 13. Jänner. (Orig.-Tel.) In der städtischen Gasanstalt explodierte heute morgens eine Leitungsröhre, wobei drei Bedienstete erhebliche Brandwunden erlitten. Eine weitere Gefahr wurde durch sofortiges Einschreiten verhütet. Pirauo, 13. Jänner. (Orig.'Tel.) Gegenüber den von einigen Blättern gebrachten Notizen über Vehelligun« gen von slavischen Abgeordneten am 10. d. M. haben die amtlichen Erhebungen ergeben, dass die Meldungen, dass die Abgeordneten in der Stadt selbst insultiert worden wären, vollkommen unwahr sind. Als jedoch die Abgeordneten auf einer Anhöhe bei der Stadt sich befanden, kamen circa 12 Gassenjungen heran und schrien unverständliche Worte. Auch haben die Gassenjungen einige Steine gegen die Abgeordneten geworfen, jedoch aus einer Entfernung, dafs sie diefelben nicht treffen konnten. Ueber Auftrag des Statthalters hat sich der Leiter der Nezirkshauptmannschaft in Capo d'Istria nach Pirano begeben, um die nöthigen Erhebungen zu pflegen und die Schuldtragenden der Bestrafung zuzuführen. Berlin, 13. Jänner. (Orig.-Tel.) Kaiser Wilhelm fuhr heute früh bei der Fürstin Radziwill vor, um sie zu ihrem 90. Geburtstage zu beglückwünschen. Berlin, 13. Jänner. (Orig.. Tel.) Der Reichs' tag überwies das Margaringesetz an eine Commission. Köln, 13. Jänner. (Orig.- Tel.) Bei der heutigen Reichstagsersatzwahl in Köln-Stadt wurde Primborn gewählt. Rom, 13. Jänner. (Orig.-Tel.) Durch ein königliches Decret wird die Parlamentssesfion verlängert. Paris, 13. Jänner. (Orig.'Tel.) Der in der Affaire Lebaudy compromittierte Journalist Chiarofolo stellte sich heute selbst als Gefangener. London, 13. Jänner. (Otig.»Tel.) Die im Aus« lande verbreiteten allarmierenden Gerüchte über den Gesundheitszustand der Königin Victoria sind voll« kommen unbegründet. Die Königin unternahm sowohl gestern als vorgestern eine Ausfahrt und wohnte gestern dem Gottelldienste in Osborne bei. Constantinopel, 13. Jänner. (Orig.-Tel.) Der Großvezier wurde für seine eifrigen, von Erfolg gekrönten Dienste mit dem Impiaz-Orden ausgezeichnet. Aiterarisches. — (Das finanzielle Jahrbuch des «Mercur» pro 1896.) Soeben ist im Verlage der Wechselstnben.Actien« Gesellschaft «Mercur» das «Finanzielle Jahrbuch» pro 1896 erschienen. Das Werk, das Mr jeden Kapitalisten heute schon unentbehrlich geworden ist, hat eine neue Bereicherung und Erweiterung seines Inhaltes erfahren. Es umfasst 136 Groß-Quart>Folio'Seiten und bietet: Eine Uebersicht der im Jahre 1895 erlassenen Gesetze wirtschaftlicher und finanzieller Natur, den Universlll'Verlosungs'Kalendcr sämmtlicher europäischer Lose und aller östcrreichisct>ungarischen vcrlosbaren Titres, die Re-ftantenliste für alle Lose und verlosbaren Wertpapiere bis zum 31. December 1895 reicheud und alle Nachweise über Dioiden» denpapierc und Mrsenvcrhältnisse. Das Jahrbuch ist heule das vollständigste und zuverlässigste Nachschlage« und Hilfsbuch seiner Art; es hat sich in den weiten Kreisen des am Effectenverlehre interessierten Publicums dermaßm eingebürgert, dass es unter den ähnlichen Publicationen die weitaus grüßte Verbreitung besitzt. Alles in dieser Rubrik Vesprochene kann durch die hiesige NxchhanblungIg. v. KleinmayrkFed. A»u, berg bezogen werden. Ausweis über den Stand der Thierseucheu in Kraiu für die Zeit vom 3. bis 10. Jänner 1896. Es ist herrschend: die Notzlranlheit bei Pserden im Bezirke Gottschee in der Gemeinde Kompolje bei Reifnitz. Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. Am 13. Jänner. Klinger, l. t. Posthauptcassier, Trieft. — Iessenlo, l. u. l. Hauptmann, Sittich. — Loy, Bürgermeister und Landtagsabgeordneter, Gottschee, — Marlovski, Vvhm, Schnapp, Schominger, Kaufleute, Wien. — Kufter, Kfm, Eilll — Koppmann, Kfm., Graz. — Koppstein, Kfm., Siofok,^ Kretinsky, Oberförster, Rupertshof. Hotel Elefant. Am 13. Jänner. Bubal, Ingenieur und Dampfkessel-3»' spector- Weiß, Kfm.. Trieft. — Mezzar, Kfm., Pifino. — M aer, Rosenbaum, Stommer, Trobitsch, Schrank, Kohn, Pla»> Weiß, Bittner, Kausieute, Wien. — Plaschles, Kfm., Prag. ^ Rozman, Beamter, Krainburg. — Weinberger, Kfm,, Berlin — Ponikoar, Privatier, Nltenmarkt. Hotel Lloyd. ^ , Am 13. Jänner. Kavcic. Handelsmann, Linz. — SaM Besitzer, Eturje. — Ungar, Weinhändler, Fiume. — Pogaön", Handelsmann, ^irlnitz. — Gandini, Holzhändler, Krainburg. -" Ogrizel, Handelsmann, Slatina. — Bruner, Hausbesitzer, Rudolfs wert. — Sperl, Reisender. Sallen i. N..Oe. — Martinz, Finanj' Respicient, Karfreit. — Rophilc, Mediciner, Trieft. Verstorbene. Nm 10. Jänner. Hugo Mayer, pens. Eisenbah»' beamter, 53 I., Bahnhofgafse 34, paralysis progressiv» Del» Am 11. Jänner. Franz Lampic, Fleischselcher, 53 3> Polanastraße 45, dirrnosin kepati«. A nl 1 2. Iänner. Maria Cad, Hausbesitzers« u»> Bäckersgattin, 46 I., Polanastraße 29, Herzfehler und Oscielvl pullnonutn. — Elisabeth Srakar, Besitzerin, 71 I., Rosengasse^ Marasmus.—Franz Kotnil, Kutscherssohn, 3 I., Römerstraße l? Masern. Am 13. Jänner. Johann Magister, Arbeiter, 76 Z' Floriansgasse 19, MaraSmus. Im Siechen ha use. Am 1 0, Iiinner. Johanna Drobnic, Gastwirtin, 50 3-Gehirntuberculose. Volkswirtschaftliches. L«U»ach, 11. Jänner. Auf dem heutigen Marlte sind «^ ^ schienen: 4 Wagen mit Getreide, 5 Magen mit Heu und Str« und 9 Wagen mit Holz. Durchschnittspreise. st. I kl. fl.Vtr^ «, ri. st^L Weizen pr.Meterctr. "F'H "F^ Vutter pr.Kilo. . ^M-"" Korn . ?!50 7,50 Eier pr. Stück . . —! 3, - " Gerste . 6 50 6,50 Milch pr. Liter . . - 10 -^ Hafer . 6 80 7 — Rindfleisch pr. Kilo — 64 -^ Halbfrucht . -l-----------Kalbfleisch .-62-", Heiden . 7 50 7 50 Schweinefleisch . -,60^ Hirse » 6 50 6 M Schöpsenfleisch » -^36^ Kukuruz . 550 5!50 Hllhnbel pr. TMck — 50 -^ Erdäpfel 100 Kilo 2 80-------Tauben » 16 -^ Linsen pr. Heltolit. 12-----------Heu pr. M.^tr. . 2 50 -^ «rbsen . 12-----------Stroh » . . 2 70 ^ Fisolen , 12-----------Holz, hartes pr. ^ «indslchmalz Kilo — 90------- Klafter 7 50 ^ Schweineschmalz » — 70-------— weiches, » 5 20 ^ Ipeck, fr.sch . -60-------Wein,roth.,100 Lit.-------«4^ — geräuchert . — 66-------— Weiher. » ------3^ Meteorologische Beobachtungen in Laibach.^ 1« 5It?N7^ 734-7 "9. Ab, 7348 —48 SO. mähig halb bewölkt ^ 14.>7U.Mg.I 733 4 j —6>3 ^ SO. mäßig s"benM7 > ^ DaS Tageömittel der gestrigen Temperatur —6 3°, "^ 3 7" unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowsl» Ritter von Wissehrad. . Mode.Vericht. Frühjahr/Sommer 1896. Die belal^ Seiden'Fabril G. Hennebera in Zürich schreibt uns: Auch ^ Frühjahr 96 nimmt das Taffet binationen in den neuen Modefarben den Charakter des ^ «schottischen» eigentlich verlieren. Damaste in mittleren "^ kleinen Effecten, Blümchen und Figuren sind sehr viel be!A worden ans Atlas« und auch Taffet'Grund in schwarz, ?^ und farbig. Für große «Galll'Rooen» haben wir den <^A Volour»», ein auch das verwöhnteste Auge fesselndes neues H webe, das wohl einige Jahre seine Machtstellung behaupten l"', umsomehr, als der Faltenwurf einen sammtartigen Effect he^ bringt, was bei dem bekannten Noir^e antique keineswegs,^ Fall ist, zudem stellen sich die Preise nicht höher für «I"2 Velourä». In KlerveillLux- und 8uru,w Geweben sind '"^ nennenswerte Aufträge eiugelaufen; dagegen sind unsere ^ Freunde: Bedruckte Seiden»Foulards wieder in den entzücken"^ Mustern eingerückt.- ckiu(>Effecte zum großen Theil, auch 'A Ranken'Muster, sowie kleine Figürchen und Streu»VliimcheN. .z neue Futterstoff «kloin'L muäerue» wird nun auch in 1?^ fabriziert und findet allgemeinen Anklang; er verbindet in "^ Stoff die früher nothwendigen zwei: Serge oder Faille uw>.^ Noßhaarstoff; der letztere fällt gänzlich weg, da der «W.Al moderne» genügend steif ist. — Neue Farben, d. h. doming hervortretende haben wir nicht zu verzeichnen, da wie 6^ wenig einfaroige Stoffe bestellt worden sind, zudem s^^^ die gefährlichen «Omdre»» wieder aufgenommen werben, ^ felten eine Saison überdauern. — (1^/ PW^ Meilage. ^WW ^ Der heutigen «Laibacher Zeitung» ist für die ?. ?- ^ Abonnenten eine Pränumerations»Einladung auf Die Gartenlaube beigelegt. — Pränumerationen übernimmt Jg. v. Meinmayr K Fed. Bambergs Buchhandlung in Laibach. Laibacher Zeitung Nr. 10. 79 14. Jänner 1896. Course an der Wiener Börse vom l3. Jänner 1896. «««dem 0^^ Co«^««« "^"ZelUichc Rente m Noten " ^ber verz, IHnnerHili ioo 40 lOOKO l»i.4el<« ^ Ipril October 100-30 10040 >»«0«5°° " «H"^ 500 sl' 14650 I475U ^ ^''«^""l' steuerfrei 122 20 12240 ' ^"Wr»00»r°nenNom! 10040 100-60 °l°. bt°. per Ultimo . . lua-40 100-00 ^thbahu w «„steuert ^t.)°^»'steu«f.(°w! »°,'dt, «^ ß, f, 100 ft. «om. --_____- "°. «N^ ?- pr- Ctü vbli»atwne». Elisllbeliibichn NOO 11. »ONO M. lür 200 M. 4°/,..... 11? 75 11850 Ellsabechbllhn, 4N0 u. «000 M. LOOM. 4°/^..... 122 ZO 122 70 ssranz-Ioseph««., ltm. 1«»4,4°,^ 100 — 101 -Wallzische Karl - Ludwig - «alm. ElN. I!U»1, »00 st. S. 4»,, . 98-50 39'50 Norailbtrger valin, »m. 18«, . 4°/, /,°/„ 124 50 125-25 bto dt«. Silber 10» fl., 4'/,°/, 101 50 10250 dto. Et»al»-0dllg, (Ung, Oilb,) V. I. 18?s, b»/,..... 121-50 12270 dt«.4>,,°/nSchant«gllI^«bl.-Obl. !lOO — loouo dw. Prnm.Mnl. il 100 fi. b. W. 152 — 154 — bto, d.o, . K 50fl. b. W. 1525015350 Thelh'Äea.Üost 4"/, 100 ft. . «I — 142- Grundentl. »Gbllgatis»»» (für 100 fl, CM.). 4°/„ kroatische und ssadonlsche . W — 99 — 4»/, ungarische (100 ft. ü.W.) . 9« 90 »?'.»<) And«« 2ff»ntl. Hnl»h»n. Donau-«eg,'Lost 5"/« , , . . 128-75 12975 dto, -Nnleihe 1878 , . 105-—lio«5O »»leben der Etadt «örz. . . 118—! —- - «nln d, Vtobtgemeinde Wien 105 — 105 50 slnlehen d. Etabtaemelnde Wien (Silber od?r Gold» , , . , 128-5012950 Prämien ?lnl, d, Stobtgni. Wien ISS- 1«»' Vörseb«i'«nleh?n, verloii. ^/, 100 — 101 ^ 4°/» Kralner Lonb^Mnllheu . ! —— »8 50 »eld Wa« ßsanbbrisft (für i«, fi.). Vodl-r.all«.0ft.w50I,vl,<''/n». 180 — 121-- bt«. „ „ W ÜO ,. 4°/, »9 — 100 — dto, Präm..Echlov. «ü/^l. »m. 115 75 116-75 bt«. dt«. ll«/„,N. lkM, 11725 118 — N.'öft«r.L«ld»u>.»Unsl,4°/, 100 — 100 70 vtft.'unss. Vanf oerl. 4«^ . . 100-— 100-80 bto. bto. «Mr. ,. 4«/, . . 100 — 100 80 Gpa«asit,l.Kst..30I, ü»/,°/, vl, 10150 —'— ßrisritßt»«Obligation»« (für 100 fi,). sserdinano»-Nordbahn Eui, 1»»« 100-10 loi-io O«sierr. Nordwcftbah» . , . 109 30 iio-UO Ktaatibahn....... 219— 2«o — Vllbbahn il »«/«..... 18« 50 1S9-50 bto. i^ «»»/,..... 181 SO .- — Ung.««l,liz. Nab/n..... 10? — 108— 4°> UMerlratner V«chnfu , 99.50 il»-- Di«rft z«s» (per Ttült^, «ubllpel>Aafilica (Domb»u) . ?-- 7 50 Creditlose 100 fl...... 19? — 19« — Elary liose 40 fl. LM. . , . 55-50 5U 50 4»/^Dlinllu^Pampfsch.t (per TtllH), «lbrecht-»,'Czernow. I«ssu - 38. . . . — —------- > «elb >«»«' T«n»»«»-»el.. N »4- se — Egydler Visen' und Gtahl'Ind. —'— —>— Paluteu. Ducate»........ 573 5?5 »O-Fraiu-^Htück..... »S3, 9'^ Deutjche «eiaMautliot^i . . 59-40 59-47. Italienische Aaowoteu . . . 4405 4415 Vavl«-3lubi-<...... 1-2»« 1-29,) Aldes-Wellter iu Mach. °^l. (Im Abonnement.) Ungerader Tag. Klittwoch den 15. Jänner m?,Ü"^ des Tenor«Buffo und jugendlichen Ko-del^ H"^n Arthur Ttraßer. - Auftreten "Peretten-Siinaerin Frl. Vmmy Seidl voni .„ l. l. pnv. Karltheatcr in Wien. ! Tie Karlsjchülerin. wette in drei Aufzügen von Wittmann. — Musil von Weinberger. ^ "lang Haff. 8 Uhr. Ende gegen 10 Uhr. ^ ''Vorst. (Im Abonnement) Gerader Lag. , Freitag den 17. Jänner ^ ^Uln Benefize der Schauspielerin Frl. Mitzi ^, ^, «ehfferth. ,, l^iel.Novität des t. l. Äofburgtheaters in 1 Wien. zj . Niobe. ^! ^W'tl in drei Auszügen von Douglas Panlton. Wohnung Ur^ H ?d UUS 7'wei Zimmern, Küche, Keller r"it i p'eBei ist an eine kinderlose Partei l. gt* Februar Peterastrasse Nr. 57, ^^k. zu vermieten. (135) 2 k Wohnung iat ^le.nd aus drei parketierten Zimmern ^ l" Februar zu vermieten, ^«itim unft m der Administration dieser -O^ (179) 3-1 [mi a%eidiiiei* Slich ner Handschrift, flinker und ver-"^che^p Rechner, der deutschen und slove-Sucht w^respondenz vollkommen mächtig, qJJJ sofort Stelle. (191) 3-1 ^OH 8e A»träge unier **> Hauptpost restante, erbeten. *------- Heute 14. JSnner Craniisons- Familien-Abend in der (178) Casino-Restaurafion. Beginn halb 8 Uhr. (153) Nr. 34. Curatorsbestellunn. Dem unbekannt wo befindlichen Johann Ko«var von Bozakovo 23 wird Herr Dr. Schegula, Advocat in Rudolfs-wert, als Curator a6 aotum bestellt und demselben der diesgerichtliche wechselrechtliche Zahlungsauftrag vom 20. December 1895, Z. 1547, zugestellt. K. r. Kreisgericht Rlldolfswert am 7. Jänner 1896. ^165^3^1 Nr. 7399. Zweite exec. Feilbietung. Am 24/Iänner 1896 um 10 Uhr vormittags wird hiergerichts die zweite executive Feilbietung der Realität des Mathias Lavrencii von Adels^ berg Einlage ZZ. 152 und 153 der Catastralgemeinde Adelsberg stattfinden. K. k.'Bezirksgericht Adelsberg am 10. Jänner 1896. (1tt6) 3-^1 Nr. 7398. Zweite ezec. Feilbietung. Am 24. Jänner 1896 um 10 Uhr vormittags wird Hiergerichts die zweite executive Feilbietung der Realität des Andreas Iankovic von Kal Nr. 24 Einlage Z. 47 der Catastralgemeinde Kal stattfinden. K. k. Bezirksgericht Adelsberg am 10. Jänner 1896. I Ajloinigo Fabrik ^tP^ ^%^L f^bkik I ^Amsterdam. >W l\H^ von feinen P — •*$$*&** teuren. I **+ ^ . T\V .e1* I- Kohlmarkt Nr. ^. I ^X «^V^ iV"iV Zur Bequemllohkoit de. p. t. Publiouw» .ind die ¦ . « Vä. l^ ^V^ Maueare eoht »ach bei den bekannten renommiertoa ¦ -• ^ V% 0L Firmen «i li»beu, and wird »ufmerki^m gemaoht, d»t« ¦ \H A ^ ^i meine holinndisohen Idqueure nar In Amsterdam «rEansrt ¦ ^^ worden und ioh wedor in Oeiterr. - Ung»rn nooh sonst wo, ¦ ^ ^ anaser in Amsterdam, «ine Fabrik besitze. K«s^ls^ls^B^ta_ Nachdem die Herstellungen an der Turnhalle der k. k. Oberrealschule nunmehr vollendet sind und die hochgeehrte Direction der kraüiiüchen Sparcasse die Wiederbenützung gestattet hat, wird der ordnungsmäßige Turnbetrieb wieder aufgenommen und hiezu sämmtliche Mitglieder eingeladen. T"UjrriordLn."CL».gr- Herrenrlege I (Leitung Herr Philipp L!hl) jeden Dienstag und Samstag von 6 bis 7 Uhr abends. Herrenrleg« II (Leitung die Herren Dr. Jos. Jul. Binder und Josef Röger) jeden Dienstag und Samstag von l/48 bis '/a^ Uhr abends. Sämmtliche Stammriegen und Zöglingsriege (Leitung die Herren Franz Meisetz und Josef Reitz) jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag von y.,9 bis 10 Uhr abends. Anmerkung: Zugang zur Turnhalle durch das erste Eisengitterthor, Gintritt in die Turnhalle nur vom Unken Eingänge ant. Zur Geltendmachung der Ansprüche auf die vorhandenen Turnkleider sind nnr die Tarnabende dieser Woohe bestimmt, ein später erhobener Anspruch findet keine Berücksichtigung. Laib ach am 13. Jänner 1896. (190) 3-1 Der Turnrath des Laibacher deutschen Turnvereines. (66) 3—1 St. 5367. Razglas. C. kr. okrajno sodišèe na Vrhniki naznanja, da se na prosnjo Blaža Mikuža ir Rakitne (po Antonu Komo-tarju, c. kr. notarju) radi 180 gl. ponovi z tukajsodnim odlokom od dne 19ega novembra 1892, St. 6365, na 20. ja-nuvarja 1893 doloöena, potetn pa z odlokom od dne 20. januvarja 1893, št. 359, do ponovitve ustavijena izvr-äilna dražba Andreju Vidmarju iz Rakitne lastnega glasom dražbenega de praes. 21. marca 1893, št. 1626, sodno na 2105 gld. cenjenega zemljisèa vl. ät. 4 davè. obè. Rakitna in sodno na 6 gld. cenjene pritikline, ter se v izvr-šitev doloèa narok na 18. sveèana 1896, dopoldne ob 10. uri, prièendi pred tem sodišèem s poprejsnjim dodatkom. C. kr. okrajno sodišee na Vrhniki dne 22. decembra 1895. _______ "(5632) 3—1 Št. 24.577. Razglas. C. kr. za mest. del. okr. sodišèe v Ljubljant naznanja, da se je vsled tožbe Jožeta JakiOa, poses» nika iz Zapotoka št. 10, v svojem irnenu in kot oèeta in postavnega zasfopnika ml. Antona Jakièa proti Mariji JakiO, oziroma njeniin nepoznanitn pravnim naslednikom, zaradi 94 gld. 50 kr. s pr. de pr. 27. novembra 1895, *t. 24.577, ,slednjim poslavil Jožei' Purkart, po-! sestnik v Zapoloku, oskrbnikom na öin in da se je za skrajsano razpravo doloöil dan na 11. februvarja 1896, dopoldne ob 9. uri, pri tem sodiSöi. Ljubljana, 2. decembra 1895. ~(5788)~3-^i St. 25.128. Razglas. C. kr. za m. del. okr. sodiSèe v Ljub-ljani naznanja, da se je vsled tožbe Janeza Palöar (po dr. Hudniku) proti Janezu Palmar iz St. Jurja st. 22, sedaj v Ameriki, zarad 350 gld. s pr. de praes. 4. decembra 1895, St. 25.128, slednjim postavil gospod Janez Žipel iz St. Jurju skrbnikom na èin in da se je za skrajsano raapravo doloèil dan na 21. februvarja 1896, dopoludne ob 9. uri, pri tem sodi&i. Ljubljana 7. decembra 1895. (5789) 3—1 St. 25.509. Razglas. C. kr. za mesl. del. okr. sodiSèe v Ljubljani naznanja, da se je vsled tožbe zavarovalnega druätva «Franco Hongroise» v Gradci (po dr. Storu) proti Alesu Bergantu (po kuratorju) zarad 4 gld. 65 kr., de praes. 19. oktobra 1895, St. 21.592, slednjim postavil gospod dr! i V. Supan, odvetnik v Ljubijani, skrbnikom na èin in da se je za malotno ; razpravo doloèil dan na j 20. februvarja 1896, i dopoldne ob 8. uri, pri tem sodittäi. ! Ljubljana, 11. decembra 1895.