^K 63. A 844. / Latbacher Zeitung. Dinstag den 15. October. D l l V r i e n. ^ola, l. Oct. Die kaiserl. Großmuth ver--breitete ihre Gnaden auch auf diese Gegenden. Gestern wurde der Familie der Herren Marlnon», bei welchen Ihre k. k. Majestäten während Allerhöchst-ihreS Aufenthaltes hierorts abzusteigen geruhten, ein prachtvoller mit der kaiserl. Namens - Chiffer gezierter Brillantring zugestellt. Trie st, den 5. October. Se. Majestät haben den WohltlMgkeits-Anstalten und den Arme,, verschiedener Städte dieser Provinz die nachstehenden Geldbeträge zustelle!, zu lasse» geruhet: Dein ?ll»n»n-Institute in Triest 1000 fi. ; dei, Armen in Triest 1800 st.; ebell denselben 300 fi.; den Armen in Capo d'Istria 200 st.; dem Armen-Institute in Pisino 200 fi.; den ArMen in Pisino 100 st.; den Armen in Pola 150 fl.; den Armen in Nooigno 400 st.; den Armen in Parcnzo 200 fl.; den Armen in Pi-rano 300 fi.; dem Spitale in Pirano 500 st.; dem Taubstummen. In,Utute in Görz 500 fi.; dem In.-stitute verwaister Mädchen in Görz 500 fl.; dem Militär .-Erzlehungs > Institute vom k. k. Infanterie.-Ne-gimente Nr. 22 in Görz 400 fi.; den, Armen. Institute daselbst 600 fi.; den Armen daselbst 400 fl. Schweiz. Ein deutscher Reisender, der unlängst eine Excursion auf den SigriSwylgrat unternahm, besuchte auch die berühmte Eishöhle, das sogenannte Schaf.-»och. Den wohlmeinenden Räch, einen Führer mitzunehmen, verwerfend, erlosch ihm bald nach dem Ein-^"ge in die Höhle das Licht. Nicht bekannt mit den Ü^HNichen Stellen, stürzte er, und wußte nun, sich ever erhebend und weiter schreitend, nicht, ob er 'warts oder rückwärtS gehe, stürzte wieder, verlor ^"s Bewußtseyn und vcttehte sich bedeutend. Zwei 4-age und zwei Nächte hielten ihn Schwäche und Be- wußtlosigkeit in dieser schauerlichen Höhle gefangen. Seine letzten Kräfte zusammenraffend, gelang es ihm endlich, den Ausgang zu gewinnen, und sich in die nächste Sennhütte des IustithalS zu schleppen. (W. Z.) V r e u ß e n. Die »allgemeine preußische Zeitung« meldet aus Berlin vom 2. October: „Se. Majestät der König geruhten gestern die Gewerbeausstellung abermals mit Ihrem Besuche zu beglücken. Allerhöchstdieselben erscl- ,ien bereits gegen 8 Uhr des Morqens im kö'm>' .. ^..."^ ^ ^ stechet» Zeughollse, wo Sie von den geheimen Stl' ^ . . stern von Bodesschwingh ,md Flottwell ^ ^ . '"""'' wirklichen geheimen Räthen Beuth und ",/ ^"'^ ' boldt Excellenzen, dem Herrn geh >,„„ ' <>" ^'""'' .r A«sste»,..gsc°m«,ss,»n m,d de« zahl«ch ,„I^ d.,, fte,n»e„ A»«steUer« .„.^g.,. „md... S« Ma'. ,^al °e,weil°e« z„,,Hchst «,,g.« Z^t in d°„ ui.tt«,, Zw',g.,. s« «,ch ««.««„ i», f„„er hi. Stahl. >„,d E.sem°a«„ die T.°mg„.s.br,k.^, >., e.dc,P«d.,«e. d.e Ack« gc,a.h. ,,, f. «,, .,„„ ^,„^,^„ . ' unlcm°rfe„ „.»rden, H.r. geheime Rath Beuth b,,.« die «h,e. Sr, Ma.eM bei Besichtig.,,.« „^^ ' ne„ Gege„st.l,,de die ge,v.i„sch.o„ E.«„.e,„„ge„ ,« »^ ^'' w^e„. He,. ,ehe,me F,,,a,,^,,^ „., ^, « ' Gel.ge„he,t f.«d, Sr. M.,.stät meh.e« de. a « se,,de,. A^..e,- °«r,«,... .„, ,^/ ,., , ', a ^ dlcselben sich vielfach huldvoll^ ... , te«, >..., .. Uhr e.Ih,>„ ^/ ,,"""'^°". «e,«h-^ . «.. ''Vlcnen ^I)le konlgllche Hoheit die Z80 ter Besichtigung der in den unteren Sälen besindl». chen Gegenstände, nach den oberen Gallericn , wo Al-lcrhöchstdieselben diesesmal namentlich von den znm Export bestimmten Tuch- und Leinenwaren genauere Kenntnis; zu nehmen geruhten. Auch viele andere der dort ausgestellten Producte fesselten längere Zeit die besondere Aufmerksamkeit Sr. Majestät, Allerhöchst-»velche sofort mehrere Gegenstande zum Ankauf aus.-wählten. Der Besuch der allerhöchsten und höchsten Herrschaften verlängerte sich bis gegen 2 Uhr. Sie schieden auch diesesmal sichtlich befriedigt mit den Resultaten Ihres so langen Aufenthaltes in diesen den Früchten des deutschen GewerbfieisieS geöffneten Hallen. Se. Majestät der König gaben namentlich wiederholt Ihren Beifall darüber zu erkennen, das; die Ausstellung auch durch so zahlreiche und befriedigende Einsendungen auS den nicht zu den preuß. Staaten gehörigen deutschen Gebieten sich so vortheilhaft auszeichne.« (Oest. B.) KchweVen Stockholm, 24. September. Die Staats-Tidning, welche in ihrem heutigen Blatte einen Necrolog beS Grafen Magnus Brahe enthalt, macht auf die Aehnlichkeit zwischen diesem treuen Freunde des verewigten Monarchen und einem seiner Vorfahren aufmerksam: denn wie jener aus Kummer über den Tod Carl Johanns, so starb der Rcichsdrost Graf Magnus Brahe aus Gram am 3. März 4633, vier Monate, nachdem Gustav Adolph bei Lützen gefallen war. Stockholm, 27. September. Gestern wurde vom Reichsherolde unter dem gebräuchlichen Ceremo-nicl an den gewöhnlichen Platzen der Stadt bekannt gemacht, das; die Krönnng auf morgen festgesetzt wor-den sey. Die Stände sind zu derselben eingeladen worden. Die Trauer um den verstorbenen König ist von gestern bis nach Beendigung der Krönungsfcicrlichkei-ten ausgesetzt, wird aber dann wieder angelegt und um so viele Tage verlängert, als sie suspendirt gcwe-sen. Die zur Krönung hierher beorderten Truppen sind bereits hier eingetroffen. (Oest. B) Frankreich Pa»is, I. October. Se. Majestät der König ist heute Morgens nach dem Schlosse zu Eu abge» reist, und wivd sich am 5. oder 6. October zu Tre-port nach England einschiffen. Der Prinz von Ioinville ist nicht am 27. September zu Toulon, sondern am 29. vor Cherbourg eingetroffen, wie aus nachstehender Anzeige im heuti. gen Moniteur sich ergibt: «Eine telegraphische Depesche au5 Cherbourg, welche vorgestern Abends an den Herrn Marineminister gelangt ist, meldet, daß die Dampfcorvette »Pluton,« welche die Flagge Sr. königl. Hoheit deS Prinzen von Ioinville trägt, an diesem Tage (29. September) gegen I Uhr Nachmittags im Angesichte jenes Hafens ers» Bewegung; es wurden Signalschüsse gewechselt, und das Meer bedeckte sich mit Kähnen. Alle Truppen rückten aus den Casernen, um sich auf dem Hafcncnlai bei dem zu Ehren des Prinzen errichteten Triumphbogen aufzustellen; die Behörden und die ganze Bevölkerung waren auf d«n Beinen. Als der »Suffren" jedoch an der Spitze deS Cap Sepet erschien, sah man mit Verwunderung, daß er keine Admiralsflagge führe; der »Tenare« näherte sich ihm unter AdnnralSfiagge, und der „Sussren" begrüstte ihn mit neun Kanonenschüssen, auf welche nur mit fünf erwiedert wurde. Es war sonach kein Zweifel mehr: der Prinz befand sich nicht an Bord des Schisses! Man kann sich denken, welchen Eindruck diese mit Blitzesschnelle verbreitete Nachricht hervorbrachte. Auf ein vom „Tenare« gegebenes Signal kehrten die Truppen in ihre Casernen zurück. Die Sache machte den Toulonern um so mehr Verdrusi, als der Prinz von Ioinville doch "'isscn mußte, daß die gute Stadt sich zu seinem Empfang in bedeutende Kosten verscht hatte. Mau zerbrach sich den Kopf über die eigentliche Ursache dieses Vorfalls; schon hies; eS, der Prinz von Ioinvillc habe dem feierlichen Empfang ans d.'m Wege yehen, und dadnrch seine Unzufriedenheit übcr den Frieden von Tangcr (der aber von ihm selbst abgeschlossen worden!) an den Tag lcgcn woUen. Doch löste sich später das Räthsel; man "'« s9l fuhr, daß der »Sussren« und »MontezumH" am 2l. von Cadix abgesegelt waren, und del Prinz, durch daS Ausbleiben von Briefen seiner Gemahlinn beunruhigt, «m folgenden Tag auf kürzestem Wege nach Eu abreisen wollte. Dieß und eine leichte Unpäßlichkeit d«S Prinzen ist der Grund, weßhalb Toulon und die übrigen Städte des Südens auf die Ehre seineS Besuchs verzichten mußten." DaS am 28. September in Toulon angelangte Dampfboot »Aetna" bringt Nachrichten aus Algier vom 25. gedachten Monat. Bei semer Abfahrt waren die Dampfboote, welche Truppen nach dem Osten ab» geführt hatten, noch nicht zurück. Die Expedition be-steht unter dem Commando des Generals Comman aus 3300 Manu mit einer Batterie Gcbirgsgeschütz; sie soll gegen die Kabylen im Osten, die FlissaS und Amaruas operiren. — Nach Briefen aus Oran vom 2l. d. M. stand General Lamoriciere noch immer m,t seinem Truppencorps bei Dschemma - Gazawa. Es scheinen noch einige Besorgnisse obzuwalten, da man sonst schwerlich ein so beträchtliches Co>.ps an der Gränze stehen lasse» würde. Bereits soll auch der Kaiser von Marocco auf dessen Entfernung angetragen haben. — Von Abd-el-Kader ist durchaus nichts be^ kannt. — Die auf der Fregatte »Montezuma« angelangten Marinen uppen, welche an der Beschießung von Mogador Th<>l genommen, stiege» am 27. Abends unter tlmgendem Spiel anS Land, und wni den alls dem Paradeplatz van dem Marinepräfecten, Vicead« admiral Baudin, gemustert. Paris, 2. October. Die Anzeige von der gestern erfolgt seyn sollenden Abreise des Königs nach Eu war voreilig; sie ist auf morgen verschoben worden. Die Koma,,»», Madame Adelaide und der Herzog von Montpensier begleiten den König. Se. Majestät wird sich in der Nacht auf den 7. October nach Portsmouth einschiffen. Drr Herzog von Montpensier geht mit seinem erlauchten Vater nach England. Ba-"" Athalin und die Adjutanten Rumigny, Dumas ""d ChabanncS. Oberst Thierry, Baron Fain, der Leibarzt Fouquier und der erste Wundarzt Pasquier begleiten den König nach Windsorcastle. Der Minister der auswärtige» Angelegenheiten, Hr. Guizot, und der Marinemilnster, Baron Mackau, gehen am Sonnig, 6. October, nach Eu, uud werden sicy mir Sr, Majestät dem König nach England einschiffe». Wäh.-lend der Abwesenheit des Kömgs werden sich die Mi-"^" unter dem Vorsitz deS Marschalls Soult ver-'anin^l,,. h^. H^>zog von Nemours wird den Con-^^^!>tzll»gen beiwohnen. Dii Königinn und Madame Adelaide erwarten zu Eu deS Königs Rückkunft. Se. Majestät wird 14 Tage abwesend seyn. Der Prinz von Ioinville ist gestern um l Uh/ hier anbekommen. Se. kömgl. Hoheit hat Cadix am 22. September an Bord der Dampfcorvette „Pluton« verlassen, landete in der Nacht auf den I. October zu Havre, schlug sofort den Weg nach Rouen ein, und ist mit der Eisenbahn nach Paris gekommen. Se' königl. Hoheit machte dem Marineminister Mackall einen Besuch, und begab sich darauf nach St. Cloud. Unter der Ueberschrift »Lage Abd«el-Kaders« liest man in der Algerie: »Couriere, welche am l. September von Fez abging«,, haben dem Marschall Bugeaud einen am nämlichen Tage durch den Secre-tär des Kaisers geschriebenen und durch Muley Mohammed unterzeichneten Brief überbracht. Muley Mohammed nimmt im Namen seines Vaters die Frie-dcnsbcdingungen an, welche der Marschall ihm auflegen will. Die Ueberbringer dieses Briefes sind nach einer Reise von 8 Tagen zu Dschama-el-Razaout angekommen. Uebcrall auf chrem Wege haben sie das Land in Empörung gefunden, die Verbindungen sind durch Empörer abgeschnitten. Einer der Söhne des Kaisers, dessen gewöhnliche Residenz zu Mequinez ist, hatte m»t einem A^meecorps auf Teze marschiren sollen, um die Ordnung ln dieser Provinz aufrecht zu halten und die Verbindungen der Hauptstadt mit der Gränze zu schuhen. Um mehr Sicherheit zu haben, hatten die Coniiele im Lagel- Abd.-el-Kaders, bei den VeuiSnace,,, uicht weit von Mellila, übernachten müssen. Nach den Aussagen dieser Couriere ist Abd-el.-Kader sehr niedergeschlagen und zum tiefsten Elend gebracht. Aber das Blendwerk seines Ansehens ist noch so grosi, das; die BeniSnacen sich freiwillig eine Steuer für den Marabout auflegen. Abd-el-Kader hat ungefähr 400 Mann bei sich, welche durch daS Fieber dccimirt werden. Dieser Krankheitszustand rührt daher, daß der Emir während der schlechten Jahreszeit geuöthlget war, um seine Pferde und Transport Maulthiere zu nähren, in den Morästen zu campiren. Die drei nach der Unterzeichnung des Friedensvertrags zurückgeforderten Gefangenen, der tapfere Escoffier, die Jäger Wolf und Briaut, sind im Lager Abd - el - Kaders und theilen sein Elend. Augenscheinlich kaun, wenn Abderrahman sich unseres gemeinschaftlichen Feindes bemächtigen soll, der Augenblick hiezu mcht günstiger scyu. Warum also vollzieht der Kaiser nicht die Clause! deS FriedensverN-ags, welche den Emir außer dem Gesetz erklart? Geschieht d,eß nicht, weil das Ansehen des Marabout mächtiger lst als sein kaiserlicher Wille? Wir fürchten es.« Wir können, sagt der C on st i ruti on nel l, der S.lbstverläugnung, der uncrmüdeten Thätigkeit unse- 582 rer Truppen kein schöneres Lob spenden als jenes, welches wir iii eine»' am Vorabend der Sch lacht vom Isly durch Muley Mohammed an die Abid, Odaja, Araber und Kabylen gelichteten Proclamation finden. Nachdem er seinen regulirten und irregulirten Truppen den wenigen Eifer, in dem Wege Gottes zu kämpfen, vor« geworftn, sagt er zu ihnen: »Seht die Christen (welche Gott zu Schande machen!), sie schlafen das ganze Jahr hindurch auf der harten Erde, kaum durch schlechte Zelte geschützt, sie wachen Tag und Nacht, sie fürchten weder die Kälte noch die Hitze Sie trinken das schlechteste Wasser, sie haben nur das, was sie mit großer Mühe aus Oran beziehen, zur Nahrung, und doch kämpfen sie nicht, wie Ihr, fur die Religion; sie werden nicht durch die Hoffnung der himmlischen Belohnungen, welche das Erbtheil der alleinigen und wahren Muselmanner sind, aufrecht gehalten. (Oest. B.) Den jüngsten Berichten aus Algerien zu Folge ist das ganze Reich Marocco im Revolutionszustande. Die Städtebewohner, die Conservative» von Marocco, halten zu dem Kaiser, aber die untern Classen der berberischen Bevölkerung sind in einer Aufregung, deren Ziel und Ausgang nicht vorzusehen lst. Frankreich wild unter diesen Umstanden ein CorpS von 6000 Mann an der Gränze unterhalten müssen. (W. Z.) K p » n i e n. In dem officiellen Artikel der Gaceta über den Friedensschluß mit Marocco heißt es: »Die Regierung Ihrer Majestät hat die glückliche Nachricht von der Ebnung der Schwierigkeiten, welche sich der Wiederherstellung deS früheren friedlichen und freundlichen Verhältnisses mit dem Kaiser von Marocco entgegenstellten, erhalten; nachdem eine Vereinbarung auf Grundlagen, die bereits festgesetzt und eben so billig als ehrenvoll sind, unterzeichnet zu werden im Begriffe steht, hat der spanische General-Consul zu Tanger die Ausübung seiner Function«» wieder angetreten, Und der Act semer Wiedereinsetzung hat auf die feierlichste und befriedigendste Weise Statt gefunden. Im Augenblicke, als der Consul das llfer betrat, geschahen die üblichen Salven von der Stadt aus. Die Truppen bildeten zwei Flügel; der General-Statthalter stand an deren Spitze. Dieser sprach durch Vermittlung seines Dolmetschers die grosie Befriedigung aus, welche ihm die Wiederkehr des spanischen Consuls und die Ausgleichung der Schwierigkeiten gewahrten. Darauf öffnete die Garde des Gouverneurs eine Passage für den Zug, welcher sich, wie auch Hr. Bulwer, brit-lischer Gesandter zu Madrid (dessen Elfer zu dem glücklichen Ausgang dieser Angelegenheit so wirksam beigetragen hat) nach der Kasbah (Burg) begab. Dort empfing der Pascha den Consul mit den grüßten Zeichen des Wohlwollens." (W. Z) N u g l a n v. Von der polnischen Gränze, 28. September. DaS Königreich Polen geht einer organischen Umgestaltung entgegen, und es wird täglich augenfälliger, daß der Mlmster - Staatssecretär von Polen, Gehei-merrath Turkull, aus diesem Grunde fortwährend in Warschau sich aufhält. Dlc Rcductlon' der acht Gouvernements auf fünf war nur der Aufaog; die ganzliche Umformung der Justiz soll noch bmnen kurzem nachfolgen. Wle verlautet ist eiu ganz neues Gesetzbuch für Polen ausgearbeitet, das unter dem Titel Code).' Nlcolai fortan in Polen allein gesetzliche Gültigkeit haben wird. Unzwelfelhafr werden die tausend und abertausend augenfälligen Mangel der jetzigen pol-Nlschen Iustlz dann ihre Beseitigung finden, auf der andern Seite aber steht zu erwarten, daß daS große Werk der Russlcation des Königreichs dadurch semer Vollendung um einen großen Schritt näher rücken werde. (AUg. Z.) V e r s i e n. „Vombaper Blätter« berichten aus Puschire llä<». 18. August: »Im verflossenen Monat Mai entstand in Ispahan das Gerücht, der Schah von Per» sieu sey m Teheran gestorben, und alsbald geneth Stadt und Umgegend li, Aufruhr, alle Lazare wurden geschloilen u»d die Geschäfte sta,»den mehrere Stunden lang M. Endlich stellte der Gouverneur, Muthanud, d,e Ordnung wleoer her, nachdem er durch eme» nach Teheran entsandten Eilboten erfahren, daß das Gerücht auf einer Erdichtung beruht«. Der Schah legte deu Urhebern und Verbreitern desselben e»ne Geldbuße von 14,000 Tomans auf, was gewöhullch der Kostenbetrag ist für die Tranerklelder, Ornamente u. s. w., die be» fürstlichen Leichenbegängnissen gebraucht werden. Hierauf berief der Kömg eine Versammlung seiner Familienglieder und Monster, hielt vom Thron herab eme lauge Rede, und dankte ab, zu Gunsten seines Sohnes, welchem er eigenhändig die Krone aufs Haupt sehte. ES hieß, er werde, begleitet von dem engll>chen und dem russischen Ge» saudteu, demnächst Ispahan besuchen. *) Am 12. Mai zerstörte ein schreckliches Erdbeben in Ispahan viele der Hauptgebäude dieser Stadt, darunter die berühmte Moschee Dschllmah. Der Sroß war so gewaltig, daß man ihn bis nach dem 12 engl. Meilen einlegenen Dschulpha spürte, wo ebenfalls emige Häuser emstürz, teu. D»e armenische Schule in letztgenanntem Orte. war m blühendem Zustande, und^der Crzbischof war „ach Teheran abgereist um vom ^chah die Genehmigung mehrerer Maßregeln zur Verbesserung der Lage semer armenischen Unterthanen zu erbitten. Die Befe-stlgungöarb.iten auf der kleinen Insel Buschire schritten rasch voran, siud aber wenig dauerhast. (AUg. Z.) ') Es ist nur auffallend, daß eine so wichtig? Nachricht, wenn sie gegründet ist, nicht auf naherein Wege, über Trapezunt und «onstantinapel, nach Europa gelangle. Verleger: Ignaz Alois Gdler v. Kleinmayr. AtHana Mr I^möaHerSeitmm. <7ouro nom I!. October lAl. StaatSschl.Idverschre.b. j« 5 ,'"- s'NZM.) no 2ji6 ditto detto octto . 4 P5l. 'N^M.).o°»), delta detto detlo « 2 ^2 ,. (in ^,^c.) 6i , vdüqat der allgem. m'0 Unqar. l zu 5 i>(^. ^ — Hofsailimer. der ältcrn Lom. ! zu 2 ij2 ,. l 6ä 2N h.i,dische„ Schulde,, , der i„ / zii 2 >^4 ,^ ^ — ^loreil, l>»d Goiua allste» l zu 2 , « »» »omli>e»e» Ailleliei» ^^i: , 3^ä ,, l __ Artie,, derNu^iveis^Lillz.Tmundiier Vclhil z» ,oa ft. C M...... 179 ft. in C. M. Actien der österr. DonaiuDampfschiff« fahrt zu 5o° fl. C. M.....545 fl. in C. M> Wctreid- Durchschnitts Vreise lll Laibach a>n '2, October »U44. Ma rktprelsc. El» Wiener Mchen Weltzcn . . 2 fl. 4»'^^' — — Kukuruh . . — » — » — — Haldflucht . — »» — u — — Horn ... 1 » Ho »» — — Gerste . . . l » 2« » — — Hllse ...... ^6 » — -o H^ocn . . 1 » 36 ^ — — Hc>lcr ...»,, »2 » de« hl»r ?l »> g« r l? l, e » e »> u »l 0 Abg, reisten. A ln ll. October l»^». Fran Thileft^ Nos.nrart/ H ndcloMlViittsgattiun, vo>^ Wicn n,:ch Tri>st — Hr. l.i^i^i (^inHllCl-^ cN '^,-cnnj'nlli, pens. TrldlNl^-Sccrelär, von Mm nach Trieft. — Hr, G^,f Aldcrl ^st,cda;y, k. k, wirkl. ^ä,tüuerel-, sammc «5r>ul G.'n,.,yli>nl unl> Gefolge, von Wl.n nach Tnest, — Hc. Bi.,ggio I^raUa, Handelsmann, >,ach Tiiest. ^, Hr. Johann Noch, au.r, Hanoelsm.l»!,, vo.» Klagensnrt nach Tricst. — Hr. Carl Noftnkart, H>i,!del«m.u,n, von Triest nach Tviest — ^>r. RlNlchmüller, r, k, Hofcach, sammt Gemahlinn und ^ üralllen Töchcer, von Giogniy ">'ch 6>U!Ne. Hr. Joseph Knez'ch. e. k. Haupt--'"^"" vo» Kaiser.Jäger, von Triest nach Essigg. — H''. Varo^ Fliedilch HklUmer, k, k Oderlieuccnant von Gepp^.,^ ^,^1 ^ von Triest nach Agram —Hr. ^Ilbin Schnndt, k k. Ul'.leilicutenant von Plinz Hohenl»d<, nack Gratz. ^lm l2. Hc. M^.itz Löff'er, Proktsscr der Ma. l"klt»st, von Tricst nach W,en. — Hr. Gregor ^oiska, k. k R chlningS. Ossci l, von Tri'st nach «rieft. — ^,^. widert ^»igar, Out^bisilier, von Trie>t "/»« Wi'N — H>,-. Phllip^) Goidn,a»n, Hand.iö« mue"' ^"" I'ss''"'tz nach priest. — Hc. Jakob Kall- ^. ' HandrlHln.nl!,, von Tritst n«ch i^illi. __ Hr. Too ^ ^'"""' ^ ^ p^"'^' Groühändlcr, sammt k s<5 !p ^"loline, von Wien nach Trillt — Hr pro- '<^ ^tc»r uon Osten, k k. General-Major und ^''"'^r in Älhen. von Wen nach Atl),n. — Hr. «'« Brücke, k. e. Hauplmann »on O. H. Larl «"dlnand I«st. Neg. !)ir. 57, v°n «»nedig nach (3. l?a,b. Ze.tung v. 15 V«loher l8^4.) Älaustnburg. — Hr. von Vaschulti, k. k. Haupt» m.,nn des O. H. Ferdinand d'Este Inst.,Neg. nach Gratz. — Hs. Hypolit von Collin. k. k. Obsrlltutt" nant von G. H. Baaden Inst. Reg., von Venedig nach Wi n. Am l3, Hs. Alfried Hausncr, Großhändlerssohn, Von Klagenfurt nach Trest. — Hr. Giovanni Jordan, Handlungsagent, von Tuest nach N>en. — Hr. Ignatz P.Urne. HaNdlungsagent, von priest nach Wicn. — Hr Abraham Älkalay, Privat, von Tliest nach Gratz —Fr. Mathilde Alkalay, Privacens.V.il. linn. von Trieft nach Gratz. Nermlschte V^erlautv^runczrn. Z. 1636. (1) Nr. 1987. Concur s-Verlautbarung. Bei dcm gefertigte», Bezirks-Commissariatc ist eine Gemeindedicnerästclle mit einer jährlichen Löhnung von 110 st. aus der Bezirkscasse in Erledigung gekommen. — Bewerber um diesen Posten oder im Falle der Vorrückung deä dießämtlichcn Bezirksbosens, Bewerberum die hierdurch in Erledigung kommende Bezirksbotenstclle mit einer jährlichen Löhnung uon ttl) fl. aus der nämlichen (5affe, haben ihre Bewerbungsgesuche mit Nachweisung des ?llters, des gesunden und starken Körperbaues, der Lesens- und Schreibcnöb'undigkeit, der Kenntniß der deutschen und krainischen Sprache, einer tadellosen Moralität, und der bisherigen Dienstleistung bis Ende October 1844 bei diesem Bezirks-Commiffariate zn überreichen. — K. K. Bezirks - Commiffariat Neumarktl am 9. October 1844. H. ,619. (.) Nr. 2624. Edict. Pon dem Bezirksgerichte dcs Hcrzogthmns Gotlschtc wiro hicmit allgemein bekannt geinacht: Es sey über lwsu^'l, deS Mathias Iallilsch v0l, Kcsndolf, in die executive Felloictung der, dein Malhiaö Schleimer von Moschwalo gch^ligen, laut Rclatlon O. Nr. 753, erecucive gcpfan?cle„, auf !)7 ft. gcschählen Fährnisse, als: 1 Plcrd, 2 Kühe, Horn. uno Borstenvieh, Wagenruliung )c., rve-gen aus ocm lvilthschaflöänullcheli Vergleiche vom 2,.Juli »842, Nr. «»4, schuldiger ,o5fi. c,z.c. , gewiNiget und zu deren Vornahmc die Tagfahrle,» auf den 22. October, dann 4. uno »U. November i«4H, jecesmal um 9 Uhr Vormittags im Orte Mischwald mit dem üelsahe angeordnet worten, tah oicse Falirnisse nur gegen glnch bare Vc^ah. lung und erst bei »er letzten Tagfahrl unter oem srhodenen Scdähwerlhe werden hinlangegeben werden; lvovon ^tausluslige hiemil „» Kenutnih gesehl weroen. Öeziltsgericht Gotlschse am b. October »644- 5S'4 Z. »5ü^ (») Nro. gog. Edict. Von dem t. t. Veiictögelichtc Laildsivah wild hiemit bekannt gemacht: Gs scy über Ansuchen deK Hcrln Anton Julius B^lbo, Gultenbejiizer zil Gurtfclb und Ralschach, in die Nclicllation dcr, HU TschalcsH 6ul) (Honscc'plionH Nr. ,ll liegenden, der Herrschaft Metcih zl.b Urd Nr. 5^U und I29 bienstdarcn, auf 3^2 st. 5 kr. bcwerlhelen balben Hübe, »regen nicht zugehaltene»» Limitations »Bc« dingmsscn, auf Gefahr uno Kosten deü Glstchers Hcrrll Andreas Koniolschar geivilliget ur»d hiezn dieTaqfalxt auf den 9. November 1844 um »a Uhr Bormltlags in laco der Realität mit dein Beisätze ongeorcoel morden/ daß oiese halbe Hnbc zwar um dcn frudern Melstbot pr. 3^4 st. auK. gerufen, bei teinein Hökern ooer gleichen An« böte aber um jeden Preis würde hintangegebcn werden. G>uidhuchsextract und ^icitHtionsbedingnisse können zu den gewöhnlichen Amtvstunden hier ein« gesehen lverden. K. Ä. Bezirksgericht Landstlah am ,. Octo» der ,844. Z. l5c)5^ (I) 4^ Edict. Von dem Bezirksgerichte Haasberg wi,d bc« tannt gemacht: Es sey über Ansuchen des Uiuon Moschek von Planina, in die Reafsumilung der, lnit Bescheide vain 6. IuU »845 dewilUgl gew<> senen, a^er unterbliebenen execuciven Fclldiccung Ler, den, A„orea5 Popck von Wcsulak gehörigen, dem Oute Thurnlat öul> Nrb. Nr. 4^)6 dienstba. ren, auf 1,67 si. 2a kr. geschätzten Halbhube, wegen schuldige« 35 fl. 5o kr. sammt l.lntostcn, nach Abschlag der darauf erlegten 3. Jänner »345, jereümal ^liormitcaqs von 9 bis »2 l.1hr in laco W.sulak mit dem Anhange bestimmt worden, day diese Halb« hude bei tcr orittcn Feilbietung auch unter der Schätzung dem Meistoietenden wild zugeschlagen lverden. Der Gnlndbuchsextract, dai Schähungspro. tocoN und die Licitationsbedingnisse tonnen bci diescm Oerichte eingesehen werden. B^ill'Sgericht Haaöberg am 2». Seplem« der »U44- Z.^6^o"sV)"" 2^r. 640 Edict. Bon dem k. l. Bezirksgerichte Kron.iu wiro hiemlt uerlautbÄlcc: Dasselbe bab« über Uilsuchen deö Helln Ferdinand Huber von Gorz und des He,rn Fla>»z Huder von Flusch, die executive Feildictunz der. dcm Thomas Plesin von Hin. lelsckloh ^ir. (i gehörigen, der Herischast Wcch,,'». fels ^llli Urb. Nr. 456 t>e»stbaren. l,aul Sä.äz. zungsplolocolleü ljll«.,. ,4. ?lpr>l iU)2 gerichclul) auf I42 Ü. bcweribeten A^cker uno Wlejen, »ve» gen aln gcnchllichcn Becglcichc litt52, Z. 4ö<), ünnoch schulVlgcr 78 st- 22 tc- c. 5. c. bc> williget, u,»« zu deren Vornahme die Tagsahu«-gen in lscs Hinlerschloß auf dett 9. November, »a. December t>. I. und g. Jänner k. I., jedeK. mal Vormillag« von g bis ,2 llhr mit dem 35ei-sahe angeordnet, eah obige Realitäten nur bei der dritttn Fellbielung unter dem Schätzungswerlhe werden hintanqegebcn iverdeli. DaK SchayungsprotocoN, der Glundbuchser« tract und die Lilitalionsbedingnisse sonnen wah« rend den Amtssiunden täglich hieramts eingesehe,» werden. K. K. Bezirksgericht Kronau am 29. Uu< gust ,L44. Z i6ä2. (.) Obstbäume-Verkauf. Im Hause des Nadlers Herrn Joseph Krcmscher, in oer St. Petersvorstaot «mli Cons. Nr. 95, werden mehrere Hundert zum Theil schon fruchttragende Oostkäume, in den letzten Tagen des Monats October i6/<4 entweder zusammen oder stückweise verkauft werden. Nähere Auskunft gibt das Zeitungs-Comptoir. Ltterarische Anzeigen. Z. 1623. (2) Sei «It« MM, Buch- Händler in Laibach, ist zu haben: Vi>'»H<5«, der wohlunterrichtete Barbier, ein unentbehrliches Notl) - und Hilfsbuch für Jeden , der sich oder Andere bardilccn will. Nebst Anweisungen, die V. rblermessr zu prnfen, zu schärfen und g,u ;n erhalten, den iUarl zu ver« schönern und zu färben, Schleifsteine, Scrcichr!e men und Schärfpnlver zu veifcrligen, m,d ein,n, Anhange lielusti^ender Anecdatcn von Balbille». drosch. Nocdhausen. Fürst. 20 kr. Z. ^622. (2) Bei k« I.MM Buch- Händler in Laibuch, ist zu haben: Handle's Schulatlaö iiber alleTheilo derGrdc. H.Auflage. 25 Blätl.rjin c>ll,r Quart. Prcis gev'scec 50 S>;r . einzeln« Karlen zu 5 Sgr. Del' b.'ste V^vei^ für die Branchb.ireeic d'tfts llnerhöll billigen .'!ll^!' ses ist, außer den '-n«l,n empfehiendtu B^nthe-lungcn, "N Al,sali von ül),r L0.U0U Or^'Pl^l" seil den i» Jahren stines Erschein,„S. — Die Heir," L.hrer. welche d,nselb«,i noch nicht beacht,le». els" chen «ir, ihm »ini^ llufmcrlssmttit i« schenkt"'