Nr. 104. Samstag am 6. Mai 18V3. Die „Lalbache, Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, tllglich, nnd lostet sammt den «ellllgnl »m Compwlr oawjährtg 11 sl.. halb-lnyrtg 5 st. 50 kr., mit Kreuzband im Lomptoir «anzj. 1« si., halbj. 6 fl. Fltr die Zustellung in's H°ns sind hlllöj. 50 tr. mehr zn entrichten. Mlt der Post ponosrel ganzj., unter Kreuzband und gt, druckt» Adresse 15 fi.. halbj. 7 fi. 00 tr. Änstritonsacbühr filr eine Garmond»Spaltenzeil», ober dm Raum derselben, ist fltr Imalige Liilschal-tung ß lr., für 2malige8lr., fllr 8malige I0lr. u. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertion«»Stempel per »0 fr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 si. 90 lr. lür 3 Mal, I fl. 40 lr. ftlr « Wal und 90 tr. f»r l Mal tmit Inbegriff t»e« Iusertioneftempels). ^äaibacher Zeitung. Amtlicher Theil. H^aS StaatSministcrium hat den praktischen Augen« arzt Dr. Rupert Koller zum Priinararzt in der Krankenanstalt „Rndolf'Stiftung" ernannt. Der Staatsminister hat den provisorischen Lehrer an der Unlcrrealschule zu Pirano Joseph Dcpasö zum wirtlichen Lehrer daselbst ernannt. Dcr l. k. Statthalter von Kram hat einen bei der Laibachcr FraucuvcrciuS-Iuvalidcustiftung in Erledigung gckommcucu Platz, im Iahrcsbctrage von 40 fl. ö. W. dem Neal - Invaliden Jakob Papcsch von Vclkivcrch, im Bezirke Natschach, verliehen. Richlamtlicher Tyess. Di5lnarck's Erklärungen in der Kieler Oastnstagc. 0. Wien, 4. Mai. Bei Besprechung dcr Kieler Hafcufragc haben wir darauf den Nachdruck gelegt, daß durch dic Ein« spräche Oesterreichs, dcren Berechliguna von dcr l. preußischen ficeaicruna nicht verlannt wcrdcn lomite, die Inaii^rissnahine allc^ Ätllßlluhllicn, dic zur V^r» wirllichnng der Absicht cincr militärischen nnd mari. timcn Besitzergreifung von Kiel führen würden, wirk» sam verhindert wcrdcn nnd der KtHw« >. uon den» Abn. Schindler gcaen dcn Richlcrstaub gemachte verletzende Aeußerungen. Präsident. Er finde, daß in diesen Zuschriften sich bloß die subjektiven Anschauungen cineS subjektiv verletzte» Gefühles kundgeben. Unter dieser Voraussetzung müsse er seine Ueberzeugung ansspre« chcn, daß durch derartige Aeußerungen dcr Umfang der Rechte deS Hauses nud seines Präsidenten in keiner Weise beeinträchtigt werden könne. Unter dieser Voraussetzung habc er diese Schriftstücke zur Vcrlcsuug gebracht und sehe kcinc Veranlassung, dieselben einer weitem Behandlung unterziehen zu lassen. Abg. Schindler. So lauge man ihm nicht Thalsachen entgegenhalte, köunc er nichts vou dem zurückuchmcu, was cr gesagt, er wollte jedoch dcn Richtcrstaud keineswegs verletzen. Er scheue kcinc Unlcrsnchuug uud werde übrigcus auf diesen Gegen« stand in diesem Hanse noch zurückkommen. Präsident. Er habc gegen Abg. Schindler deßhalb keinen Ordnungsruf erlassen, weil er sich nicht berufen fühlc, dcn Richter deS parlamentarischen Ge. schmackcs zu spielen. Er müssc aber dic Zumulhuug zurückweisen, als cb cr mit den Acnßeruugcn Schiud-lcr's einverstanden gewesen wäre, und glaube viel» mehr, daß Abg. Schindler sich nicht in dcn erlaubten Grenzen gehalten habe. Er hoffe, dieser Abgeordnete werde dic nächste Gelegenheit benutzen, um sciuer Achtung vor dem Richtcrstandc Ausdruck zu geben, wie ja gewiß auch das gauze Haus von diesem Gc« sühlc der Achtung durchdrungen sei. Abg. Bergcr meint, daß diese Zuschrift Sr. Exzellenz des Herrn IustizmiuistcrS als Regierungsvorlage geschüftsordunugSmäßig behandelt werden müsse, uud beantragt die Zuweisung derselben an cincu aus dcn Abtheilungen zu wählenden Ausschuß von l» Mitgliedern. (Dcr Antrag wird unterstützt und P: ä» sidcut erklärt, cr werde dcn Gegenstand auf die Tagesordnung setzen.) Es wird zur Forlsctzuug dcr Generaldebatte über das Kriegsbudget geschritten. Abg. Dcmcl ergreift das Wort, um dcn Antrag Taschct (80 Mill.) zu unterstützen. Er weist anf dic Belastung dcr Steuerträger hin nnd uutcr-sucht, ob cS möglich sci, mit dieser Summc daS Auslangen zu finden und iu wic wcit das Haus zur l Behandlung dcr Frage berechtigt sei. Er weist auf §. 10 der Verfassung hin, um diese Berechtigung zu motiuiren und bemüht sich auS erhaltenen Daten die Möglichkeit so wcit gehender Restriktionen darzustellen. Er stellt eine Parallele zwischen dcr Anzahl der Ge-ncralstabSoffizierc, welche daS geistige Moment dcr Armee rcpräscntircn und dem Vcrwaltungslörpcr dcr Armee an nud findet, daß da sehr bedeutende Rcdn-zirungcn möglich sind. WeitrrS bespricht Redner eine Reorganisation der Truppcnlörpcr, welche nach seiner Ansicht dahin führen soll, nnr diejenigen zu Offizie-ren avancircu zn lassen, welche eine Prüfung ableg-ten. Von solchen Motiven ausgehend, haltt'er die vom Abg. Taschel bcaulragte Ziffer für genügend. Abg. Sadil beantragt, daS h. Haus wolle den Wunsch ausdrücken, die Regierung möge ein Gesetz zur verfassttugSmäßigen Behandlung vorlegen, welches dcn Invalideugehalt vom Feldwebel und Wachtmeister abwärts auf ciuen angemessenen Betrag erhöht. Redner befürwortet seinen Antrag in einer für die Galle-rien ganz unverständlich gebliebenen Rebe. (Der An-trag wird unterstützt.) Ubg. Rechbauer: Der Antrag Tasche! sei nicht neu. Er selbst habe in den Jahren 1tt62 und 1863 für denselben sich ausgesprochen. Die Ueberzeugung sei allgemein, daß dcr enorme Aufwand der Nrmec Oesterreich finanziell rninirc. ES sei daher Ausgabe, die Ziffer zu finden, welche einerseits es möglich macht, die Armee so gut zn erhalten, baß sie ihre l,ohe Aufgabe erfülle, uud welche andererseits cS dcm Staate möglich macht, auch seine andern Kültnszwrcke zn erfüllen. Bon diesen beiden Ansichten aing die Budgetkommission im Jahre 1859 aus, und sie sprach es nnß, daß 80 Millionen diese richtige Ziffer sei. Alle Staate» fctzcn ihr K,ieast»,daet, selbst Rnßland um 24 M,ll,oncn Rubel, herab. Dcm Red-ncr scheint dcr Moment gekommen zu sein, wo Ocster-reich von Außen nichts zu fürchten hat und wo eS ein Fnedensbudget festsetzen kann. Ale Laie limne cr nicht sagen, wo gespart werden soll, aber er be-rufe sich anf die Autorität der Budgetkommission vom Jahre 18^>>, welche nicht aus dem Volle genommen, fondcrn auS ergrauten Staatsmännern zusammen«^ setzt war. Hatten diese im Jahre 1859, wo Oesterreich von Außen so schr bedroht war, dcn Muth, dieß dc-m Kaiser gegenüber auSzusprcchcn, warum soll dic Volksvertretung ihn nicht haben, zu einer Zeit, wo überall der Friede herrscht? Die Regierung möge freiheitliche Institutionen begünstigen, dcn Ausgleich mit Ungarn, nicht dessen Unlerwelfung anstreben, dann werde dcr Staat gestärkt, daS Gleichgewicht des Staatshaushaltes hergestellt werden und die Regierung cincn Vundesgcnosscu haben, stärker als die größte Anzahl von Bajonetten. Deßhalb stimme er für dcn Antrag Taschcl. Abg. (^upr will leine imperativen Beschlüsse provozircn, sondern nur fakultative Rathschläge erthei. lcn. Er beruft sich auf eine Brochure, die im Hause vertheilt wurde und welche dic bei der Verpflegung der Nrmce möglichen Ersparnisse im Auge hat. Diese seien auf mehr als 7 Millionen beziffert. Der Ver-fasscr dcr Brochure, ein Major, ist sür den Redner Autorität. Da« Armcc.Aerar sci der größte Konsument im Reiche und geeignet, die Industrie zu unter-stützen. Aber wic geschehe dicß? Es wurden Hun-dcrtc vou armen Webern im Gebirge brodlos gemacht, um dcn großen Liefcrautcn die Möglichkeit zu bieten, sich durch Lieferung von Baumwollstoffcn zu bereichern. Redner weist auf die Unterschlcifsprozesse hin und schildert dann andere Zweige dcS Vcrftflegs« wcscns, welches so ciugcrichlct sci, daß dcr große Licfcraut auf Noslcu dcs armcn ManncS, wclchcr um jcdcn Prcis zu arbcilcu gezwungen ist, sich bereichert. Redner kömmt bann auf die von ihm schon wieder« holt im Haufe bcfprochcncn Lieferungen dcr Bcschu-hung zu sprechen, beklagt abermals, daß diese Liefe, lnmgcn sich in Händcn großer Lieferanten befinden, 4R6 filldct, daß dadurch die Bcfchuhung schlechter werde, indem die großen Lieferanten dic Schuhe von den kleinen, aber nur schlechter, arbeiten lasscn, um dabei größere Profite zn erzielen. Er wünscht, daß das Liefcruugswcscu dein HaudclSministcriuut unterstellt werde. Redner ßemerlt, er habe cine Reihe von Zuschriften erhalten, welche diese Lieferungen betreffen. Mchrcrc Schuhmacher theilen ihm mit, daß sie cincu Mittelmann bezahlen mußten, der ihnen die Prolet-tion verschaffte, der Firma „Slcnc" die Schuhe lie« fern zu dürfen, welche dieser der Armee liefert. Die Schuster können nicht umsonst arbeiten, der Mittel« mann mußte bezahlt werden und die Firma „Slcnc" will auch leben. Das AllcS müsse der Steuerträger aus seiucm Säckel zahlen. Tuchmacher thcilcu ihm mit, daß sie 20 kr. pr. Elle der Firma „Skcuc" für die Bewilligung zahlen mußten, in seinem Namcu liefern zu dürfen. Abg. Vethma n n gibt als Züchter und Groß. Grundbesitzer der Verwaltung das Zcuguiß, daß die Bewirtschaftung, der Zuchtgcstüttc nud Wirthschaften sich bedeutend gebessert habe. Er behalte sich vor, bei dem Budget pw 1866 einige Anträge in dieser Richtung zn stellen. Kriegsminister u. Frank: Es sei eine schwere Aufgabe, das Kriegsbudget uor dem Abgeordneten-Hause zu vertreten, und wcuu er auch nicht hoffe, mit feinen Ansichten durchzudringcn, so werde er doch die» selben zu entwickeln nicht unterlassen, um dic Ausätze der Regierung zu motiuircn. Zwei Rücksichten leite» ten dic Regierung bei Verfassung dcS Kriegsbudgets, die Rücksicht auf die Fiuauzlagc dcs Staates und die Rücksicht auf dic Wchrlraft. Letztere ist die Grenze, deren Überschreitung den Staat bloßstcllcn kann. Der Berichterstatter habe in warmen Worten den glückli» chcn Verein von echt konstilntioncllcr Anschauung uud von der Fürforgc für die Armee seitens seines Hcrru Vorgängers hervorgehoben, er könne sich dieser wohl« verdienten Anerkennung nur anschließen uud zugleich die Versicherung geben, in die Fußstapfen seines go ehrten Herrn Vorgängers eintreten zu wollen (Bravo), aber er mache darauf aufmerksam, daß auch dieser Vorgänger in der zweiten Session erklärte, daß er mit einem Ordinarium von '.»2 Millionen an der Grenze der Möglichkeit angelangt sei. Der Kriegs« minister halte es für nothwendig, anch auf die Fun« damcntc der Wehrfähigkeit hinzuweisen. Dicsc bcrnhcu in einem gntcu Acfcstiguua.>;sl)stc:-.! und in einer schlag» fertigen Armee. Will man erwägen, wie wcit diese auszubilden sei, muß man die Lage Oesterreichs nach Außen und seine geographische Vage ins Auge fassen. Dic zentrale Lagc in Millcl'Europa und der Um« stand, daß cs in seiner Mittc Völker hat, welche ihrc Brüder außerhalb der Orcnzc Oesterreichs haben; dieß mache, daß Oesterreich beinahe in jede cnropäischc Bewegung verwickelt werde, und daß, namentlich die Grcuzprouiuzc», stets mit größeren Trnppcnmasscn be» setzt sein müssen. Seit 17^7 sei cS daher uicht mög» lich geworden, die österreichische Armee ans den nor» malen Fricdcnöstand zu bringen, nnd die Bedeckung des Armcc'Aufwaudcs war daher stets eine große Schwierigkeit. Deßhalb müsse Oesterreich eine bc> dächligc Politik innehalten nnd eine Armcc«Orgaui< sation fcsthaltcn, welche die Vertheidigung dieses Läu» dcrkomplcj.es einigermaßen erleichtert. Man müsse stets in der Lage scin, den Gegnern ans zwei Kriegs» schauplätzeu entgegentreten zu töuuen, da, lolalisirtc Kriege ausgenommen, immer der Angriff von zwei Seiten zu gewärtigen sei. Auf das BcfcsliguugSsystcm übergehend, bemerkt Redner, daß dic finnuziclle Lage dcö Staates die ra-schcrc Eutwickluug derselben hindere. Die Nothwendigkeit von Zentralwaffcuvlätzcu uud Mauövrirgrup« pcu betonend sagt Redner, dem Hause sei es nicht mehr fremd, wie wcit »nan in dieser Richtung noch zurück sei; uur die Südgrcuzc sei so dotirt, daß mau getrost der Zukunft entgegensehen könne. Was die Armcc betrifft, werfe sich dlc Frage anf, wie stark sic im Fricdcu sein soll. Hat man diese Ziffer aus den Ausgaben dcS Staates und die Slreillraft der Gcg< ncr gcfnndcn, hat man die Zeit berechnet, welche zur Ausbildung der Armee nothwendig ist, so ergebe sich die Fricdcnsstaudziffcr, soll nicht die Wehrfähigkeit leiden. Oesterreich künnc oft in dic Lagc kommen, isolirt den Kampf zn bestehen. Jede Großmacht könne cinc eben so großc Armee aufbringcu, als Oesterreich; selbst Italieu habe sie vergrößert. Oesterreich könne dahcr nicht zurückbleiben uud sich der Diskretion scincr Nachbarn anvertrauen. Die Fricdcuöstandziffer, wie sie in der Rcgicrnngsuorlagc enthalten ist, ergebe sich daher anf natürlichem Weg; dic Regierung sei über» dieß in Folge der Finanzlage des Staates uutcr dicsc Ziffer noch hcrabgcgaugeu. Der Minister wendet sich nun gegen dic Bemcrlnng dcö Berichterstatters, daß dicscr mit Fachmänner toufcrirt habc, er kenne dicsc Fachmänner uicht, lönuc nbcr versichern, daß jcdc organisatorische Frage vor ihrcr Erledigung an cinc Kommission gcwicscn wird, welche ans dcu Ma,-< schallen, dcu General«Inspektoren dcr Waffe», den Ehcfs dcs Gencralstabcs, dcu Kriegsminister nnd anderen lui Iwo bcrufcucn Spitzen der Armcc bestehe. Das Resnltat ciucr solchen Begutachtung sci auch dic letzte Organisation gcwcscn. Dcr Minister wendet sich zur Besprechung dcr Ehargcncadrcs nud rechtfertigt dic Erhöhung derselben. Diese allein machten cs möglich, weniger gcschnlle Mannschaft vor den Feind zu führeu, währeud sie auch den Ucbcrgang vom Fricdcn znm Krieg rasch ermöglichen. Die Mannschaft wird anf diesc Weise, was jetzt nicht selten geschieht, rasch von dcu Sam« mclplätzcn anf den Kriegsschauplatz mittelst Eisenbahn geführt. Diese Einrichtung sei übrigens nicht mit Erhöhung der Kosten vcrvnndc», sondern im Gegentheil würden diese dadurch geringer. Im wcitcrcn Verlause gibt der Minister zn bedenke», daß man wegen der Sprachcnuerschicocnhcit dcr Rekruten gcuöthigt sci, diese m gewisse Rcgi' menter einzutheilen nnd dort abrichten zn lasscn, daß die politische Lage des Elaatcs eS mit sich bringe, daß die Regimenter nicht in ihren Ergüuzungsbczirlcn dislocirt werden können. Der Minister hält es für eine Sünde, an dcr Iägcrtruppe, für welche man gerade ill Oesterreich (Tirol nud Steiermark) so vottrcsflichcs Material habe, etwas herabmindern zu wollen, diese seien Kern« truppen. Die Kavallerie Oesterreichs sei seit 185l1 um mehr uls ein Drittel rcducirt und ihrc numerische Stärke könne als kaum ausreichend bezeichnet werden. Die Regierung suchte dcu innern Gehalt dieser Waffe durch cinc vollkommene Organisation und verbesserte taktische Vorschriften so zu potcuzircn, daß dadurch der numerischen Schwäche oaS Gleichgewicht gehalten wird. WaS die Artillerie betrifft, habc ma» durch Herabsetzung zweier Batterien pr. Regiment cms den Stand der halbcu Bcspanuung der Finanzlage gerecht zu werden versucht. Ebenso sci bei den tcch« nischeu uud SanitälStruppcu eine Herabsetzung dcS Standes erfolgt und das Armecfuhrwcscu auf ein Achtel dcs ssricgsstandcS und dic Pferde auf ein Scchszchntel rcducirt worden. Der Minister vertheidigt sich gegen die ihm ge» machten Vorwürfe, daß die Regierung bei Zusammeu-stclluug dcS Budgets nicht schou auf die durch den Rückgang der Natnralicn :c. sich ergebende Rcdnltion Rücksicht genommen habe und rechtfertigt das damit, daß zur Zeit dcr Vcrfassnng des Budgets wesentlich andere Verhältnisse nud Preise bestanden als gegenwärtig und daß damals einzelne Theile der Armee noch nicht auf völligen Fricdcnsfuß gebracht ware». DicS sci jctzt bci dcr Armce in Ungarn, Siebenbürgen und Galizicu im vollsten Maßc eiugclrctcu, blos in Italicu wcrdc dcr frühere Zustaud aufrecht erhalte». Dort hätte sich allerdings in dcr Sachlage viel geändert und cs scicn faktisch bcdcutcude Reduktionen eingetreten, allein er müßte cs für eiucn Skandal halten, wen» förmliche von Mazzini, Garibaldi mid Konsorten organisirtc Putschversuche, welche doch z» gewärtigen wärcn, gelingen tönutcu. Er müsse do<< erklären, „daß cr von Sr. Majestät dem Kaiser dc" „gemessensten Befehl erhalten habc, bis an dic nußcrslc „Grenze dcr Möglichkeit bci dcr beabsichtigten Rcdi'l' „tion zu gchcn" (lebhafter Beifall.) Er habc feil»: Aufgabe gewissenhaft erfüllt uud sci mit scincm Ali' striche bci dcr Grcnzc dcr Möglichkeit angelangt. Hä«c cs dcr Kaiser uicht befohlen, so wärc cr vielleicht nicht so wcit gegangen. Dic heuer vorgenommenen Nc< strinktionen permanent aufrecht zu crhaltcu, wärc nicht möglich, indcm darunter die Kricgöbcrcitschaft sch' lcidcu würde. Der Minister weist darauf hin, daß dic Regie/ ruug auf dic zur Ausbildung dcr Truppe nothwcudi gen Mittel, wie dic Aufstellung cincs Lagers, vcrzich ten müsse, und lcukt die Aufmcrksainkcit dcs Hanscs auf dic von anderen Staaten zu dicsc» Zwecken vcr> wciidctcu Summcn. Mit dcm Abstriche von 11 Mill, habc dic Regierung dahcr das Möglichste gclcislc/' — Dcr Minister ucrwcchlt sich ncac» dcn Vorwl/^ als hätte cr die Finanzlage dcö Reiches bci ZusM menstcllung des Äudgctö uicht berücksichtigt, ci» G"' gleich mit dcm Vorjahre köuiu uicht culschcidcxd se«", wärc dicö dcr Fall, so uiüßlc jcnc ^)lcgicr»ng dcn Vorzug verdienen, dic mit ciscrucr Konsequenz vo» Jahr zu Jahr ein immer kleineres Erfordcrniß vor legt, bis endlich die Wchrhaftigtcit dcs Reiches z» Grabe getragen würde. Wcit maßgebender sci ci» Vergleich mit dcn schon vorhandenen Reduktionen, denn während das Militärbudget im Jahre <^<^ I.'l^ Mill, betrug, beziffere sich dabsclbc »ach d<'»> Abstrich dcr Regiernug jctzt nur mit 1»4 Millionen. Dcr Minister gcht sodann auf dic ciuzclnc Aü^ führuug des Berichtes übcr, widerlegt dic in dcrscl' bcn dcr Regierung gemachte» Vorwürfe wcgcn Kost' Missels. Laibacher Plaudereien. <^Der Woimcmunat — I>» dcr Slcriuül« — Tie Mode- Handlungen — iwuas vom Moordrcnuen — Eiu Kran- lenversorgungshaus.) Dcr wunderschöne Ncoua< Mai ist — wirklich wunderschön. Frisch und herrlich prangt dic Natur in ihrcr Blüthenfüllc, sie strotzt uou wonniglicher Pracht, und dic Dichter haben wieder eiumal Recht.-Wie herrlich leuchtet Tuch die Natur! Wie glänzt die Sonne! Wie lacht die Flur! Schon seit undenklichen Zeiten singen sie das Lob dcs Mai, aus altcu uud nencn Liedern tönt scin Preis : „Im Maien, im Maien, ist's lieblich und schön", und was sie anS ticfinncrster Seele gedichtet, das hclt das Volk in trcncr Weise nachempfunden; die Lieder seiner Dichter waren ja auch seine Lieder. Aber Worte uud Licdcr waren ihm nicht gcnng, cö wollte Thaten, nnd so entstanden die vielen FrühliugSfcstc, deren uicht geringster Theil am ersten Tage dcö Wonnemonats begangen wurde. Etwas frisch, weil «vcn cm leiser Rcgcu die Fluren angefeuchtet hatte, st"« dcr e,slc Mai aus dcm Dunkel dcr Nacht. Eine Tagrcvelllc weckte dicßmal die faulen Schläfer nicht; wer gerne aufstand, ging nach Roscnbüchcl, wo die Rcguucntsmusit spielte. Dic Kühle hielt dcn Tag Mr an und erinnerte sehr an dcn vorjährigen ersten Mai. Wohl eingedenk desselben verlegten auch dic Turner ihrc Ausflüge auf dcu nächstfolgenden Sonntag, anf Morgcu, und wird der „Laibachcr Turnverein" nach Ostcrbcrg, dcr ,,.1u/m .^kol" hingegen nach Lavcrca ziehen. Daß wir mitten in dcr Frühlingssaison sind, daran erinnern uns nuu auch die Platzmusikc» in der Stcrnallec. Bisher fanden solche Sonntag Mittags uud Mittwoch Nachmittags Statt, nud Laibachö schöne nnd elegante Welt erscheint wieder zahlreich dabei, promcuircnd, lorgnctircud, lokettircuo uud durch Sehen uud Sichscheulasscu amüsircnd; denn amüsircno ist es sicher, als stiller Beobachter dcn Menschcuwogcn zn folgen, welche sich uutcr dem dichte» Laubdach dcr Kastanien, dcn Klängen der Musik lauschend oder auch nicht lauschend, dahinwälzcn. Welche Pracht der Toi» lcttcn wiid da entfaltet! Freilich, ein Wunder ist's nicht; unsere Modchandluugcn sind ja dic vollständigsten, reichhaltigsten uud frcquentirsten Geschäfte. Das zeigt ci» Gang übcr dcn Hauptplatz. Wie verführe« risch locken die Schaufenster! Da ist besonders cine von schönen Damcn viel bcsnchlc Handlnug, die ihre Auslagen mit Lyoncr Foulard's, englischen Mohairs, Moußlins und wie die Stoffe alic hcißcu, drapvirt hat. Die Dame, die ein folchcs Etablissement bcfncht, kann sich schwerlich entfernen, ohne cincS dcr prächtigen Klcidcr gekauft zu haben. Der Ehemann, dcr da fragt: wohin kommt mciu Geld? den verweisen wir anf dicsc Handlungen, und glanbcu leinen falschen Fingerzeig gegeben zu haben. Dnrch Schaden wird ma» klug, sagt daS Spruch» wort. Ob cs sich unscrc Moorbrcuucr mcrlcu wcrdcn? Neulich sprachen wir ciucn derselben, dcr anSgcdchutc Bcsitzuugcu auf dcm Moraste hat und ci» eifriger Cultivatcur ist. „Nie wieder ii» Frühjahre brenne»!" sagte cr, „überhaupt nach Entfernung dcr obcrstt" Schichte uicht mehr brennen!" — Ei, warnm dc>u> nicht? Die Herrcu Moorc,r»»dbcsitzcr l'chanpten i", es gingc ohne Brennen uicht? — „Warnm nicht star," rief cr heftig aus, „ich wcrdc allcs Brennen ciüste'' lcn. WaS nur das Feiler für Schaden augcrichlcl hat, das glauben Sic uicht. Ganze Strecken der Sal^ fcldcr sind zerstört nnd selbst meine Wirthschaft^' bände warcu in Gefahr, in Brand zn gcrathcn. Drciß^ Menschen haben drciTcigc laug gelöscht, nm dcö Fc»c^ Hcrr z,l wcrdcn, das lostet mich 105 st. Uud wclchs' liiutzcn habc ich davon? So und so viel Gru»d ,. zerstört uud tiefer gelegt. Nein, nie wieder breu»^ Ob solche Erfahrungen unS endlich einmal von ^ stinkenden Moorrauche ganz befreien werden? g wollen cs hoffcu; indeß, im nächsten Herbst wird gewiß noch uicht geschehen. Doch, was kümmert un« jctzt dcr Herbst, ^ sind ja im Mai, im schönen Mai. Ein Gang d»'" dcn Wald nach Roseubach, welch' Genuß! Ja, '"" nnr die lahmen nnd verkrüppelten Bettler nicht ^^ / die als Wegelagerer Attentate auf nuscrcn 2vohw)^ ligkcitssiun niachcn uud nuS durch ihren Änbl>" ^ das menschliche Elcud erinnern, das cincn sl' ^^„ Kontrast zu dcr blülhcusrischcn Natnr bildet. 2v"^^ wir uicht ciumal ein Kranlcnversorgnngöhaus ^ ./ daS dicsc armen Krüppel aufnimmt? UuS da"c) ciuc solche Humanitäleauslalt thäte wirklich -" und zn wünschen wärc, daß für die ErrichllMN ^ selben ebensoviel Eifer entwickelt wcrdc, wie !»" manches minder Nothwendige. ^«5 spi'eligkeit des Vcrwaltnngsapparatcs nnd rechtfertigt die von der Regierung gemachten Ansätze. Er cndct mit der Versichcrnng, daß er ails cine übcr die von dcr Regierung beantragten Hcrabsctznngen hinansgchcn-den Hcrabmindcrnng von scincln Slandpnnttc nichl cingehcn lönnc. Dcr N5> dcbatlirt, lanfcn bereits die Cinzelnbcrichtc dcr Referenten dco Finanzans« scknsscs für 1R!0 ein. Abg. Dr. Taschck hat seinen Bericht über daS Kapitel „Staalsministcrimn, poli^ tische Verwaltung" erstattet. Er bcaulragt gegen das Jahr 18^5 einen Abstrich von 740.000 fl., nnd zwar bei dcr politischen Vcrnmllnng in den einzelnen Krön» ländcrn 132.000 fl., bei Strafanstalten 48.000 fl., bei StaatSbcitrag zn den Findelanstalten 15)7.000 fl., bei Straßcnban 106.000 fl., bei ^andcsgcndnrmcrie 40 000 st. nnd bei dcnl allgemeinen Disposilionssond, dessen gänzliche Streichung verlangt wird, 200.000 fl,, abgcschcn von kleineren Abstrichen. — Dcr Bericht des Abg. Slnmmcr nbcr das Tabakgcfällc lallte! dahin, nntcr dcn Einnahmen 00,8^.540 fl. (2,5)15.000 Gnldcn mehr als im Vorjahre) einzustellen. >— Bei Lotto (Berichterstatter Abg. Kuzicmsli) wird bcunlragt, 1'.1,534.001 fl. als Einnahme (1,235.000 fl. mchr als im Vorjahre) nnd 12,342.000 fl. als Ausgaben (743.000 fl. mehr als im Vorjahre) cinznstcllcn. — Das Kapitel „Finanzoerwaltnng" (Referent Abg. v. Grccholöli) zeigt keine wesentliche Veränderung. Ausland. Turin, 20. April. Gestern NbcnoS ist dcr König nach Florenz abgereist, jedoch ohne besonderen Eklat, dcn man übcrhanftt, nm unsere Bevölkerung nichl zn reizen, vermeiden will. Dcr Konig, dcr hcnlc dcfiniliu seine Residenz in Florenz nimmt, wird anch öflcr hichcr kommen, nni lins die Verlegung dc>- Hauptstadt minder fühlbar zn machen, In allen G, sanolschaftShotcls wird an der Uebcrsiedcluiia der BlNschaftcr gearbeitet. Da^ ncnc sranzösischc Gesandt, schch^hotcl N'ird an, 1«. Mai in sslorci,.; eröffnet werden. Vor seiner Abreise empfing der König „och in vcsondcrer Abschicdoandicnz dcn znr Vertretung Mexilo'S in Wien dcsignirtcn bisherigen hiesigen me« xikcmischen Gesandten Herrn Bacnndiaran. Nom, 2. Mai. Der Papst hat die Scligsprc. chnng dcs hochw. I'. Bcrkinann nnd oic feierliche Heiligsprechung dcs russischen Erzbischoss Kniezcvic von Plock, welcher als Märtyrer im Jahre 1023 starb, angeordnet. Anö Nlim, 23. April, schreibt man dem „Vlld.": Oben höre ich, daß die Konvention zwischen Commen-datorc Vegcz;i »nd dem heil. Stnhl schon abgeschlossen sei. Commcndalorc Vcgezzi halte Befehl gehabt, in nllcn Pnnktcn nachzugeben, und zeigte sich änßcrst - willfährig. Ncnc Bischöfe für die ledigen Stichle werden nun kreirt werden, nnd den schon erwählten nnd vertriebenen oder noch nie zugelassenen wird er« lanbt, in ihre Diöccsen einzuziehen. Erzbischof von Turin wird dcr Bischof von Casale. Was nbcr dcn Eid der Bischöfe festgestellt sei, kann !ch noch nichl mittheile». Die Kaiserin Charlotte, schreibt man an? Pariö, ist soeben einer großcn Gefahr entgangen, welche von dcn Znständcn Mcrilo's kein schr erfreuliches Bild gibt. " Ihre Majestät hatte Mexiko mit einer kleinen Cssorte verlassen, nm sich nach Notre-Dame dc la Gnadalnpe zn bcgcbcn, welches nngcfnhr fünf Kienes von dcr Hanptstadt cnlsernt ist, als sie mitten am Wege einen jnngcn Bettler bemerkte, der ihr dnrch Zeichen verständlich machte, daß er ihr elwaS zn sagen habc. Die Kaiserin lies; ihren Wagen hallen lind dcn jnngcn Bettler herankommen, der ibr ricth, nicht weiter zli rcism, wcil die I'lickro« — Landlcnlc der Hingebung — beschlossen hätten, sic anfznhcbcn. Ihrc Majestät wolllc anfangs von dicscm Rathc kcinc No- ^ Uz nehmen und die Reise fortsetzen, als man wirklich ','! der Cnlfcrmmg Grnppcll von I'lutci-^ bemerkte, b'c sich s^. verdächtig gebcrdctcn. Hierauf gab sic ^" ^cfchl zul- Ninkchr, nnd wohl that sic daran;! a s>" !"b daranf hörtc man Flintcuschüssc. Die iln-M.i s/'""^u bis znm kaiserlichen Wagcit, nnd Ihrc w Ei l ?"^ ^""" ^^^ ^'^'^° wohlbehalten nnd ^M.icit zl, erreichen. ! miatc'"cius!^ ^' ^"'- ^ic zwcilc Kammer gcncl> ^.,...!^'^^d^ Antrag, die Regierung aufzn-^ fordern, der amerilanischen Union daö l.csile Brauern nbcr das Attentat ans Lincoln anszndrncken. Vtew.^ors, N'. Aplil, Abends. W:c gcrncht-wcisc vcrlantct, befindet Willcs Booth mit ctwa rcM seiner Genossen sich in Mary's bounty (2)taryla^ Dic Bande'soll gut bewaffnet >u.d bcr.t en e.n 'd dcstand schon n.ehrcrc Kämpfe nut liaW leu .Pllcs Booth's Bande war nach den letzten A".clM maßcn nmzingelt, daß entkommen dürste. - 8" Baltimore wln^c cm o respondent Boolh'o verhaftet, oon dem Bricsc untcl Booth's Effekten gefunden wurden. . ^inc^l»'s deiche lag jcit zwei Tagcn ,m „^ i« Room" dcs Weißen Hauses nnf dem ^alat>tt>ctle. Das Voll zog den ganzen Tag über m c»dlo,er Prozession vorbei, .^cntc murdc die "lchc pl"Mso< risch beigesetzt, nm später nach' Springstcld (.Uluwis) gebracht zn werden. Bcim Präsidenten Johnson ist täglich Vl>n!,tcr> rath, dcm Gcncrul Graul beiwohnt. Dcplilalioncn ans allen Theilen dcs LandcS strömen nnablässig hcr-bci. In San Francisco wnrden bei Aulunft dcr Nachricht von Lincoln's Ermordung die Olstcincn mehrerer sndstaatlich gesinnter Blällcr zerstört. Ein, Gleiches soll in Malysvllle nnd Graß Vallcy (Eali-! fornicn) geschehen sein. ^ Vom Kriegsschauplätze wird gemeldet, daß General Sherman am 12. li. M. Smithfield cr< reichte nnd von dort ans dcn Rcbcllcnchcf Iohnstonc nnler dcn Lee bewilligten Bcdinguugcn znr Kapitu« lation auffordern ließ. Die Arrangements zur Kapi' tnlalion waren nach dcn dcr Rcgicrnng in Washinglon zngcgangcncn Berichten bccndigt nnd sollte diese am 1l>. April crfolgcn. ________ Lokal- und Prooilyial-Nllchrichtcn. ttaibach, 0. Mai. Der „Laibachcr Turnverein" macht morgen cmcn AllSflng nach Ostclbcrg. Der Abmarsch sindct Mor> gcns halb 7 Uhr vom Wintcr.Tnrnplatz ans Statt. — Gestern Früh 7 Uhr ist hier dcr pcnsionirte Vandircktor Gintl gestorben. — Dcr Franenvereiil zur Bcthciluug armer Kir< chen hat seine Ausstellung von Meßgewändern :c. im Ursulincrinncntloster eröffnet. Wie wir hören, sind recht lobcnswerlhc Arbeiten darnnler. — Das soeben iin Drnck (Klagcnfnrt bei Fcrd. v. Klcinmayr) erschienene Verzeichnis; dcr Franz Edlen v. Rusthorn'schcn Sammlung von Rüstungen, Wafscn, allen Pretiosen, Geschirre, Möbeln, Schnitzwcrlcn, Iagdaelälhei, , <^ewcil)cu., Bildern n. f. w, cnll)äl< »ülcr ^l5)()^ ^iliiiniierli auch nnn'chc für dic allacmeinc > ünd Spczialgeschichlc, namentlich von Ilmci'öslrrrcich, inleressanten Gegcustandc. Dicse wcrllivollc Sannn. lnng soll zum Verlaufe lomnicu, nnd es wäre laum zu vcraiilniortcn, wenn das ^and Kärnlcn sie sich entgehen ließe, denn es wird nicht leicht wieder eine solche Sammlung von einem Prioalcn zusammengebracht werden, wcil dic Zeit vorüber zn sein scheint, in welcher hochherzige nnd kunstsinnige Kavaliere die ^ust lind Mitlcl hatten, derlei Kunslschätzc zn sammeln nnd dadnrch mittelbar Künste nnd Wissenschaften zn nntcr-slützcn. iMnnckl'Nstand im Quillichll' nlliu'Ml'illlN Hrmi-kcnhanso im Molmtr April.) Am Schlüsse dcs Mo- mies Äiärz sind ill dcr Bchandlnng geblieben 3U.'» Kranke, 137 Männer nnd 20<.» Weiber. Angewachsen im April sind 117 Kranke, 57 Männer nnd 4 Wcibcr In der nächsten Woche finde» bei dcm hiesigen t. l. wldcsgerichtc folgcndc Schllißvcrhandlnngcn Statt: Am 10. Mai: Josef Vodcnit — wegen Todlschlag. Am 11. Mai: 1. Johann-Lo/ar nnd Piiinns ^c^cl — wegen schwerer körperlicher Acschädignng; 2. Egid «u«tcl3iö — wegen schwerer lörperlichcr Beschädigung; 3. Lorcnz Icrcb, Franz Roic und sslanz Noß --wcgcn schwerer körperlicher Beschädigung. Am 12. Mai: 1. Johann Schcnk - wcgcn Todlschlag; 2. Malthäus Invan — wcgcn Vergehen gegen die Si. chcrhcit dcs Lebens; 3. Andreas Lipovc — wcacn ösfenllichcr Gewalllhätigtcit. Neueste Nachrichten nnd Telegramm. Wicölmdctt, 4. Mai. Die Stänocuersamm-lnng ist dnrch herzogliche Vcrfügnng henlc aufgelöst worden. Berlin, 3. Mai (Abends). Dic National-Pg." erfährt, es sei in dcr hier tagenden Vc>sammlnn"g dcr Bevollmächtigten dcs Zollvereins dic Frage wegcn Ab' schlusscs eincö Handclsvcrlragcs mit Italien angeregt worden, Dic Hindernisse liegen in der Nichtancrlcn. nung des Königreiches Italien dnrch eine große Zahl dcr Zollvereins.Regierungen. Für Hcrbciführnna. cincs Handelsvertrages mit Italien durch Plcnßcn allein sci allcs vorbereitet. Verlin, -1. Mai. In dcr heutigen Sitzung dcs Abgeordnctcnhanscs erklärt Abgeordneter Forckcnbcck (Fortschiillspartci) in dcr Dcbattc bezüglich dcr Mi-litärnovclle: Wir können das Vcrmittlnngsamcndc-mcnt Bonin's nicht acccptircn, wcil dies dcr thatsächlichen Alicrlennnng drr Reorganisation glcichfom-mcn würde. Hierauf bcmcrlt dcr Kricgsininislcr r, Roon: Ich habc kcinc Veranlassung, das im Hanse so wcnig unterstützte Amcndcmcnt zn distntircn- dic Rcgicrling kann so anssichtslosc Vorschläge nicht in Berathung zichcn. «pariS, 4. Mai. (N. Fr. Pr.) Demnächst soll Eochinchina dnrch Scnatsbcschlnß als französische Ko' lonic erklärt werden. — Dic „Patiic" will wissen, daß Vcgczzi in Rom rcussiit habe. — Madrider Bc^ richte stellen sür dic allernächste Zeit eine Katastrophe lin Anssicht. — Prinz Napoleon wird am 11. Mai in Ajaccio cine politische Rede halten. ! Pal!,,«,, 2. Mai. Um nicht znr Nachlszeil in ^llaicr riu;utreffen, verweilte Kaiser Napoleon ciniac lAngcnblicke angcsichl5 von Palina. Gestern war dm ganzen Tag hindnrch das Meer ziemlich bewcgl - aber das Wetter war von h Ul,r Abends an schön.' Dcr Kaiser befindet sich vollkommen wohl «undo«, 4. Mai. (Pr.) (5bcn eingelangten Nachrichten aus Washington zufolge, ist cinc Ablhci. lnng imionistischcr Trnppcn über dcn Rio grandc gc« gangen nnd hat in Chihnahna (mexikanisches Gebiet) ein ^ager von 4000 Ballen Bannnvolle. welche dic Konfödcrirten dorthin in Sicherheit yebracht zn haben glaubten, verbrannt. Nach erfolgter Vernichtung des Banmwollcn.Lagcrs haben sich die Unionistcn wicdcr nbcr dcn Rio grandc zurückgezogen. Oberst Hain: cm gcborncr Ungar, befindet sich in Californicn, nm die dortigen Anwerbungen für dic Armee des Iuarel zn l:,tcn. Dcr crstc Trupp dcr Angeworbenen, wcl« chcr zn Inarcz stoßen wird, ist 15)00 Mann start N-rw.?jvrs, 22. April (Abends). Es wird 'bc-stimmt versichert, daß die Generale Sherman nnd Johnston nnlcrhandcln; das Gerücht, Johnston habc stch ergcbcn, ist noch nicht bestätigt. Gcrüchtwcisc verlautet, dic von Davis in Anqnsta ctablirtc südslaallichc Rcgicrnng bcrcilc dic Flncht'nbcr dcn illiississippi vor. Kundmachung. Dic Handels- nnd Glwcrbelcunmcr jm Klui» Nbt I'cmi'N, daß mn Montag, den X M^j l' ' 2AMZW2- ^ dclsvcrtrages n.it Rußland "^ "" H""' !'. Berathung nbrr dic Anschrift dcr s , 0 ^ <>. ^rwß des Herrn Keiler« ^s« f f ^,, / . MMWZW 10. allfälligc Separat.Anträge. Handels, und Gcwcrbclan.mcr sür Kram Lailiach am 30. Avril i^.-^ -...«,.,«........^-^M-«^^^^,...»^,.,.,, « 41* Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an der k. k. öffentlichen Äörsc in Wien. Dc» 5, Mai. 5'/« MctalliqucS 71,50 1860»cr Anltih, N3 5>'> .V/, Nat.-Aulch. ?:'»«0 Silber . . . 100,75 Vanlaltien . 501.- London . . 1U5 ?l» Kvtditaltlen . 1«4— K. f. Dukaten 513 fremden-Hn^cizze »om 4. iDtai. Ttadt Wien. Die Her»«: Vivat. Fabrilödirelior, von Trifail. — Hirsch v^'N Sissef. — Ptlisan. ssorstc «ltister, Vl» Ninüd. -- Kl,'tnig, H^»dtl»?nnin», von Tuschle. — Tom.nili, (i)ri>ll^',sil))!,'> f. Glepbant. Dlc Harren: Gras uichtsnbn^, Gul^^esii^er, anö Untslfrai,,. — Dr, ssritdliudcr. Dr. d^ Medizin, vc» Venedig. — Marcschi, Holzh^ndler, vl?n lldiüe. — Pillcv, .ssaufmann, vc» l^raz. — Sterschai, Handclsinann, Vl?n Tricst. — Faciui, Holjhäudler, von St. Vcit bei Sittich. — Lenz, Private, von Wiesbaden. Baierischer Hof. Die Herren: Pielsch. Magister der Ps,ar» »nac!,, voll Bnick a!M. — Pe^al» und Hafner, Studierente. von Lack. Mohren. Herr Lrchner, pcns. Offizier von Gmnnden. Frau Pelisau, Forstmeis!,rö Jahre, in der Stadt Nr. 241, an dcr Gclusncht. Den ^. Dem Karl Olorcu, Taglähner, sein Kind, Franz, alt 4 Jahr, in der Polana-Borstadt Nr. A8, am NUcltritt dcr Maseru. — Dcm Matthäuü Grcgorin, Taglöhner, sein Kind Cäcilia, alt 17 Monate, in dcr Kapuziner-Vorstadt Nr. 3".', an dcr acnten Gchirnhöh-lcuwassm'ucht. — Dein Thomas Podlraischet, Alislr^r, scin Kind Ehnslia», alt !!'/, Jahr, in dcr Kapli^iner-Vorstadt Nr. schubc, seine Tochter Frauziöla, alt 8?'/, Jahre, iu dcr Stadt Nr, 201, am Zchrficber. — Dcm Hcrrn Josef Armlirustcr, Wcrlstättcnbcamtcn am Bahnhof, scin Kind Leopold, alt 1 Jahr, in dcr St, Pctcrö-Vorstadt Nr. 79, an Fraisen. — Herr Martin Jancschch, gcwcscncr Handelsmann, alt «0 Jahre, in der Kapuziner-Vorstadt Nr. 73, an Entlraftuug, - Martin Pilntz, Zwängliun,, alt 41 Jahre, im Zwaiigöardcitehansc, an Zcr-fcMig der Säfte, — Dcm Franz Pollauscheg, Taglühncr, sein Kind Anna, alt 4 Jahre, in dcr Polana-Vorstadt Nr. 75, an Maseru. — Dem Herrn Anton RaSgon, Gastgeber, sein Kind Ialob, alt '.< Monate, in der St. Peters-Vorstadt Nr. 143, am Wasserköpfe. Anmcrlnng Im Monate April 18^5 sind 6<> Pcrsoncn gestorben, dauon waren 4U mäun-lichen und 38 weiblichen Geschlechte«. Flniüilligc iiffeiMche Ml Äußerung der in Waizh gelegenen Ziegelbrennerei. «-«on dem gefertigten k. k. städt.deleg. Bezirksgerichte Laibach wird zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß Im landschaftlichen Theater in Laibach, 2olll»tag dcu 7. imd Montag deu 8 Mai: <^i'miirl3o niv.^t^i'i(iii^6 deö Asiaten Hl>ll,um<'un<>I. Hoflüuft-ler des ^<-l,!»l> .Xn.'^^r^lli« uun Pcrsien. Alifang 8 Uhr. Das'^lähcre besagen dir Anschlagzettel. (901) ^^^",n Donnerstag den Rl. ^MU Mai, fnih 9 Uhr, werden (^v> Kleiduu^östlickc, Wäsche, ^^ » Vücher und sonstige w Apotheke entfernt, wlgeu der gt'« fäyllichln Halsbräune ui'r re^ Keuchhustens vorräthig gehalten. lucrden sollte. > Weisser Brust-Syrup, in feilitl hlllläaqlich drsannteu vorlrssslichen Eigenjchast qegen veralteten Husten, laussjahrisse Heiserkeit, Ver»> schleimung, Keuchhusten, Halsbräune, Katarrhe und ^. Na^er n lir^iaii) dem älfindlr und alltlnigen Fabrikaul,n desfelben, trznlsst. ist echt zu haben in Ollginalfiaschtn zu l st. V6 kl, und « st, 50 kr. in l.alll»««l> dcl ^>« "» TMl.TII^I^» D ftc^' Vei auswärtigen Äestcllnngen ist eine Emballage.Oelnchr von lO kr. für jede einzelne Flasche zu entrichte»'» W --------^?^^)>^>^>H5>-----— >» Hcrrn Friedrich Nehm in AnObach. > Endc^gcfcrllcit^' dezruge hiermit, daß ! Nachdnn ich mich, so wie mcine F^" > Lei,.b.,rg, ^°st ^u'^littcl- ich den BveSlauer weifte,, Brust. ! liwgrre Zcit von cinem Hnslcn gequält s«^ > Viclen L/idmd"u , selbst"mir , hat dcr 6?"" ^ /-""'" "' ^' "' "«>«"' brauchte ich einige Flasche» des 5,»?«"'' > H,«^«.^schc weiße Brust-Tyrnp au« a»tz dcr Apolle dcö Hcrru Auto» Pas- ^.^^^sss,, Bvust'2yrup's uo»H"" pcrM zum St. Saluator in Nanb glgm 'aM we^cn »)^n,r.^yr»v v ^ N ssänzliclic ^eiluilg, licsondc« t>ci H,,- hartuäckiae,» «atarrh, anhaltende» ^'roßtopff iu Neustadt a, d. Aisch ; '^ ' > > 3NiU'^'"'° ,kis''?«N'""m" ^ H'"'«c» m.° «..,.«c.w.rsch..!m,...n ! «« ,„m>. Fr»» »hl.l,m .«...rch »'^ uchmm aus dcu uiclcu Äcstclluugcu, dic ich '"»t vorzüglichem Ersolsse a„ae- ,„,r Vrleichternuss des H»!"" dci Ihncn machte. Dcr Synip gcuicfzt hier wendet hadr, u„d uach Gcbrauch cini- ^ s„..„.,.„ .,,^, .,iUliacs ^erschw'"' uud iu dcr Umgegend allqcmciuc« Aufsehcu ^r Flasche» meine «esundlicit voll- ! '""""" """' """'" , ^..sclbc" «ud Vcrtrancu. Wollcn Eic imtcr mciucr ^„.,,.1, «.«....^siell^n ,^^ ^,^.. i ^, > dcn demselben ; empfchlc daher dcl>,u U»terschriitäh»lich^ide»dcuaufdcuH,«>«»-' könn, e„ »)el„cNellt wnrde, daher lch ' ' ',,l,cr,cu^"ü' schcu wcisie., Brust-Tyrup aufmcttsam , denselben Jedermann, der mit der- allcu .v.lscnichcudm ann uoll^ "cl,ci; .> ^^ machen, so bin ich in jeder Hinsicht ganz gleiche» Uebeln behaftet ist, mit der Neustadt a. d. Aisch (Vaier») c^' 'GcuT'v!!!'^"N/^V ^ b'ft" ^nversi.)t e...pfehlen kann. ,. ^li :«.4. achtung Eucr Wohlgeborcn crqcbcnstcr ^ "»""b, dcu ^. In,n t«<;4. ,...,<.«,»? «euchner, Lehrer und Äautor. 8lßlllllllä V. vbäll?. ^,l»Ni I>«l«N< K«^" ^»l. N. Habcu Sie oic Gllte, mir aber- ! Bischof zu Lasaropcl nnb s^roßprobst Täpserlucistcr. ,ii