MbacherGMuna. Nr. 183. ft. li, h»lbj. »^o. »«« dl« Z»fttllun« l»« »a«» »«lbj.Af, k». Ml» bn V»st««,!- »l. lö. hall»». K.7.«. Mittwoch, l3. August 1873. Amtlicher TheU. Verordnung des llcVerbaumlnisteriums im Gin- >erneh»en mit dem Ministerium des Innern vo« »Juli «»7« etrchend ble genauere Handhabung des Forftgefetzes, Vornahme der torftlichei'. Durchforfctun^n und Anlegung de« WaldlatafterS. (Fortsetzung, tz 19. Um mit Rücksicht auf die Erfolge der Thü-lgteit der Forftlechniter und die Refullatc der einschlü» »igen Uirtsamlcil der politischen Gehörden die erwünschte ioldenz über alle wichtigeren forstlichen Momente der inztlnen Waldcompllfc zu cszieltn und hiebe, zugleich ine verläßliche Grundlage für die eindringliche und er-olgreiche Behandlung der Forstangelegenhliten zu ge-vinnen. hat der Forsttechniker die bei der forstlichen Durchforschung gewonnenen Daten in eine nach dem beifügten Formulare >' angelegte Ueberstcht einzutragen, bobti als OlNl dsah zu gelten hat, baß für den Wald» Island jeder einzelnen Ortsgemeinde eine besondere Ueber-l^lht an^eleat werden soll. vei der Eintragung der Daten in die betreffenden Rubriken ist mit besondrer Sorgfalt und Genauigkeit ^zugehen und hat namentlich die in der Rubrik 2 ^gedeutete Veschreibung des Waldbeslandes in gedrängter 8ürze, unter Anführung der wesentlichen Momente und Wit Vermeidung jeder Weitwendigkeil zu geschehen. Vei Ausfüllung der diessälligen Rubrilen ist ferner noch folgendes zu beachten: 1. Bei Aufnahme der Beschreibungen sind jene forstlichen Momente lg l4). welche den im betreffenden Vtmelndlglbiele befindlichen Waldungen gemeinsam sind, um Wiederholungen bei den einzelnen Oojeclen zu vermeiden, möglichst zusammenzufassen und der übrigen Ve» »chreibung der einzeluen Olij.cle voranzustellen. 2. Wenn für ein«« Btzlrk ober eine «blheilung ilne« Oezirle« bereit« eln, Willdtrbeschreibuna blslchl. welche den wesentlichen Bedingungen dieser Vorschrift entspricht, so ist dieselbe für die gedachte Ausfüllung ent-sprechend zu benützen. 3. Die zusammenhängenden oder in naher Verbindung stehenden Waldungen mehrerer Kleinbesitzer können, lnsoferne dieselben in forstlicher Vezlehung und insbesondere m,t Aussicht auf die nach dem Festgesetze zu be« achtenden Momente keine besonderen Verschiedenheiten darbieten, in der Rubrik .Gtschreibung" gruppenweise, als eln einzige« Waldobject gemeinschaftlich behandelt »erden. Ist die Angabe der einzelnen Parcellennummern und ihrer Eigenlhümer mit besonderen Schwierigll'ten verbunden, so genügt eine allgemeine Angabe der Kate» gorie der Elgenlhümer und ihre« Wohnortes (;. Ä. bäuerliche Waldungen). 4. Wenn die Daten der im Zuge befindlichen Re-Vision des Grundstculrlataster» noch nicht benutzt wer» den können, so kann bei solchen Vesitzobjeeten. bei wel. Hm die vorgekommenen Umgestaltungen des Waldbodens 'N andere Eullurarlen wesentliche und in dem derzeit Wenden Steulllalastlr nicht berücksichtigte Aenderungen ºtr Katastraldalen hervorgerufen haben, die detaillierte Eintragung der Daten de« gegenwärtigen Sleueilalaster« Utlterhlelben. IV übrigen ist in diesem Falle die Ueberstchl in -lner solchen Weise auszufüllen, daß seinerzeit nur die «lnlcaguug der Daten des revidierten Sleuertataster« "Ochgelragtu werbe. . Die Eintragung der Daten de« allen Sleuetlata. w?i? ^ ^º^ ^"" "^^ l« Unterlassen, wo der er-«llnte Fall der Eulturänderung nlchl eintritt, ferner ' jenen Objeclen. welche wichtige Oeziehungen zum ^orstgtsltze darbieten, wie: bei den mit Venüyung der ^aten oeo zeßenwürtigen Steuerlataster« ausgelragenen Aufforstungen, bei Schutz, oder Vannwalduogcn u. dgl. "" bei solchen Objecten, an deren Klarstellung durch «n Nardlalllsttr. nach der Nalur der obwaltenden Besitz-"nd sonstigen Rechlsoerhültnisse. »ie bei Gemeinde- oder "enosslnschastswalbungen. besonders gelegen ist. 5. Ist die Durchiorschuna in dem im 8 10 er« «ahnten Falle nur unvollständig vorgenommen worden. º ººß die gesammelten Daten zur vollständigen Aus-m «º '"« "^""cht ^ nicht ausreichen so bleib, es An Ermessen de« F.rsttechniler« überlassen in welcher Als« diefe Daten für die Uebe.ficht fruchtbar zu «º. ^n wüttn, ob durch Einlrauu.ig tinlS Thclll« dcr ""««objecte und »ussüllung einzelner Rubriken oder durch vorläufige Aufzeichnung der Daten in einer ande-reu, für die künftige Ausfüllung verwendbaren Form. Es ist jedoch Sorge zu tragen, daß die Ueberftcht nicht allzulangt unvollständig bleibe, fondern wenigsten« rückslchllich der wichtigerln Waldobjecle möglichst bald und genau ausgefüllt und abgeschlossen werde. 6. Vegreift ein Waldodject mehrere Parcellen in sich, so sind >n der Ueberftcht Rubrik 3, 4 zwar alle Parcellennummern einzeln auszuführen, insofern« nicht nach Abfatz 4 die Eintragung der Parcellen gänzlich entfüllt; dagegen ist in den übrigen Rubriken, welche das Flächenmaß enthalten, da« Flächenmaß sämmtlicher Parcellen nur in Summen anzusehen. Die Ausfüllung von Rubriken, für welche leine ge-nauen Flüchcnbestands» oder sonstige Erhebungen vor-liegen, hat nach apprvfimativem Anschlag, gestützt auf jene Daten, zu geschehen, welche in dieser Veziehung durch örtliche Auslünsle, allenfalls vorhandene Aufzeich-uung und Ocullllschätzungen zu erlangen sind. öüßt sich eine Eintragung nicht mit Sicherheit bewerkstelligen, fo ist die« in der betreffenden Rubrik aus-drücklich beizufügen. Kommen in einer Rubrik, wie 8. 9, 10. N, gemischte Verhältnisse vor, so sind die Flüchen nach appro^ fimalioet'. l:m Mischungsverhältnisse entsprechendeil Ansätzen unter die einzelnen Lblheilungen zu zerlegen. Allfüllig gestellte Anlrüoe über Beziehungen zum Festgesetze, worüber dem Forsttechniler eine Enlschei düng noch nicht bekannt geworden ist, sind in der letzte Rubrik anzumerken. Die Rubriken mit Zifferansühen find durch Suu mierung abzuschließen, und wird der im pause der Zeit sich etwa ergebende Zuwachs oder Abfall von Fall ;u Fall an der Summe zu berichtigen und bei der betn fendcn Parllllc anzumerken scu:. Die Z'sscrn der Rubrik 1 l und IH (WeidefläHi mit untergeordnetem Holznuhen und mproducliv) sil, in die Zlffern der Rubriken, welche Waldungen dar stellen, nichl einzurechnen. lSchluh folgt) Der k. l. ttandesprästdenl in Kram hat den Privat, arzl Dr. Ferdinand Erjen und den Secundararzt Dr. Iguaz Pavllö zu l. l. Vezillsilrzlcn in Krain ei-nannt und ersteren dcr l. l. Vezillshauplmannschllfl ili Liltai. letzteren der k. l. Bezirlshouptmannschast in Tschcr-nembl zur Dienstleistung zugewiesen. ^ 3lichtamtltcher Theil. Vom Tage. In einigen Journalen beaeanen wir Gerüchten, dahin lautend, daß das wiener Ladmel sich für die Rc-stauration der Monarchie in Frankreich ober für dieFusion derGourbouen undOrleans inler» essiere. ja diesen Projccten sogar Vorschub leiste. Das ..Fremdbl." bemerkt hierüber: .Es ist absolut unerfindlich, was sich diese Organe bci Ausstreuung solcher Gerüchte denken. Das wiener iiabinel hat bei verschiedenen Anlässen und mit einer nichl miszuoerstlhenben Deutlichkeit erklärt, daß e« da« Selbstbesllmmunysrcchl der fronzöflschen Nation hoch' halte, und es könnte ihm auch dann n«cht einsallen. die-sem Grundsätze untreu zu werden, wenn es die Mittel, aus die Gestaltung der Dinge in Frankreich und aus die Abstimmung in der Nationalversammlung Einstich zu üben, so besäße, wie fie es faclisch mchl besitzt noch beansprucht. Dem wiener Cabinel lie^t nichl« ferner als diese ihm fälschlich unterschobene Absicht. d,e man nichl durch ein einziges lhalsüchliches Moment nachzu» weisen vermag, denn was an solchen angeführt wird, ist enlwedlr unwahr oder bis zur ^ücher^ichleil entstellt. So blfindel sich Graf «Pponh,. den man in Verfailles ^ und Pari« agitieren läßt, zur Zot gar nichl auf seinem! Posten, sondern ist mit Urlaub in scme Heimat gereist ! Wenn man vollends so weit gehl, einen jüngeren Ve< amlen des auswärtigen Amte«, der verlrelungsweise zur Versehuslg laufender Dienslaeschäfle „ach Paris dele? giert wurde, zum „Kllnigsmacher" zu stempeln, so könnte das wohl als ein Fajlnacht^scherz belächelt, sollte aber doch nicht llnsthastln Lesern ernsthaft aufaelifcht wer^! den." - Die »ction de« llrzbifchof« ,u Olmüh ln der die italienischen Slaalsuntelthanen belressenden M a« lriltnang l legenhl«l wild von der Publiciüll einer «inglhendln Kritik unterzogen, Der Eorlespondenl der ^vohemia" hält bereit« die oo« der Regierung zu er-greifenden Maßregeln im Auge, indem er folgende« meldet: „Davon gar nicht zu sprechen, dah doch einew Kir« chenfürsten zunächst daran liegen sollte, baß die Angehörigen eine« in der Fremde Verstorbenen über dessen Schicksal so rasch e« möglich unlerrlchlet werden, so scheint auch anderseits der olmüher Fürstbischof zu Übersehen, daß die Eioilftands'Reglster heule nur im über« tragenen Wirkungskreise von den Geistlichen geführt »erden, daß diese somit inbelress der Malrilcnführung de» Staate verantwortlich sind und bleiben. In den Händen der Slaatsregierung würde es fomil gelegen sem, die Pfarrer zur iveobachlung jener Verordnung zu verhalten. Selbstverständlich wird durch ein solche« vor» gehen dc« olwüher Fürfterzbischof« die Angelegenheit der Matlilenführutig in den Vordergrund gedrängt und die Nolhwendigleit einer Regelung derselben dargclhan. Die« ist auch dcr Refrain, in den die Artikel fast aller Vlätler, die sich mit diesem Gegenstände beschäftigen, au«» lausen, während einzelne Organe nur mit Recht betonen, daß in dem spec»tllen Falle der Widerstand des ^and» grasen Fürftenbclg eine eigentlich prall,sche Bedeutung r.ichl habe, da es der italienischen Staatsangehörigen m Mühren nicht allzuoiele geben dürfte, fomil nölhiaenfall« auch Jahre verjlrcichen können, bis jene Verordnung zur Anwendung zu kommen Halle." Die „Grazcr Ztg." fchrelvt über diefen Fall an leitender Stelle: „Die Weigerung des (trzwschofe von Olmütz, dem Klerus der Dlöccse die Weisungen der ^Regierung zu übermitteln, in welcher Art fortan Todten. scheine über Angehörige des Königreiches Italien au«-geserllgt wllden sollen, führt fort, die öffentliche Presse rn Aufregung zu erhallcu. Sonderbarer Welse hält sie ^sich mehr an da« falsche Pathos in der Sache, statt aus den Kern derselben genauer einzugehen. Allerding« ihal da« Vorgehen de« Landgrafen von Fürftenberg wie-j der einmal em recht grelle« Streiflicht auj die ultra-montanel! Tendenzen fallen lassen und gezeigt, dah auch heute noch V'fchvfe über die Beziehungen der Staaten jzu einander entscheiden möchten; allein für die Regie» rung dürfte der Punll. wo sie den Hebel zur Wahrung der Autorität de« Gefetze« einlegen kann, anderswo ge-lcgen fein, als wo man ihn zu vermuthen scheint. Da« Ministerium hat scil'.c Aufforderung wohl an den Erz-blschof als die Oberbehörde des Klerus der Diöcefe ge-> lichtet, ablr nicht als Oberbehörde in religiöser ober kirchlicher, sondern m jurisbiclioneller Veziehung, in welcher ihr die Euratgeisllichen auch unterstchen, »nso-weil fie für den Staat die Ewilstanderegister und Matrilcn führen und als Veamle dem Staate zu unbedingtem Gehorsam verpflichtet sind. Die Weigerung ^des Erzbischoss erscheint dadurch nichl im geringsten w einem milderen pichte; ,m GegentheUe, sie charakterisiert ,sich vielmehr erst recht als eine Widersetzlichkeit und i Felonie, da gerade der Amlseid jeden Veneficlalen zur genauen Vefol^ung der betreffenden Anordnungen ver» bindet und dle Religion mit der Ausfertigung eine« ^Todlenscheine« gar nichts zu lhun h»t. «der l«r rich-^ lissc Veurlheilung der Maßnahmen, welche die Regierung in dieser Beziehung treffen wird, ist dieser Ge-slchlepunll allein der maßgeblnde Wlr machen darauf aufmerksam, um vor Enllüujclungen zu bewahren, da unseres Erachten« durch die Aufrechthaltung und Wah» irung der Autorität des Gesetzes auch der ullramonlane Eingriff in das staatliche Hoheitsrecht in aller For» zurückgewiesen wirb." ! Ueber die religiöse Bewegung in Frankreich lühl sich dll ..Revue des deuf Monde« vernehmen, nie ! folgt' .Es ist gewiß, daß feit einiger Zeit fich eine religiöse Bewegung seltsamer Natur kund gibt, welche sogar heftiger auftritt als unter der Restauration und ,mimcr mehr und mehr in die Politik eindringt. M«n !vlsflche uns wohl: Es kann nichl davon die Rede fein, die rechtmäßige und heilsame Emwiilung der Religion zu oealiflündcn, besonder« in den jetzigen Augenblicken. Da« religiöse Gefühl erwacht nirgend« kralliger als in schmerzvollen Seelen, bli hart geprüften Nalioien, deren Größe schwer gelitten hat und die sofort zur Elkcnnlnt« kommen, buh selbst die Frecheit nur deshalb oft sawan-lllld und dem Untergang nahe war. »«>! sie sich nicht auf einen kräftigen Glauben stuhle. Aas jedoch auch wahre« und ernnlictei» bei einer solchen Bewegung fein MUß. so ist mchl« desto weniger gleichsalls eine lluherliche, Gltüufch machende, «rllwftellc Aufregung dabei. Man 1295 träumt nur noch von Wallfahrten, von Wundern, von neuen Andachtsübungeu, von Lourde«, von La Salette, von Pnay'le.Monial l Es ist d«ralte, vernünftige, un. abhängige französische Katholici«mus nicht, welcher aufs neue erwacht, es ist im Geaentheil ein neuer, schroffer, Verbreitung«- und blltd.rungssuchlia.er Kalholicismus, der alle französischen Überlieferungen verleugnet und alles, »a« dem Zcilgeist gemäß ist, btlr,eqt. Wenn man diesen Kathoücismu« gewähren ließe, würde er, um die weltlich« Gewalt de« Papstes in Rom wiederherzustellen, Frankreich zu einem Kreuzzug hinreißen, den Staat zum gelMsamcn. untettvünlgen Dlener der Kirch: und die Versammlung in Versailles zu einer Kirchenversamm» lung machen, in welcher Herr v. Velcaftel und General du Temple den Vorsitz hätten. Diese, bis in eine poli-tische Versammlung hiremgebrachte klericale Erregung ist ganz sicher sthr charakteristisch und sehr gefährlich. Man bedenke e« wohl, es steckt viel zu viel Po« litik hinter den dermaligen Kundgebungen, als daß dies die rechte wahre Religion fein kann, und es steckt viel zu Viel religiöses Sinnen und Trachten dahinter, als daß dies die rechte Politik sein könnt?. Nun weiß ma^ auch, was diese unheilvollen Verwirrungen hlrvorbr«ngen ? Sie bringen ganz einfach die Knechtung der Religion und der Politik hervor und stellen beide mit einander bloß. Nach Verlauf von 15 Jahren eines solcheo«r geworden. Nach der Februar» revolution segneten die Priester die Frelheitsbäume ein, und die Mönchslutte konnte sich sogar in der National» Versammlung von 1848 zeigen." Die englijche Thronrede, »«mit die heurige Session des Parlamentes geschlossen wurde, lautet in deutschem Texte: ,.My Lord« and O«ntllmen! Ich bin gegenwartig der Nulhd die Differentialfteuer auf die englische Flagge beslittgt wurde. Gesondert Bestimm««« gen sind in dem Vertrage enthalten für Ausgleichung der Fragen inbetriff mineralischer Oele und anderer Ällgeleaenhciten zur Erleichterung und Ausdehnung des Handels. Gleicherweise Hube ich auch Au«li?ferungever-trüge mit Italien, Dänemark, Schweden und Brasilien abgeschlossen. Die Ratificationen der zwei letzten Ver« träge sind noch nicht umgetauscht, doch erwarte ich in diesem lctzten Schritte keine Schwierigkeiten. Ich bin außerdem mit Verhandlungen für ähnliche Vereinbarun» gen mit anderen Staaten in» und außerhalb Europas beschäftigt. Ich bin noch in der Vollziehung jener Bestimmungen des Washingtoner Vertrages thätig, welche sich auf britische Ansprüche gegen die Regierung der Vereinigten Staaten und auf die Interessen meiner Be< sttzunßen in Nordamerika beziehen. Gentlemen vom Hause der Gemeinen: Ich erkenne lebhaft die Freigebigkeit an, mit welcher Sie die Mittel für die verschiedene? Ausgeben des Staate« vew'lligt und mich in die Lag« vcrseht haben, schnell den mir durch Ausspruch der Schiedsrichter in Genf im vorigen Jahre auferlegter! Verbindlichkeiten gerecht zu werden. My Lords and Gentlemen! Ich habe mit Befri«. digung den Fortschritt beobachtet, welchen Sie mit dem Nachlaß der Slaalsiasten machen konnten, indem Sie die Zuckerzölle wie die Einkommensteuer tiefer herab-sltztln, als sie früher je gestanden. Da« Gesetz zur Begründung eines obersten Gerichtshofes bildet ein glänzendes Z Ersatzwahlen erhellt. — Im deutschen Relchslanzleramte sind nun nuch die Zustimmungserklärungen der russischen und belgischen Regierung zur Beschickung des Wellpoft-Eongresse«, welcher am 1. Stplember b. I. in Bern zusammentritt, eingelangt. Die Beschickung feiten« der genannten Staaten ist beschlossen worden, nachdem vonscile de« Reich«-lanzllramtcs die entschiedene Erklärung diesen beiden Staaten gegenüber abgegeben wurde, daß die fiscalischen Interessen, welche die Regierungen zum Fernbleiben vom Eongresse oeranlaßlen, nach allen Richtungen hin werden gewahrt werden. Die legitimistischen Journale in Frankreich repro-ducleren mit Befriedigung den Artikel de« ..Iornal de Paris", welcher über die Bedeutung des Befuches in Frohsdorf »usschluß gibt und erklärt, daß die Prinzen von Orleans vor dem Grafen von Ehambord auf jeden Anspruch auf den Thron Verzicht gtleistet. — Das »Pari« Journal" und ,,«fsembl6c Nationale" constalleren dle Uebereinstimmung aller Fractionen der Assemvl6e-majorität auf Grund der Annäherung beider Llmen der l Vourbonen. Man versichert, die spanische Regierung erachtet eine Amnestie sür für inopportun. — Die Marineoffiziere sind nach Alicante zurückgekehrt. Die Preußen weigerten ihnen die Rückgabe der Fregatten, obwohl sie die Behörden von Nlicante aufgefordert hallen, dieselben in Besitz zu nehmen. Es hat den Anschein, als hüllen die Preußen neue Il'struclionen von Berlin elhallen. Die Fregatte «Earmen" ist von Ferrol nach Nllcante abgegangen. — Alle Insurgenleu der galicischen Bataillone sind mit Ausnahme von etwa 40 Mann, die in Esculquiera verblieben, nach Portugal übcrgtlrelen. Nachdem die griechische Kammer alle Gesltz-vorlagen erledigt hatte, wurde die diesjährige Session geschlossen. Nach der Einnahme von Khiwa wurde die Garnison in den russischen Stlppen vermindert und mit der l Zerstörung der Befestigung von Tschctlschlar die Slatlo« j»n der »trel.Linie aufgehoben. Die Post von Khiwa 'nach Klibtsli wird in nrun Tagcn dlsorgt Da« Deta-l chement von Man^yschlal oertüßl am lü. UugUsl º- ^' Khiwa. Der Bruder de« Khans von Khiwa begab sich mit 800 Kameelen der lhlwanischen Armee zur Messe !oon Nlschnij.Nooyorod nach Kirdesli. Wiener Weltausstellung 1873. Internationaler medizinischer Congreß in Wien. (Unter dem Proteclorate Sr. lais. Hoheit de« Herrn Erzherzog Rainer. - Sieh Programm Nr. 83.) Einladung zur Theilnahme. Das Präsidium des dritten internationalen medizinischen Eongresses ladet die Nerzte und Naturforscher des In- und Auslandes zu dem genannten, vom 1. bis l 8. September in Wien tagenden Kongresse freundlichst ein. ' «seuillellin. Die Alpen in der Weltausstellung. Alle sronlünder de« Reiches, welche am rechten Ufer der Donau in der Strecke von Passau bis zur Save.Mündung liegen, und zwar dergestalt, daß letzterer Fluh mit der Kulpa in der Richtung gegen Flume die Südirenz« bildet, sind erfüllt von den Alpen und deren RuSlüusern. Ueber 1100 Quaoratmellen unsere» Reiche« werden^ von den Alpen oed«ckt. d,e auf einer Basis von 2000 Fuß l,eg«n und ihre höchste Spitze im Orller. 12 390 Fuß, erreichen. Dre« Vereine: der österreichische Alpenoer-«in. der deu'sche «lpenoerein und der österreichische Tou-riftenklub, s,tz,tn e« sich zur lohnenden Aufgabe, die tovoarapyische Kenntnis der Alpen jedermann, der sicl, dafür inleresstcrt. zugänglich zu machen. Daß die «lp'n. die doch einen bedeutenden Theil Oesterreich« «inmhmn». auf der Weltausstellung rühmlich Vlrtreten fein würden, war jeder «lpenforscher. Tourist und Freund unserer herrlichen »lpennalur vollkommen Überzeugt. »der nur darüber »« man im Zweifel, welcher der drei Vereine oder welch« Plioalpelson die immerhin nicht uneiholichen Ausslellungeloslen zu trauen gesonnen sei - diese« Rälhsel ist nun gelöet. indem der für die ö„er. re,'szen, Wettermantel, Kunitz au« Wien. — El«v,ckel, Bergstock. SicheihlilSgurte, Ruckiack. Lift aus Wien, — Fleifcheflracte ll., Viebig aus Wien, — Tour,ftentafche, Ezutera. VeHer, Voferl a»,S Wien. — Anlroid. Fernrohre. Feldstecher. Taschen-Barometer und Thermometer. Eompaß m»t Sonnenuhr, Schneebrillen, Neuhöfer au« Wien, — Kautschuk.Mäntel mit und ohne Kapuze, mit und ohne Tasche, Paglt au« Wien, — Olycerin zu Gesicht, und Handeinre bungen und zur Bewahrung de« Sonnenbrandes, Sarg au« Wien. — Eieplckel (Lystem Stüdl) samml Stiel. Scheid aus Prag, — Schneereife und Gliedereisen. Thalner au« Hirschwana. — Vundschuhschmiere, Thierina au« Wien, — Taschen.hangematle, Sicherheitosell, 20 Klafter lang, gemhter Rucksack, Peyl aus Wien, — Gemstopf, Nuerhahn in Val^ Oem«lºpf'Slelet, Karner au« Ofchöder. — Wäsche. Knotz aus Wien, — Grün« Ttlümpfe. ^. Kertsch au« Klnoberg. ^ Plaid sammt Nlemm. Mauser au« Wien, — und grüne Hüte. Gem«. bc.rt. Schildhahnstoh, ^utz au« Wien. — Besonder« be« mtllenslverlh sind auch die silpositionen der ssrau-n: M Ketsch. (K'ibb'sa», on 0«, m^ksam gemacht halim (K.gft. Ztg^ 199? Vei der Nichtigkeit uuo Tragweite der zur Ver. Handlung gelangenden Fragen da:, wohl auf eine reg« Thetlnahme von Seiten der Aerzle und Naturforscher aller Länder gerechnet werdm. Mitglieder des Congresses sind (nach § 2 des Sta« tut«) die Delegierten k Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags geöffnet. . Die feierliche Eröffnung oeS internationalen medi» zmischen Eongrlsses findet am 1. Slplembcr 10 Uhr voimlltags ,m Iulüvavillon der Weltausstellung statt. Der Congieß der deutschen Voltswirthe trat am 10. d. in Wien zusammen. Dieser Vclsamm. lung gehören die auegezeichlictcsten praktische,, Aollswirlhe Deutschland und Oesterreiche und zahlreiche, sehr geachtete Theoretiker be«der «ander an. und sein diesmaliger Zusammentreten wird, wie sein blsherigeö Wiiken. zwei» fellos wieder von den günstigsten Folgen für die Volks« tvlrthschaft und die Entwicklung dcr nationalölonomi. schen Theorie begleitet sein. Kennern dieser letztcill wird nicht unbekannt sein, daß die Tendenz, welche d,r Eon« greß deutscher Boltswirlhe vertritt, die so^nannlc frei» hündlerische «st. Indes gilt diese Äezeichnu,ig nllr "le Mi-« ,»ro wto. Der Freihandel ist nur das Van-"tr, um welches der Eongreß sich schart: seiner allgemei« l'en Tendenz nach strebt der Eongreß deutscher Volkswirlhe n>>ce nach der Verwirklichung der unlieschsimlttn Vc» ^Ütigung der individuellen Freiheit auf dem ^inete der ""llswirthschafl, und man könnte denselben — um einer "ndcr.li Frage zu gedenken — eben so gut als einen "ol'gltß von Anhängern der Selbsthilfe in der Arbeiter« 'lag« lc. bezeichnen. Bekannlllch ist es gerade die letztere Frage, welche "««n großen, meist dem Oelehrtenstanbe angehörlgen ^ytil der deutschen Volkswirt«,« (die sogenannten Elhiler, zuweise auch die Kachcoersociallsten genannt) von dem ^"U"sse deutscher Volkswirlhe fern hält und sie veran. "«l hat, in einem besonderen Kongresse, der da« erste " ln Eisenach tagte, diefcn Vereinlgungspunlt für ihre lsirebungen zu suchen. D.ese Spaltung im Schoß oelm^wn Nationalökonomie kann dem Conaresse ns ^"^º"«w.rlhe indes nichts an Vedculuna rauben. Ve . l.. ..7 >a durchaus praktische Fragen sind, HagesneuüKeiten. — Wiener Vlätler melden: Die kaiserliche Fawilie nimmt demnächst ihren Aufenthalt in Ischl. II. lais. Hoheiten Kronprinz Rudolf und die durchlauchtigste ssra» Erzherzogin Valerie sind bereit« daselbst eingetroffen. Ihre Majestät die Kaiserin werden sich binnen kurzem dahin begeben. Se. Majestät der Kaiser wnden Mitt. woch ten 13. d. in Ischl einlicffen und 10 bis 12 Tage in dem reizenden Kurort? derweilen. Den Geburlstag (1«. August) bringt Se. Majestät wie alljährlich im Kreise der Familie zu. Wie es heißt, werben Se. Maj. von Ischl au« den Kaiser Wilhelm im Vade Gastein mit'' eine« Besuche beehren. , — (Se. Efcellenz Graf Neust), vfterrei., chischer Botschafter in London, ist in Wien eingetroffen. — (Von der Weltausstellung.) Dem Ver.! nehmen nach hat über Antrag der Specialjury der Prä-sidenlenralh der Jury für die Weltausstellung der lriester Handelskammer für ihre Ausstellung de« Welthandel« das Ehrendiplo« zuerkannt. — (Die Zeitschrift „der Wanderer") foll nach Bericht mehrerer wiener Walter am 18. d. M. zu erfcheinen auft öien. Das Redaction«, und Ndministralions» perfonale erhält am 21. d. eine Entschädigungssumme von 25.000 ft. — (Große Feuers brunft.) Am 7. b. brach in bei Stadt Watthofen an der Thaya in Nieberösterreich ein Brand aus, welcher, begünstigt durch den herrschenden Sturm, eine solche Ausdehnuna gewann, daß von den 300 Häusern dieser Stadt 27b niedergebrannl sind. — (Aus den Bädern.) Bis zum 1. b. zählte Karlsbad 15.400, Tepllh «400, Marienbad 7300, Fran» zensbad 6500, Iohannisbad 1400. Krapino-Töplitz 1300, Gleichenberg 2700 Kurgäste. ^iocales. Aus,«,, j aus dem Protokolle Über dre ordentliche Sitzung des l. l. Landes-l3chnlrathee für Krain in Laibach am 24. Juli 1873 unter dem Vorsitze des Herrn l. l. ^andeeprasidenlen Alexander Glasen Auersperg in Anwesenheit von 7 Mitgliedern. lSchluh.) XIII. Ueber die Vorschläge mehrerer Vezirlsschul. rälhc detrne« de« l, l. Bezirleschnlralhe«. Ja Hinsicht der Berufung eine« ärztlichen Fachmanne« al« Co««lsston».> glied sei bei dem angedeuteten Anstände auf d« Zweck» mäßigleU der Berufung de» betreffenden l f. Beznl»alzle» aufmerlfa« zu «achen, welche in Hinblick auf der tz 7 de» Gesetzes vom 30> April 1»70, Z. 68 R. <». Vl., ohnehin at« ständiges Sanilälsorgan der betreffenden Bezirke auzu» sehen ist. X VII. Der Befund des zur Erhebung m betreff der «uefUhrung des Schulbaue« in Rnbnlt abgeordneten Ingenieur» wird dem Vezirtsschulrathe zur weiter» Ver. sügung an da« VauconM behufs der ungesäumte» voll-ständigen und genauen Durchführung der Eraünznna»' «d Nbänderungsanträge milgelheilt. XVIII. Da« Ma'jeftiil«gesuch der Witwe eme« supplierenden Zeichenlehrer« wild de» h. Ministerium für Cultu« und Unterricht vorgeleal XIX. Ein «u«lvel^ bei vorliegenden Gcioau«. !hils«gesuche «ehrere» Vollsschullehrer nnrd dem lrai» 1298 nihhen LandesaussHnsse mit de» Ansuchen u« Zustimmung zur Verwendung des sich beim Gesammtvoranschlage des Normalschuleijordernisse« pro 1873 ergebenden Überschusses zur Deckung des Mehrerfordernisses auf der Rubril: ^Re-munerationen und Aushilfen" milgetheilt. — (Lehrergehalts.Erhöhung.) Der Ge.^ «eiuderath der Stadt Gotisch« fa^le den löblichen Veschlnß. die Gehalte der Lehrer an der dortigen Vollsschule vom 1. Oktober l. I. angefangen m der Höhe von 600, 500, »nd 400 fi, flüssig zu machen. — (Der Jahresbericht der t. l. vierllas' sigen Werl«.Volksschule in Idria) enthüll an erster Stelle einen gedrängten geschichtlichen Abritz der idria« ner Volksschule au« der Feder des Leiters und Katecheten der Anstalt Ioh. Iuvan. Daraus erfahren wir, daß diese Schul« ihre elfte Gründung der Reformation verdankt, die in der zweiten Mf« des 16. Jahrhunderts auch nach Krain vorgedrungen war. Die Schule war eine sogenannte evan, gelische Schule, die in der Zeit vom Jahre 1581 bis 1596 vo« Lehrer Hans Hofer und später von Petrus Gallus geleilet wurde. Den Charakter einer eoangtlischen Anstalt trug die Schule 27 Jahre. Im Jahre 1603 wurde wie. der die Schule einem katholischen Lehrer übergeben, von da ab vegetierte die Schule nolhdülftig fort, bis mit Maria Theresia und Kaiser Josef eme neue Epoche über fester« reich hereinbrach. Mit einem Hoferlasse vom 22, Mai 1777 schuf die Kaiserin die idrianer Schule in eme Hauptschule »» mit drei Klassen und bestellte daselbst emen Direclor. einen Katecheten und drei Lehrer, stellte später auch eine Lehrerin fUr die werblichen Handarbeiten, so wie einen eigenen Lehrer für Musit an. Neben dieser Hauplschule bestand vom Jahre 1784 bis 1797 eine Art Umergyinnafium mit drei Klassen. Später wuioe durch eifrige Geistliche zeit« »eise Privatunterricht für die untern Gymnasialllassen erlheilt nnd auf diese Art manchem jungen Talente der Weg zur roei» lern Ausbildung gebahnt. Zur Zeit der französischen Per« »allung wurde an die Voltsschule ;u Idria ein technischer lehrcurs anqefchlossen, un« dem Bergwerke besser ausqebil» dele Acbeuer und AuNrher zu verschaffen, so daß z. B. im Echuljahce 1811 — 12 die Schule zu Idria aus vier Knaben» Nassen mit 230 Schülern, zwei Klassen des technischen Lehr» culjes mit 16 Zöglingen, ;wei Mäechenllassen mit 45 EchMerinnen bestand über zwölf männliche und zwei weib» liche L'ht'äfle verfugte. Vom Jahre 1853—1865 treffen »ir in Idria neben der vierllassigen Hauptschule einen pädagogischen Lehrcurs, aus welchem im ganzen 130 Boltsschullehrer hervorgingen. Nachdem die Präparandie aufgchoden worden, blieb daseldst noch eine vierilalsige Haupischule, welche nach den neuen Nestimmungen eine vierllassige Voltsschule, und weil die l. l. Berywerlsdirec« tion die Kosten der Erhaltung trägt, Werls»«ollaschule genannt w»t0. An der Schule zu Idria haben auch mehrere Männer von belannleren Namen ihre erste Ausbildung ge< ncssen; so Karl Graf von Inzaghi. der bis zum Jahre 1847 österreichischer Minister und Kanzler für die innern Xslchs.-eschäfle war. Sein Paler war Bergralh und Werls» vorstand in Idria gewesen (1764 — 1791). Anton Kauö, <^, ein Beamtensohn aus Idtia, hatte unter der französischen Herrschaft den bischöflichen Stuhl in Laibach inne. Anton Alvi« Wolf, ebenfalls Beamte»tcnfohn von Idria, von 1824 — 1859 Fürstbischof von Laibach, hat sich um seine Vaterstadt durch Schenkungen und milde Stiftungen ebenso »ie um das Land Krain verdient gemacht. Endlich der gelehrte Botaniker Franz Hladnil, der Gründer de« botanischen Garten« ur.o lange Jahre Präsect des Gymnasiums in Laibach, gest. 1844. Nach den Echnlnachrichten wirk» len an der Werlsvoltsschule 11 Lehrkräfte, worunter drei Lehrerinnen. Die Welltagsschule wurde von 470 Kindern besucht, wovon 284 Knaben und 186 Mädchen; die Wie» derholungsichule vcn 65 Knaben und 77 Mädchen; die gewerbliche Fortbildungsschule i Zeichenschule) von 15 Echü« lern; im ganzen genossen ü« der Anstalt 627 Schüler den Unterricht. — (Gin Geisteskranker) entwich am 9. d. au« der Irienablhe,lung des hiesigen Civilspuale«. — (Unglücksfall.) Am 7. d. M. brschlen die Pferdehändler Stefan Mauriö und An on Eet aus Hruiica, Vezitl Caftelnouvo in Iftrien, au« Kroatien über Rann 26 StUck zusammengekaufte Pferde und 2 Fohlen naä,, Landftraß, Bezirk Gurlfeld. Line der über den Gurtfluß führenden Brücken war eben in der Reparatur begriffen. Diese im trunkenen Zuftaude befindlichen zwei Pferdehändler wollten die luize Frist von einer halben Stunde, in der die Brücke wieder fahrbar hergestellt gewesen wäre, nicht abwarten; Anton Cet schwang sich auf das vorderste Pferd, koppelte die übrigen Pferde an Schweifen und Mähnen zusammen und ritt ungeachtet der an ihn ergangenen Warnung »n den Fluß, stürzte au einer liefen Stelle vom Pferde in den Fluß und ertrank. Von den 28 StUck Pferden ertranken 23 und durch Zerschneiden der Sltile gelang es, 5 Pferde zu retten; 16 Stück gehörten dem Mauric, 7 Slück dem Eel. Der Leichnam des Tel und die 23 ertrunkenen Pferde im Werthe von 1400 st. wurden aus dem Flusse geholt, die Leiche des d Hosen a. d. Thaya, welche abgebrannt »st, 4(X)0 fl. zu spenden «truhl. Wien, 12. August. 2 Ubr. Schlußcurse: Credit 238, Anglo 201'/,. Union !52. Francobant 86'/,. Handelsbank 120. Bereinsbanl 61'/,, Hypothllaritnlcn. dank 61, allgemlille Vlluqefellschaft 120, wiener Vau« dank 139. Unionbaubant 80'/,. Wcchslerbaubanl 26. Vrigiltlnauer 45. Staatsbahn 336. Lomvatden 186. 3cst. Velluno, 11. August. Hier sowie in Visome, iUpayo, Eangllivne und Iorlogna wurde ein bedeutendes Erdbeben verspürt. Der Schaden izl bedeutend, wenigc Gebäude sind unversehrt «.eoitben. Zum Glücke ist llin Mtnschlnvtllust zu beklag. Madrid, 11. August. Eotilreras an der Spitze von 2000 Insurgenten und mit 2 Kanonen marschierte auf Madrid zu. Die Regierung schickte ihm eine Ao-lhcilung von 1000 Mann entgegen, welche seine Truppe schlug und zu die Flucht jagte. 400 Insurgenten wui' den gefangen genommen und die Kanonen und viel Kriegs« Material blieben der Regierung in den Händen. Man glaubt, den Truppen, welche EonlreraS verfolgen, werde es geling«, ihn aufzufinden. Telegrafischer Wechselkurs von 12. Nugust. Pav'er-Rtntf 68 90. - Sllber.-Rent, 73 1b - 1860t, Gta«t«-«nlehm 102—. «anl-Ätien 367. — «irebit-Actien 238 5 > - London IIOH). - Silber 106--. — K. t. M»N"D,,-catf». - Napoleoned'or 886, Kandel und Volliswirtljschajtliches. Vei der ersten allgemeinen Verficht rungsbanl „GlovenßI»" in Laibach ergaben sich mit Schluß der zuletzt abgelaufenen zwei Monate bei der Feuerabtheilung folaende Resultate, und zwar I. Ende Juni: Zahl der Policen 6870; Versicherungen: Kapital 27.622,331 fl.; Piännen: bar 116.619 fl. 40 lr.. in Wechseln 138,135 fl. 97 kr, zusammen 254,755 fl. 37 kr.; hieoon entfallt an Ttorno und Rückdeckung: Kapital 4 9 l6,189 fl.; Prä^ wien: bar 24 707 fl. 62 fr., in Wechseln 50.019 ft. 14 kr.; blecht Prämie für eigene Rechnung: in bareM 91.911 si. 78 lr.. in Wechseln 86,116 ft. 57 kr., zusam-180.028 fi. 35 lr. — li. Ende Juli: Zahl der Po-llzzen 8000; Versicherungen: Kapital 30.941,247 fi.; Prämien: bar 132,016 fl. 30 lr., in Wechseln 154.397 ft. 88 lr., zusammen 266,414 fi. 18 lr.; hievon entfällt an Storno und Ruckoeckung: Kapital b.658,942 fl.; Prämien : bar 29,229 fl. 70 lr., in Wechseln 56.385 fl. 42 lr.; bleibt Prämie für eigene Rechnung: in barem 102.786 ft. 56 kr., in Wechseln 98,012 fl. 46 lr., zusammen 200,799 fl. 2 lr.; es zeigt sich somit im Verlause des Monat« Juli l. I. ein erfreulicher Zuwachs von: Polizzen 1130; Versicherungen : Kapital 3 318.966 fl.; Prämien : bar 15.396 fl. 90 lr., in Wechseln 16,261 fl. 91 lr.. zusammen 31,658 fl. 71 lr.; an Storno und Ruckdeckung: Kapital 742.753 si.; Prämien: bar 4522 fl. 12 lc.. in Wechseln 6366 fl. 2lr.; Prämie für eigene Rechnung: bar 10,874 fl. 78 lr., in Wechseln 9895'fl. 89 lr., zusammen 20,770 st. 67 lr. Angekommene Fremde. Nm 11. August »o»^> »<»««t RVl^n. Aldflosch und Potronovil, Litta,. -Vreitscknrider. kfm.. »md Lalller, Kfm.. Wien. - Ehrenreich, Gutsbesitzer, Ponuvitsch. - Veer, Kfm,, Wien. - «neust. Sud« bahllinspectoi, «gram. - Emmermann, «fm,, geih. «»»«> ^>«l»n«. vanchara. Kfm.. München. - hamlijch, Kfm., Wien. — Dolenz, Trieft, — Dietrich, l. l. Hauptmann, und Seeber. Handelsm., Wien. — Glaser, private, und Frau Tomasini, Fiume. «««<»> ««^»p«». Stolen. — Dr. Vorschle, l. l. Professor, und Mayrr. Student, Wien. — v. Frillen, Privatier, Graz. — Verstner, Stuoellt, Wien. X,««M«>^ ^«n tt««t«>'>'«>^«>. Klllszinz, Marburg, -Mledanil Theresa, und Veruil Annette. Vuccari. - Ritter, Ulldbauer. -»»«'»,««' «««s. Luschner, Ingenieur der Slldbahndirec-tion, Wien. I?«»»,n«'«. Miheuz. kaibach. — Iungh, Neamte, Wien. Varitevich. l l. Oberlieutenant. Pola. - v. Baulosel, Holz« l hälldler. Pest. - Fermenz, Buchbinder, Marburg. - Kühler, Hopftnhändler, Vshmen. — Supaniit, Marburg. Meteorologische Neahachwttgeu ill Laibach. '3 'ni Hz "^....."?". 5isz ^ " 3 ! «ZI IG « .. ^ 3«i 6U.Mg 739,. .l.11.^ O. schwach halbheiter 12. 2 .. N. 7»8ia I 215. O. mäßig schwach bew. ftº« Xagesmiltel der Wärme ^- 15^' UM 3 l» unter dem Vtormale. Hjitllutmnril'chfi Redacleur 7 I«»«, - ' 1> Tiefbetriibten Herzens gebe« wir unfern Verwand ten. ssreilnden und Vetaunten die trauriqe Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unser« innigst geliebte Tochter, beziehungsweise Schwester s e r t h a im 11. Lebensjahre nach lurzem und schmerzvollem Leiden heute vormittags um N Uhr in ein besseres Jenseits abzuberufen. Die Bestattung der theueru Dahingeschiedenen findet Mittwoch den 13. August d. I. nachmittag« um fünf Uhr. vom Hause Sternallee Uir, 2.'l statt. Die heil, Seelenmessr« werden in der Pfarrlirchc zu Maria «erliindigung gelesen. Die theure Verblichene wird dem freundlichen An denlen empfohlen, Laibach, am li. August 1873, Carl und Anna Tambornino. als Eltern. Äosef. Carl, Anna. Adolf und Julius. als Geschwister. iN,x,s.'l,«^i<-»,e «"'«>«. 1,. Axgust Die Vmagst,Urse nahm einen sehr gllnstigm Verlauf. Iilugere Vanleffecten so wie einzelne Induftriepapiere waren sehr beliebt und erböblen ^ , >, « « »^,«. O,ld Wo« «ºi» ) ,«^.. (.....6«?0 6S80 »lbnur-j """ (.....68 70 65 80 »p«". )«'ld.rrent« 7,^0 73 40 e«^«. 18«9 ... -.- -.-. " ^ . .. ' . 9^.- 9250 » ^.......10« 25 10275 " !A0z» 100 st- . . . ^^ ^^^ " ^^".......l4c>— ?4l — Oomilnen'Pfandh^eD, . . . 119 50 !«0 — S'ebenburgen s ^1 . . ?b._ ?b 75 Nnaarn 1 » .' - '?.- ?». Dona,« «sgulierung«.?ofe. . 97.— 97 50 U«g E,senl,ahn-«nl..... 9?.s<> W._- Una Pi«nlehen . . Kb80 Ltz.20 «ctie« von «««ke». seid »«« «««,« «»«, . 19750 I9U.50 ^ , anftol» «45— ^ü<» — »eld «»««. «lreditllnstalt. un,«r.....1»6- 138 — Depoftleubllnl......ds, — b9.— Oscompleanftalt......99<1.- — — Franco-Vant......8« — 85 — > Handelsbank.......12<'.— 122.— Lilnderl-anlenverein.....12k.— 13«».— N»!,ºnaldai'l......568— 97z _ Oefterr. allg Vºnl .... 1<3— 144. Oefterr. Vanlgesellfch«ft . . . 201.- 2<8 - Umonbaut.......151.75 152 2b «er»iu«bunl.......60.- U)50 V«lehr«banl.......l49.— 150 — «etieu Von H»«»«p»»t Unt««eh, m»ngen. Selb »«« «lfllld-«ahn.......15350 ,5450 »»H.Lubwig-Vahn.....22!.— «21.50 Donau-DamPfschifi..Vesellfchaft 578— 580. .> «l^beth-Westbahu.....216 50 217H) «l'wdllh.V^hn (X»z-«nb»eifer ^St««l,).......i9i _ l92 _ Ferdinand.««Hk«z„ 2070 - «l 80 — "^w ^ ' 217. 2l8- t«" ' 13Ä.- l4<>- «eld War« eloyd'Hesellsch.......^99.^ 500._ Oefterr. sioldwtfibahn ... 2<>s».— 2s.6.— «udolfs'Vahn . . , , . IK9.— 16« - Si^alebahn.......gtz5__. gg«..- Sudbatm........lxg. 187.— Ihe,ß-V«lhn.......204.— 205.— Ungarische Norboftbahn . . .120.-12!. Uugansche Oftbahn .... 74 — 74.50 Ir«»way.<»tsellsch......270.— 27«.- Pfandbriefe. »llgem. »»err. Vobencredll . . 100— 100.50 dt«. in 33 Jahren 87— 87.50 Nlllionalbant ö. W.....90.80 91.— Un«. Vodencredtt.....81— 81.50 «prioritäiten. ! «llfabeth-V. I. Vm. . . . . 95.25 95 75 Ferd.-Norbb. «......106— 106.25 ftrau,-Iºseph-«......1lH 2.^ I03.t>0 Oal Karl-Ludwia.«., 1. «». . 102 50 108 — OeNerr ?il,ll>w,ft,«.....101.75 102 — «« - 86 2b ! G'lt, s5 ,«lldbºhn ^3',......il)9.75 1'^ , Stldbahn. Von» . , 22«) 2^ Unz. Oftbahn......K9H) 6s>" Vrivatlosf. «redit-r..... ,«0 „ illl.^ «ubolfe-k.....' ' /z„ 1^ Wechsel. ^, «?«">"»........9320 M 3«'lwn........ftZ60 M Ha» l»nr,........54 60 "'o zº'?ºu........III. lUgg «eltzsorten. «eld O»" p. N«»ten . .5 st. ^il tr. 5 st- A. , ^apoleonso'or . . 8 » 86 » s - ^'., Preuß. «afsenscheine 1 ^ 66 ^ l ^ ss. «llier ... 10b ^ 7b ^ 106 . l" ^ kra,»!>cht Äillndlllllafiuuge.OvKgallone^ Prioutullturnn,: Geld 8360, «Hart l"^