LMllcherMMtllng. ^— I^D/? Plänumeratlonsprei»: Im ilomptolr ganzj. ^»". >^>H n.i». !).,l>>!. n.5.s,!>. Für di».Zustellung ills Hau« Dienstag l 7. August 2nl««tl on»««b«l)« bls lu Zeilen: imlll 6U ll.. -»^/»F^ üm.«olr..3m., N.:i°nstpi.^eile,m.l!tr.,z!u,.»ll,, > ^tzN!? Amtlicher Theil. .,. ^e. l. und k. Apostolische Majestät haben mit ^"höchster Entschließung vom 22. Juli d. I. über ^"llllg des Reichskanzlers, Ministers des leserliche«, ^uses und dcS Acußcrn, die Erhebung der bisherigen ^sularagentic in Bristol ^u einem unbcsoldctcn Pice-°"sl!late allergnädiast zn gcuchmigcn nnd den Handels-?'" Charles Hill in Bristol znm unlicsoldclen ^"consul daselbst 'mit dem Rechte zum Bezngc der "'lmaßi^n Eonsulargebührcn huldreichst zu ernennen °^»l>t. °,, Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit "»höchster Entschließung vom 20. Juli d. I. über ^ag des Reichskanzler?, Ministers des kaiserliche» ^>scg u„d <,^ Acnßern, die von dcm bisherigen Ho« °l°'col!sul für Capstadt Julius Mo sent Hal nach- ° Illchtc Ei^hcbunss von den ihm übertragenen Consular' ^cliolicl! allcrgoädigst zu genehmigen und an dcssci, ^^llc den Handelsmann William Anderson in der ^ ^""' unbcsoldetcn Consul daselbst mit dcm k/l^' ^"" Äezugc der tarifmäßigen Cousulargcbiihrei' eichst zu e»ucnucn sseruht. z,,, Ee. f i,„d f. Apostolische Majestät haben mil ^'hiichslcr Einschließung vom 10, August d. I. dcn ^, "^ahsabgeordnctcn und Bürgermeister der Reichs-i»w ' ""^ Residenzstadt Wien Dr. Cajetan Felder ^ Elcllvcrlrctcr deS ^andmarschalls von Niederöslrr-"> z„ ^,. ^jlnng des Landtages allersinädigst zu er Nichtamtlicher Theil. ^ ^lis Anlaß der bevorstehenden Geburtstagsfeier ^'Majestät unseres allcrgnädigstcn Kaisers wurde i^. großmüthigen Spenden den edlen Gebern der ^ Dank hicmit öffentlich abgestattet wird. ^dtmagistrat Laibach, am !0. Angust l809. Der Bürgermeister: Dr. Josef Suppau m. z). MnMschc Stimmen übcr Vcstcrrcich. Die „Palric" kommt neuerdings auf deutsche uud österreichische Angelegenheiten mit dcm Bemerken zn sprechen, daß sie die interessantesten dcS TagcS seien, Sie betont, daß in der tranSlcithanischen wie in der cislei-lhanischeu Delegation der Politik des Herrn v. Bcust die herzlichste Zustimmung zu Theil geworden. Der Reichskanzler habe die Entrüstung gewisser Blätter gegen die Veröffentlichung dcS Rothbnchs sehr gut erklärt. Dem Grolle gcgcu die Publication überhaupt sci ein Angriff auf die in ihr enthaltenen politifchcn Gedanken nachgefolgt, die man zu entstellen beliebt habe. Den Vorwurf der Einmischuug in die deutschen Angelegenheiten habe der Redner siegreich widerlegt uud mit großer Gc wandtheit auf dcn offenbaren Widerspruch hingewiesen, dessen sich diejenigen schuldig machten, die einerseits behaupteten, daß Oesterreich seit dcm Präger Frieden sich iu keiner Weise mit Deutschland zu beschäftigen habe, und anderseits fordern, daß cö keine Allianz mit irgendeinem Staate schließen dürfe. Herr v. Bcnst habe auch nachgewiesen, wie unbegründet dcr Vorwurf seiner angcb-lichen Eutfcruuug von Preußen sei. Er habe im Gegentheil sich Preußen in der Ansicht zu nähren gesucht, daß eine solche Allianz eine überaus natürliche sci; derartige Combinationen könnten jedoch nnr langsam zu Stande tommcu. Schließlich habe der Reichskanzler nicht angc stunden, seiner Sympathie für Frankreich Ausdrnck in einer dnrch Würde und Schonung bemcrlcnswcrthcn Weife ;u verleiben. Denselben Gegenstand besprechend sagt die „Union", daß die ganze politische Situation der österreichisch-ungarischen Monarchic, osfieiellc Erklärungen erheischt habe. Eine sehr schwierige Aufgabe, die der Reichskanzler mit Geschick zu erledigen verstanden habe; seine Sprache trage dcn Stempel der Mäßigung, gleichzeitig aber auch dcu der Offenheit; sie lasse völlig freie Haud für die Zukunft und nicht ohne Grund sci schließlich gesagt worden, daß die besten Allianzen für Oesterreich diejenigen scicn, die eS in scincni Innern finde. Der „Monitcur" hebt besonders jene Stellen der in der Delegation des ReichSralhS gehaltenen Äcust'schcn Rede hervor, in der von der zwischen Oesterreich und Frankreich obwaltenden Sympathie und von dcn freund» lichcn Gesinnungen des letzteren Staates für alle der österreichisch-ungarischen Monarchie angehörenden Völkerschaften - weil fic eben Oesterreich angehören die Rede ist. Auf die zwischen Oesterreich und Frankreich bestehenden Beziehungen wiederholt zurückkommend, sagt der „Constitutionnel" von der erwähnten Beust'schen Rede: „Abgesehen vom englischen Parlamente und von seltenen Anlässen hat nie ein auswärtiges Parlament von der Ministcrbank anS so gerechte und freundliche Worte im Hinblick auf Frankreich vernommen. Herr o. Acnst brauchte nicht für cinc österreichisch ^ französische Allianz zn plaidircn, und zwar auS dem einfachen Grunde, weil dicse Allianz eben nicht existirt, und auch gar nicht uoth-thnt, insofcrnc von einem Allian^vcrtragc die Rede sein soll. Zwei Beweggründe können die Annäherung der Nationen veranlassen; die Identität der Interessen nnd die Identität politischer Institutionen. Oft können Interessen allein die Annäherung erzeugen; mit Institutionen allein muß dies nicht nothwendig der Fall sei»; wo aber beide Elemente vorhanden sind, ergibt sich cin scstcS und aufrichtiges Freund' schuftsband. Herr v. Bcust hat also vollständig wahr gesprochen als er erklärte, daß Frankreichs Sympathie für Oesterreich, sich nicht nnr auf dem Gebiete gemeinsamer Interessen im Orient kundgegeben, sondern daß sie ihren Ursprung anch in der Befriedigung habe, welche die öffentliche Meinung in Frankreich empfinde, seitdem das ncnc Oesterreich sich ohne Unterschied ans alle Racen sticht und Allen Gerechtigkeit widerfahren läßt. Racenoorurthcilc seien dcn Franzosen von jeher fremd gcwefcn; Frankreich habe von jeher die Emancipation nnd die intellektuelle Entwicklnng aller Nationen, der Deutschen, Slaucn, Rumänen, Mayarcn gewünscht. Oesterreichs Mission liegt vorzugsweise in dcr Mitwirkung au dicscm civilisalorischcn Werke und der Beistand Frankreichs ist ihm in dicscr Richtnng gesichert. Kein staatsintcressc stellt sich zwischen die beiden Kaiserreiche; bcidc verfolgen cincn crhabcncn Zweck, dcn nämlich, die Herrschaft dcs Fricdcns, der Freiheit. dcS Wohlstandes auf dem Continent ,zur Geltung zu bringen. Die Festigkeit derartiger moralischer Bande kann durch keinen Allianzucrtrag irgendwie gesteigert werden. Herr v. Benst hat dicsc Gcdanken in beredter Weise ausgedrückt und seine Rede wird bei nns mit denselben Empfindungen aufgenommen werden, wie sie dcn österreichischen Staatsmann begeistert halicn." Dcr „National" nennt den Grasen Bcust den Löwen des Tages, dcn man angreife, weil er ohne Hinter' gcdanlcn seine Politik auösvrcchc nnd die Bahn der Enthüllungen eröffnet habe. ,,^a Presse" sagt non seiner Rede, daß ihr die für Frankreich ausgedrückten Sym-pathien und dic würdevolle Vertheidigung der Interessen der österreichisch-uugarischcu Monarchic eine nngcmcin große Tragweite geben. Dcr „Pcuplc fram/ais" zollt dcr Anschauung des Fmilll'llM. Die Liebe M den Alpen. AuS dcm Ellglischcn. (Schluß.) ^'lcrl,A^ cs ist nicht recht, ausschließlich bei dem bloßen ^iihl^. 'blick schweizerischer Naturschönheit zu verweilen, ^chei! »^ ^ ^^ heilere Scenen gibt, von denen man ^Vllm ' ^^ Sonnenlicht und die Frische und °c« I """ der Alpenwiesen machen mehr als die Hälfte ^ ci. ? m ^ Schweiz ans. Neulich durchstreiften ?>>tr ^" ^t>egrund. Col dc Checruit geuaunt, hoch '" seiner s ^" Eormaycur, wo dcr Frühling noch ^ ülicr s. " ^slhe prangte. Sinfcnweisc klommen > gewä l '^ Straßen, heiße Felder, wo das GraS ^genso, '"°""' "ar, uuter dem feurigcu ^icht dcr f'lhk,, ,,, ^u ^üftcheu regte sich und dic schweren K '" wn ^ ">. ^'°bm auf ihren Klippen, als ob sie ^ gibt ni^.' ^"llM dcn Zutritt vcrwchrcn wollten, «c en«, n ""'ckcndcrcs. als dicsc versengten Ab-Minden ^Walten, eingeschlossen von Wäldern und i^lcn und ""? ^"^lh erweiterte sich das Thal, die b< '"em wei^ ' ""schwanden und wir befanden uns ll '"l Wast !'''^^'""' Halbkreis sammtwcichcr Wiesen. (^ N'ese ' t?^°""" ungestüm darüber hcrgcrannt, >>>^wun,,.Ä''^pfeuo. zwischen den Blättern dcr 3^'" ""belnd gcM. ihre dichten Büschel, di ^"d °>, ^i°"'u das ..Gras vorBlun.cn seh'n." l e^!"""e.''d, ^"' das käuten der Knhglocken und »vi V^beit sa. „.7 ^"' l"e cmander znricfen oder bei ^°^r llon ?. ' )"uber nnd hinüber tönten. Als «'">en, lamen wir in noch frischeres Weide- land, wo dcr Schnee kaum erst geschmolzen war. Da wareu die Schafe uud Rinder vcrfammclt und die Hirten saßen unter ihnen, liebkosten die Zicklein nnd nannten sie bei Namen. Wenn sie riefen, fu kamen die Thiere, Brot nnd Salz erwartend, herbei. Es war hübsch, sie so nahe bei ihren Herren liegen zu schcn, spielend und mit deu Hörucrn nach ihnen stoßend oder nach dem süßcn Roggenbrote blökend. Die Fraucu stricktcu Strümpfe, lachten unlcr sich und sangen die ganze Zeit. Sobald wir ihnen nahe gekommen waren, sammelten sie sich im Kreise um unS nnd fingen an, mit uns zu sprechen. Ein alter Hirte, dcr offenbar dcr Patriarch dicscö Arkadiens war, stellte un? ciuc Menge Fragen mit lcijcr, bedächtiger Stimme. Wir erzählten ihm, wer wir seien und versuchten cS, ihn für die Rinderpest zu iutercssiren. dic er als cin fabelhaftes, fernliegendes Ucbcl zn betrachten schien. Doch war er höflich »,nd freundlich und machte die Honneurs scincS WcioegrundcS mit Einfachheit nnd Rnhc. Er nahm uns zn seiner Hüttc und gab nus Schüsseln voll reiner kalter Milch. ES war cin niedliches, kleines, hölzernes Häuschen, reinlich und dunkel. Der Himmel lugte durch das Dach hinein, uud wenn Hirten nicht die Gewohnheit lMtcn, die Nacht hindnrch gesund zu schlafen, so könnten sic die auf- und untergehenden Sterne zählen, ohne den Kopf vom Kissen zu erheben. Sie erzählten uns, um wie uicl angenehmer sie die Sommerszeit fänden, nls den langen, laltcn Winter, dcn sie in ihren dunklen Hänscrn in Eormaycur zubringen müßten. Das ist in dcr That daS echte Hirtcnlcbcn, wie Poeten es geschildert haben: ein glückliches Sommcrlcbcn nntcr Blumen, ausgefüllt uo» einfachen Beschäftigungen, gejagt von „keinem Feinde als dem Winter und dein rauhen Welter." Ein großer Theil dcS Zaubers, dcn die Schweiz ausübt, liegt in Kleinigkeiten, wie die Grüße der Hirten, das „guten Morgen" und „gntcn Abend," das auf Ge-birgspfadeu unfehlbar gegeben und empfangen wird; den zahmen Thieren mit den großen duuklcu Augen, womit sic Euch ausehcn, wcnn sie ihrcn Kopf eincn Augenblick von dcr Wcidc crhcbcn, wann Ihr vorübergeht, und iu dcu Blumen, die zu Eurcu Füßcu blühen. Es ist bei« nahe Entweihung, von diesen großen Bergen iu hastiger Weise zu sprccheu. Laßt unS, ehe wir aufhören, einen Blick auf ihre Flora wcrfcu. Dic zwcitc Hälfte des Mai ist die Zcit, wo der Früh' ling in dcn hohcn Alpen beginnt. Wo immer daS Sonnenlicht ein Häufchen Schnee hinwcglächclt, wird dcr braune Torf bald zu grünem Sammt und dcr Sammt besternt sich mit Roth und Weiß, mit Gold und Blau. Ihr löunt cS beinahe sehen, wic das Gras und die Milieu wachsen. Zuerst kommen blasse Erocus und lila Soldanclla'S. Diese dnrchbrcchcn die letzten schmclzcudcn Schnccklößc und stchcn auf cincm Eiland, dessen lalle Mauern sie nm sich geschmolzen haben. Es ist das Looö dieser armen Bluiucu, an dcn äußersten Grenzmarken dcs sich zurückziehenden Winters zu sprosseu uud zu blühen; sie welken kalb — dcr schaucrudc Kelch dcr Soldanella zieht sich zusammen und der CrocuS wellt dahin. ehe caS Gras gewachsen ist; die Sonne welche andere Pflanzen zum ^cbcn weckt, versengt ihre zarten Kelche. Oft, wenn dcr Sommer herangekommen ist, könnt Ihr ihre perlenden Kelche und lila Glocken au, Rande der Lawine sehen, zwischen dem kalten Schnee und dcn fcnrigeu Sonnenstrahlen, Stunde um Stunde blühend nnd verwelkend. Sie genießen nnr einen Blick in da« gelobte ,Vand dcs FrühliugS, welchen zu verkünden, sie allen ihrcu Schwestern vorausgeeilt sind. Zunächst lom» men die Gcntiancn und gelben Anemonen, bedeckt mit sanften, flaumalcich gefiederten Blüthen. Dicsc sind die ersten und kühnsten dcr Blumen, welche die Hochwiesen 1386 Grafen Bcnst, daß dic Publication diplomatischer Docu^ mcntc cili Postulat dcr parlamentarischen ^legicrungsform sei und als cine Art von Gcncralcoiumuniqn^ behufs der Berichtigung falscher und unrichtiger Meldungen an-gcsehcu wardcu müsse, dic unumwundenste Ancrlcuunng. Mit gleicher Wärme erwähnt cr dic gulcn, zwischen Oesterreich und Fraukreich obwaltenden Bczichuugcu. 6, Sitzullg dcr DclcglUion des Rcich5.ralhlö. Wien, I?! August. Präsident Fürst Carlos Aucrsperg eröffnet die Sitzung lnn N Uhr ,)i'» Vlinutcu. Ans der Minisierba»!: Knhn. Gras Oswald Thun hat angezeigt, daß cr krauk-l,cilshalbcr an den Berathungen dcr Delegation uicht lhcilinhlncn fönue, Als Ersatzmann wur^c Freiherr v. Symonovicz einberufen. Unter den Einlanscn befindet sich ein? Petition des Genicinderathes von Krakau um Einstcllnna der dortigen Festnngsbautcn. (öln den Bndgetausschnß,) Als Vertreter des Finanz und Kricgsministerinnls »oerden Scctiousches von ^ r ü h nnd Major A r t m a n n vorgestellt. Der Antrag dcS Delcgirlen Rltt>'r v. Pipitz wegen Regelung der Valnta wird der Budgetcominis-sion zur eingehenden Prüfung nnd Berichterstattung zn^ gewiesen. Dclcgirler BanhanS rcserirt nanienS des Bnd-gelaliSschusscs üt'cr den Boranschlag des bleich,? Kricgö' ,uiu>!ierium?, betreffend das Ersordcrniß des Heeres im Jahre 1870. 'Der Referent berichtet über dic Vorgänge im Ausschuß, die unseren Vcscrn bereits aus dem Berichte über die letzte EommissionSsitznng bekannt sind. Dic Majorität ha! einen Abstrich von 5>.(!2l,846ft. beantragt, wahrend eine Minorität, als dcien Berichterstatter Dr. Rccliba ncr auftritt, einen nm nahezu 2^ Millionen lpößcrcn Abstrich in Vorschlag bringt. Dic beantragte Gngenerhöhung soll in der Generaldebatte schon behandelt werden. Der Berichterstatter der Minorität, Dr. Rech bau er, sagt: Au dem finanziellen Ruin Oesterreichs trägt der maßlose Hceresauswand zunächst dic Schnld. Die Volksvertretung hat viel gethan zur Minderung dieses Uebclstaudcs. es ist auch vicles besser geworden, aber noch immer nicht gcnng. Set 1^<>9 betrug die Anforderung 1.'!<> Millionen Ordinarinm nnd ein Extra-ordinnrinm uon 7 Millionen. Damals wnrdcn 121 Millionen bewilligt, nnd fo wurde von Jahr zu Jahr das Kriegsbudget rcstriugirt, daß es im Jahre I86K nur mehr <>^ Alillioncn, im Jahre !8<>!> <>'.» Vlillioncn betrug Doch sind diese Beträge noch zu groß. Im Jahre 1l->4U war das iiricgscrfordcrniß 5^,^ MiUioncn und damals war der effective Stand der Armcc bedeutend größer; wir hatten damals noch Ita» lien, das allein I;')0.()0() Mann Soldaten nöthig machte. . . . Der Bericht spricht von einem unbedeckten Deficit von vier Millionen; eigentlich sind es ^ Millionen, die wir dadurch auf vier Millionen heranbringen, daß wir den letzten Rest dessen, was wir noch haben, verlaufen -- »in das Heer zu erhalten. Dic Einnahmen zu steigern, ist kaum möglich, cö muß daher an die Ausgaben herangetreten werden, und zunächst au jeuc Ausgaben, welche die mindest produce tivcn sind, und da lomme ich ans den Differcnzpnnkt, der zwischen der Majorität nud Minorität nnsereö Ans-schusscs besteht. Älau betrachtet cö immer als die crstc Aufgabe, daß cinc schlagfertige Armee da ist, ich glaube die erste Fragc ist dic, daß der Staat lebensfähig ist, und damit cr lebensfähig ist, müssen alle Halloren mit einander in's Gleichgewicht gebracht werden. Die Armcc ist ein wichtiger Fattor im Staate, ohne dem dcr Staat unter dcu jetzigen Verhältnissen kaum möglich ist, alicr immerhin nur ein Faktor, der mit dem Ganzen in's Gleichgewicht zn setzen ist, Dic crstc Frage wird also nicht dic sein, wir müsse,, vor Allem eine schlagfertige Armcc habcn. sundern, was lann der Staat zahlen, damit er eine schlagfertige Armee hat darin licgt evcn dic Differenz. Wenn man organisirt, und nach dieser Organisi-rung das Geld verlangt, macht man eben die Anfordc-ruugeu, dic an nns gestellt werden: wenn man aber die Finanzlage ins Angc saßt, und fragt. waS der Staat leisten kauu für seine Armee, so ist dic Aufgabe, so zu organisiren, daß mau mit diesen finanziellen Mitteln ausreicht. Wir, die Minorität, sind dcr Meiuuug, weuu m.ui die Armcc nicht so schlagfertig aufstellt, wic es die Regierung wünscht, lann Oesterreich möglicher Weise zu Schaden tommcn, wenn man abcr die Armee mit solchen finanziellen Opfern aufstellt, daß mau sie nicht mehr ertragen tauu, Oeslerrcich jedenfalls zu (Grunde geben muß. Es läßt sich nicht verleimen, daß bedeutende Fort' schritte insbesondere nutcr der jetzigen Leitung unscrcs Kriegsministcriums vor sich gegangen sind und daß das jetzige Kricgsminislcrinm den Anforderungen der Volks-vertrclnng lind den finanziellen Zuständen Rcchnnng zn tragcn sich bcstrcbt hat. Allciu uoch immer wird or-gauisirt uud ilach den Organisationen ivcrden die Kosten gefordert, ohne daß organifirt wird mit Berücksichtigung dcr Kosten. Es wurde dic Frage aufgeworfen, ob dieses heurige Budget nicht als Normal-Budget behandelt wird. Bezüglich dieser Frage war dic Regierung der Mei-nuiii?, daß dies uicht der Fall sein kann, weil die Organisationen noch nicht verfassungsmäßig festgestellt sind. Insbesondere schlt noch ga»z dic Organisation dcr Mi-litärjustiz. Es fchlt die Fixirung ciueS FricdcnSstaudeS und cS wurde dieselbe absichtlich vom Abgeorduttcuhause abgelehut, «veil man durch die Fixiruug ciucs Friedens slaudcs nicht gebuudcu sciu wollte. In der Vergleichuug dcr letztcu Jahre findet man aber cine fortwährende Stcigeruug dcs Erfordcruisscs, und diese Slcigcruug tritt ciu bei gleichem Trupftcn-slande. Im Jahre I86>! wurden 7,'i Älillioneu gefordert, im Jahre 1869 75 Millionen und 1,^70 werden 7l> Millionen gefordert. Dabei aber flehen die Posten für Milltärgcstütc mit ^ Millionen, sowic die Militär-Witwen-Pcnsioncu mit 1^ Millionen nicht nlchr im Kriegsbudget und der Truftpcustand ist derselbe geblieben. Vermehrt aber hat sich der Staud dcr höheren Stabs-officicrc und Generale und daher auch diese bedeutende Steigerung in den Aufordcrungeu. Bezüglich dcr Gageuerhöhnng ist die Minorität der Anschauung, daß die Gagen der subalternen Officiere, dcs Vicntcnauts, Obcrliculcnants uud Hauptmanns zweiter Elasse jedenfalls einer Erhöhnng bedürfen, daß die gesteigerten Anforderungen der jetzigen Zeit es nicht mehr zulassen, mit der bisherigen Gage anszmeicht"'' es ist dies cinc bedeutende Belastung des Staatsbudget»' aber cinc unabweisbare, und ich, dcr ich sonst gegen M unnöthigc Ausgabe mciu Wort erhebe, muß diese al ciue Forderung dcr Zeit ancrlcnncn, allein damit hl> auch das Nothwendige seinen Abschluß gefunden; "M weiter gehl. ist eine Belastung, dic ich nicht rechtfertig könnte. Ich habe schon bemerkt, daß kein Grund vol° Handen sei, zwischen dem Hanptmannc zweiter und tt!^ Elassc ciuc solche Gagcdiffcrcnz aufzustellen, denn lic^ habcn gleichen Dienst, gleiche Verantwortlichkeit, glc'' Auslagen, allciu es wurde mit Recht die Anficht. tend gemacht, daß für die Meisten dic militärische ^ rim'c nut der Hauptmannschaft abgeschlossen sci. > man daher dem ältcr dienenden Hauvtmannc nach f^ Dicnstjahrcn cinc Znlagc von 120 fi. geben solle, >^ es wurde writers für billig gcfuudcn. daß man l Hauptmanne, der StadSofficicr wird, eine Equipiru" zulagc uon 5>0l) fl. gebe. Die Minorität verkennt nicht, daß die Gage" ' Stabsoffiziere keine übcrschwänglich großen sind, iB. die Fiuanzkräftc dcs Staates gestatten nicht. Alle s»'1 dotircn, wic cs wünscheuöwcrlh sein taun. « Bezüglich dcr Auditorc war ich dcr Anschaut' daß eine Organisation in Be;ng auf dic Gagcregulil' nicht stattzufinden habe, weil die neue Organisation Militärjustiz erst stattfinden soll. Ich kann doch vorhinein die jetzt bestehende, in der Auflösung bcgr>!>^ Behörde nicht mit Gage dotiren. Von Seite der Ä^ rilät wurde jedoch darauf uicht eingegangen. Wenn ^ aber dcr Fall ist, dann mnß dcr Änditor dem co»'^, tircndcn Hauptmanu gleichgestellt werden, denn !^ würdc er in seiner wissenschaftlichen Stellung nnd.^ seiner Würde als Richter zurückgesetzt. Das Olc>k gilt für die Aerzte, während rücksichtlich der Gc'stl^ teit die Minorität sich gegen cinc Erhöhung dcr Oa^ anssprach, weil die Mililärgcisllichkcit im Vergleiche ^ Lücularclcrus ohnehin cinc brillante Stellung hat. ^ züglich dcr Bcamteu glaubte mau nicht mit ciucr OH erhöhung vorgehen zn sollen, weil dic Gründe, wc^ für eine Gagccrhöhung dcr Officierc sprechen, bei ^ Äeamtcu nicht vorhanden sind. Die Minorität al^ deshalb cinc Gagecrhöhung nur bei jenen Beamte» ^ uchmcn zu sollen, welche ein Gehalt unter 720 fl^ ziehen. Ich glaubte diese allgemeinen Äemcrll»^ machen zn sollen uud behalte mir vor, die Auträgc ^ Minorität in dcr Spccialdcbattc zn molivircn. Präsident fordert dic Redner auf, in dcr <^ raldcliallc sich über dic Frage dcr Gagccihöhl»'^ äußern, da es absolnt nothwendig ist, am Schluss'-' ' Gcncruldcbattc zu einem Schlüsse in dieser Riä!^ zu gelangen. Delcgiltcr Fürst Dietrichstein - Menö do'l O.^S neue auf der allgcmciueu Wehrpflicht bcrllh^ Wehvsystem, welches wir auf Grund trauriger ^' lungcu eingeführt habe», bedingt neue Orgauisati^, 'Diit welcher Energie nud Raschhcit mit diesc" '< Seile uuscrc? Kriegsministers vorgegangen wordc», crweiSt, daß cr dirse Oryauisatioucu in kurzer v durchzusührcu im Staude war, waS, wic ich l^a" oo» allcn Seiten dankbar anerkannt wird. Ich ^ daher für die Regierungsvorlage insolaugc stimme»,' nicht ein andcreS dic Schlagfcrtigkcit dcr Armee i» l!^ demselben Grade sicherndes und zugleich dic Sparst,, mehr berücksichtigendes Project vorgelegt sei» '" mit einem Gewebe von Blau nnd Gold übcrzichcn. Um dieselbe Zeit beginnen Primeln nnd Anrikcln die tröpfelnden" Felsen zu schmückeu. wahrcud^ zarte weiße Milieu, gleich von der Sonne vergessenen Schneeflocken, uud gold'balligc Rannntcln sich mit ilranichschuäbeln nud Vergißmeinnicht in nimmer endendem Tanze auf dcr grünen Flur schaukeln. Glücklich, wer dic Lilien dcs Thales in Büscheln um die jtastanicnbanmstämmc auf dein Eolma odcr im Bnchwaldc am Bach iu Macuguaga findet, vermischt mit weißcn ^>iarzisscn, welche die Vcute dort „Augioliui" ucuncu; da ist anch „Salomon's Siegel" mit wächsernen Glocken nnd Blättern, ausgebreitet, wic dic Flügel schwebender Schmetterlinge. Doch diese Namcnlistcn vou Blumen sind langweilig und kalt; es ist besser das Bild dcr Einen zn zeichnen, welche besonders bezaubernd ist. Ich glaube, daß Botauitcr sie Saxifraga colylcdou gcuannt habcn; doch ist sie trotz dieses langen Namens cinc einfache poetische Blame. Dic gewöhnlichste dcr Saxifragcn ist dcr Stol^ondons, doch dic ciuc. von welcher ich spreche, ist so verschieden vou dcr Londoner Saxifrage, als ein Plnntagcuet auf seinem Throne von jenem ktztcn Plan-tagenct, der unbekannt uud bettelarm vor ciuigcu Jahren starb. Es ist ciuc große majestätische Blume, welche die Grauitfclscn des Montc Rosa im Frühlinge schmückt. Zu andern Zeiten des Jahres seht Ihr einen kleinen Büschel fleischiger Blätter, gleich einem Kissen an kalten Räxdern nnd dnutcln Stellen tröpfelnder Klippen Hin-gelagert; Ihr haltet cö sür cincs jcncr Gewächse, welche wcc,cu ihres nncinladendc», Ausschcns zu einem dunkeln Dasein ucrurthcilt sind, gesichert vor dem Schicksal, gepflückt zu werden. Ohne Ncngicrdc geht Ihr daran vorüber. Doch im Inni sproßt cS mit Macht hervor und aus dem Kisseu scchlcr Blätter kommt ein starker rother Stengel zum Vurschcin, welcher anfcmga aufwärts schießt, dauu fich niederscnkt und in einen Schauer schneeweißer Älüthcu ausbricht. Wcithiu schimmert dcr Glanz, gleich einem Büschel Straußenfedern vom Fclscndache hernieder-wehend odcr sich neigend, um das Wasser dcs Gcbirgs-bachcs zu slrcifcu. dcr es mit seinem Thau bespritzt, H^cr Schucc, am Abcnd voin Sonncngold verklärt, ist nicht so rosig rein, wie diese KaStadc hängender Blüten. Sic liebt cS. allein zu sein, unzugängliche Abhänge. Zchlüudc, in dcucu dic Wiudc strciteu, feucht überwölbte höhlcu iu dcr Nähc donnernder Fälle, find dic Stellen dic sic sucht. Ich will cö nicht dcm Geist dieser Berge oder einer stolzen, einsamen Seele vergleichen, denn solche Vergleiche entweihen die Einfachheit der Natur uud kein Glcichniß kann dieser Blume ciucu Reiz hiu-zufügen. Sie scheiut eiu cigcucs, bewußtes ^ebcu iu sich zu haben, so groß und herrlich ist sic, so empfindlich für jeden ^ufthauch, so edel gebaut auf ihrem wcich-gcncigtcn Stiel, fo strahlend in ihrer Einsamkeit. Vor bahren sah ich fic znerst am Simplon, dic tröpfelnden Klippen ober Isclla mit ihren wallenden Fcdcrbüschen schmückeud. Dann faudcn wir sie nahe bei Vavcno. in dein Spalt ciucr dunkelu Klippe, unter den Minen. Neulich schuittcn wir einen Armvoll gegenüber uou Va-rallo uud kamcu uus dabei wic Vlördcr vor, so traurig war es, den Triumph so vieler langen Monate in un-scrn Händen zu haltcu, das voll entfaltete ^cbcn dcr Blnm"c, den leuchtenden Glanz dcr Thäler uud Berg-abhänge, das wehrlose Wcsen, das sein VestcS gethan hatte, dic düstersten Stellen der Alpen zn den schönsten zu machen. Nachdem man viele Wochen iu den höchsten Alpen verlebt hat, ist cS ein großes Vergnügen, in die Ebenen hinunter zu steigen. Dcr Sonncnuntergaug und Aufgang uud dic Sterne dcr Lombardei, ihr flacher Horizont nnd ihre unbestimmten nebeligen Fernen sind ciuc Quelle absoluter Erlcichtcruug nach dcm beschränkten H^H »nd den engen Ausblicken eines Gebirgsthales. ,,>' si»d die Alpcu nirgends imposanter, als vou iO'^i odcr dcr Terrasse uou Nouara aus gcschcu, mit ^ll Vordcr^ruud italicuischer Kornselder, alter Sta^ü und goldgrülicr Reisfelder uutcr dcr lomb^^il Sonne. Halb vcrfchlciert von Wollen erheben!'"/ Bcrgc gleich ciiigebildeleu Festuugsmaucrn cincr >1' << tischen Stadt ^ unuahbar. außer dcm Bereich '^ menschliche, Fußcs. Doch Icue, welche aus altcl^ fahrung wisfen. welch freuudlichc Hütten, lühlc ^» und llarc Ströme in ihrcu Falteu und Thälern ^,^l gcu find, scndeu zärtliche Gcdantcu uud Grüßc'^l kommt heran und wir werden fortgedrängt ' cl'l'"< Ferne, um au den Ufern dcr fremden Sci"^' ^ chcn, uns mit einem Stich eifersüchtigen ^', i'^ erinnernd, daß die Blumen auf den Alpen'""' F' blühen und die Äächlein mit ihrem nnaufh"l ',« ^' plandcr noch dort ranschcn, während die " ^'^ Paris Alles sind, was wir sehen und das " " Getöse des Pariselhaufcns Alles, was wir l)" 1387 Andern wir nicht dic Thätigkeit des Kriegsministers durch Abstriche, welche ,nit einer gewissen Systemlosigkeil gemacht werden. Abgesehen von den militärischen Rücksichten siüd cö ^>ch politische, dic es wünschenSwerth machen, daß man ^lsichlig bei der Hcrabmindcrung deS Truppcnstaudcs Ich verkenne nicht die Bestrebungen unseres ans- Artigen Amtes, den Frieden zn crhaltcu; allein mir '°>nmt dic allgemeine europäische Situation doch ernst °°r, und ich glaube nicht, daß wir in diesem Augenblicke ^' der Lage sind, abzurüsten. Wir müssen dal)rr in dcr Lage sein, mit unserer Vttrrsvcrfassuna, ruhig den kommenden Eventualitäten ^tgcgcn z>, sei).,'!!, nnd dac< können wir uur dann, wenn ^>l dic Organisation, >vic sic hier vorgeschlagen worden, ^nchmc», nnd bei der Arince so viel als möglich in ">»vci>dung bringen. Redner lündigt an, daß er liei verschiedenen Titeln "'k in der RcgicruuMorla^e angesetzten Ziffern bcan-^ttm werde »nid schließt mit den Worten: Ich muß ^ hohe Persamu'.lung l'iltcn, darin nicht einen AuS' ^'Uck nicines luililärischen Standpunktes zu erblicken, zn ""'»er Ansicht bin ich nur ans Grund reislichcr Erwä-2»ng der politischen u»d mililärischcn Hiomcntc gelangt. Dclcgirlcr Baron Wächter stellt nach längerer '-"lolirmnün, den Antrag.- es seien den Snpernnmerärcn, lobald sie dcn gleichen Dicnsl wie die übrigen Officierc ^'llichten, ihre Bezüge cdcnfallc!, lind zwar in gleichem "lahc wie diesen zn verleihen. Dclcgirter Dr. Figuly spricht für die Antrüge Minorität und sagt unter Anderem.- Die Gagen ^ subalternen Osfieieren fallen wenig inö Gewicht, ^nde die Gagen der Höhcrgcstelltcn dringen dic hohen "ffern hervor. Ncdncr beleuchtet nun die Ziffer der Generalität, ^ führt an, daß ein Feldmarschall, wenn man alle ^'üge desselben in Betracht zieht, 14,000 ft., ein '^zcugmcistcr 10.000 ft., der Inspector der Armee ^W0 ft. u. s. w. bezicht. ., ^icht cinc Bewilligung hoher Summen, sondern ,^ wirtschaftliche Verwendung der bewilligten Sum-,.'/" lsl das s^ecr schlagfertig zn machen geeignet. -^ner schließt mit den Worten: Ich bitte die hohe ^legation, dic Steuerpflichtigen zu schonen, damit wir s,^"st, wenn große Anforderungen au uns herantreten, ,^ 8Mug seien, einzustehen für das Reich, mit Allem ^? wir habcn nnd sind. Aber schonen wir unsere k/^. damit wir sie dann haben, wenn wir sie Hi,, ^cgirtcr Freiherr v. Mertcns bemerkt im ^^l^c scincr Rede: Der Stand der Armee, wie er ^,.^ VoltSvertrctnnf, festgesetzt worocn sei, uiiisse er-^" Werden, wendet sich sodann der Besprechung der ^ . "'höhnng zu uud spricht für dic Gleichstellung ^nnumcrärcn Officicrc mit den activen, ^/^dncr kündigt schließlich an, daß er am Schlüsse "cls 4 eine Resolution einbringen werde. H° ^egirtcr Graf Spiegel sagt unter Anderem: ^'/ cs Pflicht des Staates ist, für dic arbeitsfähige ^!«, "'lg zu sorgen, so ist cS auch Pflicht des 'lisvj. > das Los der Mannschaft und Unterofficiere, ^ es nur möglich ist, zu verbessern. ^H kann daher nicht für die Erhöhnng der Stabs- ^ h^gen stiinmcn uud ich werde daher mich für "^t ^ der Minorität erklären, mit der kleinen ^'/^8, daß ich bei der Beförderung der Haupt. , ^ ^tabsofficicrcn ^00 ft. in Antrag bringe. ^ii^girtcr Dr. Ncnmann spricht für dcu Ma» ^'chc 3'^ll. Er hält dafür, daß die a/genwärlige po- ^'»^ ^lliation eine bedenkliche sei und führt die cin- ^g , ^atcu Europa'S nach einander an, deren Hal< l NcÜ" ^^üstung in Oesterreich unmöglich mache. ^ ^ !^mmg. sa^t der Redner zum Schlüsse, würde ^tio,, "Uegcttioncn sehr übel nehmen, wenn dic Dclc- ! Des -^ ^^ strcitunfühig machen würden. ?s ^,lrtcr Fcldzcngmcistcr Handel bespricht gleich. ^!^ ,'. ^ der Supcrnumerürcu uud sagt weiter: i^ei, ?, ^" Stand der Trnppcn noch mehr hcruu- ! ^Inv?^' l° könnte man dieselben höchstens 1 bis ^l'gc^ ,' ^ Fahne erhalten, und diese Zeit sei , D^. , '"^ ^ vollständige AnSbildung. ^^c»I?"?^stllnk"? 8ar nicht auf ciuc .^crabmindcrnng des ,>i,j dc^ ws^,/bgcschen, sondern nur ans cinc Vcrlür-^7^."'^Ui:igözcit; und mir wurde von fachmän- ">sl^": dic !>'^ ^'^ "'"ltc europäische Situation hin. ^k«. l>»s d^<" - w"am scher das Budget des Mi> '^um, /"'W" l)abeu nns gezeigt, daß die Frie-^.n^igei, «> b" be,tcn sind. woher sollte also im ge-^ ^l "M d?'°^"' 'U' ^trieg kommen, da doch der '^ ^'" die ^'^'"">e '" Deutschland ausgekämpft ^r ""deren ^ .!°" li" hier cinc Beleuchtuu« nach ^en^n s. s!.^^'"'^"- ""b man sagte: gchen ^N' so steht uns der Krieg nut Frankreich bevor, und gehen wir mit Frankreich, so steht uns der Krieg mit Preußen bevor. Ich glaube aber, weuu man das nicht thun will, was man nns vorwirft, nämlich deutsche Idcalpolitik zu treiben, man an einen Krieg mit Preußen nicht mehr denken kann. Bezüglich Frankreichs wnrde von compe-tenter Seite hervorgehoben, welcher Art Freundlichkeiten es waren, die wir bisher vou Frankreich erfuhren. Ich will diesen compctcntcn Aeußerungen nur die des Oberhauptes des französischen Staateö hinzufügen: er alliire sich nicht mit einem Kadaver. Trotzdem fürchte ich uicht eiuen Krieg mit Frauircich, dcnn Frankreich hat in nächster Zukunft mit seinen inneren Zuständen genug zu thun. Es ist daher die Politik der freien Hand, als bewaffneter Friede, die wahre Ursache, welche nns zur Votiruug eines so großen Armee-Budgets Jahr für Jahr nöthigt. Allein der Herr Minister des Aeußern hat auch erklärt, daß er dcu Frieden wünscht nnd denselben anf-rccht zu erhalten bestrebt sei, uud daß für die nächste Zutuuft keiuc Vcsorguiß obwalte, daß dieser Friede gestört werde. Meine Herrcu! Wenu die Regierungen es aufgeben werden, Kriege zu führcu, die uicht iu dcu Wünschen des Voltes begründet sind, so würde mir auch nicht nm cinc Armee bange zn sein brauchcu. Eiu hochverehrtes Mitglied dieser Delegatiou hat bei Berathung des Wehrgcsetzeö im Herrcnhausc dcn Satz ausgesprochen: „Nicht die Böller sind cS, die dcn Frieden stören, sondern die Herrschsucht Einzelner." Diesem Satze trete ich unbedingt bei. Wenn die Regierung Krieg gegen den Willen und das Interesse des Voltes führen wird, dann werden trotz der ncncn Wehrverfassuug und trotz des hohen Armce-Bndgets ihre 800.000 Mann nur auf dem Papier stehen. Wenn aber die Regierung im Interesse nnd mit Äcistimmuug des Volkes zu einem Kriege gezwungen wird, dann wird sie anch in jedem wehrfähigen Staatsbürger einen Soldaten finden, und wird nicht in Verlegenheit sein um cinc große Armee. Allein die bisherigen Resultate der Budgctberathuug im Ministerium des Krieges haben unS die Erfahrung beigebracht, daß die Abstriche, welche die Delegationen vornehmen, wieder im Wege von Nachtragöcrcditcn nnd Indcmnitätsforderungcn illnsorisch gemacht werden sollen. Diesen Weg zu verlassen, muß ich der Regierung dringend rathen, dcnn wenn die Regicrnng fortfahren folltc, die Beschlüsse der Volksvertretung in solcher Weise zu mißachten, dann würden wir mit der Zeit nicht blos eine papierene Armee, sondern auch eine papierene Verfassung haben. Präsident bringt hierauf den Antrag des Baron Wächter zur Unterstützung. Der Alttrag wird unterstützt. Dclcgirtcr Frcihclr v. Wüllcrstorf spricht für dcn Majoritätsantrag und stimmt, was die iörhöhnng der Gagcn anbelangt, dem Antrage der Regierung l'ci, nämlich dieselbe in dem ganzen Umfange, auch bezüglich der Oberstlieutenants und Oberste einzuführen. Dic Erhöhung der Gage ist eine Nothwendigkeit, u»d nncr« läßlich, um eine zufriedene Armee zn habe». Bezüglich der Supcrnnmerärcn schließt sich Redner dem Antrage deS Baron Wächter an. Dclcgirter Dr. Kaiser empfiehlt die Annahme der Minoritätsantraac. Reichskanzler Graf Bcnst: Es haben die Aeußerungen eines der geehrten Herren Redner mir Veranlassung gegeben, mir weniges der hohen Versammlnng zur Erwägung zu empfehlen. (§s isl erinnert worden an ein seinerzeit weitverbreitetes Wort, von der Unmöglichkeit de: Allianz mit einem Kadaver. Ich würde vorziehen, daraus nicht zurückzukommen, einmal schon deshalb, weil der geehrte Rcdncc gerade hierin eine Bcruhignng sieht, und ich diese Bernhigung durchaus nicht stören will, dann aber besonders, weil ich nicht glaube, daß iu Oesterreich gerade dicseS Wort cincu sehr angenchmcu Eindruck machen taun, namclitlich pflegt eö Einem, ocr krank gewesen ist, nicht sehr eiwünschl zu sein, zu hören, daß man diesen Vergleich mit ihm angestellt habe. Um so mehr fühle ich mich berufen, doch der historischen Genauigkeit wegen darauf hiuzuwei. seu, daß ich nach dem, was mir bclaunt ist, diese ganze Aeußerung für höchst upotlyph hüllen muß, und ander' seil« dcirauf hinzuweisen, daß drei Iayrc zurückliegen, bis zur Zcit^ wo von dieser angeblichen Aeußerung gc-sprochln wnrdc. Es ist demnächst von demselben geehrten Rcduer znrückgckommcu worden auf die Aeußerungen, die vom Minlstcrtischc im ReichSraihc gelegeullich der Voliruug dcS WehrgcsetzeS clfolgt sind; cs sind mir namentlich Acußcrnngcu crinucllich, mir, ocr ich vcrfassnngöMlM nicht in der ttagc war, oic Regierungsvorlagen als Minister im Reichsralhc zu vertrclcu. So viel ich mich erinnere, ist eben damals, uud wohl mit vollem Rcchtc dcuauf hingewiesen worden, daß der Delegation ihre ocrfllssnngsmäßiaen Ncchlc durchaus nicht geschmälert werden tonnen noch sollen, nnd das Wehrgcsctz an sich an dcn Befugnissen dcr Delegation nichts änc>crll werde nnd könne; das hindert aker gewiß nicht, daß, nachdem ganz entsprechend den Delegationen das Bndgct znr freien Beralhimg "Ud Bcschlußfassnna, vorgelegt wird, die Regiernng wohl Berufung einlegen kann an die! Einsicht und dcn Patriotismus der Delegation, um die» jenigc Bewilligung zu erlangen, die sie ans Grund des WclirgcsetzeS sür die Wchrhaftigkeit dcS Reiches für nöthig erachtet. Das führt mich noch anf einen Gegenstand zurück, welche» derselbe geehrte Vorredner berührte, nämlich auf die Aussicht des Friedens, welche ich selbst hier betont habe, und ich kann nur bemerken, daß ich an meiner Acnßcruug durchaus nichts zurückzunehmen habe. Ich erlaube mir aber zu wiederholen, waS ich anch ander-wärts hervorzuheben mir erlaubte, daß die Erhaltung des Friedens zum großen Theile mit dadurch, wenn nicht bedingt, so doch schr erleichtert ist, daß an der Wehr-haftiglcit des Staates, der durch seine eigene Eonfigura-tion in cinc triegcrischc Verwicklung gezogen werden kann. kein Zweifel bestehe, und es ist deshalb nicht unbedenklich, cS ist sehr ernst in's Angc zu fassen, ob etwas beschlossen werden soll, was an einer dem Auslaude bekannt gewordenen Wchrhllftigkcit des Reiches« irgend etwas ändert und dieselbe wieder herabsetzt. Berichterstatter der Minorität Dr. Rechbauer: Die Abstriche der Minorität werden in der Specialde-batte genügend begründet wcrdcu. Ich will auf das Feld der hohen Politik uicht eingehen. Die Zeit ist nach meiner Meinung nicht so ferne, wo die Völker nicht mehr darauf hören, ob ein so drohender Ncujahrswuusch vom Throne kommt wie im Jahre 1859 oder nicht, oder ob diplomatische Verwicklungen zwischen dcn ?citcrn diplomatischer Angelegenheiten bestehen, sondern wo die Völker immer mehr zur Einsicht nnd znr Kraft kommen, sich gegen ihren Willen wegen dynastischer Interessen und Pläue ciuzclncr nicht nm dcn Frieden bringen zu lasscu. Das wäre eine bessere Bürgschaft für dcn Frieden als eine so große Armee. Redner geht nun daranf ein, die von Baron Handel bc züglich der Generalität vorgebrachten statistischen Zahlen zn widerlegen. Ich glaube, fährt er dann fort, daß der Officier seine Stimmung nicht von einem Guldcu mehr oder weniger Gage abhängig macht. Wir können human uud billig sein. wenn wir nicht damit gegen andere hart und unbillig sind. Wenn man sagt, geben wir das Geld, wir machen die Armee zufrieden, so mag das sein; aber daS Volk wird unznsriedcn sein, wenn man die Steuern erhöht, und dies muß vor allem berücksichtigt werden. Der Präsident bemerkt, daß, nachdem die Mitglieder der Regierung zn Sr. Majestät berufcu scicu, er die Sitzung schließen müsse, und bcranmt die nächste Sitznng anf morgeu l0 Uhr au. Tagesordnung: Fortsetzung der heuligen. Oesterreich. Ivicn, 14. August. (Das E cu t ra l V u rea u für a d r i n ist ra t i i uc Statistik) wird aus dem Verbände des gemeinsamen Obersten Rcchnuugshofcs ausgeschieden und vorderhand dem Handelsmiuistcrium zu« getheilt. — (Zum Eoucil.) Nicht ohuc Interesse sind die Mittheilungen, welche dem „Vollsfrennd" ans Ron« über daö bevorstehende Eoncil zugchen. Darnach wird die große Frage wohl die berühmte Frage der Treuuuug dcr Kirche vom Staate werdcu; daß dicsc Trcunuug vou Sciteu der Staaten factisch erfolgt, kann die Kirche nicht hindern, uuo ohne Furcht wird sic dcu neuen, ob» wohl gefahrvollen Zustand annehmen. Daß aber die Kirche selbst diesen Znstand. der «egen ihre Grundsätze uud ihre Tiaditioneu ill, herbeiführe uud preise, dfahren wird, wie die Wichtigkeit der großen Frage es fordert. Die Unfehlbarkeit deS Papstes, wenn cr als allgemeiner Lehrer der Kirche iu rol)U8 n'äßi spricht, bat wohl kaum einige namhafte Gegner in den jetzigen Schulen, und daß eine feierliche Anerkennn»^ dieser Thatsache jept erwünscht sein würde, wiid nwhl kaum ein wahrer Katholik bcstrciten. (?). WaS aber die Himmelfahrt Maria'S betrifft, so ist sie ebenfalls cinc allgemeine ^chrc der Kirche, daß sie aber eine doa.« malische Weihe erhalte, halten wir weder für nothwen-dig, noch wcihlschcinlich. Die größten Schwierigkeiten in dcn thcorrlischcn Fragen werden wohl anö der neuen liberal-katholischen Schule tommcu, die von Frankreich auS sich immer weiter ausdehnt und schon am Rhein, wie anch in Ungarn und in Italien warme Vertreter findet. Das neue ungarische Blatt, der „Szabad Egy-haz" und „Rlvisla universale die Genova" sind Sproß» lingc dieser Pflanze. Trieft, 13. Angust. (i,'cvan tcpost.) Der Lloyd» dampfcr „Mars" brachte nns heute Morgens die Le-vantcpost mit Nachrichmi bis znm ?. d. M. Dcm „Leu. Her." zufolge ist Hassan Effcndi, Adjutant des Groß-vcziers, mit dem seinem wesentlichen Inhalte m>ch bereits durch ?cn Tclcgraphcn stiz;irlcn Schrcibcn des Groß» vezicrs am 3. d. M. an Bord des Azizich»Dampfcrs nach Alcrandrien abgegangen. Zwei Panzcrfrcgulten erhielten Befehl, sich bereit zu halten, um ihm dahin zu folgen. Indessen sollte Schcrif Pascha, der neue Minister dcö AnSwärti^en dcö VieclönigS, in außei-or» deutlicher Mission »ach Eunstantinopel kommen. - Ho-bart Pascha ist mit besonderen Aufträgen nach London 1388 gereist. — Einem Berichte aus Creta zufolge wird die Insel in eine vollkommene Festung umgestaltet. Ucdcrall erhebe» sich Blockhäuser und Militürsttaßen durchziehen sie i>, allen Richtungen. So lauge die Pforte eine Besatzung wie die gegenwärtige daselbst erhalten kanu, hat ein ncner Aufstand, zu dem nbrigcns die Bevölkerung gar leine Lust zu haben scheint, nicht die geringste Aussicht auf Erfolg. Ausland. «Paris, 15,. August. (A mncstie. — Ordens-verlcihunge n.) Anläßlich der 'iltaftolconsfeier amne-stirt ein von den Ministern gegengezeichnetes taiscrlicheS Decrct alle Perurthciltcn wegeu politischer Verbrechen, PresN'crgcheu, nn^scylichcr Pcrsammluugen, Koalitionen und wegen sonstiger llebcrtretnlia.cn. Ein zweites lniscr-licheS Dccret amnestirt Militärdcserteurc. -- Mehrcrc Dcpntirte des Ticrs-Parti erhielten Orden. Jagesnemgkeiten. — (Zur Kaiser-Iosephs-Feier.) Die Deputation, welche am 12. d. M. Vormittags zur Audienz dei Sr. Majestät dem Kaiser erschienen war, um die Einladung zur Kaiser-Iosephs-Feier bei Slawitowch vorzu bringen, wurde, wie die „Vrünner Ztg." schreibt, von Allerhöchstdcinselben huldvollst aufgenonnnen. Le. Illajestät sprachen über das Vorhaben der feierlichen Vegehnng des Andenkens Kaiser Josephs ll. Mcrhöchstscinc Befriedigung aus, bedauerten wegen der früher getroffeuen Dispositionen nicht persönlich theilnchmen zu können, sicherten aber Ceine Stellvertretung durch ein Mitglied der Allerhöchsten Familie zu. Gleich huldvoll nahmen Ihre kaiserlichen Hoheiten die durchlauchtigsten Herren Erzherzoge die Einladuug auf. Ihre Ercellenzen der Herr Reichskanzler Graf Acust und der Herr Minister des Innern Dr. Gistra versprachen die Theilnahme an der Feier. Für die Abhaltung des Festes ist nunmehr der 29. d. M. bestimmt, da an diesem Tage schon Eeparatzügc auf der neuen Bahn werden abgehen lönnen. — (Oesterreichische Ansiedler für Virgi« nien.) Der „Richmond Whig" sagt: Es ist die Nach« richt eingetroffen, daß 80 Familien aus der Gegend von Wien herüberkommen, um sich in der Nähe von Richmond anzusiedeln. Dieselben haben bereits ihr Eigenthum in Oesterreich verlauft und warten nur noch auf die Rückkehr ihres Agenten, der neulich hier war, um für dieselben Arrangements zu treffen. Derselbe ist jetzt auf der Rückreise nach Deutschland begriffen. Die bereits hier befindlichen Ocsterreicher sind von der Aussicht, daß sich bald mehrere ihrer Landslentc in hiesiger Gegend ansiedeln wollen, hoch erfreut. — (Beobachtung der Sonnenfinsterniß in den Vereinigten Staaten.) Die Witteruug war den Beobachtungen der Sonnenfinsterniß (am ?.) im Ganzen günstig. Zahlreiche Deputationen gelehrter Gesellschaften und Anstalten waren im Stande, erfolgreiche Aufuahmeu zu machen. Die Finsterniß war sehr beträchtlich und an manchen Orten des Westens eine totale, so daß Farbige und unwissende Personen iu nicht geringe Bestürzung ge-riethen. Locales. — (Ernennung.) Das t. l. stcierm.-tä'rut.-krain. Oberlandesgcricht hat den Kanzlisteu des Bezirksgerichtes Gottschee, Thomas Krischmann, über sein Ansuchen zum Bezirksgerichte in Großlaschitsch, danu den Kanzlistcn des Bezirksgerichtes in Rann, Anton Po schar, zum Bezirksgerichte iu Gottschec übersetzt, und den beim Bezirksgerichte in Wippach in Verwendung stehenden disponiblen Bezirtsamts-Kanzlistcn Anton Sandri zum Kanzlistcu beim Bezirksgerichte in Raun ernannt. — (Beim Grazer ^an d esgcri ch tc) ist eine Rathsstclle mit den, Gehalte von 2000 fl. eventuell 1(i00 Gulden nebst Vorrückungsrccht in die höheren Gehaltsstufen zu besetzen. Gesuche sind binnen vier Wochen beim Präsidium des genannten Landesgerichtes einzureichen. — (Brigadecoucentrirung.) Im Monate September findet hier eine Brigadeconcentriruug statt. Aus diesem Aulasse rückt die 2. Escadron des Graf Palffy 14. Hußarenregimentes am 30. August in Laibach ein, sowie das 19. Iägerbataillon aus Rudolfswerth, fernerö abthei-luugsweise sämmtliche Reservisten des Regimentes Kühn I Nr. 17, im ganzen an 2000 Mann. Dagegen rücken zwei Batterien des 7. Artillericregimentes zur Eavallerie-Eoncenlriruug uach Klagcnsurt ab. — (Postämtliche Vcrfüguug.) Die Agramer kgl. Postdirection gibt bekannt, daß die in Laibach bis 92.4 Uhr Früh aufgegebenen Briefe für Agram mit dem! Eilzuge Triest-Wieu Nr. 1 und mit dem gemischte» Zuge ^ Stciubrück-Agram Nr. 514 befördert und iu Agram um ^ l> Uhr Abends ausgegeben werden. > Äufr u f. Durch Entzündung schlagender Wetter fanden in > den freiherrl. von Ourgl'schcn Kohlenbergwerken ^ im Planen'scheu Grunde bei Dresden nber' dreihundert lircwc, fleißige Bergleute einen entsetz- > licheu Tod. ! Groß ist das Unglück, und Jammer und Elend herrschcu an der Uuglücksstättc. Gegen Tausend Witweu und Waisen sind in Kummer und Sorgen um ihrc Zukunft und, wenn nicht allseitig die ansgicbigste Hilfe gebracht wird, dein Elende preisgegeben ! , Darum wcudcu wir uns bci diesem, durch seine fast beispiellos große Ausdehnung besoudcrs beklagend ^ werthen Unfälle, nntcr Acrufuug auf den Hilferuf des Comity's in Dohlen bei Potschappcl an alle fühlenden Herzen mit der Bitte, durch Beiträge iu Etwas das materielle Elend lindern zu helfen. Wir werden die an uns gelaugcndcn Gaben sammeln, an das Hilfst comity absenden und seiner Zeit öffentlich verrechnen, j Wien, !». August 1809. Das Hilfö-Comitr: Graf von Heust. Reichskanzler, Vorsitzender. Freiherr v. Vcust, l. l. Ministerialrall), Stellvertreter des Vorsitzenden, Annagasse ltt. Loniö von Haber, Zcolitzgassc 4, Parkring. I. W. Guttmann, Äergwerlbesitzcr, Bauernmarkt 2. Th. Demuth. Firma: Gerold und Comp., Buchhandlung, StcpYanSplatz. Schriftführer und Cassicr. E. Golditz. Ol'ncraldircctor der Persichcruugs-Gesellfchaft „Donau," Schwarzenbergftlatz 14. B. Dittrich, Director der „Allgemeinen Trans« portvcrsichcruugs-Gcscllschaft," Graben 5>1. Hcrrinanu Tauvcrt, Gonzagagasse 1i^. Neucslc Post. Florenz, 1A. Angust. DaS „Diritto" berichtet, Herr Tornielli, Eabinctschcf des Generals Mena-brea, sei in Sachen des ölumenischen Concils nach Rom gereist. Die italienische Regierung ist mit der ernsten Erwägung der in Bezug auf das Eoncil zu ergreifenden Maßregeln beschäftigt. Der König hat die Mitgliedschaft der italienischen geographischen Gesellschaft angenommen und bestimmt, daß auch dieselbe der Eröffnung des Canals von Suez d>.:rch ihrcu Präsidenten beizuwohnen habe, welcher die Neisc im Gefolge Sr. lönigl. Hoheit des Prinzen NmadcuS machen wird. Der Kronprinz Humbert soll nach dcr ,.G. di Torino" bcabsich. tigcn. sich in Florenz bleibend nicdcrznlasscn. Dcr General Cialdini, der soeben in Turin angekommen ist, soll, nach demselben Blatte, die Mission haben, den Admiral Pcr-sano von der Veröffentlichung feines Tagebuchs abzuhalten. Dcr „Contc Cavour" will Nachrichten über einen demnächst zu erwartenden Rückzug der Franzosen von Nom haben. Telegraphische Weckselcourse uom IU. August. . 5perc, Metallique« 62.90. - 5perc. M.talliqueS mit Mai-"> November-Zinsen 62,90. — 5oerc.Nlltional-Auleheu 72.10. - l»M Slaatöaulcheu 110.-. — Vaulactieu 770. — Ereditaclien 30?.'^ — London 123.85. — Silber 12l.-. — K. l. Ducaten590. Das Postdampfschiff „Westphalia," Eapitän Schwenk welches am 26. Juli von Hamburg abgegangen, ist «^ 10. August wohlbehalten in New-Pork angekommen. ^ Handel und Wolkswirthschastlich6 Trieft, 14. August. (Wochenbericht v 0 u A " > ^' S ch eid cu b crg cr.) Das große Falliment dcs Hauses i>tod cavachi ä Fraughindi, sowic auch die wegen dcr Conscprition I»^ gehabten Ruhestörungen hatten nicht wenig Eiuslns; anf die ^ > lvegung unserer Börse in dieser Woche. Von England l>racü^ dcr Draht Prcisaufschlägr von jeder Gclrcidegatluug. und ^, ich in meinem vorigen Verichtr vorausgesagt hatte, traf ein: »'^, ! Markt hat eine steifere Haltung angenommen mit Aussicht ^ weitere Steigerungen, Trotzdem halten sich die Exporten« ^', , Eiuläiifcn znrllck, weil die vom Inlande verlangten Preise iü^ ncm Verhältnisse mil denen zum Export reutirbareu stehen. ^^ Umsatz war daher gering nnd bestand in W e i z e » 25.000 Sn nngar. 104/1U! pfd, fl. »!.20 7,25 pr. N6 Pfd.. worniltel'' 3 Theil anf Lieferung pr. Novcmber-Decemder in ucuer Waare" z M ais. Albanien, BoSniru, Ungarn. 3,l.000 star, fl, 3.85 ^ , sl. 4.L0 sir 1l^, ^ mühlc in Kraiubnrg anf Speculation Der Umsah betrug g^' ^000 Ctr, Kleie animirt. besonders grobkörnige. - ^ m 0 l i n i ohne Vorrath; si. 2.20 uomincll. Iu F iso^ , uubrdcuteiide Verfciufe, — Rinds chmatz ohne Porrath, !^',,, und lrmn. würde gevu mit fi. 52--53 pr, Ctr. bezahlt wtt^! ° vesterreichische Oisenbahu-Tarife. Auf die i> ! Handrlsmiiüstcr an die österreichischen Eisenbahnuerwallnngl'» ^ ^ gangene Einladung zur Erstattung von Vorschlägen wegen ^ hcitlicher Gestaltung dcr Tarife wnrdc von dem dieSbczüglnh!>, wählteu Counts, iu welchem die )tordbahu, Sildbahn, S>a^ >l bahn. Elisabeth Westbahn nnd böhmische Westbahn vertreten '"»^ I, bereits ein Elaborat überreicht, nachdem es vom Plenum ^ BahiilGrftllschafteu angenommen worden war. Die Antrag ., . Eomit,"ö, welche vou Zissernausä^cn gänzlich Umgang geno»'^. haben, sind gerichtet anf: 1. eine conforme Anordnnng des !^ ° incllen Theiles dcr Tarife; 2. eine gemeiusame Namcnclal^ 1 3. Herstellung einer Einigung bezüglich der Vlebeugeliitk!^, H 4. gleichmäßige Aufstellung der Agiozuschlägc; 5. Errichüing^ österreichischen Verbänden; ü. gemeiusameS Vorgehen bci 'M ration der Tarife. ^ ^ Wochenausweis der ??ationalbanf. Der am ^ >< d. M. ausgegebene Wochen-Ausweis beziffert deu Äanlnotcil^ , lauf mit 29«.9l,!,270 fl.. dem zur Bcdecluug die folgenden'M' ^ gegenilberstchen: Metallschal) 109.203.000 fl,. iu Metall zahl^ Wechsel 38.5U5».??!; fl., Staatsnoteu, welche der Baut geh^ I,4«1.570fl.. Escompte 8«;.1,355.4!»^ eingelöste Coupon« von Grüüdcullllstuiigs-Obligalioucu 40H i Gulden, cingclöLlc und börsrmäßig augclanfte Pfandbriefe 10 ^ , 9^6.1^3 Guldcu. ! Italienischer Vloyd. In Italien trägt mau sich ^ dem Projecte, eiueu „Italienische» Lloyd" zu gründen u>^> ^ diesem die uerschiedeucu bereits bestchcudeu italienischen 2^ sahrtsgcsellschaftcn zn verschmelzen, ^ Angekomlnene Fremde. Am 14 August. ^ ^ Stadt Wien. Die Herren: Vogel, von ^chünberg. — ^ schig, l. l, Negicrnngsrath; Godnig, Handclöm.; PaM Ngcnt, nud Frau Girard, oon Tricst. ./ Elefant. Die Herren: Saiovitz, Privatier, aus !l!avaiilth^ Zalolar, Spediteur, und Diglic, Wirth, von Tricst, — ^ Gntsbes,, aus Untcrtraiu, > Ateteoroll?fische NeohacklUlilssell ill LülliuA "UÜ7Mg7 327.7.g ^.sl.« windstill trilbe ,1 !>'.. 2 „ N. 325.«!i 4-17« O. z. start f. g. bewollt ' 10., Ab. 32 --------------------------------------------------------------—__-___—--------------------------—---------------------------------------------------------------------------------------»------>---------------------------------—-^l.' Nnl'l'l'ttllpl'll'^t Wien, 14. August. Die Stimmnng der Vörsr hat sich seil gestern Abend» rnischicdcu gebessert, der Umsatz war jedoch nicht sehr groß und daö nicht eben günstig,/ <«lll^zll!»lzlU/!. longationsverhnllniß verhinderte den weiteren Ansschwnng Sl, standen denn die Course dcr leitende» Papiere durchschnittlich noch immer etwas tiefer als gestern ^/ Mau nolirlc um die Mille der Vörfc Auglo 397, Credit 307, Frauco !4l>, ^ationalbant 770. Vanbant 75, Aaulucreiu 193. Nur Aclicn dcr Wiencr Baut schrittcn bis 201 »ur. jcnc dcr MV dank bis l1»i. Dagegen waren Vrrcinsbant bis 131. Omnibus bis 25>? rückgängig. In Eiscnbahu-Acüen war gcrmgcr Vcrlchr und uotirlcn Fcrdinauds-Nordbahu2300, Lombarden 27350,K Ludwig 207. böhm'ifchc Wrstbalui 229. Silbcrrcntc wurde beiläufig ,zum gestrigen Course gehandelt. Papicrrcntc mit bezahlt. Devisen waren AufaugS steif, gegcu Schluß ziemlich "^ „amcnllich jeuc auf deutsche Plätze. Mau nolirtc bei Schluß des Berichtes: 4. Allgemeine Ttaatsschuld. Filr 100 fl. Geld Waare Einheitliche Staatsschuld zu 5 pCt.: in Noteu verziusl. Mai-November »!2,80 1.- 80.50 Steiermlllt .....5 .. 92.75 93.25 Ungarn .... „ 5 „ 81.40 81,90 l O. Actie» von Banfinstituten. ! Geld Waare Auglo-österr. Vaul.....395.50 3!«:. - Anglo-uugar. Vaul .... N750 II«._. Bodcii-Cr'rditaustalt .... 314.— 3U>.— Crcditannalt f. Handel u. Gew. . 308,20 3"8.40 Creditanstalt, allgcm. uugar. . . 109 50 1W.— Escompte-Ocscllschaft, u, ö. . . 915.- 92(».— Franco-östcrr. Vanl . . . .145 25 145.75 Geiilralbanl......."'^ 8<>,l>0 Nationalbaul.......770— 771 ... Vrrcinsbant.......133,- 133.50 Verichrsbaul.......141-^ 141.50 «. Actien vo» TranSportunterneh, mllnaen. ^. Geld Waare Alfijld-Fiumancr Vahu . . > 1^-" l«0.~. Vöhm. Wcstbahu.....229.-.. 229,5l) Carl-i.'udwig-Bahu ..... 267.— 2 500Fr. „I. Em. 1 Creditauslalt f. Handel u. Gew. Geld ,^ l zu 100 fl. ö W......1625" >b" s Rudolf-Stiftung zu 10 fl. . . 15.- ^< ' Wechsel (3M°u) G^ ig^ Augsburg filr 100 fl, slldb. W. 102.4b ^ Fraulfurt a.M.100fl. delta 103,?^ < Hamburg, fllr 100 Marl Vai:c° 90.?'' ,z<^ Loubou, ftlr 10 Psuud Sterling 12^"" ^ l Pari«, fitr 100 Franc« . . . 4!>.^ . Cours der «eldsorten ^«c^ s Geld ^ !»,, K. Mliuz-Ducatel: . 5 fi. 9l lr. '"' fi , , Napoleonsd'or . . 9 „ 93j « '' "»', Vcreinsthalcr . . . 1 „ 81 ,. ^f " 1" Silber . . 120 .. 90 „ ^ " ^ «raiuische Oruudenllaftuug« - Obligat>o" , »lltnotirun,: 8U50 Geld. 90 «v"