Nr. 149. Montag, 3. Juli 18»3. 112. Jahrgang. Mlmcher Zeitung. PrHnnMtsatlonsprtls: Vl!t Postver^enb» na: go»zjal,rig ft, lk>, halbjährig fl, ? 5N. Im llomptvlr: ^ Dlt «Laibacher Zsttung» erschrlut lHgllch, mlt «ulnahmr dtl Lonn» unb ytirriagt. Die >»»l»»ftr»»<»» «anzjährig ft, ll, lialWhng .',<>, ssül die Z»st»'N«»<, !»« Hau« gainjährig st, l, - Ins,r»lon»r: stin 3 brfinbs« sich «l°»grsl«pllltz Nr, ». bi, «eb«lt«o» Uahnhofgassf Nr, li NprschNnnbs» der «edaltion tigllch von ilt!»f Ii>!>'sll!!' Iii« z» < ^>'i!>'» ^>> l>', g>Mt>>' psl ^sl!»' <> ll. i l»< ostcici, sUi'^ciyi'IüXlis» ps> ^s<,s >, ^, " 8 bll lü Uhr vormülan« — Uofranlifrie Urifn e n t auf die Dailmchor Zeitung. Die PränumcrationS-Vedingungen bleiben unverändert und betragen: mit Pofivtrftndung: für zaibach: ganzjährig . . l» si. — kr. ganzjährig . . II sl. — lr. yalbjährig . . 7 » l«> » halbjährig . . » » »0 > vierteljährig . » » 7ll » vierteljährig . 2 » 75 » monatlich... i » »5 » ttwnailich... — » »2 » Für die Zustellung insHaus siir hiesige Abonnenten per Jahr 1 Gulden. WM" Die Pränumeratwns - Velräge wollen portofrei zugesendet werden. Jg. v. Kleinmayr ^ Fed. Hamberg. Amtlicher Weil. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 24. Juni d. I. den» Landesgerichts-Präsidenten in Brunn Conrad Scharrer anlässlich der erbetenen Versetzung in den dauernden Rnhestand in neuerlicher Anerkennung seiner vieljährigen ausgezeichneten Dienstleistung taxfrei den Ritter» stand allerguädigst zu verleihen geruht. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. Juni d. I. allergnädigst zu gestatten geruht, dass dem ordentlichen Professor der technischen Hochschule in Wien August Prol, wie das Volk sich mehr und mehr von der schönwortigen Rhetorik der Berufi^Parlamentarier abwendet, kann auch für uns in Oesterreich ebenso lehr-als trostreich sein. Selbst mit Hinzurechnung der süddeutschen Volks-partei haben die Liberalen noch nicht den dritten Theil der Neichslagsmandate errungen, unb auch mit den Socialdemokraten zusammen bildet die Linke noch lange nicht die Hälfte des Reichstags. Innerhalb des Liberalismus haben die Gemäßigten gewonnen, die rabicaleren Elemente eingebüßt. Eine erfreuliche Erscheinung bildet der Zurückgang der Welfen, die Siege in den Reichslanben, während die regierungsfreundlichen Polen etwas zugenommen haben. Das Hervortreten süddeutscher Particulariften hat relativ geringe Bedeutung. Man kann den Eindruck nicht abwehren, dass sich die Häupter der Liberalen allgemach im Angesichte der Nation um den Schein bringen, als ob sie die privi» legierten Vertheidiger der geistigen, politischen unb socialen Freiheit seien — was man fast immer >im Wege der Negation seit langer Zeit zu hören gewohnt war. Die Socialdemokratie hat es diesmal für noth« wendig erachtet zu heucheln. Je nach Bedarf und Publicum pflegen die socialistischen Candidate« ihre Firmen zu wechseln. Aber was soll man sagen, wenn in dem socialdemokratischen Wahlflugblatt «Die Freunde des Vaterlandes» aufgefordert werden, sich »muthig Feuilleton. Ueber die Wirkungen nnd Ursachen der erhöhten Phantasie. Von Pros, A. Dcrganc. II. Dass es auch die Visionen der Geister plastische Bilder der Phantasie sind und nicht wirklich körperliche Objecte, bedarf wohl keiner weiteren Ausführuug. Es sind nur Zustände des eigenen Gefühlslebens, wel» ches sich durch die Phantasie in Bildern zu offeubaren strebt. Ls sind also Abspiegelungen im Subjectiven der Geister. Der Geisterverkehr und die Eeistersprache ist nach Swedenborg die unmittelbare Gedankenanschauung. Der Geist kann aber auch keine körperliche Einwirkung hervorbringen, eine solche ist nur geistig unmittelbar auf das Gemüth möglich. Das in plastischen Formen thätige GefülMvcrmögen objectiviert hier den Eindruck von einem wirklichen Geist und stellt ihn in der höchst möglichen Form dar; diese ist die menschliche Gestalt. Die gestaltlosen Wesen der Geisterwelt erscheinen daher in menschlicher Gestalt. Diese alles Materiellen ermangelnde Gestalt ist sür den Allsinn des Gefühls ein wahres Object. Man sieht den Geist, man hört ihn, man fühlt ihn an und doch wird man ihn nicht durch die körperlichen Sinnes- functionen inne, sondern durch den sogenannten Alisinn des Gefühls, der in diesem Zustande alle Körpersinnc vicariert. Wir selbst theilen uns diesen Geistergcstalten so mit, wir sprechen mit ihucn und diese antworten; wir handeln wirklich vor ihnen und diese vor uns, ohue dass in beiden Fällen eine wirkliche Perception durch die äußeren Sinne möglich ist. Daher der Glaube mancher, dass sie mit der gehabten Erscheinung laut gesprochen hatten, und doch wurde vou den Anwesenden nichts vernommen. Stelle ich mir z. B. vermittelst der Einbildungskraft ciu Gespräch vor, so fühle ich deutlich meine Anstrengung von innen auf der einen Seite in die Sprach- und auf der anderen Seite in die Gehör-organc übergehen, gleichsam als wollte ich das mir im Innern Vorgesprochene vermittelst der Phantasie hören. Sind die Handlungen der Phantasie sehr lebhaft, so gehen sie in wirtliche Erregung der äußeren Sinne und Bcwegungsorgane über, die in der Phantasie hervorgerufenen Bilder werden auf die äußeren Sinnesorgane übertragen, erscheinen mm von außeu und können von den äußeren Gegenständen nicht mehr unterschieden werden. Die Geisterwelt wurde demnach durch die Phantasie in die wirkliche Welt verpflanzt, denn der menschliche Geist will alles, was sich denken, glauben und ahnen lässt, zu einem Objecte dcr Anschauung machen und vergisst su leicht, dass die Vernunft mit den durch die Bilder der Phantasie verschmelzten Ideen und Begriffen ein Gaukelspiel treibt. Da sie natürliche Be gebeuheiten in übernatürliche zu verwandeln weiß, da dem Unkundigen und Leichtgläubigen das symbolische Bild sür die Sache gilt, da ein im Aberglauben befangenes Gemüth, wie die Melancholie, die Phantasie zu Vorstellungen vou Dingen antreibt, die nicht vor» Handen sind, so sind Täuschungen und Sinnesverwi» rungen bis zum Aberwitz und bis zu teuflischer Lieb» losigkeit und Verfolgung leicht begreiflich. Nicht weniger wunderbar als der innerlich gestaltende Sinn der Phantasie ist die activ nach außen wirkende positive Geisteskraft derselben. Dabei haben wir auf die wunderbaren Wirkungen der erhöhten Phantasie aufmerksam zu machen, die sie unmittelbar auf den Leib zu macheu imstande ist, dass sie zur Erzeugung und Heilung vou Krankheiten eine mächtige Verbündete sei, zeigen die ärztlichen Erfahrungen aller Zeiten. Durch die Fixierung der Vorstclluugeu auf bestimmte Stellen des Leibes sind infolge Suggestion blaue Flecke und durch scharf dahin gerichtete Gedanken sogar wirkliche Verletzungen, ja Brandwunden und Haut-blutuugen entstanden. Sie ist imstande, Zunge nnd Glieder zu lahmen und diese Lähmungen auch gänzlich zu heben. Das Versehen und die Einwirkung der Einbildung bei Schwangeren auf den Embryo ist in unzähligen Beispielen erwiesen. Das Verschen ist nichts anderes als die Wirkung einer (in der Regtl nnbrabsichtigten) Suggestion durch die sinnlich walirgrlwmmene Um-gebung, welch? durch ihren starken physischen Reiz den Lllibacher Zeitung Nr. 149. 1282 3. Juli 1893. und unverzagt auf die Seite der Socialdemokratie, auf Seite aller staaterhaltenden Elemente zu stellen?» So sucht die Socialdemokratie Gimpel zu fangen, die ihre Parteitage mit Hochrufen auf die «internationale, revolutionäre Socialdemokratie» schließt und bei diesen Gelegenheiten auch kein Hehl daraus macht, dass ihr Ziel im Umsturz der bestehenden Gesellschaftsordnung besteht. Bei den Wahlen aber redet sie im Namen der staaterhaltenden Elemente zu den Patrioten. Eine gewisse Aehnlichkeit mit mancherlei Vorkommnissen in uuserer Monarchie ist nicht zu verkennen. Indem die Socialdemokratie in allen Wahlkreisen des deutschen Reiches ihre Lockrufe ertöuen ließ, hat sie glücklich 372.000 neue Stimmeu eingefangen. Das ist viel weniger, als ihre Propheten prahlerisch in Aussicht gestellt, doch ist es immerhin ein beträchtlicher Zuwachs. Würde sie ihr wahres Gesicht gezeigt haben, so wäre es mit dem Erfolg wohl anders bestellt. In derjenigen Frage, welche die nächste Veranlassung zur Auflösung des früheren Reichstages gab, kann sich die Regierung den Sieg znschreiben. Doch sind die Parteiverhältnisse so verworren, dass das Handwerk des politischen Wetterpropheten vorerst fragwürdiger als je erscheinen muss. Im ganzen und großen lässt sich zudem behaupten, dass durch die Vorgänge bei der Auflösung, den Wahlen und Stichwahlen und allem, was darum und daran hängt, bei Leuten, welche vorurtheilsfrei denken, sich das Ansehen des Parlamentarismus sicherlich nichts weniger als gehoben hat. Politische Uebersicht. Seine Majestät der Kaiser ist gestern Sonntag den 2. Juli in Gastein eingetroffen, wohin ihm Ihre Majestät die Kaiserin am 30. Juni voraus reiste. Nachwehen der Gu ndulic-Fei er. Auf der Rückreise vou Spalato hielten sich die kroatischen Ausflügler hier auf, was wieder Anlass zu groß-kroatischen Demonstrationen gab. An einem Ausfluge nach Saloua nahmen auch Mittelschüler mit mehreren Professoren theil. Dort kamen den Ausflügler» die Zöglinge des bischöflichen Seminars mit vielen Bauern entgegen, wobei unaufhörlich «Avio»-Rufe auf Kroatien, Starcevic, Strossmayr. auf die kroatische Opposition und das kroatische Staatsrecht erschollen. Abends fand im Theater ein Concert statt, worauf man die Ausflügler noch mit Dampfschiffen begleitete. Die lärmenden Kundgebungen dauerten die ganze Nacht hindurch foit. Auch einzelne Raufereien sind vorgekommen. Im permanenten Steuer-Ausschuss klagte Abgeordneter Freiherr von Morsch über den «Verrath», der durch Mittheilung semer Verhaudluugeu in Blättern verübt worden sei. Seine Vorwürfe richteten sich insbesondere unmittelbar gegen Dr. Steinwender. Ihm folgten mit dem Ausdrucke der Entrüstung mehrere andere Mitglieder des Ausschusses, so Dipauli, Abra-hamowicz. Steinwender gab wohl zu, dass er an Iour-nalisteu gewisse Informationen gegeben habe, verwahrte sich aber dagegen, dafs man ihn für die Form verantwortlich mache, in welcher diese Informationen verwendet wurden. Ein Mitglied des Ausfchuffes beantragte den Ausdruck der Missbilligung für Doctor Steinwender. Abgeordneter Dr. Menger äußerte den gerechtfertigten Zweifel, ob dem Ausschuss ein Missbilligungsrecht zustehe, worauf die Sache fallen gelassen wurde. Oesterreichisch-ungarischer Handelsvertrag mit Serbien. Man telegraphiert aus Wien, 30. Juni: Der Austausch der Ratifications-Urkunden über den neuen Handelsvertrag zwischen Oesterreich-Ungarn und Serbien und über die gleichzeitig abgeschlossene Thierseucheu - Conveution vom N^n August v. I. hat heute vormittags im Ministerium des Aeußern stattgefunden. Die Tiroler Landesausstellung. Ungefähr vor Jahresfrist ist der Beschluss, eine Tiroler Landesausstellung im Jahre 1893 zu veranstalten, ge-fafst wordeu, und wenu man damals keine günstigen Erwartungeu an das Unternehmen geknüpft und vielfach sogar Widerspruch dagegen erhoben hat, so ist es doch gelungen, der vor einigen Tagen eröffneten Ans-stellung einen guteu Erfolg zu sichern. Wie bekannt, ist die Landesausstellung nur eine Ausstellung des deutschen Landes Tirol. Aus dem italienischen Theile sind zwar einzelne Industrien vertreten, jedoch nicht in solcher Zahl, dass es einer Vertretung dieses Landes' theiles gleichkommen würde. Politische Rücksichten haben über die wirtschaftlichen Interessen den Sieg davongetragen, uud schwere Verantwortung haben diejenigen auf sich geladen, welche mit ihrem nationalen Terroris-mus sich auf eiu Gebiet begeben habeu, das ihren nationalen Bestrebungen fern liegt und auf dem sie der Bevölkerung durch ihr Verhalten unberechenbare Nachtheile zufügen. Die Einstellung der Silberprägung in Indien. Manche Ereignisse aus der Finanz' geschichte unferer Monarchie erinnern an das, was gegenwärtig in Iudieu vorgeht. Dort ist die Suspension der Silberprägnng nunmehr zur Thatsache geworden. Es ist das ein finanzpolitisches Ereignis von weltgeschichtlicher Tragweite. Der so plötzlich gekommene Entschluss der englischeu Regieruug ist offenbar durch den starken Rückgang des Silberpreises und durch die Ueberzeugung herbeigeführt worden, dass sich demselben mit künstlichen Mitteln nicht beikommen lassen werde. Wenn auch der niedrige Silberpreis dem Export Indiens förderlich war, so wurden doch anderseits durch die heftige Beweguug, welcher der Silberftreis ausgesetzt ist. dem Lande so schwere Nachtheile zugefügt, dass es im Interesse Indiens gelegen erschien, lieber jenen Vortheil aufzugeben, damit aber auch die Nachtheile zu beseitigen, die mit diesem Zustande verknüpft waren. Was jetzt in Indien geschieht, ist allerdings vorerst noch nicht die Einführung der Goldwährung; der jetzige Schritt bewegt sich zwar in dieser Richtung, die Goldwährung selbst wird aber erst für später in Aussicht gestellt. Zunächst ist das Wesentlichste, dass, wie schon telegraphisch mitgetheilt, die Münzstätten den Silber-prä'glmgen Privater verschlossen werden, gerade wie dies Oesterreich schon 1879 that, um den Wert des Silberguldens unabhängig zu machen von dessen Metallwert. Zugleich thut aber Indien den zweiten Schritt, den auch Oesterreich-Ungarn ihm schon vorgemacht hat: es normiert für Umrechnung der Rupieu in Gold ein bestimmtes Wertverhältnis (16 6). Aber dieses nicht für das Hergeben von Gold gegen Silber, sondern, vorerst wenigstens, nur von Silber gegen Gold. Sonach kommt Indien in eine Art von hinkender Währung, so jedoch, dass, solange die jetzt provisorisch eingeführte Wertrelation nicht geändert wird, die Verwertung der Valuta in Indien zwar eine Maximalgrenze erhalten hat, ohne indes auch schon nach unten gebunden zu sein. Aus Russland werden einige Verkehrs-beschränkungen gemeldet. Es wird gemäß einem von der Regieruug gefassten Beschlusse ein Reglement erlassen werden, das den Chinesen den Handelsbetrieb ill einer Anzahl von ostsibirischen Orten verbietet und zu demselben ausschließlich russische Kaufleute zulässt. — Im Hinblick auf den Umstand, dass einige Jude» in Wolhynien versucht habeu, sich in Ortschaften, wo sie früher Immobilien besaßeu, die sie infolge ihrer Aus^ weisuug veräußern mussten, neuerdings niederzulassen, wurden sämmtliche Bezirtsvorsteher der bezeichneten Provinz augewiesen, für die Verhindernug derartiger Umgehungen der durchgeführten Ausweisungsmaßregeln strengstens Sorge zu tragen. Tagesneuigleiten. — (Anton v.Vranyczany-Dobrinovicf) Am 25. v. M. ist zu Klöch, einem lleinen Nadeorte nächst Gleichenberg in Steiermark, der Hof- und Ministerialrath Herr Anton v, Vranyczany-Dobrinovic im Alter von 70 Jahren gestorben und am 27. v. M. dort begraben worden. Derselbe entstammte einer alten, angesehenen kroatischen Adclsfamill'e. Er trat im Jahre 1850 als provisorischer Kanzler bei dem damaligen Generalconsulate in Sarajevo in den Staatsdienst. Nachdem er einige Ieit dem l. und k. Kriegsministerium und der damaligen kroatisch-slavo< nischen Hofkanzlei zugetheilt gewesen, wurde er im Jahre 1867 in das Auswärtige Amt berufen, wo er als Prä-sidialsecretär des damaligen Ministers Grafen Neust fungierte, in welcher Eigenschaft er mit vielen amtlichen und Gesellschaftskreisen in Berührung kam. Er zeichnete sich durch Pflichteifer, liebenswürdiges Venehmen sowie seine loyale Offenheit aus und erwarb sich sowohl das Vertrauen seiner Vorgesetzten und Dienstcollegcn als die Achtung zahlreicher Wiener Gesellschaftskreise. Auch nach dem Rücktritte des Grafen Neust verblieb er im Auswärtigen Amte. Er wurde als Hof- und Ministerialrath infolge andauernder Kränklichkeit im Jahre 1884 in den wohlverdienten Ruhestand versetzt und lebte seither in völliger Zurückgezogenheit. Vranyczany wurde im Laufe seiner nahezu 35jährigen Dienstleistung in Anerkennung seiner Verdienste mit dem Ritterkreuze des Franz. Josef-Ordens und dem Orden der Eisernen Krone dritter Classe ausgezeichnet. In den Kreisen seiner Amtsgenosfen halte er sich durch seine Liebenswürdigkeit ein ehrendes An-denken bewahrt, welches ihm gewiss auch über das Gral, hinaus bewahrt bleiben wird. — (Fünffacher Giftmord.) Dem «Fremden« blatt, wird aus Rosenberg geschrieben: Wie telegraphisch gemeldet, ist der Vauer Adalbert Karlinger sammt seiner Gattin Marie Karlinger unter dem Verdachte des fünf» fachen Giftmordes, begangen an seinen Schwiegereltern Franz und Anna Wurzinger, seinen Schwägerinnen Io« Hanna und Anna Wurzinger und seinem Schwager Josef Wurzinger, verhaftet und dem Bezirksgerichte in Hohen-furth eingeliefert worden. Karlinger, ein 'i^ jähriger Mann der feine Wirtschaft ganz vernachlässigt halte, wollte sich in den Nesitz des Vermögens seiner Anverwandten setzen uud beschloss, dieselben aus dem Wege zu räumen. Fünf Personen fielen dem Mörder zum Opfer, er hatte sie durch Gift aus dem Leben geschafft. (Rad-Distanzfahrt Wien-Berlin.) Ein Telegramm der «Tagespost» vom 30. Juni meldet: Berlin, 30. Juni. Als erster ist hier Fischer aus München um 1 Uhr 10 Minuten angekommen. Er hat die Strecke in 31 Stunden zurückgelegt. Als Zweiter dürfte Sorge aus Dresden, als Dritter Andersen aus Kiel eintreffen. Von Oesterreichern werden als Erster am Ziele sein Franz Gerger aus Graz, der bis jetzt ungefähr der Siebente Organismus der Mutter, wie den des Kindes, der ja noch ein Theil von ihr ist, gestaltend beeinflusst, so dass sich die Affectionen der Mutter in dem Körper des Kindes bleibend verleiblichen. Die Wirkungen der Phantasie erstrecken sich sogar weiter über den eigenen Leib hinaus auf andere Menschen, was insbesondere von der geistigen Ansteckung und von der Kraft des Willens gilt. Die positive Macht der nach außen wirkenden Phantasie kommt noch wunderbarer vor, wenn wir sie als Motiv des Willens und seiner Wirkungen betrachten, die sich nicht bloß auf den eigenen Körper, sondern auch auf andere und in die Ferne erstrecken. Dafs man feinem eigenen Körper durch eine recht lebendige Vorstellung nnd mit angestrengtem Willen eine grohe Stärke geben könne, ist bekannt genug; sogar Gelähmte vermochten ihre Glieder zn bewegen und sich z. B. einer Gefahr entziehen. Ebenfo kann die bloße Willkür den starken Körper bis zur Uuthätigkeit ab-mn^tilm?^^ "nzelne Organe, z. B. das Herz, ^ ^m^ ^. b""g.en. hie gewöhnlich dem Einflufs b iten^^!^n"F^" c^> Wie viel man bei Krankheiten vermag, theils olche zn erzeuaen wie i N k»^ die Knuste der SinnUat^,' the^ie "u Häuaeu und zu heilen, lehrt d e tägliche Erfahru^. Vmd Kau ze.gt m feiner ehrrelchen Schrift «Ueber die Mach der Gemüther», femei krankhaften Gefühle Meister?u werden; wie wenig mau es versteht, durch den eigenen Willen seine physischen Zustände umzuwandeln uud er^ Läglicher zu machen. Die Macht des Willens in die Ferne auf andere zu schädlichen und heilsamen Wirkungen ist nicht weniger von altersher bekannt. Häufiger sind jedoch nur die schädlichen Wirkungen bekannt geworden, und da man eine solche »(-'id in 6i»tan« als etwas ganz Ungewöhnliches anstaunt, so war man auch gleich bereit, die Ursache sogar hinter der wirkenden Person zu suchen und sie dem Teufel und bösen Geistern zuzuschreibeu. Die fremde Einwirkuug des Willeus ließ man vorzüglich durch deu Blick übertragen und ein folcher fixierter Blick einer boshaften Seele, die man befonders alten Weibern zuschrieb, wirkte nicht bloß auf Widerstandslose, z. B. vorzüglich auf Kinder, vergiftend, fondern sogar auf die atmosphäre Luft. Schon Virgil erwähnt einer solchen Bezauberung durch den Blick: «1^68010 ljui« Lknero« oc-ulu« miln lancl'nat, aßno«» (Ich weiß nicht, welches Auge mir die zarten Lämmer behext), und Rousseau versichert, in Egypten vier Kröten durch Anblick getödtet zu haben. Das Fernwirken ist durch die Attractionsqesetze der Massen im Principe erwiesen und ist die Folge einer tiefen Willens- und Gefühlserregnng, denn der Wille ist die primäre Seelenskraft und deshalb das wichtigste Element der Beeinflussung. Es können übertragen werden Gedanken, Gefühle uud Empfindungen. Ist der Wirkende seelisch disponiert, h kanu er seine Gefühle absichtlich oder unabsichtlich auf eine (ihm meist ucchesteheude) Person fortpflanzen. Zie Kennat öes Glücks. Roman von Max von Weißenthurn. (2. Fortsetzung.) Vandergrift wusste nicht, ob der Vater oder die Tochter es gewesen war, welche diesen Ruf ausgestoßen hatte. In seiner Vestürzuug waudte er sich an letztere uud fragte: «Sie sind doch Fräuleiu Hetty Clyde?» Em Kopffchütteln antwortete ihm. «Nein, Herr Vandergrift, ich bin meines Vaters ältere Tochter, ich bin Barbara Clyde!, lautete die Erlläruug, die ihm ward. Eine Paufe entstand, bevor Barbara hinzufügte -«Sie werden nun vermuthlich nieine Schwester' zu sprechen wünschen?» Wieder verbeugte Vandergrift sich Neif. «Wenn ich bitten darf!» versetzte er. «Ich hätte von allem Anfang an nach ihr verlangen sollen, und ich mufs Sie ersuchen, mein Versehen zu' entschnldigeu.» Sie neigte kaum merklich das Haupt und verließ das Zmnuer. Die Hand Hcury Clyde's, der sich er-hoben hatte, legte sich mit eisernem Griff auf die Schulter des juugeu Mannes; seine tiefliegenden Augen blickten mit emem fast unheimliche,! Ausdruck aus dem eingcsM'neu Gesicht hervor, uud er hatte etwas geradezu Geisterhaftes au sich, indem er mit nusicherer Stimme hervorpresste: 'Sie sagten, Herr Vandergrift, dass Herr von Maquoil gestorben ist und dass meine jüngere Tochter, Laibacher Zeitung Nr. 149. !283 ^ ^^ ^I^ oder Achte in der Reihe ist; dann Dvorak aus Smichow, Sobotla aus Wlen und Schilling aus Wien. Ein weiteres Telegramm berichtet, dass Gerger aus Graz (34 Stunden 22 Minuten) als Dritter ankam. Man hob ihn auf die Schultern und trug ihn in das Starthäuschen, wo er gelabt und mit einer mächtigen schwarzgelben Schleife geschmückt wurde. Dann fuhr er ins Nad. Auf dem Wege dahin wurde er von der Bevölkerung, welche ihn an der schwarzgelben Schleife bald als den siegreichen Oester-reicher erkannte, stürmisch acclamiert. Die Fahrzeiten Gergers sind: Znaim 3 St. 33 M., Vudwitz 4 Stunden 25 M., Schelletau 6 St. 21 M., Iglau 8 St. 10 M., Stecken 9 St. 8 M., Kolin 12 St. 40 M., Riemes 18 St. 38 M., Gabel 19 St. 30 M., Zittau 20 St. 50 M,, Kalau 28 St. 25 M., Baruth 31 St. 36 M., Berlin 34 St. 22 M. — Als Vierter kam Andersen (Kiel) in 34 St. 30 M., als Fünfter Nehais (München) in 34 St. 42 M., als Sechster Mündner (Berlin) in 34 St. 55 M., als Siebenter Hirsch (Magdeburg) in 35 St. 22 M. — (Haifisch.) Nach einem Berichte des «Indi' Pendente» begegnete einem Reisenden bei Lussinpiccolo auf einer Vootfahrt ein Haifisch, der eine Länge von dreieinhalb Meter Länge hatte. Als die Bootsleute das Thier sahen, ließen sie die Ruder fallen und stürzten in sinnloser Angst auf die Knie. Glücklicherweise sehte der Hai seinen Curs fort, ohne auf das gebrechliche Fahrzeug einen Angriff zu unternehmen. -— (Bezüglich des Unterganges der «Victoria») wird gemeldet, dass der österreichischungarische Marine-Attache von Iedina Samstag in der Admiralität vorsprach, um dem Marineminister Lord Spencer die tiefste Theilnahme der Officiere der öster-reichifch'UNgarifchen Marine anlässlich des Unterganges der «Victoria» auszudrücken. Wie verlautet, wird das Kriegsgericht nicht in Malta, sondern in Portsmouth an Bord von Nelsons altem Admiralschiff «Victory, stattfinden. Hinzuzufügen ist, dass der «Camperdown», dessen Rammbug der «Victoria» den Todesstoß gab, selbst nur durch eifriges Pumpen und durch Verschluss der wasserdichten Verschlage flott erhalten wurde. An eine Hebung der «Victoria» in jenem tiefen Wasser ist wohl kaum zu denken. «Daily Chronicle» macht auf die große Anzahl von versunkenen Schiffen aufmerksam, die seit 1758 nach Mitgliedern der königlichen Familie getauft wurden: es sind ihrer nicht weniger als dreizehn! — (Was ist eine Distanzmarschsuppe?) Das Berliner «Kl. Iourn.» schreibt: Die Vegetarier nehmen bekanntlich die «Siege» der erfolgreichen Fußgänger Peitz und Elsässer für ihre Allheil-Lehre in Anspruch und bringen ihren Triumph in die Formel: «Wer so gut lausen will, wie jene zwei, der lebe nach un« serem Küchenzettel.» — Dass der «Distanzmarsch» überall bort, wo Vegetarier beisammen sind, weidlich gepriesen, werden würde, war vorauszusehen, und so haben denn auch die vegetarischen Speisehäuser sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, den «Distanzmarsch» als Reclame» zuthat für ihr Menu zu benutzen. In einem vegetarischen Restaurant im KW. unserer Stadt gibt es seit einiger Ieit auf dem täglichen Speisezettel eine — «Distanzmarschsuppe». Derjenige, der sich vielleicht für eine Fuß« tour stärken will, bestellt in der hoffnungsfreudigen Erwartung, eine zauberlräftige Wirkung auf sein Piedestal zu empfinden, die «Distanzmarschsuppe». Und was erhält er? Was ist diese geheimnisvolle «Distanzmarsch-suppe?» Eine einfache, schlichte Stachelbeersuftfte! Dass die Stachelbeeren, welche, als Compot besonders, sich wohlschmecken lassen, eine ganz specielle Einwirkung auf die Gehwerkzeuge haben sollen, das zu entdecken war jenem vegetarischen Restaurant vorbehalten. — (Neues über die Nordpol-Expedition von Nansen.) Dr. Koppen hat den Vorschlag gemacht, die Strömungen im nördlichen Eismeer durch Aussehen einer großen Anzahl leicht kenntlicher Gegenstände aus das Treibeis zu untersuchen. Besonders wichtig würde dies dort sein, wo das Eis sich anscheinend nach dem Pole hm bewegt, also zwischen Novaja Zemlja und der Beringsstraße. Wenn wirklich, bemerken die Herausgeber der Annalen der Hydrographie, wie man behauptet, eine Menge Gegenstände der Ieannette-Expedition von den Neusibirischen Inseln auf einer Eisscholle bis nach Sübgrön-land getrieben sind, so darf man nach Ansicht Köppens erwarten, dass von einigen tausend auf dem Treibeise des Sibirischen Meeres absichtlich niedergelegten Stücken ebenfalls einige in den ostgrönländischen Eisstrom gelangen und auf dessen Ausläufen zwischen Cap Farewell und Massachusetts stranden oder sonst in Menschenhände gerathen werden. Auf diese Eistrift von den Neusibirischen Inseln nach Ostgrönland baut ja auch Dr. Nansen seinen kühnen Plan. Koppen empfiehlt als Triebobjecte entweder die vom Fürsten von Monaco im Atlantischen Ocean verwandten stallen Glasflaschen in einer lupfernen Kapsel mit zwischengelagerter Pechschicht und eingeschlossenem Zettel oder einfache Hölzer, in welche durch Beschlagen mit starten Metallnägeln und Blechen eine Inschrift gemacht wird. Die Ausführung dieses vortrefflichen Vorschlags braucht nicht auf die Nansen'sche Expedition beschränkt zu sein, sie lönnte auch von den amerikanischen Walfängern in die Hand genommen werden, welche alljährlich sich in dem Meere nördlich von der Verings-straße aufhalten. — (Die Millstätter Linde.) Die berühmte uralte Linde, welche von so vielen Reiseschriststellern besungen worden ist — die Linde im Stistsgebäude von Millstatt, die pflichtschuldigst sogar Vädeker erwähnt, scheint nun auch dem Los alles Irdischen zu versallen. Die «Klagenfurter Zeitung» meldet vom 28, Juni aus Millstatt: Heute morgens nach 5 Uhr bei völlig klarem und ruhigem Himmel löste sich ohne jede äußere Veranlassung einer der fünf gewaltigen Stämme von unserer berühmten, vielhundertjährigen Linde ünd fiel, ohne weiteren Schaden anzurichten, im sogenannten «Rainer-Hof» zu Boden. Leider ist es der Anfang vom Ende, — (Die tanzenden Knödel.) Die Ehefrau eines in einem Berliner Vororte wohnenden Villenbesitzers glaubte ihre 18 Jahre alte Tochter für die Wirtschaft so weit vorgebildet zu haben, um ihr während einer Reise die Leitung der Küche anvertrauen zu können. Trotzdem bestimmte sie vor der diesertage erfolgten Abreise die zu bereitenden Speisen, zu denen auch Klöße, das Lieblingsgericht des Vaters, gehörten. Bezüglich der letzteren schloss die sorgsame Hausfrau ihre Anweisung mit dem Bemerken, dass sie dann aus dem Kochtopfe herausgenommen werden könnten, wenn sie in de^m Wasser zu «tanzen» anfiengen. Die folgsame junge Dame wagte sich gleich am ersten Mittage an die Klöße, die aber, so sehr auch das Wasser lochte, nicht tanzen» wollten. Mit sich selbst unzufrieden und laut fchluchzend stand Lottchen am Herd und blickte unverwandt auf das väterliche Leibgericht. Die Thränen des Lieblings lockten den Vater herbei, der die Ursache des Kummers erfuhr, zugleich aber auch erkannte, dass die Klöße schon nahe daran waren, sich zu heben. Schweigend holte er seine Geige herbei, entlockte ihr da« bekannte Lied «Siehst du wohl, da kimml er» die Klöße fiengen sofort zu tanzen an, und Lottchens erste Probe war glänzend bestanden! Local- und Provinzial-Nachnchten. Gründungsfeier des Vereines der Buchdrucker, Lithographen und Steindrucker Drains. * Aus kleinen Anfängen, in Provinzstädten noch den ältern Jüngern der edlen Kunst Gutenbergs wohlbekannt, erwuchsen mit der Zeit jene großartigen Fortschritte auf dem Gebiete der «schwarzen Knnst», die den prophetischen Aussftruch eines kühnen Denkers recht-fertigen, dass wir uns immer mehr der gesegneten Zeit nähern, wo der Gedanke aus der einen Seite in eine Maschine gesteckt wird und auf der anderen Seite als fertiges Buch herauskommt. Bahnbrechend hat geniale Erfindungslunst wie auf keinem anderen Gebiete seit dem Anfange des 19, Jahrhunderts der Nuchbruckerlunst die sinnreichsten Hilfsmittel zugebote gestellt, spielend wurden die höchsten Aufgaben bewältigt, die Presse wuchs mit überraschender Schnelligkeit zu einer neuen Macht heran, die überall ihren Einfluss geltend machte. Reformierend und belebend wirkte der gewaltige Fortschritt auch auf das Geistesleben der Buchdrucker, denn längst vorbei waren jene Zeiten, da sie fröhlich vor die Thore der Stadt zogen, um «Farbe» zu bereiten. Mit der wachsenden Bildung nahm naturgemäß das Streben nach Sicherung der Existenz, nach Versorgung der Familie stetig zu, und so sehen wir insbesondere bei dem intelligenten Theile der Arbeiterschaft gut organisierte Humanilätsinstitute ent-stehen aus eigener Kraft nach dem Wahlspruche: 'Alle für einen, einer für alle.» Sie blühen und gedeihen und wachsen unter weiser Fürsorge zu einer Macht empor, die jene alten «Schwarzkünstler» nie geahnt. In die Reihe dieser Humanitätsinstitule gehört auch der «Vereinder Buchdrucker,Lithographen und Steinbrucker K rains», dessen 25jähriger Bestand in würdigster Weise gestern gefeiert wurde. Mit Genugthuung können die Gründer, Mitglieder und Förderer auf die verwichcne Epoche zurückblicken, denn aus kleinen Anfängen ist auch hier Großes entstanden. Den Mitgliedern sowie Gästen des Vereines bot jedoch das gestrige Gründungsfest, zu dessen Schilderung wir nunmehr schreiten, einen belehrenden und anregenden Einblick in das Gebaren desselben. Um 11 Uhr vormittags versammelten sich in dem geschmückten Vereinslocale die Mitglieder und geladenen Gäste, unter denen sich Herr Bürgermeister Grasselli, die Chefs sowie Vertreter der Vuchdruckereifirmen und andere Honoratioren befanden. Nr Vereinsobmann Heri Franz Hribar junior verlas nach Begrüßung der Anwesenden ein Schreiben des Herrn Landespräsidenten Frei-Herrn von Hein, der, durch dringende Amtsgeschäfte verhindert, der Einladung zu der Festfeier nachzukommen, den Verein zu dem schönen Feste des L5jährigen Ve^ tandes beglückwünschte und mit den Worten schloss: «Möge der Verein auch weiterhin sich reich entfalten, blühen und gedeihen und seinen Mitgliedern sowohl als dem Lande Krain zum Nutzen und Segen gereichen». Der Vereinsobmann beleuchtete nunmehr in längerer schwungvoller Rede die Ziele und die Bedeutung des Vereines, der ohne Reclame und festliche Zurüstungen sein Gründungsfest feiere. Der Verein blicke auf zahlreiche, glücklich überwundene Schwierigkeiten und hocherfreut auf den Erfolg, den er mit Unterstützung der Mitglieder errungen, der bisherige Erfolg werde aber zum Ansporn dienen, das begonnene Wert unermüdet fortzusetzen Die segensreiche Thätigkeit werbe am besten illustriert, wenn man die Summen anführt, die der Verein während seines 25jährigen Bestandes für verfchiebene Unterstühungszwecke verwendete, und zwar: für die Unterstützung kranker Mitglieder die Summe von 10,373 st,, für die Invaliden 1084 st,, den Witwen verstorbener Mitglieder 470 fl., für die Unterstützung reisender Buchdrucker 2101 fl,, für conditionslose Mitglieder 1488 fl. und für Vildungs-zwecke 8330 fl., daher insgesammt die Summe von 23.846 fl. Wenn man diesen großen Betrag erwäge, so könne man mit Stolz das Haupt erheben, denn diese für die bescheidenen Verhältnisse der Mitglieder bedeutende Summe, sei aus den geringen Mitteln derselben auf^ gebracht worden. «Wie virl Elend und Noth wurden da-durch gelindert,» bemerkte zutreffend der Obmann, »wir viele Thränen getrocknet! Und trotz dieser großen Summe wollen wir auf dem beschrittencn Wege nicht stillstehen, sondern unsere U^.lterstühuugssassen noch mit der hsnte ins L.'ven tretenden Waiscneasse v-'l vollständigen, Für die aus Anlafs unseres Jubiläums in Nctivität tretende Waisencasse gilt solgende Bestimmung: Di? Waisenunler stützung beträgt nach mindestens achtjähriger Mitgliedschasl des verstorbenen Vatris 2 fl. monatlich für jedes hinl,', lassene Kind und wird vom ersten Datum des nnf de» Tod folgenden Monatrs bis zum vollendeten 14. Iah,e ausgezahlt.' Den weiteren Ausführungen entnahmen wir, dnss der Verein nicht nur siir das materielle Wühl sci-n'l meine Tochter Hetty, Herrn von Maquoils Erbin sei? Ist das wirklich und wahrhaftig die Wahrheit?» Vandergrift trat einen Schritt zurück, so dass die zitternde Hand des alten Mannes schwer von seinem Armr fiel. «Natürlich!» sprach er befremdet. «Wäre ich denn sonst hier? Es ist wirklich und wahrhaftig die Wahrheit!» In des Alten Augen glühte es düster. «Und sie erbt alles?» forfchte er. «Mit Ausnahme eines Legats an des verstorbenen Neffen und einiger geringfügiger Gaben - alles, ja!» antwortete Vandergrift. «Nnd Sie — Sie? Was haben Sie damit zu thun?» fragte Henry Clyde misstrauisch. «Das Testament bestimmt mich zum Vollstrecker desselben und zum Vormund Ihrer Tochter!» lautete die kalt gegebene Erwiderung. «Zum Vormund?» sprach der Alte mit großen Augen ihm nach. «Weshalb? Hetty ist längst großjährig geworden!» «Nach den Verfügungen des Testaments aber Wird sie erst unbeschränkte Herrin ihres Vermögens, nachdem sie das 25. Lebensjahr zurückgelegt hat, also nach vollen drei Jahren!» erklärte Vandergrist im kühlsten Tone. Derselbe schien seine erkältende Wirkung auf den andern nicht zu verfehlen. Er suchte offenbar nach Worten, ehe er von neuem anhob: «Und warum hat Maquoil meine Tochter zu seiner Erbin eingesetzt? Wissen Sie auch das?» Ein durchdringender Blick des Gefragten traf den seinen. «Ebenso gut, wie sie es wissen, Herr Clyde,» erwiderte Vandergrift, fest entschlossen, von allem Anfang an allen Missverständnissen aus dem Wege zu gehen. «Das Testament meines väterlichen Freundes und Verwandten, Herrn Adam von Maquoil, ist das Re« sultai einer innigen Neigung, welche er in langverflossener Zeit für die Mutter des Fräuleins Hetty Clyde vor deren Vermählung mit Ihueu gehegt hat. Die Tochter ist einzig dcr Mutter wegen zu seiner Erbin eingesetzt worden. Ich denke, Sie verstehen mich!» Henry Clyde vermochte den auf ihn gerichteten Blick nicht zu ertragen; feine Augen irrten zur Seite. «Ja, ja, ich verstehe!» stammelte er. Er würde vielleicht mehr gefagt haben, aber in diesem Augenblick gieng die Thür auf, und während Hermann Vandergrifts Blicke auf der Mädchengestalt ruhten, welche in derem Rahmen erschien, schwand jede Spur von Enttäuschung aus seinen Hügen, denn er musste sich gestehen, dass Adam von Maquoils Erbin unmöglich reizender und unschuldsvoller hätte auKsehen können, als dirs thatsächlich der Fall war. Dcr ernste, finstere Ausdruck seines Gesichtes verwandelte sich mit einem Schlage in ein sonniges Lächeln und mit der ganzen, gewinnenden Herzlichkeit, die ihm eigen war, streckte cr ihr seine Hand entgegen, und er fühlte an dem Zitteln ihrer Finger ihre Erregung, während sie bebend henwi brachte: .Ich verstehe nicht, was Vavbara mir sagte —. l^n'tschmia solssl.) L«ibacher Zeitung Nr. 149____________________________1284__________________3. Iuli?1693. Mitglieder, sondern auch für deren geistige Fortbildung durch Abhaltung von wissenschaftlichen Vorträgen, Lehr-curfen, endlich Anschaffung einer zahlreichen Bibliothek sorge. Von erfreulicher Bedeutung ist die Thatfache, daft die Lohnverhältnisse zwifchen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern zur beiderseitigen Zufriedenheit auf friedlichem Wege geregelt wurden. Per Vereinscafsier Herr Urselin wies darauf hin, dass die Fortschritte, welche der Verein zu verzeichnen habe. in erster Linie dem guten Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeiter zu danken seien, und er stelle den Antrag, die Herren Ottomar Namberg, Anton Klein, Johann Kovak, Johann Krajec und Dr.Iosef Derc, ferner die Firmen: Rudolf Millitz, Blasniks Nachfolger, «NarodnaTislarna» und «Katoliska Tislarna» für ihr der Institution jederzeit entgegengebrachtes Wohlwollen den Dank auszusprechen und die Genannten aus diesem Anlasse zu Ehrenmitgliedern des Vereines der Buchdrucker, Lithographen und Steinbrucker Krains zu ernennen. Die Versammlung nahm diesen Antrag einstimmig an, worauf der hochwürdige Professor Herr Anton Zupancic im Namen der Geehrten den wärmsten Dank und die Zuversicht aussprach, der Verein werde wie bisher den weisen Weg wandeln, der ihm die Sympathien aller zugewendet habe. Von tiefem Eindruck war das Erscheinen einer Lehrlingsdeputation, deren Sprecher dem Vereine ihre Anhänglichkeit und ihr Zutrauen versicherten und ein in der «Na rodna Tislarna» hergestelltes prächtiges Dankesdiftlom widmeten. Nach geschlossener Versammlung fand eine photografthische Aufnahme sämmtlicher Mitglieder einschließlich der neuernannten Ehrenmitglieder statt. Um 1 Uhr mittags begann im Gasthausgarten «zum Stern» das Festbankett mit reichem, gewähltem Menu, an dem circa 80 Gäste theilnahmen. Die Tafelmusik besorgte in trefflicher Weise eine Abtheilung der Militärkapelle. Es herrschte die gehobenste Stimmung, die sich denn auch in dem Reigen der Toaste kundgab, den Obmann Herr Hribar mit einem begeistert aufgenommenen dreifachen Hoch auf Se. Majestät den Kaiser als weisen, humanen und edlen Schirmer des Arbeiterstandes, eröffnete. Die Militärkapelle intonierte hiebei die Vollshymne, welche die Anwesenden stehend anhörten. Herr Mathes machte jene anwesenden Mitglieder namhaft, die dem Vereine seit der Gründung, 20. November 1867. angehören; es sind dies die Herren: Max Armic, Valentin Arselin, Martin I el ousel, Anton Klein, Johann Kovak, Johann Krajec, Johann Kremzar, Alois Majer, Anton Plesko, Carl Rüting. Johann Semen, Ernest Spatzek und brachte denselben einen Toast aus. Buchdruckereibesiher Herr Klein sprach seinen Dank aus, Herr Arselin brachte ein Hoch den Ehrenmitgliedern, in deren Namen Nuchdruckereibesitzer Herr Namberg dankte, betonend, dass die Arbeitsgeber dieselben Interessen wie die Arbeitsnehmer vertreten und der Verein gedeihen wird, wenn ihm wie bisher alle po> Mischen und nationalen Strömungen fernbleiben. Von den weiteren Trintsprüchen seien jene des Herrn Vreskvar auf die Journalistik, des Herrn Bar ton auf die Solidarität der Arbeiter, des Herrn Rüting aus das friedliche Gedeihen des Vereines erwähnt. Zahlreiche Zu« schriften und Telegramme auswärtiger Buchdruckervereine gaben von der Sympathie, deren sich der Verein allerorts im hohen Maße erfreut, das beste Zeugnis. Abends fanden sich die Familienmitglieder der Jünger Gutenbergs ein, die bei Musik, Gesang und Tanz fröhlich und ungezwungen den Festtag beschlossen. Möge er allen, die ihn miterlebt, in reger Erinnerung bleiben und der Wahlspruch: «Alle für einen, einer für alle» auch fürderhin den Leitgedanken im Dienste der Humanität bilden. «? * (Aus der Handelskammer.) Die hiesige Handels- und Gewerbelammer hielt am vergangenen Freitag unter dem Vorsitze des Herrn Kammerpräsidenten Perdanund im Beisein des lanbesfürstlichen Commissars Herrn Regierungsrathes Dr. Ruling Edlen von Rüdingen eine Sitzung ab, in welcher eine lange Reihe von Berathungsgegenständen der Erledigung zugeführt wurde. Inbetreff des Ansuchens um Erhöhung des Fleischtarifes in Gottschee und Tschernembl beschloss die Kammer, in ihrer Aeußerung für Gottschee den bisherigen Maximalpreis pr. 46, beziehungsweife 40 kr., für Tschernembl aber die Erhöhung desfelben von 38 aus 40 kr. zu beantragen. Bezüglich der Anfrage, ob Mehl und Thonwaren Artikel des Wochenmarltes seien, sprach sich die Kammer dahin aus. dass die fraglichen m,"^ Nü^icht aus tz 66 der Gewerbe-Ordnung zum Wochemnarltsverlehre gehören. Das Gesuch der ^?M ?' ^"^"° in "unterlrain um Bewilligung nes P erdemarlte« wurde von der Kammer befürwortet Ueber Anregung der Prager Kammer wurde beschlossen die Petition der fünf Schwefterlammern in Böhmen ^ Enthebung der definitiv angestellten Beamten der Handelskammern von der Verpflichtung zur Entrichtung der Landes', Bezirks- und Gemeindezuschläge zu den Slaals-steuern durch eine Eingabe an das l. l. Handel«. Ministerium zu unterstützen. Ueber Anfrage der l. l. Nezirkshauptmannfchaft Radmannsdorf fprach sich die Kammer in ihrer Aeußerung dahin aus, dass die Schäffererzeugung, wie sie in der Wochein betrieben wird, als Hausindustrie zu betrachten sei, die Anfrage der k. k. Regierung, ob in die Krämerbefugnis auch der Handel mit Leder falle, wurde hingegen negativ beantwortet. Schließlich sprach sich die Kammer gegen die Aewillignng einer Marktconcession für die Gemeinde Nadlest und gegen die Erhöhung der Marltgebüren für die Marktgemeinde Studenz aus. Ueber Einschreiten mehrerer hiesigen Kaufleute beschlofs die Kammer, eine Eingabe an die Generaldirection der l. k. priv. Südbahn-Gesellschaft um Errichtung einer Bedachung über den Petroleum-Ab-lagerungsplah am hiesigen Sübbahnhofe, sowie endlich eine Eingabe an die k. k. Post- und Telegrafthen-Dircction um Errichtung von postcombinierten Telegraphenstationen in Trojana und Präwald. * (Deutscher Turnverein.) In dem geschmackvoll decorierten schönen Casinogarten, der, so günstig zur Abhaltung von Sommerunterhaltungen, leider selten benutzt wird, veranstaltete der «Deutsche Turnverein« vorgestern ein ebenso anziehendes wie erfolgreiches Sommerfest, welches allseitig die wärmste Aufnahme fand. Im Vordertreffen standen die Leistungen der Sängerrunde, die eine reiche, obschon etwas sentimental angehauchte Vor-tragsordnung, auf deren Einstudieren Sangwart Herr Victor Ranth ersichtlich Mühe und Arbeit verwendet hatte, unter reichem Neifalle der Zuhörer zum besten gab. Gesang unter freiem Himmel wirkt fchwer, da hundert Stimmen mehr oder weniger kaum eine Schattierung hervorbringen; umso anerkennenswürdiger ist es daher, dass die meisten Chöre sehr gut borgetragen wurden und mehrere wiederholt werden mussten. Herr Koß, von seiner letzten Mitwirkung her im guten Angedenken, sang einige Tenorsoli mit großem Erfolg, da seine schönen Stimmittel die allerdings noch gründliche Schulung erheischen, allgemein bewundert wurden. Die Haupteigenschaften eines guten Sängers: reine Intonation und deutliche Textaussprache, besitzt der gern gehörte Gast, das andere noch Fehlende wird er zu erreichen wissen. Das zum Compo-nieren einladende prächtige Gedicht von Rodenberg «Marie vom Oberlande» wurde von Herrn Karl Bürger neu und glücklich vertont und erzielte große, wohlverdiente Anerkennung. Der reizende Chor dürfte eine willkommene Programmbereicherung den Gesangs-vereinen bilden. Das Kürturnen am Reck sowie die Gruppen am Narren unter Leitung des Turnwartes Herrn Meysetz übertrafen in der vornehmen Sicherheit der Ausführung, in der prächtigen Haltung der jugendlich elastifchen Turner die kühnsten Erwartungen. (Vater Iahn müsste, wenn es ihm vergönnt wäre, diese Uebungen zu erschauen, seine helle Freude daran haben!) Selbstredend lohnte reicher Beifall die Ausübenden, der auch den Pro-ductionen der Militär-Musikkapelle, unter denen die Phantasie aus der vielgenannten, interessanten Oper «Bajazzo» besonders auffiel, zutheil ward. .1. — (Der Sommer) hat sich seit dem herkömmlichen Lostage des Peter- und Paul-Festes in aller Energie und Herrlichkeit eingestellt. Wir verzeichnen in Laibach Temperaturen, die unsere südliche Lage wahrlich nicht Lüge strafen. Ein strahlender Himmel wölbt sich über unserer Ebene und verklärt die dieselben umrandenden Berge in goldflitterigem Sonnenduft. Den Glücklichen, die Wald, kühle Wasser und Nergeslüfte auffuchen können, wünschen wir fröhliche Sommerfrische. Wir werden uns bemühen, dass die Zurückbleibenden zeitweilig durch entsprechende Schilderungen aus unserem Hochland erfahren, wie anmuthend es sich da oben im heimischen Bergland und an unseren Heilquellen labt. — (Gartenfeste.) Der Gefangverein «Ljubljana» veranstaltete Samstag im Gasthausgarten «zum Stern», der Gesangverein «Slavec» gestern in Koslers Nräuhaus-garten je eine Liedertafel, verbunden mit Vorträgen der Militärkapelle, Bestlegelschieben u. a. m. Beide Unterhaltungen waren sehr gut besucht, das Gebotene anerkennenswert und der Erfolg günstig. — (Unwetter auf dem Wärther See.) Am 29. Juni zog ein mächtiges Gewitter über den See. Wir in Laibach hatten wohl Gelegenheit, nördlich der Karawanken ein solches zu vermuthen, blieben jedoch verschont. Bei Klagenfurt riss das Wasser an den Wegen tiefe Runfen ein, das stehende Getreide und die Feldfrüchte drückte es ganz zu Boden, und der Sturm schleuderte ganze Aeste von den Bäumen. — (Ein Mädchen aus Rubolfswert.) Die beschäftigungslofe Dienstmagd Anna Pintar, 22 Jahre alt, wollte sich in selbstmörderischer Absicht vom Molo Giusepftino in Trieft ins Meer stürzen, wurde jedoch von Sicherheitswachen rechtzeitig daran gehindert. Das Mädchen wurde vorläufig in Haft behalten, damit es feinen traurigen Entfchlufs nicht ausführen könne. --(Aus Schullreisen.) Einer uns zugehenden Mittheilung zufolge wird Herr Johann Vogelnil, Lehrer an der l. k. Werlsfchule in Ibria, an den in den Ferienmonaten l, I. in Wien (Neubau) stattfindenden Curs für Knabenhandarbeiten entsendet werden. Neueste Post. Aus Berlin wird unter dem 2. Juli telegraphiert: Wie die «Norddeutsche allgemeine Zeitung» hört, ist es noch zweifelhaft, ob der Kaiser in diesem Jahre eine Nordlandsreise unternimmt. Keinesfalls dürfte jedoch die Abreist erfolgen, bevor die Entscheidung über die Militärvorlage gefallen ist. Aus Washington wird unter dem 1. Juli officiell telegraphiert: Die gestern erlassene Proclamation des Präsidenten Cleveland betreffend die Einberufung des Congresses für deu 7. August besagt: Das wegen der Finanzlage bestehende allgemeine Msstraueu drohe den Handel uud die Industrie der Vereinigten Staaten zu lahmen; die Ursache des gegenwärtigen Zustandes liege größtentheils m der bisherigen unklugen Finauz-Politik, welche auf gesetzlichem Wege geändert werden müsse, damit Gefahren und Unheil abgewendet werden. Briginal-Telegramme der Laibacher Zeitung. Bad Hastein, 2. Juli. Der Kaiser Frauz Josef ist heute um 7 Uhr 10 Min. abends wohlbehalten hier eingetroffen uud wurde von den begeisterten Hochrufe» der Einwohnerschaft und der Badegäste empfangen. Der Kaiser besuchte sofort Ihre Majestät die Kaiserin. Prag, 2. Juli. Fünfhundert Arbeiter veranstalteten ohne vorhergehende Anmeldung eine Versammlung in Straschnitz. Dieselbe wurde vou der BeHürde aufgelöst. Etwa 80 sich widersetzende junge Leute wurden verhaftet, die übrigen zerstreuten sich ohne weitere Schwierigkeiten. Rom, 1. Juli. Depeschen aus Monte Saraciuo bei Foggia melden, dass daselbst sehr heftige Erderschütterungen stattgefunden haben, welche einigen Scha^ deu verursachten. Verstorbene. Den 1. Juli. Stefan Millie, ArbeitersSohn 6'/ I Hradehlhdorf 9, Diphtheritis. — Hugo Zeschlo, Student, lt. I^ Schellenburggasse ll, Scharlach. iu LaibachT^ Z ßZ" "" dc, Hwmel« InZ ?Ü.Mg. 738 3 l7 0 NO. Mach bewölkt^ 1.2. N. 736 1 26 2 SO. schwach heiter 0 - 00 9 . Ab. 735,-6 212 W. schwach heiter 7Ü.Mg. 737 5 210 windstill heiter 2.2.N. 736 0 266 W. schwach heiter 000 9 . Ab. 736 7 216 W. schwach theiln,, bew Den 1. Juli tagsüber meist heiter, abends lebhaftes Weller' leuchten iu O. und SW. — Den 2. vormittags heiter, nach-mittags nud abends theilweise bewölk!, Wetterleuchte» in W. — Das Tagesmittel der Temperatur au den beiden Tagen 21 5," nnd 23'1°, beziehungsweise um 2-5° und 4 0" über dem Normale. Für die Redaction verantwortlich: Ottomar Namberg. Valentin Ieschlo und Terafine Ielchlo geb, LuppautschUsch geben davon Nachricht. das«»'>0er 5"/., ,, ssllnzr 500 ft, ,47 - «48- ,«»» k.0 ,94 »5 dto. . . 50 st. ,193.50 1l»4 «5 l."/.. Dom. Pfdbr. n. 1W si. . . !5K'« Vtaatöschuldver. lchrelbungt«, llllfabethbah» in O. steuerfrei (biv. Nl^ für ,0« ft. G, 4"/« »»'- l»l' ssranz- Iosehh - «ahn in Silber s (dlv. S».)f. «NUfl.Nom, 5>/<"/» 1L4 1"I «4 70 4'/."/« Rudolphs, i, T. (diu, St.) fiir ,, l.ftronsnw. stsuerf.(biv, Et, für 20«, Kr. «on,. »7 »b »«25 l>°/<> «orarlberaer Bahn in Eilb. 20N u. 1000 ft. f, 100 si. «om. >W — 100 LN 4°/., dto. in ssronenw. swierf. 400 u.2U0U Kr. f. 200Kr. Nom, «7 30 9»'80 - k« BiaatSschulbverlchltlbun' gen »bgeftp. Eisenb.' Nctle» ltlilabethhahn li<»u fl, si, ü. W, pr. Stuck «N1 40 »«» 4<» bt<>. Uilij'Vubwe!« 20« si. ö. W, 5'/.°/«......237 -«40 bto. Lalzb.-I l2l« 80 ssranz Joseph V. Em. 1W4 4"/^ 99 2i> 99 ?b Galizische liar! Ludwig Nahn Em. 1««, »00 si. S, 4°/y . 8730 S8 3u Borarlbergcr Vahn, «tmisf. l884, 4"/„. (biv,Et.) E.,f. , lib »« dlo. Papirrrente 5"/„.... —'— — — dto. Mente Kronenwihr,, 4"/,, steuerfrei für liN« Kronen Nom, 94 >/,"/n l»4»<» lllb'- bill. dto. Silb. loo si., 4>/,°/n lUl 40 lN!l'4l> btu. Etaatz-lDbXg. (Ung. Obstb.) v. I. ««7«. 5"/y . . l»'»»0 l«1 4l» bt°.4'/,°/»Vch»ntrelllll««nl.'0bl. l00 so »0l »u bto. Urb.««bl.-Obl. b°/,. . . — — — — bto. Prllm.°«lnl. kioofl. 0.W, l4««ll48.'>0 bto. dto, k bO fl. 0, W, l4»< 50 l49 5<> IheisiNeg.-Lofe 4»/„ l«0 si, . I4l'!»0 148 b<» Grundenll.'Vbliglllionen (für 1«« si, >> 9»'5» 4°/„ ungarlfche (10U st. W.) . !»« uz 97 05 Andere Vsstnll. Anlehen. DonauNeg-Lofe ü°/„ . . . ll!? 75 lltt«.?5 dto. -«nleihe l»78 . . »08 7ü l<»8 8i> «lnlehen der Stadt Vö« . . -— — — Anlehen d. Stadtarmeinbe Wien lU? ^5 108 «b Anleus» b, Stadtgemeinde Wien (Silbe, ober Gold) .... l»8'«l» 12X'?5 Pram!!»!! Anl, bLllldtssin, Wien --— Wl'iel'au «nlrhen vll bto, ,> in 50 „ 4'/,°/» ^- «eld Ware Vodcr. allg, öslr. in50I. vl,4°/,. 98 80 89 «0 bto. Präm,-Vchldv, »"/,„>. Vm. ll4 ?.»> l,l> dto. „ »"/„.11,Vm, ,,4?üllkül» N, »sterr, Lande« Hup.Anft, 4"/« ?9 7b 100'bo Oest,/,'V« - — - - '— dto, ,, 4"/,, . . >0l)»0l0l-. dto. üUjühr, „ 4°/, . . »0« «1 lvl — Sparcasse, 1.0st., 8N I. »'/,»/«»»1. lN« b« - -- Prioritlll»'Gbligalionen (für 1(»l> si.). Ferdinands-Norbbahn ltm,l886 l0U' - l0l - Oesterr, Nordwestbah'i . . . 109 L5 ll0 lü> Staatsbahn....... >»U5 7b «u? - Eüdbahn k 3«/,..... lb8 - lbl« «0 ^ b°/,..... 1»b »l» l« 7b Ung.°aaliz. Nahn .... lO8- ll»9 «> 4°/^ Unterlrainer Uahnen . . »8 bO »« — Divers» Los» (per Stück). Äudapesl'ÄasiÜca (Dombau) . «-- - »»5 Erebitlosr llX> st...... l9«'50 l87'50 lllory Lose 4« fi. «Vl. . . . b8 40 b»— 4°/„Donllu.Dampffch,l00fi.!tz». — — — — Ofrner Lo st..... 57'bo Palffy Loft 4« st. «M. . . . b?'b<» bS b0 Nöthe» »reuz, öst, Vef, v, lU st, ll> bU 0 fl..... «»30 «480 Sal», Lose 40 si. , Depositenbaiil, All«,, 2» ?.«. «ticomplc Ge!.. Ädrbfl.. 50« st. !S57 —.»62 — Viro-uCllslenv, wiener, 2U0fi. z^i'— «5»- . Hypo!hslenb..«fl,,»lX,fi,»b°/««. 77-- 7»-. Land'-rbanl, oft., ltOU fi, . . . »4? ^c> »4»'.. oesterr, Ungar, van! «00 fl, . 98b — l»!»1' Unionbanl i>00 fi......»b» »b »b» »b «erlehrlbanl, Mg.. 14» fi, . l?« 75 l?3,— Artitn von Hran»port« AnUrnehmungen (per Vtü«l), «llbrecht'Gahn 200 fi Silber . VS'— 9««», ^lfüld3ium.«ahn!«>0fi, Silb. —'- — - «ufsta Tepl, «tisenb, 8 fi. . . l?90 <»(»'> V»hm. Norbbah» 150 st. . . 20» »0 »09 „ Westbahn 20« fl. ..»?!) »72 Vufchtlehraber Vis. b«0 fi. «Vl. lllb l,,b bt°, sUt. U) »00 fi, . — — - — Donau ' DampflchifsahN » »«f. vestrrr, 5!X> fi, ?l-— »?!,'. - Drau «tlVn«,-Db,-Z,)200fi,V. — — — — Dul-Vobenbacher Lemb.' »»ernow Iasfl,- Ellenb.» ««Itllfch. 200 fl, T ... »b? 7l, »b« 75 Lloyd.5sterl.,Irieft,500fi.IM. 440—^4^' oefterr. Norbtoeftb, »00«. Vilb. »15 —»IS - dto, (lit, li) 2»0 st, S, . . —-— — — PraaDulerEifenb ,50st.Vllb. »4 7i »-- Nitbenbüigfs Hilenbahn. erste. —'— — — VtlllltKtilenblchn 200 fl. H. . . 3'<7'b0 308 - Sübbahn 2 fl. Silber , . , 10,-» b<> ,04 b" Südnordb. Verb,.». »00 st. «M, l»? 7b 1l»8 ?b lr»m!vay^»ef.,wr..l70fl,».W. »«0 — »«, -- „ «m.l»«7.»0Ufi. —-- — — ! Vtld Ware Iramtvay Vrf,, neue Wl,, Prio- ^ rität^Nrtirn 100 st. . . . ! 8b -^ 97 — Ung-galzEilenb 2 ?'>''' Un«.Westl»,(»iaab Glllj)2fl,T. !2U»! Wiener Localbahnen Ac!.-»ts. <" - Industrie-Alti»« (per Stüll), Vauatl , »ll«, vest,, llX» fi, . l« Valao>l»rj, Steinlohlen «0 fi, ?»'. — ' xVchloglmühl". Papiers,200 fi, ? ' ..Gtedrenn ", Papierf, u l8, » > lrifauer llohlenw,-V2>^ ^«, W»««lm-öeihanst . «ll« in Peft, ! j 80 - ',l25«> «r, VauaeleMchaf» 100 fi, . . ll» - ll!» — VitnerbsigerZitgtlllctien.Ves. »7» -. »74 z»,is»n. Nmfterdam....... ' Deutlch, Plätze...... London........ ^........ Par!«......... 4V," 4» I?» Vl -Petersburg...... — — — - Valuten. ! Ducaten........ b V» b 85 20-Franc« Stück,..... 9»»!, »84 Silber........! —- - - - Deutlche «e!ch«banlnoten . . , uu « ^, >.»>, Das Haus Nr. 2 auf dem Kaiser-Josefsplatz lammt Garten ist wegen Familienverhältnisse um 12.000 fl. zu verkaufen. Zwischenhändler ausgeschlossen. Näheres erfährt mam bei der Hausbesitzerin selbst. (29451 2—1 Wohnung. Für die Ausziehzeit 1. November wird in der Knafflgaase Nr. 4 eine elegante sounseitige Wohnung an eine ruhige Partei vermietet. Zu besichtigen vormittags von 9 bis 11) und nachmittags von 3 bis 5 Uhr. (2952) 2—1 Sparcasse- Kundmachung. "Im verflossenen Monate Juni sind bei der krainischen Sparcasse von 2207 Parteien.................506.562 II. 56 kr. eingelegt und an 2259 Interessenten.........456.809 » 76 » rücikbezahlt worden. Mit den im II. Ouarlale überreichten 82 Hypotliekar-Darlehensgesuclien wurde die Summe von fl 269.270 angesprochen, wovon 78 (iesuche durch Hewilligung von II. 93.520 ganz oder theilweise berücksichtigt wurden und 4 Darlehenswerber wegen Mangels der statutenmäßigen Deckung abgewiesen werden mussten. Laibach am 1. Juli 1893. (2954) _________ Die Direction der krainischen Sparcasse. (2684) 3—3 Št. 4652. Razglas. Ker ni bilo k na 9. junija 1893 doloèeni prvi eks. dražbi Jane/u Mi- helèièu iz Trnova št. 17 lastnega zem-Ijisèa vlož. st. 29 kat. obè. Trnovo nobenega kupea, vrSila se bode dn6 10. julija 1893 druga eks. dražba. C. kr. okraj. sodišèe v II. Bistrici dne 9. junija 1893. Eii EiskaslGn filr Fleisci ist billigst zu verkaufen; ferner werden Göina - Silüer - EssüestecRe auigellehen. Näheres bei Frau Eleonore Ehrfeld (zur Sonne). (zWJKjJi 2 Zwei Gulden 75 Kreuzer ein Postcolli (Korbflasche) feinsten aromatischen Gebirgs-Himbeeren-Syrup wiederholt prämiiert, versendet franco gegen Nadi-nahwie des Betrages Apotheker O. Ploooll In Laibaoh. In Flaschen zu 1 Kilo Inhalt a 70 kr. per Flasche, in Korbflaschen zu 10, 20 und 40 Kilo a 60 kr. per Kilo. Auswärtige Aufträge werden umgehend gegen Nachnahme des Betrages effectuiert. (2941) " ^^ ^^ -^w^r ^w ^r^w ^w ^r ¦^w^ ^^ -mr ^r -^r ~^r -mr •mr-mr ^^ *mw ^w ~*r ^r -^^ ¦m' ^^ ^i^ -^^ -^r ¦m^ -^^ ^^ ^iv'«v^^iv^ ^1^^'w^^i^ ^v'«^^^^^^^^^'^^'^^'^^^^ ^i^ V Tttontag den 3. Juffl und die sol ff enden aeht Tage \ werden bei mir dio von der Saison zurückgebliebenen ) Mode- und "V%^i:r»li^va:i^o:n | zu enorm reducierten Preisen abgegeben. 1 Ich mache besonders aufmerksam auf verschiedene Reste von Foulards und anderen Mode j 1 Seidenstoffen für Blousen und complete Roben; ferner auf eine grosse Partie Touristenhemden S | aus Baumwolltricot, für Knaben ä 30 kr., für Herren ä 45 kr., aus MaCCOgarn, rohseidenfarbig. / i a fl. 140, aus Flanell und anderen Waschstoffen ä fl. 2 und 250, aus Reinseidentricot > i a fl. 3.50 etc.; feine Fil d'EcoSSe¦ Kniestrümpfe , hellfarbig, welche sonst fl. 1 15 kosteu , urn f i 60 kr.; gestickte lange Seidenhandschuhe, sonst ä fl. 1-20 bis 1-50. jetzt a 65 kr. per Paar, t | Blousen aus Creton i\ fl. 1, aus Satin a fl. 1.30, aus Voile, Battist, Crepe durchwegs 1k- C 1 sonders reduciert; Kinderkleidchen aus Tricot, Voile und anderen Modestoffen y- fl. 150 bis \ \ 1-90 etc.; Herrensocken, gestrickt und gewirkt, aus Baumwolle, Leinenzwirn und Fil d'Ecosse 5 I und hundert andere Artikel. } : Heinrich Kenda, Laibach : ! RathliaiiMplatz UTr. 17. .„, j l^. ^a^ .ma. ^^. ^m. .mm. ^*. ^m. ^ ^^. -- ^^----------^^. ^^ ^t^ ^fe. .^^^^^^.^^^^^^^^.^^^^.J %.^^.^^.^^. ^^ ^i^. "*¦- ^t^ ^k^ ^^ ^a. .—^ — ^^____________________________________ _!