Donnerstag den 3ll. März Kaiser Qtto's Nettuug. ^^T-puliens blühenden Landesbesitz Für sich und das Reich zu gewinnen: Es fuhr der Gedanke, ein leuchtender Blitz, Durch Otto's nächtliches Sinnen. G konnte nicht ruhe»; sei» Herz war gewendet, Bis herrschend nach Sud er den Aller ge'endet. »Und soll der Grieche wohl hausen da. Was mir nach Rechten gebühret? Des Kaisers Kind, Theophauia, Hab' ich zum Altar geführet; Und höhnet man meiner und trotzet den Rechten» So mag mir mein Degen den Brautschatz erfechten. Drum frisch! ihr Krieger, das Schwert von der Wand! Auf! wappnet euch, treue Vasallen; In's rebenbepfian^te, glückliche Land Soll flatternd die Fahne nun wallen. Dort wollen wir siegen, die Feinde verderben. Und blühendes Glück uns und Lorbern erwerben!" Und fort ging's eilend; schon öffneten sich Italia's Fluren den Blicken; Der Alpen eisiger Glanz verblich Weit hinler der Ellenden Rücken. — »Nun sind wir am Ziele: nun, wackere Helden, Laßt blutig dem Feinde die Ankunft uns melden!" Die Schlacht begann, und es stürzte sich Mit mordb>'gieriger Atze Des Kaisers Schaar auf de». Feind, der wich, Die Schwerter trafen, wie Blihe! Laut schallt schon der Iubcl! hoch flattern die Fahnen, Bezeichnend des Nnhmcs elfloqcne Bahnen! Doch lücli'ch wendet das Schlachtenglück Sich schnell zu den feindl,chen Schaarcn; Die Krieger Otto's, sie weichen zurück, Und wollen des Rufs nicht gewahren. Und mochte der Kaiser auch schelten und orohen, Sie zitterten, eilten, sie bebten und flohen.' Und selbst sich sperrend die eilige Flucht Stürzt Alles von feindlichen Klingen. Nun Otto erst rettend den Ausgang sucht; Es mochte ihm kaum mehr gelingen. Mit Wenigen dann, die lem Mordsiahl entweichen, Versucht er sich bergend durch Wälder zu schleichen. Und endlich gelangt er zum re tenden Strand; Zu Gott will dankend er flehen: Da sichc. wie vom Himmel zur Nettuug gesandt, Ein Fahrzeug die Segel er blähen; Und deutet und rufet, und als man's vernommen. Wird mit den Gefährten an Port er genommen, U«d hin nach Nossano gcwcndct der Lauf, Furcht schaukelt dcn KicI uno die Fluthen- Und sich! es erglänzet oeS Domes Knauf Schon purpurn in sonnigen Gluthen: Da wirbeln die Winde, da kreiseln die Wasser, Der Steuermann zittert, der Schiffer wird blasser! De»n klein ist der K hu. und gebrechlich erbaut, Und höher stets schwellen die Wogen. Und wie Herr Otto so sinnend schaut, Keck, über'6 Veide^ hin gebogen: Da hebt sich, vom Sturme gepeitscht, eine Welle, Und re,ßt in die Flnth ihn mit blitzender Schnelle, Ulid wie in den gähnenden Wasserschlund Die Gefährten den Kailer erschauen. Da bleicht sich vor Schrecken jeglicher Mund, Doch keiner mag sich getrauen; Nur Gieselbert scheuet, der wack're Gebelle! Die stürmende Flulh nicht, und taucht in die Welle, Und faßt den Kaiser mit starker Hand, ZLeim Gurt an der silbernen Schnolle, Und trägt ihn. kräftig rudernd, an'S Land; Drob jauchzen Beifall ihm alle. Und O to, entronnen dem Sturmesgetümmcl, Kniet nieder am Strande, und danket dem Himmel! Und d'rauf sich wendend zu Gieselbert, Er spricht: „Du Wappengesclle! Sey nun als der,trefflichste Ritter, gechrt; Dcn Schwertschlag empfange zur Stelle! Und daß man sich's spat noch vom muthigcn Knappen Erzähle, so führe die Schnall' in dem Wappen! Und auf dem herrlichsten Hügel im Laud, Da magst l>u ein Schloß d/r erlesen; Es werde von dir die S ch m'i dburg genannt, Weil Waffenschmied du gewesen. ' Dort blühe in Fülle dem Enkelgelchlechte Der schirmende Krieger — der'Spender der Rechte!" . 46 Vaterländisches. Gesammelt uud mitgetheilt von L. VII. R Johann Weikard Freiherr von Valvasor. W Johann Weikard Freiherr von Valvasor war geboren zu Laibach den 28. Mai l5N. Seine Acltern waren VartholomäuS Freiherr von Valvasor, und Anna Maria, geborne Freiinn von Nauber. Bis zur Vollendung des philosophischen Curses studierte er zu Laibach mit dem vollkommensten Velfalle seiner Lehrer. Sein Vater, dcr an ihm sehr viel Talent bemerkte, schickte ihn auf Reisen. Zu Lyon in Frank-reich war es, wo er sich den historischen Wissenschaften, und vorzüglich dem Studium der Alterthümer widmete. Er machte hierin rühmliche Fortschritte, und hielt sich in dieser Stadt mehrere Jahre auf. Nachdem er von seinen Reifen zurückkam, ergab er sich, nach dem Dränge seines Geistes, der schonen Litera« lur, den historischen, geographischen, physischen und archäologischen Wissenschaften, welche ihm zu einer leidenschaftlichen Beschäftigung wurden, und für die er in seiner beträchtlichen Privalbibliolhek hinreichende Nahrung fand. Er besaß auch Kenntnisse in d«r Mathematik, Mechanik und Taktik. Am 20, Juli 1672 verehelichte er sich mit Anna Regina, einer gebornen Grafenwegerinn, mit der er fünf Söhne und vierTöchter erzeugte. Am 28.April 1687 wurde er Witwer, blieb es aber nicht lange.-denn schon am 20. Juli des nämlichen Jahres ver-heirathete er sich wieder mit Anna Marimiliana Freiinn von Zhelschker, die ihm zwei Töchter gebar. Valvasor ist einer der berühmtesten Schriftsteller Krams. Nachdem er die Topographie von Kram ur.d Kärnten, in Kupfer gestochen, herausgab, schritt er zur Bearbeitung der Geschichte, und zur Beschreibung der Städte, Märkte und Schlösser von Krain, und krachte das schöne und große Werk. welches er die Ehre des Herzoglhums Krain nannte, in vier Foliobänden zu Stande. Die Kupferstecher Andreas Trost und Mathias Greiser hat er auf sein Gut Wagensberg bestellt, und daselbst zur Verzierung seines Werkes auf eigene Kosten unterhalten. Die Stände begünstigten seineArbciten, nachdem sie eingeladen wurden, mit documentirtcn Beiträgen sein Vorhaben zu unterstützen. Er hat auf eigene Kosten das Land bereiset, alle Ortschaften persönlich besucht, alles fleißig durchgeforscht und aufgezeichnet) üderdieß wac ihm gehörigen Orts bewiliigc, aus allen Registraturen, Kanzleien und Archiven die betreffenden Aktenstücke zu seiner Einsicht zu benutzen. Bei einem so großen Unternehmen brauchte er nothwendig auch Mitarbeiter, V-Uvasor war mit dcm ErasmusFranzisci, einem seiner Zeit merkwürdigen Schriftsteller, in vertrauter Bekanntschaft; er verwendete sich demnach an ihn, um so manches in seinem Werke besser zu ordnen, und vorzüglich um die deutsche Schreibart in demselben zu bessern; denn zu Valvasor's Zeilen war die deutsche Sprache noch lange nicht so gtreiniget, und in ein so regelrichtiges System gebracht, als sie es nachher durch die Bemühungen eines Popovich, Gottsched und Adelung wurde. Er hatte nedstdem auch den freundschaftlichen Umgang mit den meisten damaligen inländischen Gelehrten, einem Ludwig Schönleben, mit dem Franziskaner Provinziale, Anton La-zari, mit Franz ErasmuS von Hochcnwart, Wolf Sigmund Freiherr von Strobelhof. Johann Daniel von Erderg. Hanns Graf von Wernegg, und anderen inländischen Freunden der Literatur und Kunst. Aber auch außer Lands stand er mit mehreren großen Gelehrten in Correspondenz, als mit dem Fürsterzbischof von Salzburg, Johann Gandoloh Grafen von Khüenburg, mit dem k. k. Obristhofmeister Grafen vonLamberg, mit dem damaligen Landesverweser von Krain, Grafen von Gallenberg: auch unterhielt »r den Briefwechsel mit einigen Mitgliedern der könig« lichen Societät der Wissenschaften in England, die ihn auch freiwillig zu ihrem Mitgliede aufnahm. Un-ter andern schönen Kostbarkeiten und Naluralien-sammlungen besaß er auch ein sehr reiches Münzca-binet von sehr vielen griechischen und römischen Medaillen; er war sehr gefällig, solche Liebhabern und Kunstverständigen mitzutheilen. Er hat deren einem Freunde nach Frankfurt über L000 mitgetheilt. Er war ein Mann von großem Muthe und rastloser Thätigkeit; auch dünkte er sich ein guter Soldat zu seyn. Als im Jahre l635 die Türken bis Wien ein« brachen, und die Kaiserstadt belagerlen, erboth er sich freiwillig, als Hauptmann der Gültpferde und Ritterschaft mit den steyerischen Truppen zum Entsatz Wiens hinzueilen. Es ist ganz natürlich, daß bei so großen Unter, nchmungen sein Vermögen herabschmolz. wovon er wirklich den größten Theil nur seinem Vaterlande aufopferte. Er starb in dürftigen Umständen. Kurz vor feinem Tode both er seine zahlreiche Bibliothek den Ständen Krains unter sehr annehmbaren Beding-nissen an, um sie zu einer ständischen Bibliothek zum öffentlichen Gebrauche zu ordnen; da sich aber dieses Geschäft viel zu lange hinauszog, ward er der Sache müde, und verkaufte sie in einem geringen Werthe dem Iesuiten-Collegio zu Agram. Bald darauf wandelte ihn das Podagra an, zu welchem sich eine Diarrhöe gesellte, an der er zu Gurgfeld, wohin er sich, nachdem er Wagcnsberg verkaufte, übersiedelte, im September 1692 verstarb. In der Hauptstadt des Landes erregte sein Tod, trotz seiner ungünstigen Umstände, dennoch eine große Sensation, und man ließ 47 ihm folgende Grabschrift setzen, die einer seiner Clienten und Freunde, der sich I. 6. 1'. I. u. v. unterschrieb, verfertigte: v. 0. ^oanni Wl,!cli«sr>o I^l)»cl> nrlunciu inclili llucl»lu5 (^illniollaL rcßlI« 5ociet2t»z ^ngliac; acl^cil'Mlco 2Ntiljuit2luni Lluc^iu nulli ««cuncla delüc» l!t<,'l-i5 u6^unxc:s2t ol, unllic^ue strenue ßesla 8. r. ^. i.. z)0l,i cuiavit III. ill. ve^on,!). AI.0.C XCIII. Seine vorzüglichsten im Druck erschienelien Werke sind folgende: Die Ehre des Herzogthums Kram lt., Laibach 1689, in vier volumnösen Foliobänden. IV^ogrupliia 02t^iull26. i^n^nßrÄ^Ilia (Üalintliao. ^lopu^ro^Iii« 82Ü 8l)Usgc:n5i8. ?llle vier in Querfolio, bestehen nur aus bloßen Ki'psern, welche die Oerter im gewiß treuen Bilde bestellen. ^let2mo,pnu5i5 0vl(I>2N2, ebenfalls in Kupfern. I'liciltrum morliz liumanac tsipIrtilae, auch in Kupfern, unter denen sich aber Sillensprüche in lateinischer gebundener Rede befinden. I^umen nalurae, und I«'Iu8 pln5icu-matliom2l.icu8, eln Paar ebenfalls große, aber weniger bekannte Werke. Seine Ehre des Herzogthums Krain ist unstreitig sein bestes Werk, mit dem er sich auch wirklich einen unsterblichen Namen erwarb. Wir wollen hier« über nur das treffende Urlheil dcs verstorbenen Herrn Anton Linhart Hieher setzen: „Das Werk, sagt er, „ist in Aller Händen, und braucht also keine um-«standliche Anzeige. Seine Art von Patriotismus, »die so gerne wahr findet, was dem Vaierlande Ehre «macht, und die Bequemlichkeit einiger Leser, ja so-»gar Geschichtsschreiber, die ihn gierig benutzten, de-„ren Geschäft es aber nicht war, nach Urquellen zu "sehen, gaben ihm den Werth eines classischen Ge. „schichlsschreibers von Krain. Eein außerordentlicher „Fleiß, und der nicht gleichgültige Theil seines Vcr» »mö'gens, den er zur Auflage und Verzierung seine« „Werkes verwendete, waren in der That seltene Ver-„dienste. Aber es sind noch beträchtliche Lücken ge: „blieben, zumal in der Geschichte der Slaven. In »der ältesten G,schichte hat er nicht viel mehr gelei-»stet. als seinen Vorgänger Schönleben fast wörtlich „übersetzt. Rcichlr und brauchbarer ist er in der neue? »ren Geschichte. Sein topographischer Theil ist ein: „zig und merkwürdig in seiner Art. Jedes Städtchen „und Landgut findet hier seine eigene Geschichte. WaS „mir aber besonders schätzbar ist. sind die Sitten und »Gebräuche der Krainer lm siebzehnten Jahrhunderte, „die er nach allen Situationen deS Lebens abschildert. «Ein Zusammenfluß verschiedener Ursachen, und der „politische Reformalionsgeist unseres Iahrhundertes »werden die Originalität dieses Volkes allmählig verschwinden machen, und dann werden es nur noch Val-»vasors Schilderungen seyn, woran wir die alten Krai-„ner erkennen werden." Entschuldigung. Eh' der Rasen uns begräbt, Hat uns schon die Zeit begrakttt, T i « d g e. Vielen wollt' ich. Freund, dir gerne All mein lieben in Gelängen; Doch nicht rvärens heit're Lieder, Die auS meinen Saiten klängen. — Lüß mich, Freund: nicht frage weiter. Zu empölt ist meine Seele, Als daß ich dir je enthüllte, Was ich klüger dir verhehle. Tief verstummend wandr' ich weiter; Meine Harfe liegt darnieder: Hingeknickt vom wilden Slurme Ist mein Herz, sind meine Lieder. M-sio. Ferdinand Fitzroy, oder: Ueberall zu schön. (V c sch l u si.) Unser Held war jetzt sieben bis achtundzwanzig Jahre alt, scliöner als je, und wurde von allen jungen Damen auf den Almaks bewundert. „Wir können dir nichts hinterlassen,« sagten seine Aeltern, die langst ihr Vermögen verbraucht halten, und jetzt von dem Credit lebten, den ihnen dieser ehemalige Besitz verschaffte. »Du bist der schönste Mann von London, und mußt eine Erbinn heiralhen." „Glln," antwortete Herr Ferdinand Fitzrop. 48 Miß Helene Convolvulus war eine reihende junge Dame mit einer Hasenscharte und sechstausend Pfund jährlich. Dieser Miß Helene Convolvulus brachte unser ; Held seine Huldigung dar. < Himmel! Welchen Lärm stellten ihre Verwandten deßhalb an. „Man sieht ja seine Absichten," sagte der ' Eine: „Ein hübscher Glücksjäger, der so viel Nutzen als möglich aus seiner Persönlichkeit zu ziehen sucht!" — »Schön ist, wer schön handelt," sagte ein Anderer; ,>er ist aus der Armee ausgestoßen worden, und hat seinen Obersten umgebracht!' — „Heirathen sie ja keine Schönheit," sagte ein Dritter. «Er kann nur sich bewundern." — »Er wird so viel Geliebten haben," bemerkte ein Vierter. — „Er wird sie immer cifer» süchtig machen," erklärte ein Fünfter. — »Idr Vermögen durchbringen,' sagte der Sechste: — „und Ihnen das Herz brechen," schloß der Siebente. Miß Helene Convolvulus war klug und vorsichtig, Sie sah, daß viel W.'hre4 an dem war, was man ihr sagte, und fand sich gut genug in Freiheit und sechstausend Pfund jährlich, daß sie nicht gar zu gierig nach einem Manne war. Unsre Heldinn hatte jedoch keineAbneigung gegen einen Liebhaber, besonders wenn er so hübsch war, wie Herr Ferdinand Fitzroy. Darum nahm sie ihn gerade nicht an, verwarf ihn aber auch nicht, sondern ließ ihm Hoffnung, und erlaubte ihm, so allgemein bewunderten Mann zu heiraiben?- „Werden sie auch immer treu seyn?" ? „Veim Himmel!' rief der Liebhader. — »Ach!" seufzte Miß Helene Convoluulus, und )a eben Lord Rufus Pumil,on cinirat, so nahm das Gespräch eine andere Richtung. Endlich wurde drr Hoch;eittag festgesetzt. und Herr Ferdinand Fitzroy kaufte sich einen neuen Wagen. Beim Apsllo, wie schön sah er darin ans! Einen Monat vor der Trauung starb der Oukel. Mift Helene Convolvulus ward ganz zärtlich in ihren Beileidsbezeigungen. »Ieyn Sie heiler, Ferdinand," sagie sie, „um Ihretwillen habe ich Lord Rufus Pumilion den Abschied gegeben!" — »Himmlische Gülc!« rief unser Held; „aber Lord Nufus Pumilion hat nur vier Fuß zwei Zoll, und Haare wie eine Pfingstrose. „Es kann nicht jeder so hübsch seyn, wie Herr Ferdinand Fitzroy," war die Antwort. Unser Held entfernt? sich, um bei der Eröffnung des Testamentes seines Oheims zugegen zu seyn. »Ich vermache," sagte der Erblasser, der, wie schon erwähnt, ein Stück Satyr, ker war, »meinen Antheil an dem Bankiergeschäfl und mein ganzes Vermögen, mit Ausnahme der Legate, an ' — Herr Ferdinand Fitzroy zog sein vrächtig gesticktes batistenes Taschentuch heraus, und lrockcncle sich die schönen Augen — »an meinen natürlichen Sohn, John Spriggs, einen fleiß-gen, arbeitsamen Jüngling, welcher dem Geschäft Ehre machen wird. Ich halte einmal die Absicht, meinen Neffen Ferdinand zum Erben einzu: setzen, aber ein solcher Lockenkopf kann kein Talent für Rechnungen haben. Ich ver'.anqe von meinem Nachfolger Geschäftskenntniß und nicht Schönheit; Herr Ferdinand Fitzroy ist viel zu hübsch zu einem Bankier» sein schönes Gesicht wird ihm ohne Zweifel eine Erbinn in der Stadt verschaffen. Einstweilen vermache ich ihm zur Anschaffung einer Toilette ein tausend Pfund.« „Tausend Teufel!" schrie Herr Ferdinand Fitzroy, aus dem Zimmer stürzend. Er fiog zu seiner Geliebten. Sie war nicht zu Hause. „Lügen," sagt das italienische Sprichwort, »baden kurze Beine," ader böse Wahrheiten haden sie desto länger! Tages darauf erhielt Herr Ferdinand Fitzroy einen sehr artigen Absagebrief. „Ich wünsche Ihnen alles mögliche Glück," sagte Miß Helene Conuolvulus am Schluß, „aber meine Freunde haben Recht; Sie sind viel zu hübsch für einen Ehemann!" Eine Woche später wurde Miß Helene Convoi: vulus Lady Rufus Pumilion. »Ach, Herr!" sagte der Gerichtsvollzieher, alg er ein Paar Tage nach Auflösung des Parlamentes mit Herrn Ferdinand Fitzroy in einem Mieihwagen nach Kings Vench rollte — »ach. wie traurig ist es. dass man einen so hübschen Herrn in das Gefängniß führen muß!" N ä t h s e l. Wir kennen zwei Brüder, die nie sich gesehen, Oball'ich sie geboren zur nämliche,, Ieit, Nnd sicherlich ist es wuyl nimmer a,c'c!,ehcil, Daß sie sich belichten sie wokncn zu weit. Der (Hi>,e< der Andre, ist altersher wcisi, Ihr Blut ist gesalzen, ihr Fleisch ist wie «His. Blatte Nr. 1 l: Prachtausgabe.________________ Verleger: Sünaj M- Evler u. Al clllmarr.