MbacherHMmH. ^M T3T. Montag am R«. Kktober «833. N!/„^no.a,.r Zc.tnng" crschnnt.mtt ^lnsn^nnc oer Hom,- uuo senrta^c, tagl.ch. und l°, ct sammt l>cn Bcilagm h ° lb c.hr g o g. 30 fr m,« Kr.^band im (5ouv °ir ganzjährig 12 st., halbjährig »'. ss. Mr di. Juste lu,,g ,^S Pans si,w halb,a hric, 3<^!r mchr zn cntr.chten Mit der Post Portos e, ganz ährig, untcr Krcu^a.d nd gedruckter Dresse 1ö st., balbjahrlg 7 ft. 30 kr. - Inse r t io n sg cbu hr ,ur emc^palteuzc.c oder den Raum derselben tst fur .mmal.g. (ii.schäitung '/fr., für M. m.liqe 4 s^., f..r dreimalige 5 fr. C. M. n. s. w. Z>l dle.en Gebühren ist noch .er In.er .onsstampel vr^ >0 fr snr c.ne icdcsmallge E.n.chaltung h.nzu ?u rechnen. Inserate l'is <2 feilen soften < ,1. :i<» fr. für 3 Mal. ' st. »0 fr. fur 2 Mal nnd 50 kr. für ! Mal (,mt Inbegriff deS InstrtlonSssampcls).________________________ ÄmllickM Tljeis. Hl^er Minister des Innern hat im Einvernehmen mit dcm Iustizmiuister dic Slllhlrichteramts'Aktliarc Julius v. Ottlik und Adolf Korünyi zu Stuhl-richteramls.Adiunkten im GroßwardeinerVerwaltungs« Gebiete ernannt. Der Minister des Innern l)at den Dr. Ignaz Gnlz zum crlien. nnd den bisherigen dritten Stadt-Annen ^Augenarzt Dr. Karl Vlodig, zum zweiten Stadt' Armen > Augenarzte crncmnt. Der Handclsminister hat den Ingenieur erster Klasse, Heinrich Jene» hei der Vandirektions < Ab° tbeilung zll Preßbnrg, zlun Ober. Ingenieur für Siebenbürgen ernannt. Kundmachn n g. Von der k. k. Grundentlastllngs Fonds-Direktion für Krain wird zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß die vierte öffentliche Verlosnng der klinischen Grundentlcistnngs-Obligationen am 3l. l. Mts. um 11 Uhr Vormittags im Landhanse, in dem Sihungs-Saale der k. f. Landesregierung vorgenommen wer-den wird. Laibach am 8. Oktober 1857. RichllmMcher Cljeil. Sittich, 9. Oktober. Der Ziegen »Hirte von Pottok, im Bezirk Sittich, vermißte am 7. d. Abends bei dcr Heimkehr zwei Stück von seiner Hcerdc nnd fand beim Suchen nur Reste der Thiere. Da man Wölfe in der Ge> gcnd vermuthete, so holte er sich im Dorfe ein Ge< wehr, legte die Uebcrblcibscl der Thiere unter einen Vcium und erstieg denselben. Vald erschien ein Thier, der Hirte drückte ab, das Gewehr versagte. Der vermeintliche Wolf entfernte sich mit Gebrumme, nnd der Hirte eilte in das Dorf um andere Kapseln zn holen. Er kehrte zurück, begab sich aber auf eine» andern Vaum. Das Tkier erschien wieder; des Hirten Gewehr versagte noch fünf Mal. Als das Thiel in einiger Entfernung mit geöffnete« Nachen zu dem Hirten hinanf blickte, versuchte dieser nochmals zn schießen, das Gewehr ging los, das Thier cntferim sich mit Geheul. Da erschienen plötzlich fünf kleinere, dcm Anscheine nach junge Wölfe und wollten den Vmlm erklimmen — der Hirlc schrie um Hilfe bis die Bewohner des nahcn Dmfcs kamen, nud idu be> freiten Am andern Tage fand mau in der Nabe des Baumes cinc Värin verendet. Mau maäüe I.gd auf die Zungen uno erlegte eins. Die Värin wog 1 Ztr. bb Pfund, das Inngc 46 Pfund. Oesterreich. Wien. 8. Oktober. Man schreibt der „A. Z.". und die Nachricht ist, nach den von m,s cing-ezogenen Erkundigungen, vollständig richtig, daß ein Beamter des Ministeriums des Auswä'rügen, der Hofsekretä, Herr v. Hofmann, im Lauft des Winters an der hiesigcu Universität Vorlesungen über dciüschcs Vun. desrecht halten wird. Es ist das eiu neuer Beleg, einen wie liohen Wcrth man in Oesterreich darauf legt. eiu richtiges Verständniß der bestehenden recht, lichen Beziehungen zum übrigen Deutschland in immer weiteren Kreisen zn vermitteln. lDrst. Z>) Wien, 9. Okt. Die „Wiener Ztg." bringt Nachritten aus Karlsbad, nach welchen sich in dem Befinden des Grafen Vlw! eine anhaltende Besserung bemerkbar macht. ^ In Folge der Eröffnung der Eisenbahm'ahr-teu zwischen Laibach und Tricsj, wodurch nunmehr die Eisenbahn.Vcrbinduug zwischen Wien und Triest hergestellt ist. wurde beschlossen, das abgekürzte Zoll« verfahren in Absicht auf die Behandlung beim Uebcr- 'chreitcn der ZoUlinie, welches bisher in Folge beson' ocrer Verfügungen auf jene Warentransporte ange^ wendet wnrde, die aus dem Auslande auf Eisenbah-,ien über Bodenbach, Odcrberg oder Szczakowa in oas Zollgebiet eintreten und für eine Station bc° stimmt sind, wo sich ein zur Vornahme des gesetzlichen Zollverfahrens mit ausreichenden Befugnissen versehenes Zollamt befindet oder die in cutgegenge» scyter Nichiung in das Ansland versendet werben, anch anf jene Warensendungen auszudehnen, welche mittelst des Eisenbahntransports aus dem Zollaus' schlnsse Triest in das Zollgebiet eingeführt werden ooer in entgegengesetzter Richtung über die Zolllinic anstrctcu. ^ ,. ^ Wicu, 10. Okt. Se. Majestät der Kaiser Fcr> oinand haben für den Kirchcnbau uud für die durch Fcucr Verunglückten in Schönach di» Summe uou 600 ft., und Se. k. Hoheit der durchlauchligstc Herr Erzherzog Maximilian d'Este dem Frauenkloster vom allcrhriligsten Erlöser zu Ried den Betrag von 100 ft. gewidmet. — Die Kreditanstalt für Handel und Gewerbe hat ihre Geneigtheit zugesagt, sich au dcm Uuterueh-men der Errichtung eines großen Lagerhofcs für Produkte und Waren in Wien in entsprechender Weise zu bctheiligen. Der Lagerhof würde am Glacis zwi» scheu dcm Frcmz ganc der Hafcilsanitälsvcrwnttling an dcn Küsten 5cs Ncichs erlassen: «Da aus einem amtlichen Berichte hervorgeht, daß in Lissabon, in Portugal, verdacht tige Fälle des gelben Fiebers vorgekommen sind, so seyt die Zcntralseclicyördc sämmtliche Organe davon in Kenntniß, mit dcm Auftrage, von unn an und bis anf weitere Anordnung die Sccprovcuienzen vom genannten Orte der Behandlung unt Patente drutta des gelben Fiebers zu unterziehen, wie anch das Patent, mit welchem die von icncn Gegenden anlangen' den Schiffe versehen sind, lautcu möge. Triest, 10. Okt. Mlt dcm heule nach Aleran. dria abgegangenen Lloyddampfer kehrte der Nadsch^h uon Khyrpnr. Mir AN Murad, nach Oslindiru zu rück. In seiner Beglcitnng befanden sich die Herren Kapitän Lungley, Mr. Irwic und vier eingeborene Vcoientc. Deutschland. Berlin, li. Oktober. Der Prinz Friedrich Wilhelm ist zum Generalmajor befördert. Die Bcr> liner Blauer erinnern bei dichm Anlaß daran, daß in der Militär.Cmnere der königlichen Prinzen der Nang dcs Obcrftlirulcnants immer ausfällt; vom Major avancircn sie sogleich znm Oberst. Dieser Branch schreibt sich ans ten Zeiten Friedrichs des Gro> ßcn Der uuo motiuirt sich durch dessen Il!geur>a,esch,chte, deun als „Oberstlieutenant Friß" wuroe ocr oamali^e Kronprinz ans Anlaß seines FluchtversncheS vcthaflet uno nach Küstrin abgeführt. Berlin, 7. Oktober. Heute ist einer der tüchtigsten Offiziere der preußischen Armee gcsto>ben. oer Cbef des Generalstabes ver Armce, Geucral der Kavallerie v. Rcyher. Stuttgart, ö. Oktober In allen katholischen K'rchen des Bandes ist gesten, ein Hirlcnbrifc des hochwnrdigen Bischofs von Notttnburg uerleftn worden, der ,lch auf dic um Nom abgeschlossene Konvcn^ lion bezicht. Der Hirtenbrief drückt seine Freuoe über das zu Stande gekommene Werk 5er Emigung mil Dem päpstlichen Stuhle aus. Znm Dank soll am 19. Sonntag nach Pfingsten ein feierliches Hochamt mit I« IX>um in aUen kathol. Kirchen gehalten werden. Karlsruhe, ö. Okt. Heute wuroe hier die Versammlung deutscher Feuerwehrcu — die erste fand vor zwei Jahren Statt -^ eröffnet; außer Ba> den hatten auch Baiern, Württemberg, Hessen»Darm« stadt und Frankfurt ihre Vertreter gesendet. Zum nächsten Versammlungsort im Jahre 16ü9 ist Mainz bestimmt. — Die feierliche Grundsteinlegung ;u dem Ge» bäude des königlichen Waximilianellms hat in München am 6. d. Vormittags 1l Uhr stattgefunden. Italienische Staaten. Genua, 2. Okt. Es steht die demnächstige Veröffentlichung der Werke dcs bei dem Aufstands« uersnche von Sapri gefallenen Obersten Pisacanc bevor. Der verantwortliche Gerant des Mazzinistischm Blattes «Italia del Popolo" hat bei dem Fiskalad. vokalen um die Erlaubniß nachgesucht, die ProdenuM' mcrn der Schrift des Verschwörers im Gefängnisse ;n korrigircn. Er erhielt eine abschlägige Antwort. Das erwähnte Blatt warb vorgestern wieder mit Be. schlag belegt. Es sind mithin jetzt nicht weniger als nenn Prozesse gegen dasselbe anhängig, und der Ge> rant. Herr Savi, siht schon seit neunzig Tagen im Gefängniß. — Aus Genua, 7., wird gemeldet: Der Pas. j>gier-Train ist auf der Eisenbahn zwischen Turin und Genua mit dem Lasttrain deftig zusammengcsto. ßcn, der ihm entgegen kam. Einige Waggons wur« den zerschmettert uno nicht wenige Passagiere getöblet over verwundet. Schweiz. Bern, 1. Oktober. Der Bundesrath hat den eidgenössischen Kommissären für Waadt zu wissen gc> tban, daß er dafür erachte, daß der Stand der Dinge mcht geändert sei durch die Bcschlußnahmr des Groß« rathes von Waadt. Die eidgenössischen Kommissäre müssen demnach fortfahren, nach den Instruktionen zu handeln, welche sie erhalten haben. Frankreich. ^.n3"V^ 5 ^ov"' Nach cintr lclearapl'ischen Depesche fand heute Morgens .ine a^ße militärische Messe im ^'agkr zu Chalons im Beisein des Kmscrs und der Kaiserin Statt. Alle Regimenter sangen das Dumm« 8»lvum. Wie man versichert, soll diesen Win« ur eine Division von 6000 Mann das Lager von Ehalons bcwobnen. Dic betreffenden Wohnungen sollen aus Ziegeln erbaut werden. Der «Monitenr« meldet: «Herr Dotezac, Ge> sandtcr des Kaiscrs in Kopenhagen, hat an, 28. September mit Herrn Blnhme, Bevollmächtigten Sr. Majestät des Königs von Dänemark, eine besondere Konvention unterzeichnet, wegen rcr Ausführung deS allgemeinen Vertrages, der die Aufhebung des Sund. zolleS anordnet. Das Uebereinkommcn scßt fest, daß der französische Antheil der Entschädigung in vierzig halbjährigen Terminen mit 124.413 Fr. 89 C., vom 1. Aplil 1857 an gerechnet, bezahlt werden wird, woourch Kapital und Zinsen getilgt werden." Da« mit wäre denn wohl der Streit zwischen Frankreich nnd Dänemark über die Ablösung des Sundzolles beendigt. Der eigentliche Punkt, worüber gestritten ward, nämlich ol) Frankreich in Paris o^er in Kopenhagen auszuzahlen habe, wird im «Moniicur" nicht erwähnt, — Die lilütieudste Stadt Frankreichs ist augenblick-lieh Marseille. Sein Handel wächst gewaltig, seine Häfen werden zu eng. und die Stadt kann ibrc Bc. wohncr kaum noch fassen. Man erfährt nun, daß der Kaiser zwischen dem 16. und 20. t>. M. in Mcn. scille erwartet wird. um dort die verschiedenen Ent» würfe zu prüfen, welche für Erweiterung deS Hafens gemacht sind. Auch lie Stadt Lilie soll. nach den jüngsten Vorschlägen dcs Kriegsministcriums, be^eu. tend vergrößert werden. — Von Paris nus wird neuerdings in leicht rrkennbartr Absicht ras Gerücht verbreitet, die Kc>n< fcrcnz der Großmächte werde demnächst <" d" fr."'-zösischen Hauptstadt zusammentrete», um ""^,^^ m.seinauderzugehen. I" S"ttg"r,, '^ „, auch in We,mar, de.ßt cs.i^ <^ P^^^ worden, die Pariser Konftlcnz '" 93» päisches Schiedsgericht zu verwandeln, defstn Ausübe es sein «verdc, alle obschwebcndcn iü,o in Zukunft möglicherweise vorkommenden internationalen Streit-falle auf friedlichem Wege zu schlichten. (Presse.) Paris, 4. Oktober. Heute wurden folgende englische Journale mit Beschlag belegt: „Examiner," „Spectator," „Leader." „John Pull," „Bell's Life in London," „Morning Advertiser" und „Sun." Gc-stcrn baticn «Daily News" und „Express" dieses Schicksal. Die Beschlagnahmen erfolgen wegen der Artikel dieser Ionrnalc über die Zusamüicicklinft von Stuttgart. Paris, ^. Okt. Kronprinz Karl von Schwc» den, jetzt Regent, hat den hiesigen schwedischen Ge sandten, Herr,i v. Mandcrström, nach Stockholm berufen. Man glaubt ihn zur Uebernahme des Portefeuilles der auswärtigen Angelegenheiten bestimmt, das gegenwärtig nnr interimistisch verwaltet wiro. Herrn v. Mandcrström schricl) man seiner Zeit das Haupt« vcrdieust beim Zustandekommen der Tripelallianz mit England lind Frankreich zu. (K. Z) — Der „Constilnlionncl" widmet einen länge» rcn Artikel ocr Nachricht, daß die Pforte eine Znl'u» larnott. worin gcgeu die Union der Fürstenthümer proteszirt wild, abgesandt habe. Der »Conslitution-ncl" bestrcitct ihr nicht allein das Recht, sich in diese Angelegenheit zu mischen, sondern er ertheilt anch den Mächten den Nath, nicht auf die Note zn aiuwortcn. ^ __ MZ Paris. 6. Oktober, wird der „K. Z." glsclnikbcn i Scit einigen Tagen liebt man es in Nc> gicrungskrcisen,. wieder besonders große Sympathien für England an den Tag zu legen, während man sich ganz kühl über Rußland ansspricht Das scheint mir cm Symptom von gewisser Nichtigkeit. Großbritannien. London. N. Oktober. Die „Morning Post" erklärt mit Pcüimmtheit versichern zn können, daß es nicht in der Absicht der Negierung liege, das Parlament im November znsammenznrnfen. nnd daß die Einberufung uor der üblichen Zeit keine Wahlschein» lichkeit für' sich habe. Der «Observer" ist etwas weniger bestimmt. „Daily News" meint. Lord Palmerston habe selbst vor der Prorogation die Möglichkeit tiucs früheren Zusammentrittes angedeutet. Aeltcre und er» fahrene Parlamentsglieder hielten die Znsammenbc-rufung im November fnr unvermeidlich, und gewiß werde sie auch sehr ersprießlich sein. — Der General «Gouverneur von Indien, Lord Canning, wird von der „Times" in Schutz genom. men. Nuf dic Verdächtigung, daß es ihm am er< forderlichen Mutbe mangele. erwiedert dieß Blatt, „daß des edlen Lords Politik bisher wohl mehr die Ansichten feines Rathes, als seine eigenen ausgedrückt kabe, und dieß unvermeidlich an unserem indische» System liege." — Mehrere Handelsbriefe a i: gesehen er Häuser in Calcutta, Bombay :c., welche in London ab> schriftlich zirkulirm. stellen rcn Stand der Dinge in einem bcfr,sdigcndern Lichte dar. Die mohamedani» sche Bevölkerung in Bombay nnd Madras wird als jeder Erhebung dnrchans abgeneigt geschildert, namentlich jener Theil derselben, welcher in geschäftlichen Vczicdnngen zu England steht. und die Masse des Landvolks furchtet so sehr chre Regierer und ist so , feig und unfähig. Böses zu thun, daL einzelne ^ Äusbrnchc der Sepoys nicht ihre Loyalität zu erschüttern im Stande waren. Schweden und Norwegen. Stock h o I m. 30. September. Der Krön' prinz-Regent wird dem Vernehmen nach am nach' Nen Sonntage nach Christiania reisen, um dort die Storthings-Session in Person zu schließen. Wäh> rend seiner Abwesenheit, die fich nicht über 12 Tage hinaus erstrecken wird, wird der Vcrfassnng gemäß eine dazu verordnete (Interims-) Regierung eingesetzt werden, um die Smatsgeschäftc. über welche er sich nicht selbst die Entscheidung vorbehalten hat, zu er< lcdigen. Dänemark. — Wie die „Presse" sich ans Pari s schreiben läöt^dct der König von Preußen dem Prinzen Murat den Schwarzen Adler Orrcu verliehen. (Der Schwarze Adler. Orden ist ccr höchste preußische Orden, und wird aukcr an Mitglieder königlicher Familien. nnr höchst stlten verliehen,) Donaufiirstenthümer. deil Lord'Mayor von London verständigt h^te daß er sich niit dem Betrage von 600 Dukaten cm de>-in London cingcleitkten Sammlung bcthcilig?. Nußlaud. ^-Um die Kosten der Flotte zu vermindern, hat dcr Kaiser befohlen, demnächst bci dcn Garde- nnd Ziottc-Eguipagcn, sowie dci dcn Hafcnkompaguicn bedeutcnoc Beurlaubungen cinlrcrcn zu lassen. Ueber oic Art llnd Wcisc, wie diese Beurlaubungen vor sich gehen sollen, ist ein besonderes Reglement erlassen. Nachrichten aus Rußland, und zwar ans guter Quelle, melden von zwcl rasch unterdrückten Bauern-Revolten, oeren eine in Kurtsk ausgcbrochen war. Es geschah noch uor Erlaß oes jüngslcn Ediktes. — In Petersbnrg sollen gegenwärtig Verhandlungen gepftogen werden, welche auf den Abschluß eines österreichisch-rnsslschen Hanoelsocrtragcs ytnzlelen. — Nach einer Korrespondenz aus der Ukraine, stehen in den dortigen Militär-Kolonien wichtige Vcr-anocrungeu bevor. Die Bauern dieser Kolonien sol-,lcn dcn Bauern dcr Krongütcr gleichgestellt nnd ihr bisheriges Verhältniß !n das von Zinsdauern umgewandelt, dcr noch disponible G^uno uno Boden uno c.lle Krongcbäude daselbst öffentlich versteigert uno auch den Iuoen soll gestattet werden, in den dom-gen Dörfern sich anzukaufen und niederzulassen. Alle dicsc Reformen sollen bis zum Jahre l8U0 ausgeführt sein. In den Dörfern der Ukraine trafen fort' wäyrcno Soldaten mit unbestimmtem Urlaub ein. W a r s ch au, 2. Ollober. Die neue medizinisch' chirurgische Akademie ist gestern in Gegenwart der obersten Staatsbehörden eröffnet worden. Sie wiro vorerst nn hiesigen Schulgebäude ihre Lchrstnndcn abhalten, bis die großartigen eigenen Räumlichkctten vollendet sind, welche für sie hergestellt werden sollen. Türkei. — Am 23. Sept. hac. wic die »Köln. Ztg." erfährt, die Pforte ohne Zweifel nach gepflogener Berathung mit oen Gesandten Oesterreichs nno Englands ein Rundschreiben an ihre Vertreter im Auslanoc erlassen, wurin slc, ans den bekannten Gründen, ihre Verwahrung gegen die Vereinigung dcr Fürslcntdü-mcr erneuert, dagegen sich bereit erklärt, zur möglichsten Ausglcichuug der Verwaltung beider Provinzen ihre Zustimmung zu gcbcu. Griechenland. Athen. 3. Okt, Die öffentlichen Arbeiten, welche in dcn letzten 0 Iahreu ausgeführt woroen, bie< nen am besten als Maßstab zur Beurtheilung dcr Forlschrnte. deren sich Griechenland erfreut. Eines dcr vorzüglichsten Werke ist dic Reinigung und Reparatur der großen Wasserleitung Athens, welche, einmal ganz vecnoigt, nicht nnr dic. Qn^lttäi > ocs a the men fischen Tvinlwassers verbessern, sondern auch oic Qucmutät um das Dreifache wenigstens er» höhen wird. Scit auDcrthalb Jahren wiro daran ge-arbeitet, und oie Auslagen dafür belaufe», sich auf 110.090 Drachmen. Die Ausgaben für die Ueber-^ brückung oocr vielmehr Ueberwölbung eines Grabens, welcher am Palais ansing nno unter der Straße von Patissia endete, bei großen Rcgeugüssin dic Gewässer dcr nächsten Hügel uiw Berge aufnahm und gc-radc die schönsten Theile der Neustadt verunstaltete, betrugen nur 3.^.000 Drachmen, und einc bedeutende Verschönerung und Verbesserung oer Gesundhettsver-hälnnsse dcr Stad: sino die unmittelbaren Folgen davon. D>e Herstellung dcr byzantinischen Kircheniuine Nikodemus zu euiem herrlichen gotteseicnstlichen Ge> bände muß einem griechischen Ingenicucoffizicr zugc> schrieben werden, wcnn auch die sehr gelungenen Ma> lereicn und die architektonischen Verzierungen dcn deutschen Künstler Tlcrsch und den französischen Ar-i chnekten Voulang« zu Urhebern haben. Für eine Strecke Weges von Athen nach Chal-lis hat oie Regierung 36.000 Drachmen ansgegcbcn lüio hat eine Brücke über dcu Ilyssus herstelleu lassen, an welcher nichts auszusetzen ill. als iyrc Schön-dclt. Es würrc zu wcit führe», alle Arbeiten dieser Art in einer Stadt, wie Atyen, die auö dcn Ruinen ersteht, anzuführen. Anch in den Provinzen sind bedeutende Arbeiten ausgeführt worden; z. B. wurde auf oer Insel Pstt« talios ein Leuchlthurm errichtet, in dcr Gcmcinbe Alaias ein Sumpf ausgetrocknet, verschiedene Slra» ßcn, Brücken und Dämme gebaut :e. Amerika. — In Alabama hat eine schwarze Köchin einc Familie von 37 Personen mit Arsenik vergiftet. Sechs Personen starben an dcr Vergiftung. Dic Freunde ! des Hauses, wo diel) vurgefatUn war, verbrannten oic Negerin lebendig. In Eastern Tenesste wurce ein Neger durch dtc Folter zum Geständniß mehrerer Verbrechen gezwungen und dann uom Pöbel lebendig verbrannt. Da die Presse im Norden diese Ari Justiz mißbilligte, fand sich ein Pastor Prownlow ans Knoprille bcrnfen, die Anwcndnng der Foltcr „in diesem FaUe" in einem öffentlichen Sendschreiben zn rechtfertigen. Man darf nicht etwa wähnen, sagt die „New'Wrk Times", daß die Ersetznng dcr Zcu> genaussage durch die Tortur bloß auf die Negerrace Anwendung findet. Freie weiße Bürger sind der Tor> tur ebenfalls ausgesetzt. Vor zwei odcr drei Wochen sagten ei» Paar Skl.iv?n in Abbeyoillc aus, daß ein Weiber sie aufzuwiegeln gesucht habe. Darauf Hit! erhielt er so viel Peitschcnh'cbc als nöthig waren, ein Schnldbelenntniß aus ihm herauszupressen. —'Scit dem Schiffbrnch des Dampfers „Armc" im verflossenen Jahre hat kein Unglück in Amerika so große Bestürzung und Theilnahme erregt als der Untergang der „Zentral > Amerika" , nnd granenhaft in der That sino die Einzelnheitcn, dic von dcn Uoberk'bcnocn erzählt, von den Ncw ^jorkcr Blättern mttgethcilt werden. 692 Personen befanden sich an Boro oes unglücklichen Schiffes, alu cö am !0. Scp-t.'inber Havana verlieb, und vou ihnen haben, so viel man weiß, nicht mehr als l73 die Katastrophe überlebt. Die Anderen, und mit ihnen gegen zwei Millionen Doll, in Gold nnd Silber, licgcn anf tiefem Meeresgrunde. Die Passagiere waren zumeist ^cnte ans CaMornicn, die mit ihren mühselig erworbenen Schäßcn der Heimail) zueilten, um ihre Verwandten zu holen oder die Früchte ihrer lang» jährigen Oandernngcn in Ruhe zu genic^'n. Als oas Wasser in dcn Schiffsräumen auf bedrohliche Art zu Neigen anfing, sah man, wic diese Califor-nier auf die Rettung ihrer Schätze bedacht waren; sie lcgtcn ihr Golo sorgfältig neben sich, um es mit sich uehmcn zu könncn, wcnn ein rettendes Schiff in Sicht kommen würde, odcr sie banden sich's um den Leib, damit es ilmcn nicht abbanden komme. Als jedoch die Gefahr mnncr drohender wnrdc. als znlct)t die Meisten an dcr Rettung des nackten Lebens verzweifeln mußten, da ward des Goldcs bald nicht mclir gedacht. Einc Börse mir Golo gefüllt lag in dcr Kajüte, ohne daß sieh Jemand um sie gekümmert' dätte; auf den Bänken, anf dem Deck lag der Gold-stanb, den die Besitzer von sich geworfen hatten, damit er sie nicht in die Tiefe ziehe; kcin Mensch bückte sich, ihn aufzulesen, und 20.N00 Doll, auf einem Ka° jütcntisch hingefchüttci lagcn dort so sicher vor Diebesbanden . als wären sie hinter tausend Riegeln verschlossen. Dic Liebe zum Lcbcn war die einige Leidenschaft, die den Armcn geblieben war. und ooch bcnahmcn sich, nach den Anssagen Aller, dicse kalifornischen Abcntcnrer, denen man im Allgemeinen nicht übergroße Selbstbeherrschung und Fügsamkeit zntraucu darf, im letzten Momente so großmn« thig nnd wacker, daß cs ihnen die besten Männer nicht hätten zuvorthun können. Nachccm sie Nächte lang erfolglos an den Pnmpcn gcavbcilct hatte", sahcn sie ruhig zu, als dcr Kapitän erst alle Fragen lind Kinder in dic Voote bringen lll'ß, die sie drin rettenden Klipper „M.irmc" und der Varke „Mm" zuführten. Kcincr drängte sich vor, keiner stellte auch nnr oic Anforderung, uor dcn Anderen in Sicherheit gebracht zu werden. Sie sichen das Fahrzeug, auf dem sie standen, allmälig versinken; Jeder hatte erfaßt, was ihm Rettung zu verheißen schien; lautlos standen sic alls dem Deck, als das letzte Boot vom Schiffe abstieß, als dieses mit einem jähen Nuck in die Tieft fuhr. Die später aufgefischt wurden, hatten mitunter Furchtbares ausgestanden. Die See ging hoch nno trennte die Schwimmen« dcn. die sich anfangs gruppenweise an Balken geklammert zwischen dcn Schiffsn'ümincrn hcrumgetric» bcn hatten. Dcn Einen, so erzäblt man, überkam mitten in pechschwarzer Nacht das Gefüb! dcr Per-emsamkeit so gewaltig, ?aß er schon im Begriffe war. oaü Stück Holz. anf dem er schwamm. von sich zu stoßen; da sah er plötzlich einc» Menschen auf sich zn stoßen. Eln Menschenangesicht. das war Alics, was er in schrecklicher Stunde suchtc. nnd mtt Aufbietung l aller seiner Kräfte rudettc cr dein Gefährten eiitge» l gen. oer sich ihm lautlos nährte; und als cr ihm endlich ganz nahe gekommen war, da stüi cr vor sich einc Leiche, die von zwei Sänvimmgürteln anf der Oberfläche erhalten wurde. Schrecken oder Erschöpfung mochten dcn ^chwimmendcn qctödlct haben. Andere Episoden, mehr odcr wcniqcr tragisch, werden noch in Menge erzählt; charakteristischer jedoch als alles Andere ist foigrnoe Mittheilnng eines der Geretteten: Ich war bereiis vier Stunden einsam von dcn Wel« len herumgetrieben worden; kcin menschlicher L'Ntt drang mehr zn mir, da hörte ich plötzlich meine Mutter fragen: „Iolnmy!"hlist Du die Trauben Deiner Schwester gegessen?" — vor 30 Iahreu nämlich balle ich. ein Kimbe von 11 Jahren, ein Paar Trau» beu, die für meine kranke Schwester bestimmt wa> ren. heimlich gegessen, batte auch dcr Mutier meine Gcnäschigkeit gest.'.nocu und, wohlgemerkl! keine Plü> gel d^sür erhalten; da plönlich Angesichts des Grabes dörte ich meine Mutter dieselbe Frage, wie vor 30 fahren, au mich richleu. nachdem ich in dcn letzten 20 Jahren jcl'.cs InstendlN'ignisses zuversichtlich nicht cin einziges Mal gedacht batte. Die Stimme kam aus ocm Grabe. Mir schien sie li„ Vorzeichen meines nahen Endes. — Solche Eindrücke dürften in vielen Fällen stark genug scin. einen Menschen, der >u onnklcr Nacht an cin Brett geklammert, auf dcn Wo> s,en des Ozeans mnhcrgcschleudert wird. dem Wahn« sinn preiszugeben; doch hört man nicht, daß swcr von den Geretteten dem Irrsinn anheimgefallen wäre. »3 V Die Wenigslcn konnten sprechen als sie aufgefischt wurden, aber nach wenig Stunden waren sie doch Mc Herren ihrer Sinne. Ostindieu. Ein vom „Siandaro" mitgetheilter Brief ans Cawuporc vom lü. Anglist enthält Folgendes: „So wären wir denn wieder in Cawnporc. EH war uns nicht mögüch, die unglückliche Garnison- von Lucknow zu entsetzen. Daö gan^e Königreich Onde bat sich >» Waffen gegcn uns erhoben. ii0.. ja viel, leicht 80.000 Mann regelmäi'igsr uno unregelinäßiger Truppen und bewaffneter Landlente nebst 2» Kano> ncn machen unserm Häuflein, das durch Seuchen, Wunden und den Tod auf die Hälfte zusammengeschmolzen ist und Alles in Allem keine 1000 Mann zählt, jeden Fußbreit Landes streitig. Die Anslrcn' gunge,, und Entbehrungen, welche wir auszustehen hatten, übertreffen Alles, was man i,i Indien seit cincm halben Jahrhundert erlebt hat. Ueber drei Wochen wann wir abwechselnd einer glühenden Son> lieuyiße, und einem in Sirömen hcrabfticßcnden Negcn ausgesetzt und halten kein anderes Obdach, als das, welches uns von Zeit zu Zeit ein indisches Dorf bot. Bei einem der neuüchcn 'Gefechte zeichneten sich die Hochländer aus, indem sie die feindlichen Verschan» zungen unter einem furchtbaren Feuer stürmten, den Feind warfen, ihm drei Kanonen nahmen, dieselben gegen ihn kehrten und damit ein so verhecrenvcs Filier auf ihn eröffneten, daü dadurch dem Kampfe ein Ende gemacht wnrde. Dieses bcwnndcrnnaM'ür-dige Korps uon Hochländern ist gegenwärtig nur Noch durch 180 Mann vertreten. In sechs Gefechten schinden 1300 Europäer unter Befehl Haurloel's 11.000 Mann einheimischer Truppen, die stark verschanzt waren ii,,d imbmcu ihnen 60 Kanonen. Wir verloren m diesen Gefechten 100 Mann an Tobten und Verwnndctcn. Außerdem rafften nns Krankhci. ten cine große Anzahl Mannschaft hin." " Tagsnettiftkeiteu. ^ — Berlin, 3. Okt. Ein wunderlicher Kauz, der hier im vorigen Iahrc starb, vermachte einem Vcantten, dcm königl, Mnsikalieninspeklor B., ein an> sehnllcheö Lcgat unter der Bedingung, daß der Legatar, so lange er lebe. in dcr Nacht vom 21. znm 22. November vor dem Slerbchausc (neue Friedrichs-straöc 63) allein einige Traucrgesänge ausführe. Wie di? «Zeit" mittheilt, hat P., welcher dieser Bedingung nachkommen will, jeht, wo die Stcrbenacht naht, in der er zum ersten Male singen soll, beim Polizeiprä, sidinm die dazu nöthige Erlaubniß nachgesucht. Das fragliche Haus, uon dein Verstorbenen seiner Wirth» schaftcnn als Geschenk hinterlassen, ist uon dieser, wie ich hörc, jcht cm die hiesl^c Kaufmam'schlist für oaö z» erl' men, war der Vatermord, dessen zwei jnnge Bursche angeklagt waren. Trunksucht, ehrlicher Zwist und furchtbare Rohheit dcr in ihrer Erziehung gänzlich vernachlässigten Kinder hat zu diesem Verbrechen geführt, das am hellen Tage. sogar in Gegenwart vi> lcr Personen, in einer Weise verübt wurde, die über alle menschlichen Begriffe hinausgeht. Ein bis znr völligen Wnth gesteigerter Jähzorn brachte ciiuu 23° jährigen Mcnsä'cn so weit, seinem in dcr Rauferei schon niedergeworfenen nnd bewußtlos liegenden Ba> ter m,t furchtbaren Schlägen das Hanpt zu zerschmeiß tern. Und i„ »er Nähe stand — kaum zu begreifen — der Ortspolizeidieiicr nebst mehreren andern Per> onen^Eine m all.,, ihren Nebcnnmständen so gräß> lichc ^bat ist kaum jemals erlebt worden Dcr 19iäh rigc Bruder des Mörders wurde als Mithelfer znr kriminellen Em>perrung auf ö Jahre, dieser selbst aber zum ^odc vern. theilt, und zwar so, daß diese Strafe nach Artikel 13 des Strafgesetzbuches durch vorheriges Abhauen dcr Hand verschärft w,ro (5on^ rad Heinrich von Singelbach — so heißt nämlich d^r Mörder — wird wohl im Armensünderhcmd, mit scbwar;em Schleier bedeckt, auf oem Marktplut) zu Zweibrückcu das Blutgerüst besteigen müssen. Im Volk wcnigsttns spricht lcinc Stimme des Miileldö für ihn. I Dcr „Prcssc" geht die Nachricht von elucm bedeutenden Fallimente in Neusatz zu; die Passiva sollen sich auf H - .'100.000 ft. belaufen. Zwei Wie. ner Häuser sind davon schwer betroffen. Man gibt der Befürchtung Naum, daß noch mehrere Häuser ins M>t!eid gezogen werden können. Der Chef des in Rede stehenden Nensatzer Hauscs soll nicht mehr am Leben fein. Telegraphische Depeschen. Florenz, 6. Oktober. Die Besserung dcs KraM,citsznstandes der Großherzogin schreitet vor. Turin, 7. Okt, Die Elsrndahu von Novara nach Bnffalora wird am 10. d. M. eröffnet. Der Herzog lino die Herzogin von Monlvcnsicr sind heule hier ciügclroffe». Turin, 9. Okt. Marschal! Pelissier wird hier erwartet. Die Eisenbahn von Alessandria nach Vo« ghcra soll am 16. b. M. eröffnet werden. Vorge« stcru stieß ein Passagicrtrain zwischen hier und Gr. nna mit dem entgegenkommenden Lasttrain zusam» men; einige Waggons wurden zertrümmert, nicht wenige Passagiere gctöotct oder verwundet. Neapel, -^. Okt. Das amtliche «Giornalc« berichtet über die feierliche Einweihung des neuen Sanitäilazarcths auf einem Eilande zwischen Nisioa und Cap Pausilippo. Es hat an Pracht und Räumlichkeiten wenige seines Gleichen nno kann 600 Per» soncn beherbergen. Berlin, 9. Okt. Gestern Abend traten bci Sr. Majestät ocm Könige plötzlich Kongestionen nach dem Gehirn ein, die Nachts und gegen Morgen sich etwas mäßigten. Berlin, 10. Okt. In den Krankheitszustä». oen Sr. M. dcs Königs hat sich während vergango ner Nachts keine Veränderung ergeben. Die Kona.c< stionen Ia,ie.'i leine weitere Abnahme wahrnehmen. Paris, 9. Oktober. Der Kaiser hat einen Tagsbcfchl an die Truppen zu Ehalons erlassen; es heißt unter Anderem darm, die Garoc habe im Frie» den wie im Kriege ein gulcs Beispiel gegeben; sie werde fnr dic Linie ein Gegenstand dcr Nachcifcrung sein und in Gemeinschaft mit letzterer beitragen, dcn alten Nnf dcr uustcrblichen Phalangen Frankreichs, die nur durch ein Uebermaß iyrcö Ruhmes und ih. res Triumphes erlagen, ungeschmälert zn bewahren. Nach dem „Monitcur" wird der 5ta,scr am 10. d. M. in Paris ciumffcu; die Kaiserin ist bereits ""gelangt. (Ocst. O.) Paris, 9. Okt. Abgenommen hat dcr Bank» vorraih um 22'/,. der Conto corrcntc des Schatzes um 34 Millionen zugenommen, das PorlcfcuiUc um 264/5 Millionen, dcr Notenumlauf um 12^ Mtllio. ncn Fr. Paris, 10. Okt. Das Schiff „Empercur", welches den Dieust zwischen Frankreich uno Ellgland verficht, ist an dcr französischen Küste bci Fecamp gescheitert, vierzehn Personen wurden gcrctlet, acht er> tranken. Nach dem „Mouittur" sind die auf dcn Ge> trcidtHandel bezüglichen Maßregeln für dic Kolonien bis September 1638 erstreckt worden. London,!). Okt. «Times" hält eine weitere Diskontoerhöhung nicht für unmöglich, aber eine all> gemeine englische Handelskrisis »ci nicht zu fürchten. 6"r,t Vogolldeö schickte zu ocr inoischcn Gelosanun-luug 600 Dukatc». Ali der englischen Sccküslc wehlc ein verheerender Sturm. Deutsche "To n ha Uc. ' Indem der Verein hiermit auf ric Komposition des beigehcndln «Prcisgcsanges" von Oarvc, für dcn vierstiinilügen Mäunergcsang (Quartett und Chor),! welche nicht schwierig auszuführen sein soll.! den Preis von acht Dukaten lwobci ein Freunden! Geschenk) aussetzt, bemerken wir, daß die mil einem deutschen Spruch zn vergehende» Prcisdcwlrbungen im Lenzmonat k. I. frci «an die dcuische Tonhalle" hierher cinzusciucu sind. liegleitet uon ciucm versic-gelten Brief, worin sich dcr Verfasser nennt, unr auf dem derselbe denjenigen Künstler angibt, welchen er als Preisrichter wählt. Wegen der wettern Be> dingungcu bci unserm PreiSausschrciben. mW daß de,-Btrciii au keine der einkommenden Bewerbungen emcn Anspruch macht, verweisen wir auf dessen Saz. zuugcn. Mannheim am 8. Oktober 18i>7. Dcr Vorstand. Preio dem Vater, den dort oben Alle seine Hiimilel loben, Dem der Sterne Jubel schallt! Ihm, von dessen Macht und Ehre La.tt in's Lob per Hinnnelsheere Auch des Erdrund's I^l schallt. Heilig, herrlich, ohne Wanken, Gott! sind deine Hcilsgedanle.,, Ewig steht dein Königreich! U.,d vor deines Thrones Stufen "d n" tiefsten Staube rufen »__^^2-^^^ 'st nichts gleich! Handels- und Geschäftsbclichte. Sissck, 4. Oktober. ^ sind bere.ts zw^i Wochen vergaugen. ohne daü wir Veranlassung ge- habt ha ten, über das Getreidcgeschäft Bericht erstat, , ten zu können. Bloß einige hadert Metzm We.ze» , u,w Knkurutz wurden inzwischen umgcscftt, die Preise daher nolu.nell: Weizen 3 si. 24-30 kr.. Halbfruch, 2fl. 20-24 kr., Kukuruh 2 ft. 16-20 kr. Außer von Kuknruh sind die Vorrälbe in allen andern S»or< ten sehr gering, dasselbe ist auch am Karlstäoter Platze dcr Fall. Lcid.r ist unser Wasserstand noch immer sehr ungünstig, und das Ende davon ist noch nicht abzusehen, da dieser noch immer im Abnehmen begriffen ist. In Folge davon ist der größere Theil unserer Landmühlen bereits seit 3 Monaten in Unthä« tigkeit versetzt, was auf den Getreidcmarkt uon gro« ßcm Einfluß ist. Die Feldarbeiten sind hier noch sebr wenig vorwärts geschritten,' die Erde ist hart wic ein Stcinfclscn, und cs müßte liu anhaltender Nc-gcn fallen, der unser lehmiges Erdrcich hinreichend erweichen würoc. um dic Bearbeitung, wofür es die höchste Zeit i.uärc. noch bewerkstelligen zn können. Leider sind noch keine Aussichten auf einen solchen. Witterung schr schön und warm, Landfracht l-aeh Steinbrück 42 kr. P c st h , 7. Oktober. Gelrcidcgcschäft. Die mat« leren Berichte aller auswärtigen Plätze wirken ent-schieden ungünstig auf dcn hicsia.cn Geschäftsgang, und wenngleich unsere ycutigcn Notirnngcn nur in wenigsu Fruchlgattungen um einige Kreuzer nicdriaer sino, als in dcr Vorwoche, so sind doch sämmtliche Preise nur als nominelle zu bezeichnen, und wurde heute fast kein liemienswerthes Geschäft realisirt. Nnr von Hafer sind ttt)00 Mß. u I fi. 7 fr. an Lieferau» ten übergegangen. Trieft, 9. Oktober. Kaffch erregte keine lcb> hafte Thätigkeit; die Preise blieben fast statie>när. Gestoßener Zncker veranlaßte bei einigen Diskontozu. gcständnissen imr beschrankten Umsatz. Pfeffer ziem» lich lebhaft zu sehr festen Preisen. Cassia lignca rief Thätigkeit hervor. wurde höher bezahlt und ist noch im Steigen. Baumwolle war flau, zog aber in Folgc der günstigen telegraphischen Nachrichten aus Liverpool gestern wieder an. — Der Getreidemarkt war ziemlich belebt. Banatcr Weizen erregte fortwährend Nachfrage; die wegen der erschwerten Zufuhr gestel. gerten Ansprüche verhinderten eine größere Geschäfts» ansdehnung, die indeß nach Eröffnung des Frachten» Verkehrs auf dcr Eisenbahn nicht ausbleiben vürftc. Mais war für schwimmcndc Ladungen von Galatz, Odessa und Ismail weniger gesucht; prompte Idrai. lcr Sorte fand leichten Absatz für den örtlichen Vc. darf und das Küstenland. Einige kleine Parlyien Leinsaat cms Apulien fanden unmittelbar nach der Ankunft Abnahme für den Norden zur höchsten Notiz. — Zufuhr 12.000 St. Weizen. 20.000 St. Mais, 2ö00 St. Gcrstc, 6400 St, Hafer, 600 St. Fisolen, 1900 St. Leinsaat. — Nochc Rosinen lebhaft, Sultaninen veranlaßten lbcnfallö Thätigkeit zu fcltcn Preisen. In Korinthen war es ziemlich thätig. Fei> gen von Calamata regsam und fest; Smmnacr ohnc erheblichen Umsatz, aber gute Sorten prcishaltcnd; pugllcscr ziemlich beachtet; dalmatiner still uni) etwas niedriger. Johannisbrot fest. Mandeln belebt, obne Preiöocrändci-iiug. Ordinäres Ocl im Anfange der Woche zu festen Preisen regsam; spater nahm die ^lMigkett ab, allein die Preise vliebctl unvcraudfrt. Spiritus fiau uno weichend. Gummi arabicnm schiuacl) gchaltcn. Wolle andauernd fest und plcichaltsnt''. Stahl in günstiger Meinung und im Slcigen. Soh< Icnlcdcr ist im Verhältnisse zu dcn hohen Prciscn dcr rohcn Häute niedrig, weßhalb letztere flau blieben; amerikanische Sorten fehlen; südrussische sind spärlich vorhanden. Seide weichend. — Griechischer Alizzari wurdc etwas höher bezahlt. Safflor fand bei leb» hastcr Nachfrage vorthcilhaftcu Absatz. Schwarzer Aleppo Gallus, ist in erster Hand vergriffen. Färb» holz unverändert. Knoppcrn schwach behauptet. (Triest. Ztg,) Wareneinfuh r ans ausländischen Häfen in Triest Am 3. Oktober. Von Marseille: 39 F. Zucker. 13 Z. Maudclu. 880 B. Blei, 10 Z. Terpcntm. 3335l St. Campeche-hol; u. a. W.; von Calamata: 64.380 K. Feige», 27 F. und 143.000 Pfd. Korinlhen; von Durazzo: 800 Ch. Hafer, 11 N Z. Leinsaat; von Moiwpoli: 63 A. Oel; von Ravenna.- 174 Z Seide >i. Stricke. 10 Z. Sesam, 8 Z. Pinolien; von Patras: 44 Z. Felle; von Dnrazzo: 30 Z. Wolle; von Antivari: l40 Ztr. Wolle, 4 Ztr. Vlutegel u. andere Waren. (Tricst. Ztg,) Getreid - Durchschnitts -Preise ii: Lail'ach n,li N», Oltrbcr It.57 Gin Wiener Metze» ^""prc^ M^m«- 'ft."^sr." ^/!"lr7" Weizen......... i 30 4 35 Korn......... 34 3 -^ Hülbjruchl..... ..' — I .««z vV ^lcmm"^^ <^ F." Vam^erg m"^il'ach. - Verantwortlicher Redakteur. 3- Vn«.bera. V ö r s c u d e r i ch t alls dem Abendblattc der östcrr. kais. Wiener Zeitung. Wien 9. Oktober. Mittags 1 Mr. Dic ssrln'lnmg dcs Di«?conto in Lcndcm wirkte drückend auf die Stimmung der Vörft, In Industric-'Uapicrcu wcnig Geschäft, die Kürst schwebend. A>» Schluss^ einige Vesscrunc,. Devisen c^was fester alü gestern. National-Anlr?nl zn 5'/« 82-82'/. Aulehc» v. I. t«5l 8. 8. zu 5°/, Nli -^ '/, Lonü'. Veiiet, An!es,e„ zu 5"/<> 9^—94 '/, Staatsschulduerschrnl'ungtii zu 5"/, K0 '/, -t-1 '. dett» ^ „ ^.'/,'/« ?0'/.^0'/, dctrc „ ^V« 63'/. ^f'3'/, dctto ., 3'/, 51'/.-50'/, dett,' „ 2'/."'» ^V.-^'/. detto ^ l'/. l'l-i6'/< Glo^guihcr Ol^ig. ,^>. Niickz. ^ 5 °/, i»li------ Oedl'nl'ln^cr dttto dctt,,' ^ 5'/, 9"----- Pesshcr detto deito „ ^"/„ 95------ Mailänder dctto dcttu „ ^"/, «4—94 7, Grmid.ntl.'Tblig. N. Oest. „ 5°/« 8«-5«'/, detto ' Ui,garn ., b°/, 78 V,-79 dctto G.ilizieii „ 5°/, 78'/,—78'/, detto der iibtl^cn Kronl. z» ö"/» ^5 ^,7 B.ni^-Ol'ligatimm, zn 2'/,°/« 06 '/. - 106 '', Cmno Nentschcilic >? —<7'^ Galizische Pfmidblilfe zu 4 '/, 82—l-^3 l)>!?rddahi, - Prior.- ^l'lig, zu ') '/<, ^5 ^85 V. Wl^^güi^r bett» „ 3"/., 79 80 Donau Dcnup,'sch.-Ol'!!g. „ 5"/« 8« -8<»'/, Lloyd dttti) (in Silber) ., 5 "/« 88—80 3°/„ Priovit.iis Oblig. der Stcuits-(Hisenbah»- Z'cseÜschaft zu 2?<> F^ntts Pr. Stuck »08 ll!9 Aktien der V^i!l.'nall'a«f 962 9<»>', 5"/., P^nidbriese der Natioimlb.Ull l^!,il)»atlichc 99'/^ -<»!»'/, Nkti.n der Oesicrr. Kredit-Anstalt 208 '/. -208 V, „ N. Ocst. Eskompie-Ges. <19'/. —i20 „ „ Alldweis-Linz-C'innndiicr- Giftnl'ell»! 232—232 7, „ Norobahn 172^—172',', ., „ Staatsciscub,-Gesellschaft zu 500 Franks 276'/-2^7 „ ., Kaiserin-Elisabeth-Vahu zu 200 ft. mit 30 Mt. Einzahlung <(W '/. -N)» '/ „ „ Siid-^iorddentsche Vcrbindungsb, !0l '/, —l0'/,—4lN»'/^ „ Lonib.'Venet. Eisenbahn 238'',-239 „ „ Kaiser Franz Josef Orieutbahn 188 '/,—189 „ Triester Lose 104'/,—105 „ „ Dona»-Dauipfschiffflibrtil- Gefeüschast 535-536 drtto <3. Emission 100 '/.— NX»'/. „ des Lloyd 300-365 der PeNhlr K«tte»b.-Gestllschaft 62—63 , Wiener Dampfn,,-Ms.llschast 72—74 ., P»cßh, Tvnl, (5iscnb. >. Cinisf. 20—22 " ^ dctto 2, Emiss. m. Priorit. 29-30 Esserh^y 40 fl. Los, 8l '/,—«2 Willdischgräß „ 27 7.-28 Waldein , 27 '/.—28 K^levich ^ ,4^ ^.^ Salm , ^ '/.^^ 7. St. Genois ^ 38 7. - 39 Palss'? ^ 38 7,-38 7. Elary ^ 40 7,-40 7. " A lt z e i g e der hiev anüelommcncn ssrcmden De» ,0 Oktober »857. Hi-. Maschke, k k. Hauptniai,!,, v^i, Klagenfurr. — Hr. Bieyev, k. k Hauptmami, — Hr. Baron Borsch, — Hr. Mahner, Medizin.-Doktor, lmd — Hr. Slampfi, Kanfinann, ro» Wü.'ü. — Hr Feich-linger, k. k. Finai'^Rath, — Hi' Schlechau, Beig verwalte:', und — Hi'.Tedeschi, Kaufman», von Trieft, — Hr. Maier, Bergbcamter, v»n Klagen flirt. An^ eige. Bei Gefertigtem ist eine Parthic neuer Saazcr Hopfen von den Herren Gebrüdern Tänzer angekommen, welcher zu möglichst billigen Preisen zu haben ist bei P. Huer. Z. '722. (3) ^ Anzeige. — ^l crgebl'ust Unter^ichllete zeigt eineili verehit,,'» ^nbliknm hiemir u,nerthänigst an, daß er sich in der ^e befindet, alle GatNnig«.,, qemauelt, Sparhe.d,. e»e>»e Brac . oder Back . Rohre.,. vieivckige Ziegel-B^ckosen. ^uarl>ge.merikamsche Zirkulat>°„ö-Heizöte,i detto ^cn,chsa,'c,e lind Kessel auf eine ganz eigene neue und sehr ökonomische Mechode. „,.t ga^ auste,gewöhn, lichei,, Vortheil einzumailern u.'d znm allsogleichen Ge^ bl'üüche hel-zustellcil. Besondere E>wah>nu^ verdinn diese Mechode schoi, deßhalb, daß bei derselben das unangenehme Reichen bei allci, Wilteriniftsoerthait-«issen g^ttjlich bcseirigt w'rd «nid sowohl die Küche,, als andere heizbar Lokale von jedem Dlinst oder Fench. tigkeit dcfieit bleiben, wühlend n,!)i, Zugleich den Vortheil genießt, mit de:, Sparherde» sowohl diese als auch die cuisio>)enden Ziünncl und andere Gemächer mit einem geringen HolzananNlM zu heizen, nebenbei auch durch die Ableitung des Rauches nach dem Dachboden eine Nälicherungsfammer angebracht werden könne. Für oie Sicherheit, Gute und Dauerhaftigkeit bürgt der ergebenst Gefertigte u»d bittet, bei beabsichtigte,,, ihm zu e,theilenden geehrten Aufträge für derlei Arbeiten sich früher gefälligst mit ihm verständigen zu wollen, damit die dazu gehörigen Gegenstande rechtzeitig bestellt werden können. Auswärtige Auftiä'gc werden mittelst ftankitte«, Briefen erbeten, oder durch persönliche Verwendung an Ant. Stepanzig, »ei Herrn Franz Z a I e s ch i n l, -vau -- und Mau» !eimeister, Nr. 23 in der G>adischa, odei' in Paul Hermann's Kaffehhaus. Z"s?4<>. (3) Ja der heurigen Theater - 3'aison ist die ge täumi^e, gut gelegene lioge Nl. tl2, im zweiten Stocke, sür jede Theater« Vorstellung ü 'itt kr, zu vergeben. Den Logeiischlü'sscl erhält man in der Talen-dergasse im Hause Nr. li)5 im ersten Stocke, Diese Theater-Loge w auch zu verkaufen; oaö Nähere hierüber erfährt man edendort. Kundmachung. Gefertigter gibt sich die Ehre anzuzeigen, daß derselbe im Monat November öffentliche vortrage in der höhern Theorie der Musik beginnen wird, utid ladet daher alle ^ne, welche gesonnen sind, diesen Unterricht zu genießen, höflichst ein, sich längstens bis 25. d, M. bei dnn Untelzeichnelen melden zu wollen, welcher sodann über die Zeit der Unterlichtsstunden so wie auch hinsichtlich deö srhr dillig gestellten Honorars Auskunft ettheNt. Auch einzelne Pllvatstundcn für den Untt» richt im Generalbaß, Pianofortespiel, PhystM'-monika und Gesang hac der Gesettigte zu vergeben Alfred Khom, Lchrcr der Tonümst an der hiesigen Handcls-Lchr-Anstalt, wohnhaft in der St. Peters-Vorstadt Nr. 79, l. Stock. Z. 13!>1. (13) Schon am 4. November erfolgt in Wien rie Ziehung der Gemälde - Lotterie, zum Besten des Frauen-Vereins für Arbeitsschulen. und Abnehmer von <> Losen erhalten 1 Los als Ml-entgeltliche Aufgabe. Ohne in eine weitere Werthbcftimmunq dieser Gemälde einzugehen, diene zur Kcmttmß des ?. ^. Publikums, daß das gefertigte Handllmgsbaus dem Gewinner des 1. Treffers für Ablassuug der 10 Gemälde 1OOO Stück »iikatcii in «old anbietet, daß ülirigeus die gcsammteu Gemälde dieser Lotterie bereits im Jahre 18.'i3 durch das Großhaud-lungshaus G. M. Perifsutti ausgespielt, und vou dcm< scll>eu dem Gewinner dcr Gcsammtzahl dieser Gc« mälde für deren Ncbcrlasfliug 8O.QO« fl. <5M. öffentlich angeboten warcn. Zoh. C. Sothen, als Leiter dieser Lotterie. Zu haben in Laibach bei Gefertigtem, der sich auch für den 15, Oktober mit frirstl. Salm'schcn 40 si. Losen und für den 29. Dezember mit den 3 st. Losen der großen Staats-Gold-Lottene empfiehlt. Ioh. Gv. Wutscher. 3' !6^0, (4) Wohnungs - Anzeige. In der Kapuztncr-Gasse Hs. ^r. 8 , VI5 - <'l - vi,^ V0!N russlscden Dampfr l)ad, ist eine Wohnunq, aus2 möbllr-ten Zimmern und einem Kablnet bestehend, täglich, dann 1 Zimmer zu edener Erde, ;u beziehen. Z. l?4l. (I) K. k. privilemrte Verlichenmgs-Vejcilschast \\m SOOETA COIMERZIÄLE Di AMIMIOt in Triebs« AnZstaltllngZ-Vereine str Kinder. Die k. k, piia I^iova 8,»oe gründete >ie zchn oeischiedeile. unter sich vollkommen getrennte TontiuenKlaff^n für Kinder, welche vom Jahre «848 biö 18.)? geboien sind. Der Zwcck dieser Eiurichtuüg ist, den Ve, sichelten nach vollendetem 20. Ltbeiisiahi e »ine Summe zu beschaffen, z B. zur ?lnssteuer für Madchen, oder als Kapital zur erste,, Geschaftseiin'ichtullg, zur Vollendung der Uui-veisitätö'Siüdit'N u»d zur Eilaugung des Doctorats; ferner zur Ablösung der Milicarpflichtigkeit, oder endlich U>ni Bec,!»i, jeder wie »mmer gearteten Laufbahn. Alle, welche in dem nämliche!, Jahre geboren su,d, bilden demnach eine gemeinschaftliche Klasse, und nehmei, msqe'ammt als Gesellschafter mit aleichen Rechten uud gleiche!» Pfiichcen an derselben Th/il, und zwav i>n Verhaltnisse zur Au^ahl der überttommenei, ^crii!,, indeni i^er Theilnehmt".- nach Belieben eiue oder mehiere Aclieu besitzen kann. Die Einzahlungei, können entweder bein Eintritt ein- für allemal mit !00 fl, pr. Akcie stattfiudcn, °d^r sie können m jährlicl,»'!^ bis zum Klasse» ^ Schlußtermine fortzusetzenden Ratenzahlungen geleistet werde,,, u»d siud mit 3>. Dezember jeden Jahres fällig, Nachstehende Tabelle eiuhält die d.r einmaligen Einlage von ll)0 ss. entsprechenden iahrücheu Bet,ä^ fiir jeoc, welche in di^ftm Jahre 1857 einer der bisher eröffnete,, !0 Klassen u^ch Maßgabe ihres Alters beitrcten «vollen. ^l. . G cb . r e u ^' Jährlicher Äritrag ^ Geboren .^ ^^^" ^"'^ ^"'"' im N,U,gc-----------^--------- , ..-'"""' ,^ ^,^,^,------------------------------^7^7" _____^_____ """^________ ^^ entrichten ^,________ -^_^_.^-^ -^^^^^_.____^wlwn I l857 <^N « 63 2N^ ! Vl l«5i iW 9 ' gft 15 II 1»5N l00 8 57 «« VI' '«'^ "»» !) <^ i^ III l555 lON 8 62 1,^ „nil "ü- l«5<^ ll)0 ,n ,.', 13 mnl ,V li<.^ ,W 8 7 12 V ,853 !00 8 9.) I«) X 'ki^ ^N" " ^ i N Das Geschaftslokal der Haupt Agentschaft obiger Gesellschaft brfiüDet sich >'„ i! ^ , b a ch: HauptplaZ Haus Nr. 15. Edmund Terpin*