^ 99. Dunlmstag, 30. April 1896. Jahrgang 115. kaibacher kch^^^ li. ^!5<^l Poftver, endun 8 : glllizjahrig fi, 15, halbjährig fl, 7'50, Inl C ° mpt«lI: , ^ "Nse^^u>b>Hhl!g fi. 5-5Y. ssür ble Zustellung ln« haus ganzjährig ft, l. — InfertlonsgebUr: Fur zu 4 Zeilen 8b Ir., gr»ßere per Zeile 6 tr,: bei »steren Wiederholungen per Zelle 3 lr. ' Die «Laib. Zelt.» erscheint tllqllch, mlt Nusnahme der Gönn» und Feiertage. Die «b«lnlstr»Non befindet sich Vongnslplah Nr. 2, die Mtdac^on Vahnhosgalse ?tr. lb. Oprechstunben der Redaction von 8 bl« It Uhr vormittag«. Unfranlirrte Vriefe werben tilcht angenommen, Manuscript« nicht zurüsgeftellt. . Mtl. Mai "nt em neues Abonnement auf die .. »i. »^°'l,llcher Zeitung. 'land^?unierations-Bedingungen blelben "it««<, "^ betragen: WM' """fendung: für zaibach: Mg " " st- - kr. ganzjährig . . »» fl. - lr. w Mhli«' ' 7 » »" ' halbjährig . . » . »o . ^"»tlich " ' » » 7li » vierteljährig . » . 7ll . ^. F^ '. ' ' ^ » »« » monatlich. . . — » »» » "n«nt'e Zustellung ins Haus für hiefige l>°n^ A ^^ ?°^ ^ Gulden. ^"Kri. ,?^ ^Vränumerations - Beträge wollen ^^Woeftndet werden.________"_______ ^ Amtlicher Theil. A^' ^ und l. Apostolische Majestät geruhten aller- . ^"nennen: L^lzoa c> und k. Hoheit den Herrn Generalmajor "und "z Ferdinand von Oesterreich- ^tz^ ^' und k. Hoheit den Herrn Generalmajor >fteiH>-ugen, Commandanten der 25. Infanterie^ ^^in° , "' zu Feldmarschall-Lieutenanten, dann M ^^und k. Hoheit den Herrn Obersten Erz-^ilteri n?^ Salvator, Commandanten der z ^eine f '^ade, ö"»l Generalmajor, und j h^t c> l. und k. Hoheit den Herrn Erzherzog, l^W^lbinand, Lieutenant des Infanterie-! ^l. Erzherzog Eugen Nr. 41, zum Oberlieu- ^Rl>igs""b l. Apostolische Majestät geruhten ferner !Ü pennen: ^Mdmarschall-Lieutenanten: ^^r,^ralmajore: ^.Z 3ux Edlen von Eschenegg, zugetheilt >^,zran7V"mmando; ^ Vc-^rstner Edlen von Billau, zuge- ^ttie.^ "«ler von Engel, Commandanten der Ca-^^H^bivision in Krakau; °"dc>l,t^""d Rltter Mayer von Marnegg, Com« <«>,< ^kllr m'' ^^- Infanterie-Truppendivision; ^ie.Tr,.'parmann, Commandanten der 32. In-^^ppendwifion; Karl Bernoläk von Haräszt, Chef der I. Geschäftsgruppe im königl. ungarischen Landesverthei-digungs-Ministerium; Daniel Ritter von Grivicic, Commandanten der 5. Infanterie-Truppendivision; Hubert Ritter von Czibulka, Commandanten der 31. Infanterie-Truppendivision; Eduard Pucherna, Landwehr - Divisional in Lemberg; Hugo Grafen Wurmbrand-Stuppach, zu« getheilt dem 5. Corpscommando; Ludwig Pavel, zugetheilt dem Reichs - Kriegs-ministerium; Hermann Ritter von Pinter, Commandanten der 24. Infanterie-Truppendivision, und Franz Zsoldos, Sectionschef im Reichs« Kriegsministerium; zu Generalmajoren: die Oberste: Josef Bayer von BayerSburg, Commandanten der 5. Cavallerie-Brigade; Karl Grafen Auersperg, Commandanten der 6. Cavallerie-Vrigade; Johann Berka Edlen von Aubrück, Landwehr-Infanterie-Brigade-Commandanten in Lemberg; Victor Läner von Orsova, Commandanten der 81. königl. ungarischen Landwehr-Infanterie-Brigade; Ludwig Boxichevich von Szokoläcz, Commandanten der 73. königl. ungarifchen Landwehr-Infan-terie-Brigade; Karl Edlen von Pokorny, Commandanten der 39. Infanterie-Brigade; Ferdinand Mayer, Commandanten der 53. Infanterie-Brigade ; Ludwig Iekelfalussy von Iekel- und Margitfalva, Commandanten der 80. königl. ungarischen Landwehr-Infanterie-Vrigade; Karl von Zur na, Commandanten der 13. Infanterie-Brigade bei gleichzeitiger Enthebung von diesem Dienstposten, vorbehaltlich seiner anderweitigen Dienstverwendung ; Wilhelm Peyerle, Commandanten der 54. Infanterie-Brigade ; Josef Panatowski, Commandanten der 4. In-fanterie»Brigade; Emil Freiherrn Senarclens de Grancy, Commandanten der 33. Infanterie-Brigade; Severin Ritter von Zelaws ki-Ieli t a, Commandanten der 62. Infanterie-Brigade; Eduard Ritter von Po hl, Commandanten der 7. Gebirgs-Brigade; Michael Ritter von Manojlovii, Commandanten der 94. Infanterie-Brigade; Hermann Brand stätter Edlen von Branden au, Chef der ersten Section im technischen Mi^ litär-Comite'; Karl Edlen von Gstöttner, Commandanten der 14. Infanterie-Brigade; Alois Hallada, Commandanten der 36. In« fanterie-Vrigade; Gustav Edlen von Stingl, Landwehr - Infan-terie-Brigade-Commandanten in Leitmeritz; Georg Hallavanya von Radoicit, Commandanten der 3. Infanterie-Brigade; Adolf Edlen von Schneider, Commandanten der technischen Militär-Akademie; Adolf Heimroth, Commandanten der 9. In< fanterie-Nrigade; Albert Edlen von Mayer, Commandanten der 59. Infanterie-Brigade; Gustav Ionak Edlen von Freyenwald, l. k. Landwehr.Cavallerie-Inspector; Hugo Conte Corti alle catene, Commandanten der 67. Infanterie-Brigade; Emanuel Schein er, Landwehr-Infanterie»Brigade-Commandanten in Graz; Alfred von Englisch-Popparich, Commandanten der 30. Infanterie-Brigade; Albert von Koller, Commandanten der 47. In« fanterie-Brigade; Karl vonChizzola, Commandanten der 20. Infanterie-Brigade ; Andreas Benedel de Felsö-Eör, Commandanten der 72. Infanterie-Brigade, bei gleichzeitiger Enthebung von diesem Dienstposten, vorbehaltlich seiner anderweitigen Dienstverwendung; Alois Csikös, Commandanten der 61. Infan-terie-Nrigade; Benjamin Csesznäl, Commandanten der königl. ungarischen Landwehr-Ludovica-Akademie; Johann Werner, Commandanten der 5. Infan-terie-Brigade; Rudolf Ritter von Oaiszler, Commandanten der 57. Infanterie-Brigade; Karl Leveling, Commandanten der 2. Infan« tene-Brigade; Franz Grasser, Festungsartillerie - Director in Kralau; Feuilleton. ^Z" A c. ^" Mchermarlte. VÄ ist ' K'Uebens Verlag in Wien, Pest und «Dll 1^"en: 'Illustrierter Führer V^su un^k"' längs der Küste von Albanien VZ Umo. "ah den Ionischen Inseln. Dritte, l N e Nar^wtete Auflage. Mit 67 Abbildungen ^«0lr 11 Bogen Octav. Nädeler-Einband. Hl^llnat^ 2 M. 7o Pf. ^ ./ine . "' "och vor wenig mehr als einem Iahr-^ebtez A?« in^nit», ist seit einigen Jahren V t^ Di? ^"Mel der Reisenden Mitteleuropa's liillb' '^ie ds./""chlerten Verkehrsverhältnisse ei»er° b?> in z3 Handbuch schon in der zweiten, mehr ^e A ^ Erliegenden dritten Auflage eine ganz erfahren. In neuem ^.(itchew '""-faltig revidiert und trefflich er- ^ek, Ear<,i°^ nunmehr auch die Eisenbahnroute 5 gKo " sich begreift), wird das nützliche >2 zu den alten Freunden viele neue sich erwerben. Die beschriebenen Routen sind bis Albanien, Corfu und die Ionischen Inseln ausgedehnt, was die Brauchbarkeit dieses Führers gewiss nur erhöht. Mit vielem Nutzen wird man die sachliche Einleitung, die Rathschläge zur Reise, das mehrsprachige Vocabulaire und andere Materien des vielseitigen Inhaltes lesen. Alles ist praktisch angeordnet, so dass dieses Buch zu den besten Reiseführern gezählt werden kann. In demselben Verlage ist erschienen: «Kleiner Wegweiser zu den Sehenswürdigkeiten von Wien.» Rathgeber für den Fremden. Mit drei Plänen: Plan von Wien mit allen neunzehn Bezirken, Plan von Schünbrunn, Plan von Laxenburg, Karte des Semmering Gebietes und einer Ansicht von Wien in der Vogelperspective. Sechste verbesserte und vermehrte Auflage. 5 Bogen. Octav. Elegant gebunden. Preis 40 kr. A. Hartleben, Wien. Ein vorzügliches Handbüchlein für den Reisenden, das entgegen der schildernden Methode anderer Führer eine einfache Auf» zählung alles Wissenswerten enthält und alle Daten hierzu aufführt. Das Werkchen enthält allgemeine topographische Notizen, Botschaften, Gesandtschaften und Consulate, Mittheilungen über Verkehrswesen, Post und Telegraph, Gasthöfe, Restaurationen, Cafe's, Bäder, Sammlungen und Sehenswürdigleiten, Verguügungs-orte :c., einen «Alphabetischen Wegweiser» in prägnantester Form, Schilderungen aus Wiens Umgebung mit den Plänen von Schönbrunn. Laxenburg und einer trefflichen Karte des Semmering-Gebietes. Die im Verlage der Union Deutsche Verlags« Gesellschaft in Stuttgart erscheinende «Illustrierte Geschichte des Krieges 1870 — 71. nähert sich ihrem Abschluss, denn von 30 Heften sind bereits 24 erschienen. Auch die Einbanddecke dazu ist von der Verlagshandlung bereits ausgegeben worden. Sie trägt in gelungener Farbenpressuug das durch die Umschläge der Lieferungen bekannt gewordene, beifällig aufgenommene Bild der Verbrüderung des deutschen Nordens und Südens. Auch der in mehreren Farben hergestellte, der Decke beigegebene sogenannte Vorsatzbogen bringt eine interessante Karte der Heereszüge der deutschen und französischen Armeen. Durch die Ein-bcmddecke wird die «Illustrierte Geschichte des Krieges» auch äußerlich zu einem Prachtwerle von bleibendem Wert. «Unsere Zollpolitik» nennt sich eine Broschüre aus der Feder des Gutsbesitzers und Referenten des III. Landescongresses der ungarischen Landwirte in Zollangelegenheiten, Karl v. Varoß. Die Schrift behandelt die Zollpolitik Ungarns, schildert die heutige Lage der ungarischen Landwirtschaft und erörtert die Frage des Mahlverkehrs. Die Broschüre enthält den Vortrag, den der Verfasser auf dem III. ungarischen Landwirte-Congress hielt und den sich der Congress zu eigen machte. Hinsichtlich des Ausgleichs behandelt die Schrift mehrere bezügliche Fragen vom Standpunkte der ungarischen Agrarier. Preis 1 fl. Alle hier besprochenen Werke sind in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmanr Wilhelm Haarmann, Commandanten der 10. Artillerie« Brigade, und Georg Kotwa, Commandanten der 9. Artillerie-Brigade ; ferner: den Obersten: Alexander Ritter von Nppel. Vorstand des Gendarmerie - Departement im k. k. Ministerium für Landesvertheidigung. Seine k. und k. Apostolifche Majestät haben dem Gerichtsraihe beim königl. ungarischen Finanzverwal-tungs-Gerichtshofe Ambrosius Reviczky von Re-visnye wie dem Lieutenant in der Reserve des Dragonerregiments Freiherr von Bechtolsheim Nr. 15 Maximilian Grafen Hard egg, die Kämmererswürde taxfrei allcrgnädigst zu verleihen geruht. Der Ackerbauminister hat den Landes Forstinspector für das Küstenland, Oberforstcommifsär Josef Pucich zum Forstrathe ernannt. Nichtamtlicher Theils Zur Vürgermeistersrage in Wien. Wien am 28. April. Gestern vormittags wurde Dr. Karl Lueger infolge einer erhaltenen Berufung von Sr. Majestät dem Kaiser in Audienz empfangen und hat in seiner dem Kaiser gegebenen Erklärung auf seine Wahl zum Bürgermeister von Wien verzichtet. Der Wahlact vom! 18. d. M. ist gegenstandslos geworden: der Wiener' Gemeinderath hat nunmehr zu einer neuen Bürger-! meisterwahl zu schreiten. Durch die persönliche Inter-l vention des erlauchten Monarchen ist somit der scheinbar! unlösliche Knoten entwirrt. Dieses persönliche Ein-, greifen des Kaisers entspricht so ganz dem glücklichen! patriarchalischen Verhältnisse, das seit ungezählten Ge-fchlechtsfolgen zwifchen der Kaijeistadt und dem er-lauchteu Kuiserhause bestanden hat. Es entspricht dem lebendig warmen Interesse, welches der Kaiser allezeit, dem Gedeihen und der Wohlfahrt der Metropole, die! unter seiner Regierung einen so ungeahnt glän-! zenden Aufschwung genommen, entgegengebracht und schon so oft durch feine väterlich weise Fürsorge undj Initiative bekundet hat. Auch diesmal wieder wird durch den Impuls von Allerhöchster Stelle das Moment des Beharrens überwundm in einer Angelegen-, heit, die nachgerade zu erstarren drohte. > Aus beiden Parteilagern sollte dem erlauchten'z Herrscher hiefür der wärmste Dank werden. DenAnti-! liberalen war nachgerade schwül geworden bei dem^ Ausblick auf die Folgen, die das fruchtlofe Festklammern an einer Personenfrage, an einer bei der ge- ^ gebenen Sachlage unerfüllbaren Forderung ihnen hätte ^ bringen muffen. Und auch die Liberalen hätten allen' Grund, die vom Kaiser herbeigeführte Klärung will> kommen zu heißen, wie dies von berufenster Seiles vom Leader der Liberalen im Gemeinderathe, vom Alt- > bürgermeister Dr. Grübl, gestern bereits geschehen ist.! Die Liberalen müssen sich ja eingestehen, dass die Vertreter der Majorität der Wählerschaft unserer Stadt! enen wohlbegründeten Anspruch haben auf eine der^ Zahl ihrer Wähler entsprechende Betheiligung am Siadtregiment: selbstverständlich unter der einen Voraussetzung, dass dies in einer Form geschehe, die in^ Einklang steht mit den Interessen des öffentlichen Wohles und des Staates. Auf diese Bedingungen verweist die kaiserliche Erklärung. Wenn es in derselben heißt, «dermalen» sei-die Bestätigung Dr. Karl Lukgers zum Bürgermeister l im Interesse der baldigen Wiederkehr normaler Ver-! Hältnisse in der autonomen Verwaltung der Stadt! nicht möglich, so ist damit nicht auf eine Zeitfrist hin«! gewiefen, foudern auf die Art, auf die taktische Me-! thode, mit der Dr. Karl Lueger bisher in so scharf pointierter Weise aufgetreten ist. Der Ministerpräsident hat in der Reichsrathssitzung vom 28. November 1895 bereits, als von der Nichtbestätigung Luegers bei seiner erstm Wayl die Rede gewesen, erklärt, «die Regierung habe dabei nur die Art und Weise der Bethätigung des Dr.Lueger im öffentlichen Leben vor Augen gehabt». Wir glauben, dirfe Aeußerung des CabinetZchefs in Erinnerung bringen zu sollen, weil sie gewissermaßen eine Beleuchtung jener huldvollen, aber ernsten Worte des Monarchen sind, die dem Dr. Lneger die Art und die Form klar kennzeichnen, in welcher er die Aspirationen seiner Partei vertreten sollte. Wie jede Frage, welche die Partcileidenschaften in so huhcm Grade entfesselt, bot auch die nunmehr der Lüstmg enta/gen geführte Burgcrmeifte, frage von allem Ansang« her ein ausgiebiges Feld für Begriffs - Ver- wnrungcn und Illusionen aller Art. Wohl hat der McküI!^"" das persönliche, der seinerzeitigen m 3 ^ '^3 Dr. Lue^s Grunde liegende Mo- wurde dleks M^n"")' «ngchnüet «nd immer wieder Wieder die gnädigen, den persönlichen Eigenschaften des Parteiführers Rechnung tragenden Worte des Monarchen als Billigung oder, wie der eigenthümliche Ausdruck lautet «Sanctionierung» der von diesem Parteiführer vertretenen politischen Richtung aufgefasst, oder wenig stens gedeutet. Constatieren wir nun, dass alle, auch die neuesten «Verwirrungen» eben nur der Art und der Heftigkeit des vorausgegangenen Kampfes zuzuschreiben sind, und drücken wir die Hoffnung aus, dafs die Lösung der ganzen Frage sowohl den Kampf wie auch alle jene Verwirrungen aus der Wrlt schaffen wird. _______ * Jahresbericht der Gewerbe-Inspector«!, m. Die unausgesetzten Bemühungen der Gewerbe» Inspektoren nach Abkürzung verhältnismäßig langer Lohnpcrioden waren insofern von Erfolg begleitet, als in solchen Betrieben, in denen monatliche oder vierwöchentliche Abrechnung erfolgt, vierzehntägige Vorschüsse gegeben werden. Uebrryaupt kaun die Wahrnehmung gemacht werden, dass nicht bloß die Lohnzahlungsperioden kürzer werden, fondern auch der Uebergang vom Zeitlohn zum Accord- oder Stücklohn immer häusiger wird. Schließlich verdienen die Mittheilungen des Berichtes in Bezug auf die gewerbliche Ausbildung der jugendlichen Hilfsarbeiter und auf das Lehrlingswefen Beachtung. Die aus den einzelnen Berichten sich ergebenden Wahrnehmungen führen zu der nicht erfreulichen Erkenntnis, dass sich die dies-fälligen Verhältnifse im Kleingewerbe noch immer nicht gebessert haben. Uebereinstimmcnd wird der Anschauung Ausdruck gegeben, dass gerade auf diesem Gebiete die Genossenschaften eine erfolgreiche Thätigkeit entfalten könnten. Bei dem derzeitigen Perfonalstatus der Ge-werbe-Inspection ist seitens derselben eine wirksame Controle des Lehrlingswesens uumöglich. Ueberhaupt ist gegenwärtig an eine zweckentsprechende und ausreichende Inspection der Kleingewerbebetriebe nicht zu denken. Die Organe dieser Behörde müssen sich, sofern es sich nicht um Abstellung gar zu arger Missstände! handelt, vorläufig darauf beschränken, die kleinen Meister auf constatierte Uebelstände aufmerksam zu machen und ihnen die Abstellung derselben allen Ernstes zu empfehlen. ^ Wir haben vorstehend aus der überwältigenden^ Fülle des in dem Berichte geboteneu Materials nur die allermartantesten Daten hervorgehoben. Allein auch diese sind schon geeignet, ein zutreffendes Bild der Wirksamkeit der Gewerbe-Inspectoren zu bieten, einer Institution, welche es verstanden hat, sich immer mehr das Vertrauen der Interessenten zu erwerben und welche mit immer größerem Erfolge namentlich ihrer friedensrichterlichen Thätigkeit obliegt. Man kann es füglich aussprechen, dass unsere Gewerbc-Inspcction ein Muster-Institut ist, welches auch die schmeichelhafte Aufmerksamkeit des Auslandes auf sich lenkt. Politische Ueberficht. Laibach, 29. April. Die durch Se. Majestät den Kaiser in der Wiener Bürgermeisterfrage herbeigeführte Wendung beherrscht die politische Discussiou in den Wiener Blättern. Allseitig wird die große Bedeutung dieses directen Eingreifens der Krone hervorgehoben und je nach dem Parteistandpunkte der Blätter die Tragweite dieses Vorganges beleuchtet. Zu Beginn der gestrigen Plenarsitzung des Ab-geordnetenhauses beantwortete Eisenbahnminister FML. Ritter von Guttenberg die Interpellation der Abgeordneten Geßmann und Genossen in Angelegenheit der in Aussicht genommenen Versetzungen von Bcamten der Einnahmencontrole in die Provinz. Der Minister führte aus, dass auf die privaten Verhältnisse der Bediensteten die entsprechende Rücksicht genommen wurde uud versichert, dass »>r bei der Lösung dieser und ähnlicher Fragen nicht nur streng gerecht, sondern auch mit wohlwollender Rücksichtnahme auf die perfönlichen Verhältnisse der Bediensteten vorgehen werde. Im ungarischen Abgeordnetenhause erklärte gestern im Laufe der Debatte der Finanzminister gegenüber der Bemerkung des Abg. Grafen Apponyi, dass Ungarn allen Einfluss im Orient vertonn habe, dafs der meist entwickelte Balkanstaat, Bub garien, im Begriffe stehe, mit Oesterreich»Ungarn einen Handelsvertrag abzufchließen und deshalb auch in polinscher Beziehung die Freundfchaft Oesterreich-Ungarns suche, was kein Symptom dafür sei, dass die Monarchie ihren Einfluss im Orient verloren habe. Ministerpräsident Baron Banffy erklärte, die Orient-Politik Oesterreich Ungarns sei dieselbe, die seit Jahren befolgt wird und bestehe darin, dass die Zustände auf der Balkan-Halbinsel keine Veränderungeu erleiden und ein fremder Einfluss nicht zur Geltung gebracht werde. Das Vorgehen der serbischen Regierung gegenüber der Einladung zur Millenmumsfeier könne der Ministerpräsident nur als Ausflnss des Mangels an Orien tierung sowie als Unhöflichkeit betrachten. D»e!^ Negierung sei zu schwach gewesen, um de" ^ ^ nellen Forderungen Stand zu halten, lts > ^, Irrthum ob, da bei allen ähnlichen Anlasten ^, Jahre 1790 der Krone elf Fahnen vo"^s,H werden. Die betreffende serbische Fahne untt^ ^> jedoch von der Fahne Serbiens. Eine p?^' ^Dß" tigkeit könne er dieser Angelegenheit "^ ^n ^ Die Regierung würde wünschen, dass ^ ^ Nachbar- und mit der Monarchie in eM^H^i' ichaftsverhältnisse lebender Staat bei den.A" „ch sich vertreten ließ?, er erachte es aber "'^ gM^ wendig, besondere Verfügungen zu treffcn. ^AHeih^ vom Abg. Ugron erwähnten Luegerfrage ^„ ^ der Ministerpräsident, dass die Regierung ^ ^i, immer gearteten Einfluss auf die F"^ ^ .„ he und nicht das Recht habe, mit derselbe" 'l^^fü fassen, weshalb sie auf eine weitere Gestaltung keinen Einfluss ausübte. ^ssle>^' DieZuckersteuercommission oe» ^c- tages nahm mit 12 gegen 9 Stimmen ° ^M steuervorlage nach den Beschlüssen der c>M ^ (Semit der Bestimmung an, dass der zwelte -«^ a°l triebssteuer) uud der dritte Theil (Auofuhrz"'^ ^ 31. Juli 1903 außer Kraft treteu, währeno ^ brauchsabczabe alsdann auf 18 Mart und der zoll auf 36 Mark ermäßigt wird. < eliii^" In der gestrigen Sitzung der UaNr ^>< Kammer theilte der Präsident mit, das» " . h^ sterium vier Grünbücher über Afrika uA^B^ Ministerpräsident Nudini legte mehrere^r^,^^ vor, darunter diejenigen zugunsten Siciuens- ^j^ wurde» einem Ausschusse zugewiesen. ^ ^ hie^' dann die Entwicklung mehrerer Anfragen «" B ! gierung über verschiedene innere Angelegeny^M ! längerer Debatte wurde die Wahl des H^M ! Aosco mangels des gesetzlichen Alters deö ^.< ! annulliert, hingegen die Wahl der Social^" M«, und Defelice, entgegen den Anträgen des * ye °" verisiciert. (Beifall.) Ueber Antrag RlldlMs Debatte über Afrika auf den 5. Mai feM « M ! In der portugiesischen Pairs-Ka"'»' W der Minister des Aeußeru in Beantwortung ^5^ frage, dass die englische Regierung um die ^ > zum Transporte von Waffen und Muntt'"' ^ Beira-Eisenbahn bis zur Grenze des ^ ,M« Chartered Company unter Aufsicht der p"^>^ Regierung gemäss Artikel X des Verlm" ,^ S" nachgesucht und die portugiesifche Regierung willigung gegeben habe. .^ s^ Im englischen Unterhause Oe^B secretär Chamberlain mit, dass er ein T^M^ yalten habe, wonach fünf Führer des I"y" t^ „^ Reformcomite's zum Tode verurtheilt "^stc^ theilte weiters mit, er habe an den Präs^^M!"he eine Votschaft übermittelt, worin er die V"^^. drückt, Krüger werde das Urtheil «mänderl ^t er die diesbezügliche Versicherung dem ^.^B" lanntgcgeben. Die Mittheilungen Chamve" mit Stillschweigen aufgenommen. Hef" L Die vom Sultan für die Vilajets Adrianopel, Kosowo, ^ MoA, Monastir werden officiell verlautbart. . „Hen^.Ä räumen der christlichen Bevölkerung entjp^ A" c iretungen in den Admmistrationsräthcn ^ ',, ein, verfügen die Einsetzung von ^""^iH. Inspection und Verwaltung, der IusM, ^9 ^ regeln die Steuer- und Frohnleistungen, ^,^" und Iustizwesen sowie die landnurtiH ^ Gewerbeverhältnisse. wack"^", ^ Nach aus Kreta eingelaufenen ^li,<^ nierten türkische Truppen das Kloster f^,B^ F in demfelben befindlichen Mitglieder de» ^, ^ li" haft zu werden. Es entspann sich ein y ' ^. ^! mit starken Verlusten. Weitere Dctalls f^ ^ Wie aus Buluwayo vom 2^'.geN ^0 wird, dringen aus den Matobo-^^HM"^ beles vor, um sich mit den übrigen zu ^M aO" Bnluwayo gänzlich einzuschließen. Eine enu ^" ,y ist angerückt, um die Telegraphenlum ° ^ch uud den Feind zu verhindern, die Strap ^ zu besetzen. . >, ^rich^ >e^ Aus Berlin vom 28. 0. M. ""Vas^ Ä' 5. d.M. griffen starke Haufen von tt"" ^c ' A totten im Vereine mit den Damara» , o, ^ demus Kanimema zweimal den H^^js ^'he^ der 50 Reiter bei sich hatte, bei Oo""^ ^ F Angriffe wurden sicgrelch abgeschlagen. ^rlolH^' waien modern bewaffnet. Die DeutM" ^^ ^ Todte und zwei wurden schwer verwunoe. verlöre» 46 Mann. Tagesneuigleiten. ^,^ — (Der Fürst von Monte" zel>^ Nilolaus ist mit seinem jüngsten Sohne ^ti^ i" über Wien nach Heidelberg abgereist, «M FO» lichen Rath einzuholen und sich sodann " ften Ksönungsfeierlichleiten zu begeben. ^ ^Hi^Nr. 99. 813 30. April 1896. A« Heilanstalt.) Der Hof- und Verichts-^l«H i ^Nilosch wurde zum Director des .^lft^''krbe des Fürften Porcia.) Aus U iin^° dichtet: «Graf Ludwig Porcia, ein Be-M). ift «^"""^lsterium (Oelonomieverwalter erster 3?°'" O tt? - Aussterben der fürstlichen Linie z?>b iL°. '"'^ "il nächster Anwärter dem Fürsten ?.^<"w Titel, Rang und Besitz gefolgt. 7>«Ul,b^, war erbliches Mitglied des Herren-!^>ci!onl/^" «ine« Fideicommisses im Werte von ?H" Kron,^ "' ""^llhes in Landgütern in den ^"ei,z d° , "" ""gelegt ift. Gras Ludwig Porcia ?""»Lkleis.. Klagenfurter Gerichtshöfe die Erbs-'ltlltn./ """ und dürfte in nächster Ieit sein Erbe 3^ «uz ^ ^ leger von Marathon.) Man ?/> b n liv "" »'"chifche Bahngesellfchaft hat '» ^ 3llb"^ ""^"' H«rn Louis, ein lebens-?°tte ^^°lUet zwischen Athen und seinem Ge-M hllt °""W' und der Banquier Stefanowich M. "etnselben eine Villa bei diesem Anlasse ge- ?!'^°ulnie/.^^Utisches Attentat.) In ^/^^Wpn ^ der 28j»hrige Anarchist Colin !«. ."llitt der s« ' "^ herausgefordert worden zu sein, ^tchtl, lyi^^einde Nevy durch Messerstiche. Das ^btll. ""i'g und allein politischem Hasse zu-« ^ und ProMzia^ Nachricht . büch^^lilthätigkeitsVorsteUung. H.Mi^ K künstlerische Unternehmungen, die gleich ^«Nnb^ ^thätigleits««orstellung au« den edelsten !ll!^"ner Mitmenschen ein Herz hat. ergreift «^klltl, . Gelegenheit, um Segen und Wohlfahrt ^ finb "^""- die auf den Beistand anderer ^'»ch blzs.?^? "nbere segensreiche Unternehmen, ver- V ihr n,',l. " Ursprung der Anregung jener edlen «ick n s. n H"ö " den Dienst der Menschen- und V Gebiet ""^ deren Vorbild andere edle Frauen > ^ift> ^Wonnen hat, das der Frauen ureigenste Ull^t,^ Wohlthätigkeit in allen ihren Phasen. H/'"t^ n A'lpiele sagten die Mitglieder des ^°l!? erN^UeMilwirlenden, ^^ der Aristokratie ^"Nd t^f^llreisen angehören; sie haben alle ^tl ^auz/'" zusammengewirkt, indem sie ihre Muße, 'l t't«lra«. wertvollen Erfahrungen, ihr Talent, ^ll^ lelhsu / '^" reichen Mittel — alle zusammen ^ «t>velht 3^ ""d warmes Heiz dem segensreichen ' ss^heil V schönste Genugthuung ward ihnen ge- V ">>l'li ^en Lohn ernteten alle Mitwirkenden, V"2 llui ^^^°" Stolz und tiefer innerer Be-^.3tllH.' °°s glänzende Gelingen, auf die Herr-VW ^.^^^^""r Bestrebungen, die auf der z/°"ntet, 2 lreier Initiative aufgebaut sind, ^Oto^ V""len, die unter dem Protectorate der ^'"EaH ^" H«in ihre Zeit und Arbeitskraft ^ Ü^ln u^^n,"' ist natürlich nicht möglich, und V 8Ht"" m"aus beschränken, in dem Berichte 'Ke lil^s.""rftellung nur jener zu erwähnen, die ^le^""lerischen Leistungen hervorragten. Kt°k ^so ll^'^""3en, die der Abend bringen sollte, ^e «". , ^" Comity unterstützt durch Kenner ^'h lÜ lilnflle^"° ""d p"bte unablässig seit Wochen, ^ '""ches ^ '^^ Erfolg sicherzustellen, eingedenk des ^ !i)^ln ' ^ die Götter vor den Erfolg den Schweiß ^V^i"^ Erreichung des großes Zieles strebten b>t ^ "preisun ^atlraft wie Gefchick zu, so dass ohne k ^°!u?!! das Gerücht von den Kunstgenüssen, ^z'e lehr 5 "' ^ rasch verbreitete, l', ^llvi^i^"" d« Wohlthätigleitssinn unseres Publi-!"«ll> ^nlkrn?' bewies das ungemein rege Interesse. V>btach ^""" vom Anbeginn aus allen Kreisen 't ^'ste L.e. Man wird auch nicht umhin lönnen. '>>lt.. zu beat.-!^"°'"'"en als ein günstiges Zeichen ^Ük, "2e, die « ' denn es trat ein förmlicher Wett-Xi. Thon ', ene Gelegenheit des Wohlthuns aus« ?> l^ ^ lLkrla , ^ "" der ersten Veranstaltung ^y. ^kln n°"l "°n Eintrittskarten geschlossen wer. ^"lanllt, Hunderte den Eintritt für die Vor» 'll«l ^Nern ^ ,' .der ihnen verwehrt werden musste. ^ V°s bey y "M sich in schönster Harmonie nun X lollle-^""de pichen Glanz und Ansehen ,^le >". '» ^ Publicum. die Künstler und die M^p^'.nen festlichen, reizvollen Anblick ge- ^.?hchen V^ufchauerraum, der bis auf das war. Die beste Gesellschaft war zu ^ltti? Mi ""' die ersten Vürger- und Beamten- ^!<,^ttet,n lps' Würdenträger und Honoratioren ^Uwt der 3" herrlichste Bild bot aber die ^tlen w "esucherinnen, oie sich mit alledem . ' wa^ Vornehmheit und Geschmacl verleiht. Die auserlesenen künstlerischen Darbietungen boten den Gästen Genüsse, die fie alle im besten Angedenken behalten werden; ja wir lönnen, ohne der Uebertreibung geziehen zu werden, behaupten, dass Laibach kaum eine Veranstaltung gesehen, die der gestrigen an Vornehmheit und künstlerischer Gediegenheit zu vergleichen wäre. Schwierig ift es allerbingil für den gewissenhaften Berichterstatter, das wunderbare Bild noch einmal vorüberziehen zu lassen, da er befürchten mufs, Wichtiges und Wertvolles unerwähnt zu lassen. Aber Zuschauer und Theilnehmer sehnen sich selbst nach einer gerechten Würdigung des Erschauten, des Erlebten und die Ausgab? des Kritikers ift diesmal insoferne eine leichte, als er sich nicht hüten mufs, an irgend etwas Wohlgefallen zu finden, was des Wohlgefallens nicht würbig erschiene, denn in dem ganzen, reichen Programme würde selbst der verbissenste Nergler fruchtlos auch nur einen dunklen Punkt suchen. Es dürste daher leicht möglich sein, dass wir eher zu wenig als zu viel loben und nicht immer den vollen Ausdruck der Begeisterung für eine Veranstaltung finden, unter deren Zauber die ganze Stadt steht. Eine Wohlthätigkeit«.Veranstaltung, an der der größte Theil der Stadtbevüllerung theilnahm, konnte selbstredend nicht würdiger eröffnet werden, als durch die feierliche Kundgebung der treuesten Gefühle der Dank« barkeit und lindlichen Verehrung für den edlen Herrfcher, den geliebtesten Kaiser, der das erhabenste Vorbild der Gerechtigkeit und Mildherzigleit seinen Völkern jederzeit bot. Nachdem die Musikkapelle des l. u. k. 27. Infanterie-Regiments unter Leitung ihres Kapellmeisters Herrn Bohumil Frisel eine Ouvertüre schwungvoll und exact gespielt halte, trug Frau Ninla Luck mann mit schönem Gefühle und innigem Verständnisse einen vom Regierungsrathe Herrn Dr. Friedrich Kees-bach er verfaßten Prolog vor, der in sinniger Weise auf die Bedeutung dee Abeudes hinweist, den Wohlthätern, die denfelben ermöglichten, dankt, der Katastrophe im verflossenen Jahre erwähnt und die Güte und Gnade des Monarchen preist, der das erste Wort des Trostes gefprochen. Wir lassen nun weiter den Dichter selbst sprechen. «Da steigt aus Noth und Elend rasch empor Der Nächstenliebe leuchtend Meteor. Wenn nach dem Sturm die Sonne wieder niederlacht, Aus's neu' erglänzen Wald und Flur in grüner Tracht: So drang die Menschenliebe uns in Noth und Pein In's wunde herz gleich mildem Sonnenschein. Der Kaiser kommt! so tönt's durch alle Gassen Der Stadt, sie tonnte laum das Glück erfassen. Der Kaiser lam, er sah das Elend selbst von Ort zu Ort, «Es muss da Hilfe werden!» das war ein Kaiserwort. Das drohende Gewiill vom Firmamente schwand, Der Ruf erscholl von Land zu Land, Das Mitleid regt sich allerwärts Und Hilfe spendet reich der Voller «gold'nes Herz». Ja Milde, Güte und Gerechtigkeit, Sie schmücken unsern Kaiser jederzeit: Drum schmückt mit Lorbeerzweigen, reich belaubt, Des allgeliebten Kaisers Haupt, Und bittet Gott, dass lange noch sein Scepter walte, Den allgeliebten Fürsten Gott erhalte!» Bei den letzten Worten ertönte die Vollshymne, bei deren weihevollen Tönen sich das Publicum von den Sitzen erhob, und es enthüllte sich den Zufchauern ein patriotifches Bild: Die Büste des geliebten Monarchen von schwebenden Genien bekränzt, zur Rechten die Gerechtigkeit, zur Linken die Barmherzigkeit. Die sinnige patriotische Huldigung fand im Publicum begeisterten Wiederhat!; immer und immer wieder musste sich über stürmischen Beifall der Vorhang heben. Das nun folgende lebende Bild «Der Rococo-fächer», fowie die im Verlaufe des Nbendes vorgeführten anderen Bilder waren von einer Farbenpracht, Poesie und einem Grift, die allgemeines Entzücken hervorriefen und von der hervorragenden künstlerischen Erfindungsgabe, der vornehmen Geschmacksrichtung der Meister Wett ach, Vesel und Klein beredtes Zeugnis gaben. Den vollsten Genuss beim Anblicke und richtigsten Eindruck der lebenden Bilder haben nun allerdings bei der Bauart des Theaters die Zuschauer vom ersten Range aus, da beim Anblicke von der Seite perspectivische Vcr> schiebungm in Rechnung zu ziehen sind. Abgesehen hievon blieb noch immer der Eindruck so mächtig, dass sich die Zuschauer von dem überwältigenden Anblicke gar nicht trennen wollten und wahre Beifallsstürme das Haus durchbrausten. Wir wollen nun der Reihe nach die einzelnen lebenden Bilder, so weit es eben nach einem flüchtigen Anblicke möglich ist. vorüberziehen lassen. Der virtuos imitierte Riesensächer in maller Tonung bildet die Um-rahmung sür drei Bilder, die aus Ausschnitten desselben hervortreten. Man sieht rechts und links zwei wunder-herzige Kinderpärchen, in der Mitte drei Kinder im Ro-cococostilme. Cine glückliche Inspiration leuchtet aus dem Bilde hervor, dessen Zartheit und Sinnigleit dem Be-obachter unvergtsscn bleibt. Die Einzelnheiten des zweiten Bildes «Ein Blumenkorb» sind von berückender Schönheit. In einem naturgetreu, künstlerisch sorgfältig ausgearbeiteten Blumenkorb in dunklem Waldesgrün, von dem Guirlanden und grünes Gezweig herabhängen, lugen siebzehn reizende Kinder Floras, Knospen und Blumen, eines reizender wie das andere, hervor. Aus dem lauschigen Heim ist eine Rosenknospe entflohen, die nun zu Füßen ihrer Blumenschweftern schalkhaft lächelnd emporblickt. Fast dünkt's dem Zuschauer, er höre Alumengcflüfter, Blumen« kofen, athme würzigen Waldesduft; doch nur zu rasch entschwindet das feenhafte Bild aus fchattigem Waldeszauber, um über heißes Begehr noch einigemale das Pu« blicum zu entzücken. Cin oft behandeltes, aber stets von neuem fesselndes Motiv ift in dem anmuthigen Bilde «Die Braut-fchmückung» zum Ausdruck gebracht. Die lebendige Dar« stellung, die Nbrundung der Composition, die ideale Auf« fasfung in Verbindung mit realistischer Durchführung sicherte auch diefem Bilde die eingehendste Bewunderung der Zuschauer. Das Bild stellt die prächtig geschmückte Graut vor dcm Spiegel dar, der die Zofe unter Beihilfe der Schwester den Brautkranz ausfetzt. Mutter und Großmutter betrachten mit stillem Entzücken die holde Braut, im Herzen heiße Segenswünsche sür deren künftiges Glück. Geschmackvoll und stilecht sind die Costume, vornehm und elegant die Einrichtung des Zimmers, ausgezeichnet die natürliche Haltung der Figuren. Gekrönt wurde der Abend durch das nach De-freggers vollsthümlichstem und meistbelanntem Meisterwerke «Die Heimkehr der Sieger», in dem er das Aujflammen der höchsten Vaterlandsliebe und des belohnten Opftr-muthes ebenso glühend wie verständnisvoll dargestellt hat, gestellte lebende Bild. Dasselbe nahm die ganze Bühne sammt der Hinterbühne ein und es betheiliglen sich hieran gegen 60 Personen. Die Kraft, Schönheit und Großartigkeit des Bildes eingehend zu beschreiben, müssen wir uns leider versagen. Wir lenken nur im allgemeinen das Augenmerk auf die schönen typischen Figuren, die abwechslungsreichen Gruppierungen, wobei selbst die eroberte Kanone nicht fehlt; höchst charakteristisch ift besonders die Art und Weise, wie die Gefühle der Sieger und jene der Bevölkerung im Sinne des Vorbildes ausgedrückt werden, wie ja bekanntlich niemand besser als Defregger die Freu« den und Leiben des Volles wie auch seine heroische Seite darzustellen wusste. Dankbar sei hiebei erwähnt, dass die Intendanz der l. l. Hofoper in liebenswürdigster Weise über Intervention von Frau Baronin Hein die Costüme zu diesem Bilde zur Netfügung stellte. Das Publicum rief begeistert den Urheber des patriotischen Bildes, Herrn Wett ach, hervor. Der Künstler ward durch Ueberreichung eines Lorbeerkrauzes geehrt. Stimmungsvoll begleitete zarte Musik die einzelnen Bilder und in den längeren Zwischenpausen concertierte die Militärkapelle in bekannter trefflicher Weise. Das einactige Lustspiel «DieGeneralin» von G. von Moser, das nach dem ersten lebenden Bilde aufgeführt wurde, gehört gerade nicht zu den gelungensten Vühnenwerlen des fruchtbaren Lustspieldichters. Ein gutes Luftspielmotiv, aus dem sich leicht eine flotte Verwechs» lungslomüdie nach Art der modernen französischen Possen entwickelt hätte, versandet in recht philiströser Weise. Wo der Franzose mit seinem ganzen Esprit in die Bresche springen würde, geht dem Dichter der Athem aus und die bald elegische, bald lustspielartig-salyrische oder schlankweg possenhafte Art, in der die Hauptpersonen, der bekannte schüchterne und verwegene Liebhaber, der biedere Ehemann, die koketten jungen Witwen und Frauen ihr Wesen treiben, erinnert lebhast an alte ähnliche Vorbilder der einstigen Venedix'schen Philifterlomödle. Trotzdem hat das Stück ausnehmend gut gesallen und lebhaftes Interesse erweckt, ein Beweis, dass eine vorzügliche Darstellung auch einer schwachen Komödie Leben einhauchen kann oder um im Theaterjargon zu sprechen, dass tressliche Künstler auch ein minder treffliches Stück tragen. Das Publicum hatte feine helle Freude an dem fein abgetönten Lustspielensemble, über dessen Zusammenspiel nur Worte der wärmsten Anerkennung zu sagen sind. Charakteristische Aufgaben, an denen sich die Kraft des einzelnen erprobt, stellt G. v- Moser in dem Stück nicht; aber wie rarilierende Unnatur ein Stück gefährden könnte, sieht man erst, wenn auf der Bühne der amüsanteste, seine Plauderton herrscht, der über alle Lücken, Schwächen und Unwahrscheinlichleiten leicht hinweggleitet. Jede einzelne Rolle wies die sorgfältigste Retouchierarbeit auf, die den Figuren der Komödie Blut und Leben ein» flösste. Mit überrafchender Anmuth und Sicherheit fpiellen die Damen; sie entwickelten eine Wärme und Liebenswürdigkeit des Tones, die das gefammte Publicum zu einmüthigem Veifalle hinrifs. Die Rolle der fchelmischen kleinen Frau Generaliu Cora kann nicht seiner und fympathifcher gegeben werden, als dies durch die geist. volle, graziöse Gräfin Emy Auersperg, eine ebenso reizende wie elegante Bühnenerscheinung geschieht; doch auch sür alle seelischen Regungen fand die Gräfin in Ton und Geberde den richtigen Ausdruck. Ebenso ausgezeichnet war Frau Mary Vaumgartner, eine vornehme Erscheinung, als übermüthige Heiratsstifterin, die fie mit einer Fülle feiner Nuancen ausstattete. Frau Ninla Luckmann bot eine fesselnde Leistung und er» gänzte mit leichtem Plauderton das reizende Damcn-Trijolium, das prächtige und geschmackvolle Toiletten ins Treffen suhlte. Herr Ritter von Gutmansthal- Laibacher Zeitung Nr. 99. 814 30Mil5^ Venvenuti zeigte bei vortrefflichen Bonvivantmanieren einen sehr wirksamen Humor, Herr Ritter von Laschan spielte mit echt weltmännischem Chic, elegant und mit warmer Empfindung; mit würdevoller Discretion brachte Herr v. Nickcrl die Rolle des edlen, entsagenden Gatten, und machte aus dieser Figur, was eben daraus zu machen ist. Mit köstlicher Laune und sehr gewandt amüsierte Gras Attems in der bescheidenen, aber wichtigen Rolle eines Kellners, grazes und ansprechend gab Gräfin Attem« eine Kammetjungser. Das Stück spielte in einem sehr eleganten Interieur und es sei neben den Bühnengiößen auch der strengen Herren und Damen Regisseure und Inspicknten, dieser Großmächte hinter den Coulissen gedacht, da ihr Eifer und ihre Anordnungen d?n glänzenden Erfolg mitsicherten. Wie bereits erwähnt, fand die Vorstellung den lauten Veifall der Zuschauer, in mrhr als eine Scene brauste stürmischer Applaus hinein und die Darsteller wurden auf offener Scene und nach dem Schluss durch wiederholte Hervorrufe geehrt. Ein glücklicher Stern leuchtete auch dem Operetten-! unternehmen, dem schwierigsten Theile des Programmes. Der große Erfolg kann am besten aus der Thatsache entnommen werden, dass die Aufführung nicht einen Augenblick den Gedanken auskommen ließ, dass es sich um eine Dilettanten-Vorstellung handle; ja wir müssen offen bekennen, eine bessere Operettenwiedergabe hat die deutsche Bühne im neuen Theater noch nicht gesehen. Die Hauptsache bei einer Operette wie «Zehn Mädchen und lein Matin» ist Fixigkeit in der Ausführung und dic^ War in einem überraschenden Maße vorhanden. ! In der Soubretten-Hauptrolle nahm Frau Rika Tön nies durch die Anmuth ihrer Erscheinung, die luftige, elastische und zierliche Art ihres Spieles und die geschmackvolle Gksangsmamer sofort für sich ein; die, liebenswürdige Dame erhielt wiederholte Beweise der Anerkennung in der Form lebhaften Beifalls und einer schönen Blumenspende. Den schönen, ehrlichen Erfolg theilte Frau Tönnies mit ihrem Partner Herrn Josef Moro, den wir bereits als gediegenen Sänger mit prächtiger Tenorstimme kennen. Seine schönen Stimmmittel traten auch gestern sehr vortheilhaft hervor, wobei Herrn Moro übrigens das sichere Auftreten und sein flottes, natürliches Spiel kräftig unterstützten. Besonderes Gefallen fand das dankbare Publicum an dem hübschen Entrielied und den Einlagen, bestehend aus dem Walzer-duett aus dem «Vogelhändler», dem Champagnerlied und Kusswalzer aus der «Fledermaus». Herr Moro erhielt in Würdigung seiner brillanten Leistung einen schönen Lorbeerlranz. Al3 Darsteller des alten Schönhahn entfesselte Herr Arthur Mahr alle feine komischen Kräfte und erschöpfte die Lachfähigkeit des Publicums bis auf den letzten Rest, denn feine Komik, die er durch allerhand gute Einfälle verstärkt?, war geradezu unwiderstehlich. Zahlreiche Hervorrufe und eine komische Blumengabe galten dem Künstler, drr seinen Humor im Dienste einer guten Sache leuchten ließ. Ganz hervorragend war die Nntheilnahme des aus zrhn Damen bestehenden Chores, der nicht nur ausnahmslos bildhübsche junge Gesichter, sondern auch lauter frische, wohlgeschulte Kehlen aufzuweism hatte. Diese Chor-Damen sangen mit einer Frische und Genauigkeit, wie man sie selbst in der Oper nicht sehr häufig findet. Ebenso wurden die Evolutionen und Exercitien von den Damen in kleidsamer Uniform mit militänscher Präcision ausgeführt, ihr Mitthun bei den lonnfchen Scenen war natürlich vorlaut und graziös. Ihre gründliche musikalische Bildung und die sonstigen schönen Talente überzeugend nachzuweisen, fanden die einzelnen jungcn Künstlerinnen in der bekannten Ein-lagescenc beste Gelegenheit, wie sie auch ihren vornehmen Geschmack später in den farbenprächtigen Coftümen bekundeten. Fräulein Mary Kreminger, in spanischem Nationalcoftüm, sang mit klangvoller, weicher Mezzo-sopranstimme die Habanera aus Carmen. Es liegt Musik und Seele in ihrer Stimme, die junge, sympathische Dame weiß sie mit Geschmack zu behandeln und erzielte somit einen schönen, wohlverdienten Erfolg. Die Damen Frl. Melitta V.Pute ani, Nlbertine Urbllntschitscb und Mitzi Ziegler, in der slil-vollcil, kleidsamen Tracht von AelMinnen, brachten ein gemüthlich«-« Kärntner-Terzett von Kofchat zur Freude der Zuhörer einschmeichelnd und wohllönend zum Vortrage. — Fräulein Fritzi KeeSbacher bewies ihr schöms Dkclamationstaknt durch den sinnigen, gemüthlichen Vortrag des netten Gedichtes von Saphir: «Ich setze den Fall.» Die wunderhübsche, poetisch zarte Frauen-Gavotte au« der Operette «Die Glücksritter» von Czibulka sangen d" Damen Maja Bamberg, Martha Keesb acher und P'mi von Ruling poetisch zart und in wirklich slän^- ?^"' "" wohMiugcnden Stimmen und ver- wr Ne7 ^^' Die drei Damen sahen in feenhaft 'hübsch Die Ges°ng«,7nft'^ ,. haben wir w^holt bewm^^ Schattentanz aus «Dinorah» entwickelte die Künstlerin ihre bewundernswürdige Kehlfertigkeit, die ihr einen ganz hervorragenden Platz in der Reihe der Coloratur-sängerinnen anweist. Warmer Beifall lohnte die vollendete Leistung. Reizend in der Erscheinung, voll Anmuth, Leben und Verve in jeder Bewegung, entpuppte sich Fräulein Magda von Ruling als bedeutendes Soubrettentalent. Mit ihrer Ursprünglichkeit des Temperaments, mit ihrer lieblichen, pikanten Vortragsweise und den unwiderstch» lichen Pointen reißt sie das Publicum mit sich fort. Ihre ! frische, kräftige Stimme weiß Fräulein Ruling ausge-! zeichnet zu verwerten. Das entzückte Publicum erreichte ^ durch begeisterten Beifall eine Zugabe und würde zwcifelö« ' ohne noch so manche verlangt haben, hätte nicht die vor> 'geschrittene Stunde grausam Einhalt geboten, j Die bedeutenden Verdienste, die sich Fräulein Lindner in Gemeinschaft mit Fräulein Seifhardt durch das Leiten der Proben und Einstudieren der Rollen erworben und die nicht minder anzuerkennenden Verdienste von Fräulein Lindner durch die Führung der Regie, würdigte das Publicum durch wiederholte Hervorrufe dieser Künstlerin und Widmung eines geschmackvollen ! Blumenstraußes. ! Rühmend verdient schließlich die umsichtige und ! feinfühlige Leitung der Operette durch Herrn Kapellmeister Frisel und die discrete Begleitung durch das Orchester hervorgehoben zu werden. Ungeachtet der langen Dauer der Vorstellung harrte !das Publicum entzückt von dem Gebotenen bis zum ! Schlüsse mit dem größten Interesse aus und alles war Lobes voll, ob des glänzenden Nbenoes. ^ — (Mai'Avancement.) Bei den Landwehr-> Fußtruppen wurden u. a. ernannt zu Hauptleuten zweiter Classe die Oberlieulenants im 4. LIR. Ludwig Reindl, Karl Brunner; zum Oberlleutenaut der Lieutenant Iofts Iereb; im nichtactiven Stande zum Oberlieutenant der Lieutenant Adalbert Milischowsly; im Landwehr-Truppen-rüchnuügsführer, - Officierscorps zum Haufttmann - Rrch-nungsführer erster Classe der Hauptmann-Rechnungsführer zweiler Classe Martin Seidl; zum Lieutenant-Rechnungs-führer der Rechnungs-Unterofficier erster Class? Robert Horst; im nichtaciiven Stande zum Oöerlieutcnant-Nech-nungsführer der Lieutenant - Rechnungsführcr Couaid Meefe. — (Gemeinderathssitzung.) Heute um 6 Uhr abends findet im Rathösaale eine Sitzung des Laibacher Gemeinderathes mit nachstehender Tagesordnung statt: I. Bericht des Präsidiums. II. Bericht der zum Herrn t. l. Landespräfidenten abgeordneten Gemeinderäthc über den Vollzug des erhaltenen Auftrages. III. Bericht der Personal- und RechtSsection über ein Gesuch um ExtabulationsbewiNigung einer Servil»! aus der Realität der Zefchlo'schen Erben in der Barmherzigergasse. IV. Bericht der Polizeisection über das Gesuch der Bewohner der Polana-straße betreffend die Errichtung einer Pollzeiwachsiub?. V. Bericht der Nausection: u) über die Fortsetzung des Canalbaues auf der Römerstraße; !)) über ein Gesuch um Genehmigung der Abänderung des Parcellierungsplancö betreffend den mittleren Block des Decman'schen Besitzes an der Polanastraße; c) über einen Anbot um Ankauf der Bauparcelle II 3 an der Triesterstraße; ä) über die Feststellung des Baugrundes für das neue Gewerbc-schul-GMude. — Geheime Sitzung: Bericht der HiM section, der Section zum Anlaufe von Baugründen, des Verzehrungssteuer-Directoriums und der Nausection. * (Ueberfahren.) Am 25. d. M. gegen 4 Uhr nachmittags fuhr der beim Besitzer Caspar Carman in Bischoflack bedienstete Knecht Jakob Oblal mit einem schweren, mit Holzkohle beladenen Wagen aus der Landes« straße von Log gegen Bischoflack und nahm den 35 Jahre allen, ledigen Taglöhner Urban Arhar aus Module, welcher im betrunkenen Zustande aus dem Gafihause dls Martin Colja auS Log nach Hause gieng, auf sein?n Wagen. Oblal saß auf dem vorderen Theile des Wagens und gestattete auch dem Arhar, dortselbst platzzunehmen. Unweit der Ortschaft Wrodech sprang Oblal, um dir Räder zu h?mm?n, herunter und lirß den Arhar aus dem Wagen allein sitzen. Als er noch mit der Hemmung der Räder beschäftigt war und rückwärts gieng, fiel Arhar vom Wagcn unter die vorderen Räder und blieb, da ihm ein Rad über den Hals gieng sowie das Kinn abgerissen würd?, auf der Stelle todt. Die strafgerlchtliche Anzeige wurde erstattet. —r. Neueste Nachrichten. Sitzung des Abgeordnetenhauses UNI 29. April. (Original-Telegramm.) Das Abgeordnetenhaus des Reichsrathes hat in seiner heutigen Sitzung die Sftecialdebatte über die Gesetzesvorlage, wodurch die Reichsraths«Wahlordnung abgeändert, beziehungsweise ergänzt wird. fortgesetzt ; in Berathung standen zunächst H 9 a. (Umfang der Wahlberechtigung) und die hiezu eingebrachten Mi-norilälLünträge. In der heutigen Sitzung wird die Specials ^k Wahlreform fortgesetzt werden. Freitag." F findet wegen der Millenniums-FeierlichttM ' ° ^5 sich die Minister und zahlreiche Abgeow" ^ leine Plenarsitzung statt. Montag tritt da" V ^ zusammen. Man glaubt, dass Dienstag ^°' ^' Mittwoch die Wahlreformvorlage im Mgeu' zur Perfection gelangen wird. Telegramme. M Miramar, 29. April. (Orig.-Tel.) ^' Ml« die Kaiserin «st heute abends um .v ^ Separathofzuges nach Budapest aba/rM. ^' Budapest, 29. April. (Ong.-Tel.) ^, ;„ ^ neterchaus erledigte den FnianzgesetzemN"", 2'sung. «^nasM< Budapest, 29. April. (Orig.-Tel.) ^e M^ haus erledigte eine Reihe von Vorlagen, "^M betreffs der Kosten für die MllennMl"« welche unverändert angenommen wurden. ^HeM Berlin, 29. April. (Orig.-Tel.) D^ «' .^F Allgem. Ztg.. meldet i Reichskanzler 3", ^l< ist von seinem Bronchialkatarrh vollkomnm ^ p Die Meldung, er werde in dieser Se1!'"^M. Reichsrathsverhandlungen sich nicht ""H Bn"" und vor Juli auf Urlanb gehen, ist vo" begründet. ' nr ^'> Berlin, 29. April. (Orig.-Tel. ^s^ genehmigte die U 3—25 des MrWei v^W Fassung der Commissiion. Morgen nnrd °" nigungsarbeiten an Bord der dem ^gle U Leuchtenberg gehörigen Yacht «Stannca'" ^>»" früh eine Explosion im "Kastenraume, ">" ^M ß «rosen, darunter zwei schwer, verwundet'" ^M Paris, 29. April. (Orig.-Tel.) 2M ^ vollständig gebildet. Melinö Präsidium " ^ Tartan Justiz, Hanotaux Aeußeres V"t ^ Cochery Finanzen, General Villot AUg^ Aesnard Marine, Rambaud Unterricht, ^ Boucher Handel und Turell Arbeiten. ., a^z, Paris, 29. April. (Ocig.-Tel.) F"^W^ von Bulgarien ist heute abends um tM Berlin abgereist. WK^iMaMes>^ Lalbach, 29. April. Auf dem heutig" ^„F sckienen: 7 Wagen mit Getreide, 10 Magen «w * 24 Wagen und 2 Schiffe mit Holz. ^<""W-' _______________Durchschnitts-Pre^k^^Y^ ^ Mlt^- Mgz,- ^Z^"" sl7, li^ st. , lr^ . .-^2^ Weizenpr.Meterctr. 7 80 «,— Butter pr-A . , ^ 1 ^ Gerste . 6 80 6 25 Milch pr-""^0 ^-< Hafer . ?- 7l- Rindsteijchpl'". ,^ ^ Halbsrucht .-----------!- Kalbfleisch . ^^^ Heiden . 7- 7^40 SckweinefleG . ^A> Hirse . 7 - 6 5()' Schöpfcnsic's^ ^ > Kuluruz » 5 40 5 30 Hähnbel pr-^ ^/ Erdäpfel 100 Kilo 2 50—!— Tauben ^. - ^O^ Liuseu pr. Heltolit. 11 - -------Heu pr. ^. . «^ ^ Erbsen » 11-----------Stroh /« vc- ^s»^ Fisolen . 12-----------Holz, h"tes /^ U > ütindsschmalz Kilo - 90 ^ - , '"«', 4^,^ Schweineschmalz » — 70-------— welche^^t. ^3<>> Fpeck, frisch . — 62-------Wein,roth-^ ^ ^^^ — geräuchert » !68------- — "cißer. ^<-<^ __-"^, ^ibaZ^ Meteorologische VeobllchtllWU^^^^z 5? 2 N. N, '' 731' 8 20 "b " 'SSW. zml- st^ /^il"^s^ M l? Ü. Mg., 730-1 I 7-9 j NNÖTschwach > ^ 13'»^ Das Tassesmittel der gestrigen Temp ^^-H 2-0° über den« Normale. ^-^-^^ulch" Psrantwortlicher Redacteur: Julius Oh"'" ^^-^ Nitter von » Danksagung- ^ d,e Z> W ^ Allen werten Freunden und Äeka"''^,i 1,^^, > D de^ > M innigstsscliebten, unuergesslichen <""" ' ^ > « Anton Ao5'e^ ,,. > W ihre Theiluahine in so liebevoller U^,l,ig^^ > W wie auch jeueu, welche dem theuren " .^1 v ^c » M (Meile zn seiner letz'en Ruhestatt' ^^^elc,,,.. » W dann deu sseehrtcu Kranzspeudern. " - ^n^ jl,l' » W der freiw. Feuerwehr uud dein l^L ^ ,,^,l,c" » M spreche ich hiemit meinen und oei » W verwandten herzlichsten Dant aus. » W Laib ach am 28. April 1^6. tt<,U^» 815 30. April 1896. Course an der Wiener Börse vom 29. April 1896. N^ ^ «M«^« Coursblatte "i Nahn. «M. 1881, 300 fi. E. 4°/i, . 9925 10025 Vorarllicrgcr Äabn, VörsebauMnlehen, verlolb. 5°/^ 10075 ioi 75 4«/„ »frainer «ande«-«»lehcn . 9885 99 35 Veld Ware Pfandbrief» (für 100 fl.). Nobcr.llllg.eft.inb0I.vl,4»/a«. — — — ... ^!" ».'i >'in6U „ 4°/» »9 20 100 20 dto. Präm.'Tchldv. 8°/, l, Eübbahn k 8°/„..... 168-10 187-10 dto. b 5°/n..... 12860 129-60 Una-galiz, Nahn..... iu? l0 108 — 4°/» Unterlrainer Bahnen . . »9-50100 — Div»rs« zos, (per Stils). Nudapest'Vastlica (Dumbau) . 7 — 7-30 «liebitlllse 100 fi...... «03 50 204-50 Elary-llose 40 ft. VM. . . . 5850 5950 4°/„DonciU'Dampfsch,100fl,EM. 189 — 143-- Ofener Lose 40 fi...... «3-50 «4 — Plllfsy'Lose 4<> st. CM. . . . L0 75 «1'25 Nothrnisrm^oest.Ves, v., I0fi. 1825 1875 Rothen tdrouz, Una.Ves.o.. 5 fi. 1030 10-9« Mudolpl) Lose 10 ft..... 25-— 26-— Salm-Lose 4» fl. LM. . . . 6925 6950 St.°Ernolö Lose 40 fi, CM. . 7150 7250 WalosteinV«lb Ware lank^ltkn (per Llüll). «Inalo-lüeft. Vanl 200 fi. «0°/»«. 158 — 159 — Nantvereln, Wiener, 100 fl. . 135 75 13685 Ao°cr..Änst.,Oest.,2O «Sa« Tram»ay«»«s., «eue Wr., Prlo- litau.«lctinen°»ct..Ges. «1— 65— 3ndustri<»ßlti»n (per stück). Vauges., «llg. öst., 100 fi. , . «7— 33 _. Vgydlcr Eisen» und Etahl'Ind. in Wien 100 ft..... «u — «1-. Eisenbahnw.'Leihy., Erste, 80 ss. iiu — nu ^ „Elbemühl", Papiers, u.«. V. 53-- 54 — Lleftnger Vrauerei 100 fl. . . 111 — n, 50 Montan-VtseNsch., Oeft.-alpine 80 30 80 9» Präger 0 Pari«......... 4775 4?-??» Et. Petersburg ... . —— —— Daluten. Ducaten........ 5«? 5«s 20-Fiance-Vtücle..... 9 54 955 Deutsche Neichzbanlnoten . . 5375 58-80 Italienische Aantnoten . . . 43-95 4405 Papier-Rubel...... 127 12?,., jnn|j , Zlg' un« ein Paar >C ? Kummetgeschirre Ä^"traB«e Nr. 17 preiswürdig ]r^-^J^zugeben. 2—2 Idealitäten v "öligen «Nusak-Kaserne» sind °iw- Vermieten> als: ^ f*ume, Werkstätten, \wlno, Stallungen, Sohmiede und ein ^fesWerplatz. \N**r Jo J- •*¦ Kantz, Römer- N^^___^^^(1780) 4—3 ^^HJ^HsSBSBSHliM >k ne«este und Beste I %)fi in V^j Loden- u, Seiden- .S^ten 1 a^t8Ckft Waten österreichi- s bnÄ\trhl und zu IV hochachtend 19-9 V Ch?amaiil1 7^ ^^"^^^ " Llltn^ ., Nr. 4763. >H «»1,.,»°°,' p°w, 300 fl, ,, Anh, X' 6Hn. w° i„ Afrika be. ,^j> ««>'", «,p, „esst,, un° ^'i,>^<.°'„bestellt »nd über die ». ^h»n ,^"!>>°bun!, zur ,um» ^ !>, ^t >1 lü! 1896 ''» hiergerichts mit o>^l,s>tt)ell. * Klagsbescheides an» ^z'i^g.BezüksgerichtLalbach ¦3 mr o ffn ung der lansbnroar Bierüalle in Bischoflack (Vincarje) am 3. Mai 1896 die dem Herrn Franz Dragar zur Führung übergeben wurde. Endesgefertigter erlaubt sich, alle seine F. T. Kunden freundlichst liievon in Kenntnis zu setzen mit der Versicherung, dass für bestes Getränk, aufmerksamste Bedienung und gute Küche gesorgt wird. Zugleich lindet bei günstiger Witterung die Garten-Eröffnung mit Concert statt, tonst am darauffolgenden Sonntag. Entr6e frei. Entree frei. Um zahlreichen Zuspruch bittet hochachtungsvoll (1890) sF¦• aM*at MBragar Restaurateur der Mannsburger Bierhalle. Am 15. und 16. Mai I. J. wird in Volavèe ein parcellenweiser Verkauf von Grundstücken aus freier Hand vorgenommen, wozu Kauflustige eingeladen werden. Die Bedingnisse können in der Notariatskanzlei in Rudolfswert eingesehen werden. (1898) 3—1 Herr Dr. H. Hager in Franksart a. 0. ciiesex g^rosae GS-elelirte hat ilmili ilni liiiBin; Ä»ft festgestellt, dass der eisenhaltige Wein des Apothekers Piccoli in Laibach wahrhaftig ein leichtverdauliches Eisenpräparat enthält, und zwar in der von seinem Bereiter angegebenen Menge; demnach ist dieser Wein nicht mit ähnlichen therapeutisch absolut wertlosen Präparaten zu vergleichen, welche sich nur durch eine unver- sohämte Reclame aufreoht erhalten. Der Eisenhaltige Wein des Apothekers Piccoli in Laibach empfiehlt sich von selbst blutarmen, nervösen oder durch Krankheiten geschwächten Personen und jedermann wird nach Anwendung dieses Präparates von dessen unleiUftoarer "Wy t y lg i t; (5Ü5) überzeugt sein. 4o_(j Preis einer Halbliter-Flasche fl. 1—, fünf Halbliter-Flaschen fl. 4 • 50. Aufträge werden prompt gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages effectmert. Emballage pro» pi b e und Portospesen fallen den P. T. Bestellern zur Last. (1834) 3—2 St. 2653. Oklic. Zamrlemu tabularnemu upniku Jerneju Berniku kot dediöu po To-mažu Berniku izBoh.Srednjevasi št. 2, oziroma njegovi zapušèini, postavil se je Janez Zupanc v Boh. Srednjivasi kuratorjem ad actum ter se mu je vroèil tusodni zemljeknjižni odlok z dne 22. marca 1896, St. 2045. C. kr. okrajno sodisèe v Radovljici dne 19. aprila 1896. (1776) 3—2 Nr. 2748. Curatorsbestellung. Dem verstorbenen Tabulargläubiger Andreas Iuzna aus Laas, beziehungs' weise dessen unbekannten Erben und Rechtsnachfolgern, wurde Franz Gärtner von Illyr.-Feistritz zum Curator »ä aotum bestellt und demselben der dies-gerichtliche Feilbietungsbescheid vom 25sten März 1896, Z. 2317, zugestellt. K. k. Bezirksgericht Illyr.-Feistritz am 18. April 1896. (1891) Ein helles 3-1 unmöbliertes Monatzimmer mit Aussicht auf den Rain ist Auersperg-platz Nr. 8 sofort billigst zu vermieten. Ein gut erhaltenes grösseres Conversations-Lexikon wird zu kaufen gesucht. (1889) 3—1 Nähere Auskunft ertheilt aus Gefälligkeit die Administration dieser Zeitung. G. Flux, Rain Nr. 6 Wohnnngs-, Dienst- und Stellon-Vermlttlungs-Bureau (1900) suoht sehr dringend mehrere Köchinnen und Kellnerinnen unter vorzügllohen Bedingungen eto. eto. Eine Wohnung bestehend aus zwei schönen Zimmern und Küche ist sogleich zu beziehen. Auskunft ertheilt aus Gefälligkeit die Administration dieser Zeitung. (1897) 2—1 Ein schönes, möbliertes Monatzimmer ist sofort zu vermieten. Anzufragen in der Administration dieser Zeitung. (1893) 3—1 -4« Gteg-rüudet 1837. •¦- (1894) Bei 10—1 C. Karinger in Laibach sind Kegel-Schiebkugeln aus makellosem Lignum-sanctum-Holz in allen Größen wie auch Kegeln ans Buchenholz t zu billigsten Preisen stets vorräthig. (1605) 3—2 Nr. 6457. Zweite exec. Feilbietunst. Vom t. k. städt..oelg. Bezirksgerichte Laibach wird bekannt gemacht: Die zweite executive Feilbietung der dem Franz Pipan aus Vizmarje Nr. 21 gehörigen Realitäten Einl. Z. 70 der Catastralgemeinde Vizmarje und Eml. Z. 195 der Catastralgemeinde Stanezic findet am 30. Mai 1896 mit dem Anhange des hkrgerichtlichen Bescheides vom 4. Februar 1896, Z. 2328, statt. K. k. städt.'delg. Bezirksgericht Laibach am 30. März 1896.