Beilage zur Laibacher Zeitung. Nro. 71. 1300. N' a ch r ich t. Am nwr September um 6 Ubr Abends werden die gesper-lM Sizze in dem Ständischen Theater, vielleicht auch einige l.^6n mittels Versteuerung an die Meistbietenden gegen soalciche baare Bezahlung von Nen Oktob. l. I. bis Ende Sept. k. ^. in Mcht überlassen werden Die dermahligen Pächter werden" düber» bc-lt?ben, dle i5?müi'sseln von ihren Sizzcu an den Theater ^nssn^ tor mit lezten dieses abzugeben. " ^uv,p^- Laibach, den 1. Sept. 1800. Vorladungs-Edikt Zu der Wahl für di? Vescyung der zweiten Rathmannsstellc bey dem Magistrat zu Eisenarzt. Dm-S die Vorrückung des bisherigen zweiten Rathmanns bei dem Maqisn at zu Eisenarzt ^ranz Xaver Trost in die Stclle des au Gulden eröffnet; wozu dürftige, in Studien und Sitten auS^kzel^ nete Jünglinge bis zur Vollendung der philosophischen Wissenschaften, und zwar vorzüglich Verwandte von beyden Llmen des St^ ters, Weizer, und Wattich, dann geeignete Knaben aus der G^ metlide von St. Iustus, und Elias ln Krain berufen sind. .. Welche also hierum zu werben gedenken, haben sich langst bw isten Oktober nächst mit ihren Gesuchen an diese Landesstcl/e zu wenden , und solche mit dem Dürfttgkeits > Vewetsc, mit den F"^ gangszeugnissen von dtl; jüngsten nacheinander gefolgten halbjäl)^ gen Prüfungen an einer öffentlichen erblandischen Sckule, mn ^^ Taufscheine, und im Falle der Verwandtschaft, mtt emem korw' borirten Stammbaum zu beurkunden. Gratz am 28 August 1800. ____^. Bekanntmachung. ^^mnt Von der k. k. Klassensteuer Hofkommißion im H"A" W Krain wird dem Publikum aus einem eingelangten Me" ^"' kansiendekret hon n. ?luaust bekannt gemacht, wienach Seme Majestät gnädigst m entschließen befnnden haben, daß die Ndr. Oest. ständischen 5otw - Obli(Mjonen, so wie die Vanko-Obli-gazionen zu behandeln, folglich die Besitzer der erster« gleichfalls von der Entrichtung der Klassen-Steuer'zu entheben seyen. Laibach, am 22. August 18QO. N a ch r i ch t. Der Pfarrer und Dechant zu Kronau Herr Christian Gott-lieb Kruschch bat aus eigenem Antrieb zum Wohl der Erziehung ein Kapital bon i^o fl. 359^, (^nw zu Errichtung einer Tri-vialfthule zu Flronau bemutraaen^ und zu widmen sich erkläret, und es wurde diese drm Hrn. Stifter zuw Ruhm gereichende Erklärung mit dem Veysatz durch allerhöchste Hofherordmmg vom ' 9ten Elnpfang 17. d.M. gutgeheißen, daß dis Errichtulig der Trivialschule zu Kronau bewilliget, und z:r Ergänzung des Ge--Halts des Lehrers ein jährlicher Beytrag aus dem Normalschul 5 Fondc nyt 70 st. ausgewicstn werdet ^ - . Welches man daher zur allgemeinen Wissenschaft änmit bekannt macht. Laibach/ am 20. August 1800. Kur r e n de «Wegen von einem Vau vorläufig einzureichenden Vaurißen, und wcgcn Abschaffung des sogenannten Stadt 3Mn. Auf allerhöchsten Orts gemachte Vorstellung daß in verschiedenen Städten, und Markten von Altersher beobachtet werde, daß die Vauführenden Partheyen bel denen kLn-oZ^-iis der Häuser ein Stadt 3p3twm von 1, 2, oder 3 Schuhen den angränzenden Nach» bam unter dem Tirel des Stadt 3pani frey zu belaßen verhalten ""^".. haben Ihro Majestät mit allerhöchster Hotentjchließung vom ^'s. Ä^ ^7O.allkrgnäotgst zu verordnen befunden, daß da eben »5 ,7n5^^"I sowohl den Bau der Häuser hindern, als auch vtele Ulmmgfklt. und den Däusern selbst vlel nachtdelllgc Feuchte verursache, d:e .allerhöchste ^ daß alle auf was lmme. 4ur Gedräute,Pr"^ 5^ma sich gründen Mögende tzlH-^aua für die Zukunil bey neuen Gebäuden ganz- ltch aufgehoben, und die Komunmauern, gleickwie zu ^.en oeo-backtet wird, hergestellt werden jollen ; wenn es aber um eine .paupt-nparazion vci solchen Hausern , die dazwischen wlrlllch nock das lalldesgebrauchliche Sladt 8pgrium haben, zu thun sey, so sollen die Baumelster dahin angewiesen wirden, daß solhaner Unschlcklichktlt abgeholfen, wegen billlger Enlschadigung der alwt)rch unen Theil an den Grund vcrllcrenoen Gruudlnhaber, gutnachbarliches Verständniß getroffen, und allerdings dte m der Folge zu beiderseiltgen ^ol'-thnl dlenkl.d< Komunmauern hergestellt norden; dahingegen soll in dem FaU, wo der Nachbar den Vaulustlgen ledtgllch boshalte M' streüungen machen werde, ur.d wo es ohmdtcß ollers nur auf ve« Eigensinn ves Inhabers ankommt, manö^nve furgegangcn werden. Durch eine aridcrwcitt Mechöchste Entschließung vom 9. Märs 1757. welches von dem ehemallgen t. k. In. Oest. G^btrm^m m t Kurrende lkl. Gwz den 2ltin bejagten Nonals al/glmein kurtg" macht wurde, Hoden Se- k. k. Maj zu bischten geruhet, doß ie" der, der enun Nlmn Bau zu führen ttttenket, dtn alraU'N, urd dcul^ llcd verfaßten R'.ß vorläufig der lm Orte des Taues tesichcndlll Behölde, wozu hler in ^atbach dlr von ollen ^l^^rdr ,'i.^an N'c^ gchzte Bau rrd Feutrlöscd Pcl zkl Kcinmisilon besiiwmt ist, vcl^ lege, weiche lorallN demstlbln nicdt rut alie,n roü Skttt 0.1 ^ tlkllel den polllischin Iiücsslsl tcn n'olUZu duictgthrn, zu bcsiältlglll, oder nach Beschaffsnhelt abzuändern, sondeln aucl rcr Elll,lliul>s des Baukorsenses dle Nachbarn l.r,d Anrein^r zu vellehmen, rl-v wenn zwischen jclbtn Irrungen entstehen dnse ln gnlllchen Wsgcll aus eli/andlr zu schcn, sonst aber, und wern llcse gulllcre öll)^ nnar,dlrj(tzung incht enrnktt werden iönnle, der BerMt der ko^ dtsstelle rcrzultgcn tst, um den Elttsch ed zu gewär-l^en, ob t>lk Sullttendtn an den ordentlichen Rechtsweg anzuweisen smd. Damit nun Nllmar.d sich mit der dicsfälligcn Mwlss.nheit ts.^ schuldigen möge, so werden obbllneldttezwky höchsten Vlroldlw^ gen zur hltmit bekannt gen,^l' Lalbach, den 20. August, i8cc>. ^^ Nachricht. Ueber die Anpflanzung der Akazien - Väume. ^ L« Kobmm Pleuel - ^cgcia. der amerikanische SHotendo^^ «oder utiächle Akaäienbaum, ist in leinen eigenen Vaterlanoe, m ^cv" ammka, als. ein so vielfältig nüzlicher Baum erkannt worden, daß er stlbss dort ckttb^ss^d^rn Pflege gebauet wird. BiS jezt lstdcr« selbe »lur einzeln m denk.k. österreichljchcn Erbländern gtpflanzcl, snn Gaamen wenlg gesammelt, und höMcns nur für Garten, m d von Gartelliebhabern, wmer awr in Wmrer Menqe gepfiegt n or. d«n. I^'dtm aber dieser Baum seines verschleimn ^uzcnS wegn«, M daö Landvolk, ur.d jur dle bcjiere Waldlultur wlchttg lst; so bat die öffentliche Verwaltung vermeinet, den mannigfaltigen Nu-stn, der aus diesen Baum gezogen werden kann, stme Vorzüge, urd die wenigen Vorsichten, die bey dcsicn Pftege bcobackttt wIa^re, den Abtticb virstatlet, der m der Folge in das unendltche getrieben wer^ den kann, wenn man bei dem Abtreiben einige Saamenbäume ste< hcn laßt, deren Saamen mit den WurzelauSjchläqen der abgehauenen Bäume eine fo ausserordentliche Menge Stämme liefert, d^s a'^ck der unersahrnste im Forstwesen ein Gehau dieser Art. mcht.zu Grunde nchtcn'kann. ' ^ >/^ >^« ^ . ' - . .,'. ^ A'lsscr der Vermehrung durch den Saamen laÄ sich diesir WtlNt' ohneMuhe, durch dleAusläufer der Wurzel foltp.flanzen, derenfie viele tr?:bt, wenn, der Stamtt^ gleich der Erye abgehauen wirb Äle Stösse der'ab.seb^Utnen Stamme Mchstn ineittem gutcn, etM" feuchten Bodm io^ichntll, daß ge ickdrittkn bis vterten Jahre als gute Weinpfähle, W fünften bis sechsten Jahre- aber als brauche bare Hopfenstangen, und im neunten bls zwölften Jahre als ein vortrejiiches Brenn-und ^ohlholz angewendet werden können. Dte daraus verfclMten Dein-und HopftnpfahlF sind sogar denen vonl Lerchbaumho^ze vorzuziehen , weil ihre tn die Erde versenkten Spi< tzen yoch daucrhafttr der Fäulung-wledelstchen. In sandigen Ul'd trokuen GsündtN, kpnnen lchendige Zäune, zur Befriedigung lalid^ wlrthschaitltchef Gruudstüke, mir Vortheile davon angelegt werden, wenn man die im nstm Frühling bei ihrer Entstehung halb durcl)^ gehauenen Iahresschösse nieder beüqt, und mllemander verpfleg tet: Eine Bchandlung, die^ man alle Jahre erneuern,>'und dabey jedesmal elnigen Vorrath an Brennholz gewinnen kann. Dahek kann d?c Pflanzung dieses Baums mit größtem Vortheile, auch zur Befriedigung der Gestade an den Bächen angewendet wkldett. N«r in stcllügen, und gar zu trokenell Grund, würde siln Gedei^ Immer aber muß dle PflanZ"^ dieses Baums dichter aneinander angelegt weihen . wett er >^it von den stärkern Wmden beschädiget wird. Seme Blättir oiewN wle jene der Esche- zur Vlchfü.'teruug, unb er hat noch du^cb^ dünnen Schalten, dm er giebt, den wichtigen Vorzua, daß ^^"' den Wlesen den unter ihn stehenden Wastn nicht untt^lück:. ^^." Blüthen dienen zu Wohlgeruchwässern, und geben de» B^nen etne gute und ergiebige Nahrung:Wr muß man oie Blüthen so lsinge vttichomn, hjs dhrch daußge,.Mmmlung'0ch Sauwcsis^ P^ s"' Cnde Oktobers reif.wird, hinlänglich die Erweiterung fe'ner Anzucht sicher gcstellt sein wird. Ädhängc nicht aljzuhohcr Verge, dle gegen Suden, oder l^udwesten offen liegen, sind für Alipssanzung dltses Baumes m Wäldcrn am angemessensten, well ihn in dieser Lage die Stürme, von welcken seyn drucktgeS Holz am mehnstcü öu defürchten hat. weniger beschädigen könnm- Damit abcr in die« >klN Standorte dem neu verpflanzen Stämmchen die nöthige Fetch-tigkeit, du er vorzüglich in den ersten Jahren sehr liebt, nlcht mangle, wäre es rathsam, daß für jeden der Sezlinge, die hier höchstens nur 5 bis 6 Fuß von einander gepflanzt weldcn sollen, eine wannknähnliche, ur.d einen Fuß tiefe, vier Fuß lange, und 2 bis 3 Fuß breite Gl-ube gemacht würde, je nachdem es der Abhang verstattete, damtt M dlesen Vertlefungen das abschießende Neaen - und Schncewafser sich sammle, und den zungen Sezlmgen die zureichende Feuchtigkeit verschaffe. Damit aber durch unüberlegte, und dann durch mißlingende Versuche, das Pudltkum von einen sonst so nüzlichen Unternehmen Mt abgeschreket werde, so ermähnt man zugletck dasjelbe, daß in den ersten Monaten die Ms Saamen gezogene Vaupäanzen dieser Att zart sind, öftere Begieffung wünschen, eine lokere gute Erde, Und gutt Umzäunung bis in das zte u. 4te Jahr fordern, well sogar die Hassen im Winter von dcn noch zarten Pflanzen Vie Rmde als eine <üffe Nahrung abfressen; daß das Säen des Saamcns, Um vollkommen zu gedeihen. in eigene tiefer umgegrabene Gartenbetten, und im Frühjahre geschehen muß, der Saamen ader gegen das Ende des Oktobers gesammelt, und troken aufbehalten werden soll; daß a)er im zten oder 4ten Jahre dte nun dauerhaften allen Frosten hmlmlglich widerstehenden jungen Bäume auf dle oben beschriebene Art, und in dle erst benannten Gegenden und Plätze, mit großem dem Landmann hinlänglich für seine Mühe lohnenden Vor-lhetle versezet werden sollen; wobei aber dle Wurzeln sowohl, als auch die Zweige so wenig als möglich zu beschneiden sind. mes U^?^""N des so vortresiich als gemeinnüzigen Akazienbau-mann Alb^?.diesigen bürgerlichen Ausschußrath, und Handels, Pfund zu 8 ft. folglich das Loth zu 's kr. Welches hiemit zu Jedermanns Wissenschaft, und Aufmunterung bekannt gemacht wird. kaibach, am , 5. August. 18oc>. .,______________ ^> Marktpreis des Getraids allhier in Laibach den zo-Aug. i8oc. !S. kr. st. fs.lU. ^r. Waitzen «in halber Miener M?yen - - - 2 39 2 zz 2 24 Kukuruz - » - - Detto - - ---------— __ ^ ^ ^orn - - - - Detto - - - - 2 6 2 — i 5b t^rrs^e« c - - - Detto - - - » «——!— — — -- Hirsch - - - Detto ° - - 2 iy — _. ^. -^ Haiden - - - - D'tto - e - - —, —, — _ _ ^ Haber - - - - Detto - « - - ^ l li4l>--------^ ^ > Magistrat kaibach den 30. Aug. l8c>O. ! Anton Pauesch, Raitossizier. Hauptstadt Laibacherische Brodtanffe. Für das Monat September l 8oc,. Z l ^"^ "^en ' Die Mundsemmel - - - - i^"- 4^ Die ord. detto « « - « 1' >» 52« ^ 1 Laib Weizen Vr»des « < « 12, 13 ^ ° 1 Laib. ) ----- 6— zol -^ ! i detto ) Sorschitschentaig. Vroooerbachen 12 l 29^ "" « detto ) - - » - » 18 2 28H ^ / i 1 detto ) Nachmeltaig. Vrodverbachen ic> 1 25« "" l detto ) - - « - , 9 _^^ 28^^ ' Laibach den 1. Sept. 1800. T 0 d t e n v e r z e i ch n t st. ^N ,2. Den 29. Aug. Jakob Iudasch, Kutscher, alt 62 Jahr, in der KrenM^ - ! — 30. Iohl,nn Diry,ZimmcrmanuK S.,alt2 is2Iahr, detto. <"' — 3,. Franz Doberer, Schneider, alt 83 Jahr, am Schab,'. M. 6^< ^ ^. 1. Sept. Franz Malitsch,3agl.S., alt l) Jahr, in der ^"au^.. ?.