trimi«ierettl>,d Narenta die größte Aufregung hätte hervorrufen föne« verhält sich völlig kalt und theilnahmslos. Vfan war durch Jahre hindurch unermüdct thätig, ^ Welt zu belügen von der großen flavischen Wechsel-^itiakeit unb Solidarität, von der Einmüthigkeit im \xrtra und Fühlen den Leiden der großen flavischen %tfomMe gegenüber; Tag für Tag prahlte man, ^-besondere der germanischen Welt gegenüber, mit k bunderk Millionen Slaven, denen die Zukunft Uk, hei denen es nur eines Winkes bedürfe, um %m 'die Herrschaft der Welt zu sichern. Aber auch hier zeigte sich wieder recht -usfal- S der gähnende Zwiespalt zwischen Wollen und unserer krakehlsüchtigen Schreihälse. Nicht \ ift an der Morawa und in den schwarzen 58er« h ursprüngliche Begeisterungsrausch für die «enden und verblutenden Stammesbrüder kläg- lich verduftet, nicht nur nimmt man in der officiel len Welt in Petersburg dem Aufstand gegenüber eine mehr als kühle Stellung ein, nicht nur geht der Kampf der „Glaubensbrüder" an dem schwer fälligen russischen Volksgeiste ganz spurlos vorüber, sondern zum allgemeinen Erstaunen mühen sich selbst die sonst so türkenfresserisch sich geberdenden russischen Blätter ab, Gründe vorzubringen für die unerläß liche Aufrechihaltung der bisherigen Gestaltung auf der Balkanhalbinsel. Höchst charakteristisch für die Richtung der russischen Polilik in dieser Beziehung ist ein Artikel der „Moskauer Zeitung" bei Gelegenheit der An-wesenheit des Kaisers Alexander. Das genannte altrussische Organ bespricht das Bündnis Rußlands mit Oesterreich-Ungarn und mit Deutschland, dem die Bemühungen des Kaisers gegolten haben und sagt: „Es ist schon einige Jahre her, daß solche Bestrebungen sich von dem erwünschten Erfolge geklönt sehen, und Europa darf nun, dank diesem Bündnisse, sich der Segnungen des Friedens erfreuen. Der Segen Gottes ruht sichtbar auf der Regierung unseres Kaisers. Niemals, selbst nicht in den glänzendsten Momenten seiner Geschichte, stand unser Vaterland so hoch, erfreute sich eines solchen Einflusses in der Welt; niemals war seine Machtstellung so solide. In allen Grundlagen seines Bestandes erneuert, kann unser Vaterland mit voller Zuversicht vorwärts schauen." Ucber die in maßgebenden russischen Kreisen herrschenden Ansichten inbetreff des Aufstandes in den türkischen Grenzprovinzen schreibt man weiters aus Petersburg: Es bestätigt sich die Wahrnehmung, daß in den hiesigen maßgebenden Kreisen die ganze Erhebung südlich der Donau ziemlich kühl und gleich-giltig betrachtet wird, und daß unsere Regierung in keiner Weise die Initiative ergreift oder sich mit ihrer Anschauung _ voranstellt. So wenig Rußland sich bei Gelegenheit der Anerkennung Serrano'S beeilt hat und doch zur rechten Zeit eingetreten ist, um vom confervaliven Interesse in Spanien zu retten, was überhaupt noch zu retten war, — so wenig kann man sich hier für die Vorgänge auf der Balkanhalbinsel erwärmen, obgleich sie Rußland nicht allein politisch, sondern auch national und sogar religiös viel näher berühren, als alle anderen europäischen Staaten, die jetzt für die Friedensherstellung in den aufrührerischen Districten in so seltener Uebereinstimmung wirken. Ehe man hier nicht einen bedeutenden Namen an der Spitze des Aufstandes sieht, gleichviel ob einstweilen berühmt oder berüchtigt — ehe nicht ein Schamyl oder ein Abd el Kader oder ein Gari. baldi die rebellischen Kräfte zu concentrieren versteht, hält man nun einmal die ganze Sache für ungefährlich, insofern die Presse jetzt schon eine weitere Tragweite dafür annimmt. Erfahrungsmäßig sind überhaupt Aufstände in den Provinzen nicht von weitgehender politischer Bedeutung. So lange die Hauptstadt — oder wenigstens die Hauptstadt der Provinz — davon unberührt bleibt, pflegen solche Aufstände im Sande zu verlaufen. Ja. wenn Serben, Montenegriner und Bosnier wirklich unter sich einig zu sein verständen; wenn Ieuilleton. \ Entwickelung der Dampsschjffahrt auf hoher See. Bon *. LammerS. (Fortsetzung.) . «eweiS der technischen Ausführbar- k Mit dem sogleich schon der Beweis W dar iedoch nt«r n.n,u.„ «m. S* r«mti7en Einträglichkeit gegeben. Die ersten ^Monomischen fid, daran wagten, machten Die British and American Steam SW £'T„elnjfocn R«I- auf Ihr- Uoflen !'l •«“« „» „„Lfcn, -l- iUt im jLttMBj« 'td? in damals viel Aufsehen erregendes, V tu* Ereignis — auf der Fahrt von kV?00?* Liverpool verscholl. Nicht viel besser Hork «ach j83g entstandenen Gesellschaft, bet 8®. J Western" gehörte und die im R* “‘fo iibiertt. Auch die erste liverpooler S, l8e4 s. » STranflattantic Sleamship Company. JVmioff, fifaftlicben Erfolg. Dieser war erst der ^dhne ges« sogenannten Cunard Gesellschaft Vorbehalten, welche heute noch blüht, weil sie so klug war, sich das allmälig entstandene Bedürfnis der Regierung nach rascher und regelmäßiger Post-Verbindung mit ihren nordamerikanischen Colonien zu Nutze zu machen und dafür bis auf den heutigen Tag einen Staatszuschuß empfängt, der die bloße Postentschädigung nicht unbeträchtlich übersteigt. Damals mußte sich bereits zu jedermanns Befriedigung ergeben haben, was der Dampf vor dem Segel als Triebkraft über den Oeean voraus hat. Ls ist nicht 'bloS die Schnelligkeit; es ist vor allem die Regelmäßigkeit und Berechenbarkeit. Vor dem Eintritt der Dampfer in die Concurrenz besorgten eigne, besonders schnelle, schön eingerichtete Schiffe, die sogenannten Liners, den Post- und Personen« transport zwischen Liverpool und New>Aork, und ihre durchschnittliche Fahrzeit hin betrug 32 Tage. Dies kürzten die Dampfer bald auf ein Drittel ab. Aber das war höchstens die eine Hälfte ihrer Ueberlegen-heit. Die andere versteht man, wenn man beispiels. weise liest, daß einer jener Liner einmal 55 Tage nach der Abfahrt noch einige tausend Seemeilen vom Ziel entfernt war, — oder daß ein Segelschiff aus Belfast, das nach Neubraunschweig fahren sollte, zwei Monate später unverrichteter Dinge nach Belfast zurückkehrte, nachdem es feinem Bestimmungshafen schon auf hundert Seemeilen nahe gewesen war, — oder daß am 20. März 1838 ein Schiff von Demerara in Liverpool eintraf, statt wir es sollte in Halifax, verschlagen also um die ganze Breite des Atlantischen OceanS. Wie verschieden und unberechenbar selbst unter den gleichartigsten Umständen Segelschiffahrt aussallen konnte, wurde zu jener Zeit gern an dem Beispiel dreier Schiffe dar-gethau, die zur selben Zeit, im Jänner 1838, die britische Küste verlassen hatten, von denen aber eins in 49 Tagen nach Halifax, eines in 57 und ein» in 62 Tagen nach New-York kam. Und was stand bei ungewöhnlicher Verlängerung der Reise alles auf dem Spiel! Dafür nur zwei gleichzeitige Fälle. Im Februar 1837 erreichte der „Diamond" von New'Aork seinen Bestimmungshafen Liverpool erst in hundert Tagen; er hatte 180 Passagiere an Bord, von denen 17 an Entkräftung starben, da die gewöhnliche Nahrung zuletzt in Wasser getauchte Kartoffelschalen gewesen war. Die Bark „Ellen" von Livorno war erst nach 103 Tagen bei Sandy Hook, nachdem die Mannschaft schon seit 15 Tagen von nichts als Maccaroni und Oel gelebt halte-sie suchte dort, aber fand keinen Lootsen und fuhr fte fich unter einander nicht ebenso von Herzen haßten, als alle drei Stämme die Türken, dann würde man hier besorgt sein. Aber keiner dieser Staaten oder Provinzen verträgt sich mit den anderen; keiner will sich dem ändern unterordnen und das ist wol die größte Stärke der türkischen Regierung der Aus. lehnung gegenüber. Freilich, sollten sich weitere Combinationen und nichttürkische Interessen daran knüpfen, so würde sich sehr bald auch hier eine lebhaftere Theilnahme als bisher zeigen. Vorderhand steht Rußland oder doch wenigstens die Petersburger Gesellschaft den herzegowinischen Wirren noch kühl gegenüber — die Herren von der Börse etwa ausgenommen. (Schluß folgt.) Politische Rundschau. Laibach, 17. September. Inland. Binnen kurzem wird der Still-stand auf dem Gebiete der inneren Politik beendigt sein. Gegen Schluß der Woche kehren die beurlaubten Minister zurück, und officiöse Meldungen signalisieren, daß sofort nach dem Eintreffen der-selben Ministerrath abgehalten wird, um die Ent. scheidung über eine Reihe schwebender Fragen zu treffen. Zunächst wird die Berathung über das BuLget erfolgen, das in den einzelnen Ministerien fertig gebracht ist und nur noch der letzten defini tiven Beschlüsse des Ministerrathes harrt. Ein Correspondent .der „Bohemia" hebt hervor: „wie das Budget, welches in den ersten Jahren des jetzigen CabinetS niemals eine Frage abgab, jetzt eine ungleich ernstere Physiognomie zeige." Das ist unstreitig, denn nicht nur muffen im Staatshaushalte die Pläne der Regierung in wichtigen wirtschaftlichen Fragen, sondern auch die Nachwirkung der Krise zum Ausdruck kommen. Reichsraths-AbgeordneterDr. Florian Blaus erstattete diesertage vor seinen Wählern in Bozen Bericht über die abgelausene Parlamentssession. Abgeordneter BlaaS sprach sein Bedauern darüber aus, daß die von Wildauer angeregte Reform des Schulwesens auf die lange Bank geschoben wurde. Bezüglich der Revision des Ausgleiches mit Ungarn erklärte derselbe, daß er sich jenen anschließen werde, welche „eine neue Belastung unserer Reichshälfte zugunsten des Globus von Ungarn perhorrescieren"; bezüglich der Erneuerung der Zoll- und Handelsverträge erklärte er sich für einen gemäßigten Schutz-zoll. Auf Antrag des Landtagsabgeordneten Dr. Würzer wurde dem ReichSrathSabgeordneten Dr. BlaaS der Dank seiner Wähler votiert. Am 15. begann im ungarischen Reichs-tage die Adreßdebatte. ES werden keine gro ßen Erwartungen an das Redeturnier geknüpft, denn alles, was in Pest Bedeutung besitzt, ist entschlossen, sich von demselben sernzuhaltrn. Selbst die Minister werden, wie eine Meldung wissen will, keine Veranlassung suchen, in der Adreßdebatte das Wort zu ergreifen, und nur von Baron Sennyey heißt es, daß er in derselben Position gegen das Cabinet nehmen werde. Sogar die Erstnder des Todtredens von der äußersten Linken werden — so wenigstens glaubt man in Pest — nur wenige Proben ihrer oratorischen Kunst geben und dies den ultra-nationalen Serben vom Schlage Milctic' überlasten. Dieser hat ebenfalls einen Adreßentwurf ouSgearbeitet, welcher stark in hoher, ja höchster orientalischer Politik macht und das Collegium der drei Entwürfe completiert, welche Gegenstand der Debatte sein werden. Finanzminister Koloman Szell wird das Budget Montag vorlegen. Gleichzeitig wird der Minister ein eingehendes Expose über die Finanzlage Ungarns entwickeln, dessen Vortrag auf mehrere Stunden berechnet ist. In demselben wird Herr v. Szell auch einen Steuergesetzentwurf motivieren, der in derselben Sitzung zur Vorlage gelangen soll. Ausland. Aus Konstantinopel wird die Meldung, daß die I n s u r g e n t e n in den ersten Tagen der abgelaufenen Woche vor Trebinje die türkischen Truppen geschlagen hätten, wieder telegraphisch dementiert; im Gegenlheil wurden die Aufständischen von den Truppen überall zurückgedrängt; eine Offensivbewegung hat überhaupt seit einigen Tagen ganz aufgehört. Die Insurgenten scheinen auch mit den Consuln in Verbindung treten zu wollen. So friedlich wie von dem JnsurrectivnS-Schauplatze lauten die Nachrichten von der Skup-schtina in Kragujevac nicht. Die Minorität des AdreßauSschusieS beantragt entschieden eine Kriegserklärung, während die Majorität es der Regierung überlassen will, ob sie den Krieg erklären wolle oder nicht. Es scheinen also sowol die gemäßigten wie die extremen Omladinisten in der That vor allem an den Krieg zu denken, und es handelt sich für die erstem bloS darum, mit einer Phrase der Regierung freie Hand zu lassen und ihr die Verantwortlichkeit zuzuschreben. Ob die Skupsch-tina selbst, an welche die Adreßentwürse nun gelangen, nicht noch Wasser in den Wein thun wird, steht dahin, wir möchten es aber annehmen. Die Niederlage der a usständischen Bosnier bei Velikistrug oder Gaschiza am 10. d. war ungemein blutig, von den 5 bis 600 Kämpfenden erreichten nur zwei das linke Saveufer; alle übrigen waren mehr oder minder schwer verwundet. So blutig aber der Tag vor Velikistrug war, so war er doch noch von größerer Tragweite. Die aufruhrlustigen, noch in Bosnien wilden Ele dann noch einen vollen Monat in der Winterkälte umher ohne Feuerung an Bord. Doch nicht auf Paffagiere und Mannschaft allein erstreckte sich der Fluch dikser verhängnisvollen Abhängigkeit von Wind und Wogen. Während der Geschäftskrisis von 1837 wurden in London mehrere große amerikanische Häuser nur deshalb bankerott, weil Postschiffe mit großen für sie bestimmten Geldsendungen bei ständigem Ost-wind zwei Monate lang von Tag zu Tag vergebens erwartet wurden. Heute hat man hiesür den Dampfer, der höchstens einmal einen oder zwei Tage auf sich warten läßt, und obendrein den transatlantischen Telegraphen, der fast ohne jeden Zeitverlust den Augenblick anzeigt, in welchem jener vom jenseitigen Ufer abgestoßen ist. , _ In demselben Jahre, wo sich die Cunard-Compagnie bildete, die die oceanische Dampfschiffahrt luerst zu einem nachhaltigen rentierenden Geschäft ru machen verstand. 1839, lief auch der „Archime-de»" vom Stapel, der die schon zehn Jahre früher von Josef Reffet erfundene Schraube statt der Räder als Bewegungsmittel praktisch machte. Sein Erbauer, Sir FronciS Pettit Smith, durch die Ritter-würde, eine Staat-Pension und ein Nationalgeschenk ausgezeichnet, ist vor einiger Zeit gestorben. 1843 lief die von dem berühmten Brunnel erbaute „Great Britain" vom Stapel, der erste oceanische Schraubendampfer. Gegenwärtig hat die Schraube das Rad vom Ocean beinahe verdrängt. Das amtliche Verzeichnis der deutschen Kauffahrteischiffe von 1873 führt 200 Schraubendampfer und 25 Raddampfer aus; davon hatten diese durchschnittlich 73 Tonnen Tragfähigkeit und 56 Pferdekraft, jene hingegen 852 Tonnen und 160 Pferdekraft. Die Schraube ist also das bevorzugte Beweguugsmittel großer, das Rad dasjenige kleiner Dampfschiffe geworden. In der Kriegsmarine herrscht jene ihrer weit höheren Unverwundbarkelt halber fast unumschränkt. Nur für die Schnelligkeit de- Depeschendienstes haben Räderdampfer noch einen gewissen Vorzug, wenigsten« bei der englischen Regierung. Der Erfolg der Eunard-Linie rief bald neue, gleichartige Unternehmungen hervor. Zuerst eine englische Nebenbuhlerin, die Jnman-Linie; sie gedieh trotz geringerer Gunst der Umstände und besteht noch gegenwärtig. Zwei glaS-gower Versuche dahingegen scheiterten. Dasselbe war der Fall mit einem Anlauf des bekannten amerikanischen Geschäftsmannes Commo-dort Vanderbilt (1855—1861) trotz seiner gewalti-gen finanziellen Mittel, und vorher schon mit der mente find jetzt ohne ihre gefürchteten Führer nnt höchst entmuthigt. Die fremden Zuzügler haben bereits die Jnsurrection als hoffnungslos aufgegeben und sich nach allen Richtungen hin zerstreut. Die aus den serbischen Arsenalen gelieferten Gewehre und Munitionen sind theils den Türken in die Hände gefallen, theils von den slavonischen Behörden entdeckt, mit Beschlag belegt und in die Festung Alt-GradiSca abgeliefert worden. Der Jnsurrection ist daher in diesem Theile Bosniens der Lebensnerv abgeschnitten. Die Acten über die diplomatischen Schachzüge während des jetzigen verfrühten Intermezzos in der orientalischen Frage find noch lange nicht abgeschloffen. Aus der Fülle von oft widersprechenden Nachrichten und Gerüchten hebt die „N. Fr. Pr." eine auswärtigen Blättern aus Wien zugegangene Notiz hervor, derzufolge der Duc Decazes vor kurzem in einer nach Wien gelangten Note sich mit der Orientpolitik der Großmächte im Namen der französischen Regierung vollständig und ohne Rückhalt einverstanden erklärte. Erst dieser Schritt habe Earl Derby jüngst veranlaßt, um gänzliche Isolierung zu vermeiden, wenn auch unter gewissen Reserven, einen ähnlichen Schritt zu thun. Die Rührigkeit der schutzzöllneri-schen Agitation, welche sogar den volkswirth-schaftlichen Congreß in München zum Bundesgenossen gewonnen, scheint endlich doch auch das freihändlerische Lager in Deutschland etwas aufrüttel« zu wollen. Nach dem Vorgänge Danzigs und Westpreußens ist wie man hört, jetzt auch in der Gegend von Berlin unter landwirthschaftlichen und Kaufmannskreisen eine Bewegung im Gange, um öffentliche Versammlungen zu veranstalten und auch von großhändlerischer Seite Resolutionen, Proteste oder Denkschriften an die gesetzgebenden Körperschaften vorzubereiten, und so den täglich dreister werdenden Bestrebungen derSchutzzöllnerdaS Gegengewicht zu halten. Ein berliner Correspondent der „A. Z." schreibt: Hoffentlich finden die darauf gerichteten Bemühung-» diejenige allgemeine Theilnahme und die im Interesse der Sache zu einer . machenden Kundgebung wünschenswerth wäre, urorv-gens verliert das Votum des öolt0roirlt)i4at“l*m Congreffeö, seit bekannt ward wie dasselbe lediglich durch eine große Ueberrumpelung durch massrnhasteS Zudrängen der Baumwoll- und EiftnincusttUtUn zu stände kam, jegliche Bedeutung. Um aber btt Wiederkehr solcher Vorkommnisse, dem MisbrauL einer hochangesehenen wissenschaftlichen Versammlung zu den eigennützigsten Interessen, vorzubeugen, ist eine Statutenänderung, welche das Eindringen «eintägig Freiwilliger," das massenhafte Zusammentrommeln interessierter Mitglieder zu einem bestimmten ebenfalls in Newyork unternommenen Eollinslime (1849) trotz der hohen Subfidien der Union»« Regierung. Trotz, ober auch wegen derselben, rote es vielleicht richtiger heißen muß. In blindem Vertrauen auf diese scheinbare unerschöpflicher Quelle, die die Eifersucht des amerikanischen Volkes aus die bis dahin allein den Ocean mit Dampf butdjktu-zenben Engländer offen erhalten sollte, wurden die Dampfer der United States Mail Linie oder Col« linsdampfer, wie man sie nach dem Hauptuat«. nthmtr nannte, mit einem unerhörten LuxuS auf gestattet und haben so ein gewisses augenscheinlich« Ucbermaß desselben in die Eoncurrenz der euw« päisch-arnerikanischen Linien eingeführt. Aber obgleich sie zuletzt für jede Fahrt nicht weniger a S 33,000 Dollars Zuschuß erhielten, war die Gesellschaft doch binnen sechs Wochen bankerott. Die Amerikaner haben es schließlich aufgeben müffen. mit Engländern und Deutschen zu concurr'ierett. Die Schutz,SSe. welche bei ihnen den Schiffsbau überhaupt nieder-halten, und ein engherzige» Gesetz über die Nation«-listerung auswärts gebauter Schiffe haben sie wirr. sam verhindert, den einmal gewonnenen Corfjjmg der Europäer in dieser Beziehung wieder eiozuholen. (Fortsetzung folgt.) 3nxc Real., Perchdors, BG. Rndolsüwcrth. — l. Feilb., Bnter'sche Real., Lerdun, BG. Rudolfsioerlh. — 3. Feilb., Bakkonc'sche Real., Unteifkopiz, BG. Gurkfelb. — Einzige freit». Feilb. Hribernik’scficr Real, Zayer, BG. Lack. 7---- Theater. Heute: „Der Sonnwendho f." Bolksschauspiel in fünf Acten von Mosenthal. Morgen: „Fan st." Oper von Gonnod in 5 Acten. Telegramme. Die „Wiener Abendpost" enthält einTelegramm aus Saffetot, vom 15. September abends, zufolge welchem Ihre Majestät die Kaiserin mit recht gutem Erfolge 5/t Stunden im Garten zubrachle. Kopfschmerz wird von der Kaiserin kaum mehr empfunden, jedoch ist der Puls noch immer nicht ganz normal. Die Gemülhstimmung ist recht heiler, die Thril» nähme rege. Kragujevac, 16. September. Trotzdem die Opposition auf 42 Mitglieder anwuchS, ist doch einige Aussicht vorhanden, daß der Adreßentwurf der Ausschußmajorilät im Plenum der Skupschtina ourch» dringen werde. Aufnahme &, Mvslkschillc. Ans Anlaß der Vereinigung der bisherigen öffentliche» Musikschule mit jener der philharmonischen Gesellschaft findet die Aufnahme der sich meldenden Schüler in die Musikschule auch noch am 20. null 21. September -. I. vormittags von. 1! bis 12 Uhr im Nereinsloeale der ^philharmonischen Gesellschaft, Herrengafse, Fürilenhof, 2. Stock, flott. Später ist ter Eintritt nur gegen Ablegung einer Ausnahnispriifuug zur Darthuung der erforderlichen Bor« tenntniffe gestattet. (579) 3—1 Bon der Direktion der pfiiffiarm. Scfeffftfmft. Deutscher Platz Nr. 203 im dritten Stock, nächst der Oberrealschule, werden bei einer soliden kinderlosen Familie Studierende in ganze Verpflegung ausgenommen___________ ff»S2) 8 Kundmachung. Im Frachtenmagazine am RudolfÄahnhoft werden am 20. September um 9 Ahr früh 42 Stück Schubkarren (einzeln oder in Partien) an Den Meistbietenden licitanfco veräußert werden. (567) 3 o Laibach, am 10. September 1875. K. I. priv. Kronprinz Rudolf-Bahn. Stations-Borstanb in Laibach: Hwänefc. Wiener Börse von» 1V. September. Staatsfonds. 5pnc. Rente, öst.Pap. dto. dt«, öst. in Silb. 8cfc von 1854 , tote von 1860, ganze kose von 1860, Fünft. Priimiensch. v. 1864 . Orundent.-Obl. kiebendllrg. Ungarn Actien. Aualo-Bank . . . SrtbitanfiaU . . . Depositenbank. . Llcomvte» Anstalt fttanco ■ ®nnl . . »andelsbank. . . Wationalbant . . Oest. Bankgesells. Union - Bank . . . Cemnfbnnk . . . Berkehrrbank. . . Msölb-«ahn . . Kart Ludwigbahn «kais. Stlf.-iBebn ftaif. 8t, Oofcfeb , Etaatöbahn . . . . Küdbahn........... Geld Ware 70 35 70*46 73 85 7410 105- - 105-10 11860 112-90 117— 117-25 130.75 131*— 79-50 78-75 81-86 61 60 113-60 113-60 115 10 215-40 j35 — 136- 690-- 700— 34 — 34-50 55 - 55-60 MO— »31— 168.— 170— 96*80 97- ■ - — 87— 88— >15 26 125 76 112-50 2*2 76 179 — IhO— 162- l6i*50 277.- 277 50 104— 104 26 Pfandbriefe. Allg. öst. Bob.-Srebit. Mo. in 33 3. . . Nation, ö. W. . . Prioritäts-Obi. kranz Iosrs»-Babn )cst. Nordwcstbahn. Wech«. (3Mon.) Münzen. @tlb|Bm 99-75 89 60 96-4« 99 60 89-30 96-36 87-85 93.40 93— 70-80 148-60 104-60 826*— 165"75 1315 91-85 54-45 54-50 111-80 4416 5-S9* 8-91 101-80 87 JO 93-61 93# 70.71 1U— Wh) 887— 16615 13*50 93 36 64-50 54-65 111-90 44« 5-30 8-91* 1-65»* 101-90 Telegraphischer Cursbericht am' 17. September. Papier-Rente 70 15 — Silber-Wente 73-90 - 186^r Staats.»,ilehen 11* 75. — »anfactien 981. -- ^131580 London 11185 - Silber 10im - K^-Münz-ducaten 5 29. — 20-Franc« Stücke 8 91 /,. — 100 Reichs-matt 55-10. r . ... Berleger Dttemar Bamberg. Fl!r die Redactio» verantwortlich: Franz Spitaler.