Dienstag Red M»lt, N. Markt Expedition: Rann Haus-Nr. !9N. Insertioiisgelmhren: für die 2,'paltige Zeile oder deren Raum für , M»! S kr,, 2 Mal » fr, 3 Mal IN tr. Insertion^» stempe! iedes Mol 3» kr. Verlag und Druck von I . Blas»«. ». Jahrgang, Abonnement flll Laitmch: ganzjährig 5 fl. — kr. halbjährig 2 „ 5» „ uierleljühri« ! „ 25 „ Dulch die Post: ganzjährig 6 fi. <0 kr. halbjährig 3 „ 2« „ vierteljährig I „ ?U ,, Einzelne Exemplare kosten 5 Nkr. ZcWrift für wtcMMsche Interessen. Verantwortliche» Redakteur: (Manuscripte werde» nicht zurückgesendet.) P. v. Rabies. Laibach am 22. August 1865. M «7. Die Allerhöchst concessionirte erste österreichische Ex­nnd Import-Gesellschaft in Wien*), beleuchtet von Samson Auspitzer, Obmann de« Gründungs-Comitss. Nachdem Se. k. k. apostolische Majestät mit- allerhöchster Entschlie­ßung vom 23. Juni l. I . die Gründung der „Ersten österreichischen Ex­und Import-Gesellschaft" auf Grund des vorgelegten Statuten-Entwurfes zu bewilligen geruht haben, und nun dieses vaterländische Unternehmen seiner Verwirklichung entgegengeht, -so erscheint es dem Verfasser wichtig, die Notwendigkeit, den Zweck, und die Tendenzen, sowie die möglichen Erfolge eines bis jetzt in Oesterreich noch nicht bestehenden derartigen Unternehmens in gedrängter Kürze zu beleuchten. Der Umfang des Exports und Imports eines Staates im Ver­hältnisse zu dessen Bevölkerung wird als der richtigste Maßstab seines Wohlstandes und seiner volkswirthschaftlichen Entwicklung im Allgemeinen betrachtet. Wir sehen auch, daß die größten Industrie- und Handelsvölter stets rastlos bemüht sind, ihre Geschäftsverbindungen nach allen Richtungen immer mehr auszudehnen. — I n der Handelsbilanz Englands figurirt unter den veranschlagten Einnahmen zur Verzinsung der in Handel, In­dustrie und Transportmitteln angelegten Kapitalien, zur Erhaltung der zahlreichen Arbeiter, jedes einzelne Land des großen Erdballes mit einer gewissen durch Absatz ihrer Erzeugnisse zu erzielenden Quote, und werden gerade jetzt von England Anstrengungen gemacht, um den gegen den Vor­anschlag Englands zurückgebliebenen Absatz englischer Fabrikate nach Oester­reich zu vergrößern. Herr Hutt, Vice-Präsident des englischen Handelsamtes, sagt in seinem Memorandum, welches die Erweiterung des in England zu gering befundenen Handels mit Oesterreich zum Zwecke hat, unter Anderm wört­lich Folgendes: „Das im Handel beschäftigte Kapital wird immer eine Verwerthung „suchen, bei der ein doppelter Gewinn in Aussicht steht, d. h. ein Gewinn „im Import und dem entsprechenden Exporte und umgekehrt, und wird „jene Lander vermeiden, wo nur der einfache Gewinn zu erzielen ist." I n diesem Satze ist das handelspolitische Glaubensbekenntnis; der englischen Kaufmannswelt ausgesprochen und es ist für uns wichtig zn konstatiren, daß England bei seinen Handelsverbindungen nach bestimmten Prinzipien vorgeht, was leider in Oesterreich bis jetzt nicht der Fall war. Durch die Rührigkeit, Thätigkeit, bedeutende Kapitalskraft des Aus­landes, insbesondere durch die eintretende wirkliche Herabsetzung der Ein« fuhrszölle wird auch eine vermehrte Einfuhr nach Oesterreich erreicht und ') So Viel wir wisse», hat sich das Gründungscomits bereits in dieser Ange­legenheit nn den Kammerrath V. — doch könnten wir es dokumentarisch nachweisen — wenn wir zei­mischen Regierung. Er hatte vor dem Tode noch sein Oesterreich unter gen wollten, wie in Ernennung der Beamten sowohl bei Creirung der seine drei Söhne getheilt und es hatte in dieser Theilung der jüngste, genannten Stellen, als sofort bei sich ergebendem Ersätze stets die Erzherzog Karl Steiermark, Kärnten, Krain, Görz, Gleichberechtigung aller in der Gruppe vereinigten Län­Istrien und Trieft unter dem Titel: Innerösterreich erhalten. We­ der festgehalten wurde. I n der einen wie der ändernder Centralstellen nige Wochen nach des Vaters Tode forderte Karl von feinem Hofkanzler hatte jedes Land seine festnormirte Zahl von Vertretern, unser Kram (Obersthofmeister) ein Gutachten ab: wie die Regierung in Kammer z. B. hatte im geheimen Rathe und im Hofkriegsrathe zwei, und Iustizsllchen zn bestellen sei und wie viele Riithe für ieden in der Hofkammer und in der Regierung je einen Landsmann Zweig zu bestimmen wären. Hierauf bestellte er im September den sitzen, während es in dem höchsten Posten des Regierungspräsi­Freiherr« Hans Georg Mordax t — einen Krainer — zu feinem Hof­denten (Statthalters) von Innerösterreich, des „I^oeum kammermeister und Einnehmer sämmtlicher Gefälle (Finanzminister). Da­teilen»« der Regenten, mit den Steierern und Kärntnern abwechselte, so durch entstand die HostllMMer — das Finanzministerium, wie wir daß wir (später unter Ferdinand) nach dem Lavanter Bischöfe Stobäus heute sagen würden — zu deren Vervollständigung er von der nieder­den Bischof Thomas Kren von Laibach in dieser hohen Würde finden. österreichischen Regierung die auf Innerösterreich Bezug habenden Urkunden und Registraturen an sich zog. (Fortsetzung folgt.) Für Iustizangelegenheiten ernannte er eine innerösterreichi­sche Regierung — dies war ein oberster Gerichtshof für Inner­ Humoristische Reiseskizze. österreich. Die politische Centralstelle — eine Hofkanzlei im heutigen Von I. A. Hartmann. Sinne — schuf er das darauffolgende Jahr 1565, also eben vor (Fortsetzung.) 300 Jahren, und nannte sie den geheimen Rllth über ganz Inner­ österreich mit einem Präsidenten an der Spitze (im Laufe der Zeiten hieß Nun begannen wir unfern Führer für die weitere Reise zu accor» diese Stelle: „die geheime Stelle", „Deputation", 1748 „Repräsentation" diren, was durch Verkeilung von Rauchtabak an die altern Bauern bald und schließlich „Gubernium"). zu einem beide Theile befriedigenden Resultate führte. Ob der fortwährenden Kämpfe mit den Türken errichtete Karl, Um 4'/« Uhr Nachmittags brachen wir auf und gegen 8 Uhr Abends zugleich persönlich sich an die Spitze des Generalats der von ihm geschaf­erreichten wir nach einer ziemlich mühseligen und an zwei Orten sogar fenen kroatisch-slavonischen Militärgrenze stellend, auch eine eigene militä­gefährlichen Passage das heutige Ziel unserer Reise, — eine, wenn ich gut rische Stelle bei seiner Regierung, eine Art Kriegsministerium in berichtet bin, dem Herrn Baron Zois gehörige, leider zur Zeit unbe­dem Hoftnegsrathc. wohnte Sennhütte. — Dieser vom Erzherzog geschaffene Gefammtorganismus für Das Holz ist in dieser Region schon ziemlich rar. — Wir erlaubten die Verwaltung Innerösterreichs entsprach vollkommen den Bedürfnissen uns daher, den verfallenen Zaun der Hütte vor das Thilrloch zu schlep­. der in dieser Ländergruppe vereinigten Gebiete. Es würde zu weit füh-pen und bald prasselte ein lustiges Feuer am Herd. 279 tatslehrer und ihrer Schüler enthalten sind. Unterzeichnet sind aus der Erz-Diöcese Prag: Gräfin Clam-Martinitz, Smeöna; Gräfin, Ra­czynska, Schloß Haueustein; Gräfin Schönborn, Prag, und aus der Erz-Diöcese Wien: Gräfin Julie Apponyi, Wien, Gräsin Sophie Apponyi, Wien' Gräfin Buquoy, Wien; Gräfin Thun, geb. Gräfin Lamberg, Wien; Fürstin Mathilde zu Windischgrätz, Wien. Die „General-Correspondenz" vom 18. d. meldet: Durch die Über­einkunft Oesterreichs, und Preußens erscheinen alle Konflikte in Führung z,e« Kondominates beseitiget und wurde tünftigen Zerwürfnissen umsichtigst vorqebant. Beide deutsche Großmächte haben berechtigten Ansprüchen nicht entsagt, auch geschieht den Rechten des deutschen Bundes kein Abbruch. Die Eintracht unter den deutschen Mächten und die Festigung des euro­päischen Friedens erhielten durch die Gasteiner Übereinkunft eine neue Bürgschaft. Morgen findet die Entrevue in Salzburg statt. Die gereizte Stimmung gegen Preußen nimmt in den Elbeherzog­thiimern immer mehr zu. So schreibt man der „Magd. Ztg." aus Kiel: Lieber wieder, dänisch als preußisch!" I n diesen Worten faßt sich die augenblickliche Stimmung des größten Theils des holsteinischen Volkes zu­sammen. Man braucht nicht weit in Holstein zu reisen, um diese Stim­mung zu erkennen. Schon in Mon a schallen dem Preußen diese Worte in jedem Bier- und Weinhause entgegen; er vernimmt sie auf der Straße. Bringt er in einem Eisenbahnwagen die Sprache auf die politischen Ver­hältnisse des Landes, so ist er sicher, daß er sie aus dem Munde fast jedes Holsteiners hört. Besonders sind es die unteren und Mittelklassen, welche diesen Augenblick von einem heftigen Preußenhasse beseelt sind. Wagt man es, sich als Preuße zu documentiren und ein gutes Wort für Preußen einzulegen, so gerathen diese Leute in eine Aufregung, die grell gegen ihr sonst so ruhiges und phlegmatisches Wesen absticht." — Die Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Rom und dem Königreiche Italien ist nicht mehr zu bezweifeln. Oesterreich dürfte sich diesmal wohl passiv verhallen. Man vermuthet wenigstens, daß die Ver­handlungen, welche in der letzteren Zeit zwischen Oesterreich und Frank­reich stattgefunden haben, nicht ohne Rückwirkung auf die Haltung des diesseitigen Cabinets gegenüber den römisch-italienischen Verhandlungen sein werden. Freiherr von Bach , österreichischer Botschafter in Rom befindet sich seit einigen Tagen in Florenz; die Anwesenheit des Diplomaten gibt selbst­ verständlich zu Combinationen Anlaß, die sich auf eine Annäherung Oester­ reichs an Italien beziehen. Officiöse Dementis, denen man hierüber in italienischen Journalen begegnet, finden wenig Glauben. Herr v. Bach begibt sich übrigens von da aus nicht nach Wien, sondern in ein oberita­ lienisches Bad. Aus Bukurest wird von einer ernsten Emeute berichtet: die Truppen mußten einschreiten. Das Rathhaus wurde geplündert, beiderseits Tobte und Verwundete. Die Ordnung wurde jedoch nach zweistündigem Kampfe wieder hergestellt So viel ist bis jetzt bekannt, schreibt ein Korrespondent der „Tages­post" aus Wien, daß die Revolution auf einem weit angelegten Plane basirt, daß sie mit diesem Einen Putsch kaum noch gedämpft ist und daß sie bald auch in Bosnien, Bulgarien und Serbien ihren Wiederhall finden dürfte; darüber gibt man sich hier keiner Täuschung hin. Bald werden wir, wie wir unlängst bereits gemeldet, die orientalische Frage in flagran­tester Weise wieder einmal auf der Tagesordnung sehen. Das Flllttcufest zu Cherbourg hat nun begonnen. Französische und englische Blätter knüpfen daran Betrachtungen über das herzliche Einver­nehmen, welches zwischen beiden Mächten herrsche, obwohl man jede wei­tere Demonstration vermieden habe, wie sie in dem Besuche des Prinzen von Wales oder des Kaisers gelegen wäre. Die Betheiligung des Pu­blikums, sowohl aus Frankreich, als aus England soll ganz ungeheuer sein. Aus Matamoros und Brownsville vernimmt man, daß viele süd­staatlicheu Soldaten und Officiere, unter ihnen die Generale Shelby, Magruder, Hood, Wade, Hampton, den Rio Grande überschritten und tüis. Dienste angenommen hätten. Es sollen Anzeichen vorhanden sein, Nun zeigte sich unsere weise gemeinschaftliche Fürsorge hinsichtlich unserer Ausrüstung in ihrem glänzendsten Lichte; wir hatten zwar gerie­benen Caf6, Zucker, Limonien, Zimmet (ich hatte in der Westentasche sogar ein Stückchen Vanille) mitgebracht, auf die Kleinigkeit „Wasser" aber Alle glorreich vergessen. Was blieb da zu thun übrig, - einige Stunden hinauf zu klettern, um Schnee zu holen, gieng nicht an, obwohl dies einen Hauptjur geschaffen hätte, denn wie wir uns nachträglich überzeugen mußten, besaßen wir außer einem Pomadetiegel, der ein um 75 Neu­kreuzer von Herrn Prettner erstandenes rothes bengalisches Feuerwert in seinem Innern barg, keinen Scherben zu irgend einem denkbaren Kochen Wir griffen daher zu unseren eßbaren Forschungsapparaten. von denen hinreichend vorhanden war, doch leisteten wir mit Berücksichtigung der gehabten Anstrengung, während vier Stunden anhaltenden Bergstei­gens , verzweifelt wenig. Um , fo empfindlicher wurde uns der Mangel an Wasser. Die für Punsch bestimmten Limonien wurden gewissenhaft mit drei Stück per Kopf vcrtheilt und gierig ausgesogen; zum ersten Male m meinem Leben lernte ich kennen, was es heißt, gründlich durstig zu sein, — denn das ist nach meiner nunmehr geschöpften Ueberzeugung noch immer lein Durst, wenn wir bei diversen Anlässen unseren respektablen Ehehälf­ten aus der Sternallee durchbrennen, um uns behufs Lebenserhaltung ein Krügel „Schreincr'sches" zu Gemüthe zu führen. Ich schlief eben so wenig, als meine Herren Reisegefährten, — die Bänke waren einmal steinhart und bestanden aus zwei Dielen; man brauchte sich nur zu wenden, um einige Linien Fleisch höchsteigener Person Mischen die fatalen Dielen zu bringen, und berufe ich mich auf das Zeug­mß Erfahrener in dieser Richtung, mir zu bestätigen, ob die Empfindung gequetschten lebendigen Fleisches besonders angenehm ist. Die Hitze von dem gut erhaltenen Feuer, der eiskalte Wind, der durch die Balken strich, der unerträgliche Rauch, der ob Mangel emer neuern Vorrichtung, sich selbst zu verzehren, dafür um so gewisser von daß die Vundestruppen die Absicht hegen, am Rio Grande eine starke Besatzung zu halten. Aus dem Gemeinderathe. (Sitzung am 14. August. — Vorsitzender: Vürgelmeistei vi . E. H. Costa, anwesend t6 Gemeinderathe). Den ersten Gegenstand bildete der Antrag des Bürgermeisters Dr. E. H. Costa: Sr. Excellenz dem gegenwärtigen Staatsminister Grafen Belcredi eine Vertrauensadresse zu Votiren. (Wir haben die Motivi­rung dieses Antrages in unserm letzten Blatte gebracht, worauf wir hie­mit verweisen. — Anm. d. Red.) Anknüpfend an diesen Vortrag, theilte derselbe dem Gemeinderathe mit, daß dem Ansuchen der Stadtgemeinde Laibach um vollständige Über­lassung des Lokalpolizeidienstes Seitens des früheren Staatsministeriums keine Folge gegeben und lediglich eine Revision der Veitragsleistung zu den diesfälligen Kosten bewilligt wurde; indem er jedoch zugleich die Hoffnung ausspricht, daß ein neuerliches Ansuchen der Stadtgemeinde um Überlassung der Lokalpolizei unter den jetzigen veränderten Verhältnissen einen günstigen Erfolg verspreche, daher unter einem im Anschlüsse an die Adresse das Ansuchen um Überlassung des Lokalpolizeidienstes wiederholt gestellt werden solle. Ueber den Antrag in allen seinen Theilen entspinnt sich folgende Debatte: Gemeinderath k. k. Landesgerichtsrath und Neichs­rathsabgeordneter Brolic h ist gegen das „sangninifche" Votiren einer Adresse, er hält es „nicht für opportun", so ohne weiteres aus der Sitzung gleich dafür zu beschließen, er will den Gegenstand einem Aus­schusse zugewiesen haben, der erst darüber berathen solle, er meint, man dränge damit den Staatsminister zu einer Handlung u. s. w. Dem ent­gegnet Gemeinderath Dr. Bleiweis : der Antrag des Bürgermeisters sei so einfach gewesen, daß Jedermann denselben beim einmaligen Hören habe verstehen und merken können, es handle sich jetzt nur darum, ob man diesem Antrage beistimme, ob nicht, und darnach könne sich ja Jeder bei der Abstimmung richten; ihm erscheine er doppelt wichtig: 1. weil man durch eine Adresse das Vertrauen zu den im Rundschreiben ausge­sprochenen Grundsätzen ausspreche, und 2., was weitaus wichtiger, weil man durch die daran geschlossene erneuerte Bitte dem neuen Staatsmini­ster Gelegenheit gebe, seine Worte zur That werden zu lassen; er glaube, es werde demnach die Gemeinde Laibach sich beim Erfolge wohl fühlen, und zugleich Ursache sein, daß durch eine günstige Erledigung unserer Bitte, auch alle andern Gemeinden des großen Oesterreich Vertrauen fas­sen werden zu den Worten des Herrn Staatsministers; Gemeinderath k. k. Finanzrath Dr. Ritter von Kaltenegger ist für die Adresse, nur befürwortet er die Trennung der Adresse und der erneuerten Bitte. Es wird abgestimmt über die Adresse im Allgemeinen; es stimmen alle dafür gegen zwei (k. k. Landesgerichtsrath Brolich und k. k. Landesrath Dr. Schöppl). Zum Antrage: die Adresse in flovenischer Sprache zu verfassen, wünscht Gemeinderath Dr. Ritter von Kaltenegger den Be­schluß: daß dieselbe in beiden Landessprachen überreicht werden solle — was jedoch nicht durchdringt; dafür wird die von demselben beantragte Modifikation angenommen, daß nämlich das Ansuchen um Überlassung des Lokalpolizeidienstes separat einzubringen sei. Zur Redaktion der Adresse, die also nur in flovenischer Fassung überreicht werden wird, wer­den die Gemeinderathe Dr. Orel, Dr. Vleiweis und Dr. Kal­tenegge r bestimmt. Die Überreichung geschieht (wie neulich bereits gemeldet) persönlich durch den Bürgermeister. (Schluß folgt). Lokales und Provinziales — Se. Majestät der Kaiser hat den Oberstkämmerer Vincen z Fürste n Auersper g zum Ritte r des goldene n Vließe s ernannnt. — Vergangenen Sonntag begab sich Prof. Dr. Bleiwei s nach Wien , um an der am 21 . d. M . begonnenen internationalen Versamm­lung der Veterinärärzte Theil zu nehmen. uns verzehrt wurde, und uns Augen und Lunge tüchtig beizte, ließ Kei­nen zu einem Schlummer kommen. Schlag 10 Uhr Nachts stand Herr K. auf und stolperte hinaus, um unser 75 Kreuzer-Feuerwerk abzubrennen. Leider blieb dasselbe für Laibach unsichtbar, denn zwischen unserer Sennhütte und Laibach macht sich 6rintono jrluior breit, und mag dieses 75 Kreuzer-Flllmbeaur im besten Falle einem Krainburger oder Bischof­lacker Vürgertzmann zu Gute gekommen sein, der von den gehabten An­strengungen im Wirthshlluse erschöpft, seinen Heimweg tappend suchte, und dabei von den Nachtlaternen vorerwähnter zwei ehrsamen Städte gebüh­rend unterstützt wurde. Um 4 Uhr Morgens des folgenden Montags brachen wir auf und kletterten bis 7 Uhr rüstig darauf los. Mittlerweile hatte sich die Scene wesentlich geändert, — Wolken, anfangs groß wie ein Handschuh, gewannen immer größere Formen und galloppirten bergan, bergab, gleich beflügelten Rossen. Ein schneidend kalter Wind, der uns in einer Höhe von über 7000 Fuß den Schnee ins Gesicht peitschte — jeden Augenblick in einen dicken Nebel hüllte, erschwerte uns das Steigen. Das Animo der Gesellschaft schwand. Wir werden keine Aussicht haben! Was hilft uns- ein weiteres Klettern! Wir bekommen ein Donnerwetter! So gieng es im Chor! . Ich, dem die Ersteigung des Grintouc, einmal begonnen, aus Prin­ zip zur Ehrensache ward, ließ mich nicht beirren. Ich redete zu, widerlegte, leistete Wunder der Beredsamkeit, feuerte die mir Nachsteigenden zur Ausdauer an, uud nach einer halben Stunde fleißigen Steigen« erblickte ich im Nebel die auf der Spitze befindliche Pyramide. . Ein Hurrah und 5 Minuten darauf standen Herr Kadiumgg und ich auf der Spitze der Hochalpe. (Schluß folgt). 280 — Aus Anlaß der Notiz, daß sich der «5u2ni 80K0I« an der prozeßes derselbe nicht den Gemeindevorständcn und die Bewerthung des Jubelfeier in Neustadt! betheiligt, drückt die „«ovice« den heißen Wunsch Frevelschndens bis auf eine gewisse Ziffer nicht den öffentlichen Forstwa­aus: „es möge die 500jährige Feier zugleich der Beginn chen zugewiesen werden? 5. Wie äußert sich der Z. 10 des Forstgesetzes eines nationalen Lebens in Neustadtl sein, — und dies ge­vom 3. Dezember 1852 in der forstlichen Praxis u. z. sowohl in legis­ schähe in der That nicht zu früh!" — Einverstanden! — Der Jahresbericht der Adelsberger Hauptschule bringt diesmal einen sehr interessanten Aufsatz unseres gelehrten Schriftstellers Dechant Hitzinger: über die Poir. — Der Bericht selbst zeigt, daß die Schule unter der Leitung eines Direktors, zugleich Katecheten, von vier Lehrern und einer Lehrerin steht, daß sie Heuer täglich von 338, an Sonntagen von 106 Schulkindern besucht war, und daß an ihr 68 Kinder den Unterricht in der Obstbaumzucht genossen! — Aus derstatistischen Uebersicht der Schulen in Krain im Jahre 1664 entnehmen wir, daß es 163 slovenische, 53 slovenisch­deutsche und 1? deutsche Schulen im Lande gibt. Gegen das Vor­jahr sind 35 slovenische Schulen mehr entstanden, die sloveuisch­deutschen aberhaben sich um 32 vermindert. Zahlen sprechen! — Der in Görz erscheinende „Ilmui ßOLxoäar« bringt in seiner Nummer vom 15. d. einen Artikel: „Zur Erinnerung an das erste Jahr­hundert der k. k. Görzer Landwirthschaftgesellschaft, welche am 27. August 1765 ihre erste Versammlung abhielt". Wir ersehen aus dem Aufsätze, daß Maria Theresia zur Gründung der Gesellschaft 300 fl. beige­tragen, und daß der 1. Vorsitzende dieser Gesellschaft Johann Caspar Graf Lanthieri gewesen. — (Journalistisches). Mit 1. Oktober beginnt I . E. Smo­ler (Schmaler) in Bautzen (Sachsen) ein „Slavisches Centralblatt. Wochen­schrift für Literatur, Kunst, Wissenschaft und nationale Interessen des Gesammtslaventhums". — vomaöiu betitelt Herr Fr. Peterlin - Srebo»ki in Großlaschitz sein im nächsten Jahre heftweise alle zwei Monate erschei­nendes literarisches Unternehmen, das Erzählungen, geschichtliche Aufsätze u. s. w. enthalten soll. — Aus Graz wird der „Neuen Freien Presse" geschrieben: Der steiermarlische Landesausschuß hat an das Staatsministerium eine Note gerichtet, in welcher mit Nachdruck ersucht wird, die Bestätigung der be­reits für das Ioanneum ernannten Lehrer nicht unnöthig zu verzögern und so die Einführung des reorganisirten Schulplans nicht wieder um ein Jahr hinauszuschieben. Der Herr Staatsminister sollte auch in'der seiner Leitung unterstehenden Abtheilung für Unterricht die leitenden Per­sönlichkeiten wechseln, wie es der Herr Finanzminister gethan. — Zum Direktor der Triester Handels- und nautischen Akademie ist der Direktor der hydrographischen Anstalt, Herr Dr. Schaub, er­nannt worden. — I n Dresden starb am 14. August Dr. Wilhelm Wolfsohn an einer unheilbaren Leberkrankheit. Die deutsche Literatur und ebenso die slavische, welche er durch Gründung der russischen „Revue" der deutschen naher brachte, erleiden hierdurch einen sehr empfindlichen Verlust. Den Theaterfreunden ist Wolfsohn durch fein Drama: „Nur eine Seele" bekannt. — Der historische Verein erhielt durch die Freundlichkeit des Herrn Dr. Kozler eine Suite sehr interessanter römischer Münzen (Fundort Kozler'scher Garten in Laibach) und hat unser, als Numismatiker an­erkannt tüchtige Landsmann, der gegenwärtig auf Urlaub aus Graz an­wesende k. k. Auskultant Herr Arnol d Luschin deren systematische Bestimmung und Ordnung gütigst übernommen. Programm für die am 4., 5. und 6. September 1865 auf dem Karste und in Trieft stattfindende dritte Wanderversammlung des österreichischen Reichs-Forstvereins. Erster Tag. Empfang der Theilnehmer durch die zeitlichen Präsidenten-Stell­vertreter am Bahnhofe zu Adelsberg in Krain, woselbst der Wiener Eisen­bahnzug um beiläufig 5 Uhr Früh ankömmt. Nach kurzer Rast und eingenommenen Frühstücke: gemeinschaftliche Besichtigung des Karstes bei Adelsberg und bei dem k. k. Hofgestütte Prestranik in seinem Uebergange vom guten Kulturlande in den eigentlichen Karst; eventuell auch Begehung der Adelsberger Grotte. Hierauf gemeinschaftliches Mittagsmahl zu Adels­berg. Nachmittags um beiläufig 5 Uhr: Fortsetzung der Eisenbahnfahrt nach Sessana, wo übernachtet wird. Jene Herren, welche erst von Sessana aus an der Versammlung theilnehmen wollen, hätten ihre Zureise so ein­zurichten, daßsie zugleich mit den von Adelsberg kommenden Teilnehmern in Sessana eintreffen. Zweiter Tag. Früh Besichtigung des Karstes 2,. bei Sessana und der Aufforstung«­versuche der Privaten und Gemeinden daselbst; d. bei dem seit 1580 be­stehenden k. k. Hofgestütte zu Lipizza und der dort gezogenen Eichenholz­hochwaldung; 0. bei Vasovica, Podriö, Trebiö, Banne, Opöina, Pro­secco und S. Croce, nebst Besichtigung der dort von der Stadt Trieft und den Gemeinden gemachten Aufforstungsversuche; sodann Fortsetzung der Fahrt in den Wagen bis an die Eisenbahnstation Nabresina, wo circa 3 Uhr Nachmittag ein gemeinschaftliches Mittagmahl eingenommen, und Abends um ? Uhr mit dem Personen-Train nach Trieft gefahren wird. Dritter Tag. Einfacher Gang durch den Triester Stadtwald und den städtischen Ferdinandswald zu dem städtischen Pallast Ferdinandeum, wosich um 9 Uhr früh die ständigen und zeitlichen Vereinsmitglieder versammeln, um folgende Gegenstände zu verhandeln: 1. Kurzer Bericht über die Wirksamkeit ves Reichsforstveieines und über seine Gebahrung. 2. Ueber die Verkarstung des Kulturlandes und die Wiederbewaldung von Karstor­ten. 3. Welche Mittel waren vom Reichsforstverein anzuwenden, um der vaterländischen forstlichen Statistik, Statik, Gesetzkunde und Geschichte allgemeinen Eingang und Geltung in Wissenschaft und Praxis zu ver­schaffen. 4. Sollte zur Beschleunigung und Vereinfachung des Forstfrevel­lativer als nationalökonomischer Beziehung? Das Vereinsdirektorium hat für die Herrn Theilnehmer an dieser Wanderversammlung Fahrbegünstigungen erwirkt u. z.: Südbahn halben Fahrpreis in der 2. oder 3. Wagenklasse für die einmalige Hin- und Rückfahrt in der Zeit vom 1. bis 15. September, Jene Herrn, welche alsständige Vereinsmitglieder, oder gegen Erlaq des statutenmäßigen Betrages von wenigstens 2 Gld. österr. Währung als zeitliche Vereinsmitglieder an dieser Versammlung theilnehmen und von den obbemerkten Eisenbahn-Fahrbegünstigungen Gebrauch zu machen ge­denken, wollen ehebaldigst ihre bezügliche Anmeldung unter genauer Adreßangabe entweder beim ständigen Vereinssekretär Franz Altdorffer (Wien im Finanzministerium) oder bei dem für diese Versammlung als zeitlichen Vereinssekretär fungirenden Herrn Leopold Ritter von Mahersbach Sekretär der k. k. Statthalterei in Trieft einbringen, worauf Ihnen so­gleich die Legitimationskarte zugestellt werden wird, gegen deren Vorweis die Eisenbahnkllssen die erwähnte Begünstigung eintreten lassen werden. Wien 6. Juli 1865. Landesmarschall, Fürst Fran z Altdorffe r Iofe f Eolloredo-Mannsfel d Vereins-Sekretär. Vereins-Präsident. Erinnerungstafel (aus dem Intelligenzblatte der Laibachei Zeitung). Am 23. August, 3. erek. Feilbietung der der Franziska Fabian von Sturj« gehörigen Realität; Schätzwert!) 450 fl. (Vez. A. Wippach.) — 3, erek. Feilbietung der dem Nikolaus Ulaschitz von Wcidendorf gehörigen Realität; Schätzwetth 4N0 fl. (Vez. A. Tschernembl.) Am 24. August. 3. «et. Feilbietung der dem Anton Pail von Nutale gehörigen Realität; Schätzwetth 120« fl. (Vez. N. Sittich.) — 3. erek. Feilbietung des zur Maria Vermischen Konkursmasse gehörigen Mobilar- und Realvermögens; Schätzwetth 1018 fl. (Vez. A. Lack.) Am 25. August. 3. erek. Feilbietung der dem Johann Gerschel von Welsko gehörigen Realität; Schätzwert!) 310 fl. (Vez. A, Planina.) — 3. erek. Feilbietung der dem Marko Slobodnik von Bojansdorf gehöriaen Realität; Schätzwerte, 182 fi. 72 fr. (Vez. A. Möttling.) — 3. erek. Feilbietung der der Katharina Berti« von Malerle gehöriaen Realität; Schätzwert!) 800 fi. (Vez. A. Tschernembl.) — Tagsatzung i» Sachen des unbekannt wo befindlichen Michael Mobrej zu Wosovizhe und seiner ebenfalls unbekannten Rechtsnachfolger. (Bez. A. Lack.) Getraute. Nom-Pflllre. Am 20. August. Georg Schustershizh, Hausbesitzer, mit Maria Urb.anz. Pfarre Man« Verkündigung. Am 20. August. Josef Kertu, Tischler mit Magdalena Poilep. Verstorbene. Den 17. August. Herr Valentin Perdan, Privatschreiber, alt «4 Jahre, in der Gradischa-Vorstadt Nr. 12, an der Luftröhreuschwindsucht. — Dem Herrn Alerander Altenburger, t. t. Fiiianz-Direktions-Adjuntt, sein Kind Maria, alt LV, Jahr, in der Kapuziner-Vorstadt Nr. 25, an der Lungenlähmung in Folge de« Keuchhusten«. — Maria Dolinar, Taglöhnerin, alt 69 Jahre, im Civilspital, an Marasmus. Den 18. August. Dem Herrn Lorenz Hail, Verkehrs-Affistent, seine Tochter Ludmill», alt 16 Jahre, ,'n der Gradischa-Vorstadt Nr. 36, am Typhus. Den 19. August. Dem Herrn Aler. Stemberg, jubil. k. k. Landesregierung«« beamten, sein Kind Victor, alt 11 Wochen, in der St. Peters-Vorstadt Nr. 94. am Brechdurchfalle. Lottoziehungen. K. l. Lottoziehung am 19. d. M. I n Wien: 75. 85. 15. 35. 63. I n Graz: 9. 33. 12. 50. 62. Nr 4927 KUNdMttchUNg. " Wegen Hintangabe der Herstellung neuer Aborte im hierortigen Vürgerspitalsgebäude wird der Magistrat am 26. August 1865, Vormittags von 11 bis 12 Uhr, eine Lizitationsverhandlung abhalten, zu welcher Unternehmungslustige mit dem Bemerken eingeladen werden, daß die bezüglichen Vaubedingnisse, so wie der Plan und der Kostenvoranschlag Hieramts eingesehen werden kön­nen, und daß der Erlag eines 10°/, Vadiums noch vor Beginn der Versteigerung zu Händen der Kommission von jedem Lizitanten ohne Aus­nahme zu leisten sein wird. Stadtmagistrat Laibach, am 20. August 186ö. Der Bürgermeister: Dr. E. H. Costa. Anzeige. Die k. k. Landwirthschaftgesellschaft sendetllM Ende dieses Monates die letzten, für die Seidenspinnfabrik in Wien angekauften Coccolls dort­hin ab. Wer daher noch etwas abzugeben hat, beeile sich damit bis Ende dieses Monates. '" 6 trainische Holzknechte, ' fleißige, tüchtige Arbeiter, rüstig, gesund und ledig, werden gegen gute Bedingungen von einem österreichisch - slavischen Unternehmer für die Wallachei, mit dem Station« - Orte liiinuic-VÄLoa an der, Aluta (Alt­fluß) aufgenommen. I n den Holzschlägen werden Sageklötze, Vau- und Brennholz erzeugt. Die Abstockung wird den Holzknechten entweder im guten Gedinge oder auch im Akkord für ganze Komplexe übergeben. Die Neise dahin wird vergütet und größtentheils mit der Eisenbahn zurück­gelegt. Der Dienst muß wenigstens auf S Jahre angetreten werden. Die Arbeiter unterstehen einem karntnerischen Forst-Ingenieur. Das Nähere auf frankirte briefliche oder mündliche Anfrage beim Gefertigten. Laibach Nro. 69. Franz Schollmayer, Forst- und Oekonomie ° Beamte.