Nr. 77. Freitag, 4. April 1890. 109. Jahrgang. Milmchw Zeitma. »<">zi«N "« spreiS: Mlt Postverlenbnng: all'^jäbrig si, ,5, halbjührlss fl, 750, Imllomptoir: . lltin, q,"> "' halbjHhiig fl, 5 5«. gür dit Zustellu»« m» Hau« gnnzjährig fl. I. - Ins,rt«°n««bür: Für 5 ^ Kernte bi« z« 4 Zcilci, 25 Ir,. aiüiierc per Zr!!«' « lr.: bei ültcren Wirbcrholungcn pci Ztllc » li. « _________________________________ ' Die «Laibacher Zeitung» erlcheint täglich mit «ulnahme der Könn» und Feiertage, Die A»miniNr«li« befindet sich C°iMt!«p!ah L, die Äedartlou Uahnhosgalse «4, Vprechstunden der Redaction läalich von IU bis 12 Uhr vormittag«, — Uüfranliertc.Vriesc werden nicht angenommen und Alanulcripte nicht zurückgestellt Amtlicher Weil, Up,.^ k' und l. Apostolische Majestät haben mit höchstem Handschreiben vom 31. März d. I. den 3"/erpräsidenten Eduard Grafen Taäffe zum an'^l des österreichisch. kaiserlichen Leopold-Ordens gnädigst zu ernennen geruht. M,^ l. und e. Apostolische Majestät haben mit N M^m Handschreiben vom 31. März d. I. T'Mchstchlen Oberstkämmerer Ferdinand Grafen zu des, >l ^ " " 2 oorff - Weinsberg ^um Kanzler »«5 ^ österreichischen Franz-Ioseph.Ordens aller. "'3N zu ernennen geruht. llller^.^ ""b l. Apostolische Majestät haben mit h°fr?ter Entschließung vom 28. März d. I. dem Mer >! der Statthaltern in Brunn Johann "en N°k Win kl er anlässlich der von ihm erbete-"lennun l^"'^ '" ^" dauernden Ruhestand in An-Vienstt Eta^n" ^"ug von Wasser aus dem Wasserwerk «kzu« " ^ivach wurde Folgendes bestimmt: Der 3 ledert ^" "^ der städtischen Wasserleitung Muz. un?"m N^tattet. und zwar entweder: 1.) als d- i. , " ^utzwasser für den normalen Hausbedarf. Ässer w "'«ken. Kochen und Reinigen; 2.) als ^ Ab^l?°""^ichen und landwirtschaftlich-n Zwecken, und Nuhwassrr erfolgt ohne besondere als die durch die Wasserleitungsaustaqe ge« setzlich festgesetzten Gebüren. Die Abgabe des Wassers zu gewerblichen und landwirtschaftlichen Zwecken geschieht jedoch nach bemessenem oder vereinbartem Wasserquantum und nach dem Tarife. Wer das Wasser aus der städti' schen Leitung beziehen will, ist verpflichtet, sein Vor» haben beim Stadtmagistrate anzuzeigen, worauf ihm ein Anmeldungsbogen ausgefolgt wird, in welchem er alle Rubriken entsprechend auszufüllen und mit der Elausel zu versehen hat, dass ihm alle Bedingnisse, unter welchen das Wasser abgegeben und eingeleitet wird, bekannt sind und er sich denselben ohne Vorbehalt unterwerfe. Die Richtigkeit der im Nnmrldungsbogen eingetragenen Angaben lässt die Stadt an Ort und Stelle durch die Organe der Betriebsleitung drs städtischen Wasserwerkes prüfen, worauf die Betriebsleitung über die Art der Wasserabgabe für den speciellen Fall Beschluss fasst. Zu diesem Behufe und auch zur spä. term Control«: der bereits ausgeführten Anlagen müssen sämmtliche Räume, in welchen die Leitungen durchgeführt werden, den Wasserleitungsorganen stets zugänglich sein. Die Verbrauchsmenge von Wasser für den normalen Hausbedarf wird wie folgt festgesetzt: Für Wohnungen bis 250 fl. Iahreszins mit 300 Litern pro Tag oder 9 Cubikmetern pro Monat; von 250 bis 500 fl. mit 450 Litern pro Tag oder 13 5 Cubik» metern pro Monat; über 500 fl. mit 600 Litern pro Tag oder 18 Cubikmetern pro Monat. Für die Lon-statierung des Wasserverbrauches ist der gesammte monatliche Verbrauch eines Hauses, welcher der Summe der den einzelnen Wohnungen bewilligten Wassermengen entsprechen muss. maßgebend, und wird die Ueberschrei, tung dieses Wasserquantums als ein Mehrverbrauch angesehen, der separat vergütet werden muss. Die Stadt Laibach behalt sich (zum Zwecke der Revision) das Recht vor, überall dort, wo sie es für nothwendig findet. Wassermesser auf Kosten des betreffenden Haus-eigenthümers einschalten zu lassen. Zeigt der Wasser» messer bei der monatlich stattfindenden Aufnahme einen Mehrverbrauch geqen die dem Haufe bewilligte Wasser, menge, so wird dieser Mehrverbrauch mit 0 12 st. per Cubilmeter dem Eiqenthümer in Rechnung gefetzt. Der Verbrlllich des Wassers zu gewerblichen und landwirtschaftlichen Zwck n wird mittels Wassermesser erhoben. Die Wahl des Systems als auch die Installation und Erhaltung der Wassermesser behält sich die Stadtgemeinde vor. Die Ausführung und Unterhaltung der Nnboh. rungen sowie der Leitungen nach den Hausgrund-stücken bis zum Wassermesser oder bis zum Haupt» absperrhahn innerhalb des Hauses, einschließlich der beiden, wird durch die Stadt auf Kosten der betreffenden Eigenthümer besorgt. Das Eigenthumsrecht verbleibt jedoch für diesen Theil der Leitung der Stadt Laibach, der dafür die Instandhaltung dieses Theiles der Leitung zufällt. Die Ausführung und Instand» Haltung der Leitungen innerhalb der Häuser und Grundstücke (vom Haupthahn oder Wassermesser ab) ist ausschließlich Sache der Eigenthümer. Dieselben sind jedoch hierbei an das für die Ausführung solcher Leitungen festgestellte Regulativ ausdrücklich gebunden. Ueberdies sind die Eigenthümer verpflichtet, die Leitungen innerhalb ihrer Liegenschaften in vollkommen gutem Zustande zu erhalten und jeden Mangel unver« züglich auf ihre Kosten beseitigen zu lassen, mögen die Mängel zu ihrem eigenen oder zum Schaden der Stadt gereichen. Der Stadt, resp. der Betriebsleitung des städtischen Wasserwerkes, steht das Recht zu, die innere Einrichtung dieser Privatleitungen jederzeit durch ihre Organe controlieren und prüfen zu lassen. Wenn die Arbeiten schlecht ausgeführt sind oder den diesbezüglich erflossenen Vorschriften nicht entsprechen, so sind die Mängel über Auftrag sofort beseitigen zu lassen, widrigenfalls die Betriebsleitung des städtischen Wasserwerkes berechtigt wäre. den Zufluss in solche Leitungen gänzlich abzusperren. Wenn eine Aenderung an der inneren Einrichtung der Privatleitungen beabsichtigt wird, so ist das Vorhaben früher der Vetr>ebtl>llung schriftlich b-lannt-zumachen, und ist es strenge verboten, bei Privat-leitungen folche Aenderungen ohne Zustimmung der Stadt vorzunehmen. AllfäUige Unterbrechungen in der Wasserlieferimq, die infolge nothwendiger Arbeiten an der Wasserleitung oder durch die Tmslrllu"g des ganzen Betriebes entstehen, berechtigen ebensow nig zu Ansprüchen an die Stadt, als die Behauptung, dass das Wasser nicht in genügender Menge oder Beschaffen-heit oder in gewünschter Höhe geliefert werde. Die Lieferung und Allsstellung der Wassermesser erfolgt Jeuisseton. M u t t e r 8 l ii ck. «Nur eine Mutter weih aNein. Was lieben heißt und glücklich sein!» c Chamisso. ^enu.si«,. n. leisen Schritten huscht eine liebliche ^ l°r^m"n m.^ den dämmerigen Raum; sie lässt ^en sie s^, .ck nngs umher schweifen, und jetzt ^b'kn N.U dem Bette zu, in dessen we.hen, spitzen-... Nie N" '^ Söhnchen ruht. 3?'h"n ö.. „, ""ch 'tt die junge Frau! Aber 5 bl'cht au« ^ ?"6ttet ein Strahl der Verklärung, i? um dip ^"s, WlÄttschimmerden großen Augen, er «"ge Seli^."^.^lWöffneten Lippen, und diese d, " sprickt , ' d'e aus ihrem Lächeln, aus ihren F'.zUtn ersten!!'"?'".^'" Sonnenschem des Herzens, ^MH^ale das höchste Glück auf Erden -K. Und v°n >! ^'l ^worden, ^"de und ttin ' "pen Augenblicke andächtiger deichen Hck?« ^Mens - welch reiches Maß «U Die rU. '^der jungen Mutter nicht zu-hassen. . "niste Quelle des Lebens ist ihr er-M' .benn die 3 ^ "" daraus, du junges Mutter, filr dich in n.?""l labt fürs ganze Leben, er Ae». störte 5»„« "»d Kummer, er entschädigt dich liim??en für «F"""aen und Träume, er bietet dir «^ dir die K ^ni^' für jede Kränkung, er "'Sen und V I' ""d befreit sie von allen eitlen e freut sie sich über das kleinste Zeich n, welche« durch seine Bewe-gung. seine Blicke sich kundgibt! I^t tritt sie an d,e linke Seile des Bttch ns. und sich! ft'N Köpfchen wendet sich nach links — sie tritt an die entgegen^ gesetzte Seite, und wieder wendet er sich ihr zu; sie beugt sich nieder und es hebt — zum Jubel der Mutter — kräftig das kleine Haupt! Im fellgen Selbstvergessen neigt sie sich über das süße Kmd. sie lasst die kleinen, zarten Fühchen an ihre Brust stemmen und strampeln — sie reicht ihm einen Finger, und das Händchen umklammert ihn so fest, so fest. das« sich die junge Mntter nicht befreien kann. Vielleicht wlll fte Nlcht Aber das kleine Ding. so schwach es aussteht, ,st doch stark und mächtig, denn es webt tausend und tau-send unzerreißbare Fäden zwischen sich selbst und dem liebenden Mutterherzen! Und bei dem reizenden Sptel zwischen Mutter und Kind erklingt ihr helles Lachen, sein Lallen und Girren, sein unverständliches Stam-meln — ewig dasselbe und ewig doch beseligende Musik für das Herz der Mutter! Ferne, weitab von chr liegt die Welt mit ihren Stürmen und Schmerzen. Vergan-genheit und Zukunft versinken; die Augenblicke an» muthigen Spieles, seligen Verweilen« bet dem Kmde heben sie empor in reine, lichte Sphären. Arme Mutter! wenn sie den Genuss glücklichen Beisammenseins mit ihrem Kinde nicht kennt, wenn sie sich selbst und d,e Welt nicht bei ihrem Kinde vergisst — dann Mrd ste lein wahres Mutterglück empfinden. Sie besitzt den Demant, erkennt aber nicht seinen Wert. Dab ttiud wachet und gedeiht; das sorgsame Mutterauge gewahrt jeden Fortschritt seines physijchen und geistia/n L bens. Emes TaqeS bemerkt es, wie das liebe Kindchen sich in seinem Bettchm aufseht und mit neugierigen Blicken befriedigt umhrrschaut; oho, der kleine Schelm w'll nicht mehr ruhig liegen bleiben, und die froh überraschte Mutter lächelt in stiller Freude — wie oft. wie oft, wie oft! Und nun versucht das süße kleine Geschöpf, auf eigenen Fühchen zu stehen — wirklich, da steht es und hält sich an den Möbeln an und seht sich nieder und steht wieder auf und geht mit kleinen, schlürfenden Schritten weiter, mit den zarten Händchen sich an einer Stütze festhaltend, und die junge Mutter kniet einmal hin, nahe. recht nahe, und ruft es — das Kind vergisst der Stütze, mit schwankenden Fühchen versucht es — die ersten Schritte und sinkt in die ausgebreiteten Arme der Mutter, die es jubelnd umfängt. So oft sich die ersten Versuche des Gehens wiederholen, so oft pocht das Mutterherz in heller Freude, leuchtet ihr Antlitz, strahlen ihre Blicke. Philosophen und Pessimisten behaupten, es gäbe kein wahres Glück, keine echte Freude auf Erden — glück-liches Mutterherz, du könntest sie eines besseren belehren ! Aus dem ersten Lallen und den unverständliche Lauten des Kindes entwickelt sich allmählich seine Sprache; von dem ersten Rufe nach der Mutler, welche Freude empfindet diese bei jedem Wort, das ihr Kind aussprechen lernt oder seine eigen- Bezeichnung für einen Gegenstand erfindet. Heute dies und morgen jenes — und übermorgen wieder ein andere« — immer ein Steinchen und wieder ein Steinchen zum Mosaikbilde des lindlichen Geistes! Und bald bereichert sich de« Schatz; holdselig plaudern die rosigen K'mdeK« lippen, die nichts verschweigen können, wai in der M- Lllibacher Zeitung Nr. 77. 608 4. April 1890.___ durch die Stadt Laibach auf deren Kosten; dagegen haben die betreffenden Hauseigenthümer oder Gewerbs-inhaber eine jährliche Wasserm essermiete zu bezahlen. Die 5>öhe dieser Miete richtet sich nach dem Caliber des Wassermessers und ist dem Wasserlache zu entnehmen. Die Wassermesser müssen in einem versperrbaren und vor Frost geschützten Raume aufgestellt werden, zu welchem nur die Wasserleitungsorgane Zutritt haben dürfen. Jeder Consument hat das Recht, sich in Gegen» wart der städtischen Organe von der Richtigkeit der gemachten Ablesungen zu überzeugen. Werden vom Eigenthümer der Privatleitung Zweifel an der Richtigkeit der Angabe eines Wassermessers erhoben, so kann der Wass^rmesser über sein Verlangen ausgewechselt und auf der städtischen Prüfungsstation geprüft werden. Zeigt sich dabei, dass der Wassermesser über die zu« lässigen Fehlergrenzen (^ 4"/„ bei normalem Durchlauf) hinaus unrichtig functioniert, so fallen die Kosten der Auswechslung und Prüfung der Stadt zur Last. eine Rückzahlung des einmal bezahlten Wasserzinses findet jedoch nicht statt. Ist ein solcher Wasstrmesser jedoch richtig befunden worden, so hat diese Kosten der Hauseigenthümer zu tragen. Die Bezahlung des Wasserzinses geschieht vorhinein in vier gleichen Raten zu Beginn der Quartale eines Solarjahres. Die nach Wassermesser abgegebenen Quantitäten sowie der etwaige Mehrverbrauch sind monatlich (bei geringerem Verbrauche auch vierteljährig) nachhinein zu bezahlen. Die Wassermessermiete ist gleich nach Aufstellung des Wassermessers in halbjährigen Anticipandoraten zu entrichten. Sonstige temporäre Wasserbezüge sind in der Regel vorhinein bei der An» meldung zu bezahlen; es können jedoch hierüber auch specielle Vereinbarungen getroffen werden. Sämmtliche Zahlungen sind bei der Stadtcasse Laibach zu leisten. Bleibt der Wasserabnehmer länger als 14 Tage nach dem fälligen Termine mit der Bezahlung im Rückstände, so steht der Stadt das Recht zu. 6 Procent Verzugszinsen zu verrechnen. Nach Verlauf von drei Monaten wird im letzteren Falle jedoch der Wasser« zufluss gänzlich eingestellt. Es ist den Besitzern von Privatleitungen ausdrücklich verboten, das Wasser zum Verbrauche außer« halb ihrer Liegenschaften abzugeben; ebenso darf das Wasser zu keinem anderen Zwecke verwendet werden, als für welchen der Bezug angemeldet wurdü. Jeder Missblauch, darunter das unnöthige Offenstehenlassen oder schlechtes Absperren der Zapfhähne, muthwilligc Beschädigung der Leitungen, Abgabe an nicht im Hause wohnende Personen, unrichtige Angaben u. dgl. sind strengstens verboten, und ist die Stadt in solchen oder ähnlichen Fällen berechtigt, die Wasserlieferung durch Organe des städtischen Wasserwerkes einstellen zu lassen. Bei Ausbruch eines Brandes sind in den Privat« leitungen der angeschlossenen Grundstücke alle Hähne zu schließen, wenn dieselben zur Bewältigung des Feuers selbst nicht benützt werden, und sind die Hauseigenthümer oder Gewerbsinhaber verpflichtet, während des Brandes ihre Leitungen der Feuerwehr zur Verfügung zu stellen. Den Eigenthümern, die nach Wasser» messer ihren Bedarf decken, wird der dadurch ver» urfachte nachweisbare Mehrverbrauch an Wasser durch die Betriebsleitung vom bemessenen Quantum in Abzug gebracht.________________________________________ Politische Ueberficht. (Trieft und Fiume.) Den Handelskammern von Trieft und Fiume ist seitens des österreichischen, beziehungsweise des ungarischen Handelsministeriums der zwischen den beiderseitigen Regierungen vereinbarte Entwurf eines Durchführungsgesetzes in Ansehung der mit 1. Juli 1891 bevorstehenden Aufhebung der Freihäfen von Trieft und Fiume zu dem Zwecke mitgetheilt worden, damit die in Rede stehenden Corpora-tionen in die Lage versetzt werden, allfällige berechtigte Wünsche und Abänderung einzelner Bestimmungen d^s Durchführungsgesetzes an competenter Stelle zur Gel« tung zu bringen. Was die Triester Handelskammer anbelangt, so hat dieselbe bisher in dieser Angelegenheit noch keine endgiltigen Beschlüsse gefasst; sie hat sich vielmehr zunächst mit den anderen durch die Aufhebung des Freihafens berührten Interessentenkreisen, in erster Linie mit der Triester Commune, in Verbindung gesetzt, und das zur Vorberathung des Gesetzentwurfs von den Interessenten eingesetzte Comite hat bisher seine Vorschläge an die Triester Kammer noch nicht erstattet. (Der Krakauer Lehrercongress) be« schloss zur Verbesserung der materiellen Lage der Mittelschullehrer eine Petition an die Regierung um Creierung neuer Mittelschulen, eventuell um Vermeh» rung der Lehreranzahl in den bestehenden Schulen, um Eintheilung der Lehrer in drei Kategorien, die der 9., 8. und 7. Rangsclasse mit entsprechendem Gehalte gleich den anderen Staatsbeamten, sowie um Verleihung des Charakters von Staatsbeamten 9. Rangordnung an die geprüften Supplenten zu richten. (Oberösterreich.) Die «Linzer Zeitung» berichtet: Wegen eines Paragraphen ist das Statut der oberösterreichischen Landes-Hypothekenbank nicht santtio-nieit worden. Dem Vernehmen nach wird behufs Umänderung des beteffendeu Paragraphen die Einberufung des Landtages zu einer außerordentlichen Session geplant. Dieselbe dürfte nicht länger als einen Tag währen. (Der Ausgleich in Böhmen.) Wie das «Prager Abendlatt» berichtet, hat das Präsidium des böhmischen Oberlandesgerichtes dem Landesausschusse mitgetheilt, dass bezüglich der Abgrenzung der Gerichtsbezirke in Böhmen den Kreisgerichten auf Grund des Erlasses des Justizministeriums der Auftrag ertheilt worden ist, bei der Erhebung das Gutachten der Be> zirksvertretungen abzuverlangen. (Politische Stille.) Die politische Stille der Osterwoche ist heuer womöglich noch intensiver als sonst. Es hängt dies damit zusammen, dass die politischen Kreise überall noch unter dem Eindrucke des Kanzler-wechsels in Berlin stehen und dass die von Berlin ausgegebenen Versicherungen, es werde die Politik Deutschlands keine Veränderung erfahren, die allseitige Ueberzeugung befestigen mussten, dajs auf die Erhaltung des friedlichen status ljuo in Europa gerechnet werden könne. Jenen russischen Pressäußerungen, in welchen fortgefahren wird, einen Zerfall des Drei- bundes anzukündigen, wird nirgends auch nur ^r geringste Wert beigemessen, denn es drücken siH '" diesen Aeußerungen eben nur Wünsche und ErwarM'^ gen gewisser Kreise aus. für deren Erfüllung «^ nicht das leiseste Anzeichen vorliegt. (Serbien und Bulgarien.) Nach "«" Zuschrift der «Pol. Corr.» aus Sofia, welche oa» äußerst gespannte Verhältnis zwischen Bulgarien «no Serbien bespricht, erachtet man es in den politiMN Kreisen Bulgariens als augenscheinlich, dass SectM auf einen Conflict mit dem Fürstenthume hinarbeitet, und fraqt sich. welches Ziel diese Hetze haben könnie. Man sei in Sofia überzeugt, dass die Serben von Russland aus zu ihrem jetzigen Vorgehen angetneven werden, indem man vielleicht in Petersburg sich ^ Hoffüung hingibt, bei einer Wendung des vulgarly serbischen Conflictes zum Aeußersten Gelegenheit M Eingreifen in die bulgarischen Dinge zu gewinne' Diese Erwägung der politischen Kreise in Sofia sel ^ Grund der außerordentlichen Geduld und Mblg^ welche Bulgarien gegenüber der Haltung ^b^ beobachtet, die herausfordernd genug ist; denn da, man in Sofia vor einem neuen Wassengange Serbien Furcht hege, werde man in Velgcad >el^ nicht glautien. Bulgarien bedürfe auch einer Ze>t °. Ruhe, um die begonnenen mannigfachen Arbeiten , ökonomischem Gebiete zu beenden. Die Rücksicht " > den europäischen Frieden und das Bestreben, die na nalen Ziele Bulgariens durch eine maßvolle, wurog< die Achtung Europa's gewinnende Politik zu en"^ bilden die Quelle des ungewöhnlich entgeqenkomlnen Verhaltens der bulgarischen Regierung gegenüber durch russische Einflüsterungen ermuthigten S^ben» (Zum Rücktritte Bismarcks.) """ Wilhelm schenkte dem Fürsten Bismarck sein leve'' großes Bild und eine Pfeife. Im Laufe des ° gestrigen Nachmittags wurde eine aus drei v ^ bestehende Deputation der Göttinger Studenten!^ empfangen, die anderthalb Stunden beim Fürsten blieb. „,el, (Nihilistisches.) Der «Daily Telegraph' "^ det au« Petersburg: Der junge Mann, welcher "^ das Los auserkoren war, den Zaren zu el"°^-jedoch einen Selbstmord verübte, war ein ^a ^ Officier aus aristokratischer Familie. Ec erstickte ,^ durch Kohlendampf. In seinem Schuldbekenntnis^, klärte er, er konnte die That nicht vollführen auS ^ ^ ficht gegen seine Familie. Die Mitverschivornen Y" nicht verrathen. . M (Der Streik in Barcelona) ".n° ^t gebung dehnt sich immer weiter aus; es !^l nil-ungefähr 40.000 Arbeiter. Zahlreiche Arbeiter-^ tationen verhandeln mit den Fabrikanten, aber v ^ ohne Erfolg. Der Civil-Gouverneur ist benM" ^ Verständnis zu erzielen, bis jetzt ebenfalls .^"^ld< folg. Bei einzelnen Fabriken, wo noch gearbeitet ^, versuchten die Streikenden, die Arbeitenden zN :^e dern. Die Regierung soll Befehl gegeben haben. Ausschreitung streng zu unterdrücken. amlat^ (Baiern.) Der Prin.z.Regent hat den U" ^ liken der Erzdiöcese Münchm Freising die ReO"- ^z Privatkirchengesellschaft gemäß den Bestimmung/ Reliqionsedictes bewilligt. gen Seele vorgeht, und die junge Mutter versenkt sich selig lauschend in den Anblick des holden Kindes, wie es mit leuchtenden Augen und lachendem Munde anfängt zu plaudern und zu erzählen! Und jetzt fällt eb der Mutter in die Arme, umarmt sie und küsst si^ und liebkost sie und jauchzt — glückliche Mutter — dieser Augenblicke, und wären es ihrer noch so viele, wirst du gedenken dein Lebenlang! Mutteralück! Du duftender Rosenstrauch, hast du denn keine Dornen? Umdüstern deinen Glanz nicht auch schwere Sorgen, schlaflose Nächte, Entsaqunq und Entbehrung — fordert dieses Gluck nicht seinen Preis, seine Opfer, da leine Gabe auf Erden dem St^rb» lichen umsonst zutheil wird? Ach ja! mben dem Engelsbilde des Mutterglückes steht die düstere Gestalt' der Sorge, wrlche der liebenden Mutter oft scharfe Dornen ins zärtliche Herz drückt — aber die Blüten des Rosenstrauches haben einen so süßen, Vergessen brinqenden Duft. dass die Mutter in den Augenblicken des Glückes mit ihrem Kinde alles Leid und jede Qual vergisst, die sie um dasselbe erlitten. Hier ist das Glück mächtiger als das Leid; das reine Glück wiegt alle Schmerzen auf. Der Ernst des Lebens und die Pflicht tritt zum erstenmal an das Kmd heran, wenn es zur Schule muss; von diesem Augenblick hört das unbefangene Glück der Mutter auf, es nimmt eine andere Form an. Nicht sie und das Kind leben mehr allein für einander ; sie hat jetzt nicht nur für sein körperliches Wohl. für sein Spiel, für seine Freude zu sorgen. Die Pflicht, so klein sie ist, muss erfüllt werden, die Freiheit der ersten Jahre ist beschränkt. Die Mutter beginnt nun aufmerksam auf die Entwicklung des Charakters ihres Kmde« zn achten und ist bestrebt, die schlimmen Ein» druse, die «» unter anderen Kmdern erfährt, zu ver« wischen. Sie muss die mangelhaften Anlagen oft durch Ausdauer und Uebung ersehen, sie kann dem geliebten Kinde nicht jede Anstrengung ersparen und muss es oft mit Geduld und Energie zur Erfüllung seiner Pflichten leiten. Und wenn ihr Kind mit Fleiß und Lernb<>gier feinen Aufgaben eifrig obliegt, wenn es mit strahlenden Augen und freudegerätheten Wangen der sorgsamen Mutter das Lob des Lehrers verkündet, wie pocht das Mutterherz vor stolzer Freude — und ist es nicht Glück, reines, tiefinnige« Glück, ob es auch nicht so mühelos gewonnen ist. wie das unbefangene Glück der ersten Lebensjahre? Das Ziel ist ernster und höher gestellt, die Aufgabe schwierige, aber der Gedanke, aus d^m Kinde ein tüchtiges Glied der menschlichen Gesell« schaft heranzubilden, ist ein ethisch tief beglückendes Bewußtsein. Der Knabe und das Mädchen, sie wachsen zu Jüngling und Jungfrau heran, und immer mehr muss die Mutter sich gewöhnen, ihr Kind mit der Welt zu theilen; sie hat es auch nicht selbstsüchtig für sich allein erzogen und freut sich, ihren Sühn, ihre Tochter unter Freunden und Freundinnen ihres Alters zu sehen. Und ist nicht alles so geworden, wie sie gehufft und er-träumt, Mutterliebe weiß zu verschmerzen und auszugleichen, ihr Reichthum ist so groß, dass sie. so viel sie ausgibt, im gleichen Maße besitzt. Das Mutterherz versteht auch zu entsagen, sich von dem geliebten Kinde zu trennen, wenn es zu seinem Wohle, zu seinem Glücke ist. Der Beruf des Sohnes führt ihn oft ferne von ihr in ein anderes Land. die Tochter folgt dem Manne ihrer Wahl — die Mutter bleibt allein zurück. Aber mit ihren Gedanken und Gefühlen ist sie den geliebten Kindern nahe, sie theilt Mit ihnen getreulich Freud und Leid — o, sie ist nicht einsam, wie die Mensch" 3^-ben. Vor ihr steht das Bild ihres Sohnes, oe^ ^c gewachsenen, kräftigen jungen Mannes, welV ^hlt Drang der Wissenschaft in andere Weltthe>le u P» und der mitten unter allen Gefahren und !H ^ Unternehmungen der liebenden Mutter geve" ' ^! das geistige Band. das sie mit ihm verv'no^ ^ sie alles mit durchleben, was er erfahren run gen. a,.,,, All Und neben ihrem Sohne steht das «"^ hel' Tochter; die junge Frau mit dem aroßmlg'U ^ >F ziaen Enkellinde im Arme. wie scheint '"^i ll" Blicken die liebende Mutter zärtlich zu b^rNP ^fl vor dem geistigen Auge der Großmutter sch^ «e ^ ihr juna/s Mutterglück in leuchtenden 3?"^ AiW sitzt es wieder in seliger Erinnerung und "H. Z iten hatml dich zum Vorwurf erwählt ">' ,t,ecH in dir verewigt. Immer trittst du mit ruy ^ ^ gewult an das Herz. immer fesselst du Mss hie^l — sei es die Königin auf dem Throne ooe ^ ^, lerin an der Straße — kein menschliche»^ ^ . unserem Empfinden so nahe, keines verM^ ^>, innigsten Gefühle des Herzens fo anzureaei' .^ ^ Mutterglück! wie groß und A^g ^,„1 Macht, wenn du selbst dem beraubten V Al^ leuchtest für und für in nimmer verliM" ,___jacher Zeitung Nr. 77.__________________________________609__________________________ 4. April 1890. Ml/ Brasilien.) Das von europäischen V l ü > ^^^ldete Gerücht von der Entdeckung einer ^ '^wo'rung gegen die republikanische Regierung in ^ll> Janeiro wird dementiert. — In Campinas Wsftettheftig das gelbe Fieber. Tagesneuigleiten. .G^e. Majestät der Kaiser haben, wie die K?c ^" Zeitung, meldet, zur Errichtung eines h ""Atales in Salzburg einen Gründungsbeitrag «°n 600 st. zu spähen geruht. ,m^e. Majestät der Kaiser haben, wie das Ne?! Abendblatt, meldet, der Schulgemeinde '"land zum Schulbau 200 fl. zu spenden geruht. lilsst ^1 ^°^ "ert zeichen-AuSstel lung.) Es Lelvalt """"'^r constatieren, dass die Anmeldungen so ^lener^l ^''"ensionen angenommen haben, dass die ll„ ^ Ausstellung an Quantität und in erster Linie Als Or»« °^ ihre Vorgängerinnen überflügeln wird. der Eck. s '^^°^ ^" Ausstellung ist der 20. April und ftellun? s,,c°" ^ ^" "dgiltig festgesetzt. In der Aus< der U>'f " werden, um dem Publicum die Herstellung btaatsk ?"^" "" ^" ^"sen 3« führen, durch die sucher ^" > der m ! Exemplare der Eoncursausjchreibung die , unk ! ^ °"! ^^ Aufnahme von Aspiranten in l° lveit k Militär.Erziehungs« und Bildungsanstalt, ^"sdru^ ?°"ath reicht, von der l. k. Hof- und «eibel ,? °^" ^°" ber Hof.Vuchhandlung L. W. "n, Berlpis." 5" in Wien bezogen werden. Gesuche 5>°n den O -^ "°" Aerarial- und Iahlplähen werden (Älilitilr.) ^ öungsbezirls., Platz', Festung«, und Corps-^""»Nlnen """"den bis Mitte Mai 1890 entgegen« ?^es^?"b einer Zuckerfabrik.) Aus Fabrik ""telegraphiert: In der hiesigen großen strich aes^^ ^^ "^ '" ^"aen Jahre erbaut und in ^°nt> au« ! ^^" ""^ brach Mittwoch morgens ein !>" last aiin l"!^ ""^^" b'e Fabrik binnen zwei Stun. ,'chtung ""."'^ "„geäschert wurde. Die gesummte Ein. . "losen? «Munde. Die Maschiuen schmolzen zu 3"' welch! ' flammen; ^^00 Metercentner Roh-. ' bis ,7!^ Magazine untergebracht waren, und circa iahtet ^ ^"ausend Metercentner Zuckermaterial wurden 2>s' ^übermenschlichen Anstrengung gelang es. ^.^ ^rr,cl,enoen ^»« . ^^ Raffinade. Magazin und das Neamtengebäude zu retten. Der Scha« den wird auf ungefähr 850.000 fl. geschäht. Die Ent» stehungsursache des Brande« ist unbekannt. — (Einwanderung italienischer Ar» beiter.) Aus Villach wird vom 28. v. M. geschrieben: Der jährliche Masseneintritt der italienischen Bauarbeiter über Pontafel hat bereits begonnen, und verkehren täglich Zuge mit sechs» bis neunhundert solcher Arbeiter. Heuer müssen nun sämmtliche italienischen Arbeiter, welche sich auf eine bestimmte Zeitdauer außer Landes begeben wollen, bei der Bewerbung um den AuSlandspass ein Impfungs« zeugnis beibringen ober sich vor Bezug des Reisepasses der Impfung unterziehen. — (Affaire Scudier.) Die Sonntagsnummer deS «Vaterland» brachte einen Artikel gegen den FZM. Baron Scudier, Vorsitzenden des Wiener Vcrwal-tungsraths der Staatsbahngesellschaft, in welchem gcgen diefen General allerhand ehrenrührige Beschuldigungen erhoben und unter anderem auch erzählt wird, der Herr Handelsminister Marquis von Bacquehem habe mit Baron Scudier den Verkehr abgebrochen. Die «Wiener Abendftost» ist in der Lage, diese Angabe des «Vater, land. als unrichtig zu bezeichnen. Wie mehrere Blätter melden, hat Baron Scudier die strafgerichtliche Verfol» gung des «Vaterland» bereits eingeleitet. — (Der Maurerstreil in Wien.) Das Verhalten der streikenden Maurer in Wien ist zumeist ruhig. Auf der Schmelz wurden größere Ansammlungen polizeilich zerstreut. Auf einigen Bauplätzen wurde die Arbeit wieder aufgenommen. Unter Vermittlung des Ge« werbe.Inspectors fanden Verhandlungen zwischen dem Vorstande der Vaumeister.Oenossenschaft und dem Ob. manne des Oehilfen.Ausschusses statt, die eine Annäherung ergaben. — (Die Opfer des Tornado.) Neuerliche Hochfluten verursachten großen Schaden und furchtbaren Nothstand in Louisiana am Mississippi. Der Vahnverlehr stockt. Die Stadt Greenville ist an allen Seiten von Wasser umgeben, der Ort Slipwith ist fast vom Erd-boden vertilgt, Laconia mit 2000 Einwohnern ist vom Verkehr mit der Außenwelt abgeschnitten. — (Eiffel. Thurm.) Einundzwanzig Kanonen« fchüsse kündigten am letzten Sonntag die Wiedereröffnung des Eiffel. Thurmes auf dem Marsfelde in Paris an. Derselbe wurde auch an diesem Tage von fast 10.000 Personen bestiegen. In den beiden vorangegangenen Nächten ließ das Kriegsministerium Versuche mit den eleltri. schen Projectoren zur Signalgebung an die Pariser Forts anstellen. — (Dienstbotennoth in A ust ralien.) In Melbourne ist die Dienstbotennoth so groß. dass die angesehensten Hausfrauen der Stadt eine Versammlung hielten und einen ansehnlichen Gcldfond zusammenbrachten, um sich Dienstmädchen aus England kommen zu lassen. Ein Dienstmädchen in Melbourne wird besser besoldet, als ein Commis oder Lehrer in Europa. — (Sechsrädriger Wagen.) In den Ver-einigten Staaten werben Versuche mit neuen sechsrädr,gen Wagen veranstaltet, bei denen das mittlere Räderpaar keinen Spurkranz besitzt. Solche Wagen sollen ruhiger fahren und eine geringere Zugkraft beanspruchen. — (Die Krankheit «Nona».) Einer offl-ciellen Mittheilung der italienischen Regierung zufolge existiert eine epidemische Krankheit «Nona» in Itallen nicht. Die Erkrankungen, die zu den irrthümlichen Ge« rüchten Anlass gaben, waren drci Fälle von Coma und Delirium im Anschluss an Typhus und ein Fall von Influenza. — (Rückkehrenbe Auswanderer.) In Neapel ist das Eintreffen von tausend aus Brasilien heimlehrenden italienischen Arbeitern signalisiert, die weder in Brasilien selbst, noch in den nächstgelegenen südamerikanischen Staaten Arbeit finden konnten. — (Kasernenhofblüte.) Feldwebel (beim Marschieren): «He, Rekrut Meier, Sie treten mit einem Selbstbewusstsein falschen Takt. als ob Sie der einzige Meier in ganz Europa wären!» Der Mann, der von seinem Barte lebt. Das Vettel« ist sicher eine Kunst, wie so viele andere, und hat mit diesen die Eigenschaft gemein, dafs es nur dann nicht zu den brotlosen Künsten zu rechnen ist, wenn es mit der erforderlichen Genialität betrieben wirb. Die Handlanger und Farbentleckser in dem Anrufe der menschlichen Wohlthätigkeit bringen es heutzutage bei den gesteigerten Anforderungen auch auf diesem Gebiete kaum zu einem Nachtquartier in irgend einem Thorwinkel; die Meister und Erfinder dagegen können auf Kosten der» jenigen, die nicht alle werden, ganz famos leben. Auf solchen Erfolg hat jener Bettler eine gegründete Aussicht, der einen Reporter der «New-Vorl Times» in Newyorl um ein Almosen ersuchte, obwohl ihn sein Aeußeres eher in die Classe derjenigen versetzte, die zur Einkommensteuer herangezogen zu werben pflegen. Er hatte ein gewinnendes Gesicht, war jung. kräftig gebaut und außergewöhnlich gut gekleidet. Das Auffallendste an ihm war jedoch ein mehr als starker, struppiger Bartansah, der durch seine abschreckend rothe Farbe sofort in die Augen fiel. Er war noch nicht weit genug vorgeschritten, als dass man schon von einem Backenbärte hätte reden lönnen, aber doch ausreichend, um dem Träger ein etwas herabgelommenes und halb wildes Aussehen zu geben. Der Fremde näherte sich dem Reporter in einer bescheidenen, aber nicht unterwücfigen Weise, lüftete feinen Hut und sagte: «Verzeihung, darf ich Sie für eine Minute aufhalten? Ich bin hier fremd und vor drei Tagen von Exeter angekommen, um mir eine Stellung zu suchen. Unglücklicherweise habe ich meine Brieftasche, in der mein gesummtes Geld enthalten war. verloren. Deshalb muss ich in dieser frühen Morgenstunde in den Straßen herum-wanbern. Ich bringe es nicht fertig zu betteln, aber (und hierbei lieh er seine Hand an dem unrasierten Kinne entlang streichen) ich bin in einer sehr schlimmen Lage. Um 8 Uhr habe ich mich dem Besitzer eines Geschäftes vorzustellen, der mir ein Stelle als Buchhalter zugesagt hat. Ich werbe aber meine Chancen verlieren, wenn ich in diesem Zustande vor meinen künftigen Principal trete. Würden Sie mir nicht 15 Cents leihen, damit ich mich rasieren lassen kann?» Neun von zehn würden dem Manne die erbetene Summe oder noch mehr gegeben haben, aber der Reporter, der da den Grundsah befolgt, dafs Dinge und Per« sonen selten das sind, was sie zu sein scheinen, schöpfte Argwohn und fragte den Bittsteller daher, ob er etwa auch hungrig sei. Auf die bejahende Antwort lud er den Fuchsbärtigen in eine nahe Kneipe ein, wo dieser sich als ein wirklich annehmbarer, unterhaltender und in seinen Manieren durchaus wohlerzogener Gesellschafter entpuppte. Nach aufgehobener Tafel thaute er bald auf. Der Reporter gestand ihm jetzt freimüthig, aber doch halb be- ^ Nachdruck verboten. verstoßen «nö Verlassen. Nom . von ss daz "^" und du bist Frau von Mrulle, "' das n,i. Ehrend dieses Zwiegesprächs, dem lln ^ie wie« /''""'""" h°bm werden!» ein-"^ setz 7 K" Tochter mit der Hand einen Platz H längte /^ ^"st ihr gegenüber. Es entstand die - der Ub? ^' während welcher man nur das '""ye ssra>. ..""^"- Vollständig vernichtet, neigte 'b^/Geaen " ."f das Haupt. H> den^ ^"''' s"br die Marquise fort. Malest di? «l ""e von Merulle geheiratet. Du lich^'Nen ^ "utorität deiner Mutter, du bist un. 'luw,?^ vkrV ae" gefolqt. du hast das mutter-rvle « U an dpi. ' '" wrlchm, nur mehr dir Er« 9es°.n ^ deiner'5''d'e ^ mir zugefügt. Das Gesetz s"W,' ^dich 7"e. ich konnte keinen Machtipruch ^c>k',^ "eine m^""^« hätte, deiner Liebe zu ent. ' "usste '^"d""g' deinen Wahnsinn be-'H dich der Strafe entgegeneilen lassen, die dir bevorsteht. Dein Wille ist geschehen — du bist verheiratet — das unheilvolle Band ist ge. Die junge Frau stieß einen tiefen Seufzer aus. hob dann das Haupt empor und richtete den thränen« feuchten Vlick auf die Mutter, während ste derselben flehend die Hände entgegenstreckte. ^, .. «Lass mich sprechen!, fuhr die Marquise gebieterisch fort. «Heute, zu der Stunde, m welcher der Priester deinen Bund segnete, kniete ,ch am ÄMuyI meines Oratoriums und habe dieser Vrrbmdung geflucht! Es gibt im Leben feierliche Stunden, m wel« chen die Zukunft mit seltener Klarheit stch "Ns offenbart. Nun denn. ich sah dich im Geiste vor nur. wie du sein wirst, wenn — in nicht allzuferner Ze,t — all deine Illusionen dahinschwinden. Deine Jugend und deine Schönheit werden dahingewelkt, alles um dich wird ernst und düster, du selbst wirst dem Elrnd preis» aegeben. freudlos fein. und keine einzige Hand wird sich Hilfe bietend dir entgegenstrecken. während du dich ,» nutzlosen Klagen verzehrst!» «. ^ «Mutter, ist das möglich?» st'eh ste hnser hervor. «Sagst du mir das. du. deren Zärtlichkeit meine Kindheit und Jugend so sorgfältig behütet hat? Mutter, Mutter, komme zu dir!» «Ich bin bei klarer Ueberlegung. Eben weil ich für dich Zärtlichkeit fühlte, eben deshalb erscheint deine Undankbarkeit mir so groß, dein Benehmen geradezu verbrecherisch!» «Ja, ich bin schuldig, Mutter, weil ich mich gegen dich auflehnt?, aber. ach — liebe ich denn nicht dm Mann. dem ich mich vermählte?» «Du sagst es. und das ist dein Unglück! Du hättest diesen Mann nie lieben sollen!» «Wer kann seinem Herzen gebieten! Als du mir verbotest, ihn zu lieben, da war es schon zu spät, da konnte ich das Gefühl der Liebe nicht mehr aus meiner Brust reißen. Das freilich ist meine ganze Entschuldigung!» «Die mir nichts ist! Als ich dir deine Neigung zu ihm verbot, da hättest du ihn nicht mehr sehr-u sollen. Du hast es an Würde fehlen lassen, du bist deinen Pflichten nicht nachgekommen!» «Er war unglücklich — er litt!» «Das war alles nur Vorwand, Komödie, Berechnung, um deine Auflehnung zu ermuthig-n. Du hättest dir sagen sullen, dass er zu jenen schwachen, feigen Seelen gehört, welche kein Mitleld. noch vlrl weniger Liebe verdienen!» . Die junge Frau ward dunlelroth Ut'.ter diesen Worten, welche gegen dm Mann gerichtet waren, den sie liebte. «O Mutter, Mutter!» stammelte sie. (Fortsetzung solgt.) Laibacher Zeitung Nr. 77. 610 4 U^^ igyo. schämt, dass er seine Leidensgeschichte für den Kunstgriff eines gewöhnlichen oder besser ungewöhnlichen Bettlers gehalten habe. Mit einem herzlichen Lachen und ohne jede Spur von Verletztheit gab der Fremde dies zu und machte auf weitere Fragen bereitwillig die folgenden Eröffnungen : «Ich bin von Txeter gelommen, um hier Arbeit zu suchen. Ich konnte jedoch leine Beschäftigung finden, und jetzt bedarf ich einer solchen auch nicht mehr. In dieser meiner Nothlage tonnte ich naturgemäß nicht die Mittel aufbringen, um mich rasieren zu lassen. Es war mir dies aber ein dringendes Bedürfnis, und so wandte ich mich denn vor ungefähr einem Monate in der Frühe an einen vorübergehenden Herrn mit der Bitte, mir aus» zuhelfen. Ich erzählte ihm — Sie sehen, die Noth ist die Mutter der Elfinduug — genau dasfelbe, was ich Ihnen erzählt habe, und sofort gab er mir einen Quarter (V. Dollar) und wünschte mir guten Weg. Die Leichtigkeit, mit welcher ich diesen erwischte, trieb mich an, mein Glück weiter zu versuchen. Ich sprach ungefähr 20 Leute an, und mehr als die Hälfte gieng ins Garn und gab mir Geld, so dass ich mehr als vier Dollars zusammenbrachte.» «Mein Erfolg als Bettler erstickte nunmehr in mir jeden Wunsch, zu arbeiten. Ich sah, dass ich ein ergiebi« ges Feld gefunden hatte, und ich begann es auszubeuten. Die einzige Schattenseite ist die, dass ich vier Tage lang unrasiert herumgehen muss. Während dieser vier Tage jedoch erwerbe ich genug, um bequem eine Woche leben zu können. Ich lasse mir daher am fünften Tage den Bart abnehmen und lungere die drei übrigen Tage der Woche müßig in der Stadt herum. O, dieser abschreckend rothe Bart ist meine Rettung, obgleich ich ihn lange Ieit als mein Verderben angesehen habe. Er trägt mir 20 Dollars und mehr in der Woche ein, ohne dass ich ein Capital einzuzahlen hätte, abgesehen von dem, was ich für gute Kleidung anzulegen habe. Icb muss mich nämlich gut und geschmackvoll kleiden, um meine Geschichte glaubwürdig zu machen, Sie verstehen! «Was, Sie wollen schon gehen? O, nicht doch! Sie haben mein Frühstück bezahlt, bleiben Sie nun und trinken Sie eine Flasche und rauchen Sie eine Cigarre mit mir. Ich besitze schon ein kleines Surplus meines Rasiergeldes für diese Woche.» — Die Einladung wurde angenommen, und der Reporter musste nachher gestehen, dass er selten eine anregendere Stunde erlebt hatte, als diese mit dem Manne, der von seinem Barte lebt. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Sanctioniertes Landesgesetz.) Seine Majestät der Kaiser hat mit Allerhöchster Entschließung vom 20. März dem vom krainischen Landtage beschlossenen Entwürfe eines Landesgesehes, womit die §§ 5, 6 und 7 des Landesgesehes vom 20. Juli 1862 (L. G. Bl.Nr. 12), betreffend die Bestreitung der Kosten zur Herstellung und Erhaltung der katholischen Kirchen« und Pfründengebäude, dann zur Veischaffung der Kirchenerforbernisse, abgeändert werden, die Allerhöchste Sanction zu ertheilen geruht. — (Die Fußwaschung.) Wie alljährlich am Gründonnerstage, hat auch gcstern vormittags Se. Excellenz der Herr Fürstbischof Dr. Missia in der Domtirche zu St. Nikolaus die Fuhwaschung an zwölf Greisen vorgenommen, und zwar an: Blasius Marincic, 83 Jahre alt; Kaspar Iancar, 82 Jahre alt; Matthäus Levec, 82 Jahre alt; Franz Vrodnil und Johann Tonija, je 79 Jahre alt; Anton Fajdiga und Matthäus Verhovec, je 77 Jahre alt; Mathias Verhovsel, 76 Jahre alt; Anton Pance, 72 Jahre alt; Josef Verbinec. Johann Kopac uud Andreas Sever, je 68 Jahre alt. Nach der Ceremonie wurden die Greise bewirtet und befchenlt. — (Große Stiftungen.) Der czechische Reichs-rath«' und Landtags.Ubgeordnete Naurath Josef Hlavka, der bekanntlich vor einiger Zeit 200.000 fl. zur Errichtung einer czechlschen Akademie der Wissenschaften gespendet hat und sein Vermögen überhaupt zur Förderung gemeinnütziger und humanitärer Zwecke verwendet, hat, wie aus Prag telegraphiert wird, eine Stiftung von 500,000 fl. zum Besten verwaister und verwahrloster Kinder gemacht. Baurath Hlavla hatte seine Studien in Wien unter Van der Null und Siccardsburg gemacht und war bei der Durchführung der Stadterweiterung in Wien längere Zeit als Architekt thätig. — (Die Auswanderung nach Amerika) hat in der letzten Zeit leider bedeutend zugenommen, und verlassen namentlich zahlreiche Unterkrainer ihre Heimat, um jenseits des Oceans Erwerb zu suchen. Ob sie denselben auch finden, ist freilich eine andere Frage, die durch eine Nrwyorler Zuschrift der «Dolenjsle Novice» in beherzigend werter Weise wü' folgt illustriert wird: «Seit langen Jahren schon lebe ich in Almrika und habe von meinen Landsleuten, namentlich von Unlerlrmnern, bittere Klagen darüber vernommen, dass sie von gewissenlosen Agenten, ins» besolidere vom Vertreter des Norddeutschen Lloyd, be« schwindelt worden find, indem ihnen Amerika als ein Paradies geschildert wurde. Nach ihrer Ankunft hier« selbst erfahren sie freilich, dafs dem nicht so sei, aber dann sind Klage und Reue meist zu spät. <« 5ft «w wahre« Vlück. daft die k. l. Landesregierung in dieser Richtung sich zu energischen Maßregeln ent« schlössen hat. Es ist in der That die höchste Zeit, dass die Regierung der systematischen Ausplünderung unserer armen Landsleute seitens verschiedentlicher Agenten Einhalt gebiete.» — (Kunst- und historische Denkmale.) In der jüngsten Sitzung der Centralcommission für Kunst» und historische Denkmale berichtete Correspondent Rittmeister Venesch über neu aufgefundene Fresken in der zur Demolierung bestimmten Pfarrkirche zu Veldes, dann über das Nilolaus'Kirchlein bei Auersfterg. Die t. t. Forst» und Domänenverwaltung in Görz übersendete die Pläne der ehemaligen Stiftskirche zu Landftraß, die als sehr interessant erkannt wurden. — (Unfallversicherung.) Anlässlich einer Eingabe hat das Ministerium des Innern ertlärt, dass die bei nicht autorisierten Architekten bediensteten Bau» techniker der Unsallversicherungspsticht unterliegen, sofern dieselben bei der Ausführung von Bauten (Ueberwachung und Collaudieruug der Bauausführung) beschäftigt sind. — (Aus dem Gerichtssaale.) Man meldet uns aus Wien: Der 19jährige Vauerssohn Marcus Mat« kovic aus Krain, welcher von der Vezirtshauptmann-schaft Tschernembl die Bewilligung zur Vereisung des Inlandes erhalten hatte, jedoch unter dem Verdachte, dass er nach Amerika auswandern wollte, hier verhaftet wurde, wurde wegen versuchter Entziehung von der Stellung«. Pflicht nach § 45 des neuen Wehrgesehes zu vierzehn-tägigem Arrest und 10 fl. Geldstrafe verurtheilt. — (Aus Rud 0 lfswert.) In den Verwaltung«, rath des «Narodni Dom» in Rudolfswert wurden ge» wählt die Herren: Dr. Albin Poznik, Adolf Pauser, Johann Krajec, Andreas Senelovic und Victor Rohr. mann. — (Gemeinde wahl in Log.) Bei der Neu« wähl des Gelneindevorstandes der Ortsgemeinde L 0 g im politischen Bezirke Laibach wurden gewählt, und zwar Johann Cuden, Gasthaus» und Grundbesitzer in Drago» mer, zum Gemeindevorsteher, Franz Selistar, Grund-besitzer zu Lukowitz, und Johann Remskar, Grundbesitzer in Log, zu Gemeinderäthen. — (Von der technischen Hochschule in Graz.) Der ordentliche Professor an der Brünner tech-Nischen Hochschule Josef Bartl ist zum ordentlichen Professor für Maschinenkunde, Maschinenbau und theoretische Maschinenlehre an der technischen Hochschule in Graz ernannt worden. — (Selbstmord.) Wie man uns aus Stein berichtet, hat der 48 Jahre alte Grundbesitzer Franz Susnil in Münkendorf in einem Anfalle von Geisteszerrüttung seinem Leben durch Erhängen ein Ende ge. macht. Susnit hinterlässt sechs unmündige Kinder. — (Steiermär tische Sparcasse.) Die steiermärlische Sparcasse hat im Jahre 1869 einen Reingewinn von 425.085 fl. erzielt. Die Einlagen be-trugen 34 9 Millionen Gulden gegen 33 Millionen im Vorjahre. Aunst und Aiteratu^. — («Illustration.») Das Heft 11 dieses illustrierten Familicnblattl's bringt die Fortsetzung der Erzählung von Elie Berthct «Der Abgrund», des Romanes «2000—1889» ein Rück« blick aus dem zwanzigsten Jahrhunderte von Edward Bellamy und den Schluss der Memoiren eines Publicisten von Vlowih; ferner ein Lied von Dr. Hans Paumgartxer: «Die Drossel» Gedicht von Uhland, An Illustrationen enthält das Heft auker dem Umschlagbilde zwei Farbendrucke «Flirtation» und «Die Schmollenden», ferner an Schwarzdruckbildern «Aurora und Amor», zwei Scenen aus Sibirien: «Schlittenfahrt über Eis. selder» und «Einbruch auf dem Eise des Ienisey», «Karl XII. beschimpft die Leiche seines Todfeindes Fleming im offenen Sarge» nach dem Gemälde von Edrlfelo, «Spanische Straßen, scenen», «Im Dickicht» und «Curso auf dem Hafenquai in Florida mit dem Ausblicke auf das Caraibische Meer». — (Eine gute Eisenbahnkarte der Monarchie ist heutigen Tages für jedermann geradezu ein Bedürfnis, da es bei der großartigen Vervollkommnung und Ausdehnung des Communicationswesens, sowie in Anbetracht der vielen, alljährlich dem öffentlichen Verkehre übergebencn neuen Linien unmöglich ist, sich ohne eine solche in Bezug auf die fertigen oder in Bau befindlichen Linien, über die Kilometer-Distanzen, über die den verschiedenen Gesellschaften ungehörigen Linien und die Bezirke der Betriebsdirectionen der österreichischen und ungarischen Staats» bahnen oder über die Wahl der kürzesten Route zu orientieren. Kommen dazu noch so wichtige und einschneidende Veränderungen, wie z. B die in beiden Reichshälsten fortschreitende Verstaatlichung, die Eröffnung des directen Schienenstrana.es Wicn- ^^"M^^39-0^ ^UMÖ7WnW'"^Ilter^ ^B 3.2 » N. ! 733 6 11 6 NO. heftig yeiter 9 . Ab. 733-4, 9 4 NO. heftig j ganz bewöl"^, Reif, heiler; nachmittags zunehmende Bewölkung. 7.?', intensives Aliendroth. — Das Tagcsmittel der Temp""'" um 04° unter dem Normale. —^ Verantwortlicher Redacteur: I. Mtuöl!l.!l.6MMME Maßstab 1:75000. Preis per Blatt 50 lr., 'N ^'" auf Leinwand gespannt 80 lr. «ABÜ Jg.«. Kleinmayr H M. «amwgs «ulllM in Haibach.______ D Mary Malitsch. geb. Nalenta^ gibt '"A ^ ncn und im Namen ihrer unmündigen ^'" ^„h M' W und Mary allen Verwandten, Freunden « ^, W kannten die tiefbetrübende Nachricht von °. ^„gS" W scheiden ihres innigstgeliebten Gatten, vez' >, ^ weise Vaters, des wohlgcbornen Herrn > Albert Malitsch W welcher am 2. d. M. um 2 Uhr nachmittag .^B >> langem, schwerem llciden, vcrs<-hcn '"^ . M '"' »> Sterbesakramenten, im 35. Lebensjahre > W Herrn entschlafen ist. s W wird hierselbst im Traurrhausc eingescgncl, ^ W Nahn nach Laibach überführt und dort^ ^hose W 4. d. M, um 4 Uhr nachmittags vom ^""^ >>N° W auf den ssriedhof zu St. Christoph übers»^ ^ W nach nochmaliger feierlicher Einsegnung « milisngrust beigescht werden. ... La^ M Die heiligen Seelenmessen werden » W in mehreren Kirchen gelesen werden. > > Abbazia am 2. April 1690. 611 Course an der Wiener Börse vom 3. April 1890. N°ch dem 0^«, l°ursbi°tte ^,, Veld Ware ^ staats-Aulchen. 2ilb«?^"l" ««"t° Wer . ' W'ze 500 fl. 138 »5 ,,8 75 ^N°I°2'^ - „»««"9 8« ^°t°'lb°r„,r'^°^ l" Silber . ,l? k« ,1» 50 belt« n,".°H'> ^>N f>. LM. . . «44-.. 247-— ""^°t!,! Gmiss, ,8«4 85 50 96-- « »>°l'4"„l,x) fi. Il-eeUl,?!« Veld Ware Gnmoentl.-Obliaationen (für 100 fi, IM.), 5°/„ aallzlsche...... 1044« 1,»5-4i» 5°/„ mährische...... 109 5« II« — b°/« »rain und Küstenland . . —-— — - 5°/„ nlcderösterielchische . . . 10V — ltd'- 5°/, stetrische......------------------- b°/n lioatlschc »lid slaoonilch« . —-— — — K"/» siebenbürgüche .... —-— —--. 5°/n Temeler Vanat .... —-. —-— b"/n ui,«ar,'...... 8» l<1 88 — Andere össcntl. Anlchen. Donau-Neg.'liusc b°/„ 100 fl. . l2<>-25 l2l - bill. «I'-lecho 1878 . . 106 — W7 — «nlehs» der Otadt G«r» . , llo— —- - «nlehf»! d, Etadtgemelnde Men iul>— lOß — Präm.-Nnl. d. Stabtgem. Men 14^ 75 l46L5 Vt>rscnbllu ll? — »8 — bto, . 4'/,°/». - - ll)U75 lNl-7«. bto. » 4°/, , . . 98-ll» 98SN dtu. Prüm, Vchuldverschr, 8°/, l08 KN l«9 — Oeft. Hypoldclcnbllnl l0j. »U°/, l0l Lü >»« Lb 0,st..!m„. Vanl Verl. 4'/,°/» - l<>1 20 0,1 8l> bett« » 4°/, . . loo ,0 lou 7» drtto 50jähr, » 4°/, , . K'Olo 1l>«-?0 Priorität-Obligationen (für lou ft.). sserdiullute Nordbllhn 0 »U icxi'?O »nlizüche 5»n Vüdbahn K «°/„..... >48-— 148 2b » il ü°/„..... ll»?!» 1«N 40 Una.'galiz. Vahn..... ll>tü« 10» 5l> Dlverfe Lose Lalbacher Präm..«lnleh, 20 ft. 22-75 2l «5 vfcnrr llolc 40 fi..... .., 5« «, 5,, Palffy.«°se 4« ^..... A^ °Z,^! NubolphcLose 10 fl....... . „. Naln.Üosr 4» fi. . . . »« - 6» - Kt.°G»no. «rsch d. Vodencrebitanftalt . 17— ,8 — »«ml - Nctien st. 8<»l'7b 3' L «"> Crcdttbanl, Allg. ung. ucxi fi. . »zs Lü »3? 4» Depositenbank, Allg. !z<»<> fi. . <98'?z >z<7?5 ct«co»,ptc Gss.,Ndrüsl. 5W fi, . z? fl. «. . . »l»'»0 »!»?(> 0esteri..unalll. Vanl 60« fl. , S42 — »44- — Unionbllnl 200 fl...... »4»-»b L4»?l. «erlthrsbllnl. »ll«. 140 fi, . . ISI50 1«8— Actim von Transport» Unternehmungen. lper Vtüll), Allisecht.Vllhn »lw fi. Zllbrr , 58 25 59 «5 Mölb-ssiuman. Vahn »00 fl. 3, ,ol-?k »02 «c. Vöhm. Nllidbllhü 150 fl, . . . K08 75 »10 — » Westbllhn 20« fi.. . . — — — — Vulchtichrader Vls. 50« ff. «Vl. ,«S8 1074 dto. M. U.) «0« ss. . 415 — «7 — Donau' Dampfschifffahrt »Ges., Oesterr. 500 st. «M. . . . ,4, ., »4? Drau.G«. sV.°Db.'Z.) »00 fi. E. 199 — »0U-— Dui'Vobenb, Eis.°V. 20« ss. «3. — — —- flerbinanb»'Noidb. I00N fi,IM, 2»«N »«ll> Gal.U fl. «LUber . . . ,L2 50 123 — Siid^lordb.«erb,-«,»»«fl.LPl. 2 — »0» — «Elcycermühl»,Papiers.u.V.»5 Ollsfen<.>G.,Oest,tnM«nI(i!'fl, 4«4-— 4»S-— iLaggon-lltihanft.. Alla.in Pest «U st......... 8"»i 80 ?b Wr. «augelelllchllft 10» fi. . . «s» >. g,- ^, Menlrberaer Zlegel'UctitN'Ves. ,7« 5» 177 50 Devisen. Deutsch« Plitz«...... 5« !>0 58-»a üonbon........ ll9»0ti»-7z Pari«......... 4? »U 47-37, Valuten. Ducaten........ t «4 »-se ^«.Francl-Ntülle..... »-4