^ KAH. Smnstag am I. Juni «8HS. Die Laibackur I.itnua" nschcint, mit Ausnahme d>>r Souil- uild Feiertag, täglich, uild kostet sammt dm Äcilagcn im Cumploir ganzjährc, l l fl.. halbjährig ö st. 3" kr., mil Kll-uzl'and i>n (ionn'^'ir ganzjährig l2 st., halbjährig 6 ss. ^,'ir vic Iilücllil»^ in's Hauj sino h a l b j ä h ci q :>0 kr. mehr zu cntricht.ü. M i t de r P osl p o rt »-jrci aan,jä h r i g, »ntcl Kr.uzband und qcdnlcktcr Adresse 1i fi., halbjährig 7 ss. 3«) fr. — In scra tion 6 ^cb ll h r fur ci>n> S^',i!t^!i^'ilc o^cr den 3t,ni,n dcrsrlbnl. fiir rin-maliq^' Ciüschaltullg 3 kr., fiir zwl'imali^c 4 kr., für dn'imali^ '> fr. C. M. Inscratc bis l2 Zeilen kustl'! l st. ffir :l Mal, .'>» kr. slir 2 Mal mw ^« fr. fiir l Mal einzuschalten. Zu dilftu G^bührr» ist »ach ?cn! „proviforischlii G^l'h>,' vc>ni N. Nov^nbcr l,^',^ fi,r ^»scrat,c'!l^''!^!!:vcl" noch <<> sr. für cinc j.'d^maliqc lfinschaltiinq lnn^.l ^» rechucn. Amtlicher Theil. ^3e. k. k. Apostolische Majestät babcu mit Allerhöchster Entschließung vom 16. l. Ms. dic bei der Mailänder Staatsbuchhaltuug in Erledigung gelangte Vize-Direktorsstellc dem dortigen Ncchnnngsrathe Io-sef Tornaghi allergnädigst zu ucrlciycn gcrnht. Dcr Minister des Innern hat im Einvernehmen mit dem Iustizministcr den Bezirkskommissär Johann Vousck znm Adjunkten eines gemischten Bezirksamtes in Böhmen ernannt. Dcr Minister des Innern hat den Bczirksvor- stehcr zu Numa, Laurruz Holzcr, znm Stattbaltc- ' rcisckrctärbei der serbisch-bauatcr Statthalterei ernannt. Das k. k. Finanzministerium hat die Koutrollor-stelle dcr k. k. Zcutralkasse in Mailand dem Koutrol-lor dcr Landcshauptkassc in Zara, Pcter Piuctta. verliehen. Hente wird ausgegeben und versendet: das Lau» des - Regierungsblatt für das Hcrzogthnm Krain. Erster Theil. XVl. Stück. VlI. Jahrgang 186«. Dasselbe enthält nnter Nr. 72. Dic Verordnung dcr k. k. Ministerien des Innern nnd dcr Justiz vom 17. März 1833, womit dic Amts'Instruktion für die rein politischen nnd für dic gemischten Bezirks' und Stuhlrichterämter erlassen wird. Laibach am 2. Juni 1883. Vom k. k. Nedaktious-Vureau des Landcs-Ncgiernngs-Vlattcs für Krain. Protokolle der Wiener Konferenzen. (Fortsetzung.) Protokoll ?tr. XZT3. Wien, 2l. April 1866. Anwesend: Fiir Oesterreich, Hcvr Graf Vuol.Schaucnstein ?c. :c. nnd Herr Freiherr v. Prokesch -Osten x. :c. Für Fra,,kreich, Hcn-Drouin d e L h n y s nnd Hcrr Baron B o u r q'u c-uey :c. :c. Fiir Großbritannieu, Herr Graf v. Wcstmorcland :c. :c. Fiir Nußland, Herr Fürst v. Gortschakoff :c. :c. nud Herr v. Titoff ^- 'c. Fiir die Türkei, Aali P a seh a nnd Aarif ^sfcndi :c. :c. . Herr Graf Vuol eröffnet die Sitzung, indem ^„^gt, daß er über Antrag dcr russischen Bevoll-'"achliglcn, welche erklärt hatten, daß sie neue Mit-M'ilungm zn machen hätten. dic Mitglieder dcr Kon-'^'^uz cingeladeu habe, sich zu versammeln. Herr Fürst Gortschakoff hält darauf, festzu-'tellcn, daß es dic Bevollmächtigten Nußlands sin^, Wclchc in h^- j2. Konferenz den letzten, dic Lösung ^s drittcn Prinzips anstrcbcndcn Vorschlag nicderleg-lc>l und daß sic cs sind, welchc zn demselben Zwecke neue Idccn vorlegen. Vor Entwickelung dcrselben glaubt er anf einc ^chaupwi^ des Herrn Ministers der auswärtigen "Ugclegknhettcn Frankreichs zurückkommen zn müssen, ""lchc i^ Protokolle Nr. 12 niedergelegt wnrdc und °"l)tn lautet: daß Nußlaud dem ottomanischen Reiche ^"uc U^t ^^,, Garantie geben will nnd daß Rnßland ^''^ welche im Artikel 1 enthalten ist, und in der ' Konfcrenz adoptirt wnrdc. auf eine Chimäre zn- d'^/^hrt habe. weil selbst in dem Falle, daß cine l lontrahirendcn Mächte in einc türkische Provinz '''gefallen scin ftlltc, Nußland nach dcr Interpreta- ,.,,.' "s Fürsten Gortschakoff sich darauf beschränken " . ftme guten Dienste auzuwcuden. Er hebt'hervor, daß dic Vcuollmächtigtcu Rliß> lands cinvcrständlich mit dcn andcren Mitgliedern dcr Konferenz das Prinzip anerkannten, dic hohc Pforte an dcn Vortheilen.des europäischen Einklanges Theil nehmen zu lassen und sic untcr die Aegidc des öffeut» lichcu Rechtes Guropa's zu stellen, daß sie endlich im Namcn ihres Hofes die Verpflichtung übernommen haben, dic Unabhängigkeit und territoriale Integrität des ottomanischen Reiches zn achten (r^pcc! nis nnd Adcn, und einen Kriegsfall ans jeder gegen irgend cincn von den lontrahirendcn Theilen gegen eines dieser Territorien gerichteten Augriff macheu? Er verweigert daher, dcr Verpflichtung, welchc er überuimmt. einc so große Ausdehnung zu gebcu, weil das Blut Rußlands nnr Nnßland gehört. Dieß will aber nicht sagen, daß Nußlaud sich ausschließend auf gute Dienste beschräuken werde. Die Unabhängigkeit der hohen Pforte ist nicht allein ein europäisches, sondern auch ein russisches Interesse. Wenn sie bedroht würdc, wäre Nnßland nicht dic letzte Macht, sie zu vertheidigen, aber cs rcservirt sich das Nccht, im vorkommenden Fall zu erwägen, ob znr Anwendnng seiner materiellen Hilfsquellen Gnind vorhanden sei oder nicht. Iudcm cr dcn speziellen Gegenstand der heutigen Konferenz in Angriff nimmt, stellt cr fest., daß der von den russischen Bevollmächtigten vorgelegte Plan nicht allein den Zwcck hat, dic Schwierigkeiten des Angenblickes zn lösen, sondern anch dic Unabhängigkeit dcr Pforte mit Garantien für dic Znkunft zn nmgcbcn. da dicser Plan jedoch vorzngswcisc aus dem Grnndc abgelehnt wnrdc, wcil cr auf cincm dem Souvcraiuetätsrcchtc dcr Pforte widersprechenden Prinzipe bcrnhte. dessen Ansrechthaltuug sic für ihrc Unabhängigkeit als nothwendig ansieht, cr die Lösnng in einer anderen Ordnung von Idecn gcsncht habe. Er liest dic Artikel 1 und 2, welche in Kopie beilie-gcn, wovon dcr cinc das Prinzip dcr Schließnng dcr Dardanellen neuerlich bestätigt, dcr andcrc dcr hohci Pforte stlbst die souverainc Entschcioung über jene Fällc überläßt, in welchem das Interesse ihrer Sicherheit Ausnahmen von dicscm Priuzipc crhcischcn sollte, nnd in welchem sic nach Umstäüttn dic F!ot< ten der Weltmächte oder jene Rußlands herbeirufen zn müssen glanbcn könnte. Herr Drouin dc Lh n n s hält, indcm cr dem Fürsten Gortschakoff antwortet, an den Worten fest, wclchc dieser cilirt hat. Er stellt von Neuem fest, daß Frankreich dic Verpflichtung übernimmt, nicht allein die Unabhängigkeit uud territoriale Integrität des ottomanischen Reiches zn achten, sondern auch sie achten zn machen, während Rnßland diese zweite Perpftich-tnng einzugehen sieh weigert. VetN'ffcnd die Regentschaft Tnnis, auf welchc Fürst Gorlschakoff anspielt, findet cr für seinen Theil keine Schwierigkeit, auch aus dieses Land dic Verpflichtung anszudehncu, welche cr einzugehen bcrcit ist. Was dic ncncn Propositionen dcr russischen Bevollmächtigten betrifft, so hat er schon in dcr I.chteii Konferenz crklärt, daß seine Instruktionen erschöpft seien, weil Nnßland die Beschränkung unter was iin->mr für cmer Form ansgeschlosscu hat. Er dehnt dic nämlich» Erklärung auf die hcutigcn Propositionen ans. Uuter diesem Vorbehalt macht cr bcmcrklich. daß diese Propositiouen so wenig das Aufhören des russischen Uebcrgcwichts im schwarzen Meer anstreben, daß sic sogar den F^ll vorsehen, in welchem die überwiegende Flotte feindlich anftreten würdc. ' Baron B o u rqu c u cy schließt sich iu Allein dcr Mcinuug dcs Hcrru Drouiu dc Lbnys an. Lord Wcstmoreland bezieht sich "»if dic Erklä-inng. wclchc Lord John Nusscll i» der lctzcu Konferenz abgegeben hat nud die dahin geht, daß dic In- struktionen dcr Bevollmächtigten Großbritanniens er» schöpft seien. Was das Etablissement in Adcn anbelangt, von dem dic Ncde war. so stellt er fest, daß ftinc Regierung dort nichts gethan hat, was dcn Verträgen derselben mit der hohen Pforte zuwider wäre. Fürst Gortschakoff antwortet, daß sciuc Absicht, als er von Adcn sprach, nicht war, Nekrimiuationcn über dic Vergangenheit zu machen, sondern nur ci< nen hypothetischen Fall aufzustelleu. der geeignet wäre, dic äußcrstcn Kouscqnenzen zn zeigen, zu denen, uu« ter gcwifseu Eveutualitätcn, die territoriale Garantie des ottomanischen Reiches führen würde. Herr u. Titoff fügt dem Ekpoft seines Kollegen dcn Ausdruck dcr Hoffnung bci. die Konscrcnz wcrde anerkennen, daß die Hindernisse einer Annäherung nicht von dcn Bevollmächtigten Nnstlands herrühren, welche, weit entscrnt, sich in ein crklusivcs System rinznschließen, hcntc cincn Plan auf eiucr ncucu Ba> sis vorlcgeu. während dic Bevollmächtigten Frank» rcichs nnd Großbritanniens ihre Insttnktioncn als erschöpft erklären. Aali Pascha nnd Aarif Effcndi konsta-tircn, daß ihrc Instruktionen sic nicht in dic Lage setzen, dem Vorschlag des Bevollmächtigten Nußlands ihrc Zustimmung zn geben oder cinc Meinnng in dieser Beziehung anszusprcchen und daß sie sich gänzlich in derselben Stellung wie die Bevollmächtigten der aliiirteu Ma'chtc befinden. Graf Vuol nimmt Akt von dem ncucu russischen Vorschlag. Er sieht mit Befriedigung, daß in dem Artikel 1 das Prinzip der Schließung dcm der Ocffnung substituirt ist, welches früher vorgeschlagen worden war. Er denkt, daß Artikel 2. welcher dcm Snltan das Nccht vorbehält, zu scincr Hilfe eventuell die fremden Flottcu herbeizurufen und ausnahmsweise die Meerengen zu öffnen, einer praktischen Anwcndung fähig ist. Dcr Vorschlag schcint ihm dcr Grörtcrnng fähig, cr enthält in sich Elemente, aus denen Ocstcr« rcich vcrsuchcn wird, Nutzen zu zichm für einc An« nähcrnng; aber in dem Zustand dcr Skizze, in wel< chcm er sich noch befindet, könne cr ihn nicht als eiuc Lösung und selbst nicht als einc Lösnngs - Grundlage betrachten. Baron Prokcsch sagt, daß, wcil in den rc« spcktivcn Stelluugcn dcr Mächte Ungleichheit obwaltet, es schwer sein wird, das Prinzip der Gegenseitigkeit, anf welchem dcr Art. 2 bcrnht. znr Gcltnug zu briu» gcu. Niemand wird argwöhueu. daß Oesterreich einen Äugriff auf dic Unabh'ängigkcit oder die territoriale Integrität der Pforte machcu wollc. Als die Seemächte im Einklänge mit Rnßland znr Befreiung Gricäicnlands znsammcnwirktcn, zogcn sic darans kcinc territoriale Vergrößerung. Zum Eutgelt hat Nußland in einer Ncihc vou Kricgcn, dic cs im Laufe cmes Iahrhuudcrres gcgcu das ottomanische Rcich gefübrt hat. demselben Proviuzcn auf Provinzen wcggcnom-inen. Dcr Gang, dcn cs im Jahre 1863 verfolgte, enthält, nach dem Urtheile dcr Mächtc, wclchc die Wicner Protokolle unterzeichnet haben, schwere Gefahren sowohl für die hohc Pforte als für Europa. Es siud diese Gefahrcu, gegen welche sic sich hcutc vorzusehen suchen. Da die rcspcktiven Stellnngen nicht gleich siud. so ist cs nicht an Nnßland, Garantien zu suchen, cs hat dcrcn nicht nöthig, weder für sich selbst, weil cs diesclbcn in scinen eigenen Kräften findet, noch für die bohe Pforte, die uach dieser Seite lnu keine rekla» inirt; aber cs ist gerecht, daß die alliirten Mächtc solche von Rußland im Iutcrcssc dcr Pforte und gcgm die Wicdcrkehr vou Gcfahreu verlangen, welche für ganz Europa ciuc Ursache so schwerer Wirren und so ungeheurer Opfer gewesen sind. Vom praktischen Standpnnktc ans findet cr, daß dic russische Flotte, um cvcntuell im Stande zu scin. dcr hohen Pforte wirksamen Beistand lcistcn zu kön« ncn, sehr stark scin müßtc. Sonach hätte der Art. 2 nnr dic Wirkung, dic Gcfahr, um deren Bccndigunq cs sich handelt, für immer zu erhalten. Fürst Gort s chakoff antwortet den österreichischen Bevollmächtigten und stcllt fest, daß dcr Eut« wurf, den cr heute vorgelegt, mchr als ciuc Skizze 543 ist; er hat dm Werth einer reellen Grundlage- er strebt nicht nnr die Lösung der gegenwärtigen Verwickelung an, sondern umfaßt auch Vorausbestimmuu-gcn für die Zukunft; seine Ansführnng wurde dem Ucbcrgewichtc Rußlands im schwarzen Meere ein Ende machen und dem Bestände der Türkei ucuc Garantien bieten. Der Art. 2 macht aus der Neziprozität keine absolute Nothwendigkeit, er anerkennt die Autonomie der hohen Pforte, indem er sie zum einzigen Richter über die Gefahren macht, welche ihr drohen könnten, und indem er die vollste Freiheit in der Wahl derjenigen läßt, welche sie zur Beschwörung dieser Gefahren herbeirufen wolle. Die dem Sultan vorbehaltene Berechtigung, auch an den Beistand Rußlands, falls ihm dieß angemessen erscheine, zu appclliren, sehe nicht » pl-im-i voraus, daß dieses im schwarzen Meere eine überwiegende Seestreitmacht unterhalten müsse. Uebri-gens glauben die russischen Bevollmächtigten, daß sie, indem sie zuerst das min-^ cl^um (geschlossene See) vorschlugen, den uuläugbaren Beweis ihres aufrichtigen Wunsches, das allgemeine Einverständnis zu erlcichteru, gc> geben haben. Graf Vnol bemerkt, daß er, als er dem russischen Projekte keinen andern Werth, als den einer Skizze beilegte, von der Grwägnng ausgegangen sei, daß dieses Projekt nur dic Mittel vorschlägt, dem russischen See-Uebergewichte ein Eude zu machen, sobald es sich bis zu den Verhältnissen einer uutcrträg-lichen Gefahr erhoben haben würde, daß es aber keineswegs die Absicht hat, dem Ucbcrgcwicht in permanenter Weise uud bei dem gewöhnlichen Stand der Dinge ein Ende zu machcu. Fürst Gortschakoff erwiedert, daß seiu Projekt, wenn es mit den Prinzipien, auf dic er eiugegaugcn ist und die darauf abzielen, die hohe Pforte unter die Aegidc des öffentlichen europäischen Rechts zu stel> lcn uud ihre Unabhängigkeit nud territoriale Integrität zn achten, kombinirt würde, ihm den Werth eines vollständigen Werkes zu haben schciut. Herr Drouiu de Lhuys stellt fest, daß dic Lö-suug, welche Frankreich geltend zn machen gewünscht hätte, geeignet gewesen wäre, dic von wo immer her kommende Gefahr zu beseitigen. Jetzt ist von Nichts als davon dic Rede, Garantien gegen dic Gefahren, welche die Türkei von Seite Nußlauds bedrohen, zu suchen. Es genügt nicht, Mittel vorzuschlagen, um eventnell einem Konflikte, wenn derselbe schon zum Ausbruche gekommen, ein Ende zu macheu; man muß die Möglichkeit eines Konfliktes beseitigen, da jeder Konflikt Europa in Verwirrung stürzt.' Indem das neue russische Projekt die Ungleichheit der Streit-kräftc im schwarzen Meere bestehen läßt, beruhigt es Europa nur über den Ausgang der Konflikte, dic entstehen könnten. Frankreich yat, um ihre Möglichkeit zu beseitigen, dic Verpflichtung vorgeschlagen, der territorialen Integrität der Türkei Achtung zn ucrschaffcu. Diese Verpflichtung, der sich Rußland entzieht, war für die hohe Pforte eine ernstere Garantie, als der ihr in Aussicht angebotene Beistand; denn wenn dic russische Flotte stark ist, so werdeu dic ihr entgegenzustellende:! Streitkräftc noch beträchtlicher sein; ist sie aber schwach, so wird der Beistand, den sie zn leisten im Stande sein wird, nicht wirksam sein. Fürst Gortschakoff stellt fest, daß das Gegengewicht gegen das russische Ucbcrgewicht in dem Rechte des Sultans liegen würde, fremde Flotten zn seinem Beistände heroeizurufen und das dic solideste Garantie für die territoriale Integrität nnd dic Unabhängigkeit der Pforte in ihrem Eintritt in den europäischen Einklang eutbaltcu sei; daß andererseits der Beistand einer achtungswercheu russischen Flotte im schwarzen Meer in seinen Augen eine wesentliche Bedingung sowohl des europäischen Gleichgewichtes, als auch der Unabhängigkeit der Pforte ist. Er nimmt ilbrigens Akt von dem Urtbeil, welches der Hr. Minister der auswärtigen Angelegenheiten Oesterreichs über den neuen russischen Vorschlag gesällt hat, indem er die Hoffnung anödrückt, daß die Bevollmächtigten Frauk-reichs nnd Großbritanniens, denen ihre Instruktionen zu seinem großen Vcdaueru dessen Diskutirung nicht gestatten, ihn ihren Höfen unterbreiten werdeu und er zweifelt nicht, daß dic ottomauischcn Bevollmächtigten dessen Wichtigkeit nnd Vortheile hoch genug anschlagen, um sich zu beeilcu, von der hohen Pforte Wcisnngen über diesen Gegenstand zu verlangen. Kerr Drouin dc Lbuys anerkennt mit dem Gra» fcn Vuol, daß das russische Projekt keiuc Grnndlage ist, daß cs höchstens ein Element einschließt, in dem Sinne, daß das Prinzip der Sperrung dem der Eröffnung vorzuziehen ist. Sciue Instruktionen gestatten ihm nicht, cs so, wie es jetzt ist. zu diskutireu, und eben so wenig würde er darauf eingehen, cs nach Paris zu bringen. Baron Bourqueney konstatirt, daß die Lage durch dic neuen Vorschläge nicht verändert ist, und er macht seine Vorbehalte, damit das Schweigen, das er sich freiwillig auferlegt, nicht als, eine Zustimmung gedew tct werden könne. Graf Wcstmoreland spricht sich in eben demselben Sinne aus. Herr u. Titoff macht bcmcrklich, man scheine zu sehr zu vergessen, daß dic dritte Garantie znm Zwecke hatte, dem maritimen Uebcrgcwicht Nußlands im schwarzen Meer ein Ende zu macheu. indem mau gleichzeitig die Unabhängigkeit und Autonomie der h. Pforte stärkt. Dieser doppelte Zweck scheint ihm mehr durch 5as russische Projekt, als durch das Priuzip der Beschränkung, welches seine Gegner aufrecht halten, gesichert zn sein, da doch Nußland gewiß, wenn cs oic cyrgcizigcu Pläne hätte, die man ihm zuschreibt, selbst Gründe gehabt hätte, eine gewisse Beschränkung, welche sich übrigens iu der Prans ans der Natnr der Dinge ergibt, einer Kombination uorzuzicheu, dic das schwarze Mcer den frcmdcn Flotten öffnet, sobald dic h. Pforte sich bedroht glauben sollte. Nachdem die Herren Bevollmächtigten Oesterreichs gesagt hatten, daß sie dieses Grundes halber gewünscht hätten, die Idee, eine direkte Verständigung zwischen den Uferstaatcn über eine wechselseitige Beschränkung ihrer Scekräftc im Schoße der Konferenz hcrbeizn-führen, angenommen zu sehen, stellt Fürst Gortschakoff auf, daß cs eine andere Sache sei. deu praktischen Werth cinrr direkten Verständigung über eine wcchsel» scitige Beschränkung zu würdigen, wie es Herr vou Titoff zuerst gethan hat, uud eine andere Sache, Nuß» laud diese Beschränkung mittelst einer Unterhandlung im Schoße der Konferenz anfzwingcu zu wollen, ein Gang, der ihm nicht praktisch erscheint, uud welchen die ottomanischcu Bevollmächtigten übcrdicß abgelehnt haben. Herr Drouiu dc Lhuys spricht die Vaterschaft der Idee einer direkteu Verständigung für sich an, inrem er hinzufügt, daß Aali Pascha keine Einwcu-onng gegen dic Form gemacht habe. unter welchen er selbst dieselbe vorgeschlagen, sondcrn, daß er sich nur einer Verständigung außerhalb der Koufereuz cutge« geugcstellt habe, als widersprechend der wechselseitigen Verpflichtungen, welche dic Alliirten unter sich eilige« gangen sind. Fürst Gortschakoff erinnert, daß Herr v. Titoss ieiuerseits ein Gewicht auf deu Uuterschied gelegt habe, welcher zwischen Erörtern und definitiv Abschließen besteht. Aali Pascha spricht dic Mcinnug aus, daß. nachdem der dritte Punkt gcmmisam augcuommen wuroe, dic Grundlage des Arrangements, welches die Lösung herbeiführen'soll, auch uicht audcrs als gemeinsam im Schoße drr Konferenz festgestellt wcrdcn könne; daß direkte Unterhandlungen mit deu Bevoll» mächtigteu Nußlauds in Bezug auf diese Grundlage den wechselseitig zwischen den alliirten Mächten ringe« gangcnen Verpflichtungen widersprechen würden, und daß man nun bezüglich der Details auf dic Form, um welche es sich jetzt handelt, zurückkommen könnte. Herr Droniu dc Lhuys stellt fest. daß seiuc Idee den drci wescutlicheu Gesichtspuukteu Rcchnuug trage, 1. die Sicherheit der Alliirten in deu allgemeinen Vertrag einzuschalten. 2. dieser Garantie dic Form einer direkten Verständigung zwischen den Uferstaateu zu haben, und cudlich zu hindern, daß keiner der Al> liirteu sich in ein separates Arrangement einlasse. Da Graf Vuoi für jedcu erwünschten Fall vou den beiden in den vorgeschlagenen Artikeln deponirten Prinzipien Akt nahm, macht ihm Fürst Gortschakoff die Bemerkung, eaß man nicht vergessen dürfe, daß diese Prinzipien sich innig an die Annahme der Gc> sammthcit des Planes knüpfen, den er vorgelegt hat. Da Freiherr v. Prokesch anf die Frage des Sinnes zurückkam, welche mit der von den kontrahirenden Mächten der hohen Pforte gewährten Garantie zn verbinden sei, konstatirt Herr Dronin dc Lhuys, daß er schou die geringe Solidität der Garantien hervorgehoben habe, welche Rußlaud für scincu Theil dem ottomanischen Reiche anbiete. Weun dessen Integrität zu Lande verletzt würde, verpflichtet sich Nußland nicht, sie zu vertheidigen, sondern nur seine gutcu Dienste einzulegen; wenn cs von der Sccscitc äuge» griffen wüwc, läßt Nußland dic cvcntuelle Hilfe seiner Flotte hoffen, indem es verlangt, daß sie iu das mittelländische Meer einlaufen dürfe. Nachdem Fürst Gortschakoff geantwortet hatte, daß eine ausdrückliche Verpflichtung nicht nöthig sei. da cs das Interesse Rußlands erheische, dic Unabhängigkeit der Pforte zu vertheidigen, macht Herr Drouin dc Lhuys bemerklich, daß cs sich hicr nicht nm Interessen handle, welche aus der geographischen Lage hervorgehen, sondern um positive Stipulationeu. Aali Pascha stellt fest. daß nach dein Wortlaute der cinzugehendcu Verbindlichkeit, jeder zwischen der hohen Pforte und einer der koutrahirendcu Mächte entstehende Konflikt als eine Frage vou europäischem Iutercssc zu betrachten sei, daß daher die Fälle, iu welcher die gemeinsame Garantie den Krieg nach sich ziehen könnte, nicht leicht unmittelbar bevorstehend seien. Da Fürst Gortschakoff die Hoffnung ausdrückte, daß die vou dcu Bevollmächtigten Ruß'auds vorgetragenen Ideen in ernste Betrachtung genommen wer. den würden, erklären dic Bcvollmächtigtcn Frankreichs, Großbritanniens nnd der Türkei nur bei ihrer erst-u Erkläruug beharren zu können. Graf Buol erneuert, sie rcfumircnd, die von ihm gesprocheneu Worte, uud fügt bei, daß das vou dem Herrn Minister der auswärtigen Angelegenheiten Frankreichs entwickelte, von den Bevollmächtigten Nußlands abgelehnte Projekt ciu vollständiges' und wirksames System enthält, daß er aber dasselbe nicht von den hcnte vorgelegten Vorschlägen sagen möchte; daß Rußland, indem cs dcr gcmcinsamen Garantie nur den Werth einer Verpflichtung, die Unabhängigkeit und territoriale Integrität des' ottomanischen Reiches nicht anzugreifen, beilegt, dieselbe im Gruudc auf eine Pcr< bindüchkcit reduzirt, welche sich so zu sagen von selbst versteht; dap dic vorgeschlagene Kombination, um zu einer Anwendung auf den Grundsatz des Aufhörcns des russischen Ucbcrgcmichts im schwarzen Meer zn dienen, sich auf das dem Sultan vorbehaltene Nrcht be< schränkt, dic fremden Flotten zu seiner Hilfe herbeizurufen, sobald das Ucbergewicht dcr russischen Flotte für ihn bedrohlich würde, was schließlich nnr die Chancen des Konfliktes vermehren würde; daß im Ganzen genommen die russischen Vorschläge uur als oic Träger vou Prinzipiell betrachtet werden können, dic geeignet sind, in ciu allgcmcincs nnd vollständiges System aufgenommen zn werden. Herr Drouiu de Lhuys pflichtet iu alleu Theilen deu Aeußerungen des Grafen Buol bei. Die ottomanisehcn Bevollmächtigten pflichten den< selben ihrerseits ebenfalls bei. Im Augenblick des Schlusses der Sitzung kon< statirt Fürst Gortschakoff, daß dic russischen Bevollmächtigten in ausgedehnter Weise ihr Wort gelöst, indem sie mehrere Arten dcr Lösnng vorgeschlagen habcn. (Folgen die Unterschriften.) Beilage zum Protokoll Nr X»33. Artikel 1. Dcr Grundsatz dcr Schlicßuug der Meercugen des Bosporus und dcr Dardanellen in Friedenszeit, festgesetzt dnrch die ehemalige Gesetzgebung der hohen Pforte und durch deu Vertrag vom 1. (1A.) Juli 1841, bleibt in voller Kraft. Artikel 2. Sc. Hoheit der Sultau behäll sich das Recht vor, unter dem Titel einer trausitorischeu Ausnahme die Meercugcu der Dardanellen und des Bosporus den Flotten dcr sremvcn Mächte zn öffnen, welche dic h. Pforte herbeirufen zu müssen glaubt, sobald sie ihre Sicherheit für bedroht hält. Laiback, 1. Juni. X.— Heute ist uns die erste Nummer des bcl« letristischcu Journals „ Der Aufmerksame " zugekoni' meu. das in Graz unter dcr Redaktion dcs anerkannt tüchtigen Redakteurs der „Grazcr Zeitung«, K. W-Martini bei A. Leykam's Erben erscheinen wird. „Dcr Aufmerksame", der dnrch dreißig Jahre die „Grazcr Zntnng" begleitete, lebt noch in dcr freund-lichften Erinnerung, nud wir begrüßen dessen Wie< dercrschcincn recht herzlich, indem wir ihm scinen ebe« maligen Aufschwung und jene Beliebtheit wieder wü»' schen, die er nnter der Leitung des unvergeßlichen Kollmaun errungen und genossen. Ai Lb H? ^ e^ H5 H5 «l^ 3 H^l> Die Z irknlar - Dcpesche. mittelst welcher Sc. Exzellenz Hcrr Graf Buol dic Wie' ncr Konfcrcn z>Proto?ollc an dic k. k. G^ sandten bci dcn dcutschen Höfcn gesendet hat, lalltet folgendermaßen: Wien, 14. Mai. Eu...... Dcr Entschluß dcr k. großbritaniN' schcn Ncgicrung, dic Wicncr Konferenz-Protokolle dem Parlamcntc vorzulegen, briugt dic scithcr a/-pflogcucu Fricdcusuntcrhaudlungcu in ciucm Aug^ blicke an dic Offcntliehkcit, in wclchcm dicsclbcn nicht als geschlossen betrachtet weiden können. Am Schlnssc des Protokolls dcr 12tcn Konft' renzsitzung hat Oesterreich erklärt, daß cs dic Mittel, dic Untcrhandluugcu übcr dcn 3tcu Garantiepunkt einer Lösnng cutgegeuzuführeu. noch uicht, als ci> schöpft bctrachtc. und daß cs bcsondcs sciuc Aufgab/ dariu crblickc. sich mit dcr Aufsuchung dcr MooaU' tätcn cincr Aunahcruug zu beschäftigen. Dic Vc' vollmächtigtcn Fraukrcichs und Englands habeu ihl^ scits zwar ihre Instruktionen für erschöpft, uicht ab"' dic Unterhandlungen für geschlossen crklärt, und ncul)' dcm hieraus durch das spätcrc Protokoll Nr-dic Ablehnung cincs^ von Nußland ausgcgaugl' Vorschlages koustatirt wordcn war, hat ^'^. reich sich entschlossen, der crnstlichsteu Erwägung ° Höfe vou Paris und London ncnc Vorschläge v traulich anzuempfehlcu, in wclchcn cs cinc l")^ und vollständige Vcrwirklichnng des drittcn G"""I^ punktcs zu erkennen glaubt, uud die Sc. MaM 543 dcr Kaiser, nnscr allergnädigstcr Herr, für geeignet! hält, dem Pctcröburger Kabinet als Ultimatum uorgclegt zu w^'rdcn. Die letzten Konferenz.Protokolle haben mithin dic Untcrhandllingen »och schwebend gelassen, nnd das kais. österreichische Kabinct an seinem Theile würde in diesem Augenblicke noch Bedenken getragen haben, aus der'pflichtschuldigen Zurückhaltung hervorzutreten, 'die es im Interesse des für Alle gleich wichtigen Zwecks sich auferlegt hat. Unsere Absicht ist aber stets dahin gegangen, unsere deutschen Bundesgenosse!?, sobald es uns erlaubt sein würde, vollständig von dem Gange der Fricdensunterbandlnngen zu unterrichten, und wir würden es für unvereinbar mit un,crn Ge,lnnnn-geu als deutsche Buudesmacht gehalten habeu, mit der Ausführung dieser Absicht auch nur einen Augenblick länger zu' zögern, als dic Rücksicht aus den nn-gestörten Verlauf dcr schwebenden Unterhandlungen es uns zu erfordern geschienen hätte. Dic im englischen Parlamente geschehene Ankündigung der Vorlagen der Protokolle mußte es uns daher angemessen erscheinen lassen, unsererseits den Drnck der Aktenstücke behufs dcr Mittheilung an dic Regierungen Deutschlands zu veranstalten, und Sic erbalteu hiermit den Auftrag, die beifolgenden amtlichen Protokolle sammt einer Abschrift des .gegenwärtigen Erlasses der :c. Regierung zuzustellen. Da wir zu dieser Mittheilung schreiten, ehe dcr Ausgang der noch nicht abgeschlossenen Unterhandlungen feststeht, so können wir mit derselben vor» crst mir den Zweck der Erfüllung cincr schuldigen Rücksicht vcrbiuden. Wir knüpfen daran für jetzt noch keine. Aeußerung übcr die Lage der Dinge. In knrzcr Frist dürften wir aber in dic Lage kom» men, den Regierungen des deutschen Bundes ausführlich unsere Ansichten darzulegen, auf welche dic Antwort dcr Kabincte von Paris nnd London auf unsere oben erwähnten Vorschläge nicht ohne Ein-finß bleiben kann. Empfangen ?c. G. v. Vnol. Wien, 27. Mai. Das Justizministerium hat entschieden, daß Advokaten und Notare von der Ver» bindlichkeit, sich al? Gerichtszeugen verwcndcn zn lassen, befreit sind. — Das Ministerium hat angeordnet, daß die Zeit dcr Verjährung der Uebertretuugen des Forst-gcsctzcs unter Aufrechthaltung früherer bezüglicher Vc-stimmnngen von drei anf sechs Monate ausgedehnt werde. — Dic Freunde dcr Wissenschaft machen wir anf eine neue litcrarifchc Erscheinung aufmerksam, dic sich auf einem bisher wenig bearbeiteten Gebiete bcwcgt. Es ist der «Verslich einer Geschichte der Pstanzcnänderung (abgedruckt in dem Osterprogramm für 183.') des herzoglichen Realgymnasiums zn Gotha.) Das bis jctzt erschienene erste Stück schildert im ersten Abschnitte, dic ohne den Willen des Menschen tbcils durch physikalische Agentien (Wind, Wellenbewegung, Flüsse und Meeresströmungen), theils durch Thiere, theils dnrch dic Anssaat des Getreides und durch den Handelsverkehr bewirkte Pftanzenvcrbrci-tnng; im zweiten Abschnitte dagegen die durch den Menschen nnd zwar zunächst durch die ostasiatischen Kulturvölker wissenschaftlich bewirte Verbreitung nnd Wanderung dcr Pflanzen. Graz, 3l. Mai. Ihre Majestät dic Kaiserin Elisabeth habcn geruht, der ehemaligen Stifts- nun. mehrigcn Pfarrkirche zn Nenberg eine vollständige Ka-sula von rothem Sammet mit kunstreich angebrachten Goldstickereien, worunter dcr Reichsadler nnd dcr ' Allerhöchste Namcnszug 15. mit dcr Krone sich ans» zeichnen, ncbst der dazu gehörigen Kclchbcdcckung zn spl-nden. Diese fromme Spende, deren Werth sich "uf Ein Tausend Gnldcu belauft, wurde im Auf-lwg>- Ibrer Majestät der Kaifcriu von Allerhöchstih-^w Obersthofmeistcr, Sr. Durchl. Fricdr. Fürsten v. ^l)urn nnd Taris, am 17. d. M. dcm Pfarrvorstandc überreicht. ^ Abermals hat cin höchst gemeinnütziges vaterländisches Unternehmen einen bedeutenden Schritt sci-"rr Ausführnng cntgcgcn gcmacht; wie wir aus siche-l'cr Quelle vernehmen, hat das k. k. Ministerium des Handels und der öffentlichen Bauten cincr Vereinigung schr ansehnlicher, oberstcierischer Gewerkcn dic ^cwilligung zu den Vorarbeiten für den Van einer ^okomotiv-Eisenbahn von Vruck nach Lcoben und ""n da über Trofayach nach Vordcrnberg ertheilt. -^ Dic bekannte Solidität dcr Untcrnchmcr, ^^ Gemeinnützigkeit des Zweckes, vor Allem aber ^ dcr Unternehmung großmüthig zugestandene un- lulgeltliche Benü^nng' des anf Staatskosten bereits "Maßten Van-Elaborates für die Eisenbahn in der .trecke Vruek-Lcobeu stellen cin rasehcs Fortschrci- en die,cs für dic Industrie nud dic kommerzielle Be- cguna, unsers Kronlandes so wichtigen Unternelnnens "' °lc günstigste Aussicht. ' (Grazer Ztg,) Olmüz, 23. Mai. Nach Meldnng der „N. Zig." liegt Se. fürstliche Gnaden der hochwürdige Herr Fürst - Erzbischof von Olmüz in Kremsicr an den Masern erkrankt darnieder. Frankreich. Rundschreiben des Grafen Walews ki an die kaiserl. französischen Gesandtschaften.' Paris, 23. Mai <8K5. Mcin Hcrr! Sämmtliche cnropäischc Plätter haben nach dem „Journal dc Saint-Pctcwbourg" das vom Hcrrn Grafen Ncssclrodc an die russischen Agenten an den fremden Höfen gerichtete, vom 10. Mai datirtc Rnndschreiben gebracht. Die Regierung des Kaisers hatte beabsichtigt, den offizicllcn Schluß der Konferenzen abzuwarten, nm dann cin Urtheil über ihrc Gesammt« hcit zn fällen; da jedoch das Kabinct von St. Petcrs-bnrg für gut gcfuudcu hat, ohnc wcitcrc Zögernng an dic öffentliche Meinung zu appellireu, so wird sich auch Niemaud ivuudern, lvcun wir ihm auf der Valm, dic cs cröffucte, folgen; ich meinerseits betrete sie mit allem Vertrauen, welches die Mäßigung nnd Loyalität unserer Politik mir cingcbcn können. Ich werde vor Allem an dic Umstände erinnern, welche Frankreich nud England bestimmt haben, aus Unterhandlungen iu cincm Augcublickc eiuzugehcu, in welchem die thätige Vcrsolgnng des Krieges der Hanpt-gcgcnstand ihrer Gedanken uno Sorgen sein zn müssen schien. Dcr Vertrag vom 2. December war abgeschlossen nno dic Wcstmächtc hatten aus Rücksicht für ihren ncucn Vcrbüudctcn eingewilligt, cinc lctztc versöhnliche Vcmü-hnng zn vcrsnchen, dic sich anf dic Möglichkeit gründete, Rnßland zur Annahme dcr Grnndlagcn zn bringcn, wclchc sie im allgcmcincn Intcrcsse Enropa's für dcn Frieden bezeichnet hatten. Man weiß, daß Herr Fürst Gortschakoff, znm ersten Male in Folge der ofsizicllen Kenntniß drr gcincinsamcn Absichten Frankreichs, Englands, Oesterreichs und dcr Türkei aufgcfordcrt, sich übcr jcue scincs Hofcs auszusprcchcn, sich kategorisch geweigert hat, den ihm vorgeschlagenen Vedingnngcn seine Zustimmnng zu geben. Erst am 7. Jänner, nach-dcm er zuvor uach St. Petersburg rcfcrirt hatte, nahm er ohnc Vorbehalte die verschiedenen, unter dcm Namen der vier Garantien bekannten Prinzipien an. Dieses Faktum wird in der peremtorischsten Weise dnrch das einmütbige Zeugniß dcr bei der Konferenz gcgcnwärtigcn Vcvollmächtigtcn bewiesen; mehr noch, cinc gleichzeitig iu London nnd Paris mitgetheilte Depesche des Herrn Grafen v. Vuol konstatirt, daß die Unterhandlungen, deren Rahmen dergestalt bestimmt worden war, nur auf das Verlangen Rußlands eröffnet worden sind. Demnach ist cs ausgemacht, daß diese Macht uns nicht den Vorwnrf machen kann, eine Ucbcrrnmplung gegen sic vorgenommen zn habcn; sie wnßte, daß cinc dcr nncr-läßlichcn Vedingnngcn dcs Friedens in dcm Anfbörcn ihres Ucbcrgcwichts im schwarzen Mccrc bestehe/nnd cs fehlte ihr nicht an Zeit, nm sich Rechenschaft von dcn Opfern abzulegen, wclchc dic in dieser Hinsicht eingegangene Verpflichtung ihr nothwendig auferlegen mnßtc. Die ganzc Frage liegt darin, zn wissen, ob Herr Fürst Gortschakoff nnd Herr v. Titoff dicse Verpflichtung erfüllt haben, odcr ob sic im Gegentheil nicht hinter dcn Grcnzcn derselben zurückgeblieben sind. Es ist dieß cin Punkt, mein Herr, dcn ich bald untcrsnchcn werde; früher will ich aber dic Gcnanigkcit einiger jener Vc-hanptnngen vcrifiziren, mit denen das Rundschreiben des Hcrrn Grafen v. Nessclrodc beginnt. Dic Hcrrcn Vcvollmächtigtcn Rußlands schicncn sich schon in dcn Konferenzen zur Zeit dcr Diskussion dcr crstcn Garantie, die sich nach ihrcr Ansicht ans dic Bekräftigung der Immnnitätcn dcr Moldan, Walachei nnd Serbiens, nach unserem Dafürhalten aber anf dic Abschaffung dcs mißbränchlichen (ul'^ivl!) Einfinsscs bezog, dcn das Kabinct von St. Pctcrsbnrg in diesen drci Provinzen, Vasallen dcr hohcn Psortc, übte, übcr dic cigcntlichc Stcllung der Debatte zn irrcn. Hr. Graf Ncssclrodc entwickelt dieselbe Thcsis; ich wcrdc sic mittelst Fragen bcantwortcn. In wclchcm Augenblicke haben denn seit den letzten Kriegen die Immnnitätcn der Donaufürstenthümcr dic gcringstc Verletzung von Seilen der snzeränen Macht erfahren? Zn welcher Epoche hat dcnn wohl dcr Snltan daran gedacht, von irgcnd cincr Konzession scincs Vorgängers zurückzukommen ? Wann haben denn Frankreich, England nnd Oesterreich einen andern Wunsch als den geäußert, das Regime der administrativen Unabhängigkeit, bei Verbesserung desselben, aufrecht zu erhalten, welches Rcgime, was man zn sehr vergessen hat, weder in dcr Walachci, noch in dcr Moldau cinc ncncrlichc Erobernng. sondern das Resultat eiucs vor Jahrhunderten frei abgeschlossenen Ucbereinkommens war, das nur von jenem Tage an, geändert wurde, an wclchcm die Hospodarc während der Kriege im XVNI. Jahrhundert angefangen haben, cs mchr mit dem russischen Hose als der hohen Pforte zn halten? In solcher Wcisc hat dic Moldan dic Hälfte dcs ihr von dcn Snltancn garantirtcn Tcrritorinms vcrlorcn; in solcher Weise sind diese Provinzen nnd auch dic Walachci, anstatt zn blciben, was sic sein sollten,, eine geachtete Schranke zwischen dem türkischen Reiche und Rußland, selbst nach dem Vertrag von Aorianopcl, dcr ihncn schärfcr ansgcsprochcne Rechte zuzuerkennen schien, mchr von Agentcn des St. Petersburger Kabi-ncts als von ihren cigcncn Chefs regiert, und im vollen Frieden, als wenn sic nur cinc Verlängz-rnng russischen Bodens gewesen wären, von cincr srcmdcn Armcc bcsctzt worden. Das, mein Herr, sind die eigentlichen Uebel, unter dcnen dic Donaufürstenthüincr gelitten haben, das sind dic Gcfahrcn, von dcncn sic ohnc Untcrlaß bcdrobt wnr-den; dcr cinzigc Zweck dcr crstcn dcr vicr Garantien war, dcm cinen wic dcm andern cin Endc zn machen. Ob nun dcr Einfluß Nußlands jenseits dcs Prnths nntcr dem legalen Titel des Protektorats ausgeübt worden sei odcr nicht, so liegt doch dic Frage, anderswo, und rs hieße sie in einen Wortstrcit ausarten lassen, wolltc man sie so stellen, wie cs Hr. Graf Ncssclrodc gethan hat. Die Geschichte ist da, nm nns das zn sagen, was die Moldan und Walachci bci dcr chcmaligcn Natnr ihrcr Beziehungen znm Hosc von St. Petersburg gewonnen habcn, nnd dieser Zustand dcr Dingc ist cs, dcssen Rückkehr Frankreich, England nnd Oesterreich verhindern wollten. Ich gehe über die zweite Garantie hinweg; die Grundlagen ihrer Regelung sind gnt. Ich werde mich nnt der Bemerknng bcgnügcn, daß, wcnn die seit 23 Iahrcn behindcrtc Donan-Schifffahrt ihre Frcibeit wieder erlangt, cin Krieg nöthig gewesen ist. nm Nußland zn bestimmen, einen der herrlichsten Ausmündnngs« wcgc nicht länger nnnütz in seinen Händen zn belassen. Erlangt Deutschland dicscn, für seinen Handelsverkehr immensen Vortheil, so wird cs ihn dem von Frankreich nnd England vergossenen Plute zu verdanken haben. Ich gelange zum Hanptpnnkte, mein Hcrr, mnß jedoch znvor noch cincm Vorwnrfe begegnen, den Herr Graf Nessclrode an dic Bevollmächtigten der Westmächte richtet. Er klagt sic an, in dcr Konferenz die Untersuchung cincr Frage dcr Dnldnng nnd Hnmanität verzögert zn habcn, dic im Gegentheil verdient haben würde, den crstcn Rang in dcn Berathungen ein^n° nchmen, odcr, besser gesagt, er beschuldigt sie, das Schicksal der christlichen Uutcrthancn dcr hohcu Pfortc nicht mit dcm gcbührcndcn Eifer in Erwägung gezogen zn haben. Es gibt aber kcinc Diskussion ohnc vorgezeich-nctc Rcgcl, nnd man war übcrcingckommcn, die vicr Garantien nach der Ordnung vorzunehmen. Wcnn nnn dic Debatte bei dcr dritten zum Stillstand kam, so ist das Hinderniß nicht von uns gckmnmcn; dic Bevollmächtigten Rußlands habcn es erhoben, nnd dic Unsern habcn sich nur an cin im Vorhincin festgestelltes Pro« gramm gehalten. Hr. Graf Ncssclrodc übcrnimmt cs übrigens, ihren Vorbehalt zn rechtfertigen, dcn schon dic Ankündigung dcr bevorstehenden Anknnft dcs Ministers der answärtigcn Angclcgenheitcn dcs Sultans in Wien erklärte. Eine religiöse, dnrch die Prätcnsioncn Rußlands verbitterte Frage ist dic Ursache dcs Krieges gcwcsen. Es war natürlich, sic nur in Anwesenheit Aali Pascha's in Angriff zn nehmen; überdicß war sic nicht mchr in dcn ursprünglich grstclltcn Ausdrücken cnthaltcn. Das Kabinct von St. Petersburg hatte eine förmliche Ver< pflichtung vcrlangt, wclche, obwohl sie dem Anschein nach nur auf religiöse Immunitäten angewcndct werden sollte, nichtsdestoweniger die Pfortc gcdcmüthigt, ihrc administrativc Thätigkeit bchindert nnd jedc wirksame Ncform im bürgcrlichcn Lcben paralysirt habcn würdc. Frankreich nnd England haben lant anerkannt, daß die türkische Ncgicrnng cs verweigern müsse, sich solchcn Bedingungen zu unterziehen, dic der Ruin ihrer Unab-häugigkcit gewesen sein würden; bezieht man sich anf > den Text dcr vierten Garantie, so ist cs leicht zn crschcn, wic Rußland sich verpflichtete, auf deren Neprodnzirung Verzicht zu leisteu, und dem Sultan, abgesehen von dcr frcuudschaftlichcn Wirksamkeit und den Rathschlägen seiner Verbündeten, die Initiative der im materiellen nnd moralischen Interesse zn crgrcifcndcn Maßregeln zn lassen. E-5 sollte sich dalK in den Wiener Konferenzen nicht nm dic thcorctischc Diskussion von Systemen han< dein, sondern nnr nm die Proklamirung eines Prinzips, das jenem ganz entgegengesetzt sein mnßte, dessen Ziel der Triumph dcr Mission des Fürsten Mcntschikoff in Konstantinopcl hätte sein sollen. Hr. Graf Nessclrodc sagt nns genug, nm dcn Zweifel zu gestatten, ob dcnn dic Bevollmächtigten Rußlands sich innerhalb dieser Grenzen gehalten habcn würden. Wahrscheinlich würden sic sich, so wic in der aus die Donaufürstenthmner bezüglichen Diskussion, übcr dic Motive der vierten Garantie getäuscht nnd vergessen haben, daß es sich noch immer nur um einc Anfordcrnng Nußlands handle, der sich Europa nicht fügen konnte. Dic letzten, in dcr Türkei durchgeführten Reformen, jene, welche durch dicse veranlaßt werden, der Eifer, mit welchem dic hohc Pfortc anf nnscrc Rathschläge hört, alles das ist cin Beweis, daß das Herz dcs Sultans dcn edelsten Eingebungen offen steht. Es thnt nnr Noth, daß oiesc Eingebungen ohnc Wirren befolgt werden können, daß Derjenige, dcr sic faßt, auch das Verdienst dafür in j den Angcn seiner Unterthanen und dcr Welt ernte; da« HHH mit abcr ein solches Resultat erlangt wcrde, ist es unerläßlich, daß Nußland in Zukunft die Waffen aufgibt, deren es sich der Reihe uach entweder zur Hemmung nützlicher Reformen odcr zur Mißstimmung der Bevölkerungen gegen ihren Sonvcrain bedient l)at. Das ist der Sinn der uicrtcn Garantie; liest man jedoch die Depesche des Hrn. Grafen u. Nesselrode, so könnte man voraussetzen, daß sie in St. Petersburg nicht derartig betrachtet wird. Ich komme jetzt, mein Herr, zur Frage bezüglich des schwarzen Meeres. Frankreich, England und Oesterreich, die einerseits von der Unzulänglichkeit des Vertrags vom 13. Juli 1841, der dcm türkischen Reiche ciucu uuwaudclbarcu Platz in der europäischen Familie sichern sollte, und andererseits von den Gefahren frappirt waren, welchen die Steigerung der Strcitkräfte Nujzlands die Türkei aussetzte/ habcu erklärt, daß der Vertrag der Meercugcn rcvidirt, oder besser gesagt, vervollständigt werden müsse, und daß man, um dem Ucbergcwichtc Rußlands im schwarzen Meere ein Ende zn machen, zwischen ihm und dcm andern Uferstaate dieses Binnenmeeres das durch eine Reihe unheilvoller Ereignisse aufgehobene Gleichgewicht wieder herstellen müsse. Hr. Fürst Gortschakoff zögerte zuerst, trat jedoch in der Präliminar-Konferenz vom 7. Jänner den beiden Bestimmungen dieses Vorschlages bei, der sich von selbst erklärt und keine Zweideutigkeit zuläßt; im Vertrauen auf diese Zustimmung wnrden die Repräsentanten Frank» reichs und Englands' in Wien mit ihren Vollmachten vcr« sehen. Die Regierung des Kaisers und die Regierung Ihrer britischen Majestät mußten, ich wiederhole es, voraussetzen, daß das St. Petersburger Kabinct sciucu Entschluß bezüglich der vou der Situation erheischten Opfer gefaßt habe; in dieser Erwartung wnrden die Bevollmächtigten Nnßlands eingeladen, sich einer Initiative zu bedienen, welche zur Wahrnng der Würde ihres Hofes bestimmt war. Als das St. Petersburger Kabiuet es verweigerte, zuerst die Konzessionen anzugeben, zu denen es sich her« bcizulasscu geneigt sein würde, haben die Verbündeten der hohen Pforte, im Einvernehmen mit ihr, die Vcdin-guugcn ausgesprochen, welche in einer der Beilagen des 11. Protokolls angegeben sind. Ich werde, mein Herr, keine Rechtfertigung unserer Forderungen versuchen; ihre Mäßigung liegt am Tage. Ich wcrde auch nicht auf Details eingehen, die gegenwärtig keinen Zweck mehr haben. Ich ziehe es vor, die Interessen Europa's im schwarzen Meere zn charaktcri-siren uud sodann zu untersuchen, ob die doppelte, von Nußland vorgeschlagene Lösung diescn Interessen die Genugthuung gewährt, deren Erzielnng unser Zweck ist. Ausschließlich vou den Küsten der beiden Nachbarstaaten umgrenzt, und andern Kriegsmarinen untersagt, ist der Enxinus ein geschwsscncr Kampfplatz geworden, auf welchem an Kraft nnglcichc Gegner allein einander gegenüberstanden, der schwächere der Willkür des mächtigeren Preis gegeben. Eine furchtbare Festung enthielt in ihren Citadellen und anf ihren Nheden eine beständig zur Einschiffung bereit stehende Armee, eine stets zu ihrer Aufnahme und znr Lichtung der Anker bereit liegende Flotte. Dieser zur Vertheidigung unnütze Kriegsapparat hatte nur eine mögliche Bestimmnng. Er machte eine permanente Drohung gegen die türkische Hauptstadt ans, nnd das ihn umgebende undurchdringliche Geheimniß steigerte noch eine Gefahr, über die bei dcm geringsten Symptom einer Krise das gesammtc Europa bennruhigt war. Trotz der Vemühuugcn, welche die Geschichte würdigen wird, gezwungen, znr Anwendung der Waffen zn schreiten, sind es Frankreich und England sich selbst nnd auch Europa schuldig, sie erst nach Volleudung ihres Werkes wieder nieder zu lcgcu. Dcm Frieden, den sie erobern werden, mnß gesicherte Ruhe folgcu. Köuntc diese Sicherung die Folge einer der beiden uom Hrn. Grasen Nessclrodc anempfohlenen Kombinationen scin? Würdcn mit cinem Worte diese zwei Systeme dcm Ucbcrgcwichtc ^Rußlands im schwarzen Meere ein Endc machcn'? Das erste, jenes, das auf dcm Prinzip der vollständigen und gegenseitigen Eröff-mmg der Passagen des Bosporus uud der Dardanellen beruhen würde, zieht die Abschaffung einer Regel nach sich, welche das türkische Reich von jeher als seine Schntz-wchr angesehen hat, uud die im I. 1841 in das öffentliche europäische Recht aufgenommen worden ist. Rnß-land, das die Zahl seiner Schiffe nicht vermindern will, indem es die Anforderungen seiner Ehre nnd die Prärogative scincr Souvcrainetät vorschützt, zögert jetzt nicht, von der hohen Pforte die Verzichtleistung ihrer Uuab-häugigkcit in ihren Binnengewässern, in der großen, ihre Hauptstadt durchziehenden Ader zu fordern. Es verlangt einen ncneu Zugang in's Mittelmcer, das heißt, die Mittel und den Vorwand, seine maritime Entwick-lnng in ungeheuern Verhältnissen zu vermehren; zum Ersatz für diese Vortheile beschränkt es sich. darein zn willigen, daß fremde Geschwader in Znknnft in ein Meer einfahren können, wo sie weder einen Znflnchtsbafcn noch ein Apvwviswnirungs. Arsenal finden würdcn. Frankreich nud Englaud würden, um die Ueberwachnng. ^zn dcr ihnen das Recht in direkter Weise eingeräumt wird, auszuüben, genöthigt scin, sich für immer die lästigsten Opfer auszulegeu. Ich füge hinzu, mciu Herr, — uud diese Erwägung ist von großem Gewichte—, daß der unter solchen Bedingungen abgeschlossene Friede dem Znfall des ersten Ereignisses Preis gegeben scin, nnd daß selbst der Zweck der nothwendig intermittirendcn Anwesenheit der französischen und englischen Flotte in: schwarzen Meere schon eine Gcsahr kundgeben würde, die in sich eine Kriegsdrohung wäre. Es wäre dieß in der That der Beweis, daß Rußland neuerdings im Zanme gehalten werden mnß; sein Uebcrgcwicht hätte demnach nicht zu cxistircu aufgehört, und der Zweck der dritten Garantie würde verfehlt scin. Würde dieser Zweck dnrch die Annahme des in zwcitcr Reihe vom Herrn Fürsten Gortschakoff nnd Herrn v. Titoff entwickelten Systems erreicht werden? Die Meerengen würdcn dann freilich geschlossen bleiben; es würde aber anch der 8lnll>8 Pn», wie er vor dem Kriege bestanden, wieder eingesetzt, die rnssischc Marine wieder hcrgcstcllt nnd ohne Kontrolc hinter den Wällen ihrer Häfen cntwickelt wcrdcn; der Sultan hätte erst dann, wenn er eine Aggression als unmittelbar bevorstehend betrachtete, das' Recht, seine Alliirten herbci-zurnfcn. Die Antwort auf diesen Appell würde ein ncncr Krieg sein, der gleichzeitig den Mangel an Voraussicht der Westmächte uni/dic wieder hergestellte Kraft des Feindes, den sie jetzt bekämpfen, augenscheinlich machen würde. Könnten sie ohne Unklngheit aus ciue Transaktion eingehen, die ihnen nnr eine momentane, im Vorhinein dnrch ihre eigene Voraussicht gestörte Ruhe gewähren könnte? Würde endlich dasUcbcrgcwichtRnß-lands im schwarzen Meere vernichtet sein, wenn man im Momente des Abschlnsses des Friedens noch über ein Mittel übereinkommen müßte, um demselben eines Tages ein Ende zu machen? Es würde überflüssig scin, mcin Hcrr, dieses Rai-sonncmcnt noch weiter zn verfolgen, und ich glaube nachgewiesen zn haben, daß das St. Petcrsbnrgcr Kabinct, von dcm Prinzip der Eröffnnng oder Schließung der Meerengen ausgehend, die Vcrpftichtnng nicht cinge-halten hat, die es auf sich genommen hatte, indem es sich bei den Wiener Konferenzen rcpräscntircn ließ. Behufs der Bekräftigung dieses Urtbcils begnüge ich mich, daran zn erinnern, daß Hcrr Graf Vnol in der letzten Znsammenknnft, jener uom 26. April, erklärt hat: „daß das rnssischc Projekt, in welchem er keine Lösnng nnd nicht einmal die Basis einer Lösuug erblicken köuntc, nur die Mittel anzeige, gegen das See-Uebcrgcwicht Rußlands zu reagiren, nachdem dieses sich schon zn den Verhältnissen einer unerträglichen Gefahr erhoben haben würde, daß es abcr keineswegs daranf ziele, ihm in permanenter Weise und beim gewöhnlichen Stande der Dinge ein Ende zn machen." Die Forderungen der Wcstmächte, welche den Nüuschcn der Pforte entsprechen, und von den östcrr. Bevollmächtigten, weil ein vollständiges und wirksames System enthaltend, bis zum Endc adoptirt uud unter-Nützt wurden, waren im Gegentheil eben so gemäßigt in ihren Ausdrücken, als sie berechtigt ihrem Inhalte nach waren. Wir haben von Rußland nichts verlangt , was scincr Würde oder gar scincr Ehre zn nahc getreten wäre. Wir habcn cs eingeladen, einzig allein von dem allgemeinen Interesse Europa's bc^ stimmt, anf einer billig abgemessenen und gleichmäßig von dcr Pforte angenommenen Grundlage die Zahl der Schiffe zn fikiren, die cs künftig in einem Meere halten würde, in dcm es keinen Angriff zu fürchten hat, lind wo seine Kriegsmarine, anf billige Verhältnisse zurückgeführt, vollkommen ausreichend für die gewöhnlichen Dienste, zn dcncn sie zn verwenden wäre und jcocufalls der ottomanischcn Marine wenig» stens gleich scin würde. Das St. Pctcrsbnrgcr Kabinct hat auf dicscs Einvernehmen nicht eingehen wol' len, welches Enropa den Frieden wieder gegeben ha» bcn würde. Es hat die Antorität dcr ihm zitirtcn Beispiele abgelehnt; es bat vergessen, daß cs sclbst in seinem letzten Friedensuertragc mit Pcrsicn dieser Macht dic Verpflichtung anfcrlcgt hat, sich dcr Schifffahrt anf dcm kaspischcn Meere zn enthalten, dic den Flottillen Nußlands ausschließlich vorbehalten blcibcu sollte; cs hat das nicht bewilligen wollen, was Frankreich, England, dic Vereinigten Staaten nnd die Niederlande unter verschiedenen Formen und zu verschiedenen Epochen, sei cs znr Bccudiguug eines Krieges, sei es znr Konsolidirnng des Friedens, oder bchnfs dcr Bescitignng von Keimen dcr Rivalität odcr des Konfliktes ziwschcn Nachbarstaaten, angenommen haben. Soll ich ein Detail erwähnen, das Hcrr Graf Nesselrode hervorhebt als ein Vergessen dcr Rücksichten, die man dcr Sonvcränctät Rnßlands schnloig sei? Er wirft uns vor, wir hätten, entgegen dcm Völkerrecht, dic Absicht gehabt, dem Kabinct von St, Petersburg dic Bcfngniß abznlanguen, den Konsnln, welche in den Hafen des Litorales des schwarze,: Meeres würden inftallirt wcrdcn. das Ercqnatnr zu verweigern odcr zn entziehen. Wir habcn nie diescn Ansprnch erhoben. Wir habcn verlangt, daß keine Nesidentschaft vou einem Interdikt betroffen werde; abcr cs war selbstvcrstanden, daü nach den Regeln, welche den Gegenstand ordnen, immer der Fall ein< treten konnte, daß ein ernannter Konsul ans planst-blcn Gründen, dic an seincr Person uud nicht an dcm Posten haften, dic Znstimmnng dcr russ. Regie« rung nicht erhielte. Ich habe, mcin Hcrr, diese Auseinandersetzung beendigt, uud cs wird daraus, ich hoffe cs, für alle Unpartci'fchen dic Ueberzeugung hervorgehen, daß die Wcstmächtc nicht verantwortlich scin könncn für dic Fortsetzung eines Kricgcs, dessen Folgen sie mit eben so viel Aufrichtigkeit und Eifer Einhalt zn thun gewünscht haben, als sie bemüht waren, dcm Ansbrnch i)e sselbcn zuvorzukommen. Frankreich nnd England hegen nicht die Gesinnungen, die man ihnen beilegt; ihre Feindseligkeit ist .ncht, wie man behauptet, unversöhnlich. Sie wollten Rußland niemals einen Frieden auferlegen, der ein Angriff auf seine Ehre und Würde war; aber die Nothwendigkeit hat ihnen eine Rolle zugewiesen, dic sie mit Hilfe der göttlichen Vorschnng auszufüllen wissen werden, nnd Enropa, in seinen Grundlagen befestigt, wird ihnen Dank wissen dafür, daß sie einen Einfluß, welcher überall den Kreis sei-ner rechtmäßigen Aktion zn überschreiten sich bemühte, innerhalb dcr gcrcchtcn Schranken zurückgehalten haben. Ich ermächtige Sie, diese Depesche Herrn . . . nnd Ihren Kollegen vorznlegen. Empfangen Sie :e. Wale w s k i. Spanien. Man schreibt aus Madrid vom 14. Mai: „Die Bndgctkommission hat den Zwangsvorschuß gut' geheißcu, den dcr Finanzministcr verlangt nnd sie wird hente Abends bestimmen, wie viel derselbe betragen und welche Klassen von Steuerpflichtigen er treffen soll. Madoz begehrt 1«0 Mill. Realen, eine von Sachknndigcn für unzureichend erklärte Snmme. — Heute gchcn ans Galicicn W0 Mann Verstärkung uach Euba ab; eben dahin werden noch im Laufe des Monats 2000 Mann aus den cataloni' sehen und andalnsischcn Häfen folgen und die dcm Gcncral Concha versprochenen 7000 Mann werden bis Mitte Juni sämmtlich abgesegelt sein. — Der Schmuggel mit englischen Waren an der portligie« sischen Gren;e wird jetzt im Gvoßcn getrieben." Telegraphische Depeschen. * Tnriu, 3!. Mai. Das Ministerium 'st erneuert worden. Graf Eavonr als Präsident crbaN die Finanzen, Eibrario das Acnßere, Lanza den Un< tcrricht, Ratazzi das Innere, Dcforesta wird Groß-siegclbcwahrer, Dnrando Kriegsminister, Paleoeapa erbält dic öffentlichen Arbeiten. "London. Donnerstag (Unterseeisch.) Georges Vrown meloct vom 28. Mai. daß n c n c r^ dina. s fünf Korns ch iffc beiKcrts ch gcno M« mcn wnr-dcn. Im Ganzen wnrden bis jetzt dort über Ms) Kanonen erobert. -^ l Ans dcr Krim nichts Neues. Neueste levantinische Post. " Der Dampfer „Ansttia" ist zu Tricst aus der Levante eingetroffen ; er brachte Nachrichten ans K o ü' stantinopcl bis 2l. d. M. Hiernach fanden starke täglich Zuzüge vom Weste" für dic Krim Statt; allein wie man von dorther ver» nimmt, vcrstärktcn sich anch die Nnssen in steter Pr>)' gression. Statt den Lagerzcltcn wurden in Mas!"? feste Barrakcn, vermuthlich für den Fall eines dort zn bildenden Winterlagers errichtet. Dic Bildnng des anglo-türkischcn Korps schritt nnr langsam vor« warts. Gcncral Bcatson ist ans dcr Krim znrückg^ kehrt. Dic Pforte beabsichtigt, wie cs heißt, das ncn zn errichtende Najahkorps dem Kommando britisch^' Generale anznvcrtranen; Reschid Pascha's Abreise i>t nunmehr für unbestimmte Zeit verschoben worden-Ein großhcrrlichet Befehl znr Errichtung eines Lager" in Unkiar Skelessi für einige Tauseud von den Oug' ländern anzuwerbende Legionäre ist erschienen; dcil griechischen Konsuln iu Galacz. Vraila uud auf Rh^ dus ist von Scitc der Pforte das Gz'cquatur ertheilt wordcu. . ,, Nachrichten ans Athen uom 2.'!. d. zufolge stu Hcrr Manrot'ordatos wegen der von den Westma" tcn über nnznrcichcnd getroffene Mangeln der aM/^ Regiernng gegen überhaud nehmende Räubereien !" Entlassnng angeboten habcn. — Ihre königlichen '. heiten der Herzog und dic Herzogin von Vn"'" warcn am 14. von Nhodus nach der Insel ^"'' abgereist, woselbst sie zu Eanea am 17. ""la"g" ' sie begabeu sich hierauf nach Nettimos. — ^" ' ,nit war die bevorstehende Ankunft der k. k. Eskadre Bestimmtheit angesagt worden. Druck und Verlag von I. v. Kleiumayr A F. Vamberg in Laibach.— Verantwortlichcr Redacteur: F. Bal«berg Anl)mm zur IailmHerSeitmH. Börsenbericht. au» dem Abendblatt«? der öster kais. Wiener-Zeitung. Wien 3l. Mai I85Z, Mittags I Uhr. Da dic Gcldvcrhältmssc hcuic l'cdnü.nd leichte wcircii u»d die Kürst der ouöwärtigcu Vörftn höhcr taxuu, so »mchtt sich im Ganzen cmc lebhaftc. fn'Midlichc Stinimung l^>t"'d. Aci Nordl'ühn - Attinl war noch insl'lsondere dic Aus,lcht auf cincn qüustiqcn Monatsauswri^ nnd bei StaatSci,cn^l,'!!-Aktim dic'Angslcaenhcit des PrioritatS-Anlch.ns cin wnl,amcr Faktor zur Begründung cincS regsameren V"seb" "„d c.ner weiteren Kurs-Besserung. Erstcrc gmgcn blS 49l /«, letztere Auch'Bank- Altien waren sehr beliebt n„t> wurden bis »95 bezahlt ^n Wechseln und Valuten ergab sich ungeachtet gropcn Bedarfes "ein wcitcrer Rückgang der Preise. Amsterdam 103 '/, Brief. — Augsburg 126 '/, Vrief. — Frankfurt ^25'/. Brief. - Hamburg !»1 V.. - ^iv.nw -. — Londln 12.14 Brief. — Mailand 125'/. Bricf. — Paris i^l6 Brief. Staatsschuldverschreibungen zu 5"/» 79'/.^79'/« dctlo „ ^'/,'/« etto . ^7« 1«-1«'/, detto 8. L. „ 5 7« 95-96 National-Anleheu ., 5 7« 84'/.-i!4'/.. Lombard. Veuet. Anlchm „ 5 7.. 102-103 Gnmdentlast.-Oblig. N. Ocstei. zu 5 7» 79-79 '/, detto anderer Kronländer 5 7« 71—77 Gloggnitzer Oblig. m. R. zu 5 7» »i 7.-92 Ocdcnburgcr dctto detto „5 7« 90-90'/, Pcsthcr detto detto „ 4°/« 91'/.-9l'/, Mailänder detto detto „ 4 7. 90—90'/, Lottcric-Anlchen vom Jahre 1834 220 '/,-221 dctto dctto 1839 116 7.-117 detto dctto 1854 102'/..-102'/. Vanko-Obligationcn zu 2 '/, "/„ 57'/,—.« Vuus-Atticn pr. Stück 995-996 dctto ohne Bc^ug______ dctto neuer Emission __ __ Gskomptebanf-Afticii 88-88'/ Aktien der f. k. priv, östcrr. Staats- ' Eiscllbahngesellfchaft zu 200 st. oder 500 Fr. 316—316 '/, Wicn-Naabcr Aktien (zur Konvcrtiruug angemeldet) ' 1 !0'/,—110'/. Nurdbahn - Aktie» 191 7,—19 l '/, Budwns-Linz-Gmundncr 242—244 Prcßbmg-Tyrn. Gisenb. 1. Emission 20—22 detto 2. „ mit Priorit 30—35 Oedcnburg-Wien.-Neustadter — — Tampschiff-Akueu 516-518 detto 12. Gmission 5 »0-512 detto des Lloyd ^0i-l)05 Wicner-Dampsmühl-Aktitn 127-128 Pcsthcr Kettenbrücken -'.'! ltien 55- 60 Lloyd Prior. Obli.,. (in Sill'.-r) ü "/« l'3 °^- U4 Nordbahn ' detto 5 7« 66—86'/, Gl^gnitzer dettt' .'»"/« 77-77'/, Donau-Dampfschiff-Oblig. 5"/,, 83—83 /', Eomo - Nenlschcine 13-13 '/. Cstcrh-'zy 40 fi. Lose 81 7.-82 Windischgrätz-Losc 28 7.-29 Walbstcin'schc „ " 29—29 '/. Keglevich'sche „ 10—10 '/, K. f. vollwichtige Dukaten-Agio ^ 3l-31'/, Telegraphischer Kurs-Bericht der Staatspapiere vom l. Juni 1855. StaatSschulbverschrcibungen . zu 5pCt. st. in EM. 7913/lß detto aus dcr Nat.onal-Anleihe zu 5 '/« ft. in CM. 84 3/l6 Darlchc» m!t Verlosung v. I. 1854 f,,r i'/.n n" in^ ,/z Akticn der f. k. priv. östcr^Staatseisen^h!" ^' ^ ^^ ge,etlschaft zu200ft.B, V.oder500Fr. 319 1/2 N N m Wien-Raal'er-'.'ltticn......" Htt^N i'..'3'S Bank-Aktien pr. Stück ...-.'.'. W6 ^'!ü C M Aktien dcr öflcrr. Donau-Dampfschifffahrt ' ' zu 500 st. C. M....... 518 ^ j,^ ^ ^ Akticu dc6 öftcrr. Lloyd in Tricst zu 500 st. (5. M....... 505 st in C. M, Wcchscl-Kurs vom l. Juni 1855. Amsterdam, für 100 Holland. Guld.. Nthl. 103 1/2 Äf.2 M. nat, Augsburg, für 100 Gulden Cur. Guld. 126 1/2 Ufo. Frankfurt a. M. (für 120 st. südd. Bcr- ci!is-Währ.im24i/2ft.7niß.Guld.) 1251/8 3 Monat, Hamburg, jür N,0 Mark Baneo, Gulden 91 7/s 2 Monat. Amdon, ,ilr 1 Pfund Sterling, Guld.n 12-l4 3 Monat, ^ailnnd, für 300 Ocsterr. ^irc, Gulden 125 1/2 2 Monat, F"ftillf, fur 300 Franken, Gulden 146 I/s Vf. 2 Monat ^nis, fi,r 30^ FrM„, . . Gulden 146 1/4 Bf. 2 Monat "> K. vollw. Münz-Ducatcn . . . 311/8 pr. (Zcnt. Agw, Gold- und Silber-Kurse vom 31. Mai 1855. Brief. Geld. Kais. Münz-Dukatcu Agio .... 311/8 31 dctto Naud- dctto „ .... 307/8 303/4 ^apoleons'dor „ .... 9.54 9.52 ^uvraiiisd'or „ .... 17.10 17.8 6ru-drichsd'or ^ .... 9.57 9.56 -PNußischt ., „ .... K'.3l 10.30 ^"g>. Sovcrciglls ., .... 12.21 12.20 A"ß. Impcriale „ .... 10.11 10.9 Ei.?" " .... 37 37 ^""glo.........273,4 27 V2 K. K. Lottozichungen. ä« Hl i i!t am 3l). Mai l»55: 28. 58 30. 5l. 65. 2<, 3^ "^^!len Zit'yuüge»! werden am 9. und "> ^um ,855 ii> Trieft gchalll'n wcrd^il. (Z, Laib. Zeit. Ns. l25 p. 2. Juni l8ö5.) Getreid - Durchschnitts -Preise in Laibach am 23, Mai 1655. i Magazins- Gin Wiener Motzen ^"M^ ^ Preise ^ _______________________ "st71""fr. ^ fi^ ^ kr^ Weizen........ 7 46 7 50 Knluruh....... 5 — 4 48 Halbfrucht....... _____ 5 50 Korn........ 5 10 5 20 Gerste........ 4 46 4 30 Hirse........ 4 .4 4 12 Heiden ....... — — 4 36 Hafer........ 2 30 2 36 Nerzeichniß der hier Verstorbenen. D,n 25. Mai 1855. Dem Franz Macher, Tafllöhnei-, sein Kind Ioh.nn alt 6 Jahre, m der Stadt Nr. 58, am Tplchlis — Katharina Dolnizher, Imuohners,veib, alt öS Iahie, im Zivil.Spical Nr. I, am Zehrfieber. — Der koch-»viirdige Herr Franz Paulicsch, k. k. Provinzialstraf-Haus-Klirator, alt 45 Iahie, in der Polana-Vorstadt Nr. 28, am Bauch.-Tyvhus. Den 26. Bartholomälis Srimschek, Taglöhner, alt 46 Jahre, im Zioil - Spital Nr. l, an der Lungen sucht. Den 27. Dem Heirn Ignaz Wimmer, Schu-stermeister, seine Gattin Karolina, alt 33 Jahre, in der Stadr Nr. l.4, a» der Brustwassersllcht. — August Kovazhizh, Schustergeselle, alc 22 Jahre, im Zivil-Spiral Nr. I, am Zehrfiebci-. Den 28. Wenzel Hysek, Schneide,geselle, alt 28 Jahre, im Zivil>SpItaI Nr. l, der Auszehiung. — Johann Koinz, Inwohner, alt 62 Icihre, im Zivil' Spical Nr. l, am Zehrfiebcr. Den 29. Maiia Zimmennann, Magd, alt 24 Jahre, im Ziuil.-Spical Nr. l, am TyphuS. — Frau Katharina Saiz, pens. k. k. Einnehmersivilwe, alt 80 Jahre, in der Oradischa - Vorstadt Nr. 43, am Nervenschlage. Den 30. Em neugebornes Kind, weiblichen Geschlechtes, ist im Laibachflufse, hinter dem Heima»n'schen Hanse, ganz in Fäulniß gefunden und von da ins Zivil-Spital übertragen werden; sta>b am Schlag, oder Sticksiusse und w»r0e gerichtlich beschaut. — Man'a Schitnik, Inwohuerswitwe, alc .2 ^ahre, il„ Zivil-Spical Nr. l, an der Luna., „sucht. — Maria Dl)-brauka, Institursarnie, alt 75 Jahre, im Versoigungs-halise Nr. 5, an Altersschwäche. Den 3l. Frau Maria Konrad, pens. k. k. Zi-vil-Spital-Verwalceril-Witwe, alt 68 Jahre, in der Stadt Nr. 54, an der Wassersnchc. — Dem Nib'o-! laus Spechar, Zuckerfabiik^nbeicer, sein Kind Aloiß, alt l2 Scunden, in der Gradischa-Vorstadt Nr. 22, an Schwäche. A u m erku n g. I>n Monate Mai d. I. sind 63 Personen gestorben. Verlautbarung. In der hich'gen Amtökanzlei wird zur Hint> angäbe nachstchcudcr Vau!). , eine Lizitaticns-Verhandlung auf den !). Juni ^ l. I., Vormittags IU Uhr angeordnet. Die Baupläne, Kustcnüb.rschlage und Lizi» tations'^cdingnisse können hier eirigcschen werden. K.k.Bezirksamt Krain.urg am3l. Mai!855. Z?^IW7"u" (I) ' Nr^s'lLL. Verlautbarung. Zur Hintangabe der Bauherstcllungcn an den beiden gewölbten Brücken zwischen Freithof, pradaßl und Koklih, mit eiuem Kosteu-Ucber« Ichlage pr. . . . 4U st- 7'/. kr. und dcr Nekoustruktion der Brücke zu Mil-ter-Vellach, mit einem Kostcn - Ueberschlage von....._!U9f! l3 kr. wird eine Lizitation auf den 8. I'mi l. I. Vormittags lN Uhr in der hiesigen Anus Kanzlei angeoidnet. Der Bauplan und dcr Kostcu-Ueberschlag sammt den pizitations'Bedingnizsen können aU» hier eingesehen werden. Z. 778. (3) ^^ ^ Anempfehlung. I A Der Gefeitigte, ein pensionirter Staatsbnch- k: O haltungs.-Nechnni'gs-Offizial, in allen Rechnung,;. A ^Geschäften, so wie auch im Konzeptf-ch, bewan-^ L de'/t, empfiehlt sich zu RevisionS-Geschäften und L ^zur Zusammenstellung aller Gattungen von Rech'A» H nnngen dem hohen Adel, der hochwürdigen Geist-A .Ä lichkeit, den Herren Rechtsfreunden, Vormunden, A Hnnd den Genieindevorstehern. H ^ Im Einverständnisse werden und können der- V «l,i Geschäfte auf Verlangen auch ausier seinem» ^Domizil besorgt werden. ^ ^ ?luskunft in Laibach am Franziskanerplaß, H Kim V.'rnbachtr'schen Hanse Nr. »45, 146, im U J erstni Stock. U Z. 8l0. (I) Erklärung. Um Mißverständnisse zu vermeiden, sche ich mich in dcr Lage, dem Gerüchte, als ob ich mit andern Malern am hiesigen Platze in irgend einer Geschäftsverbindung stände, hiermit ourch Die Elklarung zu begegnen, daß ich einzig und allein mein Geschäft für mich bttrelbl». D«z. Mi» «8, Maler. Wohnhaft am »alten Markt Nr. 47.« Z. 775" (?) ' .R. VR «K « «R O G. Im Gasthause ,>zum Hlrschei->" am Raan.Nr. ,89 werdm Welne von vorzüglich guter Qualität-, die Maß zu 2« kr., zu 2/» kr, uni) auch aut abgelagertes Unter-zeuq-Bier, die Maß zu >>. kr., ausge-schänkl, uno empfiehlt sich einem geneigten Zuspniche Auch ist daselbst zu künftiger Michaeli» Zeit cme schöne Wohnung ,m 2. Stocke qassenseits, bestehend in 3 ausgemalten Zimmern, Küche, Speisekammer, Keller und Holzlege, zu vermiethen.___________ Z 780'. (3) des Nest- Warenlagers von Frühjahr- und Sommerstoffen, 50 °^ unter Fabrikspreiscn, in der Tuch- A Schnittwareuhandlunst des t?NA'I HH^K._l_lZl_lVSl!l_ Z. 8ll. (l) ^ Nnerhsrte Preiswürdigkeit! Das landtäftiche Gut Gritsch in Unterkram, wo;u nebst Wohn- und Wirthschaftsgebauden und einer neu gebauten Mahlmühle, noch 19 Joch Aecker, l^ Joch Wiesen, 6',. Joch Weiden, an 2 Joch Wemgänen und Zt Joch Waldungen gehören, ist sammt lmiclug in^ruc^li5 um den bei-spiclll's billigen Betrag von 12.500 si. nl verkaufen. 2Z" Auskunft hierüder, so wie über den Verkauf noch anderer Vü-ter, erthM A. I. Boehm. Besitzer oon Grltsch, Post Treffen. iU6 3. 776. (3) Nr. 1597. Edikt. Vom k. k. Bezirksgerichte Stein wird dcn unbekannt wo befindlichen Johann Schafer, Florian, Anton und Helena Holzer, Herrn Johann Kauzhizh, Iosefa und Anna Sorzhan, Frau Katharina Freiin von Lichtenthurm, bedeutet: Es habe wider sie Andreas Menhart von Stein, als gewesener Besitzer des zu Stein in der Vorstadt Schutt 5uk Konsk. Nr. "^ gelegenen, im Grundbuche der Stadt Stein zub Urb. Nr. '^122 l Rektif. Nr. 112 vorkommenden, nun auf Namen Georg und Maria Lachmann vergewährten Hauses, die Klage auf Verjährt- und Erloschenerklärung ihrer, auf dem besagten Hause intabulirten Satzpostm: ») des zu Gunsten der Johanna Schafer mit dem EheverNage von l805, seit 31. Juli 1805 inta. bulirt, Zudringens und sonstigen Auszahlungen; li) der zu Gunsten der Eheleute Anton und Helena Holzer seit 29. Mai 1806 vorgemerkten Adop-tions-Urkunde vom l2. Juli l805; c) der zu Gunsten des Herrn Johann Kauzhizh seit 14. Dezember 1815 intabu'.irtcn Schuldodli.-gation ddo. l. Februar 1804, pr. 1200 fl.; li) der seit 7. Mai zu Gunsten der Iosefa Sorzhan und ihrer Tochter Anna Sorzhan pränotirtcn Schuldobligation ddo. I. Mai !806, pr. >000fi.; o) der ftit 29. April 1824 pränotirten ^chuldodli. gation ddo. 2. Mai l803, pr. 6000 fl., der Zes sion 1805 auf die 8ul> <-., zu Gunsten des Herrn Kauzhizh intabulirtcn 1200 fi., dann der zu Gunsten der Frau Katharina Freiin v. Lichtenthurm intabulirten Emantwortungs - Urkunde ddo. Laibach 3l. August 1819, dann der am 24. April 1824, im Exekutionswege sowohl zur An« erkennung dcr am 24. April, resp. 29, April «M 182 4 Prä- und Superpränolation, dann des, in-und superintabulirt zu Gunsten der Frau Katha» ' rina Frciin von iiichtcnthurm, ob ihrer Forderung intabulirten Urtheiles ddo. Kreuz 8. April 1824, eingebracht, worüber die Tagsatzung auf den 31. August d. I. Früh 9 Uhr hiergcrichts mit dem Anhange des §. 29 der G. O. anberaumt wuide. Nachdem der Aufenthalt der Geklagten unbekannt ist, ist denselben zu ihrer Vertretung Herr Johann Debcuz in Stein als dur^tu,- uel »ctum beigegcbcn worden, mit welchem die angebrachte Rechtssache verhandelt werden wird. Davon werden die Geklagten wegen allfälliger eigener Wahrnehmung ihrcr Rechte mit dem Anhang? verständiget, daß sie entweder persönlich zu erscheinen, oder diesem Gerichte einen Sachwalter namhaft zu machen, oder dem bestellten Kurator ihre Behelfe an die Hand zu gcben, überhaupt aber ordinliigsmä-ßig einzuschreiten haben, widrigens sich dieselben die Folgen ihrer Verabsaumung selbst zuzuschreiben hatten. K. k. Bezirksgericht Stein am 30. März ,855. Z"?66. (3) Nr. 1732. Edikt. Vom k. k. Bezirksgerichte Stein wird hiemit bekannt gemacht: Daß ü'ber Ansuchen der Helena Ekcrlepp, verehelichten Anschitsch, durch Herrn Dr. Ovjiazh, zur Vornahme der bewilligten exekutiven Fcilbietung der, dem Schuldner Johann Skerlep von Lack bei Manns' bürg gehörigen, im Grundbuche des Gutes Habbach 8ub Rektf. Nr. 46 und 20 vorkommenden, gerichtlich auf 597 fi. 5 kr. bewclthclcn ^ Hübe, wegen schuldigen l58 fl, 25'/8 kr., die drei Feilbielungstagsat-zungen aus den 10. Juli, 10. August und 10. September l. I,, jedesmal Früh von 9—>2 Uhr hicramts mit dem Anhänge anberaumt, daß die feilgebotene Realität bei der ersten und zweiten Tag-fatzung nur um oder über den Schätzungswert!), bci der dritten aber auch unter demselben werde hintan-gegeben wcrden. Dessen die Kauflustigen mit dem Beisätze vcistcmdigct werden, daß das Schätzungs-protokoll, die Lizitationsbcdingnisse und der Grund-buchsextrakt täglich Hieramts eingesehen oder auch in Abschrift genommen werden, kölincn. K. k. Bezirksgericht Stein am 3. April »855. Z. 767. (3) Nr. 1399. Edikt. Vom k, k. Bezirksgerichte Stein wird hiemit bekannt gemacht: Es sei über Alisuchen des Iakov Kollar von Depclsdorf, gegen Primus Koschak von dort, zur Vornahme der bewilligten exekutiven Fcilbietung der gegnerischen, im Gnmdbuche der Herrschaft Michelstet-ten 8uli Urb. Nr. 700 vorkommenden, gerichtlich auf 1479 fi. 30 kr. geschätzten Halbhube, wcg,'N aus dem gerichtlichen Vergleiche cillo. 12. September »853 schuldigen 123 fi. 45 kr. c. 5. c, die Feil^ bictunststagsatzungen auf den l l. Juli, 1l. August und üi. September l. I .jedesmal Früh von 9—12 Uhr Hieramts mit dem Anhange anberaumt sind, daß die feilgebotene Realität bei der zweiten nur um oder auch über den Schätzungswert!), bei der drittln aber auch unter demselben h'intangcgcbcn wer- de. Dessen die Kauflustigen mit dem Anhange verständiget werden, daß das Schätzungsprotokoll, die Lizitationsbedingnifse und der Grundbuchöcxtrakt täglich hieramls eingesehen oder auch in Abschrift erho-ben werden können. K. k. Bezirksgericht Stein am 30. März ,855. Z. 768. (3) Nr. 1648. Edikt. Vom k. k. Bezirksgerichte Stein wird hiemit bekannt gemacht: Ueber neuerliches Ansuchen des Jakob Starre zu Beischeid, durch Herrn Dr. Burger, gegen Anton Lenarzhizh von Dragomel, zur Vornahme der mit dem Bescheide vom 26. September 1854 bewilligten und mit dem Bescheide vom 22. Dezember 1854 sistirten exekutiven Feilbietung, der zu Gunsten des Anton Lenarzhizh auf der im Grundbuche der Herrschaft Egg ob Podpctfck 8uk Urb. Nr. 114 vorkommenden, auf Michael Lenarzhizh vergewähr-ten Realität aus dem Uebergabs- und Uebernahms-vertrage dclu. 8. Februar 185l haftenden Satzposten pr. 2000 fi., zur Einbringung der auf Grundlage des Urtheils de int»K. 8. Februar 1853, Z. 670, exekutive superintabulirten Forderung pr. 600 fi. sammt Nebenucrbindlichkeilcn werden die drei Tag/ satzungcn auf den 13. Juli, 13. August und 13. September I. I. , jedesmal Früh von 9 — 12 Uhr Hieramts mit dem Anhange anberaumt, daß bei der ersten und zweiten Tagsatzung dic feilgebotene Satz-post nur um oder über den Nennwert!), bei del dritten aber auch unter demselben werde hintangegeben werden. Dessen die Kauflustigen mit dem Anhange verständiget werden, daß die Lizitatiolisbcdingnisse täglich hieramts eingesehen oder auch m Abschrift genommen wcrden kölinen. K. k. Bezirksgericht Stein am 30. März 1855. Z, 777. (3) ' Nr. 2028. Edikt. Von dem k. k. Bezirksgerichte zu Großlaschitsch wird hiemit bekannt gemacht: Es sei von diesem Gerichte über das Ansuchen des Mathias Grebenz von Großlaschitsch, gegen Io-hann Boltasar von Scllo, wegen aus dem Vergleiche vom 3. Juni 1853, Nr. 3133, an Ochse»kaufschil-ling schuldigen 130 N. c. 8. l?., in die exekutive öf? fentliche Versteigerung der, dem Letztern gehörigen, im Grundbuche von Auersperg 8,1k Urb. Nr. !7l und Rektf. Nr. 65 vorkommenden Vicrtclhule in Scllo Konsk. Nr. 4, im gerichtlich erhobenen Schat^ zungswerthe von 545 fi. 10 kr. M, M. gcwilliget, und zur Vornahme derselben vor diesem Gerichle dic drei Feilbietungstagsatzungcn auf den 26. Juni, auf den 26. Juli und auf den 28. August 1855, jedes-mal Vormittags von 9 bis >2 Uhr mit dem An hange bestimmt worden, daß nur bei der letzten auf den 28. August 1835 angedeuteten Feilb!elung bei allenfalls nicht erzieltem oder übcrdotencn Schatzungswcrthe auch unter demselben, gegen Er-lag eines !0"/<, Vadiums, an dcn Meistbietenden hintangcgebcn werden. Die Lizitationsbedingmsse, das Schä'tzungZpvo-tokoll und der Grundbuchsextrakt können bei diesem Gerichte in dcn gewöhnlichen Amtsstundcn cingesehen wcrden. K. k. Bezirksgericht Großlaschitsch am 13. April 1855. 3. 751. (3) Nr. 734, Edikt. Vo dem k. k. Kreisgerichte in Neustadt! wird bekannt gemacht; Es sei über Ansuchen des Michael Fifolt, Vormundes des minderjährigen Franz Fifolt, von Nirk^ leiten Haus'Nr. 2, in die Einleitung der Amortisation des auf den Namen Josef Fifolt ausgcstcll-tcn, über einen zum Nationäl-At'lchcn vom Jahre !854 fubskribirten Betrag pr. 80 fi. lautenden Zcrtisiikates des k. k. Steucramtes Neustadtl vom ll. August 1854, Nr. 1891 gcwilliget worden. Es werden demnach alle Jene, welche auf obiges Zer^ tisikat einen Anspruch zu stellen vrrmeincn, hicmit aufgefordert, ihre Rechte binnen Einem Jahre, sechs Wochen, drei Tagen, von dem unten angesetzten Tage, bei diesem k. k. Kreisgerichte sogcwiß anzumelden, widrigens auf ferneres Ansuchen des Villstcllcrs die Amortisation in Vollzug gesetzt werden würde. K. k. Kreisgericht Neustadt! am 9. Mai 1855. Z. 761. c3) Nr, 500. Edikt. Von dem k. k. Bezirksgerichte in Landstraß wird hiemit bekannt gemacht: Es sei über Aüsuchcn des k. k. Vcrwaltungs-amtes der Rcligionsfonds-Domaine Landstraß in die exekutive Feildietung der, dem Johann Hudoklm von Unterpiroschitsch gehörigen, im Giundbuche der Herr» schaft Mokriz 5uk Urb. Nr. 298 vorkommenden, laut Protokoll ciciu. »7. August l854 gerichtlich auf 80 fl. geschätzten Äicrtelhube, wegen der Religionsfonds- Domaine Landstraß aus dem Urtheile <18. März 1855 zu Pristava Hs. - Nr. 7 außer Neumarktl ohne letztwillige Anordnung verstorbe» ncn Hrn. Stamslaus Killer, Besitzcr des Hammerwerkes zu Rettne, irgend eine Forderung zu stellen haben, aufgefordert, zur Anmeldung und Darthu-ung ihrer Ansprüche am 27, Juni l. I, Vormittags 9 Uhr Hieramts zu erscheinen, oder bis dahin idr Gesuch schriftlich zu überreichen, widrigens del,-selben an die Vcrlafsenschaft, wenn sie durch Ve» zahlung der angemeldeten Forderungen erschöpft würde, kein weiterer Anspruch zustande, als in so ferne ihnen ein Pfandrecht gebührt. K. k. Bezirksgericht Neumarktl am 19. Mai 1855. Z. 772. (3) Nr. 2«04. Edikt. Vom k. k. Bezirksgerichte Laas wird mit Bezug auf die Edikte vom 26. Jänner und 11. April d. I., Nr. 408, bekannt gemacht, daß, nachdem zu der in der Exekutionssache des Hrn. Franz Pe-zhc von Altenmarkt, gegen Gregor Nupar von Tavschlc, pc:w. 40 fl. c. 5. c., am ll. Mai d. I-vorgenommenen zweiten Feilbietmigstagsatzung kcin Kauflustiger erschienen ist, am ll. Juni d. I. die dritte vorgenommen wcrden wird. Laas am ll. Mai »855. Z 773. (3) Nr. is9/. Edikt. Von dem k. k. Bezirksgerichte Laas wird mn Veziehui'g auf das Edikt vom 3. Februar l. I-, Nr. 546, bekannt gemacht, daß über Emverständ-niß beider Theile die zur Vornahme der exekutiven Fcilbietnng dcr, dcm Exekuten Matthäus Schulder» schiz gehörigen, in Podzirku gl-lrgeucn, und im vormaligen Grundbuche dcr Herrschaft Schnceberg suIi Urb. Nr. "/s. vorkommenden Realität, auf den 3. Mai u. 4. ^lini I. I. angeordneten ersten zwei Tag-satzungen mit dem als abgehalten angeschen wer« den, daß es bei dcr dritten auf den 4. Juli l. I-angeordneten unvcrändcrt scin Verbleiben habe. Laas am 30. April 1855. Z. 774. (3) Nr. 2093. Edikt. Vom k, k. Bezirksgerichte Laas wird mit Ve' zug auf die Edikte vom 29. Jänner d. I., Nr. 454, uno l v. April d. I,, Nr. 1534, bekannt gemactit, daß, nachdem zu der, in der Exekutionssache des HcrlN Franz Pezhe von Altcnmarkt, gegen Martin Mulj von Igendorf, pctc 80 fi,, am 10. Maid. I. ab' gehaltenen 2. Feilbietung kein Kauflustiger erschienen ist, am I I. Juni 1855 dic dritte vorgenommen rvcl' dcn wird. Laas am 10. Mai 1855. Z. 779. (3) Nr. 5977. Edikt. Von dem k. k. Bezirksgerichte Lack werden Jene, welche nachbezeichnete, angeblich in Verlust gerathene, auf Namen des Georg Preuz in Studenim, Haus' Nr. 5 lautende National. AiUehens - Eertisikalc dcs k. k. Stcueramtes Lack ll