Nr. 152. Donnerstag, 6. Juli 18U8. 112. Iahlgllu«. Mlmcher Zeitmg. PfünumeratlouSprels: Mi» P osrlenb>> ng: gauzjHhrw fi, 15, dalbjühilg fl. ? l><>. Im llomploii: ^. Die »Ullibachrr geitung. sllchtwt «glich, m!l «u«nlll,me b,r Tonn» und sselertazs. Die «»»«,»str«t<«> «am,ähria st, n, hal^Äjl!^ si. ^ 5.0, ss,!r d!^ Zuslcllung !»» Ha»« ga„,<ü!»>!g N, 1, — InserllonSgehttr: ssui 3 befindet sich ll»!«rss»pl«>h Nr, », die «evactio» Vndnhoszasse Nr, lb, Vpiechstlinden b,r «ebllltlon «««lich von llri»!' I!,j>,.,!>' !,!>« z» 4 ^^ill'ü !is, ls,, „Mnv pn ^si!,' ll lr,: !i»>> Uslln'n Wlsderliulilnne» per Zeile A lr ^ « b<« lU Uhr vormittag«, — Unfralifierie Vriefe werben »ich« angenommen und Manujcrlple »lcht zurllck«eft,U!, Amtlicher Weil. ! Se. f. und k. Apostolische Majestät haben den neuernannten außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter Ihrer Majestät der Königin von Großbritannien Sir Edmund John Monson am .Men Juni d. I. in feierlicher Audienz zu empfangen und seine Beglaubigungsschreiben entgegenzunehmen geruht. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Oberstlieutenant des Infanterieregiments Freiherr v. Veck Nr. 47 Karl Lang den Adelstand allergnädigst zn verleihen geruht. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst uuterzeichnetem Diplome d"in Major drs Infanterieregiments Freiherr von Ramberg Nr. 90 Hermann Nemec den Adelstand mit dem Ehrenworte «Edler» allergnädigst zn verleihen geruht. Nichtamtlicher Mil. Lranz-Ioseph-Goldstipendien. Vom Studienjahre 1893/94 angefangen, kommen an der technischen Hochschule zu Wien zwei, an der zu Lemberg eines und an der Hochschule für Boden-cultur in Wien zwei der für würdige und dürstige Hörer dieser Hochschule gestiftete« Fränz-Ioseph-Gold-stlpeudien im Iahresausmaße von 300 fl. Gold zur Verleihung. . Bewerber um eines dieser Stipendien haben ihr einhändig geschriebenes, an Seine k. und k. Apostolische "laMat gerichtetes Gesuch zu belegen: 1) mit dem Tauf- oder Geburtsscheine; 2.) mit glaubwürdigen Documenten über ihre Dürftigkeit unter Nachweisung des Standes, der Ver-mögeus«, Einkommens- uud Familieuvcrhältuisse der Eltern, eventuell im Falle der Verwaisung mit einem Belege der Vormundschaftsbehörde über den allfälligen Vermögensstand; 3.) mit dem Maturitätszeugnisse, und wenn sie schon Hörer der Hochschule wäreu, mit den betreffenden Studienzeugnissen, wobei jedoch bemerkt wird, dass unter gleichen Verhältnissen jene Bewerber, welche die Studien der Hochschule erst antreten, den Vorzng genießen. Die Gesuche haben überdies die Angabe zu ent-lMten, ob der Bewerber bereits im Gennsse eines Sti- pendiums oder irgend eines Bezuges aus öffentlichen Casseu steht, jeue vou angehenden Hochschülern überdies, welchem Fachstudium sie sich zu widmen gedenken, und sind bis längstens 15. August 1893 bei der l. und k. Generaldirection der Allerhöchsten Fonds in Wien (k. k. Hofburg) einzureichen. Auf später einlangende oder nicht gehörig belegte Gesuche wird keine Rücksicht genommen werden. Wien am 29. Juni 1893. K. nnd k. Generaldirection der Allerhöchsten Privat-und Familienfonds. Die zukünftige französische Kammer. Wohl keine Wahlbewegnng dürfte sich für das Schicksal Europa's bedeutungsvoller gestalten, als diejenige, welche sich soeben in Frankreich vorbereitet. Was bisher bei der nichtofficiellen Wahlcampagne besonders in die Augen springt, ist das geringe Maß der Achtung, welches die Kammer sowohl wie das Ministerium geuicßcu. Die gegenwärtige Kammer hat nicht eine einzige große, für die innere Entwicklung des Landes bahnbrechende Reform zustande gebracht. Im heurigen Winter kam mm noch der Panama-Scandal hinzn, welcher dem Fass vollends den Boden ausschlug, die Mehrzahl der republikanischen Führer discrcditierte und das Ansehen des ganzen Parlamentarismus der ! Nation gegenüber auf das denkbar tiefste Niveau herabdrückte. In der Kammer selbst macht man merkwürdigerweise jetzt, uumittelbar vor dem bevorstehenden end« Fittigen Schlüsse der Legislaturperiode, viel weniger Wahlpolitik, als ehedem. Entweder sind die Abgeordneten müde geworden, zum Fenster hinaus zu reden oder sie habeu die Ueberzeugung gewonnen, dass nach ihren früheren, geradezu hyperbolischen Leistungen in ! dieser Beziehung sich kaum mehr etwas Neues vorbringen lässt, was das Interesse des Publicums neubeleben könnte Bei solche: Lage der Dinge darf man sich nicht darüber wundern, wenn die Wahlbewegung, seit es ernst wird mit derselben, sich vollständig außerhalb der eigentlichen parlamentarischen Kreise abspielt und über die Köpfe der kleinen und großen Berufsparlamentarier 'hinweg in Scene gesetzt wird. Jedes neue Cabinet war schwächlicher als das vorhergehende und brachte den Radicalen Opfer über Opfer, um sich auf den Minister-fauteuils zu erhalten. Dabei blieb der endlos lauge , Wunschzettel von Reformanträgen, besonders soweit die- elben Steuerwesen und Socialgesetzgebuna. betrafen, eben bis auf den heutigen Tag ein bloßer Wunschzettel. Alle hervorragenden Politiker, welche bisher Wahl-Programme entwickelten und mit denselben sympathisches Echo im Lande geweckt haben, stimmen darin überein, dass der französische Parlamentarismus auf völlig neuen Grundlagen aufgebaut werden müsse, wenn derselbe zur Wohlfahrt des Landes und nicht bloß zum Vortheile einiger Streber dienen soll. Indem man schildert, wie eine richtige Kammer sein sollte, hält man der jetzigen indirect ihr langes Sündenregister vor. Indem man alles perhorresciert, was ein Wiedererwecken des Huliurkampfes bedeuten könnte, nimmt man anfs entschiedenste Stellung wider die Thätigkeit der gegenwärtigen Kammer, wider ihre Thaten, wie gegen ihre Unterlassungssünden. Daran, wenigstens einen kleinen Theil jener Versprechungen einzulösen, welche man wihrend der letzten Wahlcampagne den Wählern gemacht hat, denken die wenigsten Abgeordneten, und es bliebe ihnen' auch dazu bei der gebotenen Arbeitsfrist nur mehr wenig Zeit. Ueber den Termin der Nettwahlen hüllt sich die Regierung in Schweigen, nnd es ist nnn wieder zweifelhaft, ob dieselben am 6. August oder später stattfinden. Die Gleichgiltigkeit des Publicums bezüglich der Frage, ob die Kammer einige Wochen früher oder später heimgeschickt wird, erklärt sich wohl aus dem erwähnten Umstände, dass die Nenwcchlen zu den bis» hcrigen Parlamentariern in leiner Beziehung stehen. Das Iuteresse desselben ist durch die Panama-Scandale bereits so abgestumpft worden, dass in der That jedes neue Bestreben, von der parlamentarischen Tribüne aus Wiederbelebungsversuche anzustellen, misslingen müsste. Oesterreich in Friaul. Das uns so naheliegende Friaul war gerade nicht immer so »italienisch., als uns die Wortführer von Udine — und seltsamerweise sogar manche von Görz — glauben machen wollen. Wunderlich dünkt es ups, wenn wir die alte Karte des Eellarius anschauen nnb dort um den Tagliamenw herum Richimwald, Solim« berg, Newenhaus, Mosach, Starhemberg, Großenberg, Promberg, Haumberg und Partinstein finden. Das stimmt alles nicht mehr zusammen. Eine der merkwürdigsten Oertlichleiten, die uns vielleicht am meisten an die alte Herrschaft der österreichischen Geschlechter erinnert, ist die Umgegend von San Daniele. Wir finden dort die Denlznchen unserer Feuilleton. Wie Tom den Zaun anstrich. Von Marc Lwai n. Tom Sawyer ist ein guter Kerl, zwar eiu Tau-Mosassa, der seiner gute» Tante Polly manchen Streich Mlt, dem aber immer und immer wieder verziehen wlrd, weil Tante Polly nach dem sehr weisen Lehrsatz : «fugend hat keine Tugend» ihre Strafen bemisst, «ver einmal, als Tom, nufolgsam wie immer, gar °m Freitag die Schule schwänzt, beschließt Tante ^ouy. em Exempel zu statuieren und ihn am schulfreien Sounabend zu harter Strafarbeit anzuhalten. Sonnabend Morgen tagte, die ganze sommerliche "lelt draußeu war sonnig und klar, sprudelud vou "ben und Bewegung. Iu jedem Herz schicns zu klin-8 A ö" singen und wo das Herz jung war, trat oer Klang unversehens auf die Lippeu. Freude uud "lN malte sich in jedem Antlitz, elastischer Schwung yob zeden Schritt. Die Akazien blühteu und erfüllten Mtt köstlichem Duft rings alle Lüfte. ^ n A" "schien anf der Nildfläche mit eiuem Eimer voll Lunche uud ciuem langstielige» Pinsel. Er stand vor dem Zaun, besah sich das zulüuftige Feld seiuer ^yatlgtett, und es war ihm, als schwände die Freude «W der Natur mit einem Schlage. Eine tiefe Melau-Z?"e bemächtigte sich seiues ahuuugsvollen Geistes. ». . A lang und 9 Fuß hoch war der uuglückliche öaun! Das Leben schien dem Jungen öde, das Da< sein eine Last. Seufzend tauchte er den Pinsel ein und fuhr damit über die oberste Planke, wiederholte dies Manöver einmal uud noch einmal. Dann verglich er die uubedeutende übertünchte Strecke mit der Riescn-ausdehuung des noch ungetünchten Zauues und ließ sich entmnthigt auf eiu paar knorrige» Baumwurzeln nieder. Jim, der kleine Nigger, trat singend und springend ans dem Hofthor mit einem Holzeimer in der Hand. Wasser an der Dorfpumve zu holen, war Tom bis jetzt immer gründlich verhasst gewesen, in diesem Augenblicke dünkte es ihm die höchste Wonne. Er erinnerte sich, dass man dort immer Gesellschaft traf; Weiße, Mulatten und Nigger-Jungen und Mädchen waren da stets zu fiudeu, die warteten, bis an sie die Reihe kam, und sich inzwischen ausruhten oder um allerlei haudelteu uud tauschteu, sich zanktcu, rauften, prügelten nnd dergleichen Kurzweil trieben. Auch dürfte man Jim mit seinem Eimer Wasser nie vor Ablauf einer Stunde zurück erwarteu, obgleich die Pumpe kaum eiuige hundert Schritte vom Haus entfernt war, uud selbst dauu musste gewöhulich uoch nach ihm geschickt werden. Ruft also Tom: «Hör', Jim, ich will das Wasser holen, streich du hier eiu bisschcu an.» Jim schüttelte dcu Dickkopf und sagte: «Nix das können, junge Herr Tom. Alte Tante sagen, Jim sollen nix thnn anders als Wasser holen, sollen ja u!x anstreichen. Sie sagen, junge Herr Tom wohl werden fragen Jim, ob er wollen anstreichen, aber er nix sollen es thun — ja nix sollen es thun.» «Ach was, Jim, lass dir nichts weiß machen, so redet sie immer. Her mit dem Eimer, ich bin gleich wieder da. Sie merkt's noch gar nicht.» «Jim sein so bange, er's nix wollen thun, Alte Tante sagen, sie ihm reißen Kopf ab, wenn er's thun.» «Sie! O Herr Jemine, die kann ja gar niemand ordentlich durchhauen — die fähit einem ja nur mit der Hand über den Kopf. als ob sie streicheln wollte, und ich möcht' wisseu, wer sich daraus was macht. Ja, schwitzen thut sie von Durchhauen und allcm, aber schwatzen thut nicht weh — das heißt, so lange sie nicht weint dazu. Jim, da, ich schenk' dir auch 'ue Steinkugel - da noch 'nen Gummi dazu!» Jim schwankte. «'Nen Gummi, Jim, und was für ein Stück, sieh mal her!» «O, du mein alles! Sein das prachtvoll Stück Gummi. Aber, jnnge Herr Tom, Jim sein so ganz furchtbar bange vor alte Tante!» Jim aber war auch nur ein schwacher Mensch diese Versuchuug erwies sich als zu stark sür ihn Er stellte seinen Eimcr hin und streckte die Hand nach dem verlockenden Gummi aus. Im nächsten Mo mcnt flog er, laut ausheulend, sammt seinem Eimer d,e Strafe hmunter. Tom tünchte mit Todesverachtung darauf los, und Tante Polly zog sich stolz vom vchlachtselde zurück, Pantoffel in der Hand, Triumph im Auge. Toms Eifer hielt nicht lange an. Ihm fiel all das Schöne ein, das er für diesen Tag geplant, und Lalbacher Zeitung Nr. 152. ! 306 _____________ 6 Juli 1893 Ahnen, nicht unserer älteren Vettern, der Longobarden, noch unserer jüngeren, der'Franken, sondern jenes selben Vollsstammes, welches das Donaureich geschaffen hat, der Bajuwaren. Der angenehme Flecken San Daniele klettert an drei Seiten einen Hügel hinauf, den höchsten in einer Gruppe, welche in der Eiszeit durch die Gletscher-bcwegung vom Hochgebirge des Hintergrundes brockenweise losgelöst und in die Ebene vorgeschoben worden ist. Ihre sanften Höhen und grünen Thäler bilden hellte den Liebreiz friaulischer Tieflandschaft. Besteigen wir den Glockenthurm des Ortes oder das obere Schloss oder auch den Gartenvorplatz des unteren und nehmen wir Augenschein von dem Schauplatze, auf dem wir dann von Ort zu Ort festen Spuren unserer Väter folgen. Unzählbar fast ist die Menge der Aurgeu des Landes. Von der Landschaft Carmen, dort hinten links im Norden im vollen Gebirge, wollen wir schweigen. Namentlich reich daran ist die kleine Hügelwelt, die von San Daniele beherrscht wird; sie eignete sich durch ihre bequemen Kuppen vorwaltend für solche Anlagen. Doch merkwürdig genug, in diesen Mittelstrichen zwischen den beiden Bergrahmen findet sich nicht eine deutsche Burg: alle sind sie auf die Ränderhöhen des Landes hingestellt, wie an den inneren Klingenkanten einer offenen Schere oder wie an zwei Fäden, deren Knoten in Peuschelsdorf (Venzone) saß. Bloß dort im Südosten ist eine, aber doch gleichfalls auf einem Hügel, vorgeschoben gewesen, und weiter unten, im eigentlichen Flachlande, wo der Tagliamento zum Meere drängt, stand eine einzige: sie fraß der Strom. Otto der Große (952) fand es für nöthig, Friaul mit der Mark Verona und Treviso dem deutschen Reiche zuzuschlagen und mit Baiern zu vereinigen, das auch Kärnten beherrschte. ^ Wir kennen im ganzen die edlen Familien baju-warischer Abkunft sehr wohl, die sich in jenen Tagen auf dem Gebiete um tnn Tagliamento niederließen. Da ist zuförderst zu Ende des zehnten Jahrhunderts Herzog Heinrich von Baiern, dem unter anderem Sacile gehört ; bald nach ihm ein Graf Ozi, wahrscheinlich dem Geschlechte der bairisch-kärntnerischen Grafen von Treffen entstammend, der Naun (Cardenons) besitzt, und sein Gntsnachbar, der obersteirische Graf Tnrdegovo, als Herr von Naunzell. Auch die Slovenen hatten in Friaul herrschende Geschlechter. Die kärntnerisch-sloveni-scheu Grafen von Zeltschach, ein Graf Friedrich, Sohn eines Grafen Eppo, die Herzoge von Kärnten aus dem Hause Eppenstein, Graf Burkard von Moosburg, Markgraf Ulrich von Toscana, die Grafen von Peilstein, die Freien von Machland aus Oberösterreich, die Grafen von Tirol, von Ostenburg, von Sponheim und von Görz — alle diese sind bis ins zwölfte Jahrhundert Großgrundbesitzer im Lande Friaul geworde:». Wer da aus österreichischen Gauen daherkam, that es im allgemeinen zu persöulichem Dienste, und mit dem Stücke Land oder der Hübe, die ihm sein Herr lehensweise überließ, fügte er sich der eingeborenen Bevölkerung ein oder er saß mit anderen zusammen auf einem Schlosse und half dort seinem Herrn die bäuerlichen Abgaben sammeln und auch verzehren und gelegentliche Feindschaften mit dem Stahl ausgleichen. Auf dem Hügel von Spilimbergo gelangt man in das alte Bollwerk der Herren von Spengenberg. Es war ein wildes und ungeberdiges Geschlecht. Richhild von Spengenberg, eine Frau, schlug die HilfsVölker des Patriarchen von Aquileja. In der Loggia von Spilimbergo sammelten die Herren von Spengenberg ihre Lehensleute und deren Bewaffnete, und die Pergola diente ihnen als Dingstätte, denn in die Burg selbst Mannen oder Bauern zu allen Zeiten vorzulassen, war nicht gerathen. Daher kamen die Bauern hierher vor die Schlossherren zu Gericht, hier windet sich der Weg von der Ueberfuhr des Tagliamento herauf, und alle mussten durch diesen Burgfried und erhielten Geleite und gaben Maut und Zoll und was sonst dictiert war, an der Pergola. Die Burg Spengenberg beherrschte die große Handelsstraße von Pontafel nach Porto Gruaro. Zahn , vergleicht ihre Lage mit der von Iudenburg, St. Veit und Villach. Jetzt ist die alte Straße verlassen, aber schon zeigt sich auch hier wieder die Neigung der neuen Verkehrswege, sich dem Laufe der alten anzubequemen. ! Politische Uebersicht. Die Monarchen-Zusammenkunft in Ungarn. Der Aufenthalt Sr. Majestät des deutschen Kaisers in Ungarn wird sich im September nicht nur ^auf die Zeit der Schlussmanöver im Eisenburger Co-Imitat, sondern auch noch viel länger erstrecken. Der ^deutsche Kaiser wird nämlich mit unserem Kaiser, dem König von Sachsen und den übrigen höchsten Herrschaften, die den Manövern als Gäste beiwohnen werden, nach Manöverschlnss volle fünf Tage als Gast des Erzherzogs Albrecht in dem großartigen Jagdrevier > der Herrschaft Velye verweilen, um an den durch den 'Erzherzog Friedrich zu veranstaltenden Jagden theil-! zunehmen. Da aber weder iu dem herrlichen Belyer l Schlosse noch im benachbarten Herczcglak für viele Gäste genügend Unterkunft gefunden werden könnte, ! besteht die Absicht, für d!e Monarchen auf einem 'großen Donaudampfer, der in der Nähe des Iagd-z reviers in der Donau liegen würde, genügend Unterkunft einzurichten. Die Aufnahme der deutschen Thronrede. Bei Besprechung der Thronrede plaidiert die «National-Zeitung» für eine schleunige Berathung der neuen Militärvorlage und gibt der Ueberzeugung Ausdruck, dass der in der Thronrede enthaltene Appell an die nationale Gesinnung im Volke in ungleich weiteren , Kreisen Zustimmung finden werde, als dies durch die j Zahl der ausdrücklich für die Militärvorlage gewählten l Abgeordneten bezeichnet wird. — Die freisinnigen j Blätter vermissen genaue Angaben über die Deckung , der finanziellen Bedürfnisse. — Die «Kreuzzeitung» betont, dass die Erhaltung der militärischen Stärke der ! Nation nicht zum Kampfe, fondern zur feruereu, zuverlässigen Verbürgung des Friedens gefordert werde. Eine Erinnerung an 1866. Im April ; 1892 regten der Gemeinderath und der Pfarrer von ^Bezzecca (in der Nähe des Gardasees bei Riva) sowie der Reichsraths-Abgeordnete und Director der italienischen Kirche in Wien, Don Salvador,', die Errichtung eines Beinhausl's auf dem Colle Santo Stefano zur Aufnahme der Ueberreste der 1866 in dem Treffen bei > Bezzecca gefallenen Oesterreicher und Italiener an. Die italienische Regierung setzte sich auf die Kunde von diesem pietätsvollen Vorhaben und gern bereit, die tapferen Kämpfer beider Theile zu ehren sowie damit einen in der Kammer schon am 7. Juli 1891 ausgesprochenen Wunsch zu erfüllen, sogleich in Verbindung mit dem Wiener Cabinet. Die österreichische Regierung übernahm die Errichtung des Aeinhauses und eines würdigen Denkmals; sie theilte der italienische» Regie-ruug den Entwurf einer deutschen und italienischen In schrift mit und ersuchte um deren Unterstützung. Die Errichtung des Denkmals wird nächstens in Angriff genommen werden. Das bevorstehende Votum über die Militär-Vorlage im deutschen Reichs-tage. Bei der Abstimmung im Reichstage über die Militärvorlage dürfteu voraussichtlich die Polen das Zünglein der Wage bilden. Der «Dziennil Poznanski, lässt dabei durchblicken, dass Caprivi nnr dann seine Forderung durchsetzen könne, wenn er sich zu gewissen Concessionen (natürlich an die Polen) verstände. Der «Kuryer Poznanski» räth in einem «Sirenenstimmen» überschriebenen Artikel vor allen übereilten Schritten ab. Die neue polnische Reichstagsfraction solle es sich angelegen sein lassen, ohne Friction und ohne das Polenthum zersetzende Kämpfe die verständige Politik der Mehrheit der letzteren Fraction weiter fortzuführen. Indessen sei nach Ansicht des «5turyer» dazu wenig Hoffnung vorhanden, da das Hauptorgan der Minderheit (gemeint ist der «Dziennik») einen Druck in der entgegengesetzten Richtung auf die Meinung der Ab geordneten auszuübeu suche. Man solle sich aber nicht auf falsche Bahnen durch diejenigen drängen lassen, welche schon so viel Unglück über das Polenthnm ge bracht hätten. Der «Goniec Wielkopolski» schreibt sehr offenherzig: «... Das Los der Militärvorlage liegt in den Händen der Polen. Der Präses der Fraction müsste zu Herru v. Caftrivi geheu und ihm sagen, dass, wenn in Posen, Westpreußeu. im Ermlande und in Oberschlesien die polnische Sprache in den Schulen wieder eingeführt wird, die Polen für das Militär project stimmen würden, aber nur unter dieser Bedingung. Der,Vertrag/ müsse aber vor der Abstimmung fix und fertig sein.» von Koscielsli nebst Gemahlin waren übrigens deni Tom tauchte seinen Pinsel wieder ein nnd bemerkte gleichgiltig: «Vielleicht— vielleicht auch nicht! Ich weiß nur soviel, dass das dem Tom Sawyer passt.» «Na, du willst mir doch nicht weiß machen, dass du's zum Vergnügeu thust, eh?» Der Pinsel strich und strich. ' Zum Vergnügen? Na, seh' nicht ein warum uicht. Kann denn einer alle Tag 'nen Zaun anstreichen?» Das warf nun ein neues Licht auf die Sache. Ben überlegte und knupperte an seinem Apfel. Tom fuhr sachte mit seinem Pinsel hin und her, trat dann znrück, um die Wirkung zu prüfen, besserte hie und da noch etwas nach, prüfte wieder alles, ohne sich im geringsten um Ben zu kümmern. Dieser verfolgte jede Bewegung, eifriger und eifriger mit steigendem' Interesse. Sagt er plötzlich: «Du, Tom, lass mich ein bisschen streichen!. Tom überlegte, schieu nachgeben zu wolleu, gab aber diese Absicht wieder auf: . Nein, nein. da« würde nicht gehen, Bin, wahrhaftig nicht. Weißt du, Tante Lalbacher Zeitung Nr. 152. 1307 6. Juli 189z graphiert: Nach der Begrüßung des Bischofs und des Statthalters durch zwei Kinder hielt Graf Falkenhayn die Eröffnungsrede. Er dankte dem Ischler Verein, den: Vi-schof und der Regierung. Statthalter Baron Puthon sprach den Leistungen des Ischler und des Wiener See-hospizvereines seine Anerkennung aus und bezeichnete den Act der Wohlthätigkeit als den Tribut der Reichen an die Armen. Die große Kluft der Gegensätze werde im christlichen Staate durch Nächstenliebe überbrückt. Er sicherte dem Vereine die fortdauernde Unterstützung der Regierung zu. — (Baron Karl von Czörnig.) Nach einer Mittheilung der «Neuen freien Presse», durch welche unsere gestrige Mittheilung theilweise richtig gestellt wird, wurde der geisteskranke Baron Karl v. Czörnig, Finanz-Landesdirector von Tirol, früher in Trieft und Klagen-surt, nach Wien transportiert, um in der Irrenanstalt des Dr. Obersteiner in Oberdöbling untergebracht zu werben. Seit seiner Versetzung von Klagensurt nach Innsbruck fühlte er sich trotz der damit verbundenen Beförderung unzufrieden. Als er vor etwa fünf Wochen in Klagenfurt war, erschien er körperlich sehr verfallen und geistig abgefpannt. Während seiner letzten Reise nach Wien war er von einem Arzte begleitet, In Villach stieg er aus und machte sich durch ein höchst ausfallendes Benehmen bemerkbar. Auf dem Hauptplatze, wo eben eine Tombola abgehalten wurde, erzählte er jedem, er reise über Spiltal nach Chicago, bot Geld und Cigarren an und suchte Streit. Sein ärztlicher Begleiter musste deshalb Assistenz in Anspruch nehmen. Ein entsprechend gekleideter Dienstmann wurde dem Baron als Reisebegleiter nach Chicago vorgestellt und der Kranke so zur Weiterreise vermocht. In Wicn wurde v. Czörnig von drei Wärtern der Obersteinet'schen Privat-Irrenanstalt erwartet. Um ihn gefügig zu machen, gestatteten ihm seine Begleiter, im Bahnhöfe den Fahrplan behufs Anschlusses nach Chicago anzusehen. Der Irrsinnige gieng zu dem nächsten Localfahrplane und vertiefte sich in das Studium der Abfahrtszeiten. Ein kurzer Moment, während dessen ihm die Wärter den Rücken kehrten, genügte, um dem Kranken, welcher, wie alle Irrsinnige, mit einer eigenen Zähigkeit und Schlauheit an einer einmal gefassten Idee festhielt, Gelegenheit zur Flucht zu bieten. Er entkam und konnte trotz des eifrigsten Suchens nicht mehr gefunden werden. Abends um 5 Uhr wurde die freiw. Rettungsgesellschast telephonisch in eine Conditorei in der Singerstraßc gerufen, um dort einem Ohnmächtigen die erste Hilfe zu leisten. Es wurde festgestellt, dass der Kranke der Hofralh Ezörnig sei. Die freiw. Rettungsgefellschaft, deren Chefarzt Dr. v. Vragassy den Ohnmächtigen labte, brachte Hof-raty Czoernig in Dr. Löws Sanatorium. Baron Czoernig war infolge einer Alkoholvergiftung bewusstlos geworden, ^er Unglücklich? hatte sich zehn Glas Cognac hintereinander geben lassen und hatte in seiner Unzurechnungsfähigkeit noch weitere zehn Glas verlangt; man schenkte »hm jedoch nicht mehr ein. Der erste starke Trunk übte die traurigste Wirkung, und der fremde Gast sank besinnungslos zurück. Baron Czoernig hatte eine große Summe Neisegeld bei sich, darunter auch Hundert-Dollars-Noten, die er schon in Wien gekauft hatte, um seinen Plan, nach Amerika zu reisen, ausführen zu können. Baron Czoernig hatte sich in früheren Jahren um das alpine Wesen im Küstenlande vielfach verdient gemacht. Er gehört zu den Gründern der Section «Küstenland» des deutschen und österreichischen Alftenvereines. Außer einigen statistischen Nelneren Werken veröffentlichte er Arbeiten über Gottschee und die deutschen Gemeinden im Küstenlanbe. Auch als humoristischer Dichter zeichnete er sich aus; er gab seinerzeit mit Rudolf Baumbach die Zeitschrift «Enzian» heraus. — (Die Plünderung des Passagier-geftiicks) gehört bekanntlich zu den Fatalitäten, welche die Reisenden an der Riviera und in Italien überhaupt mit in den Kauf nehmen müssen. So klagt einer der Abonnenten des «Berliner Tageblatt» über einen derartigen Diebstahl, welcher ihm jüngst zugefügt worden ist. «Ich habe,» so schreibt der Betroffene, «meinen Koffer in Savona selbst nach der Bahn gebracht und unter meiner Aufsicht nach Mailand expedieren lassen. Als ich nach meiner Ankunft in Mailand meinen Koffer öffnete, fand ich den Einsatz desselben umgekehrt und aus einer Cra-watte, die in demselben sich befand, fehlte die Brillantnadel. Der Koffer war anscheinend durch Nachschlüssel geöffnet, durchwühlt und wieder verschlossen worden, so dass von dem Diebstahl äußerlich sich nichts wahrnehmen ließ. Ich habe ungesäumt bei der Direction der Mittelmeerbahn Anzeige von der Plünderung erstattet und Entschädigung beantragt, weil der Diebstahl im Gepäckwagen erfolgt ist,» Dicfer Antrag dürfte indes keinen Erfolg haben, da die genannte Direction sich in ähnlichen Fällen stets ablehnend zu verhalten pflegt. Sie gibt dem Beschwerdeführer allerdings eine höfliche Antwort, in welcher sie ihrem Bedauern über den Verlust Ausdruck verleiht. Die Klagen über derartige Räubereien auf jenen Eisenbahnen sind uralt und alle Maßregeln, welche gegen dieses Plünd?rungssystem dort getroffen worden sind, haben sich als unwnlsam erwiesen. Nach unseren Wahrnehmungen liegt der Grund des Uebels vornehmlich in der menschenunwürdigen Entlohnung der Bediensteten. Local- Mld Provinzial-Nachrichten. — (Personalnachricht.) Der Herr Landespräsident Victor Baron Hein ist sammt Gemahlin vorgestern in Veldes eingetroffen und hat im «Hotel Louisen-bad» Absteigquartier genommen. — (Ueber die neuesten Bemühungen zur Beförderung des Weinbaues in K rain) Zu diefer in unserem gestrigen Blatte enthaltenen Notiz sind wir heule in der Lage mitzutheilen, dass sich das l. t. Ackerbauministerium laut einer uns zugekommenen Nachricht bereits bereit erklärt hat, zur Entlohnung des vom Landesausschusse zu bestellenden Weinbau-Wanderlehrers die Hälfte des für denselben in Aussicht genom» menen Iahresgehaltes und Reisepauschales vorläufig auf die Dauer von drei Jahren aus Staatsmitteln beitragen zu wollen. Dieser Wanderlehrer hatte insbesondere die Neuanlage der Weingärten zu überwachen, die Bevölkerung über die hicbei nöthigen Arbeiten theoretisch und prallisch zu unterweisen und die Aufsicht über die vom Lande subventionierten Anlagen zu führen; derselbe könnte nebst-bei auch in der Obstbaumzucht Unterricht ertheilen. * (Von den k. l. Nildungsanstalten für Lehrer und Lehrerinnen.) Am hiesigen Staats-pädagogium haben die mündlichen Reiseprüfungen unter dem Vorsitze des k. k. Landesschulrathsmitglicdes und Ober-Realschuldirectors Herrn Dr. Iunovicz am letzten Montage begonnen. Diesmal machten die Zöglinge des vierten Jahrganges der k. l. Lehrerinnen - Bildungsanstalt den Anfang, wovon denn auch mehrere bereits die Reifeprüfung mit Auszeichnung ablegten. Gestern (Mittwoch) wurde das Anstaltsgebäude auch von einem Oberingenieur des Baudepa»tenien gnügen gilt. Ja, ja, wer erklärt diese Widersprüche m der menschlichen Natur? Die vorstehende Episode ist dem berühmten Buche: «Tom Sawyers Abenteuer nnd Streiche» entnommen, welches den ersten Band der Mark Twayn'schen Lieferungsausgabe bildet. Die weiteren Bände enthalten folgende Meisterwerke Mark Twayns: »Abenteuer und Fahrten des Huckleberry Finn». Band II. — Skizzen-buch (auserlesene Sammlung der kleineren Humoresken nnd Satiren). Band l!I.- .Leben ans dem Mississippi. Band lV. — «Im Gold- und Silwland». Band V.— Reisebilder und verschiedene Skizzen. Band Vl. - Die ganze Sammlung kann in 25 Lieferungen « 4l) Pfg. oder in sechs Bänden z.l 1l) Mark. elegant gebunden 13 Mark 5i0 Pscnige (Verlag von Robert Lutz in Stuttgart) dnrch die NuchlMdllmg Jg. v Klemmayr A Fed Bambeig in Lnbach bezogen w^den. Laibacher Zeitung Nr. 152 ___________________________ 1308 6. Juli 1893. — (Eine sechste Apotheke in Laibach.) Wie wir vernehmen, wurde diesertage vom hiesigen Stadt-magistrate die Concession zur Errichtung einer sechsten Avo-thele in der Stadt Laibach dem Bewerber Herrn Jakob Hoke-var, derzeit in Krainburg, verliehen, wodurch dem Mangel einer Apotheke in der Polana- und Petersstraße endlich abgeholfen wird. — (DasgestrigeFeuerwerl). welches Herr Elsner, ein Amateur-Feuerwerker, zugunsten des Elisabeth-Kinderspitals arrangiert hat, gestaltete sich überaus prächtig. Der umwölkte Himmel, der den Glanz der Feuerräder und Raketen noch mehr hervortreten ließ. beeinträchtigte gegen Ende des Festes dasselbe allerdings durch heftigen Regen. Herr Elsner sorgte indessen durch rasches Abbrennen des Feuerwerkes dafür, dass wir alle angekündigten Nummern zu sehen bekamen, und sprechen wir ihm hiemit für sein menschenfreundliches Unternehmen unseren besten Dank aus. * (Tod durch Ertrinken.) Am 3. d. M. vormittags hat Johann Grahek im Garten des Bezirksgerichtes Tschernembl mit zwei audern Arbeitern das Gras gemäht. Gegen halb 12 Uhr verließ Grahel die Arbeit und gieng in den drei Meter tiefen Lachinabach baden, woselbst er, da er des Schwimmens unkundig war, ertrank. Hilfe konnte ihm keiner bringen. Grahek wurde von Mathias Dollar als Leiche aus dem Wasser herausgezogen, ^l- * (Ungewitter.) Am 30. Juni l. I. entlud sich über die Ortschaften Zupeno, Krajnce, Ober- und Unter-Otave und Pikovnik im politischen Bezirke Loitsch ein heftiges Ungewitter und verursachte den dortigen Besitzern an Feld und Wiesen über 2000 fl, Schaden. Dem Besitzer Johann Klancar in Pilovnik hat der Sturm überdies einen Wald im Werte von 5000 st. entwurzelt, ^-r. — (Promenade-Concert.) Für das heute nachmittags halb 6 Uhr stattfindende Promenade-Concert in Tivoli wurde folgendes Programm festgestellt: 1) Nibori-Marsch von Lisnieswki; 2.) Ouvertüre zur Oper «Nabuccodonosor» von Verdi; 3.) Univerfitäts-Balltänze, Walzer von Wagner; 4.) «Mein Slizzen-buch,, Potpourri von Mannsfelb; 5.) Metternich - Gavotte von Ziehrer; 6.) «Glücklich ist, wer vergisst., Polka mazur von Strauß. — (Messerstiche auf der Gasse.) Vor einigen Tagen wurde in der Schönaugafse zu Graz nachts ein auf dem Heimwege begriffen gewesener 46jiihriger Taglöhner Namens Franz Legan aus Töftlitz bei Rudolfswert von zwei ihm unbekannten Männern überfallen und mit Messerstichen so arg zugerichtet, dass derselbe dem Barmherzigen'Spitale übergeben werden musste. — (GewerblicherAushilfscafseverein.) Vom k. l. Landes- als Handelsgerichte in Laibach wurde bei dieser Firma die Ausscheidung des Herrn Johann Mathian aus dem Vorstande und die Neuwahl des Herrn Johann Slobodnil, Gastwirt in Laibach, als Vorstandsmitglied eingetragen. — (Für arme Laibacher Witwen.) Am AI. Juli, als am Jahrestage der Vermählung der Frau Erzherzogin Marie Valerie, gelangt der Betrag von 200 fl. unter fünf arme, in Laibach heimatsberechtigte Witwen zur Vertheilung. Die Gefuche um diefe Unterstützung find bis 22. Juli beim Laibacher Magistrate zu überreichen. — (Blitzschlag.) Wie wir nachträglich vernehmen, schlug der Blitz bei dem gestern erwähnten Gewitter am 4. Juli in eine der hohen Pappeln unweit des Kolesia-Bades und entriss derselben einen Ast. Ein vorüber- Z)ie Aennat öss Olücks. Roman von Max von Weihenthurn. l5 Fortsetzung.) Die Frühstückssonne strahlte warm durch die offenstehenden Fenster in das Gemach, in welchem die Herrin von Clyst-Hazel mit ihrer Schwester sich befand. Die Beschäftigung und Haltung der beiden Mädchen, welche voneinander bereits in ihrem Aeußern grundverschieden waren, musste als charakteristisch bezeichnet werden. Barbara saß eifrig mit einer Handarbeit beschäftigt; sie trug ein dunkles Kleid, um den Hals einen weißen Kragen und sah wie die Verkörpeumg des Fleißes aus. Hetty lehnte nachlässig in einem Fauteuil; sie trug ein helles, duftiges Gewand, welches mit dunklen Seidenschleifen geziert war; auch sie war beschäftigt, doch einzig damit, ihr Schoßhündchen zu streicheln und zu verhätscheln, während Barbara mit einer Regheit arbeitete, als lebten sie noch in den Tagen der ehemaligen Armut und Entbehrung. . , ^^ "" herrlicher Tag!» rief Hetty plötzlich, das Schwelgen brechend, welches sie drückend empfand. ,w,^pn L> "?Z gemeinsame Antnüpf.maspunkte ^'^^^? Schwestern; es wäre schwer aewesen zwei Geschwister zu finden welche ^mttemander hatten, als die ^eide7'Nchte?Vy m s'.'^Ä^' ^^ N"bara. "W von ihrer Arbeit aufzublicken. ^ «Aber so sieh doch nur einmal hinaus in den Garten und überzeuge dich!» rief Hetty. «Du arbeitest gehender Bursche wurde davon getroffen, kam jedoch mit einigen blauen Flecken und dem Schrecken davon. * (Ertrunken) Am 2. d. M. ist der 16 Jahre alte Besitzers-Sohn Mathias Struhel aus Zapudje im politischen Bezirke Tschernembl beim Baden in dem bei dieser Ortschaft gelegenen, bei anderthalb Meter tiefen Wassertümpel ertrunken. Hilfe war leine in der Nähe. Ein Verfchulden trifft niemanden. —r. — (Herr Baron Kosjel), österr.»ungarischer Gesandter zu Constantinopel und unser Landsmann, gab vor einigen Tagen zu Ehren der dort weilenden un» garischen Professoren ein glänzendes Abendfest und Souper, zu dem auch die Vertreter der österr.-ungarischen Colonie erschienen waren. — (Selbstmord.) Ein in einem Hotel auf dem Marcusplahe in Venedig als Commis Eduard Visjak angemeldeter, 35 Jahre alter Passagier hat sich am 3. Juli aus unglücklicher Liebe erhängt. — (Promotionen.) Vorgestern wurden auf der Grazer Universität Herr Johann Er Hen aus Wittnach bei Krainburg zum Doctor der Gesammtheillunde und am 30. v. M. Herr Fr. Mayer aus Lichtenwald zum Doctor der Rechte promoviert. — (Laut Curliste des Bades Töplih) in Unterlrain sind dort bis 30. Juni l. I. 341 Gäste zum Curgebrauche angekommen. Die nasse Witterung hat dem Curbesuche viel geschadet. Es steht zu hoffen, dass der Juli und August sich besser anlassen werden. — (Neues Telegraphenamt.) In Unter-schischka wirb diesertage das mit dem Postamte dortselbst vereinigte Telegraphenamt eröffnet werden. Neueste Post. Briginal-Telegramme der Laibacher Zeitung. Graz, 5. Juli. Anlässlich der Relegierung zweier Techniker fand nachts eine Demonstration technischer Hochschüler vor der Recwrswohmmg statt. Zehn Techniker wurden verhaftet. Prag, 5. Juli. Graf Johann Harrach legte fein Landtagsmandat nieder. In einem Schreiben an feine Wähler weist er darauf hin, dafs die Mehrheit des czechischeu Volkes sich den Iungczechen zugewendet habe. Er sei dagegen überzeugt, dass ohne Verständigung mit den deutschen Landsleuten die Frage des böhmischen Staatsrechtes nicht erhofft werden könne, sondern in immer weitere Ferne gerückt werde. Pola, 5. Juli. Erzherzogin Maria Theresia wurde von einem Prinzen glücklich entbunden. R,m, 5. Juli. Die Kammer setzte die Berathung des Gesetzentwurfes über Emissionsinstitute fort. Gio-litti beantragte die Neufassung des Artikels 5, wonach während der gesetzlichen Coursdauer der Aanknotenanstausch derselben zwischen den Eimssionsinstituten durch königliches Decret normiert wird. Die Kammer nahm den Antrag mit 203 gegen 102 Stimmen an. Paris, 5. Juli. (Kammer.) Mehrere Deputierten interpellierten über die Straßenauftritte. Dupuy verlangte Vertagung der Interpellationen bis zur Wiederherstellung der Ordnung. Dieser Antrag wurde von der Kammer mit 377 gegen 133 Stimmen angenommen. Paris, 5. Juli. Der gestrigen großen Straßenschlägerei blieben die Studenten ferne. Die tumultuari-fchen Scenen fanden in der Nähe der Chants und abends auf dem Platz Saint-Germain statt. Bei dem Zufammenstoß des Pöbels mit der berittenen Polizei-Garde wurden angeblich 300 Excedenten und 50 Po- ja, als ob du es für Geld thätest, und doch hast du es nicht nöthig, selbst nur das geringste zu thun. Ich finde es im Gegentheil höchst unrecht, dass du es thust, weil du damit den Leuten, die es wahrhaft bedürfen, die Arbeit entziehst. Jeder Stich, den du thust, solltest du der armen Letty Tucker zukommen lassen.» «Ich kenne Letty Tucker nicht,» erwiderte Barbara hart. «Du hättest dich aber um sie bekümmern können,» widersprach Hetty. «Du warst zugegen, als Käthe Meredith von ihr erzählte, und so weißt du recht gut, dass das arme Mädchen, welches zart und schwächlich ist, ihren kranken Vater zu erhalten hat. Ohne den Beistand des Fräuleins Vandergrift und Käthe's hätten sie im Arbeitshause Obdach suchen müssen.» Zum erstenmale richtete Barbara den Blick auf die Schwester; derfelbe war cisigkalt. «Nun, und was weiter? Glaubst du, dass sie die einzigen sind, welchen das passiert?» fragte sie scharf. «Was weiter?» wiederholte Hetty bitter. «In deinen Augen ist es natürlich Albernheit, dass die Tuckers Abneigung vor dem Arbeitshause haben. Sie sollen wohl noch gar froh sein, dass sie dort ein Asyl finden können! O, Barbara, obgleich wir vor noch nicht langer Zeit selbst zu diesen Bedauernswerten zählten, hast du doch kein Herz für unsere armen Mitmenschen!» «Dafür hast du ja desto mehr davon,» lautete oie spitze Erwiderung. ^Forlsrtz«ng folgt.) lizei'Agenten verwundet. Nugers Leiche wurde morgens 3 Uhr auf den Bahnhof gebracht. Gegenwärtig ist die Ruhe wieder hergestellt. Paris, 5. Juli. Das Zuchtpolizeigericht verurtheilte die gestern verhafteten Excedenten zu viertägigem bis zweimonatlichem Gefängnis. Nachmittags fand ein Zu« sammenstoß des Pöbels mit der Polizei auf dem Boulevard Saint Michel statt. Der Kutscherstreik ist beendigt; im Quartier Latin herrscht Ruhe. London, 5. Juli. Vei der in der Kohlengrube von Thornhill erfolgten Explosion sind, wie man befürchtet, 145 Arbeiter verunglückt. Petersburg, 5. Juli. «Novoje Vremja» melden i Der frühere Seminarist Giacintov erschien vorgestern in Carskoje Selo in der Villa des Oberprocurators Pobedonoscev und versuchte, diesen» Messerstiche zu versetzen. Diener verhinderten ihn daran. Er wurde dort in einem Gemache eingesperrt. Die Untersuchung ist ein-_________________ ' Verstorbene. Den 4. Juli. Margarethe Virk, Inwohnerin, 72 I,, Kuhthal N, Schlagfluss. Den 5. Juli. Lucia Judos, Kaischlers. Juli. Auf den, heutigen Marlte sind er« schienen: 6 Wagen «lit Getreide, 9 Wagen mit Heu und Stroh und 14 Magen und 2 Schiffe mit Holz. Durchschnitts-Preise. Mlt,- Mgz,- Mlt,- M^ st-! lr, fl. j ti, ft,!tr, fi, ll, Weizen prMeterctr, 8zül) 9 50 Butter pr.Kilo . . — «2------- Korn . li «0 7 50 Eier pr. Stück . . — 2------- Gerste . 6^— 6 50 Milch pr. Liter . . — 1«------- Hafer » 7 — 7 80 Rindfleisch pr. Kilo — 64 — >— Halbfrucht . ---------------Kalbfleisch . — 50------- Heid>'N » 9 »0 10 50 Schweinefleisch » — 64------- Hirse , ß — 6 — Schöpsenfleisch . - 38------- Kukuruz » 6 — 6 — Hähnbel pr. Stück — 35------- Erdäpfel 100 Kilo 5-----------Tauben » — 17------- Linsen pr. Heltolit. 15-----------Heu Pr. M.-Ctr. . 3 57------- Erbsen » l4-----------Stroh » . . 2 76------- Fisolen » 10-----------Holz, hartes pr. Rindsschmalz Kilo — 96------- Klafter 6^40------- Schweineschmalz » — 70-------— weiches, » 5----------- Speck, frisch . — 64-------Wein,roth.,100 Lit.-------24 — — geräuchert > — 66-------— Weiher, »-------30 — Meteorologische Beobachtungen in Laibach. i UZ ft °^^ " ? u. Mg. ^34-6"^5"2" NO. schwach Ncks" ^7.. 5.2 »N. 731-9 26 8 W. schwach heiter ^ 9 » Ab. 7A2-3 215 SV. schwach Regen ""^" Echmerzerfüllt gebe ich allen Verwandte», Freunden uud Vclaunten Nachricht von dem Ableben > meiner innigstgeliebten Gattin, der Frau Maria Franco!) gel,. Novak welche gchern am 4. Juli um 6 Uhr abends, ver-ehen mit den Tröstungen der heil. Religion, im 52. Le< l bensiahre selig im Herrn entschlafen ist. Vie Beerdigung findet am Donnerstag den 6. Inli um .> Uhr nachmittags aus dem Ciuilspitale statt. „ „,-v'e heil. Seelenmessen werden am 7. 0, M. nm , U Uhr morgens in der Pfarrkirche Maria «erlündi. gung nud m der Herz.Iesu.Kirche gelesen werden. Lai bach am 5. Juli 1893. Johann Francclj städt. Wache Commandant, ------------------------------______________! Morgens Nebel, dann heiter, nachinittags zunehmende Ve< Wallung, abends und nachts Regen, Wetterleuchten in N. und O. — Das Lagesmittel der Temperatur 2l'2«, um 2 Z° iibe, dem Normale. Für die Nebaction verantwortlich: Ottomar Vamberg. WeltauSstelluna in Chicaao. Eines der interessan!, sten Obiecte ni der österreichischen Abtheilung ist die Ausstellung der belmmten Mlncralwasser°ssirma Heinrich Mattoni. Auf einem m reichuerziertem Eisengnss liinstlcrisch ausgeführten Pistamenl, um welches die verschiedenen Mineralwässer und Qucllcuprobuclc '", lieschmaskvollcr Anordnnnc, gruppiert siud, erhebt fich eine ^ltflhnliler sslasche vm, wahrhaft riesigen Dimensionen, welche den großartigen Absah dieses Sauerbrunnen gleichsam wnbulisch zum Ausdruck bringen. Das im Auftrag der GießlMer Brünne». Versendung nach Vutwilrfen des Wiener Architekten Karl Hal,bäct von der Nnnstschlosserei Math. Toman in Wien hergestellte lDbjec!. welches schou von weitem die Nliclc aller Ausst'ellungsbesuch.l au sich zieht, repräsentiert nicht allein die Weltfirma Maltuni auf das würdigste, sondern gibt auch Zeugnis von der hohen ltutwlcklung der österreichische» Kimstinduftrie. s28ij)j») Laibacher Zettung Nr. 152 1309 6. Juli 1893. Course an der Wiener Börse vom 5. Juli 1893. «°« K« ^«2«« L°urMatte Slaai«.Anlehen.' «"d Ware 5"/n Einlieitliche Rente i» Not?» verz. Mai November . , , »?«!» »»'!!, in«oto»verz,ssrl'rllllr Ä»c»lsl 97l»<> M10 „ Silber ve«. Jänner Juli N? 85 97 8 i» „ „ ,, Vlpril October ! 9? UK 87 8b l8b4er 4°/„ Etaassluse . ü5>» fl. !i47-50 14« 5» 1»<><> st^ l"? üft 148 - I8!!Urr ., „ ssiinflel 10» fl, 1«» " ««!> ^ I8«4er Staatslose . . 100 st- l»3k>0 i»4 5,> dto. ,, . . 5« si, 1»3.50 194 .»>>» 5"/» Dom.-Pfbbr. k 120 fi. . . «55 ü<» I5N ->,n 4«/,. Oest. Ooldrentc, stenolfrei l?-9b II« 15 ü"/„ Orst. Nolcincnle, steurrfrei ^'-^ —'— 4"/,, dto. RenleinKronenwälir. steuerfrei sürÄXI Kronen «om. »?'«» 9740 Elftnbahn' Staatsschuldver. schieibungen, Cllsabellibahn in G, slenerfrel (dlu. St,) snr t00 fl, O. 4"/„ «2^50 l«lt,'» Franz^ Joseph - Bah» in Silber ^ (div. St,)f. 1N0 fl, Nom, 5'/<°/„ »24 3!> 1<5'3Ü 4'/."/nNubolph A. i. S, (div, St.) fnr iN0N fl.No!», . . 100—100-20 4°/» dto. i.tkronenw. sleuerf. (biu. Et, für iiM, tt>r. Noi». »?!«'» »S3>> 2°/„ lljorarlberaer Äahn in SIlb, 200 u, 1000 st, f. ,nu st, Atom, lOO — 100 »0 4"/., bto, in Kronenw, steuerf. 4UN u. W00Kr. f. 200Kr. «om. »7 4U 9840 ^« ««aatSschuldverschrclbun-«t» abyestp. «lsenb.. Actlen Prll»r.. Obligationen. Clisabelhbahn 600 u, 3000 M. lnr 8NN M. 4°/„. . . . litt L!» 11? 85 Veld Ware ltlifabethbal»,, 400 », 2000 M. 800 M. 4",„...... 128 l.o lilz-KN ssranz Iosepli Ä. lt»l, l»84 4"/„ »8 2« 100-80 Galizische Narl Undwig - Nahn (tin. 1881 »0N fl. S. 4"/„ . 97 8b 98 8b VorarlbergerVahn, «miss. 1884, 4°/„,(biv.St.) E,.s. 100fl. N. »9-- —'-- Un«. Goldrcnte 4°/„ . . . . Ilb 70 ll5 A) bto, Papierrente 5"/„, , . . —-— — — dtu, «enl!> Kronniwähr,, 4"/„, slenerfreifür200Krone»Nom. U4^ü 95 lb olu.Sl,o1N0f!,,4'/,"/« 12Ü»!' lg« 05 dto. dt°. Lilb, INN st.. 4'/,°/l> UU"5 l, 5°/» . . 12" «iN l81'4N dt,.4V,"/»Lchanlrellal'«lbl.»vbl. llX, b0 j0I üo dto. Urb,°«bl. Obl. b°/». . . — - — — dto. PrüM.°«Nl. ll ioo fl. 0. W. 14» 50 14» s>0 dto, bto, k 5«fl,v. W. 148^0 149 5.» Theih-Nea.-Lojr 4°/„ 100 st, . 142-- 14» d« Grundentl.'Gbligationen (für 100 fl. > s»-50 4"/„ ungarische (100 st. W.) . »». Nnleihe 1»78 . . t08 75 ,«w 2/, Nnlelis» der Stadt Vürz . . - — — — Unleyen b, Stabtgemelnbe Wien lU? K" <08' «nlrben d. Ltadtacmeinbe Wien (Silber ober Gold). . . . l«7-?k> i!iK'?!> Prämien Nnl. d. Etabtam. Wien ,7k 75^17« L5> Äürfebau Vlnlrhe» vci>o«l>. 5"/„ I00k»u!l0, 50 4°/„ Trainer iianbes Anl. . . 97 75 W 75 Pfandbriefe (für 100 fl,). Vodcr. allg, öst. l»5u I.vl.4°/V. 12l 50 l»2 b<> bto. .. «nbU „ 4'/,°/, -— —-^ ^ Gelb Ware Uobcr. allg.ös - llb s«) dt°. „ 8"/„.II.«tm. - -- --'— üN.°«sterr, Lande« Hyp,Nnst, 4«!/, ?9 7b 100-50 Oest.-uny Nanl verl, 4'/,°/« . — - - - — dto, „ 4"/n . . 100 80 lOl - dto. 50jähr. „ 4°/„ . . lOO »0 »Ol — Lparcasfe, I.»s«..50I.b'/,''/°vl. 103 5« — — Pri«rität».Gbligationen (für 100 st.). ssodiiillüd« Nordbal»» Etaatsbahn....... 205 5<» 80« - Slldbahn k »«/»..... l58^l59?!, „ ä k»°/...... t»5 w l»«40 Ung.-gallz. Vahn . . . . l0? b" lO8 «> 4°/« Unterlrainer Ual,!,!-» , . »8 «) 99 — Diverse z°se (per Etück). Äudapesl-Vllsllica (Dombau) . 9- - 9'2'< Creditlose 100 fi...... 19« !>n 19? — Tlary Lofe 40 fl. llM. . . . 58 40 5V — 4"/„Donau Dampssch.IOOfl,««. - — — — ofener L°!e 4<» fi..... b8>- ««- Palffy Lose 40 fi. llM, . . . 57-50 58 50 Motbcn Kreuz, »st. Ve>.v..<0fi. Il««» 1^90 Nulhen Krenz, «na, Vef, v,, 5 st. «x ?b 13 Lü Nxdolpl, !/ose t« fl..... «A3» 2480 Salm Lofc 40 fi. LM, ... 69- - 70 — 2>, Venois llose 40 fi. «M. . «7 50 «9 — WllldstelN'llofe 20 fl. «M. . . 4! 50 4N5»» Windifchaiähliose «0 fi. EM, . - -.- 74 — »cw..Lch.d. S^Präm.'Vchulbv. d. Vodencreditanst.l.Vnl 81-— »8 — dlo, ll. Em, 188» .... 88 — »2 — tiaibllcher Lose...... 2»-z»5 24- Kank'Aclien (per Stück). Unglll-Oesl. «anl 200 fi, K0°,„«. 15,«-?!» 153-50 Bantoerein, Wiener 100 fi. . l« 5<»!i»3 - «eld war, Vobencr,'«nst,.»st.20(!fl,V,40°^ 4«li- -4X-llrdt-Äüsll. Hand, u, <». l«0fl, »!» !8«« «) «rebitbanl, «llg, ,mg., 200 fl.. 4,4-75 ' Depositenbanl. «ll» . 200 fl. . ltN i224--»«comple Ge!.. Ndröst.. 500 fi. »«u — «7«> — «iro- u. Lament,., Wiener,200fi. «4ft — »51-- -Hypo!l!elenl>,,öst,,200fi.85°/<,U »<»« 50 „ Westbahn 200 fi . . «71 - »72 - Vuschtiehraber «el. Ocsterr 500 fi llM. , . . »79 — »80 - Dra»-!t s»»tl. Db Z.)»O0fi.V. —— — — Dul.«obsnbllchtllt.-«.»OON.V. —— — — sserbinanb» Norbb lOOOfi.IM. »885 »89<» Vllliz.»llrI«,ibn>.-«,200fi.!l.er— - - - Vübbabn 20(, fi. Silber . . . --- . -- - Sübnordb. «erb..«. »00 fi. «V. 19? 75 19» ?ü IrllMw»y'»ef.,Vl.,I?0fl.d.w. »SO —»S1 - V».l887.»00fl. —-- — — ! »eld ! Ware lramwah Ves, neue Wr , Prio- ! ritüt» «ctien 100 fi, . . . , 95- - ,7 ^- Ung.-aal« ltilenb 200 fi, Silber »0» 75 »o» z,ü Ung.West».(i«allb-Glaj,»OOfi.G. »0» - »o» b« Wiener llocalbahnen.«ct.'<»es. «»—«4 — zndustri,«Arli«> (per Stück). »augef, «llg, OeN,. 100 fi, . U»» 5o l05b« llgydier «tuen- und Vlahl'Inb. in Wien 10« fi..... K4-— «b- Eifenbahnw-Veihg,, eiste, «0 fi »2 75 ?,i '/5. „«lbnnühl", Vapierf. u Vv», 49 5« vlefing« Vr«ueie! 100 fi . . 114 !>0 i,s, l.« Vkmt»n>Gestllsch,, öfierr.-alpine bl! >"> üü «<> Pr»«er «tsen^nb,.»es. »00 fi. «> ^ Galgo-Tarj. Vteinlohlen »0 jl. 7»« „VMbglmühl", Papiers. »00 fi. »00 ..Vteyrerm ", Papiers, u, V.» ,0eN in Wien.IOOfi, ,X4 l»»«lm ütihanft,, «ll«. in Pest, «0 fi......... l^> - 12^ «» »?, VauzeseMtbaft ,00 fi, , . l«4 5« »5 - «ienerber8tr Z«" »O-Franc«-Vtlllle 9 85»! 9 »4., Vilber ... —-.....- Deutsche Neich«bai!li!ol<,, . !»«^ «0 7« Papier.«ub?l..... i«l»0„!,.^>^ Marsala Florio Marke S. 0. M., bester italienischer Dessertwein, wird von den Aerzten als kräftigendes Mittel für Schwächlinge, Kranke und Recon-valescenten empfohlen. Eiue halbe Liter-Flasche 90 kr., fünf halbe Liter-Flaschen fl. 4";{0, außer Laibach Jl. 415; eine Liter-Flasche fl. 1-80, fünf Liter-Flaschen fl. 8-35, außer Laibach fl. 8. P^"" Nicht zu vergleichen mit. anderen Mar-sala-Weihen, die im Handel vorkommen. (2943) 1 Apotheke Piccoli „zum Engel" in Laibach, Wienerstrasse. Auswärtige Aufträge werden umgehend pLr Fost gegen Nachnahme des Betrages eflectuiert. Ribisel bester Norte (Eigenbau) zu haben: (3025) 2-1 Laibach, Jakobsplatz Nr. 8, I. Stock. (3015) Z.5907. Betanntmachunst. Vom k. k. Landes- als Handelsgerichte in Laibach wnrde bei der im Genossenschaftsregister protokollierten Firma: «Gewerblicher Aushilsscasse - Verein in Laibach, registrierte Geuosseujchaft mit beschränkter Haftmi.q», die Ausscheidung des Johann Mathian aus dem Vorstande und die Neuwahl des Iohaun Slobodnik, Gastwirt in Laibach, als Vorstandsmitglied eingetragen. Laibach am 1. Juli 1893. (2985) 3—1 St. 4199. OkJic. V izvršbi Anl.ona Peèeka od Peèkov proli Josipu Jakopinu iz Raven zaradi 28 gold, s prip. postavil se je neznano kje bivajoèemu upniku (Jregorju Jakšetu iz Roba sktbnikom na èin g. Gregor Lah, župan v Loži, kateremu se je dostavil lusodni odlok v realni dražbi z dne 29. aprila 1893, št. 215G. C. kr. okrajno sodišèe v Loži dne 25. junija 1893. (2879) 3—3 Nr. 4941. l Curatorsbestellunff. In der EMutionssache des Ver-zehrungsstcuer'Solidarabsindungsvereines von Illyr.-Fcistritz durch Mathias Va-lencic in Dorncgg gegen die mj. Amalia und Iosefa Staver als Rechtsnachfolger ' des Franz Staver von Iagorje pclo. 95 st. 50 kr. s. N. wurde der unbekannt wo in Bosnien befindlichen Tabulargläubigerin Maria Staver, wiederverehl. Prime, von Zagorje Josef Gärtner in Illyr.-Feistritz zum Curator »6 aclum bestellt und dem-selbeu der hiergerichtliche Mcistbots-Ver-theilungsbescheid vom 30. December 1892, Z 8619, eingehändigt. K. l. Bezirksgericht Illyr.-Feistritz am 25. Iuni^1893.___________________ (2846) 3—3 Nr. 3337. Curatorsbestellung. Vom l. k. Bezirksgerichte Oberlaibach wird hiemit bekannt gemacht, dass für den verstorbenen Florian KerMnik von Smrecje Anton Kerzisnik von Verd zum Curator aä »s:!um bestellt und ihm der Bescheid vom 10. Mai 1893, Z. 2560, behändigt wurde. K. l. Bezirksgericht Oberlaibach am 20. Juni 1893. X 1^* Telegramm! '^ß^ & .. J. S. Benedikt \ ^ La ihac 1k Alter Markt ^ werden bis 15. Jllll nachbenannte, von der Saison zurückgebliebene Gegenstände zu bisher nicht dagewesenen Preisen ausverkauft und zwar: Hüte, geputzt, statt 6 fl. nur 3 11., statt 5 sl. nur st. 2-50; mm Hüte, ungeputzt, statt 2 fl. nur 1 fl., statt fl. 1-50 nur 75 kr.; Sonnenschirme, statt 7 fl. nur 4 sl., statt 5 fl. nur 3 sl., statt 3 sl. nur sl. 1 -60; Surah, schwerste Qualität, passend für Roben und Blousen, statt sl. 1-80 nur 1 sl. per Meter; Foulard in schönsten Modefarben, statt sl. l"20 nur 80 kr.; Blousen, Reinseide, statt 12 sl. nur 7 und 9 sl.; aus Voile, statt sl. si-siO nur sl. 3-50; Batist, stall 4 fl. nur 3 sl.; Satin, statt sl. 1-80 nur fl. l'3O; Crelon 80 kr.; Touristen-Hemden für Herren, statt fl. 1*80 nur sl. 120; feinere Sorlen um die Hälfte billiger; für Knaben von 80 kr. bis sl. 1 20; Touristen-Gürtel 15, 20, 30, 50 kr. und höher; Handschuhe, Reinseide, 6 Knopf lang, statt 11. 1-20 nur 50 kr.; Fil de cose, stall 00 kr. nur 30 kr.; Damenstrümpfe, beste Qualität, statt 70 kr. nur 30 kr; Herrensocken, statt 48 kr. nur 25 kr.; Herrenhemden, weisse, von der Auslage maculiert, sinll 11. 1-50 nur 50 kr.; Auslagemieder von 40 kr. an; auch werden Geldbörsen, Portemonnaies, Cigarren- und Cigarretten- Taschen, Visitieren wegen Auflassung dieses Artikels der billigen Preise wegen bestens empfohlen"