Donnerstag den 5. Axril__________ 1838. All v r i c n. 3n Folge des hcrabgelangten hohen Hofkanzlci-Dtcrctes vom 21. d. M., Z. 6985, habcn Sich Seine Majestät laut Allerhöchsten Cabinettsschrcibens vom 20. l. M , durch das nahmenlose Unglück, Welches die Verheerungen der durch den letzten Eisgang der Donau in dem Königreiche Ungarn verursachten Überschwemmungen, besonders in Oftn und Pesth angerichtet h.ibcn, veranlaßt gefunden, anzuordnen, daß in allen Ländern der Monarchie Sammlungen milder Beiträge zur Unterstützung so vkler in die größte Vedrängniß gerathenen Bewohner beider Nachbarstä'dle und deren Umgebungen sogleich veranlaßt werden. Bei dem bekannten Wohlthätigkeitssinne Aller-höchstdero Unterthanen, zweifeln Se. Majestät nicht, daß sie ihren verunglückten Brüdern in Ungarn freudigst und liebreich beistehen, und zur Linderung des Elends kräftigst beitragen werden. Demgemäß wurden die hochwürdigen Ordinariate und die k. k. Kreisä'nuer angewiesen, diese Allerhöchste Willensmeinung sogleich angemessen kund zu machen, eine allgemeine Sammlung milder Beiträge einzuleiten, und die eingegangenen Sammlungsgeldcr schleunigst dieser Landesstelle einzusenden, wo dann dieselben durch das k. k. Landes-Präsidium unmittelbar der königlich ungarischen Hofkanzlei übermittelt werden. Vom k. k. lyrischen Gubernium. Laibach am 23. März 1L28. n n g 2 r n. Briefen aus Pcsth zufolge beläuft sich die Zahl der i»r Folge der Überschwemmung daselbst eingestürzten Hauser in der innern Stadt auf 70, in der Leopoldstadt auf ?i, in der Theresicnstadt auf tlll, in der Iosephsiadt auf 891 und in der Franz-siadt auf 453) zusammen auf 2281. Die Zahl d»r beschädigten Häuser, welche unterstützt werden mußten, betragt in der innern Stadt 169, in der Leo-poldsiadt 67, in der Thcrcsi'enstadt lwg, in der Io-sephstadt 115 und in der Franzstadt 72; zusammen 82?; unbeschädigt blieben in der innern Stadt ^56, in der Leopoldstadt 256, in der Theresienstadt 166, in der Iosephstadt 2l»9 und in der Franzstadt 13; zusammen 11^,6 Häuser. (Ost. V.) V e u t s ch l a n v. Auch aus dem Hannover' schen erhält man sehr betrübende Berichte von Verheerungen durch Wassernoth. Bei Winscn und Hopte sind die Elodciche durchbrochen, mehrere Dorfschaften überschwemmt, ungefähr 2000 Menschen ihres Obdachs beraubt, und über 9000 Morgen des fruchtbarsten Landes verwüstet worden. Auch dcn Verlust von Menschenleben hat man zu beklagen. (Ost. B.) Oiedcrlanve. Das Amsterdamer Handelsblad theilt abermals Briefe aus dem Haag vom 19. dieses Monats mit, welche die Nachricht, daß der König sich bereit erklärt habe, die 24 Artikel zu unterschreiben, bestätigen und hinzufügen, es sey bereits den großen Mächten, welche die Londoner Konferenz bildeten, von diesem Entschlüsse Anzeige gemacht worden. Der König, heißt es ferner, sey bereit, dem Tractat ohne Vorbehalt und Bedingung beizutreten, vorausge-seht, daß der Tractat, wie er vorliege, auch von Belgien ohne Weiteres angenommen werde. Man erwartet, bemerkt das genannte Blatt ferner, daß dieser entscheidende Schrltt des Königs einen wohlthätigen Einfiuß auf die Die lUfsionen dcr zweiten Kammer der Gencralstaaten habcn werds. (Ösi. V.) Frankreich. Admiral Lalande hat den. Bcflhl «hatten, un- 410 verzuglich an Bord des Linienschiffs Jena von Tou-lon nach Cadiz abzugehen, um das in der dortigen Bay auf den Grund gerathene französische Linienschiff Suffren flott zu machen. Das Journal des DebatS schreibt aus Algier vom 10. März: Der Marschall General «Gouverneur hat Maßregeln ergriffen, um die Auswanderung der Eingebornen nach dem Innern des Landes zu hemmen. Hinfort müssen zwischen der Einreichung des Gesuches um einen Paß und der Ausfertigung desselben l4 Tage verstreichen, damit in-dcffcn gegen die Auswanderer alle Reclamalionen wegen Schulden :c. anhängig gemacht werden können. Die Arbeiter, welche in der Stadt nützliche Gewerbe treiben, erhalten für das Erste gar keine Pässe. Diese Maßregeln werden hinreichen, um die Scru-pel, welche Abd .el-Kaders Emissäre bei einigen ängstlichen Muselmännern erregt hatten, zu bcruhi-zen. Bis jetzt hallen diese Auswanderungen noch nichts Beunruhigendes an sich, denn für etwa 100 Mauren, die sich «ntfernt haben, gewannen tvir2000Bundesgenossenvon dem Stamme Ued-Zeitun. Ein Circular des Unterrichts - Ministers an die Ueccoren der Akademien schreibt vor, daß das Studium der lebenden Sprachen, namentlich der Deutschen und Englischen, an den Collegien gründlich getrieben, und von den Lehrern deßhalb die erforderliche Qualification streng gefordert werden soll. Der Minister weiset besonders daraufhin, daß die Erlernung der neuen sprachen bei dem jetzigen Culturzu-siande und den Verbindungen Frankreichs mit dem Auslande uncntdchrlich sey. Die Tnbciten in Bitumen (Erdpech) haben seit einiger Zeil in Paris große Gunst gewonnen, und man erkennt jetzt allgemein an, daß die mit Bitumen gepflasterten Trottoirs, den Trottoirs mit Platten vorzuziehen sind, weil sie fester zusammenhalten und doch weniger kosten. (Öst. B.) Am 22. März kam eine neue Gattung von Erbpech:Actien (Erdpech zur Slraßenpstastcrung) an die Börse,' die Actien von 1000 Franken stiegen sogleich auf 5^00. (W. Z.) Nach dem Siccle hat die Regierung erst vor w«nig Tagen wahrgenommen, daß viele Offiziere der Exgarde in carlistische Dienste getreten waren, und dort die Zusicherung hoher Grade nebst beträchtlichen Vorschüssen erhalten hatten; auch eine Anzahl gedienter Unteroffiziere habe man durch das Versprechen von Lieutenantsstcllen verlockt. Die Minister sollen sogleich geg?n di«se Werbung Maßregeln ergriffen haben. (Corresp.) Spanien. Einem Carlistischen Schreiben aus Lerida von, 8. März zufolge sollen die Nationalgarden von R?uß durch die Bande des Carlistenchefs Griset auf der Straße nach Tarragona eine Schlappe erlitten, und 550 Mann an Todten und Gefangenen verloren haben. Nach Berichten aus Saragossa vom 10. März, in französischen Blättern, ist der General-Capilän, General Santos San Miguel, am 9. daselbst angelangt, und hat alsbald eine Untersuchung iiber die Hinrichtung des Generals Esteller angeordnet. ^ Von der navarresischen Gränze, vom l5. März, wird gemeldet: Am lU. d. M. sind vier Geschütze von schwerem Caliber und ein Haubitzen, Mörser sammt Munition, von einer Compagnie Artillerie und von 20 Pferden escorlirt, auf dem Wege nach Navarra durch Tolosa passirt. Sechs Bataillone von Navarra, eines von Alava und zwei von Guipus« coa, unter den Befehlen des Generals Guergue, sind in dem ThaleAraguil angekommen, die Richtung nach Puente la Neyna einschlagend. Den Statt gehabten Vorbereitungen nach, glaubt man, daß dieser Platz angegriffen werden sott. Um den Nio Argo mit Leichtigkeit zu passiren, lassen die Carlisten zwei prächtige Fahrzeuge im Thal« Echauri bauen. Die Expedition, welche sich zu einem Zuge nach Ober-Arragonien anschickt, besteht aus 6000 Mann, wovon 7 castilianische, zwei biscayische, drei alavesische Bataillone und aus der navarresischen Reiterel, unter Anführung Guergue's und Sopelana's. Am 8. hieß es zu Tlldela. daß diese Streitkräfte eine Bewegung in der Richtung von Sangucsa bewerkstelligt hätten. ^ (Hj. Z.) Die Carlistischcn Generale Elio, Zariateguy, Gomez u. A. sollten am 12. März abgeurtheilt werden. Auch hieß es, die beiden Carlistischen Expeditionen nach Castilien würden noch im Laufe dieses Monats aufbrechen. (Corresp.) Briefen aus Saragossa vom l6. März zufolge war man daselbst in neuer Angst vor den Car. listen. Cabrera, hieß es, sey an der Spitze von 9UU0 Mann in Velchite eingerückt, und zugleicher Zeit eine Earlistische Expedition bis Huesca in Arragonien vorgedrungen. Außerdem sollen sich 2000 Catalonier über Lerida m der Richtung gegen Saragossa in Be« wegung gesetzt haben. -^ Die Quotidienne, welche obige Nachrichten mittheilt, glaubt keineswegs, daß diese Bewegungen der Carlisien auf eine Belagerung von Saragossa oder auf einen Angriff gegen diese Stadt deuten, sondern vielmehr bestimmt sepen, 411 den Übergang der Hauptarmee über den Ebro zu begünstigen. (Hst. ^ ) Berichte aus Bayonne vom 19. März melden den wahrscheinlichen baldigen Abmarsch mehrerer realistischer Expeditionen; die c^stilianischen Bataillone werden dem Vernehmen nach zuerst ausrücken. Die Ehiistinischen Generale, unterrichtet von den Plänen dcr Carlistcn, bereiten sich zu ihrem Empfange. General Latre hülhet die Encartalioncs, Diego Leon steht zu Tafalla auf der Lauer, und General Ribera bewacht das Ebro-Ufer von Vlaso bis Logrono. (B. v. T) V a r t u g a t. Die Londoner Blätter vom 21. d. M. bringen noch andere Briefe aus Lissabon vom ^. März über die dortigen Ereignisse; die Königinn soll sich während des Aufruhrs, der ihre Regierung bedrohte, mit großer Würde und Festigkeit benommen haben. Als der Visconde Sa da Bandeira ihr am Sonntage anzeigte, daß die Rebellen wieder unter den Waffen seyen, und daß die Lage der Regierung ihre Bedenklichkeiten habe, antwortete sie: »Wenn Sie sich auch fürchten, Visconde, ich nicht." Der französische Gesandte erbot sich, dem Vernehmen nach, die Fregatte „Mcdea" zur Verfügung der Regierung zu stillen, das Anerbieten wurde indeß nicht angenommen. Wären die Revolutionärs von einem portugiesischen Kriegsschiffe unterstützt worden, so glaubt man, daß das briltische Geschwader im Tajo der Regierung Hülfe geleiltet haben würde. — Die Rebellen zogen sich, nachdem sie von den Linientruppen übermannt worden waren, in guter Ordnung auf eine steile Anhöhe zurück, wohin ihnen die Cavallcrie nicht folgen konnte. Dann zerstreuten sie sich, wobei die meisten von ihnen ihre Waffen mitnahmen. Die Zahl der beiderseitigen Todten und Verwundeten soll 'sich auf vierhundert belaufen. — Das Journal des Debats meint, daß die Aufruhrscenen, die ftit Einführung der Constitution von 1820 zu wiederholten Malen in Lissabon und im Lande vorgefallen den Beweis zu liefern scheinen, daß sehr liberale Institutionen nicht für ein Volk geeignet seyn dürften das so geringe Fortschritte in der „Praxis der Freiheit« gemacht habe. (Ost. V.) Oroßbri tannien. Englische Blätter berichten aus Sl. Helena vom 5. Februar: Nach einem Schreiben aus Canton vom 8. December ist ein Zwist zwischen den dortigen englischen Behörden und den Chinesen ausgebrochcn, indem der Vice - König den in den Verhaltur:gsbe. fehlen unserer Regierung an den Obeiaufschcr des drittischcn Handels in Canton vorgeschriebenen Vc» siimmungen über die Art des Verkehrs mit den chinesischen Behörden seine Genehmigung versagt hat. Ca-pitän Elliot hat deßwegen Canton verlassen, nachdem er zuvor die brittische Flagge auf der Oberaussehers-Wohnung «ingezogen. Man berichtet aus Philadelphia vom 26. Februar: Nach einem Schreiben aus Detroit vom lä. ging im Michigan-Staate das Gerücht, die Insurgenten wollen am 22., als am Geburtstage Washingtons, in Ober-Canada einfallen. Ihre Zahl hat sich vermehrt und sie sind wohl bewaffnet. Sie habtn. zu Gibraltar Lebensmittel geraubt, die Arsenale der vereinigten Staaten bei Cleveland und zuWatertown »r-brochen, und mehrere I0llArmaturen aus denselben entwendet. Die Regierung der vereinigten Staaten läßt Truppen an die dortige Gränze abgehen, weil die daselbst stehenden Streitkräflt nicht fiark genug sind, um einen Neutralitätsbruch zu verhindern. (W. Z) Gs manisch es Neich. Das Journal de Smyrne vom 2. März enthält folgende Nachrichten aus Vairut"vom 2^. F,> bruar: »Mehmed Ali halle Befehl gegeben, RtklU-ten bei den Drusen der Provinz Avuan, in der Gegen)» von Damascus, auszuheben,- allein die Vewohller dieser Provinz, durch die früher bei ähnlichen Anlässen in den andern Provinzen Syriens verübten Grausamkeiten erbittert, hallen beschlossen, der Aushebung hartnäckigen Widerstand zu leisten. Mehmet» Ali's Befehlshaber in diesen Gegenden glaubte sonach Gewalt brauchen zu müssen, und sehte sich an die Spihe zweier Regimenter gegen die widerspenstigen Drusen in Marsch. Die Gebirgsbewohner, die auf den Angriff vorbereitet waren, lockten die ägyptischen: Truppen in das Desilee eines Gebirges, das an die Wüste gränzt und rieben in dieser festen Stellung die Agypticr großentheils auf. Man kennt noch nicht die Zahl der ägyptischen Soldaten, die bei dltsem Vllltbade umgekommen sind; so vicl weiß man mlt Bestimmtheit, daß der General, welcher die Expedition commanbirte, und einer seiner Obersten unter den Todten sich befinden. — Eine andere Collision hat gleichfalls zwischen ^den Truppen Mehmed Ali's und den Arabern der Provinz Siras jenseits des todten Meeres Statt gefunden, in Folge der Weigerung von Seile der Eingebornen, dem Pascha von Ägypten 8 bis 10,000 Rekruten zu stellen. Man sagt sogar — was aber nicht wahrscheinlich ist — daß jene L bis l0,000 Mann Rekruten cs gewesen seyen, die auf den nndirn Puncten ausgehen worden waren, bereits uncer der a'g^pl'l'cl'en Fchne ge« 112 dient und sich nun nach jener Gegend geflüchtet hatten. Man kennt noch nicht das Resultat dieses Con-fiicteS, weiß aber, daß die Einwohner dieser Provinz den Vortheil einer vortrefflichen Stellung für sich haben, und bedeutende Hülfsquellen besitzen, indem Ibrahim Pascha sich unlängst genöthigt gesehen hat, die Belagerung der Stadt Siras , die er seit lange vergebens betrieben hatte, aufzuheben und sich in Unterhandlungen mit.den Einwohnern einzulassen. Mehmed Ali hat auf die Kunde von diesem Ereignisse seinen Kriegsminister Ahmed Pascha eiligst nach Syrien abgesendet, und zu gleicher Zeit 10,000 Mann zur Verstärkung der Armce in diesem Lande abgehen lassen." — Nachrichten aus Alerandrien uom 17, Februar (im Journal de Smyrne vom obgedachten Tage) zufolge hatte Mehmed Ali, der sich in Cairo befand, seine beabsichtigte Ncise nach Oberägypten in Folg« einer Depesche, die er durch einen Courrier aus Syrien erhalten hatte, vor der Hand aufgegeben. Neueren, über Triest eingegangenen Nachrichten aus Alexandrien vom 4. März zufolge sollen die Ägyp-tier unter Ahmed Pascha eine starke Niederlage in Syrien erlitten haben. (Ost. V.) Constan tin op el, 'cr am Euphrat aufgeschlagen, und werde zu Anfang Aprils mlt 25»0W Mann ins Feld rücken. Auf die Anfrage der Pforte über den Zweck dieser Kriegsanstalten versicherte jedoch der ägyptische Geschäftsträger, jene Truppen seyen keineswegs , wie man zu glauben scheint, gegen Bagdad, sondern gegen die Araber im Hedschas und Jemen bestimmt, indem Mehmed Ali, abgeschreckt durch den schlechten Erfolg der über das roth« Meer nach Arabien entsendeten Expeditionen, seinem Sohne befohlen habe, dem Euphrat entlang von Norden her in Arabien einzurücken. Ein persischer Gesandte, welcher der Krönung der Königinn von England beiwohnen soll, wurde täglich zu Trapezunt erwartet. (?) — Die türkische Fregatte, die den Gesandten des Pascha's von Tunis dahin zurückführen soll, wild am l8 dieses Monats unter Segel gehen. Sie wird dem Pascha Geschenke des Sultans, bestehend in Munition und einer vollständigen Feldbatterie, überbringen. — Die Stadt Bruffa im Sandscha? Khodawendkiar (dem südöstlichen Vithpnien), die alte Haupt- und Residenzstadt des osmanischen Padischah, mit ungefähr a6,0W Einwohnern, ist in voriger Woche großentheils abgebrannt. (Allg. Z.) Nachrichten aus Constantinopel vom ltz. März zufolge wurde am l2. gedachten Monats mittelst großherrlichen Hattischerifs der erste Schwiegersohn Sr. Hoheit, Rifat Halil Pascha, der Würde eines Seriaskcrs von Numelien oder Generalissimus der regulären Truppen enthoben, und der zweite Schwiegersohn des Sultans und bisheriger Seriasker von Anatolien, Mehmed Said Pascha, zu jenem wichtigen Posten ernannt. Die großherrliche Entschließung hierüber wurde letzterem noch am nämlichen Tage im Pallaste der hohen Pforte bekannt gemacht, worauf ihn sämmtliche Beamte, mit Ausnahme der beiden Minister des Innern und der auswärtigen Angelegenheilen, im feierlichen Zuge nach Seriaeker-Kapussi begleiteten. Der Muschir von Aidin, Felhi Ahmed Pascha ist von der Reise nach seiner Statthalterschaft wieder nach Constantinopel zurückgekehrt. Der öffentliche Gesundheitszustand war fortwährend sehr befriedigend. (Ost. B.) A m e r i k ll. New-Yorker Blättern vom 20. Februar zu folge, ist daselbst am l3. Morgens nach 2 Uhr das schöne Bowcry.-Theater abgebrannt. Es ist dieß binnen zehn Jahren das dritte Theater aus dem gleichen Platze, welches durch die Flammen verzehrt wurde. DaS Feuer brach in der Nacht um 2 Uhr aus und wurde von den Wächtern in dem obern Sparrwerk des HauseS bemerkt, ohne daß man auch nur vermuthen kann, wie es dorthin gekommen. Man glaubt, daß es angelegt worden scy. Die Garderobe, im Werth von 8000 Dollars, die Decorationen lc., Alles ging verloren und war dabei nicht versichert, so daß in dieser Hinsicht über 60,000 Dollars eingebüßt wer' den. Das Haus selbst war für 35,000 Dollars versichert, womit es aber nicht zur Hälfte wiederhergestellt werden kann. Es war ein sehr schönes Gebäude. Der Brand war übrigens so heftig, daß schon in einer Stunde das ganze Innere eine Flammenmasse bildete und zusammenstürzt,. Außer dem eisernen Gcldkasten, welcher die Cassenbüchcr und einiges Geld enthielt, wurde nichs gerettet. Die Schauspieler verloren wenig, da sie ihre Sachen über Nacht nicht in dem Sch^uspielhause zu lassen pflegten. (Öst. V ) Redacteur: Fr. b'av. Weinrich. Verleger: Kgnaj 3l. «3vler v. Klein mal.".