Nr. 59. Montag, 13. März 1905. 124. Jahrgang. OMcher Mmg. A«»umerationöpreiS: Mit Post Versendung: ganzjährig 30 X, halbjährig l» X. Im Kontor: ganz- »«1l!g ^ X, halbjährig li i<. Für die Zustellung ins Hans ganzjährig 2 X. — Insertlonö«ebühr: Für lleme Inserall' di« z» 4 Zeilen ül> l>, größere per Zeile 1L k: be< öftere« Wiederholungen per Zeile v d. Nie «Laibacher Zeitung» erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Die Administration befindet sich ttoilgickplah Nr. 8, die Medallion Dalmalingasle Ätr. lu, Sprechstunden der Ncdaltion von u bis lU Uhr vormittags. Unjranlleile Bricje worden nicht angenommen, Mmiujliipte nicht zurückgestellt. Amtlicher Teil. . Den 10. März 1905 wurde i» der t. l. Hof« und Staats-"useiei das X VII. Stück des Reichsgejetzblattes in deutscher Aus-»ave ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 10. März "Ub ^ir. 57) wurde die Welteivervreitung folgender Preherzeug-"lsse verboten: 3ir. 8 .Oinlllüiull. vom 2. März 1905. 2ir. b «Nu«^ «.ul«>^. vom 1. März 1905. ....... Nichtamtlicher Teil. Österreich-Ungarn und die Kapitulationsrechte Bulgariens. Das „Fremdcnblatt" schreibt: „Die „Kölltische ÜMung" brachte kürzlich aus Sofia die Meldung, Man erkläre in dortigen amtlichen Kreiselt lnit Ge-^ugtuuug, daß die russische Regierung beim Ab->u)wsse des ani 8. d. in Petersburg unterzeichneten ^anüelsvertrages luit Bulgarien auf sehr Wesentuche Kapitulatlonsrechte verzichtet habe, und hoffe ^aher, daß auch die anderen Mächte, welche Handelsverträge mit Bulgarien abschließen wollen, die ^l'chen Zugeständnisse inachen lverden. Man ^"nilte nach dieser Darstellullg glauben, daß Rußland zuerst unter allen Staaten den Bulgaren M dieser Richtung entgegengekommen sei. Dem ist ^er nicht so. Wie im Laufe der Zeit bei wiederholten Gelegenheiten in ^ofia selbst hervorgehoben ^>urde, haben die von Bulgarien seit langem auf-Lebotenen Benmhungen zur Abschüttlung der als ^M ^,^ inoralchhe Demütigung empfundenen Kapitulationen den ersten Erfolg bei Osterreich-^ltgarn erzielt, das vor ungefähr drei Jahren mit ?^ln Iürstentunt ciltelt Konsularvertrag einging, "Urch den die wesentlichen Bestimmungen der Kapitulationen aufgehobelt wurden. Die Voraussetzung ^ das Inkrafttreten dieses Vertrages ist alter-Altgs der Abschltiß gleicher Vercinbarllilgell zwi-V<-'n Bulgarieit und deit anderen. Großmächten, seither ist delur auch das Bestreben der bulgari->cl)en Politik darauf gerichtet geluesen, dieselben ^uraumungcn bei den anderen Staaten durchzu- setzen. Der von der bulgarischen Regierung im August vorigen Jahres den auswärtigen Vertretern in Sofia übermittelte Handelsvertragsentwurf enthielt deshalb eine Klausel, wonach sich die Vertragsteile verpflichten, eine die Verhältnisse der beiderseitigen Konsuln, regelnde Konvention abzuschließen. Die Mitteilung des rheinischen Blattes erheischt somit im Interesse der historischen Wahrheit eine Richtigstellung in dein Sinne, daß Rußland dem Beispiele Österreich-Ungarns gefolgt und demnach die zweite Macht ist, die aus ihre tapitula-tionsnläßigen Rechte in Bulgarien verzichtet hat." Vatikan. Der „Pol. Korr." wird geschrieben: Der Rücktritt Giolittis ist im Vatikan mit aufrichtigem Bedauern aufgenommen worden. Man anerkennt einmütig in kirchlichen kreisen, daß der gewesene Ministerpräsident während seiner letzten Amtstätigkeit Beweise des weitestgehenden Entgegenlom-mens gegenüber der Kirche gegeben hat. Giolitti war stets darauf bedacht, Verletzungen der religiö-fen Gefühle und Konflikte mit dem Papsttum zu vermeiden. Das Ministerium Giolitti hat auf die Einführung der Ehescheidung verzichtet, als es erkannte, daß diese Reform einem lebhafteil Widerstände bei der klerikaleil. Partei begegnet. Ungeachtet der von den. Antiklerikalen eingeleiteten Agitation, hat Giolitti der Niederlassung der aus Frankreich vertriebenen Kongregationen in Italien kein Hindernis in den Weg gelegt. Wie Giolitti eines Tages selbst im Parlamente erklärt hat, verfolgen Kirche und Staat gwei parallele Linien und es genügt, daß jede der beiden Mächte sich ill den Grenzen ihres Wirkungskreises halte, um alleu Reibungen und Konflikten auszuweichen. Was Giolitti auf diese Weise definierte, war die Politik Eavours, welche fich in der berühmt gewordeilen Formel verdichtete: „I^b^i'u cui^»u, iu lidoio «tilw." Man muß anerkennen, daß diese Richtung von der Mehrzahl der italienischen Regierungeil eingehalten wurde, die einander in dem letzten Jahrhundert folgten (eine Ausnahme bildete das Ministerium Erifpi),'Giolitti hat aber diese Politik mit gröberer Äusrlchugteit und nnt mehr Mut angewendet als alle seine Vorgänger. Im Vatikan ist man überzeugt, daß die ueue Regierung — wie immer sie zusammengesetzt seilt möge, — den Traditionen Gwlittis folgen uitd der Annäherung zwischen Kirche mrd Staat, zu welcher Papst Pius X. die Initiative ergriffen hat, teilt Hindernis in den Weg legen werde. Diefe Politik der Schonung und Versöhnlichkeit gegenüber der Kirche ist in der Tat eine Notwendigkeit für die innere Lage Italiens, welche vor allem die Zusammenfassung aller Elemente der Ordlluilg und der Erhaltung gegenüber den Parteien des Umsturzes und der Revolution verlangt. Die Japaner in Korea. Aus London lvird berichtet, daß der Krieg in der Mandschurei Japan nicht davon abhalte, seine Interessen und Unternehmungen in Korea kräftig weiterzuentwickeln. Die Grundlage des ganzen Iapamfierungssystems bildet die Vergrößerung des Bahnnetzes. Die Konstruktionen sind in solidester Art durchgeführt und nur ersttlafsiger Stahl ist zur Anwendung gelangt. Die erste koreanische Bahn wurde 16l)l) voll einem amerikanischen Konzessionär zwischen Soeul und Tschemulpo gebaut, doch kurz vor der Vollendung von einem japanischen Syndikate angekauft. Dieses machte fich jofort daran, eine Fortführung der Bahn von Soeul nach dem südöstlichen Punkte vonFusan weiterzuführen, eine moderne Ozeanfährenverbindung zu schaffen und so die Reisedauer voll Soeul nach Tokio von sieben Tagen auf 5(j Stunden zu ermäßigen. Die koreanische Regierung hatte 1!)02 eine Nordbahn von ^oeul nach Wiju herzustellen begonnen. Auch diese Linie ist von der japanischen Regierung übernommen worden und lvird jetzt unter militärischer Leitung vollendet. Endlich wird von denEijenbahn-truppen Japans eine Linie von Soeul nach Gensan, dem östlichen Vertragshafen, gebaut. Ganz Korea lvird auf diese Weise mit Schienenwegen überspannt und dem Handel und Verkehr, wie der Einwanderung geöffnet werden. Das gesamte System steht unter straffer zentraler Leitung der japani- Feuilleton. Feigheit. Aus Warschaus Schreckenstagen. Von Aothar Hlrenüendorf. (Nachdruck verboten-) l Ärgerlich ließ Stanislav Saluski die Auffor- Nung zum Eintritt ergehen, als ein leises Klopfen ^ die Tür seines bescheidenen Studentcnstübchens M mitten i>t der emsigsten Arbeit störte. Aber seine verdrießliche Miene hellte sich auf, als er den Ein- kumden erkannte. Es war ja nur sein Freund "Nd Studicngcnosse, Vladislav Ehodzko, mit dem ^cm, Gott sei Dank, nicht viele Umstände zu Zachen brauchte. . „Guten Morgen, Alter! Woher des Wegs schon ? Küh? Es ist ja kaum elf Uhr und ich denke, du ^3st um diese Zeit gewöhnlich noch in den Fe- H, . Der Besucher hatte seine Kopfbedeckung an den loid^'hnkeil gehängt und ließ sich mm, ohne sci-^n dicken, an den Nähten vielfach durchscheuerten 5^nock abzulegen, auf den Stuhl neben dem ^fen nieder. h. „Ja, für gewöhnlich," sagte er mit merkwür-s'3 schleppender und klangloser Stimme. „Aber f ute bin ich schon lange auf den Beinen — scholl '^ lange." ^ Er hatte die Ellbogen auf die Knie gestützt ""o starrte mit leeren Blick unverwandt auf einen Urotzen Tintenfleck neben dem Schreibtisch. Stanis- lav bemerkte, daß er sehr blaß, beinahe erdfahl war und breite dunkle Schatten unter den Augen hatte. Aber er wußte, daß es ihm schlecht ging und er hatte ihn noch nie viel blühender gesehen. Weshalb also viele Worte darüber verlieren I „Ein Gläschen, Alter?" Der Gefragte schüttelte den Kopf. „So nimm wenigstens eine Zigarette. Der Kasten steht neben dir auf dem Tifchchen." Doch Vladislav rührte sich nicht. Er hatte so manchmal seine Stunden, in denen nichts mit ihm ailzufangen war. Aber es war sollst wenigstells nicht seine Gewohnheit gewesen, in derartiger Verfassung Besuche zu machen. Stanislav fand seine Anwesenheit höchst überflüssig und nach einer kleinen Weile der Unentschlosseuheit sagte er gerade heraus: „Wenn du dir eilt Buch nehmen möchtest, Alter — ich bin nämlich gerade so gut im Zuge mit meiner Arbeit und du weißt, das passiert mir nicht allzu oft." „Nein, ich mag nicht lesen. Aber ich will dich auch llicht stören. Wenn dn mir nur erlauben möchtest, mich ein bißchen zu wärmen. Es ist eine Kälte draußen, die einem bis auf die Knochen dringt. Nachher werde ich schon wieder gehen." „Immerzu! Leg dich aufs Bett. Und nimm ein Gläschen. Das wärmt besser als ein Ofen." Vladislav lehnte wieder ab, aber er legte sich in seinem dicken Überzieher, der naß war vom Schnee, auf das Bett des Freundes und starrte ebenso geistesabwesend zur Decke, wie er vorhin auf den Tintenfleck gestarrt hatte. „Du nimmst inir's also nicht übel, wenn ich fortfahre zu arbeiten." „Nein, ich will dich nicht stören," wiederholte der andere mechanisch. „Ich will nur bei eiuem Menscheil sein. Und nachher — nachher werde ich schon wieder gehen." Stauislavs Feder flog aufs neue übers Papier, und nach einer kleinen Weile hatte er die Anwesenheit des anderen ganz vergessen. Es mochte wohl scholl eine halbe Stunde vergangen sein, da knirschte es hinter seinem Rücken, und als er sich umwandte, sah er Vladislav auf dem Rande der Bettstelle sitzen. Und jetzt erschrak er wirklich vor diesem geisterbleichen Gesicht mit den unheimlich großen starren Augen, deren Pupillen ganz unbeweglich schieneu. „Was hast dlt denn, Alter?" fragte er. „Ist dir nicht gut. Vladislav stand auf und tastete nach dem Kleiderhaken. „Ich muß fort," murmelte er. „Es ist Zeit, daß ich wieder gehe." Stanislav war im Grunde froh, ihn loszuwerden; aber es war etwas so Mitleiderweckendes — nein, mehr als das: etwas so Unheimliches in dem Wesen seines Freundes, daß sich sein gutes Herz dagegen sträubte, ihn in diesem Zustande fortzulassen. . ^ , » „Höre, Alter," meinte er. „Es ist irgend was mit dir nicht in Ordnung. Sott ich 'm^on men^ Wirtin ein Frühstück machen ^ f"'c' Ihre l ^ Tochter wird es uns bringen. Vielleicht fuscht das deine Lebensgeister wieder alls." (Fortsetzung solgt.) Iaibacher Zeitung Nr. 59. 500 13. März 1W5. schen Regiernng, welche nicht nur das notwendige Kapital garantiert, sondern ganz erhebliche Beträge, etwa 1^/i Millionen Dollars, selber beigetragen hat. Den Bahnlinien soll die japanische Einwanderung folgen. Schon jetzt sind an allen Strecken entlang japanische Kolonisten verstrent. Sie sind die Vortruppen einer gewaltigen Einwanderung, welche dnrch drei große Einwanderungs-gesellschaften organisiert werden soll. Das bei der Herstellung und dein Vetrieb der Bahnlinien benutzte Münzsystem wird natürlich das japanische sein. Zur Unterstütznng der Einwandernngsbewe-gnng wird eine Zentralbank in Soeul berichtet werden. Es heißt, Japan beabsichtige, zunächst eine Provinz von Korea unter eine Art von Modcllver-waltung zu nehmen. Man steht vor einem Prozeß der Expansion einer für das eigene Land zu stark gewachsenen Bevölkerung. Koreas Öffnung und Angliedcrung in irgendeiner Form ist eben zu einer Lebensfrage für Japan geworden. Politische Uebersicht. Laibach, 11. März. Die „Zeit" führt in einer Besprechung der mehr-erwähnten Resolution der drei industriellen Verbände ans, daß das WortZolltrennung in Österreich viel von seinen Schrecken verloren hat. Wenn auch teiu Wirtschafwpolitiker übersehen kann, daß die wirtschaftliche Separation auch für Österreich in jeden: Falle voll ernsten Störungen dcsWirtfchafts-lebens begleitet sein müßte, so wird doch die Zollgemeinschaft nicht mehr so überschätzt, und die Erhaltung des zollfreien ungarischen Absatzgebietes nicht mehr als eine unumgängliche Voranssetzung für die Prosperität der österreichische!: Industrie betrachtet. Das Blatt nimmt jedoch an, daß den ungarischen Politikern die Vorsicht gebieten werde, den letzten Schritt nicht jetzt schon zn wagen nnd an die praktische Zolltrcnnung schon sofort zu schreiten. Es sei ein 1'lbergangsstadium zu gewärtigen. Das ungarische Telegraphell-^orrespondenz-bnrean meldet aus Wien: Seine Majestät der Kaiser empfing am 10. d. M. um 10 Uhr vormittags den kroatischen Abgeordneten Toma«iü, der ungefähr drei Viertelstunden, im Arbeitskabinette des Herrschers verblieb. Nach der Audienz erklärte Toma«iö, er habe Gelegenheit gehabt, die Stellung der kroatischeil. Delegation im ungarischen, Reiche tage zu der bevorstehenden Entwicklung der politischen Lage klarzulegeu. Er habe den Eindruck gewonnen, daß der Herrscher die ueue Ncgeluug der wirtschaftlichen Fragen als Sache der beiden Regierungen betrachte, für die militärischen Forderungen der nilgarischen Koalition aber wenig Entgegenkommen zeige. Aus Budapest wird gemeldet: Der leitende Ausschuß der verbündeten Linken hielt eine Sitzung ab, worin er sich nn't der an den Herrscher zu richtenden A dresse befaßte. Ein offizielles Kommunique wurde nicht veröffentlicht. Die Pariser Meldung der erfolgten Übernahme einer serbis ch e n A n l e i h c von 100 Millio- nen Franken durch ein, aus Pariser, Wiener und Berliner Finanzinstituten zusammengesetztes Konsortium wird an uutcrrichteteu serbischen stellen, wie man auö Belgrad mitteilt^ als unbedingt verfrüht bezeichnet; sie gilt aber als weiteres Syinp-tom für die auch anderweitig bestätigte Tatsache, daß die in Betracht kommenden Pariser und Berliner Finanzlreise gleichfalls prinzipiell bereit sind, die Anleihe, deren Höhe durch den serbischen Ministerrat nach der Heinlkehr des Finanzministers Paüu erst noch zu bestimmen sein lvird, auf der obenerwähnten Grundlage abzuschließen. Der noch in Paris weilende Finangminister, Herr Pa^u, soll in Berlin um den 13. d .M. und in Wien neuerdings gegen den Schluß der nächsten Woche eintreffen. Sämtliche Wiener Blätter ergehen sich in Betrachtungen über die furchtbare Schlacht bei, M u k -d e n und über die Folgen, die der für Rußland unglückliche Ausgang derselben zeiiigen könnte. Die „Neue Freie Presse" nimmt an, das; der Autotratismus bei Mukden mit der russischeil Armee eine gewaltige Erschütteruug erführt. Eo klinge paradox, aber es sei wahr, daß die Japaner dem russischen Volte eine bessere Zukunft erstreiten. — Das „Fremdenblatt" sagt, man könne heute nicht mehr vo»l dem Verluste eines Feldzuges sprechen, da die Schlacht bei Mukdeu den verlorenen Krieg bedeute. Damit sei nicht gemeint, daß jetzt der Friede ill Aussicht sei. Rnßland könne einen zweiten Krieg in der Mandschurei führen, mit einer zweiten Flotte, mit einer anderen Armee uud einem anderen Führer. — Die „Zeit" spricht von einem „gigantischen Trauerspiel", wie es die Weltgeschichte noch nicht gesehen. — Das „Neue Wiener Tagblatt" meint, die Friedensfreunde der ganzeil Welt pflanzen auf den Gräbern der Zehntauseude, die bei Mut'den den Heldentod starben, die Hoffnuug auf, daß diese größte Schlacht des Krieges auch die letzte sein möge. — Die „ÖstcrreichischeVoltszeitung" ist überzeugt, man werde sich in St. Petersburg der Einsicht nicht verschließen, daß der Friede notwendig sei, und daß Iapau, das die ungeheueren Lasten des Krieges schwer empfinde, gewiß keine unmöglichen Friedensbeoingungcn stellen werde. — Das „Neue Wiener Journal" jagt, man werde sich ill St. Petersburg mit dem Urteil des greisen Dragomirov befreunden müssen, daß die Partie für Rußland verloren ist. — Das „III. Wiener Extrablatt" glaubt, Rnßland hätte wohl daran getan, nach dem Falle voll Port Artnr Frieden zu schließen und das Kriegsglück nicht noch einmal herauszufordern. — Das „Deutsche Volksblatt" ist der 'Ansicht, daß die Schwere der erlittenen Verluste Rußland nicht znm Friedensschlüsse bestimmen müßte; aber es sei nicht von der Hand zu weisen, daß die schwere innere Krise auf seine militärische Schlagfertigkeit lähmend wirke. — Das „Wiener Deutsche Tagblatt" meint, die Niederlage von Mukden könne, wenn sie jetzt auch voll dem Unterlegenen schmerzlich empfunden wird, iil ihren Folgen dem russischen Volte zum Segen werden. — Die „Arbeiterzeitung" prophezeit, die Revolution werde die Frucht der blutigen Saat ernten.___________________^_^_____________ Tagesneuigleitm. — (Sonnenschein und Influenza.) Die städtische Wetterwarte in Nürnberg macht in ihrem Beruhte über den Jänner eine interessante Fest« stellung. Im Jänner erreichte die Wolkendecke statt der für diesen Monat durchschnittlichen 74 nur 55 tere Ausbreitung der Influenza wäre. Dagegen Mgt sich aus einer Statistik der letzten sieben Jahre, daß die größten Zahlen cm Influenzaerkrantungen sich volN März gegell den Jänner vorschieben, sowie daß die Heftigkeit des Auftretens ini heurigen Jänner vorher auch nicht einmal annähernd je erreicht worden ist. — (L ö w e n z u v e r s ch e u ch e n) ohne das S^ wohnliche Rüstung des Weidmannes, ist kein leichtes Unternehmen. Es gibt dafür mancherlei Rezepte, die zum Teil legendenhaft klingen, nicht jedermanns Sache oder nicht ill allen Fällen anwendbar sind-So ist beispielsweise nicht jeder in der Lage, den Wüstenkönig bei unerwarteter Aoa.ea.nnna. durch dle magnetische Gewalt des beherrschenden Männerbliäes unbehaglich zu stimmen und zn schleunigem NuclM zu bewegen. Auch Feuerbrände, die der Leu scheuen foll, sind nicht immer verfügbar. Ein fehr einfache« Mittet hat ein bekannter englischer Abgeordneter mehr instinttmäßig als llüt Vorbedacht, aber mit gutew Erfolge angewandt, als er in Süd-Afrika munter anf dem Zweirüd auf eine Äuschllchtuna. hinein und plötzlich iil scharfer Bewegung auf einen Xiöwen ZU' fuhr. Der Volksvertreter war unbewafsnet und >" vollständig sprachlos vor Entsetzen, daß ihm gar nicht einfiel, den Herrscher der Wildnis durch seiner Rede Gewalt zn bändigen. Doch ganz ohne Absicht se^e seine Hand wie vor sonstigen Wegehindernissen die Alarmglocke in Bewegung, und König Nobel, der aus solche Erscheinungen und so fremdartiges Geläute lN seinem stillen Revier auch nicht gesüßt sein mochte, folgte ohne Widerrede der Mahnung der ZivitisatioN und nahm schleunigst Reißaus. — Mounet-Sully, der Unzufriedene.) In der Comnden Hie nicht? Nehmen wir doch zlvöls!" -^ In ^m ^tück „Eine Familie zu Luthens Zeiten" nlllßte -'^unet-Sully eine Bibel haben. Er wollte nun durch ^»5 oin Eremplar aus dieser Zeit in der Hand halten, ^"'gebeiio inachte ih,n Elar^tie deutlich, wie schwer ^' !m, ein(!n Druck aus deni Anfang des sechzehnten ^ihrhunderw aufzubriligen und mit welcheu betracht-'^^^Ausgabeit sein Verlange», verbunden sei. Doch ^'r Tragöde beharrte bei seinem Wunsche. Elar6tie ^uust also bei allell Antiquaren, voll Paris herum, und es g^ingt ihm auch, eine so alte Bibel aufzutrei-^'u^ Ganz strahlend bringt er sie dem Heldenspieler , ^r nimmt sie, betrachtet sie, dreht sie hin und her, !,^cht darali, besieht sie mißtranisch, endlich wirst er '^' uc>r den ängstlichen Direktor auf eiuen Tisch und ^U mit jener nasalen und dröhnenden Stimme, ^' »lull aus seineil großen Rollen kennt: ,.N'ein, die "Ul ich nicht. Tanials war das Auch doch neu!" ^ — (Der P atriot.) Aus Wien nieldet mail: -^ ^aufluaun Leon Deutsch hatte sich vor demStraf-^chter des Bezirksgerichtes ^eopoldstadt, Gerichts-"N'tu'r Dr. Trawe, lvegen Wachebeleidiguiig zu ver-"»tworten. N'ach der Ailzeige soll er einem Wachmann ^' ^esichi ^espllckt habeil. Nichter: Silld Sie bereits ^'U-aft worden? - Angeklagter: Ob ich g'straft bin? ^ ^rau ni,d drei.^iiilder hab' ich. - Sichler: Das ist ^1 keine gerichtliche Vorstrafe. - Angeklagter: Aber ,^ll die Fran anlal von mir Schlag' lriegt hat, hab' '^ vi^rundzwailzig Stunden Arrest bekommen. — ächter: Ah so! Also weshalb haben Sie dem Wach->»a,in ms Gesicht gespuckt? — Angeklagter: Weil ich ^"' «ehabt gerade kein anderes Geschäft ... — , ^ - ^ch luarne Sie vor dieser Tonart, sonst müßte / .^ie disziplinarisch bestrafen! Angeklagter: Aber "Uschuldigl!n Sie, Herr Nichter, lassen Sie mich aus-,,^'u. ^ch ^^llt' sagen: Weil im hab' gerade gehabt "u allderes Geschäft, bin ich aus die Gasse gegangeu '"" hab' mit dem Herril Wachmann eiuen Anstand ""labt. Aber ins Gesicht gespuckt hab' ich ihm schon ^ar net, denn ich bin auch so a Patriot wie er. (Stur-'niche Heilerkeit.) Das Beweisverfahren ergab jedoch ^ Schuld des Allgeklagten, der schließlich zu ^ !. Stnn-""l Arrest verurteilt wurde. <..^ (Tad P i P o m i m o o r a m a'.) folgende ^ltige Kritik findet sich im „Hamburger Korrespo» ^Nten": G. Thalia-Theater. Zum erstell Mal: Der ^lcbcsbrunneu. Schwank von Fritz Verend. Herr ^""k schuf gestellt abends eine neue Kunstgattung -^ ^' ^ipomimodrama. Er sprach kein Wort. Er mimte ur und psiff. Er pfiff fragen und Antworten, Kom-^"ueiite lmd Beteuerungen, Randbemerknngen tlnd "^lidenausbriiche. Er pfiff sich alles vom Herzen hinter, mochte ihn etwas bedrücken, oder mochte Ersten vor Lachen. Und wie pfiff er! Er Pfiff schnief ' . und säuselnd, energisch uud kategorisch, er Pfisf . l'teclond luftig uud — er pfiff Pfiffig. Wenn er sich ^"" "us seineili Frühstück das Modell zu einem " Uleden aufbaute, wenn, er es zuerst mit den Augen ^ ^ ""nil mit demMunde verschlang, welm er Pfeifend ^ verschiedenen ^iebesszeneil nm sich her glossierte , ^ann spiirte man es mit elementarer Gewalt, daß 5 ^'^ Morgenröte einer neuen Kunst anbrach, daß l>^' 'piponiimodralna die Zukunft der dentschcn Bühlle ^^'Utet. „Na, und sonst?" Sst! Es lvurde zwei Akte N darüber gelacht, Wozll auch noch darüber reden? j, " (Gefährliches Geld.) Dem Kongreß >vn ^^mg.t"u ist eine Gesetzvorlage lillterbreitct sck>' ^ '^"^ ^"' schulutzige mld beschädigte Geld-^ite außer Kurs gesetzt werden sollen. Zu diesem tln-^ ^^ ^^'^' ^l'sulldheitstominissär der Stadt New-5ln ^' ^^uias Darlington, einem Ausschusse des di ^^'5 eiueu Bericht vorgelegt über Erperimente, h ^^ Parks voln Willard Parter Hospital gemacht H ',^ll festzustellen, welchen Einslnß Metall lind ^ ^l'üeld aus das ^ebcil voll Bakterien haben, lis!^ ^^'^ ^l-'p^rimenteil ist zu folgern, daß die metal-rjp/ Substanzen der Münzen, wenn sie mit Bat'te-^, ^ ln Berührung tonlinen, durch die lösende Tätig-^, ^'-''l Fenchtigkeiteil den Bakteriell verderblich wer-sl/.< ^'"hrend auf Papiergeld das allinähliche Ab-, ^ ^u der Bakterien durch Trocknung erfolgt. Eine ei>/>^ schmutziger Müuzen lilld Bailknoten aus >Ni)^ ^^uthanfe erlvies sich wie folgt infiziert: Pen-^ »nit durchfchnittlich je 2«i lebellden Bakterien, je 'i^'5 "'it je 111, noch leidlich reine Geldscheine mit bc> k ""b schmutzige Geldscheine mit je 7!i.()00 le° sW^^,.^"kterien. Die.Urankheitskeime der Schwilld-Uli^ ^uneil sich auf Papiergeld eillen Monat lang ^ ^uf Metallgeld ^ Slnnden lang erhalten und t>l.>>.> .,^l ^eldverkohr von einer Perfon auf die an- ^' übertragen werden. 9ln5 ^ ^ u Selbst ni ö r d e r a m T elepholl.) sch>^ ^'wyort >mrd berichtet: Uliter höchst dramatic hm" ^uistäildeil beging Mr. O. K. Snllnders, eiil ^'^' Beamter der „Standard Oil Company" ill Owingsmlle, ktentual), ^eib>lmord. Er rcef jeme ^>lrnn ans ^e^epyoil und leüie chr Mlt, oalz er weoen ^c0l.phluul genolilinen iMte, um Uch oas ^ieoeil zu nehmen. ^>le rces eri^reui, ste woue jujileu eulen Arzt ruzelli er anuvonele lhr aber, daij er das uorausge-a)waa)e iucyr »nehr >teheu; leoeil <^l,e wohl,!' ^le ^-rau hone, wle oer ^>orer i.el° llell ^/ulloeil eiltgntti dullll herrichte Scywelgen. Gteicy üarau> lanleu ole illrzte, aber Sallnüers war bereits bewuntos uno starb sail uuuuuelbar oaraus. Mal- mW ProumM-)jtüUjnchtell. Per Vtayrwcn ocr ^ai,cuu^mltlci. Dle ^r. ^ oer ^c0llats>a)r^i emiMl jolg^noen, >ur ole welieji.e!l ölre^e uuerenallt.eu ÄNltel,: ^^r >«.uyrweci oer ^aucungslmnel hallgt von lyrelu ^>elM,ie all El-weli^i, t)ett uno ^oytehuorateu ao, we:a)e uue m U^euyer ^uel>e >ur oe»l Körper wlchng >l»co <,„^as ^lote ölreuz ' ^^- -l-, u.^1). ^/le ülal, io > ,^ ln eiliuall.e»l zwar aue du^le ^ahriwue, lllüe>>ell, l zzerluger, >o oa^j ine ^urtoiiet, die fast gu -^ aus Wcnicr vcileyi, llM).t als em uusrelu)e»loes ^^ahrullgvuttNe^, oeiraujtel werden talul. ^cali yat aux>gerechil,e:, oan cul, Ä.roel' lcc, wetcher blo^ aus ^lanoiienluhruilg allgewlejcil luarc, täglich zehn 0ls vlerzeyll Pzulw ^artoiiem vruulyen wurde, uni üem ztorpur dell nongen ^cayr-!^"!l zuzujuhrcu. ^roi^oeul, ya: oie ^iarw>iel cmen ge-ivl,,ell ^«.ahrwon ourcy lhren ^ehmt an ^mrre, oer unwahr >o ^rozelli. vetru^i^. ^>luar olelM ol,e ütartoj" >et hinter den anderen aus oelil Pitallzezlrelche rammenden ^».ahrullgx)iiunet»l zuruci: ^>ro^,, ^»uijcn^ iruchie, ^lr>e eiuhanell zwei,- ols oreunai >o vletomr^e uno euen>au,s mehr Euueln.. Trotzoein yai 0le ^i,ar^>» >ei u)ren Piatz als ^ottsnaurungsmulel, erooeri uno oehaupicr, zuin ^,eu wegeli. oes vlU^cll, Preljes (0er-zelt lllchl^), zulll Tell aoer au^.) oesual^, lv^li. jle der aügcmeluen ^ejchniaasrminulg ^ll,t>prlU)l,, uaupi,-lacyuch woyt aver auch deswegell, weu ouru) oen l>cal.^ toxetgeliulj dax> Geiuyt der SaMgung heroorgerusell weroeu tallli. Die ötartonel wlro oayer ul. ^>erom° üuilg nlll FeU und ^ilve^,to,eu^er Er-llahrung mit ktariosseln jowle oor lloerziia^lger ^>er° abrem)U»tg derjelvell all ^liluer' ole ellgttjche ^raulyeu tallil die ^olge uon uoerrclculuyeill, ^>^ar-tojselgeilui^ ln der jruhesteu ^»ugello >eul, auch zu an^ derell ^^ralltheiteil, zum BelMel zur ^tro>utoie, tailll durch ähntlche Erllährullgsscl)ler oer ^ceinl gelegt werden, lndeni der Körper ourch dle>eloen all Wlüerstalldstraft einbüßt, ^oeiljo >,t llcuurllch >ur braute un,d Netollvaleszellte ole Erllahrullg mil ^iar^ to,ieln lllcht gerade ratjam, io>erll >ie lllch: aus ve° stunmten Grulldell voin. Arzte angeordnet wlro. Um üle ilötige Eiwein,zu>uhr ilcherzujtelten, loellu die U>^it-tet zur Bescha>sung ooil Fleisch >ehlen, loilinlt für üllll^ der ln den ersten ^ebellsjahren vor auem die ^i l l ch iit Frage; jie ellthält oie iveieiliilchell drei ^ahr-stofie und talin daher als em volltonlmelleres ^ah-rungsmittel ange^ehell werdell. Tatsächlich lebt ia auch der Säugliiig im ersten lebenswahre, luo er das intensivste Wachstum zeigt, und jein Gewicht verorei-facht, ausschließlich voll Mllch. Ailch Erlvach>elle tön-ilell bei reiner Milchnahrung bestehen, wie die ^ebensgewohnheilen eiilzelner lvilder Ställlllie be^ lveljeil. Anßer relner Milch kommen die mtt Mllch zubereiteteu Speisen (Milchreis, Gries oder Hirsebrei tt.) ill Betracht; oeraltigeSpeisen sind eme nahr-haste und leicht verdauliche klost, welche ftir Mnder ulld Erwachsene geeigilet ist nnd die Fteischilahrullg bis zu einem gewissen Grade erjetzen kann. Die Eier kommen an Nährwert dein Fleisch nahezu gleich, tonnen aber des hohen Preises wegen kaum als Ersatzmittel angesehen werden. Fische, wenigstens Seefische, sind weit billiger als Fleisch und doch fast ebenso nahrhaft. Oft genug hat man fchon bei der Verpflegung von Soldaten ein^n Versnch damit gemacht; trotzdem mall größere Portionen als Rindoder Schweinefleisch geben konnte, haben diese Versuche doch keinen Beifall gefunden, weil felbst eine ausgiebige Fischmahlzeit kein Gesühl der Sättigung hinterläßt. Die H ü l s e n f r ü ch t e dagegen (Erbsen, linsen, Bohnen) enthalten neben der Stärke so viel Eiweiß, daß sie mit Fett zusammen eine vollständig ausreichende Mahlzeit geben. Für gesunde Menschen, namentlich für diejenigen, welche schwere körperliche Arbeit leisten, ist diese Verpflegung sehr empfeh-lenswert. Die verschiedenen >!'äsesorten enthal ten zwar reichlich Eiweiß und Fett, siud aber meist so schwer verdaulich, daß die ill ihnen enthaltenen Eiweißlorper nicht ansgenützt werden können. Der Käse kann daher nnr ausnahmsweise zum Ersatze der Fleischkost dienen. Früber hat man den großen Nähr- werl oer '.pi^ze naujgelu^ni,, wcll >»c jna.lial,-tl^ «.mo uno lnull iri.iUnul^)erwcly^tllge»l <>el^utt0ielte jal«llllu) ^noeljjlor^ei Men. ^uHocm o^ier <>rrluul uu^gc^lurt war, lM >ca) lo^ll,el,mn er^eoen, ou^ oce>e oeimllolelll: >ehr i.cuwer o^roaunu) >llw. ^>el oezu <^oueu ^>a>i,era.ehane oer 4>l^z>.' (^ ^rozell^.) l>i cs uvrigens Uuli ooruhereul au^g^aMiieu, oajH ol)eli ^uyrwcn ocil^en. ^>ll ^lneni ^.riu^ oes t)i.ell.u.)es Nll0 >lc oauer ganzluy uligeelgller, wenn >le aucu ats ^utal zur ^cahlzeu coellw wlc cue Eienluje werwoll lilld. ^o. ^^u eu,) j ^ l l lll, ^ a n o u ^ o ^ l ^. ^ ^ o l ^ u -n. l n l >l e r l u Ul.) ^lc gc>n^e „^lener ^clMilg puollzlerl 0le Allert)oajji.ell ^»ailoichr^ioen, woiiiu oeln ^iljuaieli deH AclNi>lers jur X5ailoesvel,tel0lguu^, <>ei0-zeugliielsters Zeno Grasen W el I e rsy e i ul0, unl ^illyeouug vom Ämle unter deill, Ä,us0ruue oer vou->le»l Anerlelluullg jur seme iuehr ats ^ ^uyre gelel->lelen Tielijlc wlltsahrl Ulid oer lommanoierenoe General l»i ^,o>ei.l.laot, l)eidzeugNlei>ler <>l^nz ^ ch ö n -a i u), zulil Minister >ur ^anoesvertel0la.una. erliailill loiro. — (Die P e n i lo nsv er h ät lu il i e oer S ia a is v eanlte n.) Das„Freluoenolall" ia)rel0t: ^>n inehreren Btätterll lsl vor tur^ die FinauzverwalMna. oeal>>la)llgl, >ur ole ^laulsveamien die volle Peuliollsverechllgllilg lllü)l ll^hr, wie bisher, illU deln ^., >oiloerzl jcholl iuu oenl ^. Dlenilluhre eultrelell zu ta>>en. Wie oem gegelluber lli parlalueil.lariichell Kreolen vertauiei, clll-behrl geller Vor>aMg weillgsteus zuilacyji. noch oer Rtlualltat. Gelol^ have illal» ula^gebenoellorrs »ucht oerjauiui, die>e ^llregullg genauen ^luolen zu uluer^ werfen, Studiell, di,^ vieueicui llocy einige Zeu tstn-ourch anoauerll werden, gallz >o wie ^a auch loiistlge VorMuge i0illpeiellleliorls relstia) geprui: weroeil. Oo 0le>e Ällreguilg lnoe» ln oer nuchilen Zelt ^i^luall-tat erlangen lallll ulld wlro, oas bezweifelt lliali zcuoll oeshatv, wen ole Avlurzullg der Dleustdauer un Hivil-staalsdlensle wohl ilicht ohlle Nüawirtung au> das TleniluerhalUlls oer ^llllargagliten aucl) oer gelllelii-saiueli ^irmee bteibeli wurde. ^>il 0le>er tetzreren Ria)-tuiig ware dallll aber vorher felbstverständlicu auz die ^aliullg auu) o<:r allderen Relchshälsie ^luastHl zu liehnlen. — (Die Sam ill lung o sl e r r elchi s ch e r Volkslieder.) Belanutlicu bercitot das Unter» richlsmillislerium eiile Gelauilausgabe des Vollslie-oerichatzes aller österreichischeli Natioliell oor. ^»n elller Vorbeiprechuilg, oic vor längerer Zeit un Uil-lerrichtsnliill>leriulli statliano, wurde zullächst ein engeres Komitee zur Erledigung der Vorarbeiten g.e> wählt. Diei.es ^iolnüee hat nun eine Instruktion lür die SamnUer und eiileli geeigneten Fragebogell uel> sas)t, welche beide ill der demnächst stattsüldenoen er« stell Veriammlnng des volil Ullterrichtsinilliilerluul zu treiereuden Hauptaus>chusses uorgetegt luerden solleli. Tie Sammluug >oll in der Wei>e erfolgen, daß die Voltslieder ^eder einzetilell i»iutioll gesuillmclt ulld in Separatbänoen verojienilicht werüell. Da das Maie» rial ungemeill reichhaltlg ist, wird die Sammleraroeit eiile lange Reihe voll fahren bean>pruchen. Es liegen bereits ziemlich umfasi,eude Vorarbeiten vor. Nament-tich die österreichische Lehrerschaft hat eill reichyal^ liges Material geiainmelt; außerdem ist eine Reihe von großen Priuatsammlungen vorhanden. Nach Ab Ichlufi des ganzen Wertes wird wahrscheinlich auch eine Answahl der gesammelten Voltstieder in der Bearbeitnng sür Gejang und Ktavier für die Haus» inusik herallsgegebell werdell. (Todesfall.) 'Nach kurzem beiden ftarb vorgefteril abellds in Trieft Herr K- Graf Aichel-b n r g, Freih. auf Bode n Hof, Rot h e n t h u r ul und Greifenstei n, t. t. Rittmeister a. D., Besitzer der Kriegsmedaille, im <>5. ^ebeilsjahre. An seiller Bahre tranern die Witlve Frall I. Gräftii Aichelburg, geborelie Freiiii Zois von Edelsteiil, lind der Sohn Herr v,ngenicnr Graf Ernst Aichelburg, Baulonlinissär der k. k. Seebehörde. Die Xieiche ivllrde gestern nachmittags alls den Sndbahnhof gebracht nnd nach Laibach überführt, wo die Beifetzung ill der Familien» grnft morgen nachmittags 4 Uhr stattfindet. (Die Handels- und Gewerueta m -nl.e r in ^ ai b a ch) hält morgen um halb 10 Uhr vormittags im städtischen Magistratssaale eine or deutliche öffentliche Sitznng ab. An der Tagesord nnng steht: I.) Vorlage des Protokolls der letzten Sitznng. 2.) Mitteilungen des Präsidiums. 3.) Mit teilnngcn des Sekretariates. 4.) Wahl des Präsiden len, Vizepräfidenten, prov. Vorsi^nden nnd dreier Nechilnngsrevisoren. 5>.) Errichtung eines ständigen Ausschllsses. (>.) Wahl zweier Vertreter der ^nmer bei den konlinissiouellen ^.rhcmdln.nn'" N'egenSich.i^ stellung der Naturalv.rpflmung f>"' ^"" H^"../^ '' e lu.i.g vou Stipendien m. Schuler mld Schuler-... e. der s k. tuiistgelverblichen Fachschule m Lm° Laibacher Zeitung Nr. 59. 302 13. März 1905. dach. tt.) Stcucrrechtliche Behandlung der Gesellschaft ten nüt beschränkter Häftling. U.) Progralulll für die Reform und den Ausbau der Arbeiterversichcrung. 10.) Bericht über die Vorarbeiten der Zentralstelle der vereinigten Kammern niit Rücksicht auf die eventuelle Zolltrennung von llngarn. II.) Gesuch des Ausschusses der gewerblichen Fortbildungsschule in St. Martin bei Littai uiu Erhöhung des Erhaltungsbeitrages. 12.) Bericht über die Anschaffung der auf Grund der Ergebnisse der letzten Betricbszählung von der statistischen Zentralkommission verfaßten Tabellen. — (Sa n itäts-W och e nbe r icht.) In der Zeit vom 2(>. Februar bi5 -1. März tainen in Laibach 8 linder zur Welt (l2'-1tt pro Mille), dagegen starben 21 Personen (2d'0l) pro Mille), und Mar an Tu-bertulose 6, an Entzündung der Atuluilgsorgane 3, au soilstigen ^trantheiten, 12 Personen. Unter den Verstorbenen befanden fich (i Ortsfremde (28'5^,) und 11 Personell alls Anstalten (52'^^). Inseltions ertrailtullgeil lvurden gelneldet: Wochenbettfieber 1, Masern 2 und Diphtheritic 1. - - (V o nr L a ll d es w e i n t e ll e r.) Bei der vorgestrigen, sehr gnl besuchtell Weintost, fanden besonderen Beifall der Rheinriesling, der Ruländer und der blaue Burgunder de5 Grafen K. Lauthieri in Wippach, der „Kaiserweiii" (Burgunder und Nulän-der) und Riesling des Dechanten M. Erjavec ill Wippach, der weiße und der rote Unterkralner des I. Pello ill Stadtberg bei Gurtfeld (voll den Gastwirten „Zum Löwell" und auf der Drenitshöhe allgetauft), der Karmenet, der Zelen und der Welschriesling des I. Schwickert, der lveiße Burgultder nild der Zelen des A. Ferjanüii: in Slap, der rote Untertrainer des I. Mitlavüit: in Hl. Kreuz bei Littai, die weißen Sorten des I. Lenari^iü, F. Namori, Haselbach n>ld Jesse-lütz u. a. —ill— * (Ein gefährliches Z i m in e r f e u e r) elltftalld Samstag abends im Hause des Juweliers Ierd. Siinonetti a>n Rathallsplatze und zwar in der im zweiten Stockwerke gelegenen Wohnung des städ tischeil Lehrers P. Gorjup. Es geriet ein neben emem tönernen Ofenrohre eingemauerter Holzbalken, der fchon eillige Tage geglimmt hatte, in Brand. Eine durch die Polizei telephonisch verständigte Abteilung der freiwilligen Feuerwehr- und Rettnngsgeselljchaft erschien mit gewohnter Raschhcit auf dem Brandorte, tonnte aber infolge des dichten Rauches nicht alfogleich eindringen. Der mit der Abteilung gekommene Er,er-ziermeister, Herr Dax, ließ unverzüglich einen Schlauch an don Wasserleitungshhdranten anschrauben, drang ill die Wohnung ein und entdeckte sosort den brennenden Balten- das Feller wurde dann bald gelöscht. Über Anordnung des Herrn Branddirektors Htricelj, der die Löscharbeiten befehligte, verblieb die ganze Nacht hindurch eine Feuerwache ill der gefährdeten Wohnung. — Wie Augenzengen berichten, gebührt Herrn Dar für die energisch durchgeführten Löscharbeiten altes Lob. * (Ein saubercs Kleeblat t.) Die Gattin des Fleischers, Wirtes und Besitzers Josef Jesih in Zwischenwässern, Maria Jesih, unterhielt seit zwei Jahren ein Verhältnis mit dem in der dortigen Papierfabrik bediensteten 21jährigen Franz Otorn. Während dieser Zeit entwendete sie ihren: Manne an 2000 Kronen Geld und ließ 2s in einer Sparkasse in Laibach alllegen. Tiesertage wurde nun das Liebesverhältnis durch zwei Mägde des ^esih entdeclt. Als Okorn hievon Kenntnis erhielt, begab er sich ins Wirtshaus des Jesih nnd bedrohte die Mägde mit dem Erschießen. Hiedurch wurden die beiden ill solche Angst versetzt, daß sie ihrem Dienstgeber Jesih den ganzen Vorfall wahrheitsgetren darstellteil. Es wurde die Gendarmerie avisiert, die den Otorn sofort verhaftete. Kurze Zeit darauf kam der Bruder des Verhafteten, der 22jährige Fabriksaufsehcr Joh. Otorn, ins Wirtshaus und sagte zu den beiden Mägden: „Sollte eine voll ench meinen Ärnder verraten, so erschieße ich sie!" Sodann fuhr er nach Laibach zur Assentierung. Jesih folgte ihm unverzüglich nach und erstattete bei der Polizei die Anzeige, daß seine Frau dem Johann Otorn ein Sparkassebuch behufs Realisierung übergeben habe. Die Polizei verständigte hievon alle Geldinstitute nnd ersuchte, jene Person, die das auf den Namen Jesih, Okorn oder BenedicM lautende Sparkassebuch beheben sollte, anzuhalten. Kurze Zeit hierauf wurde von der „zlinetiüka posojilllica" der Polizei telephoniert, daß sich dort ein jnngerMmm mit einem alls den Namen Franz Otorn lautenden Sparkassebuche befinde und den Betrag von 2000 l( beheben wolle. Es begab sich der Wachkommmidant Lorenz Vreznik dorthin nnd hielt einen jungen Mann an, der sich für den 20jährigen Kommis Anton Okorn ausgab, und erklärte, er habe das Svarkassebnch von seinem Bruder Franz Okorn mit dem Ersuchen erhalten, den ganzen Betrag zu beheben. Nun wurde durch den Wachkommandanten Vreznik auch Franz Otorn bei der Anentierung un „Mestm Dom' ver haftet. Bei der polizeilichen Einvernahme machte er die Aussage, das Spartassebuch uou der Maria ^esih erhalten zu habeu, die ihm für die Behebung des Betrages 20 X, versprochen habe. Die beiden Brüder wurden dem k. t. Landesgerichte eingeliefert. -- Bei der in Zwischenwässern im Hause des Jesih vorgenommenen Hausdurchsuchung wurden in einem Ofen mehrere verbrannte Papiere, darunter auch einige halb-versengteLiebesbriefe vorgefunden. Wie es fich herausstellte, wollte sich das Liebespaar mit dem behobenen Gelde nach Amerika flüchten. — (W a 1 d b ra lld.) Gestern, nachmittags gegeil halb 5 Uhr entstand im Walde, westlich vom Schlöffe ^tosler, ein, Waldbrand, der, vom herrschenden Wmoe begünstigt, große Ansdehnung anzunehmen drohte. Obwohl viele Leute herbeigekommen waren, beteiligten sich anfangs bloß eillige junge Männer am Löschen, bis einige Unteroffiziere des hiesigen Bataillons des Infanterieregiments Nr. 1? sowie ein Unteroffizier des Divisionsartillerieregiments Nr. 7 dem Feuer fest all den Leib rückten nnd es durch Schlagen mit Reisig ill einigen Minuten erstickten. Nach der Lösch-attion erschien Herr Direktor Kosler, dem der Waldteil gehört, alls dem Brandplatze, und lud die braven „Löscher" zu einem Koslerschen Trunte ein, welcher Einladung die Jugend begeistert Folge leistete. Man dürfte dann ill der Bräuhanskautine den Durst ebenso wacker wie früher im Walde das Feuer gelöscht haben. — Voll anderer Seite wird uus berichtet, daß gestern nachmittags etwas früher auch unterhalb des Wasserleitungsreservoirs in der Tivoliwaldnng ein Brand nnsbrach, der sich alls eine Fläche von 209 Schritt ill Länge und 50 Schritt in Breite erstreckte' hiebei wurden mehrere junge Fichtenpflanzen vernichtet. Das Feller wurde von drei Sicherheitswachmännern gelöscht, die von dessen Ausbruche benachrichtigt worden waren. Die eingetroffene Abteilnng der freiwilligen Feuerwehr- nnd Rettungsgesellschaft trat nicht ill Aktion. " (Laib a ch e r T h e a terverei it.) Gestern hielt der Laibacher Theaterverein unter dem Vorsitze seines Obmannes Herrn O. V a m bcrg die satznngs-geinäße Jahreshauptversammlung ab, über deren Verlauf wir noch ausführlich berichten werden. Die stcv tutenmäßig ausscheidenden Ausschußmitglieder, oic Herren O. Bamberg, A. Kordill und Josef L n ct m a n n jnn., wurden einhellig wiedergewählt. Neu gewählt wurde Herr Dr. R, T h o m a n n. In den Revisionsausschuß wurden die Herren Artnr M nhleiseil lind Dr. Alois V alentn Edler von M a r ch t h n r n mit Akklamation wiedergewählti neilgc'wälilt wurde Herr Viktor Ranth. Bei der erfolgten ,^onstilniernug des Ausschusses wurden die bisherigen Fnnttwnäre, lind zwar die Herren: O. B a lii b e r g zum Obmann, H. Ludwig Zum kassier und I. Ritter O h m - Ianuschowsky zum Schriftführer wiedergewählt. Zum Obmann-Stellvertreter wnrde Herr Arthur M a h r ncugewählt. " (Langfinger.) Dem Schuhmacher ^.akob «avs ail der Anstraße wnrde ill einenl Gasthallse ein grauer Hawelock entwendet. — Dem Besitzer E. P. U'urde des Nachts von seinem im Hofe gestandenen Wageil Heu im Werte von 50 Iv gestohlen. — Der Privateil Johanna Gregorin in der Tirnauergasse wurde in der Nacht znm Freitag ein vor dem Hanse gestandenes Schaff, worin fich sieben Paar znm Waschen bereitete weiße Stri'impfe nnd vier Paar weiße und blaue Socken befanden, gestohleil. — Einige in der Tirnaner Vorstadt wohnende Burschen wnrden angezeigt, im Stadtwalde mehrere der Stadtgemeinde gehörige Bäume gefällt und gestohlen zu haben. " (,A n g e haltene SteinkohI e n die -b i n n e ü.Mnf der Bleilveisstraße hielt kürzlich ein Wachmann des Nachts zwei Arbeiterinnen an, die je einen Sack Steinkohlen trugen. Nach langem Leng neil standen die beiden ein, die Steinkohlen am Süd-bahnhofe gestohlen zn haben. * lE i n e st e ck briefli cl, verfolgte Di e-b i ii e i n geliefer t.) Über eineMitteilung der städtischen Polizei wurde diesertage die 21jährige Vagaii-tin Franziska .^trigelj aus Mailand bei Steinbrück, die sich bei ihrem Schwager in Birnbaum versteckt aufhielt, durch den dortigen Gendarmerieposten verhaftet nnd dem hiesigen Landesgerichte eingeliefert. Sie wird verdächtigt, in Gleinitz mehrere Diebstähle verübt zu haben. (Tots ch l a g.) Am 2. d. M,, als die von der Assentiernng in Stein heimkehrenden Bnrschen alls deil Ortschaften Vodice und Bukovica gegen l! Uhr abends iil Vodice anlangten, entstand unter ihnen alls derStrnße infolge einer schon längere^eit bestandenen Feindseligkeit eine große Schlägerei. Der 5leuschlers-söhn Martin Pavlin ans Bukovica Nnirde durch Hiebe luit Knütteln nnd auch vermutlich mit einer Hacke am Hinterhanpw so stark verletzt, daß er bewußtlos zu Boden sank und bald darauf starb. Ms Täter wur- den die Burschen Franz Bali«, Andrea,' Kriömn, Florian Hafner und Bartholomäus Knhar, alle ciuv Vodice, dem Bezirksgerichte Stein eingeliefert. ^' — (Verunglückt.) Der 08 Jahre alte Grund' besitzer Jakob Milavec aus Kaltenfeld der Gemein^ Adelsberg fiel am 2. d. M. von einem alls ben Dach' boden befindlichen Hellhaufen fo unglücklich ans ^' >iüchenwölbnng, etwa 5 Meter tief, daß er noch ">u felben Tage starb. -^l^- ' (S ch w er verletz t.) In Anßer-Goritz vtt' setzte ein tailbstummer Kllecht seinem Tienstgeber »w eiiieili Wageiidrittel einen solchen Schlag auf den Kopf, daß er ihm eine fünf Zentimeter lange und zwei Zentimeter breite Wunde beibrachte. Der Täter ist flüchtig. ___. Theater, Kunst und Meratur. "" (Deutsche Bühne.) Ohorns feffeliidc^ Schauspiel „Die Brüder von St. Bernhard" übte li?' der Wiederholung am Samstag nenerlich große ä^r-tullg aus. Die treffliche Darstellung fand seitens 0^ in ansehnlicher Zahl erschienenen Publikums lebhaft^ Beifall. «^ '" (P hilh a r m o ll i s ch e Gesell s ch a f t.) Würdig beschloß der gestern veranstaltete vierte >lli'»° mermnsitabend die rcillen, an künstlerischen GciüW' reichen Darbietllilgen der intimen Musik. Durch d>e Mitwirkung des bekannten hervorragenden KünM'-Herrn Adalbert Syrinek im Klarinetten°Oui>ltett von Mozart gewann der schöne Abend an besonders» Interesse, und das Publikum zeigte durch begeisteren Beifall, daß es die Leistungen des Gastes voll 3'' würdigen wnßte. ^ Ein näherer Bericht folgt. T^' Konzert war gut befucht. «^ ^ (Zur Schillerfeier.) Vom Wi"'" Kolnitee für die Schillcrfeicr konnnt lins folgend^ Aufruf zu: Im Nahmen der Schillerfeier «905 ftU auch eine Ausstellung enthalten fein. Das nnterzci^ nete Komitee wendet sich an alle Schillerfrennde, d^' inl Besitz von Handschriften, Drucken, Porträts,/"'!' dern, Medaillen usw. entweder dos Dichters M'> oder aus feiner Zeit und aus seinem Kreise sind, n» der Bitte, ihm davon Mitteilnng zu machen und M' die Gegenstände im Mai dieses Jahres zur Aussw' lullg zu überlassen. Mit besonderem Danke neh»>c" wir alles entgegen, was sich ans Schillers Nachw^ knng in Österreich bezieht, also die in Österreich orfä)'^ nenen Ausgaben seiner Werkei die Anfführungeü ^ iter Dramen auf den österreichischen Bühnen: ^ in Österreich entstandenen Werke der bildenden Ku»!^ die ihn selbst oder Personen seines Kreises zum M^'"'. stände haben, usw. Zuschriften erbitten wir u»^' der Adresse: L. L o b m e l, r, Wien, I., Schwang"^' (init dem ^usatzei für das Schiller-Ausstellung komiwe). ^ (s>m Ittdinn.) Inhalt der 12. NllMlN", «.) Paul Grokelj: „Für die Wahrheit!" ^ Dr. Heinrich T u m a: Die llniversitätsfrage. 3.) ^ ' guniil Poi<»jaki Der rnssische N'ationalismns. ^^ Fcnilletoil. ^^ Telegramme k. ll. des Telegrapi)en-ßorrespondenz-Sl,rcallS. Der russljch-jupnnische Krieg. Tieling, >2. März. (Meldnng der Petcrsbn^ ger Telegraphenagentnr.) Vom 7. d. M. 6 Uhr s"^ bis zllni !). d. grissen die Japaner die rnssiM ^! , Flanke und die Stellungen am Schaho an. An d!^'i Front erlitteil sie große Verluste. Die Japaner "> ^ gingen allmählich unter hartnäckigen Gefechten ^ russischen rechten Flügel und näherten sich den ^^.„ gräbern. Am ll. d. M. lvnrden von den I"P"N^ andanerilde Allgriffe anf die Eifeilbahn ullterllolN»^ ^ Mit Mühe gelang es den Rnssen, die Ortschaft U'^ geiltun zu halteu. Die japanischen Geschosse fielen ^ die Bahnlillie. llm die Uingehnngstolonne der I^ ner von seinem rechten Flügel zurückzuwerfen, !^ melte General Kr,ropatkin große Streitlräfte M Tchenitun, feitwärts von Siagnsa und Mg ^^ Angriffe vor, wobei er sich selbst mitten im Ocwe^ feuer befand. Heftiger Wind und Stanb hinderte» ^ Operationen. Das Dorf Tchenitnn ivlirde aeüo»""^^ doch griffen die Japaner abermals vom Flügel d^^ nnd glichen den teilweisen Erfolg der Rufs?" ^'>ic ans. An diesem Tage durchbrachen die Inpai'cr südlichen Stellingen der Russen bei Kiusan, "N^ sie voiii Osten nnd Westen zur Bahn vorrückten. Japaner drohten Mukdon zu umzingeln, daher >" i,l der Nacht zum 10. d. der Befehl erteilt, nach -ling zurückzugehen. Am !0. nnd 11. d. dauerte ^ Rückzug an. Am 10. d. fuhren die Japaner s^ ^ russischen Positioneil bei der Station Ehutckiitm a'" greifeil. Knropatkin konzentrierte südlich von ^, ^ chitai Artillerie gegen die Ortschaft Sesintun, ^'^" .,-t lich von Tcheiiitiill liegt. Der Artilleriekampf 5" ^bacher Zeitung Nr. 59. 503 13, M^z 1905. "l ganzen Tag an. Die Japaner beschossen das drei-^n Nilumeter nordöstlich von Mukden gelegene Tsu» ^um. Gleichzmtig bedrängten seit dein Durchbruch >, "Ulsan kleine japanische Abteilungen die russischen "upprnteile in der Flanke. ^ Tokio, 12. März. (Neuter-Meldung.) Marschall ,, ^Ma schätzt die Zahl der gefangenen Nüssen auf 4im< ^"""' ^^ Verluste der Japaner auf d«, w Manir. Die Japaner haben gestern eine auf n Rückzüge befindliche russische Kolonne am Puho "bangen genoinmen. uni ^ tersburg, 18. Vtärz. Knropatkin meldet icrdem 11. d. Vi. abends: Der Rückzug erfolgt s c>ie vorher bestimmten Stellungen. Die Nachhut l ontten Armee besetzte die Position auf der Man- "Uin'nstraße, 25 Werst von Tieling, vom Feinde "wenig bedrängt. Vom 28. Februar bis 11. März ^uloen 11W Offiziere und 40.W1 Soldaten verwun- Tokio, 13. März. Nach einer amtlichen Schät-3/, ? Kurden 40.000 Nüssen gefangen. Die russischen pulste im Schahobezirke betragen' gegen 90.000 f^ Wien, 12. März. Maler Rudolf Alt ist heute h !M 93. Lebensjahre gestorben, ko^ ° '^ ° "' l2. März. An Stelle Sir F. N. Plun- n^. der im Mai d. I. von seinem Wiener Posten ^''^t, wurde der Gesandte in Kopenhagen, Sir uucn-d Goschen, zum Botschafter am Wiener Hofe "nannt. ^„,, ^leuiykeiten vom Küchermarkte. bei ^)^" ^r. M., Ausflüge in das Neich des Geistes und Ntusi? «-' ^ 1-20. — Keller O.. Illustrierte Geschichte der Ii/^sN-1. l( -60. - IacobsonFriedr., Moor, gbd. ^tl^ ^ Vernhard M., Herrenloses Gut. gbd. K 6. — K ? «^ "' Schiller, sein Leben und seine Werte, 1. Nd., gbd. ^ ^. - Meyer Rich. M., Göthe, zwei Bde., geb, X14 40. In^ezels Niederjagd, Pr.°Ausg., gbd. l^ 24. - Die hohe Nbd z U' ^ ^. — Lhotzly H.. Religion oder Reich Gottes, Ei'^l . ^ Schroeder C., Hebbel-Vrevier, X 3 60. — fti^'^^ H'' Gottfried Keller-Vrevier. li «60. — Sieg. Ne,„,° V'. Shalcspeare.Vteuier. X 3 60. — Kerst Friedr., ll 3?^u°Nrevier, «. 3 60. - Vismaick-Vrevier v. PH, Stein, ^ Q., ^ Weber E., Der deutsche Spielmann, gbd. li 5 40. Ti ^^Ad., Jesus von Nazareth, gbd. K 6. — Oppel, d»i^'. Tondichter.Album, gbd. «. 6. — Chop M,, Führer Ltc>^ c^°^ Wagners Tondramen, gbd. K 12. — Die Photo-zllt V" «unst im Jahre 1804, X 9'60. - Megede I. R. W^.. ubeilatei, K 6 60. — Krack hart C., Neues illu-^ /"'biloieibuch, Lfg. 1 X - 90. - Krackhart C., Hyif/Uustriertes Konditoreibuch, Ausg. B., gbd. X 7 92. -Tie^r"' Naturgeschichte der Frauen, X2 40. — Melih L.. l,en»l,"^llterstü^e der Weltliteratur, ihrem Inhalte nach wiedcr-!'ie>,s ' ^ 7-^0. — Kaisenberg M. v., Erlebnisse des Hu< T)^ "utnants Varon Gerdau in Japan, K 4-80. — During, " ". Ursache und Heilung der Iuckerlranlheit, Ii 3 60. 3ed A°"°tig in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr «^ ^.^^mberg in «aibach, Kongrehplatz 2. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. l°bih , 11- März. Keindl, Fabrikant, Grünberg. — Bos» ^Nnen """ussionsrat, s- F^u; Lindtner, Hammerschall, Taul,„ "; ^"ig, Theateragent; Mannheimer, Fischgrund, Etanr, F""8, ^^, Rosenberg, Reiberger. Schwarz, Haideler, ^Nez 3n?papoit, Kohn, Reinhart, Kroboth, Basemann. Paline. hich.s'^""bburgger, Fneb, Richter, Simanovsly, Donebaum, ^ien ""°'' Menles, Rybarz, Ianitschel, Hardtmann, Ksite,, >eiie'. ^ Schiibl, Hofratswitwe. Savenblein. — Volpich, Ho-' "l-Rizolli; Reiter, Hermannstoher, Marlooit, Visogny, Morgante, «site., Trieft. — Mebus, Baumeister; Kern, Privat, W. Vellach. — Blau, Kfm., Grohtanizsa. — Winter, Kfm., Krefeld. — Kandii, Nfm., Carmel. - Mittler, Kfm,, Prag, — Herzla, Kfm., Budapest. — Maulwnrf, Kfm., Barcs. — Czeruy, Kfm., Kropp. — Plach, Ingenieur, Wien. Verstorbene. Am 10. März, Franzisla OroZeu, Professorsgattin, 33 I., Subicgasse 3, ^l«p!>liti», I^ueumunI»,, I'lli'^gil, ooräi». Im Zivilsftitale: Am 8. März. Johann Hribar, Inwohner. 65 I., Tuberkulose. — Johann Ogriu, Arbeiter, 60 I., Vitium oui'äi». — Apollonia Slopec, Inwohnerin, 75 I., Marasmus. Am 9. März. Maria Dobnilar, Inwohnerin, 72 I., Landestheater in Laibach. Heute Montag den 13. März Zum erstenmal: Vie Iuxheirat Operette in drei Alten von Julius Bauer. — Musil von Franz Löhar. Anfang um halb 8 Uhr. Ende nach 10 Uhr. Lottoziehung vom 11. März 1905. Graz: 22 62 34 56 40. Wien: 75 6 10 79 62. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Lustdruck 736 0 mm. 3 SuZ x ^ ii 'L U.N. 738-1 7-8 SW, z. stark heiter "' 9 > Ab. 738 1 4-3 SW. mäßig 7U.F. 7364 63 SW. stark fast bewölkt 00 12. 2 , N. 7351110 » teilw. heiter 9 . Ab. 734-8 7-7 SW. mäßig bewölkt 13.< 7 U.ss. > 733 2 > 00, NNO. mähig ^ Regen j 0 0 Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag 4-1° vom Sonntag 8 3°, Normale 28°, bezw. 3-0". S3eTantroortlidjM5, Monatzimmer mit llalkou and separiertem Eingänge, schön möbliert, ist in dor Jmlen-guttäe Nr. 1, I. 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