Nr. 47. Mittwoch, 26. Februar 1913. 132. Jahrgang. Ombacher Zeitma Vriin«m«ration«pr»t»: Mit Postum rjenduuy: ganzjährig 3U ü, lialbiäl^rif, il> 1< Im Nontor: nanzjährig « 8^, hulbjü>i>ig li i. ssNr die Zustellung ins Haus ganziähiig 2 X. — Ins»rtion»g«bühr: Für lleine Inserate bis zu vier Zeilen ov t>, gröhere per Zeile 12 d; bei öftere» W.edcrlMmgen per Zeile 8 li. Die «Laibacher Zeitung, erlckeinl täglich, mit Ausnalimr der Eunn- uin Feiertage. Tie AdminiftraNon besinbei sich Millokiöstrasic Nr, l«: die »»dnktion Mil!^iöslras,e Nr 1«, Sprechsllmden der H Nach dem Tode ihrer Mutter fühlte Herman« Des-rigny mehr als je die Sehnsucht, sich zu verheiraten, und sie leistete selbst den feierlichen Eid, nicht als „alte Jungfer" zu sterben. Sie war bereits 29 Jahre alt, und wenn es der elterlichen Liebe und Fürsorge nicht gelungen war, sie zu verheiraten, so lag es daran, daß Her-Mance etwas anders gewachsen war als die meisten anderen Menschen: sie war, ich kann es leider nicht verschweigen — sozusagen bucklig! Aber dieser Geburtsfehler hinderte sie nicht, ein kleines Herzchen zu besitzen, bas mit zärtlichen Hoffnungen, sehnsüchtigen Wünschen Und einem Übermaß von Liebe gefüllt war. Als Hermance eines Abends wie gewöhnlich am ^aniin ihres hübschen Häuschens in der Nile de Ncm-larts in Chatcllon die Zeitung las, fand sie folgende Annonce: Ehebureau, gegründet von Mme. de Saint Etienne, gibt vornehmen Familien Gelegenheit, zu den günstigsten Eheschließungen! Mitgift von 10.000 Fransn bis eine Million! Paris, Nue dc la Ehaussee d'Antin 65, Sftrechstnnden von 1 bis 5 Uhr! Auswärts schriftlich! Am nächsten Tage fiel Hermanccs Blick wieder auf dieselbe Annonce — am nächsten Tage wieder... Wie ^venn man einmal an die Dame schriebe? ... Und sie schrieb. — Umgehend erhielt sie einen prachtvollen lithographierten Prospekt auf rofa Papier, der den moralischen Zweck des Ehebureaus verkündete: „Mein Ehebureau ist keine Agentur", erklärte Frau de St. Etienne kategorisch und verächtlich am Anfang ihres Schreibens. „Zu der Gründung meines Institutes veranlaßte mich die Absicht, dcn vornehmen Familien meine ergebenen mütterlichen Dienste zu widmen, ihnen Glück zu bringen, für ihr Wohl zu sorgen! Ich glaube hiemit eine Mission zu erfüllen und ist es mein sehnlichster Wunsch, die in ihren Grundfesten erschütterte Gesellschaft zu festigen, zu verjüngen, zu neuem Leben zu erwecken!"... Zum Schlüsse forderte Mmc. de St. Etienne auf, ihr dcn kleinen Betrag von 20 Franken zu senden, den Abonnementsftreis für das offizielle Organ „Der Brautschleier", in welchem allmonatlich cinc reichhaltige Liste glänzender Angebote erschien... Für die Aufnahme in das Register dcr Elite-Hei-ratskandidatcn genügte schon die Bagatelle von fünfzig Franken. Hermance Zahlte die doppelte Taxe und fandtc außerdem an Mme. de St. Etimne eine kleine Photographie, die nur den seingeschnittenen Kopf bis zum Ansatz der Schulter zeigte. Aber Hermances Verlegenheit war groß, als sie die schier unübersehbare Reihe der Kandidaten vor Augen hatte. Wie den Nichtigen herausfinden? Nachdem sie zuerst einige zwanzig Anzeigen mit dem Bleistift bezeichnet hatte, wollte sie das Los entscheiden lassen, aber nach reiflicher Überlegung entschloß sie sich zu Nnmmer 12.864: „Beamter in der Provinz, Einkommen 3500 Franken, später mehr, 38 Jahre, gc-sund, nicht anspruchsvoll, wünscht Mädchen oder Witwe mit etwas Vermögen zu heiraten." Nicht anspruchsvoll! Vielleicht waren es im letzten Grunde diese Worte, die bei Herman« den Ausschlag gaben. Sie machte dem Eheburcau von ihrem Entschlüsse, die in dem Prospekte vorgeschriebene Mitteilung, sandle nochmals den vorgeschriebenen Betrag von 50 Franken und erhielt „umgehend" Namen und Adresse des jungen Mannes. Er hieß Adrienne Bastide und war Gerichtsschreiber tief unten in der Bretagne. Die Photographie zeigte trotz des dichten Vollbartes, der sich fächerartig auf die Brust hinab ausbreitete, ein freundlich lächelndes, sympathisches Gesicht. Aber dieser Brustkasten! Ein Niese, ein Tambourmajor in Zivil! Welcher Gegensatz dcr kleincn schwächlichen Hermance. „Ach, er ist zu schön für mich!" seufzte sie, Al)cr nun gab cs kein Zurück mehr. Zur selben Zeit als Madame de St. Eticnne an Hermance die Photographic und Adresse des Erwählten sandte, benachrichtigte sie Nummer 12.864 und Hermance erhielt zu ihrcr größten Überraschung cincs Tugcs fol genden Brief: „Geehrtes Fräulein! Obgleich ich nicht die Ehrc habe, Ihnen persönlich bekannt zu sein, nehme ich mir die Freiheit, diese Zeilen an Sie zu richten. Ich kann nicht umhin, Ihnen die tiefe Erregung auszudrücken, die mich beim Anblick Ihrer Photographie ergriff, und ich muß Ihnen gestehen, daß eine unsägliche Sympathie mich zu Ihnen zieht. Ja, mir ist, als ob ich einer Stimme des Himmels gehorche, als ob eine höhere Eingebung mich führt, mich zu Ihnen treibt. Mit einem solchcn offenen Blicke, mit so klarcn, gütigen Augen, müssen Sie ein mitfühlendes, liebevolles Herz besitzen! Wollen Sie mir, geehrtes Fräulein, ehe ich Sie aufzusuchen wage, gestatten, Ihnen zu schreiben und würden Sie Ihre Güte so weit treibe»», mir zu antworten? Dies wäre meiner Ansicht nach der einfachste Weg, uns näher kennen zu lernen! Aus der Tiefe meiner Seele bitte ich Sie, mir diese Bitte nicht abzuschlagen! Sie sind gut, Sie sind edel, Sie werden nicht nein sagen! In der Hoffnung, bald einige Zeilen von Ihnen zu erhalten, empfehle ich mich Ihnen in dcr tiefsten Ergebenheit. — Adrienne Bastide, Gerichtsschreiber in Kernoven, Finisterre." (Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 47. 422 2t;. Februar 1913. sslllmm der „Kölnischen Zeitung" betont, die Darlegun-gen des Ministers seien cm wichtiges Zeugnis für die Wirkungen, die der tripolitanische Krieg auf die italienische Politik ausgeübt habe. Das Telegramm bezeichnet als außerordentlich erfreulich die Art und Weise, wie der Minister des Verhältnisses Italiens zu Oster-reich-Ungarn und der Mitwirkung der beiden Bundesgenosse» bei Herstellung des Gleichgewichtes in der Adria gedenkt. Das Telegramm erklärt schließlich: Die Herzlichkeit, womit das Bekenntnis des Festhaltens am Dreibund abgelegt wird, findet bei uns den gleichen herzlichen Widerhall, Der König und die Königin von Dänrmnrt sind zum offiziellen Besuch beim deutschen Kaiscrpaar in Berlin eingetroffen. Man schreibt aus Saloniki: Die griechische Bevölkerung der Bezirke von Serres, Drama und Kavalla bietet Bemühungen anf, um die griechische Negierung zum Abschlüsse eines Übereinkommens mit Bulgarien zu bewegen, durch das diese Bezirke der griechischen Zone zugeschlagen würden, und es scheint, daß die griechische Negicruttg selbst mit einer solchen Abmachung bereits rechnet. An unterrichteter Stelle wird bemerkt, daß die Auglicderunss dieser Gebiete an die griechische Zone von größtem Vorteil für die weitere Aufrechterhaltung und Entwicklung der wirtschaftlichen Bedeutung Salonikis wäre. Die Gefahr, daß sich Kavalla in verhältnismäßig kurzer Zeit zu einem Konkurcenzhafen Salonikis entwik-keln könnte, würde schwinden, während bei der Erhaltung eines großen Teiles der wichtigen Tabakkultur für den Handel Salonikis durch Hinausschicbung der Grenzen des griechischen Gebietes auch die Lage Salonikis gesicherter erschiene, als wenn die bulgarische Grenze in der Nähe dieser Stadt läge. Die Griechen berufen sich überdies darauf, daß diese Gebiete von den Bulgaren nicht erobert wurden, sondern nur infolge der Konzentrierung der türkischen Truppen bei Saloniki, welche eine Konsequenz des griechischen Anmarsches war, von den Bulgaren beseht werden konnten. Wie man aus Athen schreibt, wird die Errichtung eines Ministeriums für Pust, Telegraphen- und Ver-lchrswcsen in Erwägung gezogen. Es bestehe die Absicht, zur Schaffung des neuen Ministeriums nach dem Abschlüsse des Valtanfriedens, und zwar im Zusammenhange mit den umfassenden staatlichen Nesormen und Reorganisationen zu schreiten, die als Konsequenzen der Erweiterung des griechischen Territoriums und der Ausgestaltung der Verwaltung der neuen Gebietsteile sich ergeben werden. TlMsllcuiMtcn. — (Die „Mrilstunss" in der Tierwelt.) In den naturwissenschaftlichen Museen finden sich stets zahlreiche Skelette, die den Beweis liefern, daß in den früheren Zeiten der Erdgeschichte manche Tiere mit Panzern von erstaunlicher Mächtigkeit ausgerüstet waren. Es ist nun eine höchst reizvolle Aufgabe für den Naturforscher, schreibt die „Natur", durch Vergleiche der ausgestorbenen Tierwelt mit der noch lebenden zu verfolgen, wie die einzelnen Familien fowohl größerer wle auch kleinerer Tiere im Laufe der Zeit ihre Rüstung zum Teil gänzlich abgelegt haben. Es gibt ja auch heute noch recht tüchtig gepanzerte Lebewesen. Unter den niederen Tieren, namentlich unter den Insekten, braucht man nach Beispielen nicht lange zu suchen. Auch unter den großen Wirbeltieren, gerade unter den Riesen ihrer Klasse, finden sich die „Dickhäuter" mit ihrem dicken Fell, vas erst die mörderischen Geschosse der Neuzeit zu durchdringen vermochten, von Schildkröten und Gürteltieren nicht zu sprechen. Dennoch läßt sich nach Dr. Oswald der Nachweis führen, daß im allgemeinen in der Tierwelt die Neigung zum Ausdruck kommt, die Rüstung abzulegen. Die Amphibien und Reptilien, die heute meist nackt oder schwach behaart sind, haben Vorfahren mit kolossaler Panzerung gehabt. Die Zahl der Knochenfische, die vor alters vielfach in einen soliden Panzer eingeschlossen war, ist wesentlich zurückgegangen oder hat ihr Schuhkleid zum größten Teile verloren. Die Gürteltiere stammen von Ahnen her, die einschließlich des Schwanzes und der Beine in Kno-chcnpanzern von riesigem Gewichte steckten, und sogar die Wale und Delphine, deren Haut bei den heutigen Vertretern nur durch die dicke Fettschicht eine erhebliche Widerstandskraft erhält, sind die Nachkommen gepanzerter Tiere. — (Von Katzen angefressen.) Kürzlich wurde in Moskau in ihrer Wohnung die im Alter von 57 Jahren stehende Lehrerin Katharina Matvcjcva tot gefunden. Die Unglückliche war von Katzenbisscn arg zerfleifcht worden. Die Arzte stellten fest, daß der Tod infolge der beigebrachten Wunden eingetreten war. Der Anblick, den das Zimmer bot, war entsetzlich. Der Leichnam war mit einem zerfetzten Hemde bekleidet. Bei der genauen Unter-fuchung der Lumpen fand man in einem Zeitungsftapier eingewickelt 60.000 Rubel (etwa 153.000 X) in Wertpapieren. Im Tischfachc wurden gegen 100 Zündholzdosen vorgefunden, die alle mit neuem Silbcrgcld in der Gesamtsumme von 3600 X angefüllt waren. Im Kasten fand sich eine Schatulle, die Brillanten und Edelsteine für etwa 24.000 /< enthielt. Die Matvejeva zeigte sich nirgends, jedoch besuchte sie öfters ein junger Mann, der als ihr Bräutigam galt. Während einiger Tage hatte er sich nicht gezeigt und erschien erst, als der Tod der Matvejeva bekannt geworden war, auf der örtlichen Polizeiwache, wo er sich angelegentlich nach der Menge des bei der Verstorbenen vorgefundenen Geldes erkundigte. Die eingcfangenen Katzen erwiefen sich als derart hungrig, daß sie die ihnen vorgeworfenen Fleifchstücke ohne zu kauen verschlangen. Die Katzen wurden in ein Laboratorium zur Untersuchung gebracht. Im Kasten fanden sich auch Schachteln mit zwei toten Kanarienvögeln vor. — (Die Pariser Studententantc.) Im Alter von 93 Jahren starb diescrtagc in Paris Fräulein Marie Rosalie Losset, die unter dem Namen „Tante Rosa" bei ganzen Studentengenerationen des Quartier Latin berühmt und beliebt gewesen war. Rosalie Losset war im Jahre 1840 mit ihrem Schwager Kenn Laveur nach Paris gekommen. Lavcur, der von Beruf Koch war, eröffnete in der Hauptstadt eine jener Studentenftensionen und Garküchen, die Balzac so anschaulich geschildert hat, und seine Schwägerin Rosa, die damals noch ein junges, hübsches Mädchen war, thronte würdevoll an der Kasse. Sie ließ sich von den Studenten, Künstlern und politischen Brauseköpfen, die im Hause verkehrten und zum großen Teile auf Pump aßen, den Hof machen, faßte aber zu keinem von ihnen eine ernstere Neigung und blieb unvermählt. Gambetta, der bei Lavcur Stammgast war, taufte sie „die griechische Statue". Um den feurigen jungen Advokaten scharte sich bei Tisch immer ein kleiner Kreis überzeugter Republikaner, und Fräulein Losset schwärmte infolgedessen auch für die Republik. In einer anderen Ecke des Eßzimmers deklamierte der Maler Courbet aufgeregt über Malerei und Evolution, während abseits die vier Nichten der Tante Rosa vurch ihre etwas burschikose Manier einen schüchternen jungen Mann zum Erröten brachten; der schüchterne Jüngling war Alphonse Daudet. Von den später berühmt gewordenen jungen Leuten, denen sie eine Freundin war, seien außer den bereits genannten noch erwähnt: Pascal, Grousset, Mil-lerand, Pichon, Loubet, Poincar^, Paul Arenc, Coppse. Von allen diesen Berühmtheiten wußte sie unterhaltsame Geschichten zu erzählen und alle liebten ihre Studententantc. — (Die Erziehung des Millionenlmbys.) Amerikas reichstes Baby, Vinson Mc. Lean, das in der nenen Welt als das „400 Millionen-Baby" bekannt ist, soll ausschließlich auf demokratischer Grundlage erzogen werden. So hat der Vater jetzt beschlossen, dem dreijährigen Knaben einen gleichaltrigen Ncgerjungen zum Spielgefährten zu geben, damit er schon beizeiten lernt, sich über Rassen-unterschiede hinwegzusetzen und Stolz und Eitelkeit zu unterdrücken. Baby McLean hat bislang nur einen Stab von Erzieherinnen, Wärterinnen und Detektiven um sich gehabt, und sein Vater ist der Meinung, daß der beständige Umgang mit erwachsenen Personen dem Jungen frühreife Ansichten beigebracht hat. Vinsons kleiner Spielgefährte ist ein Negcrknabe aus sehr armer Familie. Der Milliardär hat ihn seinem Vater regelrecht abgekauft und ihn gewissermaßen adoptiert. Er wird ollcrdings niemals den Namen McLean tragen, noch wird er einst seinen Adoptivvater beerben; stets wird er seinen Negcrnamen führen nud fein Erbe wird in einer beim Verlaufe kontraktlich festgesetzten Snmme bestehen. Bis zum 15. Lebensjahre soll er in genau der gleichen Weise wie der Milliardärssohn erzogen werden und dann dessen — Diener werden (was ihm wahrscheinlich schwer fallen wird). Der Ncgerjunge hat das luxuriöse Leben soeben angetreten. Von Washington, dem Wohnsitze seiner Eltern, reiste er in einem Sondergugc nach der fashionablen Palm Beach zu seinem künftigen „Bruder", Die beiden erschienen am folgenden Tage schon in gleicher Kleidung am Strande und spielten einträchtig im Sande. Der kleine Mc Lean hat seinen Spielgefährten durch einen Zufall in Washington kennen gelernt, und als er seiner Gesundheit wegLN nach Florida gebracht wurde, da verging er fast vor Sehnsucht nach dem kleinen Neger, den er in sein Herz geschlossen hatte. Lullll- und Pmiiizial-Nllchnchtcn. ** Philharmonische Gesellschaft. (Schluß.) Konzcrtwescn und Schule wurden der artistischen Leitung des Herrn Musikdirektors Rudolf von Weis-Ostborn anvertraut, dem ncbstbei als Sänger ein vortrefflicher Ruf vorausgegangen. Ich erlaube mir, unseren neuen Musikdirektor auf das herzlichste zu begrüßen und daran den innigen Wunsch zu knüpfen, es möge ihm das Gluck und die Kraft beschicden sein, die chrenreiche Philharmonische Gesellschaft zu immer größerer Blüte emftor-zuführcn. Der Wechsel in der obersten artistischen Leitung übte auch auf die Schule seine Rückwirkung aus. In Ausgestoßen. Roman von Ic>st IweiHcvrn von Kteinach. (3s. Fortsetzung.) «Nachdruck ucrlwtcn.) Eine Stunde später hatte er Melitta bei einer Frau Vogtmann untergebracht, und, wie er meinte, sehr vorteilhaft. Frau Vogtmann schien eine liebe, herzensgute Frau zu sein; sie war eine Freundin von Melittas Mutter gewesen und das Schicksal war nicht sonderlich mit ihr umgesprungen. Von ihrem Gatten, einem höheren Beamten, ziemlich mittellos zurückgelassen, ernährte sie sich kümmerlich durch Zimmcrvcrmieten. Sie hatte Melitta aufs herzlichste aufgenommen und dem besorgten Doktor versprochen, auf sie recht acht zu geben. Einigermaßen befriedigt verließ er die Braut seines Freundes, und sein nächster Gedanke galt nun dem Freunde selbst. Die Auslassungen Melittas waren auch zu sonderbar, um mit Stillschweigen darüber hinwegzugehen. Am besten war es jedenfalls, mit dem Verteidiger darüber Rücksprache zu nehmen. Entschlossen setzte er sich in einen Taxameter und lieh sich nach dem Bureau fahren, wo ihn Hagemann mit ziemlich verwunderter Miene empfing. Kaum hatte er jedoch gehört, worum es sich handelte, als er unwirsch in die Worte ausbrach: „Aber, Verehrtester, das sind ja — nehmen Sie mir's nicht übel ^ Hirngespinste, nichts weiter! Die Sache liegt ja so klar und ist genau den Gang gegangen, den ich bereits bei Übernahme der Verteidigung vorausgesehen habe. Dieser Mann ist es gewesen, daran ist gar kein Zweifel möglich. Halten Sie doch nur alle Falten zusammen, und das Fazit lautet: ,Dieser und kein anderer ist der Täter, und es war das Beste, was er unter sotancn Umständen wn konnte, zu gestehen.' Herr Doktor," — er ergriff Waldaus Hände und sah ihm ernst ins Gesicht — „Sie sind mir schon seit lange als ein logisch denkender Mann bekannt, der früher sogar auf technischem Gebiet manche scharfsinnige Erfindung Zuwege gebracht hat, als er sich noch nicht aufs Reisen! verlegte, seien Sie versichert, daß hier jede andere Deutung und Erklärung des Vorfalles überflüssig ist. Es kommt wirklich nichts dabei heraus; und wenn die Tat Ihres Freundes auch nicht entschuldbar ist, so ist sie doch erklärlich. Ein verzweifelter Mensch, der sich in seinen heiligsten Rechten verletzt glaubt, ist evcn zu allem fähig." „Ja, wie wollen Sie denn den Widerspruch erklären, der sich zwischen dem Geständnis Ottos und den Versicherungen seiner Braut ergibt?" „Sie möchte ihn gern reinwaschen, das ist wohl menschlich und entschuldbar. Sie braucht nicht einmal zu täuschen, sondern ist vielleicht in einer Art Selbsttäuschung befanden, wie das häufig vorkommt. Man redet sich etwas so lange ein, bis man selbst daran glaubt." „Nun, mag sich dies verhalten, wie es will, ich habe wenigstens den dringenden Wunsch, Otto in der allernächsten Zeit zu sprechen, und ich bitte Sie, mir die Erlaubnis dazu auszuwirken." „Wie Sie wünschen," entgcgnetc der Anwalt zuvorkommend, „obgleich ich mir nicht den geringsten praktischen Nutzen davon verspreche." Er geleitete seinen Gast bis zur Tür, und Waldau verließ ihn bedeutend hoffnungsloser, als er gekommen war. Er erkannte wohl, daß der Anwalt recht halle und daß in diesem Falle eine unbedachte und durch die Verhältnisse herbeigeführte Tat ihre nur allzu harte Sühne gefunden. Und doch, wenn er sich nicht irrte? Wenn ein Unschuldiger hier aus unerklärlichen Gründen freiwillig für die Tat eines anderen litt? 12. Kapitel. Noch einmal hatte Bruder Hans großmütig in den Säckel gegriffen, um Edgars Verpflichtungen gegen einen bekannten Wucherer der Residenz, einen gewissen Scmbachcr, einzulösen. Drohte dieser doch, sonst dem Obersten von Edgars Husarenregimcnt, Herrn von Märzfeld, der in folchen Dingen leinen Spuk verstand, Mitteilung zu machen. Hans war also gezwungen, vem Arndcr zu helfen; man hatte an einer Skandalgeschichte hinreichend genug. Übrigens konnte jetzt, nachdem Otto verurteilt war, die endcMige Erbfchaftsrcgulicrung nicht mehr lange dauern, und dann hatte der Leutnant Mittel im reichsten Maße, um alle seine Gläubiger zu bcfriedi gen. Vorläufig aber hatte er von seinem Kommandeur einen Urlaub erbeten, den ihm dieser auch bereitwilligst gewährt hatte. „Ich bewillige Ihnen sogar ein halbes Jahr," sagte er ihm unter vier Augen und im freundlichsten Tone. „Es ist doch eine verdammte Geschichte, die Ihnen da ein Ihnen immerhin nahestehender Verwandter eingebrockt hat, und es ist besser, erst eine gewisse Zelt verstreichen zu lassen, bis Gras darüber gewachsen ist. Ich bedaure sehr, Sie gerade während der Nckrutcnausbil-dung entbehren zu müssen, aber in diesem Falle liegt es im beiderseitigen Interesse, in Ihrem, wie in dem dcr Truppe, Also ziehen Sie mit Gott und lehren Sie gesund wieder!" So war denn Edgar für einige Monate vom Dienst befreit nnd benutzte diese unfreiwillige Muße, um Hilde heftig die Kur zu schneiden und ihre Neigung zu gewinnen. Seine Mutter und sein Bruder Hans ließen ihm völlige Freiheit. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr- 47. 423 ______________________________2N. Februar 1913. dieser waren ohnedies schon früher mehrfache Verände-wngen vor sich gegangen, indem die Gesangslehrerin Frau Antonie N eb en fü h r er - S e i fh a r t und der ^iolinlehrer Alois Kern aus dein Dienst der Gesellschaft ausschieden und der langjährige Nestor der Lehrerschaft, Herr Gustav M o r a v e c, nach mehr als 4'5jäh-^iger Tätigkeit um Versetzung in den dauernden Ruhestand bat, welchen, Ansuchen die Direktion willfahrte und dem verdienten Schulmanne, der sich jede Abschiedsfeier verboten hatte, eine wertvolle Ehrengabe überreichte. Es gelang der Direktion, die erledigten Lehrerstcllen durch neue, vielversprechende Kräfte zu besehen, indem sie Herrn Musikdirektor We is-Ostborn mit dem Unterricht im Solo- und Ehorgesang betraute, Herrn Robert Hüttl zum Violin- und Herrn Julius Varga zum Klavierlehrer ernannte. Es ist die begründete Aussicht vorhanden, daß die Gesellschaftsschule, die sich seit alters-yer eines ehrenvollen Rufes erfreute, durch ihre jungen .hoffnungsvollen Lehrer einen neuen, mächtigen Auf-!chwung nehmen werde. Die hohe Auszeichnuug, die den Herrn Musikdirektor Zöhrcr und Konzertmeister Gerstner zuteil ward, ist nicht zum geringen Teile auf diese Rechnung zu setzen. Der Stand der ausübenden und beitragenden Mitglieder erhielt sich auf der bisherigen Höhe. Wie alljähr-uch zollten auch in diesem Berichtsjahre mehrere liebe Mitglieder dein unerbittlichen Tode ihren Tribut und Züchteten in jene Welt, wo nach den Worten des Dichters eine schönere Musik, die Harmonie der Sphären, erklingt. As sind dies Frau Amalie Krcipner und die Herren Max Günzlcr, Stephan Hitzl, Albert Schäffer und Dr. Franz Vok. Die beiden letzteren taten sich durch viele Jahre teils als ausübende, teils als Direktionsmitglieder verdienstlich hervor und ihr Hingang ist daher um so beklagenswerter. Wir wollen allen ein ehrendes Andenken bewahren! (Die Versammlung erhob sich zum Heichen der Traner von ihren Sitzen.) Mit großer Freude kann anderseits berichtet wer-^n, daß die Zahl unserer beitragenden Mitglieder durch ben Veitritt des gefeierten Cellisten Herrn Paul Grüm-!^er, eines Lieblings unfercs Publikums, vermehrt, sowie ^aß zwei ausübende Mitglieder, nämlich Herr Heinrich ^jeltach, zugleich ein verdienstvolles Direktionsmitglied, und Herr Karl Waiiniscb in Anerkennung ihrer 25jähri-8en hervorragenden Wirksamkeit mit dem goldenen Ehren-lwge ausgezeichnet wurden. Auch in diesem Jahre herrschte eine reye geschäft-uche Tätigkeit der Direktion, die die Abhaltung von 18 Direktionssitzungen und die Erledigung von 500 Ein-lausstücken erforderte. Die öffentlichen Faktoren und namentlich die hohe k. k. Landesregierung kamen ihr bei allen ihren Bestrebungen in der wohlwollendsten Weise entgegen, desgleichen erfuhr sie durch die lokale und die auswärtige deutsche Presse in erster Linie wohl dank der ausgezeichneten Feder unseres heimischen .Kunstberichterstatters, Herrn Julius Ritter O h m - I a n u s ch o w-sk y, eine bereitwillige und ausgiebige Förderung ihrer Interessen. Es gereicht mir daher zur angenehmsten Wicht, zum Schlüsse allen Wohltätern, Gönnern und Freunden der Gesellschaft, darunter insbesondere dem l. k. Ministerium für Kultus und Unterricht, der k. k. Landesregierung in Laibach, der Krainischen Sparkasse, dem Landcsausschusse von Kram und der Stadtgemeinde Lnibach für ihre wertvolle Unterstützung den geziemenden Dank zum Ausdruck zu bringen. Nach dem vom Vcreinskassier, Herrn Emil N an d-yartinger, vorgetragenen Nechnuugsabschlusse bc-nugen die Einnahmen 70.994 X 54 k, die Ausgabeu 76.888 /< 34 /,. Das Gcscllschaftsvermögen weist eine Zunahme von 9359 X 73 /t aus und beträgt mit Schluß des Vcreinsjahres 117.972 X 6l /t. Namens der Rechnungsprüfer beantragte Herr Oberlandcsgerichtsrat Josef Aauffen die Erteilung des Absolutoriums, welchem Antrage die Versammlung beistimmte. Der Voranschlag "ut einem Erfordernis von 30.150 X, dein eine Vc-oeauns, von 26.521 /< gegenübersteht, wnrde genehmigt. Über Antrag aus der Mitte der Versammlung "urde der Gesellschaftsdircktion für ihr hingebendes und "Wlgreiches Wirken der Dank der Versammlung aus-Neiprochen. — h . ^ber den Ausgang der Wahlen haben wir bereits banl^ ^Vizeadmiral Anton Haus — Mariuelomman- Sei i cAic die „Militärische Rundschau" meldet, hat Vlar' ?"iestä't derKaiser die erbetene Enthebung des roli '""udantcn Admirals Grafen Montecuc-. !ilim.^ ^enchniigt und ihm das Großtreuz des St. Stc-den N' "^ ""liehen. Gleichzeitig hat Seine Majestät ^ , "'seadmiral Anton Haus zum Marinekomman-in vel! ^' Nelassung in seiner Eigenschaft als Flotten-b ai ä ernannt. — Marinckommandant Anton Johann des " V"urde am 13. Juni 185« in Tolmein als Sohn beik^ !. H"us, Ökonomen, wie es in der Taufmatrikcl ein? '^ ""' Seine Mutter Maria, geb. Walter, war 2^n""^ ^ Kreisgerichtspräsidentcn i. R,, Hofrates m,.r 6,' ^eine Iugendjahre verbrachte er auf dem Gute ^uvniariea bei Mottling, wo damals fein Vater als ^ronom m Stellung war. Schon als Knabe und später ..Angling zeichnete sich Haus durch Talent, Fleiß uno außerordentliche Fähigkeiten aus. Große Begabung ?"lNen auch seine Geschwister, z. V. seine Schwester, die in N FilU'istin, Gattin des Hofrmes Dr. Etfchcrich nn« ^ ^^"' s^^ H'imnasialklasscn absolvierte der kin^.' ".^ '" Nudolfswert, die obersten zwei Klassen ymnegcn in e.nem Jahre in Laibach, worauf er, seinem Berufe folgend, als Zögling in die Marineakadcmie eintrat. Als Marineoffizier lebte Haus in stiller Zurück-gezogenheit, sich den eifrigsten Fachstudien widmend. Bald darauf veröffentlichte er eine Reihe von Büchern fachmännischen Inhaltes, die großes Auffehcn erregten und die Aufmerksamkeit der Vorgesetzten auf den talentierten Seeoffizier und Schriftsteller lenkten. Inzwischen stieg er von Rang zu Rang empor. Vei der Friedenskonferenz in Haag fungierte er als österreichischer Ma-rinevcrtrcter. Bekanntlich bekleidet Haus seit dem vorigen Jahre den wichtigen Posten eines Flotteninsftcktors, eine Stelle, die jener des Gencralstabschefs gleichkommt. Seine Exzellenz Marinekommandant Haus vermählte sich als Linicnschiffsleutnant erster Klasse am 4. August 1887 in der Schloßkaftelle zu Dra^kovec bei St. Varthclmä in Unterkram mit seiner Cousine, Fräulein Anna Trenz, mit er der er noch heule in der glücklichsten Ehe lebt. Von den Kindern leben heute als talentierte Hochschüler zwei Söhne: Otto und Leo. — Marinclommandant Haus, der in den Fachkreisen als einer der fähigsten und tüchtigsten österreichischen Admirale gilt, spricht acht Sprachen, dar unter slovenisch und besonders serbokroatisch. — Nachträglich wird uns aus Wien gemeldet: Wie wir von zuständiger Quelle erfahren, ist die heute publizierte Ernennung des Vizeadmirals Haus zum Marinelomman-danten und Ehcf des Kriegsministeriums, Marinescktion, richtig; der Zusatz „bei Velassung in seiner Eigenschaft als Flolteninspektor" beruht jedoch auf einein Irrtum. Eine diesbezügliche Verfügung ist noch nicht erflossen. — (Anorommn.cn für die Wnffcmllmnncn l913.) tt. Mannschaft. Ncfervcmänner, die infolge der Verfügungen, die zur ausnahmsweifen Erhöhung des Standes getroffen wurden, bei ihrem Truppcnkörftcr ?c. wirtlich aktiv gedient haben, dann Ersatzrcservisten, die aus dem gleichen Anlasse mindestens 20 Tage in aktiver Dicnstleistnug gestanden sind, dürfen im Jahre 1913 zu einer Waffcnübnng nicht herangezogen werden. Jene Mannschaft, die sich im Korftsbercich aufhält, in dem ihr Tluftpcntörper (Anstalt) oder auch nur ciucr seiner Teile disloziert ist, hat die Waffcnübnng unbedingt bei diesem Truppenteile, lind zwar nach Tunlichkcit bei der Unterabteilung, in deren Stand sie gehört, abzuleisten. Die Dauer der Wnffcnübung für Refervemänner, die den Präsenzdienst als Einjährig-Freiwillige des Soldatenstandes vollstreckt haben, beträgt 28 Tage. Die in die Reserve übersetzten ehemaligen Truftpenrcchnungsführcr Aspiranten sind zur weiteren Schulung für den Mobili-sicrnngsfall zur Waffcnübung auf die Dauer von zwanzig Tagen einzuberufen und während dieser Waffenübung in einer Ncchnungskanzlei zu vcr^ wenden. Die Reserve - Rcchnungsuntcroffizicre und die Ncservemänncr, die seinerzeit im Rcchiiungsunter-offiziersdienst verwendet wurden, siud ohne Rücksicht auf den Aufenthalt zum eigenen Standeskörper zur Waffenübung auf die Dauer von 20 Tagen — je nach ihrer Zahl in einer oder in mehreren Perioden — einzuberufen. In besonders rücksichtswürdigcn Fällen kann der Standcskörfter bewilligen, die Waffenübung bei einem anderen Truppenlörfter abzuleisten, wenn dort noch eine Periode für Ncchnungsunteroffizicrc anberaumt ist. Ne-servcmänncr, die im Mobilisierungsfallc bei Pionierabteilungen (Pionicrzügen) eingeteilt sind, sind während der praktischen llbungen der Truftpcnpionicrc einzuberufen, und zwar bei der Infanterie- und Iägcrtruppe auf 13 Tage, bei der Kavallerie ^ einschließlich des Her-und Hcimmarschcs — auf 28 Tage. Bei der Kavallerie ist die Mannschaft in die Negimeiltsstabstation einzuberufen, um zuerst dort kavalleristisch ausgebildet zu werden, worauf sie durch 12 Tage die technischen Übungcu des Pio-nierzugcs mitzumachen hat. Jene Trupvenkörper, bei denen eine verhältnismäßig große Zahl von Untcroffi zieren wafscnübungspslichtig ist, können einige von ihnen, und zwar die am besten ausgebildeten, der Waffenübung der Ersatzrcscrvisten bciziehen. Reisetage der Ginbern-fenen aus ihren Aufenthaltsorten in die Ausrüstungsstation und zurück dürfen auf keinen Fall in die Übungs-daucr eingerechnet werden. Der militärische Untcrhalts-beitrag gebührt jedoch auch für die Marsch(Neise-)tagc. Vei der Einberufung der Mannschaft zur Wafsciiübung sind ihre Erwerbs- und Vcrufsvcrhältnissc tunlichst zu berücksichtigen. Hiebei ist auch auf die Einschaltung einer dreiwöchigen Waffenruhe zur Erntezeit Rücksicht zu nehmen, Landwirte und bei der Landwirtschaft tätige Leute sind — ausgenommen diejenigen, die zu den größeren Trnpftcnübungcn im Herbste herangezogen werden müssen -— nur zu einer solchen Zeit einzuberufen, zu der fie mit Rücksicht auf den Anbau und die Ernte, Be-wirtschaftungsarbeitcn im Weinbau, Besorgung der Arbeiten der Seidenraupenzucht 2c. am leichtesten entbehrlich sind. Znr Deckung der Abgänge im Präsenzstand sind zur Erntezeit nur solche waffenübungspslichtigc Ersatz-reservistcn, bczw. Rcscrvcmänner heranzuziehen, die den Reihen der landwirtschaftlichen Feldarbeiter nicht angc hören. Die Entscheidung über Gesuche um nachträ g-I i ch e Enthcbnng uo» der Waffenübung jener Man» schaft, über die bereits eine Strafanzeige wegen Nicht bcfolgung des Einberufungsbefehles zur Waffenübung vorliegt, hat von den Korpskommandos zu erfolgen. Die von einzelnen Personen des Mannschaftsslandes gestellten Ansuchen, die nächstjährige, Waffenübung schon heuer ableisten zu dürfen, sind von den Ergänzungsbczirlslom-mandos zu bewilligen. Begründete Ansuchen um Verlegung der Waffenübung werden bewilligt. Nichtaktiver Mannschaft, die in besonderen an eine ganz bestimmte Zeit (Saison) gebundenen Berufen oder Verwendungen tätig ist, z. B.' Angestellte (Kellner, Portiere, Haus dicner) in Kurorten, Aufbewahrcr von Pelzen, Soda Wasser- und Eiserzeuger, dann den in einigen ebenfalls an ganz bestimmte, kurze Zeileu gebundenen Zweigen der Landwirtschaft verwendeten Arbeitern (Hopfenernte, Seidenraupenzucht, Weinbau ?c.) kann über vorgebrachte Bitte die Ableistung der Waffenübung auch außerhalb der nach tz 40 : 1 der Wehrvorschriften zweiter Teil von 1889 vorgeschriebenen Zeit (ausgenommen 15. Dezember bis l5. Jänner und dic Zeit der Erntcurlaube) bewilligt werde». Die Dauer einer solchen Waffcnübung ist jedoch unbedingt mit 28 Tage» zu bcmesse». l'Iber derlei Gesuche entscheidet das zuständige Ergänzungsbezirkskom-mnndo. Ie»e nichtattivc Mannschaft, die erwiesenermaßen die Zustellung der Einberufung durch eigenes Verschulden vereitelte oder durch eigenes Verschulden zur Waffcnübung nicht eingerückt ist, hat diese Waffcnübung in der Dauer von uierWochen nachzutragen, refft, ist zur nächsten Waffcnübung in der Dancr von v i c r W o-ch e n heranzuziehen. Die wasfenübungsftflichtigen, jedoch nicht einberufenen Nescrvemänncr haben die Waffenübung nicht nachzutragen. Jene Rcservcmänner und Er-satzrescrvisten, die gelegentlich ihrer Einrückung zur Waf-fcnübnng wegen Erkrankung im nichtattive» Verhältnis belassen werden, sind verpflichtet, die hicdurch versäumte Waffcnübung nachzutragen. -^ (Vom Bctcrinärdicnste.) Seine Exzellenz der, Ackerbauminister hat den Bezirksobertierarzi Josef Sadnikar in Stein in die acktc Nangstlasse der Staatsbeamten eingereiht. — (Vom politischen Dienste.» Seine ErzcNenz ver Herr k. k. Landespräsident im Herzogtumc Krain hat den k. k. Postcnführer Titularwachtmeistcr Karl Ferjan des k. k. Landesgcndarmcrickonunandos Nr. 12 in Laibach zum k. k. Ncssicrungskanzlisten in Krain ernannt. — (Die Schiumlwcinsteuer.) Der Finanzausschuß des Abgeordnetenhauses hat beschlossen, die Schaum weinsteuer mit 80 /< für die ganze Flafchc festzusetzen. — (Postalisches.) Ernannt wnrdcn zu Postmcistc rinnen die Posterpedientin Felieita Vi 5 itin für Ran-ziano und die Posloffiziantin Antonia M e d i <"- für Weißenfels; zu Postoffiziantcn der Postcrpcdient Ma-rius ('ernigoj für Lovrana; zu Postoffiziantinnen die Postaspirantinnen Ludmilla Podrxaj für Illyr.-Feistritz, Olga Hold für Nßling - Hütte und Anna Hodnik für Adclsberg. — Verliehen wurde der Post-offiziantin Theresia V r a n <" i <- die Postcxpedientcn-stelle in Zagradee-Fn/.inc. -^ Versetzt wnrden die Post' offiziantinnen Maria Dimic von Adelsberg nach Krainburg, Stephanie «ibovec von Laibach 4 zu Laibach l, Antonia Tome von Unter-^ta nach Lal-bach 4, Maria Cvar von Radmannsdorf nach Untcr->>^ka nnd Maria S in c r d u von Illyl'.-Fcistritz nach Nadmannsdorf. -- Auf ihre Stellen haben verzichtet die Postoffizianten Olivicro T u t t i, Kuzma Martin-cich und der Aspirant Franz Ogrinc. — In den dauernden Ruhestand wurdeu versetzt die Postmeisterin Theresia V c st c r in Wcißenfcls und die Posterpcdicn' tin Josefine L a s i <" in Nanziano; guiesziert wurde der Postadjunkt Milan (''e n <"-i»' in Trieft 2. — (Vom Vollsschuldienstc.) Der k. k. Landesschul-rat für Krain hat die Zusammcnziehung der wieder-holniigsftflichtigen Knaben und Mädchen beim Religionsunterrichte an der Volksschule in Oderfcld, Bezirk Stein, im Schuljahre 1912/l3 genehmigt. — Der k. k. Bezirksschulrat Laibach Umgebung hat an Stelle der krankheitshalber beurlaubten Lehrerin Iulianna Kobal die absolvierte Lchramtskandidatin Maria Kali gar zur Supftlentin an der Volksschule in Dreuov gri5 bestellt. ^ An Stelle des zum Supftlentcn an der k. l. Knabe» bürgcrschule in Trieft ernannten Lehrers Josef P echer wurde der absolvierte Lehramtskandidat Franz Naaz zum Lehrer an der deutschen Privatvolksschulc in Sava-Aßling ernannt. (Bcrticfuna. mit dcnl Banner.) Die Vertiefung des Haufttkanals der Laibach zwischen der Zwangs-arbcitsailstalt und der Gisenbahnbrücke erfährt nach den neuesten Plänen eine kleine Ausnahme. Der bei der Hri-barscben Strickfabrit angebrachte Neiile Kanal, der dem Wasscrbetricb beim Unternehme» schon seit etlichen Jahren dient, soll erhalten und unberührt bleiben. Zwischen der Eiscnbahnbrücke und 2clo (Einmündung des Gru-bcrkanals) werden die Sftrcngarbciten im Laufe des heurigen Frühjahres in Angriff genommcn werden. Infolge der starken Minen wird das gesprengte Steinmaterial (z. V. Steine im Gewichte von V^ h^ i Kilogramm) nicht nur ans naheliegende Ufer, fondcrn auch auf die naheliegenden Häuser und Wirtschaftsgebäude, aber auch darüber sogar auf die Zaloger Straße geschleudert. Es ist daher dem dort passierenden Publikum die grüßte Vorsicht zu empfehlen. x. — (Schwurnerichtsverl,a,idl»mgen.) Gestern hatte sich die 1880 geborene, nach An/.c, Gerichlsbczirk Rci-chenburg, zuständige lcdige Magd Maria ?5Ugendvcrirrung Zu enthüllen, ihm durch volle sechs oder neben Jahre zu Willen zn sein. Sophie ergibt sich 'hrcm Verführer aus Furcht für das Lebensglnck ihres Gatten uud ihrer vier Kinder. Kaniski ist ein Spieler, em Verschwender; er behandelt seine Gattin so roh, daß sie sich endlich vor ihm Zu Sophie flüchtet. Hier erhält sie die Gewißheit, daß Sophie es ist, die ihr die Neigung ihres Gatten geraubt. Sophie gesteht, von Angst und Gewissensbissen gefoltert, dem Pastor ihre sträflichen Beziehungen zn ihrem Schwager ein. Dieser bezeichnet, durch verschiedene Vorwürfe gereizt, vor der ganzen Fa-wilie Sophie als jene, mit der er jahrelang seine Gattin betrogen. Sophie fleht vergeblich ihren Gatten Moulis um Vergebung an und begeht infolgedessen Selbstmord, worauf Moulis seiuen schurkischen Schwager erwürgt. — Dies die Fabel des Dramas. Das Stück ist nicht frei von sremden Einflüssen, aber es zeigt im allgemeinen einen wirkungsvollen Aufbau, obschon die nach vorwärts drängende Handlung zuweilen durch allerhand Betrachtungen sozialreformatorischcr Natur Zurückgehalten wird. Wenig überzeugend wirlt es, daß Sophie ihre Beziehungen zu chrem Schwager lediglich aus übermäßiger Liebe zu 'hrem Gatten nicht abzubrechen wagt; wenig glaubwürdig ist es weiters, daß sie den für sie nnter dieser An-uahmc qualvollen Stand der Dinge als eine vollendete Meisterin der Vcrstcllnngskunst ganze sieben Jahre er-lrügt, und sehr unwahrscheinlich ist es schließlich, daß in bleser ganzen Zeit nicht der Schatten eines Verdachtes auf die beiden Sünder fällt. Sophie wird als liebevolle Gattin, als fürsorgliche Mutter gezeichnet, aber diese Zeichnung ist trotz all der technischen Künste des Antors, lrotz all der spitzfindigen psychologischen Argumente unnatürlich und infolgedessen unwahr. ^ Frau Dani-"v a, die die Sophie spielte, war bestrebt,, in das Wesen ^e.ser zerrissenen Frauenseele einzudringen und sie in T^ttnik und Spiel mit fein angebrachten Zügen auszu-Men. Wie Sophie dem Pastor ihre Schuld gesteht, wie ' k dann vor ihrem Gatten zusammenbricht — dies wurde ^U erschütternder Tragik veranschaulicht. Es lag echte f^findung in ihrer Leistung, die, durch Kunst vcrgei-^ ."'' rückhaltslose Anerkennung verdient. Herr Skr-^ll^ek a"t> den gcwissenslosen Kanjsti mit scharfer a/^aktcristik, die nichts Gemachtes an sich trug, nnd Zu-" kUH nut bühncngewandtcr Sicherheit; die Nolle, die er zu spielen hatte, war zwar nicht allzngroß, aber sie übte durch die Art und Weise ihrer Wiedergabe volle Wirkung. Herr Veroo^ck als Sophiens Gatte litt an Heiserkeit, zn der sich in der Folge mangelhafte Nollenkenntnis zugesellte, doch halte er einige Szenen, wo er sein Können in eindringlicher Weise betätigte; namentlich im Schlußakte zeichnete er den gebrochenen, so elend getäuschten Mann mit gutem Verständnis, wie denn auch sein Wutausbruch beim Anblicke des Räubers seiner Ehre in seiner Echtheit packend wirkte. Eine sympathische Fignr stellte Herr Äuk^ek als Pastor Krajevski auf die Bühne, indem er, ohne falbungsvollc Nedcn zu führen, Hcrzcnstüuc anzuschlagen verstand. Herr Aratina gab einen philanthropischen Anarchisten in anerkennenswerter Haltung mit der seiner Nolle entsprechenden überlegenen Trockenheit, die mit einem Anfinge von Zynismus alle gegenteiligen Ansichten wohl aus dem Felde zn schlagen vermochte. Eine junge, mit idealen Anschauungen vollgepfropfte Stndcntin fand in Fran Kreisovaz eine anmutige Vertreterin. Frau Ketrilova spielte! die betrogene Sabina unaufdringlich mit fein abgetönter Nesianation. Im sonstigen sind die Herren Peöek, Danilo und Povh <' mit Lob zu nennen. Die Regie des .Herrn Skrbinäek fnnktionicrtc glatt. Im Wiederholungsfälle dürften dem Drama einige ausgiebige Abstriche sehr zum Vorteile gereichen. Der Besuch war schwach; die Logen gähnten - wie gemeiniglich bei ernsten Dramen — w fröstelnder Leere. —n— — (Aus der slovcnischcn Thcntcrlnnzlei.) Heute gelangt Zum letztenmale in der Saison bei aufgehobenem Abonnement als Kroncnvorstcllung die Operette „Orpheus in der Unterwelt" znr Aufführung. Beginn um halb 8 Uhr abends. — Morgen (gerader Tag) wird Zum drittenmalc Lehärs beliebte Operette „Graf von Luxemburg" mit Herrn Lj. Iliöu-, aus Trieft als Gast iu der Titelrolle aufgeführt werden. ** (Kaiser Franz Ioseph'IubiläumsilMter.) Nach mehrjähriger Pause wurde gestern Sndermanns vielverlästertes Schauspiel „Stein unter Steinen" mit großem Erfolge aufgeführt. Es läßt sich zwar nicht in Abrede stellen, daß andere dramatische Dichtungen Sudermauns höhere Werte bieten nnd die Leiden entlassener Sträflinge von Vorgängern des Dichters inhaltsvoller und tiefer geschildert wurden, doch war es Sudermann gar nicht darum zu tun, soziale Fragen zu lösen oder ein Tcndenzslück zu schreiben; er schenkte uns ein wirkungsvolles Stück voll packender Einzelheiten, in dem er sich als ausgezeichneter Theatraliker nnd Vühnentechniker bewährte. Der dritte Akt, wo der ehemalige Sträfling dem übermütigen Nohling feine geistige und physische Überlegenheit beweist, gehört mit seiner hochdramatischen Steigerung Zn dem Besten, was Sudcrinann geschrieben Hal. Leider war des Dichters Kraft hicr zn Ende und er blieb nns das tiefere Wort der Kunst in dem matten, letzten Akte schuldig. Die Aufführung, bcl welcher sich .Herr Iores als umsichtiger Spielleiter bewährte, Zählte zu den besten der Spielzeit. Die Schauspieler waren mit Erfolg bestrebt, Menschen mit ihren Freuden und Leiden menschlich-natürlich darzustellen, nnd sie erfüllten damit eine der wichtigsten Aufgaben moderner Schauspielkunst, Herr Grüne zeichnete die im Innersten getroffene Gestalt des entlassenen Totschlägers in ergreifenden Linien mit wirkuugsvollen Nbergängcn. Fräulein Nivrel spielte die unglückliche Geliebte des rohen Werkmeisters mit schlichter Ergebung und Wärme in den Gefühlsszcnen. Fräulein Kclsen gab die verwachsene Tochter des Steinmetzineisters sanft und liebevoll, Herr I ores charakterisierte letzteren mit der biederen Geradheit des ehrenfesten Bürgers, Herr Fürst stattete den herzlosen Werkmeister mit männlich strammer Haltung und der nötigen Schärfe in der Sprechweise aus. Herr Felix brachte mit Zündendem Galgenhumor den rückfälligen Zuchthäusler zur Geltung, Herr Twcrdy faßte den Trunkenbold uon Vater ganz gut auf, nur machte seine äußere Erscheinung weit mehr den Eindruck eines pensionierten Hofratcs als entlassenen Nachtwächters. Die ArbcUcrszcncn waren geschickt iu Szene gesetzt. Das Publikum bewies seine Zufriedenheit durch lebhaften Beifall nach jedem Akte. 5. (Äns der deutschen Theaterkanzlei.) Morgen gelangt die geistvolle LustspielNeuhcil „Das Märchen vom Wolf" von Franz Molnür zur Wiederholung. Die Erstausführung des reizenden Werkes erzielte bei dein zahlreich erschienenen Publikum großen Erfolg. Die weibliche Hauptrolle ist wieder mit Frl. Marg. v. d. Hard 1 befetzt. — Samstag findet der Nenefizabend des Kapellmeisters Josef Hager statt. Zur Aufführung gelangt die Oper „Der Freischütz" von K. M. v. Weber, Kapellmeister Hager, dem die Einstndierung und musikalische Leitung sämtlicher zur Aufführung kommenden Opern und Operetten obliegt, würde wohl für feine Mühe und Gewissenhaftigkeit einen recht guten Besuch' verdienen, der auch nach den Vormerkungen mit Bestimmtheit zu erwarten ist. Vom Opernenfemble des Iubiläums-Stadttheatcrs in Klagenfurt wirken Fräul. Hilde Mahr sowie die Herren Josef Fink und Karl Wittekind mit. Telegramme des k. k. TeleMplM-Korrespondenz-Bnrcaus. Eine Erkliirnna. dcs Ministerpräsidenten Grafen Stiirgfh iilicr dic iutcrnatiounlc Lasse. Wien, 25. Februar. Den Blättern zufolge sprach mittags eine Deputation der deutschböhmischen Vereinigung des Abgeordnetenhauses, mit der auch der Präsident der Neichcnbcrger Handelskammer, Herrenhausmit-glied Nenmann, und der Sekretär der Egcrcr Handelskammer, Kudaöck, erschienen waren, beim Ministerpräsidenten Grafen Stürgkh vor. Den Gegenastnd der Konferenz bildete speziell die Notlage im Erzgebirge und dauil im allgemeinen die ungünstigen Verhältnisse, unter denen die Industrie lind das ganze Wirtschaftsleben in Böhmen leiden. Neumann erklärte, daß es znr Besserung der ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse sehr viel beitragen würde, wenn Uon autoritativer Stelle über die allgemeine politische Lage eine Erklärung abgegeben würde. Ministerpräsident Graf Slürgkh erklärte hierauf, es sei b e g rü n d e t e Hoffnung vorhanden, daß in nicht zu ferner Zeit eine allgemeine Entspannung eintreten werde. Der Krieg. London, 24. Februar. Wie das Neutersche Bureau erfährt, werden die Friedensbedingungen der Verbündeten wahrscheinlich davon abhängen, wie bald die Türkei sich entscheiden wird, um den Frieden anzusuchen. Jedenfalls müßten die Präliminarien, um weitere Verzögerungen zn verhindern, auf dem Schlachtfelde abgeschlossen werden. Wie verlautet, werden sie sicher die Forderung auf Bezahlung einer Kriegsentschädigung ent-^ halten. Die bulgarische Negicrung habe den Großmächten eine Erklärnng unterbreitet, die besagt, daß eine derartige Forderung überdies von den Alliierten von Anbeginn gestellt worden sei. Konstantinopel, 25. Februar. Ein offizieller Kriegsbericht vom Gestrigen besagt: Infolge des herrschenden Schneesturmes hat sich vor Adrianopel, Lataldsa und Vulair nichts ereignet. Erdbeben. Messinn, 25. Febrnar. „Osservatore" zufolge wurde heute um 5 Uhr 58 Minuten früh ein wellenförmiges Erdbeben wahrgenommen. Die Stärke des Bebens, das in westöstlicher Richtnng verlief, dauerte zehn Minuten. Aus den Aufzeichnungen der Seismographen geht hervor, daß die Veweguug lokaler Natur war. Nach dem Erdbeben wiefcn die Apparate keinerlei Vibration auf. Die Erforschung des Südpols. Melbourne, 25. Februar. Der Gencralgouuerneur erhielt eiu drahtloses Telegramm vom Südftolarforscher Mawson, das den Tod des Leutnants Ninnes und des Dr. Mertz meldet und hinzufügt, daß die Schlittenexpe-dition von großem Erfolge gewesen sei. Man habe östlich und westlich von der Commonwcalthbucht Gebiete in weiter Ausdehnung erforscht und wichtige Einzelheiten ans zahlreichen Stationen ganz nahe beim magnetischen Pol festgestellt. Es sei wahrscheinlich, daß Mawson selbst und fünf weitere Mitglieder der Erpedition für ein weiteres Jahr nicht zurückkehren können. Mawson sandte auch ein Telegramm an den König von England. Vcrunlwortlichl'r Netxiktcnr: Anton s^ u n t e k. .IM ill« er mli eskliim mllle ^ ^VV^ es wur bcim Dulla>prm,zMiuucu°Wlilzrr — iibrrtam «^^^ mich »'in ,viist'.'nmifali; wir mußtcu aussetzen und der ^ ^ Nüüstiqe Au^rnblict war verpanl. Wcr weis; wann er ^»^ in,n iprcch'U wird!» — «Das lommt davon! Du UM wcißt, daß du erkältet bist. mil, doch yas! du tn>ine > Sodcuer nicht mitn/nominm. Vic oft niuß ich dir U Icun'ü, daß man ri»..' Sommer Pastille weuiqstcus auf » d in Weg Mr (Gesellschaft im Muudc z,'lgrhm lassen » soll. u,id auch in der llntcihaltini^ wim mau ciue U Sodener nnausfällig lutschcu. Das erhält dic Kehle ^ qeschmeidiq und ,st eiu ausnezrichncter Schuft grgen ^ Ertäituuqei,. Aln>r muu muß ,^a»)s echte Sodcuer l « folder», weil sie aus dm zum Du gebrauch beuuyten «>«« GciM'indeheilqm'llen gewonnen sind». — Die Zchachtel MM tostet li 1 25. ' 5403 2—2 %ol«ki*iiie Laidachrr Zeitung Nr. 47. 426 W. Februar «913. Kinematograph „^deal". Das neue Programm fand allgemeinen Veifall. Der nordische Film, „Die Tochter des Kommandeurs", ist, wie überhaupt alle Erzeugnisse dieser Firma, erstklassig. Die Hauptrolle spielen die beliebten Künstler Carlo und Klara Wieth. Das Pathi^Ionrnal bringt die neuesten Ereignisse. Glänzend sind die komischen ssilms. Freitag: „Liebesleid", italienischer Schlager. (768) Angekommene Fremde. Hotel „Elefant". Am 25. Februar. Paritz. Privatier; Dr. Pollak. Nrzt; Nit>sbacher. Piliepich, Nsde.. Graz. - Angelo, Nsd ; Singer. Schist, MoosdiuMer, ttstte.. Graz. — Föderl, Mieser, Kslte.; Nadu, Appelt, Nlein. siüdl. Rsde.. Wien. — Bauer, Rs>, Nürnberg. - Glück. Feigl, Rsoe., Liuz. — Giratlom, Privat, Domschale. Grand Hotel Union. Am 2b. Februar. Graf Vethlen; Graf Wall's; Hoff-man, 5lfm.; Nahle, Torsch. We^cichoUsly, Vader, Phillppi, Brunuer, Vahs. Sabat, Vockel, Loransty. Mochauf, Kdansky. Hirsch, Koller, Häusler. Rsdc.. Wicn, — Schreiner, Präsident: Keil, Vizepräsidcut; Mittler, Richter. Direktoren. Graz. - Steru. Ingenieur, Muraszombat, — Schurl, Laurit. Ha, dligka, Koren, Private; Kekch, Volpi. Nsde., Trirst. — Pelsibe, Pliv.. Alt-marlt. ' Artman, Piin., Zt. Gcvrgen. — ^ega, Pfurrer, Ibria. — Plesil, Pfarrer, Primstovo. — Gurdovit, Pfarrer, Seiscn-berg. — Failing, r, Nsd.; Slolar. Kfm.. Gürz. — Koller. Nid., Linz. — Tiele. Main, Schuwisch, Nsde. Prag. — Telrr, Nsd.. Berlin. — Neladini, Rsd., Halle. — Provhar, Pfarrer, Losti potol. zlaiskl'Fmz-MH-WllauMM in Mllli Morgen Donnerstag deu 27 Februar 1913 112. Vorstellung Logen Äbonucmrnt gerade Auftreten des Frl. Margarete von der Hardt vom Iubilaulns'Stadttl)ellter in Klagenfurt Zum zwcitenmale: Das Märchen vom Wolf Ein Spiel in vier Bildern von Franz Molnär Meteorologische Beobachtungen in Laibach. 2eehöl,c 306 2 m. Mittl. Luftdruck 786 0 mm. «. 2 N. N. 741 6 b'U NO. ichwach ! wolkenlos "" 9 U, Ab. 41 b -13 SO. schwach ^ » 2l!l7 U. F. , 40 3 -8 8i SO. mäßig ! . ! 0 0 Das Tagcsmittel der gestrigen Temperatur beträgt -18°, Normale 0'8°. Wien. 2.'i. Februar. Wettervorqussasse für den 26. Fc-liruar für Stciermarl, ^ärnien und Kra in: Heiter, unbestimmt Temperatürzunahme, südöstliche mäßige Winde, — Für Un gärn: Bei steigender Temperatur trockenes Wetter zu erwlirteu. ! SroitWERcK Milch-Karamellen Nur echt wenn Aktienkapital: 150,000.000 Kronen. Kauf, Verkauf und Belehnung von Werfpapieren; Börsenordres i Verwaltung von Depots, Safe-Oeposlts etc. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen in Laibach i Crit-Ittlt für Handel und tarke i Prešerengasse Nr. 50. Reserven: 95,000.000 Kronen. EscomptcvonWcchselnu,Devisen; Geldeinlagen gen. Einlagsbtlcher u. Im Konte-Korreni; Militär-Heiralskautlonen etc, Kurse an dt*r Wiener Börse vom 185. Februar ISM3. SchluDkurs Geld | Ware Allg. Staatsclmld. Vro». oi (Mai-Nov.)p.K.4 8396 84-16 c 4% .» .. P- U.4 83-95 84-15 £ k. st. K. (Jän.-Juli)p. K.4 «2-38 84-16 ,, ,, p. A.4 83-95 84 16 5 4 2%8.W.Not.Fob.Aug.1..K.4-2 87-15 A'7'36 £ 4"~J0/0 „ „ „ ,, p.A.4'2 87-16 8T35 ~ 4'2% „ 811b.Ai>r.-Okt.i>.K.4-a 57/5 87 35 a s-ao/n....., ,, p.A.4'2 87-15 87-36 Lose v. J.1860 zu 500 fl.ö.W.4 1645 1696 Lo»ev.J.18K0 7.nl00fl.ö.W.4 46S-— 468 — Lo.sev.J.l»-64zul00il.ö.W___628-— 640'— Losev.J.t864zu öOil.ö.W___324— 336-— St.-Domän.-Pf. lüüil.aooF.5 —•— — •— Oostcrr. Staatsschuld. Oeat.StaataBchatz8ch.8tfr.K.4 97-06 .07-25 Oebl.Goldr.stfr.Gold. Kasse.. 4 106-75 10695 „ „ ,, ,, p. Arrgt.4/06-75 10696 Oest. Rente 1.K.-W.stsr.p.K. 4 8416 84 35 ,, „ ,, ,, „ ,,U..4 84-16 84 35 Oest. Rente i. K.-W. steuerfr. (1U12) p. K ........... 84--- 84-20 Oest. Rente i. K.-W. steuerfr. (JJM2) p. U............ 84-— 84-ZO Oest.Invoi't.-Rent.stsr.p.K.HVi 73-95 74-15 Frau/. JosefVb. i Silb.(d.S.)6Vj 106-- iO7-— Gnliz. Karl Ludwigsb.((l.St.)4 84 60 85-60 Nonlwb.>ö.u.s(idiid.Vb.(d.S.)4 «4-65 85 55 Rudolfsb.i. K.-W.stfr.(d.S.)4 84 60 8560 Vom Staate z. Zahlung übern. ElHenliabn-rriuritäts-Oblig. Böhm.Nordbahn Km. 1882 4 110-— — •— Böhm. WestbahnEm.lnn->. .4 86-75 87-75 Böhm W.-stb. Etn. l8!>5i.K. 4 86-60 87-50 Ferd.-Nordb.E. l886(d.S.).. 4 9115 92-15 dto. E. V.I04 (d. St. K___4 89-80 90-80 FrnnzJosesHb.E.1HS4(d.S.)S -i ST— 88 — Galiz.KarlLudwiKb.(d.S .)S4 84 75 86-75 Laib-Stein Lkb. 200 u.lOOOH. 4 9275 937b Schluüktirs Gold | W;,re Proi. I.eni.-C7.er.-J.E.1804(d.S.)K4 84-26 85-25 Nordwb.,Oest.'J00 II. Silbcrö 100-— 10V- dto.L.A. E. l!)03 (d.S.) K 3V2 77-76 78-76 Nordwb..Oest. L. B.üOOH.S.5 1OO-— lOf- dto.L.B E. 1903 (d.S.) K3«/2 78-26 79-26 dto E. 188520()u.l000fl.S.4 87-30 88-30 KudolfsbahnE. l88*(d.S.)S.4 86-26 87-26 Staatseistnb.-G.5()0 F. p. St.3 552-- 356-- dto. Ergz.Notz 500 F. p. St.3 368 — 360-SüdnorddoutschoVbdpb.fl S.4 86-25 87-26 Ung.-gal.E.E. 1887200Silber4 83-90 84-90 Ung. Staatsschuld. Ung.StaatskasBeii8ch.p.K.4>/2 98-65 98-75 Ung. Ruiite in Gold ... p K -t 103 26 10345 Ung. Rentei K.stfr.v. J.1910 4 83-46 83 65 Ung. Ri-nte l. K. stfr. p. K. 4 83-60 83 76 Unn Prämicn-Arilehetiäli'Ofl. 422— 434 — U.Theiss-R.u.Szpp.Prm.-O.4 296-- 306--U.Grun<1entlustg.-Ol>g.ü.W.4 84-90 86-90 Andere üflentl. Anlehen. Bs.-hcrz.Eis -L.-A.K. 1ÖO2 4f.100Kp.U.6 103-40 103-90 Bul.St.-Golilanl.1907 100K4i/2 92-15 93-15 Pfandbriefe und Konimunalobligationen. Bo.lenkr -A. öst., 50 J. ö.W. 4 86-80 87 80 Bodonkr.-A. f. Dalmut. v. K 4 96 26 9725 Uöhrn. Hypothekenbank K . . 6 10f— 101-60 dto. Hypothbk.,i.&7J.v.K.4 91-76 92-76 Sühlußkurts Geld | Ware Proz. B()hm.Ld.K.-SchuldR«h.50.T,4 88-65 89-66 dto. dto. 7HJ.K.4 88-— 89-- dto. E.-Schuldsch.78j.4 88-— 89- — Gali/.. Akt.-Hyp.-Hk.......ä -• —•— dto. inh.50 J.verl. K.4Va 9125 9226 Galiz.Landesb.511AJ V.K.4V-. 92 26 ,9«?-25 dto. K.-ObI.III Km 42j.4Vi 90-- 91-— Istr. Bodenkr.-A. S6 .1. ö. W. 5 99-50 100- Istr. K.-Kr.-A.i.5^/»J-V-K.4>, 94— 95 — Mähr. Hypoth.-H.ö.W. u.K.4 «.V75 ^ö'75 Nie0V2 .1. K 41 ¦„ 95-25 .94-25 Herrn. B.-K.-A. i.50 J.V.K4VÜ 92 50 93-60 Spark.Innerst.Bud.i.50J.K41/.J 92-50 95'60 dto. inh. 60 J. v. K. . . . 4>/4 88-50 89-— Spark.V.P.Vat.C.O.K . . 4» , 9225 93-26 Ung. Hyp.-B inPcstK . . 41/j 92-50 9360 dto.Kom.-Scb.i.&0J.v.K4Vi 95-60 9S-80 Eisenbahn-Piior.-Oblig. Kaseh.-Odurb.E 18M9(d.S.)S.4 8450 85-60 dto. Em, 1908 K (d. S.) . . . 4 S3-26 84-25 Leml>.-C'er.-J.E.18H4S00S.3si 78 60 79-60 dto. 300 S...........4 84-80 S6-80 Staatsoisenb.-GeBcll.E. 1^05 id. St.) M. 100 M.......3 «6-80 87-50 Südb.Jan.-.l. 50- F. p. A. 2 6 »60-— 252- — UnterkrainerB.(.d.S.)ü.W. . 4 9.?-— 94 — Diverse Lose. Bodenkr.öst.E.IHhOälOOfl.HX 275-— 287 — dto. E. 18H9 ä 100 II.... 3X 248-50 260-60 Hypoth.-B.ung.Piüm.-Scliv. U 100 11..............4 2.37-26 247'25 Serb. Prämien-Anl. a lOOFr.2 ill— I2f Bud.-Ba8ilica(Domb.)5fl.ö.W. 27-60 31-60 Schiuükurs (.eld | Ware Cred.-ATist.f.H.u.G.lOOfl.ö.W. 483-- 496-- Laibach. Priim.-Anl.20fl.ö.W. 6ö-- 70-— RotenKreuz.öht.G.v.iOll.ii.W. 5O-5"3 55 50 d«tto ung. (1. v. . . 5 II. ö. W. ^/-75 ,yü-76 Turk. E.A.,PrO. 400Fr.p.K. 22V- 224-Wioiifir Kommunal-Lose vom Jahre 1874. . . .100 11. ö.W. 485-— 497- — Gewinstsch. der 3% Pr.-Sch. der Bod.-Cred.-Anst.E. 1880 4T— 62-— Gowinsitsdi. der 3'Vn Pr.-Sch. der Bod.-Cred.-Anst.E.1889 66-76 75-75 Gewinstsch. der 4% Pr.-Sch. der ung. Hypotheken-Bank 33-— 3konipte-G., n. ö.-iOO K 38 „ 7öfl- - 7'2- — Rimomur.-SalKo-Tarj. 100II. 712-40 713-40 s-'a'gö-Tari Stk.-B. . .. 100 fl. 774-— 77n-r>0\ SkolawerkoA.-G. Pils. 8110 K <922-60 821-50 ^ Wu(Te.i-F.-G.,i)sterr. . . lOOfl. 940— 950 — WcißonfelsStahlw.A.-G.3OO K 790-— 810---- Westb. Bergbau-A.-G. 100 fl. 618— 622- Devisen. Korzo Sichten und »Scheflks: Deutsche Bankplät/.e...... 11810 iif.it Italienische Bankplütze..... a*"-*" 9;»«1 London................ 2419 m-::-> Paris................. 9S"-M ury'Ji Valuten. Münzdukalen........... 1V41 1V48 2(>-Fiani'8-Stlteke......... 19-16 19-19 20-Mark-Stüi.ke.......... 23-60 2366 DeuUche Reichsbanknoten . . //«*'•*• /W-*> Italienische Banknoten..... 94-15 94-3S Rubel-Noten............ 264-25 Zs,r>- — Lokalpapiere na< h Privatnotier, d Filialed. K K.priv.Oest. Oredit-Anstalt Brauerei UniunAkt. 20()K 286-— S46-— ¦ Hotel Union „ 500,, 0 — •— Krain. Bauges. „ 200,,12K 200- - «0-— ,, Industrie,, 200,, 20 K 430-— 440 — Unterkrain.St.-Akt.lOOfl. 0 60-— 7(y- Bankzinsfuß 6% Die Notierung samtlicher Aktien nnd ^x „Diversen Lose" versteht sich per Stück.