Nr. 56. Donnerstag, 9. März 1905. 124. Jahrgang. Mibacher Zeitung. AA"'""«»wn«p«'»l»: Mit Postversenblln«: 8Mri« 11 lc, Lül die Zllstelluu« in« H«uö 8»nMl»l« i! «, ^ Inseltwusgel»»hr: Fül lleuir HNIeratr bi« zu 4 Zetlen « t>, ^ohelt per Zelle 1« d: bei Öfteren Wiederholungen per Zeile « d. Die «iiaibacher Zelwng» erscheint täglich, mit Ausnahme der sonn» und Feiertage. Die Udminiftfatlo» bestndei sich ttougrekplah Nr. ^, die Medallion Dalmaliügasie Ätr. ill. Lprechstuilbcil der Rrdalll«» uuu x l»i« l<» Utzr uornlitlags. Unfrankierte iUriese loerden nicht angenommen, Manuskripte nicht zurüclüeslrlll, Amtlicher Teil. . Den 6. März 1805 »urde in d« t. l. Hsf. und Staats« °rucknei das LXXXV. Stück der ruchenischen, das I^XXXVII. «tucl der pollnscheu, das I^XXVIII., QXXX1X. und X(.'. Stück °kl polnijchen und rutheniZchen AusZabe des NeichSgesehblattes A« Iah« 1W4 sowie das 1. und 11. Stück der polnijcheu, das "-«>tück der poluischeu und rumänischen uud das V. und Vl. ,^? ^^l lroatljchen Ausgabe des Reichsgesehblattes vom Jahre ^c, ausgegeben und versendet. , Nach dem Amtsbllltte zuc «Wiener Zeitung» vom 7. März L" (str. 5) wurde die Wettervervreitung folgender Preherzeug' "l^e verholen: Ar. 12 ,6»n«»»t»u»u »n»«»^» vom 5iü. Februai IWä. «r. 17 «Ueitmerlher Wochenblatt» von« 1. März 1905. Nichtamtlicher Teil. Öfterreich und Ungarn, „Der Ausschuß der drei zentralelt indnstriellellVer^ "a«de Österreichs hat nachstehende Resolution gesagt i „Von tiefer Besorgnis erfüllt, daß die Inter-^!Ule Österreichs dem Streben nact)' Erhaltung der Nmeiniainen Arlilec geopfert werden könnten, er Uan der ständige Ausschuß der drei zentralen lnduslriellen Verbände: Im Falle der Aufhebung "^gemeinsamen Wirtschaftsgebietes ist die hei-'"Yche Volkowirtschast, die ict)on jetzt, insbesondere "urch das Quotenverhältnis, die Militärlasten überaus drückend empfindet, angesichts der durch "e Zolltrennung notwendig eintretenden Umwä^ äung oer Lage der Industrie außerstande, auch fer-^'^hii, die basten der gemeinsamen Armee aufzu "rmgen. Sollte die wirtschaftliche Trennung Öster-^'lchs ulid Ungarns, die wir wahrlich nicht wün-^^^ unvermeidlich werden, so wird im Interesse "'? österreichischen Wirtschaftslebens die möglichst ^njche Lösung der Gemeinschaft allen wie immer Karteten Provisoriell, insbesondere aber der Schaf-^ug ^ines Übergangszustandes durch Errichtung nner Zwischcnzollinie für einzelne Artikel vorgczo-^li. An Regierung und Parlainent richtet der stalls "^c Ausschitß den dringenden Anruf, mit aller Eni> Medenheit diesen Standpunkt allen maßgebenden Faktoren gegenüber unbedingt zu vertreten." Das „^remdenblatt" erblickt m dem mügeteil-ten Beschlusse der industriellen Verbände den deutle chen Ausdruck der tiefen Besorgnis, mit der die Industrie Österreichs der Entwicklung der Dinge iil Ungarn folgt. Die Industrie Österreichs verwahre sich dagegen, daß man ans ihrem Leder die Riemen für die Gemeinsamkeit der Armee schneide. Die Industrie Österreichs wolle auch das Äußerste hinnehmen, aber nur nicht eine Halbheit, deren dosten in letzter Linie wieder voll ihr zu tragen wä^ ren. In diesem Sinne hat sie heute ihren warnenden Ruf erhoben. Bei der Sorgfalt, mit der man bemüht ist, den richtigen, gerechten Ansgleich zwischen den Forderungen Österreichs und Ungarns zu finden, kann auch die Industrie Österreichs darauf rechnen, ihre ernste Mahnung gewürdigt zu sehen. Rcichsratsabgeordneter Dr. Stephall Licht führt in der „Neuen Freien Presse" aus, daß die Entschließung der industriellen Verbände taisäch-llch der Gesamtmeinung der österreichischen Industrie entspreche. Man möge in Ungarn endlich den Faktor der Mutlosigkeit oer österreichischen IndU' lirie und der Atnonsunfähigtett des Parlaments außer Betracht lassen. Die österreichische Industrie wolle die wirtschaftliche Gemeinschaft, aber nicht mehr um jeden Preis, und wolle auch nicht länger zugeben, daß sie als Konlpensationsobjelt für die ^rnaltung einheitlicher Institutionen, namentlich im Kriegswesen, benutzt werde, jener Institutionen, deren Wert angesichts der fortdauernden Nachgiebigkeit gegenüber den Forderungen Ungarns ohnehin immer mehr verliert. Die „Zeit" findet die zahlreichen Berufuugcn ungarischer Politiker an das kaiserliche Hoflager zwecklos. Die Koalition habe ein gemeinsames Programm; diesem gegenüber muß man Ja oder Nein sagen, und wenn man Nein sagt, muß man ein Gegenprogramm bereit haben. Wäre ein solches Programm zur Hand gewesen, nachdem die unga-rischen Reichstagswahlen den Oppositionsparteien plötzlich die Majorität in den Schoß geschüttet ha-ben, dann hätte sich leicht ein Kompromiß erzielen lassen. Durch Beherrschung des Allgenblickes yätte man sich da für ein paar Jahre Ruhe schaffen kön^ nen. Heute, wo die Majorität sich ihrer Macht völlig bewuß: ist, sei es zu spät, und man könne das ängstliche befühl nicht loswerdeil, daß eines Tages die entschlußlose Langsamkeit überstürzte Ent' Schließungen erzeugen werde. Auch das „Wiener Deutsche Tagblatt" oei> mag den Zweck nicht einzusehen, welchen diese Audi^ enzen haben sollen, um so mehr, als die bisher.angeführten Parlamentarier sich sämtlich für ein Koalitioils Ministerium ausgesprochen haben und zu erwarten steht, daß auch die übrigeu diesen Standpunkt einnehmen werden. Damit stünden wir nach Abschluß der Audienzen genau auf demselben Punkte, wo wir nach dem Scheitern der Mission Andrassus gestanden sind, nur mit dem einen Unterschiede, daß mittlerweile zwei kostbare Wochen ver-gangeil sein werden. Nußland. Ilt ihren Betrachtungen über den Kainps, der nill den Besitz von Mutden geführt wird, führt die „Neue Freie Presse" aus, dai^ Rußland, selbst wenn ihm auch der Schein eines Sieges versagt bleibell sollte, schließlich unter dein Drucke der Verhältnisse einem Friedensschlüsse geneigt werden müsse. An-derseits beginne man auch in Japan die Opfer empfindlich zu spüren, welche dieser Htrieg auferlegt. Mehr, als es bereits gewonnen hat, ist für Japan kaum mehr im fortgesetzten Kriege zn gewinnen, die Führung in Ostasien ist ihm kaum mehr zu ent reißen, die Sicherung seiner staatlicheil und ökono^ machen Existenz kaum mehr zu mindern, die Stellung unter den großen Mächten der Welt, die ev sich mit so erstaunlicher Entfaltung seiner nationalen Kräfte erworben hat, kaum mehr zu entwinden. Nach dem Ausgange der Schlacht voll Mukden werde daher der Krieg bei einem entscheidenden Abschnitte angelangt sem, wo die Mediation Eng lands iil Japan und die Mediation Frankreichs in Rußland mit Erfolg einzusetzen vermag. Das „Neue Wien. Tagbl." ist der Allsicht, daß die weitere Fortsetzung des Krieges mit finanziellen Fragen, noch stärker aber mit der Stimmung ver knüpft sei, die ein etwaiger neuer Mißerfolg Ruß lands ill derBcvölkerung hervorrufen wird. Komme eo zn bedrohlichen Ausbrüchen, dann wäre ein mu mentaner Abbruch des Krieges nicht undenkbar; Feuilleton. Wenn eiu König «schachmatt» gejetzt wird. , Das „königliche Spiel" hat einen neuen An-Mnger unter den gekrönten Häuptern gewonnen: '"on König Eduard VIi. wird berichtet, daß er '.'eueroings eine große Begeisterung für das Schachs MI an den Tag lege. Damit folgt er nur dein Aei-Plel vieler seiner Vorfahren. So war besonders Eduard I. ein leidenschaftlicher Schachspieler, der !'ch namentlich sehr gut auf das Operieren mit Tür-'"w und Bauern verstand. Seine Gemahlin war ')'cht minder tüchtig in dem edlen Spiel, und sie Wug ihn gelegentlich anch; einmal schenkte er ihr >ur itMn Sieg ein Brett und Figuren aus Jaspis "nd Kristall. Minder erlauchten Gegnern mag es nicht im-^,ler ein ungeteiltes Vergnügen gewesen sein, mit ^nein König Schach zn spielen, war es für sie doch ?'. sehr gefährlich — zu siegen! Ob die Spieler Mtherer Zeiten jähzorniger waren als sie es heute ''nd, wo uns gerade das Schach als das fried-^tigste aller Spiele erscheint, ist nicht so leicht zu /Men; Tatsache ist jedenfalls, das manches in aller Kundschaft begonnene Spiel mit zerbrochenen topfen endete. , Als Prinz Heinrich, der spätere Heinrich I.. ^nst zum Besuch am französischen Hofe weilte, ge-^anu er, wie eine alte Chronik erzählt, beim Schach-plel mit Ludwig, dem ältesten Sohn des Königs, '" oft, daß dieser in Wut geriet, ihm ein Schinwf- wort zurief und das Schachbrett ins Gesicht warf. Heinrlch nahm das Schachbrett auf und schlug Ludwig damit so kräftig, daß Blut floß; er hätte ihn getötet, wenn nicht sein Bruder Robert gekommen wäre ilnd sich dazwischen geworfen hätte, worauf beide schleunigst ihre Pferde bestiegen und sich davonmachten. König Johann hatte in seiner Jugend ein ähnliches Erlebnis; ein Schachspiel, bei dem ein gewisser Fulk Warine sein Gegner war, endete mit einer Prügelei, bei der Fulk dem Prinzen „einen so furch-tcrlichen Schlag gab, daß er ihn fast auf der Stelle erschlagen hätte". Johann vergaß den Schlag nie lind vergab anch seinem jähzornigen Gegner nicht; als er später auf den Thron kam, bestrafte er ihn dadurch^ daß er ihm sein Erbe, Whittington Eastle, vorenthielt. Wilhelm der Eroberer wurde mehr als einmal beim Schachspiel jähjornig; einmal hatte das ernste Folgen. Er spielte mit dem Sohne des Königs von Frankreich, es kam zu einem hitzigen Wortstreite, und schließlich schlug Wilhelm mit dem Brette so heftig auf den Kopf seines Gegners, daß dieser b> wußtlos hinfiel. Innerhalb einer Stunde hatte Wilhelms Pferd seinen Reiter ein paar Meilen vom französischen Hof entfernt. Philipp II. von Spanien war beim Schach-spiele solange liebenswürdig, wie er gewann; aber wehe dem Spieler, der ihn schachmatt setzte; Vei> bannung vom Hofe war die mildeste Strafe, die ihll erwartete. Einer der mächtigsten spanischen Granden kehrte eines Tages, nachdem er mit dem Könige Schach gespielt hatte, heim und begrüßte seine Familie mit den Worten: „Liebe Kinder, wir haben nichts mehr am Hofe zu suchen. Wir können keine Gunst mehr von dort erwarten; der König ist beleidigt, ich habe jedes Spiel Schach gewonnen." Auch Napoleon I. war ein höchst unduldsamer Spieler. Einmal saß er mit Eugene Beauharnais am Schachbrett; als er Plötzlich sah, daß er schachmatt war, warf er ill seiner Wut das Schachbrett, die Figuren und alles vom Tisch, schlug seinem Gegner ills Gesicht und verließ das Zimmer. In einem Falle hat das Schachspiel auch sogar cili fürstliches E.hcpaar entzweit, und dies kam schließlich dem Manne sehr teuer zu stehen. Fei> rand, Graf von Flandern, spielte immer mit seiner Gemahlin; er war aber so ungalant, fast jedes Spiel zu gewinnen. Die ständigen Niederlagen ät> gerteil die Gräfin so sehr, daß sie schließlich ihren Mann haßte, und als er im Jahre 1214 in der Schlacht bei Bouvincs geschlagen wurde, weigerte sie sich geradezu, etwas für seine Befreiung zu tun. Ludwig XIII. von Frankreich spielte so leiden-schaftlich Schach, daß ihn sein Schachbrett und die Figuren stets begleiteten; anch wenn er ausfuhr. spielte er in seinem Wagen. - Ebenso war Karl l. so fasciniert von dem Spiele, daß er fast bis zum Fuß des SchaffotS Schach spielte, und als em?l sei, Spiel durä die Nachricht die Schotten hätten beschlossen, 'h« "»" ^"^ """ ,;n verkaufen, nmchte er ^hla semen Zug wettn. Haibacher Zeitung Nr.>6. 472 9. März 1905. unterbleibt eine explosive Kundgebung oes Volks-loillen» gegell Dell, ülrieg, oalllt sei ihul nur Wirt-" jchaftlich eine Grenze gezogen. Das „Illustrierte Wiener Extrablatt" meint, die Schlacht bei Mutdell brauche noch »licht das Ende des Krieges bedeuten; aber die Wirkung eines eklatanten russischen Mißerfolges könne für die in-nere Situation Rußlands furchtbar werden. Die Depeschen Hwropattins tonnen eventuell das Ende der russischen ^riegspartei bedeuten. Die „Österreichische Voltszeitung" meini gleich-falls, das schreckliche Ringen bei Mutdell wer^e ausschlaggebend für die innere Entwicklung in Nußland werden. Eine endgültige Niederlage würde den Selbstherrscher zugänglicher für weitgehende Re formen inachen. Politische Ueberftcht. Laidach, u. März. Graf Tisza erklärte einem Interviewer des Vlatteö „Ujsag". er habe seinerzeit dein Avgeorone. lenhause nütgeteilt, die deutsche Regier u l» g sei vor denl EilUritte ill die Verhandlungen wegen des Handelsvertrages aufmerksam ge^ macht worden, daß der Vertrag im ungarischen Reichstage nicht eher zur Verhandlung gebracht» werde, als bis das Schicksal des wirtschaftlichen Verhältnisses zu Osterreich entschieden sein werde. Aus der Tatsache des Vertragsabschlusses erwachse Ungarn nicht ein moralisches Obligo zuu Annahme des Vertrages für den Fall, als es zu einem selb ständigen Zollgebiete übergeheil sollte. Auf weitere Fragen des Berichterstatters erklärte Graf TiZza, seiner Meinung nach habe Ungarn teine Aussicht, mit Deutschland selbständig einen entsprechenden Handelsvertrag abschließen zu tonnen. Der deutsche Handelsvertrag sei im Falle der Errichtung eines selbständigen Zollgebietes voll entscheidender Wich ligkeit. Ungarn müsse im deutschen Markt Ersatz für die Verluste suchen, die der Entgang des österrci'chi' scheii Marktes im Falle der Errichtung von Zoll-schranken gegen Österreich verursachen würde. Er halte die Errichtung eines selbständigen Zollgebie les vor dem Jahre 1!)17 schon mit Rücksicht auf die Schwierigkeit der Erneuerung von Vertragsver Handlungen mit Dentschland unter den gegenwär ligen Umständen für einen verhängnisvollen Fehler. Aus Rom wird gemeldet: Der P a p st richtete all den Kardinal Svampa eil: Schreiben, in dein er auf das vom Staatsfetretär Merry del Val am 28. Juli l.!)04 an die Bischöfe in Italien gerichtete Zirkulär hinweist, das darauf aufmcrkfam machte, daß eine katholische volkstümliche Aktion nicht möglich sei, wenn sie nicht voll den Bischöfen geleit«'! werde. Seit einiger Zeit seien Meinungsvcrschieoen heiten aufgetaucht wegen der sogenannten u nab -häng ig e n ch r i st l i ch enDemukrate n, die bei ihrem Strebeil nach einer schlecht verstandenen Freiheit versuchen, die Disziplin zu brechen, ilroem I^e gefährliche ^euerungen anstreben, welche die Klrche nicht billigen tonne und die den Eharatter einer Auflehnung gegen die Autorität der Kirche angenommen haben. Der ^apst bedauert so viele ^unge Leute, die sich dieser autonomen christlichen Demotraue angeschlossen haben, und ermahnt sie, denen zu mißtrauen, die sie ins Verderben führen wollen. Er bedauert auch, daß es katholische Blät' ter gebe, die das Verhallen der Bischöfe tadeln, die mit Recht die autonome Denwlratie verurteilen. Er mißbilligt den Kongreß der autonomen christlichen Demotraiie, der sich in Bologna versammeln joll, und fordert die wahren Katholiken auf, an ihm nicht teilzunehmen. Die ungehorsamenPriester würden den kanonischen Strafen verfallen. Der Papst gibl schließlich der Hoffnung Ausdruck, daß feine Mahnungen die Schuldigen zur Umkehr veranlassen werden. Der E h e s s et r etä r fü r I rl a nd, George Wynoham, hat seine Demission gegeben und wird aus dem Kabinett Balfour ausscheiden. Über die Ursache seines Rücktrittes berichten englische Blätter folgendes: Der irische Untersetretär Sir Antony Mac Donnell hatte im vorigen Jahre mit Erlaubnis seines Vorgesetzten George Wyndham und mit Vorwisscn des Vizetönigs von Irland Lord Dudley dem Lord Dun raven geholfen, einen Plan auszuarbeiten, der einc Art Homcrule für Irland einführen sollte. Der Plan wurde hinter dem Rücken des Kabinetts, während Wynoham auf Urlaub war, von Lord Dunraven in aen „Times" veröffentlicht. Die unionistischen Iren, deren Unterstützung das Kabinett Valfour braucht, protestierten heftig, war alls Wyndham in einem Briefe an das genannte Blatt den Tunravenschen Hilan verurteilte. Die Angelegenheit wurde am 17. Februar im Oberhausc zur Sprache gebracht, lind im Unterhause wies Wyndham darauf das Homerule^Proiekt zurück. Lord Dudley, Wyndham und Mac Donnell boten sodann ihre Demission an, aber es gelang Valfour, die Sache, wenigstens vorübergehend, beizulegen. Tagesueuigleiten. (Schiller i m G y mnasiu m.) Die Münchener „Jugend" dringt den Gymnasitüdirektoren folgende Anfsatzthemata zur würdigen Begehung der Schiller-Feier i>, Vorschlag: Erste Klasse: Die Tiere in Schillers „Handschuh", ihre Heimat und in welche Klasse gehören sie? Zweite Klasse: Die Interpunktion in Schillers „Glocke", und wie würden wir dieses Meisterwerk nach der jetzigen Orthographie schrei° den? " Dritte Klasse: Weshalb wirft der König in Schillers „Taucher" den Becher in die Flut, und weshalb der Könia von Thule? Ein Vergleich. — Vierte Klasse: Mußte der Fischer den Ning dos Polykrates dem König, zurnclgeden, oder hätte er ihn behalten dürfen? - Fünfte Klasse: NelclM Weg flogen die Kraniche des Idytus uon ^ihegium vis nach Kürilltlnl," Lanüesenge und wie lange brauchten sie dazu? Sechste Klasse: Die Charaktere der Soldaten in «Wal-lensleins ^ager", geordnet nach ihren Waffengattung gen. Siedenle Klasse: Warum langen, Carlos' !icel> veil zu reißen an? Achte Klasse (PrüsUllgömN satz): Wie würde der „TeU" ausgehen, wenn WUlMn den Apfel nict)t getroffen hätte? (Dieder ü h mteSe. i, f e.) Eine Frau tritt in den Kaufmannsladen. Nie Ärmel bis über die M> dogen ausgerollt, das (Gesicht gerötet, schreit sie, ei»" geldliche Sudftanz auf den X!adell1isch werfend: „Als») das da hier isl dle derühnile Seize, die atles wascht, die den Waschtag zum reinsten Feiertag macht, die die ganze Arbeit allein desorgt, die Wäsche weiß macht wie frisch gefallener Schnee, die j«He Mühe erspart, he? Ten Schwindel erzählen Sie wem anderen. Jetzt steh' ich scholl drei geschlagene Stunden beim Wasch' trog und rippel mir die Seel' aus dein Xieibe utiv nicht die Spur von einem bisset Schaum krieg' ich aus der Seife heraus." „Entschuldigen Sie, lielie Frau", versetzte der Kaufmann höflich, «das glaube ich ganz gern, Ihr kleiner Schani hat gestern ein Stück Seife und ein Stück Käse vertangt. Das lM ist der Käse." „Der Käs'?" stammelte die Frau. „I" darum! Jetzt geht mir ein Licht auf wegen dem ande^ reil Zeug.' „Was für ein anderes Zeug?" fragte der Kanfmann. „HcM das andere Zeug. Die Halde Nacht hade ich nicht schtafcn können ans den Käs', den wir gestern gegessen haben. Er hat so geschäumt." (Zehn Menschen auf einem Qua-dratmcte r.) Wie wenig Raum der einzelne Mensch alls der Erde benötigt, ergidt sich überraschend aus Versuchen, die der amerikanisch Professor L. I. Iohtl' son und der Bonner Aanmeister Hunscheidt fast gleich-zeitig angestellt haben. Es galt zu ermitteln, welche Belastung des Erdbodens durch eine dicht zusammen gedrängte Menschenmenge entsteht. Diese Ermittliwg erhält auch hohe praktische Bedeutung, wenn man daran denkt, daß die ill einer Menschenmenge ent' halteile ledendige Kraft sich zuweilen in furchtbarer Weise offenbart hat. wie namentlich die Katastrophe auf dem Chodyntafeld dei Moskau bewiesen hat, lvo mehrere Tausend MensctM erdrückt wurden. Die Frage kann nur ill der Weise aufgeklärt werden, daß man feststellt, wie viele Menschen auf einer RauM-einheit, also am einfachsten auf einem Quadratmeter Platz finden. Hunscheidt ist nun zu del,: erstaunliche« Ergednis gelangt, daß auf diesem kleinen Naum nicht weniger als zehn erwachsene Menschen nebeneinander stehen tonnen und daß dann diese Flächeneinheit bis zu dem ungeheuren Gewicht voll mehr als 700 Kil> grainni, belastet sein kann' auch nil Höchstfall von 7^ Kilogramm vermochten sich die einzelnen Mensche" noch inl gewissen Grade zu bewegen. Die Baumeister werden mit diesen Zahleil zu rechnen haben, lvenn es sich um die Errichtung von Tribünen oder großen Sälen handelt. Familie Hormann. Roman von Alexander «Kmer. (6. Fortsetzung.) Nachbru« Nfll'utc»,,' „Du blst ja Wie 'ne wilde Katze", sagte sie, „du beißt mich schließlich noch." Und freilich, die weißen, kernigen Zähne kamen dei der heftigen Rede so augenfällig zum Vorschein, daß sie neben dem bedrohlichen Ausorncl dieser zornfuntelnden Allgen eine Gefahr andeuten konnten. Sophie räulilte zuletzt, ihrerseits nun auch die (Geduld verlierend, da5 Feld lind erklärte, Madame von diesem unerhörten Benehmen Bericht erstatten zn wollen. Ruth schloß hinter ihr mit einem energischen Druck die Tür und stand mit fliegendem Atem in der fremden Umgebung. Johnny drängte sich on sie nnd sie nahm ihn in ihre Arme, küßte lind herzte ihn leidenschaftlich. Dann lief sie an den Waschtisch mit all seinem ihr unbekannten Zubehör, überflog mit verwirrtem Blick die Gegenstände, sie auf ihren Ge brauchszweck prüfend. Sie riß dann zunächst den großeil Schwamm oon dem oberen Vord, aber mit so wilder Bcwe^ quna., daß ihr Arm die Waschkanne streifte, die das (Gleichgewicht verlor lind mit einemKrach umstürzte, i,l ihrem Fall die gegenüberstehende Kristallflasche lind das breite Waschbecken mit zertrümmernd. Einen Moment betrachtete Ruth wie erstarrt die entstandene Verwüstung, die am Boden liegen-den Scherben. „X<»vcr min6". brummte sie dann vor sich lnn lind achtete nicht darauf, daß Johnny sich daran machte, die Glassplitter vom Teppich aich,n lesen, auf dem das in den Gefäßen enthaltene Was ser wie eine Sintflut sich ausbreitete. Ein lautes Aufheulen Johnnys brachte sie zur Besinnung. Seine Finger bluteten, er hatte sich verletzt, die Splitter hatten seine Hände zerschnitten, und während sie hinlief, um ihn aufzurichten und zu beruhigen, und der Anblick des Vlu-tes sie erschreckte, verwickelte sie sich in die rosa gefütterte Spitzenqardine, welche Johnnys Bettchen umgab. Ritsch — ratsch! krachte und knirschte es, sie wollte sich lösen, griff dabei derber in das feme Spitzengewebe und gewahrte nun schier entsetzt die herabhängenden Fehen, das Bild der Zerstörung rings um sich her. Ill diesem Allgeil blick trat Eilly, gefolgt von Sophie, ein. Ein lauter Ausruf der Entrüstung entrang sich den Lippen der Dame. ,.O mein Himmel! Wie steht es hier aus! Was ist dies für ein Kind!" Ruth hielt den Prüder umklammert', das Vlut von seinem verwundeten Finger drang ^.ber durch das schmutzige Taschentuch, welches Ruth darum geschlungen. Frau Cilly stürzte auf den Kleinen zu, „Hast du ihm etwas qetan, du schreckliches Kind du? Komm, Sophie, nimm den Jungen her^ über in mein Schlafzimmer lind verbinde ihm die Hand und du. Ruth, wenn du hier in meinem Hanse bleiben willst, so hast dn dich meinen An-m-dnuiMN zu fiisien nnd -,ii qeborchen. du W'ldlmq dn verstanden?" Frau Eilly war in großem Zorn. Sie und ihre unbekannte Nichte standen einander gegenüber und starrten einander in die Augen wie ein Paar, Todfeinde. ! Ruths Lippen waren fest aufeinandergepreßt, ihre schweren Zöpfe schlang sie sich in einer hastigen Bewegung um den Hals, als ob sie sich damit erdrosseln wolle, und ihre Augen funkelten wie dic einer Tigerkatze. Sie sprach kein Wort, sie schien M' keine Neue zu empfinden über ihre Unart, sie fühlte sich zu keiller Entschuldigung oder Abbitte gedrängt- Nur Haß gegen diese Fremde, welche sie au» ihrer Heimat fortgelockt, ihr nach ihrer Auffassung die Mutter in den Tod getrieben — äe^r motlie»' war nur aus Angst vor der Reise gestorben ^ lt>' null hier den Vater auch für sich aNein in Beschlag nahm, erfüllte ihre Seele. Es waren keine klaren Gedanken, die sie l^ hätte iil Worte fassen können, sie folgerte nicht b^ wußt, sie summierte nicht logisch zusammen, nur eM allgemeines starkes Haßgefühl konzentrierte p") in ihrem Hirn, und das spiegelten ihre Äuge" wider. Frau El'lly faßte sich. Die Weltdame, in dere» glattem Leben wenig Anlaß zu großen ZornaU"' brüchen vorgekommen war, tadelte sich ob diest'l abnormen Regung. An der Deeril da war ihr im Grunde weM gelegen, die mußte gezähmt werden, das konntet später andere besorqen. Sie lachte jetzt spöttisch "U, und sagte kalt: .,. „Gut! Wenn du eine so besondere Natur m,', mußt du für dich allein bleiben. Ich stelle es o'^ noch frei: willst du dich voll Sophie artig bade lind umkleiden lassen, so daß du anständig uiU^ am Tisch unter uns gesitteteil Menschen cr'schcw'. kannst, so darfst du kommen. Sonst wird dir dei Essen herausgebracht und du siehst niemand. UnN-sind dein Vater und ^- deine ältere Schweste ' die dil noch nicht kennst. Daß dein Vater hier jlyo' einmal verheiratet war, weißt dn doch?" - Ruth hatte bei den letzten Worten den Kop!^ den sie zn Anfang der Strafpredigt trotzig gejen gehalten, hastig erhoben. Eine Schwester ^ "^/ voil der wußte sie nichts. (Fortsetzung folgi- Laibacher Zeitung Nr. 56. 473 9. März 1905. ^ (Der Aufenthalt ln den Lüftell.) ^n mmn londoner Fachblatte erklärte Santos Du° '"out, daß or die Frage des verlängerten Aufenthalte» ^' den lüften gelöst habe. Ein Luftballon habe bis-^r höchstens 36 Stunden in den Lüften verweilen wlinen. Santos Dumont versichert nun an der Hand ^u technischen Aufzeichnungen, daß er mindestens ^nen Monat im Luftballon verbleibell tonne, ohne "M Schwierigkeiten zu begegnen, die Andree auf sei« '^r Äculonfahrt zum. ^cordpol gehindert hätten. Er ''^t voraus, daß der Besuch des Nordpoles nichts unmögliches seill, wird und daß LusttreuzerDivisioncn '"die Flucht treiben nnd Flotten bedrohen, und er ^sft, bereitö inl tominenden Sommer diesell weltum-^alzeich^^ Änderungen auf dein Gebiete der Lufi^ ^Uffahrt nähertreten zu tonnen. (D c r Nege r haß.) Aus ^iewyort schreibt ",'"n dem. „Berliner Tugblatt": Ort der Handlung: ^'w kleine Stadt des Südens. Personen des Tra^ ^iaH- ^>^^ verschleierte Tame, ein höflicher junger "Mm, Zllschauer. Der höfliche junge Mann geht Elends die Straße entlang, als die ihm entgegen-^»unende Daille ihr Taschentuch fallen läßt. Der Alante junge Herr bückt sich schnell und überreicht ^ die Trophäe mit einer höflichen Verbengnng. Da-^ sieht er ihr erst recht ins Gesicht und macht die ^ntoeckung, daß sie eine Negerin sei. Die Umstehen-^N schmnnzelten schadenfroh, während die Dame hin-^'geilte. Da U'endet sich der errötende höfliche junge '^culn an einen Znschauer, dei, der Vorfall am meisten ^'lustigt hat: „Wollen Sie mir gefälligst einen recht ästigen Fußtritt auf mein' Sitzfleisch versetzen, mein Herr?" „Mit Vergnügen, mein Lieber, Sie Haben'S üblich verdient." Es geschah . . . "- (A m er ik a n isch e r H u ni o r.) Ill einigelt Silken der amerikanischen Stadt Wyoming haben ^) in der letzten Zeit unliebsame Meinungsverschiedenheiten zwischen den Kunden nnd den Beamten der ^nilk herausgebildet. Differenzen, welche nach der ^noessitte damit endeten, daß beide Parteien ihre ^n'dolver zogen und aufeinander losschössen. Eine ^nk. welche diese Art der Verrechnung vermeiden buchte, versendete an ihre Klienten u,td plakatierte '" ihren RäilNlen folgendes Zirkular: „Klllldcil, die ^'^ Äleinung sind, es sei ein Irrtum ill der Verrechn ^.nng oder in der Buchung vorgefallen, werden höf-'D ersucht, »licht zll schießen, ehe sie sich voll d?m "llllichl.'n Tachvcrhalt überzeugt haben. Fremde oder ^ Veamten nicht persönlich bekannte Besucher der ^ukrä'nme müssen beim Betreten der Bureaux die "linde hoch über dem, Kopfe halten, da sonst auf sie "on, P^sonal gefeuert werden würde. Die Depots ^' in den Bankräumen gefallenen Personen gehen '"5 Eigentum der Bank über. Die Bank übernimmt ^nerlei Haftung für die etwa in ihren Lokalitäten in llust geratenen Gewehre und Vowiemesser. Perso» 'kn, welche eine rasche Abwicklung ihrer Geschäfte Nnschl^ werden darauf aufmerksam gemacht, daß ^ Auslöschen der Lichter durch Flintenschüsse usw. ^ geeignet ist, die Arbeit der Beamten zu verlang, cnnon als sie zu beschleunigen. Diese Bank haftet un-^' keinen Umständen für die Kosten der Begräbnisse ener Klienten, welche in den Banträumen, während . ^' außerhalb der Amtsstunden getötet worden - (Der Sohli der Zivilisation.) Frei '"ch dem „Sohn der Wildnis": Mein Herz, ich will dich fragen, was ist denn Liebe, sag'! Zwei Seelen und der Gedanke: Wieviel sie (er) wohl haben n>ag? Lolal- und Provinzial-Nachrichten. ^ill Dezennium des Beteriniirwcsens in Krain. . Dc>s Veterinärdepnrtcment des k. t. Ministeriums ^. innern hat vor kurzem in derHölderschen k. und k. ?^l' und Universitätsbuchhandlung in Wien einen v^'icht über das österreichische Vcterinärwesen für die Mm> 1891 bis inklusive MX) erscheinen lassen. Aus ^ umfangreichen, nach amtlichen Berichten bear° Meten und mit übersichtlichen kartographischen Dar« / !"lMl ausgestatteten, Werte entnehmen wir jene v^suhl-llngen, die speziell für nnser ,Uronlaild von "Ueresse sein dürften. ^ Die Nachweisungen über den Stand der nutzba» .^ Haustiere liefern den Beweis, daß die Anzahl ^ Haustiere, mit Ausnahme der Schafe und Zie- )v^' 'Nl abgelaufenen Dezenniuni zugenommen hat. lj^ Zunahme beläuft fich auf 1850 Pferde, 25 Maul» ^^. Esel und Maulesel, 26.22« Rinder und 12.851 ^weine, im ganzen daher auf 40.152 Stück des ^'lMUstandes der vorbezeichncten Tiere. Der Stand ,^' nutzh^^.^,, Haustiere betrug in, Jahre 1890, bo Z"ngsweise iin Jahre 1800, 23.771 (24.821) Pferde, ^ (220) Maultiere, Esel und Maulesel, 227.613 ^.889) Rinder, 53.462 (38,629) Schafe, 8418 (6384) Ziegen nnd 94.985 (107.836) Schweine, Tie Abnahme bei Schafen beträgt fomit 14.833, bei Zic» gen 2034 Stück. ImVerhältnisse zur Bevölterungsziffer vermehrte fich der auf 100 Einwohner entfallende Teil des Vieh« standes im Jahre 1900 dem Jahre 1890 gegenüber um 0 13 Pferde, 4 33 Rinder und 2 58 Schweine, während bei Schafen eine Verminderung um 3 11 und bei Ziegen um 0 43 eintrat. Der Rückgang im Stande der Schafe ist teils anf die von Jahr zu Jahr zunehmende Auflafsung von Hntweiden und deren Umwandlung ill Ackerland, teils auf den Preisfall der ein heimifchen Wolle zn-rückznführen. Die Abnahme der Ziegen findet in dcr immer rationeller betriebenen Forftwirtfchaft ihre Begründung. Die große Zunahme der Rinder — Krain steht mit feiiler Zunahme von 4 33 allen Provinzen Österreichs obenan! ist meistens der Entwicklung des im regell Aufschwünge begriffenen Molkerei-wefens zu verdanken. Strenge Handhabung der veterinärpolizeilichen Vorschriften in bezug auf Hintanhaltung ansteckender Tiertrankheitcn ermöglichte es, deren Verbreitung möglichst enge Grenzen zll zieheil. Mit Befriedigung kann hervorgehoben werden, daß die Erkennt nis von der Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit der zur Bekämpfung derTierkrankheiten getroffenenMaß-nahmeil, in immer breitere Schichten dringt und daß auch dem angeftrebtenZiele dnrch verständnisvolleMit arbeit der Bevölkerung bei der Veterinären Verwal» wllg ganz erheblich näher gekommen wnrde. Auch die Mitwirkung der Gemeinden all der Dnrchsührnng der Veterinären Vorschriften hat sich in den Berichtsjahreil gebessert. Die durch ansteckende Krankheiten in .'.lraiu wäh» rend des Berichlsdezenniums hervorgerufenen Vieh' Verluste diese Angaben umfasseil nicht nur die ver» endeten und als seuchenkrank getöteten, sondern auch alle jene Tiere, die nach den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen im Interesse dcr raschesten Scuchentil-guug als scuchen- oder ansteckungsverdächtig teils vom Staate, teils von den Besitzern der Schlachtung zugeführt worden find stellen sich wie folgt: an Pferden durch Milzbrand (4), Rotz (75), Wut (1). Krätze (3), Inflnenza (0), zusammen 83 Stück; an Rindern 474 Stück; an Ziegen 3 Stück; an Schweb nen 4261 Stück. Über den Eharatter einzelner Seuchen wird angegeben: Im Jahre 1891 trat die Maul- und Klauen-» seuchc in 533 Orten Krains und 4845 Höfen auf und es war mit Einschluß des Krankenrestes vom Jahre !890 ein Krankenstand von 15.739 Rindern, 1607 Schafen, 83 Ziegen und 1220 Schweinen zll ver-zeichnen. Von den Erkrankten genafcn 15.659 Rinder, 1607 Schafe, 83 Ziegen und 1212 Schweine, während 7 Rinder und 8 Schweine fielen, ein Rind aber getö-tet wurde. Der Gefamtverluft bezifferte sich demnach mit 8 Rindern und 8 Schweinen. Dieses Jahr ergab die größte Vcrbreitungsziffer der Maul- und Klauenseuche ill Krain während des Verichtsdezenniums. Ein nngemeiu starker Abfall des Seuchenstandes trat in den Jahren 1892 und 1893 ein, in welchen beiden Jahren nur ein Gesamtverlnst von 2 Rindern verzeichn net ist. Vollkommen seuchenfrei find die Jahre 1894, 1895, 1899 und 1900. Den Seuchenverlanf des Jahres 1896 und l898 kann man als mild und gutartig bezeichnen. (Schluß folgt.) (V c g a-I u b i läu ins f e ie r.) Der 150. Geburtstag des Gelehrten Georg Frei Herrn von Vega wird Mittwoch, den 15. d. M., in Wien, im Saale des „Hotels zur Post" (Fleischmarkt) festlich begangen werden. Die Begrüßungsansprache wird der Reichs-ratsabg. Hofrat Dr. P I o j, die Festrede wird Reichs--ratsabg. Dr. Ferjanöiö halten. Außei> dem wirken die Opernsängern! Zmrzlikar, das Mitglied des Hofopern küste) Sonntag, den 11. d. M. um 8 Uhr abends in der hiesigen evangelischen Ehristuskirchc halten. - l Z u m F r e m denuerke h r e i n K rain) In Wochcincr-Feistritz und im Touristenhanse am Wocheincr-Sce kamen während des verflossenen Ial> res 302 fremde Personen an, von denen 298 als Ton risten bis 3 Tage, 26 bis 7 Tage, 31 bis 14 Tage, 25 bis 3 Wochen. 12 bis 1 Wochen, 4 bis 5 Wochen, 3 bis 6 Wochen, und 3 über 6 Wochen dort verblieben. Unter diesen Fremden waren 76 aus Krain, 110 aus anderen österreichischen Provinzen, 24 aus den Ländern der ungarischen Krone, 2 aus Bosnien, 19 aus dem Deutschen Reiche, 31 aus Italien, 6 aus England, 3-1 ans sonstigen europäischen Staaten. ^u. (V ere ins g ründuug.) Aus Rüdmunns-dorf wird uns mitgeteilt, daß mit dem Sitze in Mo^ strana der Verein tttlulcovuo dru^vu c^uitiiituili <1^1u,VQ^v v ^lo^lluui gegründet werde. Die Ver» einssatznllgen erliegen bereits bei der kompetenten Be» Horde. —r. - (Erstes M us it e r^t rä uz ch e ll.) Wie uns aus Josefstal berichtet wird, veranstaltete die Fabritskapelle der l. t. priu. Josefstaler-Papier» sabriteil am Faschingsdienstage in der geräumigen Wertsrestanratiun ihr erstes Musiter-^ränzcheu. Die« ses hatte einen großen Besnch zn verzeichnen, wie das schon lange bei einer Tanznnterhaltung nicht der Fall war. Trotz des herrschenden Gedränges unter-hielt man sich vortrefflich. Die Damen wnrden mit reizenden Tanzordnungen überrascht, während den Herren geschmackvolle Schleifell überreicht wurden. Die schöne Dekoration, die Herr Timi s ch l, ein Meister in seinem Fache, durchgeführt hatte, gefiel allgemein; überall waren Reijiggirlanden, Tannen-gruppen und zierliche Hecken errichtet, deren frisches Grün einen prächtigeil Rahmen zn dem, bunten Bilde gab, das sich überall dem Beschauer bot, denn die Damen waren in schmucken Kostümen, die Her» reu dagegen im kleidsamen Schwarz erschienen. Die Fabrikskapelle, auf einem eigens hiezu errichteten, mit Bruchstücken bekanntcrKomponisten gezierteil Podium Postiert, gab die schönstell. Stücke zum bestell und übertraf sich selbst, denn solche Weisen haben wir von nnsercr Kapelle scholl lange »licht gehört. Volles Lob gebührt daher ihrem umsichtigen mU> energischen Ka» Pellmeister B a i tz, der keine Mühe gescheut, nm vom Guten daü Beste vorzubringen. Bei den flotten Klan geil entwickelte fich im Hauptlotale bald ein reges Leben und Treiben, nnd unermüdlich wurde dem Tanze gehuldigt. Im Gemütlichen dagegen gab es bei einem guten, Tropfen Scherz und Gefang, und etliche, gelungen kostümierte Masken trieben hier ihr Unwesen. Kein Wunder, daß dem Tanzvergnügen bis iil. den grauen Morgen gehuldigt wurde und daß sich die Paare erst trennten, als das letzte Zeichen ertönte. Volle Ancrkennnng gebührt dem umsichtigen Ausschusse und dem Tanzarrangeur Herrn M ülle r. Nicht unerwähnt darf auch das geschickte Arrangement der elektrischen Beleuchtungsanlage bleiben, welches Werk des Herrn Betriebsleiters Quaiser aus Kalten, brilnn lebhaft bewundert wurde. So bemerkte mail u. a, auf der Mufiktribüne ein prachtvolles Bukett, deffen einzelne Blumen aus kleinen Glühlampen ge-bildet waren; unzählige, weitere Glühlampen guckten aus den grünen Wänden hervor und boten ein bezau-bernd schönes Bild, Der unermüdlichen Fabriks» kapclle können wir zll ihrem ersten Musiker-Kränzchen vom Herzen grntnlicren; wir wünschen nur, daß sie dadurch zu weiteren, geselligen Vorführungen ermun tert werde und sich durch Eintracht auf der gegen» wärtigen Stufe erhält. 15. - (F a s ch i n gsv e r g n ü g e, n in Littai.) Aus Littai wird uns geschrieben: Unser Markt beschloß am Dienstag den Fasching mit echtem Faschingstrubel. So wurde um 2 Uhr nachmittags ein Umzug mit eini> gen einen Eisenbahnzug nach Tunlichkeit getreu kopierenden Wagen veranstaltet, an denen vorne eine dampfende Lokomotive angehängt war. Den Zug begleitete eine Allzahl von Masken. Um 1 Uhr nachmittags traf ein ans 12 geschmackvoll dekorierten Wagen bestehender Faschingszug, darstellend eine Bauernhochzeit und improviesiert von den Insassen aus St. Martin, in Littai ein. Den Zug begleiteten drei Musikkapellen, auch nahmen daran sämtliche Ge-wcrbetreibcudc alls St. Martin teil, die während der Fahrt ihr Handwerk mit vollem Eifer ansübten. Selbstverständlich erregte der Umzug lebhafte Heiter-keit. —ik. " (Ein Bettel Musikant.) Am 5. v. M. abends kam der Drehorgelspieler Valentin Venda aus Vir bei Domöale, nachdem er den ganzen Tag in Birnbaum herumgcspielt hatte, in das Gasthaus des Alois 55vagen, wo er etwas aß und trank und den Gastwirt um ein Nachtquartier bat, was ihm dieser auch gewährte. Beuda, der, schon stark angehci tert, die Gästc fortwährend belästigte, begann sodann illl Gastzimmer sein Geld zu zählen. Plötzlich meinw Vcnda, es sei ihm ein Fünfkroncnstück entwendet worden, nnd holte die Gendarmerie herbei. Indessen stelltc es sich bald herans, daß Bendn gar kein Fünf' kroncnstück bei sich gehabt hatte, weshalb sich die Patrouille wieder entfernte. Da Venda die Gaste fort» während belästigte, wnrde er anf die Straße gesetzt' hicrans würd er mit einem Messer überfallen und erhielt fünf Stichwunden, Die Täter konnten bislang nicht ausgeforscht werden. —r. Laibacher Zeitung Nr. 56. 474 _______ 9. März 1905. " (Z n r F a s ch i >1 g s ch r o n i k i >i Lai b a ch.) Tie heurige Kariievalszeit bot gewiß jederlnanu Ge^ legciiheit genug, sich gründlich anszutanzcli. Ill der Zeit vom <>. Iäniier bis 7l M^ärz wurdeli von der städtischen Polizei »icht lveiiiger als WO Musiklizen» zen l,ild Belvilliglingen zur Offenhaltuug von Gasthaus- llnd Kaffeehanslokalitäten erteilt, wofür über l^O 1< eiltrichtet ivurdcn. ivährend die polizeilichen Inspektionen über Wl» 1< nnd die Stempelgebühren über 4W Iv ausmachten. Ain Fafchingssonntag gab es über 4l) Taiizuilterhaltliiigen und Masteiwälle. Am Fuschingsdienstag fanden mit Eiilschlllß der So-kolniaskcrade uild des geschlossenen Tanzkränzchens im Kasiiio .^ Tanzunterhaltnngen statt. Tas Leben in der Fastnacht gestaltete sich sehr rege' in allen Gas sen lümmelten sich Madien, von denen mehrere eine Tanzunterhaltung nach der anderen aufsuchten, Viele Gasthäuser innren so vollgepropft, das; der Tanz erst gegen Mitternacht losgehen konnte. In etwa zehn Gasthäusern verblieben die Tänzer bis zum Morgengrauen beisammen. Nachmittags und abends wur-den unterschiedliche feuchte Faschingsnarren wegen Exzedierens und Trunkenheit in den Gemeindekotter abgeführt; einem in Tirnau exzedierenden Arbeiter mußten unter Assislenz eines Soldaten sogar die Ked ten angelegt werden, aus das; ihn der Wachmann ab führen tonnte. So fand die ^arnevalszeit ihren würdigen Abschluß. " (V e r s u ch ter Sel b st n, o r d, > In der Fa schiilgsnacht nahm die 19jährige P. W. aus Tragutsch bei Marburg, die sich in, bekannten Hause ill der Glot-lengasse befand, in selbstmörderischer Absicht eine Snblirnatlösnug zu sich und wurde ins Spital über führte Tas Motiv der Tat soll unglückliche Liebe sein. (E r st o ch e n.) :>lm 5. d, M, abeilds verjetzien der Knecht Franz Vergant nnd der Taglöhner Antoil Knapiö ill Seni^ica, Genleiilde ^lvischenlvässerii, den zugereisten Arbeiter Johann vulgo Kr5'ev aus Visoka bei St. Georgen, Bezirk Krainbnrg. der beim Besitzer und Gastwirt Josef kusterüü" niu Arbeit als Säger . bat, ohne jede Veranlassung, wahrscheinlich aber ans Neid, drei Messerstiche, worauf der Säger sosort zu sanlmenstürzte nnd tot liegen blieb. Vergant stellte sich tagsdarans selbst dein hiesigen Landesgericht.'. < W a f s e r sl and der Saue a >n G n r l felder P e gel,) Ter höchste Wasserstalld der Save im verflosseneil Monate wurde am 2l. Februar nin 7 Uhr früh mit l 1 Zentimeter ober Null, dcr niedrigste am ll), Februar um 7 Uhr früh niit l.'^l ^eiltinieter unter Null verzeichnet. Der dnrchschllittliche Wasser-stand betrug !j 5 Zentimeter unter Null. Die höchste Tcmperatnr hatte der FInß anl 2l>, Februar mit 8 Grad Eelsins, die niedrigste ani t^. Februar mit 2'tt Grad Celsius. —K-- (>t a r n e v a l i n A bbazi a.» Wir erhalten folgenden Bericht- Tie Saison ist im vollen Gange, die Häuser siud dicht besetzt. Auch hier hat der Fa sching seine sprudelnde Laune losgelassen, nnd die Veranstaltungen in nnserein klnrorte waren gewiß darnach angetan, mn den Ansprüchen der jungen und auch der älteren Gäste Rechnung zu tragen. Es gab Kränzchen, Bälle und andere Unterhaltnngen für alle Kreise. Tie verschiedenen Vereine wie die Fenerwehr, die Veteranen, die Teutsche Schnle, der kroatische Schulverein, die Fiaker, die Kellner und die Zigeuner, sie alle stellten sich mit niedlichen Kränzchen ein, über-dies gab dervornehmeAdria- Klnb einen Ball, der die besten Gesellschaftskreise vereinigte. All Gemütlichkeit lind Tänzern fehlte es nirgends, und wo es genng Tänzer gibt, sind auch die Tamen zufriedengestellt. Als zwei vom Vergnügungskomitee veranstaltete Ur-terhaltnngen sind der Korso nnd der Narrcnabend hervorzuheben. Tcr Korso fand Sonntag ans d?r Reichsstraße statt' leider hatte ungünstiges Wetter die Vorbereitungen gehemmt, und so kam es, daß die Teilnahme nicht so glänzend wie in den Vorjahren zu nennen ist. Nichtsdestoweniger waren einige sehr nette und sinnreiche Wagen zu verzeichnen. Prämiien wurden drei Vlnnienwageu, eine feine Schwammerl-Vereinigung, eine Pierot-Grnppe, ein Zigeunerwagen, ein ambnlantes Laboratorium (eine Heilanstalt dar stellend), der Mikado, der Radfahrer-Urmensch und der Nadfahrertl,lb Voloska, Trotz der weiligen Wagen gestaltete sich der Verkehr anf der Reichsstraße äußerst lebhast' auf dem Vrnnnenplatze nnd vor den Kolon naden, wo die Musik.KaPellen ihre Ausstellnng genom. men hatten, gab es ein arges Gedränge nnd es eilt-nuckelte sich ein recht vergnüglicher ,«,toriandoli°Korso, Ter Faschingsdieilstag versammelte das ganze 5lurpublikum und viele Einwohner im Hotel Stephanie, dessen Säle auf das prächtigste dekoriert wa-ren und einen stattlichen Eindruck übten. Unter der Tevise ..Himlulisch-Höllisch" gab es Engelein lind Teufel iil großer Menge: alle wußteil sich recht gut zu unterhalten. In der Pause fanden Theatervor. Nellungen ftatt, wobei insbesondere eme ^erenlsst-mus^iomödie viel belacht wurde. Im Saale spielten zwei Musikkapellen: getanzt wurde mit Verve und seltener Ausdauer. Tas rührige Vergnügungskomitee wnrde durch Frau Tirektor E r o c i, die nach ihren eigenen Ideen die Säle ausgeschmückt und überhaupt das ganze Arrmlgement geleitet hatte, auf das kräftigste unterstützt. Mit, dieser Redoute fand der Fasching seinen Abschluß: jetzt kommen nur noch einige Nachzügler, worunter der XI. Abbazianer >tell»el'Vall als der gemütlichste und fescheste Ball der Saison erwähnenswert ist, lEin ,.F liegende r H o l land e, r" a n f d e r A o r i a. > Im „B.L.-A." liest man folgende seltsam romantische Geschichte: Ein mysteriöses Fahrzeug, oas lelihin im nördlicheiiTeile des Adriatifchen Meeres kreuzte, hat die dortige ,^iistenbevölkeruug in große Aufregung versetzt. Es wurde zuerst iu der Nähe von Fiume von dem Tampser „Gödöllö" benierkt, der es zum Zwecke der Erkundung lange verfolgte. Man fand, daß das niedrige, aber lange, schwarze Fahr zeug einer Jacht ähnlich war und weder Namen noch Flagge führte. Auf Teck sah man eine Menge Män° ner nnd Franen in phantastischer Kleidung und fest licher Stimmung, Am nächsten Abend wnrde das Schiff, dem man den Namen des „Fliegenden Hollän ders" beilegte, auf der Höhe von Abbazia gesichtet. Man vernahm feine Musik, und es schien, daß die Festlichkeiten ihren Fortgang nahmen. Einige Boote gingen in Tee, mn Näheres zu erkunden: doch sobald ihre Annäherung bemertt wurde, verschwand das Schiff. Ein Fischer, dem es später gelang, es zn er-reichen, nm Fische an Vord zu bringen, erzählt, daß sich viele jnnge Mädchen daraus befinden, die. anschei nend der ländlichen Vevölternng angehören, obwohl sie in ungewöhnlicher.Kleidung erscheinen. Eines die fer Mädchen, das l4 Tage lang vermißt wurde, ist diefertage in ihr kroatisches Torf zurückgekehrt. Es war von einigen Seeleuten überredet worden, an Vord des Schiffes zn gehen, um dort Gemüse zu verkaufe», und fobald es sich auf dem Schiffe befand, war dieses mit ihm davon gefahren. Als das Fahr» zeug einige Tage darauf wieder auf der Höhe ihrer Heimat kreuzte, wnrdc, es anf ihren Wunsch wieder ans Land gesetzt. Tie Fischer jener Gegenden befin den sich wegen des mysteriösen Schiffes in starker Erregung nnd erklären, daß sie ihm, bei der ersten besten Gelegenheit den Untergang bereiten würden. " (V e r I o r e n » wurde ein schwarzer Tamen-Pelzkragen, ferne!' ein rotledernes Portemonnaie mit l K. Theater, Kunst und Merntnr. " (Teutsche Bühne.) Tie gestern aufge-führte Schnufpielnovität „Tie Brüder von St. Beru-hard" von Ohorn erzielte dank einer würdigen Tar-stellung große Wirkung: das in stattlicher ^ahl e>.' schienene Publikum bereitete dem fesselnden Stücke einen ehrenvollen, ehrlichen Erfolg. Es war Stini-mung in dev Vorstellung, und diese teilte sich auch den Besuchern des Theaters mit, die nach jedem Alte dnrch rauschenden Veifall nnd viele Hervorrufe die Tarsteller ehrten. Ein ausführlicher Bericht folgt. (>t a m m e r m u s i l a b e n d,» In der Tor-halle findet Sonntag den l^, d., abends halb ^ Uhr der vierte (letzte) ^tammermusikabend statt, den die Herren Hans G e r st n e r (erste Violine), Erlist Pfefferer (zwcite Violine), Heinrich Wettach (Viola). Hans Pick (Violoncell), Josef Iöhrer (Klavier > sowie Prof, Adalbert S y r i n e k (Klarinette), veranstalten, Vortragsfolge, l.) Robert Schn niann! Trio für Klavier, Violine und Violoncell; op. 80, 5änl-. 2.) W, A. Mozart: Quintett für Kla^ rinette, zwei Violinen, Viola und Violoncell; .V '. :;,) Lndivig van Beethoven: Quartett für zwei Vw° linen, Viola und Violoncell: op, 5l>. C-änr, — Preise der Plätze außer Abonnement: ein Saalsitz ^ K, ein Stehplatz l I< 2N I», Studenteilkarte M 1l, - (K ling e r s W a g n e r ° Tenknlal,» Über M, .^lingers fiir Leipzig bestimmtes Richard Wagner^ Tenkmal wird der „Post" geschrieben: „Soeben ist der Gipsabguß des Monumentes nach den, Tonmodcll fertig geworden. Auf einem einfachen, podiumgleichen Unterbau von 1 l) Meter Höhe. zu dem vier mächtige Stufen hinanführen, erhebt sich die l'9 Meter hohe Marmorstatue: eine einfache Figu-r. barhaupt, in einem wenig gefalteten, schwer von der linken Schutter herabhängenden Mantel, der von der linken Hand vor der Vrust zusammengefaßt wird. während die Hand des rechten, herabhängenden Armes den Man tel von der Erde aufnimmt. Tas Ganze ist herb. streng sachlich, nnr auf das Wesentliche, das hervorragend Eharakteristische gestimmt. Klinger ist ein scharfer Beobachter, ein genialer Porträtist, Auch von Wagner will er ein markantes Porträt schaffen. Hier liegt der Grund für die Barhäuptigkeit der Figur, denn sie läßt den mächtigen Hintertopf. , das fcharfe Profil des Gesichtes träftig hervortreten. Tas Tenkmal, daö den großen Tichterlomponisten in würdig schreitender Bewegung zeigt, wird in den Anlagen vor dem Alten Theater aufgestellt werden." Zerrbilds. Pon Kaltschmidt. Lose Blätter, Grim melshanseu, aus SimpliMsimns. Jean Paul, ails Flegel jähre, E, Th, A, Hoffmann, aus der >lönig^ braut, Eduard Mörite, aus dem Stuttgarter Hutzel-männlein. Otto Ludwig, auo einem alten Schul mcisterlebeu. Gottfried Keller, aus den drei gerechte Kammachern. Peter Rosegger. aus den Geschichte!'' Als ich jung noch war. Heinrich Steinhaufen, m<5 Heinrich Zwiesels Ängsten. Wilhelm Raabe, aus den-Träumling. Bilderbeilagen: Ernst Kreidolf, KalM mit dein Trachen. Albert Welti, Tie Walze der KuB' Engen Kirchner. Lustige Leute. Elf ^errbildnissc vo" Olaf Gillbransson. ^ Äbbilduugen alls Fuchs' M'' schichte der Karitatur. Notcnbeilage: Hector Vor' lioz, Lied des Mephistopheles. Richard Wagner, Veck messer-Episode, Giuseppe Verdi. Tan;s;ene alis Niss0' letto. Geschäftszeitnng. «Vi e h m a r l t in ^ aiba ch.) Aus den ^'' sliigen Viehmarkt imirden Nili Pferde und OclM soluie 251 Kühe uno Kälber, zusammen daher 15^ Stück aufgetrieben. Ter Handel gestaltete sich M rege, da das Rindvieh von Känfern ans Kärnten und Mähren, das Pferdematerial hingegen von italic-m fchen >läl»ferii erstalideil wurde. Telegramme ll. k. des Telegraphen-ßorre^ondenz-ßureaus. Der ruMch-japlmischc Orieg. Petersburg, 7. März. Ter blutige >laulpl ivird immer hartnäckiger. Nachdem die Rufseu t^ rechte Flaute nachN'ordcn herumgebogeil habcu, stchc» sie parallel zlir japanischen Umgehungskolonne. ^ei^' Gegner halten standhaft ihre Stellungen. Täglich wel> den japanische Gefallgene eingebracht. Im Lanfe d^ Tages fanden bedeutende dämpfe bei Iuchnantu»' statt. Alis dem Wege nach Sinmintin griffen in d^ vergangenen Nacht die Japaner neuerdings die sll" teilung Rennenkampf, den Kntulinpaß und die Stel' llingen iil der Nähe des Putilovhügels an. P a r i s, ^, März, Tas „Journal" veröffentlich; folgende Tepesche seines Sonderberichterstatters aus dem Kriegsschauplatze: Mukden, 7. März (7 Uh» abends). Gestern wurden die Angriffe ummterbroäie» fortgesetzt. Uilanfhörlich wl,rden Angriffe nnd Gcgen° angriffe ausgeführt, iil dereu Verlaufe die Japans das Torf Taschitschao eiilitahmen, das die Russen bel' Iapaiierii eiitrisseil hatten. Sämtliche Törfer westl'"' von Mlikden liegen in Trümmern. Am Hunho schl"' gen die Truppen des Generals Eerpickij niehrere lM. tige Angriffe der Japaner zurück. Nach jedem AnM schichteten die Russen die Leichen der Japaner übe^ einander, überschütteten sie mit Erde und schufen p"' anf diese Weise Teckungen. Gegen 5 Uhr abends "^ gannen die Japaner nach hartnäckigem Uainpf norb' ivestlich von Mukden die Russen zurückzudrängen u" versnchten nördlich von Mllkden bis in die Nähe "^. Eisenbahn zn gelangen. Vier sibirische Regimente' stürmten nun trotz des heftigen Gewehrfeuers M^ oen Feiiid vor und es gelang ihnen, den Feilid cibzU halte». Tiefer Kampf wird zweifellos die ganze ^li^ dauern. Auf beiden Seiten überwiegen bisher "" Verlliste beiwcitem diejenigen bei Liaojang. M ukde n, «. März. (2 Uhr ^l) Minuten niol' gens.» In der Nacht des (i, d. griffen die I"P".H.. liiit großen Streitkräften die vorgeschobene rnsM Abteilulig bei Tschantschenpu an der Bahnlinie a ' Nach mehreren vergeblichen Atigriffen stellten die ^5 Paner den Vormarsch ein. Auf beiden Seiten ^ die Verluste groß. Tie Abteilung Rennenkamvf '"1'"" abermals die Aligriffe der Japaner ab. ^ Petersbiirg. ,^, März. Kuropattin /""5^ in eiileni Telegramm vom li, d,: Ali« rechten H"^/ User grisf der Feind nnsere Stellllligen im ^^ ^,, nnd Südeil von ?1ansintun an. Er wurde aber s riickgelvorfen, Eine russische Abteilung rückte uaäi ^^ ininti» vor und besetzte das Dorf Zintanche bei ^ tschitschao: sie wurde aber vom Feind, der. erN^ kungen erhielt, aus dem Torfe wieder verdrängt-Verluste der Japaner sind bedeutend. In der ^^ des Pntilov-Hügels erbelitewn wir gesteril noch ^Laibacher Zeitung Nr, 56 475 9. März 1905. Zugriffe auf itandolisan und Ubencpuza wurden ab-^Wl0scn. In den Stellungen mn Gaopnlin Herrscht '"uhe. - Unter dein 7. d. meldet ttnropatlin: Am Achten Ufer de^ Hnnho griff der ^eind zu wieder-^ltcninalen nnfere Adteilnngen in der Front der ^tschafwi ^cmfintnn und Dnmchuanwn an, wurde ^'"pch zlivü^^chla^e», Alle energischen Angriffe m»f ^n Putiluv und den '),'0lugorc,d-HngeI foluie mich ""e niichMän'n Angriffe auf ^cnidoliscm wurden ab-^Mnef^n, ^ul^eilen tonlinen die Japaner, welche unö ^u Nucken unigingen. und anf ihre eigenen Soldaten, ow iic für Nufsen hielten, schössen, bis an die Draht» inioernisse ^>ran, Tie in Ubenepnza befindliche Ab-^Inng wnrde gestern nm ^l l!hr abends angegriffen, cgen Mitternacht warf unsere Abteilung den Feind zurück und erbentete zwei Ä'taschinengewehre. Gegen ^^rgon nahmen die Japaner die Offensive wieder ",uf. Wir umchteil einen Gegenangriff nnd erbeuteten "n drittem Maschinengewehr. Anf der Unten Flante ^M'chi Ruhe. ^>i einem anderen Telegramme vom " ^meldet >turopatrin: Ter Feind nmchte einen ^'^lschen Angriff anf Yulmantnn nnd besetzte einen ^ll des ^)rte<', »müde aber fpäter loieder auc' diefenl drangt, Ter auf das Zentrnm gerichtete Angriff "urdr abgewiesen. Tie linke Flanke deo Feindes griff 'ucnepnza an, zog sich jedoch' om- unserem Feuer zurück. >, « ' ^ ' ^Uli^, ^ Hl^älz. Alic' dem japanischen Haupt-^uurtil,'!^' in i>o^ logend uoii Singtsching wird ge ^loet: An, »;. d. morgcl'^ rüclten die japanischen ^reitkräfte in der Richtung auf Huaijen vor nno ^"l)nwn zuerst Pinshihata und hieranf Hnaijen. Tie ^Nc in der Nähe vonTita ist unverändert. Am Tien^ "3 um drei llhr morgeno ging die rnssische Artillerie ' "5 der Nichtnng am Schaho östlich der Eisenbahn ^'Nen l>ine Anhöhe nördlich uon Tnnschiatun vor, urde aber unter Verlnst von 30 Toten znrnckgeschla-^'^, Um 2 Uhr morgens konzentrierte die rnssische ' l'ulll.'rie von Tashan nnd Wanpoaschan, »uährerl» ^li^ Infanterieinasfen zuni Augriffe vorgingen, ihr ^ ^^ llegl?,, nnsere Stellung: sie wurde aber um ^, ^ 5 Uhr morgens vollständig geschlagen, lim 11 , ^ Vm-mittog5 besetzten die Japaner Hanschengpa" ' besten der Eisenbahn nnd schlugen später den ' "M'iff Der Nnfsen bei dem Versuche, den Ort wieder ' erolwrn, ab. Am rechten Ufer des Hunho machten ^ ln der ')cäbe von Yngfhitnn. 7 H'ceilen siidlvestl'ch ^ Äcntden, Anzeichen bemerkbar, das; die Nüssen Mählich Verstärkungen heranziehen. Tie Japaner ^?!"' zwei Trittel von ^ikuanpao, acht Meilen ,^lich ^^,,^ Mnkden, nnd schlngen die Gegenangriffe " ^uss,n ab. ,n ^ n n d 0 n, !< H>lärz. Ter itorresponoeni deö ^^c^Vnreano im Hallptquartiere des Generals . U'ot'i meldet unter den, heutigen 1 Tie Nnssen haben lrls ^ ^'Nlmgenen flacht nnter dem Schutze der Tun-sjss^^ ^^ l^anze Schaho-^inie geränmt. Sie besindei. ,^ ^^aenwärtig im vollen Rückzug gegen Norden und ^n von den Japanern ernstlich bedrängt. Vor ihrem Niiclznge steckten die Russen grosse Vorräte von Lebensrnitteln in Vrand. Tie Einnahme von Mukden scheint bevorstehend. Tokio, ^. März. (Reuter»MeIdnng.) Die Japaner haben hente vormittags 5l llhr Matschuntan ge-nonnnen. Neuigkeiten vom Büchermarkte. Stein, Dr. H., Der künstliche Abortus im Lichte des Strafgesetzes, X 1 80. — Meyer G., Erste ärztliche Hülfe, gbd., K8 60. — Rehbock TH., Ventschlauds Pflichten in Deutjch. Südwestafrila, lv — W. — Weisz Dr. D., Das Gesetz der Arbeit der Dickdarmmuslulatur I, li 3. - Corrard P., Amors Mädchenschule, li 3 60. - Tüllel Dr. S., Die lriminellen Geisteslranlen, K 1 b0. — Mülle«.Wunderlich Marie, Zum Weihnachtsfeste, Gedichte. Wünsche, Lieder, Begleit, und Scherzverse zu Gescheuten, li - 72. — Müller-Wunder, lich Marie, gum Neujahrsfeste, Gedichte, Wünsche, Lieder, k —-72, - Morburger C. M., Rebellen. l( 3 60. — Nülow H. v., Das russisch-japanische Heer, Kriegsmarine und die der in Ostasien interessierten Staaten, k 3. — Putzler I., Das angriffsweise Gefecht im Geiste der taltischen Vorschriften, li 1. M ü n st e r b e r g Osl., Japanische Kunstgeschichte, li 11 70. - Anheiher. Milrosloftische Kunstformen, li 21 60. — Tausch Edm., Moderne Innenlunst, Lfg. 1, li 7.20. — Dekorative Vorbilder, 15. Jahrg., lplt,, li 16 20. — Reise um die Erde, 1. Bd., gbd., li 15. - Hesdürffer, Die schöusten Vlütensträucher, li 12. — Hebbel Friedr., Sämtliche Werle, geb., li 4 80. — Oberländer, Im Lande des braunen Bären, gbd,, li 18 20. — Hesse-Wartegg E. v., China und Japan, gbd., li 21-60. ^ Hesse» Wartegg E. v., Samoa, Bismarckarchipel und Neuguinea, gbd., li18. — Norde nsljöld Otto. Antarctic, zwei Jahre in Schnee und Eis am Südpol, 2 Bde.. gbd.. li 14 40 — Holz Arno, Aus Urgrohmutters Garten, gbd., li 7 20. — Bücher der Weisheit uud Schöuheit: Groß E.. Die heilige Schrift, gbd., li 3. - Kaut Imm., Kritik der reinen Vernunft, gbb., li 3. — Abraham a Santa Clara. gbd.. Auswahl, li 3. — Bogumil Goltz. Auswahl, gbd.. li 3. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr 61 Fed. Bamberg in Laibach, Kongreßplatz 2. Verstorbene. Am 7. März. Rnuigimbe Namsal, Hafnerswitwe, 66 I., Wienerstraße 41, Marasmus. — Gertrud Verbit. Amts-dienersgatti«. 46 I., Peiersstrahe 14. Asthma, I'nrnl^I» ««r SW. schwach ,teilw.bewölkt; 9. > 7 U. ss. 736 9 , "^1 - 7s NW, schwach , heiter > 0 - 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 2-8", Nor< male: 2 4°. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. vdtranzeJosef] *\bitterquelle I fT\ ¦ das baste ¦ 1 \J W natürliche Abführmittel. l (G79) 26—2 ^toj^^0** üeberall in haben. unentbehrliche Zahn-Creme erhült die Zähne rein, weiss und ff es und. yibschieüsgruss. Gerührt durch die vielen Beweise von Achtung- und Wohl wollen, die mir während der nun beendeten Saison zuteil wurden, und befriedigt von dem schönen .Erfolge meiner Bemühungen, entbiete ich allon meinen geehrten Schülerinnen und Schülern meine höfl. Grüße und rufe ihnen nicht Lebewohl zu, sondern: cAuf frohes Wiedersehen im Herbste»! Besonders nage ich Dank den hochwohlgebornen Frauen Marie Hanss, Faniiy Dr. Tavèar, Fräulein Mario Wessner, Ninka Luckiuuuu, Marie Louisa KehMd, Dr. Šusteršiè für ihre hingebende Unterstützung sowie Herrn Direktor Artur Mahr und der hochlübl. Direktion dos Kasinovereiue» für ihre liebenswürdige Förderung meiner bescheidenen Tätigkeit. Mit aller Achtung und Ergebenheit Giulio Morterra (93S Tanzlehrer. ilür die vielen Beweise der Teilnahme, welche uus während der Krankheit und anläßlich des Hin« fcheidens unserer teuren Gattin. bezw. Tochter uud Schwester, der Frau Josefine Lutschmmig geborene Pascha« uon Moorland aus alleu Gesellschaftskreisen uon nah und fern in reichstem Maße zugekommen siud, für die Herr« lichen Kranz» und Blumenspeuden sowie für die > zahlreiche Beteiligung am Leichenbegängnisse sprechen wir allen unseren herzlichsten nnd innigsten Dank aus. Laibach am 8. März 1905. Oberstlieutenant Lutschounig I und Familie v. Laschau. Kurse an der Wiener Börse vom 8. Märj 1905. N^ dem o^Me,, Kursblatt« Di« notierten Kurse verstehen sich in Kronenwährung, Die Notl^ng sämtlicher Altien und der «Diversen Lose» versteht sich per Stück. ^«»lnltln» Staatoschuld. «elb «»»« 33^^cme d«^ ,. 100 st, 4°/<> 188-- ,80'.. t>t«, " lW sl. . . 2?? - L88-— °°> ^!«. ^l,' ÜU st. . . 277- »83 - «'»»bbi. k lw fi. b°/o , 2S4 40 »»«-40 ^,"N"ldd.rlmK,ich«. "«leltnen Königreich» o»h U"d zander. .krHbrente,s,fr., lNUft.. °>Xem.^ - . . . 4°/„ lL0-t0l20'20 . dlt ^''"^rol'enwühr.. stfr.. ^°,<3'«.....4°/, 100-25100-45 °^t^k" Ultimo . 4«/o <0a-2U 1U0-40 p«r i>H'"lMti°ns.Rente.stfl.. '>' ... 3'/,°/» 9^9ä S3-15 ^'Nhn-Vtaateschnld. . "> «"w O.. steuerfrei. ^l>> -' ^A> Kronen . <°/« 1001b 101'lb '""»^'schulbverschrelbnn. ^Xkb'^N'P.EisenbV.A«»«». '.i! k«.., ,, -......44^ 75 444-75 Veld Ware Vom Staat« zur Zahlung übernommtne Msenv.'Prior. Obllllationtn. (ililabethbahn 600 u. 3000 M. 4°/„ ab 10°/«...... 116-00 117'50 Tlisabethbahn. 400 u. 2000 Vl. 4"/u......... 118-S5 HS'gf. ssranz Ioses.««.. — dlo, Pläm.'A, ll 100 sl. - 200 k i!18-?b 220 75 bto. dtll, i^ 50 »l.--100« 21»'50 219-5N Iheih-«eg.°««k 4"/u - - - > I72—!i74N! 4"/o ungar. Grunbentl.-obllg. 98 »o! 9« li(> 4°/n lroat und slavon, betto 98K0 Ui» - Andere Vssenll. Anlehen. 5"/n Vonau°Nog.°A»leihe l»7« . 1N«'«5 107 «5 Anlehcii bei Stadt Görz . . —-- —-. «nlehen der Stadt Wien . . . 10350 I04ü0 dto. dto. (S'lber od. Gold) 1^2 «z i23 «5 dto, dto. (1894), . , . 99'—100- dto. bto. (1888). . . . 1Ul.-4»'10140 VVrs«bau-«nlehen, verlosb. ü"/» 9b-«5 10085 4"/<> ln-ainer Lande« «nlehen . ..-—!--— Veld Ware Vsandbrles» »tl. «oblr, allg. öst.i»50I,verl.4"/o 8976 100-7Ü N.°üsterr.Llli!be«'Hyp,-Anst,4°/v 100-10 10110 Oest.-ung. Banl 40>/»iäl)r, verl. 4°/n......... 101-10 102 IN bto. dto. t>0jähr, verl. 4°/» 101-40 10240 Eparlasse. 1.öst.,«0I.,vsrl.4"/o 101— — - GisenbahN'Vriorilals» Vbltganonen. NerdinandsÄinidbnhn Em. 1880 101'1ü 102-15 Oeslcrr. Nordwestbahn . . , 108-401N9'4<» Elaatöbahn....... 427-—481 — Eüdbahn a 3°/<, verz, Iänn. Juli »18 90 820 9<» bto. 0.5"/«...... l2« 75 12775 Unll..gaUz. Bah»..... Iii«uii2«o 4°/„ U»»erlra!ner Äahnel, , , —-— — - Divers« Los» (per Stück), «erzlusliche 5 osl. »"/„ «odenrredlt°L°se ltm, 1880 808 - »,8 - »°/n ., „ Rudolf Lose 10 s!..... «5-— L8-- EalM'Losc 40 fl...... 21?-— 22»-— St°Vcnois'Lose 4« fl. , , . —-- —-— Wiener C°!nm,-L°se v. I. 1874 5»»-50 54» 50 Grwinslsch. b, 3°/° Pr.-Echuldv. d. Äudenlreditanst.. Vm. 1889 U'»-— 112 — Laibacher Lose...... —'— — — Geld Ware «Men. Transport««!«»' NlhMUNgt«. «llls,'ig-Tepl. EistNb. 500 sl. . . 2380 2380 Vau- u. Veliiebs-Ves. für städt. Strahrnb. in Wien lit. H, , —-— —'— dto. dto. dlo. lit.» . --— —-— Vöhm, Nordbahn 150 sl. . . 852-- 856 — Vnschtirhrader Eis. 500 sl. KM, 2880- 2880- bto, dtu. (lit. U) 200 fl. 1078 1082 Donau^ampsschlffahrt!!« Gesell. Oesterl.. 500 fl, KM. , . . 945 — 955 — Dnx-Vodmbacher b.° GrsMchast liUU fl, E. , . . 580'50 582'— Lloyb, Oest., Iricst. 500 fl. KM. 6>L-— 648 — vrsterr. Nordwcstbahn 2»0 fl. S. 427 75 429 75 bto. dto. (lit. U) 200 fl. S. ^2Ä'50 424'50 Prag-DuxeiElsenb, NX) sl.abgs». 2l8 — 2l8'50 Staatseisenbahn 200 fl, T. . . 6»i 25 s«2 2l, Zübbahn 200 fl. S..... 82 75 93 75 Silbnurbd. Verb,»V. 200 fl. KM. 408'- 410 80 TramwayOes., NeueWr,, Prio» ritctsAttien 10» fl. . . . in — 20 — Ung.°ga!lz. Eijenb, 200sl, Silber 408 50 411-- Ung.Westl>,(Raab Graz)2N0sl,N. 418 — 415 — Wiener Lolalbahnon Mt,Ges, . 115-- t2ü — Kanken. «Mo Ocsl, «an! 120 II. . . 298 25 299 25 Bankverein, Wiener, «00 fl. . b«? — 58U — Äodlr.M»st.,Oest.. 2NU sl.T. . 104»- 104?- Krdt.Mnsl, s. Hanb. u. G. 1l»0 sl. —-- --- dto. btu, per Ultimo . . 678-25 U?9 25 Kreditbllül, ANg. unl,., 200 fl. . 789 50 780 5« Depositenbank, Wg,. 200 sl. . 450—^451 — EKlumple Gt!.. Vtbrüst., 400 li b4» 50 d47 — Giro^ u. Ütas>env.. Wiener 200 sl. 446 — 450 — Hypllthelb.. vest.. 200sl.30"/u L. 288 - 292 - Veld Wan Länberbanl, Oest,, 200 fl. . —-— —>— Oesterr,.uüaar. Äanl, 600 fl. , 1043- 1N58' Unlonbanl 200 fl..... 559 — 5S0 — Vertehrsbanl, «llg, 140 fl, . . «b? — 85S'— Induflri»S?-— ..Elbemühl". Papiers, u. N.»G. 138 50 141'— Liesiüsser Arauerei 100 sl. . . 209- .ill-— Montan OescNsch., Oest,alpine. 51750 518-50 Präger Vilen'Ind,-Gcs. 200 sl. «580- 2590 Salgo-Tarj, Tteinlohlen 10» fl. k>?0 — 575 — „Scblöglmichl". Papiers. 200 fl. 835-— »40-— „Steinerin.", Papiers, li. V.-G. 4«1 — 425-— Trisailcr Ncchlrnw. Gesell. 70 fl. 300 — »02 — Wassenf. G.,Ors<,«,iWen.100fl. 576 50 578 50 Waggon Lethanst.. «Ng. in Pest, 400 X........ «14-— 62l — Wiener Äaugesellschaft 100 sl. . 159 - ,ui — WienerbergerZiegel'NNien.Vel. »52 — 8S!: — Deviftn. « - «- eichten. Amsterdam....... 198 40 198 S5 Deutsche Plätze...... 11? L« 11740 London........ »89-80 ü40 — Pari«.........95 1? 95 30 St. Petersburg......—.» ^.» — Dalul»«. Dulatcn........1!'»s 11'»l 2»ffra„le„ SOtcke..... .^'.«.l?^ Deutsche «e!ch«ba,,ln°le„ - - '" " '",« Italienische Banlnotc« . , n »o »^0« Nnbel-Noten......l » »"7, » 2»,„ I ^^ ------------------------------------------------------ I >€ xaa- und v«k*uf w -f~i imBr^-wrtfa^m« , Privat-Depots (Safe-Deposits) la, t-«.*« e«c D^«. und Vn.«.eu. |, BÄaalB. ^,Äd. WecHilex.Qtioh&st |i "^T1^,, lm mMmirt- »I nt ¦n-lnta. ^^-^^ Loa-Veraloherung. l.aibacli, Spltalgasne. __!^f!^jJ[l!^MMJLMaMWMMM^M^^MM«w^MMM^'