^«3. Samstag, 15. Nownbcr li>0^. 121. IahMNg. Macher Zeitung. ^«»Ü X ^".?v"lbl M!t Poslvtllcnbung! nnnzjHH'i« 3u ll. halbMrlg ,5«, Im Kontor: ganz. 5nl^. ?. b'la ll li. l^lir die Z^ftellunl! "« ^>l ^ tteilru 50 k, «Msle „er iirilf «< »>; I>,i i'fO'lf!! Wiedsswlu»«?» per Zsilr N K l>,e «Lnibacher Zsitunz» tlicheinl tüalich, mit »uinahme der Ho»N' »nd ,^»r:<»^<. Die N»»i»lftr»tt»» befind^ sich Ko»<,«^>lav Nr. ^, die «lbaltion Lalmaün »ass, ^«,6, öprschslundfn d,l «el»»lnon oen « bi< « tlhl v<ü^,i!!ay«. Unflllülislle Vritfe werden nlch» aüasNl'Mmr», Manullripte mcht zurü Pleh^. ^^ ^l ill>2) wurde die Weiterverbreit«»»» folgender ° ^u«n,sje verboten: 3l! 7» '^^"' '""' v"m 7- November 190«. H^ pt«amö»U» vom b.. recte 8 November 1902. Ni ?2 '^»"^^ rrouä^» vom ?. November 19N2. ^. '« ,8r,.^i y,^. vom ?. November 190^!. !>>'> Nichtamtlicher Ceil. Znr inneren Lage. 6zccl^^ Blätter beleuä)ten die Haltung, lvelä> die drcjs,?. li^enüber den Ausführungen des Minister. l'^nwi Dr. v. Koerber eiiinehmeii. T>r. K "^"'e Freie Presse" erlangt aus der Rede des ^Mick?^ 6" Erkenntnis, daß, wenn die (5z«l)cn ^schielt " ^ Obstruktion beharreii sollteil, es nicht sie ^ ' ^eU sie nicht anders können, sondern weil >u<^ ^ .anders wollen. Trotzdem sei es noch leinet Ku^ .^ nuogetnachte Sack)e, daß hiemit der cing^ ^ ^.^nedensversuch unßlungen und mn Ende Herr »i ^ ^' ^^ p^l- Bnicke zn den Czechen, die 'voli^ 's ^"ber durch seine Rede bauen sollte und ^l-lcht' >^^^ ^^)^ zu stände gekommen, aber der ^o^s^ abgerissen war, sei wieder angekniipft, die schaffe, " an^rparlamentarischeit Verkehres gl> ",'ssen ^"'^"- Das sei unter österreichischen Verhält- ^ldiief "^^lchslvehr" lueist ein konservativer Ab< ^^Mli, f-^^ ^i> Anzeichen hin, aus denen man ent-brr linfp !^^' ^"^ suwohl auf der reä)ten wie aus Zander ^"^ ^'^ staatöerhaltenden Parteien sich ^ ^utiVl'" "'Nendeiner Horn, nähern werden. Auch i'is das!^ - Abgeordneter spricht sich in diesem Vlatt^ bie dr^s^^unneliwirken der Parteien aus. Besonders ^nlni? ^ ^^"nlsparteien sollten bald zu der El> ^NirMc,"""'' ^"^^ 'br politisches Geivicht in dcn, ^ Uc>hl>s„ ^'^^'^^ würde, in welchem sie zu einander ^ Dic ^'Uehnngm treten, ^odii^ ''.bischt. Leitung" wendet sich gegen die n lle'l,^ "'^ ""^ starren nationalen Stand-^chtfraa > "'- ^" ""l-ionale ssriede sei nicht eine '^-V^^ "n Problem der Ueberwältigung, son- dern eine i^rage eiltgegenlonnnender Verständillung, wie dies der Ministerpräsident in seiner Rede auch so eindrucksvoll znr Geltnng brachte. Jetzt sei eine Zeit der Umt'ehr, der langsamen Ernnüigung gekonnnen. Diejenigen, Nielcl>e im Namen des Friedens sprechen, und wären es ihrer noch so wenige, haben tausendmal ^'her das Anrecht, im Namen des Volkes zu sprechen, als die unermüdlichen Schürgeister jenes nationalen Hasses, der unsere politischen und wirtschaftlichen Kräfte lahmlogt. Das „Illustr. Wiener Extrablatt" folgert au4 l der Debatte, es sei alles auf dem alten Fleck geblieben Und es habe sich neuerdings die Lehre ergeben, daß der Partri-EgoiSmus oder der nationale Egoismus nach wie vor glaubt, sich der Rücksichten auf das Gemcin< same, auf den Staat, entschlagen zu können. Sicher sei, das; sich diejenigen, die dieses Spiel forttreiben, durch einen geradezu seltene»: Mangel an Gefühl für die Verantwortung, die sie dem Staate und ihrem eigenen Volke gegenüber zu tragen haben, aus« zeichnen. Das „Neue Wiener Journal" meint, die drohende Haltung der Czrchen sei nichts als eine große Geberde. Num Venöse für seine Auffassung berust sich das Blatt auf die Rede des Tr. Herold, der, statt positive Gedanken aufzusprechen, Plötzlich eine trappistische Verschwiegenheit bekundet habe. Die „Arbeiterzeitung" schlicht aus den Reden der Abg. Dr. Herold nnd Dr. StranSky, dah die Jung» czechen einzulenken beginnen. Man inierke an den leisen, milden Tönen deutlich, dah vorläufig die Cze»! chen uicht Ernst machen werden. Der Besuch des Königs Karo! in Bulgarien. Man schreibt aus Bukarest: Die offiziöse „Voinitza !Nationala" sowie andere der Regierung nahestehenden Blätter haben den Besuch des Königs Carol in Bul-garien als ein glückliches Ereignis für die freund-schaftlichen Beziehungen beider Länder und als ein Unterpfand des Friedens im europäischen Orient be» grüszl. Es lm'rde, hieß es in dem obgenannten Organ, „ein erhebender Augenblick sein, wenn der Sieger von Plevna und der Fürst von Bulgarien sich auf jenem Schlachiselde die Hand reichen werden, auf welchem das Fürstentum Bulgarien geschmiedet worden ist". Diese Kundgebungen dürfen als die Wiedergabe der Ansichten der maßgebenden Kreise über die weise un> zeitgemäße Handlungsweise des Königs angssehen werden, und es wäre die Erwartung gerechtfertigt gs» lliesen, daß man diese Ansichten auf allen Seiten im ganzen Lande teilen werde. Dieses ist aber bedauer-licherweise nicht der Fall, vielmehr werden viele Stimmen laut, lvelche sich in mehr oder minder heftiger und abfälliger Weife gegen diesen Gesuch auö-spreä)cn. Der „Vonservatorul" (das maßgebend« Organ der sonservat. Partei unter Herrn G. ltcmta-cuzinos Führung) veröffentlichte eine vom früheren Uriegsministcr, General I. Lahovary, in einer Ga-latzer Wählerversanunlung gehaltene Rede, in welchei derselbe sich über die Reise des Könige in folgender Weisl? aubläßt: „Neläie Demütigung gegenüber den Bulgareil! Diese ermorden unsere Kämpfer, sie kom' plottieren gegen das Leben unseres Herrschers, sie rauben unsere Inseln, bedrohen uns fortwährend, und nun luird der Besuch des Königs in Bulgarien zu einer Manifestation, zu einem nationalen Feiertage gemacht. Sie halten Feierlichkeiten in Kipka ab, zu denen sie nicht einen einzigen rumänischen Offizier einladen, und Herr Sturdza veranlaßt den König, den Fürsten Ferdinand zu besuchen." Wenn dos lei-,tende Parteiblatt der Konservativen in die die Angelegenheit bespricht, und wenn ein ^...,. . ... so hervorragender militärischer und politischer Stel» lung solä>en Ansichten Ausdruck gibt, so darf sich nie» mand wundern, wenn andere Zeitungen die Bedeu' tung des Vesucheo in häßlichster Weise entstellen. Dieses geschieht namentlich in dem verrufenen „Ade verul", der die Reise des Königs in nicht wiederzu' gebenden Ausdrücken erörtert und wieder von Landt' verrat spricht. Bei den eigenartigen innerpolitis-^ Verhältnissen ist die gekennzeichnete Stellungnahme der hervorragendsten Mitglieder einer historischen, auf Negicrungsfähigkcit Anspruch erhebenden Partei un> somehr zu bedauern, da sich aus derselben erkennen läßt, daß beachtenswerte Kreise weder die Bedeutung dieser Reise zu würdigen wissen, noch sich von der wirklichen Aufgabe ihres Landes genügend Rechenschaft abzulegen vermögen. In Europa hat man es mit Befriedigung begrüßt, daß die liberale rumänische ! Regierung seinerzeit die zwischen Rumänien und Grio chenland bestandenen Differenzen rasch auszugleichen vermochte. Dadurch wurde die Reise des Königs Feuilleton. Erstes ^lMllouiiche Gesellschaft. ^ ', ^"Nliedcr.Konzert am V. November 1!>02, >^ ^ube?/«!!!"' ^"nnerung leben uns noch die Tage , °r'di !."'' der Philharmonischen Gesellschaft, ^ "l"«, 7 ."'" ^"be "nsterbliäM- Tonschöpfun->, ' stiiim ^"^ "" ausgezeichnetes Orchester. !/?'Ut,'l^ """altigen Chor und vornehme Künstler, "l cuie Vek s ^°^ ^' mehrtägigen MusitMel-N.M' die >? streut und selbst jene Zweifler ?>' " siir t>^l '.ueinten, ^aibach sei doch kein rechter musikalisch Veranstaltungen. l ^cht.^ ^' l"che Z^l von Zuhöl-crn. die an ö "U'clie >) !! b" Räume der Tonhalle füllten, die 5 ^uin ,,!,, ^ auswärtiger Gäste, hauptsächlich aber ?''"' Vegeisterung, die, von Tag ;u ^^nhntc.^ '' " Aufführung der „Neunte»" ein.' st. ^s, ly^/ie erreichte, erbrachten den glänzendsten V,?' wie sl, ? Sympathiln sich die Gesellschaft er-''^cun^ "' 'bi-e 5"ten die H^en zahlreicher ,. ^lllo"^,«"vonnen hat. f " ^'W > s?" ""b Verehrer der Philharmoni-drn ' bas j "U "'"'«ten fich anläßlich des Jubel-sri-n ^nen 3n.. c^'" ^"l)ln und Ehren gebracht, in lcl^^n .^"''"^, es möge der Gesellschaft auch ^ ^nna "?"/' ^rei: historischen wie künstleri-^i. ^ireltor >> ^"'pten. Daß die Philharmoniker "l'N be^ ,^"hrer nn der Spitze den besten °"en, diesem Wunsche zu entsprechen und daß sie von dcm edlen Ehrgeize beseelt sind, nicht nur ihren Rang zu behaupten, sondern auch vorwärts zu schreiten, die höchsten Ziele anzustreben, davon zeugle dao erste MitgliedcixNonzeri, mit dem dic Saison und damit daH musikalische dritte Jahrhundert der Gesell-fchaft eröffnet wurde. Dem Gesetze der Pietät folgend, setzte man an die Spitze des Programmes Johann Sebastian Vaa, — diese, Welt für sich ^ mit einer semer liebens. würdigsten und bekanntesten Schöpfungen, der Orche-fter-Euitc in 1>dur. Wr haben bereiw in einer kurzen Äes;n-ecl)ung angedeiüet, wie fesselnd die Gegenüber^ stellung verschiedener .^unst. Fpochen zweil'r Iahr^ Hunderte wirkt, wie sehr sie zur Belehrung beiträgt. Beim Genießen des reizvollen Werkes ist es nicht ein. mal nötig, dic Achtung vor den Denkmälern einer großen Vergangenheit ins Treffen zu führe,:: es widerstrebt nicht im mindesten unseren verwöhnten^ modernen Neigungen, wirlt im Gegenteile mit neu verjüngtem 3>eizc. Klar und lebensvoll traten unter Musikdirektors Zö'hrer geistvoller Leitung die kontrapunktlia> ,!tunsl, die anmutigen Gegensätze zutage; ergreifend schön, mit großem, vornehnlem Ton fpielte Konzert-meiswr Hans Gcrstner das wunderholde poetisä,-süße „Air"; in ihrer knappen Form erfreuten die Tnnzstücke einer längst verschollenen Musikrichtuna. Die Zuhörer nahmen die Vorführung deH ewig jungen Werkes mit innigem Behagen und warinem Bei falle anf. Unvergessen bleibt der tiefe Eindruck, den das ,,Deutscl>e Requiem", dab unübertroffen« Meisterwerk ! Johannes Brahms', bei seiner Erstaufführimg auf unser Publikum ausübte. Wir sprechen nur vom Ein. drucke, nicht vom äußerliäfen Erfolge, den das Werk ebensowenig anstrebt wie das „Schicksalslied", das so viele Bennandtschaft mit dem Requiem aufweist. Diese Komposition, in dem att Schöpfungen des Meisters so reichen Jahre 1871 entstanden — sein Entwurf gehört ins Jahr 1KW — zählt zu den ergrck-sendsten und tiefsten Werken Brahms', das Hanslict als „«n merkwürdiges Gegenstück zu dem umgekehr-ten Vorgange in Beethovens Neunter" bezeichnet, d« sich im Schicksalsliede „dieselbe Anschauung in griechi-sa>r Form wiederhole", die das Requiem nach Ttil und Stimmung in christlicher geboten habe. Heinrich Reimann charakterisiert in seiner Vio« graphic Brahms' das Schicksalslied im ganzen wie im einzelnen als ein Kunstwerk höchster Vollendung dessen Details zu rühmen, man lein Ende finden möchte. Kretschmar ineint, es gäbe kein Werk, in wel« chem die uralten Gegensätze.- Erdennot und himmiv' scheb Glück, äußerlich ebenso knapp und konzentriert als innerlich ergreifend und erschütternd dargelegt wären. In der Wiedergabe des inhaltsschweren Werke« standen Dirigent, Orchester und der gemischte Chor auf der Höhe ihrer bedeutungsvollen Aufgabe. Stim« mungSvoll klang die Orchester-Einleitung, mit erlösendem, friedlichen! Wohlklanac das Nachspiel nach den erschütternden SchmerzenSrufm «Mlinaö ,n4 Ungewisse", nach den großartigen Steigerungen «deH Iamnlers der von Klippe zu Klippe geworfenen Sterb-li'hen". Der Chor, dessen blühendes StimmatHrml Laibacher geitung 3tr. 263. 2168 15, NovemberiM^ Georg von Griechenland nach Abbazia ermöglicht, wo ihn itönig Carol an Bord seines .Kriegsschiffes besuchte, und infolge dieser Begegnung huben sich die Beziehungen zwischen den beiden Staaten sehr günstig gestaltet. Und wenn nun Fürst Ferdinand von Bul^ garien den Uönig Carol auf die Schlachtfelder Plevnas führt, so kann das nur die Wirkung haben, die Jahrhunderte bestandenen guten Beziehungen, nielck>c für eine kurze Zeit getrübt gewesen sind, wiedei ganz herzustellen, lieberall im Auslande dürfte voll und ganz anerkannt werden, daß dieser, den Zwecken des Friedens dienende — von Rumänien ausgehende — Schritt nur zur Erhöhung des Ansehens und der Stellung des Königreiches dienen kann. Das ganze bulgarische Volk begrüßt den Besuch des Königs in der freudigsten Weife. Für die Bulgaren wird es ein besonders erhebender Anblick sein, wenn der Fürst von Bulgarien den König von Rumänien nach Plevna führt, demjenigen Schlachtfclde, welches — nach An« sicht der Russen sowie der übrigen Welt — als der Schlüssel des Krieges gilt, durch welchen der Friede herbeigeführt und die Ruhe im Orient hergestellt wurde, woran sich dann die Errichtung des Fürsten» tums Bulgarien geknüpft hat. König Carol hat sich bei diesem Anlasse wieder als ein überaus weiser Fürst erwiesen, der von neuem gezeigt hat, daß Rumänien als ein Clement der Ordnung und des Friedens an» zusehen ist, welche Tatsache dem, Königreiche immer größere Vorteile bringen muß. Politische Ueverftcht. Laibach, 14. November. „Czas" konstatiert mit Genugtuung, daß sich der Herr Ministerpräsident in seiner Rede gegen die Absicht der Einführung der deutschen Staats» spräche verwahrt habe. Sehr wertvoll sei das Zu« gestäudnis, daß die Regierung eventuell bereit wäre, die Sprachenfrage auch im Verordnungswege zu lösen. Denn während ein Gesehentwurf zur Diskussion de» ganzen Parlaments gestellt werden müßte, würde bei einer Verordnung das Einvernehmen der beteiligten Parteien genügen. „Tziennik Polski" führt aus, daß das Streben nach der Schaffung einer parlamentarischen Majorität mindestens allzufrüh auftrete. Turch nahezu übermenschliche Geduld und außerordentliche taktisä)e Geschicklichkeit habe es der Ministerpräsident dahingebracht, daß im Abgeordnetenhause eure Reihe nützlicher Gesetze beschlossen wurde und daß verhält« nismäßige Ruhe eingekehrt ist. Wiewohl nun von diesem Zustande zur vollständigen Sanierung der Wess noch ziemlich weit fei, glauben gewisse Politiker, das Abgeordnetenhaus könne bereits iede Bevormundung entbehren und an die Bildung einer Majorität, be» ziehungsweise einer dieser entsprechenden Regierung schreiten. Dankbarkeit sei zwar ein in der Politik unbe-kannter Begriff; dennoch müsse es Staunen erregen, daß dieses Haus die bewunderungswürdige Ausdauer des Kabinettsck^efs in den Bemühungen um die Sa» nierung des Parlaments so schnell vergessen konnte und, von der schweren Krankheit noch nicht geheilt, sich bereits gegen den Arzt wendet, dem es seine Rettung aus der größten Gefahr verdankt. Dieser Vor« wurf treffe allerdings nicht Koalitions-Bestrebungen als solche, denn niemand habe wärmer als Dr. von Koerber solä)e Bestrebungen gefördert, und eine Koalition wäre gewissermaßen die Krönung des von Dr. von Koerber geschaffenen Wertes. Allein eine gesunde Koalition dürfe nicht Kriegszwecke verfolgen, sio müsse jede persönlich Aspiration beseitigen und Schritt für Schritt die noch vorhandenen riesigen Schwierigkeiten zu überwinden trachten. Von den CzeclM sei es bekannt, daß sie in der Koalition keines» weas eine dauernde Sanierung der Verhältnisse, sondern lediglich eine Art äußerer Genugtuung duru) Beseitigung des gegenwärtigen Kabinetts suchen. Unter solchen Verhältnissen sei eine Koalition der< malen noch nicht möglich, und der Rücktritt der Regie» rnng würde, da ein parlamentarisches Kabinett nicht lebensfähig wäre, nur ein Chaos erzeugen. Die von nationalistischer Seite angeregte V e r ^ f a f s u n g srev i sio n in F r a nt rei ch findet bei der radikalen „Lanterne" Zustimmung, aber nicht in dem Sinne der Patrioten»Liga. Dieses Blatt weist nämlich die „Unternehmer von Staatsstreichen" zu° rück und meint, eine Partei, die eine Reihe von Gewalttätigleiten gegeil die öffentlichen Freiheiten auf dem Gewissen habe, müsse es den, Republikanern überlassen, die bestehende Verfassung zu ändern und an Stelle der Republik, welche die reaktionäre, Natio» nal-Vcrsammlung von 1875 schuf, die wahre Republik zu begründen. Die „Lanterne" bekämpft das Zwei^ KammerMem, die nur in der Theorie verantwort« lichen Minister und die unnütze Institution des Staatsoberhauptes, das sich auf die konstitutionelle Rolle beschränkt. Nur eine von den Kaminern unab» hängige, frei gewählte Konstituante könnte die Frage der Verfassungsrevision zur allgemeinen Befriedigung löfon. Durch einen Erlaß des Präsidenten Castro wurde Caracas wieder zur H a u p tst ad t v o n V e n e» zuela durch die Regierung bestimmt. — Me Zer« streuung der Aufständischen dauert fort. Tagesneuigleiten. — (itünig und Nadfahrer.) Gin gelungenes Zusammentreffen hatte vor kurzem ein Radfahrer mit dem König von England, welcher, begleitet von der Königin, dem portugiesischen Gesandten und Austen Chamberlain, eine Wagenausfahrt machte. Auf der engen Landstraße überholte das Gefährt einen langsam fahrenden Nadler, der, ohne die Insassen des Wagens zu erkennen, mit dem Kutscher eine Unterhaltung anfing, indem !r nebenher fuhr. Der Kutscher, der ihm nicht zu deutenwagte, wer im Wagen saß, muhte ihn gewähren lassen und Nedc und Antwort stehen. Dann drehte sich der Fahrer um und wünschte den Herrschaften einen recht guten Tag. Der König erwiderte den Gruh und fragte, welche Marke er fahre. Der Radfahrer nannte die Marke, und kaum gesagt, erkannte er den König. Bestürzt lieft er die Lenkstange fahren, preßte noch „Eure Majestät" hervor und — verschwand im Straßengraben. Der König ließ halten, aber der Fahrer kraxelte bald allein hervor, beantwortete die Frage des Königs, ob er verletzt sei, mit „Nein" und verschwand hinter der Equipage. — (Von den Hindus.) In der englischen Zeitschrift „The Monthly Review" gibt eine indische Dame, die eine englisch«? Ausbildung erhalten hat, eine vergleichende Charalterstudie über Engländer und Hindus. Dabei erzählt sie von ihren Landsleuten manche»! bezeichne ndeil und bemerkenswerten Zug. Sie sprach einmal über die Lichseiten der englischen Oberherrschaft über Indien mit einem alten Hindu, der mit den vorenglischen Zuständen seines Heimatlandes nicht unbekannt war. «Ihr lebt jetzt in größerer Sich"h"l als früher", sagte sie; „ihr könnt euren Weizen lUlM^'. euren Scheunen sammeln, und in euren Häusern uno euren Beschäftigungen stört man euch nicht." -^ ^Mt schon lvahr", räumte der Hindu zögernd ein. -- »^ 'A. euch noch?" forschte sie. — „In alter Zeit", sagte ei. .Mn' oci Bettler von der Landstraße erster Minister werde". >"" der König ihm nur zulächelte." — „Ganz recht", en^g sic, „aber ein solcher Minister mußte auch darauf 3^,,'^ daß dcr König ihn enthaupten ließ, wenn er des ^ ^ letzten Scherz nicht eben bewunderungswürmg Mb' ^ „Wohl wahr", sagte er, „aber das nehmen wir gel» 1 in den Kauf." Sie bemerkt dazu. einem nun einmal sa stisch angelegten Volle sei ein auf wunderbare 3«M ^ stcllter Lebenslauf, wie es ihn m früheren I^hrhunoe kannte, lieber und vielleicht auch angemessener, als ^ ,, niinftige NoNvendigleit. nach der die Engländer d^^ der Hindu jetzt zu^ regeln trachten. Eine cm^'A, e zu asketischer Entsagung zeigen schon die Kindei. D" ^.^ bot einmal einem Sohne eines Dieners ihrer Kliern, sechsjährigen Knaben, der ihc in den Garten gefolgt ' cine der schönen indischen Vaumfriicht« an, die er ^ ^ Es scheint zu einer Zeit gewesen zu sein. wo eine <5? finsternis bevorstand. „Ich mag jetzt nichts annehmen , 1 » er ernst, Auf die Frage, warum nicht, antwortete er: ,. ^ du nicht, daß ich jetzt fasten muß? Der Dunlelr'lsc >"' ^ die Sonne bezwingen, und in den nächsten Stunde!! ^ nicht einmal Wasser trinken." Dieses Fasten hatte I>^ Knabe freiwillig auferlegt, denn bei seiner 3"^'" 'och eine Verpflichtung dazu unter seinen Glaubensgeno^' ^ nicht. — Nie wenig die allen Ueberlieferungen "" ^,i vergessen sind. zeigt die Aeußerung eines Vorinhinc», .. Nizelönig Lord Dalhousie seinen Tribut darzubringen ^ ^ er tat es. sagte aber dabei: „Dem Khan ^M^n ?" H,n!w1 den Tribut verweigert!" Im Jahre «25 unserer ZeNM^ ^ ging der Fürst von Travancore in einen Wald; e^ ^ wieder und man hörte nichts mehr von ihm. ,^, s.Min mit der seine Nachfolger den Thron besteigen. ^1^ . und bis auf diese Stunde, also seit mehr als 10<" ^ . ^ „Ich übernehme die Regierung, bis mein Ontel etwa kommt!" ^, ,... wird - (DasLochfllrdie Seele.) Ans London ^ berichtet: Im Kapparlament hatte vor "ma" ^ ^,, Abgeordneter darüber Klage geführt, daß '"'. '^ ficleü, lear während des Krieges Buren, die im ?^"'yV^ ^n' von den Eingeborenen verstümmelt worden scicn. . ^gen-Berichte des Sekretärs für das Departement der "^ ^ heitcn der Eingeborenen ergibt sich nun, daß ^^ NurenleiliM vier Einschnitte zeigten. Der Se«^ ^ ,„ hinzu, daß es Kriegsbrauch der Eingeborenen f^, ^ ^^l die Leiche zu schneiden, damit die' Seele aus b^.'^ ^Z entweichen könne. Ein derartiger Einschnitt st' a» Verstümmlung zu bezeichnen. > yMl — (MarlTwainalsGeschichtslehr ^ "y^ Twain ist jetzt unter die Historiographen ^ss"'^ '^ bcr dings schreibt leiner Geschichte so wie er. ..V" ^„en Achte? Ja. Kinder, ihr hättet Heinrich den M)i ^^, sollen, als er noch recht in seiner Blüte war. ""^l, "^ lcrl. jawohl. Jeden Tag heiratete er ein anderes ^ ^l ließ ihr am nächsten den Kopf abschlagen. ..^"-' ^hin ^' Gwyn". sagte er. Und sie brachten sie ihm. Und ei ^^t und heiratete sie, Am nächsten Morgen aber h^h "''' ^,"' ihr den Kopf ab." Und sie schlugen ihn ab. „^ "^ >" Shore her." Und sie brachten sie, und wie sie '° ' Ochsten auch schon geheiratet, so schnell ging das bei ,h". " „ peg' Morgen aber wieder: „Kopf ab", und schwupp lv iln? Und so ging es weiter, Tausendunbeine Frau ^^ a«-j.'de mußte ihn, eine Geschichte erzählen, die er ^ ^c Haushaltungsbuch herausgab, was eine sehr "'« ^„ ih'N war. Und originell war er auch sonst, das muv ^^ch' lassen Da hatte er zum Beispiele seinen Vat" " ^, ei"e - einen Herzog von Wellington, der spater .^"^cht h^ Schlacht lieferte, an die dieser noch lange zurull^^zs- die Bewunderung hervorragender Fachmänner bei den Iubiläumsaufführungen gesunden hatte, kam. jener Leistung nahe. die man als Nachempfinden rühmend bezeichnen kann, edel, einfach und dein Geiste der Komposition entsprechend. Wie Musikdirektor Zöhrer aus dem Orchester und den Sängern alles herausbringt, wie er ihnen seinen Willen und seine Auffassung zu suggerieren versteht, zeigte wieder die ergreifende Ausführung des „Schicksalsliedes", für defsen Wahl wir ihm umfomehr dankbar sind, da or auf einen Volkstümliä>en Erfolg — wie wir schon auseinandergesetzt haben — im voraus verzichten mutzte. Ter äußerliche glänzende, ja stürmische Erfolg ließ jedoch bei der prächtigen Symphonie PatlMique von Peter Tschaikowsky nichts zu wünschen übrig. Diese Symphonie hat ihre»: Triumphzug durch alle bedeutenderen Musilstädte gemacht und hat auch bei ihrer Erstaufführung in Laibach, die vor ungefähr vier Jahren stattfand, mit Necht außerordentlich ge< fallen, denn sie gehört nach Erfindung, Phantasie und künstlerischer Gestaltung zu den wertvollsten Schöpfungen der neuen Literatur der großen Instrumental» form. Ten Schwanengesang des großen russischen Tonkünstlers bildend, bestreitet sie den Vortrag mit Kunstmitteln von allgemeiner Wirkung und Geltung. Ten durchgreifendsten Erfolg hatte auch diesmal der erste Satz „^.lln^io und ^ll^ra unn trnz»i)s>", dessen bestrickendes zweites Gesangsthema, von den Streichern, mit hinreißender Weichheit und mit safti« gen, Tone gespielt, auf den Zuhörer berückend wirkt. In farbenprächtiger Instrumentierung beschließt es den Satz in großartiger Steigernna., der ein melancholisch-zartes Nachspiel folgt. Eine rhythmisch und dynamisch hervorragende Leistung bot das Oralster im zweiten Satze, dem ^Ilcl5l><» < l>n ^rll/.iil, mit der interessanten 5/4 Takt-einteilung. Im dritten Satze ^llez^ro inaltn vivil^' ent-nuckelte sich fröhliches, frisches Leben voll packenden Reizes, und das Marschthema schlug kräftig imponie» rend ein. Ten vierten Satz bezeichnet Niemann als eine Art Epilog, einen Klagegesang dem auf dem ^eldc der Ehre zu Tode, verwundeten Helden, dem die Fieberphantasie Vilder seines Lebens vorgaukelt Tie ergreifende Trauermufik wird gewiß innig von jedem, für den die Musik eine edle, verständliche, Sprache bildet, empfundeil worden sein. Vortrefflich hielt sich bei diesem Teile die Alechharmonie, wie überhaupt dem ganzen Orchester für die Prächtige Aus-führuna. des schwierigen Werkes uneingeschränktes Lob gebührt. Tie ungemeine Beliebtheit, deren sich die VI. Symphonie Tschaikowskys erfreut, ist aus den unmittelbar aufs Gemüt wirkenden stimmungsvollen Sätzen, mit ihrer herzlichen Empfindung der Schön-l)eit der ^orm und des Inhalts, erklärlich. Begeisterter Beifall folgte jedem Satze, und die Anteilnahme blieb bis zum Verklingen des letzten Tones gefesselt. Es war ein Abend von hohem tünstlerisä>'m Gemrsse möge« ihn noch viele folgen! «I. In Vanden der seidenschaft- Roman aus dem Leben von A. Felder (78. Fortsetzung.) ^ ^ „TaS würde dir passen, schöne ^ell^ ^'i' lachte der Zigeuner. „Aber sei unbesorgt ^^^ P »nsere Vorbereitnngnl getroffen - '"^ ..,,, 5< üicht! In wenigen Tagen sind wir "' ^^,^-", ^ wirst du mein Weib, und ich werde d"l" ^^,gc ^ du mir nicht wieder fortläufst! Und "" ..^ir ^" wird auch Zigeuner! Tas foil die Strase, »ehmen sein, daß fie dich aufnahmen- „O, Gott — Hilfe!" l.>,liuiel'd "' „Steht. Schurken!" rief Franz, "och"" ^'gl' den Ständern den Weg ""'stellond, "" ^,g^6 Stimme. Was nun folgte, war das ^! »on'l)>"s lunden. Tie Gaukler schrieen auf, "nd ""^ M' von Sarolta ablassend, wandte V"' 'ddi^,il ziehend, gegen den Angreiser. Ein VUtz, ^cll ".' stak in Franzens Schulter. Toch ^n ' ^^n" sie wieder lieransaezogl-n. Im """) ^ Awpt" schmetterte der schwere ^inotenstock ""'' ,^,,,c!'br" , 'Neuners nieder, daß er lm.tl^ ^ „jch'" Tann wandte sich Frmiz, ^s Vlntve. '^ ^ ^ tend, nach den anderen um, die mzwM) ^ bereits erreicht hatten. ,„it Zlm^ „Steht, oder ich schieße!" nes " ^ ,^ aller Stimmittel. .„^ ol> ^'^,lilt! Die Meuner stutzten, nnsclil"s1'^ „rplol" Beute fahren lassen und sich ^" ^wacherZeitung Nr. 263. 2169___________ 15. November 1902. lcci ! "lielde ,^,^ Diesen Valei nun nahm er und er-"Ule chn I,, ^,^,,, ^assc wie cine .Nahe. Ebenso fonoerbar !^ "ug er mit anderen Leuten um. Lies; einer zum Beispiel sln?" Anwesenheit Geld liegen, so strich er es ein. Ber-u kk ^'""udem etwas, und dcr blieb nicht dort und sah Vu >. !^ ^lchah, so tcit er das Gegenteil. Oeffnete er seinen in b q ^'" ^""-' ^"^ l>raus, und er hätte es offenbar !No > ^ ^^ ^^ gebracht, wäre er ni cht schon als König >vlls ^ ^^en. So aber mußte er bleiben, waö er war. Mn gar nicht so unangenehm war wie vielen anderen, hef, "". (Au6 Schulaufsätzen.) Aus den Aufsatz-, n ,httr Hllben sendet der „Täglichen Rundschau" eine ^y" lolgende Auszüge: Als Hannibal dann glücklich über llmd? ^Wuncn war. sagte er zu seinen Soldaten: „So, hm, ,,""" laßt uns singen: Nun dantct alle Gott mit l°h l''l, ""b Händen!" — „Als Kolumbus das Land >.N!n ^, ^^ ^^'" ^ 'Ku^n schwimmen immer alle auf H°h'?^5 ^"^ haben sie unter Wasser, die Veinc in der ^nntc, ^^ nämlich den Kindern gesagt worden, sie blinae/ °"^ manchmal einen passenden Vers im Aufsatz an' Unwert'-"'^ ^^ ^!"" ^ ^ ""^ ^^ ^°""' ^ouftletverses Wasser "^^ "^''^ Enten schwimmen im See, Kopf im den, lie»' ' ' ^ ^^ H°^'") Dieser poetische Erguß brachte ein Q: ^" Schreiber aber eine sogenannte Nachhilfestunde hi<ß . '^Wächte aber seinen lühnen Mut nicht, denn bald Hegen 1^"" ""deren Beschreibung: „Man sagt, dah dic boil ns>« ^ .beunehren. denn sie lriegen Junge. Der Ziegen-""" nicht." ^lal- und Provinzial-Nachlichten. ^«'?er^^ Vefinden Seiner Majestät des ^llaiss l -^^ «Fremdenolait" meldet: Seine Majestät ^"nner l^?^^ ""^ heute in den Appartements des Schön-s'ch aub, n?°^cs, woselbst Seine Majestät der Kaiser, de: Eeinf M . ^ befindet, die Zeit am Arbeitstische zubrachte. ^ "icstat der Kaiser verbrachte die Nacht gut. siche^^utorisationsprüfung sür Ver-^'l dei m'^ ^ ^ ^ " iler.) In Gemähheit der Bestimmun. ^>nist^^"^'ning des Ministeriums des Innern und des ^ w"^ für z^lltus und Unterricht vom 3. Februar ^s'cheiu ^' ^^' ^' betreffend die Autorisierung von 'Nsteii»,, M^chnilcrn. wirb belanntgcgeben. daß die im Mi. lung ^ "s Innern bestellte Prüfungskommission die Prü-^lechn^'^'^^"' ^^ die Autorisation als Versichernd. N^ 5 ""^"ben, anfangs Dezember 1902 vornehmen fiesem? ."'" Zulassung zur Ablegung der Prüfung ^lten ^^^''^ haben ihre gehörig gestempelten und in-s '"'" de^!v"^ ^'^ längstens 25. d. M. beim t. l. Mini-M,«i^. " Innern einzureichen. Die Gesuche sind zu in-^^<>se ^. '^^ ^^ .Heimatsä)eine oder einem sonstigen ^ Ncich^ österreichischen Staatsbürgerschaft- 2. mit Mn. eds.^'s d" Eigenbercchligung (Tauf- und Geburts. ^ ^Nsdnl' . ^"sijähriglsitlirrllärung); 3. mit einem von ^ Ieua„'s'"^^"^ ausgestellten Sittenzeugnisse; 4. m^t !,""l dem m "^" die Äbsolvierung einer Mittelschule; ! schule!>> "^'vcise. daß dor Zulassungsweiber an einer ,!'">il ^u^ r^""^" über Höhcrc Matl)ematil gehört hat: '!M '^lei, s.'"^" ^°n Vcrsicherungs-Institutcn oder offent-?^u»s> j!s ' "^" wit einer sonstigen glaubwürdigen Ae-?^'g in e" " Umstand, dah der Bewerber sich sclb> !?'^tunai!'?' öffentlichen Amte oder im Dienste eines Ascher ^ /"^'luts mit der Ausführung versichcrungs^ "^'tt Nesck^l '^" beschäftigt hat. sowie über die Dauer ^ '"Mtlgung. !^l> h ^^ l. Zentrallon, mission für Kunst, ^ltobc^. ,'',ch ^ Denlmal e.) Aus der Sitzung vom ^^^-^'t dem vom Konservator ssranle erstatte- ten Gutachten über die Restaurierung von vier Altaren und der Kanzel in der Pfarrkirche zu Draigoäe eillä'rt sich die Zentrallommission einverstanden und beantragt, dic Hälfte dcr Kosten von 6810 iv als Staatssubvention zu be> luilligcn. (Referent: Professor L u n tz.) — Einen Aerichi des akademischen Malers Sternen über restaurierungs-bedürftige Malereien in dcr Filiallirche zu Scheraunitz nimmt di? Zentrallommission zum Anlasse, um hierüber, sowie über die nxiter gemeldete bevorstehende Restaurierung der Freslen im Prcsbyierium der Pfarrkirche Ct. Peter i n L a i o a ch und beabsichtigte Herstellungen in der D o m -lirche daselbst Erhebungen zu Pflegen. (Referent: Prof. Dr. Neuwirth.) - (Der Ausgiehtermin im Monate No-v c in b e r) gestaltete sich als mittelstark. Im Stadtpomöriuni übersiedelten 108 Familien und nahezu 200 Einzelparteien; ivegen Mangels an Wohnungen mußten zehn Parteien cin Notquarticr im Hause des Deutschen Ritter-Ordens (Herrengasse 22) in den ehemaligen Gerichtslanzleiräumen beziehen. Zwölf Parteien mußten aus einem noch nicht entsprechend ge trockneten Neubaue delogiert werben. Dcr allgemeine Woh-nungsmangel ist cin empfindlicher. Der Schlohberg wirb be» reits von zwei Parteien bewohnt. x. — (Bau. und öffentliche Arbeiten.) Das trockne Hcrbstwetter der letzten drei Wochen begünstigte die Maurer- und sonstigen Bauarbeiter, in hohem Maße. Die Bausaison ist als glücklich beendet zu betrachten, was nachstehende Fertigstellungen beweisen: Das dreistöckige Gebäub-dcr „Kmeti,^la posojilnica" an der Wienerstrahe ist ihm Rohbau vollkommen fertig und auch schon unter Dach, desgleichen das A. Cacalsche Haus, das Doppelhaus des Alois Korsika und die an der Erjavecstrahe aufgeführte Villa des Oberlehrers Ad. Weinlich und schließlich das Haus des W. Stark in der Spinnergassc. In allen diesen Gebäuden wurden nun» mehr die Zimmermanns' und Steinmetzarbciten in Angriff genommen, Beim Hause des Uhrmachers Franz öuben ist sowohl die äußere wie innere Verputzung bereits fertiggestellt und auch die Fassadicrung des Gebäudes — insbesondere die luxuriöse Fassabenausschmückung an der Gassenfront — in ihrer Gesamtheit vollendet. D?r Bau des Jakob Accettoschen Hauses an dcr Petersstraße ist bis zu den Grundmauern und jener des Privalgebäudes an dcr Unterlraincrstr^ße bis zum Hochparterre gediehen. Die Villa Boh in der Brühl ist im Rohbau fertig und unter Dach gebracht. Der AnWurf bei diesem wie bei den obenangefiihrten Objekten erfolgt im nächsten Frühjahre. An der Ecke der Lcvstilgasse und dcr verlängerten Nonnrngassc wurde der Bauplatz für den aufzuführenden Neubau der Frau Madclaine Spalel und weiter an der Levstilaasse jener für die Villa des Postbeamten Mayer eingezäunt. Bei beiden werben die Grunbausgrabungen bem-nächst und dcr Bau im Frühjahre in Angriff genommen werben. Bei bei Villa Staudacher in der Nonnengasse wurde längs beider Fronten in den letzten Wochen Asphalttrottoir gelegt. Das Haus Nr. 5 in der Theatcraasse erhielt einen frischen Anstrich. Der Rohbau des Felix Urbancschen Lagerhauses an der Peicrsslrahe ist in allen Teilen bis zum Mez zanin gediehen, und das Gebäude wirb bei günstiger Nit-teiuna, bis zum Wintercintritte unter Dach gebracht wer^ ben. Die Rclonstrultionsaibeitcn beim Hause bcr Maria Potoi-nil daselbst sind größtenteils beendet, die Lokalitäten jedoch noch nicht getrocknet; die Regulierung des Straßcn-teiles ist durchgeführt. Die Maurerarbeiten bei den beiden Ursulinerinnew Gebäuden sind eingestellt und weiden im Frühjahre fortgesetzt, jedoch befinden sich beide Qbjcltc derzeit bereits unter Dach. In der Schieß-stättgasse ließ der Zimmermeister Franz Pust ^jnn. auf seinem Holzplatze ein Holzmagazin aufführen. Beim Lyzealgebäube sind die Dcmolicrungsarbeitcn bereits beim letzten Trakt angelangt; die Abtragung dieses Objektes dürfte bis Ende November durchgeführt werden. Eine sclMcngere Aufgabe harrt bcr Materialabfuhr unb bic Sonderung des Materiales selbst. Nach Beseitigung dieses und des Schuttes beginnt die Entfernung der unteren Gewölbe unb Gemäuer, woselbst !^"l soNi ^'"ö wmdm,, oder ob sw wl'iwl'. I !" ^rd<> , ^"K6 ^önorn abl'r ncreichtr. ihnen ?'lt. ki^'s ^"u ocl-sMcn wildon >iwnM5l„'t t hatte v "' ^"""asrika so oft zum Sieac «i> ^ "^os t, "" ^l-anz mizMum mis sie om. ''z>'ln ,y.) "/' ^Wdchnl und den ^nalx-n!" schnllw >ü ^^lvm^"""^' ^"d''"d aus scnu'm Äiundc. v>b('il tr,/."^ sich on- ^midstl-cichor, wl-lch^r den t >'.'^' wäl,>.?,',<^'u U)" u»,d zucktl' ft-in M^'r ,zu„, f',^>i S,s s. ^" "'drrc.' davom-ilte. Alobnld tn«Il. .,^"c>^'^^'N' turz und schnrf, und von siä>orc-l-, nu> >„'''" z,,^^ '" .^''l ?slch aetroffon, sti.rzton di^ Zi- "llan^ """l. 'bron Nnub nichtsdcholvcniller fl'st l°n"' ^U'm.s^^u' "sto, di, sich schickt frei.llachio. '"Nen. ' Nrlnn^ ^ auch dem 5!-nabon, zn mt^ H'bio'b^! ^ Onl,l? Wie «nt, ddsz dn ^'tomnn'n ^'s'ch m '^"unor davonzujagen!" rief or auf- "<. "rtzt ^..," <)l(iuzl'ns Sriw flilchwnd. ^ a,, '^ Wh "uch Smolta ihr^n Better ^'- ^ ^l) ^ii^!-!" "^ sio N'brlnd und flis;to irmli'. ^»"?stt,,^ "' 'hn schnn.ss.nd. ^ ^dn<,m ^rklich, Snrolta? Und so ssros;. so 'leiif^d ""u^'dl'n?" sn^tc Frml^, sw b^l,ndernd "'l'wii'/'^'^.linst du mich aber nur wwdl^rslil. ^»''^"' dc^^^ ^ w^ih, bin ich sehr vl-rändert!" ^in^lch b.'-.)' ^""Ita filmisch lächelnd, „ich er-^s^,,"^ neulich an deiner Stimme, als du '""9 lobtest!" „Also warst du wirklich jene Zigeunerin?" vcr-schte 7^'anz. „Daher erschienst m'ch du nur so bekannt!" , .Üvinm. Papa — ich ängstige nnch so sehr weac>n Manm!" sagte Snroita »nt niedergeschlagene Augrn. ^ranz von der Seite ansehend. „Der ein^ schlug sie nieder! Um Gott - nx-nn er s,e ei-nstlich ver-letzt balle! ,^lomm schuell - ich 3'ttere!" ^rau; erschrak heftig. Vl't iedc>r i>,ber seineo Her-,;enc, sehnte er sich nach Else - doch wohin sollte dcis siiliren? ,^ , ^,^ « ^ ^. Die Zigeuner!" erwiderte er IHWanteno. „Sie müssen dem Gerichte überliefet »verden, sie dürfen ilirer Strafe nicht entgehen!" . . ^ . Ach was — lah sie laufen! versetzte Sarolta, nnt einer Art Mitleid auf die regungslos daliegenden Gestalten sehend. „Das heißt, wenn sie laufen ton-nen". fügte sie hinzu, hoffentlich hast du s,e nicht zu ernstlich getroffen!" , ^ , . ^ ^ s. . >ch dente nicht — aber dort un Part liegt auch noch einer! Was soU mit deiu werden?" Eine 3lntn,ort war nicht notlg. Der Landstreicher hatte wohl seine Gesinnung wiederklangt, denn er tletterte soeben an der Ecke des Parkes gelenkig über den Za»n und verschwand im Walde Sage mir. Mädchen, was um alles m der Welt die .«it'erle veranlassen tonnte, bei euch einzudringen und dich und Egon zn rmchen?" B^eil ich ihnen entflohen war! entgegnete So rolta"ernst. „Doch koinm zur Mama!" „Ja, komm, Onkel!" drängte auch der Knab?, ^ran^mil sich zieheiid. (Fortsetzung folgt.) noch verschiedene menschlicht Gebeine und sonstige Ueöeireftc cms der Kloster- unb Friedhofszeit lagern. — Die Statuten deü neuen Bauvereineö „Union" silü» behöldlich genehmigt und die Detailpläne für das erste Gebäude — ein modernes Hotel — an der Ecke der FranManergafse und Mitloiiö-straße auch schon angefertigt. Mit dem Vau desselben wird in. Frühjahre begonnen werden. Das Gebäude wirb unter underem ein Cas5 sowie einen größeren Saal für Vereins» Versammlungen und Unterhaltungen enthalten. Die Kana» lisieiungbllibeiten in der Spinnergafse sind teilweise fertig, gestellt; oic Arbeiten im lleuen SchwurgerichtSsaale schreiten ihrer Beendigung entgegen. i. — (Be si hwechseI.) Das Haus des Zimmeimeisters Franz Pust ü«u. in Hrabetztydorf hat bei oer exelutiven Versteigerung der hiesige Viehhändler unb Hausbesitzer sliaS Predooi 6 erstandeii. i. — (Postalisches.) Die Führung bei Postablage m Altendorf bei St. Barthelmä wurde vom 16. d. M. an Fianz Noval übertragen, ba der bisher damit betraute Gemeindevorsteher von Nuhdorf, Franz Potoüar, bi« Wetterführung lxrselben wegen Mangels an Zeit abgelehnt hatte. —9 echt. 14 ohne Haftung unb Ü19 wegen Nichtrevision mit unbelannicm Erfolge, Schullmoer wurden ^13 zum klstlnmale. darunter 103 mit gutem. 2 rmt negativem. 8 mit unbekanntem Erfolge, ferner 158. unb zwar 66 mit negativem, 92 mit unbekanntem Erfolge wieberholt ae, imvfi, ?' Laibacher Zeitung Nr. 263. 2 l 70 ; 5. November 1908. — (Personalnachricht.) Herr Regimentsarzt Dr. Ladislaus Iähorstydes Infanterieregiments Nr. 27 würd« zum Ersatzbataillons - Kadre dieses Regimentes in Graz eingeteilt. — (I n du st rie l le s.) Die Herren Habat und Sax beabsichtigen bei ihrer Mühle und Säge in Kmarca. politischer Bezirt Stein, zur Herstellung einer Papierfabrik sowie zur elektrischen Beleuchtung der Stadt Stein eine größere Wasser-tillftanlage auszuführen. Wie uns mitgeteilt wird, haben dieselben um die diesbezügliche Äaubewilligung bereits angesucht. —«. — (Wasserleitunge n.) Die mit staatlichen und Landessubventionen zu stände gebrachten Wasserversorqungs-anlagen für die Ortschaften Goldenfeld, Mala-Üa«ina. Vrr-sowih und Trnovöe werden am 27., eventuell auch am 28. d. M. der technischen Kollaudierung unterzogen werden. — (Die Laibacher Vereinstapelle) veranstaltet heute abends um 9 Uhr in der „Narodna Kavarna" ein Konzert. Mitglieder frei. Eintrittsgebllhr für Nichtmit-glieber 40 I,. — Morgen vormittags um ^10 Uhr findet in der Restauration des Herrn I. Kenda „Zum Gambrnmö" ein Frühstückslonzert der gleichen Kapelle (Eintrittsgebühr 20 k) und abends um 8 Uhr daselbst ein Abendtonzeit gea/n fliies Entree stalt. — (M a r tin i feie r.) Die (?italnica in ^i»k,< veranstaltet morgen um 1/28 Uhr abends in den Lokalitäten bci An^nil eine Martinifeier, auf deren Programme sich einige Männerchöre, weiters ein Solovortrag, eine Deklamation, ein komischer Auftritt sowie ein Vortrag über die Martins-gans in der Geschichte befinden. Den Beschluß macht ein Tanzlränzchen. — Mitglieder frei, Gäste zahlen ein- Ein-tnüsgebühr von 40 k. — (Zigeuner als Räuber.) In Agram wurde vorgestern der Zigeuner Mijo Hudorovi«, welcher im Monat»? Juli l. I. mit seinem Komplizen Nikola Hudorovi« unweit Ncinitz emige vo.n Markte heimlehrende Bauein in frecher Weise beraubte, zu zehn Jahren schweren Kerkers verurteilt, während sich Nikola Hudorovi«- vor dem Schwurgerichte in Rudolfswert im Monate Dezember zu verantwort-n haben wird. " (Verhaftung.) Die städtische Polizei verhaftete gestern früh die dienstlose Magd Maria Triller aus Zwischenwässern, weil sie dringend verdächtig ist. ihren Dienstgebern Wäsche und andere Effelten gestohlen zu haben. Bei der Durchsuchung ihres Koffers fand man tatsächlich mehrere gestohlene Tischtücher, Servietten, .Hemden, Leintücher, Strümpfe lc. vor. Die Verhaftete wurde dem l. l. LandeZ-qerichte eingeliefert. * (Raufexzesse.) Die Nääergehilfen Josef Cim-perman und Bartholom. Kapelj gerieten vorgestern in einem Gasthause in der Schneidergafse in einen Streit. Im Verlaufe desselben versetzte Cimperman dem Kapelj einen Faustschlag ins Gesicht und verletzte ihn an der Oberlippe. — Am selben Tage abends wartete der Tischlergehilfe Josef Sajovec vor dem Widmaierschen Hause an der Resselstrahe auf den Tapezierer Alois Ple^ec, mit dem er vorher in der Nerlstättc einen Streit gehabt hatte, und versetzte ihm mit einen» stumpfen Werkzeuge einen Schlag auf die Nase, daß er blutete. — Der in der Kasino-Gastwirtschaft bedienstete Knecht Johann Zupan verletzte den Kellner G. Krampt durch einen Schlag mit der bloßen Hand im Gesichte. " (U nfall m i t t ödl iche m Ausga nge.) Gestern nachmittags ereignete sich in Zadobrova, Gemeinde Maria-felb, ein großer Unfall. Der Besitzer Johann Klegnit fuhr mit einem mit Streu beladenen Wagen nach Hause. Der Wagen stürzte in einen Graben und begrub den Kle«nil unter sich. »velcher unter dem Laube erstickte und im Wasser ertrank. — Der 32 Jahre alte Knecht Franz Sedej. bedienstet bei den Auerschen Erben in der Wolfgasse, verunglückte am 10. d. M. beim Verladen der Fässer aus dem Keller. Da riß ein Strick und das Faß rollte über die Stiege zurück in den Keller, warf den Knecht nieder und rollte über ihn hinweg. S der des Kindes entzündeten sich und verbrannten an dessen Körper. Das Mädchen wurde in schwerverletztem Zustande ins Krankenhaus gebracht. " (A u s de m I r re n ha u se e n t w i che n.) Gestern ist der 28 Jahre alte Geisteskranke Johann Meznar aus Topolce. Gemeinde Dornegg bei Illyrisch-Feistritz, aus dem Irrenhause in Stude, ec entwichen, * (Dieb stahl zweier entsprungener Häftlinge.) In der Nacht vom 11. auf den 12. d. M. sind die beim l. l. Bezirksgerichte in Littai wegen Verbrechens' des Diebstahles inhaftierten Taglöhner Franz und Johann Tom«i5 aus Hötlitsch entsprungen und haben in der besagten Nacht dem Franz und Josef Konöar in Höttitsch folgend: Effelten entwendet: einen neuen Anzug aus Kammgarn, einen solchen Rock, schon abgetragen, mit schwarzem Futter, zwei Westen aus schwarzem Kammgarn, eine Weste aus grauem Kammgarn, einen goldenen Ehering, zwei gol dene Ringe mit roten Steinen und 24 Stück geselchte Fleischwürste. Franz Tom,^i« ist 20 Jahre alt, mittelgroß, unterseht, hat rundes, volles Gesicht, kastanienbraune Haare, braune Augen und breite Nase. Johann Tom>nö ist 23 Jahre alt. mittelgroß, untersetzt, hat graue Augen, rundes, volles Gesicht, kastanienbraune Haare und breite Nase. — (Verlöre n) wurde auf der Maria Theresienstraße ein rotledernes Geldtäschchen mit einem kleineren Geldbeträge. — (Dieb stahl.) Dem Schauspieler Leopold Rosen, berger, wuhnhaft am Valvasorplahe, wurden aus einem Kasten in der versperrten Wohnung 36 Sacktücher und seiner Frau ein schwarzer Gürtel sowie Spitzen entwendet. — (Druckfehle r.) Ins gestrige Feuilleton haben >k!) einige jinnstörende Druckfehler eingeschlichen. In der ersten Spalte, 2. Zeile, lese man statt „wie" „nie", in der gleichen Spalte. K. Zeile, statt „Olemeuses" — „P le u re u se s", in der dritten Spalte, 20. Zeile, statt „nur" — „n u n". Theater, Kunst und Literatur. — (Aus der deutschen Theaterlanzlei.) „Im bunten Rock" heißt das jüngste Lustspiel uon Franz von Schönthan und Freiherrn von Schlicht, welches heute zur Erstaufführung gelangt. Am Deutschen Vollstheatcr in Wien wurde das Werk in verhältnismäßig kurzer Zeit mehr als 25mal aufgeführt und beherrjcht immer noch den Spielplan. Auch in Berlin hat es mit seinem Stechschrittpatriotismus und Hurrahgeschrei großen Erfolg gefunden. In Oesterreich fällt dieses Etimmungsmomcnt allerdings weg, doch bleibt immer noch das heitere Lustspiel, das die famose Technit seiner Autoren zeigt und alles bietet, was eben ein neue» Lustspiel bringt: Liebe, Verwickelung, fitere Situationen und schließlich das „Kriegen". — Weiterer Spielplan: Montag: „Die Puppe", Mittwoch: „Unsere Toni", Freitag: „Im bunten Rock", Sonntag: „Der Vogelhändler". " (Kammermusik.) Die Kammermusilvereinigung dir PhilharmonisckM Gesellschaft hat sich, dank ihrer aufopfernden Bestrebungen, eine stattliche Anzahl von Freundcn erobert, die ihr auch in Zukunft treu bleiben werden und auf die sie bei ihren ferneren Aufführungen getrost rechnen tann. Im Interesse der Weiterentwickelung der intimsten und geistvollsten Kunstgattung wäre es aufs innigste zu wünschen, daß sich der Kreis ihrer Bewunderer erweitern, oder, prosaischer ausgedrückt, daß sich der Besuch der Kammer-musilaufführungen noch besser gestalte, als dies bisher der Fall war. Die Leistungen der Kammermusik anläßlich der Jubelfeier der Philharmonischen Gesellschaf' haben die schmeichelhafteste Anerkennung hervorragender auswärtiger Kritiker gefunden, und damit erscheint auch das günstige Urteil, das wir ihncn jederzeit gezollt, vollinhaltlich bestätigt. Die vortrefflichen Künstler, die unter der Leitung des Konzertmeisters Herrn G e r st n e r rühmenswerte Taten vollbringen, werden gewiß in dcr lcmmenden Saison ihr Bestes aufbieten, um ihren ausgezeichneten Ruf zu befestigen. — Der erste Kammermusilabend. dessen Programm wir bereitH veröffentlichten, bringt eine ebenso reiche wie fesselnde Vor-tragsordnung. ,1. — (Ein f a st unbrlanntees Werk Cheru -b i n is.) Genau 100 Jahre nach seiner Entstehung wird ei« bisl)ei fast gänzlich unbekanntes Wert Eherubinis, das eine merkwürdige Vorgeschichte hat, in München zum erstenmale aufgeführt werden. Im Jahre 1802 erhielt Eherubini in Paris die .^unde. daß Hcchdn in Wien gestorben sei. Sofort ging er daran, dem von ihm 1o sehr bewunderten und verehrten Meister eine würdige Trauerlantate zu widmen. So entstand „I.c c^IllnN. ^ul- 1« inol-l Ilu.vdi»", welches mit einem Kondolenzbriefe an den Fürsten Esterhäzy geschickt n.urde. Aber bevor noch Eherubini sein Werk zur Aufführung bringen tonnte, kam vonWien, wohl zu seiner größten Freuds die Nachricht, daß die Trauerlunde nicht auf Wahrheit beruhe. (Haydn starb bekanntlich erst im Jahre 1800.) Eheru bini ließ daher das ganze Notenmaterial zerstören. Nur einige Partituren und Klavkrauszügc, die dcr Verleger schon nach Deutschland verschickt hatt»', entgingen der Vernichtung. — Äülmv besaß eine von diesen Partituren, von ihm in seiner humorvollen Weise „das Requiem aus Mißverständnis" genannt. Dieses Exemplar aus dem Nachlasse Bülows wurde dem Münchener Orchestervcrsine zur Verfügung gestellt. — („L otte als Mutte r.") Von Ernst G e 0 r g y. Vcrlkg von Rich. Bong. Berlin VV. 7.7. Preis brosch, 1 Ml,, eleg. geb. 1:50 Ml. Dieser zwölfte, der Schluhband der humoristisch-satirischen Bibliothek „Die Berliner Range", krönt nicht nur äußerlich, sondern auch nach seinem Inhalte das Ganze. Die Charalterentwickelung der .Heldin aus dem munteren, unbefangen - burschikosen Backfische zur zarter^ blühenden Jungfrau, zur anmutigen Gattin, erreicht in der Muttcrwürde und dem Mutterglücl ihren Höhepunkt. Der Humor dcr Lotte, ihr goldener Humor, ihre scharfe Lebens -beobachtunss und Menschenkenntnis, dazu ein überaus gesundes Empfinden — diese Vorzüge kommen auch in dem neuesten Bande in ebenso fesselnder, wie origineller Weiss zur Geltung. Es ist interessant, zu lesen, wie die junge Mutter in ihr?r drastischen Weise jeden für einen Barbaren, für eil Ungeheuer erklärt, der nicht gleich ihr in dem „Prachtkerlen" das schönst?, beste und klügste Kind erblickt. Einzelne Ezencn entbehren auch tiefernster Momente und innigster Empfindung nicht. Ein? besondere Ucbcrraschunss wird den Lesern dieses Bandes noch dadurch geboten, daß ihm das Porträt des Autors — Ernst Georgy stellt nämlich nur ein Pseudonym dar — beigegeben ist. Bisher sind von der „Bcr^ liner Rang«'" mehr als 900.000 Exemplare abqesrht worden Mnflioa gaora ^o, ,', < a .',. den 1l). November (Heilige ">,r' trud). Hochamt um 10 Uhr: Messe in I) äu, von G. E. Stehle, Graduate ^ix^il! n,l» von Anton Foerster, Offer ^ torium Isiliu: rl'ßruin von Dr. Franz Witt. Sn der Ptc,dtpsl,rrkircH« St. A.,kok Sonntag, den 16. November (Heilige Gertrud), um 0 Uhr Hochamt: Dritte Sonntagsmesse in li-clur von Fr. Schöpf, Graduate Ki^oic- l.un, von Anton foerster. Offertorium ^iiizi- r<^un> von I. Chr. Bischofs. Telegramme des k. k. EelegraplM-Korresp.-Kureaus. Ncichsrat. Sibling de) Abgeoldtte;e!ll)llllseö Wien, 14. November. Im AbgeoldnetenlMse begann l>ule die Verhandlung der Dringlichleitsanträge betreffs oe Vorfälle bei der Landtagsstichwahl im Wiener ^"iitc s"-voriten am 7. d. M. Abg. Gehmann bekundet °i Dringlichkeit und wirft den Sozialdemolraten vor, day I bei dcr Agitation in terroristischer Weise vorgegangen!lie-Lie christlich-sozialen Wähler seien nicht nur an der S"M^ menabgcibe verhindert, sondern es seien an ihnen auf osse '-Straße Straßenraub und Diebstähle verübt worden- ^ Sozialdcmolraten erwiderten nur hie und da die Ausfuh gen Gehmanns durch ironischen Beifall. Nach dem Abg. Geßmann ergreift Abg. P"N , jst 0 rferdas Wort zur Begründung der Dringlichkeit ,e" ! Antrages, betreffend die Vorgänge bei dcr Stichway' ! Favoriten. Er beklagt sich unter heftigen Ausfällen geg" ! Ministerpräsidenten, die Polizei und die chu^^!^ ! Partei, insbesondere unter Beschimpfungen des ^" ^„ ! meisters Dr. Lueger. wegen deren er zur Ordnung g" >^ ! wird. über den Hausfriedensbruch, begangen durch das .^ dringen der Sicherhcitswache in das Arbeiterheim sow" dic Fälschung dcr Wählerlisten und verlangt d?c N"« ' Untersuchung der von Dr. Grßmann vorgebrachten ""« lichen Gewalttätigkeiten. Ministerpräsident Dr, v. i?o ber erklär«, die Regierung traf bei den Wahlen "!" ^5 lehrungen zur Sicherheit der Wahlfreiheit. Sie »virv ^ pflichtgemäß auch bei den künftigen Wahlen tun. 2)" . Nisterpräsident werde nach Abschluß der Untersuchung , deren Resultate die Konsequenzen zielen. wela> dem ^,^. und dein allgemeinen R^chtsg^fühle entspreche». Mdne ^ scharf die gegen die Polizei erhobenen Beschimpfen s ' und glaubt sich über die Anwürfe des Vorredners lN".^„g Person umso eher hinwegsetzen zu können, als dic '^ ^.f, gewöhnt sei. nicht unbefangen, sondern parteimäßig "^ „n zu werden. Der Vertreter der Polizcidireltion il^ > ^ auf Grund von Altenmaierial eine Darstellung b" ,'!, hei in Favoriten. Abg. Vogler verlangt die Ausdch'M^ ^ Untersuchung auf alle Personen, welche ein Verschm"^ den Ereignissen in Favoriten trifft. Abg. Ä?'""'^ M die Angriff? des Abg. Pernerstorftr zurück, l^tlagt ,«' ^ den Tcrrorislnus dcr Sozialdemolraten unter 'V'' ^chtc von Beispielen und verlangt von der Regierung b" 9 „,, Durchführung der Staatsanmdgesehe. die Glcichbe"y" Ii aller Staatsbürger. Die Rebe Armanns wurde ""^,„0-j von energischem Beifall und Protestrufen der Soz" ! lraten unterbrochen. . Whl ! Die Sitzung wurde hierauf geschlossen. Nach oe ^ z ber Oeneralrcdner wurde die Verhandlung abaebro ! Nächste Sitzung Dienstag. Vulkanische Ausbrilche. ^ ! Rom. 14. November. Einer Privatdepesche.^" ^ Hnsel Stromboli zufolge fanden neuerlich ^s" ' ^<». Vulkans „Stromboli", begleitet von Detonation ' ^, ' Einige Häuser wurden beschädigt. Auch an den 3^ higt, ! Schaden angerichtet. Dic Bevölkerung ist seyl ^ da wiederholt Erdstöße verspürt wurden. ) Mlij ! Aulland . 14. November (Rcuier-Mlbu '^ ^ Gerichten aus Apia (Samoa) befindet sich d" ^,.f o^' der Insel Savaii in Tätigkeit. Es bildeten ''^ ^n, ^ sechs Krater, welche Rauch und Flammen auswe Vodc» ist zivei Zoll hoch mit Asche bedeckt. Die Krise in Spanien. ^ Madrid. 14. November. Ministerpläsibe" , >>l ,ha< dic Mission ber Kabincllsbilbung "'^U,f^' König betraute ihn jedoch neuerlich mit bicstr Der Aufstand in Marokko. ^ ,„s Paris. 14. November. Agence Hav"s "'^, i^ Tanger vom gestrigen: Der Gouverneur von ^,sl^ Samstag gegen die revoltierenden Venider " ^,„ a^ machen. Man nimmt an. daß dieser kleinste " ^N" gerottet werden wird. In der Umgebung ^".'iiing^"'' Rul>. Dcr Sultan begibt sich nach Melines. "> von Tanger ist vollkommen ruhig. Prag, 14. November. In der D ^ Zeä)e „Zentrum" ein Anhängcfördcrertord, '^^^ M" siebcn Bergleute befanden, in den Schacht- V ^ blieben tot. ^ nninistelp"! ^ Sofia. 15. November. (Sobranje.) ^ ^ j^ Danev ersuchte das Haus. sich zu vertagen. ) die Demission gegeben hat, /Ncutel^'n'pl" Wellington, 14, November. (>" ^M ^' c»" Das britische Kriegsschiff „Penguin" A° HaMpf" >" .^ „Elingamite" stammendes Floß auf. ^ ^,,, c,c,^ ^,t !). November in der Nähe der Drcilon'go ^i"'"' >' Auf dem Floße befanden sich U! P"l"'DaMpf< Tote. IM Mann von der Besatzung des ^„nv' schon früliel gerettet worden. 30 werben ^aibacher Zeitung Nr. 263. ________________________2171 _____________ 15. November 1902. Angekommene Fremde. Hotel Siidbahnhof. W,^°"' 11- bis 13. November. Uernet. Oberingenieur, Plärrt ^^ «oll, l. u. l. Majnr i. N., Klaqenfurt. — Uerni. bahn N n ""^ ^ Holanbel. Stationsvorsteher der l. l. Staats. 0bttl„7. h- ^ Eollinalsi. Neamtcr. Pola. — Hrabo. l. n. l. M> "'7°nl. Laibach. - FoNmhals. l. u. l. Artillerie. Jeu««, ^nad «, > °^e. Graz. - Nobubrad, Reisender, Prag. -Vie„. "'"der, Ruab. — Goldhammcr, Helfer, Reisende. Hotel lklefant. iouer <^n^' November. Puschinjagq, Kaufmann, sscld» ^. ^"'"' Nohmann, Grllnfcld. Pick. Feldstein. Me.. Wien. 6tr' kch. 2°!^°sesn,ittel der gestrigen Temprralur 4 9". Ms. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Aandestheater in Aaibach. 27. Vorstellung. Unqrrabn Tag. Zeute Zamotag, den 15. Nournchcr. Zu»! elstrnmale: Im bunten Rock. Lustspiel in drei Auszug!» von Franz von Schlinthan und ssrei« hcvi u von Schlicht. «nsang halb 8 Uhl. Ende IN Uhr. Grosser BMcr-Einkil in Laibach. Gelegentlich einer Erwerbungsreise weilt in den nächsten Tagen ein auswärtiger Antiquar in Laibach und sucht daselbst Büoher und Bibliotheken zu kulantesten Bedingungen zu kaufen Gefällige Angebote mit wenigstens beiläufiger Angabe des zu verkaufenden Büohermaterials erbeten an (4495) \ lg. Schab, Laibach Hotel Stadt Wien. ^ = Jedes Bändohen ist einzeln käuflich. = ^ |PV'^H^^^H^^^H^^^^^HP'!Zip2wsv^^n^c^en bildet e'n abgeschlossenes Gauzea 11f j ^^^^^^^^^^^^H^q^^^^mS. und ist geheftet. 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D<« notlfrttn «urse verstehen fich «n «kronenwilhrun«, «Xe «otielun« lilmtllcher «N«en ,mb der «Dloerien «»»e» »n-N«>h, fich p« Vliick. >^»" ^'"''lchuld. «"b ware ll».. " ^ l»0 N «/ - »" - »ü« - .»Vri»». 0bll «l«abethbahn. 4«) u. »«X» M. 4«/,......... Il« ez lls bb Franz Joses.«., «m, «8»4 (b,«,4<1 Vorarlberger Nahn, »« 40 l!l0 vo 4"/» dto. Nrntr iu lrronenwühr., steuerfte!. per Kasse . . . 07 üb 97 7b 4°/, bto. dto. bto. Per Ultimo . »? b5 9? ?b U»g. Lt..s.^Obl »eu, Ware Pfandbrief» »I.«"."/. '0V - 1008, Giftnbahn-Priolität,« Pbllgalionen. l,erb.n°,.dt vlordbahn - '"'«»l«9 w ^Unterlr°»ner«°lm''' ' ' »» «> tvo - zlv»rs» «oft (per stück). «trzw»Nche L'le. »./, «°benlredi..«°,e «°- Z«« ^ ^ ^-_ 4°/» Donau Dampüch. 100 - '" ^ »''» " Salm-Lole 40 lnls<-d«anfi„»m.l889 «9- ?l-Laib««« iios«......""- "" «Utte». tzlan»port.Dnl»l' n»hmung»n. «usslg.Itpl, »ilenb. boo ll, . »b«t»' >b8U «au. u. Vetrlrb».«,!, für Ml. 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Wiener »00 sl. 48» — 44l - vypothelb., Oest., «X)ll.«>"/,E. lv4 — ,9« - liänberbanl, vest., «00 sl. . . »8« »b «9 » l>fterr.'ung«r. V«nl, »00 sl, . >b«« 1H74 Unionbant litt« sl..... b»? «» «» »u ÜÜerlthrsbaill, Allg., »40 sl, . »40 — »4« ho lndustrl»'Ant« _ »«.^ ,4/» Valao Tarj, Eteinlohlen ,«> fl, blb b0 bl» — „Schlöglmübl", V«Pierf, »yo fl. »00 — ,lb — „Stehrerm", Paplerf. u.« .«. 34» — 349 3« Irisailer ll°l,lenw,»«»t!lll 70 fl. 39, bv 39» « Waffens.» .0esl,in»in,,l«0N. «»,— «),— Waaaon.lztihanft,,««,,, in Peft. 400 X........ Vu.^ »« - Wiener «augesellschaft 100 sl. . ,b» — »»0 — «-Tta<»>» «Übel Noten...... »«,««» (im *?t*«i «rr^" ^* v«xk»-a* ^^^ * M ""'«n und Vnlul«D. '...........T "¦ ".....Illl.......n -a-* ^. und "W0c2s.«l«x-a-«»ca&.*ft I^ltem Ii, SpltalgawK. ____________ Privat-Depots (Hafe-DeponiU) fwtlBHil Mi B» Elalnw !¦ Otiti-Otmit- ¦¦! its Ilfi-B