kaib acher I e ituna. ^»K »55. Mittwoch am I». Juli R8s» Die „kaibachss Zcitim," ^ > , "^^"— - >—>» _________________^ K"u>b,,d im (5om!tt?""' '"^ 5/'^,l^)me d"- Sonn- u„d F.icrtage, täglich, und fossct sammt dm Vcilaqm im Comptoir <,an,jühria 10 >l ball'iäbria ', il mit Memtlicher Theil Die k . ^ . »7^<^ Stalthalterei hat die durch den Tod des Pfaners Johann Tomschitsch in Erle-^ ".^ Kommene, dem Patronate des krainischen ^eug l ns,ondcs unterstehende Pfarre Kaltenfcld dem dick b^ ^^"'"^ralor dcs Pfarrvicariates Hasel-^°"ck, Jacob Kusch lan, verliehen, ^"'bach am i. Juli ,850. scli f^" ^'^ ^'"" """ ^^ BezirksHauptmann-'a)"st zu Radmannsdorf unter I. d. M. erstatteten e Wahl der Ausschüsse, dcs Vorstandes und o r ^emcmdcräthe '" Gegcmvart des Herrn Bc-zntSyauptmannes in der größten Ordnung vor sich «gangen, lmd es haben sohin der Gemeindcvorste-) l und die Gcmeindcräthe in der Pfarrkirche ihren " >n die Hände des Herrn Pfarrers auf cine sehr gliche Weise abgelegt. Diese feierliche Handlung, verbunden mit einer sehr entsprechenden Anrede des Herrn Ortsseelsor-gers, hat nicht bloß auf die erwählten Vertrauensmänner, sondern auch auf die zahlreich versammel-ten Gemeindcgüeder eines jeden Alters Eindruck ge-macht, welcher für das Wohl der Gemeinde und dcs öffentlichen Dienstes von den besten Folgen zu Werden verspricht. Laibach am 3. Juli 1850. Politische Nachrichten Oesterreich. Wippach, am ?. Juli. — » - Am 6. l. M. fand hier die Wahl des '"germeisters und der Gcmcinderäthe der neu con- gurten Marktgrmcindc Wippach, welche der Markt- ^ ^lppach, dann die Ortschaften Obcrfcld, Duple, techti'^' S^mabor und Semona mit 414 wahlbe- rnig^ ^ ^""Bindegliedern umfaßt, in dem geräu.- Elan ^ ^'"^'^ iianthieri'schen Schlosses let« hies, ^"^ermeistcr wurde der allgemein geach.-Ioh^,^ ^ Handelsmann und Realitätcnbesitzer Herr ^l°" St- ' ^^"'ä erwählt, dem die Herren als Gen/'""' Johann ^ell und Anton Hrovatin Dl/^""U)e zur Seite gestellt worden sind. der ihlitn """ten ^"^" ^"^ ^'^ ^^"^ Erfüllung gemn Eh^"^ ^"'" Wahl ihrer Mitbürger übertra-^lkphan f.?""" in der Pfarrkirche zum heiligen Ein« "^ beschworen. ^" Anwes^?' ""Ne Weihe ergriff die Gemüther "'"eb, ^.,'°'", als „ach Beendigung des Hoch. ^".Herr " ^^cn der hochwürdige Pfarrde. ^^"^"dez -, /s Grabrjian die Wichtigkeit des , ^' dit H,/ sicher und bündiger Weise erklärt legten. Mien den Eid im Gotteshause ab. Die hiesig ausgerückt ^nd ^"'"""lgarde war vor der Kirche durch Gewehrs,l^°'h"ete die wichtigste" Momente Unser allge,^.^d Passende Musikstücke. Echmidburg, verei^^ler Vezirkschef, Baron Daumen die Glieder d« """ in seinen gastlichen ^n ehrwürdigen greise, ^"cn Gemcindevorstehm'g, ""llenz, welcher dieses ^""^tcr Herrn Mathias "''unterbreche!, im Markte "^.^'^ ^"' Jahre 1813 "nd mehrere Notabilitäten h ^"ch bekleidet hatte, ^ Bevölkerung, so wie des Beamtenstandes zu einem fröhlichen Mahle, wobei vor Allem Seiner Majestät unserem allcrgnä. digsten Kaiser aus treuer Kramerbrust ein lautes /ivio gebracht wurde, an welches sich dann Toaste auf das kräftige Gedeihen der neuen Gemeinde und auf ein inniges Zusammenwirken derselben mit den Organen der Regierung reiheren. Möge diese in jeder Beziehung volle Bürgschaft gewährende Wahl allen anderen Gemeinden zum aufmunternden Vorbilde dienen, damit nun rasch der Unterbau unseres constitutionellcn Staatsgcbäudes sich erhebe, stark und allen Stürmen der Zeit trotzend! Aus Untersteiermark. I)i-. ?... Wenn in früheren Jahren manchmal im stcirischen Unterlande die Nede von den ^«col-llllöoi» war, da wunderte man sich gewaltig über das Nestehen solcher Strolche mid über die vielen Sorgen, die selbe den Behörden machten. Gegenwärtig wissen wir zwar nichtS von StradaviesI und anderen großartig organiürte!,, übel berüchtigten Ba,i-den in der uuteren Steiermark, desto mehr beweise» uns aber die täglich durch die Gensd'armcrie eingebrachten !>lunv:u>i 8n^l.8, daß »Manches faul sey im Staate Dänemark.« — Die Sucht, wenig oder lieber gar nichts zuar« beiten und dabei doch gemächlich zu leben, bevöl-kctt unsere friedlichsten, voltreichsten Gegenden mit Leuten, die nicht einmal von der Hand zum Munde aus eigenem Erwerbe leben. Dazu kommt eine ungewöhnliche Menge Zigeuner, derer unsere wackeren Gensd'armen am 18. Juni allein einige Kitt einbrachten. In den windigen Bücheln trieb seit Monaten eine regelmäßige Diebsgcsellschast ihr regelmäßiges Geschäft, das so weit ging, daß andere Hehler für gestohlene Victualien, wieder andere für entwendete Kleider, und förmliche Verschleiße für Leinwand, Seife, Flachs ?c., alle nach dem Principe der Geschäfts.- und Arbeits.Theilung bestellt waren. Man könnte von unserer Gcnsd'armerie sagen: Mavit, «l. lÜ88inaw 68t. Bis auf den letzten Mann wurden die energischen Arme der neuen Iustizvftege aller Verdächtigen in wenig Tagen habhaft, darunter auch Einiger, auf welchen mehr als blutige Vermuthungen lasten. Unsere neuen Behörden entfalten einen Eifer, der jener allgemeinen Anerkennung, deren sie sich erfreuen, mehr als würdig ist. Die Bczirkshaupt^ Mannschaft Marburg, bei mehr als 80,000 Seelen, verfügt nur über :l Conceptsbeamte, und doch weist der Exhibitcn - Numerus bisher bei fünfthalbtausend Stücke, das Paßprotocoll in der kuezen Zeit seines Bestandes 900 Nummern, ohne Urlauber und Pas-fönten; und bei all' der Fluth der Arbeiten werden bis August 186 Gemeinden lonstituirt seyn, deren Wahlberechtigte einzeln nach dem Census und der Conscription geordnet werden müssen. Bei dieser Gelegenheit wäre auch am Platze, etwas über die Verdienste dcs Hrn. Grafen Bran-dis, die er sich durch Verschönerung seines Besitz-thums und geschmackvolle neue Anlagen für die un-terhaltungslustigcn Nachbarn erworben, zu sagen. Echleinitz, das in ziemlich düsterem Baustyle gehaltene Schloß, eine halbe Stunde von der Stelle entfernt, auf welcher hinter Ncdhügcln die buchen, bewachsenen Wälle und Graben der alten Burg Schlcinitz zu schauen sind, wird durch die jetzige Inhabung Sr. Exc. Clemens Graf Brandis auf das Herrlichste umformt. Das Schloß selbst wird im Innern dem Be-sitzer entsprechend bequem und stattlich hergerichtet, im Aeußeren im normannischen Geschmacke erneuert. Der weitläufige Garten, nun unter den Händen eines jungen Mannes, der auf Kosten des Grafen sich in jahrelangen Reisen durch eigene Anschauung und Uebung ausbildete, dürfte bald in seinen Treibhäusern botanische Schätze zeigen, wie sie nur Flora's Tempel in der Nahe mäccnatischer Hose weisen. Der Marmor des Pachern und die architektonischen Holzarbeitcn Ohmeiers in Gratz, verbinden sich zur würdigen Ausstattung dieser Blumenparadiese. Die alten Wasserkünste aus den Zeiten der Grafen Kol-lomtsch werden ihre sprudelnden Strahlen wieder heben, und die tiefdunklcn Pachcrwälder, so wie die üppig hellen Wiesenfluren einen Raum von 80 Jochen zllm reizenden Parke liefern. Windenau und Schlcinitz, beide Güter Sr. Exc. des Grafen Bran.-dis, bieten das eine längst, das andere bald den Marbm-gcrn ein näheres und ferneres Lusttlial. Wir wünschen nur, daß der Sinn für das Gute und Schöne, das man unserem Landvolk« in so reichem Maße zu bieten beginnt, auch gehörig geweckt und genährt werden möge. Man schreibt der »Gratzer Zeitung" aus Gr-lackstein, 4. Juli. Vor einigen Tagen ereignete sich hier ein Vor. fall, der ein neuer Beleg von der Rohheit der hie, sigen Bevölkerung ist. — In der Nähe des Marktes St. Marein lebte seit längerer Zeit ein Geistli. cher im Ruhestände, ganz abgeschlossen, nur für sich lebend. Derselbe starb, ohne allgemein bekannte Erben zu hinterlassen. Bei dem Leichenbegängnisse fand sich eine große Volksmenge ein und begleitete den Verstorbenen zur letzten Ruhestätte. Kaum hatte sich der Leichcnzug eine ziemliche Strecke weil von dem Hause entfernt, als ein daselbst rückgebliebenes Individuum ein vorsindigcs Sprachrohr ansetzte und die Leute mit den Worten zurückrief: Jetzt ist es Zeit, kommt nur. Wirklich fanden sich bei 2 — 300 Personen im Leichenhause ein, welches nun ganz rein ausgeplündert wurde; die vorsindigen Weine wurden ausgetrunkcn, das Geräthe fortgeschleppt und selbst Thüren undFensterrahmcn theils zertrüm. mert, theils fortgeschleppt. Und diests geschah am hellen Tage. Die gerichtliche Untersuchung ist dieß. falls bereits eingeleitet. — Wien, 5. Juli. Nachträglich zu der vor Kurzem gebrachten Notiz über das Benehmen der sardinischen Regierung in der österreichischen Flücht, lingsfrage, sind wir in der Lage, einige, einem Schrei, ben aus Magenta vom 18. Juni entnommene, die obige Notiz vervollständigende Daten unseren Lesern mitzutheilen: »In der vergangenenNacht wurde von der sardinischen bewaffneten Macht eine Anzahl von Flüchtlingen gebunden und auf Nebenwegen an den Ticino geführt. Dort wurden sie auf zwei bereit ge« haltenen Kähnen übergeschisst und auf dem dießsei. tigen Ufer frei gelassen. Vier von diesen heimlich eingcschwärzten Individuen wurden von österreichi' schcn Patrouillen aufgegriffen, in Gewahrsam gc-bracht und einer gerichtlichen Untersuchung unterzogen, die wohl ernste Folgen für sie haben kann, da sie jeden Anspruch auf Amnestie verwirkt haben. Nach ihrer Aussage sind sie nebst 13 andern mitten 702 in der Nacht durch die sardinische bewaffnete Macht aus den Gefängnissen von Novara abgeholt und um I Uhr Nachts heimlich über den Ticino geschafft worden." Durch den Schlußsatz berichtigt sich unsere frühere Angabc, daß die Flüchtlinge auf den Gefängnissen von Alessandria abgeholt und über die österreichische Gränze gebracht worden seyen. Wien, 8. Juli. Die Londoner Zeitungen melden das Nähere über den Tod Sir Robert Peel's. Er verschied am Dinstag, den 2. Juli, um I I Uhr Vormittags, nach dreitägigen schweren Leiden Das Bewußtseyn war dem Sterbenden zurückgekehrt, und er konnte von seiner Familie, wie von seinen beiden besten Freunden, Lord Hardinge und Sir James Graham, Abschied nehmen. Nach seinem Tode entdeckte man erst, daß die fünfte Nippe der linken Seite gebrochen war, welche die ^unge gedrückt, und wohl seinen Tod herbeigeführt hatte. Die Söhne des Verstorbenen wollten die Scclion der Leiche nicht zugeben. In Theilen von London schloffen die Kauf-lente il)re Gewölbe bei der Nachricht von den, Tode des großen Staatsmannes, und die Schiffe im Hafen zogen ihre Flaggen zur halben Masthöhe «uf. Das Haus der Gemeinen, welches sich am Mittwoch versammelte, vertagte seine Sitzung, ohne irgend ein Geschäft vorzunehmen, um seine Achtung für das Andenken seines verstorbenen Mitgliedes an den Tag zu legen. — Seine Majestät dcr König Ludwig von Baiern, welcher am 5. d. in Salzburg anlangte, wird daselbst dcm Vernehmen nach cinigc Wochen verweilen. — In der Nähe von Maria Neustift in Steier-mark fand ein Knabe, während er eine Grube machte, einen Topf, in welchem sich ungefähr 500 Goldstücke aus den Zeiten der Eäsaren Tiberius, Ves» pasianus und Nero befanden. — Die Provinz Beigamo wurde am 25. Juni von einem beispiellos deftigen, scchs Stunden an^ haltenden Hagelwetter heimgesucht. Die Schloffen fielen, von einem heftigen Winde begleitet, fast un aufhörlich und in einer außerordentlichen Größe. Im Bereich dcr Ortschaften Eaprino, Pontc S. Pictro, Al^ mcnno di Bergamo und Alzano, wo die Existenz der Bewohner beinahe ausschließlich von dem Ertrage der Bodcnrrzcugniffe abhängt, sind alle Saaten zerstört, und die Fluren rings umher bieten nun den Anblick sibirischer Steppen. Die »Era nuova," welche diese Nachricht mittheilt, spricht die Hoffnung aus, daß jene unglücklichen Ortschaften bei der bevorstehenden Anleihe und der Grundsteuer dießmal verschont bleiben werden; sie hoffe dieß um so mehr, als ihr die Menschenfreundlichkeit und die Großmuth dcs allgemein verehrten FcldmarsclMs bekannt ist. — Die »Gazzetta univclsalc" macht aus die unvorsichtige Uebelladung der Barken auf den lom-bardischen Seen aufmerksam, wodurch schon so häufig Unglückssällc vorgekommen sind. Vor einigen Tagen wurde zwischen Intra und Larena auf dem Lago maggiore eine Barke mit achtzehn Passagieren plötzlich durch einen Orcan umgestürzt, und die Un-glücklichen fanden alle den Tod in den Wellen. Nur zwei Rudcrknechte konnlen sich mit genauer Noth durch Schwimmen retten. — Wien, s. Juli. Die Eröffnung der höheren landwirthschaftlichen Lehranstalt zu ungarisch Altenburg im Wieselburger Eomitate wird, falls nicht unvorhergesehene Hindernisse eintreten, für Rechnung d«s Staates und unter der Leitung des Dr. H. W. Papst, ehemals Director des k. k. würtembcrgischen Instituts zu Hochheim, im Laufe des nächsten Herbstes Statt finden. ^- Auch in Innsbruck hat eine contagiösc Augenkrankhcit — eine gelindere Form der in Lcmbcrg grassirendtn ägyptischen Augencntzündung, um sich gegriffen. Die Zahl der Erkrankten belauft sich auj Zweihundert. — Die Industriellen Noßbachs (in dcr Näl)c von Asch) in Böhmen, sind der von Prag und Neichenbcrg ausgegangenen Anregung gefolgt, und sollen eine Petition an das Finanzministerium übersendet haben, worin sie die Ausführung der Bank-Commiffionsvorschläge befürworten. — Se. k. k. Hoheit der Großherzig von Tos-cana ist heute in Begleitung seiner Familie nach Linz abgereist. Heute Abends tritt der toscanischc Minister dcr auswältigen Angclegcnheilcn und Ministerpräsident Kavaliere Baldasscroni die Rückreise nach Florenz an. — Se. k. k. Hoheit dcr Erzherzog Maximilian, Bruder Sr. Majestät dcs Kaisers, hat vor Kurzem ein in dcr Nähe von Hictzing befindliches Schweizerhaus käuflich an sich gebracht. Voll Freude, den hohen Herrn als Gcmcindeangchörigen betrachten zu können, veranstalteten die Hictzinger Gcmcindcglicder an diesem Tage einen Fackelzug, welcher sich nach dein gedachten Hause bewegte. Se. k. k. Hoheit trat auf den Balcon und ward von dcm Gcmcindcbürger, Hrn. Theaterdirector Carl, mit einer herzlichen An° spräche begrüßt. Wie wir vcrnehnnn, hofft die Gemeinde, dcr Herr Erzherzog werde das ihm angebo-tenc Gemcindebürgcrrecht freundlich annehmen. —' Als im verflossenen Winter, während die Flüchtlingsfrage die Aufmerksamkeit dcr europäischen Eabincte beschäftigt, die brittischc Flotte bis zur I»»nln ll«i lius'I),'«,'!, den Slipulalionen dcs Tractats vom Jahre 15,40 zuwider, in die Dardancllcngcwäffer vordrang, fand sich die österreichische Regierung veranlaßt, gegen dieß rücksichtslose und vertragswidrige Vornehmen einen kräftige» , wohlmotivirten Protest abzugeben. Seltsam mußte cs berühren, daß Lord Palmerston dieses.Actcnstück bei Gelegenheit dcr neuerlichen Parlamcntsvcrhandlungen vorzulegen absichtlich unterließ. Es wäre cbcn so nützlich als wünschenswert!), daß dieser blicke in den „blauen Büchern" durch eine Veröffentlichung des intcrcffanten Documents abgeholfen würde, und es freut uns melden zu können, daß Aussicht zum baldigen Bekanntwerden desselben vorhanden ist. Pesth, 5. Juli. Vier Uhr Nachmittags. In dttscm Augenblicke wird das kriegsgerichtliche Urtheil bekannt, welches am vcisioffenen Abend vorläufig über dreißig Ex Dcpulirtc gefällt wurde. Von diesen wurden 2tt ganz freigesprochen, darunter Bczcri^y und Patay. Joseph Madar^z wurdc zu neunjähriger Schanzarbeit in Eisen, N-'lkoczy zu zwölfjähriger Schanzarbeit in Eisen, Kubinyi und Ol.'ch zu fünfzehnjährigem Festungsarrest verm theilt. Mit Ausnahme von Madarüsz und Nittoczv wurde dei allen Ucbrigcn die Confiscation des Vermögens nachgesehen. — Dcr »Pesti Naplo" vom 5. Juli schreibt: In diesem Augenblick gehcn mehrere Männer, darunter bekannte Namen, vor unserem Fenster vorüber. Sie haben vor mehreren Augenblicken ihr To-dcsurthcil gehört, das von Sr. Excellenz dem FZM. Frciherrn v. Haynau in vollständige Begnadigung umgewandelt wurde, mit erleichtertem Herzen eilen, um Sr. Excellenz ihren Dank auszusprcchcn. Unter ihnen sehen wir den greisen Paloczy, Irinyi, Patay, Halaß, Kallay, Abonyi, Szaplonczai, Pap. Nyari haben wir nicht gesehen, aber dcm Gerüchte zufolge soll auch er vollständige Begnadigung erhalten habcn. — Aus Großwardcin schreibt man, daß die Viehseuche in der dortigen Gegend endemisch zu werden scheint, daher viele Oeconomen trotz des schwachen Viehstcmdcs cincn Thcil desselben zu verwerthen trachten. Venedig, 7. Juli 1850. — l<" — Die am l. d. M. in Verona begonnenen Verhandlungen über das Anleihen von 120 Millionen Zwanzigern sollen sich zum Guten wenden, obgleich in den ersten Sitzungen von Seile der abgeschickten Provinzial-Dcputirtcn nicht geringe Schwierigkeiten einer baldigen, allgemein befriedigenden Ausführung in den Wcg gelegt wurden, Diese günstigere Wendung dcr Berathungen soll man hauptsächlich dcm eifrigen Einschreiten des Fürsten Andreas Giovanclli verdanken. Drei Fünsthcile sollen die Lombardie, den Nest das Vcnctianischc belasten. Die Trcsorschcinc, welche früher 23^ verloren, stehen bereits auf 80 — hoffentlich werden wir sie noch bedeutender steigen sehen. Die öffentliche Voltsstimmung ist seit einiger Zeit niedergedrückt, und hie und da ungünstig. Der Grund dieses Wechsels liegt in dem immer mehr darnie-' derliegcndenHandel, in dcr Erwerbslosigkeit vieler Leute der niederen Volksclaffe, in der traurigen Lage, >" wclcher sich viele entlassene oder quiescirte Civil- utiv Militär-Beamte befinden, und endlich auch in dtt nicht ungcgründeten Nesorgniß einer bedeutende», mithin sehr fühlbaren Reduction unseres so well' berühmten Arsenales. Man spricht von einer bevol' stehenden Entlassung von beiläufig 100 Arbeiter«. Diese müßten nothwendiger Weise unsere erklärte» Gegner werden, und würden daher den schlechte« Geist erhöhen und verbreiten. Zu dem gesellt sich noch, daß mit dem l.d. M. viele quicscirte Militär-Beamte ihrer Bezüge verlustig erklärt wurden, uiid sonnt sich in großes Elend gestürzt sehen. Von dcr mit Recht gepriesenen, besonders il« neuerer Zeit bewährten Mildthätigkeit unserer Regie-rung verspricht man sich väterliche Vorsorge für diese unglücklichen Familien. Die in dcr »Allg. Ztg.« Nr. 181 enthaltene" Mittheilungen, daß Montecuccoli als Gouverneur nach Venedig bestimmt sey, dürfte wohl nur auf unHalt' bares Gerücht begründet seyn ; mehr Glauben verdient jedoch die Kunde, ja sie soll den Anstrich der Wahl< hcit habcn, daß dcr General der Eavallerie Rittel von Gorczkowsky zum Militär-Gouverneur el' nannt werde. Dieser muthigc Vertheidiger von Mantua, scho" in dcn ersten Monaten der Wicdcrdesctzung Venedigs Eivil. und Militär-Gouverneur, ist bei Allen beliebt, denen die Aufrcchthaltlmg strenger militärischer D's' ciplin, Bcschützung innerer Ruhe und Ordnung iM» Beseitigung jeder äußeren Gefahr durch energisch^ Auftreten, theuer sind. Heute Nacht stürzte sich die Schwiegermutter dcs exilirten Marine-Obersten Graziani, von ihl^ Wohnung in S. Maria Formosa aus die G<^ und ward zur Leiche. Als Grund dichs Selbsttl^' des wirb ihr heftiger Schmerz über die Abwesend ihres Schwiegersohnes angeführt. Diese unglückN^ Frau, welche im lwhcn Altcr von 71 Jahren ^ schauderhaft endete, erlitt in den letzten ^i^,, »^ vebens wiederholte herbe Schicksalsschläge. It^t Enkelin, eine g borcne Graziam, war die Gemahl cilics dcr im Neapolitanischen hingerichteten Bandied kurze Zeit nach dcm Tode ihres Gemahles starb auch sie. Die Gemahlin dcs verwiesenen Graziaui, Tochtel der in Rede stehenden Unglücklichen, starb vor nicht geraumer Zeit, und in jüngster Epoche wurde Gra-ziani, einer der militärischen Triumvire in der 3^' volutions-Epoche, aus den österreichischen k. k. Erb' staaten verwiesen. Die Verblichene, Namens Maria Bosa, hatte . dcn Ruf einer religiösen, mildthätigen Frau, zeig^ jedoch in letzter Zeit Anfälle von Geistesabwesenheit-Der Vorfall erregte allgemeines Aufsehen, und wi^ wahrscheinlich in piemontcsischen Blättern alsHeldeti' that italienischen Blutes einen glänzenden Panegiriclls finden. Seit mehreren Tagen haben wir eine außcl' ordentliche Hitze. Kühle Adcndlüftc und wohlthuen^ Seebäder sind die einzigen Erholungen gegen d>e drückende Schwüle. Das Zuströmen von Fremde" ist befriedigend, daher auch im sociellen Leben ziei«' liche Regheit. Vom Festlande kommen uns bezüglich dcr i" hoffenden Ernte sehr vorlhcilhaste Nachrichten z"' Wenn daher die Zucht der Scidenwürmcr nicht ge< nügcnd entsprach, so dürfte der Ertrag dcr Getreide gattungen, so wie des Weines befriedigender au^ fallen. Verona, 1. Juli. Von 16 des Raubes W>^ erschwerenden Umständen angeklagten und überwi^ scncn Individuen sind 10 standrechtlich zum Slra"' ge vcrurthcilt und, in Ermangelung eines Henkel mit Puloer und Blei am 18. v. M. in Este h'"' gerichtet worden. Verona, 4. Juli. Von dem Standgerichte ^ Tcolo und Montagnana sind 14 Räuber zum T«^ uerurthcilt, cilf hingerichtet und drei mildernder ll^ stände halber zu 20jä'hrigem Kerker begnad worden. 703 Mailand, 4. Juli. Wegen der zahlreichen 2euchen, dic vorzüglich unter dem Hornvieh in den lombardischen Provinzen alljährlich die empfindlichsten Vcrhecrungcn herbeiführen, soll eine gegensei' tlge Unterstützungsgesellschast von den ttcmdwirthen gebildet werden. In mehreren Districten der Pro-v'nz Bergamo hat ein furchtbares Hagelwetter die ^rnle gänzlich vernichtet. Deutschland. — Aus Darmstadt meldet die „N. P. 3.", 'st nunmehr die ossicielle Erklärung in Berlin eingegangen , daß das Großherzogthum Hessen an dem wntern Provisorium in der Union sich nicht bcthei-Ugen tonne, daß cs sich jedoch in Bezug auf ein Dchnn.vum säne Erklärung vorbehalte. Mit dieser Erklärung m, Zusammenhange steht die plötzliche "bre„e des Herrn von Level, der ohne sein Verlang Regierung beurlaubt wurde. " — ^loch zwei der bei der Ermordung Auer-A ,5? ^^'^"ky's Betheiligten, vouis Zeh und "ug. Escherich, si„d in London von der Polizei auf gefunden. Es soll aber noch im Zweifel stehen, ob sie von der englischen Regierung ausgeliefert werden. ^- Nach gleichlautenden Berichten mehrerer deutscher Blätter, wurde die russische Flotte in dcn damschen Gewässern gesehen. Da5 Geschwader be-ftelit aus acht Rangschissen, mehreren Fregatten und Dampfschiffen und soll direct nach Alscn segeln. ^ Von der Niederclbe wird der »D. N.« ge-meldtt: Von allln Seiten strömen die einberufenen ^ermUtlrtcn zu ihren respectiuen Truppencorps. Nis Mi, vierzigsten Jahre muß Alles dic Waffen tragen. -lUle im sudlichen Holstein gelegenen Truppen sind nach Rendsburg befördert worden, woselbst sie ein großes Lager bezogen haben. Viele tausend Sol-datenhände sind beschäftigt, bei Rendsburg und Friedrichsort Schanzen auszuwerfen, und zwei Batterien sind nach Eckernsörde aufgebrochen. Die Stimmung ist eine anßerordentlich kriegerische. Italien Turin, I. Juli. Dem Vernehmen nach ist die ^ äußerste Rechte der 2. Kammer gesonnen, fotlan und zwar vorzüglich in der nächstens zur Sprache kommenden Frage über das neue Anlehen friedlich gegen das Ministerium aufzutreten. Man sprach in Erwartung des nahen Sturzes Lord Palmerstons selbst von einer neuen Ministercombination. Die Her-ren Revel und Pinclli hatten die Bildung einer "tuen Verwaltung übernommen und den Grafen Ca-"°ur für das Marine - und Handclsfach sich beigc-^" sollen. Die Kunde von Palmerston's Bleiben, "elcher das Ministerium d'Azeglio sehnsüchtig entge-^"s'cht, wird diese Pläne nicht zur Reife kom-^ lassen; dic Nachricht vom Gegentheile wird un-^"lg den wesentlich aus die Sympathien des )Mal)inets gestützten Bau der piemontesischen ten ^""? "'Ucrhöhlen. — Einem vielfach verbreite-wecm,""^ ^" ^^g? denkt man in Turin theils tlieilz ^^ Spannung mit dem römischen Hose, Verkäs ^^"' Finanzverlegenheit wegen an den die sardj .^^^crglitcr. Vor dem I. 1848 betrug lioncn ^'che Staatsschuld nicht mehr als 120 Mil-biegen ^' ^^ '^ ^ auf beiläufig 500 Mill, allein 350?" .^'^ "Ut Oesterreich dat demnach betrugen s ^^"en verschlungen. Die Einnahmen die Euinm "^" 6'' Mill, jetzt erreichen sie kaum Mill, s^te« -7" ^ Mill., die Ausgaben sonst 75 lwnen. womk s-^"b' "Ordern derzeit 120 Mil. l^rlich feM^/^ das Deficit auf 30 Mill. Francs tenkammcr di^'^'^' ^crn fand in der Dcpntir. ches mittelst ^^ ^"ssion des Anlehens Statt, wel-bcabsichtiget ^i^ ^^""3 von 6 Millionen Rente ministerielle Gesei^Z ^6 läßt vermuthen, daß der sication votirt werd"^'""^ ^'" irgend eine Modi-Nechte in keiner Az"is^' ^^ ^^ ^ sich die somit scheinen auch ^ "" ^" Debatte betheiligct; Stillen crfolgter Bildun^"'""^"'^" "^"' im "ne streng piemontcsisch/'"" ^onderpartei, welche lu der jetzt beliebten italics" ^ '" Gegensatze ^ ">H nationalen — verfol- gen und damit zunächst bei der Anlehensdcbalte hervortreten wollte, ziemlich unbegründet. Der Dcpu-tirte Iosti sprach zuerst; er erklärte sich im Principe mit dem Gcsctzesmtwurfe einverstanden, Uebri-gens hob er die Nothwendigkeit hervor, im Militär-wesen Ersparnisse einzuführen; er verwies auf das Beispiel der Schweiz, wo der öffentliche Auswand für Militärsachen ein sechs Mal geringerer als in Picmont wäre und wo gleichwohl l00,000 Mann augenblicklich in Bewegung gefttzt werden könnten. Der Kriegsminister erwiederte, es sey eine bekannte Sache, daß ein gut eingeschultes, disciplinirtes Heer im freien Felde vor jedem, noch so zahlreichen Auf-geböte bei Weitem den Vorzug verdiene. Heute wird die Debatte fortgesetzt. Turin, 3. Juli. Die zweite Kammer hat dic allgemeinen Berathungen über die vom Finanzmi» nister Negro verlangte Ermächtigung, abermals ein Staatsanlehen von sechs Millionen Francs Renten auszugeben, bereits geschlossen. Man glaubt, daß die Bewilligung mit großer Majorität gegeben wer, dcn wild. — Die Nationalgarde der piemontesischcn Gemeinde Orgosolo hat in einem blutigen Znsammenstoß mit mehreren Hirten aus den Nachbar, orten, welche unerlaubter Weise ihreHeerden auf die Orgosoler Weiden tricbcn, drei Mann eingebüßt. Von den Hirten bliebm zwei auf dem Platze. Florenz, 3. Juli. Dem Vernehmen nach hat die österreichisch .- toscanische Militärconvcntion die volle Zustimmung Frankreichs erhalten , welcher Staat jetzt wegen Sichtung des literarischen Eigen-thlims mit Toscana unterhandelt. Vivvrno, 28. Juni. Ein auf telegraphischem Wege eingelaufener Befehl beordert die hier in Garnison liegenden Jäger zum Abmärsche in die No-magna gegen die dort hausenden Gue.iNas. Einige jetzt in Lucca liegende Compagnien Kinsry Insan-ttrie werden nach Livorno versetzt werden. An der römisch-toscanischen Gränze treiben sich römische Flüchtlinge in äußerster Noth herum. Sie begehen jedoch keine Gewaltthaten, sondern erstehen bloß Lebensmittel, um sich vor dem Hungertode zu wahren. Teramo (in Neapel), 24. Juni. Mehrere politische Prozesse sind von dem als besondern Gerichtshof constituirten Criminalgerichtc bereits erlediget worden. Zwei Priester, welche bei einer der am 15. Mai 1848 gefallenen Neapolitaner zu Ehren gehaltenen Todtcnfeier eine Messe gelesen hatten, wurden zu »jähriger Hast, 100 Ducaten Geldstrafe und in die Gerichtskosten verurtheilt. Gegen drei weitere Angeklagte ist ein Urtheil auf achtjährige Kerkerhaft ergangen. Ein Vierter ist dem Zuchtpoli-zeigcrichte zugewiesen und der Stadtarzt von Tera. mo, Dr. Marinis, seines Amtes entsetzt und nach Penne gefangen abgeführt worden. Bologna, 29. Juni. Hier lauft das Gerücht, die Verkündung der bereits im verflossenen September zugesagten organischen Statute sey bis zum Sept. 1851 verschoben worden. 3lom, 28. Juni. Es ist ein Befehl des Kriegsministers erschienen, womit die Organisation der päpst-lichen Armee geregelt wird. Das bisherige I. und 2. Insanteric-Neg. werden in ein einziges verschmolzen, welches die Benennung 1. Linien« Regiment führen wird. Das jetzige 3. Regiment wird den Kern des zu ergänzenden 2. Linien-Regiments bilden. Die zu Bologna stationirtc Schweizer-Compagnie wird zu dem erst zu errichtenden Garden Ncgimente hinzu» geschlagen. Sowohl den treugebliebencn Soldaten als Offizieren wird der rückständige Sold auch nach dem Ereignisse vom 16. November 1848 berechnet. Nom. In Betreff der hierorts projectirten Na-tionalbank erfahren wir folgendes Nähere: Die früher bestandene römische Bank dient als Ausgangspunct, als Unterlage des Instituts. Das Capital derselben soll, einschließlich des Vermögens der römischen Stadtbank, nicht mehr als 2 , nicht weniger als I Million Scudi betragen. Actien werden zu 200 Scudi ausgegeben. Der Besitz von je 5 Acticn verleiht je ein Votum in der Generalversammlung. Jeder Actionär hat, abgesehen von seiner Eigenschaft als Grundbesitzer oder Geschäftsmann, angemessenen speciellen Credit. Ein Fünftel der ge-zeichneten Summe muß sofort eingezahlt werden; wer 2 weitere Fünftel bar einzahlt, erhalt das Recht, die zwei übrigen mittelst eines Acceptes einzulegen. Wie man vernimmt ist diesem Institute die lebhafte Theilnahme der römischen Geschäftswelt zugewandt. Lucca, 1. Juli. Der Papst hat den Emigranten Prospcri Buzi und den Grafen Corpcgna, welche unter der Republik Kriegsdienste geleistet, die Rückkehr in den Kirchenstaat auf ihr Ansuchen ge. stattet. Dem Vernehmen nach sollen die geistlichen Güter mit einer 'l^perc. Einkommensteuer belegt werden. Das Militärgericht zu Bologna hat einen Räuber zum Tode, einen zweiten zu achtjähriger Galeere und einen Wasscnhehler zu einjähriger Hast verurtheilt. Spanien. Man meldet ans Madrid vom 29. Juni: Die Nachricht von der Heirath des Grafen ron Monte-molin mit der Schwester des Königs von Neapel beschäftigt die ganze politische Wett. Der General Narvacz hat heute eine lange Consercnz mit dem neapolitanischen Gesandten gehabt, und sich sehr bitter über das wenig offene Benehmen des Königs von Neapel beschwert. — Ein portugiesischer Gesandt- ' schafts-Sccrctär, der sich von hier mit Depeschen nach Paris begeben hatte, wurde in Burgos todt iil seinem Wagen gesunden. Der Schlag hatte ihn gerührt. Die spanische Negierung läßt gegenwärtig in England zwei Dampfboote von 500 Pferdekraft bauen. — Neues nnd Neuestes. V3ien, 7. Juli. Die Bischöse, deren Zusammenkunft am ,5. d. M. erfolgt, um in Schul-An. ' gelcgcnheitcn zu berathen, befinden sich bereits alle auf dem Wege hierher. Nebst diesen Berathungen sollen auch Beschlüsse gefaßt werden, welche über die Ausbewahrung der Acten der aufgelösten Klöster, die sich bis jetzt in den Registraturen der Civil-Be-Horden befanden, entscheiden sollen. — In der Slovakei macht sich gegenwärtig ^ literarische Thätigkeit sehr bemerkbar. Mehrere in slovakischer Sprache abgefaßte Schulbücher wurden dem Ministerium mit dem Ersuchen, den Gebrauch derselben in den Volksschulen zu genehmigen, vorgelegt ; deren Brauchbarkeit kann nicht abgesprochen werden. Telegraphische Depeschen. — Athen, 28. Juni. Der Handelsvertrag mit Nußland ist am 24. d. unterfertigt worden. Die Wahllisten sind geschlossen. — Nagusa, 2. Juli. Der Vladika von Montenegro ist in Dalmatien angekommen, um sich nach Trieft zu begeben. — Palis, 6. Juli. In der Legislativen wird der Antrag, die Aufhebung des Lyoner Belagerungs' standes in Betracht zu ziehen, verworfen. Bezüglich des Prcßgesctzcs werden bedeutende Concessionen gemacht. Nach einem stark verbreiteten Gerüchte soll während der Dauer der Prorogationsepoche ein Lager von 35,000 Mann bei Versailles zusammengezogen und das Commando dem General Baraguay übertragen werden. Fünfperc. Rente 95 Fr. 75 Cent., dreiperc. 57 Fr. 55 Cent. — Madrid, 1. Juli. Ueber Montemolin's Hcirath ist bereits eine Verständigung erfolgt. — Paris, 7. Juli. (In 15 Stunden eingetroffen.) Ein siebzehnjähriger Buchdruckerlehrling Na. mcns Walker, ist eines gegen Louis Napoleon beabsichtigten Attentats verdächtig, verhaftet worden-Einige suchen das Motiv in, muthmaßlichen Irrsinn dcö Verhafteten oder dcmocratischer Aufreizung ; die-Socialisten bringen die angeblich beabsichtigte That in Beziehung mit der morgen beginnenden Discussion über das Prcßgesctz. Der neuesten Version zu Folge würde das Lager bei Versailles nur aus 12,000 Mann bestehen und dem Oberbefehle Changarnicr's unterstellt werden. 1'»88»36 . f,lr 25U st. 288 ^/16 Ol'iciat. der allg. »nd „»gar. ^il ^ l'^^ ^ — Hoflammcr, dcr altcrcu lom- „ 2 i! (5i,r., Vüld, 1 < !j!Z/^ lim. Franffurt a. M., für l20 fl. südd. ?ler- ) lnr;e Sicht. ei»s-Währ. iin 24 !/i st. Fnsi. K»>d. ) l e, Güld. 1N» l/i G. 2 Mon.it. Hamburg, für l<)<> Thale, Äanel', 3its,<. «7« Af. 2 Ml'ncit. Livorno, für 300 Tl'^anische Lire, (^ü!d. < l8 «^ 2 Ml,',nit. London, für 1 Psnnd Sterling Kul^en 1l -57 Vf. :l Monat. Marseille, für .M»F,clnsen. . Vüld. 141 2 Monat. Haric', für lM) ssranlln, . . Gnld. 14! 2 Monat. Äüfarest für 1 Gn^-ii Para 2!l0 .'il T. Sicht, (lonssaxtinope/, für 1 Onlden ^ara ^l7 Preuß. D'on< „ . . . . -. 9.48 <5»gl. Sovcraiü^s „ . . . . — 11.45 Ruß. Imperial ^ . , Pl'ivaci^l'5; — ^r. Car! vi?n -Hmleßem, Stiidtq«.'-richls-'^lllditoi'; — Hr. Joseph Koren, Professor, — ,l. H>. Coiuc v. Olsillail, Rentierj alle 5 von Trieft «ach Wir«. — Hr. F^lix Nicii,,, Fabrikant, vo>, T'iest nach Cilli. — Hr. Ludwig Sepeich^'cr. HalldelöMl,»», von Gorz ,i^ch Rohitsch. — Hl'- v. Gasbeit, k. k. Kämmerer, — u. Hr. L-^ncsio, Prioacier, von Wir,, „ach T>i.'st. — Hr. Ioscph C^crer, Doctor der Rechte, voi, Triest »>ach Gral). — H>'. Korbeta, Doctor der Rechte, von Wil'N »ach Mailand. — Hr. Herman, k. k. Beamte, von Wie» nach Venedig. ________ _^_ Zur Wissenschaft. Durch tvist^c Gründe veranlaßt, warne ich hierdurch Jedermann, Niemanden (anch meinem Sohne) ferner etwas auf meinen Namen zu verabfolgen oder zu cledilire,,, indem ich für die von wem immer gemachten Schulden mich als Z^l'cht- bezahler erklale. Laldach am 1U. Juli I85U. Frail.; Edlrr v. S'cio, kr. st. An stands Lehrer, in Uiitersch.schka Nr. 82. Z. ^30). (^) Das Haus Nr. A> in der St. Flo-riansgasse zu Lail^ach ist sammt oem oa-nedenlicgenocnGartcnq^geniebr billige Be-dmglilsse au» freicr Hand zu verkaufe. Nähere Auskunft ershcilt der Eigenthümer oascldst. In der Ignaz V. KlcittMNyr'schen Buchhandlung in Laibach >st zu haben: Cdalli<',Frau von, Frcibcit, Gleichheit, B'üdellichrVir, odrr was wir irollen, was wir sollen und was wir kömici,- beanrirortet aus dem Gesichts. Puncte der Ncligw» ,'^'s Staac^ und der Persönlich.-keit. Weimar 1850. i fl .^0 kr. Raudnitz, l^.^. dj^, ^^,lung der Brust. und ^llnsscnllbl'I. Practische ?lbs)andlun^ über dlV ^Ul'genschwilldsucht. cttN Z detto..........., Z2,,MW 7 dctto „ „ ilOtttt..... «3,tttttt 7 detto ,. » 23tttt . . . ., I7,^lw ? detto „ „ I8tttt ...» I2,lwtt 8 detto „ ^ l2 7 detto ., . lMW ...» 7tte>««>, ?l««p, 2I«, ,QQ, 3«>, /^Z, 3O zc. lc. Die ^os»,' enthaltl'i, ncl'st ihre» arithmetisch foicsanfl'nden Nnnnnerl, auch »och H Zahlen aus b^ ^„»»mcrn von > bis ««>, und e5 sind dahr a,,stcr mit dcr Hauptnummer, auch du,ch ».n! mic .'i".,n ei,l;i.^'n i»oft- den Haupttreffer ^„ si. 2ftO,«>tttt, «nd einen von "" Treffern pr. fi. «tt,O«tt, .5Ott», H.5tttt, « G«>O, «2Ott, ,«QO «>. s. w. gewinnen kan", Die l.'l.'se sind ii, ft ?lbls)>>il!i!i^',i, und eben so viel Farb.'n ein^etleils, nnd e^i gewahrt der 3)esil) eineö^' se^ ailö einer beliebigen Abtheilung oder F^rbe, die ini Plane naher d^eichi^t.'n gros;<>l, Vo>theile, wat/^ dnrch die Theilnahme mit N Lose»», (Eines ans jeder Abtheiln'ia.) der .Hallptireffer pr. ft. Itttt,«Zviid ein Lc>s der "VI. Abtheilung »'«' entgeltlich beigegebrn. Ein L»s tostct 4 fl. C. M. — Alles Nähn'e zeigt der Spielplan, der gratis ausgegeben wird. Ioh. Ev. Wutscher, Handelsmann in Laibach. 3. 1275. (2) Annonce. Die neu errichtete Speccrei-, Eisen- und Elsengeschmeide-Warenhandlung des Ish. 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