MllcherGMung. Nr. 231. N. il, h«i»j. 5.50. Hilr die Z«ftell»n« in» H»u« tzalbj.« tr. Mi» d« P,st,«nzl. fi. «, h«lbj. fl. ?>50. Dinstag, 3. November I«ltllion«,eb«hl: hili tlnne Inl««te bi» ^l 4 »lliln, »5 lr., ar«ß«t pi. Znle « lr.; be« »ftr» 1874. Amtlicher Theil. besetz vom 23. Oktober R874 §45 ^^ zeitliche Einstellung der Wirksamkeit des °« Gesetzes vom 29. «lprll 1873, L. G. Vl. ^Nl« «! Zustimmung bis Landtages Meines Herzog-*r»»n fiudt Ich anzuordnen wie folgt: D.,«^ Artikel l. I8?z ""«ftimmung des § 45 im Gesetze vom 29. April ^ln'ls '?, ^^ ^' 2l. »ird im ganzen Umfange Ttb^ . v«rzogthums Krain. nur ausßenommen das l,lt ^? "Ndeshauplstadt Laibach, für die Zeilperiode ilNch« in?" de« Schuljahres 1873/4 bls zum 31. De-"<4 außer Wirksamkeit gefetzt wird. Hg Artikel ll. thllldllr« ^°^ dessen ohne Deckung bleibenden '"Mat.« "" ""berhalb des Stadtgebietes Laibach oer-^ d«l« ^"saden der Schulgemeinden ist nachlriiglich ^recttl, ^"^ ^^ eine 8perz. Landesumlage auf die ^lM y^""" auszuschreiben, von »elcher nur die "'°«ch ausgeschlossen bleibt. Dltst« «. Artikel lll. ^uv° ' ^tsltz tritt mit dem Ta« seiner Kund- " " "llljamleit. W^tx.,^ Artikel IV. 7 "'kr iür ^"^l"^u°S dieses Gesetze« find Meine ""sttllgt ^ultus und Unterricht und der Finanzen GöoM "' W 23. Ottober 1874. Pr«tls ^""l Joseph m. l>. ^t>. Stremayr N. p. St. s--------------- ^l des «3^ l. Apostolische Majestilt haben über An. Achill m!/«!'^"' dl« laiseillchln Hausee und des ^ ^ htl,, ""^höchster Enlschlleßuna vom 23. Oktober ,?^> d lw?" ^ ^egationsralh eljler Kategorie Joachim ^^/"«'Vellinghausen ^ Ullerhöchst. "ltalft^ a ldentllchen Gesandten und bevollmächtigten °" »«rubt""' ^llchischen Hofe allergnädigft zu er- ^ w" >?^ sluanzminifter hat mit hohem Ctlasse v'" tl'nl./. c " 2- 4948/^.^.. an Stelle de« nach ?'l"n Geamlen der laibacher Nationalbanl- ""« der^ ^blcr zum Vertrauensmann bei der tz„b,^lesigtn Staatsvorschußlasst ernannt. "^' am 31. Oktober 1874. ^^^' k. Landeöprasldinm für Krain. Nichtamtlicher Theil. Ioumalstimmen vom Tage. Die ^N. fr. Presse" bringt einen Artikel zu» Gedenktage des Sturze« Hohen wart's. Das Vlatt ist der Meinung, daß nach der erfttgreichen dreijährigen Reconstructlonsarbeit de« Ministeriums Nuersperg gerade da« Refolmzeltalter erst zu beginnen habe und wünscht, baß das Ministerium Hand in Hand mit der Verfassungepartel rüstig voiwürl« schreite. Eine Isolle« rung des Ministeriums wüßte für dasselbe Verhängnis» voll werden. Unter Registrierung der Parlamenlsrede des Abgeordneten K rona wette r zur Begründung des Antrages auf Revision des Vereins- und Versammlung «rechtes geben die »lener Mütter ihrer Mei« nung über die Reformfrage Ausdruck. Daß die dies-fällige Gesetzgebung reformbedürftig sei, wird allseits zugegeben. Jedoch können die ,N. fr. Preffe' und die «Tages presse" in Klonawelters Olsichiepunklen nicht die Gcundlinien der Reform vorgezelchnet sehen. Namentlich würde die „N. fr. Presse" e« nicht als begehrenewellh betrachten, wenn wir, jenen Gesichtspunkten folgend, an Stelle der VehOrden den Teriorls-mus der Massen setzen. Das „N. W. Vlatt" findet, daß die fragliche Revision, wenngleich begründet, doch keineswegs etwas dringliches sei. Die »Narsdnl Ltsty" bezeichnen die Passi-oltütsp oll tiler als die gtvßten Schädiger der nationalen Interessen und fordern die allczechlschen Abgeordneten auf, mit den Iungczechen im Landtage die TtMuleit zu entwickeln, welche da« Voll wünfcht. Es werde sich dann zeigen, ob die thätige Abwehr und Vertheidigung zum VanleroUe oder zum Gedeihen und Siege der nationalen Sache fühlen werde. «Achtet den Willen des Volles," jagt »" llich da« Vlalt, „er-hebet diesen sandlag des Kilnigreichs wieder zu seiner flüheren Geltung und in Villde »ird die czechische Frage hoch über dem wiener Parlamente stehen, zu hoch, um sich unter dessen Thore niederbeugen zu können." Der „Proust!" schimpft »ieber über die frel-finnigen Iungczechen und »eint, ln keinem Lande und ln keinem Jahrhunderte habe es eine solche frei» finnige Partei gegeben, welche in Gvhmen he« vorgerufen und erzeugt worden sei durch die Feinde und Schädiger der Nation. Ueberall habe fich eine wirtlich freifinnige Partei durch ihr Auftreten und Handeln Achtung erworben. Allein unfere czechische sleisinnige Partei erweckt nur Verachtung bei den Freunden, welche erkennen, daß fie zum Schaben und zum Ruin der Nation bestehe, Verachtung bei den Feinden, weil diese erkennen, daß fie ohnmächtig und in ihrem Innern sittlich verdorben sei. Der ..Posel z Prahh" lamentiert über die politischen Reibungen im nnllonalen Lager und , die Unthätigleit und fürchtet, daß, wenn die Dinge so ^ fortgehen, die Gegner die Nation aushungern werden. Der „Dz. polsli" verwahrt sich gegen die ih» seitens polnischer Journale unterschobene Tendenz, immer für die Regierung Partei zu ergreifen, dagegen die autonomen Vehbrden, insbesondere den Lanbeeaus-schuh und den Landesschulrath zu verumglimpfen. Da« ^ Vlatt habe es ftch vielmehr zur Ausgabe gemacht, hell» same Maßregeln zu loben und schädliche zu tadeln, ohne Rücksicht darauf, ob fie von der Regierung oder den aulonowen Vehölden ausgehen. Man leine der Sache der Autonomie sehr fchlcchle Dienste, wrnn nwn Alles, was die autonomen Vlhöiden veranlassen, gut findet. Die wiener Vlätter beschäftigen fich fast durch-Wegs mit Fragen, welche der actuellen inneln Politik ferne liegen. Es wird über die Thronrede zur <ör0ss» nung des deulfchen Reichstage« und dann, fast von sämmtlichen Blättern, über da« Erpoj6 de« ungarischen Finanzminifter« gejplvchen. Inbezug auf letzteres belobt und rechtfertigt die Mehrzahl der Journale Gt,yczy's energischen Nusrassunglplan. Wenn geholfen wllden wolle, jo lilnne nur so geholfen werden und die Nolhlage erheische auheroidcntllchc Opfer, lös bleibe nur zu wünfchen, daß auch das Land fich ops«-willig «weife. Das „N. W. Tagblatt" und die „Morgen-Post" jedoch wenden fich dlrecte gegen Ohyczy'« Plan, indem fie der Anficht ftnd, daß mit der dabulch bead-ftchtlgten Aufzlhiung der Riste des Vollswohlftanbe« die künftige wirlhfchaslllche Cnlwickluug unterbunden werde. Veide »lütter fetzen wenig Hoffnung auf die finanzielle Aufrüstung Ungarns. Die ..Trieft er Zeitung" schreibt: „Still und sacht, darum aber nicht minder in würdevoller Ruhe hat der »gramer Landtag seine Btihlinblun^en geschlossen und ftch hierauf vertagt. Rcdllo) bestrebt, den lilwarlungen zu entsprechen, die man angefichts de« ernslen Gtiftee, welcher dleser Kbiperfchafl »m Ge-gttifatze zu fo manchtn lyrer flüyclcn leibenjchailllchen lifpecloialionen diesmal mnewohnle, zu elwaiten be-rechligl war. hat fte wirtlich den m fie gesetzten Hoffnungen vollkommen entsprochen und ln einer Re»he von ebenfo zellgemüben als verständig durchgeaibellelen Ge-fetzenllvürfen Zeugnis von »hier ersprießlichen Wuljam-lett abgelegt. «eilhsralh. OH. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 30. Ot'vber. Präsident Dr. Rechbauer «öffnet um ll Uhr l5. Min. die S'hung. Auf der Mlnifterbanl befinden sich: Ihre Ercellen-zen die Herren Minister: Freiherr o. «asser, Dr. Van Hans, Dr. o. Stremayr, Dr. Glaser, Dr. Feuilleton. Leibeigen. ^"alnovelle von Walburgi« Henrlchs. lIortlehnna.j ^lltl, x>^llltßtn Nadescha als Genesende unter der " ^ "°M jyres alten Freundes Gardien, der Pflege z. h". ""^ ^rer zartbesorgten Amme. U>>lrX ^ Vorwande. daß sie zu ihrer gänzlichen ftte^Nellung cines wärmeren Himmelstriche bedürfe, ^bts^ ,'^e Freunde fie nach Moskau. Hier wartete , llbtenV Nl s"ße 3«ude. Die edle Klosterfrau, ihre ^ an ?""" und Mutter, bot fich ihr zur Veglel-" 9ll,L, " "°n hier follle es noch weiter ins Innere .> Eck.Ä «^kn, bis auf «in« der südlich gele-"d'rt«n^oss" Diwltty's, um dort seine Rückkehr zu Vt Ulit' l^""ung. welche Dimltry vor seiner Ab. d?« 'Us ^"^""l"" g'psiogln, bezog sich größten-U " « s«ln^^°^"""e Vrautwahl. zu welcher er. ^ ^nftlllt.« ? ?""" versichert, wirtlich die glänzend-U.^»«° ein «!°i'.^ lUr Nadcscha sollten diese Vor-""taschun, ^^imnl« bleiben, denn er h»tte ihr ein« "" Tagereisen «am«, Nadesch« und ihre Freunde dem Ziele ihrer «eise allmällg näher und end« llch. ln der Nacht de« letzten September, traf die kleine Karawane auf dem Schlosse Prelucki an. »uf Anordnung des Intendanten nahmen die 3«««« Vefitz von den Gemächern auf Nr. 1 und 2. hl« »nrden am anderen Morgen von den Dienerinnen lHbare Kleider ausgepackt, die man von Moskau mit-gebracht, und Nadescha's Augen hingen mit Verwunderung an den leichen Gewändern, welche die Amme vor ihr ausbreitete. „Was soll mir diese Pracht. Ngavla?" sagte fie traurig. .Du wirft mir doch nicht zumulhen, daß ich mich ihrer bediene? Du sagst mir. daß wir hier weilen werden, bls Graf Dlmllty zurücklehrt. L« fchelnt ein großes Gebäude, dlefes Schloß, und viel Geräuf« habe ich in dieser Nacht gehört. Slnd wir auf des Grafen Eigenthum«?" „Ja", sagte Ngavia, „und heute mußt du eine« dieser «leider anziehen, denn es wird ein Vall statt-finden j daher wähle das schönste aus. Der Graf hat es so angeordnet und wünscht, du möchtest dich deinem künftigen Stande gemäß zeigen." «Wenn er es wünscht", sagte Nadescha. „so ist es gewlß zu einem guten Zwecke, und daher will ich mich nicht länger weigern und werde denken, es sei sür ihn." Der Morgen des ersten Oktober war auf Prelucki angebrochen. Der östliche Saal, welcher ln eirunder Form auf hllndlitlmbzwanzig Säulen ruhte, die ebensoviele Nischen bildtttn, ln welch« Dlvans für die Damm standen, war von Säule zu Säule mit Vlumengewinden geschmückt. Außerdem war über jeder Nische eme reiche Draperle von grünem Sammt mit goldenen Quasten, die ftch neben den weißen Marmorsäulen herrlich aus-nahmen. Dem Eingänge gegenüber, auf einem hohen Altane, war da» Orchester, welche« mit den ersten Tonlünftlern des Landes defeyt war. Die anstoßenden Sale und Erfrischungszimmer glichen waren Feengrolten; aber nicht« war dem seltenen Glumenfior von reizenden Frauen zu vergleichen, die heute alle mit den Hourls im Paradiese der Muselmanen wetteifern zu »ollen schienen. Die Dichterin Vulara erschien in himmelblauem Atlas; ein Turban, mit Brillanten übersäe«, fchlanu ftch durch ihre schwarzen Flechten; Hals und Arme waren ebenfalls mit Diamanten gefchmuckt. Iftborens weißen Teint kleidete der rosa Crep vor-zügllch. der, in antikem Stil mit goldenen Kornähren aufgebunden, eine Tunica bildete. Em «canz von gol-denen Aehren und Eyanen »and ftch um ihre blonden Locken. Die Gräftu Froloff erschien in hochrolhem Sammt und mit Diamanten bedeckt. Diese drei Damen stillten fchon jetzt den hbchften Triumph, denn aller Blicke hingen unverwandt an ihnen und fo oft ein Tusch von rauschenden Tiomptlen tme n«ue Erscheinung ankündigte, so lehrten doch die Vlicke all« nach befriedigter Neugier zu den ,«l Mzenden 1808 Unger. Dr. Ritter v. Chlumecky, Freih. v. Pre-tie, Oberst Horst und Dr. Ziemlall«v«ki. Dcr Präsident Dr. Rechbauer eröffnet die Gitzung um halb 12 Uhr mit der Mittheilung, daß Abg. Dipauli sein Mandat niedergelegt habe. Abg. Hecke leistet die «lngelobung. Vom wiener Landesgerichte geht dem Präsidium die Berichtigung zu, daß Abg. Schöffe! nicht wegen Vergehens, sondern wegen Uebertretung der Ehrenveleidlgung in Anklagezustand versetzt »erden soll. Abg. Is barY interpellitrt den Handelsminifter, ob er beabsichtige, die Handels« und Schissahrtsverträge «it Italien, Frankreich, Großbritannien, Velgien und den Niederlanden, welche im Jahre 1876 zu Ende gehen, «wer Revision zu unterziehen. Abgg. Hvifer, Roser und Genossen interpellieren den Unterrichtsminifter, welche Maßnahmen die Regierung zur Durchführung der confesfionellen Gesetze ergriffen habe und welche sie demnächst zu ergreifen ge» denke; ferner, wann die Durchführungsverordnungen zu diesen Gesetzen erscheinen »erden. Abg. Heilsbtrg bringt einen Antrag auf Errichtung von Thierarzei-Inftituten für dle Alpenlän« der ein. Es wird zur Tagesordnung übergangen. Das Gesetz betreffs der Gebührenfreiheit bei Ablösung der Gcldgiebigteiten und Naturalleistungen für Kirchen in Oberosterreich wird in erster Lesung dem Vubgetausschufse ^gewiesen, Abg. Dr. Kronawetler begründet in langer Rede seinen Antrag, betreffend die Rtvlfion der Gesetz« über das Vereins- und Versammlungsrecht. Er macht auf das, seiner Meinung nach, sehr willkürliche Auftre« ten der RegierungScommissüre in den Versammlungen aufmerksam, findet, 6 konnte aber das HauS nicht erfreuen, das Deficit »st noch immer groß und das beantragte Steuersystem ein verfehltes, da eS sich nur auf die directen Steuergattungen erstreckt und nicht dle Erhöhung der inbirecten Steuern anstrebt." ..Ellenör" schreibt: „Es ist wahr. nicht theore-tische Deduction«, sondern bares Geld stellt das Gleich, gewicht im Staatshaushalte her; aber es ist eben die Frage, woher das bare Geld genommen wird. Sollen neue Steuern einstießen, so müsse die Steuerfähigtelt des Landes gehoben werden, aber dafür habe die Rechte bisher gar nichts gethan. Wenn man jedoch anerkennt, daß Ghyczy nicht in der Lage war, für eine solche Hl« nanzpolltil zu sorgen, so füllt um fo schwerer der Vor-wurf auf die Deal.Partei zurück, daß sie da« Land in eine solche Lage gebracht. Parlamentarisches aus Frankreich. Der französischen Nationalversammlung soll dem« nächst vom Herrn Acloque nachfolgender Verfas. fungsentwurf vorgelegt werden: Art. 1. Bis zum 20. November 1880 besteht die Regierung Franlceichs au« zwei Kammern und einem Oberhaupte der vollstreckenden Gewalt, welche« auch ferner den Titel eine« Präsidenten der Republik führt. Art. 2. Die Nationalversammlung verbleibt im ««k bi« zu« 20. November 1880. Art. 3. Der Senat besteht au« zweihundert delM tionalversammluug entlehnten Mitgliedern. Diese L»' lehnung erfolgt in der Weise, daß für jedes Departing welches einen bis drei Abgeordnete zählt, ein MM für jede« Departement, welches vier bis sechs slbgl^ nete zählt, zwei Mitglieder, für jede« Departement, nM sieben bis zehn Abgeordnete zählt, drei Mitglieder M für die übrigen Departements fünf Mitglieder lvtgM und zwar bestimmen die Nbgeoronrteu jede« DtM mentS selbst diejenige« aus ihrer Mitte, welche das^ partement lm Senate vertreten sollen. ^ Art. 4. Die Sessionen dürfen nicht über vierM nate im Jahre in Anspruch nehmen. ^. «rt. 5. Die in beiden Kammern erlediqten M, werden nur einmal lm Jahre durch Wahlen be!««' welche für den Senat am 1. Mai und für die RE scntantenlammer am ersten Sonntage de« August l^ Jahres stattfinden. Art. 0. Der Sitz der Regierung und der bc> Kammern ist Versailles. Art. 7. Im Einvernehmen mit dem Senate lav" ^ Präsident der Republik die Reprüsentantenlammlr " lösen. st «rt, 8. Die vollstreckende Gewalt wird, wenü' erledigt ist, durch die beiden zu einem Congreß «", dem Vorsitze des Präsidenten des Senates oereM' Kammern neu besetzt. Militärisches aus Deutschland. Die «Boss. Ztg." bringt folgenden Bericht: »Diezweijährige active Dienstzeit, " Einführung militärischerjeitS vor wenig länger alSü" Decennium noch als factlsch uumögllch und mmue bar bezeichnet wurde, lann für dle grüßcre Hal>le deutschen Armee nichtsdestoweniger jetzt als cm ^, weit überholter Standpunkt erachtet werden. 2« > nemlich ein und nach anderen Mittheilungen sog»l Drittel der Mannschaften der Infanterie und del ^ Artillerie mit dem EnllassungOtcrmin in diesem V'^ nach Ablauf einer insgesammt nur ein Jahr un« ,, Monate umfassenden activen Dienstzeit in Urlaub ^ lassen worden. Derselbe Vorgang hat auch l<^ ^ vorigen Jahre stattgefunden und lft für diefe« I^<^ Einstellung der Rclruten bet den vorgenannten ^ Waffengattungen zugleich abermals um zwei ^^» später als noch im Voijahre angesltzt worden. ^^ llch wird es aber selbst nur bei dllser Verkürz«"^. actlven Dienstzelt setn Bewenden behalten loan«"''^ dern wird zunächst der Vorzug elncr bei der s'>.^ noch aufrecht erhaltenen oreljahrin/n aclwen ^H ! nahezu bereits um dle Hälfte veilmzten laclljcycN^ ^> lelstung von gegenwämg emem, respective zwei ^ ^ der Mannschaft der genannten WaftengatlUliljt"^ auf gefammten Mannfchaftsftand ocisclt>ell " ^ dehnt werden müssen. Der Unluß hilzu beding,ß durch die Einfühlung der allgeumnen We^pft'^l Frankreich und Ruhland, welcher Vorgang ooil z"^ halte, daß in Ruhland eine das dculjche Iay«s^^ ten.Eontlgent um 14,500 und in Frankreich s°»°Mll 18.500 Mann überragende Iahresrellullerung eW > zl und in Vollzug gefetzt worden ist. Um t»ese bet" F Ungletchhell auszugleichen, welche bei oen zwanzig ^< jähren des neuen französiichen WehrgesetzlS "" F legenheit der französischen Wehrtrait über die dew!"^» 370.000 Mann und bet den zwölf Jahren der"'^ Dienfteeocipfilchlung eine solche um 174.000 M"gl' willen würde, hat deuljchcrsellS nur das U1"ltel ^ lürzung der Dienstzeit angezogen werden ^11'^ glelchzettig eine um den früher entlassenen M««"' ^ lhell erhöhte Iahres.Rllrutlerung und daneben " ^ beträchtliche Nacyeinftellung von Rlliuten o^ ^e liche Mehrbelastung des Militärbudgets gestalt". .L, Nacheinstellung ist offlciell lm vorigen Iah" i".^" Mann angegeben worden, wogegen die veM«« ^F, gesetzlichen dreijährigen activen Dienstzeit «uf i» ^ sür zwei Dritl:l der Infanterie und MtlUtlic ^ ^ tische Erhöhung der Iahres.Rccrulierung elwa u»' ^ bis 40.000 Mann ermöglichen würde. Dal"° ^ weit ftch diese Zahl in Rücksicht auf «lne " g °< andere Mililürbedürfnisse beanspruch« 6r»p" ^" schränkt findet, fchlt frelllch jeder ttnhaltspulw ^» das hiebei obwaltende faclifche VtlhälMlS "^ .sM dahingestellt bleiben. Natürlich lann ader '^^l,^ wie russljcherleltS ganz in gleicher We.se v"'^l'< den und bedingt schon der Hinblick aus ewe" ^a«" weise gleichzeitigen Krieg mit diesen bel"" m' möchte. Die Verhältnisse haben sich '?" „ille"«" ze vor kaum noch einem Iahrzehut so V"t"' „.M . biet welt mächtiger, als der anscheinend l° Sle^"" bcm deutschen Reichstage ooillegende '§! 3 " ^kslhlS iiber den Landsturm lautet: l»!,l zn ^"f^bol des Landsturms erfolgt ducch kaiser- ^,?""l>nuig. in welcher zugleich dcr Umfang dls ll^ °" btftimmt wird. § 2. Nachdem das Aufgebot V,M '^ sinden auf die von demselben betroffenen s,ht,l'. "Mutigen die für die Landwehr geltenden Vor. lln'^?."'°tnbung. Insbesondere find die Aufgebotenen llnlt^ '^"strafgtsctzm und der DlSclpllnarordnung ^«tt, d,^ ^ ^' ^" Landsturm erhlilt bei Verwendung Kh^ " "t,nd milililrische, auf Schußweite erkennbare lungln f« "^ "^l> in der Regel in besonderen »bthel- ""«ltnn ' ^° ^" außerordentlichen Vebarfs vllli,^ " 'n geeigneten Führern für besondere For- ^dftuf» ' ^"" llboch auch dir Landwehr aus dem fluiy^ ?,"sllnzt wlidm. § 4. Die Auflösung des Land» sung h "'^ vom Kniser al'georbnet. Mlt der Auflö- verh^ "ltrtffcuden ForNationen hiirt da« Milllltr- ^u«j^ "r «andsturlnpftlchlissm auf. § 5. Die zur »^dti b^les O^^2 ersoiderlichln Veftimmungen "^ y,?"s". ß 0 Gegenwärtiges Ocscy lommt in Von, 2z ^> "llherer Veftimmung des VündniSverlrage« Dl'l.,?.""ber 1870 zur Anwendung." !"tgln kr ^"u Nchrlcylen über den Stand der Frage !? ^ulllltii bischen Handelsverträge haben "°Ultial ^-^t Vcfrieblgung hervorgerufen. Das ^tn die"?. i^" »tbt dem Gefühle der Dankbarkeit stgln Oeli,/ ^"ßmüchte des Continent« und speciell ^ Der ss^'Ungclrn Ausdruck. 3'lltene« '" d'Orienl- schreibt: Der Fürst von ??^»fler a!° ^^e in einem an den russischen ?'" Co.li« ?""^ Igulltiess. als Ooycn dl« diploma« ! 5>l>lllm/c! Eoastautlnopel, gerichteten Telegramme "^«b" ^'2lcit dar, dtt Hnq.öle ülier deu Eor>ftlct ^btü. H ^zza einen internallonalen Eharalter zu "ll u^ a eral ^snatleff befragte hierüber seine Eolle- ^. ll<^ "° dlm Fürstin, daß das diplomatische !°l'»t. n^^" der Oroßoezier eme schleunige Justiz zu« " 'bltlaus , "" Augenblick darauf befchrünken würde, ^ D«r l5 Angelegenheit zu verfolaen. 2? 26 v ->^1^tlner Amnestie entgegenzunehmen. > ^lgerweister-Conlerenz in Kiirnten ^«tnd?^ dle ^Klagenf. Ztg." mittheilt, unter andtlln 1 Deutende« Antrüge an: ^ltts^^witlung der Porlofreiheit für sämmtliche . 2 2?!^" und Sendungen der Gemeindeämter. 3" Gew. !^ "^tnblgleit, daß die Gendarmerie von ^^'lft d r. ""jungen in dringenden Fällen zur bleuer ^ "quiriett werden lvnne. — Einlieferung t°l. ^ "n ,"°"""« Uebersicht jener Gesetze und Ver^ " küssen. ' ""^' ft« handhaben oder beob- ^ ""ri^lV,Z°^ ber G.meindewatrilel sollen luyr«nd«n Seelsorger verpfilchtct »erden. je»m Oeburt«> und Sterbefall, sowie Trauung der Heimat«, gemeinde mitzutheilen. 5. Die mit gebundener Marschroute in die Heimat zurückkehrenden Personen sino vei beu Schubftatloncn gleich den Schüblingen zu verpflegen und die »often zu rmrlchneli. li. Die Ernchtung von Arvlilshäuieru. welcht sich selbst erhalten, ist in allen Ksvnlündeln anzustreben. 7. Die Uebertretungen der militärisch«« Meldevor-schriften, welche den Gemeinden clne ü^rmllßige Arbeit aufbürden, sollen schürser bestraft werden. 8. Der tz 273 deS büryllll^cl« Geschbuche« foll dahin abgeändert werden, daß als Verschwender auch derjenige ertlärt werden lönne, »elcher sein Vermögen auf eine unbesonnene Art durchbrmgt und dadurch der Gemeinde zur Last fallen lann< 9. Der Legalisierung«z»ana ist aufzuheben, da durch olelsälltgc Beispiele crwlesen ist, daß die VevSIle-rung vor Uebervorthtllungen nicht allein nicht geschützt, sondern sogar hiedurch bedroht ist, der Vevöllerung un-gerechlfmigte lcoften und große Zeitverluste erwachsen. 10. Der übertragene Wlllunuelms an die Gemeinden ist nicht Sache der Gemeinden, sondern füllt in die Pflicht des Staates; d,e gegenwärtigen Vezirtehaupt-mannschaften «weifen sich als ungenügend, und es sei statt deren an jedem l. l. Vezlrlsgerlchte em politischer Commissar, dem die Agenden der Oezillshauptmannschaft zu übertragen seien, aufzustellen. Neues Maß und Gewicht. In Absicht auf die Vollziehung des O.setze« vom 23. Juli 1871 über die Emsuhrung einer neuen Maß- und Gewichtsorbnung. soweit dtssen Bestimmungen oel Ange» legenheiten des Wasserrechles in Anwendung zu tommen haben, hat das Aclerbaumlnifttrium angeordnet, daß so» bald als möglich, und zwar spätestens vom 1. Jänner 1875 aligesangm, be» allen Eihebungen in W^sserltchls-fachen, auch wenn sie unter Vc,ziehung nicht landeefürst-licher technischer Organe ftalifinoen und m den hierüber zu erlassenden behördlichen Entscheidungen, wo es auf die Festsetzung eines bestimmen Größenmaße« an» zulommen hat, ausschließlich das Mltrlsche Maß zur Grundlage genommen werde. D«e politischen Landesbe« holden wurden angewiesen, da« Erforderliche in dieser Richtung ungesäumt zu veranlassen und »e»ter auch die geeignete Ve«fügung zu treffen, oawit statt der bei den bestehenden Wasserwellen und Stauanlagen derzeit angebrachten, mil den allen Maßbezelchnungen versehenen Pegel und Slaumaße solche mtt rnelnscher Einlhellung aufgestellt, oder wo die« nicht angeht, bet Velnssung der allen Normalpfähle an densllven stall der bisherigen die metrische Theilung ersichtlich glmacht w«ri>e. Die in solcher Weise vollzogenen Aenderungen soUen sowohl in den belr»fftnden Urkunden, w»e auch in den bei den Behörden gesührten Vormerkungen in Evidenz gestellt werden. Hagesneuigkeiten. — (Allerhöchste Spende.) Se. Majestät der Kaiser haben de« Plesbyl«iun der evangellschen Gemeinde in Pola als Vertrag zu« Na» ein« Küche, Schule und eine« Psarlhause« daselbst b00 fi. zn spenden geruht. — (Vei deu Hofjagden in Stciermart) wurden a« 12., 13., 14., 1b, 16., und 17. Ollobcr erlegt: 31 Hitsche. 12 Thiere, 3 Kälber, 176 «ewfen. Davon fchoß Se. Majestät der Kais er: 5 Hirsche, 1 Thier, 41 Gemsen. — (Das letzt «Offizier,-Duell), in welche« Oberlientenanl Vagy» nächst Men gelödlel wulde, war, wie da« »Pester Journal" «elbet, die Veranlassung daß ein Reservalliesehl gegen das Duell erlassen wurde. — (Veschäflsverbaud.) In ber Sitzung de« Vorstandes der wiener Frucht- und MehlbOlse wulde über «nlrag de« MUHlenbesthers Ignaz Seidl d« Vlldung eines Verbandes öfterrerchlscher Müller- und MUhleninleressenlen beschlossen und erue Gowwlffwn, welcher die Verfassung der Slatuleu und die sonstigen Vorarbeiten fur die Actt-Vierung diese« Verein« Miegen sollen, au« 30 Müllern gebildet. — (Weinbaucougreß.) I« Auftrage de« k. und l. öfterr. Ackerbauminifterin«« hat sich Herr Professor Dr. Leonhard Rösler, Leiter der l. t. chemisch-Physiologischen Versuchsfialion für Obst- und Weinbau in Klofterneuburg, zu de« am 26. Olwber eröffneten «lernaiionalen Wein-baucongreß zn Monlpellier begeben. — (Die Tabala»«ftellnng) betreffend, welche durch da« l. ungarische Ackerbauwinlfteri»« i» April l. Jahre« in Vudapest arrangiert wird, theilt da« unga-rische Amtsblatt mit, daß, da es wünschenswerlh erschien, u« die Ausstellung noch interessanter und lehrreicher zu «achen, diesmal auch die vorzüglicheren Vehandlung»«elho» den de« Tabals dew sich dasür interessierenden Public«« vorzuführen, von der Negierung die Unordnung getroffen worden, daß auf der erwähmen Ausstellung die tn Ungarn und speciell in der arader Muster'Tabolplantage in Anwendung kommenden verschiedenen ausländischen Tabak» Trocknung«, und Vehaudl»ng««ethodeu de» Public»« in Proben dargestellt werden sollen. „ («»« der Vlldezelt»ng.) Der Fremde»-verkehr de« 5«ro«te« Meran belauft sich vo« 1. A»z»st bl« 2(1. v. M., von welchem die 13. surlifte datiert, auf 9221, darumer 1878 Kurgäste »n> 7343 Touristen. — (Kuhlenlager in Kroatien.) Die vonseile der kiw. Verghauplmannfchaft zu Agra« tn den letzten Monaten vollzogenen Untersuchungen und Freisahrungen haben Kohle in den »e»eluden O. Se»ni«, Krapina, Pullover, Radoboj, Beternica, Petrovagora. Kanisza. Gota-lovec, Grana lt. freigefahren und so dus Kohlenvoilommen auf einer ^ängsnansdehnung von fast sechs deutschen Meilen, nemlrch von der steierisch«, Grenze Rohiisch bls Grana und Drenooac conftatiert. I« FrUhjare sollen weitere Frei-fahrungen stattfinden. — (gurStatiftil der Universitäten.) Die größle Frequenz weist die Univelsilät Verlin nach, die t» Sommersemefter 1874 2930 Vtudierende und 137 Docenten halle. Während sie früher eine zeillang den zweiien Rang einnah« »nd Leipzig den ersten, Hal sich nun da» Vlatt gewendet »nd es folgt ihr Leipzig »it 140 Docenten und 2800 Studierenden nach. Dann folgen d»e Univnsilälen Halle mlt 1055 Stud, und 9b Doc., Vieelau mit 1036 S'ud. »nd 107 Doc., München mit 1031 Slud. und 114 Doc., Tubingen »it 921 Stud, »nd 84 Doc., Würzburg mit 901 Eluo. «nd b8 Doc., He»belbe,g mit 364 Slnd. und 104 Doc., Vonn »u 858 Sluo. und 96 Doc., Stloßb»rg mit 667 Sl»d. und 81 Doc,, Königsberg «lt 603 Slnd. «nd 76 Doc, Vleisswalo wlt 540 Stud, und 58 Doc., Jena mlt 493 Glud. und 69 Doc., Müufter »u 451 bind. »nd 27 Doc., Gllangen »il 442 St»d. »nd bl Doc., Marburg »u 440 Stuti. und 62 Doc., Vußen »it 342 Slud. und 58 Doc, Freiburg mil 297 Stud, «nd 52 Doc., Kiel »il 210 Stub, und 62 Doc. und Noftvck mit 132 Stud, »nd 38 Doc. Bei der IusammenfteUung sind auch l>« mcht rmmalricnlierlen Zuhörer «itgtzkhll. D« deuljchen, außei-halb des deutschen Neichts befiaollchen Uuioe»sielen wcrjen folgende Fr«quenz nach: Basel 162 Slud. »u 61 Doc., !Vern 332 Sm0. und 63 Doc., Zlllich 331 S»ud. und 7b Doc.. Dorpal 766 Slud. Ml» 67 Doc., Giaz 932 !Sl»d. mit 68 Doc., Innsbruck 61b Slud. mit 52 Doc., Wien 3615 Vlud. mit 227 Docenten. — (Gf-Marschall Vazatne) ist in London angtlo»»en »nd hat am 26. v. M. in Begleitung eine« Verwandten einen Ausflug nach Richmond gewacht. — («eise »« die Lide.) Die italienische Dampf-fregatle ^Garibaldl", welche a» 22. v. M. ovn erner Fuhrt «» die Orde i« Hafen von Spezia eintraf, war bemühe zwei Jahre unleiwegs. Sie velluß Neapel am 16. November 1872 und nah« den Weg nach Australien und Oftasien bulch die Snaße von Gibraltar über 3lw be Iu-nellv und u« das Gap der gulen Hoffnung, besuchte Mel< bourne »ud Hobarttown in Auftrallen, dann die Fidschi» Insen, Iolohama, Honolulu, San Fl«mc»«co »uo eine Relhe von Häfen auf der Westküste Amerilas, dann »vueuos-lllyres und Monlcvideo auf der atlantischen Kllfte und zuletzt noch da« marottanische Tanger a« Vmgang »n oie S«raße von Olbiallar. Die Reise halle 708 Tage gedauert, »voon 465 läge »nler Segel, dle übrigen »n den verschiedenen Hilfen zugebracht wurden. Du zurückgelegte Strecke betrügt 55.875 Seemeilen- davon wurdcn 53,195 »il Segeln, die udugen mil Dampf zurückgelegl. Der Ge- , s»ntheil»zuftand an Bord »ar wählend der langen 3le»fe ein oußllordenlllch gulcr; die Fregalle verlor nur zwei Mann, die durch Slurz aus de« Talelwerl verunglück»en. Das llommando führ« der Llnienschlffscapnän Andre» del Santo, unter ih» diente als i.'inienschlffs.Unlellieulenaul dcr Neffe de» Königs, Herzog von Venua. Locales. — (Unterlrainer Bahn.) Sichere« Vernehmen nach werben Se. Mojeftüt der Kaif er am 5. 0. die Landesdepulation au« Krain, bestehend aus de» kan-deshauplmanne Dr. stiller v. Kaltenegger, den in W»en anwesenden Neichsrathsabzeorouelen aus Kraln, dem BUl< germeister vo» sludolfswertt) »nd anderen Gemeinoevoiftanben z in Audienz zn empfangen nnd die Wiinsche des Bandes ^ Krain wbetress der unlerlrainer Tlsenbahnprojecle entgegenzunehmen geruhen. — (Die Handel«, nnd Vewerbelammer für Kraiu) hall heute abend« u» 5 Uhr eine außerordentliche Sitzung ab. An der Tagesordnung steht unter anderen Gegenständen da« Project der »nlerlrainer Eisenbahn al« Nolhftandsbllute. — (K.l. iiandwirthfchaflsgesellschafl für Krain.) Der Eentralansschuß beschloß in seiner aw 1. d. abgehaltenen Sitzung, eine Partie Hornvieh »ölllhaler Rasse in Kraiuburg und 12 bis 14 SlUck guchlvieh gegen Mitte November l. I. in Vurlselb zu veräußern. Mit de« ! Anlaufe de« letzteren wurde da« »usschußwitglied Herr Seunig betraut. — Da« hohe l. l. Aclelbau«inifter,u« wird erfuchl, im Reichsrathe einen Gefehenlwurf bezügllch der Reblaus einzubringen. — Das genauute Minifteria» gibt bekannt, daß für jetzt ein Stipendium für Frequen, lauten aus Kraiu an der Forftalademie in Mariabrunn nicht gewährt werden lönne. — Der kentralausschuh nah« die gelegte Rechnung Über die Verwendung der Bienenzucht. Subvention pro 1873 zur genehmigenden Kenntnis — Der Filialvvlftand Mess« in Wocheiner. Wftri» «Wtet le»b« l. I. abzuhaltenden Wandervorttäge w den Vezi«. 1810 kn der Käsereigeuossenschaftm zu Woche lner-Feistrlz, Würzen, im steinn «lpengebiete, am Karste und in Illyrisch. Feiftrlz. — Die nächste Generalversammlung wird für Mai l. I. bestimmt. — Ter 25jährige Veftand der hiesigen Hufbeschlagsünftalt wird feierlich begangen und zu diesem Zwecke eine entsprechende Renovierung de« Anstaltsgebäudes vorgenommen werden. — Als GeselljchaflSmitglieder werden ^ aufgenommen die hochwürdlgen H:rren Probst Dr. Anton! Iarc und Kaplan Franz Iarc. — (Allerseelentag.) Gestern fand in der Kapelle zu St. Chriftof zum Andenken an alle im dortigen Friedhrfe Ruhenden ein Gottesdienst statt, dem viele Andächtige beiwohnten. Die Gräber glänzten im Vlumen» und Lichterschmucke. — Derlittaier Schützenverein ließ auf das Grab des verstorbenen Landespra'siden-te>», Grafen Alexander Auersperg, eimn prächtigen Kranz legen. Das Band trägt in Sllberschrifl die Widmung: „Der lillaier Schießftand seine« unvlrgeßlichen Vorstände." — (Filr Vea»tenlreise.) »uf Antrag des «ctionscomils's hat der Verwaltungerath de« Neamten-vereins in seiner letzten Sitzung den einstimmigen Beschluß gesaßt, an die hohe Staatsregicrung namens des Vereins eine Petition zu richten, worin dermalen schon um Vesei« tigung der geheimen Qualificatlons-Tabellen und zeilgemäße Regelung der Dienstesbeschreibnng der Staatsbeamten gebeten wird. Die vorgelegte Petition wurde gleichfalls ein« stimmig angeuomlitn und wird dieselbe in den nächsten Tagen Sr. Durchlaucht dem Herrn Ministerpräsidenten FUrfien Auersperg überreicht »erben. — (FleischtarifproNovember.) Das Pfund Rindfleisch bester Qualität von Mastochsen lostet 30 lr., mittlere Sorte 26 kr., geringste Sorte 22 lr.; von Kühen und Zugochsen losten die drei Sorten Fleisch 27, 23 und resp. 19 lr. — (Thierschutzverein.) Die lraiuer Filiale de« grazer Thierschuyvereines hält am Sonntag den 8. November d. I. um 2 Uhr nachmltltags im hiesigen Rath-haussaale ihre erste allgemeine Versammlung. Äu der Ta« gesordnung steht die Berathung der Filial-Vereinsstatulen. Es wird erwartet, daß sämmtliche Fllialverelnsmitglieder fich einfinden werden. Weitere Beitrittserklärungen übernimmt der Filialsvorftand, die Buchhandlung v. Klein« «ayr öc Vamberg und das Annoncenbureau (Fürftenhos Nr. 206). — (Unglücks fall.) Am 21. v. M. abends stürzte der 32jäl,rige Grundbesitzer Manin Smul aus Bescta, Gemeinde Oberlaibach, Bezirk Umgebung Laibach, zwischen Stembüchel und Blatnabrezorca vom Pferde, lag in der Nacht vom 21. auf den 22. v. M. hilflos auf der Straße und starb am 26. d. M. infolge erlittener schwerer Verletzungen. — (Nlpenverein.) In der am 30. v. M. in Trieft statlgesunbenen Versammlung des deutschen und österreichischen Alpenvereines, SccNon Küstenland, erstattete Kcirl Frelherr v. Czoernig Bericht Uder eine Excursion nach Innerlrain und de« görzer Oberlande. Zunächst be« jprach der Vortragende du geologischen, technischen und ftanftischen Verhältnisse des ^ärarischen Quecksilberbergbanes in Idria und legte «ine Anzahl von Proben, der dieses Metall enthaltenden Erze, newllch Silberschiefer und Zin-nobererze vor. Sodann wurden die Geschichte und die Elhno-graphie der merkwürdigen deutschen Sprachinsel von Deulschrulh (im Küftenlande, Bezirl Tolmain) dargestellt. L« ist die« eine Nnsiedlung deutscher Coloniften aus dem Pnfterlhale, welche von Vetlhold von Andechs, Patriarch von Aquileja, im Jahre 1218 in jene Voralpen, thül« angesiedelt wnrdeu, die von dem Felswall, der den Nochewersee auf seiner Mitlagsseile begrenzt, gegen Süden ziehen, heutzutage sprechen dort nur «ehr die alle« reu Bauern ihre teutsche Sprache, die Jugend ist schon gänzlich slovenistert. D»e vo» Vortragenden mitgetheilten Proben des demschrulher Dialecles ergeben, daß dasselbe sowohl Worte als Formen bewahrt, die anderswo mit hun< derlen von Jahren aus de» Deutschen entschwanden; auch enthält der Dialect verschiedene slovenlsche Wörter, welchen jedoch deutsche Gncsilben angehängt sind. Der äußerst inleltssanle Uortrag wurde von den Anwesenden mit reich- liche« verdienten Veifalle aufgenommen; dlc Versammlung bestand aus «ehr als vierzig Mitgliedern und war auch der FML. Herzog V. Württemberg und Herr Hofralh von Tomasini zugegen. Schließlich schilderte Freiherr v. Czoernig nach Bericht der ..Tr. Ztg." die Besteigung des Ma-tajur (5196 ) an der öfterreichisch.italimischen Grenze und die besonders hinsichllich der jütischen und friaulischen Alpen sehr instructive Rundschau, welche diese ohne Beschwerde zu ersteigende Bergspitze bietet. — (Für Ungehörige der Feuerwehr.) Die Direction des Mineralbades zu Krapina-Töplitz will, wie der „Gr. Tagespost" aus Rohilsch geschrieben wird, eine freiwillige Feuerwehr errichten nach dem Syfte« der fteiermärlischen Feuerwehren und stellte au das Commando in Rohilsch das Ansuchen, dort eine Uebung mit der bereits angekauften Saugspritze und den Leitern vorzunehmen. I» diesem Zwecke rückte am 27. v. M. eine Abtheilung der ro, hitscher Feuerwehr unter dem Commando der beiden Haupt-lente Hrn. Vadl und Herrn holzinger nach Krapina-Töplitz a>), woseldft sie lie fr^ndlicyfte Aufnahme saaoeu und den Mitgliedern die praktische Anwendung der Geräthe vorführten. Durch die Creierung dieses Vereines verdient die Badedirection alle Anerkennung, nachdem bekanntlich viele größere Ortschaften Kroatiens dieses bewährte Institut ent» behren. — (Unrechtes Maß.) Die ftadtifche Sicherhelts-wache in Klagenfurt hat nach Bericht der „Klagenfurler Ztg." sämmtlichen Kralueiinnen, welche amObftplatze Kastanien verkauften, die hölzernen Maße conftsciert, »eil die Käufer dadurch bedeutend übervorlheilt wurden. — (Ueber da« Project der Predilbahn) läßt fich das „Iremdenblall" vernehmen, wie folgt: „Vor Beginn der gegenwärtigen Session des Abgeordnetenhauses war mehrfach davon die Rede, daß der Handelsminifter dahin wirken wolle, daß der die Herstellung der Predil« bahn betreffende Gesetzentwurf von dem Reichsralhe in Verhandlung genommen werde. Diese Schritte werden wohl schon deshalb unterbleiben, weil belannllich seit der Einbringung jener Vorlage ein neues haus zusammen-getrrten ist und daher geschäftsordnungsmäßlg ein neuer Oesetzenlwurf «ingedracht werden müßte. Uebrigens hat auch das neuerliche Studium der flüher festgestellten Trace ein Ergebnis geliefert, welches die Vornahme bedeutender Aenderungen an dieser Trace nöthig «acht. Vor Abschluß dieser Arbeiten kann aber von einer neuen Vorlage selbst-verständlich nicht die Rede sein." — (Hinsichtlich leerer Wohnungen) bringen wiener Blätter folgende Mittheilung: „Das Finanzministerium hat aus Anlaß der Wahrnehmung, daß sowohl »nbetllff der Constatierung der Leerftehung von Wohnungen oder fonftlgen Hausbeftandlheilen, als auch der Bewilligung und Conttolierung der d»esMlgen Steuerabschreibungen ein ungleichförmiger Vorgang beobachtet wird, eine Reihe von Bestimmungen wegen eine« beschleunigteren Verfahrens bei Bewilligung der Abschreibungen an der Hauszinsfteuer be» leerstehenden Wohnungen und w:gcn der dabei zu übenden Conlrole erlassen. Dlefe Bestimmungen treten vom Jahre 1875 an in Wirksamkeit." — (Die slovenische Bühne)brachte am Sonnlag, den 1. d. Raupachs „Müller und sein Kind" zur Aufführung. Parterre und Gallerie waren ausverkauft, ein großer Theil der Logen leer. Der Herr Landesregierungs-leiler l. l. Hofralh Rttler v. Widm ann wohnte einigen Acten der Voi ftellung. bei. Fräulein Podlrajsel excel« lierte als „Marie" und mit ihr auch die Herren Schu st er» schiz (Reinholo) und Schmidt (Conrad). Die Erlen-nung»sz:ne am Friedhof wurde iffecllo« abgespielt. Das Pu» blicn» war sehr beifallslufttg. — (theater.) Friedrich Hebbel's ,Mana Magda-lena" fordert vo« Zuschauer beziehungsweise Zuhörer starte Nerven. Dieses dramalische — aus einer Ze,t, wo selbst der geringste Makel an den Mitgliedern «luer Bürger, samilie nicht geduldet wurde, gegriffene — Bild führt uns vier Todesfälle vor und stellt Überole« hinter den Coulissen zwei weitere, jene des Tischlers Anton und seines Sohnes, in Aussicht. Unsere deutsche Bühne entledigte sich der schwierigen Aufgabe in höchst befriedigender Wetse. Herrn <6r- fnrth'lernlen wir gestern auch als Meister l« 5llel" Rollen kennen; fein „Meister Anton" war eine durchgeh"" gediegene, vorzügliche Leistung, durchdrungen von e' glänzte als „Klara"; jedes Wort, jede Bewegung w« < Zeugnis vollkommener Auffassung ihrer verzwliselten ", stück. Das Küuftlerpaar Grfurtl, registrierte unzM Veifallsbezeugungen und Hervorrufe. Die Herren it"«', (Leonhard), Hegel (Secretär) und Frau Älu««»" (Frau de« Tlfchlers) führten ihre Rollen eminent lM Fllr den gestrigen Mechelentag konnte eine entsprecht SlUckwahl wohl nicht getroffen werden. Neueste Post. bonlong, 31. Oltober. Die letzten Nachll^ aus Pecking und Ict»l»o lennzeichncn die Situat'o^ friedlich; man glaubt allgemein, daß der Krieg ^ dcn »erden wlrd. Die japanesische Regierung ze^ « daß fte die in Japan residierenden Chinesen l« °^ des Krieges nicht bchtlligen »erde. l Telegraphischer Wechselcurs vom 2. November ^ Papier,Reute 70'3li. — VtIbtr»Uente 74 -. „«^ «ötaa^.Unleheu 108 90. — Vaul-Ulllen «87. — tre^H, 23« 50. — London 109-85. — HUber 104'—. — «. l.VM' cnten. — Nuvol«cn«d'ol 684. Kandel und GolkswirthschastlO «UochenauSweis der Nationalbank. (N°^ der Statuten, dann auf Vrnnd dee Vesehe« vom 25. Aus" ^ und der tals. Verordnung v. 13. Mal 1873.) Beründeru»«"!^, Wochcnauswelse vom 21. Oltober 1V74: Banluoteu - U°> ^ 305.V33M0 ft. Olr ° - Metall zahlbare Wechsel 4.44«,144 st. 4« lr. Slants»"««.^ > der Vant gehören: ««!^.?W st. Hocomple: 136.^'",^ 0!i 5 lr. Darlehen 35.343,700 Gulden. 7 0 lr.; ft. ^'' / elngelüstc uud bürseumatzlg augetaufle Psauobnel: » ^ '/ ^ 3.632,26« si. 66 tr. Zu,ammen 3'' /ö»" Schlüsse dt« Monats bar zu veglelchendc Forderung ^ M<' au« der commissiouSlueiseu Vcsorgung dcs Hypolhrlar-" «eschäftes (§ 62 der Staluleu) 3.?7i>,261 ft. 46 5 lr^^^ Angekommene Fremde. ^ Am 2. November. «^ > »»»«« »»«»«»« HV»«n. Eisenberg, Priv., Galizie«'"^ Spil) und Petcrla, Reisende, W»en. — Voll, ^' itrzejadto, Ingenieur, «rltun. ^^, U«»«« «^««»^«»». Schuscha, Wien. — Misino, ^ ^ Prcschern, Notar mit wemalin, Viadmannsdolf. ^ iiausm., «aniz«. — Krau itottiüg, Oderla>vuch. ^«iü ,. U»»«K «5««»««,». Bohutinsly, Gülerlicrw., Saven^jl«" MUnz, Ingenieur, i!ittai. — «audel, ötfm., W»"'- mann, (lattaro. »»««,«-«»««»»«- «vl. Sor. l. k. Bezirlsarzt, Ste'^ Zü" «^»»»«^ v«« «O««»»««'«'««««,. BuroS, Oraz. ^ Madmanuödorf. Kßssl" F»««»>-«?«. «lementik, «eis., Vraz. v. Gugl, M', — Ccrmel, Grundbesitzer, Oudaine. Theater. ^ Heute: Schwere Zeilen, Origmal-Lustspiel '» ^ von Julius vlo>en. Meleoi«l«gische «u>b»chtungen in^^ , 6 U. Mg. 743« -j. 4.1 Ö. schwach «Ae o.<"> 2 2 „ N. 743,5« -I- 5.? W. schwach "ü" lw„Nb 743?. 4-5.0 wmdftlU "" .gllltl^ Anhaltend trllbe. kellt Sonnenblicl. Das Tage Wärme -^4 9", um 21' unter dem Normale. ___-^^ Verantwortlicher Redacteur: Otlomar^"^.. . ,e«' ^nrss^^it^t ?!^?' ^.-^^" , ?" "^°"^' >°^°"sk "" Hc»'dclswelt lein erheblicher Unfall gemeldet wurde und selbst au der Vörse nur unbedeutende Insolvenzen ^tl A 8 — Actieu von Nsnten. ««.«.. Geld Ware «H« °"..... 154 25 154 H0 V°dml«dwmftM.....'^c. i?«" /r^.»»^«««»»,» ' ' H" ^ 1i« — Geld Ware Kreditanstalt, nngar. . . .32« »5 226 75 Depofitenbanl......130— 132 — Vecompteanftatt......91!» — 920 — Frnu«,V«»t ...... 63— 6325 ^«indelsbllnl.......73 - 7» ba ««tlonalbaul......975 — 977 — Oesterr. «llg. V»ul .... ^»- - — Olfterr. Vaulgelelllch«« . . . 1V5 — 187 — UMonb«»« ....... 12550 12575 »ereiu«i«ll ....... lk - 1625 «««khr«b«ll.......ics 107-. Aetieu «,u Transport«Unterneh, mungeu. Geld Ware «ftlb'Vnhu.......137-- l3U^ ss»rl.3nb»il'Vuhn. . . , ' 239 - 239 50 V«nan«D»tnpflchiff.«»elllllch»ft 465— 46? — «ltf»belb.«e?b»hu. ... . 18975 190-«lll«ieth.V»hn «b«chn . . ... .303—394" bn«d«hn........i4l)._ i4l)5f) Thelß.Li«lhu.......1«s50 187 50 UnL»nsche ».'»rdostlatz» . . . 112 118 -Ungarischl. Ostbahn .... 54 50 55 — tr«l«u>«y.Gts«llfch.. ... 140-141- »augesellschaften. »ll«. «fierr. »außllellschaft . . 45-75 46 -««er Vmgelellschnft. . . . bb7b 56 — Pfandbriefe. »ll,nn. «fttrr. «b«dtn««oit . . 3550 96 50 dt«. w 98 I«hr» 87— 87f>0 ««««n«lb«ll «.».... S265 9385 U«,. V,b»er«dit . . , . . 86 70 87 Prioritäten. Llisabeth.-V. 1. Em.....-— 94— Ferd.-Nordb. S......104 - - 104 50 ßranz-Ioseph-V......s«5U 100- Äal. itarl-rudwig-V., 1. L«. . »»'— " ^ Oefterr. Nordweft-V.....98- S3l>0 bllbenbürger . , . -- 80 — G(««v»l,n.....1SSS0MW Stlobahn k »*/..... 34b0j^ Gtldbllhn. V«2» . - - - ' 67sö ° Unz. Ofib«hn . . . - ' «rtdtt»«. ...».»'' i^?b ^ knb«lf«.L...... ' Wechsel- ^sl5 «»,,bm«......- .' Sl'^tz »r«mlftrn......' bzb^ FZ ««»d»»......' 4ö"