E/ »-» «^ ^ °. ^ ^^(I^^3!^F^^^^^z^^^x,^^ JA. ^Z^^M^-2I^2.°vZ^<^^.^l^^ Mein Wunsch. (Aus dcm Polnischen des A. Zbylitowsli.) ^T^icht auf Häuser geht mein Sinne», Noch Gelehrtheit zu gewinnen. Nicht auf Güter, rings umschirmte. Noch auf Schlösser, hochgethürmte, Nicht auf Rosse, goldgeschirrte, Noch, was sonst den Wunsch verwirrte; Eins nur läßt sich nicht vererben, Dieses möcht' ich mir erwerben: Schön zu sterben. E. Freiherr v. Feuch terSleben. Vaterländisches. Geidenzucht inKrain. (Beschluß.) Außer dem Maulbccr-Baume gibt es auch eine Maulbeer-Staude, die sogenannte Philippi« Nische oder Miliicaulis, deren Blätter die Seiden» raupen genießen. Diese Staude läßt sich sehr leicht durch Stupfer vermehren, wenn nämlich letztjährige Triebe auf drei Augen zugeschnitten, wovon das untere gerade ober dcm Schnitte ruhen muß, bis auf das obere Auge vorsichtig in klare Erde gesteckt werden. Derlei Stecklinge, das f^cnde Jahr IV2 — 2 Schul) weit aus einander geatzt, liefern schon das zweite Jahr nach dem Vebersetzen namhaft Laub, besonders, wenn ihr Standort gegen den Nord- und Nordostwind geschützt ist, daß die letzt-jährigen Schüsse während des Winters, wie bei mir, nur wenig oder gar nicht erfrieren. Im Jahre 1840 genoß ich das Vergnügen, bei Görz ein Feld von beiläufig 7 Merling Anbau durchgehends mit IV2 Schuh von einander stehen.-den Multicaulis bepflanzt zu sehen, wovon nur jede zweite Neihe, spannhoch über der Erde beschniitcn, Futter für 800 — 1000 Psund Cocons geliefert hat. Der unbefchnittene Theil war für dieses Jahr 4841 zur Benützung bestimmt. Diese Staude liebt vorzugsweise den Sand, boden und den Thonmergel mit einiger Düngung. Man hüte sich icdoch, mittelst frischen Düngers Mäuse in derlei Anlagen zu locken, welche die ärgsten Feinde aller Maulbeergattungen, vorzüglich aber der Multicaulis sind, indem sie die Wurzelrinde, und sämmtliche feine Wurzeln glattweg abnagen. Die Kosten der Maulbeerpfianzungen sind, wie gezeigt, unbedeutend, gleich denen bei Pflanzungen anderer Bäume, mithin gar nicht abschreckend. Unter den Maulbeerbäumen, wenn sie auf Acckern stehen, können Erdäpfel und andere Knollengewächse angebaut werden; auf Wiesen wachst das Gras darunter eben so üppig wie anderwärts, und dennoch kann aus dem Laube dieser Art Bäume durch Seidenzucht ein Ertrag gewonnen werden, welcher den jeder andern Baumgattung bei weitem übersteigt. Ein gesunder, schuhdicker Maulbeerbaum liefert Futter für wenigstens 2000 Seidenraupen, welche 6 -- 8 Psund Cocons geben, und il 40 kr. gerechnet, jährlich gewisse 4 si. — 5 fl. 20 kr., und selbst wenn man die Hälfte davon für die ange» wendete Mühe abzieht, nnch immer 2 fi. —- 2 fi' 50 kr. als rciner Ertrag des Baumes liefern, dessen sich wohl kein anderer Baum rühmen kann. Für den Unterricht über Scidenzucht ist gleichfalls gesorgt worden. Das kleine Werkchcn: »Unterricht über die Behandlung der Seidenwürmer und des Maulbeerbaumes, Grätz 1828,« ins Krai-nische übersetzt unter dcm Titel: Xraiki pocluk lvi-Inpi-Mo nii 8l,i'6u6 sst)l6iU26 in INUI-V6 rsckli, v' I^u^aui 1840," enthält ausführlich sowohl die Be-bandlung der Seidenraupen, als auch der Maul-becrbäume. — 34 — ' Die krainische Uebersctzung ist im Bureau der k. k. krainischen LandwirthschaftsgescUschast zu Lai-bach, das Exemplar zu 6 kr., zu haben. Mit diesem schatzbaren Werkchen in der Hand kann Jedermann Mnllbeerdäume und Seidenraupen ziehen, ohne dieß Geschäft vorläufig praclisch gelernt zu haben. Auch der Absatz und respective die Verwerthung der Seidenfechsung ist gesichert. Wer seine Cocons gleich nach der Lese im lebenden Zustande zu uer-werthen wünscht, bekommt von mir für jedes Pfund unverdorbener, gehörig ausgebildeter Cocons 40 kr. C. M. Getödtete unverdorbene zahle ich 1 fl. pr. Pfund. Wer seine Seidenfechsung abziehen lassen will, kann solches bei mir gegen Bezahlung von 4 kr. pr. Loth reiner Seide bewerkstelligen lassen. Anmerkung. Unter den im verflossenen Jahre zu diesem Ende eingelieferten Cocons sind einige Parthien, theils wegen zu späten Tödtens, theils wegen Aufbewahrung an feuchten Or-ten und in Haufen, zum Abziehen ganz un-fähig gewesen. Seidenzüchcer mögen dieses beherzigen um sich vor Schaden zu verwahren. Der Straßenräuber. In einer Aldea in der Umgegend von Adujar feierte man eine Hochzeit. Die Neuvermählten hatten bereits die Glückwünsche ihrer Freunde empsan^ gen, und man wollte sich eben unter einem großen Feigenbaum vor der Hausthür zu Tische setzen; Jedermann war in der besten Laune von der Welt, sich einmal einen recht fröhlichen Tag zu machen, und der Duft von Jasmin und Orangcnblüthen mischte sich lieblich mit dem gehaltvollern Wohlgeruch, der aus einigen Schüsseln dampfte, unter denen der Visch sich bog; da erscheint plötzlich aus einem auf Pistolenschlißwcite vom Hause entfernten Wäldchen ein Mann zu Pferde. Der Unbekannte sprang gewandt aus dem Sattel, grüßte die Gäste mit der Hand, und führte sein Pferd in den Stall. Man hatte Niemanden mehr erwäget, aber in Spanien ist Jeder, der zu einem Feste kommt, ein willkommener Gast; übrigens schien der Fremde, seiner Kleidung nach zu urtheilen, ein Mann von Bedeutung- Der Bräutigam stand sogleich auf, um ihn einzuladen. Während man sich leise fragte, wer wohl der fremde Caballeros sey, wurde dcr Notar von Adujar, der der Hochzeit beiwohnte, bleich wie der Tod. Er versuchte von seinem Stuhle aufzustehen, auf dem er neben der Braut saß, allein seine Knie schlotterten dermaßen, daß er auf keinem Beine ste-hen k»nn:e. Einer der Hochzeitgäste, der schon lange im Rufe stand, sich mit Schleichhandel abzugeben, näherte sich der Neuvermählten und flüsterte ihr zu . ,,Es ist Jose Maria. Ich müßte mich sehr täuschen, oder er ist gekommen, irgend ein Unheil an» zurichten. Gewiß gilt es den Notar. — Doch was ist zu thun. Ihm zu entwischen ist unmöglich, er würde ihn schnell einholen. — Den N.i'uber festnehmen? Sicher steckt seine Bande in der Nähe, übn-gens trägt er selbst Pistolen im Gürtel und der Dolch kömmt nicht von seiner Seite. «Aber, Herr Notar, was haben Sie denn gethan?« — »Ach nichts, platterdings nichts.« — Einer der Gäste gab zu verstehen, der Notar habe vor einigen Monaten gesagt, wenn Jose Maria bei ihm einsprechen wolle, er ihm ein Stück Arsenik in den Wein werfen würde. Noch rieth man hin und her und vergaß die Speisen, als der Unbekannte an der Seite des Bräutigams unter den Gästen erschien. Es war kein Zweifel mehr, es war Jose Maria, der im Vorübergehen einen Tigerblick auf den Notar schoß, der d.'.von, wie von einem Fieberschauer gerüttelt wurde, dann grüßte er anmuthig die Braut, und bat sie um die Eilnibniß, auf i> rer Hochzeit tanzen zu dürfen. Sie hütete sich na-türlich wohl, es ihm abzuschlagen, oder nur das Gesicht zu verziehen; da nahm Jose Maria ohne Umstände Platz an der Seite der Braut, zwischen ihr und dem Notar, der jeden Augenblick einer Ohnmacht nahe war — und war voll zarter Aufmerksamkeit gegen seine Nachbarinn. Als die Mahlzeit zu Ende ging, füllte die junge Frau ein Glas mit Montilla, berührte es mit ihren Lippen und reichte es dann dem gefürchteten Gaste; eine Ehre, die man nur Personen erweist, die man besonders hochachtet. Jose Maria nahm das Glas, dankte und erklärte, die junge Frau möge ihn für chren ergebensten Diener halten, der mit Freude alle ihre Befehle vollziehen werde. Nun näherte sie ihren Mund dem Ohre des furchtbaren Nachbars, und sagte mlt schüchterner Stimme: «Erzeigt mir einm einzigen Gefallen." — «Tausende," rief Jose Maria. __ »Vergesset, ich beschwöre Euch, die Absich:,. die Euch hiehergefüyrt; versprecht mir zu Liebe, Eu? crn Feinden zu verzeihen, und meine Hochzeit nicht — 35 — zu stören.« __ «Notar,« sagte Jose Maria, indem er sich zu dem Manne des Gesetzes wandte, der am ganzen Lcibe zitterte, „danke der Sennora! ohne ihre Bitten würde ich dich getödtet haben, bevor Du noch den Hochzeitsschmaus verdaut hättest. Fürchte nichts mehr, ich werde dir kein Leides thun.« Dann stillte er ein Glas mit Wein und fügte lächelnd hinzu: »Wohlan, Herr Notar, auf meine Gesundheit! der Wein ist gut und nicht vergiftet." Der Notar glaubte einige hundert Nadeln zu verschlucken. „Frisch auf, Kinder," rief hierauf der Räuber lustig'. „Es lebe die Braut!« Dann sprang er auf, holte eine Guitarre und sang ein Liedchen zu Ehren der jungen Frau. Kurz den Tisch über und nachher beim Tanze, zeigte sich Jose Maria so liebenswürdig, daß den Frauen beinahe Thränen in die Augen traten, wenn sie daran dachten, daß ein so schmucker Junge seine Tage am Galgen beschließen würde. Er tanzte, fang, und war Alles in Allem. Gegen Mitternacht näherte sich ein kleines, in Lum» pen gehülltes Mädchen dem Räuber und flüsterte ihm einige Worte zu. Jose Maria sprang auf, eilte nach dem Stalle und kam vald darauf mit seinem guten Pferde am Zügel zurück. Dann näher' te er sich der lungen Frau, und sagte: ^ vw«, Kind memer Seele! nie werde ich die Augenblicke vergessen, die ich bei Euch zubrachte; es sind die glücklichsten, die ich seit vielen Jahren verlebte. Erzeugt mir die Güte, diese Kleinigkeit von einem armen Teufel anzunehmen, der Euch gerne eine Goldmiene bieten möchte.« — Mlt diesen Worten überreichte er ihr einen schönen Ring. — «Jose Maria," entgegnete der Neuvermählte, «so lange ein Brot in diesem Hause sich findet, wird die Häl> te davon Euch gehören." — Der Räuber schüttelte allen Gästen die Hände, selbst dem Notar; umarmte alle Frauen, schwang sich dann in den Sattel und ritt den Bergen zu. — Dann erst athmete der Notar wieder frei. Eine halbe Stunde später kam eine Streif.-wache an — Niemand aber hatte etwas von dem Menschen gesehen, den sie suchte. Feuilleton. (Disputation über das Wesen dcS Weibes.) Komm, liebe Lcscrin, ich will Dir zeigen, wie hoch die heilige Schrift Dein Geschlecht hält, mdesi nur der oberflächliche, wenn gleich gebildete 5eidc es mißachtct. Da war um 500 vor Christo ein griechischer Dichter, Simonides mit Namen, ein Heide, der läßt nichts Gutes am Weibe, und findet der Lästerung kein Ende^ aber jede Schmähung, die cr vorbringt, schlägt die heil. Schrift mit siegreichen Worten zurück. Der Heide mag freilich nur böse und verkehrte Weiber kennen gelernt haben, und in gereizter Laune dem ganzen Geschlecht zuschreiben, was nur von einem Theile gilt, wie denn die heil. Schrift der schlimmen Weiber auch nicht in Ehren gedenkt. U Es lautet aber lustig, wie ihn Moses, Salomo und Sirach so gründlich widerlegen , just so, als ob sie den Heiden vor sich stehen hätten, oder der Heide sie, — da doch beide Theile in Zeit und Raum weit von einander lebten, und nichts von einander wußten. Gib Acht! hier ist das Wechselgespräch, zu welchem ich jedoch das Wesentliche, nämlich die Zusammenstellung dcr Aus-sprüche, in einem alten Buche vorgefunden habe. Simonides fängt an, und spricht: Das Weib ist ein Schiffbruch des Mannes. — Dem widerspricht Salomo, und sagt: Ein tugcndsam Wcib ist wie ein Kaufmanns-Schiff, das seine Nahrung von ferne bringt. ^. Und wieder S i m on id e s: Das Wcib ist cin Ungewitter im Hause, eine Vcrstörung der Ruhe. — Dawider nimmt Sirach das Wort, und sagt: Ein häusliches Weib ist ihrem Manne eine Freude, und macht ihm ein ruhigeS Leben. — Darauf Simonides: Sie ist eine tägliche Strafe. — Da fällt Salomo ein, und spricht: Sie thut ihm nur Liebes und kein Leid scin Lebelang. __ Nun wird Simonidcs derb, und ruft: Sie ist cinc gesellige Bestie. ___ Ernst weiset ihn da Moses zu. recht, und sagt: Sie ist cin Bild Gottes und cinc Gehilfinn des Mannes. ___ Sie ist eine geschmückte Hündinn! geifert Simonidcs in grober Unart weiter heraus. — O nein! spricht Sirach ruhig: Sie ist wie die helle Lampe auf den» heiligen Altar, und wie die güldene Säule auf den silbernen Scüh-lcn. — Simon ides lenkt darauf cin, und sagt: Nun, so ist sie doch wenigstens ein nothwendiges Uebel. — Ich sage Dir, entgegner nun Salomo: Wer eine Ehefrau findet, der findet was Gutes. ^ Sie ist eine schwere Last! fährt S imonides mürrisch fort. — Darauf erwiedert Sirach: Sie ist eine cdlc Gabe, und dem Manne ein Trost.—Da schwillt dem Weltweisen wieder dcr Kamm, und er schillt abermals, und sagt: Sie ist daS ärgste Gcthier, cmc giftige Otter! — O >">'", spricht Salomo lächelnd -sie ist lieblich wie cinö Hündinn, und holdselig wic ein Reh! — Nun fasit Simonidcs seinen gan- — 36 — zen Grimm zusammen, und schließt in verächtlichem Tone mit den Worten: Sie ist eben des Mannes Magd! — Da erhebt Salomo feierlich seine Hand und Stimme, und spricht: Sie ist ihresMan-Nes Krone! Da schweigt Simonides, und wir wollen annehmen, er sey bekehrt worden. Du aber, liebe Leserinn, mache auch deinerseits den lästernden Heiden zu Schanden, und gib dem Worte Gottes die Ehre durch ein frommes, heiliges Leben! (Die zwei Haarkünstler.) Vor Kurzem kamen zwei Haarkünstler vor ein Pariser Tribunal. Der eine, Prechard mit Namen, erhob gegen den zweiten , Lioncl, eine Injurienklage. Wir wollen seine eigenen Worte hier folgen lassen: »Sie kennen, meine Herren, das Sprichwort: Gute Ware braucht lein Schild." Das Sprichwort ist aber nicht immer wahr, und ich suchte mir daher, als ich mich cta-blirte, ein Schild. Ich suchte lange, endlich fand ich eins, das für einen Perückenmacher trefflich paßte. Es war im Jahre 1809, die Perücken waren sehr beliebt. Mein Schild stellte Absalon dar, wie er mit den Haaren an einem Baume hängen blieb. Darunter standen die Worte: Ihr, die Ihr hier vorübergeht. Den armen Absalon da seht! Trüg' eine Perück' er auf den Haaren, Wär' ihm das Unglück nicht widerfahren. Nicht er (lachend.) Sehr geistreich, aber was hat dieses Schild mit der Klage zn schaffen? Pröchard. Gar viel—mein Gegner hat mein Schild in dem seinen kritisirt — mein Gegner ist ein Feind der Perücken.__ Richter. Und wie war sein Schild? Prechard. Ich werde nie meinen Mund mit ihrer Schilderung oder mit der Wiederholung solcher Poesie beschmutzen. Er mag es selbst thun. Lioncl. Gut, ich will es thun. Mcin Schild, das er für eine Beleidigung hält, spricht zu Gunsten meiner Profession, so wie das seine zu Gunsten der Seinen. Es stellt einen Mann dar, der, gekleidet wie Vater Adam im Paradiese, eben daran ist, zu ertrinken. Ein braver Bürger, der schwimmen kann, will ihn retten, aber der Arme — sein Loos ist geworfen — er muß sterben. Er trägt eine Perücke, und die ist's, welche der brave Bürger allein herauszieht. Darunter liest man: Perücken sehet niemals auf, Selbst wenn man Euch noch zahlte d'rauf, That' der mit der Perück' nicht prunken, Wär' er gewißlich nie ertrunken. Ein homerisches Gelächter erscholl nach diesen Versen, und Richter schickte beide Parteien ohne Urtheil fort. (Höchst merkwürdige Eigenschaft des Quecksilbers und Bleies.) Von diesen beiden Metallen hat Henry de Princcton neuerlichst folgende interessante Erfahrung in der amerikanischen naturwissenschaftlichen Societät bekannt gemacht. Princeton hatte eine Bleiröhre von sechs Linien Dicke und acht Zoll Länge mit einem Ende in einem Gefäße stehen lassen, worin Quecksilber war, und fand, daß nach einigen Tagen das Quecksilber aus dem Gefäße verschwunden, und gegen das äußere Ende der Röhre auf dem Boden lag. Er füllte das Gefäß von neuem, und des folgenden Tages hatte er denselben Erfolg. Das Quecksilber war in der Masse des Bleies in die Höhe gestiegen, wie das Wasser in Haarröhrchen. Die Röhre wurde zerschnitten, und eS zeigte sich deutlich, daß das Quecksilber nicht in der Höhlung der Röhre aufgestiegen war, sondern m den Poren des festen Bleies. Um sich davon vollkommen zu überzeugen, wurde ein Stäbchen von Blei, 7 Zoll lang und '^ Zoll dick, in Form eines Hebers gebogen. Den einen kürzern Arm setzte er in ein mit Quecksilber gefülltes Uhrglas, und unter das Ende des andern, langen Armes stellte er ein leeres Gefäß. Nach vierundzwanzig Stunden fand man ein Quecksilber-Kügelchen an dieftm Ende des Bleistabes, und nach 5 bis 6 Tagen war auf diese Weise alles Quecksilber aus dem Uhrglase in das untergestellte Gefäß übergegangen. In lctzrerm war eine schöne Vegetation von Blei-Amalgama. Längs dem Stäbe war kein Quecksilber übergegangen, sondern durch denselben; äußerlich war er unverändert, im Innern aber hat-te er etwas seine Farbe verändert. Die mehrfach angestellten Versuche ergaben, daß die Textur des Bleies einen bedeutenden Einfluß auf den raschen Erfolg hat. Zwischen den Blättern des Bleies geht das Quecksilber viel leichter durch, als quer gegen seine Blätterlagen. Geschlagenes und gewalztes Blei wird daher den Erfolg, nach Umständen der An-wendung, nur gennger oder gar nicht zeigen. Charade. (Zwcisylbig.) Wenn im Ersten lang' das Zweite Den Bewohner nicht ergeht, Glänzt daS Ganze i^der Weite, Da« ihm dieß zu^Kheil ersetzt- Verleger: Ignaz Alois Edler v. Kleinmayr.