LmbllcherWMtmtg. Nr. 5. Priinui'ieiatlonSprei«! Jin Iomptolr glliijj. N 1l, !,,>i.'j. !l. 5>.5!>. Für di^ü^lluii!, in« Haus Freitag, 8. Jänner Insert! onsgebiihr bi« 1« Zellen: lmal 60 li>, xm. »nkr., ÄNI. l si.; sonst pl. Xeile llN. «lr., l!m. «ll., 3m. 10 lr. u. s. w. Inscitionsstempcl jedesni. 30l^. 1869. Amtlicher Theil. -3c. k. und k. Apostolische Majestät habcn mit Allerhöchster Entschlicßnug vom 4. Jänner d. I. den Titular-^cmdcsgcrichtsrath Dr. Philipp Ritter v. Harra-sow sky znm Ministcrialsccrctür iin Inslizministcrium allergnädigst zn ernennen nnd dem Titnlar-Ministcrial-secrctär in, Illslizministerinm Dr. Inlins Bittuer s'üch dcn Charakter eines Ministerialsecretärs taxfrei allergnädigst zu verleihen gernht. Herbst m. j). Nichtamtlicher Theil. Laibach, 7. Jänner. ^ Die Eröffiuuig der Eonfercnz steht vor der Thüre. Man weiß nicht, wie sie vcrlanfcu wird. Man stcUt Eoujecturcn über die Stimmung der an der Eon-^l'cnz thcilinhmcuden Mächte an. Selbstverständlich fallen dieselben sehr verschieden ans. Wir finden z. B. marinem Artikel des Wiener „Wanderer", übcrschricbeu: »Sliinmungcn der Eonfcrenzmächtc", eine entschiedene Iriedcnszuvcrsicht. Es sind allerdings Schwierigkeiten zu gewärtigen; die Türkei lärmt, aber das ist -— viel Lärm um nichts. Sie Wird sich fügen müssen. Allerseits Will man den drohenden Kriegsausbruch vertagen. Die Türkei wird sich daher fügen muffen, lind daS ganze wird sich in cin harmonisches Fricdens'Eoucert auflösen, allerdings mit einer kleinen Niederlage Rußlands. Ganz nndcrs sieht der Rnndschauer der „Debatte" die Lage der Dinge an. Ihm scheint eher eine, wenn auch nn-ulutige ^icderlagc der Türkei zu drohen. Er fürchtet ^iachgicbigkcit der Diplomatie gegenüber der rnssischen prittcnswücn. Er sagt: Die Nachgicliigkcit der Diplo-matic gegenüber den russischen Prätcnsioncn crwcckt dcn auch das Mißtranen der Pforte. Die türkischen Slaats-wünner erkennen klar, daß Europa wieder einmal nach russischer Pfeile tanzt, daß Nnßland alle Aussicht hat, «us del» Eonfcrcnzcn den Orundtou angeben zu können ^>'d da fürchten sie denn, daß irgend cin hingeworfenes ^ort des russischen Vertreters oder seines griechischen Sancho Pansa Fragen ans das Tapet bringen könnte, welche von dcn Verhandlungen grundsätzlich ausgeschlossen bleiben sollcu. Die Möglichkeit ist in der That ^cht zu lcugncn nnd es wird aller Gewandtheit von Seite des französischen Leiters der Diskussion bedürfen, bah die Confcrcnzcn nicht in eine förmliche Katzbalgerei ausarten. Die Stimmnng der ,zuuächst Bcthciligtcn ist Mc so gebeizte, daß iu der That eiue Verletzung der 'plomatischcn Forincn und Eonvenicnzen befürchtet wer-^u könnte. ^. Die Türken wcl'ren sich schon jetzt dagegen, daß M ^°" '^"" angeorduclc, jedoch bekanntlich vertagte '^'egcl der Auswcisuuq der griechischen Unterthanen chrcm Gebiete vor das europäische Forum gczogcu ^'-lde liud sic lhnu s»'hr Wohl daran. Hnman bis ziun . fcch s^h ^^ ^s^Hcn und die ihnen affil,irten prens;-- so!l!' ^^utsmänncr nnn cinm^; dnS weiß man. B.- Wll! ^ ^ ^"ss'-'" s'"b N''^" ^'^ '" ^'ltl)"ucn :c l)nc»deu Polen nngcmci» menschlich nnd human uer-vor f' ^^ ^"-' Bewohner Eongreß Polens ganz so, wie lan . ^" noch die Eandioien, ctwas Aulonomic vcr nicht "' ^''"^' "°" s° robuster Menschlichkeit kountc:, Pfort ^^ "^ '^'^ blutenden Herzen sehen, daß die lültisH ^'^ kriechen anöwciscn will, welche das auf Gesetze '"s^^^te und unter dem Schutze der türkischen I'NUlm,-, ^ ""d erschwindelte Geld zu Zwecken der pcschei, ^'! der türkischen Piooiuzeu verwendeten. Dc-ycwcchseit ^ ^°" Krotodilslhräüru überflössen, wurden daß ^ ""d die Gefahr scheint nahe gewesen zn ftin, bracht u,,^ °^^'^^ Vtaßrcgcl vor die Eonfcrcnzcu gc-^lcißtter': ^^ '" ^olgc russisch-preußisch-gricchischcr Man !ni»d<>s^""l)eilt worden wäre. Davurch l,ätle Scheiterns k ^"^ ^'"^ erreicht'. dc,ß im Falle dcs rung dieser m^°"^'""^" ben Tiirken die Durchfuh.-b'ePforle ! Kregel moralisch erschwert, daß auf dcn wäre Schalten politischer Härte g.worfcn wor- Die I-dem sie ''""-qu,c" sorgt dcuu auch bereits vor, in^ "opel d>>?^'"^" s""l' '"°" 'u'M>alic in Coi>st,niti-Uoncn w ss '^.'- Mündlich , kcnne alle ihre Machina-lahmlcaen i^s. ^' '"' ^ Pfoite durch dic Eonfcrcnzcn lrcuzen Me ""'^7"' ^doch tt,rc In.rianen zu durch-Ac'c cai ! r ^ vc< sen. Wir wissen und verstehen nicht, woraus die „Tnr-quie", dic iu dcn letzten Lätzen ansgcdrückte hoffnungsvolle Erwartung schöpft; s^> viel schciut uus jedoch llar, daß die Türken nicht mit sich spielen lassen wollen. Wir erinnern uns nicht, daß seit dem Krimkriegc dem lürt,schcu Haß gcgcn Rußland ein so entschiedener Aus-dlncl verliehen wurde» wäre, wie es in dem erwähnten Artikel der officiösen „Turquic" , dic freilich, wie wir beifügen müssen, von emigrirle,, Polen redigirt wiro, geschchm ist. Trotz allcdcm glaubt jcdoch cuch dieser pessimistische Ruudschauer au das endliche Geliu^.^u dcr Eunfcrcnz. Bedenklicher kl ngcn ihm t'ic Nachrichten, welche von dcn ihrem französischen Alliülcn nnd Hcrzcnsbrnder höchlich inißlrancndci! Eogländeru über Versuche cincr Aunähci uug Frankreichs an Rnfzland verbreitet werden. Dic Allianz oder mindcstcüs Entente Frankreichs mil Rußland stand stctS anf dcm Programule 9iapoleons, und die verdächtig laue und refcruirle Haltung der Tnilcncu gegenüber dem türk>sch-gricchischcn Eonsiict >st allerdings uicht un-gcciguct, Vcdcntcu zu crrcgeu. Sollte Fr^utlcich .virk-lich dcm bekannten russische«, Project dcr Errichtung mchicrcr selbständiger Staaten an Stelle der Türt'ci jetzt glinstigcr gestimmt scin? Sollte es sich mit Rußland auf Kostcu der Türkei zn einigen sllcheu? Etwa um das russisch-prcnsiische Bünduiß z» sprcngcu, oder U!ellcichl u:n mittelst russische,' Fürsprache ciin' Eiüi^uug mit Preußen zn erzielen, welche lctzlercr Macht die deut' schcn Südstaatcn, dcn Franzosen abcr ^li^emburg und einige andere seiner tlemen Nachbarstaaten einbrächte? Doch das ist bloßc Eonjctturalpol'tik. Wir halten nns mit der Boise an dic nächste Fricdcn.'anssicht, dic uu^l gcboteu wiid. Wir lebcu für den Ntomcut uud wollen vorläufig alle niißlrauischc Gcdanken fahrcn lassen. Die Fricdcnsströmnng ist dnrch die Ncujahrsau-sprachcu in Paris b.'güilstigt, n"d man weissagt na>1> Pariser Bcrichien einen raschen und glücklichen Erfolg dcr ncncsttn Confcrcuz. Sie wird, meint man, vielleicht »och dcr Dcmipfcöschncllc und Glätte der Eonfcren; i« dcr Luxemburger Affaire gleichkommen, und m^n hofft für jcdcn Fall, daß noch vor dcm 20. Jänner die Grie-chcn nnd die Tmkcn sich auf dcm bcslcn Faßc befinden, und ihic Beziehnugcn zu einander wilder aufnehmen wcrdcn. Sa glaubt tuau in Pans uud hofft mit Bestimmtheit die Earuevalsfreudcu ohne Schrcckuachnchteu aus dcm Orient vcrbiingcn zu können. Schule nnd Kirche. DaS AuffichtSrecht des Staates über die Schule ist durch d.,s zweitc dcr coufcssion.'lleu Gesetze vom 25. Mai o. I. wicdcr hergestellt worden, nnd bildet, wie bereits erwähnt, eines dcr Gruudpriucipicn des uom Eullu^Müusterinm vorbcrcitctcn Gcs»,tz,»twurfcs ubcr dic Volksschule. Es folgt hieraus uoihwc>!d,g cinc Acüdcnlng iu d^u duich das Eoucordat gcsctzlcu Ver» hälli'issc der Schule zur Kirche, und cc> soll unscic Ausgabe scin, in dicscm zweilcn Artikel iibcr de,i Voll,»> schulgcsctzculwnrf'°' zu couslaüicu, oo ulid inlvicfcru iu dieser Be;,chuug dcn F^rderlingcn dcs liberalen Zcit-gcistcs entsprochen wnroc, welche im Schulgesetz uom "5. Mai zum Ausdruck kamen. Der § l, des Entwnrfcc! lautct: „Die Volksschule hat zur Aufgabe die rcligiös-sittlichc Erziehung dcr Kinder, die Entwicklung ihres Vclstandcs un) die Beibringung dcsjcuigen Wissens, dcsscu sie bedürfcn, um zn tüchtigen Menschen uud brauchbaren Mitgliedern dcS Gcmcindcwcscuö heran' zureifcn." Es ist dics eine principielle Bcstimmuug, welche den Geist nnd die Tendenz dcs Gesetzes kennzeichnen sull. Dcr Ausdruck „rc l i gi ö s . sit tl ich c Erzichliug" soll das iunigc Haudinhandgehcn dcr Religion, welche als solche übcr allem Eonfcssionsnntcrschico steht, mit der Sittlichkeit, fträcisirc!'. Es soll wcdcr eine eili' slilig confcisioncllc noch cine ciuscilig hnmanitarischc Erziehung iu dcr Volksschule crzwcckt wcrdcn, uiclmchr soll die Harmonie beider, dcr allen Völkern eingepflanzten Rcligionsünschauuugcl! mit den Forderungen dcs Gewissens, dcr Sittlichkeit zur Erschcinuug gebracht wcrdcu. Im Uebrigcn schließt sich dcr Enlwmf au das für die im Rcichörathe vertretenen Bänder erlassene Go * Vcrgl. Nr, 2 vom 4. d. M. setz, welches das Verhältniß der Schnle zur Kirche regelt, vollkommen an uud stellt das Obcraufsichtsrccht dcs Staates auch nlicr dcn Religionsunterricht so weit sicher, daß dcn snbvcrsivcn Tendenzen, welche in gewissen religiösen Kreisen gegen die modernen Slaalsciu» richluugcn dcs österreichischen SlaalcS bestehen, die Möglichkeit abgeschnitten ist, in diesem Sinne auf die Iu-gcnd zn wirke«. Daß uach §. 2 jede Volksschnle, wclche auS ösfcntlichcn Mitteln gegründet oder erhalten wird, der Jugend ohuc Unterschied dcs Glaubensbekenntnisses ziigäuglich sein muß, ist von lintcracordneter Beftenlunss, da cinc Opposition gegen diese gesetzliche Bestimmung uicht cigcnlllch bestand. Wichtiger erscheint schou die im § 3 enthaltene Bestimmung, daß dcr Umfaug, in welchem die Lchrgcgcuständc behandelt werden sollen, sich nach dcr Slnfc richte, auf welcher jede Sämle mit Rücksicht anf die Anzahl dcr verfügbaren Lehrkräfte stcht. Für uufcrc Bclrachluug genügt es, das eine hervorzuheben, waö uuzweifclhaft aus dieser Stelle hervorgeht, dieses nämlich, daß es fortan nicht angehen wird, dein Rcligionsnnlcrricht anf Kosten der übrigen ^ct>r-gcgcnständc eine ungebührlich große Slundrnanzahl ein« zuräumcn. Besondere Bcachtnng verdient in Bczng aus den Gegenstand unseres Artikels dcr § 5 dcs Entwurfes , dcu wir deshalb dcm Wortlaute nach folge» lassen: „8 5. Dcr Religionsunterricht wild durch die betreffenden Kiichcnbchöroen besorgt und zunächst von ihucu überwacht. D>e dcm Religionsunterrichte zuzn-wciscude Auzahl von Stnndcn bestimmt der^ehrftlan. Die Vcrlhcilnug dcS Lehrstoffes auf die cinzclucn Iah-rcsculse wiro vou den geistlichen Bchördcn festgestellt. Sowohl dic Ncligiouslehrcr, als die dcn Religionsunterricht regelnden gcistlichcu Bchördcu siud an die allgenicinc Lchrordnung gebunden. Die Verfüguugcn dcr geistlichen Behörde übcr dcn Religionsunterricht und religiösen Uebungen sind dem Lcilcr dcr Schulc dnrch dic V ezi rt S sch u la nfs i cht zu ver-lnndcu. Verfügungen, welche mit der allgemeinen Schulordnung unvereinbar find, wird d ic V crt iln d igun g versagt. An jenen Orten, wo kein Geistlicher vorhanden ist, welcher dcn Religionsunterricht regelmäßig zu ertheilen vermag, kann dcr ^elirer mit Zustimmung dcr geistlichen Behörde verhalten werden, bei diesem Unteincht für d>c feiner Eoufcfsiou an.icliöriacn Kinder iu Gcmäßlmt dcr dnrch die Schulbeyördcn erlassenen Anvrdniiii^cu mit< zuw,rlcn. Aus dicsem Paragraph geht znnächst hernor, daß dcr Staat, wie dies auch scinc Pflicht ist, sich daS Recht dcr Ucbcrwachnng dcS Rcligionsnntcrrichtcö wahrt, wenn er auch ünräumt, daß das Aufsichtsiecht den Kir< chcnbchörden znuiichst zusteht. Ganz piäcise ist ferner darin ausgesprochen, daß dci dcr Bestimmung der Anzahl dcr dem Religionsunterricht zu widmenden Stnn« dcn die Kirchenbehordc nicht w'llkürlich vorcichcn kaun, daß sie viclmcl'r an den ^chrplan messen dcr lirchlichcn Ächöldc, dcn Lehrstoff auf die einzelnen Lehr-clüfc »och Äclielic» zn r>c,lhc,lcu. Ucbcrgrisfögelüstcn ist vorgclicngl dnrch die Bestimmung, welche sowohl die Rcligionslehvcr als deren kirchliche Aufsichtsbehörden an die allgemeine Lchroronung bindet, nnd damit dic Un» adhängigteit der Schule vvn der Kirche auch nicht im entferntesten gefährdet werden könne, schreibt der Ent» wlnf vor, daß die kirchliche Behörde uicht direct mit dem Lciter dcr Schule, sondern dnrch die Bezirl5schnl< aufsicht zu uerkchrcu habe. Diese hat dafür zu sorgen, daß dcr Schulordunug zuwidellaufcudc Vcifugnuyen nicht veröffentlicht wcrdcn. Dcr Lehrer kommt daher nicht einmal in die Lage, mit dcr kirchlichen Behörde in Conflict zu gcraihen. Ohne dieses trennende Zwischen« glied wären abcr nach Lage dcr Dinge Eonfliclc fast ntn'clmcidlich gewesen, und wie sehr cs die Iuacud-crzichung bccinttäe!>tigen würde, wenn sich die veidcn Autoritäten der Schuljugend in dcn Haaren lägen, kann sich Icdcrmaun leicht vorstellen. Anßerdcm ist zu bemerken, das; nach § 35 sich das Eullus' uud Unterrichtsministerium daS Recht vorbehält, au den Lchrcrbilduugö-Anslaltcn anch die Religions-lchrcr zn ernennen. Bei den Lchrbcfähigungs-Pnifnn. qen wirken tagegcn ncbcn dcr vom EultuSministcr be« stellten Prnfungöcommission auch noch Vertreter dcr Kirchen- und Rcligionsgenossenschaften mit, insoferne als cs fich um die Bcfähignng zur Ertheilung des Reli< gionönutcrrichtcs handelt. 34 Vriechisch-türkischcr Conflict. Aus den Wortcn des Kaisers der Franzosen entnimmt dic „Times" dic befriedigende Ueberzeugung, daß es den Vertretern der verschiedenen Mächte möglich sein werde, sich über den eng beschränkten Gegenstand der Erörterung, welcher die Basis der Coufcrcnz bilden soll, zu einigen. Das leitende Blatt spricht dabei die Hoffnung aus, es möge dcn beiden streitenden Parteien jede unnöthigc Demüthigung erspart bleiben, und hält denjenigen, welche Griechen wie Türleu unter allen Umstäu den ihrem Schicksal überlassen möchten, dic Uebel vor, welche ans dieser Handlungsweise entstehen dürften. (3s sei um so weniger eine solche Politik anzurathcn, welche höchstens dcn Einzug eines Pascha'S in Athen, daö Bombardement einiger Häfen und die Wegnahme von griechischen Kansfahrlcischiffcn zur Folge haben könne, als die übertriebene Meinung von der Aufregung des griechischen Volkes wohl auf ein bescheidenes Maß zurück' zuführen sei. Wenn man den Hauptschrcicrn folgen wolle, so müßte man einfach die Türken in Europa ausrotten. In dem lederen Punkte indessen seien dicWest-mächte anderer Ansicht a!s die Fanatiker des Orients. Es sei durchaus nichts vorhanden, was die Fusion der Mohamcdancr und Christen zu politischen Zwecken hindere. Vom Standpunkte der Theologie aus stehe der Türke dem Christen nicht vicl ferner als der Indc. Die zwei einzigen Schranken seien nur die Sclaucrei uud die Polygamie. Erstere könne man als im Ausstcrbeu begriffen bezeichnen und dic Vielweiberei könne sie bei dem sichtlich wachsenden Einflüsse westlicher Civilisation nicht lange überleben. Habe man erst diese beiden Reformen vollendet, so stelle sich nicht das geringste Hinderniß gegen eine Vereinigung der verschiedenen Stämme und Bekenntnisse nntcr einem Herrscher nnd einem Gcsctz-buche. Man könne durchaus nicht behaupten, der Christ sei in der Türkei unterdrückt, und wenn man vom Anfange ausgehe, so habe in Sachcn des Fortschrittes dic Türkei in den letzten dreißig Jahren uicht nur viele andere Staaten Europa's und Amerika's, sondern vor allem das kleine Griechenland überholt. Warum wolle man unter solchen Umstände» in dcn Nuf der Griechen nach einem zerstörenden Raßcutampfe miteinslimmcu, da doch im Hinblick auf bereits erzielte Erfolge der ruhige, slätigc Fortschritt entschieden vorznzichcn sei. Der „Public" weiß über den Stand dcs gricchisch-türkischeu Streitfalles folgendes Nähere zu melden: „Ueber den ersten Punkt dcs Ultimatums, die Auflösung der griechischen Freiwilligenbaudcn und das Verbot der Bildung neuer Banden, hätlc das Cabinet von Athen licrcits Verbindlichkeiten übernommen, deren Ausführung von allen Mächten verbürgt würde; Zusagen und Bürgschaft wären von der Pforte angcnommcu worden. Ueber den zweiten Puult, d^' Abrüsluug der Corsarcn-Schiffe oder die Schließung der griechischen Häfen für diese Schiffe, Würde die Verständigung in derselben Weise wie über den ersten Punkt hergestellt werden. Dic Rückkehr der kretischen Auswanderer unter dem Bcistaud und Schutz Griechenlands nach ihrer Heimat bildet dcn dritten Punkt. Dieses Verlangen ist bekanntlich bereits erhört worden. Die schon getroffenen Maßregeln wären alfo nur zu verallgemeinern und öffentlich mit dem ftolitischcu Charakter zu versehen, welchen die Befriedigung der Pforte erheischt. Hinsichtlich des vierten Punktes, der Bestrafung der Individueu, welche sich Angriffe gegen die türkischen Soldaten uud Uulcrthaucu zu Schulden lomlncn ließen, uud der dcn beschädigten Familien zu gewährenden Genugthuung ist keine moralische Schwierigkeit vorauszusehen; nur werden die Bedingungen festzustellen sein, unter welchen die dinglichen Enqu^teu einzuleiten wären. Der fünfte Punkt ist besonders politischer Natur.' die Pforte verlangt von Griechenland in Zukunft ein dcn Verträgen und dem Völkerrecht entsprechende« Verhalten zu beobachten. Die Dazwischcn-kunft der Vertragsmächtc von 1806, der Zusammentritt der Coufcrenz, der Beitritt Griechenlauds zu derselben, das für die Berathungen bezeichnete Terrain, kurz die Lösung dcs Conflictes durch die europäische Diplomatie stellt bereits eine erste Genngthnung für die türkische Regierung dar und so wird auch der türkische Vertreter instruirt sein, dic Sache aufzufassen. Wenn übrigcus die Türkei und mit ihr die Großmächte entschlossen sind, von Griechenland die Genugthuung zu verlangen, welche es den in dcn Verträgen niedergelegten Gruudsätzcu schuldet, so siud sie uicht weniger geneigt, dic Empfind» lichkcit der hellenischen Negicruug zu schonen und ihr die nöthige moralische Kraft zu lassen, um der schwierigen Situation, die sie sich uuvorsichtigcr Weise geschaffen, Herr zu werden." Oesterreich. AVien, 6. Jänner. (Sensationsnachrichten.) Das „N. Frdlil." schreibt: Seit einiger Tagen wimmelt es wieder von Scusatiousunchrichtcu. Eiucn Besuch, welchen der Munster dcs Inucru am Vorabende des Neujahrstagcs beim Cardinal Rauscher gemacht, stempelt man zu einer Gott weiß wie wichtigen Staats-actiou; aus einem frcuudschaftlichcn Äcsnch, dcn der translcithanischc Ministerpräsident im Hotel dcs Ministers dcS Innern abstattet, wird im Handumdrehen eine Confercn), in der über Wohl und Wehe beider Rcichs- hälften verhandelt wird. Auch über die Vcrhandluugen der Regierung mit den Polen weiß mau allerhand sensationelles zu erzählen. Doch dürfte auch in dieser Rich-tuug kaum alles richtig sciu, waö in den Blättern erzählt wird. So scheint es zum mindesten uugcuau, wenn behauptet wird, daß cS der Ministerrath abgelehnt, die bekannten Resolutionen der Polen als Rcgicruugs-autrag vor dcn Rcichsrath zu bringen. Man geht da offenbar zu weit, weuu man annimmt, die staals- uud wcltklugcn Polen hätten jcmalö gcglanbt, daß sic alles das durchzusetzen vermöchten, was sie in dcn Resolutionen verlangen. So resolut waren die Resolutionen von vornherein nicht gemeint, und es ist die Rcgicruug kaum iu die Lage gekommen, dcn Polen etwas abzu-schlagcu, auf dcsfeu Gcwä'hruug fie zu rechnen Gruud hatten. ES sind den Polen uuzwcifclhaftc Beweise ge-gcbcu wordcu, daß dic Regierung alles thnt, was sie thun kaun, um dcu Wünschen derselben gerecht zn werden. Der Entwurf dcs VolksschulgcsctzcS trägt Spuren dieser Willfährigkeit, nud die Polcn selbst wcrdcu in dieser Richtuug mit ihrer Ancrkcuuung kaum zurückhal-tcu. Daß man ihnen die Mittelschulcu nicht iu verlangter Weise überantworten mag, wird wohl ebenso wenig die Polen, als irgcud welchen Vernünftigen wnn-dern dürfen. Die Rcgieruug tauu es dein Vandtage überlassen, nach seiner Weise Sorge zu treffen, wic in der Voltsschule die uothwcudigcu ^chrgcgcuständc unier-richtct werden, kann ihm in Betreff der Volksschule einen vicl weiteren Spielraum gewähren; aber sie würde das Interesse des Staates gefährden, wollte sie zngcbcn, daß in den Mittelschulen die Iugeud uufähig gemacht werde, sich außerhalb der Pfähle dcs galizischcu Königreiches eine Existenz zn gründen. Dic Zusagen, welche dic Regierung den Polen in administrativer Hinsicht gemacht, dürftcu denselben vielleicht wcrlhwollcr crscheiucn, als sie es gestehen. Aber anch in legislativer Beziehung erklärt sich dic Rcgicruug, wic uns mehrseitig bestätigt wird, bereit, dcn Forderungen der Polen entgegenzukommen. Eines der Begehren der Poleu ist auf dic Wicdcreinfüh' ruug der Prügel- und Kcttcnstrafe in dcu polnischen Strafhäuscrn gerichtet. Dic Regiernng bereitet einen Gesetzentwurf vor, damit der Rcichsrath in die ^age komme, das galizischc Königreich der Segnungen der genannten Strafen wieder theilhaftig zu machcu. Die eigenthümlichen Verhältnisse Galiziens lassen es dcn Polen unerwünscht crscheiucn, daß die Handels- und Gewerbe-tanuucr so zusammcugcsctzt werde, wic iu den anderen Kronländcrn. Die Regierung erklärt sich bereit, gesetzlich die Jugcrcu; des VaudtageS auf die Wahlordnung dcr Handelskammer feststellen zu lasscu. Meinen die Polen, dcr Rcichöra-th würde vicl weiter gehen als die Regierung? — Einc so schlechte Meinuug habcu sie gewiß nicht. Pola, A. Jänner. (Die l. k. Es cadre.) Der „Tr. Ztg." wird geschrieben: Die vom Coutrcadmiral Baron Pöck befehligte t. k. Escadre hat uunmehr die nöthigen Reparaturen bewerkstelliget, die Lcbcnsmiltcl-uud Munitionsvorrüthc crgäuzt uud dürfte iu wenigcu Tagen in See stechen. Vor dein Ausbruchc dcs türkisch-griechischen Cuuflictcs hatte die Escadre die Be« stimmuug crhalteu, nach dcr Levante abzugehen, welche Verfügung aber iu Folge dcr ciugctrctcucn politischen Verhältnisse dahin abgeändert wurde, daß die Escadre bis zu eiucr eutschiedcncu Wcnduug der griechisch-türkischen Frage im adriatischen Golfe zu verbleiben habe, weßhalb dicfclbc nach Caslclnuovo abgeht. Agram, 2. Jänner. (Dr. L u ca s P ct r o v i c s.) Pop ^ula ist todt, Bischof Luka ist gestorben! so riefen sich die keilte gestern Morgcus in dcn Strafen zu. Pop Vula wnrdc der zum Sttllucrttcter dcs Cardinals Haulit vor nicht langer Zeit und zum Bischof i» pm-. lil)U8 zu Rom bestätigte Domherr Dr. Lucas Petrvvics von dcn Bürgern genannt, bei welchen er sehr beliebt war. LucaS Pctrouics befand sich gestern AbcndS noch ganz wohl, aegcu Morgen verschied er nm Schlagflnß. Dcr Tod lraf diesmal cincn biedcrcn, besonders mild> thätigen Mann; dcn armen Studenten aus dcr Mili-tärgrenzc war er ein Vatcr; stelö war scinc Hand offen, wo cS sich handelte, Noth zn lindern, jeder Sammlnng zu humanen Zwecken trat er in freigebigster Weise bei; niemals verließ ciu Armer nnbeschcult seine Schwelle. Bischof Pctrooicö war Doctor dcr Theologie, (.'.mum-lU5 li(!>l<»!i»!ll«, Al'l, Archioialon, l. k. Hofcaplan, geheimer Kämmcrcr dcs Papstes :c. ic, ^andlags-Depu-tirler der Stadt Agram seit 1861, zuletzt auch eroa« t'scher Vertreter im ungarischen Neichslagc. Als Poli< Ntcr hanvclte dcr Verstorbene im Interesse des Aus» gleichs zwischen Ungarn und Cioatien. Bischof Petro» vics ist dcr Sohn armer Grenzer aus dem Sluiucr. Regimentc, cr besuchte die Schulen zu Zcugg, Pest uud Graz — wurde 1832 zum Priester iu Zengg geweiht, uud war als Doctor der Theologie Professor am dortigen Diöccfan - Alumuat — später wurde Petrouics zum t. l. Hofcaplan ernannt und diriyittc dic höhere Priesterschnle bei dcu Augustinern iu Wien, von wo er 1854 als Domherr nach Agram kam. Die vielseitige Bildung, bcsondcrc Mcuschcnkennlniß, verbunden mit cincr an Vcrschwcnduug grcnzcndcu Mildthätigkeit, sind Charaltcrzügc dcs Verstorbenen, die ihm auch seine poli» tischen Gegner bestätigen müssen. Ausland. Verlin, 4. Jänner. (Die preußischen Ka« , n oncn.) Gegenüber der Nachricht, daß iu Szczakova 80 aus Preußen nach Rumäuieu unter falscher Declaration gesandte gezogene Kanonen angehalten worden seien, meldet die..Kreuz-Zeitung:" Die bctrcffcude Scn-duug cuthiclt durchwegs Wagenräder, war richtig dccla-rirt uud wurde bereits iu Folge Weisung dcr Wiener Behörden weiter expcdirt. Florrn; , 4. Jänner. (Die Ausführuug dcs MahlstcucrgcsctzeS) geht in 57 Provinzen in Ordnuug vor sich; in dcn übrigen Provinzen fanden einige Demonstrationen statt, welche sogleich unterdrückt wurdcu. Gestern überfielen Landbewohner Borgo S. Douuiuo, wurden jedoch durch dic Truppen zerstreut. In Pclago in dcr Provinz Florenz überfielen Landbewohner das Coinmunnlgcbäudc, welches von dcr Nalionnlgarde vertheidigt wurde. Einer von den Angreifern wurde ge-tödtct uud mchrcrc wurdcu verwundet. Paris, 3. Jänner. (F r i c d ens stim me n.) Die Journale inwprclircn die Ncuj^ihrSworte dcs Kaisers im friedlichen Sim,c. Dcr „Constitutionncl" sagt: Dcr Friede wurde trotz düsterer VorauSsaguna.cn c> hallen. Dieses Ergebniß ist dcr Anfrichti^lctt uud cbcufo festen als vorsichtigen Haltung dcr französische» Rcaicrnna in ihren Bezichuügcu zn dcn Mächten, namentlich zu Nord" dcntschlm'd, zuzuschreibüi. Dcu Frieden zn erhalte», ohne die Größe dcS legitimen Einflusses Frankreichs zu opferu, dies ist das erhabene und schwierige Pro« blcm, daS die Regierung ohnc Schwäche und ohne ye> wnltsamc Erschültcruugcn zn läsen bestrebt ist. Lissabon, Z. Jänner. (Dic Thronrede) bei dcr CortcS-Eröffnuug am 2. Jänner spricht vou cucrgi« scheu Viaßrcgcln. welche die Regierung in Bezug auf die in Mozambique ciugctrctcnc Katastrophe ergriffen habe. Außerdem erklärt die Thronrede, daß die fiuan zielten Zustände durch Ersparnisse in dcr Verwaltung und durch Opfcrwilliglcit gebessert werdcu könnten. Rußland. (DieArmcc a uf F r i cd c us fu ß.) Der „Ostsee-Zeitung" wird geschrieben: Iu Folge dcr im September v. I. bei allen Truppengattungen eingetretenen massenhaften Vemlaubuugcn ist die russische Armee auf den vollständigen Friedrnsfnß gestellt worden, nnd ungeachtet dcS griechisch-tnrkischcu Conflictes härt man von keinen Vorbereitungen zur Verstärkung derselben. Die au« drei Bataillonen bestehenden In« fantcric-Rcgimcntcr zählcn mit Einschluß dcr Officicre nnd ter Hiusiker kaum 1150 Manu; die Hintcrladungs-^ewchre siud uul' erst bei dcn Garde-Regimentern ein» gesuhlt und dic wichtigsten stratcaischcn Eisenbahnen sind erst piojcctirt oder im Bau begriffen. Vukarcst, I. Jänner. (Vratiano's Agil n-tionen uud cigeutlichcr Zweck. - Aspi ratio ueu auf den Präf i den tcnstnhl cincr r u« manischen Rcpnblil. — Aussichten für dcn Fürsten Karl. — Getäuschte Hoffnungen.) Als vor beiläufig sieben Vierteljahren bei dcr Throu-bestciguug dcs Fürstcu Karl die rothe Partei an's Ruder kam. wurden Stimmen laut, daß Bratiano uud seine Gcnosscu sich vou vornchcrciu geradezu an Rußland verkauft, daß dcr eiu^e Zweck sciucS RcgiercuS nur die Erhallung der Agitation iu uud um Rumänicu und die Entfesselung der orientalischen Frage sei. Als die Beweise all' dieser verbrecherischen Thätigkeit sich schon in einer Weise gehäuft hattcu, daß dic Vcrbl<>ndctstcu selbst die Wahrheit hcrauSfiudcu mußtcu, da ließ man sich von dcr schwankenden Politik a» der Seine, obwohl eS „och vollkommen Zeit gcwcscu wäre, dcu rumänischen Großmäulcru das Haudwcrk zu legen, beschwichtigen nnd Bratiano im Interesse Nußlands weiter gewähren. Und nun, da eS zu spät uud dic Früchte iu den Douau^ fürstcnthümern jcdcn Angcnblick zum Fallen reif sind, ermannt man sich plötzlich, veranlaßt dcu Fürstcu Karl scin Cabinet zu wechseln, glaubt damit alles gethau zu haben und ahnt gar nicht, daß dcr Agitationspartei hier damit nur ein Dienst geleistet, und wic weit dic Dinge hier überhaupt gediehen. Vratiauo erklärt hentc in scinen Lciborgauencn geradezu, daß cr selbst in dcn Falle nicht länger am Ruder geblieben wäre, wenn anch fremde Einflüsse, ihn uicht davou entfernt hätten, weil ihm seine Stellung als Munster nicht gestattet hätte, das zu thuu, was er als seinen eigentlichen Lebenszweck betrachte. Nnn aber, da er von dcr Regierung zurückgctretcu, hindern ihn leine Rücksichten mehr, offen aufzutreten, nnd >waö unter diesen aphoristischen Drohuugcu in seinen Organen zu verstehen sei, lehren dic Brandreden, dann die offenen Predigten nicht nur hier, sondern auch allcuthalbcn im Lande in Wort und Schrift am deutlichsten. Die Confcrenz, sagt z. B. der „Romanul" in seiner jüngsten Nummer, kann weder irgend cincn Zwcck noch cinc Tragweite haben, keinen Zweck deshalb,"wcil dic lctzle Stunde dcr Türkei geschlagen habe; keine Tragweite, weil dcr alte Hcldcumuth dcr Hellenen uud deren Stamm-ucrwandtcn wieder viel zn mächtig aufgelodert fei, um sich uou dcn Beschlüssen einer Conscrcnz binden zu lasscu, die ja doch nur allc beiden dcr Christen im Oriente von neuem todtzuschwcigcu bemüht scin werde. Was Vratiano jedoch weder bei den vou ihm arraugirtcu Volksversammlungen noch auch in seinen Organen zu sagen wagt, was jedoch hier bereits von Muud zn Munde geht, ist noch weit mehr geeignet, die Unruhen jeden Augenblick 35 hiev znm Anöbniche kcmmm zu lassen uud die Anarchie zu eniflsselll, in der dann 9tußlaud um so bequemn weide im Trüben fischen können! Als abentcuellichcr "tachäffcr Mazziui'ö tiaamt cr uon nichts geringerem alö uon der Ploclamirnng der Ncpnblit ^'. !), zn delen -I-NisidcMcn cr doch dann fclbsluclständlich aufgerufen werden soll; lcdcnlt man jctzl, wie schwer es sell),« d^ftulische», Nlgicrunücn hicr geworden, ja, daß cö ihncn Ncradczu unmöglich gewesen, die Nnhc auf längere Zeit uusrcchl zu erhallen und die tausend Sonderinleressc» ^er höchst corrumpiiten sogenannten „bcsscrcn" Classe zu vcieiniqcn oder die in Apathie nnd Roheit vcrsu»-lcnc Ä^assc der Vcuölkciung zn lussercr Einsicht z» bc-wegcn, so wird man sich eine Vorstellung machen tonnen vun dem Beginnen dieses Demagogen nud russischen Agenten, l,nd dcr Tragweite, welche eine in die-scm Si'inc zum Ausbrnch kommcndc Bewegung hier haben müßte. Daß diesc Hetzer hinter dem Nnckcu des Fürsten Earl arbeiten, lässt sich doch wohl »ach Erwägung aller Umstände nicht annehmen, daß dieser abcr, selbst wenn cr seine Stellung als Fürst dabei gefährdet sähe, nicht dagegen anznläinpfen vermöchte, ist nur zn gewiß und wag es ihm, der doch nnr ein Spiclball in den Händen derer, die ihn hichcrgcbracht, ist, ziemlich gleich-giltig sein, ob cr seine Rolle ans die eine oder ans die andere Weise kläglich anssfticlcn wird. Die Agitationen unter den Rumänen Siebenbürgens und Ungarns dienen dabei nnr zur Vergrößerung der Sympathien für den Präsidenten der Republik i» ^!><'. Eine kleine Ent-läuschmig mußte sich derselbe in diesen Tagen gefallen lassen, wenn damit gleich nur Wasser ans die Mühle Rußlands geleitet wnrdc. Die Ncgicruug wuidc nämlich v°n demselben veranlaßt, den diplomatischen Agenten in varis, I. Stratt, zn bcanstragen, cr möge dcm Tuilc-nen-Eabinetc die klagen der sicbmbnrgisch-nngarischcn "nünäittn vorlegen und dasselbe bitten, ans die Rcgic-umg in Ungarn dahin einzuwirken, daß dieselbe in der Ul'Mcnschlichen Bedrückung der Rnmänen nachlasse nnd 'hren billigen Ansprüchen nach Gleichberechtigung Rech-^llng trage. Es wnrde diesem verkappten Dolmetsch u>ssischcr Schmcrzcöschrcic erwidert, daß das Tnilcrien-^"biuct sich nicht veranlaßt finden könne, auf die uu-gnrischc Regierung, mit der es in so gnlcm Einvernehmen stehe, in einer Angelegenheit einzuwirken, die auf keinerlei Thatsachen hiu rclcvirt werde. Mgesneuigkeiten. ^- Se. MajestÜt der Kaiser und König haben ^" dutch I^nr uerunalücktea Vcwohnein der Gemeinde "l-llsch (Vöhmeu) 400 st. allergnädigst zu spenden gencht. -" (Akademie der bildende» K U n st e,) Der "a>ser h^l die vou dein Rathe der Acadxni? der bildenden Klliisie ln Nicn vollzogene ncueiliche Wahl des Hosiathes Philipp Freiherr» Droller v. Carin, des Vicednectois des H°f-Vlünz- und Anlit'Ncabinetcs Dr. Ecuard Freiherr v. ^cken, des Pioslssors am polytechnischen Institute Hrilmch ^"stcl, suwie der Aildhauer Josef Gasser und Vincenz Pilz i" °cademischen Näthcn, sowie die von demselben Nalhe ^lchlossene W^hl der nachstehend aufgesührtcn Künstler d.S Eilandes zn Ehrenmitgliedern dieser Akademie bestätigt: der ,"Vf ei steche,: P,iul Mernily in 3lom, Luigi Calamalta " Mailand, Louis Pierre Hennquez Duponl in Palis: " Vtalei: Edwin Landscer in London, William Powcll ^"lh in London, Fürst Gregoii'wilich Gagaiin, o,cheimcr m, '. ^lcchrüsldcnt dec Akademie der bildenden dünste in bild ^"^' ^^elito Madrazo, Diretlor d.r Alao^nie der in ?^ ^^"sle in Mad,id. Jean Louis Erliest Ma,ssoniel Cy '?' Josef Nikolas Nobert Fleuiy i>, Paris, Leon ^"Ut i,i P^z^ Alerander Cabaiul in Palis, Jean Lion demi""° '".^"is, Francesco Hayez. Plof.ssor an der Aka-Cav^^ ^^ncn Künste in Mailand: dcr Vildhauer: F, "'"^ P'rtro Teneiani in Nom, Pio Fedi, Projessor in Nav!'^' ^^'lcs Auguste Frailin in A'Nss.l, Claude I.an dcndp ^"^"^ Gl.illaum.', Ti'«Itor der Akademie der bil-i„ m" ""^ ^" ^"lio: der ZNchltellen: F'lix Duban Duc l"'^' .^'«gene Viollcl-lc-Duc in Pari^, Louis Io,'on in London, don. ^ ^^bouse >n London, G.vlge Gilbert Scott in Lon-!n L^h"'^^ ^' Varry in London, O.orge Edmund Sltcet der bildet "'^° de Fabric, Proslssor an d^r Nlademi' ^ ^" ttilich, i„ Florenz. Wie die M ^" ^ Benennung der Negi m c „ t c r.) 'ustcriiim "! ^^'" vernimmt, beadstchti^t das Kiiegsmi« N"lrttrn ,u', '"'^"'^ der 3ieg>MlNler eine Acndeiun?, ""matspiovi,iz bc-Ü^ilchsn I„i ' ^"" würde also in Zulnujt von dem „un-^>0slellcichi!H'""^^^'a'me,'te Ns. 2" oder von dcm „nle. zu svrech.n b/d" ^°"terie ' N'gimente Nr. 4" u. j. w. diauch. 2)0^ s^' I" Plel'ßcn drsteht ein ahnlicber Gc-wein, lollla/s '"dcssen die Ne^imcnlcr dopp.lle Num-^"Ndcnbura.. ^'^. "" Provinz,',ummcrn, z. V. zweites ^ '^ ^cgunent Nr. 35 u. s. w. ^n Gesctze . " Mini-^" zur V.r. , '^ veltrttencn ziönig.elch, und Lä," "" dem Mi. .'"'^ ''"^ 2°ll- und HandelöbüudnisseS U wutde, sollen d.e Handelsschissc beider Theile eine und dieselbe Flagge führen und dies? mit den bisherigen Emblemen d!c Farben und das Wappen dei Länder der ungarischen Krone in sich ver.inigs». Wic nun die „Corv. Schweizci" deichtet, wird die Durchführung dieser Flstsez-zung durch eine Verordnung erfolgen, nach welcher die Flagge, oie von den Handelsschiff«,',: des N>,'icheö fottan ausschlich-lich alö Nationalflagge zu führen ist, cin lünglicheö Nechtcek bildet, bestehend aus drei gleichbreiten houzontalen Streifen, ooil denen dcr mittlere weiß, der obere rolh und der untere vun Noth und Grim läügs gelhcill 'st. In den Mittelstreifen sind zwei gelb eingesahle Wavpenschildc von den Seitcnwänven gleichmäßig und doppelt so weit von cinan« der abstehend. Der zur Flaggenstange einwttilige Schild ist roth mit einem weihen Querbalken, und dcr answältigc längs gelheilte enthält rechts vier weihe Aalten im rothen Felde, dann lints em weißes Patriaichcnlreuz, hervorgehend aus einem gekrönten grünen Dceibera,e, ebenfalls im rothen Fl'lce. Irden Schild ziert eine gelbe Krone, und zwar den cinwa'lligen cinc offene Aüg»llrone, den auswärtigen da? Abbild der königlich unganschcn Strjanekrone. Das Vcr< hallnih der Höhe dec Flagge zur Lauge ist wie zwri zu dlri. (Zin besonderes Abzeichen in der Flagge oder einen Wimpel zu führen, Ähnlich demjenigen der Kliegsman»e, wiid den Handelsschiffe!, nicht geflallct sein. — (Der Haupttreffer der Tricster 5 0 fl.-L o se) im Betrage von 15.000 sl., siel dem Tliesler Van-quier Herrn Weisenseld zu. "- ((zine menschenfeindliche Redaction.) Cin Eorlcsu. der „Agramei Ztg." aus Kuslainica berichttt nne Reihe lrauiiger Ereignisse, deren Schauplatz jene Stadt während der Feicrtage war, und fügt bei, bah er ähnliche VurfüUe ü>ter mitthl,ilen tonnte — wozu die Redaction die Aenutlung macht: „Werden uns stets willkommen sein." — (Die abnormen Witteruugsverhält-nisse,) welche in den jüngsten Wochen zu Tuge tratcn, haben sich auch in C>oaticn bemerkbar gemacht. Aus Agram wild gcmeldct, dah dort vollstäüdiges Frühlingswelter herrscht. Am 22. und 24. December wurden gclegcnllich der in dor° tiger Gegend abgehaltenen großen Nchjagden auch bei 30 Slücl Schnepfen aufgefunden. Dagegen hellscht, wie ame-litanisch,' Blätter nuloen, jenseits des Oceans eine ganz ungcwdhntich strenge W,tterung. — (Blumen uus Iuchte nieder.) Aus Paris wird geschrieben: Bli uuseiu Damen herrscht eine Mode, die gewch auch balo in Wien eingefühlt werden dürfte: man hat Blumenboua,uets von Iuchte»lroer. So ungläubig man darüber, lächeln mag, die tunstoollste Veaibeitnng deö Le-dels, die reizende Imitation, endlich dcr lkml-^oul des eigenthümlichen Geruchrs wiU^n gewinnend. — (Die siamesischen Zwillinge.) Nie cin schottisches Journal mittheilt, isl den siamesischen Zwillingen Chang und Eng yon zwei eminenten Professoren der medi> limschcn Fatullät an der Univelsilät von (5oi»bulgb, den Herren Syme und Sir Ian'es Simpson, der ernstliche Rath ertheilt worden, sich tier von ihnen in Pa,is beabsichtigten Operation, d. h. der chirurgischen Trennung ihres sie seit ihrer Geburt znsammenjcsi^lndcn fleischigen Gliedes, unter leinen Umslündl'n zu unterziehen, da duselbe ihr Leben in die luchste G^jahr bungen würde. Die Zwillinge beabsichtigen ab nannten Lords Alsuch bei H^rrn v. Llss^ps am Suezcanal und über den Stand diescs wichtigln Unternchnune. Die-fcm Acuchlc nach sind etwa zwei Drillheile des ganzen! WeileS vollendet, und Wenn tcine unvorhergesehencu Zwi-schensalle cintleleü, su wird da^s^lbe im Jahre 1870 fer-lig slin. Vorcist wiio der Canal nicht breit genug scm, um zwli Schisse aneinander vorbcizulasfin i cr wicd also wie li>,e cingel^sige Lijcnbahir zu befahren sein, doch wird an bestimmten Sullen Raum zum Ausweichen a/ichassen werde». Der vorauösichtlichcn Vcisandung dulch die A>-wlgung groher Schafe wird durch Baggern begegnet werden ; ls ist aber noch nickt abzufehcn, i>r welchem Mahc solche staufinden wird. Waö den Flugsand blti'fst, so sind olMsilblN nur vclhlllti'ihmafn'g ll'inc Thcile deü Canalö ausgcs.tzt, und an dilscn Stlll.n wird durch Anpflanzungen unv fonstige Vollthiungen ein Schutz dagegen geschaffen. Die Clnfahllen von dcr See sino bereits in solchcm Stanoe, l^h sie leine Hindernisse bicttn. Die Schifffahtt wird vo.« aussichllich duich Dampf bcw^ilstlMgt werden mi.ssen, entweder mit H'lfe einer Kelle auf dem Aoden deö Canali, vdet durch besondere Augsirboole. Was der commercülle Erfolg sun wild, darüber Iaht dcr Bliicht in Zweiscl, ebenso über die Uxttrhallungslosten: t2 wild jedoch angenommen, daß, wenn dn Veilehc durch ben Canal sich einmal ausgebildet hat, eine Abgabe von wcnigec als 1 L, pr. Tonne hinreichen wird, die Kosten der Untcrhatluug des Canals zu dcäe». — (220 Menschen e r t r un l e n.) Am 21. De-c>mber fand in bcr Nähe von Smyrna cin unglücklicher Zusammenstoß zwischen zwei Dampiel" stall: der eine der-sllbcn, ein egyptischer Pusldampfer, ging mit Mann nud Maus zu Grunde. Nur w.nige wurden gcrctlet: man nimmt an, daß gegln 220 Mnschtnltben velloccn gegangen sind. — (Schisfbrnch.) Cin Theil der Passagiere deö Dam-pfcrö „Htarry Banner" (Sttru^ibanncr), w^lchcr zwischen Alexandria und Ncw-Iork fährt, ist in London angctommeu und dringt die erschütternde Botschaft, daß das Schiff im atlantischen Ocean bei ciucm Sturme zu Grunde gegangen ist, welcher 122 Menschen das Lcbcn g^ostct habe. Daö UuMck evcignclc sich clma 700 Meilen westwärts von Irland. Nachdem das Schiff daZ Millclineer vcrlasscn, begegnete cö so heftigen Stürmen, daß cö sich zu drm writtn Umwege nach Sunthamptou entschloß, um slillen'ö Weller abzirwartrn. 9tach lnrzcm Verweilen ging dcr Dampfer am 14. December wieder in See, aber bald trat wieder einer dcr in dnscm milden Wiulcr so ilbercmS zahlreichen Stürme ein nnd hielt mit mincschwächter Kraft eine ganze Woche au. In diese Zeit fällt daö Unglück. Man wußte an Bord, daß das Schiff nicht zn den tüchtigsten gclMte, schon ziemlich alt sei, nnd dicö trug dazn bei, die Äl'sorgnisj beim Eintritt schlimmen Wet-l«S zu uermchrcu. Ani 1l). December wuchs dcr Stnrm zu solcher Heftigkeit au, daß die Wogen hoch über das Schifsöbord Hinau6schl,ia.en, als wäre rö nichts mehr als cin rollender Balten und die Rcltmigsbllutc theilwcisc entführten, lhcilwrisc uubrauch-ucrr machten. Am 80. December verdopvcllc sich die Wuth des Orkans mid damit die Verzweiflung derer au Bord, nameutliel' als dcr Metallbeschlag dein fürchterlichen Anprall dcr wüthenden Wasscr nicht mehr Stand !Mt, sondern sich abzulösen begann. Der größte Thcil dcr Passagiere nahm scinc Zuflucht in den großen Salon oocr in dessen Nähe, um den Wogcuschncllcu zu enl-cieheu. Plötzlich folgte aber Wasscvbcra, ans Wasscrbcrg in reißen-dcr Schuclliglcit, zcrlrümmcrtc cincn Theil dcr Sritcnwände, zersplitterte den ganzen Salon in Atome nnd schwemmte durch die a/wallscuii crwcitcrtc Oeffiiling nicht weniger als INl) Personen, Männer, Franeu uud Kinder in den schäumenden, tobenden Ocrau hinaus. Das Iammcrgcfchrci wird als Herz und Sehnen liih-»und geschildert. Ein snnger Lauallccie-Officicv, dcr Vcreinig-tcn-Stalltcii'Avincc anachövig. Masor H, Joy, bcwics hcroischc Kühnheit Lr cntlcdigtc sich cincö Thcilcs scincr Klcidcr und ebc.r so mit Gcwalt der ihn festhalttndcn Arme der Seeleute, die ihn für cincn Wahnsinnigen hirltcn, und stürzte sich in die Wo-gcn, um zu vctlcn. Ein uorzüglichcr Schwimmer, saud er seine Bemühungcn rcichlich belohnt; es gelang ihm allein, wie der Vcrich! sagt, eiuc große Anzahl Mcuscheiilcbei! zu rcttcn, indcm cr die Sinkenden dem Schiffe so ncchc brachte, daß mit Hilfe dcr Hände au Vord deren Ncltuna, licwellstelligt wcrdcu lonntc. 3^ährcnd dessen begann das Schiff bedcnklichc Risse und Spalten zu zcigcn nnd alle Hoffunug, an Ve>vd dcssclbcn dcr Gefahr Trotz bieten zn können, mußte aufgegeben wcrdcn. Iu fliegender Cilc zimmcrlc lnan cin Floß zusammen, in solcher Cilc, daß uian nicht die Zcit gewonnen, cincn Visscn Zwieback, ein Faß Wasscr mit auf die Ncile zn nehmen, Uud auf diese Holzinscl von losen Mastcn uud Tanwcrl rettctcn sich die übcrlcucnd^u ^2 eins einer Gcsammtzcchl von 1tt4 Köpfen nntcr Befehl des Oberofficierö von Vavcm, Drci Tagc und zwci flächte dcm nnerbittlichen Stuimc Prcis gegebcn, dcn Wogen nnd Wasscrstilrzcn cin hilsluscs Spielzeug, ohue Stillung des Hnugcrö und dcö Dnrstcs tricben sie dahin, biö cin französisches Bartschifs in Sicht kam, die Gcrcttctcn 'Nlsuahm und an sranzösischcr Küste landete, von wo sie znm großcn Thcil nach England hcrübcvgclommen sind, ^ ocaies. — (Co »» stitu ti o n c l le r Verein.) Die achte Vr,s.immlung findet Montag den I I. Jänner um 7 Uhr Abends im Saale der Schiehslälte statt. Tagesordnung: 1. Follsehung der A sprechunq des neuen Wchrgesetzes. 2. Voitrag über die Fiagen: Welche Aufgabe hat der Ge-m,indera«h dcr LancnZhauplstadt und was für Männer sollen wir in denselben wÄhIe» ? 3. Autrag cineö Vereins-gliedes auf Ausstellung eines Proaranims jener wiltbschaft» liö^cn Fragen, welche einer geschlichen Regelung im Lande dlingend bedülferi. 4, Voltrag über die Einrichtung und cen Nutzen ni'cr Voltstüch«'. ! — (Tombola.) Vorgestern haben die Mitglieder der hiesigen evangelischen Gemeinde im Salon Fischer eine Tom» bola zum besten des Orgelfondes ihier Kirche veranstaltet. Das Remelllägnih waren 27 si. — (Neber dcn Tvdtschlag in Ieschza) erfährt das „Tabl." nachträglich noch folgendes: Am verhänguiß-vollcn Abende begab sich dcr getödtele Andreas Moeiunikar, v,ll"-o Gcrcar aus Tschernutsch in Gesellschaft vou 4 Vailcrii in daö G^sthalis „zuin russischen Kaiser" , um mit dcm Wirthe Ignaz Hmdcr, vn.1^0 Kovae wegen Uebernahme cincö Theiles einer Echotterlicfcrnng zn unterhandeln. Nachdem dic Bancrn mit Znnder bald einig geworden und zwci Scitel Branntwein und vier Maß Wein getrunken hatten, traten sie gegen 10 Uhr in der Nacht dcn Rückweg an. Zwei von' dieser Gesellschaft gingen voran, Mocimükar mit den beiden andern Vanern cin paar Vnchsenschns.se nach. Kanm waren letztere eine kurzc Ttrecke gegangen, lanien ihnen Steine nachgeflogen, und als sie sich ganz verwundert umwandten, sahen sie sich plötzlich, ohne den geringsten Anlaß gegeben zn haben, von den Äanernbnrschen attaqnirt. Einer der Angegriffenen, Anton Ärodnil, fasite dcn Zndringlichsten der beiden Angreifer Nainenö Andreas Slcrlep, vnl^o Sctwov, dcn er ganz gut erkannte, am Kragen, ließ ihn jedoch, nachdem er viel leichte Stichwunden erhalten, los nnd floh, auch feilten beiden Kameraden zurufend, das Weite zn snchen, über die Felder gegen die Eavcbrückc zn. Vom weiteren Vcrlanfc dcs Kampfes wnßle Vrodmk nichts zn erzählen, denn cr crfnhr erst den nächsten Morgen, daß Andreas Mocumitar, iu dessen Gesellschaft cr angegriffen worden war, todt aufgefunden wurde; letzterer hat nnr eine einzige Stichwunde durch dcn Pelz in den Ellbogen erhalten, welche eine Trennnng der Schlagader verursachte nnd in Folge dessen die Verblutung herbeiführte. Als muthmaßlichcr Thäter wird allgcmcm Andreas Sterlcp, der mit dcr 8ft Strafbchörde schon zweimal nähere Bekanntschaft gemacht, bezeichnet. Derselbe ist zwar in ihren Händen, leugnet aber bis jetzt beharrlich jede Theilnahme. Wir sngcn noch hinzu, daß der getödtcte Mocinnikar Kcilschenbesitzcr nnd Batcr dreier Kinder sei. — (Feuerwehr in — Mcra n.) Ueber ein zu Ehre des jiühcren Planers der hiesigen eoang. Gemeinde, Hr». Theodor Elze am 18. Deomdec veraustalteles Fest schreibt die „Merancr Ztg." vom 1^1. December: GeUeru veran-staltete die Turrier-Feuelwehr zn Ehren ihres Gründers und tls «hcmaligen Tuinuercin^-Lchristwails Dr. Elze, w.lcher auf V^such sür liliige Tage »ach Meran zinüct^ekehit ist, um halb 8 Uhl Abends b.im Faclelscbein eine Feuelwchr-probe. Das voüsländiqe Fiunwlhr^o'Vs in seiner jehc zwectmähigin Unisolmirung zoz mit der Tuiuer-Ferursplike u»d den übrigen Lüschapv^ralen i» dcn Hof des Nosunil-sckul^rl'äudee. Im Nu wald mit den Nasse» schlauchen das Dach des dreistöckigen ^>aus>ö crtl'ttert und iru nächsten 3lugcr,dlicte ergoß sich ein t-.üstiger Nossei strahl weilhiu nbei die angleüzenlc» Dächer, dc>h das Wasser in der Landen.-gasse a»s vi l»n Dachnnnen wie bei l,esti.;>in R'gei'gni, quoll. Die vollständigen beim IcueilöschlN etforoclliHen Uebungen wurden mit g'osier Piacision, Sicherheit u»d Kalldlntialeit ousgesühil. Eine, jlhr zahlreiche Menge von Zuschauern fand sich »deler FlUerwlhrprobe begab sich das gauze Corpö in das hiesige, Ämubau^Locule, wo vom Hauplmann devs.lb.u, H^rn A. Hül>»l, Handels' Mann, tin l'l'g>is!e>lel Toast dem Herrn Dr. (5lzc ausgebracht wurde, in welchem eie ganze Ve,^mmlung mit einem dreimaligen Hoch eiusUmmte, unv dcn Ds. Cize n>!t ebenso begeisterten W2ll','N crwiederie. Weitele Tcaste folgten vom Hauptmaun auf die Pereinvmit^lieder der Turnec^F^ler.' w>hr und von dilslM auf ihrcn beliebten Hauplmann. Herrn Dr. (5'lze machte »och dem Vereine line namhafte Spende zur Gründung cines Fondcs siir inualiv ge>uo>dene Fencrwihrmünncr. Aus dem MrowcMe der am N. Dcccmbcr v. I. allgchallnlcn ordentlichen Sitznnq der Handels- nnd Gewerbckammer fnr ^rain. Das hohe k, k. Haudclsmiuislcrium hat dic hicsigc Kammer aufgefordert alle jene Wünsche und Abäudc-ruugsautrügc zuiu bcstchcndcu Ocwcrbcgcsetzc in Borschlag zn briugcu, welche geeignet erscheinen, zur He-! bung der materiellen Wohlfahrt und zur Kräftigung des Ocwcrbcstaudcs bcizulragcu. ! ^iachdcin der nmfafscndc diesbezügliche Comw'-Vc' richt voin Kauuucisckrctärs-Subftitutcu Herrn Muruil vorgclcscu wurde, uilumt Herr Präsident ^l>. C. Supan das Wort, bcgrüßtvor alleUl dcn g u t c n W i l-l e n der hohen Regierung, daß die Wüusche uud A b än d er n n g s n u t r äg c über die gcgc n-wartig bestehend: Gc werde freihe it von Fach-mänuern offen ausgesprochen wcrdcu möge». Und nachdem er die Hcrrn jlnmincrräthc nochmals crsnchl, falls sonst uoch cin Wunsch zu äußern wäre, mit Hinblick aus dic Aufforderung des hohen k. k. Handelsministeriums denselben hier an diesem Orte gütigst vorzubringen, und fich uicmaud zu Worte meldet, hielt nuu Herr B. C. Supan ungefähr folgende Anfprachc: „Gestatten Sie mir meine Hellen, daß ich über diesen Gegenstand, dem ich die allergrößte Äcdcutuug beilege, nur noch einige Worte anführe. Am 20. d. M. wird bckauutlich das neunte Jahr erreicht sciu, seitdem das Patcut über das Gcwerbcgo setz erschien und am 1. Mai d. I. sind 8 Jahre verflossen , seitdem dasselbe in Wirtsamt'cit besteht. Ja meine Herren, wenn ich bedenke, iu wie uiclcu Vroschü-N'N voll grauer Theorie die Gcwcrbcfrciheit als der schönste Frühlingsmorgcu sür die Geschäftswelt begrüßt wurde, — nnd was für einen trüben Spiegel liefern uns heute die Handels« und Gc-werbsvcrhältnisfc! — Ich habe gar nicht nüchia,. meine Rede laug auszuspiimcn und weit in dcr sscruc eiuc Rundschau zn halten; bleiben wir schön zu Hanse nud betrachten wir das Vild, welches fich vor nuscrn ^ugen und insbesondere iu u us er er Hauptstadt scilhcv (ntrollt hat. Meine Herren! uuuuterbrochcn über 30 Jahre laug habe ich mich dcm Gcfchästslebcu dieser Hauptstadt gewidmet uud uie war ciuc so trübe uud uüßululhigc Ltimmuug iu demselben zum Vorschein getreten wie seither. Noch ältere uud erfahrenere Mäuncr als ich! es bin werden es Ihuen sagcu köuum, daß weder vor, noch während dcr Dauer der französisch e n Invasion n ud cvcn s o wenig auch nach derselben iu unserer Stadt der Handel uud das Gewerbe so traurige Epochcu crlcbteu, wie es leider jctzl, wie jcdermauu betauut, der Fall ist! Bor wenige,» Jahre» uoch waren die Gcschäfls-and Creditueihällnisse uuscrcö Planes im besten Nufc, uud gerade ^aibach war unter den ö st crrcichischcu H a u d e ls stä d t e n sp r ü ch wort» lich als dcr bctieb teste Handelsplatz beta nut, was auch ich während meiner l)icljähii>,cti Scll'släüdlgteit m>S ci^cuer (älfayrliug sagen taiui. Oaß alicr, mciue Herren! scit dcn InSlcbculrclcu dcr Gcwcrblfreihat so ^'ie'.e ucne Fiimen überall, nnd besonders hier in iinscrel- Stadt, auflauchtcu, dalüber kaun sich ciulcuchtcndelmaßcn lücmaud wliüdel», dcnu der )Ieiz der Eclbst»Lndigscit ist sjroft! beider abcr tam schon mancher junge, sonst so hoffnungsvolle Gcschästsmanu »ach ciu paar Iahrcn seiner selbständigen Herrschaft, die abcr bei mauchnn gar nur wenige A)io»»ate dankte, zu dcr ebenso trauligcu als wayicu Eltcnnlliiß, daß er duich das oei-fiühtc Etabliicu uud die Hast nach Sclbslündiglcit, wozu keine VedinssUllgen gefordert werden, seine gauz (äalrx're, fur w^che sonst alle Aolagcu vol' haildcil wärcu, für iunucr verdordeu hat; — uud durch solche, nuf diese Art liud Wcisc gehobene uild anpral' lcndc Wellen ciuer überschiissigeu Oollcurrcuz werdcu scldstocrstaudlich allc die best^hcndcu allcll Gc> schastszwcige empfindlich berührt. Ja, eine sogenannte wilde <5onc»»rrcnz lauu dcn besten Platz, die besten Geschäfts- und Credit-Verhältnisse zu Grunde richten! — Das sind Thatsachen, die nieu,and in Abrede stellen kaun. Meine Herrn! vielfache Ursachen bestimmen nnch wie gesagt, we'cr übcr die Gciveibcfrcibcit noch über' daS Frcihandcl-Sl)stem mich jetzl naher auszusprcchcn, obwohl ich iu dcr ^agc Wärc, manches dolül'cr zusagen, da ich seit Iahrcu fortiDähiena anf dem voltowirlh- ^ fchaftlichcn Gebiete und über die Social' n»d Handels^ : Politik auch anderer Staaten i'nch Älöglichteil Studicu! gemacht habe. ^ Ilm allfällige Aiißvciftänd'.nsse ferne za haltcu, cr-! tlüie ich, daß man fich gcnnß sehr lausche würde, wenn mau aiiüehiucil wolUc, daß ich un Pri>,e,ft gcgcu irgend welche Freiheit sei. Ich biu cnlschiedcu für allc^ Frciheileil, vo r a u s g c s e tzt j c o o ch, daß dic! nöthigen Factoreu vorhanden sind, die bedingt harmonisch verbunden wirkend zur Volks-Wohlfahrt fnhren. Dic bloße Phcase Freiheit ist mir abcr soviel als nichts, rcuu sonst müßt.u die Wlldcli in dcu besten Zuslaulcll lcoc«. — Und mit Rccht habcu die ucuchcu amer.tauischcu Ratiolial-Octo-uouleu das bckanutc „l. l>i5>!>x l<»iro" oder „l^ n is ->'«>/ i>l> !>«0l-"-Shstcm vollständig als gauz irrig an-crkanut. (Kine ?)todificirun«j der Gewerbe Ärdnu»«; ist, kurz gesagt, nach dcn sichtbaren Nesultateu derselbe» gewiß driugend geboten nnd ich glaube, daß von der löblichen ikaunmr der Antrag dcs Cmnit«'', wclchcr schließlich darin ^ipzelt, d.ch (5^pcrleu alich aus dcr Provinz, wie es darin ausdrücklich heißt, nach Wie» bcrnfcn wcrdc» sollcn, um dic nähcrcü Gcrathungm darübcr zu pflegen, gewiß angenommen w^deu wir^. (Der Antrag wurde bct.umtlich augcuommcii.) Nencßc PH. Vcrliu, 6. Jänner. Die „Pi0li,-Colr." meldet: Prenßcu crihciltc dcu, Grafcu Solms besuudcre Boll^ macht für i'ic Coi>fcrcuzvcrh^ndlui,g,u. Äian glaubt, daß die Vcrathuugen, wenn nicht nucrwcntetc Zwischen' falle ciutrctcu, in wenigen Tagcu zu gutcm Ende ge-führt wcrdcu. Paris, 6. Iäuucr. Das „3ourual Officiel" schreibt iu sciucm Aullctiu: Gencralcapilän ^crsnndi hat dem Gcncral Dulcc am 4. Iänucr das obcrstc Com-luaudo in dcr Havauua üucrgcbeu. Gcucral Dulce hat lelegruphisch berichtet, daß der westliche Theil Kilba'.' voll' kommen p.icificirt, und daß dcr Ausstand im Süden leinc Forischrittc geiuacht hat. Floreiiz, L. Jänner. Ein löniglichcs Dccrct liclrant dcn General Cadorua mit dcr Mission, dic öffeutlichc Ordnuug uud Nuhc in den Provinzen Bologna, Parma, Negaia und iu der Emilia wicdclhcrzust/llcu. Deis'lbc crliali zugleich die Vollmacht, die als elforder-l>ch sich hcrau^slcllcudcu Ncaßrc^cln zu ergrch'cu. Nach-richtlU aus dcr ^audschaft Parma zufolge, daucr!cn dascldsl dic Uinuhcn fort. I,i dcu Stadlcn, sowic iiu übrigcil Theile dcs Königreiches herrscht Nuhe. Hi ad rid, (!. Jänner. Monlcü'ar wiirde znm Gesandten Svanicns für Flolcnz crnanut. Prim stellt die Adsicht in ylbrcde, dic Flciivilligcu dcr Freiheit eut- luasf^cu zu wolle-', und ford^t dic Gcncralcapitäoe auf, sich mit dcn Cmilbchördeii wc^cn Vcrnh gling dcr öffcnl' lichcu '^ic'nung dicscrhalb zu vc>ständige». Iu Cadi;' wuidc dcr Belage»uug^zustaud aufgehobcu. Vis hcute Mittt'luacht ciugctroffeuc Tclcgramuic lucldcu, daß voll- ständige Nuhc auf dcr ganzcu H^lbinscl, Ccula uud in 'dm nudcrcn oflisaüischcu Acsitzungcu h.rrschl. Const anlin op cl, 5). Jänner. „Lcoaut Herald" meldet: Die Pforte Hal die acgm dic Grieche» verhängte Maßnahme dcr Ausivcisuiig abgeändert. Die auf türkischem Gcbictc gcborcucn Ultterihaneu lönneu verblci< !beu; dic ehemals türtlschc!, Untnthcluc» jedoch unisscn sich cut!v,dcr zur Wiederaufnahme ihrer lintisch n Unl^'/ !lhancnschaft entschli^ß-u, oder abrciscn. — Das hiesig ^Aurcau „Havas" meldet, daß die gricchi'schcu Uuter-lhancu, die früher im türkischen Uutcrthancuverbaudc st.nldcu, ihre frühcrc Nationalität cntwedcr annchmcn odcr abcr nach der fcstgesctztcu Frist abrciscu müsscü, die wirklich hcllc»ischcn Uiücrthancu hiügcgcu können verbleiben, wcuu sie sich dcu Laudcsgcsctzcu uutcrwerfcu. /Diese Maßuahine briugt im diploinalischcu Corps und der Bevölkerung ciueu sehr günstigen Ciudruck hervor. ! 'Te!egrapl)ische Mechft'lcl»urfo 5 liom ?, Jänner. ! 5ipcrc, Melalliqucö L1.40. - 5>pcrc. M.talliqncö mit Mai- >»:d Norienil'n-Ziüseil , — l>jU0cr Slaati!an>si>cl!!!3.2<>. — Vankaeticn 1"2", run 3 >^" iibcr dein Normale. AeranimoüIiHcr »ied^e>>nr: Igna^ v. Klei n in a y r. DM Gott dein Ällniächlissen hat ev gefallen, nnsevc ^^ Tochter resp. Schwester M ini neunten ^elien^ahn', nach langl'n schincrzlichen » »V seiden Miuwoch, den 6. d. M, 1 Uhr Nachmittags >W Ml in cin liesseres Ienleits abziilicrnfe», W» « Daö Leichenliegänguiß findet yentr, Freitag, um » W ^! llhr Nnchmittagö vom Hanplplal^e 3c'r. ä40 statt. ^ W Laibach, am 8. Iiluucr 1869. ftll) » W Iolianll undAlnalicKr li sch »1 v i l^. W ^"^^'l «'^4 TU'e« ^^ncr Die cmsanaö qllnsiige Siimmnng schwächte sich im ^rlanfe zwar cü>, dennoch schlössen zinstragende S,n°!öfm,dö dedeniend höher nnd anch Indns.ric' VlU^llllkllÜjl. papicv/crftü)^.,, aroßNülhcilij Anfliessenuigen. (Äcld sliiNig^^elM licl.ngre.ch.____________________________________________------------------------- Oesselzilick,? Scbuld. ^. deS StuateS (siir ll>0 sl,) Gtld Wüürr In «.50 "?. dclto „ (?) . . . 95. - 95.5)0 Silber-Anlehen von 1864 . . 70.50 71.50 SÜberanl. 1865 (FrcH.) rückzahlb. W87I. zu5pCt. silr lN0ft. 74.50 75.50 Nat.-Aul. mit Iän,-Voup. zn 5"/, KU.25 ,,« 50 „ „ „ Npr.-Caup. „ 5 „ 66.25 <;6 .''<» Melalliques . . . . „5 „ 61. - 61.50 deNo mit Mai-Eoup, „ 5 „ 61 60 61.80 dM°.....,^,, 5,4 75 55- Mit Verlos, v. 1.1839 . . ,« «,, .. 155.— 155,25 S!!d.Kt,-,l.-uci!,u,z,-i.E.200fI. ij. W. oder 500 Fr. . . . 210.10 210 25 Geld Waare Tlll.Kurl-Lnd.-B. z.200fl.CM. 21^,25 214.50 Voym. WesN'a!,:: ;u 200 fl. . 164>- 161,50 Ocst.Don.-Dampfsch^Gis. ^ « 549,— 551 - Oesterreich, ^'loyd iu Trieft A »_> 259,- 26').— Wie,:,D(Nupfm.-Acta,, . ! . 330.— 335.— Pcster iletloudrücle .... 540.— 550.— A:in.!o - Austria - Bcml zn 2(>> sl, 225 — 225.50 Lcu'.lierg CzrrnoU'il)cr Äctieu . 175,50 176,— Verslchcr.-GcseÜschall Donau . 250,- 254.- Pfandbriefe (für 100 fl.) National- j ., „^ bank aus ^ ocrloSbar zu 5",/, 98 50 93,80 C. Ü)t 1 Nat!oualb.anfiz.W.vtrloöb.5„ 93.80 94.^! ! Ung. Bud.-Cred.-Aust. zu 5'/. „ 9),<.- ".^ ANa. oft V»den.Creoit^?lustall derloüliar zu 5«/, iu Silln>r 106.50 10? — dll,.i,l33I.ri!ckz.zu5pCt.iu ü,W. 89.— 8^,.>0 ^ Uose (pr. Slüct.) ^ End.-N.f.H u.G.z.100si.ä.W. 157.25 157.75 Don.-Dmpfsch,-O.z.I^)si.CM' -.— -..-! Stadium. Oscn „ 40 „ ü. W 33.- 33 50 Ia!m „ 40 „ ,, . 43 25 43.75^ Geld Waatt Palsfv zu 40 si, L. W. 32 50 33,-^ Llary « 40..... 38 - 39.^ St. Genois ,, 40 „ „ . ^4,— 35.^ WiudisllMich „ 20 „ „ . 20.- 21.-' Waldstciu „ 20 „ „ . 2150 22.5) ! Kegleuich „ 10 „ „ . 14.50 15.5" Rudolf-Stiftuug 10 „ „ . 14.50 15.-^, ' Wechsel (3 Mau,) D Augsburg siir 100 sl sitdd. N. 99.80 100.-' Frankfurt a.M. 100 fl. detla 99.90 100,^ Hamdurg. sitr 100 Viarl Bauko 8? 80 88.-" London für 10 Pf, Sterling . 118.85 118.-' Paris filr 100 Frauts . . . 47.35 47.^' Cours 0er Wcldsovton Gcld Waare K. Münz-Dneatci-. . 5 ft. 65^ lr. 5 fl. 66 ^^ yillpoleoulld'or . . 9 „ 51.',, 9 ,. 52 " Rnss, Iinperialö ."„—.,— ,, — " Vcreinc,ihal:r . . l .. 76 „ 1 „ 76! " Sil^r . . 117 „ - „ 117 „ l.'5 " Knnnischc OrnndmtlaNuugs-Obligatloucn, P^^ vatt'.otiruu^: 86.50 Geld, 90 Waare