Nr. 42. PrHnum«l»t« Post ganzl, st. li. halbj, fi, ? 5». Dienstag, 21. Februar. "nstltlonsgebll»: ßlll Nelne Inselate bi» zu 4 ^t'.len « l?.. ssroßne pei Zeile « lr.: tei lft«»«» llvi«be»h°wngeu p« »jeile » ll. 1882. Amtlicher Theil. Gesetz vom 9. Februar 1882, betreffend einige Abänderungen der Orbäudesteuer-Gefehe. Mit Zustimmung beider Häuser des Reichsrathes verordne Ich wie folgt: . § 1. Die HauszinSsteuer, wie solche nach den nut dem kaiserlichen Patente vom 23. F.bruar 1820 ststgestelllen Grundsätzen in den in diesem Patente und ^en Allerhöchsten Entschließungen vom 30, Juni 1823. lb. April 1539. 25. Juni 1844 und 7. Oktober 185! ^zeichneten Ollen umzulegen ist, wird in allen im ^"chsrathe vertretenen Königreichen und Ländern auf alle Gebäude ausgedehnt: 2) welche in Ollen gelegen sind, in dl-'inn sammt, liche G^bäilde oder wenigstens die Hälfte der-selben und außerdem die Hälfte der Wohnb^stand. theile einen Zinsertrag durch Vermietung abwerfen, oder d) welche außer diesen Ortschaften gelegen, ganz oder lhellwcise durch Vermiclung benutzt wer» ben; von diesen lchtercn hanen jedoch die nicht Nlchr als drei Wohnbestandtheile enthaltenden Mk einer der dlei nnterstru Klassen des Haus» Klassensteuer.Tnl ifis eingereihten Gebäude, welche von dem Eigenthümer bewohnt und nur zum Thrile vermietet sind, in der Hausllassenstcucr i" ve>bleiben. I>,s! ^' ^^ Ausspruch der Steuerbehörde erster zur ^ '" ^"g aus die Heranziehung eines Olles v?rt ^"^lnisteuer ist der betreffenden Gemeinde, ein, , ^ bekanntzugeben. u»d steht nicht nur jedem ''Mien Hausbrsitzrr. sondern auch der GlNieliidc-"ltlelung der R»curs an die Flnanzlandcsbehörde Ulller den V^stiminungkn des Grfttze« vom 19. März ^76 (R. G. AI. Nr. 28) zu. welche darüber endgillig entscheidet. Dieser Recurs hat ausschiebende Wirkung. H 3, Die mit dem kaiserlichen Patente vom 1". Okiuber 1849. Punkt 4. N. G. Vl. Nr. 412. e>»gl'lührle Hausziusst^uer. ferner das auf den Aller» hasten ^ntjchllchungen vom 7. Juni 1«55. ^0. April ^l>7 und 3. Mai'ittW beruhel.de Hauszinssteuer-^Ullsuln bezüglich der im Pomörio der Slant Trieft, danu der außelhulb des Ponlöriums von Trieft im Territorium gelegenen Gebäude hat zu entfallen. .„ §4. Von den nach § 1 zinsstcuerpflichtigen Ge« Bauden, insofern dieselben bisher der Hauelllisseuslem'r unterlagt, »st diese Steuer fiir die Dauer der Haus. zw5steuerpfl,cht nlcht mehr emzuheben. ! § 5. Die Veranlagung der Hanszinssteuer erfolgt bezüglich der sämmtlichen nach ß 1 in dieselbe einbezogenen Orte und Gebäude in Gcmähheit der für die Veranlagung der Hauszinsteuer bestehenden Gl'feh? und der im Einklangs mit den Gesetzen stehen, den Vollzugsvorschrift^n. Bei den nach § 1. lit., b, hauszinssteuerpftich. tigen, theilweise vermietete»'..Gebäuden ist jedoch an Hauszinssteuer zu entrichten ») der Betrag, welcher für die nicht vermieteten Wohubestandtheile nach dem Tarife L (ß 8) an Hauellassenst'Uer enift^le. und d) der Velrag. welcher sich von dem Zinse für die vermieteten Bestandtheile nach d,m im § 6 fest. gesetzten Ausmaße der Hauszinssteuer ergibt. In keinem Falle oa,f jedoch bei den nach § l. lit., b., hauszinsstrue, Pflichtigen Gebäuden die für das ganze Gebäude zu e>mitlel»de Hauszinssteuer mit rinrm geringere», Betrage zur Vorsänelbung und Ein-Hebung grlangen als mit der für tmses Haus nach dem Haustlllsscnsteuer.Tarife entfallenden G^bür. tz 6. Der Abzug für Erhaltungs- und Amorti. sationslosten für die nach dem Zinserträge zu be-steuernden Gebäude wild in den im Verzeichnisse H. aufgeführten Siädten und Ollen mit 15 pCt. vom Vlutlozinse berechnet. Ausgenommen sind hievon die Stadt Zara und die Stadt Cz^rnowitz (innere Stadt), in welchen sowie bezüglich aller übrigen Hauszins, steuclpflichligen Orte und Gebäude dieser Abzug mit 30 pEt. festgesetzt wird. Das Ausmaß der Hauszinsstfuer wird für die Gebäude in den im Verzeichnisse ^ aufgezählten Städten und Orten mit 26'/, pCi. des nach Abzug der TlhaltungS- und AmorNjaNouslosten ermiilelien steuerbaren reinen Zinse, trüget, für ullr übrigen hau«, zinsstcu'rpflichtigrn G'bän^e mit 20 pllt. deKsrlbsl» reinen Ziilöcrtlages flstg'strllt. Die in d'Nl V^zcichmss«' ^ nicht aufgezählten Städte und Orte Tirols und Vorarlbergs, welche gmiz in die Hanszinsstsuer einbezogen weiden, und die Gebäude in Tirol und in Vorarlberg außerhalb dieser Orte, wcl lie die H.iuszintzsteuer bezahl, n. soU.n nach Abzug von 30 pEl. der E>haltungs< und Amor. ti'atioi'sllisteu mit 15 pCt. des übrlg gebliebenen reinen Zinsertrages blstm^t werden. § 7. Von Gebäuden, welche int qanzen oder lheilweise aus dem Tilel der Äauführung die Befreiung von der Hnlszinsfteuer genichl'u. sind 5 pCt. drs aus di^seu Gebäuden erzielten Neinettrages zu entrichten. Als Nmierträgnis ist jcncr Betrag anzusehen, welcher sich ergibt, wenn mau von dem ganzjährigen Aluttozmsertlage die auf die Eihaltung drs Gsbäu des gesetzlich zugestandenen Procente und bei ganz hauszinssteuerfreien Gebäuden überdies noch die erweislich im St^uei-jahre fällig werdendrn Zinsen von den auf dem steue>pfl,chtigen Objecte versicherlen Kapitalien in Abzug biingt. In all<>n übrigen Beziehungen wird diese Steuer der Hauszmssteuer glsichgestellt. § 8. Das Ausmaß der Steuergebür von den nach der Anzahl der Wuhnbestandtheile zu besteuernden Gebäuden (HauKllassensl^uer.Objfcte) w>rd für sämmtliche im Reichsiathe vertretenen Köiiigreiche und Länder durch de>, beigefügleu Taiif Z festgss'ht. § 9. D>e (tlnreihuna. der nach tz 8 steuslpst'ch' tigen Gebäude m die Tariftklassen wild von der Steuerbehörde erster Instanz auf Grund des Haus« klasssnfteuer.Calastels mit Vtücksichtn.'hme auf die in demselben aus^ewiesene Anzahl der Wohnbestandlheile (§ 22 des laii'llichen Patentes twm 23. ^bruar 1820), die Einreihiinq drr Osbäude in T'rol «nd Vorarlberg in Gemähheit der für die Hansflassen« steuer überhaupt bestehenden Gsehe und der >m e bereits der Besteuerung unterliegenden Gebäude im Lande Salzburg, welche weniger als 15 und nuhr als 3 Wohubestandcheile enthalten, bann in Dalmaüen jene bereits besteuerten Gebäude, welche !v>>nia,sr als t> Wohnbestandthelle enthalten, haben nur den halben Bt'tiag der ill dem Kl^ssl-nlarife Z festigst« llii-x Säh? zu entiicheen. Die für Salzl'urg giltiq»'N Normen hab?n auch in Tirol u»d Vorailberg für jeue Gibäude in Anwendung zu lomlnen, welche mit dem I. Jänner 1882 in die Besteuerung embezogen werden. D>e O^stünmung des Alinea 1 gilt auch für alle N»'U-, Zu» und Umbauten in Dalmatian, Salz« bürg. Tirol u»d Vorailberg, wlche bis znm Schlüsse des Jahres 1881 vollendet und benutzbar gemacht wurde». Alle Gebäude, die vom Beginne de« Jahres 1^82 in den genannt»'!! Läüdkril um«, zu- obrr „»ug^baut werden, haben nach Vollendung der gss'hlich bewilligten St^uerflcijahre (N. G. Bl. Nr. 39 vom Jahre 1880) nach dem Tarife ü den vollen Sleurrsatz zu entrichten. § 12. Der mit dem kaiserl Patente vom 10ten Oktober l849 (Punkt 5, N. G. Vl. Nr. 412) angeordnete außerordentliche Zuschlag wird mcht mchr Feuilleton. Die Feuer-Vefi. ^ne Geschichte aus ben steierischen Verge«. Von Harrict'Grilnewald. (2l. Fortsehuul,.) Vliik!^^ Hufbäuerin weinte nicht mehr. Sie stand h^,^ aufrecht vor der Leiche Valentin«; ihr Blick noch .i..^""l "en jungen Knecht: .Ich - ich habe üi s "b -- ich bin nicht kinderlos!" der ^ ^ ^"'lt die Hofbänerin an. als fürchte er, Gen^ l '5 habe ihr den Velstand geraubt; auch '"°^a blickte fcheu zu der alten Frau auf. heit ",. ,'chaut m,ch nicht so an! Ich red'die Wahr-^ - ^«lentin hatte einen Bruder. Ich — ja, ich hab' aus- «'" ^^" '" Sie breitete die Arme nach Gabriel zur in",x""'"^ ^ " komm an mein Herz!" Regungslos. "'>d!ällle umgewandelt, stand der junge Mann da. boll," l""l mein Vater? — Der verstorbene H),°""er sicherlich nicht, wenn Ihr wirklich meine "^ se>n wollt — es j,ht sein wollt?" ^ ß^'^lte Frau senkte das Auge: ..Das ist eine nick<5 °us der Jugend, - der Hofbauer wusste "'M mn die Schand"..... h^.."^"nd?" G^chriels Lippen znckten: ,.O warum Niu»i «^^ "'ch^ ^ir Euch behalte.: — die ganz? """Schaft dazu. Aber nein, nein e» kann nicht sein, Ihr hab't über den großen Schmerz den Verstand vciloren, ich geh' Euch nichts, gar nichts an, Ihr seid nicht meine Mutter!" Das Antlitz der Hosbäuerin, die noch immer die Arme nach Gabriel autstreckie, verdüsterte ein großer, heißer Seclenschmerz. der auch in >h>er Stimme, ihlen Worten lag: «Ich war jung, sehr jung, als ich den Brnder des Thomas Urilsch'lieble. Ich war grad' so jung. als arm und sauber. — da musste Gabriel in den Krieg ziehen, ich in die Stadt, in einrn Dienst gehen. — Bald kam die Nachricht, dass man ihn erschossen habe. — Ich schenlle nach rin paar Wochen Euch das Leben. Thomas Urilsch wusste von allem, er bot mir sein Herz und seine Hand an. Damals war mein Schmerz zu groß, ich tonnte, wollte nicht sein Weib werden. — später ach. da fuhr der Hoch. muthsteufel in mich! Als der reiche Hofbauer um mich freite, da hab' ich mich dis Kindes gefchämt. — Thomas bewahrte das Geheimnis, — fchenkte mir aber vo>» der Stund' an, als ich Hofbäuerin wurde, statt Lieb' — Verachtung. — Das Bild. welches Ihr heut' in meiner Stube a/srhen, es ist Euer — Vater. Seit Jahren hangt es dort; jedem, der mich fragt, wer es ist. sage ich: ein lieber Verwandter." „Das thut auch jetzt und immer!" sagte Gabriel mit klangloser Stimme. «Ich kann und will nicht Euer Sohn sein. Z» diesem Recht' wollt Ihr mich nur durch Valentins Tod bringen! — War ich bisher eine Schand' für die Hofbäuerin, fo mag ich sie auch jetzt nicht für alle Leul' fein — Wa» Ihr mir an der Leiche da vertrant, das hat außer mir nur Veno-v»fa gehört uud die wird schweigen — schweigen mit mir uild deu armen Todten." Die alte Frau hatte längst die Arme sinken lassen. Mit bleiche» Lippen, thräuenjchweren Aua/n hatte sie den jungen Mann zu Ende reden lassen. Was er ihr sagte, llang bitter — furchtbar bitter, — doch eil schloss nur die ernste Wahrheit in sich. Die Leute im Dorse würden mit Fingern auf sie weisen. — würden ihr nur Böses uuo Schlechtes nachsagen. Es wäre wirklich eine Schande, an der die Hofbäuerin für den Rest ihre« Lebens a/img zu tragen liätte. — S,e hatte ja dem juna?n Manne, der fo stolz und herb ihre Mutterliebe zurückwies, nie ihr Herz angeboten ; jetzt im Unglück wollte sie eine Kraft und Stütze an dem einst verstoßenen K >aben. — wollte den. deu sie verleugnet, als letzle» Schotz «hr^K .j!i-samen Leben« in das verlassene Haus aufnehmen. S,e, die stolze, reiche Hofbäuerm. sollte es urp ützlich aller Well brennen, dass der arme Knecht ihr Sohn sei, das« sie ihn jetzt, nachdem Valentin ihr durch em grausames Geschick entrissen wurde, erst als ihr Kiid anerkannte. Gabriel beugte sich zu Genovefa nieder, während die alte Frau finster vor sich hinstarrte: «Ich möcht' wieder auf die Alp ziehen bis zum Herbst." Sie migte leicht das Haupt. T'ef und warm srnkte sich ihr Blick in sein Auge: ..Ihr hab't meinem Vater da« Lchen gerettet. — ,ch hab' Euch noch nickt dafür gedankt!" Horts, f7l,t) Laibachel Zeitung Nr. 42 366 21. ssebruar 1882. eingehoben, es bleibt jedoch das im Punkte 6 dieses Patentes den Hausbesitzern eingeräumte Abzugsrecht bei Zahlungen, die sie an Zinsen oder anderen jähr« lichen Leistungen von den auf ihrem Hausbesitzc haf« tenden Schulden zu entrichten haben, auch fernerhin für die Dauer der Wirksamkeit des Einkommensteuer« Patente« vom 29. Oktober 1849 (R. G. Vl. Num-mer 439), aufrecht, und tritt sohin in den Bestimmungen des § 13 dieses Patentes keine Aenderung ein. § 13. Als der mindeste Betrag, mit welchem der Wert eines der Hauizinssteuer unterliegenden Ge-bäudes nach § 50 des Gesetzes vom 9. Februar 1850 lR. G. Bl. Nr. 50) und der einschlägigen gesetzlichen Viachtragsbestimmungen angenommen werden darf, hat in jenen Fällen, in welchen dieser Wert nach den Ver« Hältnissen eines dem Beginne der Wirksamkeit dieses Gesetzes folgenden Zeitpunktes zu bestimmen ist, das Sechzigfache des vollen Ausmaßes der im § 6 festgestellten Hauszinssteuer zu gelten. § 14. In Tirol und Vorarlberg ist die Hauszins« und Hausllassenfteuer sowie die Steuer von Gebäuden. welche aus dem Titel der Bauführung die zeitliche Befreiung von der Hauszinssteuer genießen, in vier gleichen Raten am 1. Februar, 1. Mai, 1. August und 1. November jeden Jahres zu entrichten. In den übrigen Ländern bleiben die für diese Steuern festgesetzten Eiozahlungstermine aufrecht. Z 15. In Ansehung der auf Grund des gegenwärtigen Gesetzes eintretenden Steuersätze werden nachstehende Uebergangöperioden bestimmt: 1.) für die Hauszinssteuer in Iara ein Jahr; 2.) für die Hauszinssteuer der Stadt Salzburg zwei Jahre; 3.) für die Hauszinssteuer in Czernowih fünf Jahre; 4.) für die Hauszmssteuer in Trieft dreizehn Jahre; 5.) für die Hauszinssteuer in Tirol und Vorarlberg zehn Jahre; 6.) für die Hausklassensteuer im Lande Salzburg rücksichtlich der in die erste bis zur siebenten Tarifs-llasse eingereihten Gebäude zehn Jahre; 7.) für die Hausklassensteuer in Dalmatiett rücksichtlich der in der ersten bis zur elften TanfsllM eingereihten Gebäude zehn Jahre; 8.) die Hausklassensteuer wird in Tirol und Vor-arlberg für das Jahr 1882 gar nicht umgelegt; dann hat für diefe Steuer in diesen beiden Ländern el« Ueberqangsperiode von zehn Jahren anzufangen. Das Ausmaß der Steuergebiir für die in dlt Uebelgangsperiode fallenden Jahre lst in der Tabelle ^ festgesetzt. § 16. Dieses Gesetz tritt mit dem Tage sem" Kundmachung in Wirksamkeit. Die Bemessung der Steuer beginnt nach dleseln Gesetze mit dem 1. Jänner 1882. ß 17. Der Finanzmimster ist mit dem Vollzug« des Gesetzes beauftragt. Wien am 9. Februar 1882. Franz Joseph m. p. Taaffe m.i). Dunajewsti m.p. »eilage 4. Verzeichnis der Städte und Orte, für welche bas Ausmaß der Hauszinssteuer mit 26«, Procent berechnet wird. Land Landeshauptstädte und andere Orte Wien: dann die Ortschaften in der Umgebung Wiens, als: Baden sammt Alland und Thurngassc, Vuttenbrunn. Unter» «!«l,-rijsler«ick> Töbling. Weinhaus, Helllgcnstadt, Ober.Döblmg, hernals, ""' " Neu-Lerchenfeld. Unter.Meidling, WilhclmSdorf. hiching. Sechshaus, Gaudenzdorf, Fünfhaus, Währing, Ober-Meid« linsss Penziitg, Rudulphsheim (vormals Rustendorf). Rein«! dors und Hjraunhirschen. 5^»s.-„..^ Linz sammt Vorstädten: Oberösterreich ^^ Marlt. Salzburg sammt den Vorstädten: Nonthal. Miilln und Neuszcrer Stein; Salzburg dann die Ortschaften: Froschhcim, Mö'nchSberg, Lehen, Riebenburg und Schall' moos. Tirol . Innsbruck sammt Wilten. Land Landeshauptstädte und andere Orte Eteiermarl Graz sammt Vorstädten. Kärnten Klayensurt sammt Vorstädten. ___, Krain Laibllch sammt Vorstädten. __^, Küstenland ^iest (Pomürium). «ujtcnland ^^ sammt Stadtbezirk. ___. Nalmatien Zara. ___^ Prag sammt Vysehrad' Vöhmcn die Vadeorle: Tcplitz, Schönan, Karlsbad, Marienbad. Franzensbad,__ M^h^n Bliinn sammt Vorstädten, Schlesien Troppau (innere Stadt). __^. «°«"" ««, — „ * Für Nohchütten, Erdhütten ohne Mauerwcrl oder aus bloßem Nuthenflcchtwerke ober «lngerahmten Pflücken errichtete Hütten, bann für die Morlalcn.Hüttcn in Dalmatien. Delsclbe ermäßigte Tarifsatz von 75 lr. kann auch für jrne Gebäude in Galizien und i d« Vllkowina in Attwendmiss gebracht werde», welche einzeln und ohuc Z^snniüllüihang mit ' einer Oitschaft lies.cn und nicht mchr nls cii!l>,l Wohnbcstandtheil enthalten, Die in den Vorarlberg« Alpen (meist in Voralpen und Waiensässen) mit den bloßen Alphüttcn vereinten und nur zeitweise wc^cn eigenartigen Wirtschaftsbetriebes benutzten Wohn» zebäude sind mit dem halben Satze der betreffenden Tarifsllasse zu besteuern. Neilage v. Es sind zu entrichten an der Hauszinssteuer an der Haustlassensteuer , <5, .. in Tirol und in Dalmatlen Vorarlberg in der ln in Salzburg ^____________"---------^ in ^«^ ln Tirol i>« rücksichtlich der .-.^".^M "" ^, 3^ «lzer- und " Häuser der ruckfichtlich "^'V °.. Zara ^alz- ^s ^ ^.^ ^/^11 der Häuser der ,"5'^ 3°h« bürg ^° Klasse I.^is XI. ^l ^nst^ Klasse "Hawser Percente der nach 8 6 sich berechnen- Percente der im Tarife V festgestellten den vollen Steuergebür Steuersätze ! ! ! 1882 95 90 75 50 35 50 60 . . -1883 100 95 80 55 40 5b 55 " 1884 . . 100 85 60 4b 60 60 l0 !885 . . . . ! 90 , 65 50 65 65 A 188« .... 95 70 55 70 70 s0 188? .... 100 75 60 7« 75 ^ 1888...... 80 65 80 80 b0 1889...... 85 70 85 65 60 1890...... 90 75 90 90 A 18!11...... 95 80 95 95 U 1892 ...... 100 85 100 100 ^0 1893..... go ' 100^ 1894........ 95 . . ' 1895...... .100 ' ' ' ' ' Nichtamtlicher Theil. Rede Sr. Excellenz des Herrn Finanzministers Tr. Ritter v. Tunajewski. (Fortsetzung.) Ich glaube, trotz allgemeiner Kritiken und allgemeiner Grundsätze muss in Vezug ans das Bedürfnis des Staates der thatsächliche Erfolg schließlich den «lusschlag geben, und der thatsächliche Erfolg liegt aewls« auf dieser (rechten) Seite. (Widerspruch linls.) Ist die Thalsache unrichtig, so bitte lch. mich zu berichtigen. . ^ . Ez wurde auch der gegenwärtigen Regierung, und zwar sehr oft und bei jeder Gelegenheit, sogar bei der Verhandlung über den Petroleumzoll, das Grundsteuergesetz gewissermaßen als eine Einwendung, als ein Vorwurf vorgehalten. Nun ob das echt con» titutioncll ist, immer von neuem auf bereits abge< chlossene Sachen zurückzukommen, will ich nicht ent- cheiden. Der alte Römer sagt schon: Li^Fuloiz intsßra ro 6l88sntir6 kas 65t > yuoä pluiiblis placuit, cuiKUis wenäum. Aber das will ich nicht entscheiden, ich habe ln? und nirgend» gesagt, das« ich nicht eine Verminderung her Grundsteuer erwarte oder, wenn sie wollen, be- fürchte, wenn meine Vorlage in beiden Häusern des Reichsrathes angenommen wird. Sie werden im Gegentheile finden, wenn Sie sich die Mühe geben wollen, meine Reden nachzulesen — ich erinnere mich nicht genau, ob ich dies hier oder im Herrenhaus? hervorhob — dass ich ein besonderes Gewicht auf die meiner Ansicht nach unbedingt nothwendige, wenigstens theil, weise Verminderung und Milderung dieser Steuer gelegt habe. Ihre Sache war es, zu beurtheilen, ob meine Ansicht richtig war oder nicht. Wenn aber, meine Herren, ein Gesetz mit 230 gegen 94 Stimmen angenommen wird und selbst die« jenigen, welche für das Gesetz gestimmt haben, dann bei einer andern Gelegenheit — ich glaube bei der Verhandlung über die Einführung einer Petroleum-stcuer — den Vertretern von Alpenländern das Grund« steuergesetz vorhalten gewissermaßen als eine Schädi» gung ihrer eigenen Interessen, so kann ich mir das nur schwer erklären; ich wenigstens stehe hier vor einem Räthsel. Ich möchte noch Einiges aus den Reden einzelner Herren hervorheben, damit nicht wieder wiederholt werde, dass der oder jener Minister sich in Schweigen hüllt, obwohl ich bis jetzt immer nur von dem Rechte der Minister gehört habe, zu sprechen, wie auch vun dem Rechte jedes Abgeordneten; aber von einer Pflicht, immer zu sprechen, ist mir nichts bekannt. Aber ich bin bereit, soweit eS mir möglich ist, E'"^ hervorzuheben. ,,.,^ Der Herr Abgeordnete aus Steiermark sl't.^ von Earner, hat einen Ausspruch gethan, der "^ persönlich sehr wehe that; ich glaube, es muss da ., Missverständnis obwalten. Es hat nämlich der YA geehrte Herr Abgeordnete unter anderem gesagt: « ^ Herr Finanzminister und Sprechminister" ^ ^te spreche ich — ..hat bei Gelegenheit der 3)"" u. s. w. . . nichls Wirksameres entgegenzusetzen ", wusst, als eine Verdächtigung meines Oesterrel«^ thums." Dieser Ausspruch des hochgeehrten He"" ^lh geordneten, ich gebe es gern zu, hat mich une" ^ gekränkt. Ich bedaure, so weit mein Auge "'^.^ er nicht da. ich muss es ihm aber wirtlich bel ^ anderen Gelegenheit erklären, und ich wiedery^ .^ dass dieser Ausspruch mir unendlich wehe g/ty"" ^ weil wohl selten jemand in diesem Hause so «^ ^,l ich jeden Taa in der Lage ist. zu erfahren, w ^l-Gemeinheit. Unwahrheit und Unwürdigkeit !" aM" dächtigungen liegt, gegen welche ja ein ehrlicher ^ kein anderes Mittel hat, als mit Dante ausM"' (INHrdk 6 I)Ä83k! h.y ill Eine Verdächtigung gegen irgend je""" h^ diesem hohen Hause, ganz gewiss gegen emen >o "^ll geehrten Herrn wie der Herr Abgeordnete Mllic ^ Earneri ist mir fern, und so Gott will tvlro , Laili«cher Zeitung Nr. 42 3U7 21. Februar 1882. «nmer fern bleiben. Ich muss, um das Missverständ. ms aufzuklären, das hohe Haus um einige Geduld dltten. Es handelte sich dazumal um einen, ich glaub? mehr akademischen Unterschied in unseren Meinungen und Ansichten über den österreichischen Staatsgedan-len. Soweit ich mich erinnere — ich habe nicht Zeit gehabt alle stenographischen Protokolle durchzuschauen ^- hat zunächst ein anderer, bereits verstorbener, gleich ausgezeichneter Abgeordneter von dieser Seite des Hauses Einiges an meinen Worten auszusehen gehabt, und ich habe, um Mich zu wehren, den Auöspruch des Herrn Abgeordneten aus dem Jahre 1866 aus einer «roschürc citiert, zum Beweise, das« es selbst über blese Frage verschiedene Ansichten geben kann, und ich habe ausdrücklich gesagt, ich bin überzeugt, dass er YMte wieder eine andere Ansicht hat. Warum habe lch das angeführt? Weil ich glaube, dass, wenn man nachweist, das« ein so gewaltiger Denker und geistreicher Kopf sich ,n so wichtigen Fragen irren kann, A auch für meine möglicherweise irrlge Ansicht die Nachsicht nicht nur der Majorität, sondern auch der -^Moritat in Anspruch nehmen lötine. Eine Verdächtigung war es also nicht, sie war auch nicht beabsich« ugt und tonnte es der Natur der Sache nach nicht «em. Dass sich ein so gewaltiger Denker sehr oft irrt ln der Auffassung gerade politischer Sachen, bin ich lei-ber in der Lage, dem Herrn Abgeordneten wleder durch einen Passus aus ein.r anderen Arbeit zu it'»",. Sie hechi: «Neu Oesterreich, ein Wort über echten und falschen Constitulionallsnius von Barlho» omllu« von Calneri. 186!." Da hecht es auf pag. 9 (llebt): „Der moderne Constllutionalismus hat nur zwei Parteien: Negierungsmänner und Umsturzmänner" (Heilelteil), und ,ch lim wieder überzeugt, dass der grrhrtr H,rr Abgeordnete heute anderer Ansicht ist als oamals. (Ht'itertm.) Ich nehme Sie zu Zeugen, dass vles leine Verdächtigung ist. Es ist über den Constl-lutio»al>smuö vom hochgeehrten Herrn Redner in der Atzung vum 13. Februar auch eine andere Ansicht aus-geiprochrn worden (liest): «Entweder es geht die Regierung, und ihrer Aachsulgerin wird in em paar Tagen bewilligt, was le braucht" — das ist noch die Frage — „oder die Legierung ist wirtlich der Ueberzeugung, dass die "pposltlon emc übelbegründete ist; dann ist es ihre ^gste Pflicht, von dem Rechte Gebrauch machend, nab Verfassung ihr einräilmt, und m,t Urber-avftrU ^" ..2"nzen Verantwortung an das Reich zu Cnns< '^ "U" kin ganz neuartiges Princip im „"llllllutionalisnlus. „Ist die Negierung der Ueber. scugUli^ Hass die Opplismon eine übelbegründete ist", ^? lagt der hochverehrte Herr, und ich muss hinzu-lugen: hat sie die thatsächlichen Beweise, das« die Majorität des hohen Hauses leine einzige wichtigere Vorlage der Regierung noch abgelehnt hat, im Gegen-lhelle mehrere derselben schon angenommen hat, und hat dieselbe Regierung in den wichtigsten Angelegenheiten im Herrenhause die Majorität erlangt, das ist lwr i»lU'(>u<^Lüiu mein Zusatz — dann — ich bitte den Schlujs zu lesen, „ist es ihre heiligste Pflicht, das Haus aufzulösen". (Heiterkelt rechts.) Das ist eln Sutz, dem ich nicht beipflichten kann, denn der wrulidjatz des alten echten Lonstllutionalismus spricht nur dann von einer Auflösung, wenn o>e Regierung glaubt, dass sie recht hat gegenüber der Majorität des Hauses. (Bravo! Bravo! rechts.) ^ Der zwelte Herr Redner von Seite der verehrten Moswon, der nach dem Herrn Abgeordneten aus ^elermalt gesprochen hat, hat in finanziellen Dingen, uyer der Einkommensteuer, der Regierung die Vranl-uemsteuer und die Zuckersleuer vorgehalten, und er A namentlich, wenn ich nicht irre, au dieselbe auch die ^i^ ^richtet, ob die Majorität bereit wäre, m d^,, ^mm der Zuckersleucr emzugehen. Nun ,ch muss mrii, ,"" Redner darauf erwidern, dajs ich für einer ^" '"^ bl> Ansicht theile, die schon bei eri„„ öderen Gelegenheit, ich kann mich nicht mehr aellir ^ ^ welcher, e«n verehrter Herr Redner aus» che!k «? lM' dass das ganze Dchclt durch enlsvie. ovn, !, i"l'n der Zuckersteuer gedeckt werden könnte, tori, >. '^ bereu Reformbedürftlgkelt anerkenne. Ich n?a, ^"l'cht nicht, weil ich befürchte, dass. wenn lm. " der Zuckersteuer einen solchen Ertrag erder 3 ^"Ule, um das ganze Deficit zu decken, man ^,.si,"ckelfalirication in Oesterreich schaden und tau-f^">"l'ge landwirtschaftliche Interessen in große Ge-orn ^" ^lde. (So ist es! rechts.) Aber eine Re-sch"' da« gebe ich zu, ist dringend nothwendig; es ^'"l m,r aber doch, als wenn der Herr Abgeoro-ni^. ""MM«« im Augenblicke, wo er gesprochen hat. we? ^"üctsichtigt habe, dass die Reform dieser Steuer ieili. ^" der Regierung allein, noch von der dies-tan?"! ^'Native allein in« Werk gesetzt werden lön '""dem von der vorhergehenden Zustimmung der lali'n^"''!^.n Negierung und der ungarischen Leg's-die«, f°bhä„gig 'st- Ein Recht, zu verlangen, dass die w t " !^t vorgenommen werde, haben wir nicht; ^Iche über die Besteuerung gelten so lange, als lill, .gleich gilt. Aber das dürfte aus den öffent-'^en ldiäuern bekannt sein. dass zwischen beiden Re-»'"ungen jn dieser Beziehung Verhandlungen statt- finden, über deren Ergebnis ich heute absolut nicht in der Lage bin, Näheres zu sagen. Dann kam der Herr Abgeordnete ans verschiedene Sachen zu sprechen, namentlich hat er, ich weih nicht welches Interesse — ich habe es nicht recht verstan-den — geäußert an dem „Durchgange der Venus und an der T> tester Ausstellung" (Heiterkeit rechts) und dabei für nothwendig befunden, die Kleinlichkeit des Finanzministers in Bezug auf scine Elsparnikpolitik einer Kritik auszusehen. Es «st eine bekannte Sache, dass zwischen den einzelnen Ministerien bei jeder einzelnen Ausgabe Ver» Handlungen stattfinden und dass, wenn der Finanz« minister jeder einzelnen Summe, die klein ist, zustim-men wollte, sich aus dieser Art von Vernachlässigung kleiner Eisparungen eine ganz gewaltige VcrjchweN' dung ergeben würde. (Fortsetzung folgt.) Falsche Sensationsnachrichten. Die „Politische Korrespondenz" schreibt: «Nie-wohl in täglich neuen Variationen unausgesetzt die Klage erhoben wird. dass die aufständische Bewegung m der Kriuosije und in der Herzegowina von Monte» negro aus in kräftiger Weise mUeistüht werde, «st es bisher nicht gelungen, irgend welche Thatsachen anzu« geben, welche solchen Behauptungen eine reelle G>uno-läge zu bieten vermöchten. Gut beglaubigte Bericht« stellen vielmehr sest, dass Fü'st Nikolaus und die monteneg!mische Regierung eme H^lmng bewahren, deren Loyalität und Cvrr,eclheit allen Geboten freundlicher Nachbarschaft entsprechen. Die ost wiederholte Versicherung, dass die gemeinsame Regierung keinen Olund habe, über die Haltung Montenegros Klage zu führen, wird keineswegs durch sensationelle Berichte paralysiert, welche angeblich d»e Theilnahme Montenegros an dem Kampfe gegen unsere Truppen that. sächlich feststellen, an denen aber das Bedinsnis nach starler journalistischer Wirkung das einzig Thatsächliche bildet. Es wurde die Historie von einrm Attentate auf drn Fürsten Nikolaus erzählt, welche erweisen sollte, dass der Fiust dmch seine freundliche Haltung Oesterreich-Ungarn gegenüber bei seinem Volle un< popnlär geworden ist. Diese Erzählung hat ader nichts erwiesen, denn solch' ein Attentat hat niemals stattgefunden. Es wurde ferner berichtet, dass der Familirnschah des Fürsten Nikolaus entwendet worden sei, und man war bereit, daraus zu folgern, dass auf diese Weise den Insur» gcnten materielle Hilfe gewährt wurde. Prämisse und Folgerung sind gteich falsch, demi es wurde kei» fürstlicher Schah entwendet. E« wurden Gerüchte col» portiert, dass serbische Freiwillige zu den Insurgenten gestoßen seien: aber niemand hat sie gesehen, obzwar sie auf dem Wege von Serbien nach der herzegowini-schen Grenze ein von österreichisch-ungarischen Truppen occupiertes und von unseren Behörden verwaltetes Territorium hätten passieren müssen. Man behauptete, dass sich ein ganzes russisches Samiä!sco,ps für den Dienst der Ixsurrection in Rustschuk sammle, und man gab sich nicht einmal die Mühe, einen Blick aus die Karte zu ""weifen, die doch jedermann belehien muss, dass Nustschut der schlechirst gewählte Eon« centrationspunkl für eine solche Expedition wäre. Es wurde die Legende verbreitet, dass die Insurgenten-banden montenegrinische Bataillonsfahnen vorantragen, aber unsere Truppen, die mn den Insurgemen zu-sammengestohen sind, haben solche Fahnen nicht zu entdecken vermocht. ^ So >st es mit de« meisten Meldungen bestellt, die hinterher als festgestellte Thalfachen angeführt wer-den, um zu erweisen, was sich nicht erweisen lässt, um der aufständischen Bewegmig eme Bt'drulung und Wichtigkeit zu uindicieren, die chr keineswegs zukommt. Das durchaus correcle Verhältnis der an da« In« surnclionsgebiet grenzenden Nachbaistaaten zur ösler» reich,jch'ungarischen Monarchie wild dadurch Zweifeln und Bedenken ausgesetzt, die absolut ungerechtfertigt sind, und an deren Aufrechthallung höchstens diejenigen ein Interesse haben könnten, deren politisches Bestreben es ist, der Bewegung in der Herzegowina, welche dermalen im Stadium einer localen Angelegenheit sich befindet, den Eharalter einer internationalen Verwicklung aufzuplägeu." Vom InsurrectionS-Schauplatze. (Ossicicll.) FML. Baron Iovanovit meldet unter dem 17. Februar nachmittags aus Trebmje: Habe heute Truppen besichtigt. Aussehen der Truppen sehr gut. Ubicatiouen und Objecte msviciert und alles in größter Ordnung gefunden. Die wenigen Verwundeten im Svi-tale in vorzüglicher Pflege. FML. Baron Iovanovit meldet am 18. d. vormittags: Gestern wurde eine als Escorte und zur Herstellung der Telegraphenleitung von Korilo abgesendete halbe Eompagnie des 67. Infanterieregiments auf dem Rückmärsche nach Uebergabe der Veipsiegs-colonne bei Herrichtung der Telegraphenleitung am Sattel Kobila glava um 10 Uhr vormittags von In- surgenten angegriffen. Gleichzeitig wurde eine a/ößere Ansammlung von Insurgenten auf T,oc,lava und östlich von Korito bemerkbar. Eine au« Kor,to entsendete halbe Eompagnie verhinderte das Vordringen des Geg« ners, welcher sich hierauf an der Berglehne Troalava vereinigte. Nach dem Eintreffen weiterer Verstärkungen floh der Feind gegen die montenegrinische Grenze und wurde bis Divice. welches delselde in Ä'anb gesteckt halte, verfolgt. Unsererseits vom 67. Infanterieregiment todt: Gefreiter Grün; schwer verwundet: Infanterist Georg Tomks. Der kürzlich in Z llungen beichtete Bihnfrevel auf der Vusnabahn lm V>andul beschränkt sich auf das Hirunterwerfen einiger Steine in einem Emschnitt. welche der die Strecke vor d?m Anlangen des Zuges begehende Vahnaufscher rechtzeitig entfernt halte. Vom Ausland. Durch die Betrachtungen der Wiener Blätter zieht stärker als seit langem der Ton der Sorge vor Com-plicalionen, die den Weltfrieden bedrohen könnten. Die Zustände in Serbien werden als Äeso>gn>s erregende, die Stellung des Fürsten Milan als g.jähldet ge« schildert und von allen Seiten heivorgehuben, dass >n Oesterreich-Uügarn die Eventualität eine» Eabmets-wechsels in Serbien in diesem Augenblicke als ein neues und einst's Symptom ana/srhen werden müiite. dais der P.mslavl5Ml,s gegen Oesterreich Umgarn auf der ganzen Linie mobil mache und bereits di? Siuilde für gekommen erachle. leine bieherig^n „Osficiö^n" als »Olfici'lle" in den Vordergrund zu stillen. Damit coincldler« die Meldung von einer von li^st m D^ut-schenhass inspirierten Rede, die General Slobeleff in Paris se,bischer Iuqend gegenüber gehalten haben soll, sowie Berliner Zlitungsmelouna.en von der bevorstehenden Demission des Herrn v. Giers und der Ernennung des Grafen Iqnalirff zum Minister des Aeußern. Wirwohl nun speciell dieje Nachricht namentlich infolge der lächerlichen Nebenumstanoe, mit denen garniert sie auftritt, die Kritik und den Zweifel einiger Blätter — so der „Neuen freien Presse" — in hohem Grade herausfordert, glauben andere — so das „Neue Wiener Tagblatt" — doch, sie ernst nehmen zu sollen oder thuen wenigstens, als nehmen sie dieselbe ernst. Daneben fehlt es nicht an besonnenen Wainungen vor ungerechtferllgtem Pessimismus, die aber gerade heute unter dem Eindrucke der großen Zihl beunruhigender Gerüchte, Stimmen und Darstellungen ziemlich ung^hört verhallen. Sehr ruhig sprlcht sich lnsbejondere die «Vorstadt - Zeitung" aus. Indem sie feststellt, das« allem Auschellle nach die Ereignisse in Suodalmatien und in der Herzegowina einen erwünschten V rlauf nehmen, äußert sie die Hoffnung, die Insurltctlon weroe erstickt werden, bevor sich aus derselben internationale Schwierigkeiten entwickeln. Aus Sofia wird unterm 18. Februar gemeldet: Infolge von E'rcularen Zanlows, m welchen derselbe die Bevölkerung des Fiirstenlhums aufreizt, Meeting» abzuhalten und das Land zu einer Agitation ftkgen die Regierung drängt, wurden an den Fürsten mehrseitig Adressen gesendet, welche d,e Ausweisung des Agitators fordern. Zankow wnrde deshalb >u drr letzten Nacht ver Haftel und nach Vrahu abgeführt, wo er bis auf weitere Ordre interniert ble»beu wlro. Dle Regierung hat ihm eine Pension angeimrsen. Hagesneuigkeiten. — (Spenden für die verwundeten und kranken Soldaten.) Der deutsche Ritterorden hat sowohl an die aufgestellten vier F^lbsaliitatsabthlilungen Nr. 1 und 13 in Sarajevo, l8 in R^igufa und 4i >n Mostar, som>e an die Garnisonspitäler in Slirojevo, Mlislar. Nagusa und Eattaro je drei Kiste» mit Rum, Cognac, Thee, Zocker, Suppen- und Hleljchconserven, Obst« und sonstige Essenzen, vier Fass alten Wein, sowie je eine Kiste mit 3000 Virginiei'Egailen und 10 Kilogramm Tudml zur Betheiluug dec verwundeten und lrnnlen Soldaten abgesendet. — (Zur Feuersicherheit in den Wiener Theatern.) Die „Wiener Ztg." enthält nachstehende Mittheilung: Nach der bisherigen LU.,hrn-h-mung ist drn für die Aufführung von Äolsttllu'lgen vorgezeichneten Nedingungrn »icht in allen Theatern innerhalb der voraeschrielienen Flist entsprochen worden. Aus diesem Anlasse hat das l. l. Statlhalterel-Prä-stdium die k l Polizeidirection schon dermalen auf t»e weiter bestimmten Fristen, unter fpec.eller Hinwe.sung auf die bis E"°e April d. I, festgesetzte Frist zur Her-stellung der vollen, undurchfichtiaen, undurchdringlichen, feuersicheren Touttine mit der Weisung aufmerksam gemacht, dass im Falle dieser zur thunlichsten Sicherung des Zuschauerraumes unbedingt erforderlichen Bedingung am 30. April b. I nicht entsprochen würe, so* fort und ohne jede weitere Ansrage die Vorstellungen in dem betreffenden Theater am 1. Mai d. I zu sistieren sind. — (Seebäder im Winter.) A»z Fiume wird unterm 14. d. M. geschrieben: ,Die andauernde FrühlmgKwitterung hat bereits in der zweiten Hälfte del Monat» Jänner die Iuzend unserer ilüftenorte ,um Aaibachtl Zeitung Nr. 42 3S8 2l. ttebruar 188«. Baden im Meere verlockt. Zwischen hier und Volosca konnte man häufig badende Knaben bemerken. Die Behörde hat nun diese frühzeitigen „Ublühlungsversuche" aus sanitären Gründen untersagt und dies überall ver> lautbaren lassen." — (Heiligenbilder für den Kreml.) Wie Moskauer Blätter melden, hat der Zar angeordnet, dass einige Säle im Kreml mit Heiligenbildern in Lebens, große geschmückt werden sollen. Es wurden daher mehrere berühmte russische Maler von Heiligenbildern nach Moskau berujen und mit dieser Arbeit betraut. Der Zar wird nun selbst bestimmen, welche Heiligen zur Äbkonterfeiung gelangen sollen. Die Arbeiten müssen bis zum September, in welchem Monate des Zaren Krönung stattfinden soll, vollendet sein. — (Reooloerkanonen und Torpedos.) In Hafen von Toulon wurden am 15. d. M. Versuche Nlit der neucn Nevolverkanoue. Hollitsch' System, angestellt, welche die Lösung der Frage, betreffend den Schuh von Kriegsschiffen gegen Torpedoboote, zum Zwecke hatten. Die Versuche sind befriedigend ausgefallen, indem es sich bei einem Scheingefechte zwifchen einem Torpedo» boote und einem mit der Reoolverlanone versehenen Kriegsschiffe als absolut unmöglich erwies, mit dem Torpedoboote nahe genug an das Kriegsschiff zu kommen, um mit Erfolg angreifen zu können. — (Eine Explosion schlagender Wetter) fand am 17. d. M. in der Kohlengrube von Tremdon» Grange, unweit Hartlepool, statt, wobei, wie man befürchtet, fast hundert Arbeiter getödtet wurden. Locales. — (Zweigvereine des patriotischen Landes-Hilfsvereines für Krain.) Der Herr k. t. Landespräsident Winller hat an die l. l. Nezirks-hauptmannschaftcn die Aufforderung zur Bildung von Zweigvereinen des patriotischen Landes.Hilfsvereines für Kram hinausgegeben. Wie uns mitgetheilt wird, zeigt sich allenthalben in dcr Bevölkerung eine besondere Bereitwilligkeit, dieser Aufforderung Folge zu leiste», und es werden auch diesmal wieder die Bewohner Krains ihre oft bewährte Opferwilligleit in Nebung patriotischer Acte in dem schönsten Lichte zeigen. — Die Bildung Von Zweigorreincn entspricht den seinerzeit publicieren Grundsähen für die Organisation und die Thätigkeit des HüfsvereinswcsenK zur Pflege und Unterstützung von verwundeten und kranken Kriegern, Daselbst lautete Artikel V wie folgt: Zweigvereine. 1.) Die Zwcigvereine bil« den integrierende Theile ihres StammliereinS, daher bedürfen deren Statuten zur Wahrung des Einklanges mit den Statuten des Stammvereini der Zustim-mung oes letzteren. 2) Die nach Maßgabe dieser Etatuten von den Zweigvereinen seldständlg gewählten Mitglieder ihrer Vereinsleitung sind dem Stammvereine namhaft zu machen. 3.) Die Iweigvereine haben im Frieden jährlich mindestens die Hälftc ihrer Geld< einnahmen an den betreffenden Stammverciu abzulie» fern; im Kriegsfalle müssen dieselbe» ulle bei ihnen eingehenden Spenden an Geld und Materialien zur Verfügung des StammveceinS stellen. Die übrigen Ein-nahmen verbleiben als Special fond unter der eigenen Verwaltung des Zweigvereins. 4.) Um den Aus« fchuss des Stammvereins jederzeit über die Verhältnisse der Zweigvereinc in Kenntnis zu erhalten, haben letztere gleichzeitig mit der Abfuhr der eben erwähnten Jahresbeiträge summarische Verwaltungsberichte nach einem zu vereinbarenden Formulare an den Aus« schuss einzusenden. 5.) Zur Zeit des Krieges fuugieren die Iweigvereine nach Maßgabe des Bedarfes als Organe des Stammvereins und werden, foweit ihre Mittel nicht ausreichen, mit dem Erforderliche» vom Stamm« Vereine versehe». 6,) Die Zweigvereine führen in ihrem Titel den Ort, wo die Vereinsleitu»g ihren Sitz hat, z.B.: „Iweigverein 3t. N. des patriotischen Landes» Hilfsverems für Kram." — (Dem patriotischen Landes.Hilfs» vereine in Laibach) sind außer den gestern mitgetheilten Spenden bereits früher übergeben worden: 1.) Von Herrn Verems«Viceprasidenten Emerich C. Mayer, Großhändler in Laibach: 377 Meter Domestik-, 230 Meter Garnleinwand. 115 Meter Flachs» leinen, 310 Met« Fatfcheu. 60 Stück Taschentücher. 24 Kilogramm Deckenbaumwolle; 2.) von Herrn Franz Fortuna, Handelsmann in Laibach: 30 Teller. 12 Schalen. 25 Flaschen, 24 Gläser; 3.) von Herr» Franz Kollmann, Handelsmann in2aibach:100Teller; 4.) von Herrn Vereinspräside»ten Dr. Stöckl: 12 Baum. Wollhemden; 5.) von Herrn Gustav Habit, Ctationschef der Südbahn in Laibach: Chaipie. Für diese hoch« herzigen Spenden wird von der Vereinsleitung den edlen Spendern der innigste Dank mit dem Wunsche ausgesprochen, dass diese viele Nachfolger finden möchten, damit der patriotische Landes-Hilfsverein für Krain in Lailiach im Falle des Bedarfes den ihn, in den Sta, tuten vurgezeichnrten Pflichten Wird nachkommen können und der alte Nuf erhalten werde, dass unseres schönen KraiuS Bevölkerung an Wohlthätigleilssinn keinem a»> deren Lande nachsteht. — (Gegen Feuerschäden auf dem Lande.) Vom fürstbifchöflichen Ordinariate in Laibach wurde, wie wir im Diöcefanblatte lesen, an die hochw. Curatgeistlichkeit nachstehende Aufforderung zur möglichst ausgiebigen Hintanhaltung von Feuerschäden hinausgegeben. Darin heißt es: Die Anzahl der Feuersbrünste in Krain ist auffallend groß. Mit fchwerem Herzen müssen wir hären, wie Jahr auf Jahr schöne Dörfer durch das ver» heerende Element des Feuers m Asche verwandelt und Hunderte von Bewohnern auf den Bettelstab gebracht werden. Und als Ursache dieser Unglücksfälle wird sehr oft das Spielen der Kinder mitIündhölz» chen angegeben, welches namentlich von den Landleuten nicht hintangehalten wird. Unter diesen Umständen wird der in enger Verbindung mit dem Landvolle stehenden Curatgeiftlichkeit recht warm aus Herz gelegt, den den Wohlstand der ländlichen Bevölkerung so sehr beein« trächtigenden Brandfölle» entgegenzuarbeiten, zu derer Verhütung sowohl im Privatverkehre mit deu Leuten, als auch in der Ausübung des Seelsorgeamtes siets auf diesen Punkt das Augenmerk zu richten und besonders die Eltern und Hüter der kleinen Kinder über die Un» Verantwortlichkeit und Sündhaftigkeit des leichtsinnigen Gebarens mit feuergefährlichen Gegenständen, welche nur den Erwachsenen zur Schuld gelegt wird. zu belehren. Eine solche unausgesetzte Fürsorge der hochw. Lurat^ geistlichkeit wird gewiss nicht ohne Erfolg bleiben. — (Die Generalverfammlung des krainifchen Fischerei-Vereines) in Laibach findet am 27. d. M. um 7 Uhr abends im Hotel „Stadt Wien", I. Stock, statt. Die Tagesordnung lautet: 1.) Vor» läge des Rechenschaftsberichtes; 2.) Bericht der Rech. nungsreviforen; 3.) Präliminare pro 1882; 4) Neu« Wahl des Ausschusses; 5.) eventuelle Anträge von Mitgliedern. — (Vom Archiv für Heimatkunde) — herausgegeben von Franz Schumi — ist der dritte Bogen des ersten Bandes erschiene». Derselbe bringt an Artikeln: „Laibach in der windischen Mark gelegen"; „Eine Brautwerbung des Dr. Franz Prcö,ren" (in Tomaievo in dem tamals vielbeliebten Gasthause „ziri liovüüu«) und «Pfarre Kerstctten in Ostoberlcain", Auch diesmal sind eine Reihe von «Urkunde» zur Geschichte Krains" aus den Jahren 1070. 12 l0, 1220. 1258. 1285. 1300 und 1304 zum Abdrucke gebracht Der Ernst und Eifer des Herausgebers in Sammlung alter auf die Geschichte Krains bezüglicher Daten und in deren Compilation ist auch aus diesem Hefte wieder er» fichtlich; es wäre nur im Interesse desfelben wie in dem der Sache, der er dienen will, eine noch regere Betheiligung i» der Abnahme des „Archivs" zu wünschen. — (Landschaftliches Theater) Obschon gestern zwei lustige, fo richtige Faschingsscherze gegeben wurden, machten doch die letzten Ball» und Kränzchen» Tage ihren abträglichen Eillfluss geltend, und war das Haus nur schwach besucht. Trotzdem wurde recht brav gespielt und gesungen, so dass namentlich die anwesende Jugend sich vortrefflich unterhielt Heute gelangt auf mehrfach aufgesprochenen Wunsch „Ein Bähm' in Amerika" zur Wiederholung. — (Theaternachricht.) Das Benefiz des Frl. o. Fnlkenberg findet, wie man uns mittheilt, am Donnerstag (23. d. M.) statt und wird dasselbe ganz sicher von dem besten Erfolge begleitet sein. Neueste Post. Original«Telegramm der „Laib. Zeitung." Wien. 20. Abrufs. Officikll. In den Bezirken Gatto, Kunjica, Nevesmje, Stolac u»d Zubci der Herzegowina kommen noch häufige Raubanfälle vor. Vei Prjedor fand am 17. d. ein Zusammenstoß von Infanterie und Gendarmerie mit ca. 80 Insuraenten statt. Letztere wurden mit einem Verlust von 10 bis 15 Todten vertrieben, die Truppen hatten keinen Verlust. Bei Ledenice finden täglich Geplänkel mit ein« zelnen Insurgenten statt; am 15. d. wurde ein Corporal schwer, am 18. d. ein Oberlieutenant leicht verwundet. Am 18. d. rückte Oberst Zambauer mit drei Bataillonen und zwei Geschützen über Crni Vrh, Oberst Hohe mit zwei Bataillonen und zwei Geschützen über den Pass vor. Die Eolonne Zambauer traf bei Kruscica auf Insurgenten, die sie rasch zersprengte. Vier Soldaten wurden verwundet; die Insurgenten hinterließe fünf Todte und sieben Gefangene. Krus» iica, aus defsen Häusern die Truppen beschossen wurden, ist größtentheils abgebrannt. Wien, 20. Februar. Die Unterrichtscommission des Herrenhauses hat heute die Specialoedatte über die Novelle zum Reichsvollsschillgesche fortgesetzt. — Im Abgeordneten hause Verhandelle heute der Sttasgesetzausschuss in Anwesenheit des Hcrrn Iustizministers und des Herrn Ministers für Landc«. Vertheidigung über den Gesetzentwurf, betreffend die Einführung von Ausnahmsgerichten in Dalmatien. Die Regierungsvorlage wurde nach längerer Debatte mit einzelnen Amendements angenommen, deren Zweck dahin geht, der Regierung die Möglichkeit zu bieten, den Ausnahmszustand bloß auf die Grenzgebiete der Gerichtsbezirke Spalato, Ra« ,,, ,, , gusa und Cattaro zu beschränken und unter die der Militärgerichtsbarkeit unterwosfenen Delicte auch ven Todtschlag und die schwere körperliche Beschädigung aufzunehmen. . ^ Paris, 20. Februar. Das .Journal OMm veröffentlicht die Ernennung de Courcys zum Conl-Mandanten des ersten Corp« in Lille, Cornats M Commandanten des dritten Corps in Rouen, Velll< heim« zum Commandanten des vierten Corps »n ^ Mans, Schmih' zum Commandanten des neunten Corp» in Tours. Oallifets zum Commandanten des zwölf" Corps in Limoges und Chanzys zum Commandanten des fechsten Co:p2 in Chalons. Paris, 20. Februar. Privatnachnchten °cr «Agence Havas" zufolge haben die Mittheilung" Frankreichs und Englands bei den Mächten eine her.'' liche Aufnahme gefunden. Die Mächte erklären sich ^ reit, auf den beantragten Meinungsaustausch einzuaeh^ Seitdem ist, wie weiter versichert wird, in dieser SM lein neuer Schritt geschehen; alles wird von den "l" eignissen in Egypten abhängen. London, 20. Februar. Die meisten Molge>'' blätter besprechen die Rede Slobeleff« in »"' drücken der Ueberraschung und MifsbiNignng. ^' „Times" fagen: Es ist hohe Zeit. das« den schilp den und beunruhigenden Reden von Männern in! hoher Stellung, wie Stobeleff, ein summarisches M gesetzt werde.' Jetzt sei es die erste mternatioM Pflicht Russlands, dafür zu forgen, dass e,nw Bundesgenossen durch Reden oder Handlungen ve russischen Militärkaste nicht Verlegenheiten bele'w würden. Der Petersburger Hof sei vel' pflichtet, Oesterreich.Ungarn durch W"U und That zu beweisen, dass er getl^ lich an dem Berliner Vertrage fest hall-Oesterreich-Ungarn habe bei seiner schwieria/n "" delicate» Lage Anspruch auf die loyale UnterstiM« aller Signatm mächte des Berliner Vertrages. "" geringste, was Europa erwarten könne, sri, dass au dirse den europäischen Frieden grsährdrnden 3tedt hochgestellter Persönlichkeiten, für welche die rusM Nigierung moralisch verantwortlich sci, sofort des avouiert und unterdrückt werden. Petersburg. 19. Februar. Die hiesiges graphische Gesellschaft beschloss, eine Polarrxped'"^ nach Nowaja Semlja unter der Führung des Lie^e' nants Andrcjsff zu unternehmen. ___^. 'Anbekomme»!? Arsmde. Am 1!1. Februar. , .. Hotel Ttadt Wien. Rosenb,üh, Reis.- Viiinner sammt FU Neumann. Kaufm, - Herzog und Feil. Wien. — M«'"' Maria, Stiegcrhof bei Villach. — Samec. Äillach. Kaiser von Oesterreich. Aumi, Neumarltl. — Klina, 2ehl"' Et. Veit. — Kelier Maria, Natschach. Mohren. Peharr. Schuhmacher, NcumarM. Verstorbene. > Den l 7. Fcl> ruar. Maria Legan, Krämerin, sO "" Floriansgasse Nr. 42, Altersschwäche, <, Den 1 l), Febr ., a r. Martin Bitenc, Gärtner. " 3" Polanaslraszc Nr. 1«, Darmblutung. ,^ Dell 2 0. Fcbruar. Apollonia Varle, Arbeitersgaw" 52 I., Kuhthal Nr. 11, Entartung der Unterlcibsorgane^^. Theater. ,,. heute (ungerader Tag): Cin Vöhm' in «l M«r^. Lottoziehungen vom 18. Februar: Trieft: 4l 27 «6 55 80. Linz: 5ü 82 13 40 21. ,,„ (Wiederholt wegen unrichtigen Abdruck« in einen«" der Auflage der gestrigen „Laib. Ztg.") Meteorologische Beobachtungen in LaibsH> " TÜlMg? 744 43 ^1? "NTschwäch" ^eiter^ <,.gO 20. 2 . N. 74472 ^. 4« NO. mäfzig heiter " 9 . Ab. 745-90 4> 08 NO. mäßig heiter ^ Morgens Reif. heiter, nachmittags und abend» »HHel NO.«Wind. Alpenglühen; sternenhelle Nacht. Das lag"" der Temperatur -^ 13", um 17" über dem Nurmale-^^^ Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Bambers. Vlnaelenoet. ^,h, Nach übereinstimmenden Urtheilen und Gu/ haben sich die von Aftuthrter Rich. Vrandt dargestellten V«^ als Pillen infulge der umfassendsten damit angestellten U"^nge!< eines der zuverlässigsten Heilmittel bei Vrrd.munM'' ^N, und deren Folgetcantheiten, wie: Verstopfung, , , Lc^ Appetitlosiglcit, Kopsschmcrzcn, Blutandrang. HerzeloM"'.^ ,c> und wallenlcidcn. Hämorrhmdm. Vlutar'mut (VlclÄ!"" hc" aufs glänzendste bewährt; sie haben ferner auch ^, ^ss s^ Vortheil vor vielen anderen ähnlichen Mitteln voraus' Mlett milde »uirlen, die tranlcn Organe nicht erschlaffen, so"° ,Ht aU<" und alisolut unschädlich sind. Der billiqe Preis "Mo«" Sg,lS" dem weniger Äemittcltcu den Anlauf dieses wahrha^^ ^M mittels. Die echten ZclM-izerMeu sind in Blechdose",,' Z5 ll" für 70 lr., und llcincn Versuchsschnchteln. 15 P'll" 'V««^' welche als Etilcttc das weiße Schwcizerlreuz mit dem ^ ^l-zug Nich. 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