Prii»umrrati««S - Preise: Für Laibach: Ganzjährig . . ri fl. 40 kr.' Halbjährig . . 4 „ 20 „ Bierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich „ 70 Laibacher Mit der Poft: Ganzjährig................12 fl. Halbjährig................ 8 „ Bierteljährig 3 „ Für Zustellung inS Haus viertelj, 25 kr., monall. S kr. Einzelne Nummern 6 kr. Nr. 2V. TaMall Anonyme Mitteilungen werdcn nicht berückstchtigl; Manuscripte nicht zurückgesendet. Mittwoch, 26. Jänner 1Ä6. — Morgen: Johann Chrys. Redactio» Bahnhosgafle Nr. 132. ExpeditionS- L Inserate»' Bureau: Eongreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung von Jg. v. Alein-mayr L Fed. Bambero? Jnfertionspreise Für die einspaltige Peti L4 kr, bei wiederboltek.^, scbaltung L 3 kr. Anzeigen bis S Zeilen Bei größeren Inseraten und österer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complicierten Satz besondere Vergütung. 9 Jahrgang. Die alte Jeremmde. Das deutsche Element ist für Oesterreich ge-wiß eine Nothwendigkeit; es hat die Aufgabe, dem Völkerchaos dieses Reiches die weltbewegenden civili-satorischen Ideen zu vermitteln, Kopf und Herz dieses staatlichen Organismus zu se'n. Jedesmal, wenn dieser Beruf sei es von den Machthabern verkannt, von den staatsfeindlichen Elementen bddroht oder auch nur auf Biomente zurückged:'.ingt wurde, be< gann alsbald der ganze Organismus zu leiden, in bedenkliche Schwankungen und Zuckungen zu verfallen. Das Reich bedarf zur vollständigen Gesundheit und Kräftigung eines Elementes, das alle die heterogenen Theile belebend durchsetzt, die Ursachen der geistigen Schwäche paralysiert, die verschiedenen Rassen erzieht, denken, besser ackern, besser wohne» lehr«, sie in Berührung bringt mit den Fortschritten der Welt auf geistigem und materiellem Gebiete, sie aufrichtel, vorwärts leitet, Licht auf die W^ge der zu trägen und zu weit zurückgebliebenen bringt, sie so zu sagen ins Herz der europäischen Eivilisa-tion einsührt. Man denke sich einmal dies belebende und befruchtende Element aus dem Staatswesen hinweg, die moralische Kraft, die es demselben verleiht, gebrochen, die Gesetze, die Verwaltung, die hohen Ideen von der Pflicht gegen den Staat, welche die Deutschösterrucher erfüllen, entschwunden und vernichtet, und das Astatenthum, das noch hart an unseren Thoren sich breit macht, ist fertig. Die Ueberzeugung von dieser Wahrheit bricht sich Bahn und dringt in immer weitere Kreise vor. Es ist aber auch natürlich, daß die civilisatori- sche Kraft des deutschen Elementes gar vielen recht unbequem ist und daher ihre erbitterten Gegner hat; daß alles sich dagegen aufbäumt, was gern im Trüben fischt, was nur in der Beschränkheit und Unwissenheit eines verkümmernden Pölkerbruchtheil« geeigneten Boden für Entfaltung des angeborenen Hoch-muths und Größenwahns erblickt. Da aber leider sich die Weltgeschichte um ihren Kirchthurmstolz so gar nicht kümmert, vielmehr unaufhaltsam ihr nivellierendes Werk voUführt und die Zwerge, die sich laut kreischend ihrem ernsten Gang in den Weg werfen, erbarmungslos zermalmt; da im Kampfe umS Dasein nur das Bestand hat, was die Gewähr der Kraft und Ausdauer in sich trägt, so erheben sie ein Zetergeschrei und ein Gejammer, das einemal gewürzt mit blöden Ausfällen auf die Verfassung« -Partei, welche es angeblich auf die Unterdrückung der nationalen Bestrebungen abgesehen habe, das an. deremal begleitet von bittern Anklagen gegen die eigene» Volksgenossen, welche so gar kein Verständnis für die ausschließliche Herrschaft des eigenen Idioms im öffentlichen Leben entgegenbringen und trotz der unerschöpflichen Jeremiaden über Niedergang des Volköthums »nd Ge-mianisierung mit Vorliebe nach der deutschen Grammatik, deutschen Literaturwerken und deutschen Zeitschriften greifen. Es ist gar rührend zu lesen, in welche Klagen sich eine „Dramimir" gezeichnete Stimme in der Sonntagsnummer des „Slov. Narod" mehrere Spalten hindurch darob ergeht, daß die slovenisch-natio-nalen Bestrebungen in der letzten Zeit so gar keine nennenewertheu Fortschritte zu verzeichnen haben, wol aber, so weit die slovenische Zunge llingt, im beständigen und entschiedenen Rückgang begriffen sind. Nachdem unser Jeremias, sitzend auf den Trümmern gescheiterter Hoffnungen und zerronnener Wahngebilde slaviicher Größe, einen Blick auf die Nachbarstämme geworfen und die außerordentlichen Erfolge der Italiener und Deutschen auf nationalem Gebiete mit sichtlichem Neide angestaunt, richtet er ! sein Auge auf „Slovenien", auf den heimischen Fortschritt und die Entwicklung des nationalen Bewußt-. seins. Beklagenswerthe Mutter Slava — ruft er aus ^ — bei uns ist keine Rede von blühenden Zuständen, bei uns gibt es nur ach und weh! Und warum? ! Vielleicht infolge unserer Sorglosigkeit? Wenigstens ! arbeiten wir, weit entfernt das nationale Bewußt. ! sein, die volksthümliche Entwicklung und den Nativ-, nalstolz zu fördern, vielmehr darauf hin, daß das z Fremdenthum sich auSbreitet in unseren Gauen; ja ^noch medr, dasselbe ist bereits nicht selten dort zur ! Herrschaft gelangt, wo noch unlängst wir allein die Macht besaßen. Und diesem fremden Herrn beugen ^ wir uns, sind seine gehorsamen Knechte; nicht etwa daß man uns dazu gezwungen, nein, wir selbst halben misern Nacken gebeugt, selbst dimüthig die Hand ^ hingestreckt und sein Geschenk in Empfang genom-! men — das Gift für unser Volksthum — und bedienen uns seiner Sprache, die unverständlich für ! unser Volk, überall und immerfort und mit einer Ungeniertheit, als ob es uns Freude machte, jene ! große Brücke bauen zu helfen, welche das Teutonen-land mit unserer schönen Adria verbinden soll. Oder ist es etwa nicht wahr? (Schluß folgt.) JeMeton. Prinzlieschen. Novelle von M. Osterwald. (Fortsetzung.) ,Ach, lieber Eoord, die Kinder machen uns gar viel Sorge und Herzeleid, wenn sie nicht wohl gerathen und Euer Sohn flößt mir allen Ernstes Sorge ein und da mögt Ihr wie wol immer das Beste getroffen haben; Ihr müßt ihn entfernen und zwar so bald wie möglich, aber—" „Bauer, wolltet Ihr nicht einen Augenblick herauskommen," r;ef in diesem Moment ein dralles Dienstmädchen mit hcchgnötheten Wangen zur Thür hinein. „In dem Heu auf der Diele ists nicht richtig, wenn nur der Hannes das Eisen ordentlich hinein gesteckt hat — mich dünkt es gibt ein Unglück." Beim Oeffnen der Thür war bereits ein eigen-thümlicher erstickender Qualm ins Zimmer gedrungen und mit jähem Schreck erkannte Eoord Temmene die drohende Gefahr. Der starke anhaltende Regen war Schuld gewesen, daß Eoord aus Furcht mehr zu verlieren, einen Theil seines Heues halb naß hatte einsahren lassen, und der Dunst, der jetzt von draußen hereinströmte, meldete ihm nichiS geringeres, als daß vielleicht schon in ein paar Stunden oder wol noch eher Feuer in seinen, Hause ausbrechen und sein ganzes Hab und Gut in Asche legen würde. Versichert hatte Eoord nicht den kleinsten Theil seines Hofes, Versicherungen hielt er für den ärgsten Schwindel, nur dazu da, um den Bauern das Geld auö der Tasche zu locken. Auch der Herr Pastor erkannte sofort die Gefahr, in welcher das Haus und der Reichthum Eoocd Temmeue's schwebte, und unter solchen Umständen hielt er es für das Geratenste, sich so srüh zu entfernen, daß ihm keine Unannehmlichkeiten daraus erwachsen konnten. Während also Eoord Temmene hinausstürmte, um den ganzen Umfang seines Un glucks zu erspähen, eilte der Pastor auf Umwegen seiner Wohnung zu und wenige Minuten später, nachdem er daselbst angelangt war, lag er ichon mit seiner langen Pfeife im Fenster, um so das Haus Temmene's beobachten zu kötnen. Euord Temmene lief mittlerweile wie ein Ver- zweifelnder im Hause umher. Noch war das Feuer nicht ausgebrochen, aber der Ausbruch konnte jeden Augenblick erfolgen, der zunehmende Qualm ließ darüber nicht einen langen Zweifel entstehen. Noch hätte wol manches gerettet werden kön.ien und Mutter Geesche besaß auch soviel Geistesgegenwart, Befehle zur Rettung der Hausgeräthe zu ertheilen, aber in demselben Augenblicke gellte auch schon der Ruf „Feuer!" durch das Haus und nun war an keine Rettung mehr zu denken. Die Diele lag bis unter die Dachsparren mit Hcu gefüllt, vorjähriges Getreide nar gleichfalls noch i» großen Masse-, vorhanden, daneben Flache und Leinsamen, Oci und wer weiß was noch für brennbare Stoffe. Wie ein willenloses Kind ließ sich Eoord Temmene von seinem Sohne aus dem Hause führen, welches die Dienstboten schon lange verlassen hatten. Kein Rettungsversuch wurde gemacht. Die benachbarten Bauernhäuser, die ausnahmslos mit Stroh gedeckt waren, hatten genug zu thun, um das weit umh,rfliegende Feuer von sich fern zu halten, nur Thomas Müller war da, um zu retten und zu helfen, denn sein Haus prunkte zum Zorn aller Nachbarn mit einem Ziegeldache; aber da war eben nichts zu machen. Politische Rundschau. Laibach, 26. Jänner. Zrrlaud. Allen Nachrichten zufolge stimmen dir Anschauungen des Herrenhauses mit denen des Abgeordnetenhauses bezüglich der ungarischen Verhandlungen vollkommen überein. Die „N. Fr. Ht." ist überdies noch in der Lage, die folgenden Thatsachen als vollkommen verläßlich über die beiden Versammlungen von HerrenhauSmitgliedern mitzutheilen: Am verflossenen Freitag wurde das Referat eines hervorragenden Mitgliedes über die ungarischen Verhandlungen entgegrngenommen, und auf Grund desselben wurde von den Versammelten einmüthig und ohne Unterschied der Parteien beschlossen, keiner weiteren Lockerung des Einveilsban-deS der Monarchie zuzustimmen und ebenso nichts zuzugeben, was einer Mehrbelastung der diesseitigen Reichshälfte oder einer Schädigung ihrer Creditver-hältnisse gleitdkäme. ES wurde ferner beschlossen, diese Ansicht als diejenige des gesammjen Herrenhauses dem Ministerium kundzugeben, und mit dieser Mission wurden zwei Mitglieder betraut, welche sich derselben bereits entlediget haben. Das ist in den Grundzügen die Action, zu welcher sich das Herrenhaus derzeit bemüssiget glaubt. Das Abgeordnetenhaus sollte nicht lange zögern, sich derselben entweder geradezu anzuschließen oder in ähnlichem Sinne vorzugehen. Im Arbeilerausschusse des Abgeordnetenhauses, in welchem letzthin die verschiedenen Petitionen aus Arbeiterkreisen zur Verhandlung gelangten, kam es schon inbetreff der formalen Behandlung derselben zu einer lebhaften Debatte. Noch eingehender gestaltete sich jedoch die letztere, als die Anträge auf die Einführung eines Normal-Arbeits-tage« und die Haftpflicht der Unternehmer für Unglücksfälle beim Betriebe besprochen wurden. In ersterer Richtung wurde beschlossen, einen Normal-Arbeitstag nicht zu empfehlen; inbetreff der Haftpflicht und ihrer Surrogate wurde die Abstimmung vertagt. In Ungarn ist der äußersten Linken doch der Geduldfaden gerissen, und Josef Madarasz hat in der Samstagsitzung des ReichSra'.hes das Ministerium über die zoll- und handelspolitischen Verhandlungen direct interpelliert. Interessant ist an dieser Interpellation vorzüglich der Umstand, daß sie auf die Mittheilungen direct Bezug nimmt, welche die Minister Auersperg und Lasser im Fortschrittsclub gemacht haben sollen. Die Richtigkeit dieser Darstellung wird bekanntlich sehr bestritten, und Tisza wird wahrscheinlich damit der Spitze der Interpellation ausweichen, daß er die mangelnde Aulhenticität der Nachrichten, auf die Madarasz sich beruft, irr dm Vordergrund stellt. Keine volle vier Stunden, da lag die reiche Besitzung des Coord Temmene in einen Trümmerhaufen verwandelt — nur die auSgebrannten Manern waren stehen geolieben, nichts weiter, auch nichts gerettet. Und nicht weit von dem rauchenden Trümmerhaufen entfernt saß der ehemalige reiche Coord und starrte in die Glut. Er war arm, vollständig arm. Seine Ländereien hatten ohne Haus für ihn keinen Werth. Was sollte er machen? Vergebens waren alle Bitten seiner Frau und seines Sohnes, ein Unterkommen für die Nacht zu suchen. „Laßt mich hier bleiben und sterben — wer wird sich darum kümmern?" Ja, wer wird sich darum kümmern ? Von all den Freunden, deren Coord Temmene in den Tagen des Glückes so viele besessen, war noch nicht ein einziger gekommen und hatte ihm seine Hilfe em° geboten, sie alle waren ihm fern geblieben. Wußten sie doch, daß Coord bei einem Wiederaufbau seines Hause« Geld brauchen würde, viel Geld. Warum sollte man sein nächster Freund sein, an den er sich zuerst wenden würde? (Fortsetzung folgt.) Die „Lorrespondance Hongroise" bespricht in interessanter Weise die in Berlin erfolgte Veröffentlichung der Bismarck'schen Depesche an Werther über die Mission Tauffkirchen. Das ofsiciöse Organ sagt, mit dieser Veröffentlichung wollte Fürst Bismarck nicht nur für den 8tatu8 quo im Orient demonstrieren und beweisen, daß die Drei-Kaiser-Allianz auf der Basis von 1867 verwirklicht wurde, sondern auch die militärische und feudale Partei in Oesterreich warnen, welche zur «nnexionS-Polirik hindrängt. Wenn Oesterreich-Ungarn, dem Rathe der Feudalpolitiker folgend, seine gegenwärtige, auf Erhaltung des Status quo gerichtete Politik auf-geben würde, so wäre die Folge davon: Zerwürfnis mit Rußland und Zurücktreten Deutschlands von der Defensiv-Allianz mit uns. Die Veröffentli-chung der Note Bismarcks an Werther hatte hauptsächlich den Zweck, den Jutrigue» der Feudalpartei gegen Andrassy, welcher das hauptsächlichste Hinder-nis der Verwirklichung annexwnistischer Zwecke bildet, ein Ende zu machen. AuslavV. Gestern begingen die Ulcramon -tanen in allen deutschen Gauen den hundertsten Gedenktag der Geburi Josefs v. Gör re s. Es waren alle Vorbereitungen getroffen worden, um den ehemaligen Revolutionär und nachherigen Mystiker in großartiger Weise zu feiern und eine allgemeine ultramonlanc Demonstration zustande zu bringen, die von der Einigkeit sämmtlicher Klerikalen Zeugnis geben sollte. Zu den politischen Idealen Görres' paßt es eben, wenn Herr Jörg wieder die Annexion des deutsch-österreichischen Gebiets predigt, angeblich, um im deutschen Reiche die con> sessionelle und politische Parität herzustellen, in der Wirklichkeit aber, um dein ultramontanen Elemente das Uebergewicht z» verschaffen. Trotz der Jntriguen, welche die französische Regierung und die konservativen Parteien zur Beeinflussung der Senatswahlen in Scene setzen, scheint die Sache der Republikaner doch gut zu stehen. Die republikanischen Journale haben die „Agence Havas" bereits zum Rückzuge gezwungen, und war diese bemüssiget, eine ganz stattliche Reihe von Departements, welche sie für die conservative Union in Anspruch genommen hatte, als für die Republik gewonnen zu erklären. Nach einem pariser Briese der „Jndöpendance Belge" hätten die Republikaner in dreiunddreißig Departements die Majorität. Die „Kölnische Zeitung" gibt die wahrscheinliche Majorität der Republikaner im Senate aus mindestens fünf Stimmen an. Auch wird neuerdings bestätiget, daß Herr Buffet nicht daran denken darf, im Bogefen-Departement, seiner engeren Hei. mat, zum Senator gewählt zu werden. Aus London verlautet mit Bestimmtheit, das Ministerium werde kurz nach Beginn der nächsten Session gelegentlich der Budgetvorlagen eine ziemlich wesentliche Erhöhung des HeeresetatS beantragen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Debatte über die gegenwärtigen Zustände in der englischen Armee für den Militär und Politiker von außergewöhnlichem Interesse sein wird. Die Bewilligung der beamragten Summe steht natürlich außer Frage und ebenso die Verwerfung aller radikalen Reorganisationspläne, zu welchen sich die Dilettanten-Kritik in England vielleicht veranlaß: sehen könnte. Die spanischen Corteswahlen sind — so weit man dies am 22. Jänner wußte — in ungewöhnlicher Ruhe und Ordnung verlausen. Die dynastischen Candidaten siegten allenthalben mit unge> heuerer Mehrheit. In Madrid selbst ist Minister Präsident Canovas del Castillo, der Minister des Innern Romero Robledo, und der Minister der Colonien Ayala, gewählt. Castelar ist überall, wo er kandidierte, ohne Zuthun der Regierung erlegen, weil seine republikanischen Gesinnungsgenossen, die für die Wahlenthaltuug waren, ihn als ,Verräther" an-klagten. Die Republikaner haben bis jetzt nur zwei Candidaten durchgebracht. Pester Blätter bringen neuerdings die schon seit einigen Wochen wiederholt auftauchende Nachricht, daß Ali Pascha der neue anstelle Sever Pascha» nach der Herzegowina entsendete türkische Commiffär und Gouverneur, den Auftrag erhalten habe, ao Montenegro ein Ultimatum zu stellen. Dieses Ultimatum, welches Konstant Effendi nach Cetinje zu überbringen habe, werde von dem Fürsten Nikica eine gewissenhafte Einhaltung der Neutralität verlangen; die Zurückberufung aller aus dem Jnsur-rectionsschauplatze befindlichen Montenegriner und das Abbrechen aller Verbindungen mit den Jnsur« genten. Gehe der Fürst von Montenegro nicht vollständig auf diese Forderungen ein, so sei Mukhtar Pascha beauftragt, die Grenzen Montenegros auf der albanischen wie herzegowinischen Seite vollständig zu cernicren und eventuell mit bewaffneter Hand gegen die äernagora oorzugehen. Aus Belgrad gehl dem „Kelet Nepe" ferner die Sensationsnachricht von einem geheimen Rathe zu, der im Konak des Fürsten Milan gehalten worden sei. Der Fürst habe die Lage erörtert und seinen Vortrag mit den Worten geschlossen, daß er kein Reilungsmittel wisse. Auch seine Getreuen wußten keinen Rath und nach einstündiger fruchtloser Be-rathunz erklärte der Fürst, daß er un^r solchen Verhältnissen seinen Platz verlassen müsse. Er werde sich aus die bessarabischen Besitzungen seiner Gemalin zurückziehen. Sein Adjutant ProtiL habe einen Staatsstreich empfohlen, doch der Fürst zur Antwort gegeben: ,,Jch habe kein Geld. Ich habe es bei der russischen Regierung versucht, Geld zu erlangen, doch vergebens." Der Fürst habe sechs Oberste zu sich berufen, um sich über die Stimmung in der Armee Bericht erstatten zu lassen. Alle stimmten darin überein, daß die Hälfte der Offiziere unzuverlässig sei, auf die übrigen aber könne man vielleicht zählen. Man habe dem Fürsten auch gerathen, daß er, in die Festung zurückgezogen, ein Manifest an das Volk erlasse und erkläre, daß man mit der gegenwärtigen Verfassung nicht regieren könne. Es sei wahrscheinlich, daß er diesen Rath befolge. Zur Tagesgeschichte. - Tapse rkeitsmedaillen. Die österreichische Armee zählt 1438 mit Tapserkeitsmedailleu (96 goldenen, 539 großen und 803 kleinen silbernen) decorierte Krieger; 812 Offiziere sind im Besitze solcher Medaillen. — Zur Beleuchtung des Elends inWien dient einigermaßen, was die „Vorstadt Ztg." vom 20. d. M. schreib!: „Wien tanzt heute in den Bluinciisäleu : Elite-Kränzchen des lansinännischen Vereins. Beim Schwender: Donnerstag-Redonte. Beim „grünen Thor": Zweiter Maskenball. In den „drei Engel"»Sälen: Maskenball. Im „Hoiel Tauber": Elite-Masken-Redoute. Beim Zobel: Baueruball des Geselligkeits-Vereins „Fröhlichkeit". Bei Dreher (Landstraße, Hauptstraße): Maskenball. — Morgen: In den Biumensälen: Tanzkränzchen des Vereins „Epheu". Beim Schwender : Wiener Bürgerball. Beim „grünen Thor": Banschul-Kränzchen." — Wahrscheinlich tanzte man an allen diesen Orlen ans Nolh. — Einen Winter artikel in des Wortes verwegenster Bedeutung, einen heizbaren Schuh, haben die Herren Moudain L Comp, zu Paris erfunden und sich diese geniale Erfindung auch von den preußischen Behörden für den Umfang des preußischen Staates aus drei Jahre patentieren lassen. Da übrigens in B r ü s s e l ein erfinderischer Kops auch einen heizbaren Spazierstock constrnierl hat, so sehlts uns also nur noch an einem heizbaren Hut, um von Kops bis zu Fuß gegen den grimmigen Winter zur Abwehr und zum Angriff gerüstet zu sein. — Kaiserchronik. Ein französisches Blatt hat sich die Mühe gegeben, auszurechnen, daß die Wettgeschichte 2540 Kaiser und Köniqe aufzuweisen habe, die über 64 Völker regiert haben. Von diesen 2510 Monarchen wurden 299 vom Throne verjagt, 64 dankten ab, 20 mordeten sich selbst, II wurden wahnsinnig, 100 starben im Kriege, 123 wurden gefangen genommen, 25 erlitten den Märiyrettod, 151 wurden durch Waffen ermordet, 62 vergiftet und >08 zum Tode verurtheilt. — «Und ein solches Metier," bemerkt hiezu der „Sidcle" mit einem Seitenblick in der Richtung uach Lhisel-hurst, „findet noch immer Prätendenten!" - L i» e correcte Gemeinde. In der Gemeinde SeewiS im Prättigau wurden, wie der „Berner Bund" berichtet, im abgelaufenen Jahre getauft 17 Sinder, confirmiert 17 Kinder, verkündet 17 Brautpaare, beerdigt 17 Personen. Lokal- uiw Provinzial-Angelegellheiteu. — (Vonseite des I n ri st e n ba llco m i tL s) werden alle jene, welche durch ihre Stellung Anspruch a»f Einladungskarle» zu haben glauben, denen jedoch solche aus Versehen noch nicht zugekommen sein sollten, eingeladcn, ihre Namen in dem in der Buchhandlung Kleinmayr L Bamberg aufliegenden Bogen einzeichnen zu wollen. — (Aus dem Jnsurgentenlager.) Ein Telegramm aus Äostajnica, 22. Jänner, meldet: Unweit Jam-nica finden seit drei Tagen unter Hubmayers Führung harlnäckige Kämpfe statt, in welchen sich die Insurgenten siegreich behaupten. — (i 8 ? ber Ernte in Ärain.) Nach den dem Ackerbamninisterium vorliegenden statistischen Daten deties sich im Jahre 1275 die Ernte in Ärain aus 159,000 Hektoliter Weizen, 87,000 Hektoliter Roggen, 229,000 Hektoliter Gerste, 346,000 Hektoliter Hafer, 353 Hektoliter Mais und 261 Hektoliter Wein. — (Filr den krainischen Schnipsen nig) habcn gespendet die Herren : ÄpsaUrern Rudolf Freiherr von, HerrschastSbesitzcr, 4 fl.; Scunig Vincenz, Handelsmann, Haus, und Realitäleubesitzer, 4 fl.; Siöckl Emil Ritter v., Dr. med, k. k. RegierungSralh, 5 fl.; Slrohmeier Josef, Schuhivaien-Nicberlagc, 5>0kr.; Treuu Matthäus. Handels-Mann, 1 fl. ; Zeschlo Balcntin, Fabrikant und Hausbesitzer, 3 fl.; Gerber Matthäus. Buchbinder und Hausbesitzer, 1 fl.; Roßmann Matthäus. Glashändler. I fl.; Lentsche L Zentrich, Handelslruic, 1 fl. — (Lus der Amtszeitung.) Verleihung der triester-grazer Lottocollectur zu Rudolsswerth; Offerte bis 24. Februar an das Lottoanrt in Triest. — (Behandlung der Beurlaubten und Reservemänner.) Im Rekrutenausschusfe des Abgeord-netenhauses ist bei Berathuug des Rekruten Contingents-Gesetzes pro 1876 über eine harte Behandlung von dauernd Beurlaubten und Reservemännern, die verspätet in den Controls-Versammlungen erschienen, Beschwerde geführt und die Vermittlung des Ministers für Landesoertheidigung dahin in Anspruch genommen worden, baß eine durch besondere Umstände veranlajjle Verspätung des Eintreffens bei der Lontrols Peisammlung die entsprechende Würdigung und Berücksichtigung finde. — Wie inan vernimmt, wurde die Erinnerung erlassen, daß hinsichtlich der Abweisung verspätet erscheinender ControlSpflichliger über die Bestimmung des Punktes 5 des ReichskriegSministerial-Rescriples vom 28. August 1875 nickt binausgegangen und die Abweisung nicht Anlaß zu ungerechlserligter Härle werden dürse, ferner daß, wenn genug iieit erübrigt, in Uebereinstimmnng beider Commisfionsmitglieder der Eentrvlsact mit de« entschuldigt Verspäteten sofort vorzunehme» sei. — (Die L rich > ne n k ra » k h ei t) ist in dem Städtchen Raabs in Nicderbsierreich ausgeireten. ES sollen dieser Krankheit bereits mehrere Personen erlegen sein. Der hiesige Verein der Aerzte wird sich diesertage mit der Untersuchung eines aus Raabs stammenden verdächtigen Stückes Selchsleisch (geräuchertes Schweinsfleisck) beschäftigen. . — (Für die Handelswelt.) Aus den Körne» und Mebl-Markiplätzen des In- und Auslandes ist Flau h«t eingetieten, in Getreide sind große Mengen venüg! bar, dagegen matter Verkehr, nur Hafer und Mais finden Beachtung ; Spir > tusaus 23'/, fl. Pr. Hektoliter gefal len, hat sich jedoch bis 24>/, fl. erholt. Im Zucker behaup« tet sich feste Tendenz, Producenten benehmen sich zurückhaltend. Flachsgarne bewegen sich in den engsten Grenzen. — (Beneficeanzeige.) Zum Bortheile deS Schauspielers Herrn Stein ber^er geht morgen, Donnerstag den 27. d. M., da« große Lebensbild „Die Veilchendame von Dorn in Scene. Frau Paulmann gibt die Titelrolle, Frln. Fontaine vom Stadltheater in Trop-Pau wirkt aus Gefälligkeit mir. Der Benesiciant hat im Verlaufe der Theatersaison nicht nur im komischen Fache, sondern auch in allen anderen Zweigen deS Bühnenwesens Beweise seines Talentes und Fleißes »n den Tag gelegt, die ihm die Sympathien und den «elfail de» Hanfes im reichen Maße eintrugen and ihm ein günstiges Benefice in Aussicht stellen mögen. — (Ponte babah n.) Die „Gazetta di Venezia" enthält einen längeren Bericht über den Stand der Arbei-en an der Pontebabahn, dem wir folgendes entnehmen: Bis zur Station Gemona ist die Bahn sckon vollendet und auch schon im Betriebe. Von der Strecke bis Piani di Por-tis ist der Theil bis Ospedaletio schon gänzlich vollendet und auch schon ausgerüstet (beschirm). Von OSpedaletto bis zur Galerie ist die Straße schon aufgeschüttet. Bon dem Tunnel hinter letztgenanntem Orte sind 90 Meter gebohrt und fehlen nur noch 30 Meter zu dessen gänzlicher Vollen-dung. Von dem großen Viaduct bei Rivoli find acht Pfeiler gebaut, während an den anderen gearbeitet wird, jo daß man gleich beim Eintritte des Frühlings an die Einwölbung derselben wird schreiten kouuen. An der ürücke über die Venzonasfa wird eben .^ebaut. Die Arbeiten bis Resiutta sind verpachtet und auch schon in Angriff genom men worden. Was die Vollendung der Bahn bis Ponteba selbst betrifft, so will mau damit warten, bis Oesterreich, das den schleunigen Ausbau der Strecke Tarvis^Pontafel zugesagt hat, diese Strecke auch in Angriff genommen haben wird. Die Strecke bis Piani di Portis wird aber jedenfalls schon im kommenden Herbste dem Verkehre übergeben werden Ueber die internationale Station ist noch gar nichts entschieden, da Oesterreich dieselbe in Pontafel und Italien wieder in Udine haben will. — Der Handelsminister brachte gestern, seiner jüngst gemachten Zusage entsprechend, im Abgeoidnetenhause die Vorlage inbetreff der Herstellnng der Lime Tarvis-Ponteba ein. — (Landschaftliches Tbeater.) Gestern entfaltete sich in den Räumen unseres Musentempels einmal ein recht heiterer Faschingsabeiib. Das von Ä. Verla sür den wiener Boden bearbeitete Lebensbild „Drei paar Schuhe" rollle sich in recht lebhaften Bildern vor einem gut besuchten Hause aus. Fräulein Allegri hat bereits seslen Boden hier gewonnen; ihr lebhaftes Temperament, ihre pikanten Scherze und ungenierten Bewegungen geben Zeugnis, daß sie eine Wienerin vom „reinsten Wasser" ist. Im Vorspiele glänzte die geschätzte Debütantin als „Leni" durch energisches Auftreten in der Schusterwerlstätte; im ersten Äcte gefiel ihr naives Wesen im Hause des Börse-speculanlen; im zweiten Äcte traten die GesühlSsailen in vollen Klang und im dritten Äcte ergötzte sicki das Publilum an der urgemülhlichen Laune der auf Irrwege geratbeuen Schustersgattin. Das Haus äußerte seine Znsriedenheit durch lauien Beifall und Heroorrufe. Stürmischen Applaus erwarb sich Herr Thaller durch die meislechasle Darstellung des ausgeraucklen Vulkans „Julius von Nachlsalter;" Maske, Bewegung und Sprache charakterisierten den Rone ersten Ranges. Frau P a u l m a u n führte den Part der Opernsängern! , Lanra Eder" in Prosa und Gesang vorzüglich durch. Herr Stein berger zeigte sich als ge-müthlicker Schuster „Lorenz Flinl." Herr Frederigl schuf als „Slangelmeier" das wolgetroffeiie Portrait eines echten Börsianers, der außer sür „Achtel nnd Vertel" lein Verständnis und Gefühl im Herzen trägt. Herr Stampfl spielte die Rolle des ungarischen Gutsbesitzers „VaroShüzi" und Herr Ädam jene deS „Thealeidieners" recht gut; auch Frl Chorbach (Kunigunde) accompagnierte ihrem Gatten bestens. Die Gesangsnnmmern liefen gut ab und das prächtig vorgelragene Wallfahrer lied im zweite Acte er zeugte große Heiterkeit. Das Quodlibet im zweiten Acte brachte einige gute Stelle», jedock der Impresario der dresdener Hosoper Herr M üller schlug solwe Töne au, die ihm seibst eiu lautes Lachen entlockten Der letzle Act lies recht klappend vom Stapel nnd Herrn THallers Entröelied ries donnernden Applaus wach. - Heute gelangt zum erstrnmale die reizende Operette „Die Frau Meisterin" von Suppe zur Äuffllh ung. Wir können es Nicht unterlassen, die Freunde der Operette aus die vorkommenden hübschen Gesangsnuminern, namentlich ans daS Duett der „Meisterin" und d,s „Savoharden" im ersten, aus Las Zankduett der „Meisterin" und des „Veit" im zweiten, nnd aus das Liebesduett der „Baronin" und des „Veit" aus merlsam zu machen. Heute hören wir beide Operetten sängerinnen, Frau Pamlman» und Frl Allegri in hervorragenden Partien. — („Puck") Unter diesem Titel erscheint bei A H. Payne in Leipzig seir kurzem ein neues Witzblatt (Preis 3 Mark per Quartal), welches ganz im Gegensätze zu den Erfatirungeu, die man gewöhnlich mit neuen Erscheinungen aus dem Felde des Witzes und des Humors macht, von Nummer zu Nummer besser zu werden verspricht. Die uns vorliegenden drei Nummern enthalten ei^e Hülle der löst lichsten Illustrationen der Tagesgeschichte, vom Gesichtspunkte deS Aoboldes „Witz und Salire" aufgefakl; wie wenn z. B. JsabeUa als „Preziosa" die Wellbühi.e betritt und singt: „Mitleid babt mit meinem Lose, Raubt mir nicht mein höchstes Glück! — Nebml mir meine Tugend-r o f e, — Gebt M a > fori mir zuruck;" oder wenn die ori, n talische Krage in sollender Weise illustriert wird: Bismarck, Gvrtschakoff, Disrael», Andraffy, Victor Emannel reiten auf einem Schaukelpferd, das allbereils die gewagtesten Schwingungen macht (Mac Mahon ist infolge dessen schon herunter -gefallen und Victor Emannel klammert sich nur noch krampf -Haft au). Bismarck sitzt vorne und führt die Zügel, hinter ihm Gvrtschakoff und in der Mitte Disraeli, der sich mit einem Sattelgnrt, Suezkanal genannt, sestgeschnallt hat. Die Unterschrift läßt an Schärfe der Charakterisierung nichts zu wünschen übrig; sie lautet: „Das internationale Schaukel -pferd, ein europäisches Weihnachtsspielzeug " Auch die anderen Illustrationen sind vorzüglich, so daß wir den „Puck" (Der Titel ist den Kennern von Shakespeare's „ Jammer-nachtstraum" wol geläufig) allen Freunden von Witz und Satire bestens empfehlen können. Zu beziehen durch die Buchhandlung v. Kleinmayr L Bamberg. Witterung. Laibach, 26. Jänner. Morgens dichter Nebel bis gegen Mittag anhaltend, dann etwas gelichtet, matter Sonnenschein, schwacher NO. Temperatur: morgens 7 Uhr - 118", nachmittags 2 Ubr - 6 2- 0. (1875 -z- 3 4-; 1874 -s- 2 2« 0,) Barometer 751-63 wm. Das gestrige TageSmittel der Temperatur — 6 8-, um 5'0- unter dem Normale. Telegramme. Bukarest, 25. Jänner. In der heutigeil Kaminersitzung verlangte der Kriegsminister einen außerordentlichen Credit von 5.600,000 Lei zur Arineeausrüstung. Der Finanzminister legte ein Gesetz vor, wornach künftig die Landesmünzen mit dem Bildnis des Fürsten geprägt werden sollen. Für die Creditsordernng des Kriegsministers wurde die Dringlichkeit zugestandcn. Wiener Börse vom 85. Jauner. Geld Ware 5perc. Rente, öft.Pap. 68-85 68-95 dto. dto. öft. in Silb. 78-90 74 — 2osc von 1854 .... 106-L5 1 191 - 191-20 Depositenbank . . . . 180 50 I31-5V EScompte-Anstalt . . 670 - 675'- franco-Ban! . . . . 2»— 29 5t« Handelsbank '-rationalbank . . . . 47 — 47 5« 890— ^>93 - Oest. Bankgesells. . . 169'- 170 - Union-Bank 74 - 74 25 BerkehrSbank 78 - 79— Mföld-Bahn . . . . 11V — 115 50 Karl Ludwiabahn . . Kais. Elis.-Badn . . Kais. Fr. IosefSb . . 19750 1^7 75 125-25 165 50 145 — !45'50 btaatSbahn 293.— 293-5i Südbahn 115 - 115 25 rkLLÜdrtvk«. Nation, ö. W. iranz Josef«-Babn )eft. Nordwestbahn Südb.-Gcs.zu 5»u gr. dto. Bo»« I-o»s Credit - Lose......... Mudols« - Lose . . . . Wsvk«. (3Mon.) LugSd.ioost. sttdd.W, Franks. Ivc Marl. . Hamburg „ „ London I» Pfd. Sterl. Paris i(X> Franc» . . VLÜLLVL. Kais. Miln» Ducalen ra-Franc«st>tck. . . . Preutz. Kastenscheme . Silber . . Geld! Ware 101 25 1K1'75 90 25 90-7L 96 70 96 90 85 50 86— 9250 92 7L 98 50 100— 68-75 69 — 145 25 145 50 107 25 107-50 161 75j16S — 13 60 14- 5610 56 20 56 jO 56 25 5610 56 25 114 40 11470 45 55 45 60 541 --542 9 20 »21 56 85 56S0 104-60 104-7- Telegraphischer Cursderichl am 26. Jänner. Papier-Rente 65 70 — Silber-Rente 73 35 — 18KO«r Staats-Anlehen 112 75. — Bankactien 891. — Lredit 189 50 — London 114 45. — Silber >05-—. — K. k. Münz-ducateu 5'43. — 20-Francs Stücke 9 21. — 100 Reichs-mark 56.90. Ein 21jähriger tüchtiger Commis, guter Verkäufer, von einnehmenden Manieren, mit guten Reserenzen versehen, sucht einen Posten und könnte nöthigen-salls auch sogleich eintreten. Derselbe spricht beide Sprachen und bat seinerzeit in Krain am Lande in einer Gemischl-WarenHandlung ausgelernt; der Bewerber hat auch einige Kenntnisse im Schristfache. Man bittet allfälluie Briese an Herrn 1o»ef k. 8vkulr, Handln ngSbuLhaller in Laibach zn adressieren. (43) 3—1 «tue Mühle mit vier Gängen- Stampf und Breltsäge, im guten Betriebe mit guter Wasserkraft, ein Stock hohem Wohnhaufe, Wirth-schastsgebäudeu und Oekonomie, arrondiert, 10 Minuten vo« der Siadt, an der >«udolfsbahn. ,n bester Gegend Unter-kärntens, zu größerem Holzgeschäste geeignet, ist mit oder ohne Inventar zu verlausen. Näheres an ernste «Luser durch den Eigenthümer »dresse in der Expedition, (S9)S-L Theater. Heute: Die Frau Meisterin. Operette in 3 Acten von F. Supps. Morgen - Zum Vortheile des GesangskomikerS Eduard Steinberger. Die Veilchendame. Lebensbild mit in 3 Acten von Dorn. gknl füi- l.aibaok gs8uokt! Lin äkes dv8tr«nu,,»»lvrt«8 Lankdau» sucbt kür l^aibacb und Umgebung einen tücb-tigen Agenten sinn Verkauke van I>o8v» und kvntv gegen inonatlicbe Gablungen. Rekeren-ren ervünscbt; sebr gnte Lngagementsbedin-gungen. 2u8cbrikten unter „-Xxvnt >r. I/' an Annoncen-I!uies.u 7V. Oppolik, Wien. <4r,z-, (Lallsncbt) keilt brleOlvli der Lpeoialarrt Vf. X>>»80t>, Neustadt, Dresden (Sacbsen.) Itvroits tldvr 8V0V mit k!rf«Ix dvlinnilvll. «I> 104 6 Augekommene Fremde am 26. Jänner. Hotel Ltadt Wien. Kom'ter, Pfarrer, Villach. — Kornitzer, Ksm.,Brod. — Pipp, Hdlsm., Sapione. — Heinrich, Bergverwalter, Trifail. — Kopriva, Lagor. -- Eberl, Oreju'k, Kaiser, Humel, Vildic und Beutam, Kaufleute; Kleiner, Reis., Wien. Hotel Elefant «rko, Agram. — Satrau, Baö. — Kette, Moosthal. — Knaflik, Firniz Korn, Oberkrain. — Rifl, Wien. Hotel Europa. Kleine, Pfarrer, und Hartmann, Verwalter, Visel. Mohren. Zalar, Cilli. — Wid-mar, Krain. — Schmidt, Reis., Kasche. Verstorbene. Den 25. Jänner. Helene Prelich, Private, 48 I., St. Pe-tersvorsladt Nr. 37, Lungentnber» culose. — Anna Slübana, Inwohnerin, 67 I, Et. PeterSvor-stadt Nr. 55, Wassersucht. — Ludwig Novak, Locomotivheizers-tind, 5 Monate, 3 Tage, St. Pe-lcrsvorstadt Nr. 153, Lungen- u. Rippenfellentzündung. — Antonie Smuk, Jnstitutsarme, 65 I., Livilspital, Enltrüstuiig. Gedenktafel über die am 2 8. Jänner 1876 statiftndinden Äcüa-tionen. I. Feilb., Kramarsii'sche Real., Seisenberg, BG. Seisenberg. — 3. Feilb., Obermann'sche Real., Vidosiö, «G Mbtiliiig. — I. Feilb., Barbislche Real., To-pole, BG. Feistriz. — 1. Feilb., Jan'sche Real., Grabie, BG. Rad-mannSdorf. — 1. Feilb.. Ancin-sche Real., Grdb. Herrschast Prem, BG. Feistriz. — Reass. 3. Feilb., Baöa'sche Real., Jasen, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Zinder-M'sche Real., Bitine, BG.Feistriz. VivdUK kür LllKvIlvuiIv Sallstrauva! Höirs.ts -^.ULStLttMAöH! Von 27 ü. anKelaiiKvn 40 ü. iliv tein8le vowpivltv ^u88tattunx bei kliilixx Orünsxan! ,stzä« KLii85rrtu iu0^6 sied «otlist üdvrxou^oii, ä.188 iok für 40 A« oins eomplotts ^U88tg.ttnv§, LÜ68 (loppt'lt, vorabiolx«!! OIoiolirivitlA- srlLiibö iek mir iiu demsrlLM, (Ia88 böi mir r;ro88tz öiiior 0oneur8ma88o ÄS'vii : Lins ?artie scbvarrer LsiileustoSs in falls, Noblesse und Krogrin. Line kartie 8silisndänsnt, eine 6arnitur üu 5 ü. k'eine gestickte vamen-liemden von I ü. 60 Kr. bis 2 II, 25 Kr. die feinsten, keine gestickte I^einenkemden ru 3 ü. 25 kr, keine gestickte kosen ru 90 Kr. dis I Ü. 50 Kr., gestickte Scbürreu nn 85 Kr. K?0886 ^U8wafil in 0ama8l unä i-sinkn^anen. Lin 8tUck 306iligs Karnleinwand xn 5 ü. 50 Kr. Lin 8tü«k 30ellige8 Llacksleinen 6 ti. 50 Kr. Lin Kltwk JOelligv HÄNsIeiinvand rn 7 ü. 50 Kr. Lin 8tück üOellige IlandtUeder, veiss, rn 6 tl. 50 Kr. bis 7 ü. Lin Stuck 36elligs kumdurger 6reas, ^ dreit, geeignet rn 6 I^eintücbern, kür 9 ü. 25 Kr. bis 10 tl. die beute. Lebte Uuin-burger Reinleinen kür Wäsvbe ?.u 28 tl. Line 54eII>gs XVebe, breit, rein deinen. Lin Stück 3t>ellige Stnkl-Vreas kür ^äscke xu 8 ü. 75 Kr. 80 Lllen Handtücber, nugebleickt, üu 5 tl. ',0 Kr. vainast- und ^tlL88-Oradl /.n 30 kr. der Ueter. Odiffon und keinen Sdirting üu 24 Kr. bis 32 Kr. der Bieter. Lleiderstnlkv, das ^eue.8ts in Oaro- und klaid8wkken, nu 35 Kr. der Neter. l' eiue blan-scd^arxe düster und ^.lpacca, Noliair üu 30 Kr. bis 35 und 42 Kr. der Neter. Leine graue Seidenlnster, braun und drapp, von 45 Kr. dis 60 Kr. der Neter. Leinen-Sacktücker /u 90 Kr. d»s Ilul/.eud an- sekangen bis 2 8. 50 Kr., 3 8. und 4 ü. 50 Kr. die keinsteo. Salontexpicbs, Bettvorlagen und l^ankteppieke staunsud billig. 2 liettdecken und 1 lisekdecke mit Seidenc^uasten in liips oder Scbakvolle nu 10 tl. 50 Kr. Lotrien von l tl. 85 Kr. angekaugen bis ru 4 tl. 50 Kr. die keinsteii. Siebenbürger Lotten bis 12 tl., abge-stepxte Bettdecken in 6otlon, Rouge und vacbemir von 2 ü. 50 Kr. bis 4 tl. 50 Kr. 2 Lllen breite l^eintücker-deinen, kür Lettkappen geeignet, nu 65 bis 80 Kr. d:r Neter. Orkord kür Ilerrendvmden xu 38 Kr. der Lleter. Natratnengradl, breit, üu 55 lc>. Mg. ter. 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Bamberg Kleinmavr Druck^von Jg. Berle^er Ottomar Bamberg. Für die Redaction vercintwnrtlich: s^ra n'z Spitaler.