Gedruckt mit Edlen von Kleinmayer'schen Schriften. F r e y t a g den 27. Januar ' 8 ! 5. fOesieneichlsche Staaten. Wien. <^er am hiesigen k. k. Hose stehende königl. Großbriltanmsche Votbschaftcr, General- Lieu» tcnant ?ord Stewart, hat das am '8. Jan. eingefallene Gcburtsfcstder Königinn von Groß» briranien mit einem prachtt'ollen Vallttste ge« scvert, dem der Kaiser lind die Kaiserinn von Rußland, die übrigen bier anwesenden Souve» rainc, der Erzherzoge kaiserl. und königs. Ho» heitcn, der Erzherzoginn Beatrix k. H., !vie auch die übrigen hier befindlichen Prinzen, und soroobl inländischen als ausländischen Minister beywohnten. (W. Z.) Wien, den 7 Iäncr. Was von einer Verlegung des Kongresses nach Frankfurt am Mann gesprochen wird. m,w!c es scheint, dahin zu berichtigen, daß Klinge den Antrag machte:, , nach Ausgang des Wiener Kongresses in Frankfurt eine Kom. nnMon zusammenzufegen, die die gefaßten Ve< schluNe «. roirklicke, Vollzuq setze. (K. Z.) Ham.'urg-v Blätter schreiben al',s Wien vom 21. Dez,. „Ei» abg'ordurter der israe. llti66 e^t. verfertigt, gemeipschaftlich mit zwey andern Abgeordneten die Schrift 0j.'5t-! v^tio'i su. W con^tit^tion ^n.in«^ abgefaßt, den Kom» promiß untcrzelcknct, The^l an der Sei^ung nacb Zürich genommen, und endlich eine Reise Mit zw y semer Nithaften nach Lausanne ge mack)^ hatte, um s:ck dol-c nb^r ihre Angelegn> heiten zu berathen, zu secksmonachl chen rrest «nd Einstellung seines Bürgerrechts während zehn Jahren; Joseph v. Praroman zu scchs monathlichem Haus. Arrest, Einstellung seines Bürgerrechts für zwan;:g Jahre, und 'Aus' scklicffling ron der Regierung für immer; Herr Blank zu gleicher Strafe; Joseph Wi. cky zu einem Iakre Haus . Arrest, und Ein. siellung des Bürgerrechts auf zehn Jahre; Jakob Wicky ;u sechsmonathlichen Haus Arrest und zehnjähriger Einstellung leiner Neckte; die fiüchtig gewordenen, Hrn., Combaz und v. Lantken, zu dren Monath Gefangenschaft und Verpflichtung sich zu recbrscrtigen, Natksherr Kolly und Advokat Fournier, zu sechsmonatb« lichcll Stadt,Arrest. Der Staatsrath wird eine Spezifikation a3er Kosten vcrfertigoi, und diese werden den Verurthc.len nach dem Maßstabe chrer Strafbarkeit auferlegt. Hr. Beain hat nur die Kosten seiner Eiuschliessmig und Untersuchung zu tragen. Hr d'Epmay ist frey gesprochen. (W. ,3) Frankreich. Der Englische Bo'hsckafter, Herzog von Wellington, bat der durch wuhltbätige Pflege verwundeter und erkranklej' Soldaten rühmlich bekannten Schwester Viarsha, eine beträchliche Summe Geldcs zustellen lassen, um ein Gut» chen bey Besancon, daß sie uin dcn Drang ihres Herzens, ln UüterstÜHung der Leidenden, Genüge zu leisten, veräußert hattc, wieder an sich zu bringen. Auch inchrere Souveräne kalM, dlcft tiigei-dhaftc Frauensperson unter, stützt, um dadurct) T^llnehmn-an ihren wohl« t> ätigen Handlungen zu werden. (W. Z ) Spanien. berichte aus Nom vom 20. Dez. melden, daß dem Monsiinor Rasali und den P. P. Basilicanova und Onorini, welche von dem P.ioUe in der 'Absicht nach Spanien g schickt worden wa'^en, uin die Gemüther zu beruh-gen, und sich m:t Gr Maj Ferdinand VII,, über gewisse dcm heiligen Valer von dem, sclten geinachte Mitlheilun^eu zu besprechen, als sie sich zu Barcelona ausschifften angedeu« lel wölben ist, daß sie ohne Erlaubniß des Hofc5, lhve Reise nicht follsetzcn dur^e^. Nach andern Nachrichten eben dc.her ist es dem t>e:'. Vairr ^ l,cluncien, dui'ch nachdrnckli, che VorsteLunqen beydem Könige, dcm Frie« dci'.l'fürsisn dl? Verzeihung diescs Monarchen? zu ei w'rken. (W. Z ) D?s G?nlral L e^trnant, Oberst der Artil, lerie, Woriier, wacher eines subi-rdmazionsivl» d^'qcn v^tr^qeils g^en dcn Gouverneur von Cludadeco Selqzar, der unter dem Nahmen von Cl>Cüra währenddes Krieges bekannt war Dieser D^enerdes Evan« qcliums glaubte das Geschäft der Waffen mit den Pflichten seines slandes vereinigen zu kou« neu/ und war beynahe eben /o berühmt als el EmM!!,»d<>, Min», e, Cf z,l e,ne re,che e„n»che Pfründe echoen, «jt we!> chir sich ^r K»ldn, leinüüt >,<,lte. l,5,i 6mi,t.s>! i^ >?^i dcv .^urVcrurtbellung LN33NMW war, um die Gemütber auf die r3 t sche^^ anderungen, selche man bcabsichnate ro.-7ibe. retten. Unter der Rcgien.n^K'lV ' M^'/'"1" selnd s>^mülh-ger Gesinnungen. 5e^ ^// '^,^renqe ausserorde.nlch, Nelche sich b:s a-ls d>e q-rln..st'.i Kl" . ^. ^ er!treckl, und v ele -pcrsd^n es bcrcucn mici)^ daß sie lesci, >l»d scln'e'bk,: können W 2 ,^. G r o ß b r i t t a n i e n ei.P^ ^ed.,ig,,>^e>i,l»ner welchem Malsa zu f n .^!'^" Handelsplatze u,id elncm F.el)ha> len elhohen wcl-d3.l sol!, werdc., also angeqe. ^einw^. . ^"'^' ^'''e, Stahl deutsche le alle ,,^^ Mcswiaren ausgenommen, sol Zuku?ft b^'n Prodnttc, wo.ur d^ese Insel in sie Landes '^'^ "/° '"^sthrn wc.de. als ob welche derN"'^ ^'"' «"d d.e ^axsie.tc, Es heißt nun, man suche sä» 5-n ^>i^s Zu E»d? De^mbcrs trat auf ber Themse eine so heftige Fluch ein daß ein grosser Theil der am Strande und dessen Umgebungen liegenden Strassen und Gebäude übersch^emnit wlirdcn, und die Einwohner selbige verlasse« mußrcu. Zu Windsor katte es so heftig ge, regnet, daß der dortig? Park unter Waster stand. Zi u ß l a n d. Durch einen Befehl des Kaisers sind die Russischen Truppen jetzt in zwey Heere abge« thellt. Ueber eins derselben führt der Feld» marschall, Graf V(N'c,'an de Toüy, und über das andere der General von der Eavallcrie, Graf Bemiingsen, den Obci'befehl Die Garde . Regimenter waren bis 20. De;emdcr sännntlich w.eder in St. Peters« bin'g eingerückt, und haben ihre Standquar« tieie in den Kasernen, bezogen Der Ol''-!'beschlshabcr in Grusien (Ge, orgien), General Rtisch!schew, hat für den 'Abschluß des Friedens m,t Persiei,, von dem Souverain von Persien, Feth Aly Schach, die dianicintenen ^nsignien des Ordens der Sonne r.üd d-es Löwen, und zugleich von Sr. Maj. den, Kaiser die Erlaubniß dieselben zu tragen, erhalten. ^'er an den kaiserlichen Hof bestimmte außerordentliche Persische Gesandte, war in Tula angelangt, Er reiset in sehr furzen Tagreisen und wnd allenthalben auf Befehl des K>üM's von de,i Ob?>'bcschlshabern der Gouvernements, durch welcke ihn sein Weg führt, ^!ilich bewirthet. Wahrscheinlich wird er nicht chcr in St. .Perersburg ein« treffen, bis der Kaiser angelangt seyn wird. Der gedachte Gesandte ist vor emiqen Iah, ren bereits in England gewesen, und spricht die Sprache dieses Landes. D^e W.tterung war in Nußland anhallend gelinde. ^W. Z) St D 0 m i ng 0. Es bc^a'iget sicn zwar, daß der Franzö. fische EeüN'al Dauriou » Lavaisse als königl. Französischer Komnnssar, aus Frankreich kom. m?.-d aus)an:acka anq^ian^, vo» dort aus sich mit dem sogenamuen Könige Christoph und dem Präsiden en Pethicn, den beyden Gebietbcrn von St. ^omi!^go, in Vr-efwcchscl qcsetzs, scjfhe!.. auch nach O. Dominigo abgegangen, und -u Port a» Prnice,der Hauptstadt Petlnons, am 21. Oktober angekommen war; aber alle wei. tern Folgen sein^ Verkandlun^n, wovon man sprack, scheinen noch s?hr zweifelhaft. W,rk. llch war er auch gleich bey seiner Ankunft i< Hort>all»Prince tmnassen erkranket, daß er bis zum i. Nov. sich noch t>ichl im Staude fühlte, seine Unterhandlungen vorzunehmend Seine Briefe a>» beyde Häuptlinge sollen sehr unverfänglich und behutsam geschrieben gewesen seyn. Er hat darin nur von neuen Verbindungen, nicht von einer Unterwerfung gesprochen. Daher hat Pethion auch daraus sehr freundlich geantwortet, und den General nach Portau Prince zu kommen eingeladen ; daß er nickt s?br geneigt sey, sichzu besondern Gefälligkeiten derbeyzulassen,, dat er dadurch bewiesen, daß er in derselben Zeit, da er des Französischen Kommissars Ankunft erwartete, (nntcr den lZ. Okt ) eine Verfügung erließ, lvodurch der Einfuhrzoll, welcher von allen fremden Erzeugnissen auf :a v. H. bestimmt ist, zu Gunsten dcr Englischen Einsuhrß.Artikel, ausF v. H. ausschlicssend festgesetzt wird. Noch weniger geneigt zu irgend einer Un« terhandlung hat sich der Koing Christoph gezeiget, Er schien die wa^rc Absicht des Französischen Äoni'.nissars nicht zu verkennen, und leß Punkt für Punkt dessen Schreiben beantworten^ dann aber einen allgemeinen Rath berufen, und d.e sem ldes <^en. Dauxion Lavaisse Schreiben vor, lesen. Die Folge dieses Schrittes war, daß der ollgemeine Rath an den König eine Addres. se mit'der Erklärung crlleß, das Volk von Hayti werde lieber bls suf den letzten Mann sich vertilgen lassen, als sich einer fremden Herrschaft zu unterwerfen. Als d-'sc Addresse dem Kcnigc Übermacht wurde, ertheilte derselbe solg?nd? nachdrückliche Antwort: ,.Haytier eure Gesinnungen, eure hochherzi« gen Entsckliessungcn sind un''cr?r windig; auch euer König wird sick euer würdig z?igen. Un» str Unwille ist auf das Acusscrste gebracht. Mo« ge Hayci von diesem 'Augenblicke an nichts als ein unbegrenztes Feldlager seyn; setzen wir uns in die Verfassung die Tyrannen zu bekämpfen, dic uns M;t Ketten, ^klaocrey unö Tod bcdro« hcn. Haytier, die gai^zc Wcit hat d!? Augen a.'.l uns gerichtet; unser Benehmen müfte iinse, re Verleumder bcschänu,', und d>e Meinung lechtsertigeii, weiche Menschenfreunde von uns gefaßt hab'n Lafu en^'r uns verbinden und uns von dem einzig.'u W.inscheb?!celt fcyn, uu» sere Ty-'annen zu vertilgn. Vün unserem ein, st^N'nig n Za^ünnenwirlea, von unsrer Eul» tracht, oon unser r Anstrngung d^-'gt der schnel« le Erfolg unsr.r Sacke ab. Laßt uns der Nlcklrclt ci>: grosses Verspiel von Muth geben und u.ls iieber ans dem ^ange dcr VUker'aus, meczen, als dcr Freyheit un^ Unabhängigkeit entsagen. Selbst ein Köni^, weiß eurer Sp.tze alle Gefahren und Ve» schwer den theilen sehen. Und wenn U!,sre Tm'an« ncn doch es dahm brächten, unsre Frcyh'it und Unabhängig eit in Gefahr zu setzen, so nehmet meine Bene: sie we^e-i c^^ zuin Sie« gc fü:)l'l.',>, und eul) über eure unversöhnlichen u»d cioigen Femde iriumphircn ma ben. " Bey d'.es?!- (^^m-nu>ig der Gemärber ist es nicht wahrschemlich, daß es der Französ. ^'om. nuzsar wag,-,- - ,'.!>ft, in das Gebeth deö Königs CwstoH sich z.i begebcn. (W. Z) Wechsel . Cours in Wien am 2l. Iäuer >8^ ''wg«b,für.°°ss^n,st,jH',Ul°^^ Conventionsmünze von kundert 28ä »s^ ss _________Marktpreise in Laibach dm 2.5. Iäner 1315.______ Getreidpreis < Brod -und Fleischtaxe Then zMitl ^Minb, ß ^ . E i n "------^----------- Fm das Monat Iäner ^ ^"'p Wimermetzen___^''' ^___ . 1Z15. 3!^^. Waihen ... 7 - 64^620 , M^o'x'emmel . , . «l' > ß ^i " Kukuruz ... — — - —^"" ' l old, ^'tlo . . . . k »^ 4 Z Korn .... 6 <^— -!— »- 1 Laib W.?ihenbl0> . ß 8^ ' 6 — bersten ... — «,---------,'— — , dllso Schotschize^taig l, 8 ' '5 Z H"s . . . ^ 4 40---------j— — 1 den? dello . . . Ll2 2 7 Z Haiden ... 4^^ »« >-«,- , , ^ ! Haber . > . . 2 12 sjiö'i---------z » Rindfleisch . . . . l 7t--------------