Prik««meratio»»- Preise r Für Laibach: Ganzjährig . . 8 fl. 40 Ir. Halbjährig . . 4.2». vierteljährig . 2 „ IV . Monatlich„ 70 „ Mit der Post: Ganzjährig 12 fl. Halbjährig............... 6 , «inteljährig 3 . Laibacher Für Zustellung in» HauS »iertelj. 25 kr., monatt. S kr. Einzelne Nummern K kr. Tagblatt »nonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Ne»acti«» vahnhosgaffe Nr. IS. «xpetzttt»«»- L Ji»ser«te«- Burea«: Longreßplatz Nr. 2 (B»chf Handlung von Jg. v. Llein« mayr L Fed. z«sertt«»s»reDM^Er-. Für die einspaltige L 4 kr , bei wiederbolE schaltung L 3 kr. Anzeigen bis S Zeilen 20 kr. «ei größeren Inseraten »atz öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complinerten Satz bes»n« dere Bergütung. Nr. 286. Donnerstag, 14. Dezember 1876. — Morgen: Ciicilia. S. Jahrgang. Das Budget pro 1877. Die Generaldebatte über den Staatsvoranschlag für das Jahr 1877 nahm einen höchst bewegten Verlauf. Die Regierungsvorlage setzt einen Ab' Sang von 26 6 Millionen Gulden fest, während der Budgetausfchuß infolge Erhöhung des Silber-digios einen solchen mit 28'9 Millionen Gulden rinstellke. Dieser Abgang wird durch die in Aussicht gestellten NachtragSsorderungen — namentlich für Eisenbahnzwecke 10 Millionen Gulden — eine wesentliche Erhöhung erfahren. Wir haben es schon heute mit einem Deficit von rund 39 Millionen Gulden zu thun, obgleich unter den Einnahmeposten ein Betrag von 2 Millionen Gulden aus den Cm-^'Activen und ein zweiter von 17 Millionen Gulden aus veräußerten Studienfonds Obligationen sigurieren. Der Budgetausschuß de« österreichischen Abgeordnetenhauses vermochte zur Deckung diese- Deficit« weder neue GoldqueUen aufzufinden, noch das neu-entdeckte Franz Josefs Land steuerbar zu machen, er griff zu dem allen, beliebten und gewohnten Mittel, zum — Schuldenmachen; Herr v. Pr et iS wird Vollmacht erhalten, wieder eine „schwebende Schuld" aufzunehmen. Die Volksvertreter ließen es an Mahnrufen, gerichtet an die Adresse der einzelnen Ministerien, nicht fehlen, in allen Zweigen des Staatshaushaltes Ersparungen eintreten zu lassen und endlich ein« wal das Gleichgewicht im Staatshaushalte herzu-stellen. Das Abgeordnetenhaus empfahl zum Zwecke der Herstellung des Gleichgewichtes und zur Beseitigung des DeficitS die Reform der indirecten Steuern, namentlich der Zucker- und Branntwein, steuer. .^ - In volkswirthschaftlichen und finanziellen Kreisen gab man sich der Hoffnung hin, daß fowol im Hotel des Herrn v. Pretis als auch im Haufe der Abgeordneten fruchtbarere Ideen das Licht der Welt erblicken würden; die Finanzmisöre und die getäuschte Hoffnung auf endliche Erlösung aus der derouten Lage erzeugen große Mißstimmung. Die Stimmung im ParlamentShause war wäh. rend de« ganzen Verlaufe« der Generaldebatte auf der Regierungsbank und auf den Sitzen der Abgeordneten eine gereizte. Das Abgeordnetenhaus kann es der Regierung nicht, verzeihen, daß sie in der Aus gle ich« fra ge jede Fühlung mit der Verfaffungspartei verloren hatte und zu Aufklärungen förmlich gepreßt werden mußte. Das Budget ist „das Lamm Gottes", welches die Sünden des Ministeriums in der Ausgleichsfrage büßen muß; die einzelnen Abgeordneten nemlich fanden in der Generaldebatte Gelegenheit, der Flut des Grolles freien Lauf zu lassen und in schärfster Weise gegen das Minist-rium vorzugehen. Die Angriffe vonseite einzelner Abgeordneten erfolgten mit einer im ParlamentShause noch nie gehörten Vehemenz und stellten einerseits den Rücktritt des Ministeriums Auersperg, anderseits die Auflösung des Abgeordnetenhauses in Aussicht. Die Abgeordneten Plener, Skene, Sueß, Neuwirth und andere traten mit einer Serie von in wuchtigen Formen gekleideten Vorwürfen gegen das Ministerium auf, deren stilistische Fassung über die Grenzen des par-lamentarischen Anstandes weit hinausgegangen sein dürfte. Die Minister säumten nicht, zur Abwehr ebenauch nicht immer mit den gewähltesten Ausdrücken in die Schranken zu treten; namentlich bemerkte Herr v. Pretis, es sei nicht immer möglich, daß der Abgeordnete seinen Wählern oder seinem Bezirke erfreuliche Beschlüsse mit nach Hause bringe.' Herr v. Prelis behauptet, daß die Au-gaben nicht reduciert werden können und eine Steigerung der Einnahmen angestrebt werden müsse; auf die Reform der Zucker- und Branntweinsteuer legt der Finanzminister großen Werth. Vonseite der Volksvertreter wurde wiederholt betont, daß man mit einer gewissen RücksichtSlosig. keit bei jenen Ausgaben das Streichinstrument anwenden müsse, welche wirthschaftlichen und kulturellen Zwecken nicht dienen; die finanzielle Lage Oester-reichS verlange dringend Ersparnisse im Haushalte und dieses Problem müsse mit Energie festgehalten werden. Herr v. Pretis ließ sich die Aeußerung entschlüpfen, daß dem « bg eo rdn et enha u fr die Verpflichtung obliege, mit positiven Vorschlägen zur Beseitigung der mißlichen Finanzlage hervorzutreten. Nach Ansicht der Abgeordneten jedoch ist es die Pflicht der Regierung, zu regieren, d. H. die Initiative zu ergreifen, Gesetzentwürfe und Vorschläge vorzulegen; dem Parlamente steht es zu, die Regierungsvorlagen zu berathen, zu ändern, zu acceptieren oder zu verwerfen. Die Competenz des Ministeriums ist eine ausgedehntere, als die eine« einfachen ExecutivorganeS der parlamentarischen Körper. Jeuisseton. Schloß Dorneck. Lriminal-Novelle von Theobald König. (Fortsetzung.! .x Die Gräfin war jung und unerfahren. Sie Mtte sgnst sehen müssen, daß die Abneigung ihres Gemals gegen die Freundin von dieser erwidert wurde. Sie hatte sehen müssen, wie Sido-mens dunkle Augen oftmals voll flammenden Haffes en Grafen suchten, und wie dessen Lippen sich dann ^^^^dtlich und höhnisch kräusten, wenn er einen lolch^ Blick auffing. Christine hätte fühlen müssen, wie Sldonie ununterbrochen versuchte, ihr Herz mehr und mehr gxgm den Zerstörer ihres Glückes zu "nporen, indem sie dessen edelsten Handlungen schlechte Motive unterschob. Sie empfand selbst eine zu große Abneigung gegen Robert, um dieselbe nicht auch bei anderen Menschen begreiflich und verzeihlich zu finden. so lag denn für beide Gatten keine frohe S unst in Aussicht, und,die ersten Tage ihrer Mgen Ehe begannen bereits damit, daß sie em- pfanden, welch' einen gewagten Schritt sie durch ihre Verbindung unternommen. Freilich versuchte die junge Gräfin, sich dem Gatten zu nähern, doch Robert kam ihr nicht entgegen — er verstand die trauernde Frauenseele nicht und begriff es nicht, wie man sich in einer Stellung, wie die Christinens, unglücklich fühlen könne; er war allenfalls dadurch beleidigt, aber weiter nichts. Alle diese Gedanken stürmten in diesem Augenblick auf die junge Frau ein, und sie fühlte sich so unglücklich, so elend, so verlassen, wir nie zuvor. Wenn sie wenigstens frei gewesen wäre, wenn sie an seinem Herzen hätte Ruhe und Frieden suchen können, an dem einzigen, welches freudig bereit sein würde, sein Glück dem ihrigen zu opfern. Aber auch vaS nicht. Der Gedanke an den Mann ihrer einzigen Liebe war verhindert durch die Unruhe, die sie umfangen hielt. Graf Robert war ermordet. Wer war der Mörder? War es nicht möglich, daß der Verdacht auf ihn, ihren Geliebten, fiel, wenn man von der heimlichen Zusammenkunft hörte, welche sie ihm gewährte ? Würde man e« ihr glauben, daß diese Zu- sammenkünfte mit Bewilligung ihres Gemal« geschehen seien? Je länger dir Gräfin über diesen Punkt nach-dachte, desto größer wurde ihre Angst, desto heftiger ihre Unruhe und Seelenqual, bis sie sich schließlich so heftig steigerte, daß sie kaum eines ruhigen, klaren Gedankens noch fähig war. Sie wußte nur das eine: er mußte gewarnt werden, um jeden Preis, und sollte es ihr Leben kosten. Nachdem einmal dieser Entschluß in ihr gereist war, dachte sie nicht mehr an die möglichen Folgen, sondern nur noch an die Ausführung ihres Plane». Aber gar bald mußte sie von derselben abstehen. Aus ihrem Gemache gab es nur einen Weg, drn durch dir Thür, und sie wußte, daß diese wohl bewacht und versperrt war; durch das Fenster war eine Unmöglichkeit. Dennoch trat Christine, von diesem Gedanken erregt, an das Fenster. Die Nacht war dunkel, aber am tiefschwarzen Nachthimmel glänzten und funkelten zahllose Sterne. Leise öffnete sie das Fenster, doch in demselben Augenblick fuhr sie erschreckt zurück und unterdrückte nur mit Mühe rinen Angstruf. Reichsrath. 217. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Das Haus setzt die Debatte über das Budget, namentlich über den Voranschlag de» Cultus- und Unterrichtsministeriums fort. Der Erledigung wurde zugesührl das Kapitel IX, Titel 1 bi- 8. Auf die Beschwerde des Abgeordneten Kusy Welkst der angeblichen Unterdrückung der slavi. < schenünlerrichtssprache erwiderte der Unter-richAninister: „Ich kann nur die Persicherung gebt«, daß mir das geistige Interne jedes Volksstammes, jeder Nationalität in unserm geliebten großen Oesterreich ganz gleich ist und daß es meine Aufgabe ist, diese» Interesse nach jeder Richtung hin zu fördern, ohne Rücksicht aus Sprache und Nationalität; aber ich bitte, in jeder Verfügung, welche dahin geht, den Söhnen der flavischen Nationalität die Möglichkeit zu sichern, gerade durch den Gebrauch der deutschen Sprache auch immer mitzusprechen bei allen Angelegenheiten de» großen Reiches, in dem Bestreben» die geistigen Früchte der Thätigkeit einer gewissen Partei und bedeutenden Nation auch jenen zugänglich zu machen, nicht ein Streben nach Germanisierung zu sehen." (Lebhafter Betfall.) — Der Minister schli ßt mit der wiederholten Versicherung, daß ihm eine Partei-l'chleit oder Ungerechtigkeit gegen irgend eine Nationalität des Reiches jetzt und immerdar ferne stehe. Politische Rundschau. / Laibach, 14. Dezember. Inland. Die „Deutsche Ztg." empfängt von ihrem pester Correspondenten über die Lage unterm 11. d. nachstehenden Bericht: „Gestern noch hatte es den Anschein, als obKoloman Ti» za nur recht sehr gebeten sein wolle, um dem von Baron Hof -mann patronifierten Vorschlag auf Entsendung von Regnicolar-Deputationen zur Lösung der Banksrage sxine Zustimmung zu ertheilen. In letzter Stunde hat aber die Sache eine ganz andere Wendung genommen. Sei es, daß Baron Hofmann nicht geschickt genug zu Werke ging, sei e», daßKoloman Tisza den gegenwärtigen Moment für geeignet erachtet, um mit Ehren zu demissionieren — Thal-sache ist, daß er denjenigen Abgeordneten, welche ihn für die Regnicolar-Deputationen zu gewinnen trachteten, ziemlich brüsk erklärte, wenn die Herren hoffen, daß sie auf solche Weise die Bankfrage befriedigend lösen können, dann mögen sie nur gleich selbst die Regierung übernehmen. Man darf übriges bei Beurtheilung de» urplötzlichen Stimmungs-ipechUs bei Tisza einen kleinen Nebenumstaud nicht übersehen. In den letzten zwei kritischen Wochen hatte sich jene kleine Coterie im rechten Centrum An das Aprikosenspalier klammerte sich eine regungslose Gestalt, und soweit dir Dunkelheit der Gräfin da« Erkennen gestattete, mußte sie ein weibliches Wesyn sein. Ehe jedoch Christine soweit ihre Fassung zurückaewonnen hatte, um genauer zu unter-suchen,, war die Gestalt az>s dir Erde gesprungen upd im Gebüsche verschwunden. M.hemlojs ftynd die Gräfin und lauschte. Kein Lgut unterbrach Pie nächtliche Stills. Aber nicht lange besann sie sich. War e» Ge Fügung dft» HjMmels? wax es ZvfM Hatte hie TM ihr «W den Weg gezeigt, her» stl nehmen mußtz, um den Wiebten ;u warnen, da seist AMentM in der Ritze de» Schloff,« stzr ihn ft sterherbenbxjngend Mden konnte? . . - .... ,^ l Noch einmal lauschte die junge Frau angestrengt, aber al« auch dann alle» still blieb, als nicht« sich rührte und nur der Nachtwind säuselnd durch das LG»b der hohen Pappeln rauschte, da schüttetze sie entschlossen jede- besonnene Gefühl von sich, trat av^ da» Fensterbrett und war kqpm sin paar Se-cun^y-später unten. ! (Fortsetzung folgt.) de« Abgeordnetenhauses wieder zusammengefunden, welche unter den letzten deakistischen Cabinetten die Rolle einer parlamentarischen Nebenregierung gespielt halte. Au« diesem Kreise war nun der Vorschlag auf Entsendung der Regnicolar-Deputationen hervor-gegangen. Machte aber schon der Versuch, eine Art Nebenregierung zu etablieren, Herrn v. TiSza un-wirsch, so verschlechterte der weitere Umstand, daß Deakisten wieder in den Vordergrund treten, seine Laune um ein Erhebliches, und ohne sich viel darum zu kümmern, daß hinter dem Vorschläge niemand anderer als Graf Andrassy stecke, lehnte er den. selben kurzweg ab. Was nun geschehen wird und geschehen soll, weiß freilich kein Mensch. Wahrscheinlich wird das Cabinet sein Demissionsgesuch erneuern und auf seiner Entlassung bestehen. Aeuße-rungen Tis za's lassen vermuthen, daß die Regierung die Sache in den allernächsteu Tagen zur Entscheidung bringe» und jedenfalls nicht über die Weihnachtsferien hinausziehen will. UebrigenS gibt man sich durchaus nicht der Illusion hin, daß die Bankfrage mit der Demission der ungarischen Regierung auch nur um einen Schritt ihrer Lösung näher gebracht wird. Aber man baut auf die Parität, welche auch die Entlassung des CabinetS AuerS. perg erwarten läßt, und hofft, ein gefügigeres österreichisches Ministerium zu erhalten, welches dann auch für ein gefügigeres österreichisches Parlament sorgen wird. So stehen denn hier die Dinge auf der Spitze, und jede Stunde kann die Nachricht von der eingetretenen Krise bringen. Dem Vernehmen nach wird man, falls bis dahin die Entscheidung nicht getroffen ist, in der Appropriations-Debatte Anlaß nehmen, vonseite der Majorität da« Labinet über die Situation zu interpellieren, und Tisza will dann diese Gelegenheit benützen zu einer umfassenden Kundgebung über die Bankfrage wie über die Lage." Dem ungarischen Abgeordnetenhause wur-den Vorlagen über Handelsverträge mitEng-land, Frankreich und Liechtenstein vorgelegt. AnSland. Die „Agence Hava«" meldet: Nachdem die Linke darauf besteht, den Rücktritt des französischen Krieg-minister- zu fordern, was der Präsident der Republik entschieden verweigert, so erscheint nunmehr die Bildung eines Ministeriums aus der Rechten als eine mögliche Even-tualität. Der „National" konstatiert, daß da» Gerücht, MacMahon wolle, wenn die Parteien der Linken nicht nachgeben, au» Mitgliedern der Rechten ein sogenanntes Auflösung-- Labinet bilden, Glauben findet. Die „Morning Post" glaubt, daß die am 11. d. stattgesundene Vorkonferenz in Konstantinopel unter für den Frieden nicht ungünstigen Auspicien stattgefunden habe. Anderseits, sagt die „Morning Post," sei die Erhaltung der Ordnung in den infur-gierten türkischen Provinzen unerläßlich, da nur dadurch die Behauptung, daß die Occupatio« noth-wendig sei, abgeschwächt werden könnte. Der „Agence Hava«" wird au« Konstantinopel telegraphiert: „Die in dem russischen Botschaft«-Hotel unter dem Vorsitze de» Generals Jgnatieff stattgehabte erste Vorbesprechung betraf vorerst die auf Serbien und Montenegro Bezug habenden Fragen. Die Versammlung einigte sich über die nachfolgenden Punkte, welche später osficiell sanktioniert werden sollen: Für Montenegro wurde eine Grenzberichtigung zugestanden, die durch eine internationale, in Ragusa zusammeutretende Commission vorgenommen werden und die Vereinigung von zwölf Distrikten mit Montenegro, darunter jene von Zpbci, Banjani, Piva, Drobnjak, GoranSko, Kolasin, Basojevit, Drakalooik, Kuöi, SpuZ und NiksiL, um-faffen soll. Der Fürst von Montenegro würde sich nach Konstantinopel begeben, um dem Sultan für die ihm abgetretenen neuen Gebiete seine Huldigung darzubringen. Jnbetreff Serbiens habe die Ver-sammlung zugestanden, daß das serbische Gebiet von den T-rken geräumt, die beiderseitigen Gefangenen au»-gewechseltund der Waffenstillstand bis zum Friedens- schlüsse verlängert werde Weiter msrde der Thalweg der Drina al- westliche Grenze Serbien» zugestamen, welche Grenzberichtigung die endgiltige Abtretung von Klein-Zvornik an Serbien in sich schließt. Das erste Ergebnis bestätigt die Hoffnung auf ei» Einvernehmen. Wie man versichert, hat Marquis Salisbury sehr versöhnliche und friedliche DiSPositionen an den Tag gelegt. Auch versichert man, daß Jgnatieff in seiner Unterredung mit Salisbury eine Occupatio» Bulgarien» durch eine neutrale Macht, wie Belgien und die Schweiz, angenommen habe." Zur Tagesgeschichte. —Vergnügungszüge mit äußerst ermäßigten Fahrpreisen werden anläßlich der drei Weihnachtsfeiertage SamStag den 23. d. nach allen Richtungen von allen Bahnhöfen Wiens abgehen. Bei denselben werden nicht allein nach allen Hauptstarionen, wie z. B. Graz, Triest, Agram, Fiume, Görz, Linz, Wels, Salzburg, Passau, Pest, Arad, Groß-wardein, Debreczin, Kaschau, Znaim, Jglau, Prag, allen größeren Stationen der Nordwestbahn, daun Leipzig, Dresden, Berlin — Budweis, Pilsen, Marienbad, Eger, Tabor — Brünn, Olmütz, Troppau, Sternb-rg, Jägerndorf, Hennersdorf rc. rc., sondern auch nach 229 diversen Zwischenstationen sowol der Hauptbahnen als auch der an dieselben anschließenden ungarischen, böhmischen und mährischen Bahnen äußerst ermäßigte directe Tour- und Retourbillets aus-gegeben, welche zur Bequemlichkeit der Reisenden gestatten, daß die Rückreise einzeln beliebig mit einmaliger Unterbrechung stattfinden darf. — Großes Grubenunglück. Dem „D. Journal* wird unterm 11. d. berichtet: „Wir haben heute leider über ein schweres Grubenunglück aus dem Ptauen'schen Grunde zu berichten. Die erste nnS vormittags 10 Uhr hierüber zugegangene Meldung lautet: „vergangene Nacht find im Windbergschachte des potschappler ActienvereinS i. L durch eine Grubenexplofion circa 23 Bergleute verunglückt, von denen 20 tobt und fast verkohlt bereit- herausbefördert worden find." Weiter eingegangene Nachrichten bringen ebenfalls noch keine näheren Mittheilungen, sprechen jedoch bereits von St Todten. Ein drittes Telegramm gibt die Zahl der Verunglückten auf 24 Todte und 10 Verwundete an, enthält jedoch ebenfalls noch keine Einzelheiten über den Unglücksfall. — Bei Schluß deS Blattes wird uns noch durch die königliche KreiShauptmannschast mitgetheitt, daß die Zahl der Todten 25 beträgt und außerdem noch 1 Mann schwer und 1 Mann leichter verwundet worden sind. Der Windberg. Schacht liegt in unmittelbarer Nähe der v. Burgk-schen »ohlenwerle, in welchen im Jahre 1869 circa 270 Bergleute durch böse Wetter ihren Tod sanden. — Bonseite der königlichen AreiShauptmannschaft, beziehungsweise der dresdener Amtshauptmannschast. sind alle der Sachlage entsprechenden Vorkehrungen sofort in Angriff genommen worden." Lokal- uud Provinzial-Angelegeuheiteu. Gemeinderathssitz«ng. Laibach, 12. Dezember. (Fortsetzung.) Es wird die Specialdebatte über die einzelnen Posten des Voranschlages sür das Jahr 1877 eröffnet. Als Berichterstatter namens der Finanzsection fungiert Gemeinderath Dr. Suppan. Jnbetreff der Rubrik: .Ordentliche Bedeckung" werden nachstehende Titel angenommen: Post 1: .Gefälle' 101,426 fi. Post 2: „Taxen" 1723 fi. Post 3: „Beiträge und Vergütungen." Post 4: „Realitätenertrag" 5532 fl. Post 5: .«ut Tivoli" 4934 fl. Post 8: „MilitärbequartirrungS-Sntschädigung"7246fl. Post 9: „verschiedene Empfänge" 460 fl. DaS Ordinarium der Bedeckung wird im Se-fammtbetrage von 123,444 fl. nnd die Post 10 desExtra -OrdinariumS: „Erlös für verkaufte Realitäten" mit 4329 fl. und Post 11 desselben: „Beiträge, Vergütungen und Ersätze" mit 2000 fl., zusammen mit 6329 fl. genehmigt. Der Antrag Regali zu Post 2 inbetrefs der Erhöhung der Hundetaxe ist über vonseite deS Referenten abgegebene Aufklärung als ein selbständiger zu behandeln und an die Polizeisection zu leiten. liebes Antrag Potoiniks zu Post 3 wird die Bau-fection eingeladen, die Frage inbetrefs der Beitrag-leistung des Aerars zur Erhaltung der Durchsahrts-Reichsstraße zu studieren und sodann hierüber Bericht zu erstatten. Ueber Antrag Dr. Schrey' s zu Post 4 wird der Magistrat beauftragt, über die Frage, ob sich eine Erhöhung der Miethzinfe für Realitäten erzielen lasse, Erhebungen zu pflegen und ans Grund letzterer das Geeignete durchzuführen. Ueber Anlrag Reg a l i's und Zufatzantrag Dr. Ritter d- Kalteneggers zu Post 5 wird der Magistrat die Frage über die Steigerung der Miethzinse in» Auge zu fassen haben. . Ueber Antrag P o t o k n i k S zu Post 8 wird der Bürger-weist» eingeladen, die Erledigung des Einschreiten- deS Magistrates an das Ministerium um Einreihung in eine höhere Klasse anzustreben. (Schluß folgt.) Vom Weihnachts-Büchertische. Kinder voll Freude und Erwartung I Denn wer liebt Ueberraschungen im Geben und Nehmen, wer rechnet nicht schon um Allerheiligen nach Wochen, nach Tagen bis -um WeihnachtSseste, den Kindern vom lieben Christfeste erzählend, aus Ueberraschungen denkend und die Ellen- (nein Meter.) langen Wunschzettel prltfend. Dann geht der beherzte Ehemann, der liebende Bräutigam wol an den ge-ichmückten Schaufenstern vorüber, wählt in Gedanken und vergleicht die Preise mit dem Weihnacht-bndget. WaS soll er kaufen? Es wäre recht zeitgemäß, eine Anleitung zur Bersor-§ung des Weihnachtstisches zu schreiben, einen Führer durch Jnseraten-Kcwimmel der Zeitungen, an dessen treuer »and der müde Familienvater seine Wahl treffen, seine Tin-Ause besorgen könnte Entbehrlich wird indessen ein solches 7>adsmecum, wenn man in eine» Buchladen geht. Für Uden «eschmack, jedes Alter findet sich dort etwas .ganz vesonders Gutes." In langen Reihen glänzen die bunten, "°n Gold strotzenden Prachtbände; und — Gottlob sür unseren Literaturschatz! — es ist nicht immer nur das «eußere, welches glänzt. Das aber ist sicher, daß man gewöhnlich mit Bü ch e r -««schenken die größte Freude macht, ist doch jeder Deutsche nn geborner Büchersreund. ^ Und diese Liebhaberei zu pflegen, die Liebe zu Bü Mern bestärken, wird unser aller Schade nicht sein! Wie !> » ^ Kind, welches zum .unzerreißbaren «»verbuche," Mädchen, welches zu ven „Märchen," der »nabe, wel K. rum ..Lederstrumps,' „Robinson" oder sonst zu ,See 2 . greift und still im Winkel sür sich ^ >Ur „Erwachsene" Schätze ausgespeichert: und das ewig gute Alte, die jeder Neigung gerecht werden und jedem Geschmack huldigen. von den Llasstlern, die man, wie jüngst ein Witzblatt behauptete, demnächst im Vorbeigehen an einer Buchhandlung gratis geliefert erhalten wird, sind neue, gute AuS--aben veranstaltet. Neue Ptacht- und Miniatur-Ausgaben «n Vers und Prosa lieferten bekannt« Schriftsteller im Vereine mit Künstlern, um Len diesjährigen Weihnachtstisch besonder) reich zu schmücken. So ist wol jedem zu rathen, der sich in der Lage be ltndet, ein Geschenk einkausen zu wollen und nicht zu wissen, was er wählen möchte, sich aus dem Büchermärkte Einsehen ; dort wird er finden, waS er sucht. Unsere Bücher-Ichau, welche wir nun eröffnen wollen, kann ihm nnr die erleichtern. für sich . _____ Von den Quellen deS Rheins bis zum Meere. Schilderungen von R. Stieler, H. Wachenhusen und F W. Hackländer. Illustriert von Achenbach, Diez, KnauS, »Mter, Baptier u. a. «roener in Stuttgart. Preis in «länzendem Prachtband 39 fl. Eines der hervorragendsten, schönsten illustrierten Werke Deutschland erschienen. Wackere Künstler haben a»i»i und geschickter Hand die schönsten, wechselvoll L.!, "mten Landschaft«- und Architektnrbilder geschaffen, die a^i V^uptschmuck dieses Bandes bilden. Vermöge seine-Ermann' eine« der passendsten Geschenke sür ^ putsche« Berge«. Ein Gedenkbuch vom baierifchen G^ße und Salzkammergut. Geschrieben von Hermann Elnb ^rl Stieler. Mit Illustrationen von in ''i> Ramberg, Ranpp, Voltz n. a. ». Kroener Stuttgart. Preis in glänzendem Prachtband st. 2V 8V. j» Holzschnitt ausgeführte LandschastSbilder auch dieses zu einem Kunstwerk ersten Ranges, gliche, geologische und landschaftliche beschreibende L-nnkk^e^chy bilden den inlereganten Text, illullri!!? Euoch «rden. Deutsch von ». Strodtmann, Berlin cv " Paul Thumann. Verlag von G. Grote in - In glänzendem Prachtband, st 9 75. einfach-" Hingabe hat sich der Künstler in die senkt K.!,«?» ^ großartige Dichtung Tennysons ver-^"lvolle öarmoni» reicknet auck dikleS neueste Prachtw,^ ^- Harmonie S«chnet auch dieses neueste vereint ^ ^rvte'schen Verlages aus. In demselben Nische i» - DarstellnngSmittel, künstlerische und tech. voll» ^e'stung, die auch dem geläutertsten Weschmqc GemUti? jedes warm empfindende Herz uni Übendem Werthe Festgabe von hohem und blei (Fortsetzung dieser literarischen WeihnachtSschau folgt.) Sämmtliche erwähnten Werke sind in Ix. s. Lleiu-mnxr L I'eä. Lnmderxs Buchhandlung in Laibach, welch« ein reichhaltiges Lager von Festgeschenken in Prachtbänben, >ebnndenen Klassikern und gebundenen Büchern aus ver-chiedenen Literatnrsächern, wie eine auserlesene Sammlung der besseren Jugendschristen und Bilderbücher hält, vorräthig oder werden in kürzester Frist noch rechtzeitig vor dem Fest« besorgt. — (Aus der Beamtenwelt.) In dem gestern zur letzten Ruhe geleiteten Herrn k. k. Finanzcommissär Karl Schrey v. Redlwerth wurde «jeder ein wackeres Mitglied de» Beamtenstandes, welcher dem Staate bis in eine letzten Lebenstage eifrig diente, zu Grabe getragen, -err Hofrath v. Pofanner an der Spitze der Beamten der ! k. Finanzdireclion, Herr Landeshauptmann Dr. Ritter von Kaltenegger sowie viele Honoratioren und Vertreter aller Beamtenkörper und Stände erwiesen dem Verstorbenen die Ehre de- letzten Geleites. Ein prachtvoller, von den Beamten der k. k. Finanzdirection gewidmeter Kranz zeugte von den Sympathien, deren sich der Verstorbene im Kreise seiner AmtSgenossen erfreute. — (VereinSleben in Krain.) Mit Schluß deS Jahre- 1875 zählte das Land Krain 120 Vereint mit 19,293 Mitgliedern; eS bestanden 3 Bildungsvereine mit 234, 7 Lasinovereilie mit 574, 3 gewerbliche Fachvereine mit 196, 5 Feuerwehrvereine mit 242, 2 Gesangvereine mit 111, 1 GeielligkeitSverein mit 332, 16 KrankenunterstützungS-nnd Leichenbestattnngs-Vereine mit 5332, 5 landwirthschast-liche Vereine mit 1623, 4 Lehreroereine mit 290, 28 Lese-vereine mit 1331, 3 Musikvereine mit 1888, 3 Penfions-nnd AlterSversorgungs-Vereine mit 494, 8 politische Vereine mit 1433, 7 Schützenvereine mit 202, 2 Spar- und Losankaufsvereine mtt 36, 4 Turnvereine mit 240, 1 Stadt-verfchönerungsverein mit 64, 1 Borschußverein mit 23, 6 wissenschaftliche Vereine mit 3382, 10 Wohlthätigkeitsvereine mit 1519, 1 Thierschutzverein mit 245 Mitgliedern. In der Stadt Laibach bestanden 50 Vereine mit 15,078 und in dcn übrigen Gemeinden des Landes 70 Vereine nnt 4220 Mitgliedern; hinsichtlich der Oertlichkeit im Bezirke Adelsberg 16, Gottschee 5, Gurkseld 5, Krainburg 10, Lai-bach-Umgebung 6, Littai 3, Loitsch 4, Radmann-dors 4, Rudolsswerlh 4, Stein 6, Tscherneuibl 7 Vereine. — (Die „LaidacherSchnlzeitung") bringt in ihrer heurigen 23. Nummer an leitender Stelle einen Artikel über „die körperliche Züchtigung in der Volksschule." Der Verfasser konstatiert, daß in einigen Lehrkreisen sür die Wiedereinführung der körperlichen Züchtigung in der Volksschule das Wort ergriffen wurde, betont jedoch, daß diese Strafart verwerflich ist, da sie je nach der Körperbeschaffen, heit und GemüthSart deS dazu verurtheilten Schülers ver-schieden wirkt, möglicherweise die schwersten, über die Absicht des Urtheils weit hinausgehenden Nachtheile für die Gesund-heit nach sich zieht, und da das Hinnehmenmüssen von Schlägen immer, oft sogar als unvertilgbare Beschimpfung angesehen wird, durch dre hervorgerufene Verbitterung mit dem Bessernngszwecke im Widerspruch tritt; Stock und Ruthe in der Schule kennzeichnen barbarische Zustände und deren Wiedereinsühruug kann nur auf Seite der Klerikalen gewünscht werden, die sich auch für die Wiedereinführung der Inquisition und Folter begeistern. — An zweiter Stelle finden wir die Fortsetzung und den Schluß des Berichtes über die Psahlbautensunde auf dem laibacher Moore. — »n dritter Stelle enthält das verdienstvolle Organ deS kraini fchen LandeSlehrervereineS einen belehrenden Aufsatz über die allenthalben bei Landwirthschaften herrschende Dünger. Verschwendung. — Diesem folgt eine Rundschau aus die Schulgebiete in Steiermark, Deutschland, Rußland und Amerika. — Au» der Serie von Lokalnachrichten heben wir: 1. Für die Volksschulen in Sagor, Oberfufchiz Md Dnplach werden Subventionen beansprucht. 2. Am 14. d. findet in Stein eine außerordentliche Bezirlslehrerconferenz statt. 3. Die Neuconstituierung der OrtSschulrLthe hat im ganzen Lande Krain begonnen. 4. Die Bibliothek deS krainischen LandeSlehrervereineS wird in den Lokalitäten der zweiten städtischen Volksschule nntergebracht. — 5. Die erste Vereins-Versammlung (vereiüsabend) sand gestern den 13. d. im Verein-lokale (Hotel „Etrsant") um 7>/, Uhr abends statt. — An die Lokalnachrichten reihen sich Original > Lorre -spondenzen auS der Umgebung Laibach und auS dem Loiblthale, Mitterdors; Mittheilunge», eine Revue über er ledigte Lehrstellen u. s. w. — (Aus der Bühnenwelt.) Herr und Frau Schwabe, Herr Verla und Frau Paulmann find in Pest engagiert. — Die „Marb. Ztg." belichtet, die Lils> führung der Operette „Lngot" war auf dortiger Bühne eine so schlechte, daß sie sich jeder Kritik entzieht. — Wie daS Schauspiel unter Kotzky aus der linz « r vühne gepflegt und auSgestattet wird, wolle aus folgendem Litate ersehen werden. Die linzer „Tagespost" schreibt: »Die Aufführung deS Wilhelm Tell hat nnS mit Entrüstung erfüllt." Herr Göttich singt auch in Linz — falsch. Die Kritik geißelt die mangelhaste und ärmliche Jnscenierung des Schauspieles und der Oper. — (Landschaftliches Theater.) Gestern trat der Unterschied zwischen Bühnen ersten und dritten, bezie hungsweife vierten Ranges, allzumerkbar hervor. Frau L e winsky - Precheisen gab die Titelrolle in dem hier bereits bekannten Schauspiele Fldrienne Lecouvrenr» von Scribe und Legouve. Schon in der AntrittSscene der „Adrienne" gab die imposante, athletische Gestalt, der männliche, kräftige Ton, die künstlerische Rollenauffassuiig, der überwältigende Ausdruck, die mit dem Wort in schönster Harmonie stehende Mimik und die Eleganz der Toilette kund, daß wir eine Schauspielerin hohen RangeS, eine emi-nente Darstellerin weiblicher Hcldenrollen, ein hervorragendes Mitglied der ersten Bühne de« Kaiserreiches vor uns haben. Krau LewmSkv-Pxrcheifen excellierte in der «egrügungSsoevr mit dem Grafen Moriz, in der SefellschaftSscene im Salon Bouillon, in der Rendezvousscene mit der Prinzessin Bouillon; in vollendeter künstlerischer Größe stand Frau Lewinsky« Precheisen während des ganzen Berlauses deS fünften Actes vor uns. DaS Bild der leidenschaftlichen Liebe, der Ausdruck der Symptome der Vergiftung und die letzten Augenblicke eines der teuflischen Eifelsucht einer Rivalin zum Opser fallenden und mit felbstlofer Hingebnng verscheidenden Wesens waren für da« gutbesuchie Hau« Momente, die zur Bewunderung der auf hoher Stufe stehenden Künstlerin aufforderten. Frau Lewinslv-Prech»ijen erfuhr beim ersten Auftreten und naK Mer Mtzen Soene stürmische Beisalls» bezeugungen und unzählige Hervorruse. Die Unterstützung der gefeierten Gästin vonseite unserer BÜHnengesellschast kann alS eine besriedigende nicht bezeichnet werden. Biele wäre» gestern berufen, aber nur wenige anSerwählt, auf den Ehrentitel „hoffähig" Anspruch machen zu dürfen. Entsprechend und mit Beisall begrüßt wirkten nur Frau Schubert-Bar b i e r i (Prinzessin v. Bouillon) und Herr Lenthold (Michonnet) mit. Herr Direktor Fritzsche (Moriz Graf v. Sachsen) erschien in elegantem, zeitgemäßem Lostüm, aber seinen Bewegungen, seinem Tone fehlten Leben, Gefühl und Begeisterung; die Herren Unger (Prinz von Bouillon) und Rieger (Add- Ehazeuil) standen nicht anf der Höhe der Situation. Derartige ernste Bühnenwerke erfordern» um durchschlagenden Erfolg zu erringen, auf hoher Stufe stehende Kräfte. Der heutige Theaterabend wird hoffentlich die gestrigen Schattenseiten beseitigen und ein durchaus besriedigende- Resultat zu registrieren haben. Witter»»-. Laih-ch, 14 Dezember. Bewölkt, einzelne Sonnenblicke, schwacher SW. Temperatur: morgen- 7 Uhr -j- jS 8', nachmittag- 2 Uhr s- 9 2- o. (1875 -s- 01«, 1874 -s- 1.8' 6.) Barometer 37 67 mm. DaS gestrige T^»««ittel her Temperatur -s- 2 8', um 3 7' über dem Normale. A«gekommene Krempe am 14. Dezember. HotelAte«. Stavafser, Kreilsheim und Ablack, Kanstente, Wien. — Dr. Malli, Krainburg. — Hurtwig, Fabriksdirector, sammt Frau, Steinbrück. — Silbermann, Kausmann, London. — Kopriva, Sagor. d«eel Glesaat. Maudelz, Unterkrain. — Lavrii, Nen-dors. — Zimutti, Baumeister, Ratschach. — Wakonik, sammt Frau, Littai. — Stampfl, Kaufmann, Prag. — PanhauS, Kaufmann, Wien, väterlicher Hof. Kollar, Stein - Mandel», Sagor. — «Liga, HandeSmann, Großlaschiz. Wiener Börse »om 13. Dezember. Wa«I Svnc. Rente, öft.PiU dt», dto. ist. in Sll> tose von . . . Sole »o» 1880, ganll »°n »»«0, Fünft. PrLmienIch. ». 1861 . 0riui«1s»t.-0d1. kiebenbürg. Ungar» »5ld «0 l - «s ro «llg. öft. «od.-Sredit. 6S «0 dto. in »» S. I08 7L tt7 7» 7,-7» 7,»0 Dr»ofitenbaul. . . «»comVte-Lvftalt Kr»vco - Banl . . Handeltbanl, ii-tionalbank . . Oest. Lonlgesrlls. lUiion - B-ml . . . NWK'n ».WM «als. ffr. Sosif« Stiatlbahu . . . ..... 7tS0 10» i>« » 15« — 50 71 — Nation, ö. w........ «,»i-r«°dit»t- 7»e» 7» 7d »«Id w«e 106 S0 107— 8» 7S »d S0 St»0 87-7L »»«» 1LL — »1'7» irrdit. L»f» . > . «»ldols» - r»s« . . Vv^.(3Mön.) »"«'M. Kterl. Pari« 10« Franc» Laij. »»L»»-D»caten »0.Ara»c««ck. . . Dentsche «eich»b»»k Silder . . « — 8Sü« »l LH 88 — «X» Ibdb» I«37» l»50 «1-10 t«10 li»s »»7 10l» «10 II«7L «1« uiro do»» »-»8 1010 «»«> 117 — Telegraphischer Lurrdericht am, 14. Dezember. Papier-Rente 6Y 40 — Silber-Rente 66 3V — 186vrr Staat--»nlehen 108 7S. - vankactien 815.— Lredit 136 30 - London 126 25. — Silber 118 -. — K. k. Münz, dukaten 5 99. - 20-Kranc- GtüAe 1008. - 100 «eich«-mark 62 05. Theater. Heute: Zweite» und letzte« Gastspiel der k. k. Hosfchaa» spielerin Frau LewinSky-Precheifen. Lu» der Geselle schas». vchasfpiel in 4 Acien von ^auernfrld. Schmerzerfüllt geben dir Sefertigten Nach-richt von drm Tode ihre« geliebten, unvergeßlichen Gatten, beziehungsweise VaterS, Les Herrn Carl Tarnbornino, Juwelier und Hausbesitzer, Mitglied der krain. Handelskammer, welcher gestern abends um 11 Uhr, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, nach langem, schmerz, vollen Leiden im Alter von 65 Jahren auS diesem Leben abberufen wurde. Die irdische Hülle deS theuren Todten wird Samstag nachmittags um 3 Uhr vom Trauerhause — Longreßplatz Nr. 6 — auf den Fried. Hof zu St. Lhristof überführt und allda beigesetzt. Die heil. Seelenmessen werden in mehreren Kirchen gelesen werden. Der theure Verblichene wird dem frommen Andenken aller Verwandten, Freunde und Bekannten empfohlen. Laibach am 14. Dezember 1876. Anna Tamborntno, geb. Lrnnacher, als Gattin. Josef Tambornin«, Juwelier; Carl Tambor-nino, Einjährig-Freiwilliger im 12. Feldartillerie-Regiment; Adolf »nd Julius Tamtornino, als Söhne Anna Tamdornino, als Tochter. Fkiustk DklicatksskN! I» grau, grobkör., pr. V, Kilo fl. 5- Vrs.1- „ ^ » » » „ » 3' Hld-vLvlLr, «»iwldrlrs«, 1' » „ - « in feinster Sens. Sauce pr. Faß --- ^0 Stück .................. . . „ 4'- kksrüiaes 1'kutlo, Marke Tirot, pr. Dose . „ —'45 „ „ » PeMer, , „ . „ -'50 ,, „ ohne Dvfenmeffer zu öffnen „ —'50 I-Lvli», geräuchert, in Scheiben «ausgez. schön) . , 2 50 SsIgoliMävr SuwiL«rüvl»vd, präpariert „ 1 50 0»t,v«-r'vttLiirtas«, gebraten und mariniert, pr. Dose — 50 Stück . . . . . . . , » r»«vI»-Lo»lLÜ» pr. Faß — 40 St (Neunaugen, Wariw) Schocksaß — 60 St. ^»odovt« (feinste De 5-4- delicateß-Fischchen) per Füßchen „ 2 50 SrLkLLtvr SsrävllsL, Hochprima, per '/, Kilo „ I w r«vk!o SlütvLtdvv in drei Sorten per '/, Kilo von fl. 3-50 bis „ 8-Alle ändern Tbeesorten, als: SvvLoos, Importal, rc billigst. feinste, größte, pr. Kilo............................................... do Lüdovkvr (feinster Mandel-Lonsect) mit hübschen Formen und Zeichnungen in Tor-ten L '/«, >/, und 1 Kilo (besonders empfeh- lenswerth für die Weihnachtszeit) pr. '/, Kilo „ 2 50 Lager in allen Gattungen 8«>tk»«r und draurr- svd^vt«er V/ür»tvv, französischen, holländischen und tentschen feinstem englischen allen Gattungen Lii«v re. rc. —versandt gegen Nachnahme oder Voreinsendung des Betrages. (671) 2—2 Mio AiavLoä, Vrüvv. Danksagung. Für die anläßlich deS TodeS de» Herrn Larl von Schrey, k. k. Finanzcommissär», den Hinterbliebene» bewiesene Theiln»hme und für die so zahl,eiche und ehrenvolle Begleitung der Leiche zur letzttn Ruhestätte spricht ollen Be-«heiligten und namentlich den Herren Beamten der k. k. Finanzdiiection im Namen der Anverwandten den tiesgislshlten Dank au» . Dr. Robert v. Schrey. Nähmaschine und Möbel werden billig verkauft: Triesterstraße Nr. 5 neu. 3. Stock, linkS. __________________(67P) 3-3 I»II.LI>8IL (I'sllkuedt) Leiit drieüick äer 8peoi»Iar»t vr. Ltlliscd, Reustüüt, Oresäen (SLedsen). Vvrvits Ldvr 80 UO wit Lrkolx dvlinn«l«1t. (1) 89 Verstorbene. Den 13. Dezember. Antonia Hartmann, Schrist-setzerswitwe, 64 I., Schneidergaffe Nr. 3, Lungenentzündung. — Beata Tomiik, k. k. Uebungs-Schullehrersgemalin, 32 J.^ Lingergaffe Nr. 1, Lungentuberculose. — Larl Tambornin», Juwelier, Hausbesitzer und Handelskammerrath, 66 I., Lon» greß-Platz Nr. 6, Gedärmlähmung. LebeuSmittel-Preise in Laibach am 13. Dezember. Weizen 10 fl. 24 kr., Korn 6 fl. 60 kr., «erste 4 fl. 60 kr., Hafer 3 fl. 57 kr., Buchweizen 6 fl. 1 kr., Hirse 5 fl. 36 kr., Knknrntz 6 fl.— kr. pr. Hektoliter; Erdäpfel 3 fl. 93 kr. pr. 100 Kilogramm; Fisolen 8 fl. — kr. pet Hektoliter; Rindschmalz S4 kr., Schweinfett 82 kr., Speck, frischer, 62 kr., Speck, geseichter, 75 kr., Butter 80 kr. per Kilogramm; Eier 2>/, kr. per Stück; Milch 7 kr. per Liter;, Rindfleisch 48 kr., Kalbfleisch 52 kr., Schweinfleisch 54 kr. per Kilogramm; Heu 3 fl. 5 kr., Stroh 3 fl. 5 kr. per >00 Kilogramm; hartes Holz 8 fl. 50 kr, weiches Holz 5 fl. 50 kr. pr. vier Q.-Meter; Wein, rother 24 fl., weißer 20 fl. pr. 100 Liter. W», !> »MW—' Telegramme. Paris, 13. Dezember. Das „Journal officiell" veröffentlicht die Ernennung des neuen Ministerium-. JuleS Simon ist ConseilspräseS und übernimmt da- Ministerium des Innern, Martel ist Justiz-minister, die übrigen Minister bleiben. Gedenktafel über die am 16. Dezem. ber 1876 stattfindcndrn Licitationen. 3. Feilb., PreleSnik'sche Real., Großlaschiz, BG. Groß-laschiz. — 2. Feilb., Debevec-sche Real., Brezovica, BG. Oberlaibach. — 2. Flb., Eorn-sche Real., Alt-Oberlaibach, BG. Oberlaibach. — 3 Feilb, Zgonc'sche Real., Großosolnik, BL. Großlaschiz. - 2. Flb., Zdravje'sche Real., Kremenca, BG. Laibach. — 2. Feilb, Polen sche Real, Brunndors, BG. Laibach. - 2. Feilb., MiklauSii'sche Real., Roqatec, BG Laibach. — 2. Feilb. Grum'sche Real., Grdb. aä Gilt Höffern, Grdb. Podgoric, BH. Laibach. - 2. Feilb., Dermostia'sche Real., ^ejica, BG. Laibach. -- Relicitation Etepan'scher Real., Steindorf, BG Möttling. — Neuerliche Feilb., Levstek'scheReal., Bela-voda, BG. Reifniz. — Relicitation Korenian'scher Real., Grdb.-Hschst. Freudenthal, Bezirksgericht Oberlaibach. — I. Feilb., Nrhar'sche Real., Dolenberd, BG. Lack. loli. kuwa'8 Clavier-Magazin, 8raz, Reugaffe Rr. 8, 3. Stock, Agentur der amerikanischen Harmoniums von Estet) L Lomp. und der k. sächs. Hospianosorte-Fabriken von I. Blüthner i» Leipzig und E. KapS in Dresden, wird zum Ankaufe, Austausche und zur Miethe neuer und überspielter Instrumente voizüglichster Qualität zu billigst gestellten Preisen bestens empfohlen »«1»-»»»«»»iiii»» von 100 fl., von 300 fl. aufwärts bis 1100 fl., darunter die bei der WeltauS-stellung in Philadelphia preisgekrönten Patentflügel neuester Lonstruction mit dreifach gekreuzter Saitenlage und »«- und die von Kaps zu deren Besichtigung die p. t. Kunstfreunde ergebenst eingeladen werden. M«. Durch ein Uebereinkommen mit den, Pianofortefabrikanten Herrn Kaps bin ich in der Lage, seine Instrumente ungeachtet des hohen Goltagios zn denselben Preisen ablaffen zu können, als wenn der Eours »l x»ri wäre. (686) 3—1 Schneebergs Krilutcr-Allop aus heilsamen Alpenkräutern für Lunge und Brnst, nach äritlicher Vorschrift erzeugt, ist das heilsamste Mittel bei Erkrankung der Athmungs organe, wie Kehlkopf- und BronLialkntarrhen, mögen sie aent oder chronisch sein, seinerR bei Keuchhusten, Heiserkeit und Halsleiden. Große Secretionen der Schleimhäute, des Kehlkopfes nnd der Lungen «erden in überraschend schneller Weise geheilt, so daß bei Anwendung des Wilhelms Schneebergs Kränterallop nie Lungenemphysem eintreten kan». (648) 12—3 Der Wilhelms Schneebergs Kränterallop regt die Schleimhäute des Magens an, so daß nn gesteigerter Appetit und gute Ausnahme der genoffenen Speisen die allgemeine Ernährung wesentlich bessert, wodurch alle nervösen Leiden, meist erzeugt durch schlechte Blutmischung, beseitigt werden. Wilhelms Schneebergs Kränterallop hat auf dem Weltma»kt seit dem Jahre l855 olle Proben bestanden, eine Menge von ärztlichen Zeugnissen bestätigen seine vorzügliche, sichere und radikale Wirkung, sein großer Absatz ist ein deutlicher und schlagender Beweis sür die Heilsamkeit und Beliebtheit desselben. DlM" Diejenigen p. t. Käuser, welche den seit dem Jahre l855 von mir erzeugten vorzüglichen Schneebergs Kränterallop echt zu erhalten wünschen, belieben stets ausdrücklich Wilhelms Schneebergs Kräuter-Allop zu verlangen. Rur dann mein Fabrikat, wenn jebe Flasche mit diesem Siegel versehe«. Fälscher dieser Schutzmarke verfallen den gesetzlichen Strafen. Itnweisunglwird jeder Muschel keigegeben. Eine versiegelte Lriginalftasche kostet 1 fl. 25 kr. und ist stets in frischem Zustande zu haben beim alleinigen Erzeuger K. »In. Dw« in MMei. MMemL Die Verpackung wird mit 20 kr. berechnet. Der echte Wilhelms Schneebergs Kränterallop ist nur zu bekommen bei meinen Herren Abnehmern, ln I?vtv> L»88i»ilL, Adelsberg: Luptersvdwtklt, Apotheker; Agram: 81^- Nltttld»od, Apotheker; Cilli: Ss.urLd»vd'fche Apotheke und kV S.Lll«ok«r; Graz: rrnLovrx, Apotheker; Görz: k'rLnrout, Apotheker; Krainbnrg: >«t; Rndolfswerth: voo>-Apotheker; Triest: V. 2»' SodLuotlr, Apotheker ^Marburg: ^.lois yn»Qäv»t; Rudolfswerth: /^lois v. rrvL», R-tL-olt, Apotheker; Tarvis: »vttt, Apotheker; Billach: Svkolr, Apotheker. Druck von Jg. v. Klrinwayr » Fed. Bamberg. Verleger Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Frain Müller.