für Vaterland, Runlt, Wissenschaft und geselliges Leben. Nedigirt von Vr Johann Hladnik. «H^ retten." Der Bandit wußte gar gut seinen Streich zu führen. »Und Ihr werdet Angeluccia todten!" schrie Ant ?-l io auf, indem er vor Wuth seine waffenlosen Hände rang, »Ihr werdet sie morden!...." »Das versteht sich!» s^e ruhig Santo, indem er )en Hahn seines Gewehres von neuem spannte. Die Geduld Antonio's war erschöpft; er hatte nur ,och den Wunsch, mit seinen eigenen Händen diesen Elenden zu erwürgen, der mit semer Verzweiflung zu spielen 'chien. Er wollte sich schon auf Pietro Santo stürzen ,i»d so einem sicheren Tode entgegengehen, als ihm plötzlich ?in Gedanke durch die Seele fuhr. I„dem er seine Ruhe vieder zu gewinnen suchte, näherte er sich dem Bandicen dessen Flinte stets nach ihm gerichtet war. »Aber Santo, hub er an, indem er sich z« lächeln zwang, »seyd vernünftig, und verkauft mir mein Glück etwas wohlfeiler. Ich verspreche Euch als Zugabe ein Vaterunser nud ein Aoe am Tage meiner Hochzeit." Der Bandit nahm ehrerbietig seine Mütze ab. (Sckluß folgt., Anspra^e des Patriarchen Iki»z«»ö»« au die Serben vor seiner Abreise nach Wien. (Fortsetzung, ) »Mittlerweile nahm die magyarische Fraccion überyand. Der Kaiser Ferdinand erklärte unterm 3. October die Magyaren für Rebellen. Wien stand neuerdings auf und der Kaiser wurde genöthigt, zum zweiten Male seine Residenzstadt zu verlassen und sich nach Olmütz zu begeben. Zwei Slaven (Fürst Windischgrätz und Ban Iella <- ic) eckten heran, nahmen Wien ein und retteten die österreichische Dynastie. Der Kaiser Ferdinand und sein Bruder, Erzherzog Franz Karl, entsagten dem Throne und der Krone, und der Sohn des Letzteren, der jugendliche Erzherzog Franz Joseph l., übernahm das Scepter der Regierung und bestieg den Thron seiner Großväter -_ Der Allmächtige schenke ihm zur Wohlfahrt aller seiner Völker eine langjährige Regierung. — Das erste seiner Wohlthätigkeitswerke war die Bestätigung der serbischen Woywodschaft, des serbischen Patriarchats, des Woywoden und des Patriarchen. Aber leider! in dem nämlichen Augenblicke, als diese für die serbische Nation hochwichtige Nachricht durch Couriere von Wien hier eintraf, langte auch aus Pancsova die sehr traurige Nachricht ein, daß unser Woywode, als er den aus Serbien uns zu Hilfe eilenden Brüdern entgegen ritt ui,d dieselben herzlich begrüßte, vom Schlag getroffen verschieden ist." — 283 - »Glaube mii-, meine Nation! — ich habe keine Ursache, die Wahrheit vor Dir zu verhehlen -- dieß war die furchtbarste Nachricht in meinem Leben. Ich sah gleich ein, daß neue Mühseligkeiten, neue Versuchungen mich und Dich weit furchtbarer treffen iverden als früher. Ich sah voraus, daß Herr G. Stratim irovics meine Aufträge übertreten, sogleich von Wien zurückkehren und darauf hinarbeiten werde, mich zu entfernen und sich ^l der Woywoden-Würde zu erheben. Dieß konnte nicht geschehen, ohne ungemein großen Nachtheil und unabweichliches Verderben Dir zu bereiten, weil dieses Unternehmen Dich vom Wege der Gesetzlichkeit in den Abgrund der Nebellion geschleudeit haben würde. Willst Du wissen, auf welche ?irt? Um einen Woy-wooen zu wählen, mußie eine General-Versammlung abgehalten werden. Eine ordentliche Versammlung aber konnte nicht Sratc finden, da nichr der vierte Theil der Woywod-schaft sich in unseren Händen befand, und überdies; jede Nationalversammlung wegen des Kriegszustai'.des höhern Orts verboten war und die Nationalversammlung demnach ungesetzlich gewesen wäre. — In dieser Versammlung mußte man nur darnach trachten, daß die Mehrheit der Stimmen auf Stratim irovics falle. Unser Kaiser und unser Ministerium konnrei, einen auf diese Weise gewählten Woywoden nicht gutheißen, nichc bestätigen; denn der Woywode mußte eine solche Person seyn, die der Baiser, die das Ministerium als einen treuen, tapferen, reifen Mann kennt, dem eine so große Nation, so viele Krieger und feste Plätze in der Woy. wodfchafc mit ruhigem Gewissen anvertraut weiden konnten. — Der Woywode muß eine hochgestellte militärische Person seyn. __ Nun sage mir, meine Nation! ob Se. Majestät den Stratimirovi cS, der nie ein administrati-ves Amt bekleidete, der beim Militär als Lieutenant nur ein oder zwei Jahre lang diente und schon längst quittirte, ihn als serbischen Woywoden anerkennen und bestätigen sollte? Du würdest vielleicht darauf bestanden haben, der Kaiser hätte es nicht thun können. Du würdest auf Deinem Verlangen beharrt haben, der Kaiser hätte Dich für widerspän-stig, für rebellisch erklärt und so wie die Magyaren geschlagen haben, und im mindesten Falle würdest Du Dich mit Deiner Wahl vor der ganzen Welt bloßgestellt haben! Dasi stratim irovics in vollem Ernste bis zur Ankunft des Ba»us dahin arbeitete, beweist seine gegen mein Verbot unternommene Reise von Semlin nach Karlovitz, wo er das Central-Comit« in sein Netz zog, an dessen Spitze er sich stellte und Commissionen, welche die Deutschen, Slovaken und Israeliien in der Bacska drückcen, in Deinem Namen entsendete, Proclamarionen gegeu mich unter dem Volke verbreitete, in der Bacska herumirrte und eine Versammlung seiner Vertrauten in Zsabja ansagte. Unsere Zeitungen schrieben in seinem Sinne und schilderten Deinen Patriarchen und Verweser und den bevollmächtigten kaiserlichen Commissär in den grellsten und härtesten Ausdrücken. Zu diesem Behufe wurden einige Einwohner von Ruma, Ureg, Mitrovitz, Schid und Pancsooa nach Semlin berufen, aus welchen hier eine neue Conferenz zusammengesetzt wurde, der ich und Deine Verwaltung untergeordnet seyn, welche dieselbe und mich con-troliren, und ohne deren Einwilligung nichts vorgenommen werden sollte. In diesem Sinne wurde die wider Deine Verwaltung gerichtete, im »Vjestnik" veröffentlichte Adresse an den Ban verfaßt und demselben zu Semlin überreicht, aber nicht angenommen, sondern durch Paul Rigzeckn im Pri-vacwege zugestellt und keiner Aufmerksamkeit gewürdigt. Ich könnte Dir noch Vieles, meine theuere Nation, aufzahlen, wie diese falschen Patrioten mich und andere biedere und gutgesinnte Beamten bei Dir und bei der hohen Regierung und dem Hofe zu verleumden und anzuschwärzen bemüht waren. Dieses Alles geschah auf Deine Rechnung aber in ihrem Interesse. Sie haben es so weit gebracht, daß ich ohne ihre Einwilligung mich weder im Freien bewegen, noch Jemand zur Tafel laden dürfte. (Scklliß folgt.) Wissenschaftliches. Eilfte Zusammenkunft der Wijsenschastssreunde. Am 17. August 1849. Herr Prof. Petruzzi hat über ein in der Versammlung der Naturfreunde vom 28. Januar 1848 in Wien (siehe Wiener Zeitung vom I. März 1848) besprochenes meteorologisches Phänomen seine Ansicht um so mehr ausspre-chen zu dürfen geglaubt, da er dieselbe in einem künftigen Vortrage zur Erklärung einer anderen meteorologischen Erscheinung zu brauchen gedenkt. Auf die Mittheilung des Herrn L. Prettn er, daß im Winter am Berge Obir in Höhen von 4l00 — 5209 und 6500 Fuß über der Meeresfiäche eine höhere Temperatur, als in der Ebene (zu einer gewissen Zeit) Statt fand; und bei dem Umstände, daß die Beobachtungen des Herrn Simon y im Jahre 1847 an der Spitze des Dachsteingebirges (^8740 Fuß) das nämliche Resultat darboten: hat der Herr Berichterstatter, in der Voraussetzung, daß dieses Verhältniß den ganzen Winter hindurch herrschen möge, etwas voreilig den Satz aufgestellt, daß die genannten Puncte eine höhere M itteltem per aturder Winter monate, als die Ebene sie zeigt, genieße. Zu diesen Beobachtungen fügte Prof. Petruzzi noch jene hinzu, die zu Weißenfels (wenigstens «630 Fuß höher als Laibach) von einem seiner Schüler Ernst Kos angestellt wurde, aus welcher sich ergab, daß gegen Ende December l848 die Temperatur daselbst einige Tage hindurch höher als zu Laibach war. Herr Dr. H radez ky theilte gefälligst die Bemerkung mir, daß auch zu Radmannsdorf (1l50 Fuß höher als Laibach) im verflossenen Winter die Temperatur manchmal höher als im Tieflande war. Gleichwohl darf man aus diesen wenigen und vereinzelten Thatsachen einen solchen Schluß, wie der obige ist, so lange nicht ziehen, bis man diese Erscheinung befriedigend erklären kann. Sie beruht nämlich auf dem physikalischen Gesetze, daß, wenn zwei Luftmassen von verschiedener Tem- 284 peratur in gleichen Höhen an einander gränzen, eine doppelte Stlömung entsteht, indem die wärmere oben in dem kälteren Raum sich bewegt, die kältere hingegen unten in den wärmeren hineinströmt. Daraus folgt, das; zur Zeit, als Herr Prettn er jene Beobachtungen anstellen liesi, ein warmer Südwind in den höheren Regionen des Obir wehte, während das Tiefland vom kühleren Nordwinde bestrichen wurde. Das nämliche Verhältniß tricc im Sommer ein, wenn ein Nordwind in die erhitzte Atmosphäre hineinweht. In diesen, Verhältnisse liegt der Ausgangöpuncr zur Erklärung eines anderen wichtigen meteorologischen Phänomens. Nach dem sehr interessanten Vortrage des Herrn Professors Petruzzi zeigte Herr Schmidt den Anwesenden l0!9 Stück grüne Eier, die von einem Weibchen des uncer dem Namen »gemeiner Bar" (^»nißpi» «g>9) bekannten Schmetterlinges gelegt wurden, blos; um auf die bedeutende Fortpflanzung der Schmetterlinge überhaupt, und insbesondere der schädlichen aufmerksam zu machen. Weilers brachte er von seiner neuesten Alpenercursion sechs Arten Insecreu, und zwar vier Käfer, eine Heuschrecke und ei»e Schmetter-lingsart zur Ansicht, die zur gleichen Zeit und in Gesellschaft auf dem blauen Eisenhuth, ^«oilitmn.V., leben, nämlich: /Vnlllaliium M6l»nl)e6ull2!lun A««') ein Käferchen, das nichf sehr häufig erscheint. ?nvton0MU8 p»l„ml)!lrlU8 t?i8 ^ab., ein schwarzer Rüsselkäfer mit einzelnen grünlich weißen Schuppenpunccen, der in Wäldern auf 86n«ci« und salvig Alutilw«» nicht selten ist, und auch auf dem öaibacher Castellberge voikommt. Eine dieser sehr nahe stehende Art, unter dem Namen: Otiol'li)ncIiU8 c!»Iors>nn»n»s .iseL. ^ lebt in den Voralpen und Gedirgswäldern auf Hll'NNI Ijf>I!nlM3 und unterscheidet sich von diesen bloß durch stärkere Beschuppuna, die auf dem Körper in grünlich weißen Puncten sich darstellen. Oßpillcxisl'» nlpicoln lM,-/c/i, ein bis jetzt noch unbeschriebenes Flohkäferchen, dessen Beschreibung nachfolgt. Eben so dürfte die grüne Satt,lheuschrecke noch auswärts unbekannt und unbeschrieben seyn, was ich jedoch wegen Mangel nöthiger Behelfe nicht mit Bestimmtheit angeben kann. Die fragliche Sattelheuschrecke ist lebhaft grün, fein rothbraun getupft, hat auf der Stirn eine kleine, an der eingedrückten Spitze braun gefärbtes kegelförmige Erhöhung und rothbraun sgeringelte Fühler; der sattelförmige .Hals und Deckschild siud an den Seiten gelb und in zunehmender Breite gegen rückwärts rochbraun begiänzt* besonders bei den Männchen, dessen rippig erhobene kurze Sing- fiügel im Grunde braun sind, mit darauf folgender gelbe,-, in's Hellgrüne verlaufender Einfassung; nebst diesen ist der Hinterleib des Männchens noch mir zwei gelben breiten, durch die Köi-veremschnitte etwas unterbrochenen Streifen verziert, die bis au das After-Segment reichen, woran die gelben Hafrzangen sich befinden. Das Weib ist ganz grün und hat den gelben, braun begiänzten Streif am Rückensattel sehr schmal. Ich habe daher inzwischen diese Heuschrecke als llplü'lipi^l-» ni-ilnta in meine Sammlung eingetheilt, nachdem weder vom Herrn Kollar bei der Aufzählung der in Oesterreich vorkommenden Heuschrecken, noch jener des Königreiches Böhmen von W. B. Seidl in Dr. Weitenweber's Beiträgen zur gesammren Natur beschriebenen, und eben so wenig von Burmeister in seiner zweiten Abtheilung des zweiten Bandes besonderer Entomologie eine Erwähnung gemacht >vi,d, und werde den Namen einziehen, sobald ich ,'„ E.fahrung bringe, daß diese Art bereits bekannt und besch-ieben ist. Nebst den bezeichneten vier Käfein und der eben besch, Ebenen Sattelheuschrecke lebt zugleich auch die Raupe des Nachcschmetter-linges, ?l,!l)n-l)plwi'a M6tic>iln83, im halberwachsenen Zustande von den Blättern des Eisenhutes. Der Flohkäfer l^i-ep«^^^.^ glnicn!» t///,-/6'/i) ist dunkelblau, der Halsschild stark gewölbt mit einem tiefen Quereindruck. Die Flügeldecken, jede mit zehn tiefen, punc-tiiten Streifen versehen, wovon der eiste Streifen an der Nach kaum bis zur Hälfte der Flügeldecken hinabreicht, der siebente und achte Streife» abei- nicht von der Basis der Flügeldecken, sondern von der ziemlich erhöhten Schulterbeule ausgehen. Vor dem etwas aufgebogenen Flügeldeckenrande befindet sich als Saum eine tief gekerbte Linie. Fühler, Füße und Schienen sind rothbraun, die Schenkel pechbraun, die der hintersten Füße am dunkelsten. Dieser Käfer, der, wie gesagt, in dem Monate August auf der Eisenhuthpflauze im Hochgebirge vorkommt, ist der Nsltic» o)»n68c«l!8 .1/?//., die in D u ftsch m id's ^N!,l!9 »Illill-iac» beschrieben ist, ähnlich, allein von dieser duich die stark gewölbten Schulteibeulcn, wo?on Duftschmidl keine Erwähnung macht und durch die pechbraunen Schenkel verschieden. Schmidt. UnnlgS 6en 10. ll. U. V6r9l!8lgll6t l!sr 8lov6^ M8CN6 Vei'vin im 8tiil1li!8«lwn H,69l6I- 6lN6 Voi^tßl- !„l!<5. Dil8 2„ ßsdencis sli'ick: »Nliliro ^uli-tt," nllol» lisin öe<:1li8ol>6n, xvi>6 mit «iner ksilw van (?6- i 8NNA6N llon i'lltiÄtyl' - Hl)6Ul! in N9ll'iuli8CN . N6It6l'6l' >Ve,86 orfilll«»., Verleger:Ignaz Alois Kleinmayr.