.^<' V4. Dinsta« am » April »8G«. D!c ^aibach,r ^ntmia" crsch.ml mit An^nahmc dn- S^l»' m,d F.irrtaqc. tä>,!ich, mw k.'st.t sammt dm Bttla^cn »n (5omp u , b a u d im ^onN'toiv a anlj ü !) r i a ,^ ft.. h all', a !) r i q - ^>i mtnchtc». Mit d r r P o « Portu, r ^ > ssan.jäl.ria. «nt.r Kr.d nud qcdrnckt.v A^.ssc l5 ft.. l,a l l'i ä h ri ^ 7 ft. ^' lr. - Inscva t i o >i <5« c l'i, hr jnr mu- Sp.lt.n^ilc ^r dm Na»m dcchlbc». fur cmmall^ Einschaltung '^ kr si ^'tr.. s»r drcimili^' .'. sr. (<. M. .n'scrato bis l! Z^lcn fostt» l ft. snr :i Ma,. !>!'kr. inr 2 Vial u»d ^0 sr. s.,r » Mal cm^chal!.'». Zu di'^ftu Gll'iihnu ist nach d'Vlftv!sch^> G^schc '.'m>, «,. N^'nubci,- l«ü» für Inscrationöftampc'l" lN'ch »0 sr. sur cinc j.d.^mal^c ('>»!,chaltl»!^ !,in^l zu r.'ch'ttn. ^cr kaiserl. französische Gesandte am königl. säch> s'schcn Hofe, Baron Forth-Roueü, hat am 2l!. d- die Ehre gehabt. Sr. k. k. Apostolischen Majestät dns Notifikatious-Schrciben Sr. Majestät des Kaisers der Franzosen von der Geburt eines kaiserlichen Prin< zcn einzuhändigen. Se. k. k. Apostolisch: Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome den k. k. geheimen Rath und Kämmerer, dann Ritter des kaiserlich österreichischen Leopold-Ordens, Nikolaus Frciherru Banffy de Losonh, in den Grafcnstand des österreichischen Kaiserreiches allcrgnadigst zu erheben geruht. Sc. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2!». März l. I. aller' gnädigst zu gestatten geruht, daß dem Regiments» nrzle Dr. Mathias Schul Hof und dem Oberärzte Dr. Franz Vubcrl, des Infanterie «Regiments Prinz Hohcnlohc Nr. 17, rücksichtlich ihrer belobten erfolg-reichen Dicustvcrwendung die Allerhöchste Zufrieden, heit bekannt gegeben werde. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 21. März l. I. der wc. gcu Hochverrat!) abgeurtheilten Antonia u. Mavton den Rest ihrer iu der Festung Zara auszustehenden Strafzeit alis Allerhöchster Gnade nachzusehen geruht, Die k. k. Oberste Polizeibehörde hat eine bei der Polizeidirektion in Pcsth>Ofcn in Erledigung gc> kommene Kommissärsstcllc dem dortigen Konzepts-Ad< jnnklen Josef Pfeiffer verliehen. Veränderungen in der k. f. Armee. (5 ruc n n ung: Der Artillerie - Zeug»Vcrwaltungs < Posto' Kom> mandant zu Thcrcsicnstadt, Major Franz Tob is, zum Artillerie »Zeug»Vcrwaltungs'Distrikts'Komman< dantcn iu Essrgg. Vcrlcihu ll g: Dem penswnirtm Hauptmaun Emanuel Varon Stockart v. Vcrnkopf, drr Majors ° Charakter Ucbcrsch u n g -. Der Artillerie - Zeug»Verwalmngs > Posto > Kom> mandant zu Iosefstadt, Major Johann Dossoudil, in gleicher Eigenschaft nach Thcrcsicnstadt. Peusioni r u n g c lr -. Die Generalmajore: Friedrich Heller, mit Felbmarschall 'Lieutenants - Charakter nci lilmm'o«^ Iohauu Ritter v. Pitting er; Ioscf Podhag ski und Sebastian Kämmerer. 2 u i t t i r u n g: Der Oberst Ludwig Graf Vombellcs des Hufaren-Regiments Graf Hallcr Nr. 12, mit Vci> behalt dcs bekleideten Militär»Charakters. Zu Folge der Vcstimmungeu des Vertrages zwischen der österreichischen Staatsverwaltung und der Krakau - oberschlesischcn Eiscubahn-Gesellschaft vom 30. April M!0 wird am 1". April d. I. die llte Verlosung der gegen die Stamm>Akticu der Krakau» oberschlcsischcn Eisenbahn hinausgegebcncn Obligatio« neu und unmittelbar hierauf die 7te Vcriosling der Prioritäts. Aktien der genannten Vahn zu Wien iu dem hiczu bestimmten Lokale im Vaukohansc (Sin-gcrstraßc) um 50 Uhr vormittags öffentlich stattfinden. Am 29. März l. I. wird iu der k. k. Hos- und Staatsdruckerci in Wien das X. und XI. Stück dcs Ncichs-GcsctMattcs ausgegeben und versendet. Das X. Stück enthält unter Nr. 3«. Dcu Finanzministcrial. Erlaß v. 20. März 18ii0, womit die a. h. genehmigten Statuten und das Reglement bcr bci der privil. österreichischen Nationalbauk errichteten Abthcünng sür den Hypothekar. Kredit kundgemacht werden. Das Xl. Stück enthält unter Nr. !N. Dic Verordnung dcs Ministerinms für Knl-lns und Unterricht vom 10. März 1tt,W — cm alle Länder »Chefs, iu deren Vcrwaltnngsgcbietr Kommissionen sür dic theoretischen Staats-Prüfungen bestehen, an die Vorstände sämmtlicher, in Gemäühcit dcs Erlasses vom 2. Oktober Itt.^l, Nr. 172 N. G. Vl. eingerichteten rechts« und staatswisscnschaftlichcn Lehranst^ltcn und an alle Kommissionen der theoretischen Staatöprüfnngen — womit, im Eilwcruchmcn mit dem Finanzministerium, neue Bestimmungen übcr die, von den Kan> didatcn der theoretischen Staatsprüfungen zu cnt. richtenden Prüfungstaxen getroffen werden. Nr. A8. Die Verordnung der Ministerien der Fi. nanzcn und des Handels vom 20. März 18>^> — giltig für die Kronländer dcs allgemeinen Zollvcr-bandcS — betreffend mehrere Tarifsändernngcn. Wien, 28. März 18!lü. Vom l. k. Redaktiousburcau dcs Ncichsgcschblattcö. Richlalnllich^r Theil. Oesterreich. Wien, 28. März. Tcr Kongreß in Paris hielt am 2Ü, scine dreizehnte Sitzung, nachdem die Bevollmächtigten am vorhergehenden Tage iu den Kommissionen gearbeitet. Unter den Gründen, welche den AbschlnL dcs Friedens verzöger», nennt man die zeitraubende Arbeit dcr Kommission, welche mit der Abfassung des Friedcnsdokumcntcs beauftragt ist, sowie die erforderliche Frist, welche zur Prüfung dieses wichtigen Aktes mehrere Sitzungen dcs Kongresses in Ansprnch nimmt. Ucbrigcns ist man übcr das baldige Eintreten dcs ersehnten Ereignisses so voll. ständig beruhigt, daß man cm dic etwaige Nothwendigkeit cincr Verlängerung dcs Waffenstillstandes in gnt uutcrrichteten Kreisen nicht gl.inbt. Als Beweis für die nahe bevorstehende Beendigung des ssriedcns-wcrkcs führt man das Gerücht an, daß Lord Clären, don bereits an, nächsten Sonntag Paris zu verlassen gedenke. Auch Graf Cavour soU bereits Vorbereitungen znr baldigen Abreifc treffen. Graf Oroloff dagegen wird in Paris verbleiben, um als außerordentlicher Gc> sandtcr dem Kaiser Napoleon die Thronbesteigung Alexanders ll. zu uotifizireu. Er würde Paris erst zur Zeit dcr Krönung Kaiser Alexanders iu Moskau, welche im Mouat August stattfinden soll, verlassen. Wer bei diesem feierlichen Aulassc Frankreich vcrtrc> ten wird, wird noch nicht gesagt. Von Seile Eng< lauds nennt man jedoch bereits den Herzog von Cambridge. Dcr Korrespondent der „Ind. belge" bestätigt obige Mittheilung übcr dic baldige Abschlickung des Friedens. Er gibt zwar zu, daß sich hie und da irgend eine Bitterkeit bemerkbar gemacht, ein Beden« ken kundgegeben haben könnte, doch versichert er andererseits, daß Frankreich stets das gemeinsame Band zwischen Allcn gebildet uud für jeden Zwiespalt dic Vcreiubarnng gefunden habe. ohne die gerechten For» dcrungcn des Sieges, so wie die nothwendigen Be> dingungeu eines gnten Friedens je aus dem Auge zu vcrliercn. Doch sci manchmal die persönliche Ver« mittlnng des Kaisers nothwendig geworden und mehrere schwierige Fragen halten iu deu Tuilcrien uu» tcr seinem unmittelbaren Einftnß ihre Lösung ge< fnndcn. Ucbcr den so nahe scheinenden Schluß der Kon» frrcuzcn kreuzen sich die Gerüchte, Während Einige die Vcrkündignng dcs Frirdcns stündlich crwarleu und zwar auf dcu Grund hin, daß iu Paris eine außerordentliche Opcrnvorstellung auf Dinstag Abends anbefohlen fein soll, droht sich. dem „Advertiser" z». folge, die Sache in die Länge zn ziehen. Nie man diesem Vlatt aus Paris schreibt, ist die Sonnabend. Sil)uug dcr Bevollmächtigten nicht nach Wunsch auö< gcfalleu. Die prenßischcu Bevollmächtigten beanspruch« ten einen Authcil au den Berathungen, so. als ob Preußen vom Ansang an die Politik der Alliirtcu unterstützt hätte, und die Rnssen nmrcn für die preu» ßischc Forderung. England, Sardinien und die Tür« kci (Ginige sagen anch Frankreich) widersetzten sich dem entschieden. Man glaubte, dieß werde einigen Aufenthalt verursachcu, aber Rnstland und Preußen würden znleht gczwungcu sein. die Segel zn streichen. (M. s. die telegraphische Depesche in nnserem gcstri« gen Blatte aus Pnris vom 27. d.) wonach die Frie« dcnsproklamatiou nahe bevorstehend ist. In Bezng anf Nikolajeff bemerkt dasselbe Blatt: Es heißt, Rnßland habe dcr Konferenz die Forderung zngcgcbcn, daß Nikolajeff aufhören soll, ein Kriegs« Hafen zu sein. Wofern dieL Zugeständniß nicht die Schleifung dcr Bauwcrftcn in sich schließt, können die Westmächte bald die Entdeckung machen, daß sie gc< täuscht worden sind. Rußland kaun in jenem Hafen eine Flotte uon Kanffahrcru bmieu, die aus den« Stegreis in Kriegs' und Truppcnfahrzengc zn vcr< wandelu und zahlreich genng wären, um eiue ganze Armee nach einem beliebigen Punkt anf der Poutus» küsse zu lransportircn. Die Dampfschiffe der Cunard. Linie, dcr Peninsular-, Oriental- und anderer großen Kompagnien werden je!)t sämmtlich so gebaut, daß man sie in kürzester Frist zu Kriegszwecken verwende bar macheu kann. Wien. 2!>. März. Der Kongreß in Paris hielt am 2<;. d. scinc 14. SilMg. Wie verlautet wcr> deu diese Sihungeu nun täglich ohue Untcrbr'celmna bis zur Bcendignng des Friedcnswcrkcs stattfinden Ueber die Ursachen, welche die bisherigen VerHand-lungcnmdle ^nge zogen, taucheu die Gerüchte nun m bestmnu ercr Form auf. doch fmdeu wir in densel. ben nur Wiederholungen dcr bereits gemachten Andeutungen. So versichert mau. daß die Präcisiruug der Betheiligung Preußens am Fricdenöwcrke und dcs° scn Stellung zum Fricdcnsvertrag nicht ohne Schmiß lglcitcu war. Eincstheils m»ßie die ftmpftnd,'chf'''t 3 V« eine'' Großmacht, dic sich im Augeoblick il?res Ein, trittes in die Konferenzen im englischen Parlament nicht mit der erinarteten Rücksicht behandelt s.ih, ge> schont werden; andererseits konnten die dringenden , Forderungen Englands, welches nnv die kriegführenden Mächte oder jene, die sich dem Wiener Ultima-tum angeschlossen batten, zu den Berathungen zn-lassen wollte, nicht kurzweq l'ci Scite s,cschobeu wer< dcn. — Fcrucr erwäbr.t man dei: Widerstand, der von der Türkei gegen die Aufnahme des Hatty-Hu-mayun in den Friedeuslraktat erhoben morden. Alich die Frage der Donaufürstcnthümsr enthielt bedeutende Schwierigkeiten; galt es doch, den Wünschen »nd Vc< dürnnsscn der Bevölkerung nnd de>, Rechten des Sultans Nslinun^', tragen, und Gelüsttn, die zu neuen Verwicklungen iuhrcn könnten. einen Damm sehen. Alle diese Schlvierigkeiten sollen jedoch bereitv beseitigt worden sein, weiß man anch nicht anzugeben, in welcher Weise dieß geschehen. In Bezug ans die fcr> ucre Vcfctzung türkischen Gebietes durch fremdländische Truppen versichert der Korrespondent der „Ind. beige," daß man slch zwischen den verbündeten 'Mächten und der Türkei hierüber bercitZ vor Eröffnung des Kon-gresscs. ja selbst vor Beginn der Konfcrcnze/. i.. Paris geeinigt habe. Die Stärke dieser Truppen sei zwar uoch uicht mit mathematischer Genauigkeit bekannt, doch dürfte dieselbe allein von Seite Frankreichs zwi> schr,i 3^—40.000 Mann betragen. Wien, 29. März. Der Redakteur des „Hn. nwristen". M. G. Saphir, ist auf die bekannte Aii' klagc des (^ompositeiirs Joseph Dessaner wegcn Eh< renbcleidignng zu einer Geldstrafe von ft. 200 nebst Einziehung von 100 ft. der Kaution, zu dreimaliger Einrückung des Urtheils in den „Humoristen" und zur Tragung der Gcrichtskosleu verurthcilt worden. — Das h. k. k. Ministerium des Innern hat cinverständlich mit dem h. Ministerium der Justiz laut Erlaß vom 2l. d. M. angeordnet, daß iu Schlesien in dem Teschuer politischeu Amtsbezirke, wegen der da. selbst nngcwöl'nlich um sich greifenden und mit besonders gefährlichen Umständen verübten Brandlegungen, das standrechtliche Verfahren rücksichtlich des Verbrechens der Brandlegung, welches mit dem Todc bc> straft wird, eingeführt werde. — Der zum k. k. österreichischen Gesandten in London ernannte Herr Graf v. Apponyi machte heute seine diplomatlschen Besuche und wird iu der kürzesten Zeit die Neise nach London antreten. — Se. Majestät der Kaiser hat die Statute» und das Reglement der bei der österr. Natioualbank für den Hypothekar-Kredit errichteten Abtheilung am 1l>. d. M. sanktionirt. Die Hypothekenbank wird mit l. Juli d. I. ihre Wirksamkeit beginnen. Die Statuten umfassen K" Paragraphs Es werden nach denselben 40 Millionen Gulden Baukvaluta und alic dnrch die Pfandbriefe einfiießendcn Gelder der Hypo, thekcnbank a/widmct. Hypothekar-Darlehen werden uur dann gegeben, wenn vollkommene Sicherheit (bis zur Hälfte des Werthes) vorhanden ist. Die Darlehen können in Barem oder in Pfandbriefen ge> geden werden; über die Art der Rückzahluug und die Höhe des Zinsfußes entscheidet das beiderseitige Ucbcrciukommcn. Dic Hypothekenbank ist be> rcchtigt, Pfandbriefe bis znm fünffachen Betrage des für ihre Geschäfte bestimmten Fonds hinauszugeben, doch darf die Gesammtsummc der wirklich hinansge« gebencn Pfandbriefe niemals die Gesammtsummc der jeweilig bestehenden Hypothekar'Forderungen überschreiten. Die Nationalbank wird die Pfandbriefe cslomptircn uud Vorschüsse darauf erfolgen. Diesel' bcu werden au der Börse nolirt und verkauft. Den jedesmaligen Zinsfuß für die Darlehen bestimmt die Direktion der Nationalbank. — Ein ueuer Ausbrnch des Vesuvs wird in Neapel M Zuversicht erwartet, da die sichersten ge> wohnliche», Vorboten der großartigen Naturerschei» inlug, wie das Anslrocknen der Brunnen in der Um> gegcnd unter Andern, sich einstellten. Hundertc eilen seit dem l6. d. M bei dicscr Aussicht von Nom nach Neapel. — Vom 1. April angefangen wird die Holz-fellenma. bei Lokomotive«' auf den Bahnen der k. k. oriv. österreich. Staatseisenbahligesellschaft eingestellt werden. Auf der Strecke von Prag bis Bodcnbach "st bloß Braunkohle, auf jcncn von Prag bis Olmüt) lind Brünn bloß Schwarzkohle verwenden. Hicr> rnirch im bisherigen enormen Holzverbrauch wird, vorzüglich in Böhmen, eine Verminderung eintreten. Die böhmischen Glashütten z, B, verbrauchen jährlich über 2 Millionen Klafter Holz. — Der Schleußenban, welcher dic Entwässerung ocr Insel Schütt zum Zwecke hat, ist am Peßifol »ächst Kislessi an der Donau und au der Dodwog nächst dem Ort Kcsjegfalll «n der Waag-Donan so weit vorgeschritten, daß die beiden Schlcußcn läng« stens bis 8. k. M. vollständig beendet sein werden. Die Kanalisirnng der Insel Schütt wird demnächst beginnen, und es sind nicht nur die zur Durchführung Dieser Arbeit nöihigen Nivellirungen beendet, sondern es liegen bereus die Mappen vor, aus wclchcu die Richtungen der Kanäle ersichtlich sind. — In der Absicht, die sämmtlichen Fricdhöfe ocr Residenz zu verschönern, hat der Gemeindcrath Pläne von Fricdhöfen größerer deutscher Städte eingeholt. Den Fricohöfcn im AÜgemeincn wird größere Soigs>.!t zug'üv.idet, uan',",':!ich für Psiainung von Bäumen und regelmäßige Eiulhcilung der Gräber gesorgt. * Wir haben aus Trieft die Melduug gebracht, daß dic Kiel. Lcguug des österreichischen Linienschiffes, „Kaiser" genannt, stattgefunden habe; gleichzeitig ward über die Taufe zwei neuer Schraubcnfrcgattcn berichtet, sowie darüber, daß Se. k. k. Hoheit der durch» lanchtigstc Herr Erzherzog und Mariucoberkomman-daut Fcrdinal'.d Mar sich unverzüglich nach Finmc nnd Lussin begeben sollte, um der Grundsteinlegung zwei großer Marinc'Etablissemcnts beizuwohnen. Wir ersehen daraus, mit welchem Eifer an der Entwicklung der österreichischen Kriegsmarine gearbci» tct wiro. Die Erfahrung aller Länder, dcuen die Natur die Guust einer geeigneten maritimen Lage verlieh, lehrt, daß das Gedeihen ihrer Handclsmari« nen und die damit wesentlich zusammenhängende Blüthe der materiellen Wohlfahrt in einer innigen Beziehung zu einem achtunggebietenden Stande ihrer Kriegsmarine steht. Nimmt man in Erwägung, daß Oesterreich vermöge seiner Lage am adriatischen Meere den Schlüssel iu Händen hält, der nicht bloß für sein eigenes, soudcru für das Bedürfniß von ganz Mittel» europa den Weg m jenen Gewässern öffnet, und daß seinc Häfen den nächsten Weg bezeichnen, auf dem dcr Handel Deutschlands uud des slaudinavischcn Nordens mit Asien und Afrika sich in Verbindung zn setzen vermag, so wird man weiter leicht erkennen, daß Oesterreich dnrch die Entwicklung seiner mariti« inen Kraft dem Winke eines hoben, gemeinnützigen Berufes folgt uud einen großen Theil dcr zivilisirtcn Welt zu lebhafter Anerkennung seiner dießfälligen Lci-stnngcn verpflichtet. Mit aufrichtiger Freude uud gerechten» patriotischen Stolze sehen wir an der Spitze all' dieser cinc große Tragweite in sich schließenden Unternehmungen die glanzvolle Persönlichkeit und die ruhmreiche That-kraft eines Prinzen, der mit hingebender Thätigkeit auf wichtiger Stelle dem Monarchen und dem Staate die werthvollsten Dienste leistet, und mit dessen cr> habcncm Namen die Geschichte einer nenen^blühendcn Acra des österreichischen Seewesens jedenfalls unzer-treunlich verbunden bleiben wird. Trie st, 28. März. Ueber die am 26. in Muggia vorgeuommruc Taufe dcr bcidcu ncnen Fregatten »Donau" und „Aoria" ist nachträglich zu melden, daß Se. k. Hoheit dcr durchlauchtigste Herr Ma-rinc-Obcrlommaudanl Erzherzog Ferdinand Mar sich bei dieser Feierlichkeit durch den Obersten Hern, Rit-ter v. Pöltl und den erzhcrzoglichen Adjutanten Herrn Contc Micheli vertreten ließ. Es sind die ersten Fregatten von solcher Tragfähigkeit, welche Oesterreich auf seinen eigenen Werften und mit eigenen Mitteln bauen läßt. — An demselben Tagc wurden in Mug' gia auch auf einem andercu Werftc des Hcrru To-uello die Steven eines Merkantilschiffcs aufgerichtet und gcwciht, das ausschlicßend von Bewohnern dcr Stadt Muggia ausgearbeitet und dcn Namen «Mng> gia" führen wird. Trieft. Mit dcm am 27. d, M. nach Ale--andrien abgegangenen Lloyddampfcr hat sich auch der ^um Sekretär des k. k. Vizekonsnlats in sshartnm ernannte Herr Dr. Anglist Ritter von Genezik auf seinen Posten begeben. Derselbe bekleidete längere Zeit Die Stelle eines Chefarztes der egyptischeu Armee in OstsuDa». und ist durch srme natnrhistorischen und ethnographischen Forschungen rühmlich!! bekannt. Der Herr Vi;ekonsul von Henglin selbst dürfte im Laufe Dcr nächsten Tagc hier eintreffen, um dic Nückrcise nach Chartum anzutreten. Deutschland. Berlin. 28. März. In der, heutigen Sit< zuug des Herrenhauses gibt der Präsident dcm Hause Keunluiß von einem Schreiben des Generalkommando's des dritten Armeekorps, worin dasselbe um die Genehmigung des Hauses bittet, die kriegsgerichtliche Untersuchung gegen die Herren von Rochow-Plessow und von der Marwitz schon während der gcgcnwarti-gen Session des Landtages einleiten zu dürfen. Das Schreiben nnd der Antrag werden dein Gesammt-Vorstande des Hanses zur schleunigsten Bcrichterstat' tuug überwiesen. Dcr König von Preußen hat dcr Witwe des Herrn v. Hinckcldcy nicht nnr einen sehr ansehnlichen Iahrcsgchalt auf Lebensdauer ausgesetzt, sondern anch uoch für jedes dcr 7 Kinder bis zur Großjährigfeit emeu Erziehliugsbeilrag bewilligt. — Dcr neue Polizei« präsibcut in Berlin. Herr u. Zcdlit>Ncukirch. soll der Witwe des Hrn. v. Hinckeldey sein in Schlesien gelegenes Rittergut zum Wohnsitz für die ganze Dauer ihres Lebcus zur Verfügung gestellt haben. Italien. Aus Nizza wird gemcloct, daß das stürmische Wetter 2 französische Dampfer nöthigte, in Villa« franca anzulegen. Sie machen eine Probefahrt nach dem Orient, um die Ueberzeugung zu erlangen, ob die Flnßdampfcr zu Handclszwecken anf dem Mittel» mcere und auf den großen orientalischen Flüssen vcr> wendet wn'dri! rönnen. Frankreich. Paris, 24. März. Der Kongreß in Pa-ris hielt in dcr verfiosseucn Woche nnr zwei Sit> znngen, am Dinstag und Sanistag, dic jedoch stets mehrere Stunden m Anspruch nahmen. Um so öfter vcrsammclten sich die Bevollmächtigten in den Kommissionen, die mit Beginn der Konferenzen eingesetzt, sich mit der Erörterung dcr cmzclncn Dctailfragcn bc< schäftigcn. Die Verzögerung des Friedensschlusses wird theils der geringen Eile zugeschrieben, welche die cuglischcn Bevollmächtigten an den Tag legen sol< lcn, theils sncht man sie durch dic Weigerung Man-teuffels zu erklären, die bisher abgefaßten Protokolle ohne vorgängigcr Lesung derselben zu unterzeichnen, cinc Arbeit, die mehrere Tage in Ansprnch nimmt. Ueber die Abfassung dieser Protokolle erzählt mau sich. daß zwei streugc überwachte Arbeiter beschäftigt sind, dieselben nach dcu während der Sitzung abgefaßten Aufzeichnungen alsogleich zn liihographireu. Bon diesen Lithographien werden 24 Ercmplarc abgezogen . die für die Bevollmächtigen und ihre bczüg« lichcu Höfe bestimmt sind. Als Beitrag zu dcr Fra< ge dcr Donanfürstenthümer wird dcm „Journal dcö Dcbats" grschricbcn: „Auf Ersuchcu von Seiten dcr Verwaltung dcr Donanfürsttnthümer sind dcn türki« schcn Bevollmächtigten Vollmachten zugegangen, wo« nach sie fordern sollen: 1) daß Rußland anf Eintreibung dcr tli Millionen Fianks verzichte, die es von dcn Donaufürstenthnmcrn für die Besetzung im Jahre 1848 fordert, da dieselbe übersiüssig war, weil vor derselben bereits die türkischen Truppen dic Rnhc hergestellt hatten- da dic Türkei, welche damals dieselbe Trnppenzahl in den Donanfiirstenthümern hatte, auf jede Forderung verzichtete, so ist es nicht mehr als billig, daß anch Rußland nichts erhält' 2) daß Rußland den Betrag für die Verprouiantirnngen l^ zahle, die es von den Gutsbesifteru und Bauern ^ nnd l8ll4 in dcn Donanfürstenthümeru genommen uud welche sich auf 0 bis 8 Millionen Franks be« laufen." »I» Ueber dic Vl-nvthcilnng. welche dic beantragte Ncllgcsta!tu,!,,i ^cr Fürslcnlhümcr in dcr 'I>loldail gc^ funds,,, schrci^'t man übrigens dcm „Couslitution« nel" ails Iass'.) i ,,Dic Ergcbnissc dcr Konstantiiloplcr 5lonfcrcn> zcn in Bctrcff dcr Donanfürstcnthümcr haben in uu-scrcu Landen dcn schilicrzlichstcu Eindruck gemacht. Die Pojarcu habcu am Tage nach dem Eintreffen jener traurigen Nachrichten acht dcr Ihrigen bcauf-tragt, bei dem Fürsten Ghika anznfragcn, wie cs sich damit verhalte. Dcr Fürst hat diesen Schritt gebilligt und erklärt: wenn die Nation an ihn eine Protestation richte, so werde er dieselbe den verbündeten Mächten überreichen. (?) Zugleich wurde ein ^ Bojarcu »Ausschuß ernannt, dcr nach Paris gehen soll, um bei den Konferenzen die Rechtc des Landes zn vcrtrctcn nnd gegen die türkischen Vorschläge zu protcstircu. An demselben Tage wnrde die National' protestation von dcm gesammlen Klerus, den Voja? rcn und alien Korporationen dcr Hauptstadt unterzeichnet und sämmtlichen Konsuln zu Iassy mitgetheilt. Dic Abgeordneten für Paris standen auf dcm Punkte abzureisen. als der Fürst einen Fcrmau vom Sultan erhielt, worin cr aufgefordert wurde, jede Bewegung nnd jede Demonstration gegen die Wünsche dcr Pforte zn verhindern. Der Fcrman des Großhcrrn hat alle Welt überrascht." Auch dic Frage wegen der Grcnz» regnlirnng dcr Moldan hat im Lande Aufregung hcr-vorgebracht, dic zu eincr Petition au dic Pforte führte, in wclcher folgende Hauvtstcllc vorkommt: „Kommt Artikel 1 dcr österreichischen, von Rußland angenommenen Fordcrnngen zur Ausführung, so würdc letztere Macht den Theil von Vcssarabicn abtreten, dcr sich von Chotym. die Linic dcr Verge entlang, bis zum See Sasyk erstreckt. Wir erlanbcn uns, dagegen anzuführen, daß die bezeichneten Verge in Wirklichkeit nur unerhebliche Hügel sind, die sich mchr und mchr abflachen, bis sic sich gcgcn Südcil hin in cine unermeßliche sumpfige Ebene ohne natürliche oder bestimmte Dcmarkations-Linie, ohne Fcstnngcn nnd ohne irgend cin zu cincr Vcrthcidiguugs-Liuic brauchbares Hinderniß vcrlicrcn. Eine solche Grcnzc, welche eine militärische Großmacht kaum zu einer achtbaren zu macheu im Stande wärc, würde einem so schwachen Staate wie die Moldau nur eiucu schein» baren Schlitz gewähren nnd nicht einmal zur Anlagc riner ernstlich gemeinten Manth.Linie geeignet sein. Doch abgesehen von diesen Gründen, deren Triftigkeit unmöglich in Abrede zu stcllcn ist, scheint uns cin noch wichtigerer Gruud auf dic Rückkehr zur Dniester. Linie, unserer alten Grenze, als auf dic einzige wirklich vernünftige, rationelle und politische Grenze hinweisen zn sollen, welche zugleich alle Iutrrcsscn versöhnen nnd der Billigkeit gemäß sein würdc. Vcs> sm'abicn — cin intcgrircndcr Theil der Moldau — ward bekanntlich gewaltsam durch den Bukarcster Frie. den von 1812 losgcrisscn und Nnßland einverleibt. Durch die Kapitulationen von 1li!2 zwischen Selim !l. und Bogdan, dcm Fürsten von der Moldau, hat die Pfortc sich vcrpfiichtct, die Gcbicts-Unverletzlich» keit dcr Moldau, die Privilegien und Freiheiten ihrer Vewohncr und die innere Antonomie des Fürsten» thnms aufrecht zn rrhaltcn und zu schützen!" Schließlich wird im Namcu dcr Gerechtigkeit, Billigkeit und Sicherheit des Staates um eine Grcnze gcbctcn, welche leicht zn vertheidigen und durch die Natur der Sprache u. s. w. geboten sei; eine solchc abcr könne allein die Dniester > Linic sein, dic alte Grcnzc dcs Landcs. Großbritannien. Wir crwähntcn dcr Leichenrede, welche „Times" unlängst dcr polnischen Nationalität hielt; hlntc cr> scheint dieselbe in ciner cnvcitcrlcn Ausgabe. Da der „größere Thcil dcö Mcnschcngeschlcchtcs von hcntc in acht Tagen den Frieden verkündigt zn sehen" hoffe, so spiele Icdcr, der, wie Lord Breadalbanc neulich that. zn ungelegener Zeit den Namcn Polens aus-spricht, eine rccht gehässige Nolle. Das sei dic Art alter Weiber, die Einen immcr mit Kleinigkeiten aufhalten , wenn man die größte Eile hat, um cin wich. tigcs Geschäft zu vollbringen. Erloschenen Nation^ litätcn gebühre nnr cine antiquarische Theilnahme. Wo würden sonst die Aufcrwcckungsvcrsuchc cndcn? Da seien die Celten in Wales und Schottland, da seien selbst die Sachsen in England, welche sich noch nicht ganz mit den Normancn vermischt hätten; da seien die Juden, dic scit 20(10 Jahren ihr besonderes Volksthum crhalicu haben; warum zeige kein Nationalitälcnritter dic Konsequenz, zn fordern, daß die Türkei Jerusalem deu Kindern Israels abtrete, daß Frankreich die Race Abb-el«Kader's wieder als soumrän anerkenne oder daß Sardinien die Rcpnblit Gcnna wieder herstelle? Gebe cs doch kanm einen Bewohner dcs vcrcingtcn Königreiches, dcr nicht in cigrncr Person „irgend eine aufgegangene Na> tionalität oder eine verfolgte Sachc repräscntirt, da das Blut uou Briten, Galcn und Ecltcn. von Hngcnottcn und anderen ansgrstoßcncn Völkcrn in dcn Adern dcr meisten englischen Familien siicßt. Wer wolle die Abkömmlinge dieser verschiedenen Völker zn dcn Waffen rufen, damit sie für cin frcmdcS Volk unternehmen. was sie für sich selbst zu thun längst aufgegeben haben? Die Bewohner Großbritanniens haben längst „alle Nationalitäten, alle provinziellen Vorrechte fallen lassen; Alles ausgegeben, was cincr Rcichöregicrung und cincr vollkommenen Vcrschmel» znng dcr Raccn im Wege stchen könnte." Treffender als ihre ethnographischen Thcoricn nnd Rczeptc ist das praktisclsc Argument dcr „Times," daß dic Wiederherstellung Polcnö nicht in Englands Macht liegt: „Es gibt im Norden cin hausbackenes Sprichwort über dcn Versuch, cincm Hnnd cin Pfund Butter ans dcm Maul zn reißen, welches uns an dic gewissen Kosten und das geringe Ergebniß dcs Experimentes mahnt. Daß wir tüchtige Bisse davon tragen würden, wenn wir Nnßland. Oesterreich nnd Preußen zwingen wollten, 20,000.000 Unterthanen herans zn geben zur Bildung cincs Staates, ocr sie beständig in Unruhe erhalten soll — das ist so gc« lviß, daß Niemand es längncn wird. Und daß dcr Gegenstand nnscrcr ungebetenen Einmischung im Stnrm des Kampfes beinahe ganz verschwinden dnrfic, ist vielleicht cbcn so gewiß." Neneste Post. Die „Trirstcr Zcilnng" vom 31. März bringt folgende telegraphische Depeschen: Paris, :ll>. März. Die Geschütze verkünden die Unterzeichnung des FriedensvGrtrages. Allgemeine Zufriedenheit. Der »Metteur" bemerkt: Heute ist der Jahrestag der Einnahme von Paris im I. 18l4; besser konnte ein solches Nn-glücksereigniß nicht umgewandelt werden. *) Paris, 31. März. (Anözug ans dcr Fricdcnsucrkündigung ). Die sieben Bevoll' 'nächtigten hcibcn dcm Vertrag/, welchcr den gegen» wartigen Krieg beendet, ihre Unterschrift beigefügt. Indem cr die orientalische F^agc regelt, sichert cr dic Nnhc Europa's anf fcstn>, dancrhaftcr Grundlage Dcr Austausch der Ratifikationen wird in vier Wo chcn crfolgcn. Dic StipulcUioncn werden bis dahin nicht veröffentlicht werden. Der Vertrag enthält 384 Paragraphc. Clarendon ist abgereist. Orloff wird dcr Ncvnc beiwohnen. Turin, 3l. März. Dcr Fricdc wnrde gcstcrn in Turin. Alessandria und Gcnna durch dic Gcschül)^ vcrlündct. Telegraphisch liegen folgende Nachrichten vor: Paris, 27. März. Dcr heutige „Monitcur" enthält ein Rundschreiben des Instizministcrs Abba> tucci. welches das Gerücht, als beabsichtige dic Rc< gicrung. gewisse öffcnlliche und ministcriclie Stellcu zn nntcrdrnckcn oder käuflich wieder an sich zn brlm gm, für völlig unbegründet erklärt. *) Am 3 0. März >7!,<; h,ii auch Gc»cr>,l Vuon.'p^te dc» V.schl iibcr die italiluischc Al»>« ill'!'Nl^'»!»!l!l; — .nil :;a. M^irj llMl ist Ioschh V»o!!apalt.' zum König bl'idcr Sizili'N niiaxnt wl?rdcn. (?l m 2!), M ci l z 1 7 i> 7 riicktc A c l'ü a d >, t t .> in L a i l'^i ch sin.) London. 27. März. Es ist cine neue ame< rikanischc Post hier eingetroffen. ^ n Senate zu Wa« shington ward mit 22 gegcn l2 S:i,nmcn die dritte Lesung eines Gesetzentwurfes b>schl^s,v„, durch welchen 3 Millionen Dollars znr Verstävüüig ocr Kriegs» rüstllngcn bewilligt wcrdcn. Gci^cral Cass äußerte, dcr militärische Nnf Englands habe durch dcn Kricg mit Nußland so schr gelitten, daß es vielleicht versu. chcn werde, denselben dnrch cincn Krieg mit Ame» rika wieder zn Ehren zn bringen. Brown sprach sich gegen dcn Vorschlag ans. daß dcr Zwist mit Amerika einem Schiedsgerichte überwiesen werde, da sich kaum erwarten lasse, daß cin gekröntes Haupt ciner Republik gegenüber ein gerechter Schiedsrichter sein werde. Madrid, 26. März. Die Gesellschaften du Graud> Central uud des Credit Mobilicr haben in Gcmcinschaft Vorschläge für drn Ban drr Eisenbah» ncn dcs Südcns gcmacht, dic Spanien mit Portngal vcrknüpfcn sollen. Die Deputirtcn der direkt bei die> sen Banten belhciligten spanischen Provinzen ba< ben die Vorschläge dcr bcidcn Gcscllschaftcn gnt gc. heißen. Der Finanz'Ministcr, Santa Crnz, bat einen Beschluß gefaßt, der alle Schwierigkeiten in Betreff des dcn Cortes jeht vorliegenden Projekts über die indircktcn Stcncrn löst. Man wciß. daß dicscs vom Finanz »Minister alisgchende Projekt unter einer be« sondrrcn Form die Mahl> nnd Schlachtstcncr wicder cinsührcu sollte. Mehrere Gegcu-Propositionc», warcn von ciüfiußrcichcn Mitgliedern dcr Kammer gestellt worden. Herr Santa Cruz hat nun alle diese ver« schiedenen Antragsteller zusammenberufeu, nnd zwar zu dem Zwecke. um sich mit ihnen wegen der an dcm ministeriellen Projekte anzubringenden Modifikationen zn verständigen und so eine Diskussiou zu vermeiden, die der Regierung gefährlich werden könnte, Mar> schall O'Donnel! ist wieder krank geworden. Hamburg. 27. März. Heute hat die Abstim° mnng über die vom Scnat vcr erbgesessenen Bi"irgcr< schaft vorgelegte sogenannte Nennerverfassung statt-gcfuudcu. In orcicn von dcn zlir Abstimmung kom» lncndcu fünf Kirchspielen hat die Majorität gegen dieselbe gestimmt' sic ist somit verworfen worden. Ans Marscilc, 20. März. wird die Ankunft dcs „Ganges" mit Nachrichten aus Konstantinopcl vom 18. März, telegraphisch gemelDet. Die Pfortc hat an Frankreich die Bittc nm 10.000 Karabnier nnd 10.000 Säbel gerichtet. Ans der ilrim sind Nachrichten bis znm 13. März eingetroffen, welche von heftigen Stürmen rc« dcn, die im schwarzen Meere wütheten nnd dcn U>i> lergang mehrerer mit Kriegs ° Material beladcnen Transportschiffe zur Folge hatten. Auch der „Mon< tcznma^ nnd dcr „Christoph Columbus", wclchc dic zu Kinbnrn gefangcn genommenen rnssischcn Offizicrc und Soldaten nach lDocssa übcrsepen sollten, sind dcs schlcchtcn Wetters wegen nach ^onstantinopel zli» rückgckchrt. Briefe aus Eupatoria vom !>. März sprechen von Unglückvfällen. die daselbst stattfanden. Zn Kcrtsch hcrrschtc cine so strenge Kälte, daß die Meerenge van Icnikalc noch immcr mit Eis bc° deckt war. Vaibach, am l. April. I» dcr disßjährigcn allgemeinen Versammlllng dcs h i st oris ch eu Vereines f n r Krain ist dcr Vcschlnß einhellig gefaßt worden, daß historische und philologische Vesprcchnngrn vorderhand mo> nallich cin Mal im Vcrcinslok^lc (Schnlgcbäude, ebe. n^r Erdc, linkö vom Hanptcing^ngc) stattfinden sollen. Dic crstc dicscr Pcrsammlnngcn wird Donnerstag mn 3. April. Nachmittag um k Uhr. im bc« zeichneten Lokale abgehaltcn wcrdcn. Zutritt zu den Versammlungen haben alle Vcrcinsmitglidcr und durch dicsell'cn cingcführtc Freunde der Wissenschaft Es steht zu crwartcn. daß dicse Vcrsammluugen' recht zahlreich besucht wcrdcn. und daß dic Betbciliquna an dcn Vorträgcn im Intercsse dcr heimatlichen' Ge> Ichtchtc und der Sprache eine schr lebhafte sein wird. Wn- werden über dic Vcrsammluugcu in diescm Blatte lnrz refcrircu; die ausführlichen Berichte darüber wcrdcn lnngcgcn in dcn „Mittheilungen dcS historischen Vereines" erscheinci,. ____ Druck und Verlag von Iguaz v. Klciumayr H F. Vamberg in Laibach. — Verantwortlicher Redakteur: F. Vnmbcr«. Börsenbericht ans dem Abendblatte der östcrr. kais. Wiener Zeitung. Wien 2l'. März, ?^itwgs 1 Uhr. Die Völft war gilnstl^ ciestimmt, daö G.schäfi belebt. Staat^rapicre war.» dclicbt und zu festcn Preisen beehrt. V>,'!'. dl» ?'nd!!stricpapil'!^, »oarcn Anfang dll- Aörse vor-Mgswnsc Vanlaltien höher bezahlt, nreichttn !^ n„d schlaf stn zur 3ioii^ ctwas uil'drigcr. NllN' Van! Ältic:, >'^<> bi>? .U:j. Kredit-A!ticn stiege» bic« !l5l», schlosftn zur Noliz niedriger. Deriseu und Valuten waren stars ofsVrirt und gegen gestern etwas billiger >>» Preise, Amst.rdam «^'/,, "- A»^zl',i>g 10! '/. Vrief. — ^ransfurt tNO'/. ^' Hamburg 7^ °/. Brief. —Vivonn» —^ - ^oüdon l«.5 — Mailand 1l»2 '/,. - Pans l20 Äries. St!iai!?sch»ldvnschtf!l'i!!,s,.,! zu 5"/.. «5^,-85»'/. de«o „ ^'/,"/.. 7'/. detto „ 4«/.. , 7. betto „ 2'/."(, ^2'/."^'/. betto „ l 7„ ,7-^7'/. detto .^, ll, .. ü<7. W -i»l National'?lnlehe!i ,. 5'/« 8«7.^8'>'/. i'ombard. Veuet. Anlehnn .. 5"/« «2—i»3 Giüudmllast.-Oblig. N. Oestn. zu 5,"/« «5-«5 7, detlo anderer Krunländer 5 "/<» 77 V. - 6 l Ologgni^cr Oblig. m. R. zu ü "/« !>2-tti 7, Ocdeül'urger bettu dctto „5"/« 9l-i>1 7. Pellher tetto dctto ., i"/„ !)2-!»5 7, Mailänder deitu dctto „ 4'7„ i>0°/. <" Lottcri^'-'liilchrn vom Jahre l»:»4 228 V. Ü20 detto detto itt^l» i:'.»;'/, 1^«»'^ dettu detto ll^i>^ IM» V.'-N» Ba»sl'-Ol'!ig>it!l'».» zu 2 7, '7.. lll» <»l Banl Aliien Pr. Stuck 108^-10W Eelo!NP<.'bans-''l«ie» !>!' 7. "!"> 7, ?«ftifn der österr. Kredit - Anstalt 34»—344 7, Mi.» der f. f. jniv, österr. Staal»'- liciftnl'ahn^s.llschast ,^i 2<»<» st. oder ÜM» Fr. ' W0-38N 7. 3°/« Prioritats-Obligationen der Etaa<6- tisenbahü-^lsellschast " 275 ^r. 1l2 Nordl'ahn - Wien 287 '/.-2«^ V!ldwei^Vil!z-(,i!,„„„h,i.>r 27» - 275 Preßburg-tyrn. (zis.,.b, 1. Omission 18-20 dettu 2. „ mi! Primit, 2.',—»U Da»!pschiss-'.'lllicn 654~<»? dctto res kloyd 4^5 ^.»0 Wieuer-DaiupsmilsilVlslie» 85 - W Pcsther .Uetteulniüleu - Mtien 72- 74 Lloyd Prior. Ol>>,,,. (i„ Silber) l»'/.. 8!1—!» Guide» (5ur. Guld. 10l 3/4 Vf. Uso. ssraussurt a. M. (für 120 st. südd. '^er- tiuS-Währ.im24 l/2st. <:!d.) 100 5/8 Vf. ^ Monat. Hcnnl'urg, für lo<> Marf Banco, Nulpen 74 5/l< Äf. 2 Monat. London, sur l Pfund Sterl,ug, Gulden 10-4 Bf. 3 Mrnat. Mail.'üd, sur 3l»0 Oestnr. i!i're, Gulden !02 l/4 2 M^iiat. Marseille, für 300 Fransen, Guldcu 11 l» l/4 Vf. 2 Monat, Pari.,', für >^>i> Fr.nile» . . Gulden <1!»3/4Bf. 2Moi,al. Bularest, für 1 Gulden . . . s»»»-» 2'0 3l T. Sicht, ttonstanlinopel, für 1 Gulden. . i>«r« 485 3< T. Sicht. K. K. vollw. MiinzDueaten .... 5 1/2 p!5ent. Agio. Z 53l. (l) Ein am St. Iakobsplatz zu Laibach liegendes Haus ist ge gen sehr annehmbare Heduig-nissc zu verkaufen. Die Ausklmft ertheilt das ZeittlllgsComptoir. Elfcubahtt- und Post-Fahrordttuuft. Echnellzttti «aiftach l Laibacl' Uhr Min. Ut,r «tin. von Launch nacl' Wi^n . . Früh — — /'s /<5 v^n Wil" nacl) ilaiblul' . Abend« 9 ZZ — — Persouenzuss r«» Laik'^ch nach Wi»>ü . Vorm, — — ,« — dto dto . Abends — — >u /s5> von Wien nach i?ail'ach . i)>«chü>. 2 .^9 — — dto dto . Früh 2 3ü — — Die Kassa wirb 10 Minuten voi dcr AbfU,rc neschlossen. Vrief- (kuurier vo>! ^aib,vch n.,ch Trieft . . Abend« — — ü 3ss >, Tricjt ,. ^»'il'nch . Früh 7 /<<> — — Persouelt-Euurier vo» ländlich n.ich Tlicst . . Abends — — IN — » Trillt » ^!aibach . ssrül) 2 ,^u - — I. Mallepvst von ^'ail'ach !,,!ch Tliest . Früh -. — /, « Triest « «aibach . Abends <> — — — ll. Ä)lallepost !,'0N l!>nl'ach „ach Triel^ . . Abende — — 1 >5 » Trieit ^ ^.ilbach . Fluh 8 3u — — Z. '199. (2) Haus, Handlung und Warenlager zu verkaufen. Das schr fcst g?l)a>itt, im bcstcn Zustande bifindliche Hauö Nr. 5. am Hauptplatzc, mil odcr ul)l»c dcr darin locfindlichen Spczerci-, Ma> lcrial^ und Gcschmcid ° Wülcnhandlung sammc Warenlagcr lind Zugchör ist gegen schr billige »nid commode Zahlllligöbcdingtiissc (dic Handlung sammt Warenlager und Utensilien auch belief gcnfaUs ohne einen Kreuzer glcich zu erlegen) zu uclkaufen. i!iel)haber auf ein oder anderes belie«-den sich ohne Veizug schriftlich oder mündlich an Unterfertigten zu wenden, weil die Uebergaue sogleich erfolgen kaxn. Auch ist daselbst der 2, und 3. Stock ganz, oder jeder Stock in zwei Quartiere abgetheilt auf Veorgi zu verzinsen. Auch >st e>ne Kuxe oe5 sckon jetzt berühmten Bleibergbaucö von Svi»u^null«<', aUwo monat-llch über Ü5,U Zentner reinstes Blel crzeugt werden und noch immer größere Ausdeute bevorsteht, zu verkaufen. I. P. Suppautschitsch, HandelsMlNin ^)ir. 5. Z. 533. (l) UcM^Zll einer der schönsten den von Laibach, ist eine Sommerwohnung zu vermiethen. Näheres hierüber ertheilt das Zeituugs-Comptoir. Z, 535. (I) U^- Vermiechungs-Anzeige Im Hause Nr. ll am Hauptplatze lst ein Gewöll), cm Kabmet, ein Magazin und Keller, dann im ersten Stocke eme Wohnung hofsetts, bestehend aus 3 Zimmern, emer Kammer, welche als Küche verwendet werden kann, und Holzlege, mit Georg: l. I. zu vergeben. Nähere Auskunft ertheilt die Hausmeisterin. Z. 532. (l) Wohnllngsauzeige. 3luf der Unterpolana Nr. 5tt sind mehrere Zunmer mlt oder ohne Model und einem Tdeil vom Garten ;u vermicthen. DaS Nähere daselbst. Z. 524. Bei Gduard Hallberger in Stuttgart csschicn soeben u„d ist in allen Buchhandlungen vor-rälhig: in Laibach bei <«l«^»,»^ lI.<',-<'«,^,.. Vl'l^l'lillitl'^.Al'^nlll'nl^. Desteneichische Soldatengeschichte von Julius vou Wickedc. l. Band. 8. Ele^. drosch. ,5 Go^en. Prcis l fi. ^l5 kr. Dieses s.'l,l ansprechende Welk wird aus 3 Uändcn ocsichm, von denen die beiden letzten, dem odigen Bande an Prcis und Slatte gleich, schon in lurzcstcr Zcil zur 3Zersendnng kommen. Dcr große Anklang, den die früheren Aibciten des belieblcn Verfassers überall fanden, dürfte sich, und gewiß mit Grund, auch auf diese lU'ue Crschei. mmg erstrecke», welche in seltener Frische und Oriqi-»alitat sich würdig den mit der k. k, goldenen Medaille beehcrten "Erzählungen eines l)sts>lcichiftl,en Veteranen" anschließen. Militärische Erzählungen und w,chre Veschichten Unterhaltuiig und Erhebung ntter ulld,jll,lli,'r 5Mawl n,ll) 6l'sdal('llsrellill)l'. r>on Julius <5'bersbcrss. Gr. ». Eleg. broschirt. -pilis l si. kr. Der Inhalt dieses Werkes, ein Cyklus der in. teressantesten Kriegs- und Hclden.-Scenen f.,st aller Stationen, dielet des Neuen und Spannenden so Vieles und in entsprechendem Gewände, daß es gewiß l'ald zu den beliebtesten Werken in dieser Nich-Ning gezahlt werden wird. Z. 1912. (4) Wemahe umsonst!^ ^? Mehme IWVildel a Gfr. ^ *D tNn n>it ineineni ältern ^ager von Stahl-A ^nnd Kupferstichen, Lithographien u. z. Hcili'^ W^cn- und Geitrcbildern, Landschaften (darunter^ ',» Ansichten von Krain und Steicrmark) Stu-/^ Wdicn :c., aufzuräumen und um derai ligen neuen M ^ErschcillUngei^ PI>itz zn machen, entschloß iäi/^ ^^mich, dieselben zu dem fabellest billigen PrcisR^ l^oon <> kr. pr. Slück abzulassen. Bei di^!er^ ^^nißerordentlichl-n Pleishcrabsclnmg kann lch »s^ 'jedoch die Bilder ohiic die delressendei, Gold. ü^ Mrahmcn (welche nwglicbst billig berechnet wer.-^ /^Ocn) nicht abqel'kn. M, H^T" Wer billig sein Zimmer mit hübschen U^ /H Biloern schmücken will, dcr benutze dieses ^ gliilstige Gelegenheit. ^ W Buchhändler in Laibach. M Z. ^2. (2) Die Niederlage d>'i' k, t. priv. Graf Carl K iusty scheu Spiegel-Fabrik iu Bür^stciu (bei den Arndcril M«».»4jst«llzl in Gra^, Herrengalse, dcr 'ttlühliinioeckc riegenüber), dn'cn Erzcngüissl nicht dllnn in O^Ncrrcich, ftiudcrn auch im ÄuSl^ndc durch ihn' bcftndcrc Rriühtit. Wcift^ und aüSgczcichm't''" Schliff rühmlichst l'l^init sind, »,id bcii^ih^ einzig dastehen, inacht dic gczienicndc Auzcigc, das; ihr Lagcr ganz nc» uild aiist"'^ Gütlich rcich an^cstaltst wurdl. (i>) b»findct sich daselbst cin schr ^r>,'ß>r Vorrath Ul'il Spic^clu sowohl ohne c>li< nnt Nahnie» d,r verschi.dsnsten Art »' "^ mncstcn Forincn, als: Wa»d , Steh - >i»d Ti'ilcttlspic^'l, uvrmit.r sich g,mz br ondn^ Spi.'^l i» vci^oldtten Rah»"» dlNN/ deren äniilrst schöne, ueue u>id geschmackvoll- V«!rgoldi!»^ au^zlichinu, z,l den möglichst l'illigstc» Preisüi. Änch werdcil in der NüderliM Alstlllüngen fiir l'bigc Fabrik angcnomnnn nnd schnellm^ilichst anögefi'ihrt. De» Herren Gla») - und Viöbelhändtcrü wrrdru stcto die Onginal-Fabrifspreisc berechnet.