PrSmimerattonS-Prcise: g it r Laibnch: ^»kizjiihrig ... 8 fl. 40 ft. HkLjithrig ... 4 „ 20 „ TtMrljiihrig . . 2 „ 10 „ Nsnstltch . . —- „ 70 „ Laidacher <$c6oclion{: ^^infcofgafife Nr. 132 M i t ber Post: T«uzj!ihrlg... 11 ft. — ft. HMjahrig . »k?rtrlj8hr;g 50 75 Mr Zustellung inS HauS Diets !ri>Lhrig 35 Jr., monatl. 9 kr. Uinzelne Nuwmern 8 kr. Rr. 220. Expedition- & In si-rate« Bureau: ikongrrtzplay Nr. 81 iBuch-senbiung boh Jgn. v. K!rin>-mayr & Fcd. Sambcrg.'; JusrrtionSvretlc: gill die einspliitig! K 4 kr., bci trocimatigrr Gin -fchnltung čl 7 lr., !:• - •'■g« L 10 lr. Sniertioiigflrmoei icbteaial 30 ft 8:i groEsten Snfrraitn unv Sttfrcr Kin^chsliung pntfpr-* chender Stab a t. Anonyme Mittheidwgen ttttbta nicht berucksstztigr; Manvstripre ei*t yzructiieieafcc!. Donnerstag, 25. September 1873, — Morgen: Cyprian. 6. Iahrgang. Neflezionen uber das osterreichische Eisenbahnweseu. Pon A. v. Slidenhorst. (Wien, bci Fr. Beck.) Unter biefem Titel veroffcntlicht bcr fleihige Verfasser, dem wir schon wicdcrholl nuf national« Skonomischem Gcbicte als wackern Borkampfer gcgci, Corruption, Monopolswirihschaft ltnb alien Schlen-btian begegnetcn, vier Stubicn ubcr das gegen-Mrtig hcrrschcnbe Eisenbahnsystem in Oestcrreich unb bie ihm aichaltenbcn Mangel unb Schaben. Da nun unsere Volksverlreler sich balb mil ber Lvsung finanzicBcr unb wirthschafilichcr Fragen, auch sofern' sie bas Eisenbahn- unb Vcrkchrsroefen be-trcffen, cingetienb wcrben befaffen mussen, so biiifte tine furze Skizze der von einem crprobtcn Fach-toann bcljaubelten Fragen auch in weitern Kreisen nicht unwillkoinmen sein. Die Erkcniitnis — fagt ber 93erfaffer — bah bei Enlwicklung unb Vcrvollstanbigung bes oster-reichischen Eiscnbahmietzes neue Grunbsatze unb Sysleme Platz gveifcn miiffcit, bah insbesonbere bie biSher ubliche Mohodc bcr ConccssionSvcrlcihungcn ben volkswirlhschaftlichen unb hanbclspolilifchen For-berungen nicht cnlspricht, war schon vor bem Ans» bruche ber lctzten finanzicllcn Kreist'ziemlich nllge. mein geworben; roieberholl crtontc aus faclmuinnifch unb objecliv urttjeilenben Sireifen ber Ruf nach riner burchgreifenben Reform bes Eiscnbahuwesens; teiber aber geschah nichls, um bicsclbe auch pratlisch in Angriff zu iiclnnen unb burchznfuhren. — Rt-gierungen ber vcrschicbcnartigsten Farbuug loSten sich ab, balb biefe, balb jene Autoritat naljm Besitz vom Hanbelsministerium, jeber neue Hanbclsministcr rourbe mit frohen Hoffnungen begrnht ttnb schlich-lich — blieb alles beim alien; bie breitgctrcicnen Pfabe bes alien Schlcndrian« roarcn so bequcm, batz man es nicht bcr Miihe merit) bielt, sich mit ber Sluffinbung einer bessern Richtnng unb ncuer Wege zu plagtn, itnb so rourbt benit mit jener spccifisch-osterreichischcn Gemuthlichkeit nach ber alien Schablone fortgearbeitet, bis man enblidi ba antani, wo es nicht mehr reciter geht. Von ben wahrenb bcr Iktztverflosscnen Reichs-rathsperiobt feftgeftclltcn Eisenbahnlinicn komite bis zur Stunbe nicht eine cinzige finanziell sichcrgeftcllt werben, die ertheilten Concessionen bleiben unbcnutzl, unb schon beginnen auch bie Slrbcitstinflellungen bei solcheu Bahnen, welche birher als finanziell gcsichert betrachtet wurben, welche ihre Actien unb Priority en liiugst hinausgegeben haben unb beren Ban zu einer Zeit begonncn tmirbe, wo bie Banrne bes Concessionssystems nod) in vvller Blitthe ftanben. Mr sinb somit am Enbe bcr breitgetrefenen Pfabe augelangt, unb bie Umkehr ist unvcrmeiblich gewor-ben, wenn iiberhaupt ein rationell gegliebcrtes unb ben allgemeinen Jnteressen entsprechenbes vstcr-reichisches Eisenbahnnctz zustanbe gebracht werben soll. Zahlrcich sinb bie Lucken in unsercmSchienen-netze; uicle ber wichtigsten Anschlutz- unb Berbin-biingSbahnen harren ihrcr AuSfiihrung unb mussen so schncll als mSglich hergestellt werben, wenn nicht bie l)croorragenbftcn trirthfchaftlichrn Jnteressen ge-schiibigt, wenn nicht ein grower Thcil bcr bcreits gebauten Sinien unfruchtbar unb cine fortwahrenbe Last fur ben Staatsschatz bleiben soil. Es burfte bemnach bie hochste Zeit sein, ernftlich an bie Fest- stellung einer neucn ©runblage zu benfen, anf welch cr bie weitere Entwicflung bes o|terreichischen Eiseubahnnetzes mijglich sein wirb. Diese wirb aber um fo leichter gesunben werben fonnen. wenn man ben moralischen Muth gcwinnt, bie bistjer began genen grohen Fehler zu ertennen, offen einzu-gestehen unb zu vcrbesscrn. __________________ ke>t bes lctzten Augenblickes ficher erbllihe. Dann roirb es tyihen: was branchen wir benn zu facben, es ist ja ber Stremayr ba! Unb bann fonnte burch bie felbst-oerschulbete Rathlosigkeit geschehcn, bah er als Ver-treter aus ber Urne hcrvorgeht. Die Wiihler mogen bebenfen, was bas hcihe. Ein ftreibrief roerbe aus-gcsteUt ber Unocrlahlichfeit, bem Wankclmuthe; ber Mann, ber immerfort M'ttel unb Wege suche, sich mit ber Partei ber Jesuiten aufs freunblichffe zu stellen, unb babci ben werthvollsten Jnhalt ber Staats-grunbgesctze, Lehrcr unb Schule, prciegebe; ein Mann, ber bei seiner wechscloollen Thatigkeit nie. manbes Vcrtraucn besitzl, wic tonne bieser jcmals ber Dcrtrctcr anfgctlarter Burger sein? Der Weck- Jemlleton. Die Ibftammuitg des Menschen. (Schlutz.) Rcbncr bcleuchtet nun ben Einwurs bcr Gcg-ner, bcr Mcnsch bcsitzc Eigcnlbiimlichfeitcn in leib-licher unb geistigcr Hinsicht, bie ihn iiberhaupt fcharf vom Thierreiche fcheiben. Die Philosophic bcr Ge-schichte, fiihrt tr aus, setzt bas Wesen bes Menschen in bie Vcranberlichkeit, b. h. in bie Moglichfeit bes Fortschreitens. Ein solcher Fortschrilt sei aber nicht bentbar ohne parallel laufenbe Umbilbung bes tor-perlichen Substrates.' Dies Habe seine ©iltigfcit, felbft wenn man annchmen wvlltt, bcr Geist bilbe sich felbft fein Gehirn. Nun laht ^ zunachst bie leiblidjc Uebcrcinftinv-tnung bes Menschen mit bem Thicre fur die De-fccnbeuzthcoric nichls zu wiinschen ubrig. In biefer Hinsicht tritt bcr Affe als Verglcichnngsobjcct in ben Vorbergrunb. Huxley hat ben Nachweis gefiihrt, bah bie fogenannten anthropomorphen Affen von ben ^itderen Afftn mc^r abftehen, als com Menschen. Dit Bezeichnung ber Affen als Bierhander ist falsch, ba auch bei ihnen ber Ge^ ensatz zwischen Hanb unb Fuh heruoriritt. Redner fommt sobann aus ben erst tiirzlich von v. Bar ethobenen Einwurf zu fprechcn, bah man sich nicht vorstcllen tonne, roie ber zum Klettern gtfchickie Affenfuh im Kampfe unis Dafcin zum Menfchtnfuh sich Habe ausbilben fonnen, unb finbet auch biefen Einwurs nicht stichhaltig. Eine anbere Einwenbung hat tiirzlich Luca gemacht. Dieser burch seine Schabelnntersnchuugen befannte fraiitsurter Anatom will in ber verschitbtnen Selluug ber Schabelaxe einen hochst wichtigen Unterfchieb zwischen Menfch unb Affen finben. Aber bas ist ja — meint ber Rebner —, was bie Defcenbenz-theorie bthauplet: bah bcibe Arten ncmlich von ahn-lichem Urfprunge unb wcit auscinanbergehen, bit jugenblichen Inbivibuen sich gleichen, die Wachfendtn sich trennen, inbem ber Affe immer thierifcher, ber Menfch immer volltommencf wirb. Ein besonberer Orbnungscharafter tonne ficheriich daraus nicht her* geleitct werben. Freilick, ouch bcr Gcbanfe burfte nicht auf-fommen, bah ber Menfch aus ben jctzigen Affen abzuleiten sei. Der Gorilla tonne tbtnsowcnig Menfch werben, roie etroa cine Ratte ein Eichhorn. Eine Mittelgattung , bie ausgestorbcn, eine menschen« ahnliche Affen- oder tint affenahnliche Menschenart ist anzunehmen. Rebner fommt aus bas VerhaltniS des Affengchims zum menschlichen zu sprcchen. DaS Gewicht bes Gehirns eines normal functionierenbert BuschmannweibcS wiegt 872 Gramm, bas EuvierS z. B. war 1872, also 1000 Gramm hoher, bas eine« Gorilla 567 Gramm, bas VerhaltniS ist also mv gefahr 1:2:3. Dtr Mtnsch unterscheibet sich trotz biefer beftehenben Kluft non ben hbhcren Affen nicht so fehr, wit tin Pftrb von ben iibrigen Pflanzen-freffern. Unb doch laht sich basselbe cue ben nie beren Arten bebncieren, ba sich von scinen Borfah-rern ausgczcichncte Ueberrefte gefunbcn haben. Aber bie Gegncr ber Defeenbenztheorie geben oft bit Leiblichfeit preis, um sich an bie anbtrt Seite bes Dualismus zu batten. Aber auch dieses ist beii Nalurwisfcnschafttn zuganglich. Die Vernunft, fagt man, besitzl bas Thier nicht. Gcwih; aber auch nicht bie INenschen bcr niebrigften ©tuft. Ist zwischen cinem Kinbe auf ber unterften Stufe unb tuf schlictzt mit eincm feurigen Appcll an die Wahlcr, sofort zur That zu schreitcn, ein Bczirkscomit6 zu bilden und aus ihrer Mittc eincn treucn, wahr-haften Mann aufzustellen und nicht eincn Mann durch die Kraft ihrer Stimmen zu ermuthigen zur weileren Auslieferung der Schule an ihre Feinde. Die Unbefangenheit der Officioseu, welche die Transactionen StremayrS init den i n n s b r u ck e r J e s u i t e n nicht nur zu bemaiiteln, sondern sogar als cine liberate Heldenthat zu feiern versuchten, finbet im ..Vaterland" die gebuhrende Abfertigung. Der innsbruckcr Correspondent dieses BlatteS froh-lockt dariiber, datz der Bestand der dortigen theo-logischen Faculiat nun „trotz a tier freisinnigen Ma-chinationen gesichert zu fein scheine". Doch Stre-mayr bleibt ein liberalec Unterrichtsminister und kin Reichsrathscandidat. Wer auf das hussitische Geflunker der J u n g-cz e ch en roie unserer Jungslovenen auch nur eincn Deut gegeben, sieht sich heute griindlich ent-auscht. Trotz der Versicherung der »Narodni Listy", datz iud ganze Volk hinter ihnen stehe, wachst die Zahl der Anmeldungen zur Theilnahme an der bevor-stehenden St. W en zels - Pr oc e s si o n in solchem Matze, datz die Klericalen aller VorauSsicht nach in der czechischm Landcshauptstudt eincn nie geahnien Triumph erleben werdcn. Sclbst Vertretungen von Stiidten, die sich etwas auf ihre Jntelligenz zugute thun und stets im jungczechischen Sinne wahlten, lassen es sich nicht nchmcn, den Herren Schwarzcn bci der bevorstchcndcn Procession die Schleppe nach-zutragen, und senden besondere Deputationcn nach Prag. Auch der Stadlraih der Landeshauptstadt hat sich im lctzten Augenblicke eines Bessern besonnen und wird unter Fiihrung des protestantischen „Ba-terS der Nation", Patacflj, den Processionsschwindel mitmachen; gilt eS voch, sich der Hilfe des Klerus bci den bcvorstchcnden Wahlen zu versichern. Den Iungczechen bleiben nur der Arbeiterverein „Oul" mid allenfalls noch ein oder der andere kleine Serein, f te sich von der ultramontanen Demonstration fern-talten roerden. Das „Magyar Mam", daS Organ des grauer ErchischofeS, Hal durch seinen frommen, iibrigenS fdmell widerrufenen Wunsch, Kaiser Wilhelm in Rom durch Orsinibomben oder eincn Blitz von obctt vernichtet zu sehen, einc keineswegs beneibens-werthe europaische Berilhmtheit erlangt. Kein Blatt in irgend welcher Sprache, welches nicht jenen cnt-schlupflen Herzensgedanken veprobucierte. Die italie-nischen Blatter widmcn der Sache aussiihrliche Leit-artikel. Es liegt immer etwaS kostliches in dem Umstande, datz die Ultramontanen, indcm sie auf dem Wege zum Triumphe sich nicht bandigen konnen, schlietzlich mit einer Indiscretion so viel verderben, eincm jungen Thiere wirklich ein so grotzer Unter« schicd? Die ©tuft, bis zu welcher es in seiner Entwicklung steigen kann, ist durchaus von den vor-ausgegangenen Generationen abhangig. Die Bildungs-fahigkeit ist crblich geworden, und die Menschheit ist auch darin bent einzelnen Individuum zu vcr-gleichen, datz sic erst ttach und nach die geistigen Schatzc crrungen und das gewoimcn hat, was man unter bun Namen Bernunft zusammeu begreift. So verhaltcn sich die nieberen Menschen zu den horeren, wie niedere Thiere zu den hoheren Arten. Phrasen aber, wie Gottahnlichkeit, Menschenwiirde u. s. w., werbcn uus sicher nicht trrefuhrcn. Redner beleuchtele noch kurz einzclnc Einwurse gegen die Dcsccubenztheoric, die man geltend gemacht hat. Dcr Mensch, sagt man, set allein entwicklungs-und insbesondere wortsfahig. Aber wer sagt uns, wie der Anfaug des Fortschrittes, d. h. insbesondere der Ursprung bcv Sprache war? Hohere Thier-artcn habcn sich aus Diet ttiebrigetcn entwickelt, und Descendenz bcbcutct nicht nur Iciblichen, sondern auch geistigen Fortschritt. Der Mensch, sagt man writer, hat allein citttn frrien Willen, und insosern er nach sittlichcn Principien handett und Jbealen nachstrebt, was sie mit grotzer Pfiffigkeit zusammcngeiragcn haben. »Magyar Allam" hat sich gerabe urn Jla-lien ein nnzwcifclhaftcs Verbienst erworbcn, uitb misgonncn wir ihm bcshald bie neucn Abonnenten im Vatican nicht, welche in eincr Zcit, ba bte hei-tiflc Jungfrau in „fanren Pflaumcnbaumcn" cr-scheint, durch ein Mirakcl sich sogar mit den ma-gyarischen Susfixcn aus sreundlichen Futz werdcn I'tctlen fonncn. Das ungarischc Amtsblatt veroffcntlicht die Ernennung Mazur a nit's zum Banus von Kroalien. Damit ist dem bereits zwei Jahrc wah-rendcn Provisorium in der obcrften Landcsrcgicrnng des dreieinigcn Konigrciches ein Ende gemacht. Dem nenen Banns, dcsscn Ernennung von allen Seiten, die handvoll ExaltadoS ausgenommen, sympachisch ausgenommcn wird, soll bci seinem Einzuge in Agram ein scierticher Empfang bercitet wer den. Die noch im Zugc befindlichen Vcrhanblnngcn gcl-tcn den ubrigen Personalfragen, der Ernennung des kroatischen Minister«, da Graf Pejačeoic seine Demission angeboten hat, und dcr Sectionschess. Auslttttd. Der Kiinig von J t a t i e n ist in Berlin cbenfo herzlich als in Wien und mit noch lebhasterm EnthusiaSmus empsangen worden, als es hier der Fall war. Jmposant und fiir den Konig iiberaus erfreulich mag die spontane Demonstration gcwesen fein, welche bcin hohen Gaste noch am Abend seiner Anknnft im Opcrnhause bercitet wurde. Die Ankunst Victor Emanuels im Hause wurde uemlich, obzwar derselbe bloS incognito in eine Sei-tenloge geireten war, damit begriitzt, datz das ge-sammtc Publicum sich crhob und cifrig applaudicrte, was in Berlin hochst seiten vorkommen soll. Ein frauzosischer Correspondent der „Times" bringt solgende Enthullung: Wenn der Graf von Chambord starrkopfig bleibt, so soll das mon-archischc Princip formlich proclamicrt und Marschall 3)iac Mahon, auf dcffcn Ergcbcnhcit die Ordnnngs-parlci sich, wie sic glaubt, verlafsen kann, zum „Generallieutcnant des Konigreiches in der Ab-wesenhcit dcS KSnigs und so lange dicse Abwcscn-heit daucrt", ernonnt werdcn. Es wiirdc somit nach dem Beispiele einer „Rcpublik ohnc Republi-tancr" eine »Monarchic ohnc einen Konig" geben. „Da in Frankrcich allcs moglich ist" — fiigt der Correspondent hiuzn — „nnd da es die nnwahr-scheinlichsteu Dinge find, die hier gcschehen, ist dieses Project nicht unmoglicher als die anderen, iinb wenn ich bicsclbcn ernstlich erwahne, geschieht es, weil tuir gestent einer der einflutzreichsten Manner des TageS fagtc: ,Eutwcder die Riickkchr kes Grafen von Ehambord oder die Verlangerung dcr Voll-machten des Marschalls unter eincr Form odcr der anderen." Die „Opinionc" berichtet: Die zur L iqui - mutz man dies geltcn lassen. Aber auch diese Frci-hcit ist das Rcsultat natiirlicher Entwicklung. Das Gewissen ist nur ein Erzichungsrcsultat, das bc-kanntlich auch in civilisicrten Staaten viclcn Jndi-vidnen abgeht. Die Bchanptung von dcr Allgemein-hcit des Gottcsbcwutztscins fcrner, aus der man einen besonberen Beweis fur bas Daseiu Gottes hergeleitet hat, ist nichts als eine Phrase. Diescr GotteSbegriff ist bcin Menschen ebensowemg angc-boren, als die Unterfchcidung zwischcn Gutcm und Bosem durch das Gewissen. Ein schlagender Ge-genbeweis ist die Aufzahluug vollkommen religions-loser Volker, die uns Akoriz Wqgner gegeben hat. Rebner beriihrt htcbet noch einc Thatsache, uemlich, batz viele Millionen aus den gebilbeistcn Volkern und Stiinden den personlichen Gott in Ihrcrn Bcwutztscin nicht sinden, die Millionen, beren Sprecher vvr kur-zem David Stranh gcwcscn ist. Aber bie Sprache, die Sprache! Hier habcn sich der Desceiidcnzthcorie einc zcillang die griitztcn Schwicrigkciten entgegengestellt. So sieht eincr dcr beriihmtcstcn Sprachforschcr dcr Gegcnwart, Max Muller, in bent Borhandcnscin dcr Sprachwurzcln I eine absolute Trcnnung zwischcn Mensch und Thier, dation der Kirchenguter eingesetzte Commission hat im Einvcrstandnis mit dem Minister des osfenllichen Unterrichts und dem Gemcindcvor-stande der Stadt Rom eine Untercommission zur Ucberwachnng dcr Bibliotheken und wisscnschaftlichcn Sammlnngcn, Knnstschatze und Antiquitatcn der nntcrdriickten Kliistcr ernannt. Der Eiscr der Commission und die nmsichtigc Wahl der Untercoinmifsare berechtigcn zu der Hoffnung, datz auch dicse delicate Partie des die retigiosen (Eorporationen betrcffenben Gcsctzcs energifch burchgefiihrt wirb unb kcines bet fostbarcn Docnmcntc unb Knnstschatze, welche sich in ben Klostcrn vorgesunben haben, verschwinben wirb. Das „Popolo Romano" berichtet: Det Hatz bet Orbens- unb Wcltgcistlichcn gegen die Jesuit c n ist in der lctzten Zcit bebeutenb gestiegen, weil bic Jesuitcn ihre Giiter gcrettct haben, wah-rend bie atibern Orbeit auf Anstisten dcr Jesuitcn allcs oerlieren. Die schlauen Jesuitcn hatten sich uemlich in Voranssicht der Dinge, die nach dem Einzug der italicnischcn Rcgicrung in Rom kommcn mutztcn, beim Papste die Erlaubnis erwirkt, ihre Grundstncke sowohl in der Stadt wie in der Pro-vinz Rom in papstlich- oder ausl-indische Rente zu verwandeln. Die andern Ordcn, welche nicht weni-ger vorsichtig warcn, vcrlangtcn vom Papste, das-selbe thun zu durscn. Dicser legte ihr Gesuch dem Ponitentiarrath vor, welcher ansangs den Bittstelletn willsahren wolltc, hernach sich aber durch die Jcsui-ten, die im Collegium satzen, bestimmcn lictz, sie abzuweisen. Nun betlagen sic sich noturlich bitter-lich, datz die Jesuitcn, nachdein sic ihr Schafchen ins Trockene gebracht hatten, den Rest dcr Hetde crfaufett lictzcn. Eine Confcrenz zwischcn C a st c I a r, Serrano unb Topcte am 23. d. war vom besten Ersolge be-glcitct unb latzt einc rasche Einiguug aller liberalen Parteien hoffen. Englische Blatter veroffentlichen ein Telegrami«' welches als nachftcn Act der inabi'ider Rcgicrung die Proctainierung des B el a g e r u n g s z u st an -des fiir ganz Spanien in Aussicht stellt. Die alfonsistischen Journale ertlarcn mit billigem Hohnc. datz die Foberativ-Repnblik sich zum Despotismo temporal entwickelt Habe. Rutzland streckt sich in Mittclasicn wieder ein wenig. Ein soeben mit K a s ch g a r abgcschlosscnct HandelSvertrag ertheilt rusiischen Unterthanen die Freizugigkcit durch das gauze Emir at, ebcn so daS Recht der Nicderlassung^und des HandelsbctricbeS, wo es ihnen beliebt. Sie biirfen ohnc Hindcrung Niedei'lagen unb Karawanscrcicn crrichtcn. Fur allc Warcu, welche Rutzland nach Kaschgar importiert odcr aus dcmselben cxportiert, ist cine Zollabgabe von 27* Prozent vom Werthe festgesetzl. Wie stark ein unubcrsteigliches HindermS ihrer cinhcitlich^ Hcrlcitung. 2lbcr die Sprachforschung zeigt iibcrall Analogien mit der Entstchnng der physischen Orga-llismen; sollten wir da gerabe haltmachen? Wenn Muller die Sprachwurzcln uncrttarbare phonctische Grundtypeii nennt, so bezcichncn wir mit dem genialen Lazarus Geiger dicse Annahme als cine 3U' flucht zum Unbegrciflichen. DaS Unbcgriffene aber ist nicht das Uubegmflidjc- Schon im Jahrc fagtc dcr befannte Sprachforschcr Steinthal: „J''dem Sprache wird, entfteht Gcist," unb Geiger fagl: „Dic Sprache Hal die Vernunft gefchasfen, vor the war dcr Mensch vernunftlos." So habeii die Re-fultate bet Sprachforschung zum Darwinismus gc-fiihrt, ivahrend es gtundfalfch ist, zu behauptcn, diese moderne Sprachforschung, die allctdings utit natur-wiffcnfchaftlicher Deduction vcrsuhr, sci vom Dar-winiSmns anSgegangcn. Der machtigstc Einwnrf gegen die Defcedenzthcoric ist foitlit bcfcitigt. Redner fchlictzt fobann, itachbcnt er noch kurz die Frage ber einhcitlichen ober viclhcitlichcn Ab-ftanunung bcs Menschen bcriihrte unb im letzteten Sinnc cntschicb, unter grotzem Beisalle der Ber-sammlung. dieses Verhaltnis bereits in cine Vasallenschaft hin-uberspielt, ergibt sich aus einem Dertragsartikel, durch welchen die Russen das Recht erhallen, in allen Stadtrn des Landes Agenten zu bestellen, um uber die genaue Befotgung der Stipulationen zu wachen. Der Umstanb, bah gerade jetzt in den V e r -einigtenStaaten cine schwere Finanzkrise aus-gebrochen, enthait fur uns cine Lehre, die wohl nicht volkswirthschaftlich, dafur aber politisch gut zu ver-werthen ist. Da koinmt der grohe Ockonom Schaffle daher und beweist in einem Artikel-cyklns, zu dessen Publication ihm das„Baterland" bereitwillig die Spallen offnet, dah die Geschafts-krisc bei uns tin Kind des Centralismus sei, und dah nur die dezembristische Staatsverfassung an allem Unheile die Schuld trage. Wir glauben nicht, dah sich irgend ein naives Gemiith durch Schaffles Sophismen fangen lieh, geschah es bod), dann folgt der Verirrung die Bekehrung rasch auf dem Fuhe, denn der Staat, der unmittrlbar nach Oesterreich die Erschutterungen einer wirthschaftlichen Krise durchzumachen Hat, ist der F o d e r a t i v st a a t Nord-amerika. Zur Tagesgeschichte. Der ncue Banus von Kroatien Ivan Mazuranrc ist am 11. August 1814 in der KUstenstadt Novi geboren. Seine GyLinasial-studien machle er m Fiume und frequentiertc die juridische Akademie in Azram. Schon in bet Sludienzeit zog MaZutanic durch einige schLne kroatische ©ebtchte die Aufmerksamkeit auf sich; alS er dann gegen das Ende der vierziger Jahre die zwei sehlenden Gesdnge bes zweihundertjiihrigen Heldengedichles deS siidslavischen EpikerS Gundulit mil groh-m Geschick ergiinzte, ward tr alS nationaler Dichler geseiert. Autzer nicht s-hr zahlreichen tleineten lyrischen und patriotischen Ge-dichten ist seine bedmtendste Leistung das schone Epos Uber den Tod d-s Lengit-Aga, das feincn Ruhm alS kroatischer Dichter flit immer begriinbete. Als Abvo-cat lieh er sich in Karlstabt nieber, von wo er im Jahre 1850 alS Ober-StaatSanwalt nach Agram berufen wnrbe. Als solcher suugierte er bis zum Dezember 1860, in welcher Zeit MaZuranic Pra-fibcnt bes iroalischen HosbikasteriumS routbe. Im November 1861 ward er kroatischer Hoskanzler und betleibcte diesen Posten bis zum 1. November 1865. Seit jener Zeit in Ruhestanb versetzt, nahm Mozara-nic am politischen Leben nur alS Mitglied beS kroati-schen LandtageS theil. Als j-boch bet jetzige Landtag zusammentrat, wurbe Mazuranic infolge eineS ParteicompromisieS at« Mitgliev ber Nationalpartei zum Prasibentcn, bie zwei Bizeprcisibenten abet aus den Reihen bet Unioniste« gewahlt. In die znr Revision beg Gesetzartikels I vom Jahre 1868 (XXX) entfenbete kroatische Regnicolardeputation gewahlt, wurde er Prdsibent berselben unb hot als solcher keinen ge-ringen Anlheil barati, bah bie Lerhanblungen im Schohe bet Regnicolarbeputation verhdltuismdhig schnell und allseitig bestiedigend zu Enbe gesiihrt wurben. — Pensionisten in Graz. In Graz bomicitieren berzeit 6 pens. k. k. Feldzengmeister, 28 Feldmarschallientenants, 32 Geuetalmajore unb 72 Obetste. Auherbem zahlt Graz noch 54 pensionierte vberstlieutenants, 132 Majore, bomt 204 Hauptleute unb Ritlmcister. — Einhundertundsiebzig Milli-ottenPeter spf ennig, Der Peterspfennig.welcheu PiuS IX. in fiinfundzwanzig Jahten empfangen, be-ttiigt 170 Millionen Franten. — Kun stnotiz. Die betliner ..MontagS-Zeitung" schreibt: Gelegentlich bes am 9. November stattfindenden Klinstlerjubildums Franz Liszts soll bem-fetben, wte man htirt, ein prachlvollcS Pianoforte mit bet Jnschrift iiberteicht rotrben: Als Kiinstler iiberwandest leicht Du Polyhymmens ABC; Doch was bu als Papist erreicht, Ist nicht viet roerttj: ’§ blieb betm ?I666. Local- unb Provinzial-Angelegenheiten. — (Die Wcihlerlisten fiir ben Groh-grunbb e sitz.) Der Lanbesprasident von Kcoin ist bet nach § 25 bet ReichsrothSwohlotbnung ihm ob-liegenben Pflicht bet Anfertigung unb Berbffentlichung ber Wohletlisten bes GcohgtunbbesitzeS bereits nach-getommen. Die „N. ft. Pt." prtift nun in ihtet geftrigen Nummet bie Wahletlisteu KtainS unb bie noch breiet anbern Ktonliinbet unb kommt zu dem Et-gebnisse, dah darin eine stattliche Reihe von Petsonen sizutiett, benen bus Wahltecht in ber Wdhletklasse bes GtohgtuubbesitzeS nach bem Reichswahlgesetze abgespto-chen roerbett muh. Die ReichStathS-Wahlotbnuitg vet-weist bekanntltch im atlgemeinen in betreff ber Bebin-gungen, von benen bas Wahltecht in einer bestimmten Wahletklasse abhdngig ist, auf „jene gesetzlichen Be-stimmungen, roelche fiir bas Wahltecht zum Lanb-ta ge bes betreff enben LanbeS betmal bcstehen". In betreff bes GtohgtuubbesitzeS bestimmt insbefonbere § 13 : „DoS Wahltecht bet in ber Wahletklasse bes gtohen GrunbbesitzeS (ber HLchstbesteuerten) wohlbetech-tigten Corporations unb Gesellschaften, Vann von Stistungen unb jurtstischen Petsonen iiberhaupt, inso-roeit bensetben in ben LanbtagSwahlotbnungen einzelner Ldnbet boS Wahltecht in biefer Wahletklasse auSbrlick-lich zugestanden ist, roirb butch biejenige Person, roelche sie nach ben beslehenben gesetzlichen obet gesellschastlicheu Bestimmungen zu vertreten berufen ist, obet rooferne bie SBertretung einer einzelnen Person nicht zukommt, butch jene Person auSgeiibt, roelche hiezu von ben be* rufenen Bertretern auS ihter Milte besteUt roirb." Die Lanbtagsroahlorbnungen ihrerseits erlennen bas Wahl-recht im Grohgtunbbesitze nur zu: entroeber physischeu Petsonen, roelche Bes itzet lanvtaflicher @tiler sinb unb von bensetben bas in jebetn Lanbe befonbers fiyiertc Realsteuer-Miuimum entrichten, obet ..Corpora-tionen unb Gesellschasten", roelche solche ©liter besi tze n — ben letztern natiirlich mil bem Vorbehalte, bah bas Wahltecht butch bie gesetzlich betufenen Ber-treter ausgeUbt roetbe. Von „©tistungen unb jutisti-schen Petsonen iiberhaupt", benen noch § 13 ber ReichSroohlotbnung nut bann bas Wahltecht gebiihrt, roenn es in ben LanbtagSroahlorbnungen auSbrUcftich ihnen zugestouben routbe, ist in oen LanbtagSroahlorbnungen nirgenbs bie Rebe, mtt Ausnohme ber im vortgen Jahte revibierten Wahlotbnung fiir Mcihten, bie auSbrttdflich solchcn land- ober (ehenttiflichen Giitetn bas Wohlrecht zuerkennt, „in beren Besitze sich eine Cotpotolion, Gesellschaft, Austalt, Stiftunz ober sonst eine jurislijd'e Person befinbet". Diese gesetzlichen Bestimmungen nun lassen es, nach bet „N. ft. Pr.", als ganz etstaunlich etscheinen, roenn z. B. in ber Wiihletliste fiir ben fteirischen Gtohgtunbbesitz die BischLse Stepischnegg, Zroerget, Wiery unb Wibrncr als Wiihlet aufgefiihtt roerbcn. Der letztere, als Fiirst-bifchos von Laibach, erschemt UberbieS auch in bet Wohleniste des Grohzrunbbesitzes von Krain. Die ©titer Altenbutg, Rubenegg, Obetburg, Gbttschoch, roelche neben bent Namen bes laibachet FittstbischosS aufgefiihtt roerben, sinb nicht Eigenthum biefeS Bi-schoses, fonbetn beS von ihm verroalteten BisthumS. Auch bie anbern Bischose sinb keineSroegS die Besitzer biefer ©liter unb at« fotche auch nicht in ben Lanb. tafeln eingetragen. Fiir bas Kitchenvermozen alS juri-flifche Perfvtt ist in feiner Lanbtagsroahlotbnung —^ mit Ausnohme bet mohrischen — jene „au«brU(fLiche“ AuSnahme gemacht, roelche § 13 bet ReichSrathSwahl-orbnung forbert. Wie burften bemnach diese geistlichen WiirdentrLger in bie Wiihletliste bes gtohen Gtund-besitzeS aufgenommen werd-n? In der gleichen Page wie die Viet BischLfe befinbet sich abet noch eine respectable Anzahl von geistlichen SZBlirbentragern, roelche von ben LanbeSstellen in Steiermark unb Stain ohne-roeitcts in die Wahletliste bes Grohzrunbbesitzes auf-genommen routbe, wie es fchetnt aus bent einjigen Grunbe, weil sie auch bei ben letzten Lanbtagswahlen bort sizurierten. So bie Pfatter von Zitklach unb St. Ruprecht, die Propsteien BeldeS, Rubolfswetth unb Laibach. Wenn man sich erinnert, bah feinerjeit die wiberrechtliche Zuetkennung be« WahlrechteS an die brei ofmiitzer Domherren beinahe tiber die Majo-ritfit beS SlbgeotbnetenhaufeS nnd liber die Serfoffung entfchieben HStte, tann eine so reithliche Dotierung ber ftreitbaren Kttche mit einem Wahlrechte, von bem bos Ge-setz nichiS weih, nicht gleichgiltig hingenommen roerben. A lie biese Petsonen sinb roebcr Besitzer ber in ihrem Gennsie fiehenben Gliter, noch reprdfentieren sie Gesellschaften ober Cotpotalionen. Doh aber nut biefen Kategorien von Gtohgrunbbefttzern bas Wahl, recht znzestanben wurbe, geht beutlich ous ber Moii» vierung hervvr, roelche bet BetfaffungsauSschuh in seinew Berichte bem gegen bie RegierungSvvtlage bebeutenb gednbetten § 13 ber Reichsroahlotbnung, beigab. „Noch allen LanbtagSroahlorbnungen, heiht es bort, steht Ge-sellschaften unb Sorporationen boS Wahltecht in ber Wahletklasse bes grohen GrunbbesitzeS zu. Dagegen ist bieS bezliglich ber j utist if chen Per-onen Iiberhaupt keineSwegs ber Fall. Daher roirb eine solche Textietung bes § 13 vvtgeschlagen, roelche vvllstanbig klatstellt, bah ©tiftungett unb juristische Petsonen Iiberhaupt ein Wahltecht in ber Wdhlerklasse bes gtohen GrunbbesitzeS nur bann ausliben fonnen, roenn ihnen solcheS in ben LanbtagS* Wohlorbnungen auSbrlitflich zugestonbenist." Die Sache ist ernfihaft genug, bah bie verfafsungStreuen Grohgrunbbesitzer allet Ldnber ihre Aufmerksamkeit auf biefelbe lenten. In Steiermark unb Krain steht bie ReclamationSfrist noch often; eS ist also Zeit unb Gelegenheit, boS Recht bet BerfoffungSpartei roohr-zunehmen. Sollten bie LanbeSstellen bie Richtigstellung ber Wahlerlisten untedaffen unb eS bequemet finben, ben ererbten buteauktatischen Schimmel roeiter zu ret« ten, bann ist es Pflicht ber vetsossungStteuen Gtoh» grunbbefttzer, ihre Rechle mil Enetgie vor gesetzwibri« get BertUmmerung zu roohren. — (LaibachetWdhletliste.) Eine Kunb» mochung bes StabtmagistroteS bringt zur attgemeinen KennlniS, bah bie Wahletliste fiir bie am 23. Oktober l. I. vorznnehmenbe Wahl eineS ReichSrathSab* georbneten bet Houpstobl Laibach vom 23. b. M. bi» einfchliehig 3. Oktober 1873 in bem magistratlichea Expebite zur tissentlichen Einsicht aufliegen roirb. Gegen biese Liste kvnnen von . ben Wahlberechtigten Re-clamationen roegen Ausnahme von Nichtroahtberechtigten ober Weglassnng von Wahlberechtigten langstenS bis zum obigen Falltermine erhoben roerben, weil fpttter vorgebrachte Reclamationen unberlicfsichtigt blciben roerben. Die LegitimationSkarten roerben rechtzeitig ben Wahlberechtigten zukommcn; sollten die Legitimations-tarten, auS roelchent Grunbe immer ben Wahlberechtigten nicht zukommen, so sinb biese von ihnen langstenS 24 Stunben vor bent Wahltage, b. i. bis 22. Oktober l. I., hieramts perfdnlich zu erheben. — (Die Sanitdtspolizei i n L a iba ch.) Wir haben schon wieberholt auf ben Schlendrian auf* mertfam gemacht, mit roelchent bie Sanitdtspvlizei in Laibach gehanbhabt roirb, unb dies zu einer Zeit, wo die Sterblichkeit eine enorme, Diarrhiien, Ruhr unb Cholera ringSum herrfchenb find. Die Mistgtube im Haufe Nr. 44 ber Theotergasse ist heute noch nicht zugebeckt unb fenbet noch wie vor ihre pestilenzialischen Getliche in bie Nachborfchaft. Die Latrinen roetbe« ohne vorhctige DeSinfection entleert unb vetpesten tage» . long ganze Stoblquortiere. So wot in bet vorigen Woche ein paar Tage long bet Ftanziskonetplotz unb ein Theil ber Theotergosse nur mit zugeholtener Nose zu possieren. Heute wieber ist ber Plotz vor ben bet-ben etfien Hotels Loibochs ben ganjen Tag Uber mit LatrinengerUchen verpestet; vom Thote des Mititar-spitolS slihten breitc Jauchesputen eineStheitS bie Wienetsttohe entlang, anberetfeitS tdngs ber Haupt-promenabe ber Stabt gegen Tivoli zu. Finbet bem (einer ber ehtsamen Stobtbdter etnen folchen Škandal polizei- unb sanitdtstoibrig ? — (Mit be in Ankaufe e bletet Ninb-vie hr ossen) wurben bie AuSschuhrnitglirder bet train. LanbroirtfchastSgefellschaft, bie Herren Seunig, Lahnig unb Scholmavcr betraut. Der roeitere Vetkauf biefer Rinbet an die Lanbroirthe in ffratn roirb anfang* Oktober l. I. erfolgen. — (A m StaatSgymnas ium in Gott-schee), daS die Einrichlung der Realpymnasicn hat, erfolftt am 1. Oktober fcie (SriJffnung der II. Kla sse. Fiir daS Schuljahr 1873/74 ist die I. und II. Klaffe biefer Lehranstalt noch in einem grwietheten Locale unlergebracht. Der Ban deS ,„= lst bis zum 15. November d. I. zu vergeben. Nciheres mi old md)t Ole Bethell.gten auf (snuno bed augememcN! Zeitungs Comptoir. (489) SlrasgesetzeS von den Gerichten schuldig erkannt und j '-------------------- .------------------------------ Kastellitz, Materia. — Mahorcii, s. Frau; Lahn, Labnoberinspector, nnd Gornp, Triest. — Rus I. und Rus A., St. Beit.—Mayrhofer, sanimr Sohn mid Meinhart, Graz. — don tup, Wien. — Dejak, Senoschetsch. — v. Ujfalwy, j. Frau, Temesvar. ISeUel Keei-eiiue, Prister, Agram. — Wiedemann Ritter v. Warnhelm, k. k. Oberst, s. Fran. — Braun-stein, Jngenieur, Wien. Maleies* von Oeeterreleli. Fischer, Berlin. Malriaelier Hof. Adami, Adami I. und Jllimicb, Triest. Mclsrpn. Enhart, Wtlrtemberg. — MLller, Ifni., nud Filli, Beamte, Triest. — Airacca, Techniker, Finme. — Žnidaršič, Prem. It 4. Einem mit 5 Meilen per i In der beflraft metben sollten. und Erziehiings-Anstalt einer gtijfeeten ©teicirog a!č 1:150 verkehrt. /*,»*♦< t - ... fur Madchcn stationskasien in (Stoats- oder Bank-Moten auf 8 fl.! durch Petroleum.) Seit einigerZeit bebient manl ber (4/1-3) 91 kr. in ostcrr. Wahr. festgesetzt. | f>* te6 ni»t roffinierten Peirol-umS zur $ertrcibung: Irffia HutH IN Lftlba,CIl 1 von Maulwiirsen unb hat bis jetzt die glanzendsten - (Die jungflovenische Partei),! begiunt der Unteiridit a in 1. Ok to h v IS) II. In ter schreibt non ber „@r. Tgp." ovS Cilli. fucht mit Resvltvte erzielt. Zur richtigen Avwcndung deS Pe-j.^, Ausnahme findet .Sglick in der Wokmung der Bor ollen Mitteln tie Aulflelluvg von versosiungSlreuen troleums erlaube rch mtr nachfolgendeS zu fccmenen:. petjung ftatt: Lpjtnlgaffe Nr. 271, 2. Etoct. Condidaien in ten Landgemeinden Cilli und Pettau Der betnffmbe Maulwurs-housen, der mit die An-! „ —.....—.... zu velhindern. Seit langcm HLren wir von jener! wcscvheit der so lastigen Thiere onzeigt, wird sorg-! Scite nicbtS als die wohlklingendsten Veisicherungen ^ beiseile geschorrt unb die Ocffnung der GLnge ber vollkommevsten Uebereinstimmung mit imfeten frei* i fte* Icmacht, in welche man ein kleineS Leinwand-, heitlichen Anflbcuungen, u»d die Nationalcn werden! lLppch-n oder WaldmoS, daS mil dern Petroleum be : nicht miide, nnS immer und immer zu vetfitfcein, wie j ftfchtct wird, hineinlegt. Hicrnach wird dann die Olff^ denn so got kein Unterschied zwisSen ihrem und un-, "ung mit einem E>i!ck Ccherbe verschloffen. Der durch^ serem Programme bestllnde. DaS will jedoch tmseter | br,n9 fie heute nicht mehr die Cchulen und Aemter flovenisiert, die fdiiinc Steiermark in zwei ‘ Hiilften getiffen haben wollen?! Diefe Etwagung hat auch die jtingst in Cilli abgchottene Verfammlnng beS SBahfcomitdS by’timmt, stir die Landgeineinden einen verfafsungstreueu Candidattn aufzustellen, flatt bcn Jungflovenen sreieS Feld zu taffen. — Meinen biefe cs nun wirklich so crnst mit ber Sachc befi Fort* schrittes und der Freiheit, wie fte une stllndlich vcr-sichern, so konnen fte dies niemalS beffer als jetzt durch bic That beweisen. In Cilli wie in Pettau wet bcn cufjer den Jungflovenen unb ben VcrfasiungStrcuen auch bic UUramontanen Ganbibaten oufstellen. Urn nun einer Stimmcnzctfplittcrung, welche nur den Klcricalcn zugutc kornmeu wtirde, im" Jnlercflc ber Freiheit vor-zubeugen, mozcn bic Jungflonen in einem biefer Be-zirke ihren Eanbibatcn fallen loffen und mit all ihrcr Kraft fiir den der Verfafsungspartei einstehen; biefe ist barnt gem bereit, ihrerfcits basfclbe im cmbcren Wahlbczirkc zu thun. Hie Rliodus, hie salta. — (Telegraphenvertrag.) Nach dem veuesten Vvn Jtolien mit Oestcrrcich obgefchlvsiencn Telcgraphenbertrogc conccnttiert sich der internationolc Tclegraphcndienst ouf die Stationen Rom, Mailanb, Venedig und Ubine in Jialien, unb SQjien, Triest, Kla-genfurt unb Bozen in Oesterreich. Die andern aa ber internationalen Linie gelegeven Telegraphenvure^ux beiorgen den Dieust bis zu bicfctt Haupistationen. T ic Toxe ist von Jtalien nach 'cen Stationen in Tirol, Siotatlbtifi/ Karnlen, Kra in unb i\a6 hn Kreifen von Graz, Tnest, Jstricn und bcn ungaiifchtn Di- MniiesenSec. Allen Kranken Kraft unb Gesnndheit olme Niedizin und ohne Kosten. Revalesciere du Barry OOlt COHČOlt. Seine Krankheit terrnag der belicaten Hevalesciere du liarry Hi mi! Astehen. und befeitigt bie(et6e otnc Wedizin unb ohne Soften all« Bia„en=, SRerBen«, Brust-, I'nngen-, Leber-, Driisen-, Sčleinibaut«, Ltbem-, Blasen- nnd giicrenleiben, Tuberculose, Schwinbsucht. Asthma, čmften, Unnetbanlidjleit, Betfloyfitng, Diarrhiien, Schlaflvsigleit. B»toiičbe, Hdmorrhoiben, Wassersnchl, Fieber, ©ditoinbel, Blnlausftei-jen, Obrenbrausen, UeBeifeit nub Erbrechen selbst teafprenb ber Schwan-jerfdbaft, Diabetes, SielandJolie, Abmagerung, »iheumatisronč Gickt, Lleichsncht. — »u«ziige ans 76.000 Sertificoten liber ©enefnngen, bit aller Mebizin toiberjiaiiben, toerben auf Berlangen franco eingefenbel. Nahrbafter ale tzleifch erfyart bic Ravalenui&re bei Erwachjener. and fiinbern fiinf$igmat ihren Preis in Arzncien. 3n Blcchbuchsen sen ein Salt Pfunb fl. 1'fiO, 1 Psb. ft. 2 50 i Psb. fi. 4-50, 5 Pfb. 10 f!., 12 Psb. 80 fl., 24 Psb. 36 fl. - He-ialfiticifere-Bieeniten in Biichsen L fl. 2 50 unb fl. 4*50. — Revaleeciferp Chocolatoe in Pulver unb in Tabletteu fiir 12 Tafsen fi. 1'50, 24 Tafieu H. 2'50, 4 jtafien fl. 4-50, in Pulver fiir 120 Tafsen fl. 10, fiir 286 Tafsen fl. 20, fiir 576 Suffer fl. 36. — Zu bcziehcn bur* Barry bn Larry & Comp, in Wien, Wallflschgttsse Kr. 8, inLatbaoli bei E. lKahr, fotoie in alien ©tabten bei guien Ayolhekern unb @ce-iereihanblern; auch »erfenbet ba6 wiener Hans nach oUcb »tgtnben gegen Postanweisnng obet Nachnahme. Wittemng. Laibach, 25. September. Reis. Morgenroth. Wechselndc BcwLlkung. Salter Nordost zicmlich stark. WLrme: Morgens 6 Uhr -( 36“, nach-mittags 2 Ubt + 13 0° S. (1872 + 14 5". 1871 + 20 2".) Barometer 74074 Millimeter. Das gestrige Tagesnvttel der Warme-j-9-8", nm 4-1° nnter dem Normale. laflchen-Leliraiistalt der Fran (485—2) Inlie Moos in Laibach, Kauplplatz Ar. 262, beginnt der Unterricht am 1. Dktober Wiener B ^rse v^m 24. Leptember. Stafitsl'onds. Angekommene Fremde. Am 84. September. BSofeS 8iK«Z< WSfii. Pizzini, Wien. — Jnrza, Jtalien. — Llecker und Millin', s. Fran, 9lem=9)ovf. — Thomami und Lubichnich, Triest. — Baron Abfatiern, Stenj. — Pogačnik, Privatier, s. Fran, Sachsenfeld. Eolotiik, Psarrer, Zirktach. — Hron, Opcrnjangerin, Prag. Geld \ Ware 5perc. Rer'.te, ost.Pap.! G9.10! GO.CO dto. dto. oft. in Silb. l 73.— ! 73.20 Lose oon 1854 . . . H3.2fi| 93.75 Lose von 18G0, gonje 101 25 102. dofc von 1860, flriinfc .107 .^0 108.— Pramiensch. v. 1864 133 50 134.— Gruiidcatl. - Obi., Steiermark zu 6 pTt.! Karnten. iltain. j a. Kitstenland 5 „ Ungarn zu. . 5 „ , kkroat. u. Slav. 5 „ Siebenbitrg. zu 5 „ 90.-, 91. t-9.50; 90.50 77.— 77.50 77.— Actien. Waiionatban! . Union * Bank . Stetvtanftait . -«. o. Escomple-Ges. «nalo.-°sterr.Ba>it Celt. Bobencreb.-A, Deft. Hvpoih.-Banl. Sieicr. Escompi,-Bk. Franco - Austria . Staij. jJetb.=itorbb. Siibbahn - Geselllch. 6aif. Llisabcth-Bahn. $fatl»8ubroia-8abn ■ Sikbenb. Slfcnbahn EtaatSbaha 959,- ,961.--134. ~ |135.~ 223,—1224. -.-I 980. .uši.—lies.— Pfandbriofe. Ration. S.W. vcrloSb. Ung. Bob.-Lrebitanst. «lg. Sft.Bod.-Srebit. dr«, m 88 3. rfidj. . Deft. Hyporb.-Lonk.! Priori tA(s-OliI. Lttbb.-Ges.zn 50'• Fr. no.— Die. iBonS 6 pEt. WotbttB.aooft. EM.) Sicb.-B.stvv fl. o W.) StaatSbahn pr. Stiick SlaatSb. pr. S!. 1867 Rubotfb. (gOOfl.L.W.) 91,— Franz^Jo,. .W. @elb Itoj.'c 91.50; 98.— (Balm . „ 40 Palfsy . „ 40 , 220.—1222.— lilori) . „ 40 „ —.—I —©t.@enoi8r 40 „ Winbischgrirtz 20 „ 66 So1 67.-- KBatbfletil . 20 „ ' i<60»cgle»ich . 10 - vs.— IRubolfeftift. io „ Wechsol(3Mon.) Sugdb. 100 fl. fiibb.SB. Pari- 100 Fraocs • 2050 171.-215 — 216.50 148.-340.- 219.50 151*50 90.20 83.— 99.75 87. 217.— 149.--341.— 210 50 152.— Mllnzen. :n»-a>ncatca. .smick . . . ioo!$5 Preuh. Kassenscheiue , 87.25 Silde? . . . . 90.40 —20: 82. 130.25 174.75 56.- 30.50 38. 27.50 38.- 27.50 22.50 25.— 13.50 05-10 95 40 113 40 443) 110.58 88*.— 83.— 131.— 9L58 103.2» 174- 99.- 5?!— 31,— 39.-28.-39-27 7» S3.60 26.- 95 26 95 60 113 60 44 45 5.49 9 07 268.75 108.75 5 50 9 08 l»-9.— 109.— Telegmplnftber Cursdencht am 25. September. Papier-Rmie 69.10. — Silbcr-Rente 73.25. — 1860et Staats-Anleben 101.25 —. ® auf or licit 952 — Clki.it 221. — — London 113LO.-Silver 108.75. — St.t. MLnz-DncLtes — — 20:grmuž->žtntte 907. Druck vvn Sen. v. jlleinwLyr & gek, ifeawfctrg in Laibach. 'Lerleger und flit die Redaction verantwvrtlich: Dttomar Bawber g.