Anbacher Seituna. —.....-—»— ,,«,^<^ ^,,,, -^-——---- ^« H«. Samstag am 35. Jänner R8K». Die „Laibachl-r Z.itilii.1" erscheint, mil A„j,lah,!N dcr Ionil- u,,!' Fciertage. täglich, mid 5o,^t sam-üt dcn Ä.'ila.zcn im Comptoir ^ai^jähriq ,l ,l balbjähriq 5> g. Z0 fr, mit Kreutband im Comptoir l,a>iliähriq 12 ft., ha ! b ,'a hrig »t fl. Für die Iü^llun., ii,z H.„is uno ba!b,al)i!g W fr, mcl„ ,,i lntnchtcn ^i >t der Post p°r to-frcigau^jähriq. miter Knu^nid >mo gedickter Aorcss. l."> ft., h al b jä hri g ? st. Ztt fr - In seratio» .m Na,»,, ^.ell'e«, f«r ein. maliqe Einschaltung » kr., fnr zwcimaliqe ^ kr., sin dreimalige 5 fr. C. M. Inserat, l'is l2 3nlen kosten 1 ft. s.lr 3 Mal. 50 fr. s,.r 2 Mal nnb 40 fr. s.lr l Mal «..schatten. Zu bieftn Gcbiihrcn ist nach dem „provisorischen Gesetze vom 6. Novcml'er l. I. fi,r InsertionZItampel" noch 10 kr. ,ür eine )edeS,nal>ge Einschaltung hinzu zu rechnen. Aemtlicher Theil <^Ve. Majestät haben mit allerhöchster Ent> schließung vom I I. Jänner d. I. die zwel an dem CollegialrCapitel zu Trau erledigten Eanonicate dem Pfarrer.Administrator von Okrug, Franz M a z z a° novich, und dem Pfarrer von Castclvechio, Matthäus Piral, allergnädigst zu verleihen geruht. Das k. k. Ministerium des Cultus und Unter.-richts hat die an der ständischen Realschule in Prag erledigte Lehrkanzel der deutschen Sprache, desTtyls und der Geographie über Antrag des oo'hmisch.stän.-bischen Ausschusses dem Bernard Sch ei n p fl u (j verliehen. Nichtamtlicher Theil. Eorrespondeuzen Mailand, 22. Jänner. — N.5. — Mit Bekanntmachung v. 7. Jänner wurde von der hiesigen Municipalität zur Kenntniß des Publicums gebracht, daß die zweite Rate des Zwangsanlehens von den Mitgliedern des Gcwerbs-lmd Handclsstandes zu entrichten scy. Die Quoten wurden nicht nach einem allgemeinen Satze, sondern nach den verschiedenen blaffen in einer Art Progressiv.-Scala bemessen, so daß die Mcistdchcucrten 8000 Zwanziger, die mindesten 100 Zwanziger zu entrichten haben. Auch die Grundeigentümer wurden mit einem, obwohl dießmal nur geringen Antheil be dacht. — Gestern erschien eine Verordnung der hiesigen k. k. Prooinzial-Delegation, wrlche bestimmt, daß nun auch die Besitzer von Hypothekar- oder Erbzinsfor-derungen, deren Nechte in den Hypothekarbüchern ein-getragen sind, zu der künftigen dritten Nate des An° lehens beizutragen haben; es werden daher dicselben hiemit verständigt, daß sie den Betrag ihrer Schuldforderungen auf den eigens hiezu gedruckten Formu-larien bei dem Protocolle der hiesigen Municipalität bis zum 3l. Jänner einreichen sollen. Die Last soll auf die Gläubiger ausschließlich entfallen ; es ist daher vorauszusehen, daß dieses Gesetz cine große Anzahl von Ncchtsftreitigkeitcn nach sich ziehen wird, da es hlcrlands stets üblich war und es noch ist, in den Darlehens.Contracten, die mit Zuziehung des Notars geschlossen werden, die Mausei nicht auszulassen, die den Schuldner verpflichtet, alle möglichen Abgaben, welche die Capitalien treffen mögen, auf eigene Rechnung zu übernehmen. Die Quote der Leistungen ist noch nicht bestimmt, und soll erst nach dem Verhältnisse der eingehenden Bekenntnisse bemessen werden. Vor einigen Tagen langte hier der Plan der neuen Gerichtsorganisation an, und fand beider öffentlichen Meinung günstige Ausnahme. Die Gehalte der ho'hem Beamten, als Präsidenten, Appellationsräthe, wurdtu gegen den früheren Maßstab etwas verringert; auch die Zahl der Appcllationsräthe wurde in der Lombardie von 24 auf 20 reducirt, und eine neue Section des Obergcnchts soll für die Lombardei in Brescia, für die venetianischen Provinzen in Ve-rona gebildet werden; hingegen soll die Zahl der Bezirksgerichte vermehrt werden; die Stadt Mailand tlhält deren drei. Die meiste Befriedigung erregt die nunmehr erfolgende Besoldung der Auscultanten. Der üaineval sing bisher sehr flau an; von Privalunterhaltungen ist keine Nede, und die Theater erfreuen sich, außer dem stets sehr vollen, aber kleinen '1'l?.-,l,-li lt^ keilns großen Besuches. In dnlm einige Schritte von dem Gebäude entfernt, bemerkten sie einen Menschen, der vom Haufe weg gegen den Wald lief. Als er auf das Haltrufen nicht stehen blieb, schoß der Nachbar nach ihm und streckte ihn zu Boden. Aber wer beschreibt das Erstaunen dcr beiden Brüder und der übrigen Haus-genossen, welche mittlerweile Licht gemacht und herbeigekommen waren, als man in dem Getroffenen den Sohn dcs Nachbars erkannte, welcher von dcr Hand des eignen Vaters angeschossen, schwer verwundet in seinem Blute dalag! Er war vom Militär desertirt, und trieb sich, wie man jetzt erst erfuhr, ohne Wissen seines Vaters seit einigen Tagen in der Gegend herum. Auch der Verdacht, zwei Tage früher in der Nahe einen Einbruch versucht zu haben, fallt schwer auf sein Haupt; dirßmal aber scheint er es auf jeincn eigenen Onkel abgesehen zu haben. Er wurde in das Militälspital zu Cilli abgeführt. (Gr. Z.) Gratz. Aus der „Gratzer Zeitung" vom 23. d., welche die Protocolle der Sitzungen des Gemein berath es der Landeshauptstadt Gratz veröffentlicht, entnehmen wir die summarische Uebersicht des Budgets der St^dtgemeinde Gratz für das Verwaltungsjahr 1851, Die Summe dcr Einnahmen beläuft sich auf 195.882 fl. und die der Ausgaben auf 195.948 fl., wobei sich daher nur der unwesentliche Nest von 66 st. herausstellt, der um so weniger zu berücksichtigen ist, als nicht alle Ausgabs.Nublikcn im Laufe des Jahres erschöpft werden. Wien, 2l. Jänner. Der Bildhauer, Hr.Hirsch-Häuser, hat die Statuette Lcnau's nach dem Scha". delabgusse und einem Daguerreotype vollendet, da er den Dichter im Ltven jelbst nur cin Mal flüchtig gesehen hatte. Der verewigte Dichter lehnt in einem kurzen ungarische».-. Pelzrocke sinnend, die Hände, in deren einer er ein Buch halb offen halt, libereinan-dcrgeschlagen, an einer vom Blitz zerschmetterten Eiche. Herr Hirschhäuser benutzte auch die letzte Anwesenheit des Anastasius Gum und ist nun mit For.- Mllng von dessen Statuette beschäftigt. Es stehen in Hrn. Hirschhäusers Atelier (Iosephstadt, Ledere» gasse), das noch sonst interessante Kunstwerke ent' hält, neu vollendet da: HammerPurgstall, Grillpar-zer, demnächst Grün, denen Bauernfcld, Beck, Frankl, Zedlitz vorläufig folgen sollen. — Len.,u's „Don Juan«, nebst 36 bisher un-gedruckten lyrischen Gedichten, wird, von AnastasiuS ' Grün bevorwortet, zur Ostermesse l85! bei Cotta erscheinen; gleichzeitig mit einer, einen abgesonderte» Band füllenden Biographie des Dichters, von dessen Schwager, dem Schriftsteller Anton Xaver Schurz, geschrieben. Dr. Adolph Pichler, der im Jahre 1848 bei Vertheidigung der Tiroler Pässe als Schützenhaupt' mann sich die eiserne Krone und die silberne Me. daille erworben hat, hat eine Tragödie: „Der letzte Nömcrkönia,," vollendet; eben so eine Geschichte des mittelalterlichen Drama's in Tirol. Der »Wanderer« schreibt über den Wiener Ge» meinderalh: Es ist lobenswert!), d aß der gegen» wärtige G ein einderath Sorge getragen, hat, seine Verhandlungen in der »W i e. ner Ze i tuBFl HAs süh r lj ch e r veröffent-lichen zu lassen, als dieß bei dem abgetretenen der Fall war, da dock wenigstens lhcilweise da^ mit die mangelnde Olffenllichkelt supplilt wirt». Seine Wirksamkeit ist noch zu kurz, als baß ein ge. rechtes Urtheil sich über seinen Charakter und seine Tendenz fällen ließe. Freilich haben einige Anlässe, wie die Wahl des Herrn von Czapka, die Dotation des Bürgermeisters, gezeigt, daß man geneigt ist, große parlamentarische Formen, mehr als zweckdienlich ist, an die Stelle der einfachen Gcscha,tsbehanbr lung und Berathung treten zu lassen. Eine Com< munalverlretling ist weder ein Landtag noch ein Reichstag, und fordert eine gewisse Sparsamkeit an Zeit und Kräften bei den Berathungen, wenn wirk» lich einfach nur das Gemeindeleben gefördert werden soll. Insbesondere sind wir neuerlich einem Ereig. nisse begegnet, welches als Curiosum überraschend ge. nannt werden darf. Es fand eine förmliche De» batte darüber Statt, ob die Minorität das Recht habe, einen Protest zu Protocol! zu geben. Wir können unmöglich glauben, daß den Wiener Gemein-berath die Lust anwandeln wird, die parlamentarischen Traditionen Europa's zu revidiren, und für seine Angelegenheiten ein neues Recht zu schaffen. Es wird weder in Frankreich, noch in Belgien, nicht in Preußen oder Nordamerika irgend einer beschließenden Versammlung beifallen, das Prinzip der Verwahrung einer Minorität gegen die Majorität durch das Berathungsprotocoll umstoßen zu wollen, so lange nicht von den Gallerten herab die Debat. ten ihre Leitung finden. Mag der Gemeinderath sich eine Geschäftsordnung ausarbeiten, wie er will, mag er parlamentarisch oder bureaukratisch zu Mrke gehen, so viel ist gewiß, baß auch seiner Minorität Niemand das Recht nehmen kann, sich im P"locolle namentlich gegen einen Beschluß zu verwahren, welchem sie in der Debatte entgegentrat, ba ^ ^urch allein sich vor der Verantwortlichkeit sich""/""n, welche dann wenigstens Überwiegend der Maiorltat zufällt. Ob ein Simultanvotum in Gestalt emes Protestes abgegeben wird, oder ob jeder emzelne Vo. 80 tant sich durch ein Separatootum verwahrt, ist gleich, giltig. Aber ein parlamentarischer Terronsmus der lonservativen Majorität über die ebenfalls conservative Minorität in einem Geineinderatl) ware auf die Dauer eine Satyre auf alles öffentliche Leben in Oesterreich. Nicht die Eintracht nnd der Friede ist das ausschließende Bedürfniß einer berathenden lind beschließenden Versammlung, sondern die Freiheit der Debatte, die Feststellung der Verantwortlichkeit gegen die Committenten und u n g c s ch e u t e Oe f-fentlichkcit. Welche Aussicht hatte aber die Commune Wiens, ihre wahren materiellen und in-tellectuellen Interessen baldigst gewahrt und gepflegt zu sehen, wenn der neugewähltc Gemeindcrath die Zeit mit principiellen Feldzügen verlieren wollte, und statt seiner bescheidenen Aufgabe dem Ruhm«,' und Glänze nachjagte, welchen jede Verfassung nur den umfassenden höchsten Volksvertretungen vorbehält? Wir wünschen recht bald aus seinen Protocollen eine de-siniM'c zweckmäßige Constiluirung seiner Burcaur, den Abschluß aller formalen Fragen und die Be-schäftigung mit localen Interessen entnehmen zu kön^ nen, bei deren Beleuchtung wir im Interesse unserer Mitbürger gewiß den der Presse hiebei eingeräumten Antheil nicht vernachlässigen werden. — Der Hof- und Staats-Schematismus wird in diesem Jahre nicht, wohl aber für das Jahr 1852 ausgegeben werden. — Von den orientalischen Kirchenbüchern der österreichischen Serben, welche während der Insu» rection zum großen Theile zu Grunde gingen, wird auf Kosten der Regierung eine neue Auflage ver.m-staltet. Die frühere Austage wurde im Jahre l768 in Moskau gedruckt und soll bereits bis auf das letzte Exemplar vergriffen seyn. — Für die durch Feucr verunglückten Bnvob.-»icr Krakau's werden auch in England und Schott- . land Sammlungen veranstaltet, die eine reichlich? Untcrstützlina. verschaffen dürften. Namentlich hat das Haus Henry HallctCmnp, durch lithographilte Briefe alle Geschäftsfreunde zu Beiträgen für die verunglückten Krakauer aufgefordert. — Eo wie der Bau der Festungswerke in Ol-Mütz und Ofcn, beginnt auch jener bei Leitmeritz im nächsten Frühjahre. Es werden vorläufig drei einzeln stehende Bcfestigungswerke auf der Anhöbe Pernaz in Angriff genommen. — Die Truppen des Armeecorps in Böhmen befinden sich bereits theilweisc auf dem Rückmärsche, Heute gehen drei Grenadierbataillons der hiesigen Garnison nach Pcsth und werden durch andere aus Böhmm kommende Grenadier. Bataillons wieder ersetzt. — — Das Handelsministerium hat, wie bereits erwähnt, eine »eue Vorschrift über Vornahme der SchneeschauNungeli auf den Ncichsstraßen erlasse». Die Vorschrift, dlnch welche diese Angelegenheit geregelt wird, ist darauf berechnet, daß rer Aufwand so viel als möglich sixirt und das Geschäft im Uebereinkommen der öffentlichen Verwaltung mieden Gemeinden geordnet, zur Naturalleistung nur die, vermöge ihrer örtlichen «age dazu geeigneten Gemeinden in Anspruch genommen, das Verfahre» und der Geschäftsgang zwischm den einschlägigen Behör^ den und den Gemeinden aber einfach und rasch vor' sich gehen kann. — Zum Reichsgesetzllattc wird nun cine Inhaltsübersicht der sämmtlichen durch dasselbe kundgemachten Staalsverträge, Gesetze und Verordnun. gen erscheinen. Dieselbe ist nach den verschiedenen Zweigen der Staatsverwaltung geordnet, und enthält nebst einem kurzen Inhalte, Datum und Num.-mcr des Gesetzes, auch die Seitenzahl des Gesetzblattes, welche dasselbe aufnahm. _ Unfcr Landsman,, , Dr. I. Bacher, der sich gegenwärtig in Paris cnifdält, gcht mit dem Plane um, zwischen Oesterreich, Frankreich und England den Abschluß eines Vertrages zu Stande zu bringen, welcher zum Zwecke hat, den österreichischen, französischen und englisch"' Schriftstellern und Kunst. lern das Eigenthumsrecht ihrer Erzeugnisse in den genannten drei Staaten zu sichern. Der Entwurf jenes Vertrages wurde in Paris von einer, aus den Notabilitäten der Kunst und Literatur zusammengesetzten Commission geprüft, und in allen seinen Thei^ len gebilligt. — Von dem bekannten serbischen Gelehrten, Milorad Mcdakovic, erscheint nächstens das Gesetzbuch der Montenegriner im Drucke. Die erste,! aber gewiß auch höchst interessante Erscheinung! dieser Art. — Von Seite des Unterrichtsministeriums wurde den Stalthaltern ein Entwurf der Reorganisation des Volksschulwesens für die ganze Monarchie zur Begutachtung eingesendet. — Der Herr Minister des Innern hat kürzlich an die Statthalter die Aufforderung erlassen, sich übcr den Stand der Vorarbeiten zu den Landtagen zu äußern. — Der Herr Kriegsminister hat in Bezug auf die Befreiung vom Eintritte in den Militär-Dienst durch den Erlag der Taxe eine Erleichterung eintreten lassen. Der Erlag der Befreiungstaxe ist demnach schon dann zu gestatten, wenn die Anwesenheit der Militärpflichtigen im Hause, nach dem übereinstimmenden Erkenntnisse der Landesmilitär-Comman» den und Statthaltcreien (Kreisregierungen) sich als wünschcnswerth darstellt, oline hiebei auf den bisher geforderten Beweis der unbedingten Nothwendigkeit bei H^use zu dringm. Wien, 22. Jänner. Das Ausscheiden des Hrn. von Schmerling aus dem Ministerium bildet fort' während das Gespräch dcs Tages, Dic Phantasie unsercr politischen Kreise ist erfinderisch in Motiven sür dieß Ereigniß. Preßgesctz, Vcrsassungsäinerun-gen, Schwurgericht, Stellcnbesetzm'gen, Aviticität, ungarische Gcrichtsorganisationen, alles Denkbare wird herbeigeschleppt, um den Wechsel im Ministerium daran zn knüpfen. Heute wurde Fama sogar schon ungeduldig und machte alles rückgängig, indem das Gerücht verbreitet wurde, der bisherige Iustizminister verbleibe im Amte. "Indessen ist die Demission des Hrn, v. Schmerling ein l'uit «<'l!0 Jahren gestorben. — In Venedig ist an, ,7, d. Abends der zur freiwilligen Betheiligung an der lomb. venet. Anleihe festgesetzte Termin abgelaufen. Die Subscript tioittn an der k. k. Finanzsasse sür Venedig allein delausm sich aus die beträchtliche Summe von 4,800.000 Lire. Assram, 22. Jänner. FZM. Baron Icllachich ist hier eingetroffen, und meldete den hochersreulichrn Besuch Croaliens von Seite Sr. Majestät dcs Kaisers an. — Deutschland. Vtiincben, 18. Jänner. Am 15. haben vor dem Specialgericht zu Zweibrücbn die Verhandlungen ül'er den ersten Theil des großen pfälzischen politische» Prozess.s, den sogenannten Eteinfelder Zug, welcher eben vor das Spccialgericht verwiesen ist, während für die übrigen Reate der Cassalions-hof die Competcnz des Schwurgerichts anerkannt hat, begonnen. Der Angeklagten wegen dieses Zuges sind 42, wovon 2,j verhaftet, 16 flüchtig sind. Der erste Tag der Verhandlung ging mit Verlesung der verschiedenen, der Anklage zu Grunde liegenden Aktenstücke vorüber. Der zweite Tag begann mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Rcsum« des An-klageactes durch den Präsidenten, wab zwei volle Stunden dauerte, und mit der Ausrufung der Zeugen : 186 Belastungs- und 19 Entlastungszeugen. Von Elstern sind einige nach Amerika ausgewandert, einige gestorben, so daß sich die Zahl 186 um Etwas vermindert. Unter den erschienenen Belastungs, zeugen sind der frühere Friedensrichter und jetzige Consistorialdirector Prinz, die Landcommissä're v. MaiUot und Megcle, viele Bürgermeister und Ad-jlmctcu, auch der bekannte Pfarrer Frantz. — Aus Hamburg wird vom 21. d. gemel-det: Der Senat soll die Anzeige erhalten haben, daß 4000 Mann österreichischer Tnippen, oder Oester« reicher und Preußen, aus strategischen Gründen auf Kosten ihrer Regierungen Hamburg zcitwcise besetzen werden. (Wahrscheinlicher ist es, daß sie nur zum Durchmische angemeldet wurden). — Der Senat von Lübeck hat über Aussorde.-rung der österreichischen Regierung die Bewilligung ertheilt, daß in den zu Lübeck gehörigen Enclaven in Laucnburg eine österreichische Truppenmacht gelegt würde. — Die »D. R,« erklärt- »Die über Vereini. gung der Parität, das Präsidium der Executiv-gcwalt, über das Eingehen auf die österreichisch-deutsche Zolleinigung verbreiteten Nachrichten sind schon aus dem einfachen Grunde unwahr, weil über jene Gegenstände noch gar nichl verhandelt worden ist." — Die zweite Baden'sche Kammer hat das An-lehcn von 5 Millionen fl. bewilligt. — Bis zum 19. Abends waren 8000 Mann österreichische Truppen in's Lauenburg'sche eingerückt, am 20. und 2l. sollten fernere 4000 Mann die Elbe passiren, später du Cavallerie und Artillerie, der Train und die Munitionscolonnen. Der Ueber-gang dürfte am 26. d. beendigt seyn. 81 S ch w e i <. Die »F. O. P. A. 3." berichtet'. „In St. Immer sind Freiheitsvä'ume errichtet worden; der Sturz eines suchen tödtetc eioen Mann. Es müssen doch ernstere Erscheinungen zu Tage gekommen seyn, denn heute sind wieder vier Compagnien, nebst einer Artillerie-Compagnie nach Courtlary marschirt. Aon radicaler Seite soll hier der Versuch gemacht worden seyn, dle aufgebotenen Soldaten aufzuwiegeln. Auf d'e, wenn auch näherer Angaden ermangelnde An-zelge der Regierung von Bern von verdächtigen Bewegungen im Jura und von dem Gerücht eines bevorstehenden bewaffneten Zuzugs regelmäßiger Corps Mit Bergartillerie aus dem Danton Ncuenburg, hat der Bundesrath Hrn. Dberrichtcr Migy als eidge^ nössischen (Kommissär nach Neuenburg gesandt und die dortige Regierung zum eidgenössischen Aufsehen ermähnen lassen« An einer andern Stelle sagt dasselbe Blatt: Zu einem blutigen Anstoß werde cs nicht kommen, da dei einem drohenden Anzeichen die Sacdc sogleich „Eidgenössisch" behandelt werden dürfe; das heißt, der Bundesrat!) wl'irde zwischen die Parteien treten. Nach der neuesten Meldung der ,>N. Zur, Ztg.« vom !8. d. sind die Nachrichten aus St. Immer beruhigend; die Gerüchte von Frcischärler'>chen Zuzügen aus dem Canton Neuenburg bestätigen sicb nicht. Im St. Immerthal ist so eben ein aufgebotenes Bataillon eingerückt, in Courtelany die Bcrner Kavallerie. Dr, Baßwi'b ist mit Mosimann, dcm Pnv sidenten des Todtenköpflervereines, in's Neuenburg'sche geflohen. Der Gemcinderath von St. Immer hatte betheuert, zur Verhütung weiterer Unruhen sein Mög-lichstes thun zu wollen; den Truppen wurde freund liche Ausnahme verheißen. In der That wurden sie mit Musik eingeholt und gut bewirthet. Italien Genua, 15. Jänner. Das Journal «Ililüa jillßi'»," welches zu den tumultuarischen Austritten durch seinen provocirenden Artikel sehr viel beigetragen hatte, stand kürzlich wegen zweier Aufsätze, wovon einer einen förmlichen Aufruf an dl,s Volk enthielt, vor den Assifscn. Nach kurzer Berathung sprachen die Geschwornen zum Verdrusse des Staats.. anwaltes: «Nicht schuldig!" Fr n n k r c i ch. Paris, !9. Jänner. Die französischen Nach-richten dr'mgen hauptsächlich Betrachtungen über das letzte Votum dcr Legislative in Betreff des Amen< dements Sainte Beuvc. Die elys6eische Presse wüthet gegen Herrn Thiers. Ueber die Cabinetsfrage verlautete nichts Sicheres. Im ersten Augenblicke wollte der Präsident die Demission der Minister nicht annehmen, da sie seine persönliche Politik vertreten hätten, welche er nicht ändern werde. Später soll er von dem Gedanken, den Kampf mit der Legislative einzugehen, abgestanden seyn. Man spricht von der Bildung eines Ministeriums aus der Fraction der Majorität, welche für das Elysöe stimmte, ja von emer Botschaft an die Legislative, welche ihr annähernd überließe, die Minister ihrer Wahl ' zu bestimmen. Die Reunion der Nue des Pyrami-des hat sich ausgelöst. Lasteyrie will einen Bericht des Polizeipräfccten vom Nov. 1849 veröffentlichen welcher Enthüllungen über dit Gesellschaft des Dix Decembre enthalten soll, um die Anschuldigungen, die er auf der Tribüne aussprach, zu rechtfertigen. Großbritannien und Irland. — Die Gerüchte von einer Modification des Ministeriums treten mit erneuerter Stärke aus. Man versichert, daß drei Mitglieder dcs Cabinets über die Maßregeln gegen die katholische Hierarchie nicht einverstanden sind. Sp ttnie n. Madrid, II. Jänner. Gestern Abends ver. sammelte der General Narvacz seine Collegen und sagte ihnen mit sehr bewegter Stimme: „Mein« Herren, ich bitte Sie, der Königin meine Demission zu übergeben und zu machen, daß Ihre Majestät dieselbe annimmt, weil ich sonst entschlossen bi», mich zu erschießen.« Die Art, wie der General diese Worte sagte, bestimmte die Minister, sich zur Königin zu begeben. Sie enthielten jedoch dessen Ent. lassnng nur mit vielen Schwierigkeiten. Die übri. gen Minister reichten ihre Demission ebenfalls ein, die jedoch die Königin nicht annahm. — Gleich nach Erhalt seiner Entlassung gab Narvarz Beschl, 'Anstalten zu seiner Abreift zu machen, und verließ heute Morgens um 3 Uhr Madrid. 35or seiner Abreise hatte er eine lange Confcrenz bei der Königin. Der General soll Madrid deßhalb so plötzlich verlassen haben, damit sein Name und seine Gegenwart kein Hinderniß dcr Bildung eines neuen Ministeriums darbieten. Die »Madrider Zeitung enthält das Decret, durch welches Narvaez der Präsidentschaft des Ca. vinets enthuben wird. Dasselbe lautet: Indem ich den wiederholten Bitten, welche der Herzog von Valmzia, Präsioeot meines Ministerr^theö, »vegcn seines Gesundheitszustandes mir gem.icht hat, will.-fahre, nehme ich die Entlassung, welche er mir an. geboten hat, an, indem ich sehr befriedigt bin mit dcn Beweisen von Ergebenheit, welche er mir gege.-ben, und den großen Diensten, die er dem Throne und der Nation in den Amtshandlungen seiner hohen Functionen geleistet hat." Nußland und Polen. — In Warschau starb am 13. d. der Commandant der Alexander.Citadelle, General-Lieutenant (^>raf Simonitfch, in Folge eines Sturzes aus dem Wagen. Derselbe war in D^lmalirn geboren und hatte sich bloß durch seine Talente zu hohen Würden emporgeschwungen. ^ A m e r i k a. In Nicaragua siiH cniste Feindseligkeiten gegen Costa Rica begonnen worden. Beide Staaten suchen den Strom von Passagieren, die über die Landenge nach Califor:,ien reisen, durch ihr Gebiet zu leiten. Nun ist die Costa - Rica < Route die kürzere und gangbarere. Was thut die Regierung von Nicaragua? Sie erhebt Rechtsansprüche auf den Bezirk, durch welchen die Costa - Nica - Straße geht; dieser Bezirk, Guanacosta gcnannt, bildete zur Zeit der spanischen Herrschaft allerdings einen Theil der Provinz Nicaragua, aber seit der Revolution haben scine Einwohner aus freien Stückeil sich in den Staat Costa Rica aufnehmen lassen und wurden stets als Bürger desselben behandelt. Nach neueren Nachr ch-ten hat eine förmliche Kriegserklärung zwischen den beiden kleinen Staaten Statt gefunden. General Castro, dessen Partei in Costa Nica sehr stark ist, hat sich von London aus dahin eingeschifft, und die Truppen Nigaragua's haben den Versuch gemacht, sich Guanacosta's zu bemächtigen. Neues und Neuestes. Wie«, 22. Jänner. Die zweite Sitzung des Zollcongresses gab heute Veranlassung zu einem eigen-thümlich stürmischen Auftritte. Wir erfahren die Details zu spät, um einen ausführlichen Bericht heute liefern zu können. In Kurzem aljo Folgendes: Um 10 Uhr Vormittags eröffnete der Hr, Handclsmi-nister abermals in eigener Person die Sitzung, worauf der Abgeordnete von Prag, Hr. Riedel, gegen die Beschränkung sich erhob, welche den Congreß von jeder Debatte über die Principien ausschließe. Hr. Riedel erklärte, sein Mandat ginge, gestützt auf das Einberufungsschreivcn des Ministeriums, dahin, über den ganzen Tarifsentwurf die Meinung der böhmischen Industriellen abzugeben, und nicht bloß über die ein. zelnen Zollsätze. Der Hr. Minister erwiederte hier. auf, ein Principienstreit würde die Versammlung in ein Chaos dringen. Das Princip sey Sache der Staatsverwaltung; die Prohibition sey, wie Hr. Riedel selber zugestand, nicht langer mchr zu halten, aber eb,n so entfernt sey die Regierung von dem Gedanken, den Freihandel einführen zu wollen. Hr. Dr. Joseph Neumann sprach hieraus- Es ssyen noch andere Principien als das bloße Schutz' Zöllnerische im Tarif enthalten, z. B. das Princip des Transits. Er verweise bloß auf §. 24 d,s Zolltarifs, welcher die Donau so stiefmütterlich behandelt u. s. w. Nach' dem die Discussion sich hieraus animirte und mehrere Redner theils für, th.ils gegen tie Geschäfts' Ordnung gesprochen, verlangte Hr. Hlubeck aus Glatz dln Schluß der Debatte; dieß wurde unterstützt und dem Anlragsteller Hrn, Riedel wurde nicht mehr ein Schlußwort zugestanden, worauf der Abgeordnete von Prag erklärte, daß er unter folchlN Umständen erst mit seinem Gewissen berathen müsse, ob er der Versammlung, der ein so beschränktes Gebiet zugestanden wird, fernerhin angehören könne. Diesem Gewissens-Bedenken schloffen sich hierauf die Herren Joseph Winter und Dr. Joseph Neumann aus Wien an, Hr, Ministerialrath Dr. Hock suchte vergebens zu vermilteln. Die drei genannten Herren verließen im Gefolge von zehn bis zwölf anderen Gleichgesiml-ten, woruxtcr namentlich Böhmen, Mähren, Vorarlberg , Karnten, den Sitzungssaal Der Rest der Versammlung setzte hierauf die Berathungen fort und gelangte bis zu dem Artikel Zucker. Man ist gespannt, wie sich morgen das Schisma lösen wird. Man hofft eine besonnene und freundliche Vermittlung. — (O. D. P.) Telegraphische Depeschen. — Berlin, 22. Jänner. General v. Radowitz ist gestern Abends zurückgekommen, wird aber nur kurze Zeit hier verweilen. — Auf der Köln-Mindner Eisenbahn hat ein Unglücksfall Statt gefunden, bei welchem mchrcrc Menschen umgekommen sind. Der Prinz Friedrich Wilhelm, Sohn des Prinzen von Preußen, der mit demselben Zuge suhr, ist unversehrt geblieben. Paris, 2». Jänner. Lamartine hat das ihm angebotene Ministerportefeuille ausgeschlagen. Die Börse wünscht ein Ministerium: Ldilon-Borrot-Du-saure, Sonnabends versammelte sich die Minorität, Faucher an dcr Spitze, doch kam kein Beschluß zu Stande. — Eine geheime republikanische Gesellschaft ward aufgehoben. — Die Legislative hat beschlossen, daß ihre Autorisation nothwendig sey, um Schulden« Arrest gegen einen Deputirtcn zu verhängen. Brüssel, 22. Jänner. Der König hat die De-mission des Kriegsministers angenommen. Der Mi« nister des Innern, Rogier, führt provisorisch das Kriegsportefeuille. Anzeige für die Fr e und e vaterländischer Geschichte. Ich habe dieser Tage ein werthvolles Manuscript aus einer Wiener Antiquarhandlung käustich an mich gebracht, das für die Geschichte Krains von Bedeutung ist. Es hat den Titel: „Jahr Schlifften des Herzogthumbs Crain. »Auffs kürtzcst zusammen getragen aus unlerschiedli-„chen Authorn sowoll gedruckten als handgeschrieb.-„nen verzeichnussen Durch Herrn Ludwigen Schönreden der für: H.iubtstatt Laydach gewesten Bürgermeister und Statthaubtmann ^nna l660.« Das Werk enthält an 300 Quartblälter, und einen Anhang von der Hand des Laibacher Bürgermeisters I. B. Dolnizher (l682). Eine ausführlichere Beschreibung dieses Manuskriptes werde ich in den «Mittheilungen des historischen Vereins« geben. Das Werk beginnt mit dem Jahre »947 nach Erschaffung der Welt, und endet mit i682 nach Christi Geburt. Diese wenigen Andeutungen st'.'d h""'che"d, da5 Inleressante dieses Manuscripts, "tt N Bearbeitung ich alsogleich beginne" ""de, zu e-weisen. lir. V- 3- Verleger: Ign. v. Kleinwayr und Fedor Bamberg. Verantwortlicher Herausgeber: Ign Alois v. Kleinmayr AnlMH;ur ImIiaclwrSeitnttH Telegraphischer Oours - Vevicht der Staatbpapiere vom 24. Jänner l85l. StaatSschulduerfchreil'ungc» z» 5 Mt. (in ,r l0l) Thaler E.nrcut, Rthl. 179 l 2 Monat. Augsburg, für 100 Gulden Gnr.. Guld. 131 Bf Uso. Frauffurta.M.. (für 120 fl, sudd. Vcr- ti»s-Währ, iin 21 l/i ss, ssnß, Glild.) «30 Vf. 3 Monat. Genua, für 300 »cue Pie»!m>t, Lire, Guld. 1 ^9 l/2 2 Monat. Hamburg, für l<»0 Thalrt Aanco. Nthl. 192 1/5 2 Monat. Livorno. für 300 ToScanische Lire. Guld. 125 2 Monat. London, für l Pfn»d Sterling. Gnlde» <2-^3 3 Monat. Marseille, für 300 Fracke». . Gold. 152 2Mo»üt. ^iaris. für 3N0ssra!,fcn . . Guld. 152 2Monal. Bnfarcst für 1 Gulden . . . para 2,17 Hl T. Sicht. K. K. Münz-Ducaten......34 l/i pr. C. Agio. S. K. Lotto.;iehungen. In Wir,, am 22. Jänner !85>I 76. 34. 14. 5l. "i«. Die nächste Ziehung wird au, 5. Februar 1851 in Wien gehalce,, werden. Verjeichniß der hier Verstarbeuen. Den l6. Ja ii ll er l 85 l. Dem Herrn Johann Kramaschiß, Veriehrungs-siener.-Geschäftsführer, seine Gattin Iosevha, alt .^3 Jahre, m der St. Peters .-Vorstadt Nr. 72, an der Brust Wassersucht. Den l7. Herr Ferdinand ?lrigler, Hörer der 6-Grammatical - Classe, alr ^8 Jahre, in der Pol.lna^ Vorstadt Nr. 15, am Cerebral Typhus. — Helena Viditz, gewesene Köchin, alt 67 Jahre, in der Stadc Nr. 15, a» der lluszehrui!^. — Den, hcrrn E»'erich Schreiber, k. k. Slraßen - )lssistenten, sei" Kind Da. niel, alt 13 Tage, in der Karlstadter -Vorstadt Nr. l3, an Schwache. Den 18. Dem Mathias Pez'herich, Tandler, sein Kind Anna, alt 8 Wochen, in der Stadc Nr. 104, an Schwache. — Dem Johann Ieritsch, Taglohner, s. Kind Franzisca, alt 5 Jahre, m der Stadt Nr. 30, an Fraisen. Den >9. Dem Fiiedrich Hubmayer, Leistenschnei' der, sein Kind Julie, alt l Jahr, in der Stadt Nr. 97, an der alldem. Wassersucht. Den 20. Dem Johann Merchar, Taglöhner, sein Kind Leopold, all i Jahr und 3 Monate, in der St. Peters - Vorstadt Nr. 52, an Fraisen. ,_. D'. 5, beide an der Auszehrung. Deu 22. Dein Her,» Sebastian Nogl, Wund-u. Geburtsarzt, zugleich Todtenbeschauer, s K.Sophia, alr I Jahr und 9 Morale, in der Polana.-VorstadtNr. 2, an der allgem, Wassersucht. — Maiia Forster, Inwohuerswitivc, alt f0 Jahre, im Civilspital Nr. I, a" Altersschwache. __ Maria Toökar. Magd, alt 66 Jahre, in ^,^- Stadt Nr. 3l l, ani Neireoschlag. — Vincenz Kolink, Maurer, alt 24 Jahre, im Hühuer-dorfi Nl-. 19, au der Lungenveretterung. — Dcm Herrn Thomas ^I, l'iolen'o, Maczazineur, seine Gattin Victoria , alt 28 Iahie, in der St. Pete,s ^ Vorstadt Nr. 1l8, a„ de^- Entaitunq der Gebärmutter. ^.en 22. Dem Herrn Johann Suppan;, Kappel-tt»d O^utmacher, ,Vi„e Lichtechter A,,n^ Seitner, alt !0^ ^ahre, in der Stadc Nr. 172, an Convul.-siom'». Z. W. (1) Nr. 544, Personsbeschreibung dis, wegen Verfälschung an Banco- Noten in Scssana in Unterslichung gestandenen, am 8. Jänner l. I. aus dem Aireste in Scssana entsprungenen Anton Iamnift. Derselbe ist aus Lapmje, BeznkGroßlaschitsch in Krain, gebürtig, kalhcllscher Religion, 31 Jahre alt, verheirathct mit Rosa Roßi, war seit 5 Jahren her in Triest ansässig, von Prosession Schneider; er ist von mittlerer Statur, schlankem Körperbaue, hat kastanienbraune, kurze Haare, niedere Stirn, schwarze Augenbrauen, blaue Augen, Adlernase, proportionirtcn Mund, längliches, blasses Gesicht und hat in seinem Ganzen ein unheimliches Aussehen; er trägt einen kurzen schwarzen Schnurbart. Bei seiner Entweichung kleidete ihn ein abge-nü'htts, an den Acrmeln zerrissenes Hemd von weißer Leinwand, Gattiehosen von weißem Stoffe, lichte, gestreifte Sommerhosen, ein zerrissener Spenser vom schwarzem Tuche und St»efel von schwarzem Leder; als Kopfbedeckung trug er mit sich eine runde tuchene Pelzkappe ohne 3child. Er ist des Lesens und Schreibens kündig und spricht krainisch, italienisch und deutsch. Ist zu verhaftcn und direct an das k. k. Be? zirks Collegialgericht in Sessana einzuliefern. Z. "3. (l) E d i c l. Von oem gefertigten k. k. iüezilksgeichle, als Alchanlluntzsi^stal«;, wild allgcmcm kund xeniach', daß alle Jene, welche auj de» Nachlaß des ^u Pod-grao bei Salloch am 27. Novcmbtl 1850 »l> In!«-«lill« velslolbcuen Hul)en°'esil^rs uud MliUeis Oco^ !'«v,e das L^ckerwerden und Heransfalle» der Zahne rerhütct, indem bei ?ll>>vendl!!ig dieser Zahnpasta, d^r an dei, Zahne» Hafteode so schädliche Zahn--stei" beseitigt, lmd der Zahn stets weiß elhaltei, w,rd; so auch ist dieselbe für Eeeleute llnd See-Reisende vom großen Vortheile, weil dadnrch der Scordut veihütet wud. Der Gebrauch ist gHl,z ei»fach: eine gewöhnliche, nicht zu feste Zahnbürste ii, Wasser getaucht, wivd einige Mal über die Pasta gestrichen, und damit die Zahne geputzr. Die Porzellan.-Dcse jli l fl. 12 kr. reicht ein Jahr ans. Den Ve>tauf dieser Zahnpasta hat für das Kronland Kiain Heir Johann Paul Suppantschitsch, Handelsman» i» Laibach neben dem Theater, übei»onlmen, derselbe direct« vom H.rrn Zahl»-- und Augenärzte P. Pfe ffe rmat," erhalt, daher die Echtheit verbürgen kann. Nach Aussage Allei-, die von dieser Pasta Gebrauch lnachle» , ist sie allen andern Zahnpasten, Pulvern, Teigen u. s w. vorzuziehen; auch ist zu berücksichtigen, dasi eine Dose für's ganze Jahr ausreicht. Für Jene, die zum Weiterverkauf 1 Duyend Dose,, abnehmen, ist der Preis einer Dose mir 1 fi. (i kr., bei Abnahme von halb Dutzend l fl. 8 kr., bei Abnahme von nur 3 Etück l fi. 10 kr.; auch weiden die keien, unbeschädigten Dosen um 12 kr. pr. Stück zurückgenommen Zahnpasta