I^o. Samstag, 27. Mai 1899. Jahrgang 118. Macher ^ Mung. ss^^i/,, "«sprels: W« Poslve r < e >, duüg: gnuzjährla fl, l5>, lialbjährlg fl. 7 50. I ni Comptoir: l ^!üe c> ,^> liall'jährlg sl. 550. ssür die ftusiellm,,) >»« Hau« ganzjälirig sl. 1. — Insertlonsaebilr: Für ,^^ln>?iate b!s z« 4 Zeilen 25 lr,, grSßere per Z»'0e « lr,; be! öftere» Wlederholmigen per Zelle 3 li. Die «Laib, Ztg,» erlHclüt täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, Die «d«lnlftr»tlon befindet ftch Congresöplah Nr. 2, die Medaillon Narmherzigergasse Nr, 15, Sprechstunden der Redaction von «bl« lU Uhr vor- mitiogs. Unfranlierte Äriese werben nicht angenommen, Manulcrlpte nicht zurückgestellt. " Mit 1. Juni hinnt ein neues Abonnement auf die Dailmcher Zeitung. ^ '5 Pränumerations-Bedingungen bleiben »ändert und betragen: l ^ V°stv»rftndung: für Kaibach: l V« . . R» ft. - tr. ganzjährig . . K» st. - lr. ' ^F'll . . 7 , 50 . halbjährig . . 5 » »0 . ^ »°n?lig . » , 7» . vierteliährig . 2 , 75 . """ch... K » 2» . monatlich. . . — . »2 « ^°n«l die Zustellung ins Haus für hiesige , "enten per Jahr 1 Gulden. ^ ^l^ ^^ Pränumerations - Beträge wollen "" zugesendet werden. < Jg. v. Kleinmayr sc Fed. Hamberg. Amtlicher Theil. ' ^ine l. und l. Apostolische Majestät haben mit Mrr Entschließung vom 23. Mai d. I. dem I ^des Verwaltungsgerichtshosts Dr. Anton Ritter ^^kznik ausAnlass der von demselben erbetenen ^»"ng in den bleibenden Ruhestand den Titel ^ ^eliatspräsidenten allergnädigst zu verleihen ge- <Ü^'Ne l. und k. Apostolische Majestät haben mit ^Mster Entschließung vom 18. Mai d. I. den hs^Nzlllinisteriuln in Velwendung stehenden Verg-^Fx Arbesser von Rastburg zum Ober-^ allergnädigst zu ernennen geruht. Kaizl m. p. ^5^ui wnrde das IX. Stück desLanoesgchtzblattes für Krain , "^" und versendet. ^l, ^selbe enthält unter Nr. 11 die Kundmachung des Xb ^"s'denten für «raiu vom 7. Mai lUlii), Z. 61U«, ^ l>ie Ausiassuug des Verbotes des Feilhaltcns von "Uter 35 Centimeter Länge. °" der Redaction des Landesgesehblattes für Krain. Laibach am 27. Mai 1899. Nichtamtlicher Theil. Das national-politische Programm der dcntschcu Opposition. (Schluss.) Aus den «besonderen Grundsätzen für die einzelnen Länder» heben wir die auf Krain bezüglichen Grundsätze heraus: Die Deutschen in Krain müssen vor allem an ihrem Besitzstände und daran festhalten, dass die ihnen gesetzlich gewährleisteten Rechte durch Verordnungen und administrative Maßregeln nicht beeinträchtigt werden. 1.) In sprachlicher Hinsicht ist Krain ein zweisprachiges Land, und es muss die gleiche Behandlung beider Landessprachen in jeder Richtung gewahrt werden. Insbesondere sind, wie die Landesgesetze, auch alle Verordnungen, Verfügungen und Bekanntmachungen der staatlichen und autonomen Landesbehürden und der Aemter jener Gemeinden, in deren Sprengel neben Slovene« auch Deutsche sesshaft sind, in beiden Landessprachen zu erlassen. Ebenso müssen Verfügungen, Ent scheidungen und Verständigungen aller Art deutschen Parteien in deutscher Sprache zugestellt werden. 2.) Dem deutschen Schulwesen in Krain muss die in den Gesetzen begründete und den wichtigen wirtschaftlichen und culturellen Interessen Krams entsprechende volle Berücksichtigung zugewendet werden. Es muss deswegen in erster Reihe auf eine ent-fprechende und gesicherte Vertretung der deutschen Interessen im Landesschulrathe gedrungen werden. Es sind ferner in jenen Schulsprengeln, in denen eine national gemischte Bevölkerung lebt, beim Vorhandensein der gesetzlich bestimmten Anzahl schulpflichtiger Kinder deutscher Nationalität eigene Volksschulen mit deutscher Unterrichtssprache zu errichten und der deutsche Unterricht an den mehrclassigen Volksschulen den bestehenden Anordnungen entsprechend zu Pflegen. An deutsche Schulen gehören nur deutsche Lehrer, und für die Aufsicht über Schulen mit dieser Unterrichtssprache sind eigene deutsche Schulinspectoren zu bestellen. In diesen natürlichen Vorbedingungen des Gedeihens deutscher Schulen in Krain ist auch der Schutz der deutschen Bürgerschule in Gurkfeld gelegen, und es ist auf diese Vorbedingungen in ihrer allgemeinen Anwendung auf die deutschen Schulen in Krain mit voller Energie zu dringen. Die Mittelschulen sind so einzurichten, dass die Deutschen Krains die erforderlichen Anstalten zur Ausbildung in ihrer Sprache erhalten. Auch die landwirtschaftliche Landesschule in Stauden sowie die Gewerbeschule in Laibach und alle anderen Lehranstalten außer den Volksschulen, die in Zukunft gegründet werden sollten, sind so einzurichten, dass sie jederzeit auch deutschen Schülern und Schülerinnen zugänglich bleiben und dass diesen an der Schule unter allen Umständen die Erzielung eines günstigen Lehrerfolges ermöglicht wird. ^ Wenn die Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalt in Laibach nicht jene Einrichtung sollte erhalten können, wie sie für Mittelschulen bestimmt ist, so wäre eine entsprechende Anzahl von Stipendien für deutsche Lehr-amtscandidaten und Candidatinnen Krains zu errichten, damit sie in einer deutschen Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalt außerhalb Krains ihre Ausbildung erhalten können. ! An der bestehenden k. k. Realschule in Laibach soll an der jetzigen Organisation nichts geändert werden. l 3.) Der deutsche Besitzstand der Sprachinsel Gott-schee ist nach jeder Richtung hin ungeschmälert zu erhalten und es sind die seit den Fünfziger-Jahren administrativ abgetrennten Gemeinden wieder mit dem deutschen Bezirke zu vereinigen. 4.) Zum Schutze der deutschen Steuerzahler muss gefordert werden, dass auf entsprechendem Wege dagegen Vorsorge getroffen werde, dass seitens der Cor-porationen und der autonomen Vertretungen die allgemeinen Steuergelder nicht zu ausschließlichen und einseitigen nationalen Zwecken verwendet werden. Zugleich soll dafür Vorsorge getroffen werden, dass sowohl bei allen Landesanstalten, wie bei allen vom Staate erhaltenen oder subventionierten Anstalten, wie z. A. der Landwirtschafts-Gesellschaft, die Interessen der deutschen Bevölkerung des Landes durch eine Vertretung an allen derartigen Landes- oder anderen Anstalten entsprechende Berücksichtigung finde. Feuilleton. Das Erzherzog Albrecht-Denkmal. . H (Schluss.) ^ien "baler, breiter Steinbasc erheben sich drei ^liszl' selche hen in geschmeidigen und gefälligen ?t^„lllien geführten, schön profilierten grauen M s! ^ tragen. Einmal, bevor er völlig in die Ü^w ^' lm^ kl noch von emem Bronzegesimse He s. verbrochen. Eine als Pergamentblatt ge-H ^uertafel ist an der Stirnseite angebracht. Sie M ^ geflügelten Genien «n rolief getragen. Ober-^ez^ sbchelmter Frauenkopf, unterhalb schlingen sich Hainen. Die Inschrift lautet: «Feldmarschall H^3 Albrecht von Oesterreich 1817 bis 1895.. ^te,, f sew an dcr rechten und linken Längsseite klks^.bronzene Mäanderstreifen hin. Hier ist links ?^ei> '^" dankbarer Erinnerung an den siegreichen ^hu?s ""d väterlichen Führer» — rechts: «Dem H j.Mm Kriegsherrn, Seiner Majestät dem Kaiser V''3 Franz Josef I., zum 2. December 1898 v H'^Ungarns bewaffnete Macht.» j !^li sj; k" zweier Jahre — eine knapp bemessene ^" solch großes Werk — ist das Denkmal be-k. w^ vollendet worden. Da war kein Augen» ?öte ^säumen, und wer darau zu schaffen hatte, jM^ °le äußersten Kräfte anspannen. «Nicht um« ?> "ste ich', meinte Meister Zumbusch. Vier ?1n, ungefähr brauchte er zu Skizzen und Ent-^lW' ein volles Jahr zur Ausarbeitung des ,^e ^ten Gufsmodells. Er selbst hat die Kolossal '^tl ttx^ ein paar Kleinigkeiten ganz allein aus-' "ach einer Skizze arbeitete den architektonischen Aufbau des Sockels Professor Karl König aus, nach dessen Zeichnungen auch die Inschrifttafeln wie die übrigen ornamentalen Partien ausgeführt wurden. Der Granit zum Sockel entstammt den Steinbrüchen des Herrn Erzherzogs Franz Ferdinand zu Konopischt, die Stcinausführung rührt vou Eiusgros in Pilsen her.! Der Guss wurde von der k. k. Kunst-Erzgießerei Arthur Krupp am 1. April 1898 iu Angriff genommen und nach ununterbrochener eifriger Arbeit am 30. November glücklich vollendet. In die Leitung der verantwortungsreichen Arbeiten theilten sich die Herren Iurischowitz und Iurnicek. Die Figur sammt dem Rosse wiegt 7000 kx. Die Verzierungen am Sockel mit eingerechnet, wurden ungefähr 10.000 kx Kanonenbronze aufgebraucht, die aus 91 Theilen Kupfer zu 9 Theilen Zinn besteht. Der Kürze der Zeit wegen musste der Guss in weit mehr Stücken vorgenommen werden, als es sonst geschehen wäre. Acht Monate waren eben eine auf das äußerste bemessene Frist. Es musste in 50 einzelnen Stücken gegossen werden, die man nachher zusammenfügte und aufbaute. Es ist die Ansicht verbreitet, als ob solch gewaltige Gusswerke noch nachträglicher feiner uud sorglicher Ciselierung bedürften. Das ist nicht der Fall. Es wird nur das Gröbste weggeschafft, wie die «Nähte», welche vom Zusammenschweißen der einzelnen Guss-partileln herrühren, und Aehnliches. Das Monument misst 10 m in der Höhe und 4 m 80 «m von der Plinthe ab gerechnet. Eine wohlgelungene Verkleinerung des Denkmals bestellte Seine Majestät der Kaiser als Siegespreis für den besten Campagnerciter. Die leidige Platzfrage bildet eine Existenzfrage der öffentlichen Muliumcitte. Oft ist des Künstlers beste Muhe vergeblich aufgewendet. Oft wird ein schwächliches Werk noch durch günstige Placierung gerettet. Hier ist eine beherrschende überragende Stellung gewählt worden. Der,Feldherr benöthigt des hohen Standpunktes, um die Truppenbewegungen verfolgen zu können. Auf der Rampe über dem Brunnen — vor dem Portale des einst von ihm bewohnten Palastes — erhebt sich Erzherzog Albrechts Denkmal. Was der großherzige Förderer der Kunlisammlung «Albertina» der Kunst als edler Mäcen durch Deceunien hindurch gewährte, das hat sie, sein Angedenken verherrlichend, ihm dankbar nach ihrer Weise rückerstattet. Der Brunnen darunter stört nicht, wie zu allererst von mancher Seite befürchtet wurde. Die ganze Anlage bildet glcichfam nur die Schutzmauer der Dentmalterasse. Zumbufch wollte «seinen» Erzherzog so hingestellt wissen, dass jeder Beschauer sofort die Empfindung habe: «Dort oben ist ein schöner großer Platz im Grünen und man kann rings um den bronzenen Helden herumwandeln ...» Die Flüsse Oesterreichs stimmen schließlich auch nicht schlecht zu dem Denkmal eines Feldherrn, der ihrer so viele mit seinen siegreichen Heeren überschritten hat. In diesem Reiterdcnlmal wurde das geistiae Element zur Aussprache gebracht. Nicht im Nieder« reiten ruht eines gewaltigen Kiiegssürsten überlegene Größe, auch nicht als bravouröser Reittünstler, dessen festen Sattelsitz man zu bewundern hat, werde der moderne Feldherr dargestellt, welcher ein Philosovl, der Bataille sein soll. Ein feinsinniger Zug war es das vorderste Spruchschilo von geschmückten Friedens-eilgeln m flatternden Faltengewanden tragen zu laswl und durch seme schön geschwungenen Voluten Palmen-zweige zu schlingen, dic ein Symbol des Friedens und zuglelch des Sieges sind. «Wr. Mopst. Laibacher Zeitung Nr. 120. 964 27^Mc^M^ Die Ausgleichsftage. Die Leitartikel der Wiener Blätter sind fast ausschließlich der Besprechung der Ausgleichsfrage gewidmet. Das «Fremdenblatt» erörtert die Ursachen der Differenzen, die jetzt gelöst werden follen und erblickt sie darin, dass in dem Friedensschluss zwischen den Parteien in Ungarn eine tiefeingreifende Abänderung am Ausgleich mit Oesterreich aufgenommen wurde. Die Bedeutung und Folgenschwere derselben sei klar. Man könne wohl nicht daran denken, für fünf Jahre die gunze Organisation der Bank bis in ihre Grundmauern abzutragen und neue Mauern aufzuführen, man könne Oesterreich aber auch nicht all jene gewichtigen Geldopfcr auflasten, wie sie das neue Banl-privileg mit sich bringt. Selbst vom Standpunkte, dass für beide Staaten der Monarchie der Bestand des inneren Friedens von Vortheil sein müsse, sei es nicht begreiflich, warum Oesterreich die Kriegskosten für den inneren Ausgleich in Ungarn zahlen solle. In der «Neuen Freien Presse» werden die Ursachen der Ausgleichstrise in einer Darstellung zu-sammengefasst, welche nach der Versicherung des Blattes die Ansichten der unterrichteten politischen Kreise wiedergibt. Es heißt darin, es sei eine Abnormität, dass die beiden Regierungen zuerst über die Einführung eines neuen Bankstatuts und dann erst über das Zoll- und Handelsbündnis schlüssig werden sollen. Die zweite Anomalie sei, dass man über die Bankfrage verhandle, ohne mit der Bank vorher gesprochen zu haben. Gegenüber dem formell richtigen Standpunkte der ungarischen Regierung seien jedoch wichtige Gründe zu erwägen, welche Oesterreich zum Widerstand nöthigen. Seit dem Abschlüsse der Ausgleichsverträge unter dem Ministerium Badeni sei eine vollständig neue Situation entstanden, welche die österreichische Regierung der Pflicht enthebe, sich an die von Ungarn jetzt vorgeschlagenen Propositionen zu halten. Die Bedingungen des Äadeni'schen Ausgleiches seien nicht mehr vorhanden, die Ungarn haben sie selbst beseitigt. Die SM'sche Formel sei ohne irgend welche Verhandlung mit Oesterreich entworfen und mit den ungarischen Parteien vereinbart worden. Einseitig wurde die Perennierungsclausel aus den Ischler Vereinbarungen entfernt, und einseitig wurde in Ungarn die SM'sche Formel zur Grundlage des Ausgleiches gemacht. Diese Formel könne daher in keiner Weise für Oesterreich rechtlich verbindlich sein und sie hebe die Ischler Vereinbarungen, die unter ganz anderen Voraussetzungen geschlossen wurden, auf. Neue Verhandlungen seien deshalb nothwendig, und Oesterreich müsse eine Compensation geboten werden. Das «Neue Wiener Tagblatt» räth den nach einer Lösung Drängenden, sich, wenn auch nur für kurze Zett, in Geduld zu fassen. Die Entscheidung ruhe jetzt in anderen Händen als in denen der Männer der «Formel» oder des «Standpunktes». Nach der Ansicht der «Oesterreichischen Voltszeitung' zeige es sich jetzt, dass Herr von SM den Frieden mit der ungarischen Reichstagsopposition auf Kosten Oesterreichs geschlossen habe, nachgerade sei aber Oesterreich müde, die Kosten für die inneren Wirren Ungarns zu tragen. Die «Reichswehr» versichert, die Majorität sei einig und entschlossen, die SM'schen Forderungen nicht zu acceptieren. Vorläufig könne von einer Krise nicht die Rede sein. Das «Neue Wiener Journal» betont, dass auf Seite Oesterreichs das Recht stehe, dagegen sei die Position Ungarns die stärkere. Die volle Aufnahme des unterbrochenen konstitutionellen Verfahrens würde, wie das Blatt meint, allein die Möglichkeit bieten, den Process gegen Ungarn noch in letzter Stunde zu gewinnen. Politische Ueberficht. Laib ach, 26. Mai. Die slovenischen und kroatischen Reichsraths - Abgeordneten Graf Alfred Coronini, Dr. Gregorcit, Dr. Laginja, V. Spiucic, Ritter Berts, Dr. Ferjancic, L. Kusar, V. Pfeifer, I. Pogainit, Fr. Povse, Dr. Zitnit, L. Einspieler und Dr. Gregorec, hielten am 23. d. M. inLaibach eine Versammlung ab, um über ihre Taktik und über die Forderungen einig zu werden, welche Abg. Povse als Obmann des Executivausschusses der Rechten in den Verhandlungen dieses Ausschusses zu vertreten hätte. Die Abgeordneten haben beschlossen, bei der Rechten auszuharren, die jedoch nicht mit der Regierung zu identificieren sei, welche die Forderungen der Slovene» gänzlich ignoriere. Bezüglich des zu schaffenden Sprachengesetzes sprach die Conferenz den Grundfatz aus, dass ein solches Gesetz für alle Kronländer und nicht allein für Böhmen getroffen werde. Gestern vormittags haben im Abgeordnetenhaufe die Conferenzen der Rechten begonnen. Um 10 Uhr traten die Vorstände des Czechenclubs Doctor Engel und Dr. Stransty und des Clubs des con» servativen Großgrundbesitzes Graf Palffy und Prinz Schwarzenberg zusammen. Um 11 Uhr vormittags hielt die parlamentarische Commission des Polenclubs eine Besprechung, au welcher auch Minister Ritter von Iendrzejowicz theilnahm; beim Vicepräsidenten Ferjancic hatten die Vertrauensmänner des Südjlauischen Clubs eine Besprechung. Zeitungsmeldungen zufolge fassten dieselben den Beschluss, am 2. Juni in Laibach eine Versammlung aller slovenischen und kroatischen Reichsraths- und Landtags - Abgeordneten behufs Stellungnahme gegen das nationalpolitische Programm der deutschen Opposition abzuhalten. Nach einer der «Pol. Corr.» aus Rom zugehenden Meldung ist die Frage, ob sich nicht die Auflösung der Kammer als nothwendig erweisen wird, im Hinblick auf die fehr heftige Befehdung des neuen Cabinets Pelloux, die von der Opposition, und zwar nicht bloß seitens der äußersten Linken, geplant wird, acuter geworden. Die äußerste Linke arbeite offenkundig auf diefes Ziel hin, wobei sie darauf hofft, dass der Zwiespalt zwischen der Regierung und den «constitutlonellen» Gruppen der Kammer zu einem vollständigen Bruche führen werde. Anderseits sei es gewiss, dass das Ministerium lebhaft wünscht, Neuwahlen zu vermeiden, und in den Fragen, um welche der Kampf entbrennen wird, möglichst weitgehendes Entgegenkommen zu bekunden beabsichtigt. Dies gilt insbesondere von der Sanmun- Angclegenheit, deren ohnehin fchon reducierter u l,.^ noch weiter eingeschränkt werden soll. Wie ^<^e will die Regierung nunmehr selbst auf die M ^ Erwerbung einer Kohlenstation verzichten und l ^ eine Concession für gewisse italienische p ^ Unternehmungen anstreben. Selbstverständlich^ aber das Cabinet auch die Eventualität der ^» ^ auflüsung ins Auge faffen und schon jetzt "^HF Vorbereitungen hiefür bedacht sein. Der ^""' -^ des Königs für die wegen Betheiligung oder M,^ an den vorjährigen Mai-Aufständen vw^ B Personen, der anlässlich der Verfassungchler sn^ Sicherheit zu erwarten ist, werde hiemit in Ml ^ hang gebracht, indem man meint, dass die ^3 ^ durch diese Maßregel der etwaigen AusbeuM'^^ Amnestiefrage für die Wahlagitation der ^«"^ und der Aufstellung von ProtestcandidatuM zubeugen wünsche. ^«z Die Schweizer V undes versamm ^. wird am 5. Juni zu ihrer Sommertagung zu> ^l treten, auf deren Tagesordnung eine fo gM, .^ von Gegenständen steht, dass es kaum nwg^,s wird, sie in einer Session zu erledigen. Von g ^ Bedeutung sind das neue Forstgesetz und der ^ des Bundesrathes über die Finanzlage oer ^ genossenschaft. Von den Ergebnissen, s« ^>B letztere gelangt, dürfte es abhängen, ob die A""'" D. über das Gesetz, betreffend die Unfall- und ^i ^ Versicherung, erfolgt. Freilich meinen einige >o ^ man könnte dieses Gesetz jetzt schon in den ^l annehmen, zugleich aber erklären, das es lN ^. trete, sobald der Bund dafür, sei es durch 0'^. einnahmen, sei es durch Einführung des ,^ Monopols, die nöthigen Geldmittel besitze; «i^ ^ machen viele gerade von der Art und Wel>e, ' ^ Beschaffung der Geldmittel erfolgt, ihre Zu,l>" ^ zu dem Gesetzentwurf abhängig. Ob auch "> ^ über die Unterstützung der Volksschule d^ ^. Bund vorgelegt werden wird, ist nicht sich"'^.M gesichts der finanziellen Schwierigkeiten unwahr>H ^ Nach einer der «Pol. Corr.» aus dem H""v^. gehenden Meldung sind die Versuche der d^j., sendeten «Delegierten des ar men lschen "" . sül die Aufmerksamkeit der Mitglieder der 6onse'H,i,i die armenischen Beschwerden zu gewinnen, v^> ^ gescheitert. Die Vertreter der Mächte lM'^ geweigert, die Armenier zu empfangen, und oe ^ sident der Conferenz hat das Ersuchen, da>s ^ armenisches Memorandum entgegennehmen uno H< irgend einer Form bestätigen möge, abgewie^' ^ Mitglieder der Conferenz haben ferner e" ^. «Centralcomite' der liberalen Partei in oer T U pl veröffentlichtes Flugblatt auf dem Postwege M^j erhalten, dasselbe jedoch nicht der geringsten«" gewürdigt. ^<^ Tagesueuigteitell. ^ — (Erinnerungszeichen anEri y ^ Albrecht.) Das Erinnerungszeichen, das Se. ^i der Suite weiland Sr. t. u. l. Hoheit deS durch""" F Erzherzogs Albrecht angehürt hatten, iv M Lorbeerlranz, auf dem zwei gekreuzte ^l^^B^ Madame Uarcisse. «oman von El. Naft. (32. Fortsetzung.) VII. Als die Sonne am andern Morgen ihr strahlen-umkrünztes Haupt aus dem rosigen Kissen erhob, umspielte ihr goldiger Schein einen einsamen Wanderer, der rastlos über die thausrischen Wiesen dahinschritt. Es war Drubeztoi. Die Anstrengungen der Reise, die neue Umgebung, die Unterhaltung mit seinem Freunde, dieses alles hatte ihn, dessen Nerven zerrüttet waren, so erregt, dass er in der Nacht vergeblich Schlaf gesucht und daher beim ersten Morgengrauen sein Lager verlassen hatte. Eine Zeitlang war er im Garten umhergeirrt, dem Spiele des Windes zuschauend, der bemüht schien, mit flüchtigem, neckischem Kusse die träumenden Blumen zu erwecken; dann war er durch den Park geschritten und aufs freie Feld hinausgegangen. «Ich bin trank!» dachte er, plötzlich stehen bleibend und wandte sein blasses Gesicht der aufgehenden Sonne zu. «Aber werde ich hier gefunden?» Er stieß einen langgezogenen, klagenden Schrei aus und drückte die geballten Hände gegen die Brust. «Nur noch eine Stunde mit ihr zusammen sein! Nur noch eine Stunde!» Er taumelte wie trunken vorwärts, quer durch ein hochhalmiges Kornfeld und sank endlich erschöpft am Saume eines Wäldchens nieder. Hier lag er stundenlang und dachte an das Weib, das fein Leben vernichtet hatte und das er dennoch mit jeder Faser jeineS Herzens liebte. Mit sanftem Rauschen wogten die Aehren auf und nieder. Drubezkoi heftete den düstern Blick auf die goldenen Wellen und seine Gedanken trugen ihn fort, weit fort an das Gestade des mittelländischen Meeres, dessen Wasser so tiefblau und klar sind wie ein edler Saphir. Durch die Bäume gieng ein immerwährendes Flüstern und Raunen und die Stimme eines Vögleins wurde laut, erst fchüchtern, dann aber schmetterte es heller und heller in den Wald hinein. Drubezkoi hob lauschend den Kopf. «Auch ihre kleine Kehle vermochte nur wenige, aber silberreine Töne hervorzubringen, gerade so wie deine Kehle, Vögelein,» sprach er vor sich hin. «Alles, alles mahnt mich an sie!» Er erhob sich und den Blick starr zu Boden gerichtet, kehrte er auf weiten Umwegen in das Schloss zurück. Iln Park stieß er auf Leczinsti. «Ah, da bist du ja!» rief ihm dieser entgegen. «Weißt du auch, dass ich dich bereits ein paar Stunden lang gesucht habe? Heute früh, bevor ich nach der Station ritt, um den Lutowojstis ein letztes Lebewohl zu sagen, poche ich bei dir an und wie alles still bleibt, glaube lch, dass du noch schläfst und freue mich darüber. Als ich aber zurückkomme und durch deinen Patruschka erfahre, dass du dich bereits vor Sonnen« aufgang erhoben hast und schon seit Stunden spurlos verschwunden bist, werse ich mich wieder aufs Pferd und jage ein paar Wjerst weit ins Land hinein.» «Das hättest du dir ersparen können,» sagte Drubeztoi trocken. «Ich lag dort drüben am Saume des Waldes und sonnte mich.» «Hm!» machte Leczinski und streifte den ^ mit einem prüfenden Blick, dann führte erH dem auf der Veranda aufgestellten Frühstück»^ Als das Mahl, welches beinahe wow^ genommen wurde, beendet war, zündete Lecz ^ eine Cigarette an und erhob sich. . ^i^' «Wenn es dir recht ist, zeige ich dir M ,^ Besitz,» fagte er. «Ich unternehme nälMAyF Morgen einen Infpectionsritt, und wenn du " , dabei begleiten wolltest —» ^l^ «O, bitte, thue, was dir beliebt!' "' Drubeztoi ihn rasch. ^ ^ «Du wirst mit mir kommen, nicht way' polyt?. forschte jener. >^, ^ «Ich?» wiederholte der Gefragte. <^rM ^ ich dir den Wunsch nicht erfüllen kann. Ich "^ ^ und dann habe ich auch durchans tewe ^^, aufs Pferd zu setzen. Lass mich also lieber h^ ich bitte!» ,- gM «Nun, wie du willst,» sagte LeczlNs" und nahm wieder seinen Platz ein. ^ s^,, «Was soll das denn?» fragte Drube^,^ runzelnd. «Du sollst doch durchaus leine N""'zM mich nehmen, sondern thun, was du zu ly"» bist.» ^<^''lli «Ich bleibe hier! lautete die stoische A""^ i>" «Aber du sagtest doch soeben, dass Morgen —» <^ «Ganz recht!» unterbrach Leczinskl H^ll/ jedoch ziehe ich es vor, dir Gesellschaft z" ^' Drubeztoi blickte gequält auf. (SoHetzun, fol«t.) Hlbacher Zeitung Nr. 120. 965 27. Mai 1899. 3 5 ^ch" ist der Buchstabe «^» sichtbar. Die ^ des Lorbeerkranzes deckt der Erzherzogshut. Die ^tion ist vollständig aus getriebenem Silber. ^^(Selbstmorde in Wien.) Der Polizei-^t berichtete von nicht weniger als dreizehn Selbst-h/"' beziehungsweise Selbstmordversuchen, die an den ^ ^fingstfeiertagen begangen wurden. ^ ^ (Tantalusqualen einesKindes.) Eine ^ "che Leidensgeschichte weiß eine Localcorrespondenz >< ^^m iitinde eilies in der Ortliebgasse in Hernals fasten Schmiedgehilsen zu berichten. Das Kind, ein ^hliger Kaabe, sei von seinen Eltern viel miss-h. lt worden j es schlief regelmüßig unter dem Bette, h, ,lel Hunger, im Winter viel Kälte. Eines der Haupt-h "tel der Eltern bestand darin, dass man das ^"gt Kind an das Bett festband und dann das :/°uf den Tisch stellte. Das hungernde Kind sah die ^>"n lliit den dampfenden Speisen, sah, wie sich die 5l>/Ü ^"" sättigten, konnte aber selbst nicht au den lh ^ran und bekam auch nichts vom Essen. Dieser ^ Müertester Grausamkeit sei in der Wohnung au Hausordnung gewesen. Zuweilen habe die Mutter tijch c" cm das Bett gebunden, das Essen auf den <„». ^tsetzt und den armen Jungen stundenlang allein l Gesichte der Speisen, nach denen er lechzte und die ü,^ nicht erreichen konnte, belassen. Das Kind wurde «5 ^ '^wacher, so dass es oft nicht die Kraft hatte, ^ >>^ schule zu gehen. Die Hausparteien wurden ^/fle Unmenschlichkelten derart erbittert, dass sie der ^ die Anzeige erstatteten. >tjs"" (Eine verhängnisvolle Pfingst-^^ Man berichtet der «Neueu Freien Presse» alls ^.' Der Magazineur Franz Zackl unternahm am ^ Nonntag mit Frau und vier Kindern eine Eisenbahn-^' "Ul seine in Neu-Neicheuau lebenden Eltern zu be-^ In der Nahe von Iglau, bei Deutsch - Schützeu-^' derließ ein Nadfahrer das Coup? und schloss die ^z »?^ur nicht ganz zu. Das sechsjährige Töchtercheu ^ ^gazineurs stellte sich zu dieser Thür, um auf die ^ ^ ^hen, plötzlich flog die Thür auf und das ^ >lvg in weiteul Bogen aus dem dahinbrausenden ^.Sofort sprang die Mutter dem Kinde nach, und H^ ^ ^^ Herr Zackt feiner Frau uud Tochter. H ^, ^^n die Passagiere, wie die Frau einen etwa steter tiefen Damm hinabtollerte. Spät am Abend l^. >le in schwer verletztem Zustande aufgefunden; das ^n hat nur eine Risswunde an» Kopf erlitten, Herr 5 ^ "w ohne Verletzung davon. Das Befinden der Frau ^"tguiserregend. ^lis^ Aristoteles in Delphi.) Nachdem die ?^en ^''^^^selder uns einen neuen Aristoteles haben ^. lassen, reden nun auch die delphischeu Steine. >» ^ ^ Unzahl von Inschriften, welche die Franzofen ^h» ^bwl Iahreu in Delphi bloßgelegt haben und ^, ^n erst kaum ein Zehntel, 362 Texte, veröffentlicht ^lch^ sich auch ein unscheinbares Bruchstück in ^^nschrift mit dreizehn, zum Theil arg ver-^l >, ^" Zeilen. Mit großem Scharfsinne hat den In-,^ss° ^ Inschrift der französische Gelehrte Homolle er-^ V es ist ein Ehrenbeschluss für Aristoteles und ^.^effen Kallisthenes als Dank für die Anfertigung ^2erliste der pythischeu Spiele. Dieses Werk, das ^il^ ^ ^^ delphische, sondern für die ganze ältere ^ !>»/kalter die Anweisung, das Siegerverzeichnis in ^uen und im Apolloheiligthunl aufstellen zu lasseu. ^^ (Ehren geleite für einen wegen ^ es Verurtheilte n.) Aus Belgrad meldet °t°^terni 21. d. M.: Gesteru fand ein denkwürdiger !^s der ««ehr als fünf Vierteljahre dauerte, feinen ^illg' ' Zu Beginn des vorigen Jahres wurde der A,>^'Und Gemeindearzt von Cuprija, Dr. Abraham ^ ^.um, unter dem Verdachte, im Vereine mit ^ /^"er Nozin, seine Gattin Clara ermordet zu ßV ^haftet. Der Angeklagte wurde von den Gerichts-V^ Instanzen abwechfelnd entweder des Mordes ^et^ ^"ltt und zu zwauzigjährigem schweren Kerker Ht ^ verurtheilt oder freigesprochen. Der Gerichtshof . ^' "i sprach H" jedesmal frei, während der ?l>^ ""nsgerichtshof ill Belgrad ihn stets für schuldig ^w, "^ i« der augeführten Strafe verurtheilte, ^ 0^ " berste Gerichts- und Cafsationshof stets ^ Heil des 'Aftpellationshofes cassierte. Bei der Hz^^^ichtsverhandlung wurde endlich das Urtheil ^ "lg und Dr. Mandelbaunl zur Abbüßung der ^ ^as be" Kerker abgeführt. Bei seiner Escortierung !>,iz^ Mhose vnn ^uprija gab ihm fast die gesummte ''hiekä U des Bezirks uud der Stadt Cuprija das 3 sei»,, gleite, indem sie ihn, versicherte, dass sie fest M^ "nschuld glaube und ihm Trost zusprach. Unter ? sich ""hm Dr. Maudelbaum von der Bevölkerung, ^ duft ^" verschiedenen Gerichtshöfen immer für 'l.^,. Unschuld eingesetzt hatte, Abschied. Es kam ^lschcn den» wegen Mordes Verurtheilten und seinen zahlreichen Freunden, Bekannten, ehemaligen Patienten zu bewegten und innigen Scenen. Doctor Manoclbaum wurde nach Belgrad gebracht, wo er in den Casematten der Festung seine schwere Strafe antrat. — (Die Intelligenz der Ameisen.) Zur Frage, ob die Ameisen Intelligenz besitzen, theilt die «Naturwissenschaftliche Wochenschrift» folgendes Experiment des bekannten Forschers Wasmann mit: «Ich nahm», sagt Wasmann, «ein weites Uhrglas, füllte es mit Wasser uud setzte in die Mitte auf eine kleine Insel ein Schälchen mit Ameisencocons, die ich alls derselben Colonie vorher weggenommen hatte. Dann wurde das Uhrglas auf die Oberfläche des Nestes gebracht. Die Sanguinea bemerkten bald die Cocons und reckten ihre Fühler nach der Insel aus; da sie aber bei jedem Verfuche. sich derselben zu uähcrn, ins Wasser gericthen, zogen sie sich immer wieder zurück. Schon glaubte ich, die Ameiscu würden das Hindernis nicht überwinden, als plötzlich eine Sanguinea damit begann, Erdklümpchen, Holzstückchen, Ameisenleichen und ähnliche feste Gegenstände herbeizutragen und ins Wasser zu werfeu. Andere folgten ihrem Beispiele, und bald hatten sie einen Weg über das Wasser hergestellt. Nach Verlauf einer Stuude, vom Beginne des Experimentes an gerechnet, hatten sie mittelst dieser schwimmenden Brückt sämmtliche Cocons von der Insel abgeholt. Ist diese Beobachtung nicht ein ganz verblüffender Beweis dafür, dafs wenigstens I^ol-iniuu, «un^uiucn doch eine beträchtliche Dosis von Ueberlegungsfähigkeit, von zweckbewusster Intelligeuz besitzt? — Um diese Frage zu beantworten, wurde folgender Controlverfuch allgestellt: Nach einiger Zeit stellte ich dasselbe Uhrglas mit Wasser den Ameisen auf die Nestoberfläche, diesmal jedoch ohue Iusel und ohne Cocons. Hatten die Ameisen bei jenem ersten Versuche wirtlich einen Brückenbau beabsichtigt, um zu den Cocons zu gelangen, so lag jetzt kein Grund für sie vor, dasfelbe Verfahren zu wiederholen. Trotzdem begannen sie auch diesmal bald mit dem Trockenlegen des Sees, nachdem sie sich einigemale zufällig nasse Füße geholt hatten. Obwohl hier keine Cocons zu erobern waren, wurde das Wasser im Uhrglase dennoch in fast derselben Zeit wie damals mit Erde und anderen festen Gegenständen bedeckt. Wir diirfcn hieraus schließen, dass die Ameisen auch das erstemal nicht die Absicht verfolgten, eine schwimmende Brücke zu bauen, sondern bloß die unangenehme Feuchtigkeit zu beseitigen, die ihnen den Weg versperrte.» — (Niggerhahen mit Bluthunden.) Die Polizei in Chattanooga (Tennessee), hat die Bevölkerung mit einem neueu Sport beschenkt, der, wie man hofft, sich rasch einbürgern und zur weiteren Hebung der guten Sitte Ulld öffentlichen Moral das seinige beitragen wird. Dort tagt nämlich z. Z.der Congress der Polizeihäupter der größte» und vornehmsten Städte der Vereinigten Staaten von Amerika. Zu Ehren derselben ward der neue Sport erfuuden und diesertage inauguriert. Ein extra dazu »gemieteter» Neger wurde, nachdem die ganze Gesellschaft auf einem besonderen Festdampfer den Tennessee-Fluss hinaufgefahren, «losgelassen» und eine Stuude später ihm sieben riesige Bluthuude auf die Spur geschickt. Die Hatz gieng über offenes, aber oft durch Hecken und Bäche unterbrochenes Gelällde. Bald war der Schwarze erschöpft und die blutlechzende Meute ihm auf den Fersen. Im letzten Augenblick erklomm der Verfolgte glücklich einen Baum, eben als der erste Moloß ihu niederreißen wollte. — Die Zuschauer waren entzückt. Local- und Prouinzial-Nachrichten. — (Entscheidung inSchulangelegen-heiten.) Ueber einen einschlägigen Recurs hat das k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht entschieden, dass für eine Schule, deren Sprengel nicht wenigstens eine ganze Ortsgemeinde umfafst, ein eigener Ortsfchulrath nicht errichtet werden kann. —o. — (Subvention.) Wie uns mitgetheilt wird, hat das k. t. Ackerbauministerium dem Käserei-Geschäftsführer in Gutenfeld, Johann Leskovec, behufs Theilnahme an dem Käsereicurse an der landwirtschaftlichen Lehranstalt in San Michele eine Unterstützung von 50 st. bewilligt. —o. — (Genossenschaftliches.) Einer uns zugehenden Nachricht zufolge wurden die im Sinne des Gesetzes vom 23. Februar 1897, R. G. Bl. Nr. 63, abgeänderten Statuten der hiesigen Kleidermacher-, Hut-macher-, Handschuhmacher- und Kürschuer - Geuosscuschaft von der k. k. Landesregierung genehmigt. —c». — (Zur Stadtregulierung.) Wie uns mitgetheilt wird, hat die k. k. Landesregierung einver-stündlich mit dem Üandesausschusse die vom hiesigen Gemeinderathe in Abänderung des allgemeiuen Stadt-regulicrungsplanes befchlossene Auflassuug des projectierten, an die Bahuhofgasse längs der Realität des Franz strukelj aligrenzenden Platzes, die Reducierung der Breite der Barmherziger-Gasse von 18 m auf 16 in und die Regulierung der Bahnhofgasse in ihrer ganzen Ausdehnung auf eine Strahenbreite von, 14 in im Sinne des tz 3 der Bauordnung für die Landeshauptstadt Laibach genehmigt. —o> — (Wahl.) Bei der am 16. d. M. bei der l. k. Bezirkshauptmannschaft in Loitfch stattgefundenen Neuwahl zweier Mitglieder und zweier Ersatzmänner in die Karstaufforstungs - Commission wurden gewählt: zu Mitgliedern Thomas Tolazzi in Unterloitsch und Alois Pogacuit aus Zirknitz; zu Ersatzmännern Ivan Grudeu aus Ielicenvrh und Jakob Turk aus Ravnik. —o. — (Ha gel schlag.) Am 22. d.M. nachmittags gieug, wie bereits kurz berichtet, über die Ortschaften Velce, Sueberje, Oberzadobrova, Unterzadobrova, Salloch, Ober- und Unterkaschcl der Gemeinde Mariafeld, dann Zadvor, Zavoglje, Sostro, Dobruuje, Heinjice, Zagradisce, Wehllitz, Iavorsti Vrh, Zavor und Hagarji der Gemeinde Dobrunje ein heftiges Hagelgewitter, von Sturm begleitet, nieder, wodurch die Culturen auf den Feldern, namentlich die Gerste, der Roggen und Weizen in den einzelnen Ortschaften, wie in Salloch, Ober- und Unterkaschel, Zavoglje, Sostro uud eiu Theil in Zadvor gänzlich vernichtet wurden. Die übrigen Ortschaften wurden von der Katastrophe etwas weniger betroffen. Der durch den Hagelschlag verursachte Schaden wird in der Gemeinde Mariafeld auf 52,500 fl. und i>l der Gemeinde Dobrunje auf 19.100 fl., zufammen auf 71.600 si. beziffert. — Wie man uns aus Freithurn anzeigt, gieng am 22.d.M. nachmittags ein Hagelschlag nieder, der in den Gemeinden Grüble, Tribuce und Adleiic einen beiläufigen Schaden von 43.250 fl. anrichtete. Die Saaten und Weingärten sind total vernichtet; erstere können nicht einmal für Viehfutter verwendet werden, letztere find öde, der Boden aber erscheint mit abgeschlagenen Rebenästen grün bedeckt. Selbst Hühner wurden todt aufgefunden. Ob eine Ncufaat stattfinden wird, ist fraglich, da die meisten Besitzer weder Mittel noch Getreide haben. Mit Rücksicht auf die traurige Lage dürfte eine Unterstützungs-actiou uothwendig erscheinen. —r. * (Brand.) In der Nacht zum 23. d. M. brach in der kleineu Tuchfabrik der Maria Cop Hs.-Nr. 31 im Orte Moste, Gemeinde Bresnitz, Feuer aus, welches binnen einer halben Stunde sämmtliche Woll- und Stoff-vorrüthe, zwei Maschinen und den hölzernen I. Stock einäscherte. Der hiedurch verursachte Schaden betrügt circa 5060 fl.; die Aenachtheiligte ist bei der Triester Ver-sicherungsgesellschaft um 5000 ft. versichert. Die Erhebungen wurden von einer auf dem Brandplatze erschienenen Geildarmerie-Patrouille gepflogen. Dieselbe con-statierte, dass die Schuld den Tuchmachergehilfeu Jakob Tavöar trifft, welcher sich am selben Abend im angeheiterten Zustande mit einer Petroleumlape auf den Dachboden, eine Kotze suchend, begab. Taocar, welcher seiner Handlung geständig ist, leistete bei seiner Dienstgeberin Abbitte. Wegen Fluchtverdachtes wurde derselbe dem com-petenten k. l. Bezirksgerichte Radmannsdorf eingeliefert. —r. * (Feuerrohr einer Locomotive geplatzt.) Am vergangenen Donnerstag abends platzte das Feuerrohr einer Verschieblocomotive der Südbahn in der Station Laibach, ohne indessen jemanden unter den Bediensteten zu verletzen. —r. — (Das Reh und der Radfahrer.) Unter diesem Titel erzählen die in Villach erscheinenden «Kärntn. Nachrichten»: Dem WVillacher SMttreisen wohlbekannten Herrn Aichholzer ist vergangenen Freitag bei einer Radtour von Spittal nach Gmünd ein eigener Radunfall zu-geftoßeu. Auf die Straße kam plötzlich ein Reh, welches über den Lieferftuss geschwommeu war und wollte springend eine auf der andern Straßenseite befindliche Wand erklimmen. Doch war entweder diese zu hoch, oder dae Reh zu matt, es fiel zurück auf die Straße, gerade unter Herrn Aichholzers Stahlross, welches gleich darauf sammt seinem Herrn auf der Straße lag. Das Reh aber war nach diesem Zusammenstoß stink auf den Beinen und schneller als der ziemlich zerschundene Radfahrer verschwunden. — (Sanitäres.) Ueber den Verlauf der Typhus-Epidemie in Kropp geht uns die Nachricht zu, dass von den elf erkrankten Perfonen kürzlich vier genesen sind und nuumehr noch sieben in ärztlicher Behandlung sich befinden. —"- * (Selbstmord.) Der 19jährige, beim Besitzer Anton Svetek in Gostince, Gemeinde Mariafeld, be-dienstete Hirte Franz Malalan misshandelte am 3. d. M. eine Kuh feines Dicnstgebers in solcher Weise, dass dieselbe fast umkam. Malalan verschwand spurlos noch am selben Abende. Am 19. d. M. abends wurde derselbe im Walde «Kacarjev hrib», Gemeinde Wolaule, Bezirk Littai, erhängt aufgefunden. Die Leiche war bereits start verwest; Sftnrcn einer Gewaltthat konnten an derfelben nicht bemerkt werden. Daher ist anzunehmen, dass Malalan nach der Entfernung von seinem Dlenstherrn aus Verzweiflung über seine That einen Selbstmord verübt hat. —r. — (Erlegter Steinadler.) Aus Tarois wird geschrieben: Vor einigen Tagen gelang es dem Förster Darner in Goggau, der einen Hahn «verlosen» wollte, im sogenannten «Wagcnbachgraben» einen prächtigen Steinadler zur Strecke zu bringen. Dieser mächtige Räuber ist so selten, dass wohl nur vom Glücke besonders Be« günstigte einmal auf ihn zum Schusse lommen. Laibacher Zeitung Nr. 120. 966 27. Mai W^ — (Ernennung.) Das k. k. Handelsministerium hat den Postofficial Richard Marignoni in Trieft zum k. l. Postconcipiften daselbst ernannt. ' — (Arbeiterfest.) Wie bereits berichtet, findet morgen in Laibach zur Feier des Regierungsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers ein Arbeiterfest statt. Zur Theilnahme an demselben haben sich über 90 Vereine an« gemeldet. — (Dem FürsterzbischofDr. Missia) wird, wie »Piccolo» aus Görz berichtet, der Neffe des Papstes, Graf Camillo Pecci, den Cardinalshut überbringen. — (Hochwasser.) Aus Katharina wird gemeldet, dajs der Gradasicavach ausgetreten ist und die Wiesen überschwemmt sind. Weiters gehen uns aus Theinitz und Sairach Nachrichten über eingetretene Ueberfchwemmungen zu. —o. — (Sanitäts - Wochenbericht.) In der Zeit vom 14. bis 20. Mai kamen in Laibach 33 Kinder zur Welt, dagegen starben 23 Personen, und zwar an Diphthcritis 1, Tuberculose 2, infolge Schlagflufses 1, infolge Unfalles 1, durch Selbstmord 1 und an fonstigen Krankheiten 17 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 2 Ortsfremde und 10 Personen aus Anstalten. Von Infectionstrankheiten wurden gemeldet: Masern 17, Diphtheritis 4 «nd Erysipelas 2 Fälle. — (Zur Volksbewegung in Krain.) Zu den von uns bezirksweise registrierten Daten über die Volksbewegung in Krain liegt uns nun das diesbezügliche Summarium für das erste Quartal des laufenden Jahres vor, welchem Folgendes zu entnehmen ist: Bei einer Ve-völkerungszahl von 504.974 Seelen wurden 1248 Ehen geschlossen. Die Zahl der Geborenen belief sich auf 4762, jene der Verstorbenen auf 3483, welch letztere sich nach dem Alter folgendermaßen vertheilten: Im ersten Monate 297, im ersten Jahre 614, bis zu 5 Jahren 1289, von 5 bis zu 15 Jahren 169, von 1b bis zu 30 Jahren 228, von 30 bis zu 50 Jahren 312, von 50 bis zu 70 Jahren 756, über 70 Jahre 729. Todesursachen waren: bei 152 angeborene Lebensschwäche, bei 516 Tuberculose, bei 284 Lungenentzündung, bei 211 Diphtheritis, bei 86 Keuchhusten, bei 29 Scharlach, bei 4 Masern, bei 32 Typhus, bei 7 Kindbettfieber, bei 4 Wundinfectionskranlheiten, bei 24 andere Infektionskrankheiten, bei 9? Gehirnschlagfluss, bei 46 organischer Herzfehler, bei 45 bösartige Neubildungen, bei allen übrigen sonstige verschiedene Krankheiten. Verunglückt sind 39 Personen. Selbstmorde ereigneten sich 7, Morde und Todtschlüge 8. —o. — (Aufgefundene Kindesleiche.) Im Laufe der vorigen Woche wurde, wie man uns aus Nad-mannsdorf mittheilt, von Minna Plemelj aus Veldes auf dem neuen Friedhof in Veldes eine in ein Tuch gewickelte Kindesleichc, die in eine Papierschachtel gelegt und nur einige Centimeter tief vergraben worden war, aufgefunden. Nach Ausfage der Hebamme Torkar dürfte dieses Kind über drei Monate alt gewesen und vor nahezu sechs Wochen vergraben worden sein. Die vom Gendarmerie - Posten in dieser Richtung eingeleiteten Recherchen blieben bis nun erfolglos. Das competente Gericht wurde von dem Funde verständigt. —i-. — (Platzmusik.) Programm für morgen: 1.) Groher italienischer Militärmarfch von Giove. 2.) Ouvertüre zur Operette «Leichte Cavallerie» von Suftpö. 3.) «Ein Leben voll Freude», Walzer von Annie-Christofth. 4.) «Frauenliab», Lied von Schild. 5.) «Amüsant und pikant», Polka frany., von Gleisner. 6.) Grohe Phantasie aus der Oper «Aida» von Verdi. — (Landwirtschaftliche Ausstellung in Wien.) Die am 24. d. M. eröffnete VI. internationale Zucht- und Nutzviehfchau präsentiert sich als eine der größten Veranstaltungen dieser Art. Sie umfasst alle Rassen und Kreuzungen in den vorzüglichsten Exemplaren des Zuchtviehes. Sehr bemerkenswert sind die großen Collectionen reinrassiger Thiere. Sehr erfreulich find die Fortschritte, welche die Rindvieh« zuchtanstalten und Stationen der l. k. Landwirtschafts-Gesellschaft in Wien gemacht haben. Tirol und Vorarlberg haben hervorragend ausgestellt. Grohe Beachtung finden die reinen Simmenthaler aus Hufingen im Groh° herzogthum Baden. Der ungarische Ministerpräsident Koloman von Szell hat ebenfalls eine schöne Collectton Simmenthaler von seinem Gute Ratot Herahaza ausgestellt. Vorgestern wurde die zweite Serie der Werbeausstellung eröffnet. * (Aus dem Polizeirapporte.) Am 23. d. M. wurden drei Verhaftungen vorgenommen, und zwar zwei wegen Uebertretung des Diebstahls und eine wegen Excesses. — Am 24. d. M. wurden vier Personen in Haft genommen, und zwar zwei wegen Ucbertrctung des Diebstahls, eine wegen Bettelns und eine wegen Trunkenheit. — Am 25. d. M. wurden sechs Personen sonen verhaftet, und zwar drei wegen Vacierens, zwei wegen Bettelns und eine wegen Vergehens nach § 8 des St. G. und § 45 des Wehrgefetzes. Anton Kenda, Besitzers-söhn aus Hrastje, wollte nämlich vor Erfüllung der Militärdienstpflicht nach Amerika auswandern. —r. — (Verhaftung.) Im Jahre 1894 machte in Graz der gewesene Präsident des Staatsbeamten- Casinos, Ministerial-Vicesecretär Otto Edler von Hilde-prandt, wegen seines plötzlichen Verschwinbens viel von sich reden. Man erzählte, dass Hildeprandt nach Verlassen seiner Familie nach Amerika geflüchtet sei. Vor einigen Tagen nun wurde der Vermisste in Tobelbad, wo er Zeche gemacht hatte, die er nicht bezahlte, verhaftet und dem Grazer Landesgerichte eingeliefert. Hildeprandt wird auch vom. Landesgerichte Laibach wegen Betruges steckbrieflich verfolgt und dürfte diefem Gerichte übergeben werden. — (Lieferungs-Ausfchreibung.) Mit Bezug auf unsere Notiz in Nr. 117 theilen wir mit, dass die Offertverhandlung, betreffend die Lieferung von Kupfer, Bronze und anderen Metallen für das Arsenal in Ferrol (Spanien), auf den 17. Juni 1699 au-beraumt wurde. Den 28.Mai (Heilige Dreifaltigkeit) Hochamt in derDomtirche um lOUHr: Messe «O «I6in«u8» von Dr. Ioh. Benz, Graduate von Anton Foerster, Offertorium von Ioh. Ch. Rinck. In der Stadtpfarrkirche zu St. Jakob am 28. Mai Hochamt um halb 10 Uhr: Messe von Adolf Kaim, Graduate von A. Foerster, Offertorium von Ioh. Bapt. Tresch. Theater, Kunst und Literatur. — (Ein Gedenktag.) Vor dreißig Jahren — am Dienstag den 25. Mai 1869 — wurde das neue l. k. Hofoperntheater in Wien mit Mozarts Oper «Don Juan» eröffnet. Seitdem giengen im Hofoperntheater 234 Tondichtungen (Opern, Singspiele, Requiems, Oratorien tt.) und 66 Ballets in Scene. Diese 300 Nühnenwerle hatten 120 verschiedene Autoren. — (Theaternachrichten.) «Cendrillon», Feenoper in sechs Bildern von Cain, Musik von Massenet, hatte diesertage in der Komischen Oper in Paris Erfolg. — Im Teatro Storchi zu Modena hat die neue Oper des jungen Componisten Modesto Poggi «Irnerio» Erfolg errungen. Das Verdienst des Componisten ist umso größer, als er es mit einem absurden Textbuch zu thun hatte. — (Die Generalversammlung des Deutschen Bühnenvereines), welche in Köln stattfand, befchlofs, alle dem Deutschen Nühnenuereine angehörenden Bühnen zu veranlassen, im nächsten Jahre an einem und demselben Tage zum Gedächtnisse an Gustav Freytag dessen «Journalisten» oder ein anderes seiner Werke zur Aufführung zu bringen und von den daraus resultierenden Einnahmen zehn Procent dem Fonde für das in Wiesbaden zu errichtende Gustav Freytag-Dentmal zuzuwenden. — (Ueber die Darstellung des «Hamlet») durch Sarah Bernhardt in Paris schreibt man der «Voss. Zeitung»: «Dass es ein besonders anmuthiger Anblick ist, die alternde Frau in den Beinkleidern und dem Wams des Dänen-Prinzen umherfahren, bald jaguarartig kriechen, bald mit großen wilden Schritten ausschreiten, mit den Armen fuchteln und sich sonderbar in den Hüften wiegen zu sehen, kann ich nicht behaupten. Auch die Anstrengungen, die sie machte, um ihre Stimme in tiefe Lagen zu zwingen, und ihr männlich kräftige Bassfärbungen zu geben, müssen eher Heiterkeit als Rührung und Erfchüt-terung erregen. Von einer geistigen Auffassung des Charakters kann nicht die Rede fein.» — (Steier märkischer Kunstverein.) Am 29. Juni findet die Gewinstverlosung statt, an welcher nur gezahlte Antheilscheine theilnehmen. Die Verlosung ist so reich ausgestattet, dass auf je zwanzig zur Verlosung kommende Antheilfcheine ein Kunstwerk als Gewinn entfällt. Außerdem erhält jeder mit 3 fl. gezahlte Antheilfchein noch ein Kunstblatt als Prämie, das im Kunsthandel mehr als den doppelten Preis des Anthcilscheines kostet. Zur Verlosung gelangen unter anderen folgende sehr wertvolle Gegenstände: 1. Dachau, Gouache von Professor L. Dill. 2. Dilettantinnen, Aquarell von Professor L. Dettmann. 3. Enten, Oclgemälde von F. R. Graesfel. 4. Sommernacht, Oelgemälde von H. Urban, ü. Flufslandschaft. Oelgemälde von H. Liesegang. 6. Im Moos, Oelgemälde von Professor August Fink. 7. Im Cafe, Aquarell von Paul Hey. 8. Grotte bei Recco, Oelgemälde von Karl O'Lynch. 9. Pferde am Pflug, Oelgemälde von Fr. Eckenfelder. 10. Abend Oelgemälde von Ad. Hengeler. 11.) Herzblättchen, Oelgemälde von E. Daelen. 12.) Neapolitanischer Knabe, Büste von I. Einspinner. Außerdem wertvolle Kupferstiche, Album, Chronws und Gravüren. Als diesjährige Prämien stehen zur Auswahl: Sixtinische Madonna, großes Brustbild in Farben nach dem Original von Rafael Sanzio. Triton und Nereide, Photogravüre nach Arnold v. Böcklin. Unter Rosen, Chromo nach Wilhelm Menzler. Wer kommt? Chromo nach Eduard Niczky, diese beiden letz-! teren sind Pendants. Außer diesen noch 23 ältere Prä-»nienblätter laut Verzeichnis. Da jeder gezahlte Antheilschein wenigstens ein Kunstblatt als Prämie, möglicher-weise auch einen Gewinn erhält, so ist jedem Kunstfreunde Gelegenheit geboten, gegen geringes Entgelt sein Heim zu chmücken, - (Der ungarische Maler P^ Laszlo) erhielt von der Pariser «Jury de ^ für sein Porträt des Reichskanzlers Fürsten V^» die Medaille zweiter Classe zuerkannt. . ^ - (Todesfall.) In Pari^ ist g^" berühmte Thiermalcrin Nusa Vonheur im Älie 77 Jahren gestorben. ^.««^ Neueste Nachrichten. EntlMnng des Kolindenkmalco (Orlglnal'Telegiamme,) .,,^ h>l Kolin. 26. Mai. Die Vorbereitungen I" ^ morgen stattfindende Enthüllung des Denlmal^ dem Koliner Schlachtfrlde sind in vollstem ^ Eine Kundmachung der Koliner Gelneindcven .^ fordert zur Beflaggung und Decorierung der >? " anlässlich der Ankunft des Erzherzogs Otto, '" " als Vertreter des Kaisers zur Denkmalweihe «"» hier eintrifft, auf. . hF Wien, 26. Mai. Erzherzog Otto 't ^ nachmittags nach Prag abgereist, um in A «^ des Kaisers morgen der Einweihung de» M'" bei Krechor (bei Kolin) beizuwohnen. Die Landtage. (Original-Telegramme,) ^«M Wien, 26. Mai. Abg. Schlesinger und H^ interpellierten den Statthalter wegen der nnede V ^ Confiscation des «Deutschen Volksblatt> "ii° ^ «Deutschen Zeitung, aus Anlass der VeröffentM" ^. über den Mord in Polna. Abg. Wohlmaier ^ iwssen stellen einen Antrag, betreffend die ^^hcl des Mahl- und Veredlungsverlehrs, des Verbog. Getreideterminhandels, der Aufhebung der ^ ^ begünstigungen u. f. w., welche den unaMchc ^, ausländifchen Lieferanten zum Schaden der ,.^ reichischen Volkswirtschaft und Industrie ^ ^ verschaffen. Hierauf wurde die Specialdebatte U . ^, Gemeindewahlordnung auf dem flachen ^'^..Mj' gefetzt und diefelbe nach Ablehnung der Äbänd^ antrage mit dem Zusatzantrage, Frauen das ,.^ recht zu verleihen, angenommen. — Nächste morgen. Milj Wien, 26. Mai. Zum Schluss der ^. des niederösterreichischen Landtages kündete der ^ marschall an, er setze auf die morgige Tage»" ^z die Berathung der neuen Wiener Gemeindet ,,^ Abg. Nosle erhebt dagegen Protest, da dlepU^ Möglichkeit gefehlt habe, das Elaborat auch "^ lefen, geschweige denn nur zu studieren. Er v» ^ Landmarschall, die Gemeindeordnung nicht nH^ die Tagesordnung zu setzen, weil sonst die ^ H^ gezwungen sei, dagegen alle geschäftsorduungs^jll Mittel anzuwenden. Der Landmarfchall erthel" ^ wegen des Ausdruckes «rein unwürdige Konw ^ Ordnungsruf, beharrt unter Hinweis auf ^'^M zeitige Vertheilung des Berichtes über die ^ ordnung auf der festgesetzten Tagesordnung. ^ d^ Trieft, 26. Mai. In der heutigen 6'^M Landtages wurde der Antrag des Landesaus'^, eine Resolution zu beschließen, mit welcher "' hB' rung aufgefordert wird, die Wahlordnung der P, ^ ulld Gewerbekammer zu reformieren, einstwt ^^l genommen. Sodann gelangt nach dem Refer" ^ ^ Castellos der Antrag zur Verhandlung, wona^ ^ Regierung eine Petition zu richten fei, in WH F Vorgehen der Behörden wegen mehrerer 6" W" Confiscation der Tagesblätter, Verhängung o'. ß' ventivhaft und Ausweifung kritisiert wurde " Hilfe verlangt wird. __________ Die Ausgleichsfrage. > (Original-Telegramme.) » al! Wien, 26. Mai. Se. Majestät der " ^F empfieng vormittags den Handelsmimster ^ Dipauli, sodann den Ministerpräsidenten Kow« Szell , he"" Wien, 26. Mai. Der Kaiser nachmittags den Grafen Goluchowski und d^' MF Präsidenten Grafen Thun. — Die ungarische"^ K ind um 4 Uhr nachmittags abgereist, "A ^ Szell mit Grafen Thun und Grafen G" conferiert hatte. <«r-<^ Budapest, 26. Mai. Das ung. 2»:. ,B Bureau meldet aus Wien: Die Entscheidung HB nicht getroffen. Die ungarifchen Minister re^ ^ abends nach Budapest ab. Koloman v. ^ Sonntag nach Wien zurück. ^l ^ Budapest. 26. Mai. Die «Vud"pe'^ö ° respondenz» meldet von competenter Seite, MB Nachricht, als ob die Heimkehr der ungarisch^ st^ aus Wien mit der Absicht im ZusammM" "M mit den Führern der Parteien des ungari^^t' mentes Fühlung zu nehmen, gänzlich unbeg Italienische Kammer. ^ Rom, 26. Mai. Die Kammer tM lich ^l stimmig, dem spanischen Parlamente aw > >^t Todes llastellars zu condolieren, und ^aibacher Zeitung Nr. 120. 967 - ^27. Mai 1899. ^Won dcr Regierungserklärung. Varzillai und ^agliani bekämpfen heftig die Lösung der Minister-/' ^nspi fftrach in persönlicher Sache. Er wollte ^llls nach Massauah gehen, stand diesbezüglich vor ^ ^ luit ^uoln^U und erklärt Varatieri als einzig N? lMch für das afrikanische Unglück, wodurch ^"tender Lärm entsteht. Der Präsident unterbricht H,^lhm,g i„id lässt'die Tribune räumen. Nach > lma'ufnahiile d^- Sitzung erklärt Crispi, er werde h keilte vorlegen, um zu beweisen, dass er nicht Mwortlich ist für das Unglück in Afrika. Socialist ^l tadelt die Lösung der Krise, sagt, die Soldaten iie 3 ^ ^ Afrika tapfer, ein General aber ergriff l. wucht. ^' ^urde über eigenes Ansuchen in den Ruhestand ji^ Ul,d der ihm zugetheilte Hauptmann des General-! ^ Erwin Müller zum Militär-Attache' iu Peters- ^ ernannt. ^^lcsdcu, 26. Mai. (Orig.-Tel.) Heute vormittags !A ^uer Schatzmeister des Albertvereines, Commcrzien-^ P°Pfe, wegen Untcrfchlaguug von 200.000 Mark ^ ^t und ins Untersuchungsgericht gebracht. ,^ 'Paris, 2tt. Mai. (Orig.-Tel.) Heute vormittags! !^H:'? ^^ Zünderwerkstätte der Patronenfabrik einer ^Mschen Gefcllfchaft bei Sevres eine Explosion ^lw ^ Personen wurden verwundet, daruutcr zwei üii^aris, 26. Mai. (Orig.-Tel.) Dcr Colonien-^ii empsicng nachmittags den General Gallicni. ^ ^ltcrredung dauerte eine halbe Stunde. Gallieni ^ ^ Minister die günstige Lage auf Madagaskar N.^udcr und berichtete über den Stand der Eiscu->^uten auf Madagaskar. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. ^H^"l 2 4. und 25. Mai, Gentilli, Obcringcnienr, Gürz. ^hlin?,' Beamter, s. Gemahlin, Gims. — Vrcnner, Wein« !^lli,, ", s. Gemahlin, Warasdin. — Gnstin sen., Kfm., ^, H ~~ Ätaleiischel, Industrieller; Mlalar, t. k. Professor; ^>i^°Nkant; Wiiumer. Grllber, Freudinann, Kohn, Tilsch, > ^c>t/.' ^^"b, Zuckcrmandl, Mayer, Ksttc., Wien, — Hermann, ,^e„i,' ^> Mayrhufer, k. k. Vezirlöhaufttmann, s. Gemahlin, >>^l ^ Dreher, Ingenieur; Vudicki, Massistratsbeamter, ^n?s ' Conrid, Neumann, Kflte., N^ran,. — Loncaric, Vau- °At?""' s- Familie, Selce. — CaUallcrin, Versich-Inspector; >. il^' ^lpothcker, s. Gemahlin; Taussili, Nlmady. Kfltc,, Trieft. Me. ^>>es, «fm., Graz. - Weizen. Leipnik, Coletti, Neumann, M»!F"'"e- ^ Popper, Kfm., Kromau. — Gail, Kfm., ^ ^ Flcischaler, Kfm,, Gr.'Kanizsa. — Vloudel, Ing., V^- ^- Dr. Bezel, k. l. Notar, Sittich. Verstorbene. 4?"9esmittel der gestrigen Temperatur 14-2«, Nor- "erautwortlicher Redacteur: Anton Funtel. »euts abencl8 9 UK»- m äsr ll2.2ino-LI2.3I12.iis (II. Hdt.Ii.) (2N1) vor Xneip^art. «l ^^^^^.^^^^ ^^«2 llllillsillll llllllllil, l.zill»llll UMNHMlM. 2539) 48 rorti5äbrv2a llr»v»tten Hvnl»«ltsn. I^ M M M! M M^ M M M. M M uzllNH^l K O O K O O O MgU5t 5cweil>er »obvl 3t».a^ ^ViOn ll. 8tocl(, «ll-. 25, 26. (2041) 22 Nräiuisrt von 8 dig 5 Ilbr. willul, del NlttF«n- unä I)»imkn,t»rlli, Xiylvn- unä Ll»8«nki'n,n1i1l«iten, wirci voi» 6«n lw» vorrassLn68t6n ! äor I(avi8l)aäol' ut»ä audoien 1iinI«it!ur<5N 8owio ai8 ^^eilenr nil,«!, äo«8ul!ioll xuin sai'tßELetxten 6e-(VII,) dln,uc^6 emplolilLn. (2084) 1 In I^kil>2llli xu bo?.io!ini> lwic!» llllu ^siollxlkon, ßlü8Loron 8pLioloi-,Woin-un6 l)l-Iioato««(!N-tlan!llunL0n otc. 66 >^^. ^X^ >^ > ^^^ ^^ >^ ou»i»2olr1t > >^ ^^ ^-^ ^ billigten sre»5en I ^^^^^^^^^ (1!i66) 13 Flader-Abziehpapiere preisgekrönt auf dcr Weltausstellung in Chicago. Sehr leicht verwendbar von jedermann znr Nachahmnng aller Holzgattungcn auf Mobclu, Thüren ?c. Erhältlich bei Vrüder Vberl, Laibach, Franciscaucrgasse. Nach auswärts mit Nachnahme. (879) 11—3 V^tts^M^lill Nasser-Heilanstalt 4 44 > > ss >»H^V^5««5» ,,«1 ViUn,od, «lvrutsu. ^ 4 ^ ^ »»« 444444 »ooliöli» ? «lvtvr. ^r/,l, I>r, ^V, VV, «i',l,mil1t, (!r, 'Lliii>nli>a,!», Wwi, u, «KicllvnI.I», 1!i>!,mon, ^,Vintor: (.zrioz-ijuxLN, — N»sonl» l.«»ll'»o»!y Vol>«lll»un». — p!>«5poolo kostonsrol. (1NLN) 1»—^ 2 sß! vieren- Ulici Viasenlftiübu, bei Oatarrksn äer AtliinnnAs-u. VsrHklnnn^s-Or^HNV wil^cl ciis HoaioluHl ^Vll»ssr unä Ä1s^ü.tii»olios (HstrHn^ oralen I^anFes. Von viswn ^.utoritäwn unä bekannten, H.r?ten denonäerZ ^snen Personen empkaliieu, welcke ^ufoi^o 8i^enäer I^oden8wei36 au N8.rn89,ui'Si' viat,li68S unä Nä.moi'l'kliiäOn, ^ sowie ß>68törtsm 8totlw60k86i leiäen. ^ Vorrktliiz in NinßraIvvaLL6l-Uanü1unße/i K ivo äisg >—-uielit üor l'aii «ein »oilt«, >vLiiä« m.^n nidi an äio ^, Lälvatlll^lluLjiLlllürLctillii in LM88. ^ «!«!!,. Kiltle' llalllillllg«!'^ (158?) Nr2euFuis»o von i^^3 zautiZckler-Kbeiten )ilölielti5ckler-Meiten Nuizi-l'lttkolili», 'Uo^iluu38'Niiiriedwu^6ii Lykliinun^on, und 8^6i»«2immvr-, 8nls-, ttu11uri«I^ut«n, ximmvt-. Villon- unä Uotvl- L»1u»trlulon^«to. «te. Ninrio^tun^on, liirouon. . „.., , . Ninrieutun^en, 1tui««,u- H.U8wdruuF von ooilli>1vtoil »lüdsi ote. oto. in ^eäer Iis- (^«»«MttS'I'm'tttlen, 1iel)j^Sn Uoix^aUun^ u. Lt^I- 8ok»ut«n8tvrn u. lxowöldo- »,rt nacli eigenen I^ntwürlen ^ini'i(!lltunj»sn. oä. l)6>^e^el>6u. 2oicllnuugsn. iteliel lill' I(uii8t- Una DkMätiM-Meiteii. Zl»t6ti»Ii)I»i,t!l6 UNVyrk»tiltto: W Francißca Ttrunz, Vergverwalters«Witwe, M W gibt allci! Verwandten und Vclanute» schmerzerfüllt M > Nachricht vou dem Ableben ihres theuren, unvcrgess- > lichen Sohnes M' > MaX Strunz D > welcher an» 22. d. M. in Prag nach längerem Leiden W D und Empfang der heil. Stcrbcsacramcntc im 23. Ue- W > brnsjahre gottergeben iu dem Herrn entschlief. W W Die Vccrdignug findet nach Ucberführung der W > Leiche von Prag uach Laibach am Samstag, 27. d. M., W > um 4 Uhr nachmittags von dcr Fricdhofslapelle aus W > auf dem Friedhofe zu St. Christoph statt. W > Die heil. Seelenmesfcn werden in mehreren W > Kirchen gelcfen werden. ^ > Laibach am 26. Mai 1899. M Laibachcr Zeitung Nr. 120 968 27. Mai '699^. Course an der Wiener Börse vom 26. Mai 1899. Nach w« 0^^,, Course Veld Ware Staals-Anlehei». »"/„ Einheitliche Reute In Noten verz. Mai-November . . . ^0' ^^,^. 1«ll«er 5"/„ „ Fünftel 10« fl. ^s - 157 - 18 st, ^^ Ü>> 19« 50 »«/» Dom.-Psandbr. K 120 fl. "9 20 ^^ ^« »«/„ Oeslerr. Guldreute, steuerfrei 12U 10 120 30 4"/,, dto, ül'ente iü Kronenwähr., steurrsieisürüOONrunenNuin. 100-45 1N0<5 dto, dto, per Ultimo . . 10045 lW ö5 »'///n üslcrr, Invest itiuns-Ncnte für 200 Kroucu No,n. . . «'.'-?<, »7 9ö >,.Stan<ösch,llduer» schrtibuugrn. ltlisabelhuahn iu O., steuerfiel (diu. St,), für 100 fl. G, 4"/« 118 75 1<9 .'5 Franz-Joses Aahn iu Silber (diu St.) f. 100 st, No,,,, 5'/<°/<, 12i ö? 126 50 UudolsSbahu 4"/„ in Kcuuenw. steucrf. (div. St.), für 200 Kr. Nom.........SS- »9-50 Vorarlbergbahn 4"/, i. Kronenw steuers., 400 u. 200(1 ttr. f. 200 Kr, Älom..... S8 40 99 20 Zu Stantsschnldvcrschreil»««' gc>lcil»nestemp.(klsen<>.'Ac!>>! st. ». W, pr, Llücl . 2,'>4- «55 lio dto. Linz Äudweis 2UU st. ü. W. b'///n........235- 2l!5 7K dto. Salzb.-T«r, 2«0 fl, ö.W. 5°/„ 22« 35 2li9 25 Gal, »mn Lubw,'V.200fl.CM 211-> Ull sll Veld War, Vom Gtaate znr Zahlung übernommene (?lscnb.»Prlor.> Obliizntlonc». VliflMtlMl,» «UN u. 2000 M. 4"/„ ab 1U"/„ E. Et. ... 111.'- N5-50 lzlisabrtlibnli», 400 u. 2000 M. 800 M, 4Vn...... li» 5N NS l« ssranz Iuscf Ä., Em. 1884, 4'/, W'— SS 80 Valizilchl! Karl - Ludwig. Vahn, diuerse Stiille 4"/^ .... 98 60 «32» Vurarlberner Vah», lkm. <«8t, 4«/„(div.St,)T,,f. 100 fl. N. 98 5« 99^ Una. Gllldrcnle 4«/„ per Cass» 119-5N 119'?», dto, dto. per Ultimo .... liö'bU 1^9 ?<' dtu. Nrnte in Krunl'inuähr., 4"/„, slclirrsrsi für 20» Kronen Nom. 97 05 97 2: 4"/n dto, dto, per Ultimo . , 9705 9? 25 dto,St,E, M.GllIb1lwfl,,4>/,"/„ 8^75 «.^g,, bto. dto. Silber 100 fl., 4>/,"/« ,01 — 101 5u dto, Staats Olilill, (Ung, Ostb.) b. I. 1U7Ü, 5"/„..... l20 10 12« 8»> dtu.4'///n2chanlreual°Nbl,'Oul. 100 20 ini 20 dtu. Pwm.-Anl. t^ 100 fl. ü. W. n>>, ?5ll«I — dto. dt°. k 50fl. «. W. lön?ölin1- Theiß Neg.-Lose 4°/« 100 sl. . izg — —'— Änlehen d. Stad!>,em^inde Nie» u>4'- 1N4bn Anlegen b. Ltadt^emeinde Wien «Silber oder Guld) . - - 12°» 25 12« - Praülie» Anl, d. StadtssM.NXen 177-. i?«l - Vürsebau'Uuleh en, vfrlosb. 5"/, eld Wa« Psandbrleft (für 100 fl,). Vodcr. nNa.öst.in50I.verl.4"/<> 97^70 9d'?l, dto. Präm.-Schld». »Vn, l. Em. Il9 2ö >2^ «5 dtu, bto. 3"/n> H,E»l, 117-50 N8 25 N -Usterr, Landes Hlw,Anst, 4°/» 9980 iuo s0 Oest.-unss. VanI uerl. 101 80 Oesterr, Nuvdwrstunli» . . . 110'- i:a?»> 2!aatsual!n3"/„ilFlvS,5<>0p,St. —-— 2,?-,^ Südbah» il"/„ !l Frcs. 500 p. St. l«9 - i?o - dto. 5"/„k2»Ufl, p. 100fl. 123^5 123?!^ Uug,-nal!z. Vayn..... 106 — i«s-6a 4°/, Unterlraluer Bahnen . . 99 50W0- Dank'Zclien (per Stück). Nnawllest. Van! 200 fl. e0°/o «. l53'°>! 151— Nantucrei», Wiener, 100 fl. . 2?« ?k 279 2b Vodcv. «l!!st.,Oest,,2«0fl,S.t0"/« 4?» — 481'- (lrdt'Anst. f. Hand, u,G. U'ü fl. "'- '- dtu, bto, per Ultlmu Septbr. 358-Ln 3ü« ?,i Creditbaul, ÄNg, nng., 200 fl. . z8V-hl» »s5 ü - Depositeubanl, Allss,, 200 fl, . 225- . 2^ü - Escumpte'Oes,, Ndrüst,, 500 fl. 730 — 7U5 - Wirun,Cassenv,, Wiener, L0»fl. 255-— 2,i?-> Hnplltlielb.,Oest,, 2U0f!,li5'V<>achcrE,-V,2»>0fl,E, 7975 80 — ssevdinands Nordb, 1"00fl,llM. «»50' Ü36U-Lemb, Czernow,-Iassl>°Viscl!b.» Och'Nschaft 200 fl, S. . . «89 öO 29» — Llolid, vest., Trieft, 5»0 fl,CM, 446 — 448-— Oesterr. Nordwrstl,, 200 sl, T. 249—25'»-> dlo. dto. (üt,. L) 200 fl. S. 2b3 2t, 2LÜ 7H Pran Dnxer Eisenb. 150 fl. T.. 9«'ü0 99 - Staatsrijenbaliil 200 fl, S. . 5»9 — »59 ö« Südoal!» 200 sl. S..... k4'5<> 55 — Lndnordd. Uerb.'N, 200 sl, CM. 202 — 2N8-- Tramway Oes,,Mr., 170fl.ö.W. —-— —-— dto. VlN. 1887, 200 fl. . . 503-— b>)4'50 Lramluat, Ges., Ncne Wr., Prio« ritäls Actien 100 fl. . , . 128- ,25'- Unss, aali,;, «iisenb, 200fl. Silber 212 — 213- - U»» Wesl!),(Naa!i Gl-azft00sl,S. 2l3'^b 2I4-. Wiener Lacalbahnei,, Nct.-GH. — — — .. Industrie-A ctien (per Stück). Nantes., Villa. 8st., INN fl. . . »0?'?b K'8 7ü «gvdicr Eisens und Stahl^Ind. in Wien 100 sl..... 1^,9 50 110 50 Eisenl'alnüv, Leilig,, Lrsie, »0 sl. ,74 5, i?» t>o „Elbcmichl", Papiers, u, U. G. ß8 ^ 8N-5«' Liesiiisser Brauerei 100 fl, . . jW - 182 — Montan Oesellsch,, Oest.-alpine ^.iö 35 »3l» 85 Plaqer Eilen Ind.Äes, 200 fl. ,25« ,2^0 Sal^o-Tarj, Tteinlubien L0 fl. ^«-— 3^8 „Schlöalmühl", Papicrf. 200 fl. 2>'4'25 . — ,,Oteyrer«.", Papiers. «, »,-«. ,6» — ,ßz — -----------------------------------------—^M< Trtsaller ssolsienw-cnef, 70 st, lv^!<«^ Waffenf.-G..Oest,inWien,l00!l. 3i«' ' Wagl,on-Leihanst,,«lll!i,,!nPlst, ,.^ «u sl......... zeg—'^ Nr. Ballgesellschaft 100 sl. , - M"!^ Wienerberger Ziegel Actien-Gt^ 43s'- "' Vivelft Lose (per Stück). F Nudapest Basilica (Dombau) - «'90^.,! Crebitlosc 100 fl...... l»s«^,l Clary Lose 40 sl. CM. . - - «'^ ,^ 4°/„Donali-Da!Nps!ch, 100sl,CM, M'"'!»,. vfener Lose 40 fl..... «?'"- ^ Palffy'Lusc 40 fl, CM. . - - «»'^ ^?» Rothen i^enz, lücst. GrsU,. 1" sl. Wl" ^ siothen Kienz, U„n, Ges. v., bst^ 1l'" ^,. Nndolpl) Lose 10 sl. . . . - «l»"-- H.»i Eal», Lose 40 fl. 8^» ??„ St.°Oenulö'.^ Paris ........ "" >" Ot. PetereVurg ..... -"" Paluten. z?z Hueaten........ b^' ,it 2!'.Franc«-S!ücle..... a«" l«^ Deutsche »ieichsbauinoten . - z«!'«' ^«l Italienische Vanlnotcn ... <^« > ^' Papier.Uubel ...... ' ^,