Pr-v«meratt«us - Preise . FL r Laibach: Ganzjährig . . 6 fl. 40 Ir. Halbjährig . . 4.2». Vierteljährig . 2 10 „ Monatlich... — 70 „ Mitder Post: Ganzjährig..............,2 fl, Halbjährig.............. 6 , vierteljährig 3 ^ür Zustellung in» HauS Vi rtelj. 25 k., monall. 9 Ir. Einzelne Nummern 6 kr. Laibacher Re»«cti«» vahnhosgaffe Nr. 15. «rpedttt-«»- L Juser«te»-vureau: Longreßplatz Nr. 2 (Buchhandlung von Jg. v. Kleinmayr L Fed. Bamberg.) Jnsertiousvretse: Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Mannscripte nicht zurückgelendet. Für die einspaltige «etitleile » L 4 kr, bei wiederhAter Ein-schaltung L 3 kr. ^ ^ Anzeigen bis 5 Zeilin Mir. Bei gröberen Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complicierten Satz besondere Vergütung. Nr. 257, Donnerstag, 9. November 1876. — Morgen: Andreas Ap. 9. Jahrgang. Monstre-Deblltte. (Fortsetzung und Schluß.) Der Abgeordnete Greuter, welchem die Ehre rutheil wurde, als erster Generalredner aufzulreten, beleucht^ die politische Lage der Balkan.Halbinsel, hebt den russischen Einfluß und die Pflege der Na-lwnaliiäisidee hervor, bespricht daS Schicksal Polens, oik abgeschlossenen Staalsverträge, zweifelt an der Durchführung der in Aussicht gestelllen Reformen in der Türkei, befürwortet die Annexion von Bosnien und der Herzegowina vonseite Oesterreichs, rügt das von Jahr ^ Jahr steigende Reichsbudget, bricht für den Statthalter in Dalmalien eine Lanze und bemerkt, daß, so lange nicht die Einheit auf Grundlage der Einigkeit und der Freiheit aufgebaut ist, so lange man in Oesterreich hoffnungslos der Rettung Harn, solange ist es nicht zu wundern, wenn man endlich über die Grenzen blickt. ES ist nur eine psychologische Entschuldigung. Wenn man in diesem Hause von dem Gespenste des Panslavismus spricht, so ist ja da« nur dadurch möglich, daß es m Oesterreich unzufriedene Slaven gibt! — Einzelne Stellen der Rede wurden vonseite des Abgeordnetenhauses in heiterster Stimmung, einzelne mit Dho- und Lärmrufen ausgenommen. . Als zweiter Generalredner ergriff Dr Herbst Wort. Der Redner behandelte zunächst die un-Meitige Berechtigung des Parlaments, auf die utzere Politik Einfluß zu nehmen, und polemisierte gegen Hohenwarts Behauptungen on der totalen Untauglichkeit der Verfassung und der Unmöglichkeit, daß ein Minister des Aeußern auf die Voten zweier Abgeordnetenhäuser verpflichtet werde, indem er auf dir Delegationen hinweist. Der Redner betont, daß die österreichische Reichs Hälfte dasselbe Recht habe wie Ungarn, und bemerkt, daß beide Delegationen nur annähernd den Begriff einer parlamentarischen Körperschaft haben. Dr. herbst fa^t: „Auf das übereinstimmende Votum der Delegationen sich zu stützen, ist eine Schwäche, das übereinstimmende Votum der beiden Abgeordnetenhäuser aber, das vermag dem Ministerium des Aeußern ein gewaltiges Gewicht nach außen und Einfluß im Innern zu geben. Jedem Abgeordneten müsse es bekannt sein, daß jeder Mi-nisterpräsident, und zwar je wärmer er die Ansicht des Parlamentes vertritt, wenn er am maßgebenden Orte nicht durchdringen kann, seine Demission geben wird und muß." Der Redner beleuchtet die Wandlungen im Schöße des Drei-Kaiser-BündnisseS, constatiert, daß auch Diplomaten Täuschungen unterliegen, und be spricht den Umfang der Ministerverantwortlichkeit. Jnbetreff des „Friedens um jeden PreiS" sagt Dr. Herbst: „Was den Frieden um jeden Preis selbst betrifft, so ist «S einfach ein Nolissll8, Mitgliedern eines Parlaments, welches einen Kriegsstand von 800,000 Mann bewilligt hat und alljährlich Millionen zu ihrer Erhaltung votiert, zuzumuthen, daß sie dabei denken, Oesterreich werde immer Frieden um jeden Preis halten müssen. Mir kommt das komischer vor als manches, was wir von der rechten Seite dieses Hauses gehört haben. Für die Bevölkerung unseres Vaterlandes ist das höchste und wesentlichste Bedürfnis, den Frieden zu erhalten"' Redner bemerkt: an der finanz. und volkswirth-fchaftlichen Misdre de- Reiches ist nicht der Liberalismus. sondern sind ganz andere Facioren schuld; die Schaffung eines günstigen Zustandes für die christliche Bevölkerung auf der Balkan-Halbinsel ist eine Ausgabe der Humanität. Dr. Herbst schließt seine Rede mit folgendem Passus: „Die Interpellation bezweckie nur die Beruhigung der österreichischen Bevölkerung, indem dadurch ihren Vertretern Gelegenheit gegeben war, dem Friedensbedürfnisse Ausdruck zu verleihen. Hat die Debatte nur etwas dazu beigetragen, die Friedenshoffnungen zu bestärken, dann haben wir dieselbe ebensowenig wie die Interpellation selbst zu bereuen. So schließe ich mit dem schon früher angeführten Citate: „Möge es insbesondere unferm erleuchteten Monarchen gelingen, den Völkern Oesterreichs dazu erhalten, was da« wesentlichste und höchste Bedürfnis, was die Grundbedingung ist, ohne welche sie sich von dem finanziellen und wirthschaftlichen Niedergange nicht erholen können, den Frieden." Reichsrath. 203. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Nach Erledigung mehrerer Petitionen wird die Debatte über die Beantwortung der Interpellation in der orientalischen Frage fortgesetzt und zum Abschluß gebracht. Es ergreifen das Wort die Generalredner Abgg. Greuter und Dr. Herbst. Nächste Sitzung am Samstag den 11. d. M. Jeuilleton. Verschiedene Wege. Novelle von Rudolf Müldener. (Fortsetzung.) aibt"^"" "on Warendorf," sagte Fernau endlich, " sechs Uhr abends ein Rendezvous." »«in Rendezvous? Frau von Warcndorf?" Willst du mich begleiten?" bisher" ei/^°^" erwiderte der Assessor, „ich glaubte beit »in- "er sei bei einer derartigen Angelegen- rin bitteres ^7'" antwortete Fernau, während glaube erwiderte der Assessor, .ich verreik'.» Warendorf würde es mir nie diese wdiscret genug wäre, mich auf Rnk.Geheimnisse eindrängen zu wollen." barem Phleamn^E* unzerstör- Jndiscretion die ^ w-nn hier von zur Last fällt." ^ E°""' diese nur mir Um sechs Uhr abends erblickte man vor der Thür des Hotels d'Sngleterre vier Reilpferde, deren Ungeduld Fernau's beide Diener kaum zu zügeln vermochten. Leicht und gewandt schwang Fernau sich in den Sattel. Der Assessor folgte seinem Beispiele; sein Pferd bäumte sich hoch auf, einen Moment war der Reiter bügellos, als Fernau dem Thiere noch rechtzeitig mit eiserner Faust in den Zügel fiel und es zum Stehen brachte. Rasch sprengten beide Freunde über den Casinoplatz; James und Harry hielten sich dicht hinter ihnen. Bor dem Thore angelangt, ritten sie im Schritt. Fernau, über den Hals seines Pferdes gebeugt, versank allmälig in ein trübe-, träumerisches Sinnen. „Ich habe dieses Weib übermenschlich geliebt l" murmelte er dumpf. Nach einigen Minuten richtete er sich in den Bügeln empor; sein Auge flog über die Landschaft, sein Blick folgte der schnurgeraden Linie der Chaussee und entdeckte endlich in weiter Ferne die bon einem Diener begleitete Gestalt einer Dame zu Pferde. „Das ist sie!" sagt er, indem er seinem Pferde die Sporen in die Seiten stieß. Den Kopf stolz in die Höhe geworfen, die breiten Nüstern weit geöffnet, flog da« edle Thier pfeilschnell dahin, und ehe fünf Minuten vergingen, befanden sich Fernau und der Assesior an der Seite der Amazone. Frau von Warendorf, denn sie war es, ritt einen großen, magern Engländer, dessen Bau auf höchste Flüchtigkeit und Schnelle deutete; der Diener hingegen, der sic begleitete, ritt einen Litthauer, ein Handpferd des Obersten, welches, trotz seiner Au«» dauer, an Flüchtigkeit mit dem Pferde der Dame nicht zu wetteifern vermochte. Als Frau von Warendorf Fernau erkannte» gab sie ihm mit der Hand rin Zeichen, während sie ihr Pferd mit der Peitsche gleichzeitig zu doppelter Eile trieb. Der Assessor und Fernau thaten ein gleiche», und alle drei flogen vorüber wie Schatten, flüchtig wie Geister der Wüste. Frau von Warendorf wandte sich um; Waste erwartet, war geschehen. Ihr Diener hatte ihr nicht zu folgen dermocht, kaum daß sie in weiter Ferne ihn noch erblickte. Fernau's beide Diener hingegen waren ihrem Herrn zur Seite geblieben. Leicht und gewandt ließ die Dame sich von ihrem Pferde gleiten; Fernau und der Assessor Parlamentarisches. Im konfessionellen Ausschüsse gab Minister Dr. v. Stremayr die Erklärung ab, daß der Kaiser das vom Reichsralhe votierte Klostergesetz nicht sanktioniert, sondern das Cultnsministerium beauftragt hak, einen neuen Gesetzentwurf im Hause einzubringm. Dr. v. Strem ay? ersuchte um dringende Berathung de« Eongrua« Gesetzentwurfes. Der Budgetausschuß behandelte die Kapitel „Salz, Staatsschuld" und den „Justizetat" (Centralauslagen, oberster Gerichtshof, Justizverwaltung, Grundbücheranleguug, Justizgebäud?, Strafanstalten, BezirkSrichter-BesoldungS Erhöhung). Inden an das Abgeordnetenhaus zu erstattenden Bericht wird der Passus ausgenommen werden: „In Ansehung der Resolution, betreffend die Einreihung einer Zahl von Bezirksrichtern in eine höhere Ranzsklasse hat der Budgetausschuß von der Regierung die Mitthei-lung erhalten, daß sich dieselbe mit dieser sehr um-sangreichen und eingreifenden Krage angelegentlichst beschäftige, ohne jedoch zum Abschlüsse der Verhand-lungen gelangt zu sein. Der Ausschuß erachtet diesfalls eine neuerliche Resolution derzeit nicht stellen zu sollen." Der Strasg esetzauS s chuß hielt in letzter Zeit neun Sitzungen ab, in welchen politische Deticte und Vergehen behandelt wurden. Politische Rundschau. Laibach, 9. November. Inlaad. Der bekannte Polenführer Dr. Emvlka veröffentlicht ein Nachwort zu seinen 1868 herauSgegebenrn „Politischen Briefen über Rußland" und die orientalische Frage, in welchem er die innere und äußere Politik Oesterreichs kritisiert und zugleich nachweist, daß Rußland nicht nur die Theilung der Türkei, sondern auch die Oesterreichs plant. Die Broschüre wurde wegen mehrerer aus PogodinS Werke citierten Stelle», in welchen Oesterreich als ein fauler Baum dargestellt und von der Berechtigung zur Annexion Galiziens gesprochen wird, vom Staatsanwalte con-fisciert. Die polnischen Blätter setzen ihre Be-richte über die Vorkehrungen zur russischen Mobilisierung fort. Die ungarische Presse constatiert fast ein-müthig als das bedeutsamste Resultat der Inter. pellations-BeantwortnngS-Debatte, daß durch dieselbe nun die öffentliche Meinung Oesterreich-Ungarns und die Solidarität der beiden Reichshälften in den Fragen der äußern Politik klar zutage getreten ist. Einhellig verdammen die ungarischen Blätter die Wohldknerri, mit welcher die Preßlakaien beider Regierung«.» die Redner der Verfassungspartei verunglimpften, und geben der Hoffnung Ausdruck, daß Graf L^ndrassy, seiner parlamentarischen Minister-Laufbahn eingedenk, die äußere Politik auch mit den Wünschen oer Völker Oesterreichs in Einklang bringe» werde. In Ofen fand ein zweistündiger Ministerrath statt, oer sich jedoch nur mit laufenden Angelegenheiten beschäftigte. Der Finanzausschuß des ungarischen Abgeordnetenhauses Hai Las Buo-get der Staatsbahnen und hiemit da§ gesammte 1878er Budget endgiltig erledigt. Es um» den beim Erfordernis der Staatsbahnen 103,470 Gulden gestrichen, hingegen aber auch bei den Einnahmen um 400,000 Gulden weniger eingestellt, so daß oie Bilanz im Sinne d r nunmehr definitiv festTiestellteu Ausschußanträge ein Deficit von 16.342,213 Gulden veranschlagt. Dieses Deficitist um 2.271,287 Gulden höher, als der ministerielle Voranschlag. Der Conferenzoorschlag England» findet beim ungarischen Cabinette eine sympathische Aufnahme, doch waltet die Ueberzeugung ob, daß die Konferenz auf der abgeschlagenen Basis infolge der zweifelhaften Annahme seitens Rußlands nicht zustande kommen werde. An die Möglichkeit einer directen russisch-türkischen Verständigung im Sinne der russischen Absichten, betreffend die Garantie für die Reformen,, glaubt man hier nicht ernsthaft. Am 6. d. überschritten Baschi-BozukS die Grenze bei Arzano, zündeten das Haus des Mijo Bricola an, wurden aber durch das träftige Feuer de« Militärs vertrieben. Eine österreichi-sche, nach Livno gehende Karawane wurde auf türkischem Gebiete von Insurgenten überfallen und beraubt, wobei der Dalmatiner Ante Mirijavec erschossen wurde. A«sla«d. Da« Lonferenzprogramm Englands wurde, wie das ,.N. Wr. Tagblatt" erfährt, allen großuiächtlichen Labinetten mitgecheilt. Daß dieses Programm die politische Gejammtlage im Osten nicht tangiert, beweist schon die verbürgte Thatsache, daß dasselbe im Einvernehmen mit der Regierung des Sultans ausgearbeitet wurde. Es ist daher mehr als wahrscheinlich, daß die su bloe-An-nähme desselben nicht vonseiten sämmtlicher Mächte erfolgen dürfte. Konstantinopel als den Ort der Verhandlungen hat Fürst Gortschakoff acceptiert. Ueber diesen Punkt hinaus ist aber keine Verein, barung erzielt worden. DaS englische Project, seinen Grundzagen nach, schließt jede wirksame, das will sagen materielle Garantie aus. Lard Derby scheint sich mit einer formellen Versprechung des ottoma-nischen EabinettS, die von der Pforte verlangten stiegen gleichfalls ab, und James und Harry be-«nächtigten fich der Zügel. Frau von Warendorf verließ die Straße und schlug einen Fußpfad ein, der zwischen den Dörfern Weiß- und Rodenkirch an den Randjdes Rheins führte. Die junge Frau trug ein dunkles Reitkleid; ein grauer Filzhut, mit einer Feder geziert, bedeckte ihren Kopf, ihre Wangen waren mit einer frischen Röthe übergossen; ihr Auge strahlte Heller, ihr Gang war leichter, schwebender. Sie standen am Ufer de« Rheines. Der Abend war poetisch schön, die Luft in ätherischer Klarheit »urchfichtig, balsamisch und rein. Der Himmel war blau, blau wie die Berge, dir im Süden den Horizont begrenzten; nur im Westen, wo dir Sonne untergegangen, um in rwiger Klarheit einer ändern Hemisphäre zu leuchten, war der ganze Himmel wie in Feuer getaucht. Eine tiefe Einsamkeit umfing sie, nur unter brachen durch das leise Rauschen des Stromes, dessen Wrllrn drn Sand zu ihren Füßen netzten. Fernau blickte träumerisch vor sich hin; in Er< innrrungrn versuvkrn und so der Gegenwart rnt »ückt, schirn dirsr ihm nur rin Traum zu srin, bis ihrr Stimmr ihn aus seinen Betrachtungen wrcktr „Ich danke Ihnen," sagte sie voll Würde, daß Sie meinem Wunsche so bereitwillig entsprochen; freilich", setzte sie hinzu, «hätte ich erwartet. Sie allein zu finden, Julius." Bei dem Tone dieser Stimme, der er früher o oft in namenlosem Entzücken, in schwärmerischer Begeisterung gelauscht, schien jeder Nerv in Fernau'S Herzen zu erbeben. Er richtete fich empor aus seiner etwas gebückten Stellung und betrachtete dir junge Frau mit einem ruhigen, klaren, aber durchdringen den Blicke. Der Assessor, der das Tactlose seiner An Wesenheit fühlte, machte eine Bewegung, fich zurück zuziehen; Fernau indessen hielt ihn zurück. „Bleib l sagte er bestimmt. „Herr von Sohr, gnädige Frau," wandte er fich an die Dame, „theilt alle meine Ge Heimnisse; sprechen Sie immerhin in seiner Gegen wart." Der Assessor verbeugte fich, als hätte er Wortr seine» Freundes dadurch bekräftigen wollen Frau von Warendorf dankte ihm mit einem matten, melancholischen Lächeln, während sie Fernau einen Blick zuwarf, und dieser Blick enthielt einen Vorwurf. (Fortsetzung folgt.) Reforrnen durchzuführen, und zwar innerhalb einer bestimniten Hrist, zufriedenstellen zu wollen. Man verficher.', daß die Eabinette von Wien und Paris diesen Standpunkt theilen. Ebenso bestimmt wird gemeldet, daß Deutschland vorläufig sich noch nicht darüber geäußert hat, sowie daß Rußland durch-blicken ließ, daß es wesentliche Modifikationen zu dem englis^'en Projecte beantragen werde. Man versichert, oäK im Lause der nächsten Woche Fürst Gortschakoff Lie russischen Gesichtspunkte in einem Circular an Hie pariser Vertragsmächte auseinander-srtzen werde. Es ist nicht unmöglich, daß der Con-frrenz zwei Entwürfe inbetreff der FriedenSbedin-gungew unterbreitet werden. Was die von Rußland bereits angere-te Ausschließung der Pforte von den Berathungen bet, isst, so sollen die Großmächte den russischen Geftchtt'punkten nur theilweise Rechnung tragen wollen. Je-venfalls hofft man, in dieser Frage sich einigen zu können. Privatnachrichten der „Agence HaoaS" aus Kon-stantinopel constuticren, daß lebbaste Pourparlers behufs Herbeiführung einer direkten Verständigung zwischen der Türkei und Rußland stattfinden, welche ein« Louferenz überflüssig erscheinen ließe. Der „Nord" sagt, das russische Ultimatum sei kci«»«swc,S eine Verletzung des Einvernehmens zwischen dcn drei Kaiserreichen. Erst die Fortsetzung der Feindseligkeiten nach Beginn des Waffenstillstandes könnte Meinungsverschiedenheiten herbeisührrn, deren Beilegung aber unzweifelhaft sei. Der „N»rd" hofft, die Mächte würden die Verwüstung der von den Türken besetzten serbischen Districte verhindern. Der „Nord" erwähnt der Nachricht der,Mornmg Post," wonach England verlangte, daß die an, einer eventuell«» Conferenz teilnehmenden Mächte sich verpflichten sollten, lewe Gebietsvergröße-rnng anzustreben, und hebt hervor, daß eine derartige Vorsicht unnöthig sei» da zwischen den Mächten kein Mißtrauen, besiehe. Der „Nord" hält die pariser Nachricht von di-recten Pourparlers zwischen Rußland und der. Türke» für unwahrscheküich. Rußland ist gegenwürtiK mit der Ausarbeitung des Entwurfes der Frikdenöbedingungen auf Grundlage der englischen Präpositionen beschäftigt. In Kischeneff sollen die Großfürsten Konstantin und Michael eingetroffen sein und das Oberkommando über vier bei Odessa, Bender und Kischcueff coneentrieite Armeecorps übernommen haben. Die ! etztere Stadt bilde gegenwärtig das Hauptquartier; baldigst dürfte dasselbe für zehn Tage nach der Moldau verlegt werden» un von da, gehe rS zur Besetzung der Donan-Grenzpunkte bei Aumla., Rust-^chuk, Tultscha und Kalafai. Der Zweck dieser militärischen Expedition, heißt eö, sei r»icht, die Türkei mit Krieg zu überziehen, sondern eine bloße Drohung, ollte sie mit der Durchführung der Reformen in Bosnien, Bulgarien und der Herzegowina zögern. Am 6. d. versammelte sich rn Brussel das mit der Ausarbeitung des ProjecteS, betreffend dir Civili-ation Central-Afrika's, betraute National-Comitö im königlichen Palastr, woselbst der König an daSsrlbr eine Ansprache richtrte, welche wärmsten- acclamiert wurde. Der Graf von Flandern wurde zum Präsidenten ernannt. Zur Tagesgejchlchte. — Der Hungertyphus ist in zahlreichen Ortschaften der oberen Militärgrenze ausgebrochen und wirkt verheerend. — Thalberg-Monument. Wie daS „Athenäum" meldet, hat sich in Neapel ein Lomitt gebildet, um dem verstorbenen Pianisten Thalberg ein Monument i" setzen. Die Gräfin Mirafiore hat 300 Lire zu den Loste" des Denkmals beigesteuert. — Eine schwierige Operation wurde >ir voriger Woche von dem berühmten berliner Operateur Prosesfor Dr. v. Langend eck glücklich ausgesührt. Eine öfters von Krämpfen Heimgeluchte junge Frau war wiederum von einem solchen Anfalle überrascht worden, wobei sie künstliches «ebiß derart verschluckte, daß dasselbe im Schlun-e stecken blieb und hiedurch das Einnehmen selbst von flüssiger Nahrung verhinderte. In diesem jammervollen Zustande blieb die Unglückliche bis zum Donnerstag, an welchem Tage sie endlich dem Geheimrath v. Langenbeck vorgeführt wurde. Mit einer Schlundsonde oder einer Zange das Gebiß Zu lassen, um es sodann herauszujiehen, war selbst der bewährten Hand des genialen Chirurgen nicht möglich, weil das verhängnisvolle Gebiß die Schlundröhre völlig verschloß, ohne den geringsten Spielraum sür ein Instrument zu lassen. Nach mehrsachen derartigen vergeblichen Versuchen entschloß sich Herr v. Langenbeck zu einer eingreisenden Operation. Man mußte an der linken Halsseite einschneiden, mit dem Messer bis zur Schlundröhre dringen, dieselbe dann anfchnei-den und durch diese Oefsnung hindurch den fremden Körper herausschafsen. Nach unsäglicher Schwierigkeit, die aber schließlich der Professor glücklich überwand, förderte er in der That den verschluckten salscheu Gaumen mit den daran befindlichen Zähnen ans Licht — und die Patientin war gerettet. Lokal- und Provinzial-Angelegellheile«. — (Personal Nachricht.) Professor Suklje «hielt, wie wir vernehmen, die ministerielle Weisung, sofort eine Lehrstelle am Staatsgymnasium in Wiener-Neustadt anzutreten. — (Zur Aufklärung.) Der W-ltpriester Herr Karl Klun theilt uns brieflich mit, daß rr aus das Vicariat Zagorje aus Beweggründen verzichtleistete, die er in dem an ^richteten Schreiben nicht erörtern wolle, jedoch dem rübischjjstjchen Ordinariate in den Eingaben vom 3. Mai ^ Juni l. I. gebührend darlegte. Das Ordinariat a e diese Verzichtleistung mit Erledigung vom 9. Juni l. I. genehmigt und stand von dem Abgange Kluns nach Za-g°r,e »H. z^iter theilt P. Klun mit, daß die Verleihung des Baron Rauber'schen Beneficiums, angeblich nach eigener "^lage de» Herr» Fürstbischofs, eine von obiger Sache ga»z verschiedene Angelegenheit sei und ihre eigenen Wege habe ^ (Der Raubmörder Jakobgnalisiert nachstehende Piecen: 1. Edmund Kretschmer: Vorspiel zur Oper „Die Folknnger," sür Orchester. S. Fel. ^"delss^hn.Bartholdy: Loncert sür die Bio 'u° mit Orchester, Herr Heller. 3. Heinr. Hosmann: Wil"b ^^rchen von der schönen Melusine." Dichtung von Mel i Für Solostimmen, Lhor und Orchester. Ad. Tz"*, ^ Eberhart; Traf Raimund Herr Wur?b Klothilde^, seine Mutter, Frau Aut. von Wasser«,»» ^' ^Eam, Klothilden« Bruder, König der certeS ist u"' ^ ° S " " S. Der Beginn de» Longeöffnet ^ Stunde früher wird der Saal ^W.ibli«h. aus Lankowiz Wie die gr°,er"»"" Bigaun.) der Rest der wei'-^"°"" «'rd überstellt werden. der Reit dev vertchter, wir» aus raniowiz »7.7. k'«.M.».».,.» Kreil»» 1? ° " düchertische.) Bon dem in hiesigen erscheint > Schriftsteller Herrn Ludwig Bermonik poetische Schildern de seiner , Kornblumen-, meist enthaltend, und find^.°"1^ blaugrünen Kärntnerlande «inem Jugendfreund! """ 8'°'«^°°°«' des Dichters zugeeignet. Bermonik breitet überdies die Ausgabe einer Literatur- und Kunstgeschichte von Jnnerösterreich (Steiermark, Kärnten und Krain) als vorläufige Probe seiner Literaturgeschichte Ge-fammtösterreichS vor. — (AÜS dem nachbarlichen Kärnten.) Am 3. d. fand in Klagenfurt eine Bezirks-Lehrerconserenz statt. —Die klagenfurter Feuerwehr begeht am 11. d. eine Schillerfeier. — Der dortige Castnoverein arrangiert am 18. d., g. und 26. k. M. Vergnügungsabende; auf der Tagesordnung stehe» musikalifch-declamalorifche Borträge, Dilettan-tentheater, Tombola und Tanz. — Im Verlause des Monates Dezember l. I. soll die Musikkapelle des Jns.-Reg. MaroiiiL von Innsbruck nach Klagenfurt kommen und dort einige Promenade- und Abendconcerte geben. — St. Beit erhält im Dezember l. I. ein Wintertheater; die Gesellschaft Maier beabsichtigt dort eine Bühne auszustellen. — Infolge der in Treibach ausgetretenen Maul- und Klauenseuche steht der Viehhandel in dortiger Gegend gänzlich stille. — (Für Be amten kreise.) Der OktoberauSweiS deS ersten allgemeinen Beamtenvereines in Oesterreich-Ungarn bringt folgende Resultate zur Kenntnis: Bei der Lebensversicherung» - AblheUnng li-sen 423 neue Anträge über 4?2,600 fl. Kapital und 600 fl. Rrnle ein. Abgeschlossen wurden 304 Vclsichcrungsverträgc über die Kapitalssumme von 300,700 fl. und den Rentenbeirag von ISO fl. Der Grsammtstand der in Kraft befindlichen LebenSvcrficherungS-oenräge erhöhte sich aus 25.934,700 fl., jener der Renlen-oerficherung aus 51,357 fl. In Rückversicherung befanden sich 769,000 fl. Kapital. Durch Tode»sälle erloschen im lau-senden Jahre bis Ende Ollober 269 Polizzen, au« welchen 204,750 fl. versicherte» Kapital siilllg wurden. Für ein. getretene Erlebensfälle wurden 22,300 fl. auSbrzah». Die pro Oktober fällige» Prämie» brlrnge» rund 90,000 fl. — (Neues Journal.) .Germania« (Zwei Jahrtausende deutschen Lebens, kulturgeschichtlich geschildert vo» Johannes Scherr, complet in o. 28. Lieserungen) ist der Titel einer neuen Deutschen Kulturgeschichte für denFamilienkreis, welche der berühmte Verfasser, mit den ersten deutschen Künstlern vereint, hier bietet. Die Arbeit unserer Vorfahren in Haus und Feld, im Frieden und Krieg, in Staat und Kirche, in Kunst und Wissenschaft, alle die Wandelungen von Sitte und Brauch, das Land- und Stadlleben, die bäuerliche, bürgerliche, adelige und fürstliche Daseinsweise, das deutsche Dichten und Trachten, Meinen und Minnen, Wissen und Wollen — dies alles wird seine Stelle und Würdigung finden in einer kultur- und sitiengeschichtlichen Schilderung, welche in jedem Sinne ein nationales Prachtwerk zu heißen verdienen soll und so recht dazu anqethan ist, eine Zierde von jedem gebildeten Haushalt zu sein, ein Familienbuch edelster Art, geeignet, vaterländisches Fühlen und Denken zu wecken und wachzuhalten, den Geist deutscher Geschichte verstehen zu machen, die Gemüther von Parteileidenschaft zu reinigen und in allen Herzen bas heilige Feuer wahrer Vaterlandsliebe zu entzllnben. Lieferung 1 ist soeben erschienen, Preis derselben nur 1'/, Mark. Bestellungen besorgt die Buchhandlung v. Kleinmayr L Bamberg in Laibach. — (LandschastlichesTheater.) Unser Publikum gibt, wie das gestrige leere HauS beurkundete, nach Schauspielen eine lebhafte Sehnsucht durchaus nicht kund, eS wünscht Heiteres in ernster Zeit. Ungeachtet der vielen verlassenen Sitze gebührt den ersten Mitgliedern der Bühnen-gesellschast die Anerkennung des Verdienstes, daß sie da» Moswthal'sche BolkSschauspiel „Deborah" mit Fleiß und Eifer zur Aufführung brachte, leider ohne Erfolg. Fräulein Pischek zählt die Titelrolle zu ihren ersten Partien. Der kleine Kreis von Theaterfreunden gelangte zur Ueber-zeugung, daß Frl. Pischek für daS tragische Fach Anlage besitzt und, soweit eS ihr Organ gestattet, LobenswertheS leistet. Die krainische Industrie-Gesellschaft hielt am 31. v. M. ihre siebente ordentliche Generalversammlung ab. Aus dem auSgegebenen VerwaltungsrathSberichte entnehmen wir folgende Thatsachen und Daten: Die andauernde ungünstige Lage der Eisenindustrie hat im Geschäftsjahre 1875/76 leider eine Verschlimmerung erfahren, die Erzeugungskosten überstiegen die Verkaufspreise. Der VerwaltungSrath wendete seine Ausmerksamkeit der Erzeugung deS FerromanganS zu, knüpfte mit dem Ausland« Geschäftsverbindungen an, bestimmte die Hochöfen in Sava und Jauerburg zur Erzeugung von Ferromangan und stellte den mit Verlust verbundenen Betrieb der Gewerkschaft in Topusko ein. Die Ausnützung der Gesellschastswaldungen wurde infolge Darniederliegens der Eisenindustrie auf ein Minimum reduciert, die Vertilgung des Borkenkäfers nahm großen Geldaufwand in Anspruch, das Servituten-AblösungS-geschäst machte erfreuliche Fortschritte und der Betrieb der Dampsmühle war kein ungünstiger. Der VerwaltungSrath ließ in Rücksicht auf die ungünstigen Zeitverhältnisfe die Preife sämmtlicher Vorräthe in der Bilanz sehr niedrig ansetzen und größere Abschreibungen an verschiedenen Objecten beantragen. Die Gesellschaft besitzt einen Brundcomplex von nahezu 60,000 Joch, größtentheils Waldungen, deren AuSnützung und Bewirthfchaftnng auf durchaus rationellem Wege erfolgt. Ueber den Werksbetrieb theilt der erwihnte Bericht nachstehende Resultate mit: In den Werken OberkrainS wurde» bei 115,000, in Topusko bei 30,000 Meter-Zentner Erze gewonnen. Verschmolzen wurden in Oberkrain bet einem Röstcalo von 17'/, Perzent 83,679 Meter-Zentner, in Topusko bei einem Röstcalo von 15 Perzent 85.690 Meter-Zentner; der Borrath an Erzen betrug bei Schluß deS Geschäftsjahres 183,343 Meter-Zentner. Von den Hochöfeu lieferte der in Sava bei einem Betriebe durch nur 20 Wochen 8336 Meter-Zentner manganhaltigeS Eisen, davon 2791 Meter-Zentner mit einem Mangangehalte von 37 bis 55 Perzent; der in Jauerburg, durch 43 Wochen im Betriebe, liefert« 16,936 Meter-Zentner, wovon 37L1 Meter-Zentner mit einem Mangangehalt von 37 bis 55 Perzent; der in Feistriz, durch II Wochen im Betriebe, 2975 und der in TopnSko, durch 36 Wochen im Betriebe, 14,212 Meter-Zentner Eisen. Im ganzen betrug die Production der Schmelzwerke 44,689 Meter-Zentner verschiedenes Eisen. Die Erzeugung an raffinierten Eisen- und Stahlwaren betrug in Sava, Jauerburg, Rothwein, Feistriz, Alt-Hammer, Neumarktl und Slap 19,350 Meter-Zentner. Vonseite der Gesellschaft wurden im abgelanfenen Betriebsjahre 1585 Arbeiter mit 2337 Familienmitgliedern ständig beschäftigt. In der der Gesellschaft gehörenden Dampsmühle in Laibach wurden 3.110,338 Kilogramm Weizen vermahlen und daraus 3.024,440 Kilogramm verschiedene Mahlproducte erzeugt. Die Bilanz weiset nachstehende Aktivposten auS: Jmmobilienconti 1.518,771 fl. 64 kr., Meliorationenconti nach Abschreibung von 10 Perzent 103,370 fl., Material-und Warenvorräthe 850,231 fl. 80 kr., Wechselconto 15,558 fl. 62 kr., Kafseconto 2071 fl. 88 kr., Grüudungsconto nach Abschreibung von 3500 fl. 54,500 fl. und Debitoren 90,711 fl. 40 kr. Die Passivposten betragen: Actienkapitalconto I.700,000 fl., Anticipationen 10,542 fl. 22 kr., Reserveconto II,086 fl. 18 kr., Mühlarbeiter-Krankenkasse 69 fl. 31 kr., Beamten-PensioiSconto 8433 fl. 4 kr., Traltenconto 35,430 fl. 43 kr., intabnlierte Lasten 553,050 fl., Dividendenconto 360 fl. und Lreditoren 340,196 fl. 4 kr. Die krainische Jndustriegesellschast manipuliert nach soliden, rationellen Grundsätzen; eS gelang ihr, während andere gleichartige Genoffenschasten seit dem Jahr« 1873 ungeheure Verluste zu registrieren hatten und eine ansehnliche Serie derselben ihre Thätigkeit gänzlich einstellen mußte, bis zum Betriebsjahre 1875/76 mit nur unbedeutenden Verlusten vor die Oeffentlichkeit zu treten. Die letzte ungünstiger lautende Bilanz ist ein trauriges, unabwendbares Zeichen der fortdauernden volkSwirthfchaftlichen Krise. Ls ist bei der Solidität diese« Unternehmens nicht zu zweifeln, daß die krainische Jndustriegesellschast der Krise auch weiterhin kräftigen Widerstand zu leisten in der Lage sein wird. DaS Gebäude dieser heimatlichen Gesellschaft ruht auf so festen, soliden Grundlagen, daß es von den Stürmen der schweren Zeit wol beschädigt, aber nicht wie andere hinweg, gefegt werden kann. Zur Landeskultur. (Fortsetzung.» d) Der Fluß SteHan ist in dem Sinne zu regulieren, daß sein Querschnitt erweitert und ungefähr im Laufe der rothen Linie geführt werde. Da gegenwärtig der Kluß bis zu den Saugern Sitarica, Bette, Bodonos, Reöeto, Krij rin f«hr geringes Gefälle hat, und dies infolge seiner viele» Krümmungen, so ist seine Regulierung «ingezeigt, uw einen geringeren Querschnitt zu erhalten uud an kultivierbarem Terrain zu gewinnen. Mit dieser Regulierung wäre auch jene unbedeutende ^>er zwei WildbSche Martin und Scheraunza, thalseitS der Sauger Retje bis zur «uSmündung im Flusse Sterjan, oberhalb von Sitarica verbunden. Gleichzeitig wäre auch der Querschnitt der vereinigten Bäche zu verbreitern. Alle diese Arbeiten lassen sich mit 70,OVO sl. Herstellen. v) An den großen Saugern angelangt, welche den am tiefsten gelegenen Tbeil des Sees bilden, müßte dieser Theil nebst dem krsj als zweite« Baffin dienen. Dieses Baffin würde das Wasser sammeln, welches die oberen Sauger der 2»Svji kr^j, der Gterjan, die zwei erwähnten Becken, die Grotte Suhadolica rc. durchgelassen hätten. Um diesen Zweck zu erreichen genügt e». den am tiefsten gelegenen Lheil zu regulieren und mit Len daselbst befindlichen verbesserten Saugern in Verbindung zu setzen. DaS zurückbleibende Wasser wäre durch einen Nblaßkanal abznleiten. Der für diese Arbeiten erforderliche Betrag beläuft sich aus circa 43,000 fl. Man braucht wol nicht die Nothwen» digkeit eines solchen Bassins zu beweisen, denn sie ist einleuchtend; sicher ist, daß selbe zur Erreichung unseres Zieles von großem Nutzen wäre. 6) Vom Baffin würde der große Nblaßkanal ausgehen, welcher für eine Strecke dem Laufe deS FluffeS solgen könnte, nur wäre sein Querschnitt zu verbreitern. Dasselbe wäre dann durch Seitenkanäle mit den Sau-gern Narde, Nsräe Kameniz rc. in Verbindung zu setzen. Alle Sauger befinden sich im schlechten Zustande und müssen verbessert werden. Auch die zw-i Karlovke sind zu regulieren und die Sohlen zu vertiefen. Die für diese Arbeiten erforderlichen Auslagen betragen circa 126,000 fl. Mit den vorgeschlagenen Arbeiten und mit einer Ge-sammtauslage von 288,000 fl. wäre der Wasserabfluß bedeutend erleichtert und der See, welcher während des Ma-ximal-Hochwaffers eine Höhe von 4500 Joch deckt, würde aus den mit zusammen circa 500 Joch reduciert. So gewinnt man der Landwirthschaft eine Flüche von circa 4000 Joch, welche wahrscheinlich nie überschwemmt wird, und wenn das sich auch ausnahmsweise ereignen sollte, würde es nur sür sehr kurze Zeit sein. Wir geben hier nicht diesDimensionen der projektierten Banlen, welche heute nicht bestimmt werden können, umso-mehr, als die Kanäle im Verhältnisse zu den ableitendkn Wassermangeln verschiedene Dimensionen erhalten müssen. Nur Detailstudien und Anssührnngsprojecte können dieselben bestimmen. Uns genügt es, aus Grund der hydraulischen Formeln eine approximative Berechnung aufzustellen, welche aber von dem genauen Kostenanschläge nicht stark abweichen wird. Die Grundlage unseres Projektes stützt sich aus daS Vertrauen, daß die Grotten Karlovke und die Sauger zwischen der kleinen Karlovka und Narde mit größerer Energie sunctionieren werden, als es gegenwärtig der Fall ist. Und daß solche Zumuthung gegründet sei und sich bewahrheiten wird, beweisen unsere zweijährigen Studien und Beobach. tungen, wie auch die Aussagen der ältesten Einwohner der Gegend. Es sei auch bemerkt, daß die projectierten Bauten von gleicher Wichtigkeit sind, und daß eine von der ändern abhängt, solglich zur Erreichung des Zweckes müssen alle gleichzeitig ausgcsührt werden. Trotzdem wollen wir sie in zwei Perioden trennen. Die Ausführung der Bauten kann am besten durch eine Genossenschasl der Betheiliglen, welcher die H. Regierung eine Unterstützung für die Herstellung der übrigens mit ge> ringen Auslagen verbundenen Kunstbauten gewähren möchte, geschehen. Man brancht kaum zu erwähne», daß die projektierte Trockenlegung des Zirknizer Sees stattfindet, ohne das Re gime der Gewässer, welche mit dem See in Verbindung stehen, zu alterieren. (Fortsetzung folgt.) Witterung. Laiba fl. — kr. pr. Hektoliter; Erdäpfel 3 fl. — kr. pr. 100 Kilogramm; Fisolen 10 fl. — kr. per Hektoliter; Rindschmalz 96 kr., Schweinfett 82 kr., Speck, frischer, 66 kr., Speck, geselchter, 75 kr., Butter 80 kr. per Kilogramm; Eier 2'/, kr. per Stück; Milch 7 kr. per Liter; Rindfleisch 48 kr., Kalbfleisch 58 kr,, Schweinfleisch 54 kr. per Kilogramm; Heu 3 fl. 5 kr., Stroh 3 fl. 5 kr. per lOO Kilogramm; haries Holz 8 fl., weiches Holz 5 st. pr. vier Q.-Meter; Wein, rother 24 fl., weißer 20 fl. pr. 100 Liter. Gedenktafel aber die am 11. November 1876 statlfindenden r'icilationen. 2. Feilb., Lapp'jlte Real., Terboje, BW. Krainburg. — 2. Feilb., Susnik'sckc Real., Feldern, BB. Egg. — 2. Feilb., Hoievar'sche Real., Zagorica, BK. Großlaschiz. — 2.Feilb., Prelesnik'sche R al.. Großlaschiz, BG. Großlaschiz. — I. Feilb., Tancig'sche Real., Ober-Jgg, BG. Laibach. — 3. Feilb., Virant'sche Real, Smerjene, BG. Laibach. — I. Feilb., Loknikar'sche Real., Stndeniik, BB. Laibach. — I. Feilb., Cole'sche Real., Saloch, BG. Adelsberg. — Ite Feilb., Pukelj'sche Real, Weinzierl, BB. Lack. - 1. Feilb., Berkan'sche Real., Brezje, BB. Laibach. - 3. Feilb., Ee-lestin'sche Real., Potote, BB. Senosetsch. — 3. Feilb., Tezak'sche Real., WusLmsdorf, ^G. Möttling — 3. Feilb., Selan'sche Real., Rove. «G. Litlai. — 3. Feilb., Bezeljak-sche Real., Jelitschenverb. BG. Jdria. — 2. Feilb, Brzek-sche Real., Oberloquiz. BG. Möttling. — 2. Feilb., Mar-tiniii'sche Real., Seebois, BB. Loitsch. — Reaff. 2. Feilb., Lovko'sche Real., Seedois, BW. Loitsch. — 2. Feilb., Bajuk'sche Real., Radovica, KG. Möltling. — 3. Feilb., Hugl'sche Real., HutSberg, BG. Möttling. — 2. Feilb. Potrato'sche Real., Förtscha», «G. Egg. - I. Feilb., Strazisar'sche Real., Padej, BG. Obrrlaibach. — Reass. 3. Feilb., Ster, nad'sche Real., Hokevje, BG. Großlaschiz. 2. Feilb., Srebot'sche Real., Obeikoschana, BG. Adelsberg. — 1. Flb. Debevec'sche Real., Brezovica, BB. Obrrlaibach. — 2. Flb., Zele'sche Real., Dorn, BW. Adelsberg. — Reaff. 3. Feilb., Jalovc'sche Real., Zntna, BG. Landstraß. — 1. Feilb., Skarca'sche Real., Bruimdors, BG. Laibach Reaff. Feilb , Paliar'sche Real , St. Marein, LW. Laibach. — I. Feilb., Lenarkii'sche Real., Nadajneselo, BG. Adelsberg. — I. Feilb, Mojina'sche Real., koke, BG. AdelSberg. — 1. Feilb.» Penko'sche Real, Nadajneselo. BG Avelsberg. -- 1. Feilb., Zalar'sche Real., Zapotok, BG. Laibach. Theater. Heute: O Oskar! oder: Wie schwer »S ist, seine Frau zu betrügen. Lustspiel in 3 Acien vo« Scribe, deulsch v>in Friedrich. Hierauf: Sine ruhige Parke». Burleske mit Gesang in 1 Aci v»u I. Wimmer. Wiener Börse vom 8. November. Geld Ware 5perc. Rente, öst.Vap. dto. dto. öst. in Sill». 63 SV 6340 68S5 68 50 öose von 1854 . . . . 105- 105 50 Sole von 1860, ganze Sose von 1860, Fünft. iir- 118 kV 118- 118 50 PrLmiensch. v. 1864 . (Vr»L«>«Lt.-VdL. ISS — 133 50 biebenbürg. 7b- 75 50 Lngarv 75 50 76- ^ VÜVQ. Lnglo-Bank Lreditanstalt 77 75 78'- 148 30 148 4« Depositenbank.... LScomvte-Anstalt . . 660 - 67Ü' Sranco-Bank . . . . vandel-bank Kationalbank .... 846 - 848 Oest. Banka esells. . . Lvion-Bam 54 — 54-0 tterkehrSbank 81.50 88 50 «lföld.Bahn . . , . 50 100 50 Karl Ludwiababn . . 81L 75 211 — tkais. Elis.-Bahn . . -ais. Kr. IosefSb . . 143 K0 144 — ILk.'- 1L6 - StaatSbahv S61.- 861.'0 Lüdbahn 80 50^ 80 75 I'kLLlldrtvkv. Veld War« Allg. öst. Bod.-Tredit. 106 85 156.50 dto. in 33 I 89'— 89'85 Nation, ö. W V7-— 97 10 Ung. Bod.-Treditanst. 55 50 85 75 ^rtorttLtV-vdl. Franz Iosef»-Bahu . Oest. Nordwestbahn . S8 — 98 85 8S85 8950 Eiebenbürger .... 59 — 59 50 StaatSbahn 153 50 154 — Südbahn L 5 Per-. 93— 93 80 dto. BonS I-o»o Credit - Lose 159 50 160 - Rudolf- - Lose .... 13 40 13 80 (3Mon.) LugSburg 100 Mark 5V 65 52-75 Franks. 100 Mark . Hamburg „ „ London 10 Psd. Sterl. 182 75 182'80 Paris 100 Franc» . 48 70 48 75 Kais. Münz-Ducare»' 5 87 588 8<>-FrancSstück . . . 9-83 Deutsche Reichsbank..60 35 60 40 Silber . . 105 90 106 10 ikeiesraphilärer Lursberichj am 9. November. Papier-Rente 63' Silber-Rente 6810 - l 8ku ri StaatS-Anlehen 11150. — Bankactien 840. — «redit 147 30 — London 122 95. — Silber >06-50. — K. k. Müm-dnkaten 5 88.— 20 Hranc» stücke 9 83'/, —100 Reich!' mark 60 40. WM" Wann endlich wird die Verordnung betreffend das Verbot des Mitiiehmens der Hunde in Gast- und Kaffeehäuser in Laibach durchgesührt werden? <575) 10—9 Mehrere Gast- und Kaffeehausbesucher. VvrkLiM veräen iw SxsrlrsWexedkmä«, I. Stock,Wodnunx Nr. VIII, »»»»I»,»«,'« äsvll eektsr bsi- wiseker te vsrHU pr. Ner- linx 4 ü. 50 Kr., gewisedte xr. Aerlinx 3 ü. 50 Kr. <622) 2-2 I>II.LI>8IL (^Lllsuckt) Leilt drieüioti äsr 8psoi»I»rrt vr. LMlsvk, ReustLÜt, vrssäen (SLekssn). ltervits üdvr 8000 init Li-Iolx d«,>inn«l<>It. (I> 79 Verstorbene. Den 8. November. Johanna Sterlekar, Cichorienfabriksarbeiterskind, 5 Mon,, alter Markt Nr. 19, Durchfall. — Andreas Kern, Zwängling, 33 I., Zwangsarbeitshaus, Tuberkulose. — Valentin Grabner, Arbeiter, Civilspital, nnd Ferdinand Stepan, Privatier, 34 I., Karlstädtervorstadt Nr. 18, beide an der Lungentuberkulose. Gratis nnd sranco. Mein Geist war geschwächt, die Gedanken ganz verwirrt, Zittern und Erschrecken >x> der kleinsten Kleinigkeit, sichtbare Ringe um die Augen, Schwäche im Ritckgrate — das waren die Zustände, unter denen ich vegetierte; zu diesen gesellte sich rheumatisches Leiden, Harnbeschwerden, Kreuz- und Brustschmerz als Folgen eines zerrütteten Nervensystems; da brachte mir ein Zufall Hilfe und Rettung. Ein Freund gab mir das Buch, genannt „Die Selbsthilfe", von Dr. L. Ernst zu lesen; die dort enthaltenen Rathschläge befolgend, wurde ich wieder ein gesunder und glücklicher Mensch. Aus Dankbarkeit gegen die Vorsehung beschloß ich, meinen leidenden Nebenmcnschen Nützlich zu sein; ick kaufte lOO Exemplare, um sie an gleich Leidende gratis vertheilen zu lassen. Krankerund geschwächter Mann, bedanerns-werther Jüngling, eile, dir dieses nützliche Werk anzuschaffen! G. M. Herr G. M. hat 100 Ex. des Buches „Die Selbsthilfe" mit dem Ersuchen gekauft, daß ich dieselben ähnlichen Leidenden vertheilen möge. Jedem sich Meldenden wird somit dieses nützliche Buch in Eouvert versiegelt unentgeltlich zngeschickt. (607)3-2 Vr. L. Iki-i,»» in Pest, Zwei.Adlergasse 24. Ohne Kosten und franco r ff SS - s Z s 8 Druck vou Jg. v. Kleinmatzr » Fed. Bamberg. Berleger Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Fran, Müller.