.U R3H. Donuerstag am R4. Juni «8HH. Tie Laibachel Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- imd Feiertage, taglich, und fastet sammt den Beilagen im (ioolploir ganjjährg 1 l, st., halbjährig ä ft. ^j>^ lr., mil ^ Kreuzband im Comptoir ganzjährig l2 ss., halbjälirig ^ ll. Fur die Zu^ellung in's Haui sino halbjährig .10 fr. mehr zu entrichten. Hi i t der Post Portofrei ganzjährig, unter Kreuzband u»d gedruckter Adresse l> si.. halbjährig 7 st. 3l) fr. — )n se ra tio n s geb ü h c sür eine Ipilteu^ilc öfter den Raum derselben, für einmalige Einschaltung 3 kr., für zweimalige 4 fr., für dreimalige 5 fr. C. M, Inserate bis 12 3^'ilen sollen l st. für 3 Mal, 5i) lr. sür 2 Mal nnd ^l) kr. fur l Mn eiujuschalten. Zu diesen Gebühren ist nach dem „provisorisch!» Gcseßc vom L. November !^5l> sür IüseratiouziiäüN'el" noch ll) fr. für eine jedesmalige Einschaltung hin,» zn rechnen. ^Ve. k. k. Apostolische Majestät haben vermöge Allerhöchsten Handschreibens vom 7. Juni d. I. den k. k. geheimen Rath und Statthalter von Ober-Oesterrcich, Eduard Freiherrn u. Vach, der Funktion als kaiser« lichcr Zivilkommissär an der Seite Allerhöchstihrcs Oberkommandantcn der 3ten und 4tcn Armee, Feld« zeugmcistcrs Freiherrn v. Heß, unter Bezeugung dcr Allerhöchsten Zufriedenheit attcrgnädigst zu entheben geruht. Ergebnisse der S taa t sc in ahmen und Aus» gaben der österreichischen Monarchie im Vermal, tungsjahre 1864. (Schlu ß) I«I Faßt man die Gebarung der Staatseinnahmen und Ausgaben zusammen, so ergibt sich nachstehendes Resultate: Im Verwaltungsjahre 1864 1863 Gulden. Ordentliche Einnahmen . 248,333.724 233,930.103 Ordentliche Ausgaben . 294,829.681 286,313.610 Abgangs . . 48,196.987 60,383.308 Außerordentliche Einnahmen ...... " 1,206.891 Außerordentliche Ausgaben 91,316.966 7:647.018 Abgang . . 91,616'M8 6,440.127 GcsammtsummcdcrStaats' einnahmen .... 248.333.724 237,136.993 Gesammtsumme derStaats- ausgaben.....386,046.646 293,960.628 Gesammtabgang . 140,712.922 56,823^636 Der Abgang bei der ordentlichen Gebarung war demnach im Vcrwaltungöjahre 1834 n gegen das Vorjahr kleiner um den Betrag uon.........1,187.531 da aber das Defizit b/i der außerordeut» lichen Gebarung um......83,076.838 zugenommen hat, so ergibt sich eine Vermehrung des Gesammt« abgaugcs um.......83,889.287 welche den Mchrauslagen der Militär-Verwaltung zuzuschreiben ist. Zur Vervollständigung der gesammten finanzicl' ^n Gebarung werden in folgender Darstellung die burch Kredits-Operationen im Verwallungs-i'ahre 1864 bewirkten Znfinssc nebst der Art ihrer Verwendung ersichllich gemacht. Die besonderen Znflüssc betrugen: u) durch Vermehrung der fnndirtcn Schuld: ^- Einzahlung auf das 6perz. Anlchcn ft. """ Jahre 1847 (Rückstand) . . . 626.696 ^- Einzahlung auf das 6pcrz. lomb. ue» «et. Anlehcn uom Jahre 18.'i0 (Nnck. stand).......... 143 - Einzahlung auf das 6pcrz. Anlehen "c".n Iahrc 1861 (Nückstaud) . . 303.696 ' Einzahlung auf das 6perz. Vankoa-luta-AuIehcu uom Iahrc 186^ (Nnck-stand) ......... 1.868.687 Fürtrag ^"" 2,697.920 Ucbertrag . . 2,697.920 3. Einzahlung auf das 6pcrz. Silber» Anlehen uom Jahre 1832 (Nnckstand) 682.103 6. Einzahlung auf das 4pcrz. Lotto« Anlchen uom Iahrc 1834 . . .' 42,836.013 7. Einzahlung auf das 6pcrz. Silber« Anlehcn vom Jahre 1834 . . . 11.084.841 8. Einzahlung auf das 6pcrz. National« Aulchen.........27.616.488 9. Kapitallsirung von lomb. venet. Tre« sorscheinen ........ 123.131 10. Kapitalisirung von Daz-Entschädi« gnngcn «........ 43.330 11. Kapitalismmg von Laudemlalent» schädigungen........6,299.708 l>) durch Vernichrung der schwc< bendcn Schnld: 1. Ausstellung 4perz. Zentralkassk'An« Weisungen sür die Depositenkassr des attgemeincii Tilgnngsfondes . . . 700.000 2. Hinausgabe uon Partial'Hypothckar» Anweisungen........ 799.960 3. Abfnhrcn gerichtlicher Depositen . . 23.172 4. Abfuhren von VotiMircheubaugel« dern.......... 169.373 o) dnrch Vorschüsse der Vank . . 39,300.000 )) z n r V e r n, in d c r uug der f u n» dirten Schuld 1. durch Nückzahlnng uon Lotto>Anlc. hcnskapitalicn....., . 1,832.100 2. dnrch Einlösung von Obligationen des Anlehens uom I. 1831, Scric ^ 614.360 3. durch Einlösung von Obligationen des Anlehcns vom I. 1831,'Serie N 166.362 4. durch Einlösung uon Konvcrtirungs' Obligationen........ 277.112 6. durch Einlösung uon Obligationen des Vank'Valutaaulchens vom Jahre 1862 . . . . ^..... 706.600 6. durch Einlösung verloster Obligatw' ncn des Eilbcranlchens uoin I. 1862 207.600 7. durch Einlösung verloster Obligatio« nen dcr Wiener Nährung-Schuld . 3.830 8. durch Einlösung anderer Obligatio« ncn mittelst dcö Tilgnngsfondcs . . 160.272 9. durch Rückzahlung dcr im I. 1630 aufgekündigten Monat«Schuld . . 2l.140 10. durch Nückzahlnng vcrlosttr Obli« gationcu des lomb.-ucnct. Anlchcns vom I. l860.......1,442.800' Fürtrag . . 146,833.078 Ucbctrag . . 146.833.078 - 11. durch Einlösung dcr von der Einziehung des W. W. Papiergeldes hcr< rührenden Obligationen von dcr Vank 3,047.999 c) zur Verminderung der schwebenden Schuld: 1. durch Einlösung 4pcrz. Anweisungen von der Depositenkasse des lomb.'Vsn. Amortisationsfonds ..... 48.000 2. durch Einlösung 3pcrz. Anweisungen vom Jahre 1842...... 1.370.680 cl) zur Abtragung dcr Schuld an die Vank........3.000.000 «) znr Einlösung des Staatspa« piergeldes, und zwar von lomb.» veuet. Trcsorscheincn ..... 92.976 l) zur Berichtigung von Daz« Entschädigung« « Kapita« lien.......... 43.606 ss) znr Verichtignng von Laudc. n, i a l. E n t s ch ä d i g u u g s - K a p i» talicn.........6,299.708 ly zur Bestreitung probn kti« uer Auslagen: 1. zum Staatssisenbahnbauc . . . 17,324.338 2. zur Staatseiscubahn > Bclriebsmittel-Erwcitcrung........6,949.100 3. zur Erwerbung von Plioat-Eiscnbah. nen durch allmälige Verlosung und Einlösuug der hirfür ansgegcbenen Obligationen........2.323.143 4. zum Tclegraphenbauc..... 300.418 i) zu Vorschüssen auf Urbarial« Entschädigungen in Galizien und und den ungarischen Ländern . . 3,903.083 Znsammen . . 192.738.030 Vei Verglcichnng mit den beson-deren Zuflüssen pr.......2 l2.187.034 ergibt sich ein Ncbcrschuß der leßtc> reu uon.........19.429.004 durch welchen theils nicht zur reclen Gebarung go hörige Vorschüsse bestritttn, theils die Kassevorräthe ^ vermehrt wurden. Faßt man die Ergebnisse der besonderen Zuflüsse und ihrer Verwendung nach den Hauptrubrikcn unter Dcpurilung der gleichartigen Einuahmcn und Aus» gaben zusammen, so erhält man folgendes Resultat, welchen» die Ergebnisse dcS Vorjahres zur Verglei» chung hinzngcfügt sind: Im Vcrwallnngsjahre Besondere Zuflüsse: 1834 1833 :>) dnrch Vermehrung dcr Gnldcn. fnndirtcn Schuld . . 83.213.691 68,180.771 li) durch Vermehrung dcr schwebenden Schnlo . 276.047 7,266.649 c) durch Vorschüsse dcr Nationalbank . . . 64.309.000 — cl) durch Hinausgabc von Staatspaviergclo . . 61.607.288 — <>) durch mehrcingezahltc als erfolgte Grundeut« lastlingsqcldcr . . . 4,767.299 9 096 36^ f) durch Wcchselgcschäftc 3,321.018 ' — " ss) dnrch Benützung dcr vorhandenen Kasscvor« rathe ...... — 26.606.684 Zusamm . . 197.487.343 1N,14!).36tt 582 Hiervon wurden verweu dct: Im Vcrwaltnngsjahrc 1834 1833 «) zur Vedccknng des or- Gulden deutlichen und außer« ordcntlichcn Abganges. 140,712.922 Ü6,823.638 k) zur Einlösung von Staats-Papicrgcld . . — 14,303.106 0) zur Berichtigung von Daz » Entschädignngs« Kapitalien .... 43.60« 372.331 ll) zur Verichtiguug von Lande,nial - Entschädi« gungs« Kapitalien . . 6.299.708 2,343.299 e) zum Vauc und znr Betriebsmittel - Erweiterung der Staats > Eisen« bahnen und Telegraphen ; dann zur Einlösung von Privat-Ei-senbahnen .... 27.099.021 21.419.020 5) znr Tilgung der Schuld an die Van?........12,000.000 ß) znr Tilgung von Wech-selschnldcn........ 33.883 Ii) zn Vorschüssen aufUrba« rial-Entschädigungen in Galizicn nnd den ungarischen Ländern . . . 3.903.083 3,63 l.862 1) zu andern Vorschüssen und zur Vermehrung der Kassemittel .... 19.429.004 — Snmmc der Verwendung dem Empfange gleich . 197.487.343 111,149.336 Vom k. k. Finanzministerium. Wien. 7. Juni 1833. Veränderungen in der k. k. Armee. Ernc u n u n gen: Zn Oberstlieutenants, die Majorc: Karl Hu bat« schek, vom Infantcric « Negimcnte Prinz Friedrich Wilhclm von Preußen Nr. 20, beim Infanterie«Rc« gimcnte Graf Khevenhüllcr Nr. 33, und Karl Ludwig Serinny, vom Inf.-Reg. Prinz Hohcnlohe» Langcnburg Nr. 13, im Ncgimcntc; Zum Grenadier» Bataillons »Kommandanten der Major Almus L c h o tzky u. Kir« ly«Lcho: a, des InfantcrieNegiments Graf Coronini Nr. 6. Hu Majoren, die Hanptlculc: Josef Wagner, des Szlumer 4. beim Liccaner 1., und Isael Mil-leusnic, des Liccaner 1. beim Pcterwardeiner 9, Grenz>Infautcric-Rcgimentc. Ucbcrsctzung: Der Odcrsllientcnant Rudolf Ertel v. Scan, vom Infanteric'Nc-gimcnte Graf Khcvenhüllcr Nr. 33 lz. t. zum Infanterieregimente Prinz Friedrich Wil< Helm von Preußen Nr. 20. Nichtamlsicher Thcil Nördlicher Kriegsschauplatz. Aus Dauzig, 8. Juni. wiro tclcgraphirt: «Der „Bnlldog," Kapitän Gordon, ist mit dem Post-fcllciscu angekommen. Die ganze Flotte liegt fünf Meilen westlich von Kronstadt. Admiral Dnndas nimmt täglich Nckognoszirungcu vor. Nach London gelangten Briefe von der, vor Kronstadt ankernden Flotte sprachen die Hoffnung aus, daß bald etwas Entscheidendes unternommen werden soll, ohne daß jedoch irgend einer der Kapitäne die leiseste Ahnung halte, gcgeu welchen Punkt der nM scheu Küsten zunächst opcrirt werden wird. Alle Berichte stimmen darin übcrein, daß Rußland den Winter vortrefflich benutzt habe, nin seine Küstenstriche in besseren Vcrtheidignngsznstand zu setzen. Den finnischen Meerbusen entlang sind Kavalleric-Pikcts vcr> theilt, die über jede Bcwcgnug der Flotte Bericht ab« zustattcn haben und durch Signale mit den Kommandeuren der mehr im Innern des Landes stationirten Infanterie- und Artillerie-Korps kommnuiziren. An der knrländischcn Küste halten berittene Baschkiren Wache, dic kürzlich durch 2 Husaren-Bataillone ver- stärkt wurden. In Libau stehen vou letztern 2 Bataillone und 2 Bataillone von ersteren. Andere Dc-tachemcnts bewachen dic Sccküste beim Eingang in den Golf bis Nindau und Düncmünde. In Niga selbst soll man sich jetzt vor einem feindlichen Angriff vollkommen gesichert glauben, deßgleichen in Neval, das vom General Ioncs im vergangenen Jahr für besser befestigt als Swcaborg erklärt worden sein soll. — Scskar, auf dessen Höhe dic Flotte ankerte, ist, wie es heißt, der Punkt, wo die französische Ar« mee, dic crwartct wird, an's Land gesetzt werden soll. — Der Gesundheitszustand der Flotte läßt, da dic Blattcrnkrankhl'it anfgchö'rt hat, nichts zn wünschen übrig. Das Netter ist schön aber kalt. Am 28. Mai Morgens gab cs noch einen erklecklichen Schncefall. Oesterreich. W icn, 12. Juni. Den in Galizicn ?c. sta» tionirtcn kaiscrl. Truppen wird eine unschätzbare An> erkcnniing für den unübertrefflichen Geist treuer Er-gebfuheit und Ausdauer zu Thcil werden, mit dem sic dic vielfachen Prüfungen eines langen, von bar« tcn Krankheiten begleiteten Winters in unerschütterlicher Manuszncht ertrugen. Wie wir vernehmen. gc< denken Sc. Majestät Sich hcntc Abend nach Galizicn :c. (übcr Krakau) zu bcgebcu, und die Truppen in ihren Stationen einzeln Allcrhöchstselbst zn besichtigen. Der Zweck der Allerhöchsten Neise dürfte cine Abne-icnheit Sr. Majestät von über vier Wochen in Au» spruch nehmen. Nicn, 1«. Juni. Die „Wiener Ztg." schreibt: Nachdem der Erlaii des k. preußischen Herrn Ministerpräsidenten Frrihcrru v. Mantenffel an Se. Erz. den Herrn Grafen Arnim vom 23. Mai von anderer Seite zur Veröffentlichung gebracht worden ist, so glanbcn wir, schon der Vollständigkeit der Akten wc-gen, auch die darauf ergaugcnc Erwicdernng mittheilen zu sollen. Nachstehend der Wortlaut eines Er> lasses des k. k. Ministers der auswärtigen Angele« genheiteu x. :c. Herrn Grafen Bnol an den kaiserl. Gesandten Herrn Grafen G. Estcrhazy in Berlin clcl. Wien. 3l. Mai 188. Abschrift eines Erlasses des Grafen Buol an den Grafen G. Estcrhazy ^. bcu möge. Einige Bcmcrknngcu, zu welchen die Acußernn» gen des Berliner Kabinets uns Anlast geben, können wir jcdoch nicht unterdrücken. Unserm Wnnschc gcmäß hat Preußen sich cnt« halten, dcm von Nußland den Mitgliedern des deutschen Vnndcs in allerdings formloser Weise entgegen« gebrachten Anerbieten, an- den Verabredungen der Wiener Konferenzen über die ersten bcidcn Garantie-punktc nntcr dcr Bedingung einer strengen Ncntrali« tät Dcntschlands festhalten zu wollcn, irgcnd cine Folge zn geben. Indem cs sich vorbehalten hat. den Werth dieses Anerbietens für Deutschland nnr im Zusammenhange mit den erschöpfenden Mitthcilnngm zn prüfen, dic Oesterreich übcr den gleichen Gegenstand an seine Bnndcsgcnosscn zn richten in dcm Falle scin wird, cs ist einem Gefühle gefolgt, welches wir bei der verbündeten Macht anzntrcffcn mit Zuversicht bosft tcn. nnd wclchcs, wic wir mit Befriedigung anerken» ncn, anch dasjenige aller übrigcu deutscheu Rcgicrun-gen gcivcscn ist. Wenn wir unsererseits vcrhcißcn habcn, unsere Ansichten über das, was Europa's und Deutschlands Interessen erheischen werden, unsern deutschen Mitvcrbündeten offen und vertrauensvoll darzulegen, so haben wir dadurch ihr Nccht zu freie« stcr Würdigung dcr Lage sicher nicht im Entfernte« sten beeinträchtigen, wir habcn vielmehr an dasselbe Berufung einlegen wollen und glaubten nicht, daß die Ausdrücke unseres Zirknlarcrlasscs vom 17. d. M. irgcnd einer Mißdeutung in dieser Beziehung nn» tcrliegcn können. Sollten wir aber von dcm, was dicser Erlaß übcr dic Bcdcutuug des Schrittes des rnssischcn Ho« fes sagt, irgend etwas zurückzunehmen habcn? Wir glanbcn cs ebenso wenig. Gerade weil Deutschland auf dcm Boden des Aprilvertrages nnd seiner Znsatz' artikcl steht, kaun seine Stcllnng nach unserer Ueber« zcugung weder als streng neutral bezeichnet, noch ein Ucbergang zu strengcr Neutralität ihm angcsonncn werden, so lange die Grundlagen des Friedens nicht gesichert sind nnd das türkische Gebiet des Schutzes unserer Waffen bedarf. Und wie sollten wir nicht mit vollem Rechte gesagt haben, daß ein Anerbieten, welches sich an dic Gesammtheit der Bnndcsglieder wendet, das aber dcr Bund nicht annehmen könnte, ohne sich mit der Stellung der ersten Vundesmacht in Widerspruch zu setzen, ciueu Angriff auf die Ei« nigkcit des Bundes euthaltc? Wir vermögen uus den Bund so wenig ohne Oesterreich wie ohne Preußen zu denken. Wir begreifen unter den obwaltenden Verhältnissen, daß Nußland mit Umgehung Oester« rcichs auf dic Ansichten der übrigeu Mitglieder des Bundes einwirken zn können gewünscht hat; aber wenn wir in dcr Lagc gewesen wären, von dem Pc° tersburgcr Hofc vorhcr zu Nathc gezogen zu werden, so würden wir es für unsere Pflicht gehalten haben — und zwar sicher uicht außschlicstlich im Interesse un-sercr eigenen Stellung, sondern noch weit mehr in unserm Gewissen als dentschc Macht, — jenen Schritt auf das entschiedenste zu widerrathen. Daß wir dic Gesinnungen zu würdigen wissen, von welchen das k. preußische Kabinct uns einen Vcweis gcgrben hat. indem cs auch seinerseits nicht die Hand dazu bieten wollte, daß dcr Bnnd auf eincr unvollständigen nnd gegen unsere Ansicht von einer dritten Macht ihm dargebotene Grundlage über sein Verhalten berathe, davon wird das königliche Kabinet sich bereits aus unserm Erlasse vom 24. d. M. überzeugt habcn. Es wird aber auch, wie wir nicht zweifeln können, nu'5 uns anerkannt haben, daß cs dic Rücksichten auf die Stcllnng nnd Aufgabe nicht sowohl Ocstcrreichs, als dcö gcsammtcu Deutschlands waren, welche eincr Verhandlung am Bunde übcr dic Erklärung Nußlands entgegenstehen mnßten. Dic vertraulichen Eröffnungen, in deren -Besitz Freiherr v. Manteuffcl unnmchr ist, werden Preußen hoffentlich in dcr Geneigtheit bcstarkcn, nur in offc< ncm Einverständnisse mit nns seinen fernern Gang und seine Einwirkung anf unsek gemeinsamen Bun» desgcnossen zn bestimmen, und was uus betrifft, so werden wir uns sicher Glück wünschen, wenn hier» durch dic Verhältnisse sich so gestalten werden, d^st uns uud unseren Alüirten künstig keine Zurückhaltung mehr iu Bezug auf schwebende Verhandlungen gegen übcr Prcußeu auferlegt scin wird. Eu. Erzellcuz wollen den gegenwärtigen Erlaß dcm Hrn. Freihcrru u. Mautcuffel iu Abschrift mit' thciku. Empfangen :c. :c. * Wien, 10. Juni. Sc. k. k. Apostol. Mft' stät habcn mit Allerhöchster Entschließnng vom 2>. März d. I. dic Ncorganisirnng des österreichische" Konsularwesen im Königreiche beider Sicilicn aller« gnädigst zu genehmigen gcrnht. Demgemäß werden daselbst nachfolgende Konsnlarämtcr bestehen, und z""' im Königreiche Neapel: Das unbcs^ldctc kais. Gcuc« ralkonsnlat in Ncapcl, als leitendes Amt über alle österreichischen Konsularämter im Königreiche Ncapc dicßscits dcs Faro di Messina; dic nnbesoldetcn kai!> Vizckonsnlatc in Otranto, Vrindisi, Bari, G""a-Varlctta nnd Malfetta. Außerdem hat das k- -Handclsininistcrinm dcn Fortbcstand dcr kais. KoM-laragcnticn in Eastelmarc, Pozznoli, Salcrno, 3"g' gio di Calabria, Catanzaro, Cotrouc, Taranto, 0"' 583 lipoli, Monopol. Bisccglia, Train, Manfred onia Vasto, Ortona und Pescara; ferner die Aufstellung eines Konsularagenten in Viola di Pari, statt d storbcn; am 10. 40 erkrankt, N genesen und 16 gestorben. — In Verona vom 28. Mai bis 9. Juni 43 erkrankt, 3 genesen und 26 gestorben. — Wie der „W.-G.-V." vernimmt, ist das nene Lottcricanlchen des Grafen Ludwig Saintgi-iwis im Betrage von 3,200.000 ss. von den Bankhäusern S. M. v. Nothschild und Hermann Todcsco's Söhnen negozirt worden. Die Vertragsbedingungen sind von der Art, daß sie dem Publikum eine überwiegend hy. pothckarische Sicherheit betreffender Geldanlagen verbürgen lassen. Die Hauptschuldverschreibung ist auf 80,000 Lose ü 40 fi. rcpartirt. Für jedes dic-ser Lose muß innerhalb 20 halbjähriger und 38 ganz. jähriger Ziehungen ein Gewinn von mindestens 63 fi. herauskommen. In den letzten Jahren steigert sich der Mimmaltrcffer anf 80 fi. Der Haupt» treffcr varirt von 70—60.000 ss., und von 30— 20.000 fi. für die beiden halbjährigen Ziehungen, und bleibt mit 60.000 fi. für die ganzjährigen Ziehungen. Nebcntreffer von 3000—120 fi. erhöhen den Spiel-rciz, welcher bei dieser Lotterie dnrch einen mit zwei Drittheilen der den Nominalwcrth nicht übersteigenden Einlage gcsicherlcu Miuimalgcwinu bcjoincrs erhöht erscheint. Wie wir vernehmen, wird sich die mit 19. Juni bis Enoc d. I. zu eröffnende Subskription auf "ur etwa den dritten Theil der Anleihe beschränken, daher bei Ueberschreitnng dieser Zahl die entsprechende Ncdnktion eintritt. fZ H EKHVZ.T 5. bve« in Nochcfort vom Stapel gelassen. Sie ist fast so groß wie eine Fregatte, hat aber keine Vordcrmasten nnd keine Dünettc; sie ist unter dem Kiel flach, 60 Mctres lang und hat nur dritthalb Metres Tiefgang, kann also ganz nahe an eine Fc> stnng heranrücken. Da sie mit Segeln und einer Schraube versehen ist, so kaun sie unter allen Um» ständen die Wellen dnrchfnrchcn. Ist sic einmal im Feuer, so braucht sic nicht mehr zu mcmöorircn; ein Schleppschiff geleitet sic ins Feuer, und holt sie wieder heraus. Ihre Wände sind kugel«, bomben« und kavtätschrnftst. Daö Verdeck ist gleichfalls kugelfest. Auf 400 Mctrcs Entfernung ist die eiserne Bcklei-düng undurchdringlich, und die Kngcl zerschellt an den Wänden der schwimmenden Batterie. Die Mannschaft nno das Zcug an Bord ist somit gesichert, und eine schwimmende Batterie kann füglich mit einer Schild» krötc verglichen werden. Wenn sie ins Feuer kommt, zieht sie ihren Kopf und ihre Füße ein, und die Schale widersteht jedem Stoße. Die „Congr«ve" ist mit 24 Geschützen Nr. 30 ausgerüstet. Großbritannien. Londou, 7. Juni. In der Unterhaus'Sitznng wiederholt Mr. Bright seine frühere Anfrage, die Wie» ncr Konferenzen betreffend, und Lord Palmerston kün« digt, mit dem Versprechen, die letzte österreichische Mittheilung nebst der Antwort Englands vorzulegen, die Nachricht vom endlichen und cndgiltigcn Schluß der Konferenzen an. — In der vertagten Debatte über den Krieg nimmt zuerst Mr. Cobden das Wort. Ihm liegen nur die gerechten Interessen Englands am Herzen nnd nichts sei ihm bei den Debatten über diese wichtige Frage mchr zuwider als hohle Dct'la« mation nnd großtönender Wortschwall. Allen seinen Gegnern könne er die schreiendsten Inkonsequenzen nachweisen. Der edle Lord, Mitglied für London, habe ein krasses Bild von der Herrschsucht Rußlands entworfen; aber welchcr dcr 4 Punkte solle oder könne diesen furchtbaren Uebeln abhclfcn? Welchen Nutzen brächte die Zerstörung Sebastopols? Was hätte man davon als das Nccht, zu sagen: Wir haben eine gc-wisse Qauntitä't Steine, Mörtel u»d Schutt kluger!^ scn? Rußland werde doch im Pontuö mächtig bleiben, so lange es fruchtbare Provinzen besitze, die ihren Produkten-Reichthum uach dcr Südküstc senden. Man fiüsterc zwar, daß Frankreich England zur Fortsetzung des Kampfes zwinge. Aber ans authentischer Quelle hätten er und Vright vernommen, daß das Gcaen> theil der Fall sei. Frankreich war geneigt, die rnssi. schcn Vorschläge anzunehmen nnd England widersetzte sich dieser Annahme. Bei dem Meeting in Downing-strcct habe er den Premier deßhalb befragt, aber eine ausweichende Antwort erhalten. Die Waffenthaten im asow'schcn Meer hätten nichts zu bedeuten, die zerstörten Quantitäten Korn seicn Privateigenthnm uud Scbastopol beziehe seine Vorräthc über Perckop; dieses aber nnd Simpheropol seien so stark befestigt wic Sebastopol selbst. Und wenn er au die Pest deukt, die in den Sommermonaten in der Krim ans» brechen werde, möchte cr ulcht um alle Schätze und Ehren der Welt die Verantwortlichkeit für die Fort« daucr des Krieges auf sich nehme»; doch möge man ihm glauben, daß cr anders sprechen würde, wenn die Nnssen etwa Portsmouth belagerten. Lord H. Vanc ist für Frieden; dcßglcichcn Mr. Vansittart. Ein halb Dutzeud anderer Mitglieder spricht für euer. gische Kriegführung, worauf sich Sir I. Graham erhebt und sich und seiner Partei eincn freiern Stand' Punkt vindizircn will. Scincr Ueberzeugung nach war der Krieg im Anfang gerecht und nothwendig, allein nur Blindheit oder Vcrblcudung w.rdc läugnen, daL Nußland von der Höhe seiner Ansprüche herab-gestiegen sei und alle seine ursprünglichen Forderungen geopfert habe. Es frage sich daher, ob die Zwecke des Krieges nicht erreicht sind? Er habe den dritten Punkt nie als Ultimatum betrachtet, und die Diskus» sion überzeuge ihn immer mehr, daß cr als solches unhaltbar war; wo habe man auch jemals eine Unterhandlung mit einem Ultimatum begonnen? Er vcr< bürgt sich für das von Cobdcn erwähnte Gerücht, daß M. Drouin dc Lhnys uud Kaiser Napoleon geneigt waren, die Bedingungen Nußlands anzunehmen, aber durch Englands Hartnäckigkeit davon abgehalten wurden. Der Regierung komme es zu, dieses Gerücht wenn es falsch sei, Lügen zu strafen. Vor Allem aber wünscht er zu wissen, ob die vier Punkte auch der etwaigen künftigen Unterhandlung als Basis die-den werden? Stelle man sich weilerliegende Z-vecke als zu Anfang des Krieges, so mache man diesen endlos. Auf die Konferenzen zurückkommend be-dauert cr, daß der vierte Punkt nicht während der Ichwebcndcu Differenz über den dritten Pl-nkt wi" cs Oesterreichs und Nußlands Wunsch war erörtert wurde. Allmälig wird der Ncdncr immer wärmer fur die Sache des Friedens. Nnßland, sagt rr war 40 Jahre lang unser Mutter, und nie hatten w'r nns über seine Handlungsweise zu beklagen. Geacu etwaige künftige Eroberungsgclüste Nußlands bürae Oesterreichs direktes materielles Interesse am «lz.lW quo. Oesterreich stehe wie ein schmaler Isthmus zwi. »chcu zwei tosenden Meeren, zwischen der russischen Vergroßerungssucht auf der einen uud dem militari-Ichen Stolz und Ehrgeiz des Westens anf der ander» ^-ette. Oesterreichs Freundschaft müsse man um je. den Preis pflegen. Der jetzige Moment biete eine Gelegenheit zum Friedcu wie sie nimmer wiederk'eh. ren werde. Die Aufrechthaltung des ottomanischen Nelchcs als unabhängigen Staates werde täglich schwieliger werden, und dcr wahre Staatsmann sei dcr, welcher den Tag der künftigen Katastraphe im Auge behaltend, dafür sorge nnd vorbaue, daß Kon. stantiopel nicht einst in die Hände Nußlands ober «einer großen westlichen Seemacht« falle. Dem Ned' ner folgt Lord John Russell mit der schou mitgetheilten Auslassung. Spanien. Prwat. Korrespondenzen aus Madrid vom 4 Juni melden: „Die amtliche Zeitung bringt ein Dekret, wcl° chcs Catalom'en iu Belagerungszustand erklärt weil „,.dic Niche dort durch dic Komplotte gegen die gegenwärtige Ordnung der Dinge bedroht ist«" Die Cholera ist fast gänzlich ans Madrid verschwunden " Telegraphische Depesche ans M adrid vom 7 Juni: «Die zum Ersatz der ausgeschiedenen Mitglieder des Kabinets gewählten neuen Minister: Zabala, Munster der Staats- und auswärtigen Angelegen! heilen; Fnente Andreas, Iustizmimster; Bniil, Fi» nanzminister; Hclves, Minister des Innern und Martine;, Minister des Handels, haben gesttm Abends in die Hände der Königin den Eid abgelegt. — Oin Kal'inetsrath znr Besprechung verschiedener Angelegen« hcltcn hat heute statgcfunden." Telegraphischc Depeschen. Paris, 12. Juni. Dcr „Moniteur" bringt folgende Depesche Pelissiers vom 9. b. M.. 11 Uhr Abends: «Eine Demonstration des Feindes gegen die eroberten Werke blieb erfolglos. Der Feind hat das rechte Ufcr der Schiffswerftcbucht. zum Theile schon früher, geräumt und zog sich meist nach dcr Bai, wo die Stuckgicßcrei sich befindet, uud wo wir ihn mit schweren Bomben zu erreichen hoffen. Wir pajsen ihm auf. London, -11. Juni. Offiziell wird ange« zeigt, Taganrog. Mariapol und Geist seien am 3., 6. und 6. angegriffen, die öffentlichen Gebäude nud Magazine verbrannt worden. Die Erfolge seicn voll» kommen Dcr Verlust von Scitc dcr Alliirtcn besteht bloß in cincm Verwundctcn. Patras, 6. Juni. Dic übcrgroßc Hitze bcför. dcrt dcn Fortschritt der Traubenkrankheit, dic auch im vorigen Iahrc verschonte Gegenden heimsncht Ein ähnlicher Bericht licgt aus Ecphalonia vor. K oustantiuopcl, 7. Iu„i. (Auf dem Landwege über Bukarest.) Nizza Pascha ist entlassen und Mehemcd Nuschdi zum Kriegsminister ernannt worden. Nachrichten ans dcr Krim sind veraltet und bestätigen bloß Bekanntes. Druck und Verlag von I. v. Kleinmayr ^ F. Bamberg in Laibach. — VcranUvortÜchcl Redacteur: F. Väulberä^— V ö r s euberi ch t * aus dein Abendblatte der öster kais. Wicner-Zeitung. Wiei, !2. Juni 1855, Mittags I Uhr. Die niedrigere Nente und der fortdauernde Geldmangel bewirkten Anfangs Flauheit der Effekten. Gegen Schluß befestigten sich die Kurse wieder. Am bedeutendsten war die Vessernng iu iltordbahn-Aktien und 5 pCt. Metall. Erstere stieben rasch von 205 V, bis 208 '/.. Letztere eröffnct u 7!» V,. und schlosslN 79'/. Geld. Natienal-Anleinn war mit 84'/,, — V, stationär. 1,^4er Lcse l04 — V,- Bank-Aktien matter. Wechsel und Valulen haben ein wenig angeben. Amsterdam IOH'/. Vrief. — Augsburg l24'/. Vrief. — Frankinrt l2:l. - Ha,nburg W'/, '- Llurno —. - London 12.2, — Malland 123'/,- — P"is ^^/'« Vrief. Staatsschnldverschrcibuuge» zu 5 V« 79 ' V.« "79 '/. detlo ' „ ^'/,"/.. t!8"/.'6!) dctto „ ^"/« 02'/.-Nil detto „ 3"/« 48'/,-48'/, dctto „ 2 7,"/, 39'^-39'/. dctto - ,. 17« 15'. —l« dcttu .8. N. „ 5"/„ l>5—Utt National-Aulehe» „ ö 7« 84 7.-84"/.» Lombard. Venet. Anleh, n ,. 5 "/^ 1 <»0 -1 l!0 '/, Gruudentlast.-Oblig. N. Oestel. zu 5 "/. 7i» -79 '/, detto anderer Kronläuder 5 7» 79-77 Gloggnihcr Qblig. m. R. zu 5 7« «1 7.—i>2 Oedeuburgrr dettu dettu ,. 5 7« 8!)'', -U0 Pc>,s).r lclto dctto „ 4"/, 9l-9! '/. Mailänder dctto detto „ 4 7.. l»0-W'/, Lotterie-Anleheu vom ^ahre I^i4 522-222'/, detto detto 1839 ,20 7. 12! detto dettu »854 104-104'/. Vanko-Obligatiunen zn 2'/, 7. 57'/,—5>< Aank-Aktin pr. Stück U!« - 9i>5 Ezkomptebaul-Aktien 91 7.-l>2 Atti.n dcr f. f. priv, österr. Staats- (ziscnbahn^esellicha't zu 2<»0 ft. oder 500 Fr. ' 318-319 WIcu-Naaber Aktien (zur Konvertirung angemeldet) 1!i-11l'/^ Nordbah» - Aktien 208 '/. ^ 20« ',. Budweis-Vinz-Gmuuduer 242 -244 Prcßburg-iyrn. Eiseul'. 1. Emission 18—20 detto 2, ., mil Priori« 30—32 Ocdcul'urg-Wicn.-Neustädter ^ — Dampschiff-Aktien / 25> -s.üll detto 12. Emission 51l»-5!8 dctto des Lloyd 500 -503 Wi.ner-Taiüpsmühl-ANien 11il-118 Pesther Kett.»brücken - ^!Ilien 55- l'O Lloyd Prior. Oblig. (in Silber) 5 7« !>.! '/, " l)4 ^ordbayu detto 5 7« 8U-86'/, Gloggnitzer detto i> 7« 7',.-107, K. f. vollwichtige Dukaten-Agio 28 '/,—28 7. Telegraphischer Kurs- Bericht rcr Sl.'lUt'plipllrc vl,m lZ, Juni ls55. Staatsschüldverschreil'ungeii . zn 5p^t. ft. in <.§Vl. 79 1/2 dctto aus der V.'ational-Aülcihc zu 5 7« ft. >u ^M. «4 9/l6 dclto -...... 412 .. ., 3 Iinn 18)5, Augsburg, sür »0»i Gulden ssnr. Oiild. <24 1,4 Uso Frankfurt a. M. (sin 12»» fi. sndd. Ver- em^-Währ. im24 !/2ft. .Ui^Guld.) <23 !/,< Vs, 3 Monat. Hamburg, siir u«> Viavk Vaueo, Gülorn 90 5/8 2 Uonat Llvorno, sUl,' 300 Toscanische ^ire, Gnld. 122 l/4 2 Monat, London, snr 1 Psünd Sterling, Gulo.n 12 1 Vf. .> Monac. Äinil^üo, sur 30!» O>sierr. Lne. Gnid.n ! 23 1/2 2 Monal. Marseille, fnr 300 l> Fr.Nll.>i . . Gulden !4'^ ^f. ^Moü^t. Bukarest, sür 1 (Hulden . . . i>l>!-' 221 3l T. Sicht. K. K. vollw. Mlüiz-Tiieaten . . . !^9 pr. ^ent.'„'lgir. Gold' und Silber-Kursc vom 12. Juni 1855. Vrief. Geld. Kais. Miiiz-Dukaten Agio .... 28 3/i 28 1/2 dctto Rand- detto „ .... 28 l,4 ^8 Äapoleonö'cor „ .... 9.^« 9.44 Eruvrainöd'or „ .... 1<>,54 IN.52 Friedrichsd'or „ .... 9,4«; '.».44 Preußisch „ „ .... 1"22 10.^0 ^ngl. Sovercigns ,.....12.10 12,8 Nuß. Imperiale „ .... 9,58 9.s>7 Doppie „ . . . . 3<» l/2 :^l l/2 Silbcragio.........24 1/2 24 1/4 )lm Pfingstmontage wutd^' in dcr W^in'l-flraß^' in dcr Nähe dcs Lioilspitals cin Armband gefunden. Dcl Eigcnthlimrr^wollc sich darum bei dei k. k. Polizeidir^klion melden K. k. P^llzcidireklion Vail'ach am l!5. Juni ^5,5 Z. 3l6. 2 (3) Nachdem oer Magistrat den Gradasch-zabach beim ^i!,^^ ^>0 N'. ,785. Edikt. Vom k. k. Vcziirsgerichte Scnofttsch wird hiemit deklinnt gemacht: (5s sei von diesem Gerichte-, nder Ansuchen des s7ei!N Karl 'pnml-mi vo,i Prewald wider Barthcl Poschar von Buklije, die mil d. g. Brscheide vom 22 Scplcmbcl !85^. Nr. 7136. dcwilligte uiiC aus dc» 26. Iä'nncr d. I. bestimmt.', später sistille dritte Fcil!?i'tiing d.r g^gnisische», im Grlmdduche der Herrschaft Lu^g, «oK U>d. Nr. 83 vollommen.' d.', geiichtiich ails -1285 fl. 20 kr. l'rw'llhlt.n Halt'hlidf, aus den 28. Ilili 1855, um 10 Uhr Vormittag, dicßgerichls mic dcm Anhange l'csiiilüul worden, daß di,se Haltchllbe am obdcnanntcn Tage um den Schatzuügswclll) nnd anch unter demselben lx'ntanqcgcdcn werde. Die Lizitationsdedingnisse, das Schätzlü'gspro. totoll und der Grundduchs.xtratt, sönnen l)icr^ amls in den gewöhnlichen Amtsstunden eingesehen werden. Senosetsch am !5, April 1855. Z 840. (3) Nr. 2-139. Edikt. 35om k k. Bezirksgerichte Egg ob Podpelsch wird hillm't bekannt gemacht-, Es hade das hohe s. k. liandesgericht zu 3ai--l'ach mit dem Beschlusse clclo, «5. Mai l. I, Nr. N030, über den hiertünllichen Kanzlisten Philipp Oi'sgo'atsch, wegen Wahnsiiines dic Curatcl zu verlangen befunden, und es ft! ihm von Seite dieses k. r. Neziiksgerichtes Herr Peter Tabernik von Prevoje als (Zurator bei gegeben worden. K. k. Bezirksgericht Egg ob Podpetsch am I. Juni 1855. Z. 8^7. (2) Mlpen- nnd Miefen-Ner- pnchtnng. Es sind mchvcre yundcrt Joch Alpen nebst Wiesen mit edlem G^ras-wuchs, wobei eine bedeutende Käse- wirthschaft dettleben werden könnte, eine halbe Tagretse von Laidacl) entfernt, zu verpachten. Anfrage im Zeltungs-Comptoir. Z. 812. (6)" Einladung zur cH-V T. ll sll - ^ kH l- Z- Nt- t «^ IZ ill dm Aessl'rn do8 Casilm - Miwde5 zu VWelllierss t)ei Hraz sinir 15 Miüutcu rom Grazcr Bahnhöfe ciitftrnt). Eine >paithie ro» meinem Lage,', circ« 3tttt<> Oimer Weine iv.erden wege,, llmaodcrun^ des Hasla/schiireS, auch Mangel an Plcitz, uon de>, beste,, Gebirgen i» Steiermark, Oesterreich und U«. gärn, meistens aus de» heirschaftlichen Kellein des Fmsten Esterh^zy, der G'afen Bathiany, Huinady, de^ Bischojs von Vesprim ?c. lc,' erkanfr, Samstag den 16. Juni 1833 um t) Uhr Früh aus meinen Krllein z» Eggei'berg lizitando rerkaufc. Obige Weine, direkt vc,» den (^zeugen» bezogen, sind ro» de» Iahlgäi'gei, !8U6, 1827, 1834, »8^l, 1846, «8^8, «852, 1853, l8Z4; »ebst dielen wild auch em großes Lager schwarzer 2öeiue, als: Vöslauer, Carlo» itzer, Ofner, ?l d le rbe l'g ei', (meist zu Bouteillen ^ Weinen zn gebrauchen), so wie Lexarder, Mittel. Waie, sehr 'brauchbar , rothe und Schi Icher.-Weine aus der Somagy, in Gebinden von ,0— ,2, 15 — 20, 30, 50, ,20, IäO, 200 und 300 Eimer liegend, tlar in znucolirte» oder gewöhnliche» Halben-Fässern, gegen <0 "/<, Daran» gl'be, dreimonatliche Barzahlung und Abfuhr hinlan-gegeben. Ich erlaube mi>' besonders auslneiksam zu ma^ chen cinf die Schun, lauer 1806er, Badaconer, !83^lger, wie N hein >ve > ne, ^? u t t e n b e r g e >' I e r I, sa l e in er, Kerschbacher, G li m pold s-t i r ch „er, V ö s l a uer mit feinstem angenehmen In jeder Beziehung weiden diese Weioe ihler guten Qualität, reinen Geschmacks und besonders billissen Preises wegen, für allwarrigc Gl'schaf^' Veihalt:,isse sehr passend, die g.ehiten l'. 'l. Heiren Käufer gewisl zufrieden stellen, und mich zu ferneren Geschäften > ekommaüdiren; so wie anch Tischwein zu dem ?lusiuf5preisc ron 6 si> pr. Eimer sehr einpfeh-lend sein iviid. Zur Beciilemlichkeit der Herren Kaufer werdet» Halbgebii'de mit Holzreif und »0 bis l 2 Eimer Flihi^ sässer lin'c Eisenreif znin Abführen bereit sein — und sehi billig beiechnet weiden. ! N^mtäknbcsitzlr und Wrinhcindlcr cu ßro«. Kaiserlich-Königlich . nusschl. primlegirtes allgemein ^^M beliebtes von prakt. Zahnarzt und Privilegiums-Inhaber in Wien, mmre St.Nt, G!?Idschmidgasse Nr. 001. Dies,s M » n d w a sse r, von dn' l 5 b l. N i e n c l medizinischen Fakultät appr >,' birt nnd durch eigene PrariS erprobt, bewährt sich v^üglich gegen jeden nblc» Geruch aus dem Munde, bei vernachlässigter Nliüigimg, sowohl fnnstlichrr als hohler Zähne und Wurzeln und gegen Ta l'a f geruch ; cs ist ein u n üb ertre f sl i ch c s Mitttel gcgcn krankes, leicht blutendes, ch roni sch entzündliches Zahnflei s ch, Seo r b n t, besonders bei Sccfah rc r », zegen rheumatische und gichtische Iahnleiden, bei Auflockerung und Schwinden dcS 3a hnfleisch cS , bcsondc r s im vorgerückten Alter, wodurch ciue besond.re Empfindlichkeit o sselben gegen jeden T e m p c r a tn r w echse l entsteht; cs stärkt das Zahnfleisch und bewirkt festeres Anschließen d>r Zähne; es schützt gegen Zahns ch m c rz bei f r anfen Z ä h n e n, gegen zu yausige ^j a y ü ü e i n oii d un g ; es ertheilt dem Munde eine angenehme Frische nnd Kühle, sowie einen reinen Geschmack' da es den zähen Schleim in demselben anflöst und dieser dadurch leichter entfernt wir?, daher geschmackverbessernd < cinwirlt. Di,sü? Mundwasser ist frei von allen Säur,,,, Salzen oder sonst schädlichen Stoffen für die Zähne, daher eö auch mit Vortheil und Nul/,>n anhaltend gebraucht werden soll; vcn dessen wohlthätiger Wirkung möge als ein kleiner Beweis dienen, daß seit dcm kaiün vierjährigen Bestehen dieses Mundwassers iu 20<,> Niederlagen des In- nnd Auslandes der Absatz uud H^rbeauch sich mel,r als um das Zehnfache gcsteigerl. h^t. Selbst von den höchste» und hohen Herrschaften beständig mit Erfolg augewendet, auch von rcuommirten Aerzten verordnet, hat dieses Mundwasser regelmäßig staunende Wirkungen hervorgerufen. Vegetabilisches Zahnpulver von «^. s^. Z^OZl»V, Zahnarzt Nüd Privileginms-?»nhaber des ^K>5M8l««'H«z - ^«2z«ß^tt88V»'8 i" 'Wicn, Scadr, Goleschinidg^sse N>. 60^. (is reinigt die Zähne derart, das! durch dessen täglichen Gebrauch nicht nne der gewöhnlich so lästige Zahnstein cnlferüt wird, sondern anch die Glasur der Zälme an Weiße und Zartheit immer zunimmt. Eiuc Schachtel kostet 36 lr. Die ^iedrllag von obigen beiden Artikeln ist in Laiba'ch «nr bei Herrn Nlois Kaisell. „züm Feldmarschall Radetzky", so wic in (>apo d .'!"' beim Apotheker Giovanni Delise, iu Görz bei G. Grignaschi, in (5illi bei (5. .Nrisper, iu Klagenfurt beim Apotheker ^»>!. Veinitz, in Taruis beim Apotheker Aibin Stüfler, in Triest beim Apotheker, Autuüio Zampicri und in Villach bei Mat^as 6lNl - ? Der heutigen Zeitung liegt eine ausführliche Anzeige des höchst interessanten Werkes „die Wunder der Urwelt" bci, worauf hierdurch besonders aufmerksam gemacht wird.