I OBBSHSHOBSSzHOBHBBHSOKOHSS.O Anzeigen (Jitjerate) werben nach Tarif be rechnet und von der 33er waltung des Blattes übernommen. fl r Die „Wandermappe" ist mir als Beilage des Gott i che er Boten erhältlich. 4. ltltb 19. Postsparkassen-Konto Nr. 842.285. Verichleißstelle: Schul gaffe Nr. 75. Bezugspreise Für Österreich-Ungarn ganzjährig K 4- — halbjährig K 2 — Für Amerika: ganzjährig D. 1 '25 Für das übrige Ausland ganzjährig K 5-20 Briefe ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt, Manuskripte nicht zurückgesendet. Nr. 15. Erscheint mit einer illustrierten Beilage „tDanbermappez eines jeden Monates. Bestellungen übernimmt die Derwattung des Gottscheer Bote« in Gottschee, Hauptplatz Nr. 87. Berichte sind zu senden an die Schriftteitung des Gottscheer Bote« in Gottschee. Kottschee, am 4. August 1906. Jahrgang III. E 7) Etwas über Naiffe i fenka sten. Ende der vierziger Jahre waren die Bewohner des Eifelgebirges (Rheinprovinz, Deutschland) infolge verschiedener Unglücks-fälle in Not und Elend geraten. Wucherische Juden benützten die Not der Leute und brachten viele um Haus und Hof, bis der Bürgermeister von Flammersfeld, I. W. Raiffeisen, dem das Elend seiner Mitbürger zu Herzen ging, sich ins Mittel legte. Er sammelte die besser gestellten Landwirte seiner Gemeinde zu einem Vereine, dessen Zweck war, wie es die christliche Nächstenliebe verlangt, Hilfe in der Not zu bringen. Jedes Vereinsmitglied zahlte zehn Mark in die Vereinskasse. Diese Einzahlungen bildeten das Stammkapital, welches durch Spareinlagen fort und fort vermehrt, mäßig verzinst, vom Vereinsvorstande unentgeltlich verwaltet und dann den in Not geratenen Vereinsmitgliedern gegen billige Verzinsung ausgeliehen wurde. So entstand die erste Darlehenskasse, die so segensreich wirkte, daß ihr bald andere folgten. Nach Verlauf von zehn Jahren waren die vorher verschuldeten Bauern wieder freie Bauern geworden. So stellte ausdrücklich eine behördliche Abordnung, die von Berlin zur Prüfung der Kassenvereine entsandt worden war, fest. Diese ländlichen Kassenvereine, nach ihrem Begründer Raiff-eisensche Darlehenskassen genannt, verbreiteten sich nun in dem Maße immer mehr, als die Verarmung des Bauernstandes über-handnahm und heute bestehen in Deutschland mehr als 15.000 solche Vereine, während Österreich deren erst ungefähr 2000 zählt. Mit der Zeit änderte sich aber auch die ursprüngliche Verfassung dieser Vereine, so daß sie nunmehr landwirtschaftliche Genossenschaften in ihrer Vollendung sind. Allein der Grundgedanke, der Zweck ist der gleiche geblieben; die Grundsätze Raiffeisens, der Geist der Gemeinnützigkeit und der christlichen Nächstenliebe durchweht und durchwärmt die Raiffeisenkassen von heute noch ebenso. Und gerade dadurch wirken die Raiffeisenkassen so segensreich unter der Landbevölkerung, wo nur zu oft nackte Selbstsucht herrscht und der einzelne gern seine eigene Wege geht, unbekümmert um das Wohl oder Wehe des ändern. Gottschee besitzt heute, wenn wir von der Suchener absehen, noch keine einzige Raiffeisenkasse (die Tscher-moschnitzer scheint eine Totgeburt gewesen zu sein), während unsere slavischen Nachbarn in der Gründung solcher sehr rührig sind und dadurch viel zur wirtschaftlichen Hebung ihres Volkes beitragen, wie die vorliegenden Rechenschaftsberichte beweisen. Würde sich nun für die Gemeinden des Gottscheer Gebietes deren Gründung nicht auch empfehlen? Höheren Ortes scheint man es zu wünschen, denn der k. k. Bezirksschulrat Gottschee forderte vor Jahresfrist die Leitungen der Gottscheer Schulen auf, die Gründung von Raiffeisenkassen in Angriff zu nehmen. Jedenfalls muß dieser Frage näher getreten werden. Daher wollen wir zunächst in diesem Blatte in einer Reihe, von Aufsätzen das Wesen und den Nutzen der Raiffeisen-Vereine erörtern, um einerseits über diesen Teil der bäuerlichen Selbsthilfe zu belehren, anderseits aber auch etwa bestehende Bedenken und Vorurteile zu beheben. (Fortsetzung folgt.) Österreichisch und deutsch. Es ist sonderbar und im Grund fast beschämend, daß österreichische Deutsche über das richtige Verhältnis zwischen deutsch und österreichisch schon mehrmals jenseits der schwarz-gelben Grenzpfähle aus dem Munde hervorragender Männer an Deutlichkeit nichts übriglassende Belehrungen empfingen. So war es vor Jahren der Fall, als Fürst Bismarck einer Abordnung von deutschen Steirern sagte, sie sollten gute Deutsche bleiben, sich aber vor allem daran erinnern, daß sie Österreicher seien. Beim jüngsten Schützenfeste in München war es der bayrische Thronfolger Prinz Ludwig, welcher als Ehrenvorsitzender beim Festmahle u. a. an die anwesenden österreichischen Schützen folgende Worte richtete: „Seit vierzig Jahren ist Österreich nicht mehr im engeren Verbände mit dem übrigen Deutschland. Gott sei Dank besteht aber ein inniges Freundschaftsverhältnis zwischen dem Deutschen Reiche und der benachbarten österreichisch-ungarischen Monarchie (Lebhaftes Bravo), und das erstemal, als es diese Freundschaft im Ernstfälle zu erproben galt, — das war im vorigen Jahre bei der Konferenz von Algeeiras — da ist Österreich-Ungarn treu an der Seite des Deutschen Reiches gestanden. (Lebhafter Beifall.) Und kein Geringerer als Se. Majestät der deutsche Kaiser selbst hat es in einem Schreiben an den Ministerpräsidenten und den Minister des Äußern Goluchowski von Österreich-Ungarn anerkannt. Wir wissen, daß Sie in unserer Nachbarmonarchie ja viele schwere Kämpfe mit ändern Nationen zu bestehen haben. Da rufe ich Ihnen zu: Bleiben Sie einig; aber vergessen Sie die Differenzen und Parteiunterschiede in Ihrer eigenen Nation; solche wird es ja immer geben; aber seien Sie einig und öl'eiöen Sie vor allem österreichisch! (Lebhafter Beifall.) Nehmen Sie sich das Beispiel der deutschen Schweizer zum Muster! Die sind seit dreieinhalb hundert Jahren von dem alten Deutschen Reiche getrennt. Sie haben ihr Deutschtum bewahrt; aber sie haben verstanden, mit den anderssprachigen Völkern, die in der Eidgenossenschaft vereinigt sind, in Frieden zu leben, mit französisch, italienisch und romanisch redenden, und fühlen sich alle miteinander als Schweizer. (Lebhafter Beifall.) So wünsche ich, daß es die Deutsch-Österreicher auch machen." Für die Hausierer. Landtagsabgeordneter Herr Franz Jaklic berichtet uns, daß er aus seine Anfrage, wann die eingezahlten Landesumlagen den Hausierern rückerstattet würden, nachstehende Antwort erhalten habe: „Auf Ihre Anfrage vom 9. Mai 1906 wird erwidert, daß die Landeskasse angewiesen worden ist, den Hausierern dieLandeszuschlüge zur Hausiersteuer rückzuerstatten. Zu diesem Behufe haben dieHausierer ihre Hausierbüchel beim Landeszahlamte vorznweisen oder, falls dies mit Schwierigkeiten verbunden wäre, dieselben dem Landesuusschusse einzusenden, der sie nach dem Amtsgebrauche rücksendet, das Geld aber der Ausenthaltsgemeinde des betreffenden Hausierers übermittelt. Abgeordneter Jakliö erwähnt noch, daß es sich, um Portoauslagen zu vermindern, empfehlen würde, wenn die Hausierer ihre Büchel dem zuständigen Gemeindeamte zur Weiterbeförderung übergeben. Alldeutsche Heldentat. Eger, am 25. Juli 1906. Wie bereits gemeldet, stndet in Eger am 1., 2. und 3. September d. I. der vierte westböhmische Katholikentag statt. Herr Professor Leopold Schopf hat im Namen des Katholikentags-Komitees an den Egerer Stadtrat das Ersuchen gestellt, derselbe möge die der Stadt Eger gehörende Sängerhalle gegen den usuellen Mietsbetrag von 100 Krvnen zur Abhaltung der Festversnmin-lung des Katholikentages überlassen. Die Sängerhalle wurde allen Vereinen, ja sogar zu Hundeausstellungen und den Sozialdemokraten zur Abhaltung eines Festes bereitwilligst überlassen; nur den Katholiken wurde ihr Ansuchen abgeschlagen! Der Stadtrat überwies das Gesuch dem Gemeindeausschusse, der heute unter dem Vorsitze des Bürgermeisters I. 11. Dr. Gustav Gschier seine Sitzung abhielt. Als der Bürgermeister das Gesuch des Herrn Professor Leopold Schopf verlas, bemerkte er einleitend, der Stadtrat habe bereits beschlossen, die Sängerhalle für diesen Zweck herzugeben, jedoch ehe dieser Beschluß ausgeführt wurde, erfuhr man aus Zeitungen, daß es sich um eine parteipolitische Veranstaltung (!) handle, die darnach angetan wäre, die öffentliche Ruhe und Ordnung zu stören. (!) Bevor abgestimmt wurde, ergriff Gemeindeausschußmitglied Herr Georg Kümmerer, ein strammer, überzeugungstreuer Katholik in anerkennenswerter Weise das Wort und führte in einer längeren Rede aus, er bitte wenigstens um Gleichberechtigung mit den anderen Parteien, nachdem Eger 23.000 Katholiken habe, da brauche man sich doch vor einer Katholikenversammlung nicht zu fürchten! Die Abstimmung ergab, daß die Überlassung der Sängerhalle mit 19 gegen 9 Stimmen ab gelehnt wurde. Nach der Abstimmung wurden die Gemeindeausschußmitglieder, die für die Überlassung stimmten, von den Radikalen in der bekannt rohen Weise angerempelt. Interessant ist auch der Umstand, daß der Bürgermeister Dr. Gschier für die Verdienste, die er sich um die Renovierung der Stadtkirche im Jahre 1892 erwarb, den Franz Josef-Orden verliehen bekam. Die katholische Bevölkerung von Eger ist ob dieses Vorgehens aufs tiefste entrüstet und empört und fordert zu einem recht zahlreichen Besuche des Katholikentages mit der Bitte auf, sie durch denselben auf diesem heiß bekämpften Boden aufs tatkräftigste zu unterstützen. Also auf zum Katholikentag nach Eger! Aus Stabt und Land. Gottschee. (Ernennungen.) Der Landespräsident im Herzogtums Krain hat den k. k. Landesregierungs-Konzipisten Herrn Ignaz Edlen von Ruber in Gottschee zum Bezirkskommissär ernannt. — Der k. k. Turnlehrer Herr Hans Kren in Marburg wurde zum k. k. Übungsschullehrer an der Lehrerbildungsanstalt in Marburg ernannt. — Seine Exzellenz der Ackerbauminister hat den Herrn Mini-sterial-Vizesekretär Dr. Max Schescharg zum Ministerial-Sekretär im Ackerbauministerium ernannt. — Eine an der hiesigen k. k. Fachschule für Holzbearbeitung neu systimisierte Lehrstelle für Zeichnen wurde dem Hochbauarchitekten Herrn Richard HruZka verliehen. — (Militärisches.) Am 24. Juli trafen in Gottschee 24 Offiziere der Kriegsschule unter der Führung eines Generalstabshauptmannes ein und verließen am 27. Juli wiederum unsere Stadt. — (Wechsel im Kommando der 28. Jnfanterie-Trup-pendivision in Laibach.) Seine Majestät der Kaiser hat den Kommandanten der 28. Infanterie-Truppendivision Feldmarschallleutnant Rudolf Edlen von Chavanne mit der Führung -des 13. Korpskommandos in Agram betraut und den Kommandanten der 10. Gebirgsbrigade in Sarajevo Generalmajor Oskar Dillmann von Dillmont zum Kommandanten der 28. Jnfanterie-Truppendivision in Laibach ernannt. — (Deutscher Schulverein.) Der Deutsche Schulverein hat für die Volksschule in Masern weitere 2500 K, im ganzen also 3500 K bewilligt. — (Deutscher Leseverein.) Das k. k. Landespräsidium hat die Umbildung des „Deutschen Lesevereines in Gotlschee" nach Inhalt der vvrgelegten geänderten Satzungen im Sinne des Vereinsgesetzes zur Keuntnis genommen. — (In der Sitzung des k. ^Bezirksschulrates Gottschee) am 18. v. M. wurde der absolvierte Lehramtszögling Herr Josef Erker zum provisorischen Lehrer in Altlag und der absolvierte Lehramtszögling Herr I. Sigmund zum provisorischen Lehrer in Rieg ernannt. —- Der Oberlehrerin Fräulein Clarici in Gvttschee wurde die Verlängerung des Urlaubes bis 1. September bewilligt. — Zum Ortsschulinspektor für die deutsche Abteilung in Suchen wurde der Gemeindevorsteher Herr Anton Jeschelnik ernannt. — Die Aushilfslehrerin Fräulein Rösmann in Rieg wurde der Volksschule in Morobitz zugewiesen. — Die Beschlüsse der Bezirkslehrerkonferenz wurden zur Kenntnis genommen; der deutschen Lehrerschaft des Bezirkes wurde für die Ausdauer und den Fleiß ivährend der zweitägigen Konferenz der Dank ausgesprochen. — (Pastoralkonserenz.) Am 23. Juli fand hier die diesjährige Pastoralkonferenz statt, an welcher 19 Priester des Gottscheer Dekanates teilnahmen. — (Jahresbericht der k. k. Fachschule.) Die Anstalt umfaßt a) die Tagesschule mit einem einklassigen (einjährigen) Vorbereitungskurse und den Abteilungen für Möbel- und Bautischlerei, für Holzschnitzerei und Holz-Drechslerei (drei Jahrgänge). Für die Aufnahme in den Vorbereitungskurs ist das vollendete 12. Lebensjahr und das erreichte Lehrziel der Volksschule, für die Fachkurse der mit gutem Erfolge zurückgelegte Vorbereitungskurs oder das erreichte 14. Lebensjahr und das Entlassungszeugnis einer allgemeinen Volksschule notwendig. Für dürftige und würdige Schüler stehen Stiftplätze und Stipendien zur Verfügung. Nebst den ordentlichen Schülern nimmt die Anstalt auch Hospitanten, d. i. solche Schüler auf, welche die Fachschule nur auf kürzere Zeit besuchen. An der Anstalt besteht ferner auch ein offener Zeichensaal mit unentgeltlichem Unterricht an Sonntagen und an einem Wochentage, b) Die allgemeine gewerbliche Fortbildungsschule für Lehrlinge aus Gottschee, Schalkendorf, Seele, Zwischlern, Klindorf, Kerndorf und Grafenfeld mit einem Vorbereitungskurse und zwei Fortbildungsklassen. Der Unterricht wird an Sonntagen von 9 bis 12 Uhr vormittags und an drei Wochentagen von 6 bis 8 Uhr abends erteilt, und zwar von Oktober bis Ende April. Der Schnlausschuß der gewerblichen Fortbildungsschule besteht aus folgenden Herren: Obmann: Alois Loy, Bürgermeister der Stadt Gottschee; Mitglieder: Prof. Josef Knabl, k. k. Fachschulleiter; Adolf Kraus, Glaser; Josef Obergsöll, Gymnasialprofessor; Franz Prenner, Schuhmachermeister; Josef Röthel, Kaufmann; Rudolf Schadinger, herzoglicher Forstmeister; Josef Tomitsch, Uhrmacher. Dem Lehrkörper der Fachschule gehören an die Herren: Prof. Josef Knabl, Leiter; Prof. Viktor Theiß; Fachschullehrer Matthias Petsche; die Fachlehrer Josef Ganslmayer, Julins Goebel, Ferdinand Pschick und Josef Elm er; die Hilfslehrer Karl Groß, Stadtkaplan, und Franz Scheschark, Volksschul-Ober-lehrer. Der Lehrkörper der gewerblichen Fortbildungsschule bestand aus den Herren: Prof. Josef Knabl, Leiter; Hilfslehrer: Othmar Herbst, k. k. Übungsschullehrer; Friedrich Kaucky, Volksschullehrer; Josef Logar, Stadtkaplan; Matthias Petsche, Fachschullehrer; Dr. Karl Pro ding er, Gymnasialprofessor; Franz Scheschark, Oberlehrer; Viktor Theiß, Professor. — Die Fachschule und die gewerbliche Fortbildungsschule wurden am 6. und 7. April 1906 durch den Ministerialinspektor Herrn Regierungsrat und Staatsgewerbeschul-Direktor Ernst Pliwa inspiziert. Am 1. Juni l. I. zeichnete Herr Landespräsident Theodor Schwarz die Anstalt durch seinen Besuch aus.— Die Förderung des lokalen Gewerbes durch die Anstalt soll durch unentgeltliches Ausleihen von Vorlagewerken, Zeichnungen, Büchern, durch Zuwendung von Bestellungen, durch unentgeltliche Erteilung von Ratschlägen über Bezugsquellen, Preise, Konstruktionsweisen u. a. erreicht werden. In den letzten Hauptferien wurde ein zehntägiger Wauderunterricht in den Gemeinden Niederdorf, Reifnitz, Soderschitz, St. Gregor und Groß-laschitsch von zwei Lehrkräften der Anstalt erteilt und von einer dritten Lehrkraft ein Wanderunterricht in der Drechslerei in den Ortschaften Stalldorf und Ressen absolviert. Dieser Unterricht wurde im Mai in der Dauer von drei Wochen wiederholt und hatte sehr günstige Erfolge aufzuweisen. An dem Zeichenfortbildungskurse im vorigen Jahre (vom 7. bis 27. August) beteiligten sich 31 Lehrer aus Kram. Was die literarischen und sonstigen Leistungen des Lehrkörpers anbelangt, hielt Herr Fachschulleiter Prof. Knabl mit Herrn Fachlehrer Ganslmayer einen zehntägigen Wanderunterricht und verfertigte verschiedene Skizzen und Entwürfe für Möbel u. a. an; auch besuchte er gemeinsam mit Herrn Prof. Theiß die Ausstellung für Hausindustrie und Volkskunst m Wien. Herr Prof. Theiß lieferte verschiedene Skizzen, Entwürfe und Detail-zeichnungen. Herr Fachschullehrer Petsche schrieb mehrere Aufsätze und Rezensionen für die „Laibacher Schulzeitung" und für das „Zentralblatt". Die Herren Ganslmayr und Pschick erteilten einen längeren Wanderunterricht und Herr Fachlehrer Elm er führte einige Entwürfe, Modelle und Vorbilder aus. Für dcw Schuljahr 1905/06 bewilligte der Deutsche Schulverein in Wien für Fachschüler abermals zehn Stiftplätze zu 80 K, der krainische Landesausschuß zwei Stipendien zu 100 K, die Krainische^Spar-kasse vier Stiftplätze zu 100 K; drei Schüler genossen Lüaats-stipendien zu 300, bezw. 200 K. Mehrere Familien Gottschees gewährten armen Schülern Freitische. — Was das Klassifikations-ergebnis anbelangt, so haben in der Tagesschule (Fachschule) 30 Schüler (29 ordentliche und 1 Hospitant) entsprachen, zwei blieben unklassifiziert, einer hat eine Wiederholungsprüfung abzulegen, einer muß repetieren. In der gewerblichen Fortbildungsschule haben 48 Schüler entsprochen, fünf blieben unklassifiziert, 15 müssen den Jahrgang wiederholen. Von den gesamten 102 Schülern der Tagesund der gewerblichen Fortbildungsschule weisen foitach 78 eine günstige Klassifikation auf, 7 blieben unklassifiziert, 16 müssen rentieren, einer hat eine Wiederholungsprüfung abzulegen. Sämtliche Schüler gehörten dem römisch-katholischen Bekenntnisse an; 66 davon waren Deutsche, 26 Slovenen und 10 Kroaten. — (Das Gottscheer Mandat und dessen Kompensation.) Dem „Slovenec" wurde aus Wien (18. Juli) gemeldet: An die Besprechung der deutsch-steirischen Abgeordneten Wastian, Hofmann v.Wellenhof und Pommer mit dem Ministerpräsidenten Freiherrn v. Beck bezüglich des Gottscheer Mandates, bezw. des siebenten steirischen slovenischen Mandates wurde die Mitteilung geknüpft, daß die Slovenen bereit seien einzuwilligen, daß der Beschluß des Wahlreformausschusses bezüglich des siebenten slovenischen Mandates in Steiermark rückgängig gemacht und das Gottscheer Mandat mit einem neu zu schaffenden slovenischen Mandat in Krain kompensiert werden soll. Seitens der slovenischen Abgeordneten wurde nun der „Slovenec" ersucht zu konstatieren, daß von einer solchen Absicht keine Rede ist und daß sie (die Slovenen) an dem Bestehenden nicht mehr rütteln lassen. — Im Hinblick auf die Abstimmungen über das Gottscheer Mandat und das slovenffche Kompensationsmandat in Steiermark erhielt die „Inf." am 17. Juli von einem deutschnationalen Abgeordneten folgendes Bild aus dem deutschen Lager: „Die Ereignisse der letzten Tage haben wieder einmal recht krasse Streiflichter auf die Zerfahrenheit im Lager der deutschen Parteien geworfen. Oder ist es nicht etwa ein trauriges Zeichen des gänzlichen Mangels an einer einheitlichen Leitung, wenn es sich ereignen konnte, daß bei der Abstimmung über eine Frage, die nicht nur, wie ja emphatisch versichert wurde, eine Herzens-, sondern auch eine Ehrenangelegenheit für das deutsche Volk bedeutet, wie die Gottscheer, die deutschen Parteien sich schroff befehdeten und oerade die durch Parteigenossen in der Regierung vertretenen Parteien gegen das von der Regierung empfohlene Kompromiß stimmten? Gewiß mögen mancherlei Mißverständnisse ihre Hand mit im Spiele gehabt haben. Die Tatsache ist aber doch wohl unanfechtbar, daß es im deutschen Lager vollständig an einem einheitlichen Plane fehlte. Wenn man sich früher über die strittige Frage vorher gründlich ausgesprochen hätte, so hätte sich sicher eine Einigung aller deutschen Parteien erzielen lassen und wäre uns das betrübende Schauspiel eines deutschen Beschimpsungs-feldzuges erspart geblieben. Es ist überhaupt sehr bezeichnend, daß, während die Abgeordneten aller anderen Nationen in allen nationalen Fragen stets einheitlich verhandeln und dann auch einheitlich stimmen, nur die Deutschen beinahe regelmäßig das Bild der Zerrissenheit bieten. Man greift sich geradezu an den Kopf vor Verwunderung, wenn man sich daran erinnert, daß, so lange die Wahlrechtsfrage auf der Tagesordnung im öffentlichen Leben steht, vom ehemaligen deutschen Viererausschuß nichts mehr zu hören war und daß man auch nicht einen einzigen Versuch machte, in einer gemeinsamen Konferenz aller deutschen Abgeordneten eine Einigung über den ganzen Komplex der mit der Wahlreform in Verbindung stehenden Fragen zu erzielen. Darin zeigt es sich schon rein äußerlich, daß man die Wahlreformfrage im deutschen Lager nur vom Parteistanvpunkte aus beurteilt, aber niemals auf die Gesamtinteressen des deutschen Volkes Rücksicht nimmt. Darin allein liegt die sichere Gewähr dafür, daß die Deutschen bei dem großen Gefeilsche um die Wahlkreiseinteilung und die Mandatszahl den kürzeren ziehen müssen. Noch wäre es Zeit zur Umkehr und Sache des deutschen Landsmannministers Prade wäre es, den Versuch zu machen, die deutschen Pateien zu ralliieren; aber wir fürchten sehr, daß es nicht zu stande kommt. Auch Herr Prade ist viel zu sehr Parteiminister, als daß man von ihm den Ansporn zu einer erlösenden Tat für das ganze deutsche Volk erhoffen dürste." — (Sparkasse der Stadt Gottschee.) Ausweis für den Monat Juli 1906. Einlagen: Eingelegt wurden im Monate Juli 1906 138.870 K 49 h und behoben 131.652 K 90 h, wonach sich der Einlagenstand um 7.217 K 59 h erhöhte; kapitalisierte Zinsen vom 30. Juni 101.446 K 89 h. Der Einlagenstand beträgt somit mit Ende Juli 1906 5,541.454 K 50 h. Hypothekardarlehen: Im Monate Juli 1906 wurden verausgabt 78 600 K, rückgezahlt hingegen 44.260 K 29 Ir, somit ein Zuwachs von 34.339 K 71 Ir. Der Hypothekenstand beträgt somit mit Ende Juli 1906 4,135.055 K 45 Ir. — (Erstochen.) Sonntag den 29. Juli geriet der in der Bierbrauerei des Herrn Otto Ferles als Faßbinder bedienstete 25jährige ledige Franz Glaser aus Lanzendorf bei^Pettau mit dem schon mehrmals vorbestraften Knechte Drobnič aus Klein-laschitsch, einem brutalen Burschen, wegen einer unbedeutenden Äußerung auf der Straße in einen Wortwechsel, welcher in Tätlichkeiten ausartete. Drobnič zog sein Taschenmesser und versetzte dem Glaser ein paar Messerstiche in den Hals, durch melche die Hauptschlagader durchschnitten wurde. Der tödlich Verwundete machte noch einige Schritte vorwärts, brach dann zusammen und verblutete. Der rasch herbeigeholte Arzt konnte dem bereits im Todeskampfe liegenden Glaser keine Hilfe mehr bringen. Drobnič und der ebenfalls daran beteiligte Knecht Grebenc, die nach der Untat beide übereinander herfielen und sich minder bedeutende Verwundungen mit dem Messer beibrachten, wurden sofort in Haft genommen. — (Ablassung der Rinse.) Wegen der Aufführung der Grundmauern des von Herrn Peter Petsche in Angriff genommenen Neubaues an der Rinse mußte unser Flüßchen abgelassen werden. Man benützt diese Gelegenheit, die seit den letzten Jahren tm Flüßchen immer mehr wuchernden Wasser- und Schlingpflanzen womöglich samt beit Wurzeln zu entfernen. Bedauerlicherweise ist eg nun gernbe bei ber größten Hitze nicht möglich, in ber gegenwärtig ganz wasserarmen Rinfe ein Bab zn nehmen. — (Schweinepest.) In jüngster Zeit trat bie Schweinepest im Bezirke Gottschee wieber besonbers stark auf. Nach bem amtlichen Ausweis über beit Stand ber Tierseuchen in Krain für bie Zeit vom 7. bis 14. Juli l. I. herrschte bie Schweinepest im politischen Bezirke Gottschee in beit Gemeinben Auersperg (ein Gehöft), Graf-littbei! (brei Gehöfte), Göttenitz (neun Gehöfte), St. Gregor (nenn Gehöfte), Hinterberg (vier Gehöfte), Mosel (elf Gehöfte), Nesseltal (zwei Gehöfte), Schwarzenbach (ein Gehöft), Unterlag (ein Gehöft). £)ie Krankheit, burch welche bie Besitzer arg beschädigt werben, wirb regelmäßig burch verseuchte Schweine, bie aus Kroatien kommen, eingeschleppt. Eine grünbliche unb bmtentbe Abhilfe könnte ba nur burch bie eigene Aufzucht von Schweinen geschaffen werben, wie eine solche in älteren Zeiten auch in Gottschee tatsächlich bestanb. Mein bazu wollen bie Leute im großen unb ganzen — einzelne löbliche Ausnahmen abgerechnet — sich einmal nicht verstehen unb so bauert bie Schweinemisere eben leider fort von Jahr zu Jahr trotz vielfacher unb sich stets ivieberholenber Erfahrungen ber unangenehmsten Art. Vielleicht gelingt es bei ber Neuorbnung bes Verhältnisses unseres Staates zu Ungarn boch, für Österreich einen besseren Veterinärschutz zu schaffen, als ber bisherige ist, welcher bekanntlich keine auSreichenbe Hanbhabe zur Hintanhaltung der Einschleppung von Tierseuchen bietet. Für unsere heimischen Schweine-master wäre bas eine wahre Erlösung von ber Not. Eine völlige Verhinbernng bes Schmuggels würde übrigens selbst bann noch schwierig sein. — (Gauverb anb beittscher Feuerwehren.) Die kousti-tuiereube Versammlung bes neu gegründeten Gattverbanbes fanb am 29. Juli im Saale bes Hotels „Stabt Triest" nach 11 Uhr statt. Vertreten waren beinahe alle Gottscheer Feuerwehrvereine unb ber Feuerwehrverein Weißenfels. Zum Verbanbsobmann wurde Stabtamtssekretär Herr Karl Pornpski unb zu besten Stellvertreter .Herr Wehrhauptmann Matthias Siegmnnb ans Mitterborf gewählt. Nachmittag fand unter klingendem Spiel unb ivehenben Fahnen ein Festzug burch bie reichbeflaggte Stadt statt, dem sich ein Volksfest mit Gartenkonzert in Mooswald anfchloß. Einen ausführlichen Bericht über biefe schöne Veranstaltung bringen wir in ber nächsten Nummer. r-cTT (Fahrpreisermäßigung.) Das k. £. Eifeiibnhnntiiiifteriimi fjat sich bestimmt gesunden, den in Uniform einzeln oder in Gruppen reifenbeit Mitgliebern von Feuerwehroereinen, behufs Teilnahme an bem in Wien in ber Zeit vorn 7. bis 9. September b. I. statt-stitbenben achten österreichischen Feuerwehrtage auf beit Linien ber österreichischen Staatsbahnen, ausschließlich ber nicht im Staatseigentum stehenben Lokalbahnen, auf Entfernungen von mehr als fünfzig Kilometer eine Fahrpreisermäßigung in ber Weife zu bewilligen, baß zur Fahrt nach Wien und zurück die Benützung ber brüten Wagenklasse ber Personenzüge gegen Losung von halben Schnellzugskarten britter Klasse und bie Benützung ber zweiten Wagenklasse ber Personenzüge gegen Lösung von ganzen Schnellzugskarten britter Klasse gestattet wirb. Diese Begünstigung gilt vorn 5. bis 10. September sowohl für bie Hin- wie auch für die Rückfahrt. -Schnellzüge können nur gegen bie normale Aufzahlung benützt werben. (Hymen.) Der Lehrer an ber Staatsvolksschule in Triest Herr Alois Petsche hat sich am 5. Juli in Laibach mit ber Lehrerin an ber Mäbchenvolksschule in Gottschee Fräulein Helene Junowiez vermählt. • Am 2. August sattb in ber Domkirche zu Laibach bie Trauung bes Herrn Franz Wuchte mit ber Lehrerin Fräulein Albine Wisiak statt. Herr Wuchte, gebürtig aus Krapflem bei Pöllanbl, ist als Beamter ber k. k. priv. Sübbahtt in Pragerhof angeftcllt. Viel Glück zum ehelichen Buube! — (Gottscheer Volkslieber.) Das Ministerium für Kultus unb Unterricht hat bie Herren Oberlehrer Jofef Perz in Neffeltal unb Wilhelm Tfchinkel in Morobitz, zwei bewährte Sammler auf bem Gebiete ber Gottscheer Volkskunbe, zu Korrespondenten bes Arbeitsausschusses zur Sammlung unb Herausgabe ber Gottscheer Volkslieber ernannt. (Bautätigkeit.) Das ehemals Losersche Hans gegenüber der Stadtpfarrkirche ist abgetragen worden; es stellte sich hiebei heraus, daß der Banzustand bieseS alten Hauses berart war, baß es einen früher auch einmal in Betracht gezogene» Umbau wohl kaum ausgehalten hätte. Mit ber Ausführung bes moberneu Neubaues, welchen Herr Kaufmann Peter Petfche bort errichten läßt, ist Herr Baumeister Scharmann betraut worben. Behufs Ermöglichung ber Legung ber Grundmauern mußte bie Rinse abgelassen werben. — Das früher Czeykasche (ebenerdige) Haus in der Schloßgasse ist gleichfalls niedergerissen worben; ber neue Besitzer Herr König läßt an besten Stelle ein neues einstöckiges Wohnhaus auf-führen. — Herr Matthias Hönigmann fetzt auf sein ebenerdiges Hans in ber Breiten Gasse ein Stockwerk aus. — Herr Johann Koscher baut in ber Schmalgaste ein neues Haus. (Hansiergesetz.) In ber Sitzung bes Abgeordnetenhauses am 20. Juli trat basselbe, nachdem Abgeordneter Foerg den Bericht erstattet hatte,^ den Beschlüssen des Herrenhauses, betreffend den Gesetzentwurf über beit Hausierhandel, in zweiter unb britter Lesung bei. Bekanntlich hatte bie Regierung bereits im Jahre 1894 einen Gesetzentwurf über beit Hausierhandel eingebracht; dieser gelangte jedoch gar nicht zur parlamentarischen Behandlung. Im Jahre 1900 wurde neuerdings eine Regierungsvorlage eingebracht, welche jedoch infolge einzelner voneinanber abweichender Beschlüsse mehrmals Wischen bem SlbgeorbneteuhaUfe unb beut Herrenhause hin- unb her-wanderte. Nun ist eine Einigung erzielt worden. Die Gottscheer Gemeinden haben bekanntlich im Jahre 1901 eine Petition au den Reichsrat gerichtet, in welcher um Befestigung mehrerer Härten des Hausiergesetzes gebeten wurde. Auch wurde damals von den versammelten Gottscheer Gemeindevorstehern und Interessenten (Hausierern) ein Aktionsausschuß eingesetzt, welcher den Gang der Gesetzgebung, bezw. die Verhandlungen über das Hansiergesetz im Plenum des Abgeordneten- und des Herrenhauses sowie insbesondere im Gewerbeausschusse stets wahrnehmen, den Abgeordneten Aufklärung geben, Nachteile abivehreit uttb Vorteile erwirken sollte. Dies ist auch ebenso gewissenhaft als erfolgreich geschehen. Wenn ans dein Gesetze sämtliche Härten für die Hausierer aus den sogenannten begünstigten Gegenden entfernt worden sind, so ist bies in erster Linie dein tatkräftigen Eintreten der Abgeorbneten ans Krain zu verbanden, welche ihrerseits wiederum durch den Gottscheer Aktionsausschuß entsprechend informiert wurden. Auf einzelne unbeabsichtigte Versehen würben bie krainischen Abgeordneten vom Aktionsausschüsse rechtzeitig aufmerksam gemacht, wie z. B. auf bie Auslassung ber Gemeinde Langenton bei den begünstigten Gemeinden der Bezirkshauptmannschaft Rnbolfswert. Der Gesetzentwurf ist nunmehr reif zur Sanktion, bie im Lause ber nächsten Zeit erfolgen dürfte. Für bie Hausierer aus Gottschee wirb es sobami von großer Wichtigkeit sein, daß auch bie AuSfuhrungSoetorbmmgen zum Gesetze möglichst günstig unb vorteilhaft ausfalleu. Hiebei wirb wiebernm ber Aktionsausschuß eine nützliche, förderliche Arbeit zu vollziehen haben. Da nach Inkrafttreten bes neuen Hausiergesetzes nicht wenige größere Stäbte wahrscheinlich ein Hausieroerbot erlassen werben, dieses aber nach bem neuen Gesetze sich auf bie nach § 16 begünstigten Hausierer, also auch auf bie Gottscheer, nicht erstrecken darf, so werben bie Gottscheer Hausierer für ihre Tätigkeit künftighin voraussichtlich einen günstigeren Boben finden als bisher. — (Auswanderung.) Abgeordneter Bendel und Genoffen interpellierten in ber Sitzung bes Abgeordnetenhauses am 20. Juli beit Minister beS Innern bezüglich ber Abschaffung verschiebener Ubelstände bei ber Behanblnng von Grunbbesitzfragen bei ber Be-zirkshauptinannschaft Gottschee zur Abschwächung der Auswanderung. — (Märkte in Krain vom 7. bis 20. August.) Am 9. August in Ratschach bei Steinbrück unb St. Peter (Inner-krain); am 10. in Mosel, Obergras, Jgg, St. Lorenz, Aich. Eisnern, Steinbüchel unb Gereut (Bezirk Loitsch); am 14. in Töplitz, Haselbach unb St. Veit bei Wippach; am 16. in Fara, Feistritz (Bezirk jeer Treffen) Sans, Watsch, St. Marein, Planina, Treffen, Unteridria und Zirklach; am 17. in Schwärz; am 20. in Sittich, töer Witterdorf. (Freiwillige Feuerwehr.) Die freiwillige -bei Feuerwehr in Mitterdorf hielt am 22. Juli I. I. ihre Hanptver- bcch sammlung ab. Bei derselben wurde bekannt gegeben, daß im ab- ohl gelaufenen Vereinsjahre 24 Mann ausübende Mitglieder waren, eit- y0n denen inzwischen zwei nach Amerika ausgewandert und zwei ißt, unangemeldet aus dein Vereine ausgetreten sind. Neu eingetreten sind $r= |ünf Mann, so daß der Mitgliederstand im laufenden Jahre 25 beträgt, sen Dem Kassabcricht ist zu entnehmen, daß sich die Einnahmen im )ß= abgelaufenen Jahre auf K 706'27, die Ausgaben auf K 17313 err beliefen, was einschließlich der Barschaft K 53314 ergibt. Die uf- Neuwahl in den Wehrausschuß zeigte folgendes Ergebnis: Wehrlos Hauptmann Matthias Siegmund von Mitterdorf, dessen Stellver- nn treter Josef Schneider von Mitterdorf, Schriftführer Josef Verderber von Mitterdorf, Kassier Franz Skibar von Koffern, Steigerobmann ies Josef Hönigmann von Koffern, Spritzenmeister Josef Händler von cht Mitterdorf, Exerziermeister Josef Oswald von Mitterdvrf und dessen en Stellvertreter Jakob Verderber von Kerndorf. — Bei der Ver- ng sammlung wurde lobend hervorgehoben, daß Herr Franz Jaklitsch von en Unterloschin Nr. 5 dem Vereine 60 K spendte anläßlich des Ab- ffe lebens seines Vaters Jakob Jaklitsch. )0 Koffern. (Neuer Altar.) Auswendig und inwendig verputzt ch und fein gesäubert steht nun unsere Filialkirche da. Statt des ls früheren Pflasters voller Gruben und Hügel sind farbige Zement- r- Platten eingesetzt und es sind die beiden Seitenaltäre frisch gefaßt er worden; der Hochaltar aber ist funkelnagelneu und stammt ans der .-n Werkstätte der Brüder Götzl in Laibach. Über die Ausführung des neuen Altars wollen.wir in der zweitnächsten Nummer Genaueres r- bringen und heute nur bekannt geben, daß die Weihe des Altars it= am 19. August stattfindet. Es wird niemandem leid tun, hiebei zu )- erscheinen, um die ausgeführte Arbeit in Augenschein zu nehmen, tu Hrt. (Vermißt.) Der Häusler Johann Fitz von Ort ist seit m 25. Juli abgängig. Er hatte in letzterer Zeit Anfälle von Verfol- g gungswahn und mied sein Haus, weil ihm, wie er meinte, die ft „Kräiner" nach dem Leben trachten. Über Anordnung des Gemeinde* n amteg unternahmen am 1. d. M. alle Ortschaften einen Streifzug n in die Ortrer-, Mitrerdorfer- und Koffer Berganteile, um nach dem r Vermißten zu forschen, leider ohne Erfolg, u Kerndorf. (Tanzmusik und ihre Folgen.) Als vor fünf Jahren über bischöfliche Anordnung die Abhaltung des Gottesdienstes an den sogenannten Kirchweihsonntagen bei den Filialkirchen am Lande an die Bedingung geknüpft ward, daß bei solchen Gelegenheiten Tanzmusik auszubleiben habe, da hörte man vielfach auch verständige Männer das Tanzverbot als zu streng und die Wirte schädigend bezeichnen; ja, man drohte sogar mit „Los von Rom" und anderwärts hieß es, die Leute wollten eher ans die Messe als auf das Tanzen Verzicht leisten. Heute aber hat sich bei ruhig Denkenden die Überzeugung Bahn gebrochen, daß das kirchliche Verbot eine recht vernünftige, ja notwendige Einführung war. Wo es bisher gehalten war, ging's ohne wenigstens nennenswerten Schaden für die Wirte ab; wo man sich aber über das kirchliche Verbot hinwegsetzt, ist itt den allermeisten Fällen Prügelei das Ende vom Lied. So am 29. Juli Heuer in Kerndorf. Zuerst wurde gegeigt, dann getanzt und gejohlt bis man schließlich zum Raufen überging und Zaunlatten und Gläser, Steine und Stühle einander an die Köpfe warf. Der Wirt war einfach nicht imstande, die durch das Tanzen angelockten rauflustigen Gesellen zu bändigen. Wir meinen, daß wenn auch die Wirte in den Pfarrdörfern an Kirchweihfesten in der Beziehung mehr Entgegenkommen zeigen wollten, das kirchliche Gebot überall ohne Schaden für den Wirt und ohne Beeinträchtigung berechtigter, gesunder Erholung befolgt werden wird. Ileffettat. (Spenden zum Bau unseres Kirchturmes) haben folgende in der Fremde lebende Gottscheer dem hiesigen Pfarramte übermittelt: Heinrich Meditz, Kaufmann in Steyr, K 30; Johann Rabuse, Kaufmann in Landstraß, K 10; Verein der Deutschen aus Gottschee in Wien, K 25; Alois Kusold, Webereimanipulant in Neumarktl, K 10; Matthias Stalzer, Kaufmann in Wien, K 10; Matthias Meditz, Kaufmann in Steyr, K 20; die Brüder Richter in Retz aus Anlaß der vor vierzig Jahren am 15. Juli 1866 in der Pfarrkirche zu Nesseltal abgehaltenen Primizfeier ihres Bruders Anton K 200. Allen edlen Spendern sagt der Bauausschuß ein herzliches „Vergelt's Gott". Wöset. (Eine treue Dienerin) war die am 28. Juli bei Herrn Hans Jonke verstorbene, aus Hornberg Nr. 20 gebürtige 86jährige Gertrud Fink. Sie diente bereits beim Großvater des jetzigen Gemeindevorstehers und trug nicht bloß diesen und seine Kinder, sondern auch seinen Vater auf den Armen; denn sie war über 60 Jahre beim Hause. Gewiß eine große Seltenheit! Für 40jährige treue Dienste erhielt sie die gewöhnliche Prämie von 20 Kronen. Da sie als eine treue Dienerin und altes Erbstück wie ein Familienglied betrachtet wurde, so blieb sie beim Hause, auch nachdem sie keine Arbeiten mehr verrichten konnte, und genoß daselbst bis zu ihrem Tode die beste Verpflegung und wurde sogar mit Kondukt begraben. Kketlch. (Konkurs.) Im Konkurse des Franz Gliebe von Kletsch wurde über Vorschlag der bei der Wahltagsatzung erschienenen Gläubiger als Masseverwalter Herr Dr. Franz Golf, Rechtsanwalt in Gottschee, bestätigt und als dessen Stellvertreter Herr Josef Röthel, Kaufmann in Gottschee, aufgestellt. Kscherrnoschnitz. (Kuratel.) Vom k. k. Bezirksgerichte Rudolfswert wurde auf Grund der vom k. k. Kreisgerichte Rudolfs-wert erteilten Genehmigung über Maria Smuk, 57 Jahre alt, verehelichte Keuschlersgattin in Unterblaschowitz Nr. 4, wegen gerichtlich erhobenen Wahnsinnes die Kuratel verhängt und Herr Johann Smuk in Unterblaschowitz Nr. 4 zum Kurator bestellt. — (Raufhandel.) Am 21. Juli war beim „Felsenkeller" Tanzunterhaltung. Die vom Alkohol erhitzten jungen Leute gerieten bald gegen einander. Georg Matzelle aus Dörnach wurde über die steinernen Treppen des Felsenkellers hinunter geschleudert und brach sich einen Arm. Woroöih. (Schadenfeuer.) Am 18. Juli um 2 Uhr früh brach in der Scheune des Besitzers Franz Žagar Nr. 7 aus bisher unbekannten Ursachen Feuer aus, das erst beobachtet wurde, als die ganze Scheuer schon lichterloh in Flammen stand. Die Gefahr für die anliegenden Gebäude, ja die ganze Ortschaft schien groß. Dank der ziemlichen Windstille und dem tapferen Eingreifen der Feuerwehr blieb der Brand auf das Haus samt Stall und Scheune des genannten Besitzers beschränkt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß eine Brandlegung vorliegt, da sehr gewichtige Verdachtsgründe vorhanden sind. Žagar befindet sich in Rudolfswert in Haft. Der behufs Zeugeneinvernahme vom Kreisgerichte geschickte Beamte meinte überraschenderweise, daß nationale Abgeneigtheit Anlaß zu solchen Beschuldigungen gäbe. Auf den Ausgang der Untersuchung ist die hiesige Bevölkerung gespannt. Wöfffrobf. (Diebstahl.) Bei hellichtem Tage um die Mittagszeit drang vor kurzem ein Strolch in die einige Minuten von der Ortschaft Pöllandl einsam gelegene Wohnung des Herrn Gemeindevorstehers Franz Fink aus Bücht Nr. 33 ein und entwendete ein doppelläufiges Jagdgewehr, eine silberne Taschenuhr und einen neuen Rock, zusammen ivert über fünfzig Kronen. Zu besagter Zeit waren alle Familienangehörige vom Hause abwesend und mit dem Einbringen des Heues beschäftigt. Diese günstige Gelegenheit benützte der Gauner, von dem man vorläufig noch keine sichere Spur hat. — (Belobung.) Die k. k. Bezirkshauptmannschaft in Rudolfswert richtete an das hiesige Feuerwehrkommando ein Schreiben, worin sie der Pöllandler Feutrwehr ihre Anerkennung und Belobung ausspricht für das wackere Eingreifen beim Brande in Pöl-landl am 12. Juli I. I. Wieg. (Gemeindeausschuß- und Vorsteherwahl.) Der neugewählte Gemeindeausschuß besteht aus nachstehende^ Herren: Peter Schneider, Josef Jonke, Joh. Rogale, Leopold Meditz, Franz Braune, Josef Erker Nr. 26. Ferd. Wittine, Joh. Fritz, Matthias Woldin, Josef Högler, Joh. Krisch und Joh. Loser. Am 1. August wurde zum Gemeindevorsteher Johann Krisch, zum ersten Gemeinderat Peter Schneider, zum zweiten Matthias Woldin gewählt. Göttenih. (Gemeindewahl.) Bei der am 20. Juli vorgenommenen Gemeindevorstandswahl fiel die Wahl auf den Besitzer Franz Michitsch. Dessen Vaterhaus ist iu der Psarrchromk rühmlich verzeichnet, „als ehmaliges freies Gut (Gilde) mit dem turmartigen Haus". Die betreffende Urkunde soll bis vor einigen Jahrzenten noch vorhanden gewesen fein. Alltag. (Gasthauseröffnung.) Da sich unsere Ortschaft immer mehr ausbreitet — schießt ein Häuschen nach dem anderen wie Pilze nach dem Regen aus dem Erdeuschoße hervor — schienen die elf schon bestehenden Gasthäuser den Bedürfnissen des Volkes nicht mehr zu entsprechen und es wurde nun das Dutzend vollgemacht. Die allbekannte, biedere Frau Petruna hat am 31. Juli unter großer und lebhafter Beteiligung des Publikums ihr nettes Gasthaus eröffnet, welches jedem wännstens empfohlen wird; beim die Lokalitäten sind schön, Bedienung prompt, Küche und Keller stellen ihren Meister. Aus dein Antlitze der Anwesenden strahlte Zufriedenheit und Fröhlichkeit; besonders gehobene Stimmung brachten in die Herzen die lieblichen, ergreifenden Klänge der Altlager Musikkapelle unter der Leitung des wackern Dirigenten Herrn Johann ©amide, — hat sie sich auch bei der Feier gelegentlich der Konstituierung des Gottscheer Feuerwehrverbandes besonders ausgezeichnet. Bis spät in die Nacht hinein saß mein luftig beisammen und trank immer noch eins, bis endlich auch die Uhr ihren Dienst versagte. Der Wirtin viel Glück! — (Kanäle.) Wenn Jupiter seine Schlenßen öffnet, ist unser Dors, da das Wasser von der Straße nicht abrimten kann, voll von Schmutz; diesem Übelstande ist nun abgeholfen durch zwei Kanäle, die das Wasser der Dorflacke zuführen. Einen Teil der Kosten zahlt der Straßenausschuß, deu übrigen die Ortschaft und außerdem sind einige Spenden auch schon eingelaitfen. Wärmsten Dank fei an dieser Stelle dem Bürgermeister und Straßenansschnß-mitgliede Eisenzops ausgesprochen, da er sich der Sache besonders angenommen hat. Maierle. (Feuerwehr.) Am 29. Juli d. I. saud hier die konstituierende Versammlung der freiwilligen Feuerwehr dei reger Beteiligung der Bevölkerung statt. In den Wehrausschuß wurden gewählt die Herrn: Johann Kump zum Hauptmann, Josef Kobetitsch zum Hauptmannstellvertreter, Schulleiter Peter Kraulaud zum Schriftführer, Matthias Deutfchmann zum Zahlmeister, sämtliche in Materie. Der Jahresbeitrag der Mitglieder wurde mit K 2'40 festgesetzt. Der Antrag, dem Gauverbande deutscher Feuerwehren in Krain mit dem Sitz in Gottschee als Mitglied beizutreten, wurde einstimmig angenommen. Da von der slovenischen Gemeinde Döb-litsch keine Unterstützung unseres Unternehmens zu gewärtigen ist, so können die Kosten für die Anschaffung der Feuerspritze und der nötigen Ausrüstungsgegenstände nur durch Sammlung freiwilliger Spender aufgebracht werden. Eine zu diesem Zwecke eingeleitete Sammlung von Spenden unter der hiesigen Bevölkerung, welche dem neuen Unternehmen das größte Interesse entgegenbringt, erzielte folgendes freudiges Ergebnis: Ortschaft Maierle K 90 50, Schulleiter P. Krauland K 50, Josef Kobetitsch in Maierle K 25, Matthias Deutschmann in Maierle K 40, Matthias Staudacher in Maierle K 20, Johann Wogrin in Bistritz K 10, Johann Petsche in Bistritz K 10, Josef Kump in Materie K 10, Peter Plüsch in Bistritz K 10, Peter Plautz in Bistritz K 10, Matthias Kump in Materie K 10, Matthias Tschinkel in Lichtenbach K 10, Franz Koschar in Tschernembl K 5, Matthias Stetiger in Kummerdorf K 4, Michael Schemitfch K 2, Johann Kump in Maierle K 10, Hans Wüchse in Nesseltal K 10; zusammen K 326 50. Die Namen der weiteren Spender werden in diesem Blatte ausgewiesen. Heil der neuen Feuerwehr und den Spendern! — (Vereinssatzuugeu.) Für die Ortschaften Maierle, Bistritz und Straßenberg wurde am 25. Februar d. I. ein freiwilliger Fenerwehrverein ins Leben gerufen. Nahezu fünf Monate wartete man auf die Genehmigung der Vereinssatzungen. Auf eine Anfrage nach der Ursache der so langen Verzögerung teilte die k. k. Landesregierung mit, daß die Satzungen bereits am 1. März genehmigt und am 6. März an das Gemeindeamt in Döblitsch mit der Weisung geschickt wurden, die Satzungen sogleich an den Fetterwehrverein in Maierle auszufolgen. Letzterer verlangte nun vom slovenischen Gemeindevorsteher M. Vertut die genehmigten Satzungen, der aber zurückberichtete, daß dieselben nirgends zu finden wären, er könne sich überhaupt nicht erinnern, sie jemals erhalten zu haben. Erst am 27. Juli d. I. gab der genannte Gemeindevorsteher über Einschreiten der k. k. Bezirkshauptmattttschaft die Vereinssatznngen heraus mit der Begründung, daß er sie unter seinen Privatpapieren gesunden habe. Es ist dies keineswegs ein vereinzelt dastehender Fall. Daß er solche die Ortschaft Maierle betreffende Amtsschriften vorenthalten hat, ist schon einigemal oorgekominen. — Wir wollen uns dies gut merken und bei den bevorstehenden Gemeindewahlen deutlich zum Ausdrucke bringen. Laiöach. (Karl Luckmann f.) Am 24. Juli starb in Veldes Herr Karl Luckmann nach längerem, schwerem Leiden im 65. Lebensjahre. Der Verewigte war Ritter des Ordens der eisernen Krone und des Franz Joses-Ordens, Landtagsabgeordneter, Direktor der Kroatischen Jndnstriegesellschast, Verwaltungsrat der Unter-krainer Bahnen, Mitglied des Staatseisenbahn-Rates und der Handels- und Getverbekammer für Krain, Ehrenbürger von Aßling, Nenmarktl und Veldes nfw. Ausgezeichnet durch außerordentlich hervorragende Kenntnisse und eilte seltene Routine in allen Zweigen des Finanzwesens, des Handels und der Industrie und ausgestattet mit einer sich nie Ruhe gönnenden Arbeitskraft und Arbeitslust, hat der Verblichene, der sich überall in Krain, auch bei den nationalen Gegnern, des größten Ansehens erfreute und der Makellosigkeit seines Charakters wegen die allgemeine Hochachtung genoß, eine utigemetn segensreiche und für das Land und dessen industrielle Entwicklung hochverdieustliche und erfolggekrönte Tätigkeit entfaltet. Die Krainische Jndnstriegesellschast, der er seit ihrem Bestände als Direktor und Mitglied des Verwaltungsrates angehörte, hat er aus den früheren bescheidenen Verhältnissen herausgehoben und durch sein selbstloses, zielbewußtes Schaffen zu hoher Blüte gebracht. Wir brauchen diesbezüglich nur auf die bedeutenden Werke in Aßling und ans die große Hochofenanlage ganz moderner Art üt Servvla bei Triest hinzuweisen, durch welche die durch deutsches Kapital gestärkte Gesellschaft einen kolossalen Aufschwung nahm. Karl Luckmann war eines der ältesten Mitglieder des krainischen Landtages und das zweit-älteste Mitglied der krainischen Handels- und Gewerbekammer. Da er ein gründlicher Kenner der wirtschaftlichen Verhältnisse war, wie kaum irgend ein anderer in Krain, so wurde seine Arbeitskraft auch in diesen Vertretungskörpern allerseits hoch geschätzt und sein verdienstvolles Wirken von allen Parteien bereitwillig und rückhaltslos anerkannt. — Und so schmilzt denn die alte deutsche Garde im Lande Krain immer mehr zusammen; nach der Reihe sind sie ins Grab gesunken, zuerst Dr. Suppan, dann Ritter v. Langer, Dr. Schaffer, Josef Luckmann und nun deffen Bruder Karl Luckmann, lauter Männer, die mit großer Sach- und Fachkenntnis, treuer deutscher Gesinnung und reiner Vaterlandsliebe ein maßvolles Wesen vereinigten. Ein vollwertiger Ersatz für sie wird schwer zu finden fein. Allerlei. Apotheker A. Lhierrys Balsam und Zentifoliensatöe. Nicht nur im Herbste und Winter im Hause, sondern besonders auch zur heißen Sommerszeit und aus Reifen und Touren dienen diese allbekannten, verläßlichen Mittel in allen Fällen vorzüglich. Sie find die wahren Helfer in der Not bei so oft vorkommenden Schwäche-und Hitzeanfällen, Ohnmächten besonders zur Obst- und Gurkenzeit so häufig vorkommendenKoliken, Durchfällen, Krämpfen, Verdauungsstörungen, Verkühlungen, Infektionen durch schlechtes Trinkwasser usw. 1:1 i! i. 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