^awachev Jettuna. ^K HOO Mittwoch am z September «85« Die ,,«alb.ichs>- ^,'f,,,,i" er>'cs,eint »,it Ax^nahois dcr Smm- nnd ^isrta,,s, iaglich, ,mt> fustet fa,»,»! d.i, Bcila.,.» !->' C^',»>,'l>ilr q a» z jä!»r i q li ,l.. halbjährig 5 ff. 30 kr, »lit Kreulbaiid i !5onU'toir qanzjährig l2st., halbjährig »» fl. Mr m? Zuilclluug i»'s H^,.' siül' hall'jäbriq 30 fr, mehr zn entricht.». M it der ^o,l »,or to» frci aa»z,i^>ii mitcr ssreii^banp »»I' siedrncktcr Aor»,> !.'» ft., halbjährig 7 st. 30 s'r. .....- In , cralio» s^cl'iih r für sim Svall,'!i,eil, oder dsn Ran»! ^cri'tlbtll, fi,r ciii- "">>^ ^iiMmltnmi 'l kr, für ,^'nm^liqc ^. kr., für dreimalig.' 5 lr. ^. M. In.crate bi>,< 12 ^.'ilcn ^'stcn 1 N. f»r 't Mlil, .'>«> fr. für 2 Mal ,md 40 sr. siir , Mal emMchaltl!,. Zil din'cn Ml'ühn'ii ist ""'ch t"'»' „plovi^rifchen Gcschc voin »l. Novcmbcr ^850 fiir I!,ftrlil,'».'s!ä„!pl'l" itt'ch l0 fr. für ci»e jcdc. Alntlicker Theil. <^Ve. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 13. August d. I., den «Professor der Moralthcologie an der Universität zn Graft, Dr. Johann Ehrlich, zum ordentlichen Pro-fessor desselben Faches an der Hochschule zu Prag allergnädigst zu ernennen geruht. Das k. k. Finanzministerium hat den Amtsofficial hei der Rzeszower Cameral-Bezirksverwaltung, Carl Kordkiewicz, nnd den Michael Kotlinski, Steuer-Einnehmer zu Gorlice, zu Rechnungsrevidentcn im Bereiche der galizischcn Finanz lLaudesdirection ernannt. Nichtamtlicher Theil. Der Präparandeucurs in Idria. Das Ministerium für Cultus und Unterricht hat die provisorische Eröffnung eines Präparanden-curses an der k. k. Hanvtschule zu Idria bewilligt. Wegen der Wichtigkeit einer solchen Anstalt ist die Mittheilung der bezüglichen Modalitäten um so üblicher und interessanter, als dieselben im Falle der Errichtung ähnlicher gemeinuüftiger Anstalten an andern Orten ebenfalls in Anwendung kommen dürften. Der Praparandencnrs in Idria ist zur Bildung von Landschullehrern bestimmt. In demselben sind die Präparanden hauptsächlich in den fnr Volksschulen vorgeschriebenen Gegenständen vollständig auszubilden, mit einem guten methodischen Verfahren durch Lehre, Beispiel nnd Uebung bekannt zu machen, im Gesänge und Orgelspiele fleißig zn üben, und zu einem religiössittlichen Betragen anzuleiten. Der Präparcmdencurs hat insolange, als nicht eine Verlängerung eintritt, ein volles Schuljahr zu dauern. Diejenigen Präparanden, welche bei der Schlnßpnifung genügende Beweise über ihre Lehrbefähtguug abgeben, erhalten ein Zeugniß als Unterlehrer, und können als Gehilfen bei Volksschulen angestellt werden. Zur Erlangung des Lehrzeugmsses haben sie sich nach einer, mit Zufriedenheit an einer öffentlichen Schule znrückgelegttn an-gemessenen Dienstzeit der in der politischen Schul. Verfassung vorgeschriebenen Lehrerprüfung zu unterziehen. Jedoch soll Jenen, welche sich im practischen Schuldienste besonders hervorthuu und ein Zeugnis; für Hauptschnleu von drei Classeu zn erlangen wün-jchen, ausnahmsweise gestattet sein, die diesifällige Prüfung an der Normalhauptschule, mit Nachsicht von dem vollständigen zweijährigen Präparandencurse, welche die hohe Laudesschulbehörde zu ertheilen hat, abzulegen, wobei sie sich jedoch mit Zeugnissen über die entweder öffentlich oder privat znrückgelcgten zwei Jahrgänge der Untcr-Realschule auszuweisen haben. In den Präparandeimirs können ansnahmsweise auch jene Candidate aufgenommen werden, welche sich entweder durch Zeugnisse, oder durch eine mit ihnen abgehaltene Prüfung über eine vorzüglich gute Erlernung der Gegenstande dcr dritten Hanptschnl - Classe ausweisen. Correspondent«. Gratz, 28. August. H Also ist, wie wir es immer vorausgesagt, doch "och nicht aller Tage Abend. Ein ziemlich beglan- I bigstes Gerücht, das nns so eben mitgetheilt wird, will wissen, daß Preußen der lcNteu Erklärung der Darmstädter (d'oaliirten im Wesentlichen zustimmend zu entgegnen gesonnen sei. Das Gerücht scheint insoferne glaublich, als diese Erklärung wirklich Alles leistet, was man verlangen kann, und als ein weiteres hartnäckiges Weigern Preußen's für dieses selbst Alles, sogar die Uebereinkuuft mit Hannover in Frage stellen müßte. Man muß wohl endlich anch in Berlin zu der nicht so schwer zu erlangenden Einsicht kommen, daß ein Prenßcn, ganz auf sich allein beschränkt, Nichts ist, und Nichto werden kann. Ueber-hanpt schien uns von allem Anfange an, daß es Preußen nur darum zn thun war, die Form zu finden, welche es, einmal zn weit gegangen, am wenigsten compromittirt. Anch in dieser Beziehung kann die Erklärung der Darmstädter nur befriedigen. Man erklärt sich zur Fortsetzung der Verhandlungen ! über den Zollverein, zur Aufnahme des Stenerverei-ues iu derselben bereit, man will bloß, daß Preußen, wozu es sich ja seit lange bereit erklärt hatte, einen Handelsvertrag mit Oesterreich schließen zu wollen, eine Garantie gebe. Der wirkliche Abschluß des erneuerten Zollvereins fände dann freilich erst nach der Eiinqimg mit Oesterreich Statt, aber Prenßens ausgesprochener Will?, das, man eher über die Re-coiistruirung deS Zollvereins verhandeln müsse, bevor man an den Vertrag mit Oesterreich gebe, wird doch wenigstens formell gewahrt. In der That, ein diplomatisches Meisterstück von Seiten der ssoaliirten, das in der Geschichte dcr Verhandlungen seines Gleichen sucht. SoNte sich nun auch das obige Gerücht für den Augenblick noch nicht bewahrheiten, und Preußen nnr Qncrzüge machen: uusere tiefste Ueberzeugung ist es, daß es nicht zwölfe schlägt, ohne daß man an dcr Spree zum Rückzüge bläst. — Und was bietet Oesterreich nicht Alles! Fürwahr man müßte in Dentschland mit einer Blindheit ohne alles Beispiel in der Geschichte geschlagen sem, wollte man diese Vorthcile verkennen. Eben jeftt hat Oesterreich wieder einen Stein zn dem Vane dnrch den Abschluß des Postvertrages mit dem Kirchenstaate gefügt. Mittelitalien kann dem deutschen Markte nicht entgehen; der Transit aus Italien wird dnrch die ostliche Schweiz und Dentschland gehen, statt wie bisher über die Westschweiz nnd Frankreich mit Holland. Was aber ein inniger nud lebhafter Verkehr, wie er sich, wenn Italien und Oesterreich durch Eisenbahnen, Telegra-pheu, Postverträge und mit der Zeit durch Zolleini-gnng verbunden sind. nothwendig entwickeln muß, im Gefolge hat, laßt sich gar nicht berechnen. Ein l'and durch naturgemäße Interessen an sich ketten, heißt es auf friedlichem Wege erobern, nnd Oesterreich wird auf diesem Wege die westlichen Mächte in Italien schlagen, ohne daß es, wie bisher, der Entscheidung durch blutige Schlachten bedarf, zn denen alle Großmächte ihre Contingeute senden. Ein Beweis der Nichtigkeit dieser Ansicht liegt in dem Factum, daß der Abschluß des Handelsvertrages zwischen Oesterreich nnd Sardinien die Projecte England's in Bezug anf die Eisenbahn durch die Wcstschweiz zerstört, damit aber zugleich den britischen Einfluß auf Sardinien geschwächt, und den deutschen Markt uor der drohenden Uebel schwemmung mit den Manu-factnren England's befreit hat. Gleicherweise wird cs anch in Mittelitalien gehen. Gratz, 29. August. H Es kommen nuS heute über die Zollvercins-angelegenheit zwei Nachrichten entgegengesepter Arc zn, die bei der hohen Wichtigkeit des Gegenstandes ungesäumt einer Beleuchtung bedürfen. Einmal wlrd nns mitgetheilt, Hannover habe die Erklärung abgegeben, daß es den Vertrag vom 7. September für aufgelöst betrachte, wenn der Zollverein nicht zn Stande kömmt, denn es habe denselben nicht mit Preußen, sondern mit dem Zollvereine geschlossen. Etwas ist jedenfalls an dieser Nachricht, denn sollte auch Hannover diese Erklärimg nicht so bestimmt nnd nicht in dieser strengen Form abgegeben haben, so ist es doch ganz begründet, daß Hannover bei Schließung des SeptembervcrtrageS von der Vora'.wscpnng ausging, nicht einseitig mit Prenßen abznschließen, denn dieses handelte, obschon ohne Berechtigung, im Namen des Zollvereines. Hannover hat alles Interesse, Preußen von jedem übereilten Schütte abzuhalten, und es ist daher allerdings denkbar, daß eö für den Fall einer hartnäckigen Weigernng von Seite des Berliner Cabinetes, auf die oben bezeichnete Eventualität hingewiesen habe. - Tie zweite Nach-, richt, wclche uns Berliner Blatter bringen, ist die, daß man in Berlin eine ablehnende Antwort auf die Stuttgarter Erklärung geben werde. Wir hallen diese Nachricht für nicht begründet, und glauben vielmehr, dast sie eine für de>, Augenblick ausweichende scin werde. Man ist das Hinausschieben, das Zögern, das Spielen von Seite Preußens schc>» so gewohnf' daß man gar nicht erwarte» fam» . es könne sich zu einer klaren, rückhaltslosen und bestimmten Erwiederung jeyt schon abschließen. Die Conferenz wird al, lerdings auseinaudergehen, und daß dieses geschehe, wird in der preußischen Antwort beabsichtigt sein. Damit aber ist das Ende noch nicht erreicht, d?nn Preußen wird selbstständig und ohne den mindesten Schein eines Zwanges mit Oesterreich nnterhandeln wollen, und erst dann wieder vor die Zollconferenz treten. Alles das ist mit unserer gestern geäußerten Ansicht nicht im Widersprüche, von der wir unS nnn einmal so leicht nicht trennen können, auch keine Ursache dazu haben. Denn Preußen dem ganzen Deutschland gegenüber in sich abgeschlossen, ist ein solches Abjurdum, das; man nicht daran glauben kann. Nichtsdestoweniger ist's ein Unglück, wenn die Sache, statt zur Entscheidung zu kommen, znm formellen Bruche gedeiht; denn Handel nnd Induswe le.den darunter in einer Weise, welche die ernsteste Beachtung veldient. Oesterreich kann dazn lachen, denn es verliert dabei »reuiger, wie seine Gegner. Oesterreich Trieft. 29. August. Der Präsident der Akademie der Wissenschaften in München, Herr Geheimrath Friedrich v. Thiersch, befindet sich seic einigen Tagen i>, unserer Mttte, m,t> begibt sich vou hier nach Athen, um daselbst die Ausgrabnug eines Tempels zu leiten. Wie man vernimmt, wird S- k. Hoheit Herr Erzherzog Ferdinand Marimilian nach erfolgter Rückkehr nach Triest eine neue Seereise in den Orient antreten. Triest, 30. August. Neueste Nachrichten ans der Levante mittelst dcS Lloyddampfers „Afrika." Nach den neuesten Berichten aus <5onstanli„opel 83« vom 2t. August waren daselbst wieder Gerüchte von einem bevorstehenden abermaligen Ministerwechsel stark im Umlaufe, und in verschiedenen Kreisen wurde sogar behauptet, daß Neschid Pascha binnen Kurzem wieder das Großvezieriat erhalten und Ali Pascha, wie Fuad Effendi ihre früheren Stellungen einnehmen werden. Zwischen Neschid Pascha und Halil Pascha soll eine formliche Aussöhnung Statt gefunden haben und letzterer, hieß es, werde zum Capudan Pascha ernannt werden. Vor der Hand erhielt er als Zeichen kaiserlicher Huld den Nlschan-Medjidje erster Classe. Auch zwischen Ali Pascha uud Neschld Pascha herrscht das beste Einverständniß; ersterer stattete sogar seinem Vorgänger einen Besuch in dessen Landhause ab. Dagegen wurde der neulich mit der Würde eines Großmeisters der Artillerie bekleidete Mehemed Neschid Pascha seines Postens schon wieder entsetzt, und zum Generalgouverncur von Bagdad und Chef der arabischen Armee ernannt. An seine Stelle kam der bisherige Inhaber dieses Postens, Namik Pascha. Auch andere wichtige Ernennungen haben Statt gefunden. Tie französische Diplomatie hat einen neuen Triumph in der Türkei errungen, indem alle Differenzen mit der Pforte, mit Ausnahme der Frage über die heiligen Stätten, zu Gunsten Frankreichs gelbst wurden, dessen Verhältniß zur türkischen Regierung äußerlich wenigstens freundlich und friedlich zn sein scheint. Hr. Lavalette entsendete den „Chap-tal" nach Toulon, um dieses glückliche Ergebniß seiner Mission möglichst schnell nach Paris zu melden. — Der österreichische Geschäftsträger, Hr. v. Klezl, hatte am 12. eine längere Conferenz mit dem Groß-vezier und Fuad Effendi, denen sämmtliche Gesandten ihre Glückwünsche darbrachten. -- Der neue Polizeiminister entwickelt ungemein große Thätigkeit. Die Sicherheit nimmt merklich zn, und man hörte in der letzten Zeit nur wenig von Diebereien; die Nachtpatrouillen wurden verstärkt und daS Gefängnißwesen wird geregelt. Dagegen sind wieder einige Feuers« brünste vorgekommen. Mehr als 6000 Familien sind durch Brände in einigen Wochen obdachlos geworden, etwa 2000 wurden, so gut es ging, bei Freunden und Verwandten untergebracht, allein 3000 konnten keine Wohnung finden, und die Regierung mußte für sie Zelte aufschlagen lassen. — Auch Adrianopel wurde in den ersten Tagen dieses Monats von einem verheerenden Brande heimgesucht. Man schätzt den Schaden auf mehr als 4 Millionen Piaster. — Said Pascha hat sich von Seite der Pforte der freundlichsten Aufnahme zu erfreuen. Er wurde nicht nur von sämmtlichen Pforteministern, sondern auch vom Sultan sehr gütig empfangen. — Von der Bank hört man jetzt nur wenig reden. Obgleich sechs Monate seit Ablauf der garantirten zwei Jahre vergangen sind, ist weder eine Veröffentlichung über ihren Fortbestand unter fernerer Garantie, noch eine Nechnungs-legnng erfolgt. Factisch besteht das Institut noch immer fort; allein von einer Bürgschaft ist nicht die Rede. Auch sollen die Versuche des smyruaer Agenten der Bank, deS Herrn Couturier, der sich nach Europa begab, um dort mit mehreren Banklers Verbindungen anzuknüpfen, namentlich in Paris und Wien völlig gescheitert sein. Auch das Haus Nothschild, das nicht abgeneigt war, gegen eine Garantie der Regierung mit der Bank in Verbindung zu treten, soll sich jetzt von allen Geschäften mit derselben zurückgezogen haben. Anderseits erwartete man nächstens einen Ferman zur abermaligen Herabsetzung des Münzcourses. (Tr. Ztg.) " Wien, 28. August. Wir haben neulich den österreichisch - römischen Postvertrag in seinen wesentlichsten Bestimmungen mitgetheilt. Abermals ist damit ein Schritt mehr geschehen, um die natürlichen, gemeinsamen Interessen Italiens in Bezug auf Handel und Verkehr in angemessener Weise zu einigen uud durch Einigung zu fördern. Durch Oesterreich «st jetzt eme Vermittlung zwischen Deutschland und der Halbinsel geschaffen, die an sich schon wichtig und schätzenS-wenb, auch später noch anregend wirken und dem Bedürfnisse der Feststelluug der Verkehrsinteressen auf gemeinsamer Grundlage wirksam unter die Arme greifen dürft«. Die päpstliche Regierung hat durch die BermmUiMt. womit sie nicht bloß in diesem Falle dem Postvereine beitrat, sondern auch bei dem Po-Regulirungszweckc, bei der Vereinbarung über die Schifffahrtsverhältnisse des Po und bei der so hoch bedeutsamen Unternehmung der italienischen Central-Eisenbahn sich betheiligte, das richtigste Verständniß der Sachlage und der wohlbeqviffenen Vortheile sowohl des eigenen Staates als Italiens überhaupt kundgegeben. Wenn man erwägt, daß durch dcn Post» vereinsvertrag nicht bloß der Brief und Schriftenverkehr, sondern auch die Sendungen von Musteru und Warenproben namhaft erleichtert worden sind, so wird man gerne zugeben, daß damit an und für sich schon ein Schritt zur Annäherung und Verschmel-znng der gegenseitigen Handelsbeziehungen geschehen ist. - Die Vorschrift für die Assentirungen österr. Unterthanen in Constantinopel zn dem k. k. Heere enthält im Wesentlichen folgende Bestimmungen: Die Assentirungs-Commission zu Constantiuopel, welche über Aufforderung der k. k. Iutermmtiatur von Fall zu Fall zusammenzutreten hat, wird von civilbehörd-licher Seife aus dem Geueralconsnl oder General-consulatskanzler zu Constantinopel und dem Internun-tiaturS-Arzte, oder von einem andern, von der k. k. Internuntiatnr hiezu abgeordneten Civil-Arzte, von Seite deS Militärs aber ans dem Commandanten des in Constantinopel befindlichen k. k> Kriegosahr-zeuges oder dessen erstem Lieutenant (Detail-Offizier), aus dem Schisssarzte und aus dem AdministrationS-beamten des Bords bestehen, welcher als Kriegscom-missär zu fungiren und die Ausfertigung der Assent-listen zn besorgen hat. Die Kosten der Zureise des Militärpflichtigen nach Constantinopel hat er selbst zu tragen. Aus der Moldau, Walachei, aus Serbien, Bosnien. der Herzegovina nnd Albanien sind derlei Leute, statt nach Constantinopel, gleich zn der im österreichischen Staate nächstgclegcncn Assentirungs-Commission zn stellen. Die Entscheidung über die gesetzliche Eignung zur Abstellung in das Militär steht der k. k. Internnntiatur zu; — nur über die Tauglichkeit des Vorgeführten hat die Assentirungs-Commission zn entscheiden. Die der Assentirmia>Com-mission vorgestellten kriegsdiensttauglich befundenen Individuen (Selbstverstümmler und Necrutirungsstücht-linge ausgenommen) können sich durch den Erlag der Tare von dem Militärdienste befreien. Die von der Assentirungs - Commission kriegsdieusttauglich befundenen Individuen sind zu ihren Werbbezirks-Iufan-terie.Negimentern zn assentiren. Eine Ausnahme hat nur bei Matrosen, Fischern und solchen Leuten Statt, die eine in die Arsenals-Arbeiten einschlägige Profession verstehen; diese sind entweder zum Matrosen-Corps oder zu einem andern von dem bei der Assentirungs-Commission als Mitglied fungirenden Marine-Offizier zu bezeichnenden Marine-Corps zu assentiren. Nach erfolgter Assentirung ist der Assentirte von Seite des Militärs in Eid zn nehmen, worauf er, wenn er zu einem Marine-Corps assentirt wnrde, und wenn bei diesem am Bord des in Constantinopel statlonirten k. k. Kriegsfahrzeuges auf dem normirten Stand ein Abgang bestände, «sogleich in den Schiffsbemannnngs-Stand aufzunehmen uud davon dem Marine-Ober-Commando die Anzeige zn erstatten sein wird. Wien, 28. August. Mehrere von den hiesigen Vorstadt - Handelsleuten haben ein Gesuch zur Ueber-reichung an die h. Statthalterei vorbereitet, worin gebeten wird, daß die sämmtlichen Verkaufs - Loca-litäten an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr Früh offen gehalten werden dürfen, weil zu dieser Zeit von der niedern, während der Woche beschäftigten Volksclasse, die meisten Einkäufe gemacht werden. — Von Seite des h. Ministeriums sind die sämmtlichen betreffenden Behörden und Corporations« aufgefordert worden, Vorschläge wegen Erlaß eines nenen Nachdruckgesetzes zu erstatten. — Das Statut wegen Organisirung der k. k. Finanzwache kommt im nächsten Monate zur Schlnß-berathung. Wie verlautet, beziehen sich die Modisi-cationen auf den inneren Organismus dieses Wachkörpers, welcher nach Art der GenSd'armerie eingerichtet werden soll. — Der steiermärkische Forstverein hält am 2. September zu Gratz eine Versammlung ab, bei welcher u. A. auch die Gründung der Forstschule für daS untere Forstpersonale zur Verhandlung kommt. — Se. Ercellenz FM. Graf Nadetzky hat an Hrn. Rndolph K ü h n l für Uebersendung des von diesem componirten „Armee-Marsches", dessen Er» trag zum Besten der Witwen und Waisen von in den Jahren 1848 und 15U0 gebliebenen Kriegern bestimmt ist, ein Schreiben gerichtet, welchem N'ir folgende Stelle entnehmen: „Ich erkenne in dem edlen Zwecke, welchem Sie die Früchte Ihres Talentes weihen, jenen schönen Patriotismus, welcher sich bei den Bewohnern Oesterreich's nnd namentlich der Hauptstadt Wien so vielfach znm Besten der tapfern Landessöhne und ihrer Zurückgebliebenen ausgesprochen hat." — Dem Schreiben lag eine Gabe von l>0 fl. CM. beigeschlossen, welche der edle Feldmarschall für den oben erwähnten wohlthätigen Zivcck widmet. — Dem Vernehmen nach ist der dem Anschlüsse Württemberg'S an den österr. - baier'schen Donau« schifffahrts-Vertrag bestimmende Separat-Vertrag bereits definitiv abgeschlossen, lind dürfte dessen Nati' fication in Kürze erfolgen. - Nachdem die von den Handelskammern abverlangten Gntachten über den Entwnrf deS Gesetzes znr Bestimmung des Feingehalts von Gold- und Silberwaren bei dem h. Ministerium bereilS ringe» laufen, wird die Feststellung der dießfalls nothwendig gewordenen provisorischen Bestimmungen in Kürze erfolgen. — Bei dem Umstände, als der Termin, z" welchem die alten Kupferscheidemünzen außer CoM's M' ten, nahe bevorsteht, strömen dieselben in Massen M die öffentlichen Cass.n, so daß ungeheure Vorräthe zur Umprägung vorbereitet liege,,, und die k. k. Münz» ämter ummterbrochen damit beschäftigt sind. . - Die im nächsten Jahre Statt findende Versammlung deutscher Bienenwirthe wird in Wien al» gehalten, und sind der Herr Abt Bernard in Neu« kloster zum Präsidenten, nnd Herr Pfarrer Stern in Weißenkirchen zum Vice-Präsidenten erwählt. — Die höchste militärische Vilduna/anstalt Oesterreich's, „die Kriegsschule" , wird mit Ende October d. I. nach den Bestimmungen der nencn Orga' nisation des Militär-Schulwesens in Wirksamkeit treten, nnd ihren Sitz in Wien haben. — Damit der Besuch der Leipziger Handelsschule für österreichische Jünglinge erleichtert werde, hat das hohe Ministerium des Innern gestattet, daß Reisepässe zum Behnfe des Besuches dieser Schule von der Einholung der Genehmigung des Ministeriums befreit sind. — Dieser Tage wurden viele Ingenieure f^ die Eisenbahnstrecke vom Tagliamento bis Isonzo er> nannt. Der Unterbau soll schon im November d. I' beginnen. ..... DaS k. k. Institut der Wissenschaften, Li< teratur und Künste in Mailand hat mit Acclamation I. I. E. E. den Feldmarschall Grafen RadelM den Unterrichtsminister Grafen Thun. den Statthab Halter der Lombardei, Grafen M. v. Strassoldo, u"» den Feldzeugmeister Grafeu v. Gyulai zu Ehrenmit-gliedern ernannt. .- Wilmseu's bekannter „Kinderfreund" hat im letzten Vierteljahre die 200ste verbesserte W>^ lagc erlebt. — In Baden ist Hauptmann Philipp Gal'pp' einer von den wenigen noch übrig gewesenen Ca»'»^ schülern. im Alter von 8!) Jahren und 4 Monat"' gestorben. — In Vromberg nnd Magdeburg ist die ^" lera ansgebrochen. Deutschland. Berlin, 28. Augnst. Die „Pr. Ztg." ^ ans zuverlässiger Quelle über einen, Se. kgl. H^ den Prinzen von Preußen am 2«. d. anf dem " növeoFeloe bei Stettin betroffenen Unfall, f"^ nähere Details: Höchstdieselben ritten i" der b""' vor, alS plötzlich daS Pferd scheute, sich l"t"' wandte und, anf diese heftige Beweqnng ^'>l !' vorbereitet, zusammenbrach. Se. königl. Hch- W'^ mit großer Gewalt zu Boden; die HanptwirklMg ^ Sturzes ist indeß hauptsächlich gegen Schulter Epaulett, und weniger gegen den Kopf gerichtet wesen. Gegen die unausbleibliche Erschütterung, " 837 dennoch auf diesen leyteren, wie auf den ganzen Körper, hervorgebracht sein mußte, ist am Morgen des 27. ein Aderlaß angewendet, derselbe jedoch von dem Arzte als präoeutwer Natur bezeichnet worden. DaS Befinden Sr. kgl. Hoh. kann als befriedigend, und keine Besorgnisse erregend angesehen werden. Däne m a r k Eopenhage», 26. August. Die Gerüchte von einer Miuistercrisis in Copenhagen sind noch nicht verstummt, wenngleich die dänischen Zeitung«,, ein ge-wisseS Schweigen über diesen Punct beobachten; man glaubt, Graf C. Moltke werde das Portefeuille für Holstein und Lauenburg erhalten. Belgien. Nriisiel, 26. August. Die „Iud." hält es für wahrscheinlich, daß die Kammern um einen Monat früher als gewöhnlich einberufen werden dürften. Das Lager von Beverloo wird am 3l. d. aus-gehoben werden. I r a n k r e i ch. Paris, 26. August. Die Generalräthe fahren fort, sich zu Guusten des Kaiserreichs anSzusprecheu. Was man in dieser Beziehung voraussagte, hat sich vollkommen bestätigt. Die Arrondissementsräthe von Condom (Gers) und Zabern (Niederrhein) haben den Wunsch ausge-sprochen, daß man das allgemeine Stimmrecht mit Zurückhaltung beuüyen und es für die großen Gelegenheiten aufsparen möge. Die „Ind. B." «st seit zwei Tagen in Paris nicht ausgegebeu worden. Dieses Blatt beschwert sich darüber, dasi man ihm nicht die Ursache dieser strengen Maßregel besannt gibt. Nächstens wird in Paris ein Eiseubahucongrcß Statt finden, wozu die italienischen Bahnen Ver: treter schicken werden, nm die Frage der Verbindung der französischen mit den italienischen Linien zu berathe». In Algier fand am ^l. d. die feierliche Enthüllung der Statue des Marschalls Bugeaud Statt. Die Feier schloß mit der Heirath zweier Waisen aus den religiösen Anstalten, welche der Colonie so große Dienste leisten. Der Bischof segnete die Ehe ein. General Haynan ist in Paris eingetroffen. Paris, 2!). August. Der „Moniteur" veröffentlicht 9 Adressen der Generalräthe, welche fast alle die Cousolidiruug der Staatsgewalt in den Hau-den Louis Napoleons beantragen. Sieben Adressen sprechen sich entschieden für die Wiederherstellung des Kaiserreiches aus. Ein Gerücht meldet, daß General Gemeau in Rom, durch General Castellane erseltt werden soll. Leyterer soll in diesem Falle im Commando von Lyon durch den General Carrelet erseyt werden. Die Wahleu, die am 26. des nächsten Monats in Paris an die Stelle von Cavaignac und Carnot Statt finden sollen, geben bereits Stoff zum Gespräche; aber weder Negierung noch die Opposition haben sich irgendwo noch mit der Wahl ihrer Can-didaten beschäftigt. Man glaubt als gewiß auuehmen zu köunen, daß dcr „Moniteur" die Namen der am Ul. August Amnestirttu uicht publiciren wird. Feldzeugmeister Haynau zeigte sich gestern im offenen Wagen auf deu Boulevards uud in den ely-sl'eischeu Feldern. Portugal. Lissabon, 19- August. Der spanische Kriegsdampfer „Isabella H." mit dem Prinzen uud der Prinzessin von Montpensier an Bord, hatte Lissabon am 16. Morgens verlassen und den Weg nach Cadir ""getreten. Die wichtigste Nachricht indessen ist, daß Ihre Majestät die Resignation Ihres auswärtigen ^misters, des Viscount d'Almeida Garrat, ange-"""""" hat, u»d daß, einem Gerüchte zufolge, auch .," Iustizminister, M. de Seabza, sich mit Ealdauha "worse,, und seine Einlassung eingereicht haben ' , - ^ Sämmtliche Minister halten in Gemeinschaft am l<. eine Sipung, worin der Vorschlag von Mr. Hislop, eine Bahn von Lissabon nach Santarem zu führen, angenommen wurde. Die Emwohuer von Madeira haben bei den Cortes eiue Petition eingereicht, daß ihnen der Tabakbau auf ihrer Iuscl ohne Beschränkung gestattet werde. Veranlassung zu diesem Ausuchen ist die gänzlich mißrarhene Weinernte dieses Sommers. Ans Oporto schreibt man, daß in den Wemverschiffungen ein gänzlicher Stillstand eingetreten ist, weil man von Tag zu Tag die Herabsenuug des Ausfuhrzolles auf Weine erwartete. Die Veränderung im Cabinet ist jedoch am allerwenigsten geeignet, diese Frage rasch znr Losung zn bringen. Großbritannien und Irland Dublin, 26. August. Der Friedensrichter Mr. Demege und die acht Soldaten des 3l. Regiments sind aus dem Gefängnis, iu EumS entlassen; jener gegen eine Bürgschaft von 200 L., diese gegen 300 L. der Mann. Iu Eimerik siltt eine Todteuschauer-Iury über die Leiche eines Opfers der Sirmile-Vridge> Affaire und wird allem Anscheine uach noch 14 Tage sipen. - In Cork haben es die Todtenschan-Ge-schworuen fast cben so gemacht, wie die von Sirmile-Bridge. Während der Wahl belagerte der Pöbel das Haus eines Mr. Bible, zerschlug alle Fensterscheiben, zertrümmerte die Thüren, uud zwang endlich die Familie znr äußersten Nothwehr. Als der Pöbel iu Begriff war, das Haus zu eroberu und über die Bewohner herzufallen, sielen einige Schüsse heraus. Der Pöbel stoh; nur eine Frau blieb, eineu Stein iu der Hand, verwnndet liegen. Sie starb im Spltal. Das Verdict lautete: „Toocschlag" gegen Mr. Bible nud und einen Polizeimann, der sich im Haus befand. Osmanisches Ncich. <5l»nstantiuopel. 2l. August. Das Projett emer großartigen Eisenbahn, welche die Türkei von Belgrad über Nisib, Sophia, Philipopolis, Adrianopel, Con-ssantlnopel und über die asiatischen Provinzen in der Richtung nach Bombai durchschneiden soll, ist von einer englischen Gesellschaft, welche die auf 16 Ml-liouen Pfund Sterling angeschlagenen VankoftVn auf-zutreiben sich fähig fühlt, der Pforte mner fthrgünstigen Bedingungen vorgelegt worden. !>'. Thompson, welcher das Unternehmen leitet, nud mehrere englische Ingenieure, welche die Aufnahme der betreffende» Gegenden besorgt hatten, weilen hier mid harren auf die definitive Entscheidung der Pforte, die wahrscheinlich günstig ausfallen wild, indem die Gesellschaft auf mehrere Bedingungen, welche bisher dergleichen Unternehmungen immer uuübersteigliche Hindernisse iu den Weg gelegt — im Vorhinein verzichtete. Smyrna, 23. Augnst. Das Geburtsfest Sr. M. des Kaisers von Oesterreich wurde am 18. d. M. von der hiesigen österr. Colonie feierlichst begangen. Ein Marine-Militär-Piquet hatte unter Zapfenstreich in dem geräumigen Hof der Kirche St. Maria Posten gefaßt, und erwartete so die Ankunft des österr. Geueralconsuls, Hrn. v. Weckbecker. Derselbe begab sich in Begleitung des Cousulatsperso» nals, des OberstlieutenautS Fauy, umgeben von sämmtlichen Officieren, der Commandanten dcr Lloyd-schisse „Austria" und „Erzherzog Johann", und der sehr zahlreich vertretenen österr. Colonie nach der Kirche St. Maria, wo ein feierliches Hochamt und ^ 1><>m,. mit musikalischer Messe abgehalten wurde. Nach Veeudigung derselben kehrte der Zug nach dem Consulatsgebäude zurück, wo Erfrischuugen gereicht wnrdeu. Oberstlieutenant Fmch gab ein Festdiner, wozu ausier deu Cousulatsbeamteu die Capitäue der Dampfschisse, so wie einige Notablen der Colouie eingeladen waren. Unter dem Donner der Kanonen wurden die Toaste anf die Gesundheit und langjäh, rige Regierung Sr. Majestät ausgebracht. Alle Consulate hatten zum Zeichen ihrer Theilnahme geflaggt, nnd die österr. Kriegs-, wie Lloyd- und Mercantilschiffe alle Flaggen gehißt. John Bull, nämlich der Commandant deS „Spitfire", welcher am NapoleonSfcste nicht geflaggt hatte, weil es ihm von dem französischen Consulate nicht angezeigt wor» den war, trug am Hauptmaste Oesterreichs Farben, und begrüßte sie beim Aufziehen mit den üblichen Kanoncusalven von 21. Schüssen. (Tr. Ztg.) Veirut, 17. August. Nachrichten auS Icrn: salem vom 10. d.M. zu Folge, bat sich die traurige Lage, in der sich die seit 2 Monaten fast unaufhörlich bedrohte Stadt Hebron befindet, leider noch verschlimmert. Am 6. d. M. bemächtigten sich nämlich die Anhänger und Verwandten des Scheiks Abduraham mit bewaffneter Macht der Stadt, nach dem sie die schwache berittene Bedeckung, welche sich dort bei dem Mutftllim befand, überwältigt halten. Der in der Nacht zu Jerusalem augekommene, vom Mutsettim an den dortigen Pascha abgesandte Bote brachte die Nachricht, dasi die Anhänger Abdurah? mans zu morden nnd plündern fortführen, nnd mrhr denn 40 Personen auf den Straßen ermordet lägen. Der hohe Nach von Jerusalem beschloß am folgenden Tage, 200 Soldaten und die znr BeschülMig der klclnern Ortschaften dort stationirten Ncltercorps zum Entsatz Hebrons zu entbieten, und hofft damit die Ordnung wieder herzustellen. Allem was vermögen wohl 200 Soldaten, die, zur Conscription gezwungen, gegen ihre Freunde und Verwandte entsendet werde»? Unser Geueralgouverneur h.it sofort 2 Bataillone nach Hebron beordert, und hofft damit um so cl,er der Nebellen Meister zu werden, als sich der Scheit Abdurahman, der sich zuerst in Damascus unter der Uebel wachung des Seraskiers befand, gegenwärtig hier aufhält, um das Ende, resp. oic Entscheidung seines Prozesses abzuwarten, und vou all' dieftu Ereignissen nicht die gertugste Kenntniß zn haben vorgibt. Briefe ans Bagdad vom 26. Juli und 2. August berichten, daß die Araber die Umgend noch im. mer nnsicher machen und Niemanden unberaubt vorbeilassen. Eine Caravane von 250 — 300 persischen Pilgern, unter denen sich auch die Schwester dcS Schahs von Pcrsien mit Gefolge befand, wurde vollständig ausgeraubt. — Gleichzeitig wird uns von dort berichtet, daß die Araberstämme vom Berge Fek und Zobeid in Feindseligkeiten begriffen sind, uud daß dieser Umstand 21 von Bassora mit indischen Waren mich Bagdad abgegangene Schiffe verhindere habe, ih.e Neise sortznseßen. Der Hänptlina des Stammes Zobeid soll sich „m dem des Stammes Auazi verbunden haben. ^ ^>> Neues und Neuestes. Wien, 3l. August. Se. ErceU. der apost. Nuntius zu Wien hat an alle Bischöfe der Monar^ chie ein Rundschreiben gerichtet, worin er, mit Hin-weisung auf die Betrieger, welche in lepttr Zeit mit erdichteten Ehrenzeichen, Titeln uud Würden die Frömmigkeit der Gläubigen hintergingen, den Wunsch des heiligen Stuhles ausspricht, Niemand als apostol. Gesandten und Delegate« aufzunehmen, wenn er nicht als solcher von der apost. Nunliatur zu Wien oder München besonders anempfohlen wurde. Telegraphische Depeschen. — <5onstanti„opel, 21. Augnst. Anläßlich der Lösung der Differenz wegen Tripolis ist Nurri Pascha an die Stelle Izzet Pascha's zum Gouverneur vou Tripolis ernannt worden. — Die britische Corvette „Modert" wollte, dem Vernehmen nach, auS Witterungsursachen die Dardanellen ohne die erforderliche Psortenerlaubniß passireu; eS wurden dieser-halb zwei Kanonenschüsse von dem Fort gegen sie abgefeuert. Der Commaudaut hat bei der britischen Gesandtschaft Beschwerde erhoben. — Omer Pascha hat die erste Classe des neuen Medschidordens erhalten. — <5orfu, 27. Aug. Die amerikanische Dampffregatte „Hyacinth" ist mit dem Bevollmächtigten der Vereinigten Staaten, Herrn Marsh, am Bord hier eingelaufen. Die Session des Insel-Parlamentes wird bis 11. September verlängert. ...... Tcio, 23. August. Die türkische Mittelmeerflotte Hai so eben hier gelandet. — Athen, 23. August. Die Deputirtenkammer hat den Ausfuhrzoll auf Seidencocons erhöht. Verleger: In«, v. Kleinmayr und Fedor Vamber,,. Verantwortlicher Htrauegeber: Ja«, v. Hlejnmayr. ^tnnan^ zur ^mvacnerH>emma. Telegraphischer« Cours Bericht der Staatspapiere vom 3l. August 1852. Staatsschuldv»rschr»ibung,n zu b pCt. (in (§M.) 96 3/8 detto « ^ l/2 . . 8tt 3/8 Darieben mlt Verlosung u. I. I839. für 250 il. l37 7/8 für 100 fl. NcucS Auleheil ^iUer» ^......... U6 l/2 Vanl-Actien, vr. Stück l339 fi. ln C. Vl. Nctien der Kaiser Ferdinands-Norbbah« „i ittNft ff. «. M.......2220 ss. <»(5. M. Ncticn der Wicn Gloggnitzcr-Eisenbahn z» sna ff. C. M. ... 785 fl. in E. M. Actien der Ocdenburg-Wr.-Neustädter Eisenbahn lu 200 fi. E. M. ... i27 fl. inC.M. Actien der österr. Donau-Da,»vfschlffsahrt z« 500 ss. L. M...... 7« st. in E. M. Wechsel - <ävurs vom 3l. August l«52. ÄmNerda»,, für l00 Thaler (§>nra,!t. Ntbl. 164 1/8 Monat. Augsburg, für 100 s»>l!dt» (lur., Guld, N? 5/8 Ufo. Krauls«!» a.M.. (s>>r,20ft. südd. Ver ) »ms.Währ. i»,2^ l/2 st. Fusi. Guld.) 11? Vf. 3 Monat. Hc»»burq. für 100 Thaler Aanco, Rtl,l. 852. Marktpreise, ^ Maga^.s. Ein Wiener MelM ^'"''' ^^ ^fi7"^kr7^sfl. ! kr^ , ' > m ------- Weizen ... 4 83^ ! 4 30 Kukurutz ... — — I ,6 Halbfrucht . . — _- 4 l2 Korn .... 3 59'/4 > 4 — Gerste .... 2 35^ 2 30 Hirse .... 3.-^3 — Heiden ... — — 3 — Haser .... l 44 l 42 Z. ll80. (3) Heilung mittelst Electro-Magnetismus. Welche Riesenfortschritte der (5lectro Magnetismus in unserem, an ^rsinduiigen glücklichen I.,l)rr>undeltc gemacht, und was dadurch die leidende Menschheit gewonnen, ist Jedermann bekannt. - Ich schweige vom Auslande, um sich nicht den Anschein der Prah-lerci zu geben — ich will von unserer k. k. Residenz-städt Wien sprechen und von den Wunderbaren, die vor den Augen aller hochgelehrten und erfahrenen Aerzte im k. k. allgemeinen Krankenhause zu Wien Statt fanden. Auf der ll. medicinischcn Abtheilung lag ein schönes junges Madchen an Stimmlosigkeit durch lange Zeit, ohne Hoffnung auf Besserung. Dieser Zustand wollte selbst der rationelsicn Nehano. lung nicht weichen, aber eine dreimalige Sitzung von l0 Minuten, mit Electro. Magnetismus au?g«führt durch Herrn »>». I. H,, war von so cclatantem Erfolge gekrönt, daß die Patientin die Stimme wie zuvor in derselben Reinheit und Stärke wieder gewann. - Auf der Neruen . Abtheilung ist, was die Lähmungen und Haldlähmungen anbelangt, be. reits so Vieles geleistet worden, daß es Einem in die Wissenschaft Uneingeweihten fabelhaft vorkoM' men würde. — Selbst auf der Augenklinik und der damit vereinigten Augen »Abtheilung sind Versuche angestellt und von sehr glücklichem Erfolge gekrönt worden, vorzüglich gegen Sckwachsichtigkeit, schwarzen Staar und Lähmungen. Mein heiligster Wunsch ist bloß. die leidende Menschheit dahin zu bringen, auch in diesem Zweige der Wissenschaft Heil zu suchn», besonders an Rheuma, Gicht, Halblahmungen und Lähmungen. Leidende köxnen mit Zuversicht in kurzer Ztit ihre gänzliche Genesung finden, nicht minder Ausschlage und andere äußere Krankheiten; auch wo die Ncrventhätigkeit darnieder liegt, mag selbe ihren Grund in sensibler oder motorischer Nervcnsphare haben. — langjährige Erf'hrung hat mich dahin gebracht, disse göttliche Kraft auf den menschlichen Organismus auch durch reines Flußwasser wirken zu lassen; --daher gelang es mir, so viele glückliche Resultate durch electro, magnetische Bader zu gewinnen. Selbst Nicht^ kranke können mit diesen Bädern Versuche anstellen, um sich zu überzeugen, um wie viel die Heiterkeit des Gemüthes und die Kraft des Lebens potensirt wird; besonders empfehlenswert!) sind diese Badet lür Iene, die sich sonst gesund fühlen, aber an einer nicht näher zu bestimmenden Abspannung und Mat' tigkeit leiden. ^5" Da sich der Gefertigte wenige Tage m Laib ach bei seinen Patienten aufhalte», wird, 10 ist er erbötig. täglich von 8 bis 2 Uhr Rath zu ertheilen. - Wohnhast „Stadt W.en« .m ,. Stock. l)r. v Mosenberss ,n. p., Com. Physicus. Z. l20i. (l) Dic großc Gcld-KMric zur Gründung des k. k. Militär - Hospttals^uCarlsbad. Die Ziehungen finden am iß. und 18. December d. I. Statt Diese von Ip. apost. Majestät zu dem oben angedeuteten Zwecke allergnädigst bewilligte Geld - 8o5 tevie ist seit der kurzen Zeit ihrer Austebung, von Seiten der höchsten und hohen «Herrschaften, des lobl. k. k. Militärs, vieler Honoratioren und des Publikums sehr erfreulich unterstützt worden; wodurch man im Interesse der Unternehmung zu der Hoffnung berechtigt zu sein glaubt, daß der wichtige Zweck auch bei allen jenen hohen Herrschaften, Korporationen, Gemeinden )e. 2e.,di sich bsh r noch nicht betheiligt haben, eine entsprechende Theilnahme NNd NnterstÜtzUNg ftttdeN Werde; damit durch ve^ eintes Iusammenlvirken ein möglichst günstiges Resultat für das Unternehmen erzielt, und hiedurch die allet^ höchste Absicht Er. Majestät erreicht werden möge. Außer dem humanen Zwecke, den die I». "K". Thnlnehmer fördern helfen, dürften auch die bedeutenden O^ winne dieser Lotterie Beachtnug verdienen, indem durch 44,itli4 Ave^er Gulden 2^^ ^3^^ "' ^""" ^""^ gewonnen weiden, die in Gewinnen von fl. 60,000, 12,000, 8000, «000, 3000, 4000, 3000, 2000, 2000, 1800, 1Ü00, t2tt», 1000, 1000, 1000, 1000 und abwärts in Gonventious-Mnnze vertheilt sind, Pmse der Lose: I. und II. Abthcilunss 3 fl., III. AbtheillUlst <; fl., IV. Abtheilung 12 st' pr. Stück in CM. Der Besitz von 4 Losen gewährt « sichere Gewinne. Wien am l. September INN. ^ Das Gründungs-Comite: ^ c^z,,«^^ H? iUnmn. Gu»«>. W«af Ezerni«. Dr. Hochberg«». ««^« ^jlNNrr « ^^VlU^. ^«"l A. Elar. F. A. Tschepper Lose sind zu haben in Laib ach bei Heeger s5 Grill.