Nr. 70 Montag, 29. März 1915. 134. Jahrgang. Macher Zeitung !c» «0 b, gMere per Zei>s l2 l>; bci ««r U«»«kti«« 52. Amtlicher Geil. Ukaz ti'govinskega lninistra v sporazuniu z ministroma za notraiije zadeve in za deželno brainbo z dne 18. marca 1915, drž. zak. št. 73 • fiol/nosti naznanjati zaloge sirovc gume in obroèev za motorne vozove. Na podstavi cesarskega ukaza z dne 10. oktobra 1914. leta (drž. zak. at. 274) Be ukazuje tako: § I- Zaloge in izpremembe v stanju zalog nastopno imenovanih tvarin se ^orajo naznanjati: 1. Guma, sirova ali èišèena. 2. Obroèi motornih vozil (pnevmatike, zraÈne cevi in polni obroöi iz gume) vseh obseznosti, in sicer tako novi kakor rabljeni, tudi popravljeni. 3. Nerabni obroèi za motorne vozove. § 2. Vsakdo, ki tvarine v § 1. iraenovane vrste izdeluje, podeluje ali ima v svojih ali v tujih prostorih v zalogi ali za druge v hrambi, je dolžen najkasneje do vatetega ;•}. dne aprila 1915. leta naznaniti to zaloge po stariju od 1. dne aprila 1915. leta politiènemu oblastvu I. stopnje, v Cigar okolifcu so te zaloge. Enako naznanilo mora podati vsakdo, ki se peÈa s trgovino ali po-pravljanjem obroèev za motorne vozove, pozneje po stanju 1. in 15. dne ¡sakega mesca, in sicer najkasneje v treh dneh. Glede tvarin, ki so na prevo/Ai, zadeva dolznost naznanila prejemnika. § 3. ObroÖev za kolesa (biciklje) in vozove, v katere se vpregajo konji, 111 treLa naznanjati. h ^ "osGstniki motornih vozil so oprošèeni dolžnosti naznanila glede eT' niontiranih na njihovih vozilih, in po dveh reservnih obroÈev in resennih cevi za vsako vozilo. §4. *& naznanila je porabljati edino le vzorce, ki so izdani na politiènih 0 "Ststvib I. atopnje in na obèinskih predstojništvih. Naznanila je podajati v dveh izvodih. Ako se vpošiljajo po pošti, se flaorajo^ oddati na pošto najkasneje zadnji dan roka. Eden izvod naznanila ostane na politiènem oblastvu I. stopnje; ^gi izvod mora to oblastvo takoj vposlati naravnost c. kr. trgovin-SKeinu nnni8tr8tvu. § 5. . Vsakdo, ki je zavezan naznanilu, mora pisati o zalogah, ki jih jma T stJadisèu za podelovanje ali prodajanje, natanÈno skladovno knjigo. z. te ^njige mora biti razvidna vsaka prememba v množini zaloge in 1Jje poraba. \ma - ^0 ße kaj proda, ie vpisati v skladovno knjigo tudi pridobitnikovo lme m «tanovališèe. lz I-, §6" urivzemš'0 ^ anJe dolžnosti naznanila nadzomje trgovinsko ministrstvo, smAn ! ^ e nadzornike ali druge pripravne organe. V ta namen se POBloTne'kri1"0 °ßledati skladiški prostori in druge naprave in vpogledati Ravnanje zoper predpise tega ukaza naj kaznujejo politièna oblaatva J. atopnje z denarmnii kaznimi do 5000 kron ali z zapornimi kaznimi do ^est mescev, ako dejanja ne spadajo pod strožje kazensko doloöilo. § 8. Ta ukaz dobi moè l. dne aprila 1915. leta. Georgi m. p. Schuster m. p. Heinold m. p. Verordnung des Handelöminifters im Einvernehmen mit den Ministern des Innern und für Landesverteidigung vom 18. März 1915, R. G. Bl. Nr. 73, iiber die Verpflichtung znr Anzrisse dcr Borräte an Rohgummi und Kraftwagenberrifungen. Auf Grund der Kaiserlichen Verordnung vom 10. Ottober 1914, R. G. Bl. Nr. 274, wird augeordnet, wie folgt: » Der Anzeigepflicht unterliegen die Vorräte und die Veränderungen im Vorratsstande nachbenannter Materialien: 1. Gummi, roh oder gereinigt. 2. Bereifungen von Kraftfahrzeuge« (Pneumatiks, Luftfchläuche und Vollgummireifen) aller Dimensionen, und zwar fowohl in neuem als in gebrauchtem, auch repariertem Zustande. :>. Unbrauchbare Kraftwageubereifungen. 8 2. Jeder, der Materialien der im § I genannten Art erzeugt, verarbeitet oder in eigenen oder fremden Räumen vorrätig oder für andere in Verwahrung hält, ist verpflichtet, diefe Vorräte nach dem Stande vom I. April 191^» der politischen Behörde I.Instanz, in deren Gebiet sich die Vorräte befinden, bis spätestens einschließlich 3. April 1915 zur Anzeige zu bringen. Eine gleiche Anzeige ist in der Folge nach dem Stande vom 1. und 15. jedes Monates, und zwar spätestens innerhalb drei Tagen, von jedem, welcher sich mit dem Handel oder der Reparatur von Kraftwagenbereifungen befaßt, zu erstatten. Bezüglich der auf dem Transporte befindlichen Materialien trifft die Anzeigcpflicht den Empfänger. 8 3- Der Anzeige unterliegen nicht Bereifungen von Fahrrädern und pferdebespannten Wagen. Besitzer von Kraftfahrzeugen sind hinsichtlich der an ihren Fahrzeugen montierten Bereifungen und je zweier Reservereifen und Reserveschläuche für jedes Fahrzeug von der Anzeigepflicht befreit. 8 4. Für die Anzeigen sind ausschließlich die bei den politischen BeHürden 1. Instanz und den Gemeindevorstchungen aufgelegten Muster zu verwenden. Die Anzeigen sind in doppelter Ausfertigung zu erstatten. Sie sind bei Einsendung im Wege der Post spätestens am letzten Tage der Frist aufzugeben. Eine Ausfertigung der Anzeige bleibt bei der politischen Behörde I. Instanz; die andere ist von letzterer Behörde sofort an das l. t. Handelsministerium unmittelbar einzusenden. § 5. Jeder, der zur Anzeige verpflichtet ist, hat über die Vorräte, welche er zur Verarbeitung oder Veräußerung auf Lager hält, ein genaues Lagerbuch zu führen. Aus diesem muß jede Änderung in der Menge des Vorrates und dessen Verwendung ersichtlich sein. Bei einer Veräußerung ist auch der Name und Wohnort des Erwerbers in das Lagerbuch einzutragen. Die Erfüllung der Anzeigepflicht wird durch das Handelsministerium unter Heranziehung der Gewerbeinspeltoren oder anderer geeigneter Organe überwacht. Zu diesem Zwecke können Lagerräume und andere Anlagen amtlich besichtigt und Geschäftsbücher eingesehen werden. § 7. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften dieser Verordnung sind mit Geldstrafen bis zu 5000 X oder Arreststrafen bis zu sechs Monaten von den politischen Behörden I. Instanz zu ahnden, insoferne die Handlungen nicht unter eine strengere Strafbestimmung fallen. Diese Verordnung tritt am I.April 1915 in Wirksamkeit. Veorgi ru. p. Schuft« m. p Heinold w. p. __Laibacher Zeitung Nr. 70 _______________538___________________________________29. März 1915 Der k. k. Landespräsidcnt im Herzogtume Kram hat die k. k. Sanitätsassistenten Dr. Ernst Trattnig und Dr. Julius Polec in Laibach zu Sanitätskonziftistcn ernannt. MchwmtNcherGeic. Die Rede Greys ttber den Krieg. Berlin, 26. März. Die „Norddentsche Allgemeine Zeitung" schreibt zur jüngsten Rede Greys: Die Sprache, deren sich Grcl) bediente, mache seinem guten Geschmack wenig Ehre lind entspreche ganz der Tonart, worin auch andere -englische Minister nach Ausbruch des Krieges dic schlechte Sache durck hochtönende Worte zu verteidigen suchten. Das Vlatt widerlegt dann eingehend Greys Behauptung, das; .der Krieg durch dic Zurückweisung ds englischen Vorschlages entstand, den österreichischserbischen Streitfall einer Konserenz der Mächte zu unterbreiten oder vor das Hauger Schiedsgericht zu bringen. Das Blatt betont neuerlich, daß ^Deutschland den Konferenzvorschlag ablehnte, weil es sich nur um eine die beiden beteiligten Staaten berührende Angelegenheit handelte und es mit der Würde des österreichisch-ungarischen Bundesgenossen unvereinbar war, Abwehrmaßnahmen gegen verbrecherische Übergriffe des kleinen Nachbarstaates von dem Placet nichtbeteiligter Großmächte abhängig zu machen. Außerdem hätte Deutschland durch die Aufnahme des KonferenZgcdankens Greys sich der Gefahr ausgesetzt, sich plötzlich einer erdrückenden russischen Übermacht an seiner Ostgrenze gegenüber zu sehen. Das Blatt führt weiters aus, daß es der englischen Negierung sehr wohl bekannt ist, daß Nußland durch seine Vertreter sowie durch inoffizielle ftanslavistischc Agenten jahrelang die Haltung! Ser-liens glgenüber Österreich-Ungam schürte und erinnert an die Versuche der deutschen Regiernng, eine direkte Verständigung zwischen Nußland und Österreich-Ungarn herbeizuführen, was Grel) selbst als die denkbar beste Lösung anerkannte, ohne seinerseits zur Förderung dieser Verständigung beizutragen. Vielmehr schüttete er dadurch, daß er dem französischen Botschafter zu verstehen gab, daß England im Falle eines europäischen Krieges sich auf die Seite der Ententemächte stellen würde, Ol auf die Flamme. Bezeichnend ist, daß Grey die Tatsache der Mobilmachung der gesamten russischen Armee in seiner Nede überhaupt nicht erwähnt, ebenso auch wie die Tatsache, daß Deutschland Nußland aufforderte, die Mobilmachung einzustellen, wodurch die einzige Möglich seit gegeben war, den Krieg zu vermeiden und daß Rußland diese Forderungen ablehnte. England versicherte wiederholt, daß es keine Angriffe auf das Deutsche Ncich unterstützen werde. Welchen Wert diese Versicherung hat, ergibt das Eingreifen Englands in dem gegenwärtigen Kriege trotz der weitgehenden Erklärungen, welche die deutsche Regierung bezüglich Frankreichs und Belgiens für den Fall abgab, daß der Krieg mit Nußland unvermeidbar wäre. Diese Erklärungen, welche unzweideutig kundgaben, daß Deutschland eine ngressive Absicht gegen Frankreich und Belgien durchaus ferne lag, waren der englifchcn Regierung unbequem und unerwünscht, weshalb sie sie als „indamous proposalcs" behandelte. Deutschland stellte nie an England das Ansinnen, auch im Falle eines Agressivkriegcs neutral zu bleiben. Grey wics indes die langjährigen Bemühungen Deutschlands mit England zu einer Verständigung zu gelangen, zurück und verfolgte nur ein Ziel, Deutschland durch eine russisch-französisch-cnglische Koalition niederzuhalten. Vor dnn englischen Parlamente leugnet^ der englische Minister stets geheime Abmachungen mit Frankreich und Nußland ab. Diese Abmachungen erwiesen, welch weitgehende Vorbereitungen England mit seinen Bundesgenossen für den jetzigen VcrnichlunaZkrieg gegen Deutschland traf. Die deutschen Maßnahmen bezweckten dk' Abwehr des drohenden Angriffes und nicht einen Angriffskrieg, wie Grey behauptet anaesichts der Tatsache, daß Deutschland und Osterrcich-Ungarn die einzigen Großmächte sind, die in den letzten 44 Jahren nicht zum Schwert gegriffen haben. Die „Norddeutsche Allgemeine Zcitnng" betont nochmalö, daß Deutschland die Integrität Belgiens garantierte. Wenn Belgien in den Krieg hineingezogen wurde, trägt Grey allein die Verantwortung kiefür, weil er Belgien aufforderte, sich dem Einmärsche der Deutschen zu widersetzen, während der König von Belgien lediglich um eine diplomatische Intervention zur Sicherung der belgischen Integrität bat, was beides ans den Dokumenten d?3 englischen Blaubuches hervorgehe. Dey englischen Negierung nnd seiner eigenen Bevölkerung, welche die furchtbarsten Greuel selbst an dcntschcn Verwundeten verübte, verdanke Belgien sein Schicksal. An England, nicht an Deutschland werden sich die Geschädigten einmal zu hallen haben. Grey behauptet schließlich, Deutschland erstrebe die Herrschaft über die Völker des Kontinents, um diefen nicht Freiheit, sondern Dienstbarkcit unter Deutschland Zu bringen. Das deutsche Volk kämpfe um? zwei Dinge: Es kimrpft einmal um den ihm aufgezwungenen Verteidigungskampf zur Erhaltung seiner Unabhängigkeit und gegen die ihm von England angedrohte Vernichtung; es kämpft aber auch um ein ideales Ziel im Interesse der ganzen Welt: Es kämpft um die Freiheit der Meere, um die Befreiung aller Völker, insbesondere aber auch der kleinen und schwachen Staaten von der Gewaltherrschaft der englischen Flotte. TMsllcuigtcitclt. — (Eine „anstößige" Geschichte.) Wir lesen iu den „M. N. N.": Ich meine nichts Schlimmes. Das Anstoßen init den Gläsern meine ich, wenn man einander zutrinkt. Ich hätte nie gedacht, datz sa etwas Fröhliches zu einer vertrackten — Rechenaufgabe benutzt werden könnte. Aber Onkel Franz hat cs uns beigebracht. Onkel Franz platzt immer init was Trockenem herein, luenn cs feuchtfroh zugeht. So auch neulich, da wir zu fünf beisammen faßen und unter Gläserklingen eben leben liehen, was wir liebten. „Hört mal," sagte Onkel Franz, als wir angestoßen und getrunken hatten, „wißt Ihr eigentlich, wie oft uu- scre Gläser eben aneinandergeklungcn sind?" — »Na, fünfmal eben, weil wir fünfe sind!" sagte Vetter Ernst. - „Falsch," sagte ein anderer, „das hat viel öfter geklungen!" — „Wie bielmal al^,?" beharrte Onkel Franz. — „Nun, vielleicht siebzehn mal!" sagte wieder einer. — „Nichts vielleicht, genau muß man das sagen können." — „Ganz einfach," sagte ich und fing mit meinem Bleistifte auf der Marmorplattc zu rechnen an, „ich habe mit jedem von euch vieren angestoßen, alsu viermaliges Klingen; nun hat aber jeder von uns fünfen mit den vier anderen angestoßen, nicht?" ,,(55ewiß," sagte Onkel Franz lächelnd, „ergibt also?" — „Fünfmal vier gibt zwanzig. Zwanzig-mal habcn unsere Gläser aneinandergctlungen." — „Wieder falsch," sagte Onkel Franz, „die Hälfte davon, zehn ist richtig." - „Ach luas." .sagte Vetter Ernst, „das glaub' ich nicht; dcr Deixel soll das Rechnen holen — wir werden es jetzt einmal praktisch ausprobieren!" Und wir ftie-ßcn feierlich an und zählten sorgfältig, so oft cs klang. - -Wahrhaftig, zehnmal »var es. Warum? — Jeder, der einmal in der Mathematik das Kapitel „Kombinatorik" durchgearbeitet hat, weiß es. — (Ein rührendes Beispiel kindlicher Opferwillig' teit) wird den „M. N. N." von einer Lehrerin berichtet' Kürzlich erging an die Volksschulkindcr iu unferem Stcidt-chen die Aufforderung, altes Vlci, Messing, Kupfer, Zinn usw. zu sammeln und in die Schule zu bringen. Gleichzeitig erklärte man, wozu diese Dinge verwendet werden sollen. Bei den Kleinen gab es noch eine besondere Schwierigkeit, da man ihnen, klar macheu mußte, wie die einzelnen Metalle aussalzn. „Der Fenstergriff ist aus Messing," erklärte die Lehrerin, „und eure Soldaten sind aus Blei". Am andercu Tage brachten die Kinder alle möglichen Dinge zur Schule, darunter auch mehrere invalide Bleisoldaten und -Pferdchen. Karl Th., ein blonder frischer Äub mit großen Vlauaugcn, überreichte stolz ztvei ganz neue Bleisoldaten, die wohl erst am letzten Weihnachtsfcst das Christkind gebracht haben mochte. „D'Muelter Hai g'seit, i derf'S scho dringe". Die Lehrerin meinte: «Die sind ja noch ganz neu, nimm sie wicdcr uud spiele noch damit." Betrübt uud geseulieu HaMcs zog der Kleine al>, so daß cs der Lehrerin schon leid tat, die Gabe abgewiesen zu haben. Doch gleich darauf kam Karl strahlend cms seiner Bank heraus und hielt triumphierend seine zwei Soldaten in die Höhe: „Itzt send se kaput." Dem einen Soldaten hatte er den Kopf, dem anderen die Beine abgerissen, nun mußten sie doch angenommen werden. — (Zeitungen als Kiiltefchuh in <5l,inn.) Die Chinesen sowohl wie dic Japaner haben den Wert des Zcitunas-papieres als Kälteschuh schon seit langem erkannt un5 sich uuhbar gemacht. Die Unterwäsche aus Papier ist in Japan wie in China gleich verbreitet. Besteht aber das Material der japanisci)cu Papiorwäsche ans zwei dünnen Lagen von Maulbeerbaumringcn-Papicr, zwischen denen noch eine Seidenfüllung angebracht ist, so benutzt der Chinese zu diesem Iluecke einfach alte Zeitungen. Außerdem LUmtmtlleilLckllsMelll! Feuilleton. Nun Otto o. Oottberg. S. M. S. „Emden" liegt vor der Kokosinsil Keeling. 'Auf dem Eiland ist Kaftitänlcutnant v. Muecke mit Leutnants z. S. Schmidt und Gyßling und 47 Mann beim Zerstören der Funkenstation, als er in der Ferne die Rauchsäule aus einem Schiffsschornstcin den Horizont schwärzen sieht. Wird der Dampfer sein, der heute mittag dic „Emden" mit Kohlen versorgen soll? Muecke kehrt ihin den Nucken. Aber der Zuruf eines Matrosen läßt ihu zum Glas greifen. Die „Emden" zeigt jetzt der Insel ihr Heck. Ihr Vug schneidet durch die Wellen in hoher Fahrt zur Rauchsäule, unter der ein englischer Kreuzer aus dein Meer gewachsen ist. „Zn den Booten," will Muccke rufen, um mit von der Partie zu sein. Zu spät. Schon wirft Kapitän v. Müller dem Briten die erste eiserne Herausforderung vors Bugwasscr. Gin Springbrunnen sprudelt auf und versinkt unter weißem Schaum. Es ist 10 Nhr früh, und die Geschichte hat Eile, unter ein Epos von Secmannswagen zu schreiben: „Da war die Mär zu Ende, das war der Helden ''cot." Muecke fühlt, das; die Mär zu Ende geht. Wohl hat die „Emden" anfänglich gute Treffer, sie schießt schnell nnd sicher- aber in Stunden zähen Kampfes sieht er sie allmählich unterliegen. Unter dcn Augen der kleinen Schar auf der Insel wird das geliebte Schiff zerfleischt. Es ist den Männern, als schmerzten Wunden am eigenen Körper wenn nach dem Einschlagen einer britischen Granate für bange Minuten ein oeutsch,s H^ch schweigl Sie glauben ihre Kameraden im Vlut, ihre Waffkn in Trümmern zu fehen und spüren das bitterste Los des Soldaten, der nicht mittun kann, wenn die eigene Truppe, das eigene Schiff im Feuer ringt. Ihre Kehlen werden trocken und die Augen brennen, als schwellende Flammen der „Gmden" Achterschiff fressen. Ihre Zähne knirschen, und ihre Fäuste ballen sich, als heiße Granatenhände den vorderen Schornstein und dcn Fockmast über- Bord reißen. Seltener, schwächer wehrt sich die „Gmden". Ihre Munition geht wohl aus. Mucckc ahnt, daß sie bald unter den Wellen versinken »nag. Er blickt zurück und hält prüfend Umschau. Auf englischer Insel sieht er sich unter Engländern und draußen den feindlichen Kreuzer, der nach Vernichtung des deutschen ohne Zweifel ein starkes Landungslorps schicken wird. Dann soll es einen tüchtigen Preis für daö Leben von fünfzig deutschen Seeleuten zahlen! So gut es mit zwei Maschinengewehren und 47 Flinten geht, richtet er die Insel zur Verteidigung ein. Wenn die alte „Em^ den" sinkt, ioll Keeling cine neue sein! Um 3 Uhr nachmittags verschwinden die noch lämp senden Kreuzer am Horizont. Ehe es dämmert, tauchen sie wieder auf. Im sinkenden Licht des Tages sieht Muecke den Gegner mit hoher Fahrt dicht an die fast wehrlose „Emden" rauschen. Zu einem einzigen Scharten sind die Rauchwolken beider Schiffe verschmolzen, als aus den, dunklen Schwarz plötzlich eine weiße Datnpfsäule auf zieht. Wohl ein Torpedofchuß! Traf er die „Emdcn"? Kanm! Denn gegen die blutrote Scheibe der in den Ozean sinkenden Sonne hebt klar zum letzten Male der eine ihr gebliebene. Mast sich ohne Krängung und Vcr-lrimmung ab. Dann schweigt das Feuer. Die Schiffe schwinden iil der Ferne und der Nacht. Wer weiß, fragte Muecke, ob ich nicht doch noch mein Schiff erreiche? Denn er ist von den Leuten, die dabei sein wollen, ob's auch zum Letzten lind Schwersten geht. Im Hafen hati er Tage über dcn alten Dreimast- Segelfchoner „Ayesha", einen morschen Kasten von 97 Negistertons, gesehen: „Macht mir das Ding seellm'l" D?: Kahn wird, so gut es geht, vervroviantint und auf" getakelt, und des Himmels Sterncnaugtn blinken verwundert, als die kleine Damftsftinasse den widerwilUgett Schiffsgreis aus dem Hafen zerrt. Mueckc nimmt sei»:e Leute zusammen: „Finden wir unser Schijf nickt, dann machen wir uns auf eigene Faust nützlich und laufc>> einen verbündeten Hafen an, also seiti guten Mutes! Sie Md es, und das ist das Schöne m der b^nnend^ Fahrt. Ihr schwimmend Heim gilt den Fünfzig bald als verloren. Sie sind ohne nautische Instrumente, fast otM Nahrung nnd eigentlich ohne Kleider, da sie nur dünnes Landungszeug tragen . . Sechzehn Tage schon sind sic in See, in manche" Kreuzschlägen das erste Ziel ihrer Reise, eine neutrale Insel, erstrebend, wo die dürftige Ausrüstung ergänzt werden soll. Ein Zerstörer kommt entgegen und folgt "> unbequemer Nähe. „Warum begleiten Sie mich?" win" Muecke ihn an. Der Fremde schweigt allerdings, aber mit befriedigtem: „Na, fehen Sie, Gyßling!" M Muecke ihn den Abstand von der „Aycsha" verlängern-— Es ist ein heller Morgen uud vielleicht gerade 8 Uhr, die Stunde deq Flaggenparade, als er die Hoheitsgrenzc des neutralen Staates dnrchsährt. „Kriegsflagge un Wimpel setzen!" Die Flagge der Dampfpinasse und dcr wohl aus einem alten Hemd geschnittene Wimpel Hehc" hoch. Die drei Offiziere fassen an die Mützen. Auf Ko"' mando „Stillgestanden!" nimmt feierlich die Mannscha» Front zum lieben lallen Adler, dcr auch der Sonne n,cy weicht. Er heischt Respekt und findet ihn, als Muecke ^ ganz Kommandant — zum Fallreepspiff im Voot av^ setzt, längsseits des' neutralen Zerstörers geht und oven mitteilt, er beabsichtige in den Hafen von X. eniM" -fcn. Dcr fremde Kommandant scheint erstaunt. (Schluß folgt.) Laibachcr Zcitung Nr. 70____________________________bc^___________________________________29. März 1915 beklebt der minderbemittelte Chinese die Wände seines, Hauses mit alten Zeitungen anstatt mit den sonst üblichen Behängen. Die Eingeborenen behcruptcn nämlich, dah. wie das Unterzeug aus Ieitungspapicr der beste Schuh gegen Erkältung sei, die Bekleidung ihrer Wände mit demselben Material den Vorteil größerer Dauerhaftigkeit ausweise, dor allem ihnen aber eine nicht zu unterschätzende Hilfe j gegen, das Ungeziefer biete, mit dem chinesische Häuser reichlich gesegnet seien. Die Einfuhr alter Zeitungen aus Europa, ist demnach ein blühender Handel in China. Es wird berechnet, dasz durchschnittlich in dem eim'n Hafen von Nelvchang allein jährlich 1918 Tonnen alten Zcitungs-Papiers aus Europa anlommen in einem Gesamtwerte von 72.500 Mark. LM- und Provinzial-Nachrichten. ^ (Verbot der Erzcugunss von Kleingebäck.) Die k- k. Landesregierung für Kram hat vom 1. April I. I. an die gewerbemäßige Erzeugung von Kleingebäck aller Art und jeder Gattung verboten. — Matthalterwechsel in Böhmen.) Der Statthalter von Böhmen, Fürst Franz Thun von Hohen-stein, sah sich durch ein ernstes Leiden, das die volle Schonung seiner Sehkraft erheischt, veranlaßt, um Versetzung in den Ruhestand einzukommen. Seine Majestät der Kaiser hat diesem Ansuchen in Gnaden willfahrt und dem zurücktretenden Statthalter die Brillanten zum Grcßkreuz des St. Stephans-Ordens verliehen. — Zum Statthalter in Böhmen wurde der bisherige Landespräsident in Schlesien, Geheimer Rat Max Graf Cou -denhove, zum Landcsfträstbentcn in Schlesien der G> yelme Rat Minister a. D. Adalbert Freiherr von Wid-"ann ernannt. ^- (Krien3lluszeichnuna.cn.) Seine Majestät der K ai -ser hat dem Hauptmann Albert GalIent des Infanterieregiments Nr. 27 und dem Oberleutnant Karl Edlen b°"/l r^ilvan ek des Feldlanoncnregiments Nr. 7 das Militärverdienstkreuz dritter Klasse mit der Kriegsdelora-tion verliehen, weiters anbefohlen, datz die Allerhöchste belobende Anerkennung bekanntgegeben werde: dem Hauptmann AlfonZ zerjav und dem Oberleutnant Maximilian Pitner — beiden des Infanterieregiments Nr. 17; ocm Neurnante Hubert Grahy Edlen von Warden-egg des Dragonerregiments Nr. 5 beim k. k. 43. Land-Wchr-Infanterie-Vriaadekommando; dem Leutnant in der Reserve Johann Fiala des Infanterieregiments Nr. 17; dem Oberärzte Dr. Friedrich Geischeg des Fcldjäger-bataillons Nr. 7; dem Oberleutnant-Prot^antoffizier Jos. Pfeifer des Felojägeibataillons Nr. 7 und dem Assistenzarzt in der Reserve Dr. Franz Trost des Infanterieregiments Nr. 27 beim Feldjägerbataillon Nr. 20. — '^General der Infanterie von Kusmanel) ist am 26. d. M. mit seinem Adjutanten mittelst Schnellzuges m einem Waggon erster Klasse in Kiev eingetroffen und begab sich in einem ihm zur Verfügung gestellten Wagen nach dem Platztommando. ^ lOfterzissareiten.) Das Komitee der Verwunde-Vursorge beabsichtigt an sämtliche Spitäler Laibachs 7^^'aaretten zur Verteilung zu bringen. Es war in .I' ^ ^'nie bemüht, gespendete Zigarettenhülsen zu er-3 "?- auf Grund welcher die Generaldirektion der l. f. ^aoalregie den Tabak hiezu um eine 40Aige Ermäßi-s" " ^zugeben sich bereit erklärte. Diese Zigarettenhül-'","." dem hiezu erforderlichen Tabak von feinster un-»urilcher Sorte sind in der Sammelstelle Philipphof täg-licy von 3 bis 6 Uhr nachmittags gegen Erlag Von 5 X ^zuyolen. Wer die fertigen Zigaretten in einer Mindest- Portion von 1000 Stück in der Sammelstelle bis Freitag den 9. April wieder abgibt, erhält 2,20 X vergütet, so das; ihm 1000 gespendete Zigaretten nur 2,80 X losten. Und Rauchwaren sind allen Verwundeten stcts die willkommenste Gabe, die immer wieder erwünscht und begehrt wird; daher wird die stets hilfsbereite Bevölkerung Laibachs diese günstige Gelegenheit gewiß nicht unbenutzt vorübergehen lassen und gern 2,^0 X für 1000 Stück Zigaretten spenden. — (Feldpostpnketvcrtchr zur Armee.) Von verschiedenen Seiten wurde lx'im t. und k. Kriegsmiuisterium und k. und l. Armeeoberkommando das Verlangen nach Eröffnung eines Feldpostpatetvertehrcs in der Osterzeit erhoben. Die Hceresvcrloaltung ist nach sorgfältiger Erwägung aller maßgebenden Umstände zu ihrem lebhaften Bedauern nicht in der Lage, diesem Wunsche Rechnung zu tragen. Die Witterungs- und Wegvcrhältnissc sind gegenwärtig für einen Felopostpakctuerkehr in größerem Stile denkbar ungünstig. Ein solcher würde sich aber nach den im Weihnachtsvertehr gemachten Erfahrungen jedenfalls entwickeln, da die Bevölkerung, von dem Wunsche getragen, ihren Angehörigen im Felde eine möglichst reichliche Ostergabe zukommen zu lassen, gewiß die gebotene Gelegenheit nicht unbenutzt würde vorübergehen lassen, um leichtverderbliche Eßwaren und andere dem Gesundheitszustand der Truppen nicht förderliche Gcnußmit-tel in größerer Menge zu versenden. Die zu Weihnachten ergaiigcne Warnung vor der Versendung leicht verderblicher Gegenstände blieb nämlich im lrxnteften Umfang gänzlich unbeachtet. Die Folge war eine Überschwemmung der Feldpost mit Sendungen, die den langwierigen Transport mit Bahn, Automobil und Lcmdcsfuhreu einerseits oder das durch operative Verhältnisse gebotene Stillagcrn anderseits nicht aushielten, daher vielfach in ungenießbarem Zustande beim Vestimmungsfeldposta-mte anlangten und überdies zahlreiche andere, au sich für die Feld-ftoftbcfürderung vollkommen geeignete Sendungen unbrauchbar gemacht hatten. So waren seitens der breitesten Schichten der Bevölkerung viele für die Vollsernährung wichtige Mittel dieser entzogen und die mitunter schlver aufgebrachten Äosten ohne jeden Nutzen aufgewendet worden. Hicbei fällt noch der Umstand in die Wagschale, dah die Verpflegung der Truppen sehr gut und die private Zusendung voli Eßwaren unnötig ist. An Stelle des unterbliebenen Ostcrpaletberlchres wird dagegen kurz nach Ostern, in Erluartnng günstigerer Wittcrungs- und Weg-deihältnisse, die Versendung von Sommerausrüstungs-gegenständen und Sommerwäsche, nebst Tabak und Zigarren ermöglicht werden. Durch die strenge Beschränkung der Feldpostpatete auf nützliche Sachen unter Ausschluß jedes unnötigen Inhaltes dürfte es möglich sein, den Verkehr von vornchcrein auf jenes Maß zu reduzieren, für dessen Bewältigung mit den vorhandenen, durch den Nachschub der unbedingten Bedarfsartikel bcfchränlten Beförderungsmitteln das Auslangen gefunden werden kann. Das Höchstgewicht wird wieder mit 5 Kilogramm, die größte Ausdehnung mit 60 Zentimeter ill jeder Richtung und die Gebühr einheitlich mit 60 K festgesetzt. Die Durchführung der Paketversendung wird diesmal insofern anders vorgenommen lverden. als die Aufgabe nicht für alle Feldpoftämtcr auf einmal, sondern gruppenweise zugelassen werden wird. Soferne leine Hindernisse eintreten, werden ab 12. April die ersten Tage jeder Woche zur Aufgabe von Paketen für eine besondere Gruppe von Fcld-postämtern bestimmt werden. Die Nummern der einzelnen Feldpostämter mit iX'n für die Aufgabe bestimmten Kalendertagen werden jeweils durch Tageszeitungen und Anschlag bei den Postämtern vcrlautbart und so den Angehörigen Gelegenheit geboten werden, bei sorgfältiger Beobachtung der Verlautbarungen die Pakctaufgabe rechtzeitig 3» vollziehen. Für die Zeit vom 1ä. bis einschließlich 1<». April werden Feldpostpatele für die nachbelmunten ,>'lopostämter bei allen Postämtern aufgegeben werden töuuen: Nr. 6, 9, 11. 16, 20, 22. 25, 28. 34. 37. 39. 41. M, 51, 54, 55. 56, 61. 64. 69. 76. 81. 83. 85. 101. 11^. 116. 119. 121' 124. 125, 129. 133, 136. 141, 145, 151, 16«. 170, 186, 187, 188. 202. 300, 301, 302, 303. 305. 307. 308. 310, 313, 314. 315. 316, 317 und 318. — (Danksagung.) Durch die vielseitigen Ncmühun-gen des Komitees der Verwundetensürsorge und die unermüdliche aufopfernde Tätigkeit der Leitung sind durch die Sammelstellc in der Stritargasse (Philipfthof) sinnt-lichen Spitälern unausgesetzt namhafte Spenden eingelaufen. Nebst vielen notwendigen Artikeln wnrdcn den Spitälern gegen 80.000 Zigaretten, welche die Verwundeten stets freudig in Empfang nehmen, übermittelt. Hiefür spricht das gefertigte Kommando im Namen der Kranken und Verwundeten der Leitung sowie alle» Mitwirkenden den innigsten Dank mit dem Ersuchen aus, auch fernerhin ihr Wohlwollen den Spitälern zu erhalten. Dr. Geduldiger. ^ ctina Franz, 1. K.., vcrw.; Iäg. Sever Johann, 4. K., vcrw.; ResIäg. «kos Franz, 2. K., verw.; Zgf. Smoli« Anton, 1. K., verw.; NesIäg. Siureinüt Franz, 4. K., vcrw.; Iäg. Smrkol Ignaz, 4. 5t'., vcrw,; NesFäg. ^ober Josef, 2. K., vecw.; ResIäg. Stanovnik Anton, !. K., verw.; Iäg. Stoni6 Josef, verw.; Iäg. Strojan Johann, 2. K., verw.; Iäg. iwbic Johann, 1. K., tot; Iäg. Tiller Alois, 4. K., tot; UIäg. TunSe Franz, 2. K.,, tot; Iäg. Tratnik Felix, 1. K., uerw.; ResIäg. Tluxcs Gustav, 2. K., verw.; Iäg. Urankar Lukas, 4. K., verw.; Palrf. TitUIäg. Urbaiww Vinzcnz, 3. K., verw.; Iäg. Urbanja Anton, 4. K., vcrw.; NcsIäg. Vcr-dcrbcr Matthias, 1. K., verw.; ResIäg. Vidic Anton, 2. K., verw.; RcsIäg. Vidic Martin, 2. K., vcrw.; Iäg. Vidmar Gregor, EK., vcrw.; Patrf. Wcißcisen Michael, ?4. K., vcrw.; Iäg. Zajcc Jakob, 4. K., vcrw.; ResIäg. Aagar Jakob, 1. 3k., verw.; Iäg. 2argi Franz, 3. K., tot; ResIäg. Zgonz Karl, 1. K., vcrw.; Iäg. Zirliö Ichann, 1. EK., «erw.; RcsIäg. Zuftanc Johann, 1. K., verw.; NesIäg. Zvr/ina Josef, 2. K., uerw.; zur Verlustliste Nr. 24: Infantcricrcgiment Nr. 47 Angehörige aus Krain: EinjFrciw. Tit Korp. Cclle Alexander, 15. K., vcrw.; EinjFrciw. TitKorp Prctner Blasüls, 8. K., tot; NesInf. 2or/. Anton, 2. K., verw.; glir Verlustliste Nr. 114: Ins. TitGefr. Starc Josef statt Stnrcc, IN 17, 2. K., vcrw. (war tots gemeldet); zur Verlustliste Nr. 19: Feldjägerbataillon Nr. 7: Nes.-Zgf. Vo/i5 Josef, 1. K., verw. (tot gemcldct); KHorn. Germ statt Gern Josef, 4. K., vcrw.; NesIäg. Kaplar statt Haftlar Alois, 1. K,, verw.; ResIäg. Kodelnik An-dreas statt Johann, 1. K., tot; ResZgf. Kromer statt Kroinar Mois, 3. K, tot; RcsIäg. 'Lebcni^nik, statt Sc bcnii-nik Albin, 2. K., verw.; ErsNes. Punger^ statt Pangcr^i5 Johann, 1. EK., verw.; Fcldkanoncnrcgiment Nr. 7: ResIahrkan. statt Kan. Dolinar Pnnlratz, V. 1, vcrw., kricgsgef. (war tot gemeldet); Vorm. Podlogar statt Povloga Alois, Vatt. 4, kriegsgef. (war verw. gemeldet). — (Leichenbegängnis. Vorgestern wurde die sterbliche Hülle des in Lovrana verstorbenen Herrn Hofratcs Guido Schncditz nach Laibach überführt, worauf vom Hauptbahnhofc aus das Leichenbegängnis auf den Friedhof zu St. Christoph erfolgte. Zur Einsegnung auf dem Hauptbahnhofc hatten sich u. a. die Herren: Seine Exzellenz Landcspräsident Baron Schwarz in Begleitung des Hofrates Ritters von Kalten egg er, ferner Ihre Exzellenzen Feldmarschalleutnant von Kutschern und Feldmarschalleutnant i. R. Schwab eingcfunden. Nach dcm Leichenwagen, dem zwei mit prachtvollen Kranzsftcndcn beladcnc Wagen voranfuhren, schritten die Herren: Landesgcrichtsfträsidcnt Elsner nnd Vizepräsident Hoftat Pajk mit der Beamtenschaft des hiesi-lN'n Landes- und Bezirksgerichtes, die Hofräte Graf Chorinsky, Ritter von Laschan und Dr. Zu-panc, Landesregicningsrat Edler von Detela, Lan-dcsschulinspcktor Velar, Vezirkshauptmann Dr. Prax-marer, Finanzdircktor Kliment und Finanzftroku-rcitor Dr. Pcssiack, Regicrungsrat Dr. Iunowicz, Spaiikasscdi!rektor Va:nberg, Handelsschuldircttor Mahr, Direktor Ritter von Grassclli, Laiidtagsab-geordneter Dr. Eg er, von den Herren im Ruhestände Landesgerichtspräsidcnt von Lev ionik, dic 5>ofrätc Andol^ek, Polcc und Ritter v. Nühling, Obech von Hollegha, dann Direltionsmitglieder des Ka-sinovcreincs, Professoren, Vertreter des Notariats- und des Advokatenstandcs, der Handels- und Industriewelt, überhaupt Trauergästc aus den besten Gesellschaftskrei-scn, endlich viele Damen. — (Kranzablösung.) Statt Kranzspenden für die verstorbene Übungsschullehrerin Fräulein Schulz und dm verstorbene,: Herrn Fleischhauermcistcr Ianeöi« in Laibach hat die bekannte Wohltäterin Frau Johanna Lauter dcm Elisabeth-K'indcrsftital in Laibach je 1H X zugewendet. — (Die Adelsberger Grotte) ist bis auf weiteres zu jeder Taacsstuudc bci normalen Preisen nur bei Azety-lenbcleuchtung offen. Eine elektrische Beleuchtung findet nicht statt. — (Klasscnlotterie.) Dcr Erneucrungstcrmin zur fünftl.'!! Klasse der dritten österreichischen Klassenlotterio endet heute abends. Bis zu diesem Termine können die Spieler, welche an den Ziehungen der fünften Klasse teilnehmen wollen, die Erneuerungslose fünfter Klasse unter Zahlung dcr einfachen Klasscneiulage nnd Vorweisung ocr Lose der vierten Klasse bei jener Geschäftsstelle bczic-hcn, bci der sie die Lose der früheren Klassen gekauft Ixiben. Die Ziehungen der fünften Klasse beginnen am li. April, nehmen 22 Tage in Ansprnch und lverden am :>. Mai beendet. — (Vcrtretuug der Interessen öst^rcichislycr Verfrachter vor feindlichen Prisengerichten.) Interessenten tonnen Anwaltsfirmen, welche sich bereit erklärten, die Interessen östcl-reichischer Verfrachter vor feindlichen Prisen- oder anderen Gerichten in England, Frankreich uud Kanada zu vertreten, in! der Kanzlei der Handelsund Gcwcrbekammcr für Krain erfahren. -- („itnmftfc in der Tierwelt".) Auf den Vortrag, den Hcrr Unwersitälspiufcssor Tr. Boris Zarnik heute abends um halb 8 Uhr im „Mestni oom" über das Thema „Kämpfe in der Tierwelt" halten wird, soll hiemit neuerlich aufmerksam gemacht werden. Das Ncinerträgnis ist für die notleidenden Familien der im Felde gefallenen Laibachcr und für oas Note Krcuz bestimmt. Eintritts-gebühr 1 X; Vereinsmilgliedcr, Militärmannschaft und Studenten zahlen 50 li. — (Die Bezirtstrantenlassc für Lnibnch Umgebung) hielt am 21. o. M. in St. Veit ob Laibach untcr dem Vor-sihe ihres Obmannes, des Herrn Anton Belec, ihre W. ordentliche Hauptversammlung ab. Die Kasse verfügt über cincn Reservefonds von 3t.1l8 X 77 K (um 1713 X, 7ci ll mehr als im Vorjahre). Die Zahl der Kranken im Jahre 1914 belief sich auf 449, denen Unterstützungen für 8280 Tage ausgezahlt wurden. Die Einnahmen betrugen 29.320 X 30 I,, die Ausgaben 27.616 K 5? Ii. — (Die ersten Frühlingsboten.) Aus Radmannsdorf wird uns berichtet: Wenn auch aus den Feldern lu.ch eine etwa 25 Zentimeter hohe Schneedecke liegt und nur die sonnseitigen Abhänge mit Frühlingsblumen geschmückt sind, erschienen doch schon bei uns die ersten, Frühlingsboten. Am 25, d. M. wurde dcr erste Turmfalke beobachtet lind am gleichen Tagc zeigte jich auch die erste Schwalbe, die durch lautes Zwitschern die Aufmcrtscfmteit dcr Spaziergänger ans sich lenkte. —o—. Der Kvteg. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Ofterreich-Ungarn. Vom nördlichen Kriegsschauplatze. Wien, 27. März. Amtlich wird Verlautbart: 27stcn März 1915 mittags. Unter schweren Verlusten des Feindes scheiterten an der Schlachtfront in den Karpathen neuerliche starte russische Angriffe auf den Höhen bei Vanyllvölgl, und beiderseits des Laborcza-Tnlcs. Südlich Laborczrcv dauern die Kämpfe mit grosier Heftigkeit an. )n der Vutowina warfen unsere Truppen nordöstlich CzernowW ftärlere russische Kräfte nach heftigem Kampfe bis an die Neichsgrenze zurück, eroberten mehrere Ortschaften und machten über lNW Gefangene, erbeuteten zwei Geschichc. In Russisch-Polen und in Weftgalizicn teine Veränderung. Der Stellvertreter des Chefs des Gencralslabcs: v. Höfcr, FML. Wien, 28. März. Amtlich wird Verlautbart: 28sten März. Die russischen Angriffe int Ondowa- und Labor» cza-Tale wurden blutig abgewiesen. Der Kampf auf den Höhen beiderseits dieser Täler ift seit gestern früh abge» flaut. Tagsüber und während der Nacht Gcschichlanlpf und Geplänkel. In den übrigen Abschnitten der Karpa-thenfrunt auch weiter hartnäckige Kämpfe. 1330 Russen wurden gefangen genommen. Vcrfolgungsgefechte in der nördlichen Bukowina brachten weitere 2ttU Gefangene ein. Die Situation in Russisch-Polen und in Weftgalizicn ift unueräudcrt. Der Stellvertreter deö Chefs des Gencralstabes: v. H 5 fer, FML. Audienz. Wien, 28. März. Seine Majestät dcr K aiscr emp-fing vormittags m Schonbrunn den Rittmeister Leb-mann in längerer besonderer Audienz. Lebmann, der als letzter Offizier mit dem Leutnant Stanger mit einem Flugzeug Przemysl verließ, erstattete dem Monarchen Bericht. Eine russische Verleumdung. Wien, 27. März. Aus dem Kricgsftressequarti« wird gemeldet: Eine. Mitteilung dcs russischen Generalstabes aus dcu lchicn Tagen brachte uutcr anderem die Meldung, daß die in den Karftathcnkämpfen eingebrachten östcn-cichlsch-ungarischcn Kriegsgefangenen in großer Zahl Wunden am Nucken aufweisen, die von den Ne-volvcrschüsseu herrühren, die von ihren eigenen Offizieren auf sie bei der Flucht abgegeben wurden. Diese Nachricht ist natürlich vom, Anfang bis zum Ende erfunden und nichts anderes als eine niederträchtige Verleumdung unserer trotz aller schwierigsten Verhältnisse so unvergleichlich tapfer kämpfendcn Truppen. Durch eine folche infame Darstellung soll offenbar unsere Armee in den Augen des neutralen Auslandes herabgesetzt werden. Die tendenziöse Publikation des russischen Generalstab?s bedarf wohl keiner Widerlegung. Der beispiellose Heldenmut unserer in den Karpathen uud in Galizien kämft-fcudcn Streitkräfte ist eine notorische Tatsache, cm die Verunglimpfungen vorliegender Art überhaupt nicht heranreichen. Übrigens tragen die Ausstreuungen dcr russischen Mitteilung das Gepräge plnmftcr Lüge deutlich auf der Stirn. Um Zurückssiehende mit Gewalt zurückzuhalten, muh ihnen von vorne entgegengetreten werden. Durch Nachschießen werden retirierende Soldaten! kaum zu neuerlichen: Vorgehen bewogen. Der ungeschickten Lügenmeldung dürfte die Absicht zugrunde gelegen sein, die Aufmerksamkeit von der beschämenden Wahrheit abzulenken, daß die Russen ihre eigenen Truppen mit Maschinengewehren vorzutreiben gewohnt sind. Aus dem zerstörten Przemysl. Berlin, 27. März. Der ..Lokalanzeiger" meldet über Christiania aus Petersburg: Die Kriegskorvesponocnten bekamen geswrn die Erlaubnis, Przemysl zu besuchen. Aus der Entfernung sahen die zerschossenen Forts wie Vulkane aus. Imposante Rauchwolken stiegen empor. Man hörte auch Explosionen. Überall liegen Leichen und zermalmtes Kriegsmaterial und cs herrscht trostlose Verwüstung. Die gefangeneil österreichisch-ungarischen Offiziere behielten ihre Säbel. Halil Bci und Emir Hali Pascha in Wien. Wien, 28. März. Halil Vei, der Präsident der türkischen Kaminer, und dcr Vizepräsident der ersten türki- schen Kammer Emir Hali Pascha sind heute aus Berlin hier eingetroffen. Deutsches Reich. No« den KriegSfchaupliHe». Berlin, 27. März. Meldung des Wolff-Bureaus.) Großes Hauptquartier, 27. März. Westlicher Kriegsschauplatz: In den Vogefen sehten sich die Franzosen gestern abends in den Bcsw der Kuppe des Hartmanno-weilerloftf. Der Kuppenrand wird von Mlseren Truppen gehalten. Französische Flieger warfen über Vapaunw und Ttraßburg im Elsaß Bomben ab, ohne militärischen Schaden anzurichten. In Bapaume wurde ein Franzose getötet, zwei schwer verwundet. Wir zwangen einen feindlichen Flieger nordwestlich von Arras zum Landen und belegten Calais mit einigen Bomben. - Östlicher Kriegsschauplatz: Die Russen, die zum Plündern qrn«m Is' wie aus Memel von Tauroggcn und Tilsil ausgc' brm.;cn ^aren, wurden bei Laugznlgen unter ftar?en ^'^ll.ft', geschlagen und üp»r die Iczioluut hinter lcn Iuraalischnitt zurückgeworfen. Zwischen dem Auguftower Walde und der Weichsel wurden verschiedene Vorstoße der Russen abgewiesen. An einzelnen Stellen wird noch gcliimpft. Oberste Heeresleitung. Berlin, 28. März. Das Wolff-Vnreau meldet: Großes Hauptquartier, 28. März. Westlicher Kriegsschauplatz: Südöstlich von Verdun wurden französische Angriffe auf den Maashöhen bei Combres nnd in der Woewe-Ebene bei Marcheville unter hartnäckigen Kämpfen zu unseren Gunften entschieden. In den Bogesen am Hartntllnnswcilerlopf fanden nur Artillrrielampfe ftatt. — Ostlicher Kriegsschauplatz: Russische Vorstöße im Auguftower Walde wurden abgeschlagen. Zwischen Pis» scl und Omulew erfolgten mehrere russische Angriffe, die sämtlich in unserem Feuer zusammenbrachen. Vei Wach nahmen wir 900 Russen gefangen. Oberste Heeresleitung. Laibacher Zeitung Nr. 70_____________ ___________541___________________________________29. März 1915 Die künftigen Handelsbeziehungen Deutschlands zu Öfterreich-Ungarn. Berlin, 28. März. Gestern hat hier unter dem Vorsitze des ersten Vizepräsidenten des Deutschen Reichstages neuerlich eine Beratung des Gesamtvorstandcs des deutsch-österreichisctMngürischen Mritschaftsve-rbandes über die Frage der künftigen Handelsbeziehungen Deutschlands zu Österreich-Ungarn stattgefunden. Der Sitzung wohnten außer zahlreichen Vertretern des deutschen Wirtschaftslebens eiue Neihc von maßgebenden österreichischen und ungarischen Industircllen und Wirtschaftspolitiken! bei. Unter anderen waren erschienen der Präsident der Wiener Handels- und Gewerbckammer Paul Ritter von Schoeller, Minister a. D. Dr. Marchet, Mitglied des Herrenhauses Ginsky, die N ei chsrats ab geordneten Fricdmann, Keller und Ritter von Pantz. An die einleitende, mit lebhaftem Vcifalle aufgenommene Nede des Vorsitzenden Pansche über die Notwendigkeit eines engen wirtschaftlichen Zusammenschlusses der zwei verbündeten Zentralmächte knüpfte sich eine außerordentlich lebhafte Wcchselrede. Sämtliche Redner gaben übereinstimmend ihrer Ansicht Ausdruck, daß eine innige handelspolitische und wirtschaftliche Annäherung der beiden verbündeten Reiche unter Vedachtnahme auf die berechtigten Interessen und besonderen Verhältnisse jeder der drei Staaten dem politischen Bedürfnis folgen müsse. Auf die zu Beginn» der Versammlung an die zwei verbündeten Herrscher unter begeisterter Zustimmung der Versammlungsteilnehmer abgesandten Huldigungstele-hramme liefen nachstehende Antworten ein: „Seine t. und f. Apostolische Majestät haben die durch die Vcr-smnnilung des deutsch-österreichisch-ungarischen Wirt^ schaftsvcrbandes dargebrachte Huldigung mit lebhafter Befriedigung zur Allerhöchsten Kenntnis zu nehmen gemuht und danken den Teilnehmern herzlichst für den Ausguck unwandelbarer Treue und Ergebenheit. Auf Allerhöchsten Befehl: Freiherr von Schicßl." — Aus dem "Zutschen Hauptquartier: „Seine Majestät der Kaifer ">id König lassen den dort versammelten österreichischen, ungarischen und deutschen Industriellen und wirtschaftlichen Politilern für die freundliche Begrüßung bestens "nnken und ihren Veratungen über die wirtschaftlichen Beziehungen der beiden eng verbündeten Zcntralmächte cinen guten Erfolg wünschen. Auf allerhöchsten Befehl: Geheimer Kabinettsrat von Valentini." Der Reichskanzler i« Berlin. Berlin, 28. März. Reichskanzler von Vethmann-Hollwey ist hier eingetroffen. Angebliche Grausamkeiten ncaen italienische Arbeiter. Berlin, 27. März. Das Wolff-Vurcau meldet: Im ,Matin" sollen haarsträubend!: Schilderungen von Ge-'.oalttätigkciten und Grausamkeiten gegen italienische Arbeiter im Indnstriebezirkc Vriey verbreitet worden sein. Die Niederträchtigkeit dieser durch französische Zeitungen verbreiteten Verleumdung ist so offensichtlich, datz eine Widerlegung überflüssig ist. Der Seekrieg. Dic Tätigkeit der Unterseeboote. Paris, 27. März. (Moldung der Agcncc Havas.) Der Überseedampfer „Niagara", welcher die Besatzung des bei ^ew.Purt-News versenkten Dampfers „Florida" an Bord ^"Ue. begegnete auf der Rückfahrt von Newport auf der Huhe voil Cherbourg am 2b. d. M. nachmittags einem dcut-iHen Unterseeboote, dem er danl seiner höheren Geschwindigkeit entrinnen konnte. Liverpool, 27. März. (Neuter-Meldung.) Der Damp-fer „Vosges" wurde an der Küste van Cornwall durch Ge-«chühfeucr zum Smlen gebracht, wahrscheinlich von einem Unterseeboote. Der erste Maschinist wurde getütet, drei -Nann der Besatzung wurden ernstlich verletzt, die übrigen ^ Mann landeten in Newquah. Hull, 27. März. Als der Dampfer „Tychos" der Wil-so»-Linie von Bombay nach , 1. omcle" «us Portsmouth erklärte die Admiralität, daß l"'^"^" "Delmira" offenbar nicht gesunken sei, da tt ! !°?^' baß derselbe bei St. Vanst-de-Ia-Houguü gelandet se,. Der Wert des Schiffes wird mit 36.000 -Pfund Sterling angegeben. Der Kapitän des Dampfers ..Delmira" erzähl. ^ der Dampfer ein schnelles Schiff war, hatte er 'vahrsch.inlich oem> Angriffe des Unterseebootes ausweiche., können, loenn nicht der Heizer, ein Chinese, d,e Kessel im Stich gelassen hätte und auf Deck ge-"" Ware, als ste hörten, daß das Schiff von einem Unterseeboote verfolgt wird. Dadurch verlor der Dampfer „Del-nnra" Dampf und mutzte anhalten. Der Kommandant des Unterseebootes war sehr höflich und bot der Besatzung Wem an, der aber zurückgewiesen wurde. Das Unter-'ccboot schleppte die Rettungsboote der „Delmira" eine Stunde lang gegen die englische Küste zu und Netz sie fahren, als das Handelsschiff „Lizzie" in Sicht kam, welches die Bemannung aufnahm. Die Dardanellen. Konftantinopel, 27. März. (Agence KWgraphique Milli.) Das Hauptquartier teilt mit: (Heftern abends versuchten feindliche Torpedoboote und Minensucher in die Tardanellemnecrenge einzudringen, wurden aber durch das Feuer nnscrcr Batterien abgewiesen. London, 27. März. Wie die „Times" aus Tenedos melden, mußten die Operationen in den Dardanellen infolge des anhaltenden Sturmes vom 24. bis 26. d. M. unterbrochen werden. London, 27. März. Das Reuter-Vnreau meldet aus Athen: Am 25. d. M fuhren die Kriegsschiffe in die Dardanellen ein, um die Mincnfischer zu beschützen, nicht aber um die Forts zu beschießen. Konftantinopel, 28. März. Das Hauptquartier teilt mit: Heute früh bemerkten unsere Bcobachwngöpoften am Bosporus einige russische Kriegsschiffe, die aus sehr a.ro^ ftcr Entfernung einige Granaten gegen unsere Wachschiffe abschössen und sich dann schnell entfernten. Von den anderen Kriegsschauplätzen ist nichts zu melden. Bukarest, 27. März. In einem vom „Adeverul" veröffentlichten Interview äußerte sich Feldmarschall von der Goltz über die Lage inj Konstantinopel und in den Dardanellen unter anderen« folgendermaßen: Die Tatsache, daß ich gerade jetzt von Koiistantinopel abgereist bin, mag als Zeichen dafür gelten, daß keine Gefahr vorhanden ist. Die Türken waren überzeugt, daß der Angriff der Flotte der Verbündete» mißlingen werde. Der Erfolg übertraf allerdings die Erwartungen^ denn er wurde von den schwächsten Befestigungen der Enge außerhalb dcs Minenfeldes errungen. Ein neuer Angriff der verbündeten Flotten ohne gleichzeitige Truppenlandung'ist unwahrscheinlich. Aber auch für diese ist die Türkei vorbereitet, indem an den in Betracht kommenden Stellen eine große Armee bcreitgchaltcn wird. Den Gerüchten über Munitionsmangel hält von der Goltz entgegen, daß die Türkei nicht nur beträchtliche Mengen Munition vorrätig habe, sondern daß sie auch selbst Munition erzeuge. Bukarest, 37. März. Vuiliu Zamairescu hielt in der rumänischen Akademie einen Vortrag über die Dardanellen, worin er die Folgen dcs Siegs des Dreiverban^ dcs oder der Zcntralmächte erörterte. Der Sieg der Zen-kalmächle würde die Aufrechterhaltung des heutigen Zustandes eventuell mit noch einigen Nüraschaften mehr für die Neulralitäi der Gilgen/ bedeuten. Dieser Zustand sei für Nnmänicn in jeder Hinsicht uorzuzichen. ftin französischer Kreuzer in den Dardanellen vom Lande aus torpediert und gesunken? Athen, 28. März. Der Sonderberichterstatter der „Estia" meldet aus Muöros, dah ein französischer Kreuzer am 22. d. M. in der Nähe des türkischen Forts Dar-danos vom Lande aus torpediert worden und binnen eineinhalb Minuten mit der gesamten Vcsntzuun. nesunken sei. Dcr Name deL Kreuzers werde geheim gehalten. (Von türkischer Seite ist die Nachricht bisher unbestätigt.) Zwei schwedische Dampfer der ttonterba»»de verdächtig. London, 27. März. Die schwedischen Dampfer „Vera" und „Jeanne", mit je 1000 Tonnen Reis beladen, wurden nach Glasgow dirigiert, wo die Ladungen als Konterbande" verdächtig gelöscht wurden. Die Untersuchung über den Bestimmungsort dcr Ladungen wurde eingeleitet. England Eine englische Stimme über den Fall Przemysls. London, 27. März. Ein Mitarbeiter der „Morning-ftost" befaßt sich mit dem Falle Przemysls und schreibt u. a.: So lange die Festung innerhalb dcr Nktionssphäre der Feldarmee gelegen war, schien sie keine besonders wichtige Nolle zu spielen. Sie bot der österreichisch-ungarischen Armee während des Rückzuges von Lemberg leine Stütze, noch scheint sie während des Angriffes auf die San-Linie im Oktober wesentlich geholfen zu haben. Die Festungen scheinen tatsächlich viel von ihrem Werte eingebüßt zu halien. In Frankreich leistet die Festungslinic zwischen Verdnn und Toul der Feldarmee nicht nur keine Unterstützung, sondern sie wird im Gegenteil durch die Verschanzung dcr Feltxrrmee beschützt. Die Bedeutung von Przemysl bestand hauptsächlich darin, die russische Belagerungsarmee festzuhalten. Dafür war eine gleichwertige österreichisch-ungarische Strcitkraft in der Festung eingeschlossen, so daß man auch diesen Wert bezloeifeln kann. Krieaszulaaen für Bootsleute unb Arbeiter. London, 27. März. TXiö Schiedsgericht bewilligte den Bootsleuten im Lmidoner Hafen eine Kricgszulage von täglich drei bis acht Pennys. Den Arbeitern in den königlichen Docks wurde von der Negierungskommission eine Kricgszulaye von ein bis drei Schillinge für die Woche zuerkannt. Streikende Hafenarbeiter. London, 28. März. 2000 Hafenarbeiter in Liberpool setzten trotz der Mahnungen der Regierung den Wochen-cnde-Streik fort. Sie gingen Freitag um 5 Uhr nachmittags nach Hause und wollen erst Montag früh die Arbeit wieder aufnehmen. Frankreich. Präsident Poincare an dcr Front. Paris, 27. März. Präsident Poincare hat gestern nach dein Minifterratc Paris verlassen, um sich nach »der Front zu begeben. Die Iahresklasse 1917. Lyon, 27. März. „Lyon republicans" meldet aus Paris: Der Hceresausschuh der Kammer hat den Regierungs-entwurf, betreffend die Einberufung dcs Jahrganges 1917 und betreffend die ärztliche Untersuchung aller zwischen dem 1. August und 31. Dezember 1914 als untauglich Befundenen sowie Zurückgestellten der Jahrgänge 1913 bis 1915 angenommen. Zur Verproviantiern»!, der Zivilbevölkerung. Paris, 27. März. Dem „Temps" zufolge haben der Z'Ulanzminister und der Handelsnnnister in der Kammer einen Gesetzentwurf eingebracht, worin Ergänzungskreditc zum Ankaufe und Wiederverkaufe von Getreide und Üebensmitteln durch das Handelsministerium zur Verproviantierung der Zivilbevölkerung angesprochen werden. Die Regierung schlägt hiefür einen Betrag von rund 150 Millionen Franken vor, wovon 70 Millionen in Form eines Kredites sofort flüffig gemacht werden sollen. Spanien Einberufungen. Paris, 28. März. „Petit Parisien" meldet aus Madrid: Der spanische Ministerrat beschloß, gleichzeitig mit dem Jahrgange 1915 weitere 30.000 Mann einzuberufen, welche drei Monate ausgebildet und sodann entlassen werden sollen. Rußland. Ein neuer Holltarif. London, 27. März. Nach einer Meldung des „Daily Telegraph" aus Petersburg habe die Regierung einen neuen Zolltarif eingeführt, worin Zollerhöhungen um durchschnittlich 25 bis 30 Prozent vorgesehen seien und der iu Geltung bleiben soll, bis nach dem Kriege die Zeit zum Abschlüsse nener Handelsverträge gekommen sein werde. Cine französische Handelsagentur in Petcrsliur«. Zürich, 27. März. Die ..Neue Züricher Zeitung" meldet aus Petersburg, daß Frankreich bei der dortigen Votschaft eine Handelsagentur errichtet habe. Bulgarien. Ein erfundener Kronrat. Sofia, 27. März. („Agence tslsgraphique bulgarc".) Die aus Athen stcnnmende Nachricht, betreffend den Zusammentritt eines Kronratcs in Sofia, entbehrt jeder Grundlage. Die Entscheidungen, die auf diesem nicht stattgehabten Kronrate angeblich getroffen worden sein sollen, sind deshalb durchaus erfunden. General Pau. Sofia, 27. März. („Agence tslsgraphiaue bulgare".) General Pau ist nach NiZ abgereift. Ägypten. Das Budget. Kairo, 27. März. (Meldung des Neuter-Vureaus.) Der nntcr dem Vorsitze des Sultans abgehaltene Minister, rat bewilligte das Budget für 1915. Die Einkünfte wurden mit 14,756.000 ägyptischer Pfund und die AuSgabcn mit 15.900.000 Pfund angesetzt, so daß sich ein Defizit von 1,144.000 Pfund ergibt. Der Anfftand in Südafrika. Anklagen wegen Hochverrates. London, 27. März. Nach einer Meldung des „Daily Telegraph" aus Johannesburg wurde nach langem Auf-schub mit dem Vorverhör des ehemaligen Majors Kemp, des sogenannten Van Rensburg, und 45 anderer wegen Hochverrates Angeklagter begonnen. Der erste Zeuge sagte aus, daß der Hellseher Van Nensburg vor fünf Jahren prophezeit habe. in Europa werde ein großer Krieg auS. brechen und Transvaal würde darin verwickelt sein. Das Volk von Transvaal werde sich erheben, sich in großen Laibacher Zcitung Nr. 70 542 29. März 1915 Nagern versammeln und nach dein Westen Transvaals ziehen. Van Rensburg habe auch vorausgesehen, datz das Vierklcur gehiht werden würde, wenn die Kaplolonie, Transvaal und der Freistaat zusammen gehen. Nloemfontein, 27. März. (N^ntcr-Meldung.) Gcgcu das Mitglied der Provinzialrcgicrnng des Freistaates Van Nensburg und das Mitglied des Provinzickaies Therom wurde die Anklage wegen Hochverrates erhoben. Mach Schluß des Klattes eingelangt. Paris, 28. März. Der „Matin" meldet aus New-yorl, daft das amerikanische Unterseeboot „F 4" gehoben worden sei. Paris, 28. März. Die Abendblätter mcldcn, daß ein deutsches Flugzeug Gerardmcr überflössen und 11 Vom' l>en abgeworfen hat, wodurch ein Soldat getötet wurde. Der Sachschade ist imbedeutend. Eine Taube überflog Düulirchen und hat sechs Bomben abgeworfen. Eine andere! Taube warf über Calais eine Bombe. Beidemale wurde kein Schade angerichtet. Berlin, 28. März. (Meldung des Wolff-Bureaus.) Über London nnd Paris wird aus Sofia gemeldet, Frei Herr von der Goltz-Pascha sei dort eingetroffen und habe erklärt, seine Misston in der Türkei sei beendet. Es stehe eine Katastrophe bevor, der die Türlei zum Opfer fallen werde. Diese Nachricht trägt schon nach Inhalts Person und Gelegenheit den Stenipel absoluter Unglaubwürdig keit an sich. Die mit durchsichtigem Zwecke ausgestreute Äußerung ist zweifellos erfunden. Freiherr von der Golh-Pascha wird diescrtage in Berlin erwartet und wird in spezieller Mission die vom Sultan dem Kaiser verliehene Imtiar-Meoaillc überbringen. Konftantinoftel, 28. März. Der englische Bericht vom 23. März erklärt, dah die Operationen gegen die Dardanellen infolge des schlechten Wetters nicht fortgesetzt wci> den kannten, und datz es aus diesem Grunde unmöglich war. durch Flieger die Beschädigungen feststellen zu lassen, welche die türkischen Batterien vermutlich erlitten haticn. Demgegenüber ist die „Agence tslegraphique Milli" zu der Erklärung ermächtigt, dah seit dem vergeb-lichen Bombardement vom 18. März das Meer und das Wetter sehr ruhig lvarcn, was die türkischen Flieger benutzten, um Lemnos und Tenedos zu überfliegen und über die Stellung und Zahl der feindlichen Schiffe wertvolle Erkundigungen einzuziehen. Lyon, 28. März. Der „Noubellist" meldet aus Paris: Ein Erlaß des Kriegsministeriums verfügt, daß die bisher einberufenen Mannschaften der Iahrcsklasse 1915 sich diesertagc in den zuständigen Depots zum Dienstantritte zu stellen haben. Vlättermeldungen zufolge werde im Heeresausschusse der Kammer noch vor der itammerde-batte über den Gesetzentwurf, betreffend die Einberufung der Iahresklafse 1N17. der Bericht über den Gegenantrag vorgelegt werden, wonach vor der Iahresllasse 1917 alle fcdldiensttauglichen Männer Frankreichs einzuberufen seien. Theater. Kunst nnd Literatur. — (Das Konzert Willy Vurmester abgesagt.) Das für Mittwoch den 31. d. M. angesagte Konzert des Violinvirtuosen Geheimrat Willy Burmefter mutzte wegen Einberufung des Pianisten Kris abgesagt, resp. verschoben werden. Verantwortlicher Redakteur: Anton ft r, o ^______________________________ EANwroraiJM-SoSra^ ramnaiirANDSAWitHmraKM^ KLOLASSL:12-K • E.GLASSE:8Ky EflLAIBACH • KONTENSKEGA-UL^ «3 f/ CHEF-MgT IPRIMARRJ5 Dfi FRDERGANG I Meteorologische Beobachtungen in Laibach Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 nl« 2^ H^^"sM^s^N^U7fchwach Regen ^^" "' 9U. ?lb. 241 b-1 windstill teilw. heiter ____ 7 U. if. 2(^6 4^2 ^ Nebel 2 6 28. 2U.N. 20 2 1l IWNW.schwach bewöllt 9U.«d. 218 8 8 ZW. schwach . 2!i).l 7 U. F. l 22-7j 5 8> O. schwach > Regen >^^ DaS Tagesmittel der Temperatur von Samstag betrügt 4 8', Normale 5 8". Das Tagcsmittel der Temperatur von Zonntag beträgt 8 0». Normale 6 0». Leihweise gegen tägliche Vergütung von E 1 wird Registrier-Kassa welche bis 99 K 99 h registriert, gesucht. Offerte an 0. Bernatovic, Laibach, Mestni trg 5-6. 716 Maschinschleibenn sehr geübt, nach Dittando auf Adlermaschinc, wird zu sofortigem Eintritt gesucht. 714 Anträge unter „Deutsch und slovenisch" an die Administration dieser Zeitung. Kundmachung. Die fünfzigste ordentliche Generalversammlung der Altionäre der l. t. priv. allgemeinen Vertehrsbant findet Mittwoch, den 28. April 1915, vormittags 10 Uhr, im Sitzungssaale des Anstaltsgebäudes, Wien, I., Wipplingerstraße Nr. 28, statt. Gegenstände der Verhandlung sind: 1. Vortrag des Rechenschaftsberichtes. 2. Berichterstattung des Remsions-Ausschusses. 3. Beschlußfassung über die Bilanz pro 1914 sowie über die Verwendung des Reingewinnes. 4. Wahl von Nerwaltuugsrätm. 5. Wahl des Revisions-Äusschusscs zur Prüfung der Bilanz für das Geschäftsjahr 1915. Jene Herren Aktionäre, welche an der Generalversammlung teilzunehmen beabsichtigen, werden hiemit eingeladen, ihre Aktien samt Kupons in Gemäßheit der §§ 45, 46 und 47 der Statuten, bei der Hauptkassa der Gesellschaft, Wien, I. Bezirk, Wipplingerstraße Nr. 28, spätestens am 14. April l. I., als dem statutenmäßigen Endtermine, zu erlegen. Das Eigentum von je 25 Aktien gibt das Recht auf eine Stimme. Kein Aktionär, ohne Unterschied, ob im eigenen oder Vollmachtsnamen, und kein Bevollmächtigter eines oder mehrerer Aktionäre kann mehr als 50 Stimmen führen. Das Stimmrecht in der Generalversammlung kann durch Bevollmächtigung eines anderen stimmberechtigten Aktionärs ausgeübt werden, doch sind Vollmachtsurkunden spätestens einen Tag vor der Generalversammlung der Direktion vorzulegen. Wien, am 28. März 1915. ^-«. «w> nicht y^e-t K. t. priv. allgemeine Berkehrsbant. Laibacher Zeitung Nr. 70 543 29. März 1915 ^ (Die sanitären Verhältnisse in Laibach.) Wie wir einem Sanitätsberichte des hiesigen Stadtfthysikatcs entnehmen, wurden in der Zeit vom 15. Februar bis 15. März l. I. unter der einheimischen Zmilbevölkerunn. der Stadt Laibach 7, Fälle von Vauch typhus zur Anzeige gebracht; davon betreffen 4 Fälle eine Familie, die eine Neine, unzureichende Wohnung innehatte: sämtliche erkrankte Familienm^qlieder wurden ins Landcs-sftitul überführt. Au Tiphthcrie erkrankten 4 Personen, von denen eiuc gestorben ist. Nach mchrmonatlichcr Pause lamcu :i Scharlach fälle in 6Uka vor; der erste Fall wurde aus Media bei Conuons verschleppt. In allen Fällen wurde die erforderliche Desinfektion vorgenommen und über die Erkrankten die Kontumaz verhängt. Eine Militärlraukcnpflegeriu erkrankte an N ück-falls typhus, den sie sich in Ausübung ihres Berufes zugezogen hatte. Sonstige Fälle von Infektionskrankheiten unter der einheimischen Zivilbevölkerung wm> den nicht zur Anzeige gebracht. Aus fremden Gemeinden wurden in das Laiidessftital überführt: 3 Personen mit Diphtherie, 2 mit Typhus und 1 mit Genickstarre. Seitens der Militärbehörde wurden zur Anzeige gebracht: 1 Fall von Scharlach, '2! Fälle von Ruhr, 29 Fälle von Nauchtyphus uud mehrere Fälle der ägyptische,, Augcn^ lranlhcit. Der Flecktyphus trat Anfana März zum erstenmale in Laibach ans, und zwar wurde am 6. März 1 Fall, betreffend den Apotheker Acnussi, der von Trieft zwecks Antrittes des aktiven Militärdienstes zugereist war, zur Anzeige gebracht. Noch am selben Tage wur den zwei Soldaten, Ttral^ und Bajina, als an Fleck-Ihfthus erkrankt, zur Alizeige gebracht. Veidc waren am 15. Februar von der Insel Vcglia über Fiume nach Laibach gekommen, nm den aktiven Militärdienst anzutreten, und hatte» den Keim der Krankheit mitgebracht. Stral- ^^»°3^'°" l>n Zsierbrücke im 1cm Vetr^c ö°^^"«n ,m voranfch.agten Liitaier Tavebrücke «^?«^«!"" ""'« Ulücke von 7500 X. am 12. Npri; ^ ^ beginnend 10 Uhr vormittags stattfinde» Hiefür werden nur schriftliche Offette «"t. »ege««enommen. welche mit eine» «-Stempel vtlsehtn, ordnungsmäßig »«faht. gefertigt und versiegelt sein müssen und rechtzeitig bei der l. l. Äauliczirlsleituug ^.'aibach einzureichen oder vor Veginn der Osfertuerhllndlung dem Leiter der Letzteren zu übergeben sind. Das Vadium beträgt für die Arbeiten sub Post.Nr. 1 300 Kronen, Poft.Nr. 2 750 Kronen. Post-Nr. ^ 300 Kronen und ist dasselbe ent. weder dem Offerte anzuschließen oder beim l. l. Landeszahlllmte in Laibach zu erlegen, in welch letzterem Falle die betreffende Kassaerlag«» quittung dem Offerte beizulegen ist. Die diesbezüglichen Bauelaborate, die lkon-lurrenzbestimmungen, die allgemeinen und spe» ziellen Bedingungen löunen vom 1. April 1915 an, täglich in den gewöhnlichen Amtsftunden bei der obgenannten Vauliezirlsleitung einge-sehe» werden. ir. l. Naubeziilsleitung Laibach am Ü4. März 1915. 6Ö5 G 34/15/1 Oklic. Zoper Katerino Scheibach rojeno Cebular, katere bivališèe je ne/nano, se je podala pri c. kr. okrajni sodniji v Trebnjem po Karolu Slajpah iz St. Lovrenca tožba zaradi izbrisa ter-jatve po 115r» K. Na podstavi tožbe doloèil 3e je narok za uatno sporno razpravo na dan 2. aprila 19 15, dopoldne ob 10. uri pri tem sodišèu v sobi st. 2. V obraiubo pravic Katarine Schleibach se postavlja za skrbnika gosp. Ivan Bukovec v Trebnjem. Ta skrbnik bo zastopal toženko v oznamenjeni pravni stvari na njeno nevarnost in stroške, dokler se ali ne oglasi pri sodniji ali ne iraenuje pooblašèenca. C. kr. okrajna sodnija v Trebnjem, odd. I, dne 23. marca 1915. 6U1 C 38/15/1 Edikt. Wider die abwesende Maria Spiletiö, Besitzerin in Niedertiefenbach Nr. 19, wurde von Lena Marintsch, Besitzerin in! Niedertiefenbach, durch Dr. Vittor Ahazhizh,' Rechtsanwalt in Gottschee, wegen 226 X eine Klage angebracht. Die Tagsatzung wurde fur den 1. April 1915, vorm, 9 Uhr, Zimmer Nr. 5, anberaumt. Der zur Wahrung der Rechte der Beklagten znm Kurator bestellte Ober-offizial a. D. Anton Ionte in Gottfchee wird sie so lange vertreten, bis diese entweder sich hei Gerichte meldet, oder einen Bevollmächtigten namhaft macht. K. k. Bezirksgericht Gottfchee, Abt. I., am 23, März 1915, 641 3—3 Z. 2495. Offertaus schreibung. Im Zuge der Reichsstraßen des Rudolfs» werter Bauliezirtrs gelangen im Jahre 1915 folgende itonjervations», bezw. RelonstrultionS» arbeiten zur Ausführung: 1 Ngramerpraße: Die Konservationsarbeiten an der hölzernen Munlendorfcr wurlbrücke im 1cm 109 8 im Vetrage von 5600 «. 2. »arlstädterftraße. Die Konservationsarbeiten an der hölzernen Mottling« ttulpabrücke im lcm 29 8 im Ve» trage von 8900 3. Den nach einem amtlichen Offertformular verfaßten, mit einem 1 X-Stempel gestempelten Offerten, welche bei der Bauabteilung der l. l. Be> zirlshauptmannschaft Rudolfswert spätestens am 8. April 1915, um 10 Uhr vormittags versiegelt zu überreichen sind, ist nebst dem summarischen Vorausmah mit selbst eingesetzten Einhkitspreisrn. der Erlagschein des l. l. Steuer» amtcs Rudolfswert über die Deponierung eines 5 prozentigen Vadiums, berechnet nach der Anbotensumme, dann die unterfertigten allge» meinen und speziellen Baubedingnisse, welche samt anderen Offertliehelfen bei der vorgenannten Vauabteilung vorliegen, beizuschliehen, 3. l. VejillShgllpjVmschafl Molsweli. am 17. März 1915. Št. 2495. Fonndbeni razpis. Na državnib cestab stavbenega okraja RudolfoTo 8e bodo leta 1916 oddala t izvršitev aledeèa konserTacijska, oziroma rekonetruk-cijska dela : 1. Na zagrebiki oeatl: Kouserracijska dela pri leseuem mostu èez Krko v KrškiTasi v km 1092 t zneBku 5600 K. 2. na KarlOTiki oesti: KoneerTacijfika dela pri leaeneu» moBtu iez Kulpo pri Metliki k km 29 2 v znesku 8900 K. i S kolekom za eno krono kolekovane in po uradnem vzorcu spisano ponudbe, katere ! je fložiti najkasneje do 8. aprila 1915 ob 10. uri dopoldne pri stavbnem oddelku c. kr. okrajuega gk-varatva v Kudolfovem, morajo biti poleg Bumariènega, po enotnih ceuah aestavljenega proraèuna, opremljene z vložuo pobotnico c. kr. davkarekega urada v Rudolfovem, glaseèo se na 6»/o v»dij ponujene vsote in z lastnoroèuo podpiaanimi stavbnimi pogoji ki so z drugimi aa pouudbo potrobnimi pri-pomodki na vpogled pri tuk. stovb. oddelku. C. kr. okr^'no glavarstvo Radolfovo, dne 17# marca 1915. 6G1 3 — 2 Nc I 159/15/3 Amortizacija. Po proŠnji Ivana Sirnika, posest-nika v Spodnji Šiaki štev. 44, uvaja se postopanje v namen amortizacije nastopne po prositelju baje izgubljene vložne knjižice «Kmetske posojilnice ljubljanske okolice» štev. 12.505, gla-seèe se in vinkulirane na ime «Sv. Ja-nez» z ylogo v okroglem znesku 10.000 K. Imetnik te rložne knjižice se torej pozivlja, da uveljavi sroje pravice, ker bi se sicer o isti po preteku 1 leta, 6 tednov in 3 dni po dnevu tega oklica izreklo, da nima nioèi. C. kr. okrajno sodišèe v Ljubljani, odd. I, dne 15. marca 1915. 671 Firm. 195, Rg C 1 33/1 Eintragung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung Eingetragen wurde in das Register Abt. C am 20. März 1915. Sitz der Firma: Laibach. Wortlaut der Firma.- G. Giulini, Gesellschaft mit bcfchränkter Haftung. Gesellschaftsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung auf Grund des No« tariatsattes ddo. Laibach am 16. März 1915, GZ. 1671. Betriebsgegenstand: Erzeugung und Vertrieb chemischer und metallurgischer Prodllkte und Handel mit solchen. Das Stammkapital beträgt 3(10.000 X, welches aus Bareinlagen bestellt, die mit den von den einzelnen Gesellschaftern zu leistenden Stammeiulagen eingezahlt sind. Bekanntmachungen uud Ein« la düngen an die Gesellschafter erfolgen lediglich durch eingeschriebene Briefe an deren Adressen. Geschäftsführer: Dr. Georg Giulini, Großindustrieller in Moste bei Laibach. Firmazeichnung: Der Geschäfts, sichrer wird nach Vordruck mittels Slam-piglie oder nach Niederschrift des Wort-lautes der Firma dieser seine Unterschrift beisetzen. K s Landes- als Handelsgericht m Laibach Abt. HL, am 20. März 1915. Laibacher Zeitung Nr. 70________________ ________544___________________________________29. März 1915 Wäsche für Institutszöglinge vorrätig. Anfertigung von Brautausstattungen Gegründet 1866. Wäsche für Baby vorrätig. Herren-, Damen- u. Kinder- Wäsche 1^** eigener Erzeugung "&$ die wegen ihres vorzüglichen Schnittes, dauerhaften Stoffes, exakter Arbeit und mäßigen Preises weit bekannt ist, empfiehlt C. J. HAMANN Wftcche-Lieferant Kaisers, und Königl. Hoheiten, Offiziers-Uniformierungen, Institute, Klöster usw. LAIBACH. Wische nach Maft wird raschest angefertigt. Daselbst die erste hrainische Wasch- und ielansi Motorbetrieb. BrBBtE Schonung d. Hasche. HeuBste Maschinen. Alle bis Mittwoch einer Woche sugesandten Wäschestücke sind am Samstag derselben Woche fertiggestellt. Bekannt redlichste Bedienung. Dr. Gustav Jägers Wollwäsche :: Tetra-Wäsche. Bade-Wäsche :: Dr. Lahmanns Gesundheitswäsche Sportartikel. 3743 18 Bettfedern, Daunen und Kapok. Herren - Hüte. 706 Št. 4631. üstanova za vojaške sirote. Pri meitnera magistrate je za tekoèe leto oddati Joslp SühnlOYO ust*novo za TOjaike sirote v xnesku 90 krön. Prarico do te ustanove ima reven otrok rojaškega rodn, ki je bre* oöeta, naj bode aakonski ali nezakonski, mo&kega ali ženBkoga epola. Vojaškega rodu so le taki proailci in prosilke, katerih oèe si je bil izbral Tojaški ¦tan aa btoj iivljenjski poklic; nimajo pa do te ustanore prarico take sirote, katerih oèe j» Tojake služil le Ysled postayue Tojaške dolžnosti. Prošnjam, katero je vlagati pri vložnem zaplsnlkn mestnega magistrata (grednja hiša, II. nadstropje) nalkasneje do vštetega 20. aprila 1915, j« priložiti rojstni in krstui list in, èe iz njega ni razvidno , da je bil oèe po poklicn vtjaikega stanu, tudi še posebej dokaz o tem. due 24. inarca 1915. — ¦? »<*----- Z. 4631. Stiftung für Militärwaisen. Beim Stadtmagiatrate kommt fUr das laufende Jahr die Josef Sühnlsohe Stiftung für Mllltärwaisen Im Betrage von 90 Kronen mr Verleihung. Anspruch auf dieso Stiftung hat ein von einem Militär abstammendes, vaterloses, armes Kind, eg mag ehelich oder unehelich, männlichen oder weiblichen Geschlechtes sein. Von einen Militär abstammend sind nur solche Kompetenten, deren Vater Bich den Militärstand zu Beiuem Lebensberufe gewühlt hatte; nicht berechtigt sind solche Waise», deren Vater lediglich infolge dor gesetzlichen Militärpflicht aktiv gedient hat. Den GeBuchen, wtlche im Elnrelohungsprotokoll des Stadtmagistratei (Mittelkau, II. Stock) a * KV spätestens bis zum eingerechneten 20. April 1915 i;u überreichen sind, ist der Geburta- und Taufschein anzuschließen, ferner — falls au« dem genannten Dokumente dieB nicht ohnehin zu ersehen ist — der Nachweis über den Verufsmilitärischen Stand dei Vaters. Sta&trtiSLglstra/t XjStiTosicii am 24. März 1915. ¦ Vom 29. März bis 4. April ' Oster-Okkasions-Verkauf xn bedeutend rednzlerten Preisen, und zwar: 702 H— 2 Herren- und Damenkleider, Kinder-Kostüme, Hüte and Kappen. 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