h. 122. Dienstag, 30. Mai 1899. Jahrgang 118. Macher Zeitung. ^iti!«,"°«2prt!«: M« Postverse nbuna: ganzjährlg fl. 15, halbMi!« fl. 7 50. Im 6°mpto!r: i«,.''^-ll. halbMrlg sl. 5 5«. Für die Zustellung ln» Hau« aanzMrln sl. 1. — Insertlonsgebür: Füi ^/M»ale b!« zu 4 Zeilen 25 tr., gröhere per gelle S k.; bei ülteren W Botschaft in Petersburg, auf sein Ansuchen ^ Ruhestand anzuordnen; ^ ^l Hauptmann erster Classe Erwin Müller, ^ s^eneralstabscorps, zugetheilt dem Militär-^ "Nächtigten bei der k. und k. Botschaft inPeters-^'sum Militärattache bei dieser Votschaft zu er- .!' «lz ^ Uebernahme des Obersten Ernst Purt scher, ^ ^ianterieregiments Graf von Khevenhüller Nr. 7, X^ Ansuchen in den Ruhestand anzuordnen und anzubefehlen, dass demselben bei diesem Anlasse der Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit bekanntgegeben werde; die Transferierung des Oberstlieutenants Norbert Knopp von Kirchwald vom Infanterieregiment Ritter von Gradl Nr. 78 zum Infanterieregiment Graf von Khevenhüller Nr. 7 anzuordnen. Seine k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 19. Mai d. I. den mit dem Titel und Charakter eines Obersiuanzrathes bekleideten Finanzrath Franz Pänet zum Ober-finanzrathe für den Bereich der Finanz - Landes-direction in Zara allergnädigst zu ernennen geruht. __________ Kaizl m. p. Den 27. Mai 1898 wurde in der l. l. Hof- und Staats, druckerei das XXXII. Stück der rnthenischen, das XXXIII. Stück der ruthenischeu und kroatischen, das XXXIV. Stück der ruthe» uischeu und das XXXV. Stück der ruthenischeu und kroatischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Von der Friedensconserenz. Aus dem Haag 25. d. M. wird geschrieben: In den Kreisen der Delegierten der Friedensconferenz hat sich, falls verschiedene Anzeichen nicht trügen, ein günstiger Stimmungswechsel vollzogen. Am Vorabend des Zusammentrittes der Conferenz und an den ersten darauffolgenden Tage.« konnte man die Wahrnehmung machen, dass ein Theil der Mitglieder dieser Versammlung dem Confcrenzzwecke mit äußerst gemäßigten Erwartungen entgegensah. Keinesfalls konnte jemand den Eindruck gewinnen, dass die Vertreter der Mächte gehobenen Muthes an die Arbeit schreiten. Nun scheint sich aber der Horizont einigermaßen geklärt zu haben. Bei den vertraulichen Besprechungen der Delegierten hat sich wohl, wie man annehmen darf, ergeben, dafs die anfängliche Skepsis denn doch übertrieben war, und dass die Conferenz der Aussicht nicht entbehre, durch ihre Vereinbarungen zur Abschwächung der bei internationalen Streitigkeiten drohenden Gefahren sowie zur Milderung des Schreckens des Krieges, wenn er einmal nicht vermieden werden kann, beizutragen. Schon diese günstige Perspective ist ein nicht zu unterschätzender Erfolg, der von bedeutender diplomatischer Klugheit Zeugnis ablegt, denn nur durch eine rasche, wenn auch nicht formelle, fo doch factische Einschränkung der Hauptaction auf Bestrebungen, die sich auf dem Boden des Erreichbaren bewegen, konnte der Eventualität, dass die Thätigkeit der Conferenz gleich zu Beginn auf scharfe Reibungsflächen stoßen und ins Stocken gerathe, vorgebeugt und die Arbeitsfreudigkeit der Delegierten gehoben werden. An dem Stimmungswechsel innerhalb der Dele-giertenlreise nehmen die Vertreter der öffentlichen Meinung, welche nach dem Haag kamen, um der Conferenz manches von ihren Geheimnissen abzulauschen, nicht theil. Unter den auswärtigen Journalisten hat sich vielmehr eine Aenderung in entgegengesetzter Rich« tung vollzogen, denn ihre Erwartung, dass die Diplomaten an der im vorhinein verkündigten Geheimhaltung ihrer Berathungen nicht allzustrenge festhalten werden, ist enttäuscht worden. Von Vertretern größerer Blätter weilen hier fünf russische, vier deutsche, drei österreichische, vier englische und verschiedene andere. Das Terrain ihrer Thätigkeit ist jedoch sehr eingeschränkt, da sich den Delegierten Mittheilungen, durch welche sich die amtlichen, für die Oeffentlichkeit bestimmten Communique's über den Gang der Verhandlungen ergänzen ließen, nur schwer abringen lassen. Etwas freier können sich die Diplomaten in der Aeußerung ihrer persönlichen Ansichten über manche Einzelfragen der Conferenz bewegen, selbstverständlich kann aber auch diese Ouelle nicht reichlich fliehen. Es heißt, dass ein Theil der Hieher entsendeten Bericht« erstatter, unmuthig über dieses Verhalten der Diplomatie gegenüber der Presse, den Haag zu verlassen beabsichtigt. Am zufriedensten ist eine dritte, mit der Con» ferenz in mittelbarem Zusamnlenhang stehende Gruppe: die der Friedensapostel. Während es für die Delegierten immerhin noch eine Frage bildet, ob ihr Beisammensein wertvolle Früchte zeitigen wird, und die Publicisten angesichts der Schweigsamkeit der Con-ferenzmitglieder an dem Nutzen ihres hiesigen Aufenthaltes zu zweifeln beginnen, stellt der bloße Zusammentritt der Conferenz allein schon in den Augen der Vorkämpfer der Friedensidee einen bedeutenden Vorkämpfer dar. Unter diesen Glücklichen sind zu nennen: Herr v. Bloch, Baronin Suttner, Herr Stead jun., Frau Selenka aus München und eine Haager Dame, Frau v. Waezklewitz, denen es, obgleich sie in die Mysterien des «Huis ten Bosch» ebensowenig eingeweiht werden, wie die Publicisten, doch Feuilleton. Alexander Puschkin als Dramatiker. Von Alexander v. Reinholdt. (Fortsetzung.) !"fl<)K, Schwerpunkt des Interesses, den uns Boris M' liegt darin, dass in ihm nichts eigentlich ^Ndes ist; sein Verbrechen liegt jenseits de«? Aü^' 'in Drama aber sehen wir einen Unglück-Hm'.ber allmählich unter der Last seiner ungesühntcn ^..zusammenbricht. Das Auftreten des falschen V3. ist ihm die Rache des Himmels, vor der er ^ Zacken beugen muss, und die Nachricht davon ^»letzte Tropfen, von dein der Becher überläuft. !^t s. "bunow stirbt, und der Fluch seiner Unthat ^H? Witwe und seinen unschuldigen Sohn mit ^>ü gerben — sie werden bei einem Volksauflauf senden Rebellen niedergemacht. ^Üe ^ Slgur des falschen Dimitrij (Demetrius bei ^ v ist weniger einheitlich, aber immerhin künst-^ interessant ausgestattet. Er ist kein gemeiner H Al/ sondern ein Gefühlsmensch, ein Träumer ^tll! "^' der sich als Werkzeug der Vorsehung >»ih 5^ und auch diese Rolle zu spielen übernimmt. ?> htl ,. n sich in Dimitrij auch idealere Züge. Er ^, ch' großmüthig und von sittlichem Bewusst- i,? ber berühmten Scene am Springbrunnen, ! ^ bey f A eine Zierde der Weltpoesie genannt wird, ! ^ 'Mche Prätendent, dem Drängen der Marina z k«o. ihr die Wahrheit enthüllt, sagt er stolz von sich: Des Grausen Schatten weihte mich zum Sohne Und rief mich als Dimitrij aus dem Grab. Er ist muthig, will den Zarenmörder niederwerfen, und die hochmüthigc Schöne ist bezwungen: Zarewitsch, bleibe! Endlich hör' ich Die Rede eines Mannes, nicht eines Knaben — Sie söhnt mich aus mit dir! Der äußere Gang der Handlung ist trotz dem manchmal lockeren Zusammenhange der Scenen klar, folgerichtig, innerlich motiviert; fie entwickelt sich rasch, zuweilen mit athemloser Hast und mit der nöthigen dramatischen Steigerung. Die Lösung wirkt wie ein Faustschlag ins Auge der ewigen Gerechtigkeit, jäh, schrecklich, empörend, aber sie ist wahr — geschichtlich wie naturalistisch. Die Sprache, der Iambus durchweg wohllautend, edel, schön, farbensatt, knapp, den Gedanken ganz aufsaugend. Ueberhaupt gehört der «Boris Godunow» zum Besten, was die Weltliteratur im Gebiete der höheren Tragödie bietet. Im folgenden Jahre (1826) entstand die «Scene aus Faust. — eine poetische Ergänzung der Goethe-schen Dichtung. Bei Goethe ist der überschnappte Doctor ein consequenter Genussmensch; er umspinnt die Unschuld Gretchens mit allen Künsten der Verführung und stürzt sie ins Verderben; sogar beim Besuch im Gefängnis empfindet er eigentlich nichts als aufrichtiges Mitleid und springt dann lelcht zu neuen Genüssen über, ohne sich weiter um das Gefühl der Verantwortung zu bMimnern. Puschkin vermisste darin etwas, was' das sittliche Gefühl befriedigte. Er fragte sich, ob der Hellene Goethe sich seinen Helden al« moralisches Ungcheuer gedacht habe und musste die Frage verneinen. Puschkin wollte nun den Faust wenigstens zur Erkenntnis seiner ganzen Verderbtheit bringen und schrieb eine tiefdurchdachte Scene, in der Mephistopheles mit wahrhaft teuflischem Cynismus dem rührseligen Doctor eine so zutreffende Analyst aller geheimen Motive Fausts iu Bezug auf Gretchen an den Kopf wirft, dass der Entlarvte wüthend dem Satan befiehlt, das erste beste Schiff auf der See in den Grund zu bohren, damit feine lasterhaften Insassen nicht die Menschheit verpesten könnten. Es war ein ehrlicher Tribut, den der russische Dichter nicht nur dem größten Deutschen, sondern auch der ethischen Idee der Mcnschheitstragödie zollte. Der Altmeister erfuhr davon und übersandte Puschkin ein ehrenvolles Geschenk — seine Feder. Im Jahre 1830 verbrachte Puschkin drei Monate auf seinem Gute Buldino, und das Ergebnis seines Fleißes waren drei kleine Dramen und zwei dramatische Fragmente. «Der geizige Ritter» enthält eine factische Andeutung: der Vater des Dichters war nicht frei vum Laster des alten Barons, der in seiner Geldgier bis zur Ertödtung aller menschlichen Gefühle und völligen inneren Erstarrung gelangt; eine zusammen-brechende Ruine, stirbt er, und seine letzten Worte sind: «Wo sind die Schlüssel .... Luft? .... Wo sind die Schlüssel? Die Schlüssel her! ..... Die düstern Scenen «Mozart und Salieri» sind auf der bekannten Anekdote von der Vergiftung des Ton» kün^llers durch den neidischen Italiener aufgebaut. , Psychologisch fein ist hier der Unterschied zwischen dein Genius und dem untergeordneten Talent betont. «Der steinerne Gast» (vier Scenen) ist lünstlerisch eine Laibacher Zeitung Nr. 122. 982 30. Mai 1699^ eine hohe Genugthuung bereitet, in der Nähe des Hauses zu weilen, wo eine Schar von Diplomaten, wenn auch nicht über das Niederlegen der Waffen, fo doch über Mittel beräth, durch die das Ergreifen derselben seltener gemacht werden könnte.____________ Politische Uebersicht. L «ibach, 29. Mai. Das Executivcom it 6 derMajor itäts-Parteien hat am 27. d. M. seine Berathungen über die politische Lage fortgesetzt und die nächste Sitzung für Dienstag den «. Juni anberaumt. Die Mitglieder des ExecutivcomiM hatten sich zu dieser Sitzung vollzählig eingefunden, der auch Ihre Excellenzen Ministerpräsident und Leiter des Ministeriums des Innern Graf Thun und Handelsminister Baron Dipauli bis zum Schlüsse beiwohnten. Ueber die Vorgänge der Sitzung ist strengste Geheimhaltung beschlossen worden. Aus Görz wird unterm 27. Mai gemeldet: Die für heute anberaumt gewesene Landtagssitzung konnte wegen Beschluss-Unfähigkeit nicht stattfinden. Am 27. d. M. fand im Handelsministerium uuter dem Vorsitze des Handelsministers Baron Dipauli eine Expertise von Delegierten der Handelskammern über die Frage der Errichtung von Export-bureaux in Hamburg und Trieft statt. Die Triester Handelskammer hat gegen die Gründung des Hamburger Exportbureaus einen Protest erhoben. Zur Conferenz wurden etwa zwanzig Vertreter von Handelskammern eingeladen. Die Function des Exportbureaus ist in der Weise gedacht, dass dasselbe ins' besondere mit den Vertretern überseeischer Firmen Geschäste für österreichische Industrielle abschließt. An die Spitze dieses Bureaus soll ein erfahrener Kaufmann gestellt werden, dem eine Reihe von Hilfskräften beigegeben wird. Die gefammte ungarische Presse beschäftigt sich mit dem Stande der Ausgleichsfrage, wobei alle Blätter, mit Ausnahme eines einzigen, sich auf den Standpunkt des Ministerpräsidenten v. Szell stellen. «Nemzet» fchreibt u. a.: Einmüthig unterstützt die öffentliche Meinung Ungarns den Standpunkt Szells und feiner Regierung, welcher dem Geiste des 1867er Gesetzes entspricht. Was auch die Zukunft bringen möge, so viel ist gewiss, dass ein Scheitern der Verhandlungen bloß auf die Haltuug Oesterreichs zurückzuführen wäre, welches uicht imstande ist, die Ausgleichsvorlagen im Parlamente zu erledigen. Nach einer der «Pol. Corr.» aus Belgrad zugehenden Meldung wird während der bevorstehenden Abwesenheit des Königs Alexander vom Lande, welche ungefähr von zweimonatlicher Dauer sein dürfte, der Ministerrath mit der Ncgeutschaft betraut sein. Wie man aus Rom meldet, ist nach allgemeiner Ansicht die Eventualität, dass sich aus der San m un -Angelegenheit eine parlamentarische Gefahr für die Stellung des Cabinets ergebe, durch die vom Ministerpräsidenten Pelloux in der Kammer abgegebenen, bei aller Knappheit deutlichen Erklärungen beseitigt worden. Marchese Vis co nti-V en o sta habe dadurch, dass er der Abneigung der Mehrheit der öffentlichen Meinung gegen jede colonialpolitische! Action, fpeciell in Ostasien, Rechnung trug und der Sanmun« Affaire den Charakter eines rein wirtfchaft-lichen Unternehmens verleiht, die Erwartuugen, die man an feine Berufung knüpfte, erfüllt. Ein Vorgehen mit bewaffneter Gewalt seitens Italiens in Ostasien sei ausgeschlossen. Nach einer der «P. C.» aus Petersb u rg zugehenden Meldung wird mit Rücksicht auf den Wunsch des Zaren, das' Strafsystem der Verschickung nach Sibirien so bald als möglich aufgehoben zu sehen, die schon seit langem geplante Reform des russischen Gefängniswesens in naher Zeit in Angriff genommen werden. Abgesehen von einer bedeutenden Vermehrung der Strafanstalten, werde diese Reform eine allen modernen Forderungen entsprechende Einrichtung des Gefängniswesens zum Gegenstande haben. Wie es heißt, wird in einigen Monaten eine aus höheren Functionären der Ministerien der Justiz, des Innern und der Finanzen zusammenzusetzende Commission mit der Ausarbeitung eines Entwurfes für diese Reform betraut werden. Nach einer der «Pol. Corr.» aus Paris zugehenden Meldung verlautet von unterrichteter Seite, dass die französische Regierung die Notc der Pfort e, betreffend das fra nz ö sisch - en glische Ueber -einkommen, unbeantwortet lassen werde, da man französischerseits bereits früher Anlass genommen habe, der türkischen Negierung Mittheilungen zu machen, welche die Achtung Frankreichs vor den begründeten Rechten der Pforte in Nordafrita außer Zweifel zu stellen geeignet waren. Aus Sofia, 28. Mai, wird gemeldet: In An» Wesenheit der Herzogin Clementine und des Prinzen Philipp von Coburg und der Prinzen Boris und Cyrill, sowie des gesammten diplomatischen Corps eröffnete Fürst Ferdinand in feierlicher Weise die außerordentliche Session des Sovran je mit einer Thronrede, indem er zunächst des großen Unglückes gedachte, von dem die Dynastie durch den unersetzlichen Verlust der geliebten Fürstiu heimgesucht wurde und den Vertretern des Voltes für die von demselben bezeugten einmüthigen Sympathien und Beweise der Theilnahme und Trauer dankte. — Hinsichtlich der auswärtigen Politik constatiert die Thronrede die freundschaftlichen Beziehungen der Regierung zu Russland, der Befreierin des Landes, den europäischen Großmächten, den Nachbarstaaten uud ganz besonders der hohen Pforte. Im Zeichen dieser freundschaftlichen Beziehungen, beißt es in der Thronrede weiter, nehmen die bulgarischen Vertreter an der Frie-densconferenz im Haag theil. Infolge der Demission des früheren Cabinets habe der Fürst an das Voll appelliert. Er betont, dass sich die Wahlen in voller Freiheit vollzogen und bezeichnet als deren Ergebnis die Anwesenheit der markantesten Persönlichkeiten aller politischen Richtungen des Landes in der Sobranje. Die Thronrede kündigt für die laufende Session die Vorlage von Gesetzentwürfen über die Conversion der Staatsschulden und das Uebereinkommen mit der Gesellschaft der Orientbahnen an und richtet schließlich einen Appell an die Volksvertreter, diese wichtigen 'Fragen einer Lösung zuzuführen, indem sie sich die finanziellen Schwierigkeiten des Landes, den Schutz > seines Credits und die Interessen des Vaterlandes vor ! Augen halten mögen. Die Thronrede fand eine beigeisterte Aufnahme. Das Sobranje wählte den der ! Regieruugspartei angehörenden Deputierten Dr. Watfcheff zum Präsidenten. Tagesnemgleiteu. — (Denkmal bei Kolin.) Aus Kolin wird vom 27. d. M. gemeldet: In Anwesenheit Sr. k. und k. Hoheit des Erzherzogs Otto als Vertreters Sr. Majestät des Kaisers, des commandierenden Generals F^ als Vertreters des Reichs-Kriegsministeriunis, °e" , Halters, der Spitzen der militärischen und CM^^ einer unzählbaren Menge, welche den Erzherzog ^ lebhast acclamierte, fand heule die Mihe des en^ ,^ neuen Denkmales für die in der Miner ^cy ^ Jahre 175? gefallenen Krieger auf dem ^"^ nächst Krechor unter Theilnahme des ungarischen ^ vertheidigungs - Ministers Aaron FejerväN) "^ ° des Maria Theresien. Ordens und der Deputats an der Schlacht betheiligt gewesenen ^^"""" ^ihe Die Enthüllung des Denkmales, dessen kirch"^ .^ der Prager Cardin al-Fürsterzbischof Schönborn vo v gestaltete sich zu einer spontanen erhebenden V" für Se. Majestät den Kaiser. . . die — (Ein Lufttorpedo.) Friedensconferenz tagt, weilen der bekannte >""" ^ Armstrong und der bei ihm angestellte Schweve ^ ^ in Stockholm, um dort über einen von ^""6 ^. meinschaft mit einem anderen Schweden erfundene .^ baren Seetorpedo zu verhandeln. Armstrong aM ^ Stockholm, dass, wenn der Seetorpedo halt, was ^ spricht, eine vollständige Umorganisation de ^.^ Vertheidigung nöthig werden dürfte, weil eul ^ Torpedofahrzeug eine ganze Panzerflotte in Scha°) " ^, könne. Jetzt arbeitet Orling auch an einem ^"'" s^. der mittelst der rückwirkenden Kraft getrieben w"A^d° die durch Explosion einer Menge rings um den ^ liegender Röhren entsteht. Wie bei den, Orling >cyr ^ torpedo wird auch die Richtung des Lufttorpedos ^ elektrische Wellen geregelt und der Augenblick der "°^^ durch eine sinnreiche Anordnung von Spiegeln un röhren bestimmt. ^.^ineig^ — (325 Meter fortgeschleift!)^ ^ artiges und schier unglaubliches Vorkommnis, "" .^ete unberechenbares Unheil hätte herbeiführen können, ^ sich auf der Bahnstrecke Berlin - Stralsund. ^ ' M während der Nachtzeit ein von Stralsund loin ^ Güterzug die Haltestelle Guten-Germendorf in °: Ml passierte, bemerkte der dort stationierte Mill) ^ Krause unmittelbar vor der Locomotive des ^ Mit größeren Gegenstand, den er anfänglich in der H ^ für einen Thierleichnam hielt. Der Beamte 6"° ^cht das Nothzeichen, worauf der Zug zum Stehe" »^e wurde. Es stellte sich nun heraus, dass der raiy, ^ Fremdkörper ein noch lebendes Pferd war. ^ach°" ^ das Thier wieder auf die Beine gebracht h"^'l iü> nur durch einige Hautabschürfungen verletzt und ^^ « geringsten zu lahmen, gemächlich ins nahe Dors ^, wo es vorläufig beim Gemeindevorsteher W"lN ^c gebracht wurde. Wie tagsdarauf festgestellt w""^,, das Pferd seinem Herrn, einem in Gransee wo« ^„ Handelsmanne, entlaufen, hat seinen Weg direct i ^ Bahnkörper genommen, ist dann vom Zuge ^1 >^^e von der Maschine auf dem Schienengeleise eine ^ von etwa 325 Metern fortgeschleift worden, oy ^^, das Zugspersonal den eigenartigen Unfall bewe ;„ — (Ein Frauenducll.) Wieder y°^,„i> Paris zwei junge Mädchen einen Streit nach M »B lichcnl Mnster ausgetragen. Zwei Verläufennn^ ^, denen die eine erst 16, die andere 21 I^^^iii^ liebten denselben jungen Mann. Da dieser sich " ^ entscheiden konnte, welcher von beiden er Herz " ^ antragen sollte, beschlossen die Nebenbuhlerinnen, ^. ein Duell auf Taschenmesser die Entscheidung ^^», zuführen. Die Bedingungen waren die denkbar i«y ^ nur eine sollte lebend den Kampfplatz verlassen- ^ Sache kam anders. Bereits nach fünf Minuten^^! hervorragende Studie, eine Schöpfung, welche das Problem von der Selbstherrlichleit des entsittlichten Menschen behandelt. Die Figur des Leporello und die Endtatastrophe entlehnte der Dichter Möllere uud da Ponte, alles übrige ist original. Im Charakter des Puschkin'schen Don Juan überwiegt der Stolz, die Eitelkeit und Todeskühnheit alle übrigen Impulse — das Gefühl des Schönen und die nie verlöschende, nie zu sättigende erotische Glut; leichten Herzens tritt dieser «spanische Faust» alles Reine und Heilige in den Staub; gleich dem Baumeister Solneß versucht er sein Schicksal, fordert muthwillig das Ueberirdische heraus und — versinkt in die Hölle, zermalmt von der eisigen Marmorhand des Komturs. Die Gestalten sind alle Plastisch, wie aus einem Gusse, die Dialoge von hinreißender Naivität und sonniger Schönheit: das verführerische Lächeln uud das heiße Temperament des Südens zittern in jeder Zeile. Außer diesen abgeschlossenen Dramen sind uus noch zwei Bruchstücke erhalten: «Ein Festmahl zur Pestzeit» und «Scenen aus der Nitterzeit». Das erstere ist eine Bearbeitung der vierten Scene des ersten Actes aus dem Trauerspiel des Engländers John Wilson «^6 Oit? oi' tno klüßu«. (1816), aber wie alles bei Puschkin, so ist auch dieser Ent» wurf auf einen subjective» Eindruck (in diesem Falle auf die Cholerazeit) zurückzuführeu. Selbständig sind hier übrigens die besten Stellen — die Lieder Marys und des Tischvorstehers. («Lchluft iolO.j ' Mclöanrs Uarcisss. Roman von Ll. Naft. (34. Fortsetzung.) VIII. Rothgli'chend fanl die Sonne ins Meer und ein leichter Wind strich über die graugrünen Wogen, deren Häupter ein kaum wahrnehmbarer Nebel umschwebte. «Sieh' uur, Madeleiue, wie schön sie heute wieder aussieht, meine Freundin!» rief Sonja entzückt, als sie an Madames Seite den Strand von L. entlang schritt. «Beinahe eine Woche lang sind wir nun schon hier und bis jetzt hat die See uus täglich ein anderes Gesicht gezeigt. Einmal lag sie still, wie in Todesschlaf versunken, da; dann wieder regte sie sich matt uud müde, gleichsam träumeud, um am nächsten Tage neckisch wie ein Kind ihr munteres Spiel zu treiben. Ulld hente hüllt sie sich gar in Trauerschleier eiu und seufzt uuruhig dem wilden Gesellen Sturm uach, der sie gesteru immer uud immer wieder i» wilder Hast mit rauher Hand liebkoste und dem sie sich dafür jauchzeud entgegenwarf!» Madame lächelte zerstreut und spähte den Strand hinab. «Du bist eine kleine Schwärmerin, nieine Liebe,» sagte sie und legte ihren Arm um Sonjas Taille. »Das Meer ist schön, ja, aber um ihm solch ein Lob-lied zu siugeu, wie du es thust, dazu gehört schon eine gute Portion Phantasie. Uebrigens solltest du mich jetzt eigentlich nicht mchr Madeleine nennen!» «Ja, warum denn nicht?» fragte oa" Mädchen. dass ^ «Weil dein Vater dir gestern gesagt hat, ^le seit einigen Tageu bereits seine Verlobte lml.' ihr Madame. -s^AlA «Ja, ganz recht,» kam es nachdenklich """ AcB" Lippen. «Und in zwei, drei Wochen bist o" Lutowojsta — meine Mut—» , .^ ^ Sie warf plötzlich mit ungestümer Gevr Arme um Madeleines Nacken. ,. .<.«, ^ «Vergib, aber es will mir nicht MW. jB' Wort auszusprechen — noch nicht! Du "'^ ^"" so — nun, mit einem Wort, lass uns v" Freundinnen bleiben, ganz so wie bisher!» ^ «Wenn dir das lieber ist, mir sous!«, sein,» flüsterte Madame weich. ,^e g^l «O, du bist fo gut, fo eiuzig gut! » <^H llch wird Papascha doch au deiner Seite le^' ^t»e,' sich ja förmlich verjüngt in den letzteu Tag^' du das nicht auch?» Madeleine nickte. ,^ «Ja, meine liebe Kleine!» .. ^,,. M. «Eigentlich follte ich dir zürnen, dass " ^B ganz aus seinem Herzen verdrängt hast,' l^h^'" lächelnd fort. «Auer wie könnte ich dir d^M iB sein, da du es ja eben bist, deren Nähe P"^ a>B. Lebenslust uud Lebenskraft verleiht? MG ^ setzte sie einst hinzu, «dass er mir gester" >^M würde sterben, wenn er dich je wieder Me?» i baibacher Zeitung Nr. 122. 983 30. Mai 1699. , beiden Duellantinuen, aus mehreren Kopfwunden blu-i.' i« Boden und mussten in ein Krankenhaus ge-^ werden. ^/^ (Einen sinnigen Einfall) hat der Ml des Gasthofes »I^o vioux OoLlLu» im Haag, zachen, die russischen Vertreter abgestiegen sind, gehabt. l^ß nämlich für diese Gäste besonderes Briefpapier «? ' un dessen Kopf zwar ein Bajonnett, ein Säbel lj«^ne Kanone angebracht sind; aber an der Spitze ^ajonnetts hat eine Spinne ihr Gewebe befestigt und ^uslich niedergelassen, der Säbel ist in der Mitte ^gebrochen und an der Mündung der Kanone sitzt h, "ube, während das Schlussstück fehlt. Der Gedanke '" der That nicht übel. ^ "- (Können die Thiere rechnen?) Mit hl" Frage hat sich ein russischer Arzt Dr. Timofleff . ldings eingehend beschäftigt und zahlreiche Exfteri-<^ angestellt. Papageien, so behauptet er, können bis Men, Krähen bis 10, Hunde bis 24, Katzen nur ^ Die Pferde scheinen am befähigtesten im Rechnen, x einem Dorfe im Gouvernement Pokow studierte ,^nwfleff hgg Psero eines Bauern und entdeckte, dass hMr bei der 20. Furche innehalte, und zwar nicht aus hhteit. Darin war das Pferd fo zuverlässig, dass ^/"ksiher die Zahl der Furchen darnach berechnen ^ wie oft das Pferd still gestanden hatte. Ein an-^ Uerd war ^n seinem Besitzer so gezogen worden, A^ ^ jeder 25. Werst Futter bekam. Einmal aber h?ti bei der 22. Werst stehen. Diesen Irrthum er-^ ^lmofleff dadurch, dass das Thier seinen Weg nach ^legraphenstangen berechnet und sich nun geirrt l,«^il drei ganz ähnliche am Wege gestanden hatten. ^ ^rd war daran gewohnt, sein Futter in 1^ stalle zu verzehren, neben welchem die Stadtuhr ^lug. Dr. Timofleff sah selbst, wie das Pferd die l«/ lpihte und aufhorchte, aber dann enttäuscht den Asinlen ließ, wenn weniger als 12 Schläge er- hy,,^ (Eine «eiserne» Spielhölle.) Man ^ aus Petersburg: Kürzlich gelang es der hiesigen ^ nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, in eine ^ Me einzudringen und mehrere Spieler zu verhaften. Hu^ die Polizcibeamten daran giengen, das Inventar ^ ?^l.eu, fanden sie ganz eigenartige Spielgeräthe !>t'^e sie solche bisher noch nirgends gesehen hatten. Statt v^ellarten bediente man sich in jener Gesellschaft ^^ner Plättchen und diese durften nicht mit den ^W berührt, sondern mufstcn Nlit — Magneten an-ll^.. Werden. Ein Falschspielen durch Aufbiegen oder ^ ^en der Karten, war alfo hier ausgeschlossen, und ^ j,, größten Fingerfertigkeit blieb in diefer Spielhölle, '^ den eingeweihten Kreifen nicht mit Unrecht die ^ ^ genannt wurde, ein «corridor la lortnno» i^Mch. Uher alle diese Maßregeln gegen unehrliches ^ vermochten die Verhafteten nicht vor einer Anklage ^^erbotenen Spieles zu schützen. ^cal- und Prouinzial-Nachrichten. ^td^ (Militärisches.) Transferiert werden die H^'Mstenzarzt-Stellvertreter, Doctoren der gesanlmten 5». "be Josef Koller vom Garnisonsspital Nr. 4 in V" Inf.-Reg. Nr. 7, Johann Rauch vom Gar-VMalNr.7 in Graz zum Iuf.-Reg. Nr. 27, Karl B ä r hh'?hr verwöhnt mich! Ich bin eurer Liebe und MW wert!» murmelte Madame und ihre Wangen A in tieferem Roth. ^il V^' was sprichst du doch da!» rief Sonja und «ilAs ihr den Mund mit einem Kusse «Du, ^önste und Beste aller Bräute! Aber sprich, ^ ^ollt ihr eure Verlobung noch nicht bekannt' ^'Neil ich dann fort müsste, mein Liebling!, er-'»«^ Madame. «Es schickt sich ja nicht in den ^ ?er Welt, dass die Braut mit dem Bräutigam > "Nem Dache weilt. Nur solange wir schweigen, , ^tvir ungestört glücklich sein — glücklich!» Hey"Kleine seufzte leicht auf und ihr Blick ver- ^I/ln in Arm gieugen sie schweigend vorwärts, ^ See hinausschauend, über welcher der Nebel Mydlchter wurde, je mehr der rosige Schein am ^. l verblich und je tiefer sich die Schatten der , «^absenkten. ^bliV^ch du nichts?» fragte Madame plötzlich !<2^t)en, während ihr Antlitz erglühte. «Hörtest M.M?. Sie lauschte gespannt und ihre halb-^Ol,?' lächelnden Lippen schienen bereit, einen ?m° Zustoße», einen Namen hinauszuschreien, laut, ^ "telt. «Hörtest du nichts?» flüsterte sie .loch ^ und Sonja fühlte, wie sie an ihrem Arm er- M,^as hast du nur?» sagte sie bestürzt. «Du er-V "uch. Weit und breit ist kein Laut zu ver-., .^Kwiss. du täuschest dich!» Nt^llll! Still doch!» raunte Madame ihr zu. l "" dort hinter der Düne — Schritte — ach'.. H (Fortsetzung folzt.) vom Garnisonsspital Nr. 8 in Laibach zum Garnisonsspital Nr. 10 in Innsbruck, Friedrich Horal vom Garnisonsspital Nr. 8 in Laibach zum Inf.-Neg. Nr. 21, Julius Petrivalsky vom Garnisonsspital Nr. 8 in Laibach zum Garnisousspital Nr. 3 in Przemysl. In die Reserve wird übersetzt der Oberlieutenant Anton Lukmann des Inf.-Neg. Nr. 55. (Aufenthaltsort Iauerburg in Krain.) In den nichtactiven Stand der Landwehr wird verfetzt im Einvernehmen mit dem Kriegsministerium der Oberlieutenant Eduard Alpi (Aufeuthaltsort Krainburg) des Inf.-Reg. Nr. 53 beim Landwehr-Infanterieregimente Graz Nr. 3. — (Verkehr mit Sicherheits-Spreng-präparate n.) Die Ministerien des Innern, des Handels, der Eisenbahnen und der Fiuanzen haben einver-ständlich mit dem Reichs-Kriegsministerium eine Verordnung erlassen, betreffend den Verkehr mit Sicherheits-Sprengpräparaten, welche dem Pulvermonopole unter« liegen. Dcn Gegenstand diefer Verordnung bllden jene dem Pulvermonopole unterliegenden Sprengpräparate, welche nur durch sprengkräftige Zündungen zur Explosion gebracht werden können und daher mit der ausdrücklichen Bezeichnung »Sichcrheits-Sprcngpräparate» in den Verkehr gelangen. Als sprcngkrästige Zündungen im Sinne des vorstehenden Absatzes haben insbesondere zu gelten: Sprengkapseln (Sftrengzündhütchen) und Minenzündungen, die durch Elektricität oder Reibung zur Wirkung gebracht werden. — (Der krai nische Iagoschutzverein) hielt vorgestern seine ordentliche Generalversammlung unter dem Vorsitze des Vereinsobmannes Herrn Victor Galle ab. Nach Begrüßung und Constatierung der Veschlnsssähigkeit erwähnte der Vorsitzende der Huldigung, welche die Weidmannschaft Oesterreichs im Schlossparke von Schönbrunn Seiner Majestät dem allergnädigsten Iagdherrn anlässlich des 50jährigen Regierungsjubiläums dargebracht hatte. An dieser großartigen Kundgebung betheiligten sich aus Krain 86 Weidmänner, ausnahmslos Mitglieder des krainischen Iagdschutzvereines. Der Ver-einsubmann wurde bei diesem Anlasse Seiner Majestät vorgestellt, und Höchstderselbe geruhte den Verein als einen höchst nützlichen zu bezeichnen und sich allerkennend über dessen Mitgliederzahl und Leistungen zu änhern. Dem hierauf vorgetragenen Rechenschaftsberichte entnehmen wir, dass der Verein 24 Gründungs- und 342 ordentliche Mitglieder zählt und im abgelaufenen Jahre für besondere Leistungen im Iagdschutzdienste folgende Prämien vertheilte: 1.) an Franz Trocha, k. k. Fürster auf der Pokluka, das Diplom; 2.) an Johann Tscherne jun., herzoglich Auersperg'scher Forsthüter in Handlern, das Diplom mit zwei Ducaten; 3.) Josef Golob, k. t. Iagd-auffchcr in Dobrava, drei Ducaten; 4.) Franz Arch, Consul Vetter'schen Jäger in Pokluka, zwei Ducaten; 5.) Peter Markelj, k. k. Iagdhüter in Pokluka, zwei Ducaten. Dem k. k. Landesvertheidigungsministerium wurden 300 fl. mit der Widmung für Gendarmen, welche sich im Interesse des Vereines besonders verdient gemacht hatten, zur Verfügung gestellt. Mit diesem Betrage wurden nach einer Mittheilung des Ministeriums auch 37 Gendarmen ill verschiedenen Gegenden Krams betheilt. Der Obmann dankte schließlich den l. k. BeHürden sowie dem krainischen Landesausschusse für das dem Vereine stets bewiesene Entgegenkommen, der krainischen Spar-casse für die dcmfelben gewidmete jährliche Speude von 100 st. und endlich der Presse für die werkthätige Untcr-stützuug, die der Verein stets bei derselben gefunden. Der Rechnungsabschluss weist einen Cassastand von 127 fl. und ein Vereinsoermögen von 3099 fl. 65 kr. aus. Bei der hierauf vorgenommenen Ergänzungswahl wurden in den Vereinsausfchufs die Herren Ottomar Bamberg, Fritz Kaucic und F. M. Rcgorschek wieder und statt des eine Wiederwahl ablehnenden Grafen Alfons Auersperg Herr Franz Galle neu gewählt. — (Oesterreichischer Völkeruerein.)Am 27. d. M. fand in Nudolfswert unter dem Vorsitze des Herrn t. k. Vczirtscommissärs Kresse eine Versammlung der Gemeindevorsteher aus den« Rudolfswerter Gerichtsbezirke statt. Der Vorsitzende erläuterte in derselben die eminenten Vortheile des österreichischen Völkervereines, dessen Absicht dahin geht, Gemeinden bei Elementarereignissen die schleunigste erste materielle Hilfe zu gewähren. Aus den Aeußerungen der Gemeindevorsteher konnte entnommen werden, dass die Aufklärungen des Herrn Vorsitzenden von dem besten Erfolge begleitet sein dürften. —o— — (Unglücksfall.) Man berichtet uns: Am 27. d. M. ereignete sich in der Werlstätte Knittelfeld der k. l. österreichischen Staatsbahnen ein bedauernswerter Unfall, dem leider ein Menschenleben zum Opfer siel. Der Gastransportswagen Nr. 5402 wurde am 26. d. M. um halb 2 Uhr nachmittags in die Werkstätte gestellt, um daselbst gereinigt zu werden. Sämmtliche Oeffnungen und Verschraubungen wurden geöffuet, so dass das allenfalls vorhandene Gas ausströmen konnte. In dieser Si-tuation wurde der Kessel den ganzen Nachmittag und die ganze Nacht über gelassen. Am 27. d. M. um 5 Uhr früh wurde der Kessel mit kaltem und heißem Wasser ausgespritzt. Die dabei beschäftigten drci Arbeiter erhielten vom Werkmeister die strenge Weisung, weder in den Kessel einzusteigen noch mit einem Lichte oder Feuer zu hantieren. Um jeder Gefahr zu begegnen und das Nicht-vorhandensein eines Gases im Kessel constatieren zu können, wurde vom Werkmeister die Weisung ertheilt, oben am Kessel beim Mannloch ein leichtes Holzkohlenfeuer anzubringen, damit durch die Erwärmuug die schnelle Ausströmung der sich im Kessel etwa noch bildenden Gase ermöglicht werde. Die drei Arbeiter erhielten ausdrücklich die Wcisuug nichts zu unternehmen, bevor nicht der Werkmeister sich selbst von der Gefahrlosigkeit überzeugt haben würde. Der Werkmeister entfernte sich auf eine kurze Zeit vom Wagen in die Werlstätte, und diese Abwesenheit benutzte einer der drei Arbeiter aus Uebereifer, stieg durch das Mannloch in den Kessel ein und ließ sich, trotzdem er von seinen Mitarbeitern auf die Gefahr und auf das Verbot des Werkmeisters aufmerksam gemacht worden war, das Kohlenfener reichen. Mit diesem Feuer in der Hand, foll er mehreremale ein- und ausgestiegen sein. Plötzlich fand eine Explosion im Kessel statt, der Arbeiter wurde aus dem Maunloche 10 Meter hoch in die Lust herausgeschleudert, wobei ihm die Kleider mit Ausnahme der Stiefel verbrauutcu und er bereits als Leiche circa 1^ Meter von» Wagen zur Erde siel. — Die beiden anderen Arbeiter erlitten unerhebliche Verletzungen. — (Vortrag und Berathung über die Vorder eituu gen zur Volkszählung.) Am 27. d. M. hielt Herr Bezirkssccretar Dem scher vor den versammelten Gemeindevorstehern und Gemciude-secretären aus dem Gerichtsbezirte Rudolfswert einen Vortrug über den Vorgang bezüglich der Vorbereitungen zu der auf den Stand vom 31. December 1900 vorzunehmenden Volkszählung, Insbesondere wurde seitens des Vortragenden die Verzeichnung der Hausnummern, die richtige Schreibweise der Ortsnamen und die Zahl der zu jeder Ortschaft gehörigen Häuser in erschöpfender Weise erläutert. Weilers wurden den Gemeindevorstehern Musterhausnummern aus Blech vorgewiesen, welche bei der Firma A. Pauser jun. in Rndolfswert um einen geringen Preis erhältlich find, und fodann wurden die Gemeindevorsteher aufgefordert, dahin zu wirken, dafs binnen kürzester Zeit sämmtliche Häuser in den einzelnen Gemeinden mit solchen Nummern versehen erscheinen würden. Desgleichen wurde bezüglich der Ortschaftstafeln und der Wegweiser den Gemeindevorstehern ans Herz gelegt, dieselben überall in beiden Landessprachen anbringen zu lassen, da diese Tafeln hauptsächlich Nichteinheimischen, lvie Mappierungs-, Triangulierungs- uud anderen Militärabtheilungen, zur Orientierung dienen, daher auch in deutscher Sprache anzubringen sind, während selbstredend der slovenische Text den in diesen Gegenden nicht vertrauten Personen zur Orientierung zu dienen hat. Die Gemeindevorsteher sahen dies vollkommen ein, uud daher ist zu erwarten, dass die Orientierungszeichen der Vorschrift gemäß zur Ausführung gelangen werden. — (Durch den Ausbruch der Pest in Alexandrien) und die damit verbundenen Con-tumazmahregeln in der Türkei, in Italien und Griechenland sind, wie das «Neue Wiener Journal» berichtet, die den Triester Hafen verlassenden und die daselbst ankommenden Schisse des Österreichischen Lloyd zu folgenden Aenderungen ihrer Reiserouten genöthigt: Die Berührung der Häfen Kandia, Kanea und Rcthymno wird bis auf weiteres gänzlich eingestellt. Auf der Alexandriner Eillinie entfällt das Anlegen in den Häfen Brindisi uud Venedig auf der Rückfahrt. Der Levante-Eildampfer setzt, beginnend mit der am 30. Mai von Trieft aus erfolgenden Abfahrt, alle vierzehn Tage feine Reise von Eonstantinopel über Syrien und Karamanien bis Port-Said fort uud kehrt von Port-Said über Constantinopel wieder nach Trieft zurück. Die für die syrisch-karamanischen Häfen bestimmten Sendungen kommen ebenfalls auf diesem Wege zur Versendung. — (Die Einnahmen der Staatsbahnen) betrugen im April dieses Jahres im Personenverkehre 2,246.875 st. und im Güterverkehre 6,272.966 fl,, bei einer Frequenz von 4,214.440 Reisenden und 2.505.979 Tonnen'Güter. Gegen den April vorigen Jahres ergibt dies eine Zunahme in der Einnahme und Frequeuz. und zwar im Personenverkehr um 82.146 ft. und 1,065.894 Reisende und im Güter-verkehr um 381.085 st. und 34.270 Tonuen. Vom I. Jänner bis 30. April d. I. betragen die Einnahmen im Personen- und Güterverkehre 33,059.323 st. gegen 31,932.591 st. aus dem gleichen Zeitabschnitt im Jahre 1898. Die hieraus für das laufende Jahr resultierende Mehreinnahme beziffert sich hicnach mit 1,126.732 fl. — (Corrigenda.) Die gestrige Notiz über das Arbeitcrfest ist dahin richtigzustellen, dass die Fest-versammlung nicht von Herrn Kregar, sondern von Herrn Pollak eröffnet wurde. — Der erste Satz in der Notiz über die Golica-Hütte hat zu lauten: Die Golica-Hütte der Section «Krain» des deutschen und österreichischen Alpenvercines wird vom 31. Mai angefangen wie alljährlich bewirtschaftet werden. — (In Krapina-Töplitz) sind in der Zeit vom 15. bis 21. Mai 165 Personen zum Curgclnauch l eingetroffen. Laibacher Zeitung Nr. 122. 984 30. Mai IM — (Ernennungen.) Der k. k. Landespräsident hat dem k. k. Bezirkssecretär Franz Grebeuz in Laibach eine erledigte Regierungsofficialstelle verliehen, den k. k. Regierungskanzlisten Anton Drofenik in Adelsberg zum k. k. Bezirkssecretär dortselbst, dann den k. k. Gerichtskanzlisten Johann Majercic in Radmannsdorf und den t. t. Feldwebel-Hilfsarbeiter des l. l. Landwehr-Infanterie-Regiments Klagenfurt Nr. 4 Anton Iansa zu k. t. Negierungs-Kanzlisten ernannt. — (Vom Postdienste.) Der k. t. Postrath Arthur von Marcocchia Edler von Marcaiui in Zara wurde über sein Ansuchen nach Trieft versetzt. — (Die Launen eines Blitzschlages.) Wie aus Fimne berichtet wird, entlud sich dort Freitag abends ein Blitzschlag in die Telephonleitung des Hauses Oblal am Belvedere, beschädigte eine Mauer im ersten Stock, dann den Fußboden eines Zimmers, wo die Familie Oblak nebst zwei Anverwandten versammelt war, verlöfchte hieranf die im Zimmer brennende Petroleumlampe uud fuhr dann wieder in den Boden, nachdem er dein Hausherrn ein Prickeln im linken Fuße verurfacht hatte. * (Aus dem Polizeirapporte.) Am 26. d. M. wurden zehn Verhaftungen vorgenommen, uud zwar vier wegen Bettelns, drei wegen Diebstahls verschiedener Geräthschasten in den Gruben am Laibacher Felde, zwei wegen Excesses, und eine wegen Herumstreiscns. —r. — (Curliste.) In Abbazia sind in der Zeit vom 29. April bis 17. Mai 560 Personen zum Cur-gebrauche eiugetroffen. Theater, Kunst und Literatur. — (Die Ehren medaille des Pariser Salons) erhielt mit 279 von 441 Stimmen Tattegrain für fein Bild «Die Vertreibung der Frauen aus Saint-Quentin». — (Ein NobertSchumann-Denkmal.) Für das Robert Schumann in feiner Vaterstadt Zwickall zu errichtende Denkmal hatten die Bildhauer voll Gonse (Müllchen), Serger (Berlin), Hartmann (Leipzig), Pfeifer (München) und Raum (Berlin) im engeren Wettbewerbe Modelle eingesendet. Das Preisgericht entschied mit Stimmengleichheit für die Entwürfe von v. Gonse uud Hartmann, um fchlicßlich den letzteren für die Ausführung zu bestimmen. — («Planinski Vestnik».) Inhalt der fünften Nummer: Fortsetzung des Aufsatzes über eine Besteigung des Großglockners; Fortsetzung des Vortrages über die Besteigung des Krn, von Professor Orojen (mit drei Illustrationen); der Club der böhmischen Touristen auf slovenischem Boden; Vercinsnachrichten. — («(^oi'icvonj OlÄukonik».) Inhalt der fünften Nummer: 1.) Noch eiu Wort an die Kirchensänger. 2.) Die Entwickelung der Kunstmnsit in der illyrischen Zeit. 3.) Korrespondenzen. 4.) Verschiedenes. 5.) Anzeigen. — Die musikalische Beilage enthält drei Oradualia von Anton Foerster. Ausweis über den Stand der Thierseucheu in Kram für die Zeit vom 18. bis 27. Mai 1899. Es ist herrschend: die Schweinepest im Bezirke Adclsberg in den (Gemeinden Orafenbrnuli (5 H.), DorncM (2 h.); im Vezirke Gottschce in den Gemeinden (Wttenitz (^H), Videm (4H.); im Vezirke Mirlfelt» in der Gemeinde Zirtle (1 H.); im Vezirke Littai in der Gcmeilidc Oberssurl (1 h,); im Vezirlc Tschernembl in den Gemeinden Altenmarlt (5 H.), Vozalovc» (I, H.), Orüble (2 H.), Mlbersbern (1 H.), Kerschdorf (3 H.), Lota (1 H.), Lotvica (1 H.), Nadenre (1 H); die Rotztranlheit im Bezirke Loitsch in der Gemeinde Sairnch (1 H). Erloschen: die Tchweinepest im Bezirke Guttschee in den Gemeinden Gottschee (1 H), Lienseld (4 h,), Schwarzenbach (4 H); im Vezirle Tscherneuibl in der Gemeinde Unterbern (3 H,); der Vlothlaus bei Schweinen im Bezirke Rudolföwert in deil Gelneinden St. Michael.Stoptt (1 h.), Tüplitz (1 h.). Neueste Nachrichten. Die Ausgleichsfrage. (Orlginal'Telegramme,) Wien, 29. Mai. Die «Wiener Adendpost. schreibt an der Spitze ihrer Zeitungsschau: Nach wie vor beherrscht die Ausgleichsfrage die politische Discussion. Wie aus den nachstehend verzeichneten Alättcr-stimlnen hervorgeht, wird die schleunige Einberufung des Reichsrathes als dringlichstes Gebot der Lage bezeichnet, hiebei schwebt den Blättern offenbar die Zurückweisung der ungarischen Bankforderung als nächstes erstrebenswertes Ziel vor, dessen sichere Erreichung eben durch den Zusammentritt des Reichsrathes verbürgt werden soll, großentheils wird aber vergessen, dass es darüber hinaus noch ein höheres positives Ziel gibt, nämlich das Zustandekommen des Ausgleichswerkcs, ob aber auch diesen der sofortige Zufammentritt des Parlaments zustalten käme, daiüber scheinen sich die Blätter weniger Bedenken zu machen. Gerade die zur Stunde sehr erregte Stimmung der Presse lässt besorgen, dass in einer eventuellen parla-mentarischen Verhandlung das ganze Auigleichswerk von den entfachten Leidenschaften verzehrt werdei könne. Begreiflich sei, dass einzelne Blätter, denen das bloße Zusammensein des Parlaments als Selbstzweck erscheine, für defsen sofortige Einberufung plaidieren, allein Beachtung verdient schließlich auch das Interesse des Ausgleiches selbst, beziehungsweise jener zahlreichen producierenden und erwerbenden Vcvölleruugsclasscn, die gerade in letzterer Zeit oft genug den sehnlichen Wunsch nach Finalisiernng der Ausgleichsaction und nach Beseitigung des uncrliäg« lichen Schwebezustandes ausgesprochen hat. Unseres Erachtens ist das Plaidieren für eine sofortige Einberufung des Neichsrathes mit dem Hintergedanken den ganzen Ausgleich zu vereiteln ein unverantwortliches, ohne die positive Sicherheit aber, das Ausgleichswerk endlich unter Dach nnd Fach gebracht zu sehen, zum mindesten ein beträchtlich leichtfertiges Beginnen, mag dasselbe von den publizistischen Organen der verschiedenen Parteien ausgehen oder von maßgebenden politischen Kreisen, auch solchen, welche nicht mit den parlamentarischen Parteien unmittelbar zusammenhängen. Wien, 29. Mai. Das «Frcmdenblatt» bemerlt zu dem Communique' des ungarischen Telegraphen-Corre-spondenz-Bureaus über die Szell'schc Formel: Wir verkennen gar nicht die Wichtigkeit der Bestimmung des Eompromisses der ungarischen Regierung mit dcr Opposition, welche jede Obstruction gegen die Verhandlung des künftigen Ausgleichs ausfchließt. Noch niemandem in Oesterreich fei es eingefallen, Szell persönlich irgendwelcher Trennungsgelüste zu beschuldigen. Die Behauptung des Communique's jedoch, dass das Datum von 1903 mit Rücksicht auf die Zustände im österreichischen Reichsrathe aufgenommen worden sei, ist ganz unrichtig. Das Datum verdankt seine Entstehung ausschließlich dem ungarischen Bestreben, dem Zoll- und Handelsbündnisse die für die Handelsverträge mit dem Auslande bereits bestehende Frist zu setzen. Beweis hiefür ist, dass nach der Szcll'scheu Clausel die Zollgemcinschaft nur für den Fall noch ein Jahr länger, nämlich bis Ende 1904 aufrecht bleiben soll, als auch die Handelsverträge mit dem Auslande die um ein Jahr verlängert werden sollten, cine Annahme, durchaus unwahrscheinlich ist. Demnach sei es ein ganz müßiges Begehren, die Bedeutung des Datums 1903 in anderem Lichte darstellen zu wollen. Wien, 29. Mai. Zu den Ausführungen des «Pester Lloyd», welcher neuerdings zu beweisen sucht, dass der ungarische Standpunkt in der Bankfrage keinerlei Compromiss zulasse uud welcher jedes Iunctim zwischen der Bankparität nnd dem Zoll- und Handels-bündnisse ablehnt, bemcrkt das «Fremdenblatt»: Wenn zwischen der Bankvorlage und dem Zoll- und Handelsbündnisse keinerlei Iunctim besteht, so ist es unfassbar, dass die Bankuorlage am 2. Juni gleichzeitig mit dem Zoll- und Handelsbünonisse dem ungarischen Reichstage vorgelegt werden muss und nicht vorläufig zurückgelegt werden kann. Während die außerhalb jedes Streites stehenden Vorlagen erledigt würden, könnten diejenigen, über welche Differenzen fchweben, noch weitereu Verhandlungen unterzogen werden. Wien, 29. Mai. Die «Wiener Allgemeine Zeitung» veröffentlicht ein Interview mit einem hervorragenden Politiker der Rechten, welcher besonders im hohen Maße in der Lage ist, die Ausgleichsfragcn zu übersehen. Aus dem Eindruck des bisherigen Verlaufes der Krise bezeugt der Interviewte den vollständigen Bankerott der Szell'schen Ausgleichspolitik, wenn auch Thun demissionieren und Szell bleiben sollte. Thun wird keinesfalls die ungarischen Forderungen auf Grund des tz 14 ins Leben rufen und weder hier noch in Ungarn glaubt jemand, dass ein anderer noch unbekannter Staatsmann dies thun köune; sollte dies gleichwohl geschehen, so würde eine derartige Nothverordnung nie die Indemnität des Parlamentes er« halten, sogar die Obstruction würde sofort abrüsten, um eine derartige Nothverordnung abzulehnen. Gegenüber den Allempfehlungen, das Parlament actionsfühig zu machen, hob der Interviewte hervor, ihm sei kein dazu führendes Mittel bekannt, aber auch wenn dies gelingen sollte, würde ein neues Aantübereinkommcn infolge des jetzigen Conflictcs mit riesiger Majorität verworfen werden. Somit fei fchon heule sicher, dafs Ungarn ein neues Bankprivilegium nicht mehr erhalten wird, weder auf parlamentarischem Wege, noch auf Grund des § 14, denn durch die Ausgleichspolitil Szclls haben die Ungarn das neue Bankprivilegium verloren, es war ein ungeheurer Fehler, die Szell'sche Clausel ohne Einvernehmen mit der österreichischen Regierung ins Leben zu rufen. Die Ignorierung Oesterreichs ist die Quelle jener kolossalen Erbitterung gegen Ungarn, welche in Oesterreich alle Gemüther erfüllt. Weiters führte der Interviewte aus, soweit es sich um die Zolleinheit handle, glaube er nicht an eine Trennung beider Reichshälften und sei überzeugt, dass die Krise mit der Trennung der Banken enden werde. Der Interviewte resümierte seine Meinung dahin, dass die Trennung der Banken der einzige Ausweg aus dem Wirrjal der jetzigen Krise sei. Budapest, 29. Mai. In einem Mim ^ , des «Magyar Ujszag. werden die Gerüchte."^ Einmischung des Grafen Goluchowsti in d« i'^ der österreichischen und ungarischen Ncgimmg ,^ schwebenden Verhandlungen als völlig u»vcg ^ zurückgewiesen. Der Minister dcs Aeuftni .^ der Ordnung dcr wirtschaftlichen Oesterreich und Ungarn vom StandPuM > ^ Ressorts nur insoweit interessiert, als d,e '6"U ^ Fortdauer des allgemeinen Zollgebietes """« ^ auf die Regelung unserer handelspolitischen Ätz«») zum Auslande Rückwirkung hat. . ^iulB' Budapest, 29. Mai. Das «Ung.Tei«) Correspondenz-Burcau» meldet aus Men: -"'> ,^ Präsident v. Szell wurde um 3 Uhr nachumW" ^ ' Kaiser in anderthalbstündigcr Audienz euWM'- « ungarischen Minister bleiben morgen in AM. Die Friedensconferenf. (0rig<»al-Telearam!n,) ^siehtN^ Haag, 29. Mai. Das Bureau der ^^ conferenz veröffentlicht eine amtliche Mltthclluutz ^ ^ die Arbeiten der drei eingesetzten ^ommisst^'' geü vergangenen Woche, wodurch die bisherigen Ml ,i vollmhaltlich bestätigt werden. Aus den MM " ^ resümiert sich, dass die dritte Commission ^ ^ hat, vor Berathung des voll Russland emge" ^ Antrages betreffs Vermittlung der Schicosgerlu) ^ die diesbezüglichen Anträge Amerikas, Englano»^ ^ liens eine Untercommiffion einzusetzen, welche Prüfung dieser Anträge zu betrauen ist. Die Pest in Alexandrien. (Original-Telegramme.) ^ Haltttö" Constantinopel, 28. Mal. Der w°" ^ rath ordnete in einer außerordentlichen S^Hche" Provenienzen, welche nach dem 18. Mai einen egW ^ Hafen verlassen haben, eine zehntägige ^"'""/-„Milal für Schiffe, welche unter Quarantäne den ^ ^lt passierten, ohne jedoch Egypten berührt zn ^->^B lidoru ü-atioa. Auch der Transitverkehr unter ^ täne durch die Dardanellen ist gestattet. M' Alexandrien, 28. Mai. Die Zahl "" ^l fälle Hierselbst beträgt insgesammt acht, "^ ^fB gestern neu hinzugetreten ist. Bisher ist lew ^ zu verzeichnen. ^ be- Trieft, 29. Mai. Die AerztekaMlnerv ^, schlössen, mit Rücksicht auf die Gefahr o" ^ schleppung der Pest aus Alexandrien versch"s" , ^,i regeln, und zwar eine zwülftägige Quarantäne Behörden zu verlangen. Gel'egratNtNe. ^B Wien, 29. Mai. (Orig.-Tel.) Der Ml" ' ^ ill der Uniform feines bairischen Ncgiments ' ^„i Bande des Großkreuzes des Hubertus - Oror ^ Prinzregenten Luitpold, dessen Tochter uno einen viertelstündigen Abschiedsbesuch ab. ..^. ha> Wien, 29. Mai. (Orig.-Tcl.) Der "a^^t heute früh den Geheimen Rath Grafen ^ becidigt. cr^ll« «erlin, 29. Mai. (Orig.-Tel.) Erzherzog "^ Ferdlnano, welcher zum Besuche se'ner H^ Marie Margarethe von Württemberg heute lN^eil' angekommen war, ist abends in Berlin " "^gl^ Abends war bei Kaiser Wilhelm und KmleN" ^og ein Diner. An demselben nahmen lhell: .^chers Franz Ferdinand, Herzog Albrecht von 3U" ^,, mit Gemahlin, Fürstbischof Kopp. Erzherz"» ^i Ferdinand faß zur Rechten der KaiserM, A^el«' Albrecht zur Rechten des Kaifers. Ka'l" ^^' empfieng heute die Commandanten se"" o^ ^,B Regimenter, Obersten Edlen v. Appel, Over, ^o Freihcrrn u. Leonardi, fodaun den Fü'rstm ^ '^ de> Kopp. - Erzherzog Franz Ferdinand "" ^c anderen anwesenden Fürstlichkeiten morgen beiwohnen. s,,,ds^' , Wien, 29. Mai. (Orig.-Tel.) Heute "e"^ acht von der socialdemokratischen Partel ^M Volksversammlungen statt, um gegen d,e ""'^esti^''' beschlossene neue Gemeinde-Ordnung z"^.Mell^ Die Versammlungen wurden wegen Ausfalle"^t< Statthalter und gegen die Majorität des ^i,-, behördlich aufgelöst. Die Ausführung " „lde "" demonstrativ vor das Rathhaus zu zlehe"' ^n M den Wachen verhindert, 25 Personen w" Widersetzlichkeit verhaftet. . , Mte '"?„ In d"Fyal< mittags unter dem Vorsitze Dr.Schlestngerö " ^,chll" Sitzung des Exccutivcomite-s der deutjcheu u ^^^g ^ Partei wurden die für die morgige Vorv",l ^l., Partei bestimmten Anträge berathen. E" wurde nicht ausgegeben. ' «Mirend d" ^ Brüssel, 29. Mai. (Orig.-Tel.) W^ ^,ch ^ strigen Kirmessseier in Capelle St. "" ^nt" .^tl Unwetter los. Zahlreiche Personen, "" ^l "'^ Kinder, flüchteten in einen MusitpavM , ^,.„ M der Last zusammenbrach. Unter den Tru ^ den 12 Kinder begraben; 7 davon wuroen^ ^ letzl, ein Kino ist gestorben. Mehrere ^"' verletzt. , Hibacher Zeitung Nr. 122. 98b 30. Mai 1899. MnIard"Mideamafte zc. (co. 240 berfd). Guol. unb 2000 öerjrt). ftaxhm, $>effin3 jc.) Zu Roben a. Blousen ab Fabrik! An Private porto- u. zeilfrei ins Haus! Muster umgehend. (43) 13—7 S)opj>clteä Briefporto nad) ber ©$n>eij. . ' bis fi. 3-35 p. Meter in den neuesten Dessins und Farben &. Hennebergs Seiden-Fabriken, Zürich (tü.k, Hoflieferant). Angelommene Fremde. Hotel Elefant. ^^m 2 8. Mai. Signer, Vraun, Ivanouits, Kflte., Wien. ^argolins, kfm., VerUn. — Hagen, Cadrt-Feldwebel: Czimy, I,»,'^l.-ttanizfa. - Sonnenbrrg, Üfm., Cfatathurn. — Col< ^^>ln., Fiume. — Bernstein, ltsm., Wien. — Tauber, Ksm., ^Mt- — iiickhöfcr, Ksm., Leipzig. — Wolf, «sm., Wr.. 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H >>!. ^"rag aus Absrnduug einer Petition an den Neichsrath, «^ "lauereien verhallen werden sollten, das Bier nur mit ^' "'cht aber mil anderen schädlichen Ingredicntien zu ^ »vck ' ^" ^usschuse sciue vollste Entrüstung aus, nach. ^ü A ^un einer alpenlandlschen noch von einer österreichi-?"d°?""" überhaupt irgend ein Fall einer Verwendung '>l,°e ^llogaten vciannt lst, welcher Anlass zu einem solchen "l gegeben hätte, gegen den d,e heimische Brauindustrie ' als eine ganz unverdiente Beeinträchtigung ihres wohlbegriindeten ! Rufes auf das entschiedenste Verwahrung einlegen mnss. Es ! wurde beschlossen, au Herrn Walland ein Schreiben zu richten, in welchem dieser Ueberzeugung voll Ausdruck gegeben und das Begehren um Rechtfertigung cineö derartigen ohne nähere Begründung eingebrachten Antrages gestellt wird, nachdem die in dieser Hinsicht seitens des Präsidiums des steielmarlischen Gast» wirle-Verbandeö bereits gegebenen Aufklärungen nicht als aus' , reichend erachtet werden können. Eine längere Debatte entspann sich über die Stellung» nähme zu der demnächst zur Einführung gelangenden EinHebung einer Landeömnlage ans Bier in Kärnten, und wurde zur Klärung dieser Frage die seitens des Vereines erfolgende Ein» berusuug eiuer Versammlung aller kärntnischen Branherren in kürzester Frist nach Magensurt beschlossen, Ferners wurden Beschlüsse über einzuleitende Schritte zur Herabsetzung der Schiffs» und Eisrnbahnfrachtsätze für den Export gefafst. Endlich wurde dic Abhaltung der diesjährigen Generalversammlung des Vereines endgiltig für Anfang September d. I, in Graz beschlossen. (2120) Llliboch, 2 7. Mai. Auf dem heutigen Marlte sind er' schienen: 1? Wagen und 1 Schiff mit Holz. Durchschnitts.Preise. MarltPreiü j Marlt.Pie«! von bl« von bis s!, ^ fl.!lr7 fl, 'lrl sl, lr, Weizenpr. 100 kß !1 — li W Butter pr. Kilo. . — W — — Korn » 6 — 8 — Eier pr. Stück . . — 2------- Gerste » 7^— 7 20 Milch pr. Liter . . — 6------- Hafer » 6^50 6 50 Rindfleisch pr. Kilo ^60—!— Halbsrucht . —------->- Kalbfleisch » —60 — — Heiden » 8 20 8,— Schweinefleisch » —30------- Hirse, weiß » 8— 6— Schöpsenfleisch » —40------- Kukuruz » ü 60 5 50 Hähudel pr. Stück — 5b — — Erdapfel » 3-------— Tauben » —19 — — Linsen Hektoliter 13-----------Hen pr. q . .--------------- Erbsen » 11-----------Stroh » . .--------------- Fisolen » 13----------- Holz, hartes pr. Rindsschmalz Kilo 105------- Klafter 650------- Schweineschmalz» — 70------— weiches, » 4 50------- Speck, frisch » - 66------Wein,ro»h.,Pr.Hltl.--------------- — geräuchert» —70-^— —weißer, » — —------- Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 > 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ^""2"Ü7N7 734 '5" 12 ^ winWill '^enMt " ""' 9 »Ab. 736 9 10^ windstill^ bewölkt______ 30.1 7U7Mg. s^39 7 , '9-5 , S. schwach' jtheilw. heiter> 0 6' Das Tagesmittel ber gestrigen Temperatur 10 9«, Nor-male: 15 7°. Verantwortlicher Redacteur: Anton Funtel. In der modernen Therapie wird von den Aerztl'n immer mehr der Gebrauch natürlicher Mineralwässer, darunter besonders das in seiner Art beste FtllNZ Iosef-Mter- lM^tl empfohlen, welches überdies als das einzige, allgenehm zu nehmende natürliche Abführmittel anerkannt ist. Ueberall erhältlich, c^«) 2^ Schriften-nnd Mccppenmcllerei auf Glas, Holz und Blech. Künstlerische Ausführung, billigste Preise bei Vrüder Ebevl, Laibach, Kranciscanergasse. Auswärtige Aufträge gegen Nachnahme. (881) li—3 Salmiak- Pastillen werden mit gutem Erfolge bei Husten und Heiserkeit an- ) gewendet._____(1187)9 Preis einer Schachtel 10 kr., 10 Schachteln 75 kr. -y—¦ Erhältlich bei Gabriel Piccoli, Apotheker in Laibach päpstlicher Hoflieferant. Ueber 100 Waggon schöner Grieskohle nebst anderen Kohlensorten offeriert billig ab Bahn Treffen oder Lichtenwald, Johannes-thaler Kohlenbergbau in Lalbaoh, Marienplatz 1. 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'. ^ bN ft 19/50 «8 b« '«laüdbi. ^ l»o st. l^U zia il>u liu l>^ «°Ib«ntt,steuersni »2u 15 120», ^M^^le in ilroneiiwälir., ^.«I,"°- fter Ultimo . . lUi»'»ü »W t.b ^ >! ^, 5'westllioüs-Reilte ., sl"'2»aa- iu« si, ^lmn, ü'/<"/° lw'bI »2«. üu >>, "«- Et.), silr LN0 Kr. ^' >......9» SU »S50 ^> «^' "0 u. LOOO »I. f. » ^°». .... S84U »»<« /"««U.''"lldvtrlch,elb»„. V,k ^'slnb.-Actlen. ,^"dwti« 2W st.«. W. ''I^lzb^. -.....»»ü'- »»b?d . '»Il-li7^ 2NN sl, ». W, b»/, «»? !lü 82s »5 X."u°w,'V.»ao!l./,°/, 86 ?b 8U9ö bto, dto. Silber l«o fl,, 4'/,"/» 101 — 101 ?<^ dto, Ltaat«c)bl!g. (Ung. 0stb.) V. I. l»7S. »<>/„..... ,20 10 l2« 8» dto.4>/,"/nSchc>nttegllI°Abl..Obl. lIO>- i»U 9u dto, «lä,n,-?li», k 100 fl. «. W, ,60'- 1«0 l>0 dto, bto, tt b0fl. 0. W. lg»'—16l> Ü' lheiß.Re«..Lose 4°/, 100 ft. . ,38 4» i-il» - Grundenll.»Gbligatione» (für 100 sl. Andere össentl. Anlehen. Donau°Re».-.Lose »»/, . . . . »«9 — 130 - dto. »Anleihe 18?» . . 108 ?ü 1U»ül> Anlehen ber Stadt Gö« . . li»-- — — Anlcuen b, 2tad!>,fin^nbe Wien 104- 104 b» Anlel^'n d, Sladl^l'ülfinbe llslen (SUb« über Gold) . - - i»ü 2b l«'— ^räinic» Vlnl, b, Stadlgm. wlen l?7-25 176 2ö Nörsebau^lnlehe», vtllosb. »»/, loa)5 — — 4°/, lt»lu«l ««bewach» . 98.z,5 M5H «eld W»„ Psnndblieft (für 100 fl.). Vodcr, alla,,«st. c»u Oest.-unst. Van! »erl. ->"/„ . . 100 20 10120 dlo. dto. bUjähr, „ 4°/« . . 100^0 lUl'LO Epcl«asle,i.ljst., »oI.b'/,«/««. ivä bu ^._ PllolillilL.ybligationen (sill 100 fl.), FerdIna»ds.N°lbl,al,n »m, 188» 1O0' 6o bto, 5"/,,n,2!!»fI, p. 100fl. 1»3^b 123 ?b Ung ^llliz, Valin..... 10s-— 10«! 70 4°/, Unterllainer «ahnen , . 9l» 50 100 - ßanll'Actien (per Etück). «nnlovest, Vanl 200 fl. «N°/, E. «2 25 »»» »b Vaiiluerein, wiener, 100 fl. . 27S ?b 27? Lb Vodcr.-»nst..l)est.,2N0fl.E.4V°/, 474 — 47b - «rot .«lnst. f. Hand, u. G. 160fl. --'— -^'" blo. dto. per Ultimo Eeptdr. »57 15 »5? Sb «rcbltbanl.llll«. un«.. 200. »2g - ltscompte «cs., NbrNst,, 500 fl. 750'- ?»!»-- Giro n, llilslenv., Wiener, 200fl. 2»»-- 2z? - Hl,p^l,etl',,lDcst..20U fl.2ü"/„? — ^l? c»<> »««le<»l«b«lll, »ll«., u» ll. . »72-173- »eld «are Aliien vou Twnoporl' Unternehmungen (per Srücl). ÄuIsigTcpl. Eilend. 300 fl . »600 1«<>»' Whm. Norbbnhn 150 sl, , . 245 50 24?-— Vnlchtichraber Vis. 500 fl. LM 1?si 1745 dto, dto, llit, I!) 200 fl. . «86- «28 ^-Donau > Dampfjchisfahrts > Ges., Oesterr,, t>„0 sl, «M, . . 4ö0 — 432-- DnMubrnbücherE,-Ä,2»0fl,E, ?«'— 80 — Ferdinands-Nurdb. 1W0s!, CÄt. »»45 l»3bü-Leinb'Czernow.'Iassu.Eifenb.» (»eleUschaft 2»)0 fl. C. . . »89 - 290 — Lloyd, «Heft,. Trieft. 500 fl,<> fl, V..... f5'25 ,5 75 Oübnorob, Verb.'B. 200 fl. 2M. 189 — 2Ni— lia!»way-Gef.,Wl,,170fl.e.W. — — —-— bto, El», 1X37, 20» sl. . . 498 — 499-— rramway.Ocl., NeueWr,, Pri«' ritat« «cüen lon fl, , . . 124-— i«L-^ Una »aaliz. (iisenb, !i00fl. öilber »11 — 212 ol> Ung Westb,(Naab GrazM0fI.V. »,3 ?b 214 - ««ner Uacalbahne». »ct, V«f. — — —-— Indufirie'Actie« (per Slüll). «äuge,,. Mg. «st,, w« fl '«»" "'»'^ Vavdier Eifen- und stahl-Ink. in Men I«, fl, „ -„-"°'"«" Eisrnbavnw'lleilig.ltrste. »0fl. i?i-- «?»-..Eldemuhl^, Papiers, », «>«, 89 25 «S 50 Lieslnaer Alane«! «X> . i»50 12«O-Sa>n° Tarj, SloiowlNe» S« fl. z«N — 327 -„Echl»«lmuhl". Papielf. 200 sl. ^<«z . -_ „Kteyre,»", Papier! »,«.». ,«o — «6!« - «»eld Wo« 3>"!.°^^"'""^' '" N- l91-198?l, Wasfenl..O..Ocst.fl,LM. ,g«. _ ,7^.^ Ofrner Lose 40 fl..... «7... ^«,_ P«lffyb0 86-56 bt, Oe!w!«.U°fe 40 fl, VM, . ^._ g^.^. Walbstl'iü^use 20 fl, CM. . . ^>._ g..^ Vewii'stsch, b. »"/„ Pr, Vchnldv, d. Vubencreditai'stalt, l. »m. ^.7. ..,,. bto, dto. N. E>«. 1S89 . . ^.^ ^" ««»bacher «ofe...... ,4.^ °^ Devisen. «mslrroam....... «« «z gg H<, Teut!che Plätze...... z» y,^ zy,<)^ ^"^don........ „a 5<> ,,u.^ It.'V«t««bui« ' '. ' '. '. I "^ ^ ßalulen. 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