Prikuu«erati«uS - Preise: Für Laibach: «anzjährig . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig . . 4,2«),, vierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich ... - „ 70 ., Mit der Post: »anzjährig.................12 fl. Halbjährig................. 6 .. Vierteljährig.............. 3 „ 8ür Zustellung inS Haus ^iMelj. 25 kr., monall. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. Laibacher Ned«ction Bahnhofgaffe Nr. 1LS. ExvedilionS- L Juserateu vurea«: Congreßplatz Nr. 81 (B Handlung von Jg. v. mayr L Fed. Bamberg Juserttm»St>reiser^bLMN L 4 kr., bei wiederholter Ein» Für die einspaltige Petitz 4- Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. schaltung L S kr. Anzeigen bis 5 geilen 20 kr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complicierten Satz besondere Vergütung. Nr. 14k. Mittwoch, 28. Juni 1876. — L S. Jahrgang. Pränumerations-Einladung. Mit 1. Juli l. I. beginnt ein neues Abonnement auf das „Laibacher Tagblatt." „Wir wollen persönliche, politische und religiöse Freiheit und werden selbe wahren gegen jeden Angriff, von welcher Seite er auch immer komme"' Dies war unser Programm, als wir vor acht Jahren zum ersterimale vor unsere Leser traten; es soll es auch in Hinkunft bleiben. Wir wollen konsequent, mannhaft und unermüdlich einstehen für den Ausbau der österreichischen Verfassung, für die Ideen des freiheitlichen Fortschrittes und der zeitgemäßen Aufklärung. Den Angelegenheiten de- Landes Krain und seiner Landeshauptstadt werden wir hauptsächlich, dem Gemeindewesen, der Schule und allen öffentlichen Anstalten ebenfalls eine thätige Aufmerksamkeit widmen. Wir haben die Spalten unseres Blattes der eingehenden Erörterung politischer Tagesfragen, der Kundgebung aller wichtigen Ereignisse und Vorkommnisse, der Mittheilung gerechter Wünsche und Beschwerden geöffnet und zu diesem Zwecke in dem Expeditionslokale unseres Blattes einen Briefkasten aufgestellt, in welchem die von den geehrten Einsendern eigenhändig gefertigten Schriftstücke einzu--lrgen sind. Das „Laibacher Tagblatt« ist das einzige, vollkommen unabhängige Blatt in Krain, kein anderes Blatt ist in der Lage, sämmt- Uche Vorkommnisse in objektiver Weise zu besprechen, Uebelstände jedweder Art, mögen sie wo immer Vorkommen, strenge zu rügen und auf Abhilfe zu dringen. Ein Hauptaugenmerk wurde der slovenischen Presse in einer stehenden Rubrik zugewendet. Außer zeitgemäßen Leit- und gediegenen Fachartikeln wird das „Laibacher Tagblatt" neueste Romane, Novellen, pikante und interessante Plaudereien als Feuilletons von bewährter Feder, zahlreiche Correspondenzen aus Wien und aus dem Lanke selbst bringen, und ersuchen wir zu diesem Zwecke alle Anhänger der liberalen Sache- am Lande, uns in dieser Rich« >ung unterstützen zu wollen. Wir sind gerne bereit, Berichte über interesiante Vorkommnisse von verläßlichen Correspondenten gut zu honorieren. Regel« mäßige literarische Revuen und fachgemäße Besprechungen volkswirthschastlicher und finanzieller Fragen sollen, soweit es der beschränkte Raum unseres Blatte-Glaubt, den Rahmen des Ganzen ergänzen. Unsere politischen Gegner arbeiten ohne Rast und Ruhe an der Zerstörung der österreichischen Reichseinheit, schädigen die konstitutionellen Satzungen und den freiheitlichen Fortschritt, agitieren gegen Aufklärung in der Gemeinde und Schule; unsere Sache wird es sein, den Kampf gegen dieselben, Skgen die Feinde der Freiheit, Kultur, Aufklärung, Verfassung und Reichseinheit mit gesteigertem Eifer fortzusetzen. Wir empfehlen das „Laibacher Tagblatt" der geistigen Mitarbeit vonfeite der liberalen Parteigenossen und der materiellen Unterstützung, ."leite des liberalen lesenden Publikums. Im Besitze dieser Garantien wird das „Laibacher Tagblatt" prosperieren, einen größeren Leserkreis an« »«her, und auch weiters günstige politische Erfolge registrieren. Uns soll es an erhöhter Thätigkeit, an gutem Willen nicht fehlen. Pränumerations - Bedingungen. Dieselben bleiben unverändert wie bisher: Für Laidach: > Ganzjährig....................................8 fl. 40 kr. Halbjährig ...................................4 „ 20 „ Vierteljährig.................................2 „ 10 „ Monatlich ....................................— „ 70 „ Für Zustellung ins Haus vierteljährig 25 kr., monatlich 9 kr. — Einzelne Nummern 6 Ir. Das „Laibacher Tagblatt" ist demnach trotz der Reichhaltigkeit seines Inhaltes die billigste hier erscheinende Zeitung. Die Redaction. Mit -er Post: Ganzjährig..........................................12 fl. — kr. Halbjährig............................................6 „ — „ Vierteljährig.........................................8 „ — Zur Nachricht! Vom i. Juli ab befindet fick die Redaktion, Administration mid Expedition unseres Blattes Msr. 182- v. Kleinmayr sches Hans, ebenerdig links. Der niederösterreichische Parteitag, fand", E ^ ^ Wiener-Neusladt statteine«' nr»"" ! Inhalt vorliegender Berichte Die in ^"den, durchschlagenden Erfolges rühmen, solutivn.» gestrigen Blatte mitgetheilten Re-wurden °k>n ^^ Bank- und Wehrfrage iene ük,,? ? Debatte und mit Stimmeneinhelligkeit, erst n°» °sUrreichisch.ungarischen Ausgleich mit eingehender und scharfer Debatte mu großer Majorität angenommen. Die Beschlüsse des dritten niederösterreichischen Parteitages dürsten in allen Gegenden der österreichischen Reichshälfte mit Genugthuung ausgenommen werden und dir vollste Zustimmung finden. An der Hauptversammlung nahmen 424 Parteigenossen, darunter 14 Reichsraths-Abge-ordnete und 6 Mitglieder des niederösterreichischen Landtages, theil. Dr. Jofet Kopp hielt die Eröffnungsrede, warf einen RüSblick auf die Zeit de« ersten Parteitages, in welcher Verfassung, Deutschthum und nahezu die ganze Staats form gefährdet war; er ge« dachte de« Falles Hohenwarts und der Geburt ver« fafsungsfreundlicher Zustände unter dem Ministerium Auersperg, betonte, daß Oesterreich noch heute an den Folgen des Hohenwart'schm Regimes, welche» den Föderalismus predigte, leide. Dr. Kopp zog auch den zweiten Parteitag in den Kreis seiner Erinnerungen und wies darauf hin, daß damals die Stellung der Partei zu dem Ministerium präcistert wurde. Redner forderte schließlich die Versammlung auf. sich am dritten Parteitage (25. d. M.) mit Würde und Entschiedenheit über die vorgelegten drei wichtigen Tagesordnungsgegenstände — Ausgleich mit Ungarn, Bank- und Wehrsrage — auszu>prechen. Dr. Magy ergriff als Referent über die erste Resolution, betreffend den Ausgleich mit Ungarn, das Wort. Aus seiner Rede citieren wir folgende bedeutende Stellen: „Der Ausgleich vom Jahre 1867 sei zustande gekommen unter dem Drucke des durch die Verfafsungssistierungen erschütterten Vertrauens, nach einem unglücklichen Kriege und durch einen Mann, der vielleicht das Beste gewollt, es aber sicherlich nicht verstanden habe, ja als Nichtösterreicher gar nicht verstehen lonnte. Und das Ergebnis? Schon damals, als der Ausgleich mit Ungarn im Parlamente zur Verhandlung gelangte, fehlte es nicht an beredten warnenden Stimmen. Man sagte, das, was geschaffen wurde, ist nicht dasjenige, was ertragen werden könnte. HMe, nachdem die zehn Jahre noch nicht abgelaufen, nachdem sich alle Be« fürchtungen für uns erfüllt haben, sagen die Ungarn: Wir wollen mehr, und nach weitern >zehn Jahren wollen wir noch mehr! Wir stehen an einem Wendepunkte. Heute ist noch die letzte Gelegenheit gegeben. ES ist eine hochernste Frage, die Existenzfrage des Meiches, und da ist es unsere Pflicht, unbekümmert nm Beifall und Mißfallen, ein ernstes Verlangen an die Regierung zu richten. Daß es auf dieser Bahn nicht mehr geht, daß es eine schlechte und böse Bahn ist, wenn immer nur zu Ungunsten der einen Reichshälfte vorgegangen wird, kann nicht laut genug gesagt werden. Was wir wollen? Nicht wollen wir die Personalnnion aus politischen und wirthschastlichen Rücksichten, schon deshalb, weil namentlich in jetziger Zeit die Industrie eines größer« Absatzgebietes nicht beraubt werden darf; aber wir fürchten die Personalunion nicht, wenn man uns mit derselben von ungarischer Seite drohen würde. Uns bringt sie Gefahren; aber für Ungarn ist sie unmöglich." Ueber die Bank frage ließ sich der Referent Dr. Max Steiner, Mitredacteur der „Deutschen Ztg." vernehmen, wie folgt: „Der bedenklichste Theil der AuSgleichs.Punctationen ist jener, welcher die Abmachungen in der Bankfrage betrifft, denn hier handelt es sich nicht um einige Millionen, sondern um den Besitzstand und Bermögenswerth Eislei-thanienS. Man will eine Bank gründen, deren Noten von vornherein das Brandmal des ZwangScurseS aufgedrückt ist, eine Bank mit dem ausgesprochenen Zwecke, ihre Noten niemals in Metall umzuwechseln." Redner wies nun darauf hin, wie wenig gerechtfertigt es ist, einen für Ungarn bestimmten An-theil an den gemeinsamen Noten nach dem Verhältnisse der Qaotenbeiträge zu fixieren, und bemerkt, daß Ungarn keinen Anlaß habe, sich über eine bisherige stiefmütterliche Behandlung durch die National-bank zu beklagen. Letztere habe im Gegentheil die transleithanifchen Länder in übertriebenem Maße bet der Notendotierung berücksichtigt. Referent sagt schließlich: „Dir Ungarn verlangen auch 30 Perzent des MetallvorratheS. Da muß man besorgen, daß nach Ablauf der zehnjährigen Ausgleichsperiode sehr wenig von diesem Schatze mehr verfügbar sein wird. Es unterliegt keinem Zweifel, daß derselbe, wie dies ehedem auch in Oesterreich der Fall war, als Grundlage für staatsfinanzielle Operationen verwendet wird. Der nothwendig eintretende Werthentgang, die dadurch bedingten Mehrkosten des Staatshaushaltes und die unberechenbaren Nachtheile eines schwankenden DisagioS lassen hienach eine Bank-gründung, welche das DiSagio für zehn Jahre in Permanenz erklären soll, als die ganze österreichische Wirtschaft vergiftend erscheinen. Der Ruin, welcher im besten Zuge ist, wird dadurch vollendet. Hingegen bedürfe es aber nur des festen WollenS der Nattonal-bank, um diesen Ausgleich unmöglich zu machen, denn es finde sich keine Geldmacht, welche den Ungarn die Mittel zur Errichtung einer eigenen Bank vorstreckt." Dr. Weitlof erstattete den Bericht über die Wehr frage. Dieser Redner bemerkte in drasti- scher Redeweise, daß die Blutsteuer unerträglich sei; die HeereSauSgaben sind seit der Schaffung des Wehrgesetzes von 75 Millionen auf 120 Millionen gestiegen. Nicht die große Anzahl an Mannschaft, sondern gut genährte Soldaten unter guter Leitung führen zum Siege. Man müsse bei jetzigen Zettverhältnissen nicht bloS die äußern, sondern auch die innern Zustände in Betracht ziehen, wo die Steuern erdrückend hoch und fast unerschwinglich seien. Auch für die Landwirthschaft sei es von großer Wichtigkeit, daß der Landwirth seiner Arbeitskräfte nicht beraubt werde und daß ihm seine Söhne so wenig als möglich von der Arbeit entzogen werden. Gegen, über diesen Argumenten können die Drohungen wegen Gefährdung des parlamentarischen Systems nicht Stich halten. Er habe das Bewußtsein, daß außer der deutschen Partei keine andere regierungsfähig sei." Politische Rundschau. Laibach, 28. Juni. Inland. Die „Wiener Zlg." vom 15. d. veröffentlichte die Beschlüsse der österreichischen Delegation, betreffend den gemeinsamen Staatsvoranschlag für das Jahr 1877, die Nachtragscre-dite für die Flüchtlinge aus Bosnien und der Herzegowina, die Nachtragscredite für das Jahr 1876 und die Schlußrechnung des Jahres 1874. Die „Pester Corr." meldet aus Wien, daß die leitenden Staatsmänner der Monarchie es an der nöthigen Umsicht nicht haben fehlen lassen, um jeglicher Ueberraschung oder Ueberrumpelung durch die Ereignisse möglichst vorzubeugen. Das am 27. April d. I. aus einer Abge-ordnetenconserenz hervorgegangene ComitS, welches die erforderlichen Schritte zur Einberufung eines allgemeinen europäischen Abgeordneten-congresses einleiten soll und aus den Herren-hauSmitgliedera Fürst Eolloredo, Fürst Schönburg» Graf Wilczek und Graf HoyoS, sowie aus den Ab-geordneten Freiherr». Walterskirchen, Dr. Sturm, Fux, Bareuther und Strudel zusammengesetzt ist, wird auf Einladung des Vicepräsidenten Abg. Dr. Sturm am Freitag den 30. d., um 5 Uhr nach> mittags, im Abgeordnetenhause zu einer Berathung zusammentreten. Die Maßregeln für die serbischen Bezirke Ungarns sind zwischen den drei (österreichischungarischen) Regierungen sestgestellt. Außer den Linientruppen wird auch siebenbürgische Gendarmerie nach Südungarn dirigiert. Von Vermehrung der Honved-Garnison wird vorläufig Umgang genommen. Ausland. Das deutsche Mittelmeer-Ge-schwader ist am 25. Juni in Salonich eingetroffen. Der französische Ministerrath faßte den Beschluß, die Berathung des Unterrichts-gesetzeS vor den Ferien vom Senat zu fordern. Die „Times" veröffentlicht eine Depesche aus Paris, in welcher in Abrede gestellt wird, daß England an die Türken in der Herzegowina Geld gesendet habe. England habe stets eine Politik der Nicht-Intervention befolgt und sich in formeller Weise verpflichtet, nicht zu intervenieren. Diese Verpflichtung befinde sich in den Händen des Fürsten Gortschakoff. Telegrame des „Pester Lloyd" aus Pancova melden, daß man dort von Belgrad her Kanonendonner vernommen, womit, der dortigen Vermuthung nach, die Abreise des Fürsten Milan und der Kriegsbeginn verkündet wurde. Erhebliche türkische Streitkräfte sind an der serbischen Grenze con« centriert. Die Haltung Moutenegro'S scheint eine friedlichere zu sein. Das Gerücht, wonach die rumänische Regierung die Armee zu mobilisieren beabsichtigen würde, entbehrt der Begründung. Das türkische Panzergeschwader ging nach dem Archipel ab, um dortselbst Evolutionen zu machen. Zur Tagesgeschichte. — Exhumierung. Die Leiche des FZM. Frei-Herrn v. John wird aus dem wiener Eenlralfriedhofe exhumiert und in Wiener-Neustadt im Parke der Militär-akademie beigesetzt werden, wo auch das John-Denkmal er» richtet werden soll. — Gegen den Ausgleich. Die Wanderversammlung des peltauer F^rtschrittsvereines in Ri-Hitsch war trotz des schlechten Wetters am 26. d. sehr zahlreich besucht. Der Abgeordnete Dr. Foregger sprach unter großem Beifalle sür die Ablehnung des Ausgleiches und für dic Personal-union. Eine Resolution in diesem Sinne wurde einstimmig angenommen. — Eisenbahnunglück. Der Postzug von Saragossa nach Barcelona ist am 24. d. zwischen den Stationen Tarrega und Lervera entgleist. Bei diesem Unsalle wurden 17 Personen getüdtet und 57 Personen beschädigt. Lokal- unü Provinzial-Angelegenheiteu. — (Der Fund in d e r B a n k „ S l o v e n i j a ".) Die slovenischen Blätter berichten mit selbstgefälliger Befrie-digung, daß es dem zur Prüfung des Vermögensstandes der Bank „Slovenija" eingesetzten Lomit« gelungen sei, noch „etwas Vermögen" zu entdecken, woran die Hoff-nung geknüpft wird, daß die Versicherten (wol nur dann, wenn sie nicht abbrennen) mit heiler Haut davon kommen dürften, die Actionäre aber hoffen könnm, nichts, „oder doch nur wenig» nachzahlen zu müssen. — Wir haben schon so manche schönsärberische Berichte von Liquidatoren verkrachter Institute, Loncursmasse-Verwaltern u. s. w. gelesen, aber wir müssen gestehen, eine so interessante Kundgebung noch nicht vernommen zu haben. Wir gratulieren den redlichen Findern um so ausrichtiger, als es wirklich wunderbar ist, mit welcher Schnelligkeit sich daS ComitL, ungeachtet der so ehr verworrenen Verhältnisse, über den Stand der „Bank" klar geworden ist. Und so wie sich in der biblischen Geschichte die Witwe über den Groschen erfreute, den sie verloren glaubte und fpäter wieder gefunden hat, so mögen sich letzt die Actionäre der „Slovenija" über die günstigen Erfolge des eifrigen Snchens nach den letzten Groschen der Bank „Slovenija" erfreuen. Wir fürchten nur, daß diese Freude keine lauge sein wird, denn wenn die Möglichkeit zugegeben wird, daß die Actionäre zu einer, wenn auch kleinen Nachzahlung verhallen werden, so müssen doch die Activen der „Bank" erschöpft sein. Und woher sollen all-sällige bedeutende Brandschäden vergütet werden? etwa aus dem „Etwas" des gefundenen Vermögens? Wir glauben, daß e» höchste Zeit ist, die Angelegenheiten dieses Institutes im Interesse sowol der Versicherten als des Versicherungswesens überhaupt, welche« durch derlei Vorgänge nur geschädigt wird, einer definitiven Ordnung zuzuführen, zumal durch eine Verschleppung derselben die Situation der Actio-näre noch mehr verschlimmert würde. — (Die Frage der Errichtung einer Ackerbauschule in Unterkrain) wird nochmals im Landtage verhandelt werden. Es hat nemlich das Ackerbauministerium dem Landesansschnsse aus dessen Ansuchen um Flüssigmachung der zugesicherten Staatssnbvention zum Ankaufe des Gutes Stauden bedeutet, daß die Errichtung von Ackerbauschulen eine bezüglich ihrer Erfolge mannigfach bestrittene Frage sci, Nach den bisher gewonnenen Erfahrungen hätten sich Ackerbanschulen nur dort bewährt, wo unter der ackerbautreibenden Bevölkerung der Großgrundbesitz einen maßgebenden Einfluß ausübt, somit den in den Ackerbauschnlen ausgebildeten Schülern die Aussicht geboten ist, in größeren Wirtschaften eine entsprechende Anstellung zn finden; während in Ländern mit vorwiegend bäuerlichen Interessen die Ackerbauschulen von Söhnen der Landleute gar nicht besucht werden. In diesen letzteren Ländern habe dagegen der Fortbildungsnnterricht an den Volksschulen, welchem auch seitens des Unterrichtsministeriums die that-kräftigste Unterstützung in Aussicht steht, sich als von sehr guten Erfolgen begleitet erwiesen. Es dürste sich daher auch sür Lrain eine entsprechende Erweiterung des landwirth-schaftlichen Unterrichtes an den Volksschulen empfehlen. In dem nächsten Landtage wird somit diese Angelegenheit mittelst einer besonder» Vorlage zur Berathung und Beschlußfassung vorgebracht werden. — (Ausflug.) Die Mitglieder der Alpenvereins-Section Krain unternehmen im Falle günstiger Witterung morgen einen Ausflug aus den innerkrainer Schneeberg. — (Im Garten der Südbahnhos-Restau-ration) spielt im Falle günstiger Witterung morgen abends die Musikkapelle deS Jnsanterie-Regiments Erzherzog Leopold. — (Personalnachrichten.) Der Herr Statthalter Baron Conrad - EybeSseld befindet sich zum Kur-grbrauche in einem Bade Steiermarks. — Kuno Freiherr v. Lazzarini erhielt die Kämmererswürde. — (LircuS Sidoli.) Die gestrige Vorstellung war ziemlich gut besucht, sämmtliche Produktionen empfingen wohlverdienten Beifall, namentlich jene der vorzügliche" Gymnastiker Angelo, Enrico und Giovanni Breatori, der Fräulein Serena Sidoli, Adele und Julietta, in erster Linie jedoch die Vorführung deS Aautschukpferde» „Ali" durch Herrn Director Sidoli. — (Sängergesellschaft Mitteregger.) erste ProductionSabend vollzog sich wegen der eingetretenen feuchten und kühlen Wittternng in den Räumen der «e- rända der Casinorestauration. Der Name „Mitteregger" hat in Laibach guten Klang, und wir zweifeln keinen Augenblick, Laß sich die Produktionen dieser tüchtigen Gesellschaft rineS recht lebhaften Besuches erfreuen werden^ Gestern waren alle Tische von Freunden der Gesangsmnse zahlreich ^Iktzt. Herr Mitteregger besitzt recht gate Kräfte; er selbst singt die Teiwrparlien mit jugendlicher Frische, starkem Scheren Anschlag; wir hörten gestern von ihm das hohe 6 mit Kraft und Reinheit anschtagen. Herr Vicker -mann (Bariton) ist ein Liedersänger, der volle Anerkennung verdient. Herr Rubo (B^ß) besitzt gute Stimmittel, ec dem Gesänge die erforderliche Dosis ?>.esUbl beisetzt, erfreuliche Erfolge verzeichnen können. Fräulein pogotcz (Soubrette und Mezzo-Sopran) präsentiert als eine sehr sympathische Erscheinung. Jugend und hüb-Destalt sind Eigenschaften, die auch in Laibach auf ge-Würdigung Anspruch machen können. Der wieder-Hervorruf dieses Fräuleins liefert Beweis, daß wir «>e Verzüge dieses Gesellschaftsmitgliedes zu würdigen "Mn. Lung besitzt einen reichen Fond von Komik und versteht es, die Zuhörer in heiterste Laune zu versetzen. ^Err Kuhn bewies bei Bortrag der Tanzpiecen, daß er berühmten Strauß'schen Kapelle angehörte. Den Kla-^erpart besorgen Frau Mitteregger und Fräulein b-, E'big. Sämmtliche Programmnummern ersnhrenleb-^>sle Beifallsbezeugungen. Es ist mit Sicherheit anzuneh-"in, daß die nächstfolgenden Abende der Gesellschaft Mitter-Mer gut besucht sein werden, denn dieser Sängerbund bietet «edlegenes; er versteht es, Ernstes mit Heiterem enge zu verbinden und ein unterhaltendes Ganies zu schaffen. Witterung. Laibach, 28 Juni. Morgens Nebel, dann heiter, schwacher SW. Wärme: A?rgens 7 Uhr -j- 118°, nachmittags 2 Uhr -s- 20 7° 6. 20.6»; 1874 -s-23 6° 6.) Barometer 736 43 mm. Las gestrige Lage-mittel der Wärme -4- 14 9» um 4 0" Regen der gestrige Niederschlag 14 30 mm. Die neue Häusernumerierung. (Schluß.) Ehe wir in unsern Ausführungen weiter gehen, lassen wir hier ein Verzeichnis der Gassen, Straßen und Plätze folgen, welche theils überhaupt benannt werden mußten, da sie bisher ohne Namen waren, theils neue Benennungen erhielten. Alle hier nicht angesührten Gassen und Plätze erben auch künftig ihre alten Bezeichnungen behalten. Nnr ""^stehenden Verzeichnisse unter den neuen Benen-gesperrt gedruckten, als verhältnismäßig wenige, sind die ttk - "'^iche Namensveränderungen zu betrachten, da L "gen entweder, wie eben angedentet wurde, bisher un-tion lassen betreffen oder nnr völlig belanglose Varia-kirnk" kuthalten, wie z. B. Wienerstraße statt Wienerhanpt-selb^' Froschgasie statt Froschplatz oder dergleichen. Aber den Neubezeichnungen sind wieder solche, die Karlstädterstraße° S-läufig sind, z. B. Bahnhofgaffe, Es heißen also von nun an: Bisherige Benennung. / Innere Stadt. Nene Benennung. H?uptpl,tz. ^kobsb^ ,^bach° von der Ja. E ^m Marien- ^Nosmgafle" J^obsplatz und «roschplatz. Erster Reber: Semi„^°" ^imnasium und ^unVW'" H»us-Nr. 283 und 282: ' «»lossergäßch-n- Düßchen^wis-^'^'^^brücke: Gasiez.L^?^und 167: Dass- oMlsHen 155 und «r N -5? L L°^ stLdttich^bn 85, 84 und dem «undsch'K,A.chamte: §°uer Markts' «m Rann: zur Burg",?^ik*brücke bi« Durchbrucknnn"^ der Laibach: durch den Für. Valvasor-Platz. Rath hauSpla tz. Franzensq uai. St. Jakobsquai. Am Brühl. Sternwartegasse. Froschgaffe. Am Reber. Castellgaffe. Bindersteig. Schnlgaffe. Seminargaffe. Schloffergaffe. Unter den Trantschen. Spenglersteig. Trödlersteig. Wassersteig, Sitticherhosgasse. Trubergasse. Chröngasse. Aichamtsgaffe. Pre Kirenplatz. Auersperg-Platz, «m Rain. Burgdamm. Flirstenhofgaffe. Hilschergasse. Bisherige Benennung. II. Polana. Ufer der Laibach zwischen der Fleischhauerbcücke u. Zwangs-arbettsanstalt: Zwischen den Schneidergärten: Gaffe bei Nr. 10 zwischen den Schneidergäiten: Gasse zwischen 13 und 14: Gaffe vom Thierspital zur Lai-bach: Gaffe von der Zündhölzchenfabrik zur Laibach: Weg von der Polanastraße zum Grnberschen Kanal bis zur Brücke: Ober der Schießstatte: Hinter der Schießstätke: Weg vom Gley'schen Hanse bis zu dem Ramm'- und Sallo-cher'schen Hause: Aufsteig nach dem Schießstätt-steig (neben Nr. 80): Jahrmarktsplatz: Waffergaffe: Platz vor der ehemaligen Zucker-fabrik: Hl. St. Peter. Sallocher Hauptstraße: Gasse vom Linienamte bi» zur St. Martiuer Landstraße: Kothgaffe: Gusse beim Deschmann'schen Hanse vorüber: Gasse vom Kuhthal zur ehemaligen Schmiersabrik: Gasse vom Viehmarkt gegen die Dampsmühle: Gasse längst der Gasfabrik: Straß- längst der Süobahn (153, 148 L): Parallelstraße dieser hinter dem Bahnhofe: Gaffe von der Spinnfabrik zu Mühleisen: Gasse neben dem Friedhöfe gegen Osten 164 6, 77. 155: Gäffe von der Bahnhofgaffe 112 gegen das Kuhthal: Gaffe von der Pfarre nach der Kaserne: Gaffe von der Hauptstraße, von Nr.37 nach der Kasernbrücke: Ufer läng« der Laibach: Gaffel zwischen 3 und 4: „ ,» 8 „ 9: ,, „ 15 „18: „ „ 22 „ 23: 27 „ 28: » „ ISO und der Janesch'schen Fabrik: Platz vor der Fleischerbrücke, zwi-scheu dem Mally'schen, Lenc-schen und Urbar',chen Hause: IV. Kapuziner - Borstadt. Wienerhauptstraße: Klostersrauengaffe: Klagensurterstraße: Neue Gaffe des K. Tauker: Straße der „kcainifchen Bau-gesellschast»: Gosse zwischen dem Theater und Kollman'schen Hause: Erste Seitengaffe aus der Franz JosesSstraße: Zweite Seitenstraße an« der Franz JosesSstraße bi« zur Tabakfabrik: V. Grabischa-Vorstadt. Triesterstraße: Obere Gradischagasse: Untere Gradischagasse: ErziehuugSgaffe: Gäßchen bei 34 und 35: Sackgaffe bei 34: Deutsche Gmndgasse: VI. Krakau. Bor stadt. Zois'scher Graben: Deutsche Grundgaffe (wie oben): Krakauhauptgasse: Gradaschzadamm: Gaffe vou 45 der Bruunaaffe bi» zum Fluß: Abzweigung von der Aemona-straße nach der Römerstraße: Neue Benennung. Polana-Damm. Kapitelgaffe. Schmale Gaffe. Färbersteig. Thierspitalgaffe. Arbeitshausgaffe. Grubergaffe. Grubergasse. Bergweg. Hafnersteig. An der Stiege. Kaiser JofefS-PlaH Vodnikgasse. Polanaplatz. St. Petersstraße. St. Martin» Straße. Bahnhosgasse. Ouergaffe. Wiesengaffe. Maierhosgaffe. Fabriksgaffe. Südbahnstraße. Lastenstraße. Spinnergaffe. Friedhofstraße. Feldgaffe. Pfarrgaffe. Pfalzgaffe. St. Petersdamm. Ufersteig. Lohsteig. Gärbersteig. Thalsteig. Bildgasse. Lederergaffe. Reßl-Platz. Wienerstraße. Schellenburggasse. Maria Theresien straße. Neugaffe. Franz JosesSstraße. Theaterstiege. Beethovengafse. Triesterstraße. Römerstraße. Burgstallgasse. B e g a g a s s e. Hilschergasse. Sackgaffe. Nonnengafse. Aemonastraße. Z°i«str<>ße. Aemonastraße. Krakaugaffe. Gradaschzagaffe. Flußgaffe. An der Römermaner. Neue Benennung. Karlstädterstraße. Glockengasse. Am Brühl. K i r ch e n g a s s e. Tirnauer Lände. Tirnauergasse. E ck g a s s e. Am Steg. Gemitfegaffe. Reilschalplatz. Reitschnlgaff:. Zlegelstraße. Kren,gaffe. Bisherige Veueuuuug. VII. Karl stä dt er-Borst ad t. Glockengießergaffe: HuiidSgaffe: SadhauSplatz (Brühl-Quai): VIII. Tirnau-Vorstadt. Gaffe läng» der Gradaschza: Damm bl» zur Jelousek'schen Ziegelhütte: Tirnauer Hauptgasse: isse zwischen HanS-Nc. 29 und 30: Gaffe vis-L-vis dem GraLaschza-Stegc zwischen 4 und 5: iffe zwischen 9 und 10: Plag vor 49 und 50: Gaffe läng« 18 und 19 und zwischen 17: Erste Abzweigung hinter dem Jelonsek'schen Ziegelstadel zu Nr. 9>): e zwischen Nr. 14 und 17 : Daß überhaupt anläßlich der Neunumerierung der Häuser auch die Straßenbenennnngen einer Revision unterzogen wurden, war doch natürlich, umsomehr, da Laibach gegenwärtig eine so große Zahl von Baffen besitzt, die gar keine Bezeichnung haben, bezüglich welcher die Nothwendigkeir einer Tause ja auch von klericaler Seite zugegeben wurde. Daß bei dieser Revision vorsichtig und mit Berücksichtigung aller maßgebenden Momente vorgegangen wurde, zeigt wol obiges Verzeichnis. Es wurden neue Bezeichnungen nur dort beschlossen, wo die alten doppelt vorkamen — wir hatten z. B. zwei Triesterstraßen, zwei Gradischagassen — oder, wo dieselben einen unschönen Klang hatten, z. B. Kothgaffe, Hnndsgasse. Dort wo der alte Name in Vergessenheit ge-rathen war, wurde er lediglich wieder restituiert, wie: unter den Trantschen, Burgstallgasse, welch letztere Bezeichnung in allen alten Urkunden constant gebraucht wird. Einige be-stehende Bezeichnungen wurden aus dem Grunde abgeändert, um gegen berühmte Namen einen pietätvollen Act der Anerkennung zu üben; es sind dies Namen hervorragender Krainer oder solcher Männer, denen Krain oder Laibach zu dankbarer Erinnerung verpflichtet ist. In dieser Richtung sind aber die Gemeinserathsbeschlüffe von einem solchen Geiste von Objectivität und Gerechtigkeitsliebe getragen, daß man wol mit vollstem Rechte sagen kann: sie stehen über den Parteien. Denn auch abgesehen von dem Beschlüsse der Zweisprachigkeit ist allen geistigen, nationalen und religiösen Strömungen reichlich Rechnung getragen worden. Neben Auersperg und Valvasor stehen Vodnik und PreKiren. Wird sich auch nur eine Stimme dagegen erheben, daß der Name Valvasors, deS Verfassers der unver-gänzlichen „Ehre des Herzogthums Krain" in dessen Haupt-stadt verewigt werde? Neben der Trubergasse, nach PrimuS Trüber, dem krainifchen Reformator, wurde die Krengaffe in ihren alten Namen Lhröngaffe restituiert, nach Thomas Chrön, dem glanbenseisrigen Gegenresormator. Oder stehen nicht auch die übrigen Namen, deren Andenken bewahrt werden soll, in innigen geistigen Beziehungen zu Krain und Laibach, sind es nicht Namen des besten Klanges, unbestrittenen Verdienstes? So unser berühmter Landsmann Vega, der große Mathematiker; Hilscher, der vortreffliche, aber vom Schicksal so schwer betroffene Dichter, der im laibacher Er-ziehunAshause ausgebildet wurde; Beethoven, der, abgesehen von seiner universellen tonkünstlerischen Bedeutung, Ehrenmitglied eines noch bestehenden laibacher Vereines (philhar» manische Gesellschaft) war; Reßl, der geniale Erfinder der Dampfschraube, der bekanntlich am hiesigen Friedhose begraben liegt; Gruber, der sein Andenken ja anch schon in dem nach ihm benannten Gruber'schen Kanal gefunden; Schellenburg, der Stifter xar exesllenee, der krainifche Peabody, der sein ganzes Vermögen humanen und religiösen Stiftungen gewidmet hat. Die Bezeichnung der gegen die Lattermannsallee süh. renden Straße mit den hübschen Neugebäuden und dem Ausblick nach den herrlichen Promenaden und dem Gnte Tivoli, dem einstigen Besitze Sr. Majestät des Kaisers, die ohne Zweifel dereinst die schönste Straße Laibachs werden wird, nach dem Namen des regierenden Souveräns, sowie die Wahl von Straßenbenennnngen nach dem unvergeßlichen Kaiser Joses und seiner erlauchten Mutter, die so viel für das Volksschulwesen in Krain gethan haben, steht wol außerhalb jeder Diskussion. Die historische Thatsache, daß am deutschen Grunde bei Laibach die altrömische Stabt Aemona gestanden, wurde durch die Straßenbezeichnungen: Römerstraße, Aemonastraße und an der Römermauer, und zwar in der Weise fixiert, daß letztere zwei Namen zugleich die Grenzlinien der alten Stadt bedeuten. ^ UebrigenS ist der Gedanke, historische Namen oder Er-eigniffe durch Platz und Gassenbenennungen zu verewigen, in Laibach nicht neu, so haben wir l« schon früher einen Tongreßplatz, eine Hradeczkyvorstadt, eine Hradeczkhbrücke. eine FranzenSbrücke, -ine Lattermannsallee u. s. w. gehabt. Nachdem die Untertheilung der Stadt in Stadt und Vorstädte gefallen ist, so waren auch die Namen Hauptstraße und Hauplaaffe nicht mehr am Platze und es heißt künftig die Wienerhauptstraße Wlenerstraße, die Tirnauerhanptaafse Lirnauergaffe und p»r conse^uMLS der Hauptplatz Rath-hausplatz. Die geflir»tete und von dm Slericalev auSpysaunte bilderstürmende Reformarbeit gegen alle Namen von Heiligen steht in Wahrheit so, daß nicht nur kein solcher verdrängt wurde, sondern der heilige Peter in der St. Petersstraße (srüher Sallocherhauptstraße) und im St. Petersdamm (User der Laibach vom Marienplatz bis zur Peterskaserne) und der beil. Jakob im St. Jakobsquai (Laibachuser hinter dem alten Markt) sogar einen numerischen Zuwachs erhielten, so daß der von mancher Seite als ungläubig verschriene liberale Demeinderath gegen die beiden berühmten Apostel wirklich von einer ganz besonderen Aufmerksamkeit war. Sv verhalten sich also thatsächlich die Dinge, gegen die von klerikaler Seite in so unlauterer und so über-flüssiger Weise gewühlt wird. Wir aber und mit uns sicherlich auch die weitaus überwiegende Mehrheit der Bewohner Laibachs glauben, Laß sich der Gemcinderath der Landeshauptstadt durch diese zeitgemäße Resorm, deren große Schönheit und Nützlichkeit nach ihrer Durchführung noch evidenter fein wird, ein wahres Verdienst erworben hat und daß sich die klerikalen Herren Stadtväter in dieser Frage, gelinde gesagt — blosgestellt haben. Opposition dort, wo sie am Platze ist, aber Opposition um jeden Preis heißt auf Deutsch auch: Allzu scharf macht schartig! Verstorbene. Den 26. Juni. Franz Zeleznikar, Schuhmachers-kind, 3 M. und 26 T., GradischavorstadtNr. 5s, allgemeine Schwäche. Den 27. Juni. Alexander Eermak, bürg. Schneider, 74 I., Stadt Nr. 123, Erschöpfung der Kräfte. — Johann Metelko, Sträfling, 30 I, Castellberg Nr. 57, brightische Nierenentartung. — Pauline Luschin, Landesausschußbeam-tenskind, 6 M., Krakauvorstadt Nr. 66, Lungenlähmung. R»M, 87. Juni. Die Kammer genehmigte die baseler Convention unverändert mit 344 gegen 35 Stimmen. telegraphischer Cursv-richt am 28. Juni. Papier-Rente 65 20 — Silber-Rente SS- 18M.r GtaatS-Lnlehen 109 25. — Bankactien 833. - kredit 139 20 — London 128 40. — Silber 10160. — K. k. Mün, dukaten 5 84. — 20-FrancS Stücke 9 81. - 100 Rei.'s, mark 60 35. Mr Damen! (361) 3-2 Telegramme. (Orig.-Telegr. des „Laib. Tagblatt.") Belgrad, 28. Juni. Die JnsurrectionSchefS in Bosnien riefen gestern Milan zum Fürsten twn Bosnien aus. Eine Deputation wird nach Alexi-nac abgesendet. Nikita wird die herzegowinaer Fürstenwürde annehmen. Die türkische Donauflotille und die Grenztruppen erhielten BereitschaflSbefehl. Abdul Kerim übernimmt den Befehl gegen Serbien. Wien, 27. Juni. Die „Politische Corrcspon-denz" meldet aus Belgrad: „Des Fürsten Abreise zur Armee ist auf den 30. Juni festgesetzt; am selben Tage erscheint das Kriegsmanifest. Am 1. Juli soll der Belagerungszustand für ganz Serbien verkündet werden." — Aus Cetinje meldet die „Correspondenz" die Einberufung aller Montenegriner vom siebenzehnten bis zum sechzigsten Lebens, jahre und die bevorstehende Uebernahme der Regierung durch den Senat im Namen des Fürsten bis zum Ende des Krieges. London, 27. Juni. Infolge Instruction der Regierung wird Gibraltar vollständig in Verthei-digungszustand gefetzt. Lasmo-Neftauratiou. Morgen am Peter< und Paulitage großes Concert der aus acht Personen bestehenden Gchllschast MittnMr. Anfang 8 Uhr abends. Entree 25 kr. Hochachtend ________________________Franz Eürfekä. Glück auf nach Srannschweig! ist und bleibt mvino »Nv Dvvlxe, unter welcher ich wiederum die von hoher Regierung genehmigte und ^»ronttrte ^giKlvs-I-ntleri«, ..... 696,000 Nark enthüllend, dMmilcr vveiit 450 000 sneeiell »ooooo, 150 000, 80,000, oo.ouo s L, 40,000 rc. rc. weiche inncrh-ilb weniger Monate ,ur Enllcheiiung lommen müssen. angelegentlichst nnpse^le. Die Ziehung beginnt schon r,i» .SuLL rr. v. und versende bie„u gegen Einseudu> g des öe> träges oder Postuorschuß (»rixiuollav«« Vl V- ^ V» zu A. 9 11.4,50 11.2.25 n. 1^13 Sende j,d»m Theiluehmer de» amtliche» Plan gratis, sowie auch Gewinnliste» und Ge-wimigclder t < ! werden. I-oiiunL beqü>lstig.e Nttch in der kürzlich beendete» Lotterie wieder mein iu reichem Maasie, meine i^irma dedars daher -^t«n in dieser ! ,»»>'»>> isti keiner Anpreisungen dieser so beliebten Lotterie, indem ich daher silr das mir seit Iahreu geschnikte L,rtra,ie» ergebenst daule, bitte solches mir, da die Rachsrage bereits stark ist, durch vnldigc Bestell»nnl'i, zu erueueu. I'«. .^1-888, Hanptcollccteur i» Lt, «i->> Langcrhos Nr. 8. Ein Fräulein, welches sich inWien im Frisieren und in Haararbeiten vollkommen ausgebildet hat. empfiehlt sich den hochgeehrten Damen. — Chignons, Haarzöpfe und Rollen werden solid, dauerhaft und billig verfertiget und ausge« bessert. Laibach, St. Jakobsplatz Nr. 148, III. Stock. 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Verleger Ottomar Bamberg. 8tere«8livpdiI«Ier. 8lere08k«p-^pparate. I^onpen. k«N880len. Vinlt«lme88vr, krelvynes. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.