Laibacher Ieituna. .M 5 FS. Dinstag am KO. September F849. Die „Laibacher Zeitung" crschc.nt wöchentlich 3 21ial: D,n,iaz. Donnerstag nnd ^amssa^ und lostet stunuit den, „Illyrischcn Blatte" im Comptoir qcmMriq 9 ff b^l'iälni., 4 5 in f. für dic Znstellnnq ins Hcins sind iM'lich 40 kr. mchr jn entrichten. Durch d,c f. i. Polt unter (5ouvcrt mit gerückter Adresft Portofrei ganzjähriq ^2 i halb äsn^, i « » M Inscrtionsgebühr für eine Spalten^nic oder den Ncnun dn'feü'en, für mimal^e Cinfchaltiin.; :l kr., für eine zweimalige 4 ^, . für eine dreimalige 5 kr. C. M. Inftratc bis 't2 Z^ lcn 1 fl. snr :^ Vial. Heyag!l)ttM Krain. Haibach, am 17. September. Der gestrige Tag wird in der Geschichte der Stadt Laibach und des ganzen Landes Kram Epoche bilden ; die Eisenbahn ist feierlich eröffnet und mit dieser, vielleicht größten Erfindung der Neuzeit, dem Verkehre ein neuer Aufschwung gegeben worden. Jedoch nicht bloß die Bcdeutenheit des gestrigen Tages war groß, auch die Festlichkeit desselben war derart, daß die Erinnerung daran dem Gedächtnisse eines Jeden, der dabei war, sich gewiß unauslöschlich einprägen wird. Daß eine große Menge Fremder herbeigeströmt ist, um der Feierlichkeit beizuwohnen , braucht wohl nicht erwähnt zu werden, nickt bloß von der nächsten Umgegend, sondern auch von den größeren Entfernungen haben sich Neugierige eingefunden, welcke wegen des zu beschränkten Raumes in den hiesigen Gasthöfen größtentheils in Pri-vathäusern untergebracht werden mußten. Nachmittags drängte sich Alles zum Bahnhof, dem Orte, wo die Feierlichkeit vor sich gehen sollte. Um 3 Uhr marschirte eine Compagnie der Nationalgarde mit der Musikcapelle dahin und stellte sich im innern Hofraume auf. Bei der Wiener-Linie war eine sehr sinnig verzierte Triumphpforte aufgerichtet, auf welcher die österreichische, die Stadt - und Landesfahne wehe-ten. Besonders schön war der Bahnhof geschmückt. Gegen fünf Uhr verkündete der Kanonendonner vom Castellberge die nahe Ankunft des Trains, der uns die hohen Gaste biingen sollte. Bald darauf kam der Zug an, geführt von dein prächtigen Locomotiv „Laibach"; die Musikcapelle der Nationalgarde spielte die Volkshynme, und als Seine kaiserliche Hol), der durchlauchtigste Herr Erzherzog Albrecht, ein Sohn des Helden von Aspern, aus dem Wagen stieg, wurde er von einer Deputation des hiesigen Magist, ates, von den Civil- und Militär-Autoritäten des Landes feierlich empfangen, während die zahlreich Versammelle Menge den hohen Stellvertreter ihres vielgeliebten Kaisers mit dem freudigsten Zuruf begrüßte. Hierauf wurde sowohl der Bahnhof als auch das angekommene Locomotw von Sr. fürstlichen Gnaden unserm Herrn Fürstbischof eingesegnet,! worauf der ganze Zug sich in die Stadt bewegte. ^ An der Seite Sr. kaiserlichen Hoheit saß im Wagen dcr Minister Ritter von Brück. Das Militär und die Nationalgarde bildete Spalier, vom Bahnhof bis in die Burg, wo Seine kaiserl. Hoheit abstieg, und überall, wo dcr Zug vorbeikam, ertönte freudiges Vivatrufen. Vor dem festlich geschmückten Civil. Spirale hat die Tochter des Epital-ControllorZ, Anna Bold, den hohen Gast im Namen dcr Krankcn mit einer kurzen und sehr gefüllvollen Rede begrüßt. Nach dem Aussteigen in dcr Burg inspicirte Seine kaiserliche Hoheit die auf dem Congrcßplatze aufgestellte Nationalgarde und das hier garnisoni-rende Militär, worauf er sich mit den Gästen zur Tafel begab, welche im Casinogebäudc arrangirt war. Nach der Tafel besuchte Se. kaiserliche Hoheit das Theater. Abends war die Stadt aus freiem Antriebe festlich beleuchtet. Die Feierlichkeit endete mit einem glänzenden Balle im hiesigen Casino-gebäude, dem auch die Ehre des Besuches Seiner kaiserlichen Hoheit und der übrigen hohen Gäste zu Theil wurde. Heute früh um halb 9 Uhr traten Seine kaiserl. Hoheit unter dem Donner der Kanonen Höchstihre Rückreist an. Die bei der Feierlichkeit gehaltenen Reden, und die weitere Beschreibung der Feierlichkeiten von Cilli bis »Nadctzkystraße.« Das Diplom für den greisen Heldenmarschall, als Ehrenbürger der Hauptstadt Gratz, befindet sich schon seit längerer Zeit in der Ausfertigung und dürfte in jeder Beziehung ein wahres Prachtstück werden. W i e ,l Wien, 13. September. Nach einer von dem k. k. Kriegsministerium dem hohen Finanzministerium, und von diesem unterm 5. d. M. der Regierung gemachten Mittheilung, hat das k. k. croatisch-slavonische General-Commando, mit Rücksicht auf die in Bosnien ausgebwchenen Unruhen, für nöthig befunden, die Ausfuhr von Blei und sonstigen Mu-nitions-Gegenständen, so wie von Waffen, und dem zu ihrer Erzeugung erforderlichen Materiale, bis zum Eintritte ruhigerer Verhältnisse, einstweilen einzustellen. Dcr Rückmarsch dcr k. russischen Truppen gebt rasch von Statten, nur General Graf Rüdiger bleibt noch bis weiters mit dem dritten Armeecorps um Kaschau, und hat die Division Grabbe bei Ko> morn detachirt; General Tscheodajcss, der Galizicn mit seiner Division bereits betreten hat, soll in Lem-berg Halt machen. Wien, zwölf Uhr Mittags. So eben bält Nadctzky seinen Einzug. Eine große Menge Volks erwartete ihn im Südbahnhof. Dcr aus der Tiefe der Herzen dringende Enthusiasmus, mit dem er empfangen wurde, ist unbeschreiblich. Wir iahen Thränen in vielen Augen. Enthusiastische Lebehochs wurden auch dem Ban Iellaci«"- gebracht, der zur Begrüßung des Helden in dcn Südbahnhof hinausgekommen war, und mit dem F- M. in einem Wagen in die Stadt fuhr. Der Eindruck, den dle greise Heldengestalt Radetzky's mMe, 'st "'" höchst wohlthuender ; würdig und kräftig, wie wir ihn einher-schreiten sahen, läßt er Oesterreich hoffen, daß die Lebenstage seines ersten Feldherrn noch lange nicht gezählt sind. Der Zug geht ^irch die Kärntnerstraße, über den Graben und Kohlmarkt in die Hof- burg. Aus allen Fenstern der genannten Straßen, die mit Teppichen, Büsten, Blumen u. s. w. geschmückt sind, jubelt man dem geliebten Heldengreise entgegen; man drangt sich an den Wagen, um sein Antlitz zu sehen. Wir rufen dem echten Schwerte Italiens ein freudiges »Hochwillkommen!" entgegen. (Lloyd.) Wien, 14. September. Mit dem gestrigen Abcnd-Postzuge sind Se. kaiserl. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Leopold, in Begleitung des k. k. Herrn Oberst-Lieutenants Aubin, und des k. k. Herrn Rittmeisters Dorner, (mit zwei Hofwagen) über Warschau nach St. Petersburg abgegangen, um Sr. Majestät dem Kaiser über das Hinscheiden des Großfürsten Michael die Beileidsbezeigungen zu überbringen. Ihre kaiferl. Hoheiten, die Herren Erzherzoge Albrecht, Carl Ferdinand und Ernest, begleiteten den Herrn Erzherzog Leopold bis in den Bahnhos, wo Höchstdieselben bis zum Abgänge des Zuges verweilten. Wien, am 14. Sept. 1849. Wien, 15. Sept. Se. Majestät der Kaiser haben Sich von der Anmahnung eines Unwohlseyns erholt, und der erste Gang führte Höchstdenselben vom Krankenbette zu dem greisen Feldmarschall Grafen Radetzky. Derselben Gnade eines kaiserlichen Besuches ward der an seiner Wunde krank darnieder liegende G. M. von Benedek theilhaftig. Auf allerhöchste Anordnung wird für weiland Seine kaiserliche Hoheit den Großfürsten Michael Paulowitsch von Rußland die Hoftrauer von heute, den 15. September angefangen, durch zehn Tage bis einschließig 24. September ohne Abwechslung getragen werden. Wöh m e n. Prag, 10. Sept. Wer Gelegenheit hatte, die drei Fürsten (Ihre Majestäten den Kaiser von Oester-reich, die Könige von Preußen und Sachsen) in Teplitz zu beobachten, kann keinen Zweifel mehc hegen an dcn freundschaftlichen Beziehungen, in denen sie sich persönlich gegenüberstehen. Bis spät in die Nacht blieben die Fürsten zusammen; in der Frühe des 8. September um drei Uhr war der König von Sachsen nach Pillnitz vorangeeilt, um seinen Freund, unsern Kaiser, dort zu empfangen. Seine Majestät der Kaiser ging in die Krankenspitäler, sprach dort theilnehmend mit vielen Kranken, und erwies sich besonders freundlich gegen die verwundeten Krieger, die von den Quellen des dortigen Baoes sich Heilung und Kraft zur Fortsetzung der Dienste für das Vaterland erholen wollen. Man sah dcn Kaiser häufig mit verwundeten Kriegern des österreichischen und preußischen Militärs, die, ihm auf der Straße begegneten, freundlich sprechen. (Lloyd.) Prag, II. Sept. Nachdem die unheilschwan^ gcren Wolken, die über Oesterreich heraufgezogen waren, sich glücklich zerstreut und der Friede wieder darin eingekehrt ist, tritt die lang verlassene und unbeachtete Wissenschaft wieder in ihr Recht, und 3N« fordert vom Staate ebenso, daß er sie in ihrer ei-genen Fortentwicklung und in ihrem heilbringend den Streben kraftigst unterstütze, wie sie von der gebildeten Jugend gebieterisch verlangt, daß sie ungesäumt in ihr Element zurückkehre. Indem wir das provisorische Gesetz über die Prüfung der Lehramts-candidate« für Gymnasien als einen folgereichen und entscheidenden Schritt auf dem Wege der radicalcn Reform in dem höheren Unterrichtswesen freudigen Sinnes begrüßen, hoffen wir, daß durch den so sehnlich erwarteten neuen Studienplan, durch die Wiedereröffnung sämmtlicher Universitäten des Kai^ serstaates, deren Mehrzahl heuer durch den Drang der Ereignisse geschloffen blieben, vorzüglich aber durch Besetzung der vielen vacanten Lehrstühle mit Männern von anerkannter Tüchtigkeit, namentlich aber durch die baldige Schöpfung einer philosophischen Facultat in entsprechendem Sinne der ohne-dieß nach gekühlter politischer Aufregung doppelt wach und rege gewordenen Sehnsucht der studierenden Jugend nach den Schätzen der Wissenschaft Genüge gethan werde, auf daß dem lebhaften Geiste derselben ein würdiger, lohnender und entsprechender Wirkungskreis sich eröffne. — Mit anregendem Beispiele leuchtet der als gründlicher Forscher ausgezeichnete Historiker, unser Landsmann Palatzky, den Jünglingen vor. Kaum waren bie erschütternden politischen Ereignisse ihrem Ende zugekommen, als er sich schon wieder mit ganzer Seele auf dasjenige Gebiet wirft, das. ihm zum geistigen Lebenselemente ward — auf die historische Forschung. Er bearbeitet gegenwärtig den reichsten und interessantesten Thetl der Geschichte seines Vaterlandes, und wird uns hoffentlich bald mit einer »Geschichte der Hussiten-kriege« bereichern. (Wand.) Prag, 14. Sept. Wir erwarttn in wenigen Tagen einen theuren Gast: am 27. d. M. erfreuen wir uns der Ankunft Seiner Maiestät des Kaisers Ferdinand. Prag ist allem Anscheine nach so glücklich, zum bestandigen Wohnsitze desselben erwählt zu seyn. N. S. So eben langten hier einige Husaren von König von Preußenregimente aus Klattau an, welche nach Parduditz gehen; ihnen folgen noch 70 Mann, welche ebenfalls dahin verlegt werden. Mit dem morgigen Train gehen 2 Compagnien Artillerie, beinahe die letzten Artilleristen, die wir hier haben, nach Ungarn, um bei der Belagerung von Komorn mitzuwirken. — Folgenden höchst seltsa-men Glücksfall bringe ich eben aus ganz verläßlicher Quelle in Erfahrung. Ein hiesiger Schullehrrr in einem Alter von mehr als 70 Jahren, ein gebeugter Greis, hatte das glückliche Unglück, daß ihm seine Frau starb in einem Alter von etwa 45, Jahren. Er hatte sie lebensversichern lassen, und so bekam er als Erbe 10.000 fi. Die Geschichte ist seltsam aber wahr, ich könnte den Mann genau bezeichnen. Prag, 14. Sept. Die Arbeite» der Grund-entlastungscommission häufen sich mehr und mehr, und nicht sobald dürfte das alle Thätigkeit fordernde Werk vollendet seyn. Mit Nächstem erwartet man die Freilassung einiger Studenten, die in dem Arbeitshause mhaftirt sind. Vorgestern wurde ein Offizier der Honved in Ketten mit der Eisenbahn gebracht und nach The-resienstadt transportirt, wo er auf ', Jahre con-demnirt ist. (Wand.) C r a a! i e n. Der Herr F. Z. M. Ban Iella<>iö hat vor seiner Abreise von Agram nachstehenden Tagesbefehl an die Südarmec erlassen - »Ein Jahr ist vorübergegangen seit ich das Ban-ner erhob, um an der Spitze der treuen Gränz-Völker der Empörung die Stirne zu bieten, einen Damm entgegen zu Men der hereinbrechenden Anarchie. Und es war ein Jahr, wie Oesterreichs Geschichte kein zweites gekannt, und nimmer kennen möge, ein Jahr voll weißer, blutiger Kämpfe, reich an Mühen und Entbehrungen! In dürftiger Kleidung, spärlich ausgerüstet, fochtet Ihr in der eisigen Kälte des Winters mit eben so treuer Hingebung, wie in der Gluth des Sommers auf verheerten, ausgedörrten Ebenen. Kämpfend mit den mächtigen Einflüssen ungewohnter Klimate habt Ihr nicht allein dem Schwerte des Feindes, Ihr habt weit mehr Opfer den Fiebern und ansteckenden Krankheiten erliegen sehen! Gar viele unserer Brüder ruhen in fremder Erde; sie alle deckt ein ehrendes Grab, denn alle starben lie für das große, gemeinsame Vaterland; Ihr aber, die Ihr nun heimkehrt vom langen mühevollen Zuge — mhmt meinen, nehmt des Vaterlandes Dank, als dessen treueste Söhne Ihr Euch bewährt. Mit dem vollen Bewußtseyn erfüllter Pflicht kehren Eure gelichteten Reihen zur Hei-math zurück. Trauert um die Fehlenden, aber bedauert sie nicht, denn groß war das Ziel nach dem wir strebten; es galt, dm sinkenden Thron zu stürzen , und alls den Gräueln wilden Bürgerkrieges das Vaterland zu errettn — ein schönes, ein herrliches Vaterland! Ihr habt mit schwerem Preis gezahlt — doch nun blicket mit Stolz empor zu jenen Fahnen, die Euch vorangeleuchtet in der Nacht blutiger Kämpfe ! Ihre siegreichen Zeichen verkünden uns Allen das goldene Wort, daß es wieder ein großes, ein mächtiges Oesterreich gebe, wcil Ihr auch in der Stunde banger Zweifel das ward, was Ihr von je gewesen, tapfer und treu! Agram den 10. September 1849. Jella^i^ m. p. Fcldzeugmeistcr und Ban.« Agram. Es ist bereits erwähnt worden, daß eine Anzahl Damen sich, zur Aufgabe gemacht hatte, Sr. Ercellenz dem Ban bei seiner Zurückkunft aus Ungarn ein Andenken zu verehren. Es hatte sich cine Gesellschaft zu diesem Zwecke gebildet und hat nun Sr. Erc. dem Ban nebst einer reich ausgestatteten seidenen Fahne einen Mergestickten Polster und einen werthvollen Tafelaufsatz überreicht. Die Fahne, über welcher ein silberner Mond und Stern angebracht ist, trägt die Inschrift: >>/.» .<,!<,. kocill, kl-chll i llmnnvimi " Die 3 Fahncnbänder: »8v6t!om Ullnu Lgsnn» ^o«is)«l ^«I.-iöi« - Uuiim.^ Köms; li» l«8pcitN6Nll «i^lno^u poviallv« i/ i-atü lNIAjgssiio^»; nMl)t'<1«ll>ircn täglich in größeren nnd kleineren Abtheilungen und in elendem Zustande die dortige Gegend. -- Die Baökacr klagen, daß die früheren Sttchlrichtcr, die mit den Insurgenten zusammenwirkten , wieder in ihre Aemter eingesetzt werden. — Reisende, die das Banat nnd die Baöka passirten, schildern die dortige Verwüstung auf gräßliche Weise. St. Toma«, Perlas, Neusatz sind Ruinen, der kleineren Orte gar nicht zu gedenken. Es wird selbst bei außerordentlicher Hilfe und Unterstützung vieler, vieler Jahre bedürfen, bis die verödeten Gefilde dieses weiten, fruchtbaren Landstriches unter den fleißigen Händen der nun theils zerstreuten, theilt' vertilgten Bewohner wieder in der vorigen Ueppigkeit aufblühen werden. (Südjl. Z.) U nga r ll. Die »Agr. Ztg.« vom 1?.. Sept. berichtet aus Semlin vom 9. Sept.: Es wird Ihnen wohlbekannt seyn, daß Peterwardein capitulirt habe und dessen Uebernahme von den Unsrigcn am 7. Sep--temlier erfolgt sey, daß ferner die Capitulation von den Ossizieren, die ihrer Strafwürdigkeit bewußt, die Gelegenheit, wieder zur kaiserlichen Fahne zurückzukehren, nicht ergreifen wollten, sondern mit den Rebellen gegen den rechtmäßigen Souoerain fochten, verzöger tworden sey; diese sind theils nach Essek, theils auf dem D^npfboote »Tißa« nach Titel abgeführt worden und werden daselbst einer strengen gerichtlichen Untersuchung unterzogen wc» den, um für ihre yochverräthenschen Handlungen den verdienten Lohn einzuernten. Die gemeine Mannschaft wurde desarmirt auf die Schlepper gebracht und nach Preßburg abgeführt, die Honveds aber entlassen. Der hochverdiente Oberst Mamula soll einstweilen als Commandant in Pcterwardein angestellt seyn. Die Neusatzer Insassen ziehen in Mas-sen, insbesondere von der mittleren Classe, in ihre Heimat!) zurück. Die oon den Rebellen in Neusatz geplünderten unv nach Peterwardein geschleppten Waren und Fahrnisse werden fleißig aufgesucht, "M sic sofort den Eigenthümern nach dem ausgewiesenen Eigenthumsrechte einzuhändigen. Endlich ein Mal ist also auch dieser wichtige feste Platz in unseren Händen und die Communication zwischen SeM' lin und Pesth eröffnet. Es fuhr bereits gestern das Dampfschiff Duna, welches bei Karlovitz vor An, ker lag, nach Pe.lh über Peterwardein ad. Heute ist die erste Post von Peterwardein nach Scmll'n gekommen. General Mayerhoffer ist gestern mit Stoja«"-ko nach Be.'-kcrek abgegangen, um, wie es heißt, einige Gerichts- und politische Velwrdcn provisorisch in dem Distritte auszustellen. — Nedeljkovii- sammt Eustatie Michailovi«'-, Franz Vice, Stojakovi« wird auf Befehl Sr, Erccllenz des Ban, sich nach Wien begeben, lim daselbst an den Berathungen über scr-bische Angelegenheiten Theil zu nehmen. Das Deutschbanater und Peterwardeiner Gränz-regiment wird auf zwei Bataillone und ein Re-serve-Bataillon reducirt und die übrige Mannschaft soll nach Hause, um ihre Grundstücke bestellen zu können, geschickt werden. -- Zur Besorgung der hiesigen Garnisonsdienste wird ein Bataillon von dem böhmischen Regiment Khcvcnhüller hier erwartet. Seit das Cernirungscorps von der Baökcr Seite aufgehoben ist, ziehen viele Ba<-kacr nach Neusatz, plündern und schlevpen die Ueberblcibsel der Effecten der verunglückten Neusatzer fort. Die Neusatzer setzen wieder über die Brücke nach Peter-wardcin und mißhandeln die Deutschen, die an der Verwüstung von Neusatz Schuld getragen haben sollen. — Heute ist ein Bataillon Peterwardeincr Gränzer aus Peterwardein ausgerückt und zieht in den Stabsort Mitrovitz zurück. (Agr. 3-) Pesth, 12. September. Hcute Morgens rückten wieder 2 Batterien schweren Kalibers gegen Komorn ab, während im Laufe des Tages 40 Ka- 397 nonen der Insurgenten, das 12. Iägcrbataillon und 2 Grenadierbataillons einrückten. Nach Pcsth werden 4, nach Ofen 2 und nach Walzen und Szolnok 1 Grenadicrbataillon in Garnison verlegt werden. Heute Nachmittags entlud sich über der Stadt ein wolkenbruchartiges Gewittr, von starkem, masscn. haften, Hagel und beständigem Blitz und Donner begleitet. Fast alle der Stromseite zugekehrten Fcn-ster wurden zerschmettert und die Hitze des Tages hat nach diesem Gewitter kaum merklich nachgelassen. Die Dampfschifffahrt bis Semlin und Orsova wird Sonntag eröffnet. Nächtliche Einbrüche währen fort, so dieser Tage bei dem Caffeticr zum «guten Hirten«, und Tages darauf in einem anstoßenden Schustergewölbe. Das Bedürfniß einer wohlorganisirten Polizei stellt sich dringend heraus. Mehrseitigen Mittheilungen zu Folge äußern die zu den ungarischen Redellen übergegangenen Soldaten ungarischer Negimcnter lebhafte Reue über den begangenen Treubruch; sie sind voll Er^ bitterung über ihre Verführer, und wünschten nichts sehnlicher, als ihrem alten Regiments - und Bataillons .-Verbände wieder einverleibt zu werden. Wir bringen als Beleg hierzu nachstehenden Auszug aus dem Berichte eines Offiziers des k. k. Kaiser Alexander Infanterie-Regimentes Nr. 2 an das Regiments-Commando in St. Polten, ddo. Sr. Miklos, am l. September 1849: „In der Umgebung von Arad sind gegenwärtig Tausende von gefangenen Insurgenten in großen Lagern concentrirt. Diese Leute werden von aufgestellten Commissionen classisicirt, und dann nach ihrer Tauglichkeit assentirt oder entlassen. In einem dieser Lager befand sich, wie ich erfahren hatte, das frühere dritte Bataillon des Regimentes Alexander, nebst einem großen Theile der Rcgimentsmusik. Nachdem ich mir die Ueberzeugung verschasst hatte, daß wirklich ein großer Theil der, vor der Insurrection dem Rcgimente angehörigen Mannschaft, worunter gegen 70 Unteroffiziere und 23 Bandisten mit ihren Instrumenten vorhanden waren, erwirkte ich mir vom Armcc-Obcrcommando einen Befehl, vermöge welchem ich die Mannschaft aus den Gefangenen herausheben und dem Grenadier-Bataillon Pasztori, welches eben nach Pesth marschirt, übergeben durste. Dieses Bataillon hatte den Auftrag erhalten, die dem Alexander angehörende Mannschaft zu prä'sentiren, bis Pesth in Verpflegung zu nehmen, und von Pesth deren Transpor-tirung bis St. Polten zu bewirken. Die Mannschaft, welche, wie bekannt, die geringste Schuld daran trägt, daß sie unfreiwillig ihrem Eide zuwi-der handeln mußce, äußerte die größte Freude, als sie vernahm, daß sie wieder ihrem alten Regimente einverleibt werde. Die Zahl beträgt gegen 300, es befinden sich darunter auch ein großer Theil der ehemaligen Grenadier-Division. Bei der Eile, mit welcher die Absonderung vorgenommen werden mußte, mag sich später darunter manches minder taugliche Individuum vorfinden, auch habe ich einigen Recruten, die das Bataillon im Laufe des letzten Iahrcs erhalten hatte, erlaubt, sich anzuschließen. Wcnn es nicht außer den Gränzen meiner erhaltenen Erlaubniß gewesen wäre, so hätte ich noch viele solche RecNl-ten und andere Honveds anschließen können, daae-gen wehrte sich aber selbst die alte Mannschaft die trotz aller demoralisirender Einflüsse, einen milttäri schen Corpsgeist sich erhalten hat, der recht Gutes verspricht." (Lioyd.) O l! l i.; i e ,!. Krakau, 10. September. Gestern brachte ein Courier dic Nachricht, daß Großfürst Michael in Warschau in der Nacht vom 8. auf den 9. mit Tode abgegangen ist. Wir erfahren, daß der Durchmarsch der von Ungarn zurückkehrenden russischen Truppen durch Kraukall am 13. beginnen und bis zum 29. dauern werde. Sölligrnch Sardinien Die »Gazzetta di Gcnova« vom ?. September berichtet Folgendes: Am 5. d. M. langte, von Toscana kommend, Garibaldi, nur von cinem seiner Genossen brglei-tct, auf einer Fischerbarke in Porto Venere an. Er begab sich von dort nach Spezia und hierauf nach Chiavari, wo er spät Abends ankam. Obgleich er dort von einer Mcnge Leute umringt war, so wurde er von denselben doch nicht erkannt. Der Intendant aber, der Kenntniß von seiner Ankunft erhalten hatte, erlaubte ihm, wenn er sich ruhig verhalte, in dieser Stadt zu verbleiben, bis ihm weitere Verhaltungsbcfcyle von seiner Re-gierung zugekommen seyn würden. Der königliche Commissar, der inzwischen Be-richte in Bezug auf diese Ankunft erhalten hatte, verordnete, daß die früheren Befehle des Mini-steriums in Hinsicht Garibaldi's in Vollziehung gesetzt werden sollten. Ein Hauptmann der königlichen Carabinieri wurde dem zu Folge nach Chiavari entsendet, wo er im Einverständniß mit dcm besagten Intendanten jener Stadt, Garibaldi aufforderte, sich in dic Festung abführen zu lassen, um dort in Sicherheit zu seyn, bis man Veranstaltung getroffen haben würde, ihn ins Ausland zu schicken. Garibaldi verhielt sich ganz gleichgültig bei dieser Maßregel, und fügte sich dieser Aufforderung, ohne den gcrinsten Widerstand. Die Regierung will nicht gestatten, daß Garibaldi in ihren Staaten sich aufhalten dürfe; doch zeigt sie sich geneigt, ibm alle Erleichterungen an-gedeihen zu lassen, um ihn in den Stand zu setzen, sich in ein fremdes Land nach seiner eigenen W,ihl begeben zu können. D c u t s ch l a n d. Frankfurt, 8. September. Die „O. P. 3." berichtet: Dcr nachstehende erfreuliche Erlaß geht uns zur Veröffentlichung zu : »Der unterzeichnete altere Bürgermeister erfüllt eine angenehme Pflicht, indem er auf den Grund eines ihm zugekommenen, huldvollen Handschreibens Sr. kaiserlichen Hoheit des Durchlauchtigsten Hrn. Erzherzog Reichsverwcscrs vom 6. I. M. hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringt, wie Seine kaiserl. Hoheit es darin für »ein unabweisbares Bedürfniß" zu erklären geruhten: „Der Stadt Frankfurt aus voller Brust Dank' zu sagen für dcn herzlichen Empfang, der ihm bei seiner Rückkehr zu Theil geworden sey, und der ihm den erfreulichen Beweis geliefert habe, daß seine Abwesenheit in der Anhänglichkeit der Frankfurter Bürger an ihn und an das von ihm vertretene Princip dcr deutschen Einheit Nichls zu ändern vermocht hat.« Frankfurt, 8. September 1849. Der ältere Bürgermeister der freien Stadt Frankfurt: (gez.) Dr. Müller. Dresden, 10. Sept. Die »Leipziger Ztg.« enthält folgende, wie es scheint, offizielle Erklärung: In vielen Kreisen und durch mancbe Provinzialbläc-tcr ist absichtlich das Gerücht verbreitet, Preußen verlange von Sachsen mehrere Millionen für seine Ksiegsrüstung aus den Tagen, wo es uns gegen den Ausruhr geholfen. Schlagender kann die,cs Gerücht wohl nicht widerlegt werden, als durch Preußens Erklärung, die Verpflegung fti'icr Truppen in Sachsen aus eigenen Mitteln bezahlen zu wollen. Zu dcm Zwecke erging in diesen Tagcn eine Verordnung dcr hiesigen Kreisdircction an unsern Stadt-r"th, diesen Verpflcgungs-Auswand zu liquidiren. Dasselbe Verlangen ist, so viel wir wijjen, von Preußen auch an Baden gestellt worden. F r n n k r e i ch. Paris, 8. Sept. „Galignanis Messenger" spricht sich über dcn bereits bekannten Brief des Präsioenttn der französischen Republik an seinen Adjutanten Edgard Ney in Rom, auf folgende Weise aus: »Die Bemerkung, daß fast alle Pariser Journale, mit wenigen Ausnahmen, heute leitende Artikel über dieses Schreiben geben, erscheint fast überflüssig. Die Oppositions-Blätter müssen sich wenigstens theilwcisc lobend über dasselbe aussprechen, da es im Einklage mit den Gesinnungen steht, welche sie in ibren Spalten dargelegt haben; um desto strenger rügen sie aber dcn Ton, in dem der Brief ge-lialten, da er sie zu deutlich an die Stylistik des Kaisers Napoleon mahnt, und sucben die Behauptung durchzuführen, daß der Schreiber von persönlichen, ehrgeizigen Beweggründen ausgegangen sey, als er auf diese Weise an die Gefühle des Volkes und der Armee appellirte. Einige dieser Prcßorgane nennen das Verfahren des Präsidenten geradezu inconstitutlonell; der »Corsaire" ein Blatt, das kaum mit dcm Namen eines oppositionellen Journals bezeichnet werden kann, wirft die Frage auf: wie man denn über einen constitutionellen Monarchen gcurtheilt haben würde, wenn er mit einem solchen Brief, ohne die Contrasignatur eines Ministers, hervorgetreten wäre? Ueber das Inconstitutionelle dieses Schrittes läßt sich jedoch, strenge genommen, eigentlich nicht viel sagen, denn obwohl die Meinungen darüber getheilt sind, ob es überhaupt klug von dem Präsidenten gehandelt war, ein so wichtiges Document auf andere als die gewöhnliche officiclle Weise abzusenden, so liegt doch in dem Schritte nichts, wodurch die Verfassung verletzt worden wäre, da der Präsident der Nationalversammlung für jede seiner Handlungen verantwort-lich ist, und sich nicht, gleich einem constitutionellen Fürsten hinter der Verantwortlichkeit seiner Mini-ster zu bergen vermag. Das Journal ,/a Presse" bespricht dcn Brief und die römischen Angelegenheiten überhaupt in nicht weniger als sechs langen Spalten. Einerseits gibt sie wohl zu, daß der erste Eindruck, dcn das Schreiben hervorgerufen, ein sehr günstiger war; andererseits will sie jedoch in demselben den Quell künftiger, sehr bedenklicher Com-plicationcn und Gefahren erblicken. Nach ihrem Dafürhalten steht der französischen Regierung kein Recht zu, dem Papste eine il)r beliebige Politik aufzu-zwingen, da Se. He ligkeit nie Frankreich zur Vermittlung zwischen sich und der römischen Republik aufgefordert hat. Wenn es nun zwar nicht in Abrede gestellt werden kann, daß keine besondere Aufforderung in dicscr Beziehung an Frankreich ergangen war, so steht cs doch thatsächlich fest, daß dieser Staat zu gemeinschaftlichem Zusammenwirken mit dcn andern katholischen Mächten Europas angegangen wurde. Gleicherweise läßt sich nicht läugnen, daß von dcm Augenblicke an, in welchem der Papst diese Intervention stillschweigend gutgeheißen hatte, cr auch die Bedingungen derselben annahm. Der Doppclzwcck dcr Sendung des französischen Expeditionscorps war in der Nationalversammlung mitgetheilt und im Angcsichtc des gesammten Europas ausgesprochen worden. Hätte der Papst sich damals entschlossen, die Wicderhcrstcllung seiner zeitlichen Herrschaft auf dcr Grundlage der von Frankreich gestellten Bedingungen nicht anzunehmen, so hätte cr seine Weigerung offcn aussprcchcn müssen. Dic französische Regierung hätte sich hierdurch vielleicht nicht von dcr Bethätigung ihrer Politik abhalten lassen; jedenfalls wäre ihr aber jeder Vorwand eines Rcchtsgrundes genommen worden, dem Papste nach geschehener Restauration irgend eine Regierungsform aufzuzwingcn, oder auch ernsthaft anra-thcn zu wollen. Sobald aber die eine Hälfte dcr offcn ausgesprochenen Absicht Frankreichs nicht nur angenommen, sondern in ihrer Ausführung auch ! dankbarst anerkannt worden war, so konnte man zu dem Schlüsse berechtigt seyn, daß auch die andere Hälfte dicscr Mission der Anerkennung nicht entgehen würde. Wir finden diese Schlußfolgerung in zwei oder drei Pariser Journalen, obwohl nicht ganz deutlich ausgesprochen; es wird jedoch nicht 398 behauptet, daß aus der stillschweigenden Annahme des Papstes ein Recht für Frankreich hervorgehe, jene Einzelnbedingungen dictiren zu können, welche der Präsident in seinem Briefe aufzahlt. Man beabsichtigt einstweilen nichts anderes, als den Papst zur Annahme jener Modalitäten zu vermögen, welche von dem französischen Cabinet in der National-Versammlung als Zweck der römischen Expedition angegeben wurden.« Nach dem »Evenement" hat der Brief des Präsidenten in London großes Aufsehen gemacht, und wurde in allen Clubds besprochen. Schon vor drei Tagen war eine Abschrift desselben einem der englischen Minister zugcmrttelt worden, der dieselbe mehreren Freunden mitgetheilt hatte. Der Herzog von Wellington äußerte sich über denselben, daß er ganz französisch, aber keineswegs politisch sey. Die »Independance« meldet aus Paris vom 9. September: Fortwährend macht der bekannte Brief des Präsidenten der französischen Republik viel von sich zu reden, ohne daß sich jedoch die Börsespeculation hierdurch bedeutend beirren ließe. Gestern noch haben die Pavicrcurse auf der kleinen Börse »kÄssacl« l!« l'o^i-ä« einen Aufschwung genommen. Es scheint also, daß das Publikum den ernsthasten Folgerungen, welche mehrere Journale aus jenem Documentc zogen, eben keinen sonderlichen Glauben beimißt. Nach den Mittbeilungen der Journale „la Preffe, l'Opinion« und noch einiger anderer Blätter soll General Rostolan von seinem Commando in Rom abberufen worden seyn, und General Nandon an seine Stelle treten. Der »Dir Decembrc," ein Blatt, das zu dem Elyseepallast in näherer Be-ziehung steht, will hingegm wissen, dah es General Bedeau sey, durch welchen der nur interimistisch er-nannte Nostolan baldigst ersetzt werden soll. Bei Gelegenheit der Heerschau, welche derPlä-sident der Republik vor Kurzem in Epernay hielt, näherte sich ihm ein Trommelschläger aus Chatillon sur Marne. „Was wollen Sie von mir?" fragte il^i der Präsident. „Mein Prinz," entgegnete er, ich habe mich durch acht Monate in Ihrer Nähe im Fort Ham befunden; bei Ihrer Entweichung hatte ich eben Dienst, und Sie fürchteten sehr, daß ich Ihr Entkommen verhindern würde, als Sie die Worte sprachen: „Der Posten macht eben eine Runde, ich fürchte nur den Trommelschläger.« Ich hatte Sie recht gut bemerkt, als Sie mit dem Brett unter dem Arm entwichen, und wünschte vom Herze,,, daß es Ihnen gelingen möge, mit diesem Brette Ihre Rettung zu bewerkstelligen." „Sie sollen bald von mir hören, mein wackerer Freund," versicherte ihn der sehr gerührt scheinende Präsident, der dem Trommelschläger die Hand drückte. Nach einigen Augenblicken kam General Montholon, der sich im Gefolge des Präsidenten befand, um dem Trommelschläger die Versicherung zu geben, daß Louis Napoleon seiner nicht vergessen werde. Paris. Dem „Journal des Debats" wird aus Bordeaux vom 4. Sept. Nachstehendes berichtet: Herr Levillan, Arzt am Irrenspitale in Cadillac, wäre bald ein Opfer des gefährlichen Wahnsinnes eines seiner Patienten geworden. Während er die Räume des Krankenhauses durchschritt, fühlte er sich plötzlich von rückwärts von einem Dolchstich getroffen. Es wurde ihm sogleich Beistand geleistet, und die Wunde hat glücklicherweise keinen gefährlichen Charakter. Der Thäter ist von der unter Geisteskranken so häufig vorkommenden fixen Idee befallen, daß man ihm nach dem Leben trachte, und ihn vergiften wolle. Dasselbe Journal berichtet aus Paris: Am 25. August bemerkten die Spaziergänger im Bois de Boulogne mit Entsetzen den Körper eines an einem A>ic aufgehängten Menschn,. Da rr noch Lebenszeichen von sich gab, so beeilte man sich, ihn feiner beengenden Kleidungsstücke zu entledigen und zur Ader zu lassen. Der Erfolg dieser Hilfeleistungen war so glücklich, daß er lebend in scine Wohnung in die Gasse Miromcsnil zurückgebracht werden konnte. Obwohl man diesem Bedauernswerthen, bevor man ihn sich selbst überließ, das Versprechen abgenommen hatte, fortan keinen Selbstmordversuch zu begehen, so zeigte doch die traurige Folge, daß er nicht Wort gehalten hatte. Vergangenen Mittwoch bemerkten die Nachbarn, daß ai,s seiner Thürspalte ein Blutstrom heroor-riesle. Da auf ihr Pochen an die uon Junen vcr-schwssclie Thür keine Antwort erfolgte, so sprengten sie dieselbe und fanden den Unglücklichen im Blute schwimmend. Er hatte sich mit einem Rasiermesser, welches er noch in der Hand hielt, die Kehle völlig durchschnitten. Man schreibt diese unbesiegbare Selbstmordmanie einer Taubheit zu, von welcher der an sriner Wuude Verstorbene vor einigen Monaten befallen worden war, und die jeder ärztlichen Bemühung hartnäckig widerstanden hatte. Großbritannien und Irland. London, 7. September. Bei Liverpool starb dieser Tage der reiche Bankier Christopher Blillcn, Mitglied der Firma Leyland, Bullen und Compagnie in Liverpool. Er hinterläßt mehrere Millionen Pfd. Sterling, war abcr trotz seines ungeheuren Reichthums sehr geizig. Er bewohnte in einem mäßig großen Hause nur einige Zimmer und ließ die anderen so verfallen, daß Schwalben, Sperlinge und andere Vögel darin nisteten. Er hatte nur eine Leidenschaft, den Ankauf von Gemälden, die aber alsdann unbeachtet an der Wand stehen blieben. Osmamschcs Ncich. Von der do^nvschen Gränze, :l. Sept. (Fortsetzung der Oorgällge in und von Bil)^- sett 21. August). Vom 2l. bis 25. August siel nichts Bemerkenswcrthes vof. Während des Tages einzelne Kanonen - und Hlcingcwehrschüssc, des Nachts wie gewöhnlich ein «erstarrtes Feuern. Die Ausstellung der Insurgenten blieb dieselbe und sie hielten Bihaö so eng cernirt, daß es mir mit besonderer Verschmitztheit und großer Lebensgefahr gelingen konnte, Briefe oder sonstige Nachrichten in die Stadt zu bringen. Die Insurgenten sind noch immer der Meinung, daß der Vezir zu ihrer Bekämpfung nicht aufbrechen werde. Am 26. Ein starker Zuzug aus Maidan, Vania-luka und Pridor verstärkt die Insurgenten um circa 1000 Mann, welche sich heute ruhig verhalten. Am 2?. Verläßliche Nachricht, daß der Vezir ^ endlich yeute aus Travnik aufbricht, und den Weg, über Kliu« und Petravaz einschlagen soll. Die ^ Macht desselben soll aus 12 Bataillonen Infanterie, 8000 Arnautcn, 12 Stück Kanonen nebst 600 Artilleristen, Trainsoldaten und etwas Cavallerie be-stthen. Auf den einzelnen Marschstalionen sollen an Fleisch 30.000 '7ka bereit gehalten werden. Die Insurgenten n, en die>en Nachrichten noch keinen^ Glauben schenken, und verhalten sich auch heute! ziemlich ruhig. Der Anführer Kcdiö befindet sich zu' Iaienia, wo er mit vielen Knezen der christlichen Ortschaften sich berathet. Am 28. Laut von Kediö eingegangener Nachricht, will im Falle eines Kampfes mit den ve-zirlichen Truppen die Raza griechifchmchtunirter Religion sich gleichfalls erheben und zu den Insurgenten stoßen, welches im Lager der Letzteren eine un-gemeine Freude verursacht. Der Tag verlief, einzelne Schüsse ausgenommen, ruhig. In den ersten Ttmldtn der N^icht cin heftiges Geplänkel zwischen Biha«'' mid Pn'counie, starkes Kanonensruer aus der Festung. An, 29. Bri dcm gestrigen Geplänkel sind in Bihai- 2 Mann todt geblieben und bei 20 sollen verwundet seyn, auch die Insurgenten haben mehrere Verwundete. Laut heute eingegangenen Nachrichten soll der Vczir bereits in Kliuö eingerückt seyn. Gegen Abend starkes Kleingewehr.- und Ka^ nonenfeucr. Am 30. und 31. August. Die Insurgenten sind noch immer wegen des Anrückens des Vezirs in Ungewißheit. Kedi5 geht nach Belastena um Verstärkungen ab. Aus der Kraina langen fortwährend Schaaren der Insurgenten an. Einzelne Kanonenschüsse und gegen Abend starkes Geplänkelfeuer. Am i. September. Daß der Vezir auf dem Marsche sey, und nach Einigen in Nanialuka, nach Andern bereits in Kliu^ sich befinde, wird nun auch von den Insurgenten für Thatsache gehalten und dieselben sind entschlossen, ihm den hart-nackigsten Widerstand zu leisten. Gegen Abend langte Kediö mit beinahe l000 Mann Verstärkung an und des Nachts unternahmen die Insurgenten einen Sturm auf Bihaö. Hiebei heftiges Klein-gcwehr - u:id Kanonerneuer, Brand zweier Scheuern und furchtbar,r Lärm. Der Sturm wurde adge-schlagen. Am 2. September. Ein Theil der Insurgenten nebst einigen Raja's zieht in das Gebirg, um dem Vezir, welcher bereits gestern in Bukovaz (zwischen Petrovaz und Wacup) mit, so wie es heißt, 30.000 M.'.nn und 24 Kanonen angelangt, den Weg zu verlegen; zu diesem Zwecke werden in den Desilecn Verhaue gemacht und Gräben aufgeworfen. Alle am rechten Unaufer vor Biha^ gestandenen Insurgenten - Schaaren zichen sich, indem sie unterhalb Krali,- die Una und bei Agyalin Most' den Klokot passiren, auf das linke Unaufer, und la-gern in der Stärke von 6 bis 7000 Mann zwischen Wedropolie und St. Lucia nächst Bihaö. Nachmittags 4 Uhr setzten sie sich in starken Abtheilungen co-lonnenweise in Bewegung, überschrittet« am obge-nannten Puncte abermals den Klokot, und nachdem sic am jenseitigen Ufer bis gegen Untergang der Sonne gelagert, zogen sie am User des Klokot und der Una a/gcn Brekoviza abwärts, wo sie im Una-Thale hart an den gegen Brekoviza und Turia sich erhebenden Bergen lagerten. Die Blokade der Festung Biha«'- ist demnach uon den Insurgenten aufgehoben, welche höchst wahrscheinlich den Zweck haben, hart am Gebirge des linken Unaufels eine zur Vertheidigung geeigne-tere Stellung einzunehmen und sich nöthigenfalls den Rückzug in die Kraina zu sichern. Gleich nach Abzug der Insurgenten wimmelten die Wälle der Festung von Menschen, die Thore öffneten sich u"b viele Menschen liefen zu den ersten von den Insul' gcnten verlassenen Verschanzungcn. Nachts sah >naN in langen Linien am odbezeichneten Orte die l!"-gerfeuer der Insurgenten. Am 3. Sept. Die Passage nach Biha^ ist fte'; die Insurgenten sind in ihrem über 1 Stunde von Biha<: entfernten Lager rührig, bauen Koliben und werfen längs der Una Verschanzungen auf; die Brücke Agyaliu Most wurdc von ihnen abgetragen. Nachmittags langten die Quartiermacher der vezirlichen Truppen in Biha,'> an. Telegraphischer (5ourS - Vericht vom 4 7. September 1849. Mittlpr. i" CM' StaatFschuldvrrschrnl'imgm zu 5 ^.(in^M.) «" ^^ Darlchm mit Verlosung v. I. 183l1, für 250 ft. 282 1/^ Vank-Actim, pr. Stück 1175 in (5. M. Verleger: Ig«. Vl. Kleinmayr— Verantwortlicher Redacteur: «»».Johann Hladn,r X .^^ <, X ,^H^ Getreid-Durchschnitts-Preise in Lail'ach am i5. September l8^9. Marktpreise. Ein Wiener Metzen Weizen . . . 4 si. 39^ kr. — — Kukuruy . - -^ ^ — » — — Haldsrucht . — „ ^ . — ___ Korn ... 2 » 48 » — _, Gerste . . - — ^ ^ » .- .- Hi'se ...—«— » — Heiden ... — » — « — — Haies ... l. » 43 ., Z. 1675. Werzeichniß der wohlthätigen Spenden, welche im Bezirke Gottschee zur Unterstützung der in Italien und Ungarn verwundeten oder auch nur erkrankten, in Spitälern befindlichen Krieger des vaterländischen k. k. Prinz Hohenlohe, Infanterie-Regiments eingegangen sind. Durch den Herrn Johann Pounr, Nezirksrichtcr in Gotischer, sind allhicr ?3 fl., 3« kr. C.-M., als der Ertrag einer im dortigen Bezirke veranstalteten Samiw lung sür verwundete und kranke Soldaten des Vater-ländischen Regiments, übergeben wocdcn. Indem man den Betrag seiner Bestimmung zugeführt, sagt man den hierunten angefüllten edlen Gedern dcn verbindlichsten Dank. Lml'dch, den 13. Sept, 1849. Werbbezirkß.-tzom. Von den Herren: Wenzel (Zdetteck, äZezirkscom.-missä'r in Gottsckee, 2fl.; I),-. Auton Zhoßnik, k^ k. Distriktsarzt in Gottschee, 4fi.; Johann Nep. Pouur, Nezirksrichter dto 2 si. ^ Michael Schuster, Henschafts-Verwalter dtto, jsi,; Lorenz Glaser, Steuereinnehmer dtto., , si; Adolf Branberger, Gerichtsactuar dtto., lfi^ Maximilian Lakncr, politischer Attuar und Haupimann der Nationalgarde in Gottscde«, 2 ft ; Wenzel Krmnman, Forsimeisier dtto., l si.; Johann Bartelme, Orundbuch^fithr^r detto, 2 st.; Franz Krauschner, sungirender k. k. Finanzwachobeicommissär dtto., , si. ^o fl'.; Nikolaus Prcbksevics, r.k, Finanz wachcommissar dtto, l si; Georg Steurcr, Pfarrer in Mitterdorf, l fi.; Josef Girmock, Pfarrer in Unterlag, 2 st-; Josef Zosc, Pfarrer in Masern, l st.; Georg Ionke, pensionirter Pfarrer in Zhermoschnitz l si.; Daniel Fajenz, Pfarrer in Gottschee, 30 kr.; Josef Braune, Großhändler und Nealitätendcsitzer in Gottschee, 5 st ; Joses Braui'.e, Apotheker dtto , 1 st ; Franz Tscherne, Handelsmann dlto., 2st.; Franz Bartclme, Handelsmann dtt., 2 st,; Georg Krenn, Handelsmann btto., I ft.; Josef Tschrrni', Handelsmann dtto., rft.; Johann Tscherne, baildelsmann dtto, 2 fi.; Franz Braune, Tabaksubvrrleger und Lulwcollectant i fi.: Anton Troitz, Wundarzt dtto., ^(ikr.; Joses Schleimer, Gastwirth dtto,, l fi.; Damian Braune, Gastwirth btto.. 2 si.; Mathias Loser, Nealitätenoesitzer dtto., 2 fi., Adolf Häuf, Postbriefsam'Nler, Nealitätendcsitzer und Gastwirth dtto., I ft.; Stefan Wolf, Hausbesitzer dtto., l fl.; Franz Rölhel, Gastwirt!) dtto., 20 kr.: Iohaun Rlippe, Gastwirth dtto., l fl.; Johann Si-mowitz, Gastwirth dtto., i fl.; Alathias Sturm, Gastwirth dtto., 15 kr.; Florian Thomitsch, Schmid-meister dtto,, 30 kr.,- Josef Palitschitsch, Schmidt.-Meister dtto,, 15 kr., Michael Lakncr, G«stwirty dtto./ ' ift.; Michael Perz, Gastwirth dtto., 30 kr, Josef Büttner, Graf Nugent'scher Güter Inspector und Herlschaftsvelwalter in Kostcl, 3 fi.; Johann Wie-derwohl, Handelsmann und Ncalitätenbcsitzcr in Gnadendorf, 2 ft.; Stefan Ionke, Gastwirth und Realita-tinbesitzer in Gnadendors, l fi.; Josef Braune, Bierbrauer in Huttenhäuser, l si.; Johann Gramer, Handelsmann u. Grundbesitzer in Reichenau, 2 fi.; Joses Weiß, Gkmeindelichter m Altfricsach, l fi; Josef Krater, Grundbesitzer in Tanzbüchel, l si.; Georg Kump, dtto, in Katzendorf, i fl.; I^s,,f Mantel, dtto. in Ooerouchl'erg, i fi.; Johann Stalzcr, dtto. in Alt. lagvü'chel, i fl.; Johann Stonitsch, dtto. in iiichlen-bach, 30 kl.; Josef Peerz, Gemeindr.ichtcr in Mttcer.-dorf. 1 si.; Andreas Iaklitsch, in Mosel 30 kr.; Johann Kump, Parpluiemachcr in Scdwarzendacl), I5kr.; Ioh, Schemit,ch, Grundbesiycr in Reintl^'l, 30 kr,; Michael Staudacher, Grundbesitzer in Krapfenfeld, 30 kr.; Mathias Swetitsch, dtto. btto., 6 kr.; Ioh, Schleimer, dtto. im Lienscld, 2fi; Georg Lakner, dtto. in Ho-heneg, 15 kr.; Mathias Ionkc, dtto dtto., 30 kr.; Georg Eisenzopf, dtto. btto., 30 kr.; Michael Iaklitsch, Gemeindm'ä,ter in Schwarzenbach, 30 kr.; Johann Iaklitsch, Grundbesitzer in Hasenseld, ,3 kr.; Ma Nnas Hins, Grundbesitzer in Soolc, 30 kr.; Johann Wittine,dtto dtto., 30kr.; Carl Lazarus, Handelsmanil in Trieft, l fi. — Summa 73 fi., 36 kr. Z 1696. (!) Bei dem Landstr^r Postamte wird mit I. October !84!> tin geprüfter Post-Exp^diro,' aufgenommen. Das Nä>re erfährt man mündlich oder s^r-ftlich dnm Postamte selbst. s (Z. Laib. Ztg. Nr. !j 2.) Z. l«87. (I) auf der k- k. Staacseisenbahu von Laib ach ^^^^^M ^ Mürzzuschlag. Gemischter Personen «nd fchlass A b s ä h r t 7 ,^2 Uhr Abends ä I>'l Uhr Abends 8 ,M Uhr Früh Von der Direction der k. k. prio. Wien-Ologgniher Eisenbahn. Z. »635. (!) In C A. Hartlcbeu'6 Vettag ist so eben erschienen und zu haben in Ign, Kleinmayr's Buchhandlung in ^aidach: Lieferung 225 — 236, enthaltend: Der Vicomte von Sragrlonne^ Von Alermlder Dumas. 1—« Theil 2 st 2^l kr. Dieses Werk schließt sich genau an die »M ^i sketi re" und .Zwanzig Jahre nachher," und bildet den Schluß dieser schönen Romanen Trüogie dcs berühmte,, Verfassers Wie in den ersten zwei Abtheilungen die Phantasie durch abentcucrliche, ost heitere, oft schalidercnegende Brgebenheitsn gefesselt wurde, so' gibt der Verfasser hier ein durch treffende Charakteristik der handlcnden historischen Personen nnd frappante AuZmalUllg ausgezeichnetes Bild des Hoflekens unter dem kaum mündig gewordenen Ludwig XlV und dem verscheidenden, aber noch in seinen letzten pelicnsäußerungen despotischen und sclbst den König knechtenden Kardinal Mazarin. Es ist ein halbpolitiscker ."1,'oman, der neben einer lwchst anziehenden Lektüre auch zu einem interessanten Vergleich damaliger Zustände mit unserer Zeit Veranlassung bietet. Mazarin — Metternich! Diesen Vergleich stellt man unwillkürlich beim Lesen dieses Romans. Die nächsten Lieferungen bringen als eben ganz neu in Parts erschienen: Tausend und ein Fantom. Von Aleninder Dumas. Nie Niebschäften eines darren, vvn Montepin. Noch kann man in die Prämomration aus die X. Serie des Lese^abim'nts in 2 5 Liefeiungen (223—247) eintreten, doch hört dieser wohlfeile Pränumcrationsprcis bn Erscheinung der Lieferung 238 auf und trrtt dann der Pms v^n !2 kr, sür jede ein. Alle 23« Lieferungen sind «och mn ^? ^i^kr. zu haben.____ Z. lN3I. (2) l on Nr. «ur<»»» in Pari 5 , ge^n Hühneraugen, Gefröre, jede Net Wunden, Eiterungen, Geschwüre, Nagelentzündungen, Beinfraß, Skrophelkrankheitcn u.s.w- Bei Hühneraugen sind bei dessen Anwendung binnen weniam Tücien alle Schmerzen beseitigt, und wird das fernere Wachsthum derselben dadurch verhindert, UcK^ Unter »»,'««MLV sowohl bn frischen als alten Leiden. M5N gegen jede Art Gicht, Rheumatismus, Rothlimf, besonders Kreuz- und Nückcnschmerzen :c, bei deren Anwendung zugesichert werden kann, daß binnen wenigen Tagen alle derartige Leiden beseitigt sind, und möchte nicht mit sogenannten (durch einige Kreuzer Eisenfcilspäm' fadricittcnMhe umatismus-A mn lottett verwechselt werden. DH^ Diese Patent-Leinwand, so wie obiges Waster sind zu haben m der Handlung des Joseph Karinger, am Haupl platze Nr. 8 Gukcrnial - Verlautlnnungell Z Nl«2. (1) Nr. ,5932. C u r r e n d e desk. k. illyrischen Guberniums. — Das hohe k. k. Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Bauten hat auf Grund des §. l l des a^ h. Patentes vom 4. März l. I., wegen Einführung eines allgemeinen LtcichsgesetzblatteS, in Uebereinstimmung mit dem hohen k k. Justiz-Ministerium, Nachstehendes zu verfügen befunden: Erstens. Die Korrespondenz des k. k. Redaction s - B u r e a u x des Reichsgesetz - und Regierungsblattes ist „in Angelegenheiten des Reichsge setz olatteö" nicht bloß mit sämmtlichen k. k. Behörden, sondern auch mir den Redactionen und Verlags-Unternehmungen der verschiedenen L a n d e s r e g i e r u n g s - Zeitungen, gleichwie mit den in den verschiedenen Hronläliden, schon errichteten oder noch zu errichtenden Filial-Absatzorten des Reichsgesetz-dlatteö, wozu größtenthclls Privacbuchhanolungen werden bestimmt werden, portofrei zu bchandeln. — Zweitens. In d»,n nämlichen Angelegenheiten ist ferner porlosrei zu behandeln die unmittelbare Korrespondenz der k. k. Hof- und Staats d ruck erei mit den so eben genannten Bchörden, Z^uungs-Unternehmungen und Filial' Absahnten. Jede dieser unter 1 m,o 2 erwähnten Korrespondenzen muß auf der Adresse mit den Worten: „ i n A nge l eg e n h e it e n desReichs-ge setzvlattes^ bezeichnet seyn. — Drittens. Die Versendung des Neichsgesctzblatte letzteren die k, k. Fahrpost ^ Lom-mul,ic<,tion reicht, hat auch bei der Fahrpost portofrei zu geschehen, i>oer solche,» Sendung muß das Wott „N elchögesetzblätter " oder „Lande s-ge setz blatter" beigesetzt seyn. — Was hiemit >n Folge hohen Mlmc^ ser Verordnung auf bereits nössncte, jedoch noch nicht eingeantworttte Nerlassenschaft.n als erbfähig mit den durch die a. h. Entschließung^ vom 23. Juni 1825) und ll October l«45 festgesetzten Beschränkung anzusehen seyen, daß diVse Begun, stigunc; auf die Fähigkeit, Grund und Boden im öst.rr. Gebiet»' zu besitzen, nicht auszudehnen, son-dlrn in lin^'M sclchrü Falle nur der aus einer bin^ nen pcrcmptotischei Frist crfolqkeil Veräußerung erzi.'lte Erlös als G.a/nstcind d«'^ d.m >nolUene<;r! nischen Erb n oder Leaat^r zu ersolgcndm Nach-lasfts zu behandeln ist - Welche a h. Bcsttm-mu!ig in Folae hohen Ministerial-Erlasses des Inseln von» 18, l. M., Z, l<^W. hiemit zur allgemeinen Kenntniß gebraäu wird. - Laibach am 2!>. Auqnst 1849. Leopold Graf r. We lsersh e i mb, Landes - Gouverneur. Z. t7M>. (1) Nr. IMll), C u r r ? n d e des k, k. il lyr i schall Guberniumö. — Vctreff^nc> die ,'lufstrllung eines provisorischen Ersällenamtes in ocn Räumen dls Laiba^cr Staatseisenbahnhofes — Da demnächst der Betrieb der k, k, Staatseiftnbahn auf dcr Strecke uou CiUi nach ^aidach seine Amtswn'ksamkeit beginnen wird, so hat die k. k. striVrm. - illyrische (5ameral-GefäUen- ^ crwaltung laut ElöffilUlig vom 7. d.M., Z. 73:li>, unter glclchz^ttlster Anzeige an das hohe Finanz l Minist^lum zur Vollz.ehung der auf die Zoll- und Staatsmonopolöordnunz und auf das Ncrzehrunassteucrgcsetz sick grm,dcndl'n Amtshandlungen über jer.e Gegenstände, w»lche in d,m Laibachcr Baynhofe anlangen, die Aufstellung eim's provisorischen Gefällenamles iii den Räumen dieses Bchnhofls beschlossen. — Die Wirksamkeit dieses Amtes wird mit dem Tage beginne«, an^ Z. ,701. (1)" K u n d m Von der k. k. Cameral-Bezirks-Verwaltung Laibach wird bekannt gemacht, daß der Bezug der allgemeinen Verzehrungostcuer von den nachbenannten Steuerobjccten in dcm unten angeführten politischen Bezirke auf das Verwaltungsjahr l8.',tt, mit oder ohne Vorbehalt der stillschweigenden Vertrags-Erneuerung verstcige-rungsweise in Pacht ausgcboten, und die dieß-fällige mündliche Versteigerung, vor welcher auch die nach der h. Gubernial-Currendc vom 20. Juni 183«, Zahl 1NW8, verfaßten und mit dem UN« Vadium belegten schriftlichen Offerte überreicht werden können, an den nachbenannten Tagen und Orten werde abgehalten werden; lwrlchem die El!<'ndal)u>lr>cr> dib Valoach dnn ail-»gemeinen V^rk.'hre ^'öffnet wird — D'ost> Verfügung wird mit dem B»'deut<'il zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Reisenden l-nd sonstigen Parteien, welche mntelst der Eisei'.dahn in Laibach anlangen und G^'gtüstände mit sich führen, die einer Zollcontroll - oder Verzchrungs-' steum gedachten «Aefallsamte zu stellen verpsilchtet sind. — Laibach am 14. Septenchor 1849 Z i«st4. (!) Nr. 2973. Edict. Vom Bezirksgericht? Krupp wird hiemit bekannt gemacht: Es sty i'lkcr Ansuchen dcr Erl'ei, der Fran-ziska K.lstreur, die öffentliche ^rslrigerlmq drr, zll deren Ncichlassc gldöliqe», in Vieh, Wein, Kellcrge-schirr, s>iclreids, Meirrrustuiici u«,d Einrichtungs' stücken bestl'beiu.ln Fahrnisse bewlUi'jjft, und zu deren Vormibme die TagsalMug auf d,»'8. October 0. I., Vormittag rwn 9 ^ l2 Udr Und Nachmittag vo» ."< - 6 Ul,r und die sulqenden Tage i„ s^rneml angeordnet woror». Brr 'i Vorschriften, ls fr. Mit Vorschriften ltli kr, Wahlert, O. ^!. A-, Handbuch der französischen, englischen und deutschen Umgangssprache, mit verglcich'mdl'n Annn'rkungen zum Schul- und Hausgebräuche, so wie für Reisende. Bielefeld. Ni-N>. 5,4 kr Galda. Allgemeine Lebenöphilosophie. Wien 1^4.j 1 ft. :^<> kr. Kirch steig er, Math., Prophezeiungen über die Zukunft des Antichnsten und der nachfolgcndtt! Zeit, bloß allein gegründet auf die Aussprüche der heiligen Schrist. Linz !84<-j. Ül kr. (5. M. Iar nik, Ur bali, Versuch eines l5iymologlcons der slo:vnnschcn Mundart in InncrösteNeich. Nach verläßlichen Quellen bearbeitet. Klagen-fürt, 1 st. L M. Bchul - und R e i se Ta sch e n - W örtcrbuch der iialieniscken und deutschen Sprache Neue verbesserte und vermehrte Austage. Leipzig, 1 fl- 2l kr 6. M. ^ Nr. ti'tlii. Vl, a ch u n g. wobei bemerkt wird, daß die schriftlichen Offerte bis 24. September 1tt19 Mittags versiegelt und mit der Bezeichnung des Pachtobjectts, für welches sie lauten, von Außen versehen, bei der k. k. in Laibach eingebracht werden müssen. — Schriftliche Offerte, welche nach dem für die Einbri"' gung festgesetzten Schlußtermine einlangen, >" wie solche, welche anderswo, als an dem "^ zeichneten Orte überreicht werden, und weW mit dem ltt"^ Vadium belegt sind, bleiben außer Berücksichtigung. Uebrigens unterlieg/" die letzteren dem Einlagen-Stämpel. Ausrufspreis für ^in für die ^ ^ ^^ ' ^ Am Bei 3!"^.^ Fleisch schriftlichen Hauptgemeinde Bezirk 2l_^2 ^...„g./ Hl'l^ :Z6lfn.r Z^ls»,»!!- Offerte Idria Idria ^5>. Sept. k. k. Cam. 5,344 ! 24 j W« Ielitschenverch 1>!4i) um Bezirks- ^-^?^^?^^ Kanomle N> Uhr Verwaltg. """fl. ^kr. Sairach Vor- in ^ Voiöku ? mitaas Laibach ! ^ - Den zehnten Then dlest-r Ausrufspreise haben die mündlichen Licitanten vor der Versteigerung als Vadium zu erlegen. — Uebrigens können die sämmtlichen Pachtbedmgnisse sowohl bei dieser Cameral-Bezirks-Verwaltung, als bei dem k. k. Finanzwach-Commissär in Loitsch cmgeseh n, wie auch aus dcr Laibacher Zeitung Nr. 1"^ 1„« und 1W ersehen werden. - K. k- Camcr"^ Bezirks-Verwaltung Laibach, am 14. ^^ tember 1^4tt.