tlriswwtrsttens - Preis« Für Laidach: V»«rzjlihrig . . 8 fl. 40 h. KÄhjkbrig... 4 „ 20 „ «mrtJS$tig . 2 „ 10 „ ÜRvwctit* „ 70 „ Mit Bet Post: »««»tShrig.............12 fl. i&efojtifcrtfi............ 6, ««rterjLhrig 3, Tür luStDcng int Haut £6 k., wonatl. 9 kr. Laidacher Siejtine #ue*ttn 6 fr. agblatt Anonyme Mitt!,ei!nngen «erden nicht berüSfichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. lievaktt«» Bahnhvsgaffe Nr. 132. Gx-eSitton- & Inserate« Sur com: Songrcßplatz Nr. 81 (Buch, dandlung von Jgn. v. Klein-mayr & Fcd. Bamberg.) InfertionS-rrise: Für die einspaltige Petitzeile ä 4 fr., bei zweimaliger Gin* Schaltung L 7 kr., dreimaliger ♦ & 10 kr. Kleine Anzeigen bis f/ Zeilen 20 kr. d« größeren Inseraten uae. .~:,w öfterer Einschaltung errüpre- \ »cntct Rabatts \ -WW Nr. 207. Samstag, 12. September 1874. Morgen: Maria 'Namenfest. Montag: Kreuzerhvhung. 7. Jahrgang. Wesen und Berechtigung des nationalen Prinzips. (Schluß.) Da nun „Nationalität" zumeist nichts anderes ist als ein Gefühl der Unterschiedlichkeit, ohne Inhalt und Werth, so ist klar, daß ihre Bedeutung in der Politik selbst nur sehr problematisch, bedingt und fraglich sein kann. Denn es fragt sich zuerst, was eine bestimmte Nationalität enthält, was sie ist, was sie kann und no sie in ihrem Bildung«- und Entwicklungsgänge bereits steht, bevor von ihrer geschichtlichen, beziehungsweise staatsbildenden Berechtigung die Rede sein kann. Eine äußere Unterschiedlichkeit an sich ist noch nichts; nur wenn ein wirklicher Unterschied in der Auffassung und Verwirklichung der allgemeinen Kulturaufgabe vorliegt, ist fie etwas. Wenn hingegen die Unterschiedlichkeit eine eingebildete, an gedichtete und gemachte ist, io wird sie auck in Wahrheit eine tief geschichtliche und politische Wirkung nie ettii gen. Wahrend sonach die Nationalität ein Gefühl ist, ist die „Nation" eine Thal sacke. Daher kann man eine Notio alität erdichten und erfinden, eine Nation nimmermehr. Denn eine Nation ist ein großer Organismus, der ein selbsteigenes, politisches, sociales, territoriales, geistiges und winhschaiiliches Leben hat und unter allen Umständen ;um Ausdrucke bringt. Die verschiedenen slavischen und romauischen Stämme Oesterreichs sind nur „Nationalitäten" können aber Hie Nationen sein, und selbst die deutsche Nationalität in Oesterreich ist es nur insoweit, als sie sich mit dem Staate Oesterreich eins fühlt, diesem ihr Gepräge aufdrückt, sich mit dem Leben des Staates identificiert und es fördert. So ist es, und keine Klage oder Anklage kann diese Thatfache ändern, die ein Lebensgesetz ist. Da ferner seit dem Eintritte Oesterreichs in das Bersassungölcben ni*t mehr ausschließlich die Dynastie der Träger der staatlichen Gewalt sein kann, auch nicht eine bestimmte Nationalität ein Borrecht vor der ändern gesetzlich beanspruchen darf, so hat sich, nach harten Kämpfen zwar, ein Modus herangebildet, nach welchem die der einheitlichen Verfassung anhängende Mehrheit der Völker sich ihren Antheil an der Regierung des Staates durch Beschickung oes Reichsrathes zu sichern sucht. Wer sich zu dieser Modalität nicht bcqnemt, sondern der Reichsvertrelung ferne hält, wie die Czechen. muß natürlich den Willen der stärkeren Mehrheit über sich ergehen lassen. Unrecht geschieht ihm dabei keines Wer den im Laufe der Jahrtausende stetig aussteigenden Culturprozeß des menschliches Geschlechtes in seiner Gefammtheit erfaßt, dem erscheint die Menschheit als Einheit in Zeit und Raum, als ein Gesammt- und Collectivwesen, welches ununterbrochen fortbesieht im Wechsel der Generationen, wie der Einzelne im Wechsel der Atome, welches aus sich selbst heraus seine Geschicke bestimmt, Vergangenheit und Zukunft mit einander verknüpfend. Und in diesem Ganzen bedarf eS für den einzelnen, damit er sich nicht in der ungeheuren 'Ausdehnung des Riefenletbes verliere, einer Vermittlung, der Einordnung in gewisse Zwischengruppen, die ihm seine Stellung, seine Thätigkeit, die Möglichkeit des Ein- greifens in den großen Gesammthaushalt unseres Geschlechtes sichern. Die Mittelgruppen sind eben die Nationen» Sie sind uns die Glieder, vermittelst deren die Menschheit als Gesammtwesen ihre Lebensfmic-tionen übt, die unentbehrlichen Organe, durch welche die Menschheit in die geschichtliche Äction ritt tritt. Und in diesem Wesen der Nationalität haben wir zugleich ihre Berechtigung. Nur soweit erkennen wir die einzelnen Nationalitäten für berechtigt an, als sie eben einen Theil der Gesammtaufgaben der Menschheit übernehmen. Denn nach dem Gesagten ist die Pflege der Nationalität nicht der letzte Endzweck des Daseins, sondern nur Mittel zum Zweck; die Nationalität muß sich einer hohem Einheit vn-terordnen — der Humanität, die im modernen Staatsleben ihre Betätigung findet. Daher können die einzelnen Nationen nur darin ihre Berechtigung finden, daß sie in die Gefarnrntentwicklung der Menschheit fördernd etngreifen, etwas sind und etwas leisten, was dem ganzen, was der gesammten Kulturentwicklung zu statten kommt. Wenn wir uns mit den Gegnern der jetzigen Verfassung Oesterreichs auseinanderzusetzen haben, so wollen und müssen wir diesen allgemeinen gerechten Maßstab dabei zu Grunde legen. Keines der Völker zwischen der Adria und den Sudeten, von der Schweizergrenze bis zum Prulh ist von altersher da erbgesessen, keines kann sein Heimatrecht damit begründen, daß es sich auf die physische Macht stützt. Der Besitztitel eines jeden der vielsprachigen Stämme Oesterreichs liegt in der Kulturarbeit, die er verrichtet, nicht in der Gewalt. Möge jeder sich be- Eine Ballonfahrt nach dem Nordpol. Phantasie aus dem Czechischcn von I. B. Schmied l. (Fortsetzung.) Bald halte er die Wolke» erreicht, bald sieht er sie weit unter sich, und nun trieb ein leichter Wind ihn Uitwärts. Die dünne Luft betäubte ihn fast, deshalb öffnete er vorsichtig das Ventil, der Luftstrom fuhr heraus, der Ball senkte sich zur Erde nieder, "nd Pier Meilen von Stockholm warf er den Anker °uf einen Hügel, wo auf sein Rufen ihm Land-"ute, die auf dem Felde arbeiteten, zu Hülfe kamen und jh„ vollends niederzogen, daß er auösteigen und den Ball leeren konnte. Bald gesellten sich nun auch Reiter, welche *>er Richtung des Balles von weitem gefolgt waren, äuihm, auch ein Wagen fand sich, und so ward er tot Triumphe unter dem Gejavchze des Volkes, mit Kränzen geschmückt, in die Stadt zurückgesührt. Man rühmte den schönen, muthigen Jüngling, der «vnig sprach ihn selbst »nd beschenkte ihn; aber die Ersten und Richter der Stadt erkannten die Einnahme, die Kasse des vorgeblichen Luftschiff«*, ihm zu, summt seinem Werkzeuge, den geretteten Ball. Doch Enchfon schlug großmiithig das Geld aus und behielt nur den Ball samrnt der Gondel, Dinge, die dem Franzosen ja doch unnütz waren. Jetzt war er allein in der unbekannten, weiten Stadt. Vergebens suite er den „rothen Bären" und den treuen Jörf, feinen Diener, »ein Mensch wollte und konnte ihm Kunde geben von dem befreundeten, von dem ehrlichen Knechte. Dieser war unterließ unnmthig die endlosen Straßen auf und ab geschlichen, hatte trauernd um seinen Herrn die hohen Paläste und Häuser angegafft. Da tönte ihm plötzlich eine wohlbekannte Stimme in die Ohren und er lag dem verloren Geglaubten zu Füßen, herzte und küßte ihn, und freute sich des glücklichen WiedersindenS. Willig und gern nahm ihn der Wirth des gemalten Unthiers auf, erquickte den Hungrige« und pries sich glücklich, den Helden des Tages in feiner bescheidenen Wohnung bewirthen zu können. Nachdem er einige Tage der Erholung und dem Beschauen der merkwürdigen Stadt gewidmet, rüstete sich unser junger Wagehals zur Abreise, packle seinen gewonnenen Ball aus den Wagen, und fuhr froh und mohlgemuth zum entgegengesetzten Thore hinaus, nach Upsala, dem Wohnsitze der Musen und ihrer Söhne. Voraus war zwar das Gerücht seiner rasche» That gegangen, doch kannte ihn niemand als den Vollbringer des Wagstücks. Seinen Jörl schickte er, mit vielen Grüßen an seine hinterlassene» Freunde und Verwandten nach Nor-kjöping zurück. Er selbst bezog ein kleines Quartier, seinen lieben Ball aber verwies er in ein dunkle« Kämmerchen. Eifrig lag er den Wissenschaften ob; aber eifriger noch als mit feinen Brodstudien befreundete er sich mit seinen Lieblingen: der Natur-, Erd-und Himntelskuitde. Von Parrh's „Entdeckungsreise zur nordwestlichen Durchfahrt" las und hörte er viel, auch von seinem Vordringen zum Pol und von seinen gefahrvollen, fruchtlosen Bemühungen, ihn zu erreichen. Er berechnete die angewandten Mittel, studierte die Erdkunde und reizend lag die reiche, verheißene Belohnung der großmüthigen Britten (200,000 Pfd. Sterling, wer den Pol erreicht) vor feiner Seele. Wie, wenn du so glücke streben, daß er sich m.tjr und mehr befestige, auf Laß er seinen Besitz erhalte kraft der Macht der yöhern Kultur. Und das kann nur geschehen durch da« Bemühen, die Menschen durch Bildung, Gesittung und Duldung aufgeklärter und besser zu machen, nimmermehr aber durch das Bündnis der Nationalen mit Mächten, die der Kultur von Haus aus feindlich sind; denn unrettbar verloren ist, wer auf diesem Wege beharrt. Das trifft nach dem Zeugnis der Geschichte alle, welche sich den Mächten der Finsternis anschließen im Ringen der Menschheit; sie werden schließlich von der Wucht der großen all« gemeinen Kulturinteressen zerschmettert. Politische Rundschau. Laibach» 12. September. Inland. Aus der Kaiser reise nach Böhmen wird man zwar zugunsten des Staats-rechtes der „Wenzelskrone- kein Kapital schlagen können, wohl aber zugunsten der Ultramon. tonen, wenn nicht ehestens ein officielles Dementi, betreffend eine vom „Vaterland mitgetheilte Aeuße-rung des Kaisers an den Fürsterzbischof von Prag erfolgt. Cardnal Schwarzenberg erflehte den Schutz des Kaisers für die verfolgte Kirche. Der Kaiser antwortete nach dem Vaterland: Wenn er auch dis jetzt durch die Verhältnisse gehindert gewesen, zum Schutze der Kirche das zu leisten, was dem Verlangen seines Herzens entspreche, so sei er sich doch bewußt, vieles verhindert zu haben, was der Kirche weit mehr hätte schaden müssen, als das, was zu ihrem Nachthrile wirklich gestehen ist. Schließlich habe der Kaiser versprochen, so weit es in seinen Kräften liege und die Verhältnisse cs zulassen, die Kirche schützen zu wollen. Bis jetzt ist kein Dementi dieser Mittheilung erfolgt, vielmehr wird aus Pest gemeldet, daß man in den politischen Krcisen jenseits der Leitha die Kaiscrreise als eine „Warnung für die Verfassungsparlei vor weiter» flehenden consesfionellen Reformen" auffaßt. Wie aus Prag gemeldet wird, hat ec. Majestät der Kaiser an den Statthalter von Böhmen, Baron Weber, das nachstehende Allerhöchste Handschreiben gerichtet: „Während der Reise durch Mein geliebtes Königreich Böhmen sowie während Meines Aufenthaltes in meiner Landeshauptstadt Prag war die ganze Bevölkerung im edlen Wetteifer bemüht, Mir einen ebenso schönen als herrlichen Empfang zu bereiten. Freudig bewegt durch so viele erhebende Beweise der Treue und Ergebenheit beauftrage Ich Sie, Meine rollste und dankbare Anerkennung hiefür zur allgemeinen Kenntnis zu bringen." In der Angelegenheit der vom Erzbischof Sembratowicz wegen ihrer Abstimmung für lich wärest, diese zu verdienen, dachte er; ein Crösus Wärest du in Schweden, reich wolltest du deine nächsten Verwandten machen, das schönste Mädchen, ja das schlanke Mädchen mit den blauen Augen, mit dem blondlockigen Haare, die im CircuS bei Stockholm dich immer so schmachtend angesehen — er konnte nicht weiter denken. Aber reich war ihr Anzug, hohen Standes, eines Grafen Tochter schien sie zu sein. Wie sollte er es wagen? — Doch, wenn es möglich wäre? Was, möglich? rief er, nein, unmöglich! Denn du kannst ja nicht einmal «in Boot, viel weniger ein Schiff ausrüsten. Aber doch ein Luftschiff, fiel die Liebe ein, da ist kein Hindernis, da sind keine Eisberge, keine unabsehbar sperrenden Eisfelder. Die Luft ist ja frei; ein glücklicher Luftstrom — die Liebe, sie ist ja eine freundliche Fee, wird mich leiten — kann mich in drei Tagen hin und in drei Tagen zurückführen. So schwärmte sinnend der liebende Jüngling, dem der leichtfertige Gott aus den Augen des blonden Mädchens zu Stockholm einen Pfeil zugesandt hatte, der verborgen, aber tief im Herzen faß. Er sann und träumte den Winter über manche Stunde der dort so langen Nächte. Doch lag er am Tage feinen Arbeiten ob, besuchte ordentlich die Hallen, die confefsionellen Gesetze gemußregetten rutheni-schen Reichsrathsabgeordnen geistlichen Standes liegt die Meldung vor, daß die Siatlhalterei in Lemberg sich weigerte, den an Stelle der gemäß-regelten Deputierten ernannten Eonsistorialreferenten die Bezüge aus dem Religionsfonds auszuzahlen. Letztere werden nach wie vor den ruthenischen Abgeordneten, soweit dieselben als Eonsistorialreferenten fungierten, zugeführt. Die Regierung liefert dadurch den Beweis» daß sie dort, wo ihr das Gesetz eine Handhabe bietet, den Klerus vor Vergewaltigung durch seine Obern zu schützen weiß. In der Sitzung des kroatischen Landtages vom 8. d. sind die beiden Tendenzen, welche das eigentliche charakteristische Unterscheidungszeichen der Parteien im Lande bilden, endlich aufeinandergeplatzt. Die Specialdebatte über den Volksfchul-Gefetzent-wurf bot den Anwälten der südslavischen Idee, für welche Kroatien und das Kroatenthum nur untergeordnete Bestandteile eines südslavischen Staates und Volles sind, den Anlaß, um für den serbischen Stamm, der nach ihrer Meinung der natürliche Schwerpunkt ihres staatlichen Ideals zu sein hat, eine eximierte Stellung in bezug auf die Volksschule zu fordern, um hiedurch einen weitern Schritt zur Suprematie des Serbenthums anzubahnen. Die Vertreter des kroatischen Gedankens lehnten sich hingegen sofort energisch auf und, Dank der zweideutigen Vermittlung des Herrn Mrazovic, einigte man sich schließlich in einem Eompromiß, der den Serben wenigstens in der Frage der Unterrichtssprache eine namhafte Eoncession gewährt. Der Zwiespalt, der diesmal zum erstenmale zutage getreten, ist aber hieinit selbstverständlich nicht bc-fertigt. Ausland. Dem deutschen Reichstage scheint in seiner Herbstsession, deren Eröffnung im Monate Oktober angekündigt ist. ohne daß bisher schon ein fester Termin dafür bestimmt wäre, nur eine geringe Zahl von Borlagen zugehen zu sollen. Die Berathung des ReichshauShaltS-Etats ist, weil damit zum erstenmale ein spccificierter Militär« etat vorgelegt wird, diesmal von besonderer Wichtigkeit; auch werden die Verhältnisse des Reichs-tandes Elsaß-Lothringen, dessen Etat ebenfalls den Reichstag beschäftigen wird, zu eingehenden Verhandlungen Anlaß geben, wobei wichtige organisatorische Fragen zur Sprache kommen werden. Außerdem gelangen die großen Justizgesetze zur Vorlage, und es wird sich bei der ersten Lesung derselben gleichzeitig darum handeln, durch ein Verfassungsgesetz ad hoc eine gründliche Vorberathung derselben durch eine über die Dauer des Reichstagssession hinaus in Thätigkeit verbleibende Reichstags > commission zu ermöglichen. t 1 wo Weisheit und Wissenschaft unter mancherlei Gestalt, hell und dunkel, blind und sehend gelehrt wird. Da lernte er die Bestandtheile der Erze und Metalle, die Kräfte der luftigen Dämpfe und ihre Entstehung kennen. Er forschte nun weiter und berechnete, wie viel ein Körnchen Metall, aufgelöst in ätzende Säure, in Dämpfe verwandelt, Raum bedarf; maß dessen Umfang und verglich sein Gewicht mit der ihn umgebenden Luft. Da brachte er heraus, daß sein Ball, gehörig mit Gas gefüllt, ihn und noch anderthalb Zentner tragen könne und daß er so die entschwindenden Dämpfe während der Zeit ein - oder zweimal zu ersetzen vermöchte, wenn er Eisen und Säure statt Sand als Ballast mitnähme. So würde, meinte er, wohl sechs Tage damit auszureichen sein. Doch was daran fehlte, ersetzte seine jugendliche Phantasie. Zu verlieren hatte er nichts, zu gewinnen war alles. Leicht ging er über alle Schwierigkeiten des tollen Unternehmens hinweg, denn im Hintergründe erschien ihm die verheißene, reiche Belohnung, Ruhm und Ehre und zuletzt das Wichtigste, das schöne holde Mädchen in Stockholm Als nun der Winter vorüber war, als die wärmere Frühlingssonne die Knospen der Bäume und Blumen Der Altkatholikencongreß in Freiburg hat seine Sitzungen beendet und darf in jeder Beziehung als glücklich ausgefallen bezeichnet werden. In der letzten Sitzung halte Bischof Rein-kenS noch einen großen Erfolg mit feiner Rede. Besonders günstig für die allkatholische Bewegung dürste sich auch das Auftreten des Herrn Ketleler und Eonsorten gegen die nationale Sedanfeier erweisen. Die „Times" urtheilen hierüber folgendermaßen : „Das Volk wird sich von seinen unpatriotischen Führern losreißen und das Werk der Reformation wird vollendet werden. Die Päpste kämpften einen gewaltigen Kampf, ihren alten Einfluß in Deutschland wenigstens theilweise zu behaupten, und es gelang ihnen, da sie kein Blutvergießen scheuten, zum Theile. Ihr Nachfolger opfert heute unbedenklich alles, was sie zur Zeit gewonnen, und scheidet sich durch Wort und That von aller Theilnahme an deutschem Leben ab. Als der Syllabus proklamiert wurde, sah man in demselben kaum mehr als eine Verkündigung abstracter Dogmen, die nie bestimmt waren, in Kraft zu treten ; allein die Unfehlbarkeit kam gleich darauf an die Reihe, und wir sehen nun jeden Tag mit größerer Klarheit die „praktische Wahrheit der denkwürdigen Erklärung". Jules Simon hat in Rheims eine Rede gehalten, die vom .Journal fces Debüts" mit besonderem Beifalle begrüßt wird. Er wies darauf hin, daß die Linke feit drei Jahren au Zahl, Geschicklichkeit und Einigkeit zugenommen habe, aber nicht darauf hoffen dürfe, in der Nationalversammlung mit Hilfe der nächsten Ersatzwahlen eine tonangebende Rolle zu spielen. Sie könne also die Auslösung und die Neuwahlen nicht durchsetzen. Indes) hofft er auf die Unterstützung der äußersten Rechten in diesem Punkte. In dieser Beziehung widerspricht ihm das .Journal des Debats", und wir glauben, mit vollem Rechte. Die Linke hat von den Mameluken des Grafen Ehambord nichts zu hoffen. Ein pariser Telegramm kündet abermals die Verstärkung und Verschärfung der Grenz-bewachung gegen Spanien an. Daneben laufen aber auch seltsame Nachrichten ein. In Hendaye zum Beispiel ließ der Maire einen Carlisten, der über die Grenze gekommen war, pflichteifrig verhaften, mußte ihn aber auf Befehl der Polizei wieder freigeben. Von den Carlisten hört man einige neue Schandthaten und Grausamkeiten, sonst ist es auf dem Kriegsschauplätze heute stille. Nur in Catalo-nien hat ein größeres Gefecht bei Mora staltgesun- MF~ Fortsetzung in der Beilage. "WO hervorlrieb, da machte er Anstalt zur Fahrt nach dem noch unentbecftcn Pol. Ohne ein Sterbenswörtchen von seinem Vorsatze zu verrrathen, hatte er alle nur möglichen Rechnungen über die Sonnen« höhe geprüft. Er wußte, daß die Sonne in der Gegend dcö PoleS in den Zeiten der langen Tagc gar nicht untergehe, er also keine Nacht haben würde. Ein großer Vortheil. Er miethete ein einsames Häuschen in einiger Entfernung von der neugierigen Stadt, das von einem kleinen Wäldchen umgeben war. Dorthin brachte er seinen liebe» Ball, dein er sich auf gut Glück anvertrauen wollte, und traf nun die Vorbereitungen zur Fahrt inS unbekannte Land. Mit Gummi überzog und dichtete er seinen Ball, damit die leichtere Lust nicht s° schnell entfliehen könne. Einen Vorrath von Eisen und Säure schaff16 er an und große Flaschen zum Ausbewahren derselben, aber den Ballast verschmähte er; dagegen belud er sein Schiffchen mit Materialien, da« Ga» zu ersetzen, auch ein Beil und eine Sage that e hinzu und eine Waffe zur Vorsicht nebst etwa» Lebensmitteln; doch diese nur in beschränkter Au»' wähl, sich auf sein Glück und den Zufall verlassend. (Fortsetzung folgt.) Selkag, itttn ULawachir LagSkatt« fItl 02? bow 18. Sevt-mb-r ,»V» de», in welchem General Lopez Pinto den Carlisten eine tüchtige Niederlage beibrachte. In der „Epoca" widersprichl ein Slrtilleriecapitän, der in Olot gewesen, auf sein Ehrenwort der Behauptung, die Republikaner hätten carlistische Verwundete niedergemetzelt. Bekanntlich suchen die Carlisten durch diese Lüge die Schlächterei zu rechtfertigen, die sie bei Olot anrichteten. Dem deutschen Matrosen, der bei San Sebastian von den Carlisten gefangen genommen ward, nahmen die Gottesstreiter Uhr, Geld und alle kleinen Habseligkeiten ab. Der Muckerftieg in Brasilien wurde am 2. August endlich beendigt, indem es an diesem Tage gelang, den kleinen Rest der im Walde verschanzten Fanatiker zu vernichten. Dieses Resultat wurde mit geringen Verlusten erkauft, denn die Angreifer büßten nur zwei Tobte und eine Anzahl Verwundeter ein. So ist denn die deutsche Colonie San Leopolds in Rio Grande do Sul von dem scheußlichen Aufstande befreit, der einem kaum begreiflichen religiösen Wahnsinne seine Entstehung zu verdanken hatte und eine neue Illustration zu dem in der Weltgeschichte so oft bewahrheiteten Lu-crez'schen Ausspruche ist: „Tantum religio potuit suadere malorum." Zur Tagesgejchichte. —-DieBraatOberlisutenautPayer'S. Wie bekannt, ha, sich Dbeilieutenant Payer, der kühne Nordpolfahrer, vor Antritt dieser Expedition mit der Sängerin des OperotheaterS, Frl. Trousil (jetzt Mitglied de» Strampfet-TheaterS), verlebt. Vor Antritt der Reise hat nun auch Oberlieutenam Payer sein Testament versüßt und dieses Dokument sarnmt seinem Vermögen — elwa 15.000 fl. — bei Bankier Sina deponiert. In diesem Testamente war alles seiner in toten weilenden Staut zuzedachr, der auch das Recht erlheilt war, von jener deponierten Summe beliebige Beträge zu erheben, ein Nicht, von dem PayrrS Verlobte (einen Gebrauch gemacht hat. Man kann sich vorstellen, mit welchen Gefühlen die Braut Payer- die langen Monate her nach einer Botschaft aus Norden wartete, die ihr sage, ob ihr Juli«» noch lebe und welchen Freudensturm das erste Telegramm Uber die glückliche Heimkehr in jenes Haus getragen. — Zweimal getauft. Aus LaSkafeld schreibt man der „Drau" folgenden ergötzlichen Vorfall: Einem hiesigen Jnsafien wurde dieser Tage ein Kind geboren. , In der Freude Über den erhaltenen Eprößling vergaßen sowohl die Eltern al« die Hebamme auf die wichtigste Sache — aus das Geschlecht des Kinde». Und so wurde dasselbe wchlgemuth forlgeiragen und flott auf den Namen „Caspar" in der Kirche getauft. Nachmittags aber entdeckte plötzlich die Mutter, welche den neugeborenen Sprößling zum erstenmale besichtigte, einen für einen Knaben empfindlichen Mangel, und fo blieb nichts anderes übrig als das Kind nochmals in die Kirche zu tragen und es diesmal auf den Namen .Anna" zu taufen. So geschehen in LaSkafeld anno 1874. — Die Feuersbrunst in Meiningen Die Feuersbrunst, welche Meiningen in der Nacht 5. zum 6. September zur Hälfte fast in Ttüm-?** gelegt hat, tagt weit über alle ähnlichen Unglücks. 'aÖe. die sich in den letzten Jahrzehnten in Thürin. 9en ereignet haben, hinaus und ist verhältnismäßig nut>rn Brande von.Himburg zu vergleichen. Das tn tin«rn dem Rathhaufe zunächst gelegenen Bäckerhause “* Sam,lag gegen 5 Uhr abgebrochene Feuer legte, ^ de« seit' einigen Tagen bereit« mit orcanartiger *tafl wehenden Weststur« mächtig angefacht, mit rasen. ^ Schnelligkeit die Hälfte der innern Stadt in Asche, e uamentlich von der gewerbetreibenden und arbeitenden Bevölkerung bewohnten Bezirke II und III. f09 RathhauS felbfi, das Landfchafisgebäude, die Hof> "pothtkt wurden ein Raub der Flammen, die in den "°ch thüringer Art wesentlich aus Holz und Mörtel gebauten eng in einander gestellten Häufercomplexen ‘>n «iches Material fanden und schnell ganze Straßen, »tettel in Schutthaufen verwandelten. Bon allen Seiten l,af H"se ein, namentlich die Feuerwehren der benach. barten Städte zeichnete» sich butüj ihre enevgifcheu, keine Anstrengungen scheuenden Hilsleistnngen aus. Das sonst so freundliche im Werrathale gelegene Städtchen macht einen erschütternden Eindruck. Der durch die FeuetSbtunst angetichtete Schaden — die Zahl der Häuser, welche zum Opfer gefallen sind, beläuft sich beinahe 400 — ist noch nicht auch nur annähernd festzustellen. Gerate der ärmere Theil der Bevölkerung ist sehr schwer betroffen und Taufende, die ihr Hab und Gut verloren haben, wissen nicht, w» sie ihr Haupt zur Ruhe legen. Dies traurige Ereignis verleiht dem am 30. Augnst stattgehabten Verbandstage der thüringischen Feuerwehren in Arn> ladt ein actuelleS Interesse. Der Verband derselben besteht aus 5 Bezirken mit 39 Feuerwehren und einer Mitglieder^ von 3186 Mann, welche 76 Spritzen und 17 Zubringer besitzen und bis zu jenem Termin bei 426 Bränden thätig waten,wobei einige 40 Feuerwehrleute mehr oder minder schwer beschädigt wurden, 2 ihren Tod fanden. An Geldmitteln wurden bisher verwendet 7000 Thal« durch die Feuerwehren selbst, 15.000 Thalet durch die Gemeinden, 5000 Thaler durch Versicherungsgesellschaften." — Eine Scherzfrage. Frage: Welche Ähnlichkeit ist zwischen einem Bummler und dem Papste? Antwort: Beide suchen die Zeit tobt» zufchlageu. — Jäger-Latein.) Man fetzt sich zu Tische. „Pfui", tust Madame mit Abscheu und Schrecken, „hat 6ie;e« Rebhuhn haut-goüt!" — „In der That — versetzt Monsieur, welcher behauptet hatte, das Wildptet an demselben Morgen geschossen zu haben — aber es ist auch ein Skandal, die Jagd so spät zu eröffnen. LocaL- mm ProviWal-AugeiMiHmeN. (Aus der gestrigen G em einde raths-f itzu ng.) Zuerst theilt der Bürgermeister die in betreff der Einrichtung, Beleuchtung und Bestreitung der Auslagen für das neue Dbetrealfchulgebäube getroffenen Maßnahmen mit. Hierauf beantwortet derselbe die in früheren Sitzungen von Dr. KeeS« bacher gestellten Interpellationen dahin, daß er we« gen Herstellung einer Schwimmschule auf Kosten der ©tabtgemeinbe dem Gememderathe rechtzeitig einen entsprechenden Plan vorlegen und das öffentliche Freibad zur Wahrung des Anstandes mit einem lebendigen Zaun umgeben werde. Hierauf wurde beschlossen, von der Verlesung der Sitzungsprotokolle in öffentlicher Sitzung Umgang zu nehmen und zur Gon« trole zwei Verisicatoren zu bestimmen. Der Magistrat erhielt den Auftrag, wegen Abschreibung der Fürsten, hofgaffe - Parcelle vom Fürst Auersperg'schen HauS-complexe das Nöthige zu veranlassen. Ferner soll derselbe infolge RecurseS de« Wäschefabrikanten Herrn Woschnagg gegen die verweigerte Benutzung des Gemeindebrunnens in der BahnhofSgaffe zu FabrikS-zwtcken neuerlich eingehende Erhebungen pflegen unb darüber Bericht erstatten. Bezüglich der Gteirung bet StadtphysikerSstelle wurde nach erregter Debatte be-fchloffen, die Polizei-, Rechts- unb Finanzfection habe neuerbingS in der nächsten Sitzung hierüber Bericht zu erstatten; ebenso wirb der Magistrat angewiesen, in betreff der Begutachtung der Novelle des LanbeS« auSfchuffeS zu den Volksf chulgefetzen für Krain, die Frage zu studiere» und darüber an den Gemeinde, rath zu berichten, ob die Landeshauptstadt den Volksschulgesetzen gegenüber eine abgesonderte Stellung einzunehmen habe ober nicht. Die Gehalte ber städti. sehen Bolefchullehter wurden auf 700 fl, jene der Unterlehrer auf 500 fl. erhöht, für die Bestellung einer weitern Lehrkraft an der zweiten städtischen Volksschule das nöthige eingeleitet. Von den beiden Realfchuldienetn erhält ber eine 360 fl. und Quartier im Schulgebiiube, der andere denselben Gehalt und 60 fl. Quartiergeld. Wegen VerkausS von 1300 Duadratklaflern städtischen Grundes nächst der Tabak-fabrik wird eine öffentliche Versteigerung ausgeschrieben und der AuSrufrpreiS auf 2000 fl. veranschlagt. Der Magistrat wirb angewiesen, bie Bewilligung zur Einhebung ber städtischen Pfiastermauth, und zwar einer erhöhten Gebühr, für fünf weitete Jahre {an zusuchen. Wegen Pachtung des ärarischen BerzehrungS-stenergefälleS vonseite der Commune mit Umgehung einer LicitationSanSschreibung soll der Bürgermeister über Beiziehung von Sachverständigen eine Enquete einberufen. Aus Grund der Erhebungen derselben ist daS Finanzministerium zu ersuchen, der Stadtgemeinde Laibach die Einhebung der Verzehrungssteuer im Stadtrayon pachtweise aus die Probezeit von drei Jahren zu überlaßen. Zur Herstellung eine« Canal» von der Lattermannsallee bis zur Elefantengaffe, bejfen Ausführung der ktainifchen Baugesellschaft übertaffen wirb, trägt bie ©tabtkaffe einen Pauschalbetrag vou 1400 fl. bei. Da bie Gegenstände der Tagesordnung hiemit noch lange nicht erschöpft find, wird beantragt, der Vorsitzende möge noch im Laufe dieses Monat» einen außerordentlichen Sitzungstag bestimmen, in Zu» itonft aber eine kürzere Tagesordnung festfetzen oder, wenn nothwendig, neben der ordentlichen noch tn jedem Monate eine außerordentliche GemeinderathSsitzimg ausschreiben. — (Selbe« germanisiert.) „SlovenSki Narob" bemerkt, baß der Aufschwung beö Badeorte» Beides von Jahr zu Jahr ein sichtlicher fei, bie Zahl ber Villen vermehre sich, ber Fremdenbefuch fei in leter Zunahme. Nur will es eben „Natod" nicht gefallen, baß fast alle Villen im Besitze von Deutsche» eien, baß man die oberkrainet Bauern deutsch sprechen höre, daß sogar ber Bettler ben Vorübergehenden deutsch anbettle. Auch in ben WirthShäufern unb Hotels von Selbe« fühlte sich ber Cottespondent de» jungslovenischen Blattes nicht wohl, weil er überall das verhaßte Deutsch zu hören bekam. Er macht daher den Vorschlag, es solle ein unternehmungslustiger Wirth am Ufer de« Sees ein rein flavifche» WirthShau« bauen. Er könne auf starken Besuch feiten« ber Urslovenen unb auf ein sehr rentable« Geschäft rechnen, benn zu trinken verstünden doch nur bie Slovenen, wähtenb bie Deutschen, von denen eS in Beide» wimmelt, den See und die schöne Natur begaffen, wobei gewiß noch kein Wirth fett geworden ist. Obigen Anschauungen über die fortschreitende Germanifierung in Velde» schließt sich auch da» kleri« cale Blatt „Slovenec* an. Nur unterläßt e» nicht, ben Jungslovenen al« den eigentlichen Urhebern der raschen Verbreitung des Deutschthum» einen Klap« zu geben. Wenn es die Jungen mit der Geistlichkeit so trieben wie bisher, wenn sie auf biefelbe immer lo»-schimpfien, bann wirb bald ganz Krain germanisiert fein. Der Geistliche allein spricht mit dem Landmann noch flvvenifch, nur dieser kann ihn vor der Germa-ntsierung schützen. Wenn unsere Klerikalen nach dem Schlüge eines DomcaplanS Klun bie Ftembenpolizei in Veldes zu handhaben hätten, so hätten sie sicherlich schon längst einen Pestcordon gegen daS Deutsche gezogen. Jeder denselben überschreitende Fremde müßte eine Prüfung über daS Slvvenische oblegen und nach gut bestandenem Examen noch einen Revers ausstelle», daß er bei sonstiger Ausweisung sich ja nicht unterfange, mit ber Lanbbevötkerung anber« al« flovenifch zu reben. Nur in biefer Weife wäre Velde» vor ber Jrwafion de« DeutschlhumS zu bewahre», — (Musikalische Soir6e.) Am 19ten September findet zum Vortheile bet Abbrändler in Oberlaibach und der durch Elementareigniffe Beschädigten in Untetkrain in den Lokalitäten de- Hotel» „Europa" eine musikalische Abendunterhaltung statt. — (Lehrerwechsel.) Wiederholte Klagen Uber Störungen im Unterrichte an ben Volksschulen, welche durch ben häufigen Lehrerwechsel hervorgerufen werden, haben den Minister für Gullu« unb Unterricht veranlaßt, nach Einvernehmung ber LanbeSschnl-behötben in Ergänzung bes § 32 ber Schul, und Untemchtsorbnung vom 20. August 1870 zu bestimmen, baß bie Enthebung der Lehrkräfte von ihrer Dienstleistung in Fällen des UebertritteS in ben Schul-dienst eines ändern Kronlanbe« nur zweimal im Jahre, unb zwar mit 6nbe Februar unb Ende August jede» Jahres, vorzunehrnen ist. Die ErnennungSdectete müssen jedoch mindestens acht Wochen vor dem Termine bei ber Bezirksschulbehörbe einlangen. — ((Sin unverbesserlicher Sünder.) Bei der Uhlen Generalversammlung der Banla „Slove-nija" versicherte der durch den BerwaliungSrath Raumhar zum Vertrag gelangte Rechenschaftsbericht das Public««, daß die „Slovenija" künftighin mit Vermeidung jeder Politik nur rein geschäftlich Vorgehen werde, denn da» Kapital sei kosmopolitisch. Nunmehr veröffentlicht das Pfaffenblättchen „Slovenec" einen Aufruf der besagten Banka, worin auf die „fremde Ferse" weidlich lo-geschimpst, und die Betschwestern und Meßner zur 15°/0 Nachzahlung ihrer Actieu mit der Motivierung aufgesordert werden, daß die „Slo-venija" auf guten Füßen stehe und nur der morali fchen und materiellen Unterstützung bedürfe. Diese «üffe ihr von allen Patrioten gewährt werden, indem die Newßkmarji auf den Ruin der „Slovenija" hinar betten, und blaß vor Aerger würden, wenn sie nur den Namen „Slovenija" hören. Wir zweifeln, ob dieses bei den Klerikalen jahrelang geübte LerhetzungS mittel selbst bei Betschwestern noch von Erfolg sein werde. — (Pferdeprämiierung.) Bon den heute in Laibach vorgeführten 23 Mutteistuten mit Saug fohlen wurden die der Jos. Dolinar aus Roffore und Lor. Sakavßek aus SchweinbÜchl mit je 6 Ducaten, die des Joh. Verhovc aus Verhovc, Martin Dreien aus Soica, Franz Stefel aus Gleiniz und Franz Peierca mit je 4 Ducaten prämiiert. Medaillen erhielten Cerne aus Kofaria, Sporn aus Bodic, @arc aus Hudo, Brolih aus Gunzle und Bokalic aus Pristava. Bon den vor» geführten 5 vierjährigen gedeckten Stuten erhielten die des Ignaz Markus Jeloußck aus Oberlaibach »ad Johann Dolinar aus Kofaria Prämien von je Vier Ducaten. Eine Medaille erhielt Gregurka aus SchweinbÜchl. — (Lau dwirthsch oft licher CurS in Görz.) Jo den landwirthschaftlichen CurS in Görz, welcher erst am 21. September beginnen und Ende November geschlossen wird, wurden an» Ärain drei Herren abgeorduet, nemlich: Franz Papler, Lehrer in Billichgraz, Michael Äalan, Lehrer in Nußdorf, und Josef Bouk, Lehrer in Schwarzenberg. Nachträglich lato aus Sörz die Meldung, daß dortselbst nur zwei komische Lehrer untergebracht werden können, daher einer der eben ongesühiten Herren zurückbleiben wird. — (Gutes Honigjahr.) Die Bienenzüchter rühmen sich heuer einer so guten Honigernte, wie sie (eit dem Jahre 1864 nicht stattgefnnden hat. Die anhaltende Regenzeit bis zum letzten Drittel des August war zwar für die Honiglese auf dem Buchweizen sehr ungünstig, die Bienen hatten bereits alle ihre Borräihe verzehrt, als mit Eintritt der günstigen Witterung, namentlich in den ersten Tagen des September, der blühende Buchweizen den Bienen eine sehr reiche Honiglese bot, so daß da« Gewicht der Bienenstöcke per Tag durchschnittlich von 2 bis 3 Pfd. zunahm. Mit der nächsten Quatemberivoche geht bekanntlich die Bienencampagne zu Ende. — (Volksbildung.) In Oesterreich betrug 1873 die Zahl der zum Militärdienst Ausgehobenen 53,116, davon konnten nur 27,042 schreiben. Die Summe für Ungarn war 38,415 Mann mit 12,975 Schreib-kundigen. Die VerhältniSzahlen für die einzelnen Länder sind folgende: eS waren von 1000 Rekruten schreib, kundig: Oesterreich unter der EnnS 985, Schlesien 946, Oesterreich ob der Enns 893, Böhmen 810, Salzburg 756, Steiermark 755, Mähren 671, Kärnten 581, Tirol 366, Küstenland 307, Galizien, Ärain 106, Bukowina 89, Dalmatien 43, Ungarn 358, Fiume (Stadt und Gebiet) 286, Siebenbürgen 149, Kroatien und Slavonien 143. — (Die Beschlüsse der Weinbauer gegen den Kunstwein.) In Marburg fand am 6. d die beschlossene Versammlung der untersteirischen Weinbauer statt. Herr Dr. Raday präsidierte. Zuerst hielt Herr Ferdinand Auchmann einen Bortrag über die ,»rundzüge der Kellerwirlhschasf, welcher zugleich in slovenischer Sprache gedruckt und vertheilt wurde. Der zweite Gegenstand der Tagesordnung betraf die Erzeugung des Kunstweins, worüber Herr Dr. Sernetz t» Namen de» EomitS» berichtete und folgenden An- trag stellte: „Die hohe Regierung fei im Wege bei hohen Abgeordnetenhauses: 1. darauf aufmerksam zu machen, daß fremde, erfahrungsgemäß mehr oder minder gesundheitsschädliche Stoffe in größerer Menge als je zuvor dem Weine beigemischt werden 2. daß die Erzeugung von „Wein" ans anderen Stoffen als aus Traubensaft (Kunstwein) und die Vermehrung des Weine» durch Zusatz fremder Stoffe nicht einen Zweig der Urproduktion bilde, sondern al» ein Gewerbe anzujehen und zu behandeln sei; 3. zu «suchen, mit Rücksicht auf die Bedeutung dieses Gewerbe» für die öffentliche Gesundheit dasselbe al» ein concesfionierte» oder al» cm solches zu erklären, dessen BetrievSanlagen der behördlichen Genehmigung bedürfen; 4. zu ersuchen, darauf hinzuwirken, daß der Kunstwem nur in einer von „Wein" untetschiedenentn Bezeichnung in Handel und AuSschank gebracht werden dürfe, und diesfalls den Administrationsbehörden eine strenge Ueberwachung der Weinschänken und der Niederlagen von Flaschenweinen aufzutragen; 5. zu ersuchen, sich mit der königlich ungarischen Regierung wegen Erlassung gleicher Lorschristen ins Einvernehmen zu setzen. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Herr Dr. Hirschhofer berichtete über „Weinhandel und Weingärten" und beantragte: 1. Es sei zu beschließen: Die Versammlung der steiermärkischen Weinproducenten, von der Ueberzeugung geleitet, daß die Beschaffenheit und Organisierung deS Weinhandels auf den Absatz und Preis des Weines einen entscheidenden Einfluß übt, erblickt in der vom Centrale der steiermärkischen Land wirthschastSgesellschast beantragten Errichtung deS In stilmes beeideter Weinagenten, in der Errichtung von GenoffenschastSkellereien und in der Gründung eines Weimxport-VertineS geeignete Vorkehrungen zur Be gründung eines den Interessen bei heimischen Wem baue» entsprechenden Weinhandel», überläßt die Einleitung und Durchführung der Maßregel von Genoffen {(Hasts-Kellereien, eventuell einer gemeinsamen Kellerei und eine» ExporivereineS, einem Comitö von neun Mitgliedern, welches sich dieSsall» mit den Weinbau vereinen ine Einvernehmen zu setzen habe und berechtigt fei, sich weiter zu verstärken. 2. Die hohe Regierung fei um sofortige Anstellung von Weinagenten zu ersuchen." ReichSrathSabgeordneter Herr Konrad Seidl berichtete über die „Regelung, beziehungsweise Erleichterung der Verzehrungssteuer" und beantragte unter anderem, die hohe Regierung zu ersuchen: a. Quantitäten von mehr als einem halben öimer in Gebinden, 20 Stück Flaschen mit Wein und 10 Stück Flaschen mit Schaumweinen al» steuerfrei beim Verkaufe zu behandeln; b. die Verzehrungssteuer infolge der schlechten Weinjahre um 25 Percent herabzusetzeu; c. dafür zu sorgen, daß das Product nur einmal besteuert werde, und d. eine geregelte Besteuerung des Weinmostes cintreten zu lassen. — Die Anträge wurden angenommen. Herr Dr. Raday stellte noch einige Anträge in betreff der Weinvetftochiung auf de» Eisenbahnen, welche ebenfalls angenommen wurden. Zum Schluffe versicherte der Herr Präsident, daß die beantragten Petitionen der Regierung und dem Abgeordneten» Hause überreicht werden sollen und daß man Hrffnung haben könne, sie würden im gewünschten Sinne erledigt werden. — (Fischsang mit Dynamit.) Wir hatten schon mehrmals Gelegenheit, auf die großen Uebelflänbe hinzuweisen, welche die Fischzucht durch das Tödten der Fische mit Dynamit erleidet. Durch diese Sprengpatronen wird die ganze timt vernichtet und sind schon große Strecken sonst sehr fischreicher Geroäffer gänzlich verödet. Namentlich die italieoi-fchen Arbeiter, welche bei den größeren Unternehmungen bedienstet find um leichter in Besitz von Dyna-mitpattonen zu gelangen, kultivieren diesen unsinnigen Fischfang mit Dynamit. Nunmehr wurden alle Gen« datmetie-Eommanben, kurz alle Staats- und Gemeinde« otgane angewiesen, diesem Unjuge des Fischfanges mit Dynamit auf das allerenergischeste entgegenzutreten und die ergriffenen Thäter der strengsten Bestrafung zuzu-sühren. Witterung. Laibach, 12. Septeuibet. Morgennebel, später wechselnde Bewölkung, heftiger Südwestwind. Wärme: morgens 6Uhr -h 100°, nachm. 2 Uhr + 22 0» C. (1873 + 22 2», 1872 + 24'2» C.) BaromieterZim raschen Fallen 733 86 Millimeter. Das gestrige Lagesmittel der Wärme + 13 9», um 0 7» über dem Normale. Der gestrige Niederschlag 4 65 Millimeter. Angekommene Fremde. Am 12. September. Hotel Stad» Wien. Volheim, Ing., Wien. — Bog, Reisender, Wien. — Bittner, Ritter des deutschen Ordens, Wien. Hotel Klefaul. Nikolini, Agram. — Pozzi, Reisender, Mailand. — Eberhell sammt Frau, Wien, —j Steyer, Wien. — Fanndl, Radmannsdors. — Baronin Hauser, Gouverueurswitwe, Italien. — Spatz, Mainz. — Hans, Beamter. — Jandro Eollatia, Ptanina. — Dr. ftnaffl, Advocat, Deutschlandsberg. Hotel Utiru(iK. Tavror, Bordeaux. — Deseppi, Triest. — Fontaiue de Felsenbrun, Wien. — Austerlitz und Popper, Prag. — Bouiek, Forstaffistent, Schneeberg. Koppel, k. k. Hofsecretär. Sternwarte. Mar, Reifniz. Mohren. Pozar, Marburg. — Stopar Auna, Schischka. — Tomazin, Postbeamter. — Mihetschn, Privat., Wien, Balerleeher ttol*. Schnell. Conditor, Pilsen. — Schuh, k. k. Director, Cilli. — Schönwetter, k. k. Bez-Hptm., Littai. Verstorbene. Den 10. September. Theresia PoSgay, Arbki-terSkind, 1'/, I., Elisabethkinderspital, «kuchhusten. Den 11. September. Elisabeth Kosina, Chor-frau, 38 I., Gradischavorstadt Nr. 38, organischen Herzfehler. — Ignaz Fischer, Maschinsührerssohn, 10 I, barmherzigen Gasse Nr. 128, Rachenbritune. — Antonia Pogi-bov, Maschiuputzerkiud, 3 Monate, Hrodeerkyvorstadt Nr. 30, Fraisen. Wiener Börse dom 11. September. Staatsfonds. Geld Ware Sfnc. Mente, MLVee. Mo. bto. «ft. in 6Ub. 71.70 74.70 71.80 74.80 dojt von 1854 . , . . 102.— 102.60 dofe von 1860, gerne Boje von 1860, giraft 110.— 110.25 114— 114.50 Prämie»!-, v. 1864 137.25 137.50 Gründend. - Obi. Sftbwbärg. 76.— 76.50 tngarn 78.2ö 78.75 Actien. Lnglo.Banl Irecüanftatt . . . . 161.- »4K.75 161.85 >49.-- Depostlendanl . . . . 14t).— 146.- LScomple-Anstalt . . 920. - ittanco • San! Handelsbank 63.75 64 - 8o. — 80.60 »tattonalben! .... >81.— 983.- Ccftcrr. allg. Ball! . Orft. Banlgefells. . . 66.50 67.- >98. 200 — Union. Bank .... 128.75 129 - 6ctein«6anl 21.50 21.75 Bertt^rtbanl 108(0 109 60 Msöld.Bayn 148 50 144.- JatI«Snbn)io»#obn. . taif. »lisebeth-Bebn. Äai|. S>tanj.3o|eflb.. 250.60 »51 — 202 202 50 196.76 196 25 6taatfbaBn . . . . 316 75 31726 vüdbahu....... 144 95 144.6c Pfandbriefe. Ellg. öst. üofc -tticbtt. bic. in 33 0. . . . ttatlcn. ö.ü. ... H»g. Bod.-Crcdttaup, 1‘riorltäts-Obl. jsran,-Ioses»-ivahn . Oest.-Nordweftdahu Sicbenbürger......... ktaallbah»........... Südd.-Grj.zu 500 gr. bto. 8cn» Lose. Ütebit-S.............. Rubolst-r............ Wechsel (3Moit.) «ug«b. 100 «.läbb.to. jjtomlf. jou p. . „ Hamburg............... soabon 10 Pf. 6terl. tfatie 100 gir-llcS . Mflnten 8et].!iRflnA.$ice«tE. no-Sienceftti« . . . Preuß. Reffen|6 braune Hochprima, und Kettelbarchent, echtfärbige Barchent diankings. 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Längst -als gediegenes Familien-Jonrnal bekannt und beli.bt, rechtfertigt auch wieder der Inhalt und die Ausstattung des vorliegenden Heftes den altbewährten fliuf dieses trefflich redigierten Journals, welches zu all' seinen Vorzügen hinzu noch im neuen Jahrgange seinen Abonnenten zwei prächtige Prämien bietet, den großen Stahlstich „Gang zur Kirmes," ein reizendesGenrebild, und den prächtigen in 19 Farben künstlerisch «usgeführten Oelfarbendruck „Liebesglück." Wir können die „Jllnstr. Welt" jeder Familie zum Abonnement warm empfehlen und möge im übrigen der nachstehende Inhalt des erstes Heftes selbst für sich sprechen: Text: Der Eisenkopf. Novelle von E. v. Dincklage. Der Arzt als Hausfreund. Von Dr. Med. H. Klencke. Der Bart des Mannes und feine Pflege. Der Fächermaler von Nangasaki. Erzählung ans dem japanesischen Volksleben von Rosenthal-Bonin. Die Mode der Schoßthiere. Von 8. M. Kapri. Deutsche Gedichte mit Illustrationen. Der Bettler. Von I. P. Hebel. Brandbriefe. Geschickte aus den Bergen von Ernst Willkomm. Gold in der Pflanzenwelt in Sage und Wissenschaft. Von Paul Rümmer. Das geweihte Wunderland in Amrrika. Von H. Bela. Aus Wissenschaft und Leben. Strümpfe und Schlihe. Die Schlange Mofis. Goldene und silberne Tressen zu putzen. Anwendung der Kälte zum Con-centrieren der Weine. Ein Riesenfisch. Briesmarken. San Marino. Jntereffante Bücher. Aus dem..Pädagogischen Skizzenbuck." Unsere Bilder. Ernstes und Heiteres. Bilderrathsel. Rösselsprung. Dreisilbige Charade. Kleine Corre-sponvenz. Illustrationen: Galerie weiblicher Originales-stüme. Jnfel Marken (Holland.) Nach einer Photographie von Franz Hansstängl in München. Ländliches Medizinalcollegium. Rach dem Gemälde von H. Schau-mann. Das Denkmal des Freih. von Stein in Berlin Original-zeicknung von F. Weiß. Des Lootsen Brautfahrt. Originalzeichnung von Knut Eiwall. Frühstück im Keller. Rach einem Gemälde von Ed. Griitzner. Der Spielwarenhändler. Rach einem Gemälde von L. Tannert. Deutsche Gedichte mit Illustrationen. Der Bettler. Gedicht von I. P. Hebel; illustriert von Erdmanu Wagner. Der Gang zur Kirmes. Rach einem Gemälde von Karl Voeker (Kopie der Prämie dieses Jahrganges.) Bei dem Wein. Humoristische Bilder nach Skizzen von Emil Köhler. Gewölbe am Hanptplatz zu vmniethen. Näheres in der Expedition dieses Blattes. (542-2) Pharmazeutische Specialitäten des Gabriel Piccoli, Apotheker „zum Engel*1, Laibach. Bestellungen ausser Laibach werden gegen Postnaehnahme schnellstens effectuiert. — Die Emballage- und Exp. ditionskosten tragen die Herren Committenten. Elixir aus China und Coca. Der beste bis heute bekannte Magenliqueur. 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Falls der Kranke die Speisen schwer verdaut, so wird es nöthig sein, einen Tag vor dem Beginne der Kur ein Abführungsmittel einzunehmen (englisches Salz oder Ricinus-Oel) denn dadurch wird die Wirkung der Arznei um so schneller sich zeigen und sicherer sein. Sollte aber das Wechselfieber zu den hartnäckigsten gehören, so nehme man acht Tage nach dem Verschwinden des Fiebers eine zweite Flasche, diesmal aber nur einen Kaffeelöffel einmal des Tages, und zwar in der Früh bei nüchternem Magen. Der Patient wird dadurch seinen Magen unendlich stärken; er wird Appetit bekommen und wird ganz sicher sein, dass das Fieber nie wieder erscheinen wird, auch wenn er früher Monate, ja Jahre lang von demselben gequält worden wäre. Preis einer Flasche 80 kr. ö. W. Zähne Ulld Zahnfleisch. Die Reinheit des Mundes und der Zähne ist mit der Schönheit und der Gesundheit des Menschen auf das engste verbunden. Zähne, die nicht täglich gereiniget werden, verbreiten einen unangenehmen, ja oft sehr üblen Geruch, nehmen einen unschönen, oft schmutzigen Ueberschlag an und werden mit der Zeit vom Knochen-frassc so angegriffen, dass sie die heftigsten Schmerzen verursachen und zur Kauung ganz untauglich werden. Als nächste Folgen treten dann schlechte Verdauung und Abmagerung ein. Vor allen diesen Uebeln wird man durch den täglichen Gebrauch meines Mundwassers und Zahnpulvers bewahrt, denn diese beiden Products dienen in hervorragender Weise zur Stärkung des Zahnfleisches, zur Hebung des schwammigen Zahnfleisches, zur Erhaltung des Wohlgeruches des Athens und der natürlichen Farbe der Zähne, zur Hintanhaltung des Knochenfrasses und des für den Zahnschmelz s<) gefährlichen Weinsteines. Preis einer Flasche Mundwasser 60 kr., ein«f Schachtel Zahnpulver 40 kr. ö. W. fl. Brausepulver, 1 Schachtel........... Echte Seidlitz-Pulver, 1 Schachtel . Franzbranntwein, 1 Flasche . . , . 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