Nr. 117. PlHnumei»tion»vi«l«: Im Homptol» »anzj. ff. ii, halbj. fi. b'»0. Für bi« Zufitllun« ln« H«n, halb!. 50 lr. Mi! der Post g,,n,j. ft, ,5, hnlb!, N. ? 5», Mittwoch, 21. Mai. 3ns««llon«ge»ür: Fs» Nelne In<«at» »!» ,n < g««l«» «» l»,, groß«« ye, Zeile 6 l»,, bl» öst««n Vi't' rdülunn«n her Zlile » tr. 1884. DW" Des h. Feiertages wegen erscheint die nächste Nummer Freitag den 23. Mai. Amtlicher Theil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 6. Mai d. I. dem Professor d^r türkischen Sprache an der l. und k. orientalischen Akademie Franz Plechäcsek anlässlich seiner über eigenes Ansuchen erfolgten Versetzung in den bleibenden Ruhestand in Anerkennung seiner vieljähri' Yen und ersprießlichen Thätigkeit taxfrei den Titel eines Regierungsrathes allergnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 10. Mai d. I. den Professor des Bibelstudiums des Alten Testamentes Und der orientalischen Sprachen am theologischen Central-seminare in Zara Matthäus Dvornik zum Domherrn des Kathedralcapitels in Spalato allergnädigst 3U ernennen geruht. Conrad-Eybesfeld m. p. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Gymnasial-Professor in Capodistria Stephan Petris zum Conservator der t. k. Centralcomlmssion für Er« forfchung und Erhaltung der Kunst» und historischen Denkmale, und zwar für Istrien. ernannt. Nichtamtlicher Theils Reichsrath. 374. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 19. Mai. Se. Excellenz der Herr Präsident Dr. Smolla ttöffnet um 10 Uhr 15 Minuten die Sitzung. Auf der Ministerbank befinden sich: Se. Excellenz ber Herr Ministerpräsident und Leiter des Ministe-l'ums des Innern Graf Taaffe, Ihre Excellen« ^n die Herren Minister: Dr. Freiherr von Ziemial-^>tvsli, Graf Falkenhayn, Dr. Freiherr von Alaz<5l, Dr. Freiherr von Eonrad-Eybesfeld, ^l. Nitter v. Dunajewski und Freiherr v. Pino, s. Die Vorlage, betreffend das Baron Ludwig« ^lff'sche Neal.Fideicomnnss Guntersdorf wird in erster "lung dem Iustizausschusse zugewiesen. Das Haus geht in die Specialdebatte über den VI. Abschnitt der Gewerbe. Ordnung kin, und zwar zunächst «gewerbliches Hilfspersonale",'1) Allgemeine Bestimmungen, § 72. Präsident ersucht, da 50 Redner in der Spe« cialdebatte eingetragen find, nicht auf die Generaldebatte zurückzugreifen. Abg. Matscheko erklärt, dass er eine Verbesserung der Lage der Arbeiter lebhaft wünsche, den eingeschlagenen Weg aber nicht für richtig halte. Er fi„det, dass das Wort „freie Vereinbarung" in diesem Gesetze als Anomalie erscheine, da es alle wichtigen Verhältnisse zwischen Unternehmer und Hilfsarbeiter in Zwangsjacke stecken wolle. Das Vorgehen der Rechten sei der reine Dilettantismus. Abg. Graf Mieroszewski wendet sich gegen die Bemerkung des Vorredners über den angeblichen Dilettantismus der Rechten und bemerkt, es können nicht alle Fachmänner srin. Bei der Advocatenordnung haben auch nicht lauter Advocate« gesprochen, aber da passte den Herren die Sache. § 72 wird hierauf angenommen. Zu § 73 (Hilfsarbeiter) fplicht Abg. Dr. Heilsberg und weist auf die drin. gend nothwendige Regelung der Altersversorgung hin. Die Gemeinden sind nicht fähig, die verarmten Arbei« ter zu unterstützen und es ist ungerecht, ihnen auf« zulasten, dass sie Leute, die oft 20 Jahre nicht in der Gemeinde waren, bloß, weil sie dort zuständig sind, erhalten. (Beifall links.) Berichterstatter Graf Belcredi hebt hervor, dafs die Lösung der vom Vorredner angeregten Frage einem eigenen Gesetze vorbehalten werden müsse, da dieselbe srhr schwierig sei und eine Reihe sehr com-plicierter Verhältnisse lanciere. H 73 wird hierauf angenommen; ebenso ß 74. Bei § 74 a (Arbeitspausen) spricht sich Abg. Bohaty gegen die gesetzliche Fixierung der Arbeitspausen nach gleicher Schablone aus. da die Verschiedenheit der Verhältnisse in den einzelnen Gewerben hiegegen spreche. In vielen Fällen könne die Arbeit nur mit Schaden unterbrochen werden. Er beantragt, den § 74 n, nut für Fabriksarbeiter gelten zu lassen. Abg. Löblich ist im Principe für die Arbeit«, pausen, wünscht sie jedoch auf die Fabriksarbeit be« fchränkt zu sehen. Abg. Hallwich findet die Stilisierung des § 74 a unklar und stellt einen Nbänderungsantrag, nach welchem die Mittagspause nie unter einer Stunde verkürzt werden darf. Der Antrag des Abg. Bohaly wird mit 122 gegen 92 Stimmen abgelehnt und § 74 a mit dem vom Abg. Hallwich vorgeschlagenen Amendement nahezu einstim« mig angenommen. Zu § 75 (Sonn und Feiertagsruhe) spricht Abg. Matscheko. Er anerkennt die Nothwendig« keit einer Sonntagsruhe aus volkswirtschaftlichen wie aus ethischen Gründen, allein er ist gegen überflüssige Feiertage und hält es für überflüssig, in ein Gewerbe« gesetz, das ja kein confessionelles Gesetz, Bestimmungen über die Zeit zum Besuche des Vormittags-Gottes-dienstes aufzunehmen, die in Fällen recht unzweckmäßig wirken können. Er beantragt eine Abänderung de« dritten Alinea des Paragraphen, wonach der Handelsminister im Einvernehmen mit dem Minister des Innern nach Anhörung der Handels» und Gewerbekam« mern die Kategorien, bei denen die Betriebsunterbrechung unthunlich ist, im Verordnungswege zu be» zeichnen habe. Er beantragt weiters die Streichung des vierten Alineas. (Wird unterstützt.) Abg. Löblich wünscht, dass der letzte Absatz des § 75, betreffs der Ruhe an den Feiertagen, ganz ent« falle, da er in verschiedenen Gewerben nur zu Unzukömmlichkeiten führen würde, insbesondere deshalb, weil bei den verschiedenen Confessionen die Feiertage nicht zusammenfallen. Abg. Dr. Fuchs constatiert, dass gegen die Sonntagsruhe keine Einwendung erhoben wurde, wohl aber gegen die Feiertagsruhe, und reclamiert vom Standpunkte der Gewissensfreiheit für den Arbeiter das Recht, feinen religiösen Verpflichtungen auch an Feiertagen nachzukommen, und die Einräumung der hiezu lnölhi-gen Zeit. Se. Excellenz Handelsminister Freiherr v. Pino findet zwischen den Anträgeil des Ausschusses und jenen des Abg. Matscheko keinen besondere großen Unterschied. Der genannte Abgeordnete wünscht, dass die Einvernehmung der Handels« und Gewerbekammern in das Gesetz hineinkomme; gegen eine solche Einschaltung hätte der Minister nichts einzuwenden, würde sogar in solchen Fällen gewiss die Handels- und Gewerbekammern, die diesfalls naturgemäß zu befragenden Organe, gewiss einvernehmen. Dem Vorschlage des Abg. Löblich, den Passus bezüglich der Feiertage auszulassen, kann sich der Minister nicht anschließen, empfiehlt vielmehr die Aufnahme desselben, möglicherweise mit der Abänderung, dass man statt „Vormit- Jemlleton. ^le unsere Gemeinden zu organisieren wären. (Aus dem „Ljubljansli List".) I. y. Wir befassen uns schon durch mehr als 30 Jahre 't der Organisierung unserer Gemeinden, bringen js,tl dieselbe noch immer nicht zustande. Noch immer ^ die Frage nicht gelöst: Entsprechen den Bedürf« >>kn und den Wünschen unserer Bevölkerung besser ^vhe oder aber kleine Gemeinden? Es scheint ^" daher angemessen zu sein, dafs in dieser für die feinen Länder und für den Staat fehr wichtigen w'Gelegenheit der „Ljubljanski List", der nach seinem A.^ramme auch Gemeinde-Angelegenheiten zu behan- m?' gleichfalls seine Ansicht ausspreche, h. W>r sind der Anschauung, der wir gleich hier ytob - 6kb>" wollen, dass die Gemeinden klein oder klein ^'" können, je nachdem wir denselben einen lh ^" oder einen großen, immer aber einen ihren tu,, "/fnissen und ihren Kräften entfprechenden Wir-lölin anweisen wollen. Einem starken Menschen ei,^" wir le'cht eine schwere Last auferlegen, die wir ve^ ^.schwachen nicht auferlegen dürften. Uebrigens basz oel>ben anwenden, fo dürfen wir nicht vergessen, eh^unsere Gemeinden (die kleinen nämlich, wie sie »o^ waren) ihre Selbständigkeit oder Auto-^,l,M ^ven, und dass sie diese jetzt grohentheils l ^nde '' ^"" sie nach den neuen Gesetzen im Ver-! Hen sj"Ä anderen Gemeinden sich befinden, von wel« M ne stch also gerne trennen möchten, um wieder ihre Autonomie zu erlangen. Bestimmen wir den Wirkungskreis der Gemeinden derart, dass wir ihnen nicht mehr Lasten aufbürden, als fie zu tragen vermögen, dass wir ihnen insbesondere jene Geschäfte überlafsen, die eigentlich lein anderer für sie besorgen könnte, und dass keine fremdeGewalt ohne Noth in ihre Verwaltung eingreift, und wir werden, so scheint es uns, das Richtige treffen. Dies wollen wir später näher auseinandersetzen. Wenn wir uns aber unsere jetzigen Gemeinden etwas genauer ansehen, so muss uns die Verschieden» heit, die zwischen ihnen besteht, wohl überraschen. Wir haben hier ausgedehnte Gemeinden, die zu 3000, 4000, 5000 und fogar 7000 Einwohner zählen, und nicht weit von diesen solche Gemeinden, welche, ohne verhältnismäßig vermögender zu sein oder mehr Bil> dung als jene aufweisen zu können, nicht mehr als zu 500. 400, 300 und sogar kaum 200 Einwohner zählen. Im Verhältnisse zu der Einwohnerzahl dieser Gemeinden steht ihre Fähigkeit und ihre Pflicht be. züglich der Tntrichtung der Steuern, welche in einigen Gemeinden — die doch ihren eigenen Bürgermeister mit den gleichen Befugnissen und den gleichen Pflichten, wie die großen Gemeinden, haben — kaum 400 bis 500 fl. betragen. Vergebens würden wir in den einzelnen Gemeindegesetzen Grundsatz? oder Bestimmungen suchen, nach welchen vom Jahre 1850 an unsere Ge> meinden auf solche Weise organisiert wurden. Große und kleine Gemeinden haben den gleichen, in dem V. und VI. Artikel des Reichsgesetzes vom 5. März 1862 beschriebenen, umfangreichen (natürlichen und übertragenen) Wirkungskreis, der uns allen genau bekannt ist — einen Wirkungskreis, der fast besser für die ehemaligen politifchen Eommissariate, als für unsere Gemeinden passen würde. Wie ist es möglich, dass unsere kleinen und armen Gemeinden eine solche Aufgabe bewältigen? An gutem Willen fehlt es ihnen zwar nicht, aber wo sind die Kräfte? Wo sind die Erfolge ihrer bisherigen Bemühungen? Wie können sich die gegenwärtigen politischen Behörden, deren Astenden sich von Jahr zu Jahr vermehren, auf solche Gemeinden stützen? Es unterliegt keinem Zweifel, dass Gemeinden, welche ihre Verpflichtungen nicht erfüllen können, immer ein Hindernis des Fortschrittes und der Entwicklung des konstitutionellen Lebens sein wer« den und dass sie eigentlich ungesunde Glieder in dem staatlichen Organismus sind. II. Demnach bleibt, wird so mancher sagen, nichts anderes übrig, als dass solche Gemeinden gezwungen werden, sich mit anderen in große Gemeinden zu ver-einigen, welche allem dem, was das Gesetz von den einzelnen Gemeinden verlangt, gewachsen sein werden. Wir können dem nicht beistimmen, wenigstens nicht unbedingt. Jede Gemeinde hat ihre besonderen Verhältnisse und besonderen Bedürfnisse, welche nur selten mit den Verhältnissen und Bedürfnissen der benachbarten Gemeinden vollkommen zusammentreffen. Aus der erzwungenen Vereinigung mehrerer Gemeinden bezüglich jederlei Geschäfte würde früher oder später unter ihnen ein unangenehmes, unleidliches Verhältnis entstehen, welches nur dadurch behoben werden könnte, dass die vereinigten Gemeinden wieder gelrennt würden. Darum erneuern und mehren sich in den einzelnen Provinzen stets die Gesuche solcher Gemeinden um die Bewilligung der Trennung. Und wie sollte es a>,ch anders sein? Bei großen Gemeinden verursachen die häufigen Zureiscn z>l dem Laibacher Zeitung Nr. N7 988 21. Mai 1884. tags-Gottesdienst" „Früh.Gottesdienst" sage. Die Einwendungen des Abg. Lustkandl seien nicht gerechtfertigt, denn die von ihm angeführten Fälle seien her« vorgerufen durch eine höhere Gewalt, und handle es sich dabei nicht um die fortgesetzte Ausübung eines Gewerbebetriebes. Es handle sich hier nicht um die Befriedigung eines augenblicklichen, durch die Macht der Verhältnisse herbeigeführten kurz auftauchenden und kurz beendeten Bedürfnisses. (Beifall rechts) Abg. Dr. Meng er macht darauf aufmerksam, dass bei stricter Sonntagsheiligung auch die Wirts« Häuser feiern müssen, und glaubt, dass die Bauern vielleicht lieber den Gottesdienst als das Gasthaus entbehren. Der Sonntag gehöre nach der Volkssitte dem Gottesdienste, aber auch dem freien Lebensgenusse. Er unterstützt den Antrag Malschelo. Es wird Schluss der Debatte angenommen, und werden zu Generalrednern gewählt die Abgeordneten Dr. Bilinsli und Friedrich Sueß. Abg. Dr. Oil in ski: Die Sonntagsruhe, wenigstens eine ihr sachlich entsprechende Ruhe in der Woche, findet sich zu allen Zeilen und bei allen Völkern. Ist die Sonntagsruhe in England durchführbar, so wird sie es auch in Oesterreich sein. Was die Feiertage b?» trifft, so wird thatsächlich an den großen Feiertagen schon jetzt nicht gearbeitet, für die übrigen Feiertage handelt es sich nur darum, dass die Arbeiter die nöthige Zeit erhalten, um in die Messe zu gehen. Er empfiehlt die Annahme des Ausschussantrages. (Beifall rechts.) Abg. Friedrich Sucß spricht gegen die gesetzliche Fixierung der Feiertagsruhe, empfiehlt den Antrag Matschelo-Löblich und beantragt, dass eventuell statt des Wortes „Vormittags.Gottesdienst" der Ausdruck „Früh.Ooltesdienst" eingeschaltet werde. Bei der Abstimmung wild der Antrag des Abg. Matscheko mit 136 gegen 118 Stimmen abgelehnt und der § 75 in seinen ersten drei Absätzen in der Fassung des Ausschusses angenommen. Der zum vierten Absatz gestellte Abänderungs« antrag des Abg. Friedrich Sueß wird bei namentlicher Abstimmung mit 138 gegen 115 Stimmen abgelehnt und auch der vierte Absatz unverändert nach dem Aus-schussantrage angenommen. Nächste Sitzung morgen 10 Uhr. Zeitungsschau. Die Erwartung, dass auch bei der Berathung des sechsten HauptstückeL der Gewerbe-Ordnung die beiden großen Parteien unseres Abgeordneten« Hauses ein erfreuliches Bild einträchtigen Zusammen-Wirkens bieten werden, hat sich in vollem Maße er« füllt. Vei der am Schlüsse der Generaldebatte vorgenommenen Abstimmung stimmte nahezu das ganze Haus für das Eintreten in die Opecialdebatte. Damit ist der Beweis erbracht, dass die Reichsvertretung ernstlich gewillt ist, die Regierung in ihrem Bestreben, die Lage der arbeitenden Classen zu verbessern, kräftigst zu unterstützen. Die Blätter, ohne Unterschied der Parteistellung, registrieren denn auch diese Thatsache mit besonderem Nachdrucke. So schreibt das Fremdenblatt: „Für das Eingehen in die Specialdebatle stimmte nahezu das gesummte Haus, die Linke ebenso wie die Rechte. Die Redner der Linken kämpften nicht gegen die Vorlage selbst, son- dern gegen die Socialpolitik der Rechten." — Die Neue freie Presse leitet ihren Reichsrathsbericht mit folgenden Worten ein: „Das Abgeordnetenhaus hat einstimmig das Eingehen in die Specialdebatte über die Arbeiterordnnng beschlossen, und es war ein merkwürdiger Anblick, als die Rechte und die Linke sich erhoben, als wollten beide Parteien in dem Entgegenkommen und der Sympathie für die Arbeit mit einander wetteifern." — Die Wiener allgemeine Zeitung sagt: „Wir verzeichnen es mit großer Be« friedigung, dass nahezu einstimmig das Eingehen in die Spccialoebatte über das sechste hauptstück der Gewerbe-Ordnung beschlossen wurde." — DaL Vaterland schreibt: „Die Generaldebatte über die Arbeiter-ordnung ist zu Ende geführt und nahezu einhellig das Eingehen in die Specialdebatte beschlossen worden." — Im Sonn- undFeiertags-Courier heißte«: «Immerhin ist es eine sehr erfreuliche Wahrnehmung, dass die beiden großen Parteien des Abgeordnetenhauses einig darin sind, die Regierung in ihrer gewiss höchst anerkennenswerten Action der social-politischen Reform zu unterstützen und speciell ihre Hand dazu zu bieten, dass die Regelung des Verhältnisses zwischen den gewerblichen Arbeitgebern und den Arbeitern in einer den Interessen beider Theile möglichst entsprechenden Weise erfolge." Auch die auswärtige Presse wendet den gegenwärtigen Debatten unseres Abgeordnetenhauses ihre Aufmerksamkeit zu und bespricht in anerkennenden Worten die Vorlage über die Arbeiterordnung. So schreibt das Dresdner Journal an der Spitze seines politischen Tagesberichtes: „Das österreichische Abgeordnetenhaus ist in die Debatte über das sechste Hauptstück der Gewerbe-Ordnung eingetreten. Durch die Vorlage, wie sie aus der Berathung des Ausschusses hervorgegangen ist, wird im Falle ihrer Genehmigung durch den Reichsrath die Fabriks-Geseh« gebung Oesterreichs einen entschiedenen Schritt nach vorwärts machen und den drohendsten Gefahren fiir die österreichische Industrie vorgebeugt werden. Es muss mit aufrichtiger Befriedigung erfüllen, dass sich auch in Oesterreich die Gesetzgebung endlich aufrafft; das sittliche und materielle Verd rben des österreichischen Volkes. zahllose drohende Symptome des Nie-Herganges erzwingen eine legislative Arbeit." — Die Schlesische Zeitung schreibt: „Die Vorlage, welche die Regelung der Arbeitsverhältnisse in den Fabriken zum Gegenstande hat, mag nach verschiedenen Seiten verbesserungsfähig sein, und e» werden zweifelsohne auch derartige Anträge gestellt werden, aber da2 hindert nicht, im großen und ganzen zu behaupten, dass der Gesetzentwurf über die Regelung der Arbeitszeit in den Fabriken den Geist der Humanität alhmel, ohne dass er die gewichtigen Interessen der Industrie preisgeben würde." Inland. (Parlamentarisches.) Der Sessionsabschnilt des Reichsrathes soll am 27. d. M. geschlossen werden, an welchem Tage auch die Delegationswahlen vorgenommen werden. Der czechische Club einigte sich dahin. den deutschböhmischen Abgeordneten anlässlich der Delegationswahlen ein Compromiss anzubieten, und zwar so, dass sechs czechische und vier deutsche Delegierte aus Böhmen gewählt werden sollen. (Im ungarischen Reichstage) überreichte vorgestern der Präsident Pechy seinen Schlussbelicht über die Thätigkeit des Reichstages während der abgelaufenen drei Sessionen mit folgender, häufig durch Beifallsäußenmgen ausgezeichneten Ansprache: „Geehrtes Haus! Aus der Zuschrift des Herrn Minister-Präsidenten hat das geehrte Haus Kenntnis davon erlangt, dass Se. Majestät der Apostolische König den Reichstag in der Ofener Königsburg morgen um 11 Uhr vormittags schließen werden. Ich ersuche die geehrten Mitglieder des Hauses, sich morgen dortselbst einfinden und an der Feierlichkeit theilnehmen zu wollen. Die Allerhöchste Thronrede wird unter den Schriftstücken des Hauses den Herren Abgeordneten zugestellt werden. Demnach ist die heutige Sitzung die letzte des Abgeordnetenhauses des sür den 24sten September 1881 einberufenen Reichstages. Den Prä-sidialbericht über den Verlauf des Reichstages beehre ich mich nun, dem geehrten Hause mit dem Ersuchen ^ zu unterbreiten, es wolle denselben diesmal ungelesen übernehmen und die Drucklegung anordnen, damit derselbe unter die Mitglieder des geehrten Hauses vertheilt werden könne. Es ist dies ein trockener Ueberblick ilber die einzelnen Momente der Thätigkeit des Reichstages." Auf statistische Daten will Redner nicht näher eingehen; er muss jedoch mit Bedauern erwähnen, dass das Haus in den drei Sessionen 28 Mitglieder durch den Tod verlor. «Mit tiefer Trauer gedenken wir unserer verstorbenen Collegen; vieler derselben gedenkt schmerzerfüllt jcher Patriot, da das ganze Vaterland ihren Verlust fühlt. Als im Jahre 1867 die Nation die Leitung ihrer Angelegenheiten wieder in die Hand nahm, begann sie ihre Thätigkeit in zweifacher Richtung. Sie musste ihre Verfassung, den Postulaten des Parlaments gemäß, modificieren und dann musste sie bestrebt sein, das in vielfacher Beziehung zurückgebliebene Land auf jenes Niveau zu heben, auf welchem die übrigen civilisierten Nationen Europa's stehen. Die vorangegangenen Reichstage haben in beiden Richtungen eine große Thätigkeit entfaltet, welche insbesondere in letzterer Hinsicht nothwendig war; sie mussten deshalb von der Nation schwere Opfer fordern. Vor etwa einem Jahre reifte in der Nation die Ueberzeugung, dass ihre Finanzen eine besondere und hervorragendere Nlif-merksamkeit erheischen, und von diesem Zeitpunkte an richtete sie ihr Bestreben hauptsächlich auf eine Verbesserung derselben. Auch die meisten vom jüngsten Reichstage beschlossenen Gesetze haben die Regelung unserer Finanzen zum Gegenstände. Das Abgeordnetenhaus sctzte alles daran, das Gleichgewicht im Staatshaushalte herzustellen. Zeugnis hiesür geben die Thatsachen, dass nicht nur der jährliche Staatsvoranschlag auf die unumgänglich nothwendigen Ausgaben eingefchränkt, sondern überdies zahlreiche Steuer> echöhungen votiert wurden." Ausland. (In Berlin) fand am 18. d. M. ein national - liber ale r Parteitag st^tt, zu welchem über simfhundert Mitglieder aus allen Theilen des Reiches erschienen waren. Nach längerer Discussion wurde einstimmig eine Erklärung angenommen, welche die unverbrüchliche Treue zu Kaiser und Reich betont und entfernten Gemeindeamte, sei es zu den Wahlen oder den ordentlichen und außerordentlichen Gemeindesitzun» gen, sei es in anderen gewöhnlichen oder außergewöhn-lichen, wichtigen oder unwichtigen Angelegenheiten, sehr viele Kosten, welche um so fühlbarer werden, je ve< schwerlicher und sogar gefährlicher — insbesondere in Gebirgsgegenden im Winter und bei stürmischem Wetter oder wegen schlechter und steiler Wege — solche Reisen sind. Der Wunsch, dass solchen Unzukömmlichkeiten durch die Theilung der großen Gemeinde abgeholfen werde, ist also berechtigt. Und wie verwickelt und deshalb gewöhnlich mangelhaft, dabei aber doch theuer ist die Verwaltung einer großen Gemeinde, wenn sie alle wie immer gearteten Geschäfte des natürlichen und des übertragenen Wirkungskreises selbst besorgen muss! Damit in einer solchen Gemeinde in Geldangelegenheiten die gemeinschaftlichen und die besonderen Verpflichtungen und Rechte der einzelnen zu derselben gehörigen Ge« meindesractionen odei Untergemeinden ersichtlich gemacht werden, ist es nothwendig, dass jedes Jahr für die gesummte Orts« oder Hanptgemeinde ein gemeinschaft« licher Voranschlaa.. und mit Rücksicht auf die besonderen Erfordernisse (für Straßen, Wege, Schulen und so welter) der einzelnen Untergemeinden auch für jede der letzteren ein besonderer Voranschlag der Ausgaben und Einnahmen vorbereitet werde, für welche Unter» gemeinden übrigens auch der Maßstab, nach welchem auf Grund des von der Gemeindevertretung gefassten Beschlusses von den einzelnen Gnneindegliedern Dienste für Gemeinde-Bedürfnisse gefordert werden. bezirhungL. weise der Maßstab festgesetzt werden muss, nach welchem statt der Dienste eventuell das bezügliche Re-lutum einzubringen sein wird. Doch dles genügt noch nicht. Abgesehen von dem Lohne, welchen der Ge- meindefeldhüter oder welchen hie und da der Gemeinde« Hirt von den Gemeindegliedern bezieht, deren Vieh« Herde er auf den Gemeindegründen hütet, muss für die einzelnen Untergemeinden noch eine besondere Vertheilung der von dem Besitze und Genusse dieser Gründe zu entrichtenden Steuern und anderer Abgaben, dann der Auslagen für deren Beaufsichtigung unter jene Gemeindeglieder, welche an deren Nutzungen theilneh' men, und zwar nach dem sich von Jahr zu Jahr ändernden Verhältnisse dieser Theilnahme entworfen werden. Ebenfo müssen die Kosten für folche Einrich. tungen, welche nur diesem oder jenem Orte in der Gemeinde nützen können, wie z. B. für öffentliche Brunnen oder Wasserleitungen, für Straßenbeleuch tung, für Pflasterungen u. s. w. unter jene Gemeinde» glieder vertheilt werden, welche solche Einrichtungen benölhigen, und dies wieder auf Grund besonderer Voranschläge. Meistens werden abel darüber Klagen laut, dass in großen Gemeinden gewöhnlich die Interessen der betreffenden Untergemeinden ver-nachlässigt werden, über welche eine Majorität von Vertretern nach ihrem Ermessen Beschlüsse fasst, die entweder die Verhältnisse und Bedürfmsse dieser Untergemeinden nicht kennt, oder sich um dieselben nicht kümmert, oder aber gar eigene, den Untergemeinden zuwiderlaufende Interessen hat. sür welche sie in erster Linie ohne Rücksicht auf das Recht und das öffentliche Wohl eintritt. Bei so bewandten Umständen ,st es begreiflich, dass sich die Bcvölkerung für große Gemeinden, in welchen nämlich sämmtliche Angelegenheiten des natürlichen und des übertragenen Wirkungskreises concentriert sind, nicht begeistern kann. Jean Loup, der Irrsinnige von Mareille Noman nach Emile Nichebourg von Max von Weißeuthurn. (38, Fortsetzung.) In den traurigen Anblick, welchen das jlll'gl Mädchen bot, ganz vertieft, stand Monsieur Lagarde einige Minuten erschüttert da. . „Guten Tag, mein Kind," hob er dann an, a"> Johanna zutretend und ihr die Hand rntaegenstreckenv-„Erkennst du mich?" Das junge Mädchen wandte nicht das Auge av von ihm. «Ja. ich erkenne Sie!" flüsterte sie leise. .M waren gut gegen mich." „Wilrdest du dich freuen, Jacques zu sehen?" «Jacques!" wiederholte sie leise. ,, „Ja, deinen Jugendfreund Jacques aus Mareille» „Jacques, I^cqueö!" wiederholte sie. „Jacques wird dich bald besuchen, Johanna! . Sie erbebte und mit lhränenerstickter Stimme stlep sie hervor: .« „Johanna schläft auf dem Grunde des Flui'A ich habe sie gekannt, es ist lange her. Sie war e gutes Mädchen! Aber nun schläft sie. Weckt sie ">y' ,hr ist so wohl im Flusse!" „Armes Kind!" seufzte Monsieur Lagarde. Plötzlich schreckte das Mädchen zusammen. a „Hört Ihr?" rief sie. „Der Donner, hört ^ Man kommt, er ist es!" ^ Während sie sprach, wurden ihre Augen w" größer, Entsetzen spwch aus ihren Zügen. , „t ..Da ist er. da ist er!" schrie sie "lWH '.« auf, sich voll Angst emporrichtend. „Da ist Jean ^ Jean Loup!" Laibacher Zeitung Nr. 117 989 21. Mai 1884. für die ungeschmälerten verfassungsmäßigen Rechte der Volksvertretung eintritt. Die Erklärung wahrt ferner der Partei die volle Selbständigkeit und Unabhängig, leit, lehnt die Verschmelzung mit anderen Parteien ab, spricht die Ueberzeugung von der Nolhwendigteit des Socialisten-Gesetzes aus und hält es filr geboten, die Reichbregierung in den socialpolitischen Reformen, vo'.brhalilich sorgfältiger Prüsnug im einzelnen, mit allen Kräften zu unterstützen. Die Partei wird namentlich für das Zustandekommen des Gesetzes in-betreff der Unfallversicherung in dieser Session ein« treten. (In Petersburg) fand am vergangenen Sonntag in feierlicher Weise die Großjäh» igteits-Er-llälung des am 18. Mai 1868 aebornen Großfürsten« Thronfolgers Nikolaus, des ältesten der fünf Kinder des Kaiserpaares, statt. Die befreundeten Höfe hatten ihrer Theilnahme an diesem Familienfeste des russischen Kaiserhauses durch Verleihung höchster Orden Ausdruck gegeben. Von dem nahe verwandten deutschen Kaiserhofe war Prinz Wilhelm von Preußen gekom» men, um seinen kaiserlichen Großvater bei der Mün-digertlärung des Urgroßneffen zu vertreten, eine Aufmerksamkeit, welche von der russischen und nichtrus-sischen Presse auch nach ihrer politischen Bedeutung hoch angeschlagen wird. Die „Peterburgskija Vjedo-mosti" z. B. sehen darin «ein Unterpfand der für viele Jahre gesicherten Freundschaft zwischen beiden Nachbarstaaten." Prinz Wilhelm war auch bei seiner Ankunft in Petersburg von der Bevölkerung nicht minder ehrenvoll und herzlich empfangen worden, als am Hofe selbst. Zur Feier am Sonntag erschienen Mittags Ihre Majestäten Kaiser Alexander und Kai« serin Maria im Winterpalaste, woselbst Prinz Wil< Helm dem Grohfürsten-Thronfolger die Insignien des Schwarzen Aoler-Ordens überreichte. Alsdann verfüg« ten sich die hohen Herrschaften in die Palastkirche, woselbst der Großfürst in Gegenwart des Kaisers und der Kaiserin, der fürstlichen Gäste, der Mitglieder des kaiserlichen Hauses sowie des diplomatischen Corps den Eid leistete, dem Kaiser und dem Vaterlande treu zu bleiben und die gesetzliche Thronfolge-Ordnung zu bewahren. Während der Eidesleistung wurden 301 Kanonenschüsse gelöst. Aus der Kirche begab sich der Aug nach dem Georgs-Saale des Palastes, allwo der Thronfolger auf die Standarte des Leibgarde« Kosakenregiments, dessen Hetman er ist, den militärischen Eid >.er Treue leistete. — Aus Anlass der Feier erfolgten zahlreiche Rangeserhöhungen und De-^riermlgen. Der Großfürst-Thronfolger wurde k 1a Suite der ersten Batterie der reitenden Garde« Artilleriebrigade gestellt, Pcinz Wilhelm von Preußen zum Chef des 85. Wyborg'schen Infanterieregiments "nannt. (Frankreich.) In Paris traten gestern die Kammern wieder zusammen, und der Ministerpräsident 3erry hat denselben sofort die in Tonknlg und China ^gefallenen Ereignisse mitgetheilt. Die Mittheilung beschränkte sich auf den Text des Vertrages von Tien« Ain und die auf diese Unterhandlungen bezüglichen Depeschen. Auch zur Verfassungs.Nevision wird die Legierung sehr bald öffentlich Stellung nehmen. In °km ehevorgestern unter dem Vorsitze des Präsidenten '"rivy abgehaltenen Ministerrathe wurden die Grund-zllge des Verfassungs'Revisionsprojectes endgillig fest' ^stellt, und erübrigt nur noch. die gefafsten Beschlüsse iu cooificieren. Auch die Creditvorlage filc Tonling ^Urde erörtert: die geforderten Credite belaufen sich °Uf 38 Millionen. Zugleich mit diefem Projecte foll °Uch das für Madagaskar, welches 4 700000 Francs beansprucht, nächstens auf den Tifch des Abgeordnetenhauses gelegt werden. (Die englischen Minister) werden im Par« lamente Tag für Tag. so sehr sie sich auch dagegen wehren, um Auskunft über den Stand der Dinge in Egypten und über ihre Entschließungen inbetreff der Conferenz bestürmt. Es heißt, dass im conservative« Heerlager ein neuer Tadelsantrag vorbereitet werde, zu welchem die zuversichtlich erwarteten Hiobsposten der nächsten Zukunft den Stoff liefern follen. Das Cabinet sieht dies gleichfalls voraus und hat daher seinen Geschäftsträger in Kairo angewiesen, unter Auf« bietung aller Hilfsmittel sich mit Gordon in Verbindung zu fetzen, koste rs. was es wolle, um von ihm Andeutungen über die Entsatznothwendigkeit zu erhalten. Die militärischen Rathgeber der Regierung sehen die im nächsten Monate in Chartum beginnende Nil'Ueber-schwemmung sür einen strategischen Vortheil an, weil sie den Feind von ihm trennt und den Spielraum der Dampfschiffe erweitert. Allein die Hiobsposten kommen schneller als das Hochwasser des Nil. Ein Regierung«« beamier, welcher aus El'Obeid entkommen ist, erzählt — einem Telegramme aus Assuan zufolge — dafs Slatin Bey (der Gouverneur von Darfur) die Stadt Fascher einem der Befehlshaber des Mahdi übergeben und so den Streilkrästeu desselben 9000 Mann guter Truppen und 20000 Rrmington-Gewchre hinzugefügt habe. Die Dörfer nördlich von Berber befinden sich im Aufstande, der Weg ist vollständig verschlossen. Nach einem andern Telegramme aus Kairo sind der Mudir und die Besatzung von Dongola, nachdem ihre Hilfe« rufe keine Erholung gefunden, zu dem Feinde übergegangen. Korosko und Nssuan schweben in höchster Gefahr.___________ Tagesneuigkeiten. Se. Majestät der Kaiser geruhten Sonntag mittag« das neue Opernhaus in Budapest, welches bereits der Vollendung nahe ist, zu besichtigen. Beim Hauptportale waren bei der Ankunft Sr. Majestät Ministerpräsident von Tisza, Intendant Baron Pod-maniczty, Vicebürgermeister Gerlöczy und die beim Baue beschäftigten Architekten versammelt, welche den Monarchen ehrfurchtsvoll begrüßten. Se. Majestät widmeten der Besichtigung des Gebäudes nahezu eine Stunde und nahmen mit Befriedigung die Mitthei-lung entgegen, dafs das Kunstinstitut im Herbste dieses Jahres eröffnet werden wird. — (Vom Leben des Papstes) erzählt die „Germania": Leu XIII. steht jeden Morgen um li Uhr auf. Um 7 Uhr feiert er die heilige Messe, nachdem er vorher eine längere Betrachtung gehalten. Nach der hei« ligen Messe widmet er geraume Zeit der Danksagung. Um 8 Uhr empfängt und erledigt er die Denkschriften und Congregationen und seine umfangreiche Korrespondenz. Um 11 Uhr finden die öffentlichen Audienzen statt. Der h. Vater empfängt die Bischöfe und Gesandten, sowie die Pilger aus allen Ländern und Ständen. Um halb 1 Uhr macht der Papst einen Spaziergang in den vatikanischen Gärten. In der Regel ist er begleitet von einem der Prälaten seiner Umgebung und zwei Nobelgardislen. Meistens lie-gleitet ihn Msgr. Voccali, sein Geheimsecretär. seil, Freund und Vertrauter. Ist das Wetter »veniger günstig oder fühlt der heilige Vater sich weniger kräftig, so macht er eine Spazierfahrt in einem eigens dazu gebauten Wagen und fährt dann in der Negel bis z>,m Belvedere de« Vatican». Leo XIII, speist um 2 Uhr zu Mittag nach der Sitte, wie sie noch in sehr vielen römischen Familien herrscht. Dieses Mahl dauert nur eine halbe Stunde und ist sehr frugal, es besteht aus einem Fleisch-gericht. zwei Gerichten Gemüse uud Früchten. Leo XIII. trinkt dazu ein Glas Bordeaux, wrlchen ihm die Aerzte angerathen. Nach dem Essen hält der Papst eine kurze Siesta und begibt sich dann in sein Priuatcabinet zur Arbeit. Um halb 5 Uhr empfängt Leo XIII, die Prä« fecten und Secretäre der verschiedenen Congregationen und verhandelt mit ihnen über die kirchlichen Angelegenheiten. Um 8 Uhr bringt man Sr. Heiligkeit die Blätter der verschiedenen Länder. Der heilige Vater liest nur die italienischen und französischen Journale. Interessante Artikel der deutschen und englischen Glätter lässt Se. Heiligkeit sich übersetzen. Um halb 10 Uhr betet der heilige Vater den Rosenkranz. Um 10 Uhr nimmt er eine kleine Collation, die ein für allemal in einer Suppe, einem Ei und ei» wenig Salat besteht. Danach zieht sich der heilige Vater in sein Privatgemach zurück. Es gibt keinen Souverän, der so viel an jedem Tage arbeitet, wie der Papst. Es ist erstaunlich, wie Leo XIII. bei einem so mühevollen Leben seit mehr als sechs Jahren eine so verhältnismäßig vortreffliche Gesundheit bewahrt hat. — (Der Vrand deS Wiener Stadtthea-ters.) Der Zimmermann Johann Pevny, welcher, wie bereits telegraphisch gemeldet, in Verwahrungshaft genommen wurde, weil gegen ihn gravierende Verdachts» momente vorliegen, dass durch seine Unvorsichtigkeit das Feuer entstanden ist, wird in den nächsten Tagen dem competenten Gerichte übergeben werben. Wie verlautet, soll Pevny ein Verschulden von seiner Seite in Abrede stellen. Er war mit einem zweiten Zimmermanne, dessen Namen ihm nicht bekannt ist, bis gegen 4 Uhr nachmittags des 16. d, M. auf dem Lusterbodenraume be-schäftigt. ohne etwas Verdächtiges wahrzunehmen. Erst in der Portierloge angelangt, verspürte er einen Brand« geruch und eilte mit dem Portier Gartner wieder auf den Bodenraum Es war dies ungefähr um halb 5 Uhr. Je höher sie hinaufkamen, desto intensiver wurde der Brandgeruch, und als sie das letzte Stockwerk erreicht hatten und auf den Dachbodenraum eilen wollten, verhinderte ein dichter, erstickender Rauch ein weiteres Vorbringen. Fast um dieselbe Minute hörte mm, schon von der Straße her die Hornsignale der anfahrenden Feuerwehr, welcher durch den Thürmer auf <3t. Stephan die telegraphische Meldung von dem AuSbruche des Feuers zugekommen war. Die Ausforschung des zweiten Iimmermannes, der mit Peony zur kritischen Zeit auf dem Lusterbodenraume gearbeitet hat, wurde angeordnet. Von Bediensteten des Stabttheaters wird mitgetheilt, dass die beiden Haustischler Andreas Blümel und Franz Strata bis lurz nach 4 Uhr nachmittags am verhängnisvollen Freitag auf der Bühne mit der Aufstellung der Decoration des ersten ActeS vom „Meineibbauer" beschäftigt waren. Sie bemerkten nichts Verdächtiges, und erst als sie kurze Zeit in dem in der Schellinggasse be« findlichen Gasthause verweilt, fuhren die Feuerspritzen auf. Auf Grund all diefer Thatsacken läfst sich mit Sicherheit annehmen, dass zwischen 4^ bis 4'/, Uhr nachmittags das Feuer ausgebrochen sein muss. Die Köchin des Herrn Dr. Tyrolt. Namens Juliana Bitterer, will zwar den Rauch schon um die vierte Nachmittags-slunde verfpürt haben, allein eS wird sich schwer nach« weisen lassen, dass der Qualm vom Bodenraume des Stadttheaters kam. Herr Dr. Tyrolt selbst hat den Rauch vor der Entdeckung des Brandes nicht verspürt. Die Polizeilichen Erhebungen dauern unausgesetzt an. — (Josef von Kraszewski). der größte unter den lebenden Dichtern der Polen, ist wegen Verrath des Landes, in dessen Unterthanenverband er sich .. Zitternd stand sie einen Augenblick, dann sank >!e wieder matt und lheilnamslos nieder auf die Bank, Neigte das Haupt vorüber und fieng wieder die Me-,?b'e zu summen an, welche sie gesungen, als Mon-Neur Lagarde zu ihr getreten war. «Kommen Sie, Herr, kommen Sie," sprach der ?lzt, Herrn Üagarde an der Hand mit sich fort-?'ehend. „Nach dem Paroxismus des Schmerzes tritt ,°? ihr immer vollständigste Nuhe ein. Es ist unnütz, ^nger bei ihr zu bleiben; sie würde unser gar nicht ächten!" __________ 5. Capitel. c^iin harter Schlag. H Die Kriegewirren waren vorüber; es war wieder ^uhe eingetreten in Frankreich. H. Jacques Vaillant war nach Tpinal, dann als ^'Mgefangener nach Koblenz gebracht worden. Nach ,.. .?er hergestelltem Frieden war er nach Mareille ^ückg«lehrt. c ^. Der Greis befand sich eines Abends in der Ge-«"'chaft Gertruden« in dem Wohnzimmer feines ^"'n. Neueste Post. Original-Trlegramme der Laib. Zeitung. Budapest, 20. Mai. Heute wurde der Reichstag geschlossen. Die Thronrede spricht die Anerkennung für die Thätigkeit des Reichstages aus und zählt die zum Wohle des Landes beschlossenen Gefetze auf, welche im Interesse der Landesverteidigung die erwünschte Ergänzung des Eisenbahnnetzes und den unzweifelhaften Beweis liefern, dafs die ungarische Nation ungeachtet ihres auf die Erhaltung des Friedens abzielenden Wunsches opferwillig alles thut, um unter Umständen beruhigt fein zu können. Indem der König für die Opferwilligkeit die wärmste Anerkennung aus-spricht, gereicht es ihm zur Freude, darüber beruhigen zu können, dass jenes ausgezeichnete freundschaftliche Verhältnis, in welchem wir zu allen Staaten Europu's stehen, unserer hinsichtlich der Erhaltung des Friedens genährten Hoffnung volle Berechtigung verleiht und so sichere Aussicht vorhanden ist, dass unsere Völker sich auch in Zukunft mit Ruhe der gesegneten Frie-oensarbeit werden widmen können. Die Thronrede sagt schließlich. das Opfer für das neue Reichstagsgebäude erscheint gerechtfertigt durch die hierdurch bethätigte Pietät für die fast taufendjährige Verfassung, solvie durch das Vertrauen, dass die die ungarische Nation am meisten charakterisierenden Gefühle der Treue für den König und der Anhänglichkeit an die Verfassung durch weitere Jahrhunderte in jenem Paläste Ausdruck finden werden. Paris, 20. Mai. Die Kammer nahm beifälligst die von Ferry verlesene Erklärung auf, welche die Vortheile der Convention von Tien-Tsin hervorhebt. Es wurden Creditforderungen von 38'/« Millionen für Tonking und von 5 Millionen für Madagaskar eingebracht. Zum Schluffe der Sitzung wurde der Kammerpräsident einhellig ermächtigt, der Armee von Tonking den Ausdruck der Sympathie der Kammer zu übermitteln. — Die Regierung wird die Erhöhung der Einfuhrzölle auf Getreide und auf Vieh verlangen. London, 20. Mai. Im Unterhause erklärte Gladstone, die Regierung halte an der von ihr angekündigten Basis für die Conserenz fest. Frankreich verlangte Erklärungen, betreffend die Position Englands in Egypten. Veide Regierungen würden nach den» gegenseitigen Meinungsaustausche die übrigen Mächte consultieren. Chamberlain beantragt die zweite Lesung und amendiert die Kauffahrteibill. welche den Schiffs-rhedern wesentliche Concessionen macht. Der Hauptzweck der Vorlage sei, den Wert übersteigende Assecuranzen zu verhindern. Mac Iver beantragt die Verwerfung der Bill. Die Debatte wurde schließlich vertagt. Nisch, 19. Mai. Das königliche Paar und der Erbprinz sink heute hier eingetroffen und von der Be-völkerung schr herzlich begrüßt worden. Die Fahrt von Belgrad bis Nisch glich einem Triumphzug«?, überall auf Eisenbahnstationen wurde den Majestäten ein glänzender Empfang bereitet. Sualim, 19. Mai. Die Aufständischen kamen in der letzten Nacht bis auf 50 Meter von der Stadt und feuerten zwei Stunden lang. Die Häuser wurde» von den Kugeln beschädigt. Die Truppen erwiderte» das Feuer nicht. Die Lage ist kritisch. Handel und Volkswirtschaftliches. Oesterreichisch - ungarische Bank. Stand vom 15, M'' Banknoten-Umlauf 355 892 000 fl. (-8 351 000 ss). Silb" 125542000 fl, (-s- 945000 fl.). Gold «4335000 fl.(-j- 20 000 st/. Devisen 15 084 000 ft. (—57000 fl.). Portefeuille 129350000 st-(- 8843 000 fl,). Lombard 23 77? 000 ft. (— 1214 000 sl,). M"' thclar-Darlehen 88 460 000 sl. (—98000 st.). Pfandbricfumlall! 87 530 000 fl. (-s- 14 000 ft.) 'Attftekvmmene Fremde. Am 19. Mai. Hotel Itadt Wien. Mallinacr. Oclonom, Krengelbach, TausM Kmlsm.. München. — Grnl,cr. Fabrikant. Maichiu. Webe" Just und Stern. Reis., Wien. - Schuldes. Ncis. Al'""", — Ritter von Schneid. Gntsbcs. s, Familie. Gürz, - Nc"a" Flora. Overtrain. Hotel Elefant. Plachrtka, k l. Ministerial.Veamter, sammt 3« milir. Wien, — ttovarci, Reisender. Pilsen. — Iele"^ l. k, Obrrlil'ntcnant, sammt Fran, Pola, — Primel. ^ sitzenii. Caslclnuovo. Sternwarte. Tattler. Fleischer, und Knstaudl. Köchin. ^5 Verstorbene. , Den 19. Mai. Anatolia Koutny. k. t. Militar-Wag»^ Tochter. 3 Mon. Hilschcraassc Nr, 5. Darmkatarrh. « Den 21. Mai. Maria Perovsek. Arbcitcrs-Tochler. 1"^' Zicaclstraße Nr. 25, Lnngcntnberculose.___________ Metror ologische Beobachtungen in Laibach^, R n3 LZ^ 8» 8 - k ?Z5 z «ß Z,'________^^ 7 U.M. 733.12 ^-15.6 W. schwach heiter ^ 20 2 „ N 737,22 ^-24.8 NW. schwach heiter ^ „ Ab. 738.42 -l-17.8 NW. schwach heiter ^ heiter, tlare Luft. Hihe zunehmend, Das Tagcsniltte Wärme -^ l!>,4°, um 4,5« über dem Normale. .^__^--^ "Verantwortlicher Redacteur: I Nagliö. Laibacher Zeitung Nr 1l7 9N1 21. Mai !884 Course an der Wiener sörse vom Ll). Mai lttll4. (^^0^^^««^) Velt war? S hünstel 1!X> „ i<4 50 145 — »»<«<« Staalslsft . - 100 , l?3 75 l?4' — 1K84 , , . . 00 . 17k 50 174 — lomo-Meuteuschelne . perVt. 37— 40'— t°/, v> ft. Volbrc,te, ft«nersre« . !01 9ü 108 1i vefi^r. slotenrente, steuerfrei , »c. 90 ue-on Ung. I«. oiil , Paplerrente 5°/, .... »ß g^ »es« , Vla»t«.0bl. (Ung. lüftb.) l,»-. ! — . , , vom 1.1U7« io»'b»röfterltichische . . . . 104 bo!i0«-- z°/, steirische.......ic>4 50____ 5°/, lroatisch« und slavonische . 100'— 10!«' b'/, stebenbHiglsch« .... i»0 5oil»i»5 Veld War« 5°/l> lemesvar-Vanater , . . 101 — 101 50 5«c, nnq^rischr......101, 50 lt» — Undere öffentl. Anlehen. Donau««eg..«°?g 85 10 Nng, »llg.Vobencrebit^Actlenges. m Pest in 84 I. Verl. 5'/,°^ . 101 75 103 25 Prioritöts.Oblilllltionon (füt 100 fl.V ? 25 ic,? ??> ßran^Ioses'Nahn.....y».^ c,c>4(> «>>»!>uschc Karl' Ludwig»Vahn Ei», 1««l ."!UU fi. S. 4>/,»/„ . . !c44 75 Kk «5 , ., ^ ö°/»......„5.50 !5, 70 Ung.»«aliz.»ayn . . , , 9879 ,915 Diverse llofe (per Vl1i Denan-Dampfsch. ilw fl, , 1I5-— li« — ?alb»>herPriimien.«nlehen»0fl. „5» ,t5c, Ofeuei Lose 40 fl...... <^.__ ^ . PalffY.Lole «st - - . . . . 38 80 ,8 1c «othen »reu,, 5ft. G«s. v. 10 ss. ^ g^ ;,. «ubols»l!ostiufl...... l9— 1,50 SalM'?°'e 40 u°V°sc »« fl. . . . , zg75 „ zz Winbllcharay.kllse »0 st. . , . zg.gy „. ^ «anl. Nctien (per Gtü^l). «nglo-Oeflerr, Nank «a» fl. . . i^.z^ ^5 5^. N«nl<«eseNs««ft. Wicner «a fl. "" .1. «anlvcrcw, Wiener. iuu n. . . i<,,,,z ^, 5^ Vdncl..Nnft.< Oeft.iioo«. G,40°/„ 240 bl> »^1 — .-! gz — öäudtrbaill oft, ^u»st. O. 50°/,«. ,<>7 «iia? «c< 0esierl.lllll ^lla. 14« ä. . 14« zz!i4»-- Netten von Transport» NnternelMnnycn ^ «Ib«cht«Vahn «bu N, Gilber . — —j------- «lfelb>>Fium«l.Äahn»a0N.Suh. i?^5l> >?9- - »ulfig..Iepl. »lla5. 800 il. ?M.-------! — - «5h0« . Donau < Damvsschislclhrt < H>!. Oefterr. »00 fi. «M.....574 — 575 — Drau,Z.)l!00fl.S - '— — — Dnr>>Nobtnbach,'r<3,'N.zn0fl.G----------------- «lisabetb»«ahn 200 fl. TM. . . 2»4 i.5,284 ?5 „ Llnz'Vudwei? 800 fl. . . '«>,?—^0»-— ,EI,b,Lubwig»V znofl. 6M. ^5 lo z«« 4l) «lai.aöflacher lt.'V.zollfl.ö.w, «55 50,««« 50 zlahleuberg>Hiscui'. !i00 ff. . . zk 5a, 37 50 ssaschan«Oberb. Hls^b.ll^0ss. S, !4» 50 !0l» -LembergxEzrnow.-Iassd Hilen» bHhn»<.?esell. »00 st. 0, W. . , i8i 75,1«8- -Noyb, öst.'Ung., Iriefl 500st.H>e.',^?4 — 57« -Qefterl. Nolbwefl'.'. ^00 ft. S>Ib.>i82 25!ili^ ?ü dto. (Ut. N) 5100 ss. Gilber , 1^2 «s''N2 50 Vrag-Duf« Eis>:nb. 150 ss. <2,lb. 4l»'50j 4! s.u «ubols - «ahn 20» fl. yilbcr . 182'?5 181 25 Kiebenbilrger «iisend. ^ou ft. S i?8—^I7»ül. «taatseilenbabn »ao N. ö. W. . 317-. .jzi? 35 Gübbahn Xl« st, »,ieei . 14z 4« 14l 7» Güd°Norbb, Vlrl>.«V. «oN.^m 15075 lö'. xk Thclii.Nahn lao sl. «. W. . . »zc» xc, «bc, 7s. Tramwilh«Ges.,wr. 170 !l, ö'. W !zz, ^ ,zz 5,0 , wr,, neue 10l> ft . , z»gs,^ ^g ^ Iranspolt.V^^ll N. , —- - ...__ Turnan.Nrnluv «05 ff. 8. ?2, , —-- -», Nng.'ga!,,. Hisenb. «ousl. ^/lldn 1?2 7,<,l'-«^^200'l.S. 174 5U 175 — Inbnftrie>Actien (per Stück), Ezyll il„d ltinbbcra, «Isen» und StahIxInd. in »? üU 198-— Sal»i0'TarI. Visenraff. 10U ss. . 122 üb 1«»-Waffenf..«,. Oeft. in W. II» ft. i« ». i«h 5c Irlsail^ lk?hlMW,»Ves. 100 fi, . > .. ^-_ Devisen. Deutsch«! «l«ye...... 5» «5 59 75 London......... 1»2 — l« »L Pari«......... t« tll društvenikov der Mitglieder h\ | mescanskevojasnice der bürgerl. Militärkaserne | fe katori bodo welche Q* k i? dne 25. maja 1884 dopoludne ob II. uri am 25. Mai 1884, vormittags um II Uhr :h t v im J i € veliki mestni dvorani grossen städtischen Rathhaussaale $ Cp abgehalten wordon wird. Sjf A — ----------- *! 5p Vrsta razgovorov: Programm 5\ Sp der zum Vortrage kommenden Gegenstände: «Ž jp 1.) Lotno sporoöilo in sklep raèuna za loto 1883. *•) Jahresbericht und Eochnungsabschluss pro 188.'J. ^ . 3r 2.) Poroèilo preglodovalnoga odbora. 2.) Bericht dos Revisionsausschusses. %, M 3.) Volitev novega odbora za pregledovanje raèuna 3.) Wahl oinos nouon Kevisionsausschussos zur Prü- 2* W, za leto 1884. fung der Jahrosrochnung von 1884. jfr\ * 4.) Volitov ätirüi družnikov vodatva namesto letos 4.) Wahl von vier in diosom Jahre durch das Dienstaltor *j j jp vslod doslužonja izatopiväih. zum Austritto bostimmten Diroctionsmitgliodorn. Ci i $u 5.) Posamezni aasvoti. 5.) Andoro allfälligo bosondoro Anträge. *>' C Vodstvo Direction h\ R? mešèanshe vojašnice v LjuUjani. der bürgerlichen Militärkaserne in Laibaeh. %> h> J. IV. Horak J. IV. Horak fi JL (2101) vodja. Director. \» \h<^U International Unc. JJ^^Triest nach Newyork. Dio grossen oretclaasigen Dampfer dieser Linie fahron regolmässig nach den unten arwäbnton Häfon und nehmen Ladung und Passagiere zu den billigsten Preison bei bester Verpflegung. Nach Newyork. Abfahrt von Triest. ,BritanuiaS 4200 Tons, ir*.3Iai. ,Ea8tAu{jlia', 3400 Tons, 1O. JvuU. Passage: Gajüte fl. 200. - Zwischendeck fl. 60. Wogen Gütern wondo man sich an Sohenker & Co., Zolinkagasso, Wien. Wogon Passagen an J. Terkuile, Genoralpassago-Agent, Via dell' Arsenale (Teatro oommunale), Triest. 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Ged-liczka, Hotol FlosHnr, ilarkt Tüffcr; Tmno Schuoh, llutol Klophaut, A. Huuok, Ajiothüku Baumbach, Cilli; (!url Potrièok, M. Uürdajs, Wilholmiuo Irtitacli, Joh. I I'olioschin, A. Koichnioyor, Zuckurbäckor, Mai'hurft; JoaofSchibuit, Joncif Jnos, KlilKCilfurt; l'etur J. Morhu, Murii) TuriiovBki, Villuch; N. l'iübjügor, Hotol de la | ünr, TurviM. (1K7U) l0—i