^258.__________________Freitag, 9. November 1888. 107. Jahrgang. kmbacherMMum. °)l>» fl, i"U!?^ ... ^ ° Nve ^«nbun 8 : »an,l«hl!« fl, 1». halb!»hr!g sl. 7,»u, Im « omptoll : I D«t .^aiboch« .^eitu,!« ' tt,ch«»nl t«»l<» m!l »n«n<>dn'e der Sonn- nnk fteiell«^ Die «ldminiftratl«» ^ ''""« llnllia'te ..^^'« l,«.°o, ^"' "e .^uftellun« m« Hau« ganzjähr.« ,l, I,- Inltrti°n««,»»rl ssll» G ^findet sich Aab"v°,n°sie ,k, bl« !»tdact,»n ll!ien»ftv°,e ,5, Sp^chftunden der Neboclion tiiglich von ^^^ "" b" '« < .^«'len « VlaNN<«iVte n««li,niu " Gesandten und bevollmächtigen Mienen aerM^'^ belgischen Hofe allergnädigst zn ?^höck>s/' '!!'b k. Apostolische Majestät haben mit R^" Entschließung vom 2. November d. I. dem °"dtiu l'k..Obersten Rechnungshofes Ignaz Ritter Dgen « , '" neuerlicher Anerkennung seiner viel- ? Lem.ll. ^k'ch"eten Dienstleistung das Ritterkreuz °W ln^ Erdens mit Nachsicht der Taxe allergnä- '" verleihen geruht. ?^iM,' ^"^ ^- Apostolische Majestät haben mit ,°M w I ^'Wießung vom 11. October d. I. dem ^Ftani ^ H^ckel in Prisren das Ritterkreuz gttliht ''^seph-Ordens allergnädigst zu verleihen ^hi-chft!' "'d k. Apostolische Majestät haben mit » ^w°,5 7"lichließ»ng vom 11. October d. I. dem ?z des? ^<"l Scheydt in Cettc das Ritter- ^ g^F/""i°Ioseph.Ordens allergnädigst zu v?r- Nichtamtlicher Theil ^ ^"isioll der serbischen Verfassung. ?>g Wla"'^" Mittwoch tagt in Belgrad die von kubisch ' m ""l"'e Commission für die Revision ö'". in ," F^lassung. Es ist dies ein kleines Par. F und ,, ?" "Ue Parteien des Landes vertreten Iü""nd "? der ssönig persönlich den Vorsitz d> l,H tätigen Antheil an dessen Velhand-^e an? ^" machen; damit aber gewinnt s>rli ^ den n u"^'^^' w'r wir uns zu tleidm ha. >lH A liim. ^" bes Wetters am besten wider-U^'ge H '"'- Es herrschen in dieser Hinsicht noch «>" si^, - "^' und der Gegenstand verdient es, ^lliqe. ^ ^"mal mit der Frage eingehend be- ^i^'he ss^niein die Ansicht verbreitet, dass es in HichMe N<^ 7"'bstanz des Stoffes sei, die für die ^ 'st irr „ ' ""U des Kleides den Ausschlag gebe. ^'N^web V^ ^'le Meinung. Der Stoff, ans ^ ^ "Una w ".^^slellt wird, ist von untergwrdnc-et ^perz.^lugstens mit Bezug auf die Ablühlung ^i!^'catil)n " bestimmendem Einsiufs ist die Art ^. ^id ^°^ Appretierung. Ein dickes und Vd'"lz^ wird uns weniger gegen die Mte X """er li g ?^' aber arosimaschiges. Welches l"^t>,? 'N sei°/, dm Körper sich fehr rafch adlüblen. 'st^lassen ''haschen nicht ein q'wisses Lust-X laicht ?^^' Ein Kleidllngsstiick. das nicht « v!?'^ lll/u^ ^ ^^' Körper seine Wärme ver« fti>l> ^le eiaems^, ^" "'cht vorhanden wäre. >d>Nt ^'U.che Kleidung ist. es kann dies nicht X^rfte^^ Das Gewebe, womit L^is>e HK"' ^" "nzig nnd allein die Xu? eil, Nx^^e um ihn zu fixieren. Unser 2t«d Hrnieherd. Soll in ihm der gehörige "en werden, muss mal, verhüten, dass sich die Versammlung für letztere Alternative, und es wurde ein Unterausschuss gebildet, der den Entwurf auszuarbeiten hat Wie in der großen Commission wer« den auch in dieser Snbcommission die Führer der Fort« schrittler. Radicalen und Liberalen als Vicrpräsidenten fnngiercn, sobald der König verhindert ist. persönlich die Berathungen zu leiten. Selbstverständlich hat die große Commission ebensowenig wie die Subcummission eine legislative Aeschlllsssähigleit; dcr am 13. Decem-ber in Belgrad zusammentretenden großen SknpKtina bleibt es vorbehalten, dem von der Commission vorbereiteten Entwürfe die nöthige demokratische Weihe zu geben. Das ist so ungefähr, in wenigen Zügen dar» gestellt, das Wesen der ungcmein bedeutungsvollen und interessanten Vorgänge, welche sich in den nächsten sechs Wochen in Belgrad abspielen werden. Das Bedürfnis nach einer radicalen Reform der aus dem Jahre 18W herrührenden serbischen Ver» fasslmg ist seit zehu Iahreu sowohl von der fortschritt, lichm als von der radicalen Partei unablässig aus-gejpiochen worden. Die bestehende Verfassung, welche zur Zeit der Minderjährigkeit des Königs und unter der Regentschaft Ristic' zustande kam. hat sich im Laufe von zwanzig Jahren ganz besonders mit Rücksicht auf die Stellung der Slupötina als unhaltbar erwicscu. Es sind wohl seitens der Radicalen auch in der Rich« tung Klagen erhoben worden, dass die Krone die Rechte der Nationalversammlung allzusehr beschränke, aber in Wahrheit hat sich die bestehende Theilung der Gewalten zwischen Krone und Volk im allgemeinen wenigstens als eine durchaus zweckmäßige crwieseu. Der National-charalter wie der Culturzustand des serbischen Volkes fordern geradezu die Stärkung der exccutiven Macht — und jene Stelle der königlichen Proclamation vom 26. o. M, welche den Ziisannnenbruch des serbischen Kaiscrlhums im 14. Jahrhunderte in e,ster Reihe dem Gezänke der Parteien und dem Hader der Großen des Reiches zuschreibt, trifft in gewisser Hinsicht auch heute zu. Das Ungesunde und Schädliche des serbischen Parlamentarismus liegt zumeist in der individmllen Zu« sammensetzung der Skupstina, aus der sich dann alle andrren Uebll wie von sclbst ergeben. Die serbische VerfasflMg hat wohl auch principielle Gebrechen, indem sie neben liberal demokratischen Bestimmungen auch solche aufweist, die einer Art von constitutionrllem Absolutismus allemal Thür und Thor offen halten. Doch ist das Bedürfnis nach einer Revision der Verfassung zu- die Luft sich zu rasch erneuere. Dies ist Aufgabe der Kleiduug. Versuche, die mit verschiedenen Geweben an. gestellt worden sind, haben ergeben, dass die Natur derselben auf den Wärmeverlust von geringem Ein» flusse ist. Am besten lässt, wie allgemein bekannt, die Leinwand die Wärme durch; weniger gut leitet die Wolle die Wärme, dann kommt der Flanell uud schließlich die Slide. Die rohe Seide lässt die Wärme am wenigsten durch: fünfmal weniger als die Leinwand uud zwei - und einhalbmal weniger als die Wolle. Nichtsdestoweniger ist die Wärmeleitung dieser Stoffe noch immer eine beträchtliche, während die der Luft eine hundertmal a/ringcre ist. als sämmtlicher Gewebe. In Wiiklichleit also ist es die Luft, welche uns «kleidet». Ein Schlafrock ist nur warm, wenn die Watte nicht durch den Gebrauch zusammengeprestzt ist; ein neues Flanell-Gilet ist wärmer als ein bereits gebrauchtes. Unsere äußeren Kleider tragen ohne Zweifel durch die iu ihren Maschen aufglhäufte Luft wesentlich zum Schutze a/gen den Wärmeverlust bei, sie spielen al>r dennoch k«'ine so wirlsame Rolle wie die unteren, unmittelbar mit der Haut iu Berührung stchrnden Gewebe. Diese verdienen unsere volle Aufmerksamkeit. Das erste Kleidungsstück hat eine genügende Luflschichte fest. zuhalten; es darf nicht dl'm Körper zu locker anliegen, aber auch nicht sich fest anschmiegen: es muss dem Lusllleide einen gewissen Raum lassen. Nicht nur dass diese Luftschichte den raschen Wärmeverlust verhütet, so umgibt sie auch dcu Körper mit einer gleichförmigen Temperatur, einer warmen Hülle, da die Luft sich nicht allein durch die Berührung mit der Haut. sondern auch durch die sogenannte Perspiration derselben, durch die meist aus den Gebrechen der parlamentarischen Vertretung zu erklären. Serbien hat schon im Jahre 1835 das Einkammersystem adoptiert; neben der gewöhnlichen gesetzgebenden Skup«tina kann auch von Fall zu Fall die große Skupstina einberufen werden, welche dann mit den Rechten einer Constituante ausgestattet ist. Schon gegen diese Einthrilung sind in Serbien erfahrungs» gemäß die triftigsten Bedenken erhoben worden, denn es hat sich schon mehrmals die Einberufung der aus nahezu fünfhundert Bauern bestehenden großen Skup« ötina entweder aus Rücksichten ihrer Gefährlichkeit oder ihrer legislativen Unfähigkeit als unmöglich erwiesen. Die gewöhnliche Skupstina besteht zu drei Virrlhrilen aus gewählten und zu einem Viertheil aus vom König ernannten Deputierten. Die letzteren sind als Ersatz für die in anderen Kammern bestehenden Virilisten oder als Ersah für die zweite Kammer und überhaupt als Stärkung des auch in Serbien unerlässlichen con-seroatioen Elements anzusehen. Das System der ernannten Deputierten wurde sehr oft angefochten, und es ist von erfahrenen Parlamentariern in Belgrad so» wohl der Senat, wie das Virilsystem zur Abhilfe empfohlen worden. Die vom Volke gewählten Abgeord« neten bestanden bisher nur aus Popen, Krämern, Gruudbcsitzeru und Bauern, weil das passive Wahlrecht durch die Verfassung vom Jahre 1869 ungemein einglschränlt worden ist. Es kann nämlich niemand in Serbien zum Deputierten gewählt werden, der zum Staate in irgend einer Beziehung steht. Weder active oder pensionierte Minister, noch ihre Sectionschess, weder Beamte des Ruhestandes, noch active Advocaten, Lehrer oder Professoren können in Serbien ein Mandat erringen. Das hatte zur Fola.e, dass die aesammte Intelli« genz ohne Vertretung blieb und die Slupstina — von der großen gar nicht zu sprechen — ein förmliches Bauernparlament wurde. In politifch und culturell höher stehenden Ländern mag eine solche Kammer noch hingehen, aber man würde sehr fehlgehen, wenn man in solcher Art von einseitiger Vertretung durch die unterste Vollsschichte eine Gewähr für die parlamentarische Unabhängigkeit der Versammlung erblicken würde. Es hat vielmehr die Erfahrung gezeigt, dass die Skupstina immer nur zwischen zwei Extremen schwankte; sie war entweder im Falle eines starken populären Mi« nisteriums eine wahre Mamelukenversammlung oder sie ihren Poren entströmenden Dünste erwärmt. Das erste Kleidungsstück umgibt uns also mit einer Atmosphäre, die umso wärmer bleibt, je mehr man die oberen Luftschichten vervielfältigt. Es ist also vorthcilhafter, mehrere leichtere Kleider, als schwere nnd dicke Ueber« rocke zu tragen. Ein doppeltes Gilet, ja selbst ein dop. pcltes Hemd hält überaus warm. Man sollte nun meinen, es gäbe nichts Heilsameres, als ein Flanellhemd zu tragen. Das ist aber nicht von allgemeiner Geltung. Bei gewissen Personen, namentlich den gichtischen, ist die Haut so empfindlich, dass der kleinste Luftzug, eine etwas rasche Verdunstung des Schweißrs die Reflexe der Haut spielen läsit und einen Schnupfen herbeiführt. Henri de Paroille, dessen Ausführungen wir in diesen Zeilen folgen, erwähnt eines Arztes, der im Sommer den Schnupfen bekommt, wenn er sich die Handschuhe anzuziehen vergisst. Der Luftstrom beschleunigt die Verdunstung der Haut. ruft Kälte hervor und kann Krankhriten verursachen. Es ist unerläjKlich. dass der Schweiß iu dem Maße. in welche« er entsteht, entfernt werde. Für Leute, die zu Erlältuuqen hinneignl, ist das Flanellhemd un« elläsblich. Dcr Flanell erfüllt einen doppelten Zlmck: er schützt gegen den jährn Temperaturwechsel und saugt den Schweiß in sich, Dann hat er noch eine kostbare Eigenschaft: er saugt sich -it Wasjcr voll. lässt es aber nur langja« verduuste«; eine Oiqenschaft. die nur tm'sls Olwcbc ill so huhcm Grade besitzt. Ließe er die FlWglsit rasch uerounfwi. so würde er Kälte producie-reu; da er aber nur langsam verdunstet, ist das Sinken der Temperatur auf ein Mimnnm reduciert. Die Wolle absorbiert im allgemeinen den Schweiß bcsser, als d'.e Seide. Kleinmaschige Seide absorbiert paibachcr Fettunss Nr. 258. 2196 9. Nownbtt^M^ geberdete sich im Gegenfalle als ein böser Bauern-convent, gegen den die Krone mit der Auflösung vorgehen musste. Das fortwährende Abweichen der Skup-stina von der Mittclstraße vcrnichtete mit der Zeit jede Stabilität der Legislative, und es war keine seltene Erscheinung im Laufe der letzten zwanzig Jahre, dass die diesjährige SkupZtina gerade jenes Gesetz von Grund und Buden aus veränderte, das von der vorjährigen mit Enthusiasmus zum Beschlusse erhoben worden war. Zu welchen Cunftquenzen derlei Zwischenfälle bei einem überaus intelligenten, mit einem seltenen politischen Instinct begabten Volke führen musste, braucht erst nicht näher ausgeführt zu werden. Es gibt selbstverständlich noch mehrere Bestimmungen der serbischen Verfassung, welche sich im Laufe der Zeit als unpraktisch erwiesen haben oder die infolge der fortschrittlichen Entwicklung des Landes eine Abänderung oder Erweiterung erheischen. So wird in Serbien die legislative Initiative der SkupZtina vielfach als zu eng beschränkt angesehen; der Staatsralh hat lange das nicht gehalten, was man sich im Jahre 1869 von ihm versprochen hat; die Paragraphe über die Verwaltung und Justiz, wie jene über die politischen Rechte des einzelnen Individuums haben sich entweder überlebt oder sie erheischen eine Reform im liberalen oder doch im fortschrittlichen Sinne. Man sieht, dass die Verfassungs-Enquete eine Menge von Fragen zu untersuchen und zu beantworten hat, und zwar sowohl vom principiellen Standpunkte wie von dem der Oppor-tunität. Von dem Fortgange der Commissions-Verathungen, die ja nunmehr mit größtmöglicher Oeffentlichteit geführt werden sollen, wird die Stimmung im Lande und damit auch die Stellung und Stärke der Parteien bei den am 2. December stattfindenden Wahlen abhängen. Es wäre zu wünschen, dass die in der königlichen Proclamation betonte Annäherung der Parteien — die ihre erste Probe in der Commission zu bestehen hat — auch später über den frommen Wunsch hinaus komme, da es sonst leicht geschehen könnte, dass der diesmalige Versuch einer Verfassungsrevision gerade zu dem un> fruchtbaren Experiment wird, wie dies so zum Jahre 1880 schon zweimal der Fall war. Man muss Geduld und Entgegenkommen, Einsicht und Objectivität allen Factorcn anrathen und wünschen, die an diesem schwierigen Werke mitzuschaffen haben. Politische Ueberlicht. (Verhandlungen des Reichsrathes.) In der vorgestrigen Sitzung des Herrenhauses wurde in zweiter und dritter Lesung das Gesetz wegen Bedeckung des österreichischen Antheiles an den Militär» crediten debattelos angenommen. Das Abgeordneten' haus wies die Verordnung des Ministeriums wegen Einstellung der Geschwornengerichte in anarchistischen Straffä'llen in den bekannten Bezirkisprengeln dem Strafqesetz-Ausschus» zu. Die Bergbauvorlage wurde in zweiter Lesung unverändert erledigt; in der Debatte über erstere erhielt der Abgeordnete Turk, welcher sich heftig über die Verurtheilung Schönerers äußerte, wegen verletzenden Ausdruckes über ein Gerichtsurtheil den Ordnungsruf. (Einreihung der Sensengewerke unter die handwerksmäßigen Gewerbe.) Hinsichtlich so viel Wasser des Körpers wie Flanell, der schon einige Zeit getragen worden ist, und selbst etwas mehr. Die Scide schmiegt sich besser der Büste an, ist elastisch und hält die Luft fester als Flanell. Auck reizt die Seide die Haut nicht so wie die Wolle, was für viele von grußer Bedeutung ist. Unglücklicherweise verliert die Seide, wenn sie einmal feucht geworden, ihre her« vorragende Eigenschaft, die Wärme zu binden; sie wird eine bessere Wärmeleitern» als die Wolle und lässt überdies den Schweiß rascher verdunsten. Im allgemeinen folgt aus dem Gesagten, dass Leuten, die wenig transpirieren und darauf angewiesen sind, ihre Wärme zu behalten, em Seidenhemd von genügender Dicke zu empfehlen ist. Das Wollhemd hingegen ist für Jene, die gehörig transpirieren und hrf< tige Bewegungen ausführen. Während der größten Kälte wäre sogar eine doppelte Bekleidung angezeigt: ein leichtes Wollhemd und darüber ein Seidenhemd. Es fragt sich noch, ob die Gewöhnung der Seiden-oder Flanellhemden anzurathen sei. Je mehr man sich gegen die Kälte schützt, umsomehr ist man der Erkältung aus-geseht. Ein gesunder, kräftiger Mensch gewöhnt sich allmählich an die Kälte. Das Tragen eines Schntzhem» de» widerstrebt dem Zwecke, den man damit erreichen will. Die Haut gewöhnt sich an die warme Atmosphäre und wird vom geringsten jähen Temperaturwechsel be« e'mflustzt; man bekommt den Schnupfen oder gar eine ernstere Erkältung. Wer Flanell zu tragen angefangen hat, ist vcrnrthcilt, ihn sein Lehenlang zu tragen. Man kann also den Gesunden nicht angelegentlich genug empsehlen. wuer so weit alt möglich zu enttathen; es lft eme Garantie gegen dai Uebel, wenn man den Nürver zw,ngt. ohne lünstUche Mittel zu reagieren der Einreihung der S^nsengewerke unt^r die handwerksmäßigen Gewerbe beschloss die Klagenfurter Handels' kammer auf Grund der vorliegenden Aeußerungen der Gewerke, ihr Gutachten dahin abzugeben, dass die Sensena/werke nicht als handwerksmäßige Betriebe an zusehen seien. (Aus dem Lager der Opposition.) Nun ist der große Wurf gelungen. Die Unterhandlungen weqen Vereinigung der Opposition in einen Club haben vorläufig den Erfolg gehabt, dass der Deutsch österreichische und der Deutsche Club sich in einen einzigen Verband «Vereinigte deutsche Linke» gesammelt haben. Die «deutsch-nationale Vereinigung» verbleibt außerhalb des neuen Clubs, hat jedoch selbst den Wunsch ausgesprochen, mit dem rechten Flügel der Opposition von Fall zu Fall gemeinsam vorzugehen. Das Interessanteste an der neuesten Clnbbildung ist wohl, dass die stärkere Gruppe, die früheren «Dcutschösterreicher», der Minorität zu Liebe ihr Oesterreicherthnm in die untere Lade steckten und nunmehr auch bloß «deutsch» sein werden. Das ist wohl charakteristisch für die Wand» lung, welche sich a»f der Linken vollzogen hat. (Russische Consulate in Böhmen.) Wie die «Narodni Listy» mittheilen, ist dem russischen Mi-nister VyZnegradski ein Antrag auf Vermehrnnq der commerciellen Consulate in Europa mit besonderer Rück sichtnahme auf Oesterreich vorgelegt worden. Die «Narodni Llsty» versprechen sich von einem russischen Consulate in Prag einen großen Aufschwung des Handels und der Industrie Böhmens. (Im Wiener Gemeinderathe) wurde einEr-lass des Grafen Taaffe mitgetheilt, worin unter Hinweis auf die bekannte Erklärung der «Wiener Abend-Post» über das Regierunqs-Jubiläum des Kaisers bekannt gegeben wird, der Kaiser wünsche, dass am 2ten December jede officielle kirchliche oder religiöse Feier« lichkeit sowie auch jede wie immer beschaffene, mit Auslagen verbundene Festlichkeit unterbleib»'. Auch habe der Kaiser ausdrücklich den Empfang von Deputationen aus diesem Anlasse abgelchnt und wünsche, dass auch die Absendung von Huldigungs- und Glückwunsch-Adressen jeder Art sowie die Einsendung bezüglicher Telegramme unterbleibe. (Dem Katholikentage) soll Fürst Alfred Liechtenstein präsidieren. Prinz Älois Liechtenstein wird über die Arbeiterfrage sprechen. (Ungarn.) Der Finanzausschuss des ungarischen Abgeordnetenhauses genehmigte die Conoelsions-Voilage im allgemeinen und mit einer stilistischen Aenderung auch im speciellen. (DieAgramerHandels- undGewerbe« kammer) beschloss eine Repräsentation an den Landtag und an die Regierung, in welcher beide ersucht werden, gegen den im Reichstage vorgelegten Gesetzentwurf über das Schankgefälle und die Regalienablösung Stel» lung zu nehmen und die autonomeu Rechte des Landes und der Gemeinden zu wahren. (In Berlin) verlautet, das Centrum trage sich mit der Absicht, alsbald nach dem Zusammentritte des preußischen Abgeordnetenhauses eine Interpellation über die römische Reise Kaiser Wilhelms II. einzubringen. Fürst Bismarck soll von dieser Absicht bereits unterrichtet sein und keine Einwendung gegen dieselbe er» hoben haben. Man schmeichelt sich sogar mit der Hoffnung, der Reichskanzler werde die Interpellation be- Ueberlassen wir also den Gebrauch der Wolle jenen, die ihrer absolut bedürfen: den Gichtleidenden, Rheu-matischen, Neroenleidenden, den zu inneren chronischen Leiden und allen Alten von Katarrhen Inclinierenden, den Bergsteigern und Reisenden, endlich den Greisen, bei denen die Wärme Erzeugung ihre Intensität verloren hat. Die Durchlässigkeit der Gewebe für Wasser ist nicht nur vom Gesichtspunkte der Transpiration zu berücksichtigen, sondern auch von dem der äußeren Feucht tigkeit und des Widerstandes gegen die Durchträ.lkung mit Rcgemvasser. Ein Gewebe nimmt vielmehr Fench-tigkeit uns der Atmosphäre auf, als es drm Körper entricht. Die Durchlässigkeit der Gewebe für das atmosphärische Wass r ist eine nur zu große, und dies ist eine H^uplursache des Verlustes der Körperwärme; dies erklärt das Gefühl der Frische, die wir empfinden, w?nn wir des Abends einen Wald betreten. Die Luft ist infolge der Ausdünstung der Blätter mit Feuchtigkeit gesättigt und diese durchdringen unsere Kleider in der Form kalter Wasserdünste und kühlt den Körper ab. Wie viele Rheumatismen verdanken wir nicht der llthmosphä'rischen Feuchtigkeit! Natürlich absorbieren die großmaschigen Gewebe das meiste Wasser. Dies rechtfertigt die Gepflogenheit der Arbeiter, Jäger und Bergbewohner, die dem Regen ausgesetzt sind. sich mit Kleidern aus sehr grober Wolle zu bedecken. Das Wasser bleibt eine Zeit lang absor» biert. ehe es bis an die Haut dringt. Aus dieser Porosität der Gewebe folgt, dass unsere äußeren Kleidungsstücke, selbst die Wolle, den Bedingungen einer 'guten Hygiene nicht entsprechen. Die Stoffe lassen dir l athmosphärische Feuchtigkeit durchdringen, werden gute antworten und sich in Bezug auf die römische F > in dem Sinne änßern, dass dieselbe dnrch fne "> dcö Kaisers Wilhelm nicht berührt worden >" ^ (Verfassungsrevision in Serble', der Sitzung des S^ibcomite's des Revisions«!!^ " erklärte der König feierlich, ihn leite bei dem l> ,^ Werke der Verfassnngsrevision nur der WmW. "' ^ das Land seinem Thronfolger in einem b^em ^ stände zurückzulassen, als er es übernommen yaoe- ^ Ablenkung der öffentlichen Aufmerksamkeit M^ Scheidungsaffaire liege ihm ganz ferne. ^. Hdie erklärte, er sei seinerseits bereit, anf wicht'ge. ou ",^ alte Verfassung der Krone gewährte Rechte z> zichten. ^ W eiE (England und Deutschland.) ^° ^ lischcn Oberhanse erklärte Marquis of S"«em>^ .„ infolge der jüngsten Ereignisse Deutschland or,^ ,^ habe. wirksamere Maßnahmen zu ergreifen, ^ „^ Ausfuhr von Sclaven sowie die Einfnhr von ^ in Ostafrika zn verhindern. England h".^ . ^h"'' schlössen, mit Deutschland Hand in H""° i"^ Die Mahnahmen seien nnr maritimer ^""1' " O>t' reich habe zugestimmt, die Nlocade an der «»! ^ afrita's anzuerkennen. Diese Anerkennnng geu ^ land das Recht, jedes Schiff, welche Flag^ Z^ß führe, zu durchsuchen. Frankreich werde e ^-dortselbst stationieren und mit Deutschland u" land zusammenwirken. s. ^M' (Ru man ten.) Wie man aus V'ttarw j. wird die Eröffnung der diesjährigen Sesston der ^. schen Kammern am 1. (13,) November, «nd ^ ^ tels einer königlichen Thronrede erfolgen, ^epi ^ eine Aufzählung jener Reformen, die das ^ ^ setti Carp anstrebt, enthalten und die Ve'beya" ^ bisherigen auswärtigen Politik nachdrücklich o^.) (Unterdrückung des Sclave>N)al ,^ Im englischen Unterhause kündigte Sydnel nach London behufs Maßregeln zur UnterolU" Sclauenhandels in Afrika an. . ^ M >" (In der der Presse und in den «Officiers-GesellMsi ^ die Frage der völligen Centralisierung ^ » „e l^ zum großen Theile in den Händen der ^" Oejell-genden Militärwesens erörtert. Die Ow^ h,e schaften haben sich der Reihe nach sä""'"^ 'z, tB' Uebertragung an den Bund ausgesprochen, .^ ^ gestern fasste die Delegierten-Versamni »ng ^z d>e mit 86 gegen 7 Stimmen den Beschluß ^' Interessen der Landesvertheidigung und " UiiF' fertigkeit der Armee die Uebernahme der vour. ^. Hoheit durch den Bund erheischen, dem dayer ß^ gebimg über das Heerwesen und d»e Mlitäroerwalwna zu übertragen sei. ,He ^ (Die griechische Sultan den Grohcordon des griechischen A ^pel ^ überbringt, reiste vorgestern nach ^0»!'« ^c" Man erblickt hierin einen Bewei« der "N" ten guten Beziehungen zwischen beiden", ^W (Aus Ostafrika.) Wie die «T'M s ^ ^ zibar vom 1. November melden. bombards ^ „o" Taqe die deutsche Krenzer-Coruette «SoW' ^t^ lich von Vagamoyo gelegene Dorf Wh»" ' landeten und äscherten das Dorf ein. Wärmeleiter und kühlen uns beträchtlich "; HliM von Wasser, verlieren sie vollständig ly" ^ für die Luft. . Mttel g^„. Man hat daher schon lange en „ass nm die Gewebe für Wasser l''^"^"'« " ,,^B^ff Man der ^ alles das hat aber keinen Wert. WM ' ,^ t»^,, nndm chqänqig für das Wasser, aber aM) '^ ^„lc der Schweiß kann nicht mehr verdnmir . ..^ ^ ^ der Haut ist alteriert. Hingegen l^"^''^'^ ^ prägnierung der Sloffe mit genMn ^ye". 5 ^ für das Wasser wenig AnziehunMasl ^ „v ^ währen. Diese Substanzen machen ""^^sität 1" qä^ig für das Wasser, während d,e -p ^ ünft bestehen ble.dt. . Z i,Np" ,^ Ein nach dem Verfahren H'" " ^e . ^ss Stoff widersteht einem drilthalbstlMW ^"^'''gW zmnlich günstig ist. nnd es wa" H,elNl''^ .."d das Imprägnationsoerfahren s'H v"<^ W""^ verwendet für diesen Zweck »Mge" ° ^ss d" Seife; die Ausgabe ist eine so g"'^M, ^ di< der durch sie absolut nicht theuere w „F ,,,,H Um das Asagte zusammenzu assH,. v-tionelle Kleidung zweierlei Stoffe umA s„„ U'. ^ der Haut zu, muss das Ausdünstungen des Körpers le.ch °',ss ' M' außen, der Atmosphäre zu. h"^^ ^'^ d^ sich dem Eindringen der FenchMe" ' ^ fü ^, , müssen möglichst schlechte Wärmeleiter u ^,ch,n, ,. zugänglich sein. Eine Kleidung, ^ ^ü ^ i;. ' wird uns vor allen Unbilden oer schützen. ___________________________________2197___________________________ __________9. November 1388. Tagesneuigleiten. ,m..^ Majestät der Kaiser haben, wie das ^".Abendblatt, meldet, den freiwilligen Feuer. ^^ !" Hcinzendorf. Neudorf. Großdrewitsch und ^'p ie 60 fl.. in Vltkow. Wlkawa und MeM je us.,' ä" Anschaffung von Löschrequisiten und Aus. '""Gegenständen zu spenden geruht. e^ (Der diluviale Mensch.) Nicht zwei De-^ stnd es her, dass man bei uns von der Zeit ^ickt ^" Diluviums oder der älteren quaternären llö das?V^^ ^e Erbrinde bedecken, kaum mehr wusste, 'ä^l" w'. ^ ^er Ziegellehm und einige Schottertet ^"" Einschlüssen von Mammut, Rhinoceros wnaen " Schnecken in die Zeit der älteren Anschwem-^l'nsck ^""' ^"^ boch lebte damals bereits der ^ ^' n"e wir dies jetzt sicher wissen, an den Ufern chlae°^"' ^" ^"H "l'b der Moldau. Heute sind wir 'lterz ^'"^Mberen Studiums dieses geologischen Zeit-w/t, / "^ ^ Entwicklungsgeschichte des Menschen >e/g. ""'iftft ist, seitens hervorragender Gelehrten in Nerbr?^ ^ Entwicklung sowie in die Details der ^nd!« ^" organischen Wesen jener Zeit in ihren ^ den 3>" ^'"lleweiht. Es liegt uns ein Quartband vor ^ ^ Denkschriften der kaiserlichen Akademie in Peters« ^äsi t'l " ^" T)lel führt: «Diluviale europäisch-zu», ss« ^'^ Säugethier - Fauna und ihre Beziehungen >,»>,, "!5'chen., von Dr. I. N. Woldrich, einem be-"^ln ?. ^^n der Wiener Schule. Die ersten Aufzeich-^in'f " wurden von dem verstorbenen verdienstvollen ^m n ^'lnralh Dr. I. F. Brandtin Petersburg, t^"°"-Dllss die hinterlassenen Schriften dieses be. R H" ^lehrten, einem Oesterreicher, zur Bearbeitung l>ie Hz>ss^!"""6 übertragen wurden, beweist, dass bei uns ^lviit« c ^ auch auf diesem Gebiete an der Spitze ^ freitet. Dr. Woldrich hat durch seine zahl-kauen?°"'"schrlften auf dicfem Gebiete dieses Ver. ^nden'? ""^ verdient, sondern dasselbe in der vor< gelben ^ vollkommen gerechtfertigt. Der erste Theil ">it Eiz». ^"belt die bisher gefundenen Säugethierreste, Nicht ^ " "us allen Cultursprachen. Wir erfahren da ^' die m^ ^^^ ^ jetzt noch lebenden Säugcthierfor-^Nen ^ ^"breitung und die Aufeinanderfolge der ein->»l«. ^" ""en wahrend des langen diluvialen geitrau' ^Pens^ "'-^'schen Fauna unserer Gegenden folgte eine besser N' dieser eine Weidefauna der großen Pslan-! ^t>en u "!^ ^" Mammuten. Rhinocerossen, Rindern, >^R ^,' '- w. und dem Menfchen, worauf eine Wald-^ Vlenlls, " ^^^" ^^ Diluvium beschloss. Obwohl ^n b l «^"^ Zeiten leine anderen Werkzeuge und «^ »us l ^^ !^che aus zugeschlagenem Feuerstein ^" die A'^"genen Knochen, scheint er zweifellos doch ^ andere ?^^"^"" ^^ Renthiercs, des Haushundes ^dcr Q/^"^h'ere begonnen zu haben. In das Dc- " lönne" !°^^ ^^ Entwicklung des diluvialen Men-« W l»n» ^ ^lkr nicht näher eingehen, und verwei-2 ^ Untt^ "^ ^lbst. Ebenso können wir hier nur ?'^. »ve?^ ^ ^" Cavllel des zweiten Theiles hin-zehren ^' "ußer dem diluvialen Menschen und seinen i! ^en'in,"°^ ^" Beziehungen des Renthieres zum ftl'^len 1! ^^emeinen und zu seinen Urzuständen im 5^ de.- ^ Menschen der Tertiärzeit Frankreichs, das ^a'z ^"tiär- und der Diluvialzeit, alte Völker Ursprung der Geschichte behandeln. Die Hwillingsschwestml. Von Milan Saviü. K' ^llei >. (Foitst^ung.) 0,3 Nicht 'c>,?"'t begannen erst unsere Verlegenheiten. >htite F"ulein Mara mit der linken Hand ihre oll/ Klebe kgung ausführte, wagte ich kein Gespräch ziim' ^ffall^ ^ginnen, ja ich musste selbst jeden ^llch senden Ausdruck vermeiden, um nicht zu Ht La.« 'Z"«en. John befand sich in noch schlim-^^Nlln' , ^" ^"^ ni't gar keiner Hand in der !e>, ' da« "^ " wartete jedesmal nur auf dieses kür Galant ' ^ Situation klarlegte, um mit ''W^l dar«?" ^rauszurücken. I°h" "°r daher lm "« tz« ^ ^" es in der That Dara. welche die "?d una? "« der Luft bewegte, fo mufste er H^Uin e "?sam erscheinen, war es aber Mara, ">>/ w de' " burch längere Zeit nicht mit d.r ^'"''ch:.. . ? Wumfuhr. dann fillchtete er !«r.^l verletzen, seinen Collegen und baldigen Ü< ^zu. l,^^^e Junge kam auf diese Art schr '. '"«en zärtlichen Gefühlen Ausdruck zu ^ili^ war ..^ l"t> ?, ^r l,»^ °^. unternehmender als John — ?^3> sj.7. mnne Situation eine günstigere -^ F "it dpn'H'" ein lebhaftes und interessantes i' I ^ der ,1 ^"bchen. das Mara, wenn sie es ^d s"" sehnli^"^ sprach, tiefer anregte, fo dass > /^ h nrei^ "warteten Zeichen mit ihrer linken d ^ Id t^ lief, Sobald dann mcine Zweifel ^ ^lcll,""'t°t. gelöst waren, gieng ich lühn u meiner zärtlichen Gefühle gegen ste Die hier niedergelegten interessanten Ansichten Brandts und Woldrichs basieren auf dem ersten Theile, und besitzen daher eine objective wissenschaftliche Grundlage, und wenn auch die eine oder die andere derselben durch die fortschreitende Forschung modificiert werden könnte, eine wichtige wissenschaftliche Grundlage für die fernere For-schung wird diese Arbeit stets bleiben, wenn selbe auch der Verfasser iu der Einleitung als eine bescheidene «Vorarbeit» bezeichnet. Wenn wir noch schließlich hinzufügen, dass erst kürzlich ein anderer Wiener Gelehrter, nämlich Dr. Kern er von Marilaun, in den Schriften der Wiener Akademie der Wissenschaften auch über die Flora der Diluvialzeit berichtete, so müssen wir gestehen, dass sich unser Ausblick in die Vorzeit, in weit entlegene, früher nie geahnte Culturzustande des Menschengeschlechtes un« gemein rasch erweitert. — (Streich ungausberAdvocatenli ste.) Vom Ausschusse der oberösterreichischen Advocatenkammer in Linz wird bekanntgegeben, dass Herr Alfred Pre-schern, Advocat in Naab, Oberösterreich, infolge Beschlusses des Disciplinarrathes der oberösterreichischen Adoocatenkammcr vom 19. October 1668 gemäß ß 19 des Disciplinarstatules vom 1. April 1872 aus der Liste der obcrösterreichischen Advocaten gestrichen worden ist. — (Gewitter.) Verflossenen Freitag tobte ander dalmatinischen Küste ein heftiger Sturm mit Gewitter und Hagelschlag, infolge dessen sämmtliche auf jener Route verkehrende Lloyddampfer namhafte Verspätungen erlitten. In Zara selbst schlug der Blitz in ein Privathaus, glücklicherweise ohne Schaden anzurichten. — (Botanische Aphorismen.) Die Eiche, ist der Mastbaum der Schweine. — Blumen, an denen! die Staubgefäße meist nur des Morgens wahrgenommen werden, heißen Stubenmädchen. — Ein flotter Studio ist eiu Früchtchen, der eine oder melircre Narben trägt.! — (Berstung eines Wasserreservoirs.)! Aus Bern, 6. d. M., wird telegraphiert: Heute morgens ist in Montreux das Wasserreservoir für den Betrieb der elektrischen Bahn Vivis-Chillon geborsten. Mehrere Häuser wurden zerstört- acht Personen sollen gctödtet worden sein. Die Magazine von Vcrnex stehrn unter Wasser. Die Wcstbahn ist zwischen Clarens und Montreux vorübergehend unterbrochen. — (Nordlicht.) Bei Szobrancz im Comitatc Ung wurde kürzlich zur Nachtzeit ein Nordlicht beobachtet. Dasselbe verbreitete ein so intensives Licht, dass die ganze Umgebung des bezeichneten Ortes taghell beleuchtet war. — (Weiße Wäsche.) Ein vortreffliches Mittel, die Wäsche schön weiß zu machen, ist gereinigter Borax. Der Borax muss, wie die Soda, zuvor in heißem Wasser zerkochen und wird dann mit dem Wafchwasser vermischt. Er greift die Wäsche nicht im mindesten an, macht das härteste Wasser weich und erspart viel Seife. Einen Beweis für die Vortresslichleit des Borax haben wir an der holländischen Wäsche, die ja wegen ihrer Sauberkeit und Weiße bekannt ist. Und in Holland nimmt man nie Soda zur Wasche, sondern stets gereinigten Borax. — (Glyceri n.) Von Amerika anö wird Glycerin bei Schwindsüchtigen als gntes Nahrungsmittel em» psohlen und dem Leberthran vorgezogen. Der Kranke muss täglich mehrmals einen halben Esslöffel voll nehmen. Auch soll der quälende Husten dadurch gelindert werden. So lesen wir in ri»em Fachblatle. Nachdem ich so einige Erfahrung gewonnm, sagte ich John. er möge stets ein wenig später zu Besuch kommen als ich, nnd wenn er mich mit d^r einen Schwester in intimer Conversation fände, sofort entschlossen anf die andere zugehe« und sie von feinen Empfindungen unterhalten. Schließlich kam denn auch der Tag herau, au welchem wir beide im Frack und Cylinderhut vor die Eltern Mara's und Dara's traten, nachdem nns jede von ihnen verschämt ihr: «Sprechen Sie mit Mama und Papa» zugelispelt. Ich hielt um die Hand Mara's, John um die Hand Dara's an. Die Eltern aaben ihren Segen, sie lächelten zwar ein wenig, als sie der außerordentlichen Aehnlichkcit ihrer Töchter er-wähnten, doch konnten sie selbstverständlich nicht einmal ahnen, wie es mit unseren Herzen stand lind mit welch?» Mitteln wir unsere künftigen Gattinnen von einander unterschieden. Sie durften wir natürlich nicht fragen, wie sie selbst dies anstellten; wir folgten ja doch nur drr Stimme uuferer Herzeu! Wir konnten doch nicht verlangen, dass sie uus ihre Töchter bci jedem Besuche von neuem vorstellen sollten, wir warcn vcrurtheilt. entweder aufs geralhewohl zu handeln oder jencs gewisse Zeichen zu erwarten, da die Schwestern durchaus nicht dazu zu bewegen waren, sich durch irgend eine Aeußerlichkeit für uus kenntlicher zu Wir genossen den Brautstand in wahrhaft pocti. scher Eintracht und Liebe. Zwei felige Paare promenierten wir stets zusammen, ich mit Mara. John mlt Dara. Damit uns aber hiebei lein Malheur zustoße trachtete ich immer, an Mara's Kleide verstohlen irgend ein Kennzeichen anzubringen, das leicht bemerkbar war — (Das Neueste.) A: Haben Sie gehört, dass sich unser Freund Alfred verlobt hat? — B: Ja. — A: Von wem denn? — V: Nun, eben von Ihnen. Eocam und seine Folgen. Ueber die traurigen Folgen der Cocamsucht schreibt ein Arzt nach seinen Persönlichen Erfahrungen Folgendes: «Vor etwa anderthalb Jahren machte ich in einem der ostasiatischen Häfen die Bekanntschaft eines schweizerischen Collegen N,, der, wie ich, als Schiffsarzt auf einem großen Passagierdampfer thätig war. Als wir durch den täglichen Verkehr enger befreundet wurden, vertraute er mir an, dass er unheilbar der Cocamsucht verfallen sei. Als die ersten übertriebenen Berichte über die Vorzüge des neuen Wundermittels in die Welt drangen, war N. noch ein vielbeschäftigter Arzt in einem kleinen Städtchen seiner Heimat. Aus nicht näher zu erörternden Gründen hatte er sich an das Morphium gewöhnt, und obwohl seine kräftige Natur eine Zeitlang das Gift ohne erkenn« bare Folgen ertrug, griff er doch, um sich von seinem Dämon zu befreien, begierig nach dem Cocain, welches damals zur Abgewöhnung des Morphiums warm empfohlen wurde. An einem Sonntag-Nachmittag, als er müde und verstimmt von seiner umfangreichen Landpraxis zurückgekehrt war, hatte er den ersten Versuch mit dem damals noch theuren, von den jetzigen Präparaten grundverschiedenen Mittel gemacht. Wenige Minuten nach einer Ein» sprihung von 0 05 Gramm Oocani mur. hatte ein angenehmes Wärmegefühl feinen Körper durchrieselt, der Herzschlag war voller und schneller geworden, und ein bisher nie gekanntes psychisches Wohlgefühl hatte sich seiner bemächtigt. Die psychische Lust und Kraft schien aufs Höchste gesteigert, ohne dass die Verstandesthäligkeit im mindesten getrübt war. Alle Muskelbewegungen giengen mit außerordentlicher Leichtigkeit vonstatten, ein Umstand, der ihn zu rastlosem Umherwandern im Zimmer veranlasste. Die Dauer des pfychifchen Glückseligleitgefühls belief sich auf etwa eine Viertelstunde. Eine Einspritzung von 0'1 Gramm Cocain, eine Stunde später gemacht, hatte dieselben Erscheinungen, nur in noch höherem Grade und von etwas längerer Dauer im Gefolge. Dann kehrte allmählich der normale Zustand ohne jedes Missbehagen zurück. Spätere Einspritzungen hatten nur eine» vermehrten Pulsschlng. eine lang dauernde Schlaslosigleit ohne Langweile, aber leine besonders angenehmen Empfindungen mehr zur Folge. In den nächsten Tagen wiederholte sich dasselbe. Dann kamen andere Präparate in den Handel. Keines derselben brachte auch nur annähernd dieselben Wirkung«':, hervor. Im Gegentheil trat jedesmal nach der Cocaineinsprihung ein Gefühl tiefer, allgemeiner Bedrücktheit des Gehirns und des ganzen Nervensystems ein, ein Zustand, der dem erstbeschriebenen völlig entgegengesetzt war; dann kamen die eigenthümlichen Hallucinationen, Stimmengefll'ister und Verfolgungswahn, Von einer unwiderstehlichen Macht getrieben, mufste mein Freund kreisförmige Bewegungen vollführen, und er war beständig bemüht, kleine Gegenstände, wie Nadeln, auf dem Boden zu fuchen, obschon er wusste, dass sie nicht dalagen. Hatte sich nach einer zur Hälfte schlaflos verbrachten Nacht der Schlaf über die müden Augen gesenkt, dann trat wieder ein normaler Zustand ein, aber bald erwachte l von neuem der unwiderstehliche Trieb nach dem tückischen und woraus John erkannte, dass er sich dort nicht die Finger verbrennen dürfe. So gieng alles in vollkommenster Ordnung, wenn ich mich auch im Innern niemals der Furcht entschla» gen konnte, es werde einmal zu einer Katastrophe kommen. Wenn nnr erst die Hochzeit vorüber wäre! seufzte ich oft im stillen. Eines Tages kam ich wie gewöhn» lich nu'ine Braut zu besuchen und fand sie im Salon, wo auch das Clavier stand. Sie war etwas aufgeregt, es schien, alS ob sie geweint hätte. Ich näherte mich ihr leise uud wartete auf die grwisse Handbewequnq, die mich ganz über ihre Identität beruhigen sollte. Allein die Bewegung erfolgte nicht. Sie ist zu sehr in Ge-danken vertieft, dachte ich. und bemerkt mich gar nicht. Ich trat an sie heran nnd wollte a/radr einen Kuss auf ihren Nacken drücken, als sie plötzlich sich erhebt und die linke Hand ausstreckt, als wollte sie mich zmilck-weisen. Sie ist es. sagte ich mir. — Seit wann wehrst du meinem Kuss, sagte ich und schlang den Arm um ihre Taille. Du waist ja stets so lieb und zärtlich? Sie blickte mich an und sprach lein Wort. Ich stutzte. Die Sicherheit, dass Mara vor mir stehe, verließ mich. ich wusste im Moment nicht, was thun. — Sag mir, mein Herz, was dich bettiibt. Steht doch der festliche Tag vor der Thüre, der dich mir auf ewig zu eigen gibt. Sie sah mich noch immer starr an, dann winkte sie mit der linken Hand nach der Glasthüre hin. die in das Nebenzimmer sührte. Di? Thüre war geschlossen, und ein grüner Vorhang verwehrte den Anblick. Was sollte das heißen? Xuibachcr Zeitung Nr. 258. 2198 !). NovemwM^ Gifte, das ihm nun so viele Qualen brachte. Schlaf und Appetit wurden unter der fortwährenden Zufuhr gesteigerter Mengen des lebenzerstörenden Giftes immer geringer, so dass der starke, kräftige Mann nunmehr einem Schatten glich. Mit dem letzten Reste der Energie, die ihm geblieben war, probierte es der Unglückliche, durch eine Reise in die weite Welt seinem Dämon zu entfliehen, in der Voraussehung, dass der Ruf des Coca'ins noch nicht in die fernen Welttheile gedrungen fei und er bei der Unmöglichkeit, das neue Danaergeschenk der Medicin zu erlangen, geheilt werden könne. Vergebliches Bemühen. Ueberall, selbst im fernen Arabaien, in Indien und den vornehmsten Hafen Ostindiens waren die Apotheken mit dem neuen Mittel ver» sehen. Er griff zu immer größeren Cocaindosen und wusste die üblen Folge-Erscheinungen durch große Men» gen Morphium einigermaßen zu dämpfen. Nur wenn sein Vorrath während langer Seereifen erschöpft war, er» holte sich sein Körper von den Folgen des Giftes, und sein Zustand wurde wieder annähernd normal. Als wir Abschied voneinander nahmen, drückte er mir in dumpfer Verzweiflung die Hand, denn er sah sein trauriges Schick' sal voraus. . .» Der Vericht schließt mit der Angabe, dass der Un-glückliche nach einem halben Jahre durch den Kinnbacken» lrampf von seinen Leiden erlöst sei. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Wohlthätigkeit«.Concert.) Die Phil« harmonische Gesellschaft veranstaltet Sonntag, den 11. November, im landschaftlichen Redoutensaale zum Besten der durch Hochwasser beschädigten Gemeinden in Tirol und Vorarlberg und der Bewohner des Laibacher Morastes ein Wohlthätigkeits-Concert unter der Leitung ihres Musik-directors Herrn Josef Zöhrer und gefälliger Mitwirkung der Fräulein Caroline Bock und Paula Loger sowie der Herren Concertmeister Hans Gerstner, An» ton Gnesda, Theodor Lula und eines Damen« und Männerchores. Programm: 1.) Felix Mendelssohn-Bar-tholdy: Erster Satz aus dem Trio op. 66 für Clavier, Violine und Violoncello, vorgetragen von den Herren Josef Zöhrer, Hans Gerstner und Theodor Lula. 2.) a) Eduard Lassen: «Allerseelen», b) Eugen Hildach: «Mutter, o sing mich zur Ruh», c) Hans Sitt: «Und wieder kam der Mai ins Land», Lieder für eine Altstimme mit Clavierbegleitung, gefungen von Fräulein Ca« roline Bock. 3.) Ch. de Ve'riot: Concert für die Violine (^,-moi!) mit Clavierbegleitung, gespielt von Herrn Anton Gn,sda. 4.) 2) Alfr. Dregert: «Engelwacht», d) Fr. Gernsheim: «Der Liebesbote», o) Josef Zöhrer: «Früh» lingssonnenschein» (auf Verlagen), gemifchte Chöre ohne Begleitung. 5.) Robert Fuchs: Thema mit Variationen für das Pianoforte, gespielt von Fräulein Paula Log er. 6.) a) Rubinstein-Popper: Melodie, d) Rich. Metzdorff: Concertpolonaise für das Violoncello mit Clavierbeglei' tung, gespielt von Herrn Theodor Lula. 7.) Johann Herbeck: «Zum Walde», Männerchor mit Begleitung von vier Waldhörnern. Preise der Plätze: Ein Cerclesitz 1 st. 50 kr., ein numerierter Sitz 1 st., ein Galleriesitz 1 st. 50 kr,, Stehplatz 50 lr. Ueberzahlungen werden mit Dank quittiert. Beginn um 7 Uhr abends. — (Auflage auf gebrannte geistige Getränke.) Die l. k. Landesregierung hat über eingebrachten Recurs eine wegen unterlassener Vergebürung — Ich verstehe dich nicht, mein Herz! Du bist mir heute in der That ein Räthsel. Sie erwiderte noch immer nichts, nahm mich an der Hand und führte mich zur Thüre. Dann zog sie leise den Vorhang zurück. Was sehe ich? John kniete vor seiner Braut und sprach eindringlich zu ihr empor. — Nun, was gibt es da weiter? sagte ich zu Mara, die den linken Zeigesinger auf die Lippen legte. John thut nur, was er soll und was ich ebenfalls hätte thun follen, als ich ins Zimmer trat, um dich neuerdings meiner unbegrenzten Liebe zu versichern. Also auch du, sagte sie mit einem tiefen Seufzer. Ich begriff nicht den geheimnisvollen Sinn dieser Worte. — Ich verstehe nicht, sagte ich zu ihr. — Er kniet vor Mara, der Ungetreue, rief sie aus. — Wie? Das ist nicht möglich! Und ei,, Ge. danke f»hr dnrch meinen Kopf. der mich zu Boden zu schmettern drohte. — Es ist aber dennoch möglich, sagte sie so laut, dass auch die Zwei im anderen Zimmer in die Höhe fuhren. Das ist zu viel, das ist zu viel! Und rasch die Thüre aufreihend, eilte sie in das Zimmer zu den beiden hin und begann zu weinen. John wusste nicht, wie ihm geschah. Das Mädchen aber — Mara oder Dara?'— brach plötzlich in lautes Lachm aus. — Du hast gut lachen, fo lange du weißt, dass dir dein Bräutigam treu ist. Doch wisse, auch er wollte mich gerade jetzt mit Gewalt küssen. (Fortsetzung folgt.) von Kampfergeist erfolgte Verurtheilung außer Kraft zu fetzen gefunden, weil Kampfergeist nach dem eingeholten ärztlichen Ausspruche sich zum Getränke für Menschen nicht eignet und daher auch der Landesauflage auf ge» brannte geistige Getränke nicht unterliegt. — (Aus Krainburg) schreibt man uns: Der Lehrkörper des Krainburger Gymnasiums hat an den hochw. Herrn Abg. Klun ein von sämmtlichen Mitgliedern unterzeichnetes Danlschreiben für feine in der Landtagssitzung vom 20. October gehaltene Rede gerichtet, da infolge derfelben der Herr Landesschulinsftector Jakob Smolcj veranlasst worden ist, für die Ehre des Krainburger Gumnasial-Lehrkörpers einzutreten und somit die missgünstigen, die Würde desselben compromittierenden Berichte zu rectiftcieren. — (Hymen.) Herr Victor Rozina, k. k. Notar in Landstraß, hat sich gestern mit Fräulein Amalia Klancar aus Laibach vermählt. — («Matica Slovenska.») Der literarische Verein «Matica Slovensta» versendet soeben an seine Mitglieder die Publicationen für das Vereinsjahr 1888. Die Mitglieder erhalten diesmal vier Bücher, und zwar: 1.) «Iistopig 2H Iota 1888», redigiert von Dr. L. Pozar; 2.) «8l0venoi in low 1848», verfasst von Pros. I. Apih; 3.) «I'i-auH NMvea ixbrani 8pigi», I. Theil, redigiert von Prof. Levec; 4.) «I'rid^ö», Erzählung von F. Do-linar. Alle vier Bücher umfassen 61 Druckbogen und können gegen den Jahresbeitrag von 2 st. bezogen werden. — (Ein neuer Reichs-Schulinspector.) Unter dieser curiosen Ueberschrift bringt die «Neue freie Presse», welche jüngst gegen die angeblich bevorstehende Ernennung des Herrn Prof. Levec zum Reichs'Schul-inspector (?!) in einer Laibacher Corresvondenz Stellung nehmen zu sollen glaubte, die nachstehende Berichtigung: «Geehrter Herr Redacteur! In Ihrem geschätzten Blatte, der «Neuen freien Presse» vom 1. November 1888, Nr. 8689, Seite 3, wird in einer Original-Cnrrespondenz aus Laibach, die sich mit meiner Person befasst, unter anberm insbesondere behauptet, dass in dem unter meiner Redaction erscheinenden «Ljubljansli Zvon» die «evan» gelischen Glaubensgenossen, die Reformation und Luther verhöhnende Aufsätze Aufnahme fanden». Auf Grund des 8 19 des Pressgesetzes vom 17. December 1862 ersuche ich Sie gefälligst um die Aufnahme folgender Verichti-gung in die nächste Nummer der «Neuen freien Presse»: Es ist nicht wahr, dass der «Ljubljanski Zvon» jemals einen Aussatz dieses oder auch nur ähnlichen Inhaltes veröffentlicht hätte Vielmehr ist es wahr, dass der «Ljubljansli Zvon» als ein rein literarisch-belletristisches Blatt, dem die Behandlung politischer und confessioneller Fragen vollkommen ferneliegt, in den acht Jahren seines Bestandes gar nicht in die Lage gekommen ist, «über die evangelischen Glaubensgenossen, die Reformation und Luther» irgend ein Urtheil auszusprechen, dass derselbe hingegen die literarische Thätigkeit der lrainischen Reformatoren, der Begründer des neuslovenischen Schriftthums im sechzehnten Jahrhundert, stets pietätvoll geschildert und die einschlägigen historischen Abhandlungen des Herrn Dr. Theodor Elze, evangelischen Pfarrers in Venedig, wiederholt objectiv, wohlwollend und anerkennend besprochen hat. Mit dem Ausdrucke besonderer Hochachtung Euer Wohlgeboren ergebenster Franz Levec, k. k. Pro» sessor. Laibach, den 2. November 1838.» — (Entwässerungsarbeiten inInner-krain.) Im Selbstverlage des Verfassers ist soeben ein Separatabdruck aus der «Wochenschrift des österreichifchen Ingenieur- und Architelten«Vereines» über «Die Urfachen der Ueberschwemmungcn in den Kcsselthälern von Inner-lrain», dargestellt von Wilhelm Put ick, k. l. Forst.In-spectionsadjuncten, erschienen. Die höchst interessante und instructive Broschüre wird gewiss allen, die sich um die Entwässerungsarbeiten in den innerkrainischen Kesselthälern interessieren, mit Freuden begrüßt werden. — Bei diesem Anlasse möchten wir hervorheben, dass die jüngst erfolgte Ernennung des Herrn Putick zum Forst-Inspections-adjuncten eine Beförderung bedeutet, dulch welche der ge nannte Höhlenforscher erst recht den Karstarbeiten ge< sichert worden ist. Seine Aufgabe wird noch für eine Reihe von Jahren die Unterwelt von Krain bilden, woran er mit Leib und Seele hängt. Das Land Krain kann diefe Ernennung nur mit Befriedigung begrüßen. — (Tr tester Stc, d tp h y s ika t.) In der vor« gestrigen Sitzung des Triester Gemeinderathes wurde die Reorganisation des Stadtphysikates beschlossen. Dasselbe wird als integrierender Bestandtheil des Magistrates geschaffen, und mit den Agenden desselben werden ein Proto-physicus, ein Adjunct, ein Assistent und sämmtliche Aerzte betraut. — (Der Arbeite r-Vildungsverein) hält Sonntag, den 11. November, um 2 Uhr nachmittags im Gasthause «zum Stern» seine Monatsversammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1.) Sectionsbericht; 2.) Ein« zahlung und Aufnahme neuer Mitglieder; 3.) die Arbeiterpresse ; 4.) Anträge und Interpellationen. Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber werden alle Mitglieder zu zahlreicher Betheiligung aufgefordert. — (Die Schischlaer Citalnica) veran» staltet am kommpnden Sonntag in Koslers Winterbierhalle eine Veseda, verbunden mit einem Tanzkränzche"-Musik besorgt die hiesige Militärkapelle. Beginn um 1"-Uhr abends. Entree für Nichtmitglieder 30 kr. - (Gemeindewahl.) Bei der NeuwB ° Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Mautsoml>8. . ylrbeitel/' Den 7. N o v e m b e r. Valentin VeraMl, Leberkrebs. ________-"""" Mtoziehung vom 7. November. ^ Prag: 36 39 23^^^ Meteorologische VcobachtWen^n^^^ 'ß Z UZ B "He" 'A z ^ W ZZ ""n> '""'" ^ 7N;"5"^3^6^O7Mmch ^wM «, 2.N. 7375 -06 NO. schwa« ^lb h""/. ,,„eh", 9. Ab. 7N-4 -6 2 !NO. schwa« v Vormittaas trübe, nachmittags Aush" "" ^ 5"" mend, sternenhelle Nacht. Das TageölN". ^ ^ -35", um —«8° unter dem Normale^^^ _________________ ______________________<2 Verantwortlicher «sdacteur: A- ^^-üü^ Danksagung. ^-H Die hochwohlgeborne ssrau Ioschnc po ^ ^H> ° bcschcrin in Gurlfeld, hat mir ruien Äetral, ^ ^ch» ., für Anschaffung von MeidunaMücten <'" ,>lc .„. städtischen deutschen Knabenschule "b'rmlttclt ^^.c^^ M ! Die gefertigte Schulleitung f'lhlt f'ch ^ste" , hochherzige Spende hiemit offentllch den ^"^aibach am 7. November 1888. ^, ^l B"^ ^ 2199 Course an der Wiener Korse vom 8. November l888. N^ dem 0^.^ Toursbl^ ^. Vllv «0»». ^»berili,,. '..... ^'05 82-?5 >^!l <»/ «,' ' ' - - «2 — 8220 »lun 5°° ^'»alslosl «ko s,. ,»3-5<> >34 - N"n EÜ,t«F"ltel ,0« « ,41-. 14,-40 >"»<» ^'""«l°!e . ,yo ^ ,72 _. 17,-50 - bo , 1?»'— 1?» 00 b°Nett.V""e, fleucrfrei . 109 «k ,c,» 85 "°lenlente. steuerfrei »7 so «?'80 ' ^"^nle^/ ^ - '°'05 loi 2b "- » /« 10«, fl. . 122 ,z „,,50 ^,;nd inland 'l^^ ^^ "'"° - 104'50!i0bll/ Geld Ware »°/n Tcmes« Nanal .... >e»< 75 io«>?s> 5»/o ungarische...... l04 70 »05 3U Andere össentl. Anlehen. Donau.Neg.-Vose b"/n i»o sl. . I21'?s, — — d>°, «nlelhe i«78, fieuerftti iol>'7» lc>« 7« Nnlebln t>. StabisscmelNde Wlen I05-— !««>— Nnlchcn b, Slablgcmeinbe Wt«n (Silber und Geld) .... —-— —'— Plä»ncN'Nn!,b.Stablgem,Wiln 142 25 1 123-50 dto, in eo , « 4'/,°/» loi - l0> <" dtl>. in f.» « « 4»/, . 88-20 V8-70 dto, Priimlcn-eKulbverschr.3«/, 10« — 108 ««» OeN,Hypotyclcl/,°/» ioi-— — -^ Oeft,»l!Ust. ^ans veil, 4'/,°/« - . I0li0 il»i »u btv. , 4»/o . . 100 .^ 100 /,°/» —-— —'— Prioritiits-Oblillationen (sül I0U si.) :lI).Wcfib<,hn I. «million --— —-— ftcldiüands.Nordbahn in Silber «9'70 !00 80 nranz Io!cf»ill> 80 G»lb lwa« Staatsbahn I. «mission . . ,9« 50 — - Eübbahn ^ 3°/^..... 143 75 144 50 .. « . 5 b°/°..... 1,4 _ 1,5 - UNN'gal«,. Vah»..... »»80 100 20 Diverse Lose (Per tzlUlk), Lreditlosc 100 sl, . . ,8« 25 18« 75 «llarh'vos« 4U »l. . . . 59 — «0 — 4°/n DonaU'Dampssch. 100 N. l>9.2» I2C'2i^ Laibacher Prämien.Unlcb. »osl. »4— »6- Ofener Lose 40 fl. . ' . . 5» 7» «a-"' Palffy-Lose 40 sl..... 57-50 5»'" «othenKrcuz.öfl.Ges.v.iosl. 18,0 " 4l» Mubols-Lojc 10 fl..... 18 «l, 20 bv Salm.Lose 40 fl..... «»»zy «4-»,. St.»Veno!«>Lole 40 fl. . . «li ». « «>«- Vllnl-Actien (per Stuck). NnssI0'O«fierr. Oanf »on fl. . 1,2 — li^ " Banlv«. s. Hanb.u.G.ieo fl. 607 «0 80? >inl, «N«. 200 fl, . 188'- 184 — ««compte «., N>ederöft.5!>af!. «,5 — »0» — Hypothclen!'.. öfi. 200fi.«5»/,«. «« s,e «8 — Lanbcrb,, ost.Loo fl. G.5o°^V. «17 5? 21» — Oeftcrr-ung. Banl . . . . «77 - «79 - Unlonbanl 2U0 fl..... !»io s>o2ll — Verlcbl»b.i„s, NU«,, 140 fl, ' n,« — N>l> — Veld ware Actls« von Transport-Unternehmungen. (per Stuck». Mbrecht.Gabn 200 sl. Silber . —'— — — ?Ilfölt,hn 200 sl. Silb . il»7 50 188 b0 «uffiN'Tepl. Eiscnb. loos!. l,'m, ^«lbahn 150 fl. , . .-------—-— ,. Wcstbahn 200 sl, . . .----------------- »uschliehradcr «kisb. boo fl. «M. 280- 8»c> — silt. «) 200 fl. . 2»5 — 800 -Donau ' Dampfschiffahrt«. Ges. Oestcrr. 500 sl, LVl, . . . 38» — 401 — Drau»Lis.(Vat.'Db..Z.)zoofl.V. 183 »0 ,84 bo Duf»Vob«:>!bllchcrE.— —— sterdlnanbe.Norbd, iuc»o fl. 2M. »4lli «458 lftl»!»«i?sef Bahn ÜU0 sl. Gilber —-— —-— ss>lnmrchcn — Gc>llz.«arl»z.'ubwig»Ä.^00sl.__ __>. ltaschau.Oberb,— —--Lcmbcrg'Hzeruowiy.Iassy.Eisen» bahN'Vcscllschaft ^ou fl. 0. W. »i)-oo »11 — Lloyd, öfi.»ung.,Tr,fl.l»8 eu i«t.!>0 Vlebciibllrgcr «kiscnb. 200 fl. . —>—! —-— LtaatK^Icübahn »00 fl, i>. !ll>. . 27«-— 177.— Unss, »ioidoftbah» »00 fl. Silber 1S8-25 1« 75 Nn«,Westb.(iNal,d.Vraj)20l>fl.V. 174 — 174.7b Industrie-Actien (per Stück). Egvd! und Kindbern, «kifen« nnb Slahl'Inb. in Wien 100 fl. . b? — «3 — «isenbal,»n,..Leiig. l,80sl.40°/o-------^__ »«klbemtlhl«, Papiers, u. V.,V. 54 60 « 5« viontan»VcsellIch., öfterr.»alpine 43 4U 4» 7>) Pr»ger Eiscn.)nd..Vef. 200sl, ,«3- »84 — Valgo.Iari. Hisenrafs. 100 Pari«......... 48-«» 48 30 Valuten. Ducaten........ 578 b-80 »0'sfranc?»Stück>:..... us», »«^ Lilbcr......... —>— —-— Deullchc N^ichsbanlnolen . . K9 72» ^9 t>0 Italienische Vanlno'.en fl 00 i>!le) ! 4?uo 4770 Papier»Uiul»«l per Ltück . . . , »2» I 23»