M161. Montan am 18. 3uli 1864. Die „Lllibach« Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt den Beilagen im Comptoir ganzjährig 11 fi., halb-jährig b fi. 50 lr., mit Kreuzband im Comptoir ganzj. 12 fl., haibj. 6 fi. Fllr die Zustellung in'S Haus sind hatbj. 60 lr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., unter Kreuzband und ge-drulltcr Adresse 1b fl., halbj. 7 fi. 50 kr. Mnsertlonsgebühr für eine Garmond«Spaltenzeile oder dm Raum derselben, ist für Imalige Einschaltung Klr., fur 2malige8lr., für 3maligc l0lr. u. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel per 30 lr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten I fi. 90 kr. für 3 Mal, 1 fi. 40 lr. für 2 Vlal und 90 lr. für l Vlal lmit Inbegriff des InscrtionSftnnpels). ^laibacher Mluna. , .............___ '' ' ^_,_ ^^ »^ ^^^ Amtlicher Theil. 3^c. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller, höchster Entschließung vom !). Juli d. I. Allcrhöchst-ihrenFlügeladjutantenOberstlientenant Joseph Latonr v. T h u r n bürg zur Dienstleistung bei Sr. k. Hoheit dem durchlauchtigsten Herrn Erzherzog - Kronprinzen Nudolph allergnädigst zu bestimmen geruht. Das Staatsministcrium hat dcu Hilfsämtcrdi-rcktionsadjnnktcn Ferdinand Aogucr zum Direktor der Hilfsämtcr bei der nicdcröstcrrcichischcu Statthal-haltcrci ernannt. Das Staatsministcrium hat eiuverstäudlich mit den übrigen bethciligtcn Ministerien dem Fabriköbe-sitzcr Joseph Neumcyer die Bewilligung zu den vorbereitenden Maßregeln für die Gründung ciucr Aktiengesellschaft ucrcinigtcr Baugewerbe iu Wien ertheilt. Das Iustizmiuistcrinm hat dic bei dem k. k. Krcisgcrichtc iu Roviguo erledigte HilfSümtcrdircktors-stcllc dcm dortigen Hilföämtcrdirettionsadjunktcu Au-tou Bcnussi verliehen. Die königl. ungarische Hofkauzlci hat den sup. pllrcudcu Lehrer an, Schcinnitzcr Gymnasium Herman,, Kotaszct znm wirtlichen Lehrer an derselben Lehranstalt ernannt. Heute wird in deutschem und zugleich slovenischcm Texte ausgegeben und versendet: Gesetz- und VcrordnungS-Blatt für das Herzog« thum Krain. X»I Stuck. Iahrssanss R»tt4. InhaltS-Ncbcrsicht: 12. Kuudmachung dcr k. k. ^andesbehördc für Krain vom 4. Juli 1864, Z. 5629, betreffend eine Acndcruug der Acstimmuugcu bezüglich dcr Nachwcisungcn für Militärcntlassungcn. Vom k. k. Redaktions-Bureau des Gesetz- uud Verordnung - Blattes für 5train. Laibach, am 18. Juli 1864. Nichlllmllichcr Theil. Laibach, 17. Juli. Die Fricdcnsnachricht dcr „Wiener Zeitung", von welcher wir Samstag telegraphische Mittheilung crhicltcu, lautet wörtlich: „Die k. däuischc Regierung hat, um die Herbeiführung eines Waffenstillstandes und die Einlcitnng von Fricdcnönnterhaudlungcn anzubahnen, unmittelbar bei dcu Höfen uou Wicu und Berlin das Ansinnen vorgc« bracht, die Feindseligkeiten zu Land und zur See ciuzustcllcu. Diesem Vorschlage dcr k. dänischen Regierung wurde von Seite Oesterreichs uud Preußens durch dic Annahme dcr Waffenruhe zu Vand und zur Scc — mit Aufhebung dcr Blockade — bis zum 3!. d. M. entsprochen uud das Ersuche», angefügt, daß Dänemark sogleich einen Bevollmächtigten nach Wien entsende, um hier mit dcr k. k. österrcichischcu und dcr t. preußischen Regierung über eine Nasis, anf l'^!^'' ^!5 Fricdcnsuntcrhandlungcn eingeleitet wcr-Verständigung hcrbcizufüh.eu." Nlcßm«l M s!!!d die Anzeichen gn.ytig, das; .s^I"Hüje ftu.me.s lpesde Die dent-schc, Mächte ha. dcln mil noch y.c dagewesenes E.,^ mü igt t" Dic ursprünglichen WcdeMed,,aunM Dänemarks, welche Vrctton nach Karlsbad übcrbracht hat, wnrden von Preußen vcrworfcu. Prcußcu und Oesterreich verlaugeu in vollkommenem Einverständnisse die voll,tändigc Loslrennung Schleswig-Holsteins uud die bündige Znstimmnng hierüber bis zum 31. Juli, — !oust werde die Erneuerung dcr Feindselig, kcitcu ciutrctcu. Die wrze Dauer der Waffenruhe, welche die Alliirtcn dein darnicdcrlicgcndcn Feinde gewährt haben, beweist, daß man in Wien und Berlin nicht gesonnen i,t, sich ncncrdings vou Dänemark ciuc Vcr-schlcppung dcr Angclcgcnhcit gefallen zu lassen. Den Zeitraum vou 14 Tagen mußte mau wohl einem Ministerium bewilligen, das in dcm Momente, da es au'ö Ruder gelaugt, noch einer Frist bedarf, um sich zu onentircu und zu tousolidireu. Innerhalb dieses Termin's wird Dänemark seine Ancrbictnngcn zu machen haben, und an den deutschen Mächten wird cS dicßmal sciu, zu eutschcidcn, ob uud iu wiefern dieselben aunchmbar sind. Wicu ist zum Orte dicscr Unterhandlungen bestimmt, was alle Gerüchte vou cmcm „Bcrliucr Fricdcu" Nigcu straft. Daß die dcut,cheu Großmächte dem Siegesläufe ihrer Armeen in einem Momente Einhalt thüu, wo es nur ciucs Schlages bedürfte, um den vor Kurzem noch so hoch. müthigcn Feind völlig zu vernichten, muß auf die neutrale,, Mächte einen günstigen Eindruck machen; iusbcsondcre wird wohl das Geschrei dcr Däncufreuudc iu Euglaud über dic „Mordluft dcr Deutschen" nun verstumme» müssen. Ueber die gegenwärtige politische Lage bringt die „Gazctta di Venczia" vom 1Z. Juli einen Artikel, dcr nach einem Rückblick anf dic hauptsächlichsten Erciguisfc des abgelaufenen Dezenniums mit folgende», bei dcm amtlichen Eharaktcr des Blattes doppelt bcachtcnswcrlhcn Sätzen schließt: „Wenn die Diplomatic in London ohnmächtig gewesen, so war sie cs gewiß uicht in Kissmgcn uud Karlsbad. Da reichten sich Oesterreich, Prcnßcn, Rußlaud uud fast alle Fürsten Deutschlands die Hände, da erkannte man dic Wichtigkeit des kaiserlichen Wahlsprnches: Viriwi« u^t,^ „icht, um die lcgitimcu Rcchtc Anderer zu vcrlctzcu, soudcrn um die eigenen zu vertheidige,,, uud damit die Vcr. träge nicht ein todter Buchstabe bleiben Die Thatsache der wiederhergestellten Freundschaft der drei nordischen Mouarchcn u»d dcr Fürsten des deut. scheu Bnndcs ist die wichtigste Th sach ' s, ^ sie allein ist fähig, die welche vou der Revolution gestört'wu^^de^N wurde. Slc ist nicht aggressiv, weder gegen Frankreich, noch gcgcu irgend eine regelmäßig konstitnirtc Macht, abcr sie ist eine neue Kraft, mit welcher man in Europa rcchucn mnß. Sie läßt keine der Nordmächtc in dcr Isoliruug und im Stiche, fo daß sie Gefahr laufcu künutc, uugcstraft äuge-grifscu zu werden. Sie kaun auch mit Frauk. reich und England iur Pacifiziru »>. g E u -ropa's, zur Gcltcndmachung dcr Idcc dcö von der Revolution altcrirtcn Rechtes, zum Siege der Gerechtigkeit und zur brüderlichen Einigung aller Völker in dcr Ordnung nnd im Fricdcn mitwirkc n. Wir haltcn dic Aüfelstchung cincr sogenannten heiligen Allianz für eine Ehimärc, aber wir glauben, daß das gute Einvernehmen zwischen Oesterreich, Prcnßcn nnd Nnßland znm Zwecke gemeinsamer Vertheidigung ciuc wichtige, legitime uud fruchtbare Thatsache ist, und wir könnten nicht verstehen,, wie, die vou Frankreich so eifrig gesuchte ssvcuuojchäft Ruß' land,s fstt- die hcutfchcu Mächte schlecht feiu könnte. Dic strafte find nützlich für den, dcr sie zu benühcn 'versteht, wenn man sie braucht, imd wer sich nicht um sie kümmert, oder sie sich zu Feinden macht, ist ein Thor. Da« ist jetzt die politische Lage Europa's. Iso-lircn, um anzugreifen, ist nicht mehr möglich, dieses System hat sich überlebt. Es bleibt abcr noch ein audcrcs System, sich mit Andern brüderlich einigen, uicht zu einer ungerechten und gewaltsamen Ueber« macht, noch um Audere zu demüthigen, sondern zum Triumphe dcr Gerechtigkeit, zur Wiederherstellimg der verletzten Rechte und zur Achtung dcr Heiligkeit dcr Verträge." Dieser Artikel scheint uns in offiziöser Weise den Nbschlnß einer definitiven Allianz zwischen Oesterreich, Preußen und Rußland zu protlamircn, deren Spitze möglicher Weise auch in offensiver Weise sich gegen Italien kehren dürfte, welches nicht zu den „regelmäßig tonstituirtcu Mächten" gehört. Daß dcr Artikel gerade iu einem italienischen Blatte steht, ist in dieser Beziehung jedenfalls vou Bedeutung. Weiter glauben wir iu demselben die Gcuciglhcit dcr drei Mächte ausgesprochen zu fiuden, nöthigenfalls auf einem europäifchen Kongreß zu erscheinen und die unterstrichenen Worte: „Sie tcmu auch mit Frankreich — und im Frieden mitwirken" würden in diesem Falle das Kongrcßprogramm dcr drei Mächte, freilich iu etwas vager Form, enthalten. Oesterreich. Prag, 14. Juli. Wie die „N. ?." erfahren, hat das böhmische Oberlandcsgcricht das freisprechende Urtheil der erstell Instanz in dcm Prozesse, welcher seinerzeit wegen einer dem Dr. Gregcr bei seiner Entlassung aus dem Kerker gebrachten Ovalion eiu« geleitet wurde, dahin abgeändert, daß cs den Buchhändler Herrn I. tt. Kober zu Arrest in dcr Dauer von einen, Monate und cinc jcdc der angeklagten Frauenspersonen zu Arrest in dcr Dauer von vierzehn Tagen vcrurthciltc. Ausland. Frankfurt, 14. Juli. In der heutigen Sitzung des Bundestages bcalitragtcn Oesterreich und Preußen, aualog dcr an drn Großhcrzog vou Oldenburg gc-richtetcu Aufforderung auch au dcu Erbprinzen von Augustcnburg dic Aufforderung znr Bcgrniiduug seiner Erbfolgcausprüche zu richtcu. Die Abstimmung hierüber wurde auf die uächstc Sitzung ausgesetzt. Turin, 14. Juli. Die Gerüchte über Gari-baldi'schc Expeditionen sind erfunden. Im Senate verlangt Marliani die Aufhebung dcr Gesandtschaft in Madrid. Der Minister dcs AuSwärtigeil crwic-dcrt, Italien, welches von Großmächten anerkannt sei, suche nicht von Spanien anerkannt zu werden. Paris, 11. Juli. Um die Gesundheit dcs Kai-scrs steht cs wcit bedenklicher, als bis jetzt bekannt ! geworden ist. Da die Aerzte den Grnnd dcs Leidens da snchcn, wo cr cS uicht wünscht, nnd gewisse Exzesse in seinem Alter für gefährlich erklären, so wechselt dcr Kaiser jetzt alle Augenblicke mit seinen Aerzten. Ans Vichy wird gcschricbccn: Es wird hier sehr voll, seit dcr Kaiser Napoleon III. hicr eingetroffen; die vielen Ncngierigen können znwcilcn lästig werden; ich glaube, daß sie cs dcm Kaiser am mcistcn sind, obwohl cr sich's nicht merken läßt, sondern immcr glcichmüthig drcinblickt, Ucbrigens finde ich fein Gesicht weniger impassible als früher; es hat meist einen beinahe hmnoristisch. glcichmüthigcn Ausdruck. Die M Häuscrchcn, welche die kaiserliche Residenz hier bilden, liegen einigen englischen EottagcS gegenüber; dcr Platz zwischen ihncn ist stcts gefüllt. Neulich war ,m Part cin echt französisches Vergnügen: ein Kinderball; dcr Anblick war reizend, und ich war bei- 642 nahe verdrießlich, als cm plötzlicher Regenguß die kleinen m^iour^ und mesällmos aus einander jagte. Es war etwas an der Geschichte, was mir nicht gefiel; ich glaube, die Schaustellung der Kinder war gegen mein Gefühl, aber hübsch war's doch. Eine andcre Komödie, die mir uicht gefällt, ist, daß jeden Morgen das Glas versteigert wird, ans welchem der Kaiscr gctrunkcu hat, und zwar mit dem Tropfen Wasser, den er noch darin gelassen. Mir wenigstens sind die echt französischen Minandcrien nnd Capriolcn, die dabei geschnitten werden, mehr widerlich als lä'chcr-lich, denn Jeder, der nur eine bedeutende Summe für daS einfache Glas bietet uud bezahlt, ist überzeugt, daß der Kaifcr es erfahren und ihn für seiuc Aufopferung mit dem Bande der Ehrenlegion be< glücken werde. Ucbrigcns lebt der Kaiscr ganz zu< rückgezogen, er geht schr viel spazieren, meist vom General Bcuillc oder dem Obristcn Lcpic begleitet. Die Frcmzoscu versichern, er arbeite mit seinem intimen Sekretär, dcm Senator Mocquard, viel an fciucm Cäsar. Sonst sind alle Neuigkcitcu gleich Null. London, 11. Juli. In der heutigen Unter« haussitzuug wurde bereits die Antwort verlesen, welche die Königin auf die von Kinglate amcndirte Adresse ertheilt hat. Sie lautet: „Ich habe die Adresse empfangen, in welcher Sie mir Ihren Dank dafür ausdrücken, daß ich angeordnet, die diplomatische Korrespondenz über Dänemark und Deutschlaud und die Koufcrcnzprotokollc dem Parlamente vorzulegen. Ich theile das tiefe Interesse, welches der Schluß der Konferenz, ohne daß der wichtige Zweck, um dcsscut-willeu dieselbe zusammenbcrufen wurde, erreicht war, in Ihnen erregt hat. Ich biu glücklich, Ihrer Zustimmung versichert zu sciu zu der Haltung, welche ich uutcr diesen Umständen auzuuchmen für meine Pflicht hielt, nämlich: das Land nicht in eine bewaffnete Intervention zwischen Dänemark und den deutschen Mächten zu verwickeln/' Man schreibt der „A. A. Z." aus Kopenhagen, 9. Juli: Der König Christian ist so unglücklich übcr den gegenwärtigen Zustand der Dinge, daß er cö für sciuc Person uicht bei ciuem Grafen Moltke als Ministerpräsidenten bewenden lassen würde, wcun er freie Hand hätte. Aber er wird auf Schritt uno Tritt be« wacht, uud hat den Gesauuntstaatsmauu berufen, um nur Monrad los zn werden und Ucbcrgüngc von einer Stufe zur andern zu finden. Er dcntt sogar au Verzichtlcistnug auf die Krone, und sieht sich qe-gen die Fanatiker von Kovclchaa.cn uach englischem Schul) um. Rcsiguirt der König für seine Person, so ist nach bestehendem dänischen Gesetz von 185)3 sein ältester Sohn der berechtigte Nachfolger; verzichtet Christian lX. für sich und seinc Familie, so würde in regelmäßigem Gang der Dinge das Recht der Angustcnburgcr auch auf den dänischen Thron wieder in Betracht kommen, und Oldenburg trachtet vielleicht . . . ! Wie die Sachen aber stehen, wird der Rcichs-rath oder werden die Massen von Kopenhagen übcr sclbstständigc Monarchie, Anschluß an Schweden oder Republik würfeln. Aus Stockholm erfährt man jetzt durch dic „Nordd. Allg. Ztg." übcr die Schweden auf Alscn, daß bei der dänischen Armee auf Alscn im Ganzen 25 schwedische Offiziere dienten, wovon vier vcrwuu-det und gefangen wurdcu; auch das Freikorps des Frcihcrrn Hugo v. Raab, das übrigens nuter Befehl des dänischen Kapitäns Aroc steht, war theil, weise auf Alseu, doch soll cs tciuc 400 Manu stark sciu. Als die gcfaugcncu Offiziere gemustert wurden, stellte man mit ih,icu ein Examen au, aus welchem sich ergab, daß die vier Schwcdcn in regulärer Weise der dänischen Armcc angehörten. Von demselben Augenblick an wnrdcn sie ganz uud gar wie dic übrigen gefangenen Offiziere behandelt. Wilna, 10. Juli. Wie die ..Moskauer Nachrichten" mittheilen, hat die russische Regierung zu Aufang dcS vorigcu Mounts in der Stadt Kasan unter den zahlreichen, dort intcrnirtcn Polen eine Vcr< schwürnng entdeckt, welche den Zweck hatte, einen Auf» stand an der Wolga hervorzurufen. Der Aufstand sollte durch Ucbcrrumplmig der Stadt Kasan und durch Wcguahme des Naffcn-Arfcnals und der Pul-vcrfarit zum Ausbruchc gebracht werden. Die Au« stlftcr der Verschwörung, Iwauicki, Stankicwicz, Mroczck nnd Kinicwicz, wurdcn am 18. Juni auf cmcr Wiese bci zt«sau erschossen. Dic übrigen Mit. lflieder, fünf au oer Zahl, darunter ein Russe, sind zu wjähllger schwerer Arbeit in dcn Bergwerken Slblncuö verurteilt, uud bereits dahin abführt. Richt ohne Grund haben russische öffentliche Blätter dtt Befm'chtuug ausgesprochen, d,ß durch die massenhaften Deportationen revolutionärer Polen nach dein Innern Rußlands mit vollen Händen der Samen künftiger revoluttouärer Erschütterungen im aroßcn Czarcureichc ausgestreut wird. Madrid, 14. Juli Die „Epoca" versichert, dle am 0. d. M. m Madnd getroffenen Vorsichts-maßnahmen scicu uicht uunothig gewesen. Die Ver> schworcncn sollten sich des Telegraphen bemächtigen, um dcn Provinzen anzukündigen, daß die Hauptstadt von ihnen genommen sei, und um dic Wirtuug dieser Nachricht abzuwarten. Die Installation des Bürgermeisters. Vorigen Samstag Vormittags 11 Uhr fand im Magistratssaalc die Beeidigung und Installation dcS neuen Bürgermeisters Herrn Dr. E. H. (5 osta Statt. Die Sesseln und Tische waren aus dcm Saale cut. fcrut, in dcm mittlcrcu Fenster war das lebensgroße Bild Sr. Majestät dcs Kaisers und darunter ein Thvonscsscl aufgestellt, rechts und links von dcmsclbcu stand ciu grün verhängter Tisch, der Saal war hübsch dckorirt. Auf der einen Scitc stand dcr Gcmeindc, rath, auf dcr audcreu Seite der Magistrat, dcn übrigen rückwärtigen Raum füllte das Publikum. Um 11 Uhr erschien Sc. Exzellenz der Herr Statthalter Freiherr v. Schloißnigg in Begleitung des Statlhaltcrcitouzipisten Herrn Grafen A. Aucrö-pcrg, wurde von dcm Bürgermeister - Stellvertreter Herrn Dr. Zhub er empfangen und zn dem ciucn Tische geleitet, au dcm andern stand Hcrr Dr. Costa. Se. Exzellenz hielt nun folgende Ansprache: „Sc. Majestät unser allcrgnädigstcr Kaiscr uud Herr haben die auf <^ic, Herr Doktor, gefallene Wahl zum Bürgermeister der Landeshauptstadt Laibach zu genehmigen geruht. Ein weites Feld dcr Thätigkeit liegt vor Ihnen ansgcbrcitet. Verschiedenartig und vielfach sind die Aufordcrungcn, dic an den Bürgermeister der Landeshauptstadt gestellt werden. Ich kann nicht umhin, hier Ihres Vorgäugcrs zn gedenken, welcher mit rastlosem Fleiße diesen Anforderungen zu entspreche» bestrebt war. Die gauze Stadt hat Zeugniß gegeben, daß sie seine schätzbaren Eigenschaften, seinc Verdienste erkannt und gewürdigt hat. Unter den Gegenställden und Geschäften, welche nun in Ihre Obsorge übergehen, silidc» Sie manches Ersprießliche uud Nützliche, was unter seiner finnig zu Staube gebracht worden ist. Sie werden gewiß sich dessen Erhaltung angelegen sei», Sie werden, was er GuteS gestiftet, nicht wieder zu nichts werden lassen. Manches ward begonmu, dcjsc» Vollendung ihm uicht ucrcMnt war. Bic werden, das bin ich überzeugt, in sich selbst dic Aufforderung fühlen, was zweckmäßig eingeleitet war, auch zweckmnhis zu Ende zu fühlen. Zahlreich sind die Geschäfte, djc sich täglich er-neuern, die in ihrer Art immer wiederkehrend ilic zum Abschlüsse kommen. Gleichwohl nehmen sie Tag für Tag die gleiche unverorosseuc Nufmerksamlclt, die gleiche uncrmüdctc Anstrengung iu Allspruch. Aber die Aufgabe des Stadtuorslaudcs ist uicht bloß BcstcheudcS zn erhalten, Bcgouucncs zn vollenden, immer Wicdcrtehn'lldcs zu schlichten. Ncbcn dcn große» Ereiguisftll auf dem Gebiete der Politik, dcr Wissenschaft, dcr gejamüttcu Iudu» strie, schreiten unalifhaltsam auch jene Verhältnisse vorwärts, welche auf das städtische Leben Bezug uud Einfluß nehmen, und drängen zum Fortschritt. Da uicht zulück;l,bleibcn, uud Neues zn crsin-ncn uud zn schassen, um dcm »e»< cmdrangcudcu Be-darfc zu begeguen, das ist unabwelsbarc Aufgabe für Jene, in deren Händen die Lcitimg dcS städtische», GemcindcwcscllS liegt. Sie sind, Herr Doktor, umgeben uud unterstützt von einem hochcichtüngöwerlhc» Gcmcmoerathe, dcsscu Mitglieder einen Schatz gediegenen Wissens, und gründliche Kenntniß dcr städtischen Zustände und Bc-dürfnissc in sich vereinen — Mäuucr, wclchc beseelt sind von Liebe für unser großes Vaterland Oestcr. reich uud für unsere cligcrc Heimat, Männer, wclchc zahllose Beweise dieser Ocsiiülnugcn abgelegt, imd cvcuso die Uncigcnuützigtcit erprobt haben, mit wcl> chcr sie ihre Zeit und ihre Mühe dcm Gcmcluberathe zum Opfer bringe». Mit dieser Umgebung uud Unterstützung ist Ihucu, Kcrr Doktor, die Möglichkeit gcvvtcn, nachhaltige Erfolge für das Gedeihen dcr Landeshauptstadt und für die Interessen ihrer Äcwohuer zn erwirken. Möge Golt Ihucn die Kraft uud Ausdauer verleihen, die Pflichten der Strlluug zu erfüllen, zu welcher daS Vertrauen Zhrer Wähler Sie berufen, uud in wclchcr dciö Vertrauen unseres jlmscrs Sie bestätigt hat. Daß dicsc Pflichterfüllung Ihr ernstlicher Wille, Ihr fester Vorsatz ist, wollen Sie nnn auch äußerlich dadurch bethätigen, daß Sie dcn Eid ablege»,, welcher Ihnen vorgcicsc« werden wird." Hcrr Graf A. Auerssjicrg las nuu die Eidesformel vor, welche Herr br. (5o st a mit lauter Stimme nachsagte. Hierauf ergriff letzterer das Wort und versicherte zuerst in deutscher Sprache, unter Hinweis auf scin, bci dcm Wahlakte kundgegebenes Programm, daß er an dcmsclbcu jetzt um so fcstcr halten wcrdc, als cr cs so cbcu beschworen habe, worauf cr uoch eine Ansprache in slovcnischcr Sprache hielt und mit einen» Hochruf auf Sc. Majestät den Kaiscr, in welchen die Anwesenden einstimmten, schloß. Sogleich nach dcr Installation wnrdc nachfolgendes Plakat an die Straßenecken angeschlagen: An die Bürger und Bewohner dcr Landeshauptstadt Laibach. Am 8. Juni l. I. wurde ich durch die Wahl dcs löblichen Gcmcindcrathcs zum Amte cincS Bürgermeisters dieser LaudcShauptstM berufen und trete in Fc>lgc dcr am W. Juni erfolgten a. H. Bestätigung dieses Amt mit dcm hcntigcn Tagc au. Ich bin mir dcr Schwere meiner Anfgabc wohl bewußt, bringe aber den redlichen Willen mit, mit allen mir zn Gcbotc stchcudcn Kräften das Wohl dieser Stadtgcmcindc und dcrcn Bürger uud Bewohner in dein mir zlistchcudcn Wirkungskreise bcstcnS zu wahren und zu befördern. Ich lau» jedoch uur daun hoffen, gedeihliche Re« sultatc zu erzielen, wenn ich nicht bloß von Seite dcs löblichen GemcindcrathcS, sondern auch von dcr ganzen Bevölkerung die nothwcudigc Uutcrslützung er-haltc. Ich wcudc mich daher au alle Bürger und Bewohner dieser Stadt mit der Bitte, nur diese Unterstützung durch vcrtrallciisuollcs Entgegenkommen, durch offene uud uuumwuudcuc Bekanntgabe ihrer Wünsche und Beschwerden, cudlich durch genaue Er-fülllmg dcr gcmcindcräthllcheu uud magistrallichcn Verfügungen, welche innerhalb dcr gesetzlichen Schranken und im wahrhaft konstitutionellen Geiste beschlossen uud durchgeführt werben sollen, — zu gewähren. Laibach am !0. Juli 1804. Dr. E. H. Eosta, Bllrgfrmfistn-. AbcudS zogen die Sänger dcr ^ituvmoa, und der Turnverein ,,,lu/,m «oXl»!" mit ihren Fahnen vor die Wohnung dcs neuen Bürgermeisters am Rann nud brachten demselben eine Serenade, bci welcher auch dic Artillcricmusitkapcllc mitwirkte. Die Bürger brachten zugleich ihre Huldigung iu einem großartigen ssackelzuge M! Ausdruck. Es sollen 180 Fackelträger gewesen scin. Der Zug bewegte sich vom Magi-stratSgcbäudc übcr dcn Hcmptvlatz, dcn alten Markt, den Iakoböplcch »md die Raimbrückc. Dcr Hcrr BuvsM-mcistcv Dr. E. H. E o st a dcmttc vom Fenster lUlö für die ihm dargebrachte Ovation in cmev sluuc» nischcu Rede, auf welche zahllose Five's folgten. Ein nngcmcin zahlreiches PMikum sah von beiben Qmi's dcr Laibach uud von der Brücke aus dem Schauspiele zu. Nach Beendigung dcr Sercuadc giua. dcr Zng vor bie Wohnullgcn Sr. Exzellenz des hcrr» Atatt« Halters und dcs Herrn Landeshauptmanns, woselbst uoch je ein Ehor gcsuuacn wurde. Hierauf wurde» die Fackeln ausgelöscht und die Thcilnchmcuden giu-gcn auSciuaudcr. Lokal- un> VroviPial-Uachrichten. Laibach, 18. Juli. Zur Wicderbesctzllug dcr in Erledigung gekommenen Adjunktcustelle bci dcm hicsigru Zwmigs-arbcilshausc ist dcr Konkurs ausgeschrieben. — Am 14. d. fand in Trieft dic öffentliche Vcrhandluug gegeu dcn Redakteur der „Triestcr Zeitung," Karl Drc-gcr, statt, welcher von dcm lombar« dl'sch'vcuctmnischcit Finauzpräfcttcn, Dcodat Frcihrrru von Spicgelfcld, dcs Vergehens der Ehrcubclcidignua. angeklagt wurdcu war. Dcr Angeklagte wurdc voll« lommcn schuldlos crtlärt. Der Gcrichtohof hatte dcn Umstand für bestehend angcuommcn, daß dcr Finanzpräfett dc» Beweis dcr Wahrheit derjenissen Slclle dcs Artikels, wclchc cr als Beleidigung sciucr Person auffaßte, selbst geliefert uud wirklich cincn Pri-vatiuitzeu aus cincr Dienstreise gezogen habe. Wiener Nachrichten. Wifn, 1ö. Iull. Sc. Majestät dcr ftaiscr hat geuchmlgt, daß die Kuudiuachung dcr Gesetze sammt allcn hierauf bezüg-lichcu Geschäften nebst dem Rcdaktions - Bureau des Rcichsgcsetzblattcs aus dcm GcschäflSkrcisc uud Status dcS IilsliMmistcriumS ausgeschieden und von dcm Staatemiiiistcrium übcrnommcu wcrde, nnd ist die Ucbersicdlung dcr Reichsgcsctz < Bureaus in das Ttaatollliuistcrium bereits erfolgt. — Te> k. k. Apostolische Majestät habcn dcm Vcrciuc zur Verbreitung von Druckschriften für Volksbildung für dic Iahrc 1803 uud 1804 cincn Beitrag von jc 100 fl., zusammen 200 fl., allcrgnädigst zu bewilligen geruht. — An dcr hiesigen l. k. Universität wurden in diesem Schuljahre folgende acht Sprachen gelehrt: Die deutsche, die ungarische, polnische, böhmische, «43 italienische, französische, englische nnd die russische, aber nicht dic rnthcnischc, weil sie noch nicht in allen Theilen ausgebildet ist. Die hebräische, syrische und chaldäischc wcrdeu in dcr Theologie dozirt. — Porigen Douuerslag hat die Vcrlobuug des Grafen Bitter Ehoriusty mit der Komtesse Trautmannsdorf stattgefunden. — Wie der „Gen.-Korr." von verläßlicher Seite mitgetheilt wird, befindet sich Sc. Exzellenz Bischof Stroßmaycr nicht in Wien nnd es einfalle» alle bis» her von den Blättern über ihn angeblich gebrachten Notizen. — In der Redaktion nnd Druckerei des „Wan-derer" hat eine behördliche Durchsuchung stattgefunden. Anlaß hiczn bot, wie das genannte Vlalt meldet, eine in einer früheren Nummer desselben enthaltene Korrespondenz ant« Prag. — Gestern nm 10 Uhr Vormittags hat in der Alscrlaserne in der Werbebczirkstanzlci nntcr Lcitnng eines k. t. Hauptmanncs die Anwcrbnng der Frciwil« listen für das mexikanische Freikorps begonnen und dauerte bis 3 Uhr Nachmittags. Der Andrang der Bewerber war groß, daher nicht nur der Hofraum, sondern anch die Straße vor der Kaserne vom frühen Morgen an von Bewerbern und Neugierigen dicht besetzt war. Asscutirt wnrdcn 113 Mann, durch, schnittlich aber nnr Leute, die bereits früher dem Mi-litärucrbandc angehört und sich vollständig mit Dokumenten ausgewiesen haben. Der größte Theil der Angeworbenen sind geborene Wiener oder ans der nächsten Umgcbuug. Das vorgeschriebene Größen« maß 5)9 bis l',0 Zoll wnrde strenge beobachtet, nnd da man in der Answahl der Mannschaft sehr vorsichtig zu Werke ging, war bei den Ncnaufgcnom« mcncu die sichtbare Frcndc nicht zn verkennen. Nächsten Dinstag wird diese Wcrbnng wieder fortgesetzt. i -»- Ludwig Aöboth, der seit mehreren Monaten durch das Militärgericht in Pest in Untersuchungshaft gehalten wurde, ist einer Mittheilung des „Hon" zufolge am 12. d. feiner Haft entlassen worden. — Bei der an, 15. d. M. stattgehabte» Per« losnng der gräflich Waldstcin'schrll Lose wurden fol» gcndc größere Treffer gezogen: Nr. H« »22 gew. HOO«>s> st,, Nr. 8'.>37 gew. 2000 fl., Nr. <»8.443 aew. 1000 fl., Nr. 58.27'.) und Nr. 40.172 gew. je 500 fl., Nr. 75.109, 31.811, 4824, 00.080, 38.025 gew. je 100 fl. — Bei der am 15. d. M. Abends stattgehabten Verlosung der Fürst Salm-Lose wurdru folgende größere Treffer gezogen: Nr. 43 tt47 gew. 25 «>0«> fl., Nr. 79.401 gew. 2000 fl., Nr. 39.704 gew. 1000 fl., Nr. 04.100 nnd Nr. 33.471 gew. je 200 fl., Nr. 18.580, 58.082, N7.150, 04.332 gew. je 120 fl., Nr. 57.772, 32.522, 78.030, 21.897, 92.080, 84.812,45.900, 41,U0 gew. je 110 fl., Nr. 08.749, 15.092, 48.932. 30.102. 1022. 50.085, 93.550, 09.029 11.907, 2108, 30.257, 00.039, 87.577 gew. je 100 fl. , u > Vermischte Nachrichten. Bei einer Grazer Behörde klagte dieser Tage eine Fran ihren Nachbarn nnd verlangte dessen Bc-strafnng wegen nächtlicher Ruhestörung, da er einen Hanshahu besitze, der schon um 3 Uhr Morgens zn krähen anfange nnd die nmwohncndcn Parteien aus dem Schlafe störe. — Parifcr Ionrnalc erzählen folgende Geschichte in Bczua auf den Dolmetscher der japancsischcn Gesandtschaft, welche sich jetzt in Pm'is befindet. Franz Bleetinann war ein gcbmncr Hollander, doch am Hcl-mnschwärmcn großes Vergnügen findend, schiffte er sich am Bord eines nach Batauia segelnden Schiffes ein, um dort seiu Glück zu suche». Jahre vergingen, doch da leine Nachricht von ihm einlief, so kamen seine Freunde zuletzt zn dein Schluß, es müsse ihm irgend cin Unfall begegnet nnd er gar nicht mchr am Leben sein. Sein Vater war in Holland geblieben, doch in Folge dessen, daß cr in seinen Unter» nehmuugcu unglücklich war, begab cr sich nach Paris. Als ihm hier sciuc sämmtlichen Hilfsmittel ausgegangen waren, fchrieb cr an einen Frcnnd, den cr nm ».in flcjucs Darlehen ersuchte und von dem cr folgende Antwort erhielt.- „Ich scnde Ihnen das Geld. um das Sie mich gebeten habe», und füge demselben die photographischcu Porträts der japancsischen Gesandtschaft bei. Das Gesicht eines dieser Fremden wird Ih»cn auffallend sein, denn es ist ganz das Bild Ihres Sohnes." Der Vater erkannte die sehnlich, kcit sofort; die Gesichtszügc waren dieselben, doch dcr ylattgcschorcnc Kopf und die oricnlalifchc Tracht machten ihn UN. Trotzdem begab cr sich in den Hofraum des Hotels, in dcm die Gesandtschaft logirtc »nd war so glücklich, gerade zu der Zeit dort anzukommen, als die 6r erkannte sogleich das Original des Porträts und rief auö^: Franz, bist Dn es? In einem Angrublick hing dcr Sohn -— denn es war wirklich Franz — am Halse seines Vaters. Die Gesandten, Zcngcn dieser Szene, waren sehr davon gerührt nnd die Sorgen dcs alten Bleckmann waren sofort zu Ende, denn sein Sohn ist reich und glücklich. — Anf dcr Saonc bei Lyon hat sich cine gräßliche Katastrophe zngctragcn. Ein kleines, ziemlich fehlerhaftes Dampfboot gcrieth wahrscheinlich durch cin ungeschicktes Manöver am Steuer dermaßen in's Schwanken, daß das Geländer auf dcr einen Seite nntcr dem Drnckc der dagegen lehnenden Passagiere brach nnd diese sämmtlich'in's Wasser stürzten. Bis jetzt hat man schon 30 Leichen an'S Land gezogen, allein das Unglück scheint noch weit größer zu sein. — Die „Ncvuc Britauniqnc" dringt cinc interessante Blnmcnlcsc von originellen Testa, mcntcn, ans denen wir drei Fälle ihrer Bizarritäl wegen hervorheben: Unter dcr Regierung Kaiser Karl's V. machte cin Prokurator zn Padna cin Tc-stamcnt, worin cr seinen nächsten Verwandten nntcr folgenden Bedingungen zum Erben einsetzte: 1. Daß cr znul Bcgräbniß allc Mnsit'cr von zchn Meilen in dcr Runde einlade; 2. sich zchn junge, grün gekleidete Francn verschaffe, die komische Lieder zu singen hätten, um die bei dcr Lcichcufcicr Anwesenden zn ergötzen; 3. daß cr vor dcm Einsenken seines Lcich. nams in die Grube die Ostcnncssc mit den Hallelujah's siugcu lasse. — Als mau das Testament eröffnete, erregten diese absurden Bestimmungen allgemeines Staunen. Der Fall tan, vor Gericht. Ohne zn erwägen, daß die Vollstreckung dicfer Testaments» bcstimmung geeignet war, das Andenken des Verstoß bcncn nnd die Religion selbst herabzuwürdigen, cut-fchicd dcr Gerichtshof, dcr Erbe lönnc fcinc Ansprüche nichl gcltcud machen, bevor cr nicht dcm Wortlaut dcr lctztwilligcn Verfügung entsprochen habe, — Hur selben Zeit ließ cin deutscher Baron sein Testament neu abfassen, um darin die Bestimmung zu treffen, daß cr nicht wie allc Anderen cingegraben, fondcru daß scill Leichnam stehend in emem Pfeiler untergebracht werde, den cr eigens zu diesem Zwecke dcr Schloßpforte gegenüber halte aushöhlen lassen. Er wollte nicht, daß dcr Fuß eines Leibeigenen oder Hörigen jemals über den Ort, wo fcinc Gebeine rnhen, hiuwcgschreilcn tönuc. — Eine große englische Dame verfügte in ihrem Testament wörtlich Folgendes : „Ucbcrzcugt, daß mein Hund dcr gctrcneste aller meiner Freunde war, erkläre" ich ihn znm alleinigen Vollstrecker meines letzten Willens, und überlasse ihm die uneingeschränkte Verfügung nbcr mein ganzes Vci> mögen. Ucber meine gcscmnntcn Güter verfüge ich zn seinen Gnnstcn nnd will, daß all' Denjenigen Legate ausbezahlt werden, welchen cr geneigt sein sollte, seine Licbtosnngcn angcdcihcn zn lassen, oder die er dnrch Wedeln mit dcm Schweife anszcichncn wird." Neueste Nachrichten und Telegramme. München, 10. Juli. Die „Baierischc Zcitnng" bringt cinc Darstellung dcr Beschlüsse dcr hiesigen Zolltonfcrcnz und glaubt, daß den Vorschlägen der Konferenz von Scitc dcr preußischen Rcgicrung kein wesentliches Bedenken entgegengestellt werden könne. Das gegenwärtige Stadium dcr Verhandlungen gebe sonach allen Gruud auf einc baldige allseitige Vcr« stäudignng hoffen zu können. Kissingen, 15. Juli. Se. Majestät dcr Kaiser von Rußland ist gestern nm 4 Uhr hier angekommen und reist hcnte mit Ihrer Majestät dcr Kaiserin von hicr ab. Dcr Kaifcr von Rußland kommt im Jahre 1805 wieder hieher. Sc. Majestät König Ludwig von Baicrn geht heute nm 11 Uhr von hicr ab. ., 5r<"'tfurt, 15 Inli. P,z„z (Johann?) von Glnckoburg Brnder des Königs von Dänemark, hat benn Bunde unter Anerkennung der Ansprüche des Herzogs Friedrich von Augusleuburg Protest acacn die olocnbnrg'schcn Anfftrüchc erhoben. Berlin, 15. Inli. Dcm Vernehmen nach, ist Baron Gucldcucrouc gestern m.it Depeschen des dänischen Kouscilspräsiocutcu Bluhme hier eingetroffen. Diesen Depeschen nach, sucht der König von Dänemark nm Waffenruhe behufs Verhandlungen wegen ciucs längeren Waffenstillstandes und Friedens nach. Hur Ermöglichuug des Friedens habe dcr König fcinc Räthe gewechselt. Eine gleiche Depesche ist nach Wien abgegangen. Die „Krcuzzcitung" veröffentlicht nachfolgendes Telegramm aus Fredcritshavcn vom Hcntigcn: Während General-Licntcnant v. Falkcnstcin gestern in Etagen die prcnßifchcn nnd öslcrrcichifchcn Banner aufpflanzte, versuchten dic Däncn cinc Landung in Albcck nnd Frcdcritshaucn. Im ersteren Orte wurden sie von Hußarcn, nnd hier von zwei Geschützen znrübgclricl'cu. Danziss, 15. Inli. Ein Extrablatt dcr .,DaN' zigcr Ztg." mcldct: Dcr Lootsenlominandcnr von Ncufahrwasscr sandte hcnte folgenden Bericht an dcn Vorsteher dcr Kaufmannschaft: Gestern Abends stcner« ten drei dänische Dampfer, einer unter Parlnmcntär-flagge, auf den Hafen zu: dcr Lootscntommandcur fuhr hinaus uud empfiug eine Depesche an dcn hiesigen Höchsttommandircndcn. Nach AuSsagc des dänischen Parlamcnläroffizicrs wird in derselben angezeigt, daß von Seite der Däncn die Feindseligkeiten eingestellt werden. Heule früh waren zwei dänische Dam« pfcr in Sicht, stcncrtcn westwärts und gchcn innerhalb Hcla in dic Bucht. Hamburss, 15). Juli. Glaubwürdigen Privat-bricfcn aus NordschlcSwig zufolge macht die Bildnng dcs ncnen dänischen Ministeriums in Flensburg, Apcnradc, dcm Landgcbict nnd selbst in Jutland cinm dcr dcntschcu Sachc schr giinstigcn Rückschlag. Hamburg, 15. Juli. Eincm Telegramme dcs „Dagbladcl" ans Middclfahrt znsolgc ist Obcrst Kanffinann als Parlamentär in das feindliche Hauptquartier abgereist, um dcm Vernehmen nach cinc mehrtägige Waffenruhe zu beantragen. Flensburg, 10. Juli. Die heutige „Norddeutsche Zcitung" bringt cin Tclcgramm ans Ton-dcrn, wonach am 14. d. M. Nachmittags bci Föhr ciu Gefecht zwifchcn dcn Alliirtcn und dänischen Kanonenbooten stattgefunden hätte, nachdem dcm Kapitän Hannncr die Kapitulation abgeschlagen worden war. Paris, 10. Juli. Man bezeichnet als dcn Verfasser dcr apokryphen Depeschen den Herrn Klink-worth zu Brüssel, ciuc in dcr diplomatischen Wrlt bekannte Persönlichkeit. Vtadrid, 15i. Juli. Einc ans Southampton cingctroffcnc Depesche zeigt an, daß die iiorrcspon-dcnz dcs Admiral Pinzon während seiner Reise über dcn Isthmud von Panama gestohlen wordcn sei. Stockholm, 14. Inli. Dcr bekannte polnische Agent Dcnwntowic ist in Malmö angekommen. „Nya daglight allehanda" schreibt: Allc seit dcr polnischen Insurrektion in Finnland gcsammcltcn Truppen marschiren nach ihren Stationen zurück. Stockholm, 15. Inli. „Nya daglight alle-handa" schreibt: Die Bkdultnng Dänemarks bezüglich dcr Wchrhaftiglcil Skandinaviens gegen Rußland sei gering; ein Anfgehcn desselben in Deutschland rufe Mitleid, aber uicht Schrecken hervor. In dcr Wcrlstättc zn Motala ist dcr Bau dcS ersten Monitors begonnen worden; für zwci andere liegen dic Materialien bereit. Auch cin dcn Monitors ähnlicher Wintcrfahrtspostdampfcr ist im Bane. Stockholm, 15). Juli. Dcr Artikel dc3 „Dag-light allchanda" lautet ausführlicher: Es hcißt in Kopenhagen, cin Anfgchcn Dänemarks im dcutfchcn Buudc wäre cin Donnerschlan. für Schweden. Hier« anf ist zn erwiedern: Die Bedeutung Dänemarks hinsichtlich der gemeinsamen Wehr dcs Nordens gegen Rußland ist höchst gering. Schweden würde schmerzlich berührt, wenn Dänemark in Deutschland aufginge, aber nur auS eigennütziger Theilnahme. Rußland und die Ultraskandinavicr schätzen gleich hoch die Bedeutung Däncmarls im Vrrcinc mit Schweden nnd Norwegen. Die obigc Ansicht sei abcl weder hier, noch, wie dcr Beschluß dcs Storthing bcwcist, unter dcn Norwegern geltend. Dic Wirkung dcs „Donnerschlagcö" wäre Schmerz nicht Schrecken. New-Aork, 7. Inli. Ein Korps dcr Süd-staatcnarmcc ist in HarpcrsfcrrY cischicucn, hat Hagers-lown in Maryland bcsctzt nnd bringt nördlich vor. Präsident Lmloln Hal die Miliz zur Abwehrnng dcr Invasion aufgcbotcn. — General l^rant hat neue Demonstrationen gegen Petersburg vorbereitet. Unio-nistcngcncral Sherman hat Ätarictta bcsctzt. — Der Kongrcß hat sich vertagt. Wcchscltnrs anf London 2l10. Markt- und Vcschästsbcricht. «aibach, 10. Inli. Auf dcm hcnti^-n Markte sind erschienen: 11 Wagen mit Heu nnd Stroh, 41 Wagen und 4 Schiffe mit Holz. (Wochcnmarlt - Prcis e.) Wcizcn pr. Mctzcn fl. —.— (Magazins°Prcis ft. 5.4t>); Korn fl. —.— (Mgz. Pr. fl. 3.30); Gerste fl. —.— (Mgz. Pr. fl. 2.W); Hafer fl. —.— (Maz. Pr. fl. 2.43); Halbfrncht fl. -.— (Hlqz. Pr. fl. 3.80); Heiden fl. —.— (Mgz. Pr. fl. 3.20); .5irfc fl. -.- (Mgz. Pr. fl. 3.33); Kutnrntz fl.—.-(Mgz. Pr. si. 3.b3); Erdäpfel fl. -.— sMgz. Pr. ^.-); Linsen si. 4.20 (Mgz. Pr. fl. -.-)-Erbsen sl. 4.50 (Mgz. Pr. fl. —.—); Fjsolcn fl. 4.lX> (Mgz. Pr. si. —-—); Rindsschinalz pr. Pfnnd kr. A>, Schweineschmalz kr. 42; Speck, frisch kr. 37, dctto geräuchert kr. 42; Vnttcr kr. 45; Eier pr. Stück tr. 1 .^.; Milch (ordinär) pr. Maß tr. 10; Rindfleisch pr. Pfund kr. 18—22, Kalbfleisch tr. IV, Schweine-fleisch kr —, Schöpsenfleisch, tr. 52; Hühndel pr. Stück kr. 20, rauben tr. 14; Heu pr. Ztr. ft. 1.30, ^trol) tr. 77; Holz. hartes 30", pr. Klafter ft. 8, dctto wcichcs ft. 0; Wcin (Myz. Pr.) rother und wcißcr, pr. Eimcr von fl. 10 bis 15. (Mit Emrcchnung drr Verzchrnngsstcurr.) Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Drnck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr st Fedor Vamberg in Laibach. 644 DölIlllIi55M!. Staatsfonds um '/.. bis V.«'/. hllher, auch Lose grüßtcntheilS zur besseren Notiz gefragt. Norbbahn - Alticn stiegen um 1'/. und dle Mehrzahl der Indufiriepapiere Wien, „m '/, bis 1 fl. Wechsel auf fremde Pliltze und Comptantcn schloffen um eine kleiniglcit billiger ausgcdoten. Geld aboudant. Geschäft nicht belangreich. Oeffeutliche Hchuld. ^. de, Ktaate, (für 1»^0 st.) c»,ld Waar, 3» üNerr. Währung . zu 5'/. 68.10 ««2" b'/. A»»5l,. v. 1,^61 mit Riutj.'/.l8tt0 zu 500 ä. 97.65 97.75 .. .. .. 18<>0 ., 100.. 99.70 99.A) ........1864...... 93.75 93.80 Eomo-Ncntcnsch, zu 42 1.. ,u«li-. 17.50 18.— II. der Hrcmländtr (siir 200 st.) 5 „ 74.75 75.2:'^ Ttml20«)>!.EVl. oder 500 Fr.....187.25 187.75 Kais. (5lis.« Bahn zu 200 fi. EM. 130.75 131.- Süd.'Nordb.Vcrb«H.200 .. .. 122.80 12,j.— Süd. Staats-, lowbardisch»vene» tianische uud central italienische «is. 200 fl. ö. W. 500 Fr. 24ö.5) 246.- 'sal.Hall-rudw.-V.z. 2»0a.C!l)l.238.75 2:>9.- O^.I'l'ii.-D.üin'ssch.-Ots. U^ 453.— 455.— Oeü.ri-.icd, ^l)5 in Tll.sl ZI 235.— 237.— W>.». D^»rf,»..''.'lstg.500fl.ö.W. 383.- 38?.— V.'I« ittttlübrocte .... 450 — 470.— Vül,m. W.Nbahu zu 200 ,1. . 156.-- 156.50 tb.ij-l'.llüi-Äl >,» j» 2W ^. C. M. m. 140 si. (?0V«) Einzahlung 147.— —.— Pfandbriefe (für 100 fi.) National'. 10j> brige v. I. bans auf j 1857 zu . 5'/. 101.25 101.50 (5. M ) v.rl^ba^ 5 „ R).75 91.25 ^ali^iloIb.aus ö.W velIi'Sb.5 .. 86.50 86.70 Ungarisch, Äodr. Etücl.) Krld.-Anslalt für Hand»! u. Gew. zu 100 si. 0,1. W. ... 128.60 128.80 D^n.-l Bm,co «5i.70 85.80 l?5»dl,'n fur 10 Hf. Sterling . 114 25 114.40 Paris. fü> 100 ssr.mlö . '. . 45i.4O 45.45 (3onrS der Gcldsorten. ^t>d Waar. K. Uünz-Dusat,» 5 i!. 50 lr. 5 «. 51 Nlr Kronen . . .15 .. 90 .. 15 „ 93 . Navolsonsd'or . 9 ,. 20 ., 9 .. 21 Rufs. Imperials. 9 .. 45 ., 9 ., 46 " Vereinslhaler . 1 ,. 70 „ 1 ,. 70j . S.lb.r . . 113 .. 15 ., 113 .. 35 ., Lottoziehung vom 16. Juli. Trieft: 5» «4 »3 »» 77 Fremden-Anzeige. Dcn 15. Juli. Stadt Wien. Die Herren: M.ditz. Prrderber und Röthel, Handelsleute. ven Gottschc,. — Golob. Rtalitaten» bisiher. aus Obcrlrain. — Ulrich, Olw,rls-Direktor, von Iauerburg. — Flori«utschilsch ron Veldts. Elephant. Di, Herren: Ma schn,s. ?lgent. von Krei-l>ih. — Deminfasch. f. f. Ln Hrai» bura. ^ v. Stojanovicz. s. merilanischer O'er-lieutenant unl> v. Moutayec. f. inerisaliisch,» Ca» pitan. vrn Trieft. — Pogachnik, Uhrenfabrisant, Vl» iircl'l', — Pyilapitsch, Rest aura Nur, von Steindruck. Baierischer Hof. Herr Epinotti ron Tri.st. Mohre». Die Herr,n: v. Maiti. Gutsbesitzer, von Wien. — Sirolla. Geschäftörnsender, vouOraz. — Ssrem. von i)leusl<,btl. ^ Flcisch-Tarif in der )»>nuptstadt Laibach für die ^teit von« »tt. Juli bis " ltt. Antust KHli4. Rindfleisch von Mastochscn ohne Zuwagc das Pf........22 lr. Rindfleisch von Zugochsen, Stieren und Knhcn das Pf. . 20 lr. Rindfleisch vom Lande eingeführt 18 kr. Magistrat Laibach den 9. Inli 1864. --M4) Pfandamtliche WMm. Donnerstag den 38. Inli wcrdcn während der gewöhnlichen Amtsjtundm in dem hierortigen Pfandamte die im Monate Mai 1863 versetzten, und seither weder aus' gelösten noch umgeschriebenen Pfänder an den Meistbietenden verkauft. Laibach den 18. Juli 1864. Danksagung. ^ Dcr Gefertigte, welcher im Civil-s spitalc zn Laibach von einem schmcrz-l haften LcibcSgcbrcchcn so glücklich l opcvitt wurde nnd 38 Tage daselbst z am Krantcnlagcr znbrachtc, fühlt ^ stch ucrpflichtct den Herren Aerz. ? ten, sowie den verehrten F F. l Schwestern für die ausgezeichnete, j wirtlich anfopfcrude Bchandlnug l seinen innissstcn Dank aufzusprechen ^ Lacl dc» 15. Juli 1804. l Anton Kchußnia. ^ (1370) Realitäteubcsi^r. Kundmachung. Die k. k. priv. allgem. österreichische Boden-Credit-Anstalt bringt zur Kenntniss, dass sie den Verkauf ihrer Silber-Pfiunlliriefe für den ganzen Umfang der österreichischen Monarchie dem TVechsdhaiise Jüf# ScUnapfteV in Wien (1341—3) übertragen hat. ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^m^m^^m^m^^^^^^m^m^mm^^m^^^mlm^^^^fmmmmlmmmwmwm^^^^mwKmmmWm^mW9tmW^^mwmmWtml^mmmmWmm (2204-9) Patronisicirt durch Privilegien an kaiWI, könig-l. und fürstlichen Höfen! Dr. ßcriiftjKtiicr'« k. k. Prmi. llrJiilfr-lPwjclol »Is ein untrügliches MiUc-l zur E rhnltung, Stifr- ___ kung und Verschönerung des menschlichen Haarwuchses hcwiilirt, und wird dasselbe namentlich auch in solchen Füllen, wo sich bereits das Ausfallen und zu frühzeitige Ergraue» der Haare eingestellt, mit überraschendem Erfolge angewandt. I>|*. ]lerlii£Uler'M Hrttuter - Wurxel - Oel vrhiitet ilie so lästige Schuppen- und Flechtenbildung, vcrlcilil dem Haare einen lebhaften Glanz, eine angenehm,: (Unite und Geschmeidigkeit und wird sicherlich jeder distinguirlori Toilette zur besonderen Zierde gereichen; jede für lungeren Gehrauch ausreichende Original-Flasche tontet 1 II. (j. VV gaarfarbc-JNHtcl , (complet im Etui mit den zur Operation nöthigen 2 Dürsten und '2 Schalen » 5 II. ö. W.) Von allen Sachverständigen und von sämmtlichen Consumenleii als vollkommen z w ecken tspreehe n d und durchaus unschädlich anerkannt, tun die Kopf- und Harthaare, sowie die Augenbrauen in allen beliebigen Sehatlirungen /.u ftirben , ohne die Haut zu beflecken und Geruch zu hinterlassen; die Anwendung i„t leicht und die durch dieses Pigment hergestellten Haarconleurcn hö'ehstnalürlieh Nach crfolgter Ftlrbung , welche durchaus dauerhaft und intensiv ist, karrn man sich in gewohnter Weise jeder guten Pomade und jedes reinen Haarüles bediene». ! Neue Etiquette : In Lila u.Gold ! V, fliädtrJjcn ; 7» ^^fr. i Vj ^ütkdjcu | lit 3Uv. ¥- Sll deBOETOURD^ iUtmmt. '/a Ills - IM ST.*. ein anerkannt zweckmässige«, aus geläuterten und vollkommen geeigneten Stoffen zusammengesetztes Präparat zur Cultivirung der Ziihne und des ZahnfloiseheH, reinigt bei Weitem schneller und sicherer als 'die seither bekannten und benutzten Mittel, ohne auch nur im Geringsten den Zahnschmelz anzugreifen, und indem sie kräftigend umi starkend einwirkt, ertheilt sie gleichzeitig der ganzen Mundhohle eine höchst wohlthätige Frische ! Nrgistrirtc Z Kchlchmarke. z l»ros. Dr. IJiutes' mm* •— ^r •— ^^ Heget. Stangen-Ilomttlif. Diese, nach dem zweckmässigsten ti-chniscli-chemischen Verfahren mit Sorgfalt aus relift YeK<'talill|Hrh«*ii IiiKreflleu- xlen zusammengesetzte Nluiiyeii - pomade wirkt sehr wohlthatig auf das Wachsthum der Haare, indein sie dieselben geschmeidig erhalt und vor Austrocknung'bewahrt; dab bei *Joh(iHit MivaSCltOtVitZ und JMoinig 6s BoSChitSCh, sowie micli für Cilli: Karl Krixpen ¥ric*»*-h: Apoll». W. Eichler, Illir. Fei.slrilz: Josef LUxchan, Kla^cnsurl: Apolh. Altn* Maurer und Johann fšuppnn, Kniinluirc:: Franz KrUper, NeusbdM: Apolh. Dom. Rizzoli, «Spits>l: H. Max Wallar, Vülnch: Mathias Fürst untl Wipparh: ./. N. Dollen*. Hiezu ein halber Bogen Amts- uud Intelligenzblatt.