LMcherchMma. Nr. 15V. P r >inu incratlo ii sPrciS: Im Comploir ganzj. f«. ,l, lmlbj. 5>,5.<>. Yi!r die Zustellung in« Hau« lmll'j. 5l> ll. Wit dcr Post ganzj. fl. ,5>, haltj. fl. 7.^.0. Montag, 13. Juli Inslrtionsgcbühl: Für lleine Insnalt bi« zu 4 Zeilen 25 lr., möhc» pr. Zeile 0 lr.; bei öfte« lcn Wiednholungen Pi. Zeile U tr. 1874. Nichtamtlicher Theil. Zu den Landtagswahleu in Nöhmeu Die Organe der verschiedenen czechischen Parleien Üi ^°"' ^" Resultate der Landtagswahlen in ihrem «'nne auszubeuten. Während die altczechischen sowie ote jungczechlschen Organe den Aussall der letzten Land-lagSwllhlen je nach ihrem Sinne beurtheilen und auszubluten suchen, betrachtet der zwischen beiden Parteien sich haltende „Posel z Prahy" dlc Sachlage in ziemlich nüchterner Welse, kr findet die Thalsache, daß die Zahl ^"verfassungstreuen Slimmcn in den czechischen Wahl« bezirken im Wachsen ist, wichtig genug, um sie „den Führern der czechischen Galion" zur Erwägung zu em< pfthlen. ,Wic überall", s° schrelbt da» genannte Glatt, «gibt es auch aus czechischcr Seite unentschiedene Lcutc, wankende Polilttcr, welche lmr deshalb, weil ihnen dlc ftrlnge czechische Disciplin imponierte und weil sie sich nicht der Gefahr aussehen wollten, als die Sturer der« selben bekannt zu werden, mit uns stimmten. Heute haben sie dies« Rücksicht nlcht mehr. well sle sehen, wie entzwei und gespalten wir sind, und darum werden sie bei der ersten Gelegenheit zu Ueberläusern " Die jungczechischcn Organe knüpfen' an die Con. sUtitrung der Thalsachen, daß sämmtliche Landtaaswah-lcn in den Städten zu gunsten der Altczechen ausgefal« len sind, die Erklärung, daß die jungczechische Partei sich darum die Berechtigung ihrer Existenz ;,^t adspre-chtn läßt, wie es der „Polrol" nach dem Resultat der Slädtewahlen bereits gethan hat. Die „Nar. L." sehen im Gegentheil „die vltlcn Erscheinungen von Unselbst-stllndigteit der Gesinnung", welche bei den Wahlen zutage getreten sind, als einen Beweis an, daß daS Weiler-wklen der sreisinnigen jungczechischen Partei nicht nur berechtigt, sondern geradezu nothwendig ist. „Die Re« den der Mehrzahl der altczechischen Eandidaten, die er« klärten, sie seien immer dasür, wofür die Majorität ist, die Aeußerung einiger von diesen Candidate«, daß sie zwar fllr die Beschickung de« Landtages sind, aber im Klub doch nicht dafür stimmen werden, die Hunderte von Wahlzelteln, auf denen die Namen der freisinnigen Ean. didalen ausgestrichen waren, und endlich die überzahl, reichen Stimmen aus den intelligentesten Wahlkreisen, welche der jungczechlschen Partei zugefallen sind", schrei, den die „N. L.", „können uns nicht überzeugen, daß die tz?ache der freien politischen Ueberzeugung im czechi-schln Volle lodtgeschlagen ist." Die Partei, welche bei den eben staltgefundenen Wahlen zum erstenmal in die Oeffentllchleit getreten ist, um offen ihre Grundsätze zu viltheidigen und ihnen Eingang zu verschaffen, erklärt das jungczechlsche Organ weiter, «darf und braucht sich auch nicht umzusehen, ob sie zu dem, was sie thut, die hohe Gubernlalbewilllgung hat und ob sie bei ihren Geg. nern Anerkennung findet oder nicht. Ihre Berechtigung liegt in dem Bewußtsein und der Ueberzeugung, daß sie alles, was sie thut, zum allgemeinen besten unternimmt." Oli die jungczechischen Abgeordneten, welche von hren Wählern nur unter der Voraussetzung, daß sie in den Landtag eintreten werden, mit den Mandaten be» traut wurden, dieser Voraussetzung Rechnung zu tragen geneigt sind — darüber schweigen die jungczechischen Glätter. Gel elner weniger wanlelmüthigen Fraction als dle jungczechische würde diese Frage eine muffige sein. Aber die Schwäche der „Jungen" läßt uns alles erwarten ; selbst das Aufglben des so schwer und unter so vielen Verunglimpfungen behaupteten UnlerfchiedeS zwl' schen ihnen und den Mtczechen. Wenn die Iungczechen nicht in den Landlag emttclen, dann wahrlich ist ihre ganze Action cine erbälmliche zu nennen. Sie begeben sich damit des Rechtes, eine Fraction zu sein — ohne daß sie auf Dank seitens der Alten Anspruch machen können, noch denselben ernten werden. Das »Präger Abendblatt" bemerkt über die lebhastt Agitation des Klerus folgende«: „Wer Zeuge der Wahl eines LandtagSabgeorbneten für die Gruppe der Landgemeinden Rolycan-Vlowitz gewesen, der wlrd slch nicht weiter darüber wundern, baß das Landvoll sich noch immer von den Männern der prager „Nationalregicrung" am Gängelbande führen läßt, trotzdem eS innerlich von der Unfruchtballett, ja absoluten Schädlichkeit ihrer Politik überzeugt ist. Wo geistliche Einflüsse sich in so mächtiger Meise Geltung zu vllschaffen wissen, muß die nüchterne Ueberlegung zurückgedrängt werden. Schon in dm frühesten Morgen» stunden fuhren hier zu allen Thoren Vehikel heiein, die der Bevölkerung unter dlm Namen „Psarrlutschen" wohl btlallnt sind. Jede derselben barg einen oder zwei hochwürdlge Herren in ihrem Schoße. Im Ganzen halten sich 21 Pfarrer und Capläne des Bezirkes sammt ihrcn Adjutanten ein Rendezvous gegeben. Doch wären es keineswegs geistliche h"gelegtnhlilen, welche die Herren hier zusammenführten, sondern einzig und allein die Sorge um das Landlagemandal deS allczechischen Ean» didalen Dr. Sloptc. Selbstverständlich trat an diesem Tage in un>erem Wahlbezille die geistliche Seclsorge ganz in den Hintergrund, die Diener des Herrn hatten eben anderes zu thun. In einzelnen Gruppen wogten sie - zum Theile in Ezamaren gekleidet — auf dem Ringplatze auf und nieder, hielten jeden Wähler an. der sich ms Wahllocale begab und suchten ihn mil flam» menben Worten zu überzeugen, ein wie gottgefälliges Werk eS sei, dem altczcchischen Candidalen die Stimme zu geben. Besonders that sich in dieser Be» zlchung der Eaplan emer nahen RcligionSfondSPfarre hervor. DaS eifrige W.rten der geistlichen Herren blieb auch nicht ohne Erfolg, dtnn Dank ihrer aufopfernden Gemühungen — einer der geistlichen Herren war fogar geflissentlich aus Prag gekommen, um dem altczechlschen Canbidalen zu helfen — drang Dr. Slopec mil 74 uegen 46 Stimmen, welche auf den jungczechischen Can-didatcn Potucel fielen, durch. Obzwar übrigens jeder der Wühler bereits den zum großen Theile von hoch« würbiger Hand auSgesülllen Stimmzettel in der Tasche halte, hielten doch die beiden persönlich anwesenden Kandidaten noch Ansprachen an die Wähler, deren Inhalt nicht ohne Intelesse war. Die beiden Herren straften nemlich zur nicht geringen Erbauung ihrer Zuhörer einander gegenseitig Lügen und bemerlten zum Schlüsse, es lüße sich noch sehr viel sagen, aber OiScretlon binde ihnen die Zunge. Wie schade, daß dies der Fall war, die Wähler hätten sonst noch ganz erbauliche Dinge zu hören bekommen." Mac Mahons Botschaft. In der am ^.d. zu Versailles stattgefundenen Sitzung der französischen Nationalversammlung wurde nachstehende Botschaft deS Präsidenten Mac Mahons verlesen: „Als Sie durch da« Gesetz vom 20. November die Executlvgewalt auf 7 Jahr« in meine Hände legten, wollten Sie, indem Sie das Mandat, das ich durch Ihre Avstimmung elhitll, auhllhalb alllr Anfechtung stellten, den Interessen die Sichelheit geben, die nothwendig ift und die dlc precären Institutionen, denselben zu verschaffen, nicht ausreichen. DaS Votum der Nssemblue legte mir große Pflichten auf, die ich vor Frankreich zu verantworten habe und denen mich zu entziehen in keinerlei Falle gestaltet ist; e« übertrug mir Rechte, deren ich mich nur stets zum Wohle des Landes bedienen werde. Die Gewalten, mit denen Sie mich bekleideten, haben eine bestimmte Dauer. Ihr Vertrauen machte sie un-widlrrufllch. Indem Sie dieselben vor der Votierung der VcifassungSgesetze bestimmten, wollten Sie selbst Ihre Souverameläl beschrül»len. Diese Gewalten, deren Termin nicht abgekürzt werben kann, werde ich gebrau» chcn, um sie zu virtheibigen mit den Mitteln, mit denen ich durch die Gesetze ausgelüftet bin. Dergestalt werde ich der Erwartung und dem Willen der Ussemblüe entsprechen, die, indem sie mich auf ? Jahre an der Spitze der Regierung stellte, eine starke, dauerhaste, geachtete Gewalt zu schaffen velmag. Das Gesetz vom iiO. November soll aber vervollständigt werden. Die Assemble, die dm Gewalten die nothwendigen Mittel zu bieten versprach, kann nicht daran denken, «hrer Verpflichtung zu entsagen. Sle möge mir hcute gestatten, ihr dieselbe in dringender Weise in Erinnerung zu bringen und cine schleunige Ausführung zu fordern. Das Land wünfchl eine Organisierung der öffentlichen Gewalten, die ein Pfand der Stabilität sein wird. Die vorbehallenen Fragen müssen gllüst werden. Neuc Verzögerungen würden durch Ver- «feuilleton. Getrennt und verstoßen. Roman von Ed. Wagner. VinundzwanziasteS «apitel. Eine wichtige Frage. (Fortsetzung.) Lord Ehampney wurde todtenbleich. Der Gedanke, baß jene Thränen, jene Liebkosungen, welche während der letzten Nacht Lady Barbara an ihm verschwendet hatte, doch nur ein Traumbild gewesen sei, befestigte sich 'lnmer mehr in ihm. , . „Es mag sein", sagte er seufzend. „Sie liebte mich ^e. Ob sie meinen Tod so sehnsüchtig herbeiwünscht, bllmit sie Effingham heiraten kann?" . „Ich habe so etwas gehört", versetzte Warner, Htlnbur betrübt. „Lady Barbara ist eine hochmülhigc. ^"nschaftliche Frau, welche eine Beschämung nicht liebt. Aenn sie Ejftngham liebt, wovon du, wie du sagst, die ^tlse hast. dann, armer Sidney, kann ich dir nichts t. lindes sagen. Du mußt deinen Kummer zu lragln trän "^ b"bl ihn nicht ttagm, ich kann ihn nicht «8tn! Hg, muß das Blut des Mannes, des verliebten iür^. ' slltßtn sehen! NlS ich dir telegraphieren ließ, an ^ '«. lange krank zu sein und dachte, du solltest bett.?""" stelle kämpfen; aber ich suhle mich bereits "" und will mein Rtcht selbst vltlheidigen." „Still, Sidney. Solche Aufregung schadet dir. Ist Lady Barbara heule schon bei dir gewesen?" „Nein, noch nicht." Warner's Gesicht klärte sich ein wenig auf. „So bin ich doch zur rechten Zeit gekommen", dachte er. „Es war gut, daß ich kam." Er ging langsam und nachdenkend hin und her. wünschend, Sallair wäre näher bei London gewesen, damit er Lord Champmy und Dora zugleich beobachten könnte. Plötzlich blieb er am Lager des Kranken stehen, ein guter Gedanke schlcn ihm Gekommen zu scin. „Sidney", sagte ^r, „du bist seil jener Zeit, als du zu mir kamst, nicht aus Champney gewesen?" „Nein", erwiednle schwermüthlg der Lord; ,ich bin seit Jahren nicht bort Lewesen. Ich verlebte mit Barbara die erste Zeit u, serer Ehe dort." „Bringe sie wieder dorthin, S»dmy", sagte Wartier. ,Zu Saltalr bist du in ihrem Eigenthum. Nimm sie m,t in dein HauS, und vielleicht wird die Erinnerung an ihren ersten Einzug daselbst auch ihre Liebe wieder er» wecken. Jedenfalls kannst du, wenn Esfingham ihr nicht folgt, annehmen, daß fie mil ihm gebrochen hat. Reise Plötzlich, damit er leine Gelegenheit hat, von ihr selbst zu ersahren, wohin sie geht. Folgt er aber, dann ist allerdings baS schlimmste zu befürchten." Lord Lhampnty erhob sich. „Eine vortreffliche Idee", murmelte er. ,Aber wird sie gehen?" ..Bestehe darauf — befehle es ihr! Gebrauche deine «utontal! Sage ihr, daß du sie sür strafbar halten wirst, wenn sie nlcht «ltgtht." ,Ich will e« thun und morgen will ich e« ihr sagen, denn Wte lanu ich sie nicht sehen. Vielleicht möchte ich mir ihre Liebe erhallen haben, wenn ich von Nnfang an weiser gehandelt hätte. Hätte ich nur unser Kind zu ihr zmückgebrachl, al« sie es verlangte, dann wäre es vielleicht noch am Leben, und des Kindes wegen würbe sie den Vater lieben. Es wäre eine Verbindung zwischen uns gewesen." ..Allerdings", sagte Warner, wieder langsam auf-und abgehend. „Hast du lein Blld von dem lleinen Geschöpf? Konntest du denn keines anfertigen lassen?" „Nein — nein. ES war noch zu jung, um es malen zu lassen; es war erst wenige Monate all, l»l< es starb. Aber ich lönnle die Züge deS Kinde» ein«« Maler angeben", sügle er rasch hinzu. „Ich erinnere uuch des lleinen Gesichtes so deutlich, als ob ich es nech vor mir sähe. Unser Arzt, Sir Graham Gallagher — er ist in den Adelstand erhoben, wie du weißt — sagte, er halte nie ein schöneres, liebenswürdigeres Kind ge» sehen, als das unsere. Welch einen Contrast bildete e« zu dem Kinde der MlS. Farr —" Warner blieb erschreckt stehen, wie durch einen Zauberschlag festgebannt. „Zu wessen Kind, sagtest du?" fragte er lebhaft. „Zu dem Kinde unserer Amme, Mrs. Farr." Warner taumelte zurück auf einen Stuhl. „War das der Name Eurer Amme?" fragte er mit zitternder Stimme. „Ja, es war Farr — Katharina Farr." „Bei Gott, sie ist'S!" flüsterte Warner. Lord Champney war verwundert über selnlS Vetters Aufregung, die dieser vergebens zu verbergen suchte. 1109 langerung der Ungewißheit auf den Geschäften lasten und dem Wohlstande schaden. Der Patriotismus dtr Nssemblee wird von den Verpflichtungen nicht ermatten. d»e noch zu vollführen sind. Sie wird dem Lande geben, »as fie ihm schuldet und was es erwartet. Im Namen der größten Interessen beschwöre ich Sie, Ihr Wert zu vervollständigen und ohne Verzug über die Fragen zu berathen, die nicht länger in der Schwebe bleiben dürfen. Die Ruhe der Gemüther erfordert es. Mit derselben Verantwortlichkeit aber werden Assembly und Regierung mit einander alle Pflichten erfüllen wol» len, die ihnen werden auferlegt werden. Die gebietreichste Pflicht aber besteht darin, dem Lande durch bestimmte Institutionen Ruhe, Sicherheit und Beruhigung zu ftchern, deren es nothwendig hat. Ich beantrage meine Minister, ohne Verzug der VtrfassungScommisfion die Punkte belannt zu geben, auf welchen ich wesentlich zu bestehen glaube." Die Votschaft wurde von der Rechten und dem rechten Centrum mit Beifall aufgenommen. gum Altllltholilcn-Gtsetze fül Baden. Die ..Karlsr. Ztg." theilt eine Generalverfügung de« badischen Ministeriums des Innern mit, welche vor einigen Tagen an die sämmtlichen NmlSvorstände inbelress des Vollzuges des Altlatholllen-Gesetzes erlassen wurde, dieselbe lautet: „Das Gesetz über die Rechtsverhältnisse der Alt-katholllen hat schon in den Ttadicn der Vorbereitung in wetten Kreisen eine gewisse Aufregung hervorgerufen, und es wäre möglich, daß es nach seiner nunmehr erfolgten Publication in noch höherem Grade Gegenstand sei es der Agitation, sei es unbegründeter Besorgnisse, werde. Ich sehe mich deshalb, obgleich ich schon bei den Verhandlungen in beiden Kammern den Standpunkt der grohherzoglichen Regierung klarzustellen bedacht war, veranlaßt. Euer Hochwohlgedoren nochmals ausdrücklich auf diesen Standpunkt der grotzherzoglichen Regierung mit dem Ersuchen hinzuweisen, densclben überall in Wort und That entschieden zur Geltung zu bringen. Es ist der der strengsten, jeder Parteinahme oder Thätigkeit für und gegen die eine oder die andere Partei fich enthaltenden Neutralität in dem Widerstreit der verschiedenen einander bekämpfenden religiösen Ueberzeugungen. Nach dem auch unabhängig von dem in Frage stehenden Gesltz in unserem Lande geltenden Rechte haben die Nltlatholilen als solche nicht aufgehört, rechtlich Katholiken zu sein, sie müssen also auch in ihren Rechten als Katholiken geschätzt werden. Inhalt und Zweck des AltlathollleN'Gesctzes ist lein andereb. als diesen Rechtsschutz wenigstens im allgemeinen, soweit es bei den gegenwärtigen schwankenden Verhältnissen möglich ist, zu normieren. Sie werden sich deshalb, soweit Sie bei der Anwendung des Gesetzes mitzuwirken berufen werden sollten, durchaus auf den Stundpunkt deS unparteiischen Richters stellen, welcher kein anderer Staatsinteresse als das der ausgleichenden Gerechtigkeit zwischen zwei streitenden Parteien zu vertreten hat. Di: ausschließliche Berücksichtigung und Betonung des Rechtes, dessen Inhalt und Bedeutung Sie da, wo es nöthig fällt, näher zu erläutern nicht unterlassen werden, wird, wie ich hoffe, am sicher« ften jede etwaige Besorgnis zerstreuen, als sei durch daS Gesetz über die Altlalholilen eine Veeinträchtigug der katholischen Kirche zu befürchten, und eS wird von jenem Standpunkt aus gelingen, der unbefangenen Einsicht der Getheiligten verständlich zu machen, daß da, wo der eine Theil etwa auf den nach dem Gesetz anzuordnenden Mitgebrauch der Kirchen nicht glaubt eingehen zu können und infolge davon im Gottesdienst Störungen erleidet, die Schuld daran nicht in dem Gesetz, sondern in anderen Verhältnissen gelegen ist, über welche der Staat und die Regierung nicht gebieten können. Uebrlgens werden Sie auch in einem solchen Falle bemüht sein, demjenigen Theil, welcher des Mitgebrauchs der Kirche sich enthalten zu sollen glaubt, jede thunliche Unterstützung angedeihen zu lassen, damit er zu einer mög« lichst regelmäßigen Befriedigung seiner gottesdienstllchen Bedürfnisse gelangen könne." Politische Uebersicht «aibach, 11. Juli. Die auch von uns gebrachte Nachricht, daß in der unter Vorsitz Sr. Majestät des Kaisers kurz vor dessen Abreise nach Ischl abgehaltenen militärischen Conferenz auch die Agenden zwischen dem Kriegs-ministerium und dem Generalstabe vertheilt worden seien, wird dementiert. Es wird behauptet, daß in jener Conferenz lediglich die Instruction für den östirreichi-schen Delegierten an dem briisscler internationalen Con» gresse berathen worden sei. Inbetreff der Ordnung des ApothelenwesenS in Deutschland hat der VundeSrath folgenden Beschluß gefaßt: Daß 1. eine aus Angehörigen der v:r-schiedcnen BundeSstaaten destthende Commission von Sach» verständigen gebildet werde, welche sich über die Grund« sätze für einheilliche Ordnung des Apolheleiwesens gut» achtlich zu äußern hade; 2. daß diese Sachverständigen aus Medicinalbealüteu, Aerzten und Apothekern, und zwar sowohl Npothekcnblsitzern als Nichtblsitzern, zu wählen seien; 3. baß die Zusammensetzung und Beru« fung der Commission dem Neichslanzleramte nnt der Maßgabe zu überlassen sei, daß die verschiedenen in Ve< tracht kommenden Interessen thunlichst berücksichtigt werden und den Bundesregierungen, welche einen besonderen Werlh darauf legen, anheimzugeben sei, geeignete Personen dem Reichslanzleramte binnen einer Frist von vier Wochen zu bezeichnen; 4. daß die Kosten der Comisfion vom Reiche zu tragen seien; 5, daß den Berathungen dtr Sachverständigen ein von dem Ausschüsse für Handel und Verkehr entworfenes Programm zugrunde zu legen sei. Dänemark feierte am 6. d. den 25stel, Jahres« tag der Schlacht bei Fridericia. Die Hauptfestlich-teiten fanden stlbstoirstiwdlich in Fridericia statt, wo der Kriegs- und Marlnemmlster sowie unglfähr 30.000 Menschen an der Prozession theilnahmen. D«S Vormittag« hielt der König auf dem Norderfelde Revue über die in Kopenhagen anwesenden Truppen, an welche lr selbst eine Anspracht richtete, worin er der Armee dankte wegen ihrer früheren Leistungen im Kriegt und die Hoff^ nung auSsprach, baß sie nöthlgenfalls sich immer in Besitz der bisher bewährten Eigenschaften zeigen würde. Außerdem hat aber der König eine „Proclamation an die Armee" anläßlich deS Tages erlassen. Es wird in derselben hervorgehoben, „daß der 6. Juli einer der ruhmreichsten Gedenktage der dänischen Armee sei und dem Soldaten als Beispiel dienen könne, wie er kämpfen müsse, wenn da« Vaterland zur Wahrung feiner Selbst, ftändigteit und Ehre der Armee bedllrfe." Die Votfchaft Mac Mahons wird von den Journalen einstimmig gebilligt; nur die legilimistischen Journale geben eine Gereiztheit kund. Die republilani« schen Organe gelangen zum Sckllusse, daß die Republik die einzig mögliche Organisation ist, nachdem die Mon- archie beseitigt ist. Der „Soleil" glaubt, daß der An« trag Pcriers votiert werden wird. Die Republikaner finden die Bolschast Mac Mahons start auftragen, aber im Grunde befriedigend. Die äußerste Rechte wüthet. Die Monarchisten sind entmulhlgt, die Bonapartisten angesichts der beantragten Verfolgung RouherS sehr kleinlaut. Das linke Centrum triumphiert und glaubt Herr der Situation zu sein. Dem „Standard" gehen aus Estella auf genaue Schätzung basierte Mittheilungen über die Verluste in der Schlacht von Estella,in welcher Marschall Concha ficl, zu. Danach betragen dieselben auf republikanischer Seite 3000 Mann, während die Carllsten, die großtenthclls hinter Laufgräben kämpften, nicht mehr als 400 Leute verloren. Es liegen l,!ele republikanische Verwundete in den carlistischen Hospitälern, die sowohl von Don CarloS wie von Donna Margarita besucht wurden. Dieselbe Depesche meldet, daß am Dinstag im carlistifchen Hauptquartier eine große Revue abgehalten wurde, bei welcher 18.000 Mann unter Waffen erschienen. pro 187:6. Wir entnehmen auS den vom Rechnutigsdeparle-mcnt des l. l. FinanzministerlmuS (Abtheilung für die indirecten Abgaben) veröffentlichten Ergebnissen der Ver-zehrungSsteuer im Jahre 1873 Daten, welche darthun, daß die Resultate der Consumtionssteuer auf allen Gebieten mit Ausnahme jener aus der Zuckerproduclion cinen beträchtlichen Aufschwung erfahren und sich gegen das Vorjahr um 1.017,251 fl., respcclive um 3 12pZt. gesteigert haben. Die Glsammtbtvölkerun.i der im Reichsralhe vertretenen Königreiche und Länder beträgt nach der Zäh' lung vom 31. Dezember 1869: 20.21li.5i31 Scclll». wovon 1.180.466 in sogenannten „geschlossenen Slädtcn" und 111,037,065 am offenen Lande wohnen. Ein auf statistischen Erhebungen basierender Vergleich zwischen der VevöllerungSzahl vom Jahre 1873 und derjenigen vom Jahre 1872 ist wegen Mangels der Daten nicht möglich. DerGesammlertra a der VerzehrungSsteuer be< trug im Jahre 1873 63 308.208 fl. aegen 61,390.057 fl. im Jahre 1872, somit im Jahre 1873 um 1.917.251 fl> oder um 3 12 pZt. mehr als in dem Vorjahre, Von dcm Gesammtergebnisse pro 1873 entfallen 17.053.2l8 fl. auf die sogenannten geschlossenen Städte und 46.254.990fl. auf das offene Land, gegen 15.890 819 fl. und 45 Mill. 500.138 ft. lch lann das Spiel der Farrs nicht begreifen, aber ich Staube, daß Dora die Erbin Champneys ist, und darum "»u» ich ihr meine ganze Aufmerksamkeit zuwenden, an« W.. 6^ an ihren Eltern zu verschwenden. Als n«^l ^" "^" 6loin Ehampney's habe ich nicht ^'«'auf Sydney's Tod zu lauern. Die wichtigste 2hamv r.'^!. ^ "^ "^: Ist Dora b,e Tochter Lord (Fortsetzung folgt.) mittags halb 2 Uhr verspUrte man hier eine heftige Er« fchütlerung. welche die Fenster und THUren erbeben machte; diefer folgte ein starker Stoß. Das Erbbeben dauerte eine Minute. — (Der internationale Orientalisten, conqresi) wird in dicsem Jahre i« London vom 14. bis 18. September lagen. — (Reiche Ausbeute von Sardellen.) Die Kllstenwa'chter des Mlttelmeeres im südlichen Frankreich zeigen seil einigen Tagen das Vorüberziehen (in der Richtung von Westen nach Osten) von ungeheuren Sardellen-zllgen an. Diese Leqwlien von Fischen bedeckten im Meere eine Strecke von mehreren Kilometern. — (Einsturz einer Kirche.) Cm entsetzliches UnglUck ereignete sich am 23. Juni in der Central-Baptiften-lirche in Syratuse (Vereinigte Staaten von Nordamerika). Während einer Festlichkeit gab der Boden der Kirche, in welcher 500 Personen speisten, plötzlich nach und die ganze Versammlung stUrzte in den unterhalb befindlichen Raum. der glücklicherweise ganz leer war. Dreizehn Personen, dar» unter einige Kinder, blieben aus der Stelle todt und mindestens 200 trugen mehr oder minder ethedliche Verletz««» gen. Die Katastrophe entstand durch da« Nachgeben eines halbverfaulten Querballens, der dem Fußboden der Kirche als Llütze diente. Locale s. Iur Anlegung neuer Grundbücher in Krain. Von Val. Preäeru. (Fortsetzung.) Das Verfahren zum Zwecke der Anlegung neuer (Grundbücher zerfällt in drei Theile, nemlich in die in den Catastralgemeinden zu pflegenden Erhebungen — in die Anlegung der Nesihbögen — und in die Verfassung der Grunobuchsemlagen. Der ganze Borgang trägt die Merk» male einer amtlichen Unterfuchung an sich, wovon jede dem einzuleitenden RlchligftcUungsvelfahrcn vorbehaltene Entscheidung streitiger Rechte freigehalten werden muß. (ölne der schwierigsten Aufgaben ist unstreitig die Ermittlung der Bestandtheile von Grundbuchekörpern, sie bil« det aber auch die Grundlage aller nachfolgenden, d«e An. legung der Äesitzbögen und Peifassung der Grundbuchs» einlagen zum Gegenstände habenden Amtshandlungen. Die Erhebungen in den einzelnen Gemeinden haben, wie gefagt, sogleich nach der Regulierung dcs Calastels eigentlich nach Ablauf der für alifällige Emsplüche und Beschwerden der Besteuerten gegen den Ansatz bestimmten Reklamationsfrist. Die Präsidenten der Gerichtshöfe erster Instanz sind nach § 12 ermächtiget, den Beginn der Arbeiten in den Gerichlsbezklen über vorläufige Anhörung der Bezirksgerichte zu beftlmmen, dabei dlirfle sie aber den. jenigen Gemeinden, in denen der Besitzstand häufigeren Aenderungen unterworfen, oder in denen der Verkehr glößer ist, oder in denen die Erhebungen voraussichllich fchneller beendet werden könnten, den Borrang einräume«. Der § 12 bietet den mit der Grundbuchsanlegung betrauten Organen die Mittel und Behelfe, deren sich dieselben zum gwecke ihrer Nmtshandlunaen zu bedienen haben; diese sind: 1. Die Copie der Catastralmappe (Brouillon). Dieses für die Erhebung unentbehrliche Mittel lann aus dem Mappenarchive bezogen werben. 2. Das Verzeichnis der in der Ealastralgemeinde be« findlichen Liegenschaften. Wenn dasselbe dem Zwecke enl> sprechen soll, so hat es alle Bau. und Grundparztllen einer Gemeinde in arithmetischer Reihenfolge mit den denselben zukommenden, aus den Besihftandehauplbüchern zu entneh. menden Benennungen und »hrem Flächcnmasse zu enthalten. Diese Daten können den bei den Sleuerämlern geführten, eben erwähnten Büchern ohne Neuühung anderweitiger Be. helfe entnommen werden. Diefe Berzeichmsse können, da sie alle für das Parzellenregister erforderlichen Daten enthalten, ohne Anstand als die im § 12 vorgeschriebenen Parzellen. Register im Gruudbuchsamle verwendet werden. Dle in einer Gemeinde vorkommenden landläfiichen Liegenschaften können, da die Catastralacten die Galtung derselben, ob sie nemlich landlästlch oder nicht landläftich sind, nicht enl. halten, erst nach der Richtigstellung des Verzeichnisse« der Liegenschaften ln ein eigenes Verzeichnis gebracht werden. 3. Die Ausschreibung über den Ü,alaftlalbcsih der ein» zelnen Besitzer in der Gemeinde. Dieses Verzeichnis kommt im Wesen den sogenannten Ccltast.Besihdögen glelch. Da«, selbe sowohl als jenes ad .'i könnten gänzlich entfallen, wenn dem Uciler der Erhebungen die bei den Steuer, amlern geführten Besitzstandshauplbilcher zu geböte gestellt werden würden. Alle diese Nachweisungen sind dem Leiter der Erhe. bungen unentbehrlich; jedoch lann «an daraus nur die Grund, und Bauparzellen «it deren Flächeninhalte ermil, teln, leinesweges aber können die darin enthaltenen Daten zur Untersuchnng, zu welchem Grundbuchskörper eine Par, zelle gehört oder wer als Eigenthümer derselben anzusehen sei, als maßgebend oder genügend angesehen werden; die Feststellung der rechtlichen Verhältnisse muß durch andere Mittel erfolgen. Das vorhandene Gr«ndbuch allein ist zur Erhebung rechtlicher Verhältnisse in Ansehung der ver-bücherlen Realitäten geeignet und setzt die Grundbuchs» organe in den Stand, die Erhebung conform dem Grund, buche zu pflegen und fohin den Grundbuchestand unverrückl zu erhallen. Da die Erhebungen nicht im Gerichtssitze vor, genommen werben, fo dürften dem Leiter derselben die vor- handenen Grundbücher nicht zu Gebole stehen, deshalb hätte er aus Mittel, welche ihm das Grundbuch vertreten könnten, zu sinnen. Die vorhandenen Grundbücher könnten nur Auszüge aus denselben, welche den Inhalt »nd Umfang »nd allsällige Aenderungen in demselben, so wie die rechtlichen Eigenschaften des Orundbuchslörpers, den gegenwärtigen Eigenthümer desfelben nebst den etwa bestehenden Beschränkungen »nd die allenfalls darauf haftenden Grund» und Haueoienftbarleiten enlhal'en vertreten. Nach der unmaßgeblichen Ansicht des Verfasser« wäre vor de« Beginne der Erhebungen in der Gemeinde in dem in die amtliche ttandcszellung im Sinne des tz 1b einzuschaltenden »nd tu der belheiligen Gemeinde zu verlaulbarenden Edicle die U»s-forberung beizufügen u»b auch den Gemeinbevorftand anzuweisen, dafür zu sorgen, taß sämmtliche Besitzer in der Gemeinde unter Vorweisung ihrer Vesitzlilel ungestempelte, obige Daten zu enthaltende Grundbuchsauszüge bei de« Orundbuchsgerichle zu erheben und dem weiter der Erhebungen an dem für dieselben bestimmten Tage vorzuweisen verpflichtet sind. Gegen diesen vermeintlichen Vorgang dürften Einwendungen erhoben und bannt begründet werden, daß es vielmehr Sache des Keilers der Erhebungen fei, diese Orundbuchsauszüge herbeizuschaffen, und daß der Partei diese Last nicht aufzubürden fei. Derjenige jedoch, der den jämmerlichen Zustand unserer überdies nach Calaftral-gemeinden eingerichteten Grundbücher und die Gebrechen der Personenregister, — wenn letztere überhaupt geführt »erden — kennt, wird die Grundlosigkeit solcher Einwenbun, gen einsehen und bekennen muffen, daß das Auffinden der eingetragenen Liegenschaften einer ganzen Gemeinde in den vorhandenen Grundbücher ohne Vorweisung der Nefihtilel uno ohne von der Partei erhaltenen Information nicht selten zu den Unmöglichkeiten gehört. Nebligen« wäre dieser Vorgang durch das besondere Interesse, welches jeder Besitzer an dem Bestände eines guten Grundbuchs hätte, gerechtfertigt. (Aortsetzung folgt.) AuS der ReichSgerichtssitzung. Wien, 9. Juli. Den ersten Verhandlungsgegenftand (in der ersten Sitzung der heurigen dritten Quartalsfession) bildete ein negativer kompelenzconflict in der Klage des Johann Po-har aus Polic (Krain) auf Wildfchadenerfah. Der Sach-verhalt ist, wie ans lem Referate des Freiherrn v. hye erhellt, folgender: InRadmannsdorf, wo infolge eine« Postverlrages Glas Gustav Thurn die Iagdgnech ligleil ausübt, besitzt der Kläger Pohar eine Obftdan«-fchule, an welcher zu Beginn de« Jahres 1872 durch Wild (Hafen oder Rehe) ein Schaden angerlchlel wurde, welcher duich zwei von Pohar zur Schätzung berufene Bekannte auf 50 fi. veranschlagt wurde. Gras Thurn, der den Rechtsanspruch PotMs anerkannte, machte nur Einwendungen gegen die Schatzmeister, welche er durch andere von ihm designierte ersetzt wissen wollte, sowie gegen die Höhe des Anspruches und erbot sich zu einem Schadenersatz von 2b fi. Ueber eine bei der dortigen Nezirlshauptmannschasl abhim-gig gemachte Klage wurde der Kläger nnltelft Urlhett« vom 1«. Februar 1872 mit seinem Erfahanfpruchc a»f den Civilrechtsweg gewiesen und wurde dessen Recnrs an die Landesregierung von Krain mittelst Bescheides vom 1V. April 1812 unter Hinweis auf die privat«chtliche Natnr des Nn» spruches zurückgewiesen. Am 31. Dezember 187lj überreichte Pohar eine Mahn», eventuell Summartlage auf Zahlung von 48 fi. 80 kr. bei dem Bezirksgerichte in Ravmannsdorf, welches zwar den gerichtlichen Zahlungsbefehl erließ, jedoch über den vom Grafen Thurn erhobenen Widerspruch sich zur summarisch» Verhandlung für incompetent aus dem Grunde erklärte, weil der Geklagte Besitzer des landläflichen Gutcs stlld-mannsdorf sei. Ueber den nun von Pohar ergriffenen Ne-cure erfolgte am 20. März 1874 die Entscheidung de« lDderlandesgerichles Graz, welches unter Hmweis auf da« bestehende Gejetz die Erhebung und inftanzenmähige Entscheidung von Wildschäden als der politischen Behörde zuständig erkannte, woraus Pohar die Entscheidung des Reich«-gerichles behuls Eompelenzzuweisung anries. Sowohl der tlägerische Vertreter Dr. Pogainil, wie der vom Ministerin« des Innern entsendete Regierungsvertreler, Ministerial-rath Dr. Viitter von Schmerling, plaioierlen, unter Hmwei« aus die ganz pnvalrechlliche Natur de« Gegenstandes für Zuweisung desselben an die ordentlichen Gerichtsbehörden. Die Entscheidung wurde dahin gefällt, daß die Austragung dieser Angelegenheit vermöge ihrer prwatrechllichen Natur zur Kompetenz der ordentlichen Gerichte gehöre. — (HofralhRitter von Widmann), neuernannter l. l. Regierungeleiter in Kram, studierte am The. resianum in Wien, avancierte bald vom Praktikanten zum Slallhalterei-Eoncipisten, war einige geil im Präsidium der Slatthallerei zu BrUnn, wurde hierauf Vezirlshaupt-mann in Neutilschein und im Jahre 1868 bei der Organisierung der politischen Behörden Slatthaltereirath. Al« solcher hatte er da« Referat über Cultus, und Gewerbe-Angelegenheiten. Er wurde mit dem goldenen Verdienst-kreuze mit der Krone ausgezeichnet. Sein Vater diente längere Zeit als Kreiscommissär in Olmüh, wnrde i» Jahre 1«bd Kreisralh und 1854 Kleishauplmann, »ußte aber später wegen Etblindung aus dem Dienste scheide». Seine Muller ist eine gedorne Gräfin Beller von der Me. Nitter y. Wibmann ist ein Neffe de« früheren Landesvn- 1106 theidigungsminifters, des mährischen Landtagsabgeordneten au« dem Großgrundbesitze, Graf Victor Mdmann-Sedl« nitzly. SchließNch sei erwähnt, daß Ritter v. Widmann Obmann.Stellverlretcr des Curalonums des Gewerbemuseums w Vrunn ist. — (Bon der Feuerwehr.) Die hiesige Landeslegierung genehmigte mit Erlaß vom 27. V. M. die Sta« tuten mdelreff des Unterftützungsfonds der hiesigen freiwilli« gen Ftuerwehr. — (Grundsteuer-Regulierung.) Der „Presse" »ird mitgetheilt, daß am 14. o. M. beim l. l. Finanzmini« fteriu« eine Sitzung in Grundfteuer»Regulielungs«>ngele< «nheilen abgehalten wird, wozu die sämmtlichen Landes-Neferenten unter Beiziehung einiger Schähuugs-Inspec» toren eingeladen wurden. Es Handell sich um die Besprechung uno Feststellung der tzinschätzungs-Instruclion mit Be, rucksichligung dir in dieser Beziehung in den einzelnen Krön« landein gemachten Erfahrungen, zu welchem Zweck oen einzelnen LandesCommissivnen der Instructionsentwurf zur Ein» sicht mitgetheilt worden ist. — (Thierschuhverein.) Die train ische Fi» liale des fteiermärllfchen Thierschutzoereins zählt nachstehende Mitglieder, und zwar die Herren: Uchlschin Karl, Handelsmann; Andrioli Guido, Ritler v., l. l. Postbeamte; Hamberg Oltomar. Buchhändler; Velar Leopold, Oberlehrer; Bahovec Franz, Lehrer; OroUch Johann, Dr., Ndvocat; 6el«öcul Otto, l. l. Postbeamte; Costa L. H., Dr., Aovocal; Dorschel Franz, Ingenieur; Dobrin Ialob, Ussecurranz. Generalagent; Dimih August, t. l. Finanzrath; Finz Franz ^'aver, Bezillswundarzl^ Gasdegg Ignaz, Handelsmann und Gastwirlh; Gvaiz Änlon, Zimmermeifter; Gall6 Vlctor, Privatier; Glvbccatt Franz, t. l. Professor; Hoffmann Nilolaus. Messer- und Waffenschmied; Hohn Hugo, l. t. Postbeamte; Hohn Gustav, Ussecuranzdeamte; Jak August, Handelsmann; Ianesch Ferdmand, t. l. kandesgcrichls-Official.; ttolail Franz, Lehrer; Küftl Gustav, Stadt-pfairer; Kollmann Franz, Glashündler; iiuckmann Theodor, Oelonom; ^icssar Martm, Baubeamle; Mayer Maz, l. l. Landesgencht« - Official; Murnil Johann, Secrelär der Hanbelslammer; MlhaUc Georg, magiftratlicher Kanzlei-leiter; Matschet Ferdinand, Hausbesitzer; Maier Josef, Lehrer; Melchior Johann, Kaffetier; Müller Franz, Re. dacleur; Praprotnil Andreas, Oberlehrer; Perona Ludwig, Magiftralsralh; Plautz Ferdinand, Handelsmann; Pogorelz Ernst, Photograph; Pellauer Franz, Uhrmacher; Rallelj Franz, Lehrer; Ruoholzer Wilhelm, Uhrmacher; Rosmann Johann, Coopeiator; 3tudesch Theodor, Dr., Realuätenbesiher; Roger Karl, Handelsmann; stühlmg Nemhold von, Dr., l. l. Fin.'Proc.'Conciplst; Äudolf Anton, Spailassedeamte; Slal« Paul, Thierarzt; Sernec Anton, Handelsmann; Schollmuyer Franz, zotsttaxalor; S^ma Johann, l. l. Ne-zitlsschulinspeclor; Schantel Franz, Realilätendesitzer; Sche« lina Johann, l. l. LanlesgerichlS.Udjunct; Tomc Ialob, SladlcommMr; Turl Hugo, Handelsmann; Terdina Ioh., Handelsmann; Urbas Karl, Fleischhauer und Realitäten« besitz«; Zumer Andreas, Lehrer; Zitlerer Mathias, R. v., l. l. Hauplmann in P.; Zhuber Ralmund, Ritler v. Olrog, l. l. L.'G.'R.; die Frauen: Gregorilsch Leopoldine, Handels» »annsgallin; Gulsch Louise, Ingenieurögatlin; Hartmann Anna, Haudelsagenlengaum; Leuz Fanny, Handelsmanns-gallin; Müller <^mille, 3ledacleur«gallin (Ntchte des Grün« der« des ersten öfterr. Thier.Schuhvereines, Dr. Caftelli), »nd Schrey« Jenny, Hausbesitzerin. — Weitere Beitrittserklärungen werden angenommen in der Buchhandlung von Hleimayr k Bamberg (Slernallee) und im Ann on« ce »bureau (Fürftenhof 206). — (Aus Oberlrain.) In Veldes fand gestern Vormittag die seierliche kirchliche Einsegnung der Leiche der Frau Anna Moschö, Gattin des Advocaten Herrn Dr. UlfonSMosch 6 in Laibach, statt. Die Leichenbeftattungs« anftalt des Herrn Franz Doderlel besorgte den pompösen Trauerconducl vom Trauerhause m Geldes aus bis zur R»h«ftälle bei St. Chnftof in Lalbach. — In dem der Rudolfsbahnftalion Lees»Radmannst>orf naheliegenden Ort» schaft Polttsch schnm sich Marianna Murnil, welche durch längere Zeit angeblich infolge llerilaler Einflüsse an Trübsinn litt, mit emem Federmesser die Halsader durch und starb infolge Verblutung. — Der VergnügungSzug der Kroprinz.Rudolsbahn führte gestern viele Nalur- und Ge-birgsfreunde au« Laibach in die Sommerfrifchen nach Vizmarje, Zwischenwässern, Lack, Kralnburg, Podnard und Veldes. Sicherem Vernehmen nach würden an diesen Vergnügungs-zügen noch mehrere hundert Passagiere lheilnehmen, wenn die Züge um zwei Stunden früher von Laibach abgehen und die Fahrpreise ermäßigt würden. — Die Localitäten im Louisenbade in Veldes sind bereits besetzt; auch in Seebach befinden sich mehrere Badegäste; im Hotel Maliner dürfte der Besuch erst im lünftigen Monat ein frequenter werden. — (Mitglieder desAlpenvereines) wollen Kenntnis nehmen, daß sich in Ischl die 9. Section des deutschen und österreichischen Alpenvereines unter dem Titel „Section Salzlammergul" conftiluiert hat. — (Tod durch Ertrinken.) Am 8. d. abends ist der Bäckergeselle Michael Podlipec aus Mitterdorf, Gemeinde Zelimle, Bezirk Laibach, beim Baden nächst Gurl-feld im Savestrone ertrunken und wurde sein Leichnam bisher noch nicht aufgefunden. — (Zur Gesa ngenhausftatiftil.) Nach Mit« »Heilungen der „Gr. Tgpst." betrug mit Ende Juni l.I. in den Gefangenhäusern der sechs dem grazer Oberlandesgerichte unterstehenden Gerichtshöfe erster Instanz der Stand der Gefangenen 1051 Individuen, wovon auf das männliche Geschlecht 918 und auf das weibliche i.'jZ entfielen. Von der Gesammtzahl der Gefangenen waren 316 Unter, suchungsgefangene und 735 Kerlerfträftinge im allgemeinen. Von letzter Kategorie waren 594 Kerlersträflinge mit einer Strafzeit bis zu einem Jahre und 141 Kerlersträflinge mit mehr als elnjährigtr Strafzeit. Nach ausgestandener Strafe fanden im Monate Juni l. I. ihre Entlassung 186 Haft. linge, während 34 männliche Sträflinge zur Nobußung der ihnen zuerkannten Kerlerstrafen in die l. l. Strafanstalten Graz (Karlau) und ^aibach und 9 weibliche Sträflinge in die weibliche Straf« und Correctionsanstalt nach Lanlowitz abgeliefert wurden. Der Gesundheitszustand war im abgelaufenen Monate ein vortrefflicher, indem bloß ein männlicher Gefangener in Rudolfswerth gestorben ist und der Krankenstand am 30. Juni l. I. sich nur auf 41 Köpfe bezifferte. — (Die „Laibacher Schulzeituug") ent» hält in ihrer neuesten Nummer 13: 1. einen Leitartikel, worin betont wird, daß der Turnunterricht in den Volksfchulen noch manches zu wünschen übrig läßt. Die Ursache liegt darin, daß mehrere Pollsschullehrer zur Ertheilung dieses Unterrichte« schreiten wußten, ohne früher selbst einen Turncur« mitgemacht zu haden. Der Turnunterricht besteht nicht in der Anleitung zur Ausführung einiger weniger lölperlichlr Uebungen, fondern er muß syftewmäßig, gründlich und mit Abwechslung ertheilt, er soll durch Frei» und Oidnungsiiduna.cn gepflegt werden. In der 1. Klasse sollen Arm-, Achsel', Rumpf- und Ordnungsübungen, das Bilden, Oeffnen und Schließen der Reihe; in der 2. Klasse Frei-, Ordnung«-, Rumpf-Bein« und Armübungen insbesondere auch Turnspiele; in der 3. Klasse zusammengesetzte Freiübungen im Gehen und Laufen, der Hoch- und Weilsprung, Stab- und Hantel« Übungen unter Gesangswlisen, und in der 4. Klasse Ge< riilhübungen gepflegt werden. Das Turnen muß methodisch und täglich erfolgen. 2. Ein ministerielles Citat über „Nil dung «an stalten für Lehrer und Lehrerinnen"; 3. die Minifterialverordnungen inbelreff der Lehr Pläne für Bürger« und Vollsschulen; 4. inbetreff des Zeichen, unterrichte?. 5. eine Rundschau auf die Schul« gebiete in Kärnten, Steiermart, Niederöfterreich, Schlesien, Galizien, Ungarn, Deutschland und Asten. 6. Local-nachrichten über Veränderungen im Lehrftande, über Ve, zirlslehrerconferenzen in Stein und Littai, Ortsschulraths-sitzung, lrainischer Schulpfennig, Stipendien. 7. Origi» nal'Correfpondenzen aus Landftraß u. f. w. 8. elne Vücherfchau u. a. verfchiedenes. Neueste Post. Ischl. 11. Juli. Sicherem Vernthmen zufolge wird der deutsche Kaiser erst Dinstag hier einttlssln. Brüssel, 10. Juli. Der „Indspendance belge" zufolge brach im Zuchthause zu Viloorde eine Meuterei aus. Ein Vataillon Infanterie ist zur Unterdrückung derselben dorthin abgegangen. Newyyorl, 10. Juli. Der „Ntwy0tl" meldet auS llmoy vom 9. d. M., daß die japanesischen Operationen gegen Formosa beendet seien; China bezahlt die Kosten und übernimmt die Garantie für die Sicherheit der Fremden. Telegraphischer Wechselcurs uom 11. Juli. PllVler.Neute 7005. — Gilvcr.Ueule 75 40. — 1860« St«,tll«,«ulthen 110'-. — Vllnl-Nctien 982. — ««dit.Attieu 22!) 50. — London 11176.— Silber 104 00. K. l. Mlwz.Pu. eotln. — Nav«lton»d',r 8 92. Wien, 11. Juli. 2 Uhr. Schlußcourse: Eredit 229-50, Anglo 152-25, Union 11875, Francobanl 5975, Handelsbank 76 50, VereinSbanl 10 25, Hypothelarrentenbanl 14 , allgemeine Vaugesellschaft 65—, Wiener Baubant 72 50. Unioubant 39 75. WechSlerbaubant I« —, Brigiltenaucr 18 75, Staatsbah» 309 —, Lombarden 137-75, Lommuuallose —. Sehr fest. Kandel und Golkswirthschaftliches. Uaibacl,, 11. Juli. Auf dem heutigen Marlte sind erschienen : 11 Wagen mit Getreide, 7 Wagen mit Heu und Stroh (Heu 5.'1, Stroh 19 Ztr.), 30 Wagen und 3 Schiffe (20 Klafter) mit Holz. _____________D^l r ch^ chnitts-Preife. st. ll.l fl.!lr.l> fl.!lr. N.I lr. Weizen pr. Metzen 7!.j 7 4s! Vutler ftr, Pfund —43____ Korn „ 4,-4 4H Eier pr. Stllcl — ll .. — Gerste „ 3 10 3 60! Milch pr. Mas, - 10 -! — Haser „ 3 - 3^22, Rindfleisch pr. Pfd. - 30 - -- Hlllbfrucht „ ------533 Kalbfleisch „ . '23 - Heideu „ 4 60 4 85 Schweinefleisch „—36 - — Hirse „ 5— 4,77^ Lämmerne« „ -20—!- ztuluru<^ ,. 4 80 4 74 Hilhndel pr. VtUcl —30- — Erdäpfel „ -!-!- Tauben „ __ i«j .. .^ l'insen ,. 7---------- Heu pr. Zentner 12U------ Erbsen ,. 6 80-- Stroh „ - ?5 __,. Fisolen „ 7 20-!- Holz, hart.. Pr.Älft.------630 Niudi>schmalz Pfd. — 52 - - — weiches, 22"------4 50 Schweineschmalz „ - 42 — - Wein, roth., Vimcr--------13 — Speck, frisch ,, - 44--------— weißer, ,. -------12 - — geräuchert „ — ^42 -! — Anbekommene Hremde. Am 11 Juli. «««t^> «»»«»« NT'»««. Pucliil sammt Tochter, Krainburq — (>lulla!ch «,!d Mayer, Reisender, Wien. U»e«» «««,l»n«. Kraut, Orlamiinde. — Lorbeer Kaufm ^"^." A'.'^l, Kaufm., Kanischa. - Wiedermann/Handels" relsender, Wlen, - Frau Groß uud Stcrnhart. Klaqenfurt -Ceutazzo, Agent, Trieft. - Kristan, Oberlraiil. »«»»« ««»><,p«. Ala^emez, Professor, Dobulovit. gorica und Gnesit, Dalmaticu. - Mesar. Tolmein. ^ Tosst, Italien. — Vra.Mni, Trieft. — Wachtel, ?illrnberg. »»l«»'«»,«'»,«,» Rl»s. Neidl, Schweiz. — Geischea, In- ssenicur, St. Peter, — Kulanz, l. l. Lieutenant, Trieft. l^»l»««' v«n OVNtVH'rVl«»,. Peril), Giirz - Pod» lrsnil, Natschach. — Iaklitsch, St. Martin. V>»«,r«n. Petrinez, Neisender, Sissel. — Vrelarziq, Karl stadt. — Nowaschitsch, Ulole. Lottoziehungen vom «l.Iuli. Wien: 90 70 14 86 31. Graz: 68 23 63 46 35. Ateleorologische Aeohachtungen in Laibach. __^ih ^. ^ j M ! 6 U. Mg. 737.o« -»-17« MTsTschw^ch f. ganz heiter "V 11. 2 „ N. 735.« -j-23,, SW. mäßig bewüllt ^'«" 10,. Nb. ^ 735.« ! -j-N-, windstill heiter ^«"' SU.Mg.l 735,!« -<-17.g windstill heiter 12. 2,. N. 734.41 >27.7 W. f. schwach, heiter 0no 10 «Nb. 735.»» -l-22.8 ,W. f. schwachj bewüllt j Dcu 11. morgens heiter, Hohendunst; gegen 1 Uhr nach. mittags ausgiebiger Regenguß mit Douner und Sturm, ciue halve Stunde auhalteud; abends heiter. Den 12. morgens heiter. Hüben-dnnst; gegen 1 Uhr nachmittags Vcwüllung aus Westen, schwacher Westwind; abends ganz bewoltt. Das Tagcsmlltel der Wärme °" "' ^.20'» ' am ^. -j. 22 6". beziehungsweise um 1 t>" und um 2 7' über dem Normale. «erantwortlicher «edaeteur: Jam,, v^Ielnmavr.'" ' iU^vso^^^t- Wien, 10. Juli. Theils des Wochenschlusses wegen, theils wegen der filr morgen wieder bevorstehenden Versorgung der Cffcctm warm die Umsätze geringer als nc B^v!irvrz!»yl'» siein; doch blilb die Vürse fest. Die CurSverändcrungen sind meist von geringer Bedeutung.__________________________________________ «tlb Ware «,«. ) ^ ^ (.....70 30 70 40 z»«°tr'> «llberrent. < ' ?^ ^0 « f3^.......,09 75 11025 ' N "!'""'! ! ,'!«'" !Xi 2)?m2nen-Pfandb'ricf't . . . . 1^25 122 75 Prilmienanlehcu der Stadt W«en »°^ «v^b »N» l wrnul». l ' ' 78 75 80 25 «Nür»e°j «l' i .' ' 72b0 74^ U«garn l '«st"«» . . ?7- 77 50 »on»u.«lguUtruug«.Loll. . . ^70 Vb90 U»«. «lt°b.hu.«nl. .... sb^ 9625> Un«. Pr«mien.»ul...... 8675 87- Wiener C«,a,nulu«l.«nlthen . . 86 50 V7 - ««tl«, »,» «««,e». «eld Ware »ngl«.««»« . ^.....149 25 149 50 V«lv«tw.......V2-K0 63 50 <«odultttbit«nstl»lt ' . . . - 10b— 110 — «eld «2« Creditanfialt, ungar.....210 50 211 — Depositenbank......149— 151-- ««compllllnft»U......870 — 880 — Hrauco.Vnnl ...... 59- 59-25 Haudtlsbanl...... 74 — 75 — Natlonalbanl......985— 984 — Oefterr. all«. «,ul . .. 52 — 52 50 Oefterr. Vaullltfelllch,« . 1«5 — 187 — Uuiunbanl ../..'.. 115 - 11525 »lrrin«b«ml......11— 1125 «er«»hr«i«ll.......95 50 96 50 »etie» V»» »««»«p,«<»ut«»eh. «eld Ware «lM.«°hn..... ,44 - 14450 llarl.Lndwig.Vohn . . . . « 248 — 248 50 »«nau«D»«npffch0 108 - Oeften. ««rd»est.«..... !»7- 8725 «llbnlbürütl . . 79»50 80 — »t,«M«h» . . . ' . .1^975 -- «ell. Nor» Südbohu k 3',......10»--. 10825 » »7......9580 95^. Nübbahn, V«n<.....224 50 225 .",0 Uug. Oftbahn......6850 6875 »»l»«tl,se. «redit.l.'. ... i .... 15725 15775 Rud«lf««L........1220 1260 »n,«bnrg......, , 93 50 93 60 »r«nlsnr< ........ 93 65 93 75 Hambnrz........54 75 54 80 L«nd«n........11170 11180 P«i».........4425 44 30 M»ldso»t«». «eld W«t Vneltten . . . 0 ft. »2 tr. b ft. 33 tt «ap«>l»n»d'°r . . 8 ^ 92 , 8 « 93 , Preutz. «offtufchtwt 1 ,65j . 1 . 6b; . «llber ... 104 ^ 80 ^ 1W , - - ««lulllle »ruudmtt«stu2g«.Oblia«ti«nt», P«i,«l»,tl«m,: ««lk «00. »««—«.