ülV s^i^ Vr2numtl»tlon«pltl«: Im «°mp»°ll ,°n,I. '' V^I l' ^l' ha'bl. fi. v»o. y«l ble .^nst«lluna in» Ha»« ^ ' halbj. »U lr. Mlt bt» Poft gan,I. fi. ,5, halbj. 7 5>n. Freitag, 33. April. Amtlicher Theil. stch^'k- und k. Apostolische Majestät haben nach. ' "^Allerhöchstes Handschreiben zu erlassen geruht: Lieber Erzbischof Maupas! auf l^ ^>er Ihres fünfundzwanzigjährigen Wirkens "enen U,'glichen Stuhle bietet Mir den willlom-liM ""lass. Ihvcr stets bewährten treuen Anhäng-'Nttlem ?'^ ^"2 hingebungsvollen Palriotisiilus "Ulins^ Ü. in gedenken und hierbei die Hoffnung ^Isirechen. dass es Ihnen beschieden sein möge, ^steii ^ ^"^" Ihlk segensreiche Thätigkeit zum ' °er Kirche und des Staates fortzusetzen. ""». an, Itt. April 1881. Franz Joseph m. p. hl>h^^ Majestät die Kaiserin und Königin in ttn. Allerhöchst ihren Palastdamen allergnädigst Glitten ^luht die Frauen: "on ys"/ Austin v. Windisch - Graeh, geb. Fürstin ^uersp^g- nitz^ 3üch,n vm/L obkowitz. Herzogin zuRaud -lz'«^ Mrstin von Liechtenstein; l,ch.ss?!'^ Fürstin Esterhnzy von Galantha, ViaV'U" "0" Croy-D Ulmen; Urs^'lde Fürstin von Windisch^G raetz. geb. P^on Nadziwill; ^ad, ^'"e Fürstin Czartoryska. geb. Fürstin f,. ^ !H i l l' alls',"'» Fürstin Sapieha. geb. Fürstin San< UjH''sine Gräfin Dzieduszycka, geb. Gräfin ?»^. ^ ^ 1 k a' lnXsf'g Gräfin Wodzicta, geb. Gräfin Ja. Co / a; lvicf^e Gräfin Siemiensla, geb. Gräfin üe- 'Nisl^ Gräfin Dubsky, Freiin von Trebo-Naf! ' Z.^' Gräfin von Thun und Hohenstein; sün von ^"sia Gräfin von Harrach. geb. Für-Anna l^'c.""' und Taxis; ^ Lo^-N^n Waldburg-Zeil, geb. Freiin ^rg'und?/.'.'^" Herberstein. Freiin zu Neu-tolna- ""Hag, geb. Gräfin Festetics von l>on P^/^äfin Rüday vonRüda, geb.Gräfin Hermine Gräfin Zichy zu Zich und Vasonykeö, geb. Gräfin von Redern; Therese Gräfin von Abensperg und Traun, geb. Gräfin von Trauttmansd orff; Rosa Gräfin Potocta. gcb Fürstin Lubomirsla; Herminc Gräfin Pejäcsevich von Veröcze, geb. Gräfin Bethlen von Bethlen; Emma Gräfin Kärolyi von Nagy'Käroly, geb. Gräfin von Degenfeld-Schonburg; Constantia Gräfin Cse tonics von Zsomboly und Ianova, grb. Gräfin Czirüly von Czirüt und Dcnesfalva; Margarethe Gräfin Kärolyi von Nagy'Küroly, geb. Gräfin Csekonics von Zsomboly und Ja» nova; Francisca Gräfin Czernin von und zuChudenitz, geb. Fürstin von Schönburg.Hartenstein. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 13. April d. I. dem Vl'zirtsrichter Johann Koiir anlässlich seiner Versetzung in den bleibenden Nnhcstand, in Anerkennung seiner vicljährigen und vorzüglichen Dienstleistung den Titel und Charakter eines Landesgerichtsrathes aller-gnädigst zu verleihen geruht. Prajäk w. i>. Am 20. April 1881 wurde in der l. l. Hof- und Stnat«. dnlckcrci !n Wien das XV. Stück d?s Ncichsgeseßblattrs, vor^ läufig bloß in der dclllschrn Ausgabe, ausgegeben und versendet. Dasselbe euthnlt unter Nr. 34 den Slaatsvertraa. von» 24. November 1880 zwischen der öslerreichisch'imaM ischen Monarchie und dem König- reiche der Niederlande wegen gegenseitiger Auslieferung von Verbrechern. („Wr, Ztg," Nr, 89 vom 20. Upril 1681.) Nichtamtlicher Theil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 10. April 1881 den vom Krainer Landtage beschlossenen Gesetzentwürfen, und zwar: 1.) Dem Gesetzentwurfe, betreffend die zwangsweise Einbringung öffentlich . rechtlicher Forderungen der Landes-, Bezirks» oder Concurrcnzfonde; 2.) dem Gesetzentwürfe, betreffend die Abänderung des ß 66 der Gemeinde Ordnuna für Krain vom 17ten Februar 1860 (L. G. Vl. 2). und 3.) dem Entwürfe eines Gesetzes, womit nähere Anordnungen in lhrilweiser Aenderung der für den Haushalt der Bezirkssttaßen-Ausschüsse in Krain, dann des Hauptausschusses und der Filialausschüsse für die Cultur des Laibacher Moores geltenden Bestimmungen gegeben werden, die Allerhöchste Sanction zu ertheilen geruht. __________ Se. Majestät der Kaiser haben, wie das „Prager Abendblatt" meldet, dem Militär^Veteranen« vereine in Deutsch-Brod 100 st. zu spenden geruht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der „Avvis. dalmato" meldet, für die Pfarrkirche zu Galovac 100 fl. zu spenden geruht. Zur Vermählung Sr. t. u. f. Hoheit deö durchlauchtigsten Kronprinzen Erzherzogs Rudolf. Aus Prag wird telegraphiert: Der Großgrundbesitzer Ritter v. Daubek übergab dem Bürgermeister 10,000 fl. mit der Widmung, dass damit anlässlich der Vermählung Sr. k. und l. Hoheit de« durchlauch» tigstcn Kronprinz?» Erzherzogs Rudolf ein Asyl für arbeitsunfähige Dienstliotrn gegründet werde. In Innsbruck ist gegenwärtig im großen Land« haussaale das vom tirolischen Landcsausschusse Sr. k. und k. Hoheit dem durchlauchtigsten Kronprinzen Erzherzog Rudolf und Ihrer lön. Hoheit der durchlauchtigsten Prinzessin Stefanie zur Vermählungsfeier gewidmete Gemälde ausgestellt. Dasselbe bringt das Schloss Tirol zur Darstellung, und zwar von der Südwestseite, wobei sowohl die alte Burgruine, einstiger Sitz der Grafen von Tirol bis zu deren Aussierben mit Margaretha Maultasch, als auch die renovierte und noch jetzt bewohnte Schlosspartie sammt dem Burgthore zur vollen Geltung kommen. In Stadt Steyr ist seit 18. d. M. die von der dortigen Stadtgemeinde Sr. k. und k. Hoheit dem durch« lauchtigsten Kronprinzen aus Anlass Höchstseiner Vermählung gewidmete Cassette im Gewerbevereine zur Besichtigung exponiert. Dieselbe ist im Stile der deutschen Renaissance aus Eichenholz ausgeführt, wobei Slahl als Decoration vrrwendrt ist. An der Cassette sind beinahe alle feineren Eisentechniken vertreten. Am Deckel befinden sich rechts und links die Wappen oe» hohen Brautpaares, vorn und rückwärts auf Goldgrund die Monogramme K. ^. in Emailfarbe, oben das Steyrer Wappen nebst dem Widmungstage. Aus Trieft wird berichtet: Die hiesige Ge-neraldirection sür die öffentliche Wohlthätigkeit beschloss, die Vermählung unseres Kronprinzen mit einem feierlichen Gottesdienst in der Kirche des städtischen Versorgungshauses zu begehen. Am Festlage wird Feuilleton. ^zug der deutschen Corvette „Victoria" Negen die Negerstadt Nauakron. ^schr?'3' Gelsen war im vorigen Jahre mit dem Ueganap,. "N" Carlos" an die Westküste Afrikas i) 'Nan>,' ^° " °" einer gewissen Uferstclle landen °ch u,,^ ""Lehmen sollte. Das Schiff strandete !^n u,,^ ?"ldc von Hunderten von Negern über« "9e. u s^ll^ändig ausgl'plündert. AlS die Equi-^ Ufer ,, ? ö" retten, das Schiff verlieh, wurde sie ,/.ln Leb°, ? """"l geplündert, so dass sie nur mit ,, stelle . ^°"ian'- Sie suchte an einer zweiten 3' v»n k'/n '^"" Voote zu landen, !wo sie aus's i?°"rovia s >. "eqern malträtiert wnrde. Erst in ^'ta'liz w?,"??" l'e Hilfe. Auf die Beschwerde des u^che L.^ 'k" sendete die deutsche Negierung die ^ bie V,""le ..Victoria" un die Westküste Afrikas, '> in U" ä" züchtigen. Ein Augenzeuge berichtet ^chklull "Hamburger Fremdenblatt" über diesen ^lgHs.""s Monrovia vom 12. März d. I. ^ti"a ^^"z nahmen wir den Präsidenten von ? Word ,. '5 s"""" schwarzen Minister Dr. Blyden "°". Y',.""d 'nachten uns auf den Weg nach Nana- 7^ hier ^s l''fe" wir noch Sinou an und nah- Dralls. ^ ^°lmetsche an Bord. Das Wrack des ^"lär, ' an'pfers ..Carlos" passierten wir am "^lbf., U^en 5 Uhr nachmittags. Es raa/n vo>, "ur lwch die beiden Masten ans dem Wasser. Der Dampfer liegt kaum eine Seemeile vom Lande. Abends 6 Uhr kamen wir in King Williams Town an. Schon am nächsten Morgen kamen in ihrer Dummheit der King of William'stown nebst Sohn an Bord, beide in ganz curiosem Anzüge. Der König, ein buntes Stück Kattun um den Leib, ein Weihes Tuch um den Kopf und in der Hand einen alten zer-lumpten Regenschirm; der Sohn mit einem schönen Urberrock, barfuß, weißes Tuch um den Kopf und auf dem Tuch, jedenfalls um die Vogelscheuche vollständig zu machen, einen schwarzen Cylinder. Wir nahmen natürlich beide gleich „Halt sch" und sperrten sie ein. Wir brauchten nicht lange zu warten, so kam auch der König und Ex'König von Nanakrou, einer von beiden ebenfalls mit Cylinder an Bord, jedenfalls um zu sehen, was sein Cumpan so lange an Bord machte. Sie kamen natürlich auch bald in Nummer Sicher. In ihrer Sorglosigkeit waren beide in Booten des gestrandeten Dampfers gekommen. Sie wunderten sich daher nicht wenig, als wir die Boote einfach weg-nahm«»,, und rinsetzten (an Deck stellten). Nun wurden die Dolmetsche ans Land geschickt, um die Bewohner aufzufordern, die Uebelthäter auszuliefern. Noch an demsclbrn Tage, also am 6., gegen Abend, wurden fünf Fische, die den „Carlos" ge-plündert haben sollen, an Burd gebracht. So halten wir denn also. ohne einrn Schnss gefeuert zu habrn, vier Könige nnd fünf Fischer kriegsgrsangen. Damit war aber unsere Rache noch lange nicht gestillt, denn ganz Nanalrou sollte zerstört werden. Es wurden also am 7. die Dolmetsche wieder ans Land geschickt, um die Bewohner aufzufordern, die Stadt bis zum nächsten Morgen zu räumen. Diese Aufforderung wurde denn auch zu ihrem eigenen Heile gewiffenhaft befolgt. Am 8., morgens 6 Uhr, wurde von Bord aus aus den Geschützen der Backbord'Batterie ein ganz verheerendes Granatfeuer auf Nanakrou eröffnet, und in kurzer Zeit brannte die Stadt an mehreren Stellen. Während des Feuers von Bord aus gieng das au» 120 Mann bestehende LandungLcorps in die Boote. Jedermann hatte 60 scharfe Patronen, außerdem Fackeln, Aexte und allerlei Material zum Feueranzünden. Die Aufgabe der LandungKcompagnie war, alles, was noch vorhanden war, dem Erdboden gleichzumachen. Diefe Ausgabe wurde denn auch ganz meisterhaft von un» gelöst. Menschen sollten möglichst geschont werden. Als wir ans Land kamen, wurden zunächst die umstehenden Gebüsche durch einige Kartätschenschüsse aus dem Bootsgeschütz gssäubcrt und dann verließen wir die Boote. In dem Gebiete der Stadt war lein Mensch zu sehen, aber an der Stelle, die wir als Neutralilätsgrenze bezeichnet hatten, stand alles dicht gedrängt voll Neger, sämmtlich mit Parlamentär-Flaggen, die mit Grauen und Entsetzen unseren „Ar« Veiten" zusahen. Zuerst wurden sämmtliche am Strande liegenden Boote < Canoes) zusammengesucht und von den Pionnieren zerschlagen nnd verbrannt, dann wurde au« einer Hütte nach der anderrn so viel wie möglich Kleinholz gemacht und dann veibrannt. Die Bewohner vieler Hütten hatten sich nicht einmal so viel Zrit genommen, ihre wenigen Habselig« leiten in Sicherheit zu bringen, denn fast überall fanden wir noch Kleidungsstücke, Gerätschaften und Nassen, In einer Hütte fanden wir noch Uebcrreste eines einfachen FniMckcs. bei dem die Theünehmer Laibacher Zeitung Nr. W 784 22.^pril^iM^ den städtischen Pfrü'ndnern und Pfründnerinnen, so« wie den Zöglingen der Arbeitssäle ein besseres Mittagsmahl und an jene Hausarmen, welche täglich Suppe erhalten, dieselbe feiner zubereitet mit je einer Brotportion abgegeben werden. — Die Gemeindevertretung von Verteneglio beschloss einstimmig in ihrer Sitzung vom 10. d. Mts., den Ausschuss zu beauftragen, das Erforderliche für die festliche Begehung des Vcrmählungsfestes unseres Kronprinzen zu veranlassen und betraute den Bürgermeister mit dem Auftrage, die k. k. Bezirkshauptmannschaft zu bitten, die aufrichtigsten Glückwünsche der Gemeinde dem hohen Brautpaare anlässlich dessen Vermählung zur Kenntnis zu bringen. — Die Gemeindevertretung von Mon -to na beschloss, den Hochzeitstag des Kronprinzen auf folgende Art zu feiern: 1.) Musik'Concert der Philharmoniker auf dem Domplatze, beginnend mit der Volkshymne; 2.) Beleuchtung dieses Platzes und der umliegenden Gebäude, einschließlich des Privatcasinos; 3.) Vertheilung von Geldspenden an die Gemeinde-Armen. Die im Königreiche Polen ansässigen österreichisch-ungarischen Staatsangehörigen werden, wie man der ..Pol. Corr." aus Warschau meldet, an Se. kaiserliche Hoheit den Kronprinzen Rudolf aus Anlass dessen Vermählung eine Gratnlationsadresse richten. Die Unterschriften hiezu werden schon seit einigen Tagen im Bureau des dortigen k. und k. österreichischungarischen Generalconsulates gesammelt. Laibach, 21. April. 5*5 Leidenschaft spricht aus jeder Zeile eines Artikels, welchen das ,Laibacher Wochenblatt" in seiner letzten Nummer über den Erlass des Unterrichtsministers vom 1. April d. I, betreffend die Unterrichtssprache an der Laibacher Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalt, gebracht hat. Darin, dass der Minister sich entschloss, an der männlichen Abtheilung der Anstalt den slovenischen Unterricht für die Naturgeschichte und die Mathematik einzuführen, erblickt der Verfasser des Artikels „eine gewisse Absichtlichkeil", indem seiner Ansicht nach der Minister „den großsprecherischen Slovenen die Slovenisierung der Prä« parandie so heiß als möglich machen wollte". Denn „wie viele Schweißtropfen wird der unglückliche Professor zu vergießen haben, um den Schillern das Kauderwelsch von slovenischen Bezeichnungen für die verschiedenen Spathe, Erze, Glänze, Kicse u. s. w. oder den wissenschaftlichen Namen für die wichtigsten Pro-ducte aus dem Pflanzen- und Thierreiche mundgerecht zu machen, oder ihnen ein Sammelsurium von arith« melisch'geometrischen Kunstausdrücken beizubringen, die nur willkürliche Wortfabrikate ohne reelle Anwendung j im praktischen Leben sind". Der gewiegte Schulmann des »Laibacher Wochenblatt" fragt freilich nicht darnach, wie viele Schweißtropfen aber der unglückliche Lehrer in einem slovenischen Dorfe und insbesondere ein Lehrer von deutscher Abstammung aus Gottschee — der ja auch in den slovenischen Ortschaften Krams unterrichten will — zu vergießen hat, wenn er den eigenen Schülern wissenschaftliche Namen und Kunstausdrücke mundgerecht machen soll, die er aber jelber nie gelernt hat. Was liegt nun daran — denkt sich der weise Schulmann — wenn jeder solcher Lehrer seinen Schülern die von ihm selbst nach seinem Gutdünken „zusammengestoppelten Wortfabri-kate" zum Besten giebt. Das „Kauderwelsch", das sich aewiss durch eine unserer Granaten gestört worden sind, denn unweit dieser Stelle fanden wir einen Neger, dem von einem Granatsplitter das linke Bein bis zum Knie abgerissen war, in seinem Blute liegen. Es war gewiss seine eigene Schuld, denn, hätte er gleich seinen Kameraden das Weite gesucht, so wäre auch ihm nichts passiert. Als wir uns ihm näherten, versuchte er auf den Capitän Nikelsen, den er gewiss wieder erkannte, zu feuern, wurde jedoch, ehe er dazu kam. von einer Revoloertugel getödtet. Dieser ist der einzige, den die Neger von Nanakrou zu beklagen haben; jetzt giengs weiter. Alles, was uns in den Weg kam, wurde niedergebrannt uud zerschlagen, so dass wir, als wir endlich um 10 Uhr wieder in die Boote giengen, an der Stelle von Nanakrou nur noch glimmende und rauchende Aschenhaufen erblickten. Als wir wieder an Bord waren, feuerten wir noch einige Granatschüsse, denn die Neger, die sich versteckt gehalten hatten, feuerten auf uns, als vom Lande abgesetzt wurde. Jedenfalls sind die Krouneger zu der Einsicht gekommen, dass es niemals gut ist, einen deutschen Dampfer zu plündern. Noch an demselben Tage, also am denkwürdigen 8. März, verließen wir die Stelle, wo Nanakrou noch vor einigen Stunden gestanden hatte, und dampften mit unseren neun Gefangenen nach Monrovia zurück. Hier angekommen, wurde der Präsident an das Land gesetzt und dann die Gefangenen in Eisen gelegt und ebenfalls an das Land gebracht. Die vier Könige sollen sich verpflichten, eine bestimmte Summe zu zahlen und die F,scher. welche die eigentliche Strandräuberei aus-seKhn haben, werden jedenfalls gehenkt werden." aus dieser Methode ergiebt, ist ja gut genug für die Slovenen! Der Artikelschreiber ruft dann, nachdem er über die Culturfortfchritte der slovenischen Nation sein schon oft gehörtes, abgeschmacktes Gutachten abgegeben, jammernd aus: „Es muss den wahren Voltsfreund (!) schmerzlich berühren, dass die jetzige Regierung ohne vorhergegangene genaue Prüfung (?), ja trotz der entschiedenen Einsprache des Landes-schnlrathes, sich zu dem Experimente herbeiließ." Ist das letztere wirklich der Fall, nun so können wir uns mit dem Gedanken trösten: Der Landesschulrath denkt und der Minister lenkt. Und der Minister hat >es — wie immer der edle „Volksfreuno" darüber denken mag — gut gelenkt, indem er nämlich in richtiger Beurtheilung der Bedürfnisse und Rechte des Volkes angeordnet hat, dass den Slovenen, ebenso wie den Deutschen, die Schule Das gebe, was ihnen gebürt. Zur Lage. Die Macht der Wahrheit muss denn doch sehr groß sein, wenn selbst so verbissen oppositionelle Blätter wie die „Neue freie Prefsc" und die „Wiener Allgemeine Zeitung" sich ihr nicht ganz zu entziehen vermögen. Was für Ströme von Tinte wurden vergossen, um haarklein nachzuweisen, dass die Regierung in der Prager Universitätsfrage kein anderes Ziel verfolge, als die altehrwürdige Carolo-Ferdinandea vollständig zu czechisieren und die Deutschen Böhmens in ihren begründeten Rechten zu verkürzen! Und nun, wo die so vielverfehmten „finsteren Pläne" der Regierung bezüglich der Prager Universität an das Tages« licht getreten sind, müssen selbst die prononciertestcn Gegner der Regierung zugeben, dass an eine „Czechi-sicrung" der bestehenden Prager Universität nicht gedacht wird, vielmehr ein solcher Modus gefunden wurde, welcher beiden in Böhmen lebenden Nationalitäten die volle Freiheit der Bewegung auf dem Gebiete der wissenschaftlichen Lehr« und Lernthätigkeit gewährleistet. Die „Neue freie Presse", welche dem einschlägigen Gegenstande einen besondern Artikel widmet, sucht zuerst nachzuweisen, dass es sich trotz der Aufrechthaltung des Namens „Carolo-Ferdinandea" für beide Hochschulen um die Schaffung einer neuen czcchischen Universität handle, uud bemerkt dann: „Die Creierung einer selbständigen czechischen Universität ist wiederholt von den hervorragenden Führern der Deutschen in Böhmen und von den bedeutendsten Lehrkräften der Prager Universität befürwortet worden. .. Schon auf dem böhmischen Landtage des Jahre« 186t> setzten die Vertreter der Präger Universität der von den Czechen unter Führung Riegers und Leo Thuns erhobenen Forderung nach Czechisierung der Carolo-Ferdinandea den Antrag auf Errichtung einer selbstständigen czechischen Universität entgegen. Die gleiche Antwort haben die deutschen Professoren auf die Forderungen des czechischen Memorandums und neuestens der akademische Senat der Präger Universität auf die Frage des Unterrichtsministers ertheilt." Statt nun aus den erwähnten beiden Thatsachen den logischen Schluss zu ziehen, dass die Regierung es verstanden habe, den Ansprüchen des czecho-slavischen Vollsstam-mes nach einer eigenen Hochschule zu entsprechen, ohne den Rechten der deulsch-böhmischen Bevölkerung auf die bestehende Prager Hochschule irgendwie nahezutreten, dreht und windet sich das leitende Organ der Linken, um nur ja nicht zugestehen zu müssen, dass es mit seinen früheren gehässigen Recrimination nen gegen die Regierung im Unrechte gewesen sei. Etwas aufrichtiger ist die „Wiener Allge-meine Zeitung", welche sich über die einschlägige Angelegenheit folgendermaßen äußert: „Die Kunde von der Gründung der czechischen Hochschule war für die Bevölkerung keine Ueberraschung. Seit Jahren war man auf das Ereignis vorbereitet. Die Deutschböhmen selbst, welche in erster Linie hier interessiert sind, haben sich mit dem Gedanken versöhnt und betrachten die Ausscheidung der nationalen Kräfte von der Carolina und die Zusammenfassung derselben zu einem eigenen selbständigen Körper als ein nothwendiges Uebel... Dem Principe der Errichtung einer eigenen czcchischen Hochschule wird deutscherseits also kein Widerstand entgegengesetzt werden." Die Enttäuschung, welche der Verlauf des ersten niederösterreichischen Bauern - Parteitages in den oppositionellen Kreisen hervorgerufen, klingt auch heute noch in einzelnen Organen der Linken nach. So schreibt die „Deutsche Zeitung": „Wir Oesterreicher sind doch echt sanguinische Leute; wir können nur in stürmischen Enthusiasmus ausbrechen oder die tiefste Geringschätzung fühlen. Die-felben Blätter, welche die „Emancipation des Bauers", den „Anbruch des Tages nach langer Finsternis" nicht begeistert genug Preisen konnten, verfallen jetzt in den entgegengesetzten Ton. Was erwartete man denn von der Aauernbcwegung. und worin hat sie eine Täuschung hervorgerufen?" Die Antwort auf diese letzte Frage giebt die „Presse", indem sie schreibt: „Die Bewegung ist heute, ungefüg und ungelenk, wie sie ist, doch oen^ Händen der Macher entschlüpft, welche dle M" als Heerbann bald für die Zwecke dieser, baio 1" die Tendenzen jener Partei ins Feld stellen « Die Bauernprogramme nehmen einen ganz M>! > bäuerlichen Charakter an und richten sich 9"^ , erster Linie gegen die Politiker vom Handwerk, lm^ in den Vauernvereinen ein neues Werkzeug zur 6 derung ihrer Partei-Absichten sich schaffen woll '.> Die Bauernbewegung hat schon jetzt in Wege emg " ' von denen ihre Urhebersich nichts träumen "ß' und die Bauernschaft macht weit eher Miene, m'y Weise sich der Parteien zu bedienen, anstatt,lM. ' dienen. Man wird jetzt im hohen Grade dieser ttß" nachgerade einsehen, dass es vorsichtiger gewejen'" diese vermeintlichen Bundesgenossen nicht z" ^ sondern vorderhand, so lange im Staate nocy u andere brennende Fingen auszukämpfen stnv, ' ländlichen Beschaulichkeit zu überlassen" _____^. Vom Ausland. Die diplomatische Action der Mächte behusH sung der wird nach den eingelangten telegraphischen?"H^ eifrigst fortgefetzt. Dem Schritte der Mächte m ^ ist nun die Ueberreichung einer den selchen >Y ^ verfolgenden Collectivnote in Konstantinopel ».^ folgt, mittelst welcher in ähnlicher Weise, nm m'» Athen geschehen, die auf die Feststellung der grUH türkischen Grenzlinie bezüglichen Beschlüsse der ^"^ notificiert werden. Ueberdies wird aus ^^'«be-eine Berathung der dort accreditierten Gefanoie^ richtet, welche der Redaction einer neuen, a>' ^ chenland zu richtenden Collectivnote gelten I^./^ie-unter Bezugnahme auf die Vorbehalte, welche vir^ chische Regierung in ihrer Antwort gemacht, ""' M, eine vorbehaltlose definitive Antwort zu uen« ^ Die aus Konstantinoprl gemeldete AbberuM ^ dmtigcn Vertreters Griechenlands Herrn """"" Ml' wird in den Berichlen, welche diese Meldung e»^, ten, verschiedenartig interpretiert. In einem Mg! ^. gelangten Konstantinoplcr Telegramme wird o ^ gekündigte Abreise des Herrn Konouriotis dad/n^, klärt, dass er sich nach Athen verfüge, um se'"" gicrung Aufklärungen über die Situation zu ^ e„, Dass die am 18. d. M. in Paris zu'"!" sich getretene internationale M ü n z c o n f e r e > ^, mit Fragen von der höchsten Bedeutung für "^ ,^ kehrsleben der Völker zu beschäftigen hab?, ^^ der Prefse allseitig anerkannt, wenn auch die N"! e„ über das zu gewärligcnde Resultat der Verhalw" ^ ebenso Welt auseinandergehen wie die ^' s!„geN' welche in der Währungsfrage nach Geltung ^,, Die Aufgabe der Conferenz hat ihr gewählter /^ ;„ dent, der französische Finanzminister Mag"' '.^ kurzen und klaren Worten festgestellt. Es ha"^geü — sagte er — für niemanden darum, Opfer zn ^ oder zu verlangen, sondern darum, Nesolm^ ^e fassen, welche allen Theilen gleich günstig su^'^yt, Pariser Conferenz — sagt auch Emile de ^" ^, der in der „Indcp. belge" die Feststellung e'"^st tragsmäßigen Doppelwährung verficht -^ nM's . ^" mehr eine Prüfungs- als eine VollzugscomiMw°' ^ Die französischen noch durch den Kriegslärm wegen Tunis "e^v ^n, der Münzconferenz volle Aufmerksamkeit M"" ^, Manche derselben wären, wie die ..FranM'^ ,, dll respondenz" hervorhebt, wirklich unglücklich, "^ ^d Krumirs sich gar nicht zur Wehre setzen lvllro' ^ die Expedition ohne Blutvergießen, aber a"y Siege verliefe. alssab^ Nach einer der ,Pol. Corr." aus ,' '^e<> zukommenden Meldung ist in dortigen dtp"" M-Kreisen vielfach davon die Rede, dass der"^zM< nister der auswärtigen Angelegenheiten, ^lg" ^F-tino Dantas, sein Portefeuille bald w"^ ?^tcc legen und auf seinen bisherigen Posten als in London zurücklehren werde. Die Münzconferenz .^ zu der 15, Staaten, die am 18. d. M. " P^ßes"' tagen begann, wurde durch den Minister des ^e Barthttemy St..Hilaire, eröffnet. Derselbe V ^.il Ansprache, in welcher er die fremden Deleg'" he kommen hieß, deren Gegenwart das Ver"" ^O Nationen beweise. Der Minister konstatierte ^ e? tigkeit der Arbeiten der Conferenz. deren ""'„M ist, den normalen Stand des Mil',zu>nlause» . Lll herzustellen und der Wiederkehr unheilbr'M' ^.fch^ sen vorzubeugen. Ueber Antrag des ? H^nz". Delegierten Evards wurde der franMcue "^erse^ nister Magnin zum Präsidenten emann - M^ setzte in einer Rede die Vcdrulnng der U"" ^ili^ auseinander, warf einen Rückl'lick auf ° ^mg "> ferenz vom Jahre 1867, welche 5" G" .^h. « dem Silber als transitorischen Äegle ter ^ führte die Unzukömmlichkeiten an, welche i^l!« Systeme in Deutschland sich ergaben. De "" H Congress, saqt Magnin weiter, ernannte ^M 1876 eine Commission zur Aeraihung ^ O^ welche diesen Uebelständen abhelfen Men» ^ibacher Zeitung Nr. 90 785 22. April 188t. W i!. ^c ben Bimetallismus beantragt. Magnin die Ll? ^°°"" die Conferenz im Jahre 1878 und Nlb^ l - ^"" Erfolglosigkeit und sagt, damit das liz . lemen alten Wert wiederfinde, sei es unerläss-"Me ^' "^ ehemals an der Seite des Goldes ^hlven^' internationale Conferenz war demnach W boss ^"''^ "!"" öu einer Einigung gelange, ben 2 ^' ^^ ^'^ Verhandlungen beweisen wer» ziac'2 ^ internationale Vimetallismus das ein-^Z!^.ln sei, das in allen Theilen der Welt die des Münzwesens wieder herbeiführen Aediimm. ^"'^^ lich nicht darum, sagt Magnin, die bcr !" ^" emes Vertrages zn berathen, in welchem hM?^ gewinnen, der andere verlieren würde, es lolche l '"^ nmnanden darmn, Opfer zn bringen oder b«tum ' ^"langen, sondern es handle sich einfach Nelo n'/l" guten Glauben und in Kenntnis der Sache »Wi° «'.? U l"ss"', welche allen Theilen gleich Mriin'"'"- Wir wollen niemandem unsere Meinung w i« « '' "Ue Systeme können vorgebracht und wer- >n fteier Weise berathen werden. Haaten ^""'zu'illistcr Magnin erklärte, dass fünfzehn Gerten ' ^" Konferenz repräfentiert sind. Die De-Wär ""^ leden Staates werden je einen Com« betn b^?'""" zur Bildung einer aus 15 Mitglie-selche?s?^" Commission. Die fünfzehn Staaten, lleten l' Münzconferenz vertreten sind oder verwester^ "erden, sind die folgenden: Deutschland, Notb^H'Ungarn. Äelgien, Dänemark, Spanien, l'en di! V' Frankreich. England. Griechenland, Ita-Ulid d, ^^erlande, Portugal. Rufsland. Schweden Italien« .chweiz. Die Delegierten Englands und 3i ?/^"' "°ch erwartet. ^hlnek Konferenz beschloss die stenographische Auf-jedein w^'bungsvorgünge; die Protokolle sind jedoch 6°»fer?n 3^ vorzulegen und ohne Zustimmung der 6°n erei s>"l "chts veröffentlicht werden. Die in der belen d> p. "^ ausgetauschten Bemerkungen bekun« tig^ Nl^ ^ölichst.'n Gesinnungen und den gegensei-findei, i""'V' "ue Lösung der fchwierigen Fragen zu ^°'e, Gegenstand der Conferenz sind. wurde? ^^ die Conferenz constitniert hatte, leicht N ,^^lUluission ernannt, von deren abzustat-l>bhz„ .^krichte der Zeitpunkt der nächsten Sitzung tu»« Az ?ie Commission, welche mit der Vorberei-llch Q »plogramms und Questionärs betraut wurde stufen c^"^ Sitzung hält, wird die Conferenz ein-.^^lobalo sie eS für nothwendig erachtet. Tagesneuigkeiten. G. 7^ (Ein Geschenl für die Prinzessin leine w°') ^' ^ ^ H°^'^ Kronprinz Rudolf hat für eine - "!' ^^ durchlauchtigste Prinzessin Stefanie, !^ Uzende Ponies-Equipage zusammenstellen lassen, slleat ^ besteht aus einem reich mit Gold aus-^niez" ^"6lun u„h ^^ei sehr kleinen, gut dressierten ""d lun ^'^ Equipage wird nach Laxenburg gebracht L°re, l. ^°" ben Neuvermählten zu Spazierfahrten im l "Würger P^le benutzt werden, ^ftlani^ «? "cue Nc i chsraths gebäu dc.) sie vom U^. Gattung deS NeichsrathSgebäudes. wie gedacht ^'"kten. l. k. Oberbaurath Ritter v, Hansen »iebt dem » ^" ^ k Ministerium genehmigt wurde. t)as Gieb n ^^ ""^ Inhalte des Gebäudes Ausdruck, dtn Kaiser? ^ Mittelbaues wird in der Facade ""l'ehenen m^^^en. welcher auf Grund der von ihm «l,d Bera^ ^"^""^ bie Kronländ^r zur Gesetzgebung ^belfcll) U"U ""' ^'^ versammelt; das rückwärtige lteter der'm gemeinsame Zusammenwirken der Ver-'" geistig "^" bur Forderung der Reichswohlfahrt ^iebelfei^ "^ materieller Beziehung. In den acht °er Kr " ? °" Pavillons soll die Thätigkeit der von "stchun. s""" Executive, der Ministerien, zur 3^'ge 2- ^bracht werden, welche jedoch eine noth. vertex u ?'«'"^ ^selben nach den beiden Seiten des Diebel -,!?. Abgeordnetenhauses bedingt. Jedem dieser °aher 16 w ,^" "« den Saalbautcn je zwei Reliefs. Wei Stlli ^' "'^ ba jedes von diesen Reliefs von ^lche w„ staukiert ist. znsammen 32 Statuen, für ^' D"'""/ °"^ der alten Gefchichte gewählt wur-u Uen" w/>> ^'^"' Reliefs aufgestellten „acht Qua. » 'scheu », m traditionell als Siegeszeichen aufgefasst. ^tila fol« hallten der beiden Saalbauten und der Ü"«en de^ V . ^""^" ^^liefs mit figürlichen Darslel. Mer- tts.'^"äehn im Neichsrathc vertretenen Krön-1^" renr-s ^"uen auf der Attika. ideale Persönlich. . Pfeiler ?""d, ^ ^j^ dem Hauptportale krönen ^ der l, k ^ampenmauern die acht sitzenden Sta-">lt> z>var ^ "^"dsten Geschichtsschrcibcr deS Alterthums. "Nd P^r " Griechen Herodot. Thulydidcs. Xenophon ?^Usliu« ' ^""" der Römer Titus Livius. Tacitus, n Vier Mf"'^ ^°lar. Den Anfang der Rampe zieren . 'benschasl edälldiger. "uf die Bekämpfung der edlen Ul als m? ^"deutend. Der monumentale Brunnen l"hen ., ?""ttelfiaur die Minerva. Am Sockel derfelbcn "Wh'^' weibliche Fignren: die gesetzgebende und die ^tt Hau..r?"""^' ^'" 3uße des Sockels ruhen die Mn und '- '"^ Oesterreichs: dir Donau. Moldau, der ^NrHt.^.°." ^'^' Znr successiuen Aufstellung von Statuen hervorraaender österreichifcher Staats. manner wird in ber mittleren Halle ein passender Raum als Ruhmeshalle der österreichischen Monarchie geschaffen. Auf dem Herrenhanse kommen in die Giebel der Pa» villons: u,) Ministerium des Innern, d) deS Cultus. e) der Finanzen und (!) der Landesvertheidigung als Reliefs an dem Saalbau zu k) die Staatsorganisation und Einigkeit, zu d) die Religion und Weltphilosophie, zu o) Münzwefen, Wohlstand, zu ä) Taktik und Stra. tegie. Als Statuen zn den Reliefs zu k) Solon. Ser-vius Tullius. Lykurg nnd Appius Claudius; zu d) Or-pheuS. Numa PompiliuS. Plato und Aristoteles; zu c) Pheidon von ArgoS, Nero. PerillcS und Augustus; zu ä) Leonidas. Manlius Torquatus. ThemistokleS und Fabius Maximus. Auf dcm Abgeordueteuhause kommen in die Giebel der Pavillons: o) Ministerium der Justiz. f) deS Unterrichts. ^) des Handels und !i) deS Ackerbaues als Reliefs an dem Saalbau zu e) die Beredsamkeit (Demosthenes, Cicero), Gerechtigkeit (Aristides. Cato). zu l) Wissenschaft (Archimedes. M. Ter. Varro). Kunst (Homer. Phidias), zu g) Industrie (DäbaloS, Butades). Verkehr (Appius Claudius, Ptolomäus Lagi). zu n) Ackerbau (TriptoleinuS, Licinius Stolo). Viehzucht (Meleager und DaphniS). — (Hoch Wasser in Ungarn.) Nach den vorliegenden Meldungen ist das Hochwasser der Theiß zwar im Fallen begriffe,,, allein es habrn in der oberen Theiß'Gegend bei Csurogh und Ti3za»Ugh beträchtliche Dammbrüche stattgefunden, iufolge deren gegen 800 Joch Ackerland unter Wasser gesetzt wurden. Der Durchbruch bei Tiszll'Ugh, der. wie man glaubt, von frevlerischer Hand veranlasst wurde, hat eine Breite von 50 Meter, Es wurden mittelst Dampfschiffes mehrere Compagnien Militär zur Ausbesserung der beschädigten Dämme ent» sendet. Leider ist wieder ungünstige Witterung und stärkerer Wind eingetreten. — (Thurm ein stürz.) Iu Chester in England stürzte am Charfreitag der 150 Fuh hohe Thurm der dortigen Kathedrale beinahe gänzlich ein und ris5 fünf der acht großen Kirchcnglocken mit sich. Glücklicherweise ist weder der Verlust von Menschenleben noch eine Beschädigung der Kirche selber zu beklagen. Locales. Aus der Handels» und Gewerbelammer für Krain. (Forts.) Kammerrath Matthäus Treun berichtet sodann in diesem Gegenstande und führt an, das« die Vidierung der Hausierbücher früher aus polizeilichen Gründen vorgeschrieben war. In Städten fei nach seiner Ueberzeugung der Hausierhandel überflüssig, er kann sich jedoch nicht dafür aussprechen, dass vorhinein fchon festgessht werde, wie lange sich der Hausierer in einem Orte aufhalten dürfe, weil ja diesem die Möglichkeit geboten werden muss, dass er bekannt werde, um die Waren, die er führt, leichter zu verkaufen. Die k. k. Brzirkshauptlnannschaften und Gemcindcvorstehungen sind nach seiner Ansicht die geeignetsten Beholden, denen man das Recht einräumen könnte, zu beu«thei« len, ob der Hausierhandel in ihrem Sprengel ein Bedüfnis ist. Er beantragt demnach: Der Hausierhan« del ist in Städten und Märkten nicht zuzulassen, in den übrigen Orten sollen die Gemeindevorstehungen das Recht haben, zu bestimmen, wie lange sich der Kau-sierer in der ihnen unterstehenden Gemeinde aushal' ten dürfe. Kammerrath Leopold Bürger frägt, ob die Vidierung der Hansierbücher nicht mehr vorgenommen wird? Der Secretär erwidert hierauf, dass we V>' dirnng der Hausierbüchcr nach tz 8 des Gesetzes über den Hansielhandel vom 4. September 1852 (Nr. 252 R. G. Äl.) noch immer stattfinden müsse, das h. l. k. Handelsministerium habe nur mit dem Erlasse vom ,7. August 1870. Z, 15.903, eröffnet, dass die Hausierer in Hinkunft enthoben sind, ihren Hansielpass in dem Bereiche der Bezirkichauptmannschaft, von welcher der Pafs ausgestellt wurde, bei irgend einer Behörde vidieren zu lassen. Der l. f. Commissär bemerkt, dass die Vidie-rungeu der Hausierbücher aus pasepolizeilichen Rücksichten in der vorgetragenen Note der k. l. Landes-regierung nicht berührt werden. Kammerrath Leopold Bürger hebt hervor, dass sich die Kammer schon gegen das Hausieren im allgemeinen ausgesprochen habe, er kann sich jedoch für die Beschränkung des Hausierhandels in dem hier gedachten Sinne nicht aufsprechen, weil der Hansiercr die Steuer für das gunze Ilihr vorhinein entrichten müsse und es doch schwer zu vertheidigen ist, dass er nicht das Recht haben sollte, das ganze Jahr den Hausierhandel zu betreiben. Dies würde aber eintreten, wenn man den Gemeindevorstchungen die Entscheidung überlassen würde, ob der Hausierhandel in ihrem Sprengel zuzulassen sei. Ein Gemeindevorstcher, der Kaufmann ist, dürfte wohl selten den Hansierhandcl in seiner Gemeinde zulassen. Krain sei übrigens von Hausierern wenig besucht und hat vom Hausierhandel nicht viel zu leiden, wie die bezüglichen Verhältnisse in anderen Alvenlün-dern sind, wisse er nicht, bestimmt könne er aber be» Häupten, dass der Hausierhandel noch in manchen Ve-genden nothwendig ist. Redner kann sich daher für den Antrag des Kammerrathe« Treun nicht ausspre-chen und beantragt: Die Kammer wolle sich in ihrer Aeußerung für die Aufrechthaltung des bisherigen Ufu» ausfprechen. Kammerrath I. N. Horak bemerkt, dass die Ve-stimmungen des bestehenden Hausierpatentes zu wenig befolgt werden, dafs oft Hausierer in Laibach hausieren, die für den Hausierhandel in Krain keine Berechti-gung haben. Er meint, dass die Rückstandsausweise bei den k. k. Steuerbehörden wohl auch nachweisen würden, dass viele Hausierer mit der Steuer im Rückstände sind. Redner findet es im Gesetze nicht begründet, dass zur Marktzeit Kaufleute in den Gasthöfen ihr Warenlager zum Kaufe anbieten und dadurch den stabilen Kaufmann fowie fehr häufig auch den unkundigen Eonsumenten schädigen. Er spricht sich gegen den Hausierhandel in Städten aus. und indem er hervorbebt, dass die Zahl der Hausierer derart hoch ist, dass sie mit Vortheil ihren Handel nicht betreiben können, bemerkt er, dass auf dem Lande die Hausierer nur eine bestimmte Zeit Handel treiben sollten. Kammerrath Leopold Bürger erwidert, dass er nicht ber sogenannten fliegenden Geschäftsleute in seiner Rede erwähnte, dafs er auch für den Hausierhandel nicht schwärme, weil vielleicht der Schaden, der aus demselben entfpringt, höher ist als ber Nutzen; allein trotzdem könne nicht behauptet werden, dass ei nicht viele Gehöfte giebt, deren Bewohner d»e Waren durch den Hausierer besorgen. (Schluss folgt.) — (Dur chfahrtSr. k. k. Hoheit deilKron. Prinzen.) Mit dem gestern abends fahrplanmäßig um 10 Uhr 4 Minuten in Laibach eingetroffenen Nachteilzuge der Südbahn hat Se, l. l. Hoheit der durchlauchtigste Kronprinz Herr Erzherzog Rudolf auf der Reife von Trieft nach Wien unsere Stndt passiert. Se. k. l, Hoheit und Höchstdrssen Begleitung be-fanden sich in einem in der Mitte des Zuges ringe» theilten Hof-Salonwagen, dessen Fenster der vorgerückten Abendstunde wegen bereits dicht verhängt waren und dieS auch während des ganzen, sechs Minuten dauern» den Aufenthaltes am hiesigen Bahnhofe blieben, ohne dass irgend jemand vom Hofwagen sichtbar geworben wäre. DaS trotz der unfreundlichen Witterung ziemlich zahlreich am Perron erschienene Publicum verhielt sich infolge der erhaltenen Verständigung, dass sich Se. l. l. Hoheit bereits zur Ruhe begeben habe. vollkommen ftill und unterließ daher auch bei der Abfahrt de» Zuge» jede Ovation. — Kurz vor Einlangen des Zuges hatten sich auch der Herr LandeSpräsident Winkler und ber Herr Bürgermeister Laschan auf dem Bahnhöfe eingefunden. — (Konstituierung des Vremium» ber Laibacher Kaufleute.) In ber am 22. Mürz b. I. im Gemeinberathssaale von den Herren Alexander Dreo. Leopold Bürger. Josef Kordin. Peter Lahnik. Franz Xaver Souvan und Matthäus Treun einberufenen Versammlung der hiesigen Kaufleute wurde die Giünbung des Gremiums der Kaufleute in Laibach beschlossen und die derselben vorgelegten Statuten angenommen. Letztere wurden von der t. t. Landesregierung genehmigt, und findet aus diesem Anlasse heute um 6 Uhr abends im obgenannten Saale die Generalversammlung der Mitglieder des Gremiums statt. An der Tagesordnung stehen folgende Gegenstände: 1.) Ansprache des Comite-Obmannes- 2) Antrag, betreffend die Uebernahme be» Oremial'SchulfondeS; 3.) Anträge, betreffend die Ve-ftimmung: k) des jährlichen Beitrages der Mitglieder zum Gremialfonde, d) der Aufnahms» und Austritts-gebttren der Prakticanten und Lehrlinge von Mitgliedern, c) des Schulgeldes für Zöglinge von Nlchtmitgliedern; 4.) Wahl des Gremialvorstandes. bestehend aus einem Vorsteher, einem Stellvertreter und fünf Ausschüssen; 5) Wahl von drei Rechnungsrevidenten. — sSchneesall.) Der mit einer namhaften Temperaturabnahme verbundene vorgestrige Regen verwandelte sich gestern in ben ersten Morgenstunden in einen mit Unterbrechungen bis Nachmittag andauern» den leichten Schneefall, der die Gassen und Dächer unserer Stadt mit einer dünnen weiße» Schichte bedeckte. CS ist dies einer jener gewöhnlichen Witterungsumschläge, wie sie in Laibach um diese Zeit fast alljährlich, mitunter selbst noch in der zweiten Maihälfte vorzukommen pflegen, für Laibach daher, das daran schon gewöhnt ist. lein besonderes Ereignis. Wenn auch an und für sich unangenehm, da er uns in unseren Sommer-erwartunge» zum mindesten um einige Tage zurückdrängt, dürfte ber gestrige Schneefall doch ohne irgend welchen ökonomischen Schaden vorübergehen, da die Culturen und Bäume bisher nur wenig entwickelt sind. Zu besorgen Wäre nur das bei allenfalls rascher Ausheiterung mögliche Eintreten des Frostes; hoffentlich bleiben wir davor bewahrt. — ( Eon cert R a a b - N ossi) B-i dem am nächsten Montag, den 25. d. M. um hnlb K Uhr abends im hiesigen landschaftlichen Neboutensaale statt« findenden Concerte der Pianistin Frau Toni Raab und de» Violinvirtuosen Herrn Marcello Rosji auK Niey Laibacher Zeitung Nr. 90 78« 22. April 138^ werden die beiden Concertanten folgende Piecen spielen: I.) Niels Gade. Sonate in V-Noii für Clavier und Violine; 2. u) Chopin, (^liuut iiolouai« Nr. 4, b) Kul-lal, Octaven Etude: Frau Naab; 3.) Saint-Saöns, luUoäuction l^t Itonäu c^riocio^o für Violine: Herr 9losfi; 4. u) Liszt, ^u boiä ä'uu6 80urco, d) Liszt. Mazourka: Frau Naab; 5. a) Marcello Nossi, Romance, d) Paganini, I^loto psi^otuo: Herr Nosfi; 6) LiSzt, 1^68 i)atin6Ul» (Schlittschuhtanz) : Frau Raab; 7.) Wieniawsli. Fanstphantasie: Herr Nossi. — Den Kartenverkauf besorgt Herr Karl Till, — (Verlosung.) Samstag, den 30. d. M,, um 10 Uhr vormittags findet im hiesigen landschaftlichen Burggebäude die 51. Verlosung der krainischen Grund-cntlastungsobligationen statt — (Vom Oberlandesgerichtc.) Der Landesgerichtsrath Herr Dr Nndolf Schwach, welcher dem Grazer Landesgerichte als Referent in Civil-, Handels' und Wechselfachen zugetheilt war. ist zur Dienstleistung zum Oberlandesgerichte einberufen wurden. — (Aus der Bühnenwelt.) Die beim Lai-bacher Publicum noch in freundlicher Erinnerung stehende Overetteusängerin Fränlein Marie Massa eröffnet heute in ihrer Vaterstadt Graz als „Fanchette" in Genees „See« cadet" eiu auf mehrere Abende berechnetes Gastspiel. — (Be stöhlen es Militärmagazin.) Aus dem Montursmagazine des Infanterieregiments Freiherr von Kühn Nr. 17 in der Franz-Iusefs-Kaserne in Wien wurden vor lurzem von unbekannten Thätern 120 Paar ärarische Wäschestücke und 12 Blousen mit dunkelrothen Aufschlägen und mit dem Stempel „2..I..N. Nr. 17. 6, Comp." versehen, gestohlen. — (Ergebnis der Volkszählung im Gericht 3 bezirke Neumarktl.) In den fünf Ortsgemeinden, welche den kleinen Gerichtsbezirl Neumarktl bilden, hat die heurige Volkszählung folgendes Ergebnis geliefert: Die Ortsgemeinde St. Anna zählt 640 Seelen gegen 612 im Jahre 1809 (Zunahme -l- 34); — Ortsgemeinde St. Katharina 044 Seelen gegen 625 im Jahre 1869 (Zunahme -j- 19); — Orts-gemeinde Heil. Kreuz (bestehend aus den Ortschaften Vreg. Gallenfels. Goisd. Heil. Kreuz. Nowake. Ober-und Unterdnplach. Ober- und Unterwcterno, Pristawa, Retne, Sadrage, Sebene, SiegerLdorf und Stenitschne): 1849 Seelen gegen 1918 im Jahre 1809 (Abnahme — 69); — Ortsgemeinde Kaier (bestehend au3 den Ortschaften Berdo. Bresje, Feistriz. Hndo. Huschza, Kaier. Loka. Popou. Swirtfchach, Waditsche und Wi< sotsche): 975 Seelen gegen 1000 im Jahre 1869 (Ab. nähme — 25). Einschließlich der bereits neulich angeführten Marktgemeinde Neumarktl mit 1797 Einwohnern (gegen 1751 im Jahre 1869, Zunahme -i- 46) zählt daher der ganze Gerichtsbezirk Neumarltl 5911 Seelen gegen 5906 im Jahre 1.869, woraus sich eine Zunahme von bloß 5 Seelen ergiebt. — Der gesummte politische Bezirk Krainburg, bestehend aus den drei Gerichtsbezirlen Krainburg. Bischoflack und Neumarktl, besitzt nach der jüngsten Zählung 52.188 Einwohner und hat im Vergleiche zum Gesammtzähluugsergebnisse des Jahres 1809(53.804) um 1616 Seelen abgenommen, was einer Verminderung der Bevölkerung um genau 3 Procent gleichkommt. — (Der Saat eust and.) Nach dem soeben veröffentlichten Saatenstandsberichte des k. t. Ackerbau-Ministeriums nach dem Stande vom 15. April d. I überstanden die Wintersaaten, Weizen und Roggen, so» wohl den Winter als auch die anhaltend starten März-früste, ohne im allgemeinen irgend wesentlichen Schaden zu nehmen, und haben sich weiterZ gekräftigt, so dass sie nun die besten Ernte-Aussichten gewähren. Nur aus dem nordöstlichen Theile Böhmens und aus Westgali« zien liegen Klagen über erwähnenswerte Auswinterungen und aus Steiermark solche über gelbe Färbung der Saaten infolge allzu reichlichen Regens vor. Verhältnismäßig zahlreicher sind die Klagen über erhebliche Beschädigungen und Auswinterungen von Napssaaten in Nvhmen und Mähren, dann in Westgalizien. Die Kleesaaten haben sich mit sehr seltenen Ausnahmen sehr gut erhalten und stehen hoffnungsvoll. Der Anbau der Sommersaaten war bisher in Nieder- und Oberüster-reich und Kärnten, besonders aber in Tirol von der Witterung sehr begünstigt und konnte fast gänzlich bc< endet werden. In den Nordwestländern aber konnte nur sehr wenig angebaut werden. In Steiermark und Kr a in hatte der Anbau zwar im März begonnen und theilweise auch Fortschritte gemacht, wurde aber seither durch anhaltendes Negenwetter gestört. Der Weinstock hat, soweit die Nachrichten reichen, mit Ausnahme nie» driger Lagen in Untersteiermart nirgends Schaden gelitten. Neueste Post. Original'Telegramme der „Laib. Zeitung." Trieft, 21. April. Der Kronprinz besichtigte die Escadre, die Dampfmühle „Economo", den Stapellauf des „Helios" nud fuhr nach MuMn, überall trotz strömenden Regens von Tausenden begrüßt. Nachmittags heiterte es sich aus und alle vom Molo Carlo bis zum Bahnhofe führenden Straßen waren festlich geschmückt und nur mühsam konnte ein schmaler Durch« ganq gebildet werden. Ein Kanonenschnss des salutierenden Admiralschiffes verlündele, dass der Kronprinz „Miramar" verlasse. Derselbe fuhr im offcnrn Wagen in der Admiralsuniform unter enthusiastischen Kundgebungen znni blumengeschniückten Vahichofe, wo er sich von den Honoratioren verabschiedete. Unter den Salutschüssen der Escadre und des Castells und unter begeisterten Evivas der Volksmenge erfolgte dann die Abreise. Wien, 21. April. Bei der heutigen Neichsraths-wahl in der inneren Stadt wurde Weitloff mit 1333 von 1379 Stimmen gewählt. Rom, 21. April. Die Pariser Nachricht von einer möglichen Absehung des Beys onrch den Sultan blieb bisher unbestätigt. Beglaubigten Nachrichten des „Diritto" zufolge ist ein solcher Fall überhaupt ausgeschlossen. Wien, 21. April. (Wiener Zeitung.) So. k. u„d k. Apostolische Majestät haben mit Allerhüch« stcm Handschreiben vom 13. April d. I. dem Ersten Stallmeister, Generalmajor Andreas Grafen Palffy v, Erdöd unter gleichzeitiger Ernennung zum Oberst-Hufmeister bei der zukünftigen Gemahlin Sr. k. und k. Hoheit des durchlauchtigsten Kronprinzen Erzherzogs Rudolf die Würde cincs geheimen Rathes taxfrei allergnädigst zn verleihen geruht. Budapest. 21. April. Aus Werschetz wird telegraphiert: Gestern wurden 5 2 Münzfälscher verhaftet. Drei Bankpressen, mehrere Kilo fertige Zehner-Banknoten und Alankette zur Fabrication von circa 100,000 fl. wurden unter dem Altare der Fried-Hofskapelle gefunden. Die Blanlette waren mit Wasserdruck versehen. Paris, 21. April. Die „Agencc Havas" meldet aus Tunis: Der französische Generalconsul Roust an schrieb gestern dem Bey, dass dieser und sein Premierminister Mustapha allein verantwortlich seien, wenn ein einziger Tropfen französischen oder fremden Blutes vergossen werden sollte. Athen, 21. April. Ministerpräsident Komun-duros drückte gestern bei der Entgegennahme der Collectivnote sein Bedauern darüber aus, dass die Note der Mächte den in seiner Antwort bezüglich des Schicksales der durch die neue Grenzlinie ausgeschlossenen Griechen an die Gerechtigkeit der Mächte gerichteten Appell mit Stillschweigen übergehe, und behielt sich vor, seine Anschcnlnngen über die Collectivnote schriftlich darzulegen. — Vennadius ist heute nach Kon-stantinopel abgereist, um Herrn Konduriotis als Geschäftsträger zn erfetzen. Bukarest, 21. April. Demeter Bratiano ist sogleich nach seiner Anlunft vom Könige empfangen worden und conferierte hierauf mit mehreren Senatoren und Deputierten. Man glaubt, dass das neue Ministerium noch heute gebildet werden wird. Newyork. 20. April. (Wr. Mg. A^H Ostermontag ist hier nach kurzer Krankheit ^r.^> Gold mark, Mitglied des Wiener 48er M'«-— ein Bruder des Virtuosen und Compomst" «" Goldmarl — gestorben. __- Handel und MkswirtschästM Uaibach, 20. April. Die Durchschuitts-Preise Men!> auf dcm heutigen Marltc wie folgt: -««—-j,N7' —^ ^ Weizen pr. heltolit. 0 10 984,Butter pr. Kilo . ^" ^. Korn „ 6 18 6 83,Eier pr. Stück. - "^ .^ Gerste „ 4,71 4 90 Milch pr. Liter . ^ ,« . ^ hascr ., 3M 3l47 Rindfleisch pr. Mo -A^ Halbsrucht „ ------?M Kalbfleisch ., ^A ^ Heiden „ 5 53 5 87 Schweinefleisch „ '"A^.^ Hirse „ Kuluruz „ 5 00 5 40 Hähudel pr. Slucl -' ^ ^ Erdäpfel 100 Kilo A 04 — —i Tauben „ "' ^ ,. ^. Linsen pr. Heltolit. 9-----------Heu 100 Kilo . - ?U ^- Erbsen ., 9-----------Otroh „ - > ^ Fisolen „ 8-----------Holz. hart., pr. vier ^ Rindsschmalz Kilo 116------- Q.-Metcr ^ ^g Schweineschmalz „ — 76-------— weicheS, „ . ' " ng ^ Spcct, frisch „ — lili------Min, roth., 1"0L't. ^ ^ ,g ^ — geräuchert., —70------— wciszer <-— 'Austekommene Fremde. Am 20. April. ^, Hotel Stadt Wien. Fclluer und Vcrtha, Kaufleute. 0°», Wien. - Krast, Graz - Hüttmau, Reisender. P"'^ — Viseutini. Kaufnl., (iiörz, — Hoievar. Gutöbe ch". . scld. - Wardiau. Trieft. - Globoiuit Maria, N'«^ Hotel Elephant. Vicdrrmaun. Graz. - Lippa. ^cst°"^^, Agram. — Dolcnc. Director, Slap. — Goslinca!., /-^, — Klu^naun. Kllttsm,; Weiß. Reisender, und Horvail/, ,^, — Iulsrn, Pl'ltau, — Dr. Moro und Moro Muia, ^l, - Mancini, Acsil^cr. Gürz, - Vr. Schmidiugcr. i- '> Slliu. ^ k««sl Hotel Europa. Iaschi, Pola. - Lccca, Advocat, ««i«^ Kaiser von Oesterreich. Glassy. Kaufm., St. Kauzian. ^, "^ 10 Minuten. Tricslcchrcchc Nr. !i9. - Mana "'5° ^ Mllurcrössaltin. ^3 I.. Trirsicrftraße Nr. 39. Lui'gcl»'^' Irancisca iljizlar, Strafhaus^Ausschcrstochtcr, ii^/» ^' zg I' Nasse ^r, 5. Scharlach. - Hrknc Toni. SchmiMa.atlli', Prtcrsstraszc Nr. stian Puch, Eiscnbahnconducteurssohu, 2 I. 2 MoN>. ^ strasze Nr. 18, sterbend übcrbracht. Im Civilspitale: ' lß P jl - -i H ___H,^8 ^" " ' gF 7 U. Mg. 724 89 ^-1-1 O. schwach ! Regen ^e«, 21, 2 ., N. 725 40 -^ 3 0 NW. schwach Schn" Kchü" 9 „ Uh. 727 «4 ^. 2 2 NW. schwach! Rea" . ^r Abwechselnd Regen und Schnee. DaS Tagesm« Wärme -j- 2 1". um 7 5' unter dem Normale. ^.^^^ Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Banl^z^ Keget.sckiebkugel» in allen Größen und zu billigstell Preise" ___ C. Karinger^lZ^. Curse an der Wiener Lörse vom 21. April 1881. (N«« dem oMellen Cursblatte.) Geld Ware Paplerrente........ 7730 7745 TUberrent«........ 7825 7340 »olbrente . ,....... 9440 94 60 Pose, 1854........ 12175 182 25 . I860........ 13275 133 25 . I860 (zu 100 fl.) . . . 133 75 134 25 . 18S4........ 17650 17?.- Ung. Prllm««n.«nl..... 11650 11? - Lredit.U.......... 183 75 184 25 Theih.Regulierungs« und Sze« gediner Lose....... 110 75 11125 «Udolss-U......... 19— 20- Prämlenanl. b« Etabt Nlen 123 - 123 50 DonaU'Regulierungs'Lose . . 11350 —'— Domänen-Pfandbriefe . . . 143- 143 75 Nesterr. Schatzschelne 1881 rück» zahlbar......... 100 - 100 50 vesterr. Schatzscheine 1882 rück- zahlbar......... !0l?5 1l?2 — Unllllrijche Goldrente .... 11610 11625 Unaa^che «iisenbahn-Nnleihe . 132 30 132 80 UsHNlsche «isenbahn.Anleihe, ,,„7"""l"wM«!«...... ,^2 30 ,32 80 GrundeutlastungS-Obligationen. Geld Waic «öhmen......... 104 75 105 75 Nledcrösterrcich...... 105 50 106 50 Galizlen......... 10050 101' Eiebenbiiraen.......97- 9? l>0 Temeser Nanal......9680 9720 Ungarn.........93 50 99' - Actieu von Banken. Gelb Ware «nglo.österr. «anl . ... 134- 18425 «lredltanstalt.....31« .''0 :N5 75 Depositenbank.......21ö5<) 22050 Creditanslalt. ungar .... 298 - 2W50 Oesterreichisch, ungarische «anl 827 - ^30 — Unlonbant . . . 132 30 132 60 Verlehrsbank . . 13950 140 25 Vien« Nanlvertin . ' . . . 1^-- 132 50 Actien von Transport-Unternehmungen. Gelb Na« «lföld.Vahn .......I?«'" 172 ~ Donllü.Dampsschisf.Gesellschaft 574-. 575 — Elisabcth-Wcslbahu.....208 25 208-75 2erdmandS.Nordbnlju . . . .2M—24!» - Geld Ware Franz.Ioseph.Vahn .... 187 s.0 188.'.0 Vallzische Carl-Ludwig-Nahn . 27675 27925 «aschnu.vderberger Bahn . . 145 50 14« — Lembera-Lzernowiher Nah» . 178 75 17925 kloyo - Gesellschaft.....6W - 692 - Oefterr. Norbwestbahn. . . . 208 50 209-lit. L. . 247 50 248 — Nubolf.Vahn.......16625 1li«50 Staatsbahn........307 50 308 50 Lüdbalm.........112 50 1l3- Theih.Vahn........247 50 248 5) Ungar.gallz Verbindunasbahn 165-- 165 50 Ungarische Nordostbahn . . . 164 25 164 50 Ungarische Wcstbahn .... 166 50 16? 5U Wiener Tramway.Gesellschaft . 229- 229 25 Pfandbriefe. Ullg.öst.Vod«ncredltllnst.(i.Vd.) 116 25 - - - ^ . . (l. N.»N.) 10125 10150 Oesterreichisch, ungarische Vanl 102 70 102 90 Ung. Nodencrebit.Inst. (B.»V.) 100 - 101 - Prioritäts-Ovligationen. Elisabeth.Ä. 1. E,u.....9925 9975 Fcvd.«N«rdb. in Hilhcr . . . 10S 25 I0ti 75 -------------------Geld ^^ Franz-Ioseph.Vahn . - ; ' !p4 ü" ,^'zb Oesterr. Nordwest ^.75 ^^, Zlebenblirger Nahn . . < ' ,75- ^ Itaatsbahn 1. «m..... ,ya.< ^"^ Südbahn 5 3«/....... ?4^.U4l" . z 5°/...... " Devise«- 57Z Aus deutsche Pltttze . . - ' ,,g lb U°gz London, lur« Ächt - - ' 4sS5 " Pari«........ ' Gcldsorteu. ^. Ducaten .... b st. 55 lr.b"'^ -Napoleousb'or .».'"" .. . Deutsche «eich«. ». b? - < Noten .... 57 . bl) . ^ ^ Tilbergulben . . -- » ^" " ---------^^" l-Maati"^ Kraiuische Grundeutlastung»'"? 5. Geld lvil'— M« ^"^