Nr. 216. Samstag, 12. September 1914. 133. Jahrgang. Mbacher Zeitung P»8n»»»»»aN«n»»«»l»: Mt Post Versendung: ganjjadrig »0«, l,albjährig tb «. Im Kontor: ganzjährig »2 K.. halbiihng 11 ll. Für die Nustellung w« Hau« eanzMrig 2 l<. — »Ns<»N«»»g,bich»: Für Neine Inserate bi« zu v>er geilen 80 b, grühere per Zelle 12 b: bei öfteren Wiederholungen per Zelle 8 k. Die «Laibacher geiwng» crlckeiüt täglick, mit A'isnahme der Sonn« und Feiertage, Die >d«!nlftr«»No»> befindet sich Vlilloöiöslrahe Nr. 1«: die «cs Gesetzes vom 26. Dezember 1912, R. G. AI. Nr. 237, einige Fonds und Anstalten zur Einbringung der von ihnen auf staatliche Unterhaltsbeiträge ausbezahlten Vorschüsse ermächtigt werden. § 1. Alle Fonds und Anstalten, die für öffentliche Zwecke bestehen oder aus durch öffentliche Opfcrwilligkeit aufgebrachten Spenden gebildet wurden, sind, wenn ihre Verwaltung vom Staate, vom Lande oder von der Gemeinde geleitet oder beaufsichtigt wird, berechtigt, Beträge, die sie ausdrücklich nur als Vorschüsse auf einen nach dem Gesetze vom 26. Dezember 1912, R. G. Vl. Nr. 237, angesprochenen Unterhaltsbeitrag ausbezahlt haben, bei Erfolgung des letzteren gemäß der Ministerial-Verordnung vom 28. Dezember 1912, R. G. Vl. Nr. 238, hereinzubringen. s 2. Diese Verordnung tritt sofort nach ihrer Kundmachung in Wirksamkeit. Georgi iu. p. Am 10. September 1914 wurde das XVII. Stück des Lan-desgesehblattes für das Herzogtum Kram ausgegeben u»d versendet. Dasselbe enthält unter Rr. 34 das Gesetz vom 22. August 1914, wirlsam für das Herzogtum Kram. betreffend die Einhsliuna. eines 4U°/, Zuschlages auf die direlten Steuern im Straßenbezirte Seisenberg für das Jahr 1914. Von der Redaltion des Landesgesetzblattes für Krain. Dm 10. September 1914 wurde in der Hof. und Staats« druclerei das 0XXXVI. Stück des Reichsgesehblattes in deut« scher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den 9. September 1914 wurde in der Hof» und Staats, druckerei das XVII. und XVIII. Stück der italienischen, das XXVI., XI.V., XI.VIII. und I.IV. Stück der kroatischen, das I.XXXIX. und (^XXIV. Stück der böhmischen, das 6XXIX. Stück der böhmischen und kroatischen, das 0XXX. Stück der böhmischen, polnischen, rumänischen und ruthenischen, das OXXXI. Stück der kroatischen, ruthenischen und slouenischen, das oxXXIl. Stück der kroatischen und das 0XXX1II. Stück der rutheuischen Ausgabe deS Reichsgesetzblattes des Jahrganges 1914 ausgegeben und versendet. Den 10. September 1914 wurde in der Hof« und Staats» druckerei das CXVIII. Stück der böhmischen, das (^XXIV. Stück der rumänischen, das 6XXVIII. Stück der italienischen, das OXXXI. Stück der böhmischen und polnischen, das 0XXXII. Stück der polnischen, ruthenischen und slovenischen, das CXXXIII. Stück der böhmischen, polnischen und slowenischen und das OXXXV. Stück der böhmischen, italienischen, kroatischen, polnischen, rumänische», ruthenischen und slovenischen Ausgube des Reichsgesetzblattes des Jahrganges 1914 ausgegeben und versendet. Nach drm Amtsblatts zur «Wiene: Zeitung» vom 10. Sep» tember 1814 (Nr. 213) wurde die Mriteroerbreitung folgender Pretzerzeugnisje verboten: Der bei Slatner in Stein gedruckte, im Verlage der «Llovvllnk» ölLtie»» in Laibach erschienene Roman «6o8p0-üiu I'lllnjo» von Poolimbarsti. Nr. 63 «Marienbader Zeitung» vom 29. August 1914. 8. Heft «Osterr. Handelsschnlzeitung. vom August 1914. Nr. 202 «Deutsche Wehr» vom 3. September 1914. Nr. 71 «Schlesische Vollspresse» vom 4. September 1914. Nr. 183 «Troppauer Zeitung» vom 4. September 1914. Die mit «Xrkljovinn, Urvatn^» u Halisburö^oj Uou»rbiji» betitelte, in Wien vom kartographischen Institute G. Freytag und Verndt gedruckte geographische Karte samt dem ganzen Vor» worte des Herausgebers Dr. Zvonimir Vjelovuöie. Nr. 34 «?»8ymu<), vom 23. August 1914. Nr. 229 .1/Oi-a. vom 17.—18. August 1914. Mttische Uebersicht. Laib ach, 11. September. Nachträglich wird bekannt, daß der Einbruchsversuch der Timok-Division gleichzeitig an vier Punkten erfolgt ist, und. zwar nicht allein bei Mitrovica, sondern auch westlich davon bet Na«a und östlich bei Klcuak und bei Kuftinovo. An allen vier Punkten befolgten unsere Truppen den landenden Serben gegenüber die gleiche Taktik. Sie ließen den Feind unbehelligt landen und auf unser Saveufer kommen. Dann erst eröffneten unsere vorzüglich gedeckten Geschützstellungen ihr mörderisches Feuer und ging unsere gleichfalls gut gedeckte Infanterie mit ihrem unwiderstehlichen Angriffe vor. So kam es, daß die ganze Timok-Division an allen vier Punkten vollständig vernichtet wurde, soweit sie nicht in unsere Kriegsgefan» genschaft geriet. Aus Berlin wird gemeldet: Der Vorstand der sozial» demokratischen Partei veröffentlicht im „Vorwärts" eine Erklärung, worin dagegen protestiert wird, dah das internationale sozialistische Bureau gemeinsam mit der sozialistischen Partei Frankreichs cmcn Aufruf an das deutsche Volk erlassen Hot, ohne eine Verbindung mit der sozialdemokratischen Partei Deutschlands auch nur zu suchen. Das Exekutivkomitee hat damit seine Befugnisse überschritten, was um so befremdlicher sei, da sämtliche Mitglieder nur einem der bei der gegenwärtigen Katastrophe beteiligten Staaten angehören und deshalb notwendig befangen fein mußten. Der Aufruf stellt die Vorgänge, die zum Kriege führten, im Sinne der französischen Regierung bar. Die Einseitigkeit des Aufrufes gehe schon daraus hervor, dah darin die Bedrohung des deutschen Volkes durch den russischen Despotismus nicht einmal erwähnt wird, also diejenige Tatsache, die das deutsche Volk in seiner Gesamtheit am tiefsten erregt und für die AAlrteilung der politischen Situation von wesentlicher Bedeutung ist. Ferner protestiert der Parteivorstand gegen die Absicht des internationalen sozialistischen Bureaus, mit Unterstützung der sozialistischen Partei Frankreichs die sozialistischen Parteien der neutralen Länder über angebliche Greueltaten der Teutschen zu informieren. Der Parteivorstand sagt: „Wir fühlen uns verpflichtet, festzustellen, daß die deutschen Soldaten, die zu Mil' Feuilleton. Wie der Balthasar Gschwendtner sterben wollte. Kriegs»Slizze von H'eter Iriedel. (Schluß.) Und dann ging es hinaus mit Blechmusik und Gesang: „Nun adjö, Lowisc, wisch ab das Gesicht, eine jede Kugel die trifft ja nicht, denn traf' jede Kugel apart ihren Mann, wo kriegten die Könige ihre Soldaten dann!" Armer Balthasar! Er hatte keine Lowise, die um ihn weinte, ja, die Kirchenschuster-Stasi hatte ihn wohl schon ganz und gar vergessen um diesen patzigen Gabel-hofer. Der durfte natürlich zu Haufe hocken mit seiner schiefen Schulter, der Tropf, der elende, und sich fchön tun lassen von dem allerliebsten Schatz. „Bazi verfluchter umanand!" So schnupfte der Valthasar vor sich hin, während die anderen sangen, und es war schwer zu entscheiden, was stärker in ihm war: der Schmerz um die ungetreue Braut, oder aber die gesunde Vaucrnwut auf den begünstigten' Nebenbuhler. Wenige Tage später stand der Balthasar Gfckiwcndt-ner auf Vorposten in Feindesland, gut vierzig Kilometer hinter der Grenze. Es war ein verdammt gefährlicher Posten, aber er hatte kein Gefühl dafür. Auch hätte es ihn kaum beunruhigt, wenn er es gehabt hätte, denn noch immer waren seine Gedanken von der Trauer um die schöne Stasi und der Wut auf den schiefen Gabelhofer so voll, daß nichts anderes daneben Raum fand. Finster und verbissen stand er, wo man ihn hingestellt hatte, und tat mechanisch, was ihm aufgetragen war. Sein Herz war nicht dabei. Da klang ein leiser Pfiff vom Alisl herüber, der ein Stück unterhalb lag. Valthasar schaute auf. Ja, was war denn das bei der Hecke da drüben? Zwei, drei, vier Kerle in roten Höfen? Herrgott von Vödersbach noch einmal! Das waren Franzosen! Ob sie sie wohl schon erspäht hatten? Kaum, bi« Felduniforin dcVtc so gut im Gelände, daß er kaum den Alisl gesehen hätte, wenn er nicht gewußt hätte, daß er da unten lag. Aber was tun? Schießen? Der Alisl brachte ja schon vorsichtig das Gewehr in Anschlag. Aber er, der Valthasar? Er wollte doch keinen erschießen, sondern selber erschossen werden. Und was hatten ihm dic Franzosen denn eigentlich getan? Ja, wenn dort drüben der Gabclhofer mit seinen sauberen Freundcrln standen hätte, da wäre es eiae himmlische Seligkeit gewesen, der Bande, dcr vertrackten, ein paar ordentliche Löcher auf die fetten Pelze zu brennen! Aber halt, was war das schon wieder? Dcr Alisl hatte geschossen und einer von den Rothosen war hingeftlumftst wie ein Sack. Die drei anderen aber hatten blitzschnell das Feuer erwidert und schier im selben Moment waren gut zwanzig andere Rothosen, die bis dahin unsichtbar gewesen waren, ihnen zu Hilfe gekommen. „Willst dich abfchießen lassen wie ein Karnickel?" brüllte der Msl herüber. „Schnellfeuer, Gschwcndtner, wenn dir dein Leben lieb ist, sonst is g'feit!" Da riß der Valthasar auch fchon das Gewehr an die Backe und fchoß darauf los, daß der Lauf glühheiß anlief. „Oes Gabclhoferischc Nagaschi umanand!" schimpfte er dazwischen. Aber neben der Wut, die ihn schüttelte wie das böse Fieber, stieg eine mächtige Freudigkeit in ihm auf, wild und stark wie ein bayerischer Bergbach im Frühling, und die schwemmte alle Traurigkeit und alle Verzagtheit aus ihm heraus. Und während die Kugeln dcr Feinde, die ihm ans Leben wollten, links und rechts an ihm vorbcipfiffen, da wußte der Nalthasar Gschwendtner auf einmal, daß er nicht sterben wollte, fondern leben, leben und noch einmal leben. „Bayern und Deutschland!" rief dcr Alisl aus voller Kehle, und der Valthasar stimmte ein in den Nuf. „Bayern und Deutschland! Bayern und Deutschland!" Immer wieder.klang es auf zwischen dem hurtigen Knattern der Salven, und dcr Nalthasar rief es noch lauter als der Alisl. War kein schlechtes Duett, das sie da auf ihren königlich bayerischen Gewehren spielten, der Valthasar und dcr kleine Alisl. Schuß um Schuß biß drüben einer ins grüne Gras, und rascher als es sich erzählt, ergriffen die wenigcn, die übrig geblieben waren, das Hasenpanier. „Gut is 'gangen, Gschwendtner!" jauchzte der Alisl. „Dös glaubst!" lachte der Nalthasar zurück. „Stuckcr dreißig gegen zn>oa boarische Vuam!" Und er strahlte über die ganze Breite seines starken und ein bißchen dummen Vaucrngesichts. So endet die wahrhaftige Geschichte von dem Bal-thasar Gschwendtner aus Vödcrsbach, der sterben wollte, und sein Leben just in dem Moment von Herzen lieb gewann, als er ha.t daran war, es zu verlieren. Laibacher Zeitung Nr. 216 __________________________1826___________________________________12. September 1914 lionen durch die Schule der deutschen Parteigewerkschaft gegangen sind, keine Barbarei: sind und an Vildung des Geistes und des Herzens hinter den Soldaten keines Volkes der Welt zurückstehen. Es ist bezeichnend, daß das Exekutivkomitee des internationalen sozialistischen Bureaus wegen der angeblichen Greueltaten der Deutschen die öffentliche Meinung der neutralen Länder anrufen wolle, während es sich über die listigen Überfälle der belgischen Franktireurs auf deutsche Soldaten ausschweigt und von den Greueltaten der Russen in Ostpreußen nichts zu ineldcn weiß." Der Londoner Korrespondent des „Giornale d'Ita-lia" stellt die bittere Enttäusch»»«« des englische,» Publikums fest, das vergebens auf eine große Seeschlacht mit der Vernichtung der deutschen Flotte wartet. Dieses Warten sei um so peinlicher, als das deutsche Landheer täglich in Frankreich vordringe. Außerdem müssen die Engländer von fortwährenden kühnen Vorstößen der deutschen Torpedoboote hören. Einige deutsche Torftedo-geschwadcr hätten sogar die englische Blockade durchbrochen und seien an der Ostküste Englands erschienen. Eine längere Dauer dieses Hängens und Vangcns uud die Untätigkeit der englischen Flotte werde auf die englische Volkspsyche höchst niederschmetternd wirken. Wie man der „Pol. Korr." schreibt, soll die chinesische Negieruug im vergangenen Monate an das Kabinett von Tokio mit der Anregung herangetreten sein, daß es im Vereine mit der Negieruug der Vereinigten Siaa-ten den im Kriege befindlichen europäischen Mächten eine Vermittlung zur friedlichen Beilegung des Konfliktes antragen möge. Die japanische Regierung erteilte jedoch eine ablehnende Antwort, wobei sie sich auf ihre Vertragspflichten gegenüber England berief. Der „Mcssaggcro" erfährt aus Dschibuti, die innere Lage Abessimcns habe einige Besorgnis gezeitigt infolge der Erregung, die unter den Volksstämmen im Süden gegen den Negus herrsche, dein man die Verantwortung für die letzten von seinen Anhängern verübten blutigen Repressalien zuschreibe. Der Hof von Addis Abeba habe alle Vorkehrungen getroffen, damit die Krönung Lidj Ieassus nach der Regenzeit vorgenommen werde. Es scheine jedoch, daß man hicvon abgekommen sei und beschlossen habe, diese Feierlichkeit aufzuschieben, bis iu Äthiopien die Ruhe wieder vollkommen hergestellt sein wird. — „Mcssaggero" meldet ferner, in Dschibuti sei die Nachricht von dem Ableben der Königin Taitu cin-getroffen. TMsllcmglcitcn. — (Der Todestag der Kaiserin Elisabeth.) In der Schönbrunner Schloßkirche fand am 10. d. M. um 9 Uhr vormittags einc stille Trauermesse anläßlich des Sterbetages weiland Ihrer Majestät der Kaiserin Elisabeth statt. In der Kirche hatten sich alle in Wien weilenden Mitglieder des Kaiserhausos, ferner die obersten Hofchargen, die Suiten und die Hofbeamtenschaft eingefuuden. Um 9 Uhr betrat Seine Majestät der Kaiser die Kirche und nahm im Oratorium Platz. Die Messe zelebrierte mit Assistenz der Hofgeistlichkeit Hof- und Vurgpfarrer Prälat Dr. Seydl. Nach ihrer Beendigung begab sich Seine Majestät der Kaiser in seine Gemächer. — Aus Budapest, 10. d. M., wird gemeldet: Anläßlich des Todestages weiland Ihrer Majestät der Königin Elisabeth wurden heute auf den öffentlichen Gebäuden Trauerfahnen gehißt. In der Matthiastirche fand ein öffentlicher Trauergottesdienst statt, dem die Spitzen der Behörden und ein zahlreiches andächtiges Publikum beiwohnten. — („Wilhelm II." als Kriegsfreiwilliger.) Aus Marburg wird der „Boh." geschrieben: Man hat iu diesen Tagen oft davon gelesen, daß vielfach einzelne Familien ganze Reihen von Kriegern ins Feld stellten. Zu diesen Familien gehört auch die des Landwirtes Justus Plug im benachbarten Trcysa. Plug selbst ist Veteran von 1870, und es erfüllt ihn als alten Sol« daten mit begeistertem Stolz, daß es ihm vergönnt ist, sieben Söhne zu den Fahnen zu schicken. Die Iuugen stehen im Alter von 19 bis 30 Jahren und haben sämtlich ihrer Militärpflicht genügt bis auf den Jüngsten, der jetzt als Freiwilliger mit hinausgezogen ist. Bei diesem letzten Sprößling hat übrigens Kaiser Wilhelm in üblicher Weise Pate gestanden, und Vater Plug erzählt mit Vorliebe von einer drolligen Verlegenheit, in die die Eltern bei der Taufe des jüngsten Sohnes gerieten. In der Namcnreihe der ersten sechs Kinder befand sich nämlich bereits ein Wilhelm, als der siebente Sohn das Licht der Welt erblickte. Nun war guter Rat teuer, aber da man auf die Ehre der kaiserlichen Patenschaft natürlich nicht verzichten wollte, half sich der erfinderische Vater auf eine verblüffende, originelle Weise und nannte seinen Benjamin „Wilhelm II." Unter diesem stolzen Namen wuchs der Knabe auf, niemand uanntc ihn anders im Dorfe, und heute ist er der Begeistertsten einer. — (Der Trost des Husaren.) Gar mancher brave Krieger wird in seinem Quartier weder Betten noch Daunendecken vorfinden, sondern auf harter Erde ohne wärmende Hülle den Schlaf suchen müssen. Da sei au das Trostwort eines alten prenßischen Husaren von 1613 erinnert, der auch iu seinem Quartier weder Bett noch Decke zum Nachtlager fand. Er half sich, wic ein zeitgenössischer Bericht erzählt, darüber mit folgendem klassischen Ausspruch fort: „Ick weiß mir in solchem Falle janz jut zu helfen; ick lege mir auf den Rücken und decke mir mit dem Bauche zu." — (Militärisch geregelte Höflichkeit.) Ort der Handlung: Ein kricgsmäßig bis auf den letzten Platz besetzter Straßenbahnwagen iu einer deutschen Mittelstadt. Eine ältere Dame in Schwarz steigt ein, wandert durch den bereits gefüllten Gang bis zur Mitte des Wagens. Zwei Herren, die sich gegenübersitzen, stehen gleichzeitig auf, um ihr Platz zu machen; sie bleibt infolgedessen, unschlüssig, wessen Angebot sie annehmen soll, stehen. Ein Moment der Erwartung: dann sagt der eine der Herren zu seinem Konkurrenten: „Welcher Jahrgang?" „1880, ungedienter Landsturm", lautet a toniiK) die verständnisinnige Antwort. Darauf der andere: „Ich 1857, gedient; Sie kommen zuerst d'ran" — und setzt sich nieder, während die alte Dame, nunmehr beruhigt, mit leisem Lächeln den Platz des Jüngeren einnimmt. (Der Kriegskomet.) Die Heidelberger Sternwarte teilt mit: Der auf der Meteorologischen Station in Plevna gesichtete Komet, der bereits mit bloßem Auge sichtbar ist, wurde von der hiesigen Sternwarte schon seit längerer Zeit beobachtet. Es ist der Komet de la Van, der am 17. Dezember 1913 in La Plata entdeckt wurde, als er noch sehr weit von der Erde entfernt war. Er hat inzwischen seine Bahn hinter der Sonne herum vollendet und ist seit einigen Wochen am Nordhimmel unterhalb des Pols wieder sichtbar geworden. Er ist etwa von dritter Größe, zeigt einen breiten, etwa 4 Grad langen Schweif und wird durch den unteren Teil des Sternbildes des großen Bären seiner Sonnennähe zustreben. Diese Stellung tritt am 28. Oktober ein. (Lebertrau gegen Mücken und Schnaken.) Ein Hilfsmittel gegen die überaus lästige Insektenplage, unter der namentlich die Pferde zu leiden haben, wird gegenwärtig, wo viele Tausende von Tieren im Felde sind, interessieren. Wie die Berliner „Tierärztliche Wochenschrift" mitteilt, hat sich Regierungstierarzt Lang (Numea) durch eine Reihe von Versuchen vergewissert, daß der Lebertran gegen alle Mücken, Schnaken und Zecken eine spezifische, giftige Wirkung ausübt. Wenn man mit Lebertran bei einem Pferde die Stellen, an denen die Mücken mit Vorliebe sitzen, überstreicht, so wird es in wenigen Minuten schon von allen Mücken befreit sein, ohne daß die Haut nur im geringsten geätzt worden wäre. Der Lebertran wirkt aber auch noch vorbeugend, weil er die Mücken von allen bestrichenen Körperteilen während zehn bis achtzehn Stunden nach dem Vestreichen fernhält. Wird der Lebertran auf die Oberfläche des Wassers eines Tümpels ausgebreitet, so tötet er die Mückenlarven schneller als das Petroleum. — (Vom „salonfähigen Vorwärts") in Berlin erzählt die „Arbeiter-Zeitung" folgendes: Mitten im tollsten Trubel kürzlich mittags biegt ein graues Kriegsautomobil Unter den Linden ein und kann ungefähr beim Kronprinzenpalais nicht weiter wegen der Menschenmassen. Seine Insassen sind hohe Militärs in Uniform. Ein Zeitungshändler, Spezialverkäufer des sozialdemokratischen „Vorwärts", mit großen Geschäfts« schildern auf der Brust und auf dem Rücken, drängt sich hinzu und trompetet mit einer Bombenstimme die Offiziere an: „Meine Herren Ienerals, kofen Sie den salonfähigen ,Vorwärts', jetzt Organ des preußischen Kriegsministeriums!" Eine Riesenheiterkeit bricht aus und Offiziere und Publikum kaufen um die Wette. — (In der Villa eines belgischen Grafen.) Im „Berliner Tagblatt" schildert Walter Hasenclever eine Automobilfahrt nach und in Namur. Der Schilderung entnehmen wir folgende interessante Stellen: ... Es wird Nacht. Namur, am anderen Ufer der Maas, kommt näher. Alle Brücken über den Fluh sind gesprengt. Als wir höher hinauf die Pontonbrücke erreichen, die von den Feinden zur Hälfte begonnen, dann auf der Flucht von ihnen verlassen und von unseren Truppen zu Ende gebaut wurde, rückt gerade eine Division herüber. Wir müssen halten und darauf verzichten, Namur noch in dieser Nacht zu erreichen. Es bleibt uns nichts übrig, als in einer Villa zu überuachteu, die bereits von 50 Mann besetzt ist. Es ist das Haus eines belgischen Grafen und Offiziers, von allen Bewohnern verlassen. Im Salon liegen uusere Soldaten auf den Sesseln. Auf dem Tisch stehen halbgeleert die Gelecgläser der Hausfrau. Oben in den Betten schlafen die Offiziere. Im Park vor Keine Gper. Original'Roman von ^Albert Kinroß. — Emzig autorisierte deutsche Übersetzung von N. Geifel. (39. Fortsetzung.) (Nachdruck Ucrbotcn,) Vom Komponisten selbst sah er inzwischen nichts, so oft cr auch ein Zusammentreffen vorschlug. Sopwith wußte sich stets durch „Überhäufung mit Geschäften" zu entschuldigen; und nach der Aufmerksamkeit, die das Publikum der doch erst noch aufzuführenden Oper jetzt schon widmete, zu urteilen, mußte Sopwith ja wirklich unermüdlich in seinen Versuchen und Anstrengungen, „Stimmung zu machen," sein. So sah Harvey in seiner Phantasie den Freund erhitzt und in Schweiß gebadet von Pontius zu Pilatus rennen, hier eine Annonce aufgebend, dort eine Notiz redigierend, dann wieder einer Probe beiwohnen oder Rücksprache mit dem Kapellmeister nehmend, um zum Schluß noch Interviewern zum Opfer zu fallen. Der Kunstmäcen und Patron par exzellence, der Marquis von Stoke, hatte in bezug auf Softwith mehr Glück. Nahm der junge Komponist doch sogar eine Einladung ins Palais Stoke an. „Ein recht talentierter junger Mann und zum Glück noch nicht so eingebildet, um nicht Rat von älteren, erfahrenen Leuten anzunehmen," lautete das Urteil des Marquis. Und dergleichen indirekte Nachrichten konnte Mcrceron überall erfahren. Wäre er selbst nicht besser und angenehmer beschäftigt gewesen, dann hätte er sogar Softwith in den Salons der oberen Zehntausend mehrfach sehen können, denn der junge Komponist hielt es für geboten, sich überall zu zeigen. Harvey und seine Verlobte blieben aber allen großen Empfängen fern, und so trafen die Freunde nirgends zusammen. Für die erste Aufführung der „Francesca" indes wollten Harvey und die Gräfin eine Ausuahme machen und die Loge Lady Grasmeres benutzen. Für' den Mend der ersten Aufführung waren die Wariugs, die außer wenigen auserlesenen Freuuoen und Frru Hodgson die einzigen waren, die um die Verlobung der beiden wußten, so freundlich gew?sen, Frau Hodgson für den ganzen Abend, erst zu Tisch, dann zur Oper und zum Souper nach der Oper einzuladen. Diese Veranstaltung gewährte den Verlobten eines der seltsamen Töte-2 totes, die beide wohl zu schätzen wußten. In etwa vier Wochen sollte ihre Hochzeit stattfinden, und so hatte man von der offiziellen Mitteilung der Verlobung Abstand genommen, um der Gesellschaft erst das „fait accompli" bekanntzugeben. So kam der schliche Abend heran. Neben der Freude, an der Seite seiner Verlobten die Oper zu besuchen, empfand Harvcy doch auch lebhaftes persönliches Interesse an der Oper selbst. „Franceses" Erscheinen bedeutete für ihn mehr als nur die erste Aufführung einer musikalischen Neuheit. Wäre er nicht um ein Haar selbst in der Lage gewesen, dem Publikum seine Novität vorführen zu lassen? Ohne Hutchinsons Besuch mit all seinen Folgen säße er, Harvey, vielleicht jetzt noch in der Down-Straße, vergraben unter Partituren und Libretti. Welch ein Glück, daß er „Francescas" erstes Erscheinen miterleben durfte, ohne zugleich als Komponist und Autor in tausend sngsten schweben zu müssen! Sopwiths Kom- position würde ja ungefähr an musikalischem Gehalt seiner verschwundenen „Isabella" gleichen, denn damals — ein Jahrhundert schien ihm seitdem verstrichen zu sein — war er noch in fast kindlichen Begriffen und Anschauungen befangen gewesen, die sich inzwischen geklärt hatten. Und so ging Harvey elastischen Schrittes nach Albert Gate, wo das Diner mit Rücksicht auf die neue Oper heute zeitiger stattfinden follte. Einen Orchideenzweig für die Geliebte in der Hand, betrat Harvey kurz vor Sieben die Halle des hübschen kleinen Hotels. Hier kam ihm Frau Hodgson bereits im Abcndmantel entgegen, denn der Diener hatte soeben ihre Droschke gemeldet. „Ei, wie Sie pünktlich sind," sagte Frau Hodgson spottend; und als jetzt die Gräfin auf der Vildfläche erschien, fuhr die Gesellschafterin fort: „Es ist schade, daß die Verlobten als Ehemänner so unpünktlich werden. Verlassen Sie sich darauf, Gertrud, daß er Sie später mitunter stundenlang warten lassen wird." „Es tut mir wirklich leid —" begann Harvey. „Und mir wt's ebenfalls leid," fiel die Gräfin ein. „Was tut Ihnen beiden denn leid?" fragte Frau Hodgson verblüfft. „Daß Sie Herrn Hodgson so schlecht gezogen haben," vollendete Harvey lachend. „Ja, ganz erbärmlich schlecht," sekundierte Lady Grasmere. Lachend hielt sich Frau Hodgson die Ohren zu, und dann verabschiedete sie sich und fuhr davon. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 216____________________________1827__________________________________12. September 1914 dem Hause vier Automobile. Wir sstzen uns dorthin in den Schein der Lampen. Draußen über die Brücke ziehen in eherner Ruhe Kanonen, Pferde, Fourage« wagen, Mannschafteu. Kein unnützes Wort ertönt. Kommandorufe dann und wann. In der stockdunklen Nacht ein ungeheurer, ewiger Eindruck in Feindesland. Wir gehen mit unseren beiden Posten in eine benachbarte Villa, Matratzen für die Nacht zu holen. Auch sie ist verlassen. Wüste Unordnung. In den Schlafzimmern liegen noch Kämme, Parfüms und seidene Röcke; in den Betten haben die Katzen genächtigt. Zerschlagene Lampen. Im Korridor Bilder, Möbelstücke, Tücher; auf dem Küchenschlank Butter und Brot. Wir finden uns in der Finsternis zurück zu unserem Quartier; die Matratzen unterm Arm, so richten wir uns in der Bibliothek des Hauses für die Nacht ein. Ich durchblätterte einige Bücher der kostbaren Bücherei. Adelsdiplome, Stammbäume, Abhandlungen über den Adel in Namur; alte Werke aus dem 16. Jahrhundert... Ein Brief Maria Theresias im Original mit einem wundervollen Siegel fällt heraus . . . Seltsame Reminiszenz jetzt im Kriegsjahre 1914! Am nächsten Morgen in Namur. Die Hotels gegenüber dem Bahnhof gleichen einem Kriegslager. Alles ist voll Militär. In Lüttich sind einige Straßen verbrannt— in Namur aber ganze Plätze. Die Grande Place mit ihrem schönen Rathaus existiert nicht mehr. An ihrer Stelle ein weiter Trümmerhaufen, aus dem Dampf quillt. Als wir einfahren, ist die Feuerwehr noch beschäftigt zu löschen. An vielen Häusern steht man die verheerende Wirkung der Granaten. Deutsche' Posten stehen vor den Bäckerladen, die das Volk stürmt. Um 4 Uhr nachmittags war im größten Hotel nichts mehr Eßbares zu erhalten. Es mangelt an allem in der Stadt: an Salz, Kartoffeln, und am meisten an Hefe. Am Nachmittag östlich weiter bis Gembloux. Hier steht es mit den Nahrungsmitteln noch schlimmer. Seit vierzehn Tagen, so erzählen die Soldaten, ist bei der Bevölkerung selbst für teures Geld kein Vier und noch weniger Brot aufzutreiben. (Ein Gebet.) Wir lesen in der „Wiener Allg. Zeitung": Im Schlafsaal des schönen Karolinen-Kinderspitals. Weiß schimmernde Bettchen aneinandergereiht. Gütige Hände streichen ein letztes Mal über Decke und Polster. Vor dem „Gute Nacht!" aber noch das Gebet. Die kleine sechsjährige Mimi hebt die gefalteten Händchen..empor und: „Lieber Gott, ich bitte Dich, lass' die Österreicher über die Serben siegen!" — „Lieber Dott (betet ihr unbeholfen das dreijährige Roserl nach), ich bitte Dich, lass die Österreicher und die Serben siegen!" Da kniet sich ein schwarzlockiges Mäderl, leidenschaftlich erschrocken, im Betterl auf: „Lieber Gott, bitte Dich, tu's nicht, tu's nicht. Die Roserl hat sich nur geirrt, sie hat sich ja nur geirrt, sie hat sich ja nur geirrt. Lieber Gott, lieber Gott, tu's nicht!" — So beten die Kleinsten in ihren weißen Bettchen für unsere Soldaten. Warnung! Die Bevölkerung Steiermarks, Kiirntens, Krains und deö Küstenlandes wird aufncfordcrt, die zum Schutze der Allgemeinheit lion den politischen und militärischen Behörden getroffenen Verfügungen gegen Prcistreibe« reien durch das eigene Verhalten entsprechend zu unterstützen. Überschreitungen der Marimaltarife sollen nicht geduldet werden. Ein Anbot höherer als der Marimal-preisc durch die Käufer ist untlng und unpatriotisch. Die dauernde Zurückhaltung notwendiger Bedarfsartikel in einer den Gebrauch des eigene»» Haushaltes übersteigenden Menge wird nicht Zur Bewilligung höherer Preise, sondern zu Beschlagnahmen und Bestrafungen führen. ' Eine Agitation gegen die in dieser Beziehung er-gangenen Kundmachungen ?c. ist sowohl seitens Einzel' Personen als auch seitens Körperschaften absolut unstatthaft, desgleichen jede öffentlich gepflogene Kritik, die anfreizcnd Wirten lönnte. Verfehlnngcn gegen diese Vc-stimmungen werden — auch wenn sie sich gegen Ver» fügungcn politischer Vehördcn richten — ausschließlich durch die Landwehrgerichtr bestraft. (Kaiserliche Verordnung vom 35. Juli 1914,1.XXI. Stück des N. G. Bl., 8 2, Ziuilftrafgesctz, 8 65 d, Mlitiirftrafgcsctz 8 341.) Strafsatz schwerer Kerler von einem bis zu fünf Jahren. DaS Militärkommando wird nicht dulden», daß wer immer aus einer etwaigen öffentlichen Notlage einen besonderen Gewinn ziehe. Graz, am 7. September 1914. Dec Militärkommandant: Mattanovich m. p. Generalmajor. Lolal- und ProMWl-Nachrichtcn. — (Auskünfte über Kriegsgefangene und Inter« niette.) Das internationale Komitee vom Roten Kreuze in Genf hat die Anregung gegeben, daß von den Gesellschaften vom Noten Kreuze in allen gegenwärtig kriegführenden Bändern Hilfs- und Auskunftsstellcn errichtet werden, deren Aufgabe es wäre, Auskünfte über Kriegsgefangene und Internierte zu beschaffen und denselben einlangende Liebesgaben zu übermitteln. Demgemäß hat die Bundesleitung der Osterreichischen Gesellschaft vom Roten Kreuze auch eine solche „Hilfs- und Auskunftsstelle des Roten Kreuzes zugunsten der Kriegsgefangenen" in Wien, 1. Bez., Landskrongasse Nr. 1, errichtet, welche ihre Tätigkeit bereits begonnen hat. Anfragen wären nur schriftlich, eventuell telegraphisch, unter genauer Angabc des Namens, des Truppcnkörftcrs, der Charge des Kriegsgefangenen, bei Internierten ihres Namens, Alters, Berufes und früheren Wohnortes, ferner des Staates, in welchem der Betreffende kriegsgefangen oder interniert vermutet wird, sowie natürlich unter genauer Angabe der Adresse der anfragenden Angehörigen an diese Hilfs- und Auskunftsstelle zu richten, welche alles aufbieten wird, um die rasche Beantwortung der eingelangten Anfragen Zu erreichen, bczw. um eingelangte Gaben an ihre Bestimmung zu leiten. — (Zentralaltion des Landesausschuffes zur Unterstützung der Familien einberufener Soldaten.) Lokalaus-schüsse sind ferner gebildet worden: in den Gemeinden: Teinitz, politischer Bezirk Stein; Altcnmarkt und Wei-nih, politischer Bezirk Tschernembl; Grohlack, Töplitz und Weißkirchen, politischer Bezirk Rudolfswert; Vraböe, Politischer Bezirk Adelsberg; Groß-Dolma, politischer Bezirk Gurkfcld; Hülben, politischer Bezirk Krainburg; für die Pfarren Zalilog, Dobrava, Weihkirchen, Neul und Sclzach. — (Auf dem Felde der Ehre gefallen.) Wie uns von privater Seite mitgeteilt wird, ist Seine Exzellenz FML. Friedrich Freiherr v. Wooniansky-Wildenfeld im Kampfe für Kaiser und Vaterland den Heldentod gestorben. Dessen Sohn wurde verwundet. Der Bruder des Feldmarschalleutnants, t. u. l. Major des Ruhestandes Max Freiherr von Wodniansky-Wildenfeld, befindet sich, zur Kriegsdienstleistung kommandiert, im hiesigen Garnisonsspital. — (Verwundet.) Hauptmann Ernö von Mal-läsz des Infanterieregimentes Nr. 47 wurde auf dem nördlichen Kriegsschauplatze durch einen Schnß ins linke Bein verwundet. Er befindet sich auf dcm Wege in Spitalspflege. — (Rotes Kreuz.) Von nun an werden die Listen der Verwundeten, die sich in den Spitälern des Roten Kreuzes in Laibach befinden und befinden werden, nicht mehr im Zweiten Staats gymnasium, Zimmer 53, zur Einsicht ausgestellt, sondern in den Lcnbacher Tagesblättern veröffentlicht werden. — (Zu den Verwund ctentrantzp orten.) Wir werden um folgende Mitteilung ersucht: Das Publikum wird gebeten, sich bei Transporten von Verwundeten zwecks deren rascher Auswaggonierung nicht hinzudrängen. Der Zutritt zur Auswaggonierungsstellc und zu den Er-frischungsräumen ist nur solchen Personen gestattet, die mit einer vom Platzkommando ausgestellten Legitimation versehen sind. Im hiesigen Landesspitale sind in der chirurgischen und in der medizinischen Abteilung folgende, durchgehends dem Mannschaftsstande angehörende Verwundete in Pflege: Balon Josef, Gcfr., IN 75, Obcr-armschuß; Varoch Josef, Inf., IR 35, Obcrschenkelschuß bei ischiatischen Schmerzen; BlcM Leopold, Inf., IN 8, Streifschuß an der Schädeldcckc; Brauset Josef, Ers.-Res., IR 92, Kopfschußwunde; Chval Franz, Zgf., IN 75, Oberschenkclstreifschuß: Ci5ck Anton, Ers.-Res., IN 75, Schußwunde unter dein rechten Ohr; Dvorak August, Inf., IR 75, Armschuß: Gxner Hugo, Gefr., LIR 11, Zertrümmerung des linken Oberarmes durch Schrapncllschuß; Farka Friedrich Jos., Inf., IR 75, Schußwunde im rechten Oberarm; Fi^er Johann, Inf., IR 88, Unterarmschußwundc; Fortuna Jakob, Ers.-Res., IR 17, aus Sairach in Kram, geb. 1885, Zertrümmerung beider rechten Unterarmknochen durch Gewehrschuß; Fridecky Rudolf, Drag., DR 11, Quetschung der rechten Schulter; Frühauf Johann, Ins., IR 88, Schraftnell-schuß in die Hand; Gric-ar Ignaz, Inf., IR 17, aus St. Martin bei Littai, geb. 1884, Schraftnellschuß im linken Unterarm; Hlubucky Franz, Inf., IN 75, Untcr-armschuß; Horak Josef, Gcfr., ILR 30, Oberschenkelschuß; Horliöck Josef, Inf., IN 36, Bajonettstich im linken Fuß; Hromada Anton, Inf., IR 75, Schuß durch den linken Brustmuskel; Klima Anton, Ins., LIR 14, Zertrümmerung des linken Unterarmes durch Schrapnell-schuß; Koller Adalbert, ftciw. Unterjäg., FIB 10, Schrapncllschuß durch den Rücken; Komarek Franz, Drag., TR 8, beide Knie durchschossen; Kosnar Rudolf, Gcfr., IN 88, Oberschentclschuß; Kotar Ignaz, Inf., IR 17, aus Moräutsch, geb. 1877, Gewehrschuß in den linken Daumen und Schrapnellschuß in den linken Oberschenkel; Kozel Adalbert, Inf., IR 75, Schußwunde im linken Unterarm; Kratochwil Josef, Inf., IN 88, Streifschuß am linken Oberarm; Kri5 Franz, Inf., IN 75, Streifschuß am rechten Ohr; Lexa Karl, Inf., IR 75, Schuß durch dle linke Wade; Lindmaier Karl, Inf., IN 35, Mittclhandschuß; Loukota Rudolf, Inf., IR 98, Unterarm- und Handschuß; Marecek Josef, Gefr,. FIB 12, schwere Erschütterung des Kopfes durch Sturz; MareZ Ludwig, Inf., IR 75, Achselschuß: Ma-tyas Julius, Kan., FKR 5, Unterschenkelbruch durch Sturz; Nemec Josef, Inf.. IR 75, Gewehrschuß im lin- ken Unterarm; Nohavica Franz, Inf., IN 3, Mund» schußwunde; Novotny Friedrich, Inf., IN 18, Oberschenkelschuß; Novotny Josef, Inf., LIR 30, Knieschuß; Novy Franz, Ins., IN 88, Streifschuh unter dem linken Ohr; Paril Karl. Inf., IR 75, Schußwunde, rechtes Schlüsselbein zertrümmert; Parkan Franz, Ers.-Ref., IR 12, Obcrschcnkelbruch durch Schrapncllschuß; Pech Anton, Inf., IR 75, Rinncnschuß an der rechten Hand; Peterman Franz, Inf., IN 99, krank; Petrik Johann, Inf., IR 75; Pospichal Franz, Inf., IR 75, Schußwunde in der rechten Hand; PosftM Karl, Inf., LIR Nr. 12, Schienbeinbruch; Pta^ck Franz, Inf,, IR 84, Schußwunde; Ringel Franz, Inf., LIN 30, Schrapncllschuß in der linken Mittelhand; Rozinek Josef, Unterjäg., FIB 2, leichter Streifschuß; Schuster Josef. Inf., IR 35, Schrapncllschuß in der linken Hand; Slaby Franz, Inf., IR 75, Oberschcnkclschußwunde; Sojka Gottlieb, Inf., IR 36, Rinnenschuß am linken Zeigefinger; Sou-kup Friedrich, Inf., IR 75, Schuß in der rechten Hand; Sperl Josef, Inf., IR 35, Obcrarmbmch; Mybor Josef, Ers.-Res., IR 36, Obcrschenkelschuß; Studenovsky Wenzel, Gefr., IR 75, Durchschuß durch die zweite linke Zehe: ^ima^ek Wenzel, Inf,, IR 75, Untercmnschuß; kkvara Wenzel, Gefr., IR 88, Schußwunde in der rechten Wade; kpada Johann, Inf., IN 35, Schußwunde im Nucken; Taibl Iaroslav, Korp.. IR 88, Schußwunde; To^er Alois, Inf., IR 75, Leistengcgendschuß-wunde; Urbcmcc Franz, Korp., IR 74, Streifschuß am linken Oberarm; Vcrosta Johann, Korft., IN 99, Schußwunde; Vitm'ck Josef, Inf., IR 88, Untcrschcnkelbruch; Vojtck Franz, Gefr., IR 8, Streifschuß in der rechten Achselhöhle: Volny Iaruslav, Inf., IN 36, Streifschuß am rechten Ohr; Zavral Franz, Jag., FIB 6, Streifschuß am Kopfe; 2it Franz, Gesr., IR 75, Handschuh-wunde; Smitlo Wenzel, Ins., LIN 12, Leberuerwun-dung durch Schuß. Im Rcservcspital in der hiesigen k. k. Staats -gewerbeschule sind folgende erkrankte Soldaten untergebracht: Brajdi«- Georg, IN 17, Feldkomp. 3; Fajoiga Ignaz, IN 17, Feldkomp. 6; Gracelj Johann, IR 17, Marschbat. 1; Graek Andreas, Korp., IR 17, Feldkomp. 3; Angcrer Alois, Jag., FIB 27; Ardolf Josef, Inf., IN 75; Azzolini Alzidi, Inf., Tir. Kais. I 3; Varlc Guido, Grf., IR 17; Batista Josef, Rekrut, IN 97, Komp. 4; Bendel Nenko, Inf., IN 95; Verger Johann, Inf., Lanoesschühcn-R. 2; Bernalt Jakob, Inf., IN 17, Komp. 2; Vlasevi^ Johann, Inf., IR 97; Vla5ek Anton, Inf., IN 98; Bojlo Johann, Ref., IN 32; Vo5w Johann, Ref., FKR 7, Vatt. 3; BoÄo Josef, Unterlag., FIB 7; Vorowskn Franz, LandstKan., Kan.N 32; Vrtnicky Franz, Inf., IN 75; Vubola Anton, Ers.-Res., Küstenschuhabt.; Vu^an Stanko, Iäg., FIV 31; Nudka Ladislaus, Iäg., FIN 28; Christin Josef, Ers.-Nes., FIV 20; Crosilla Josef. Ers.-Nes., IR 97, Marschkomp. 1; l'erne Josef, Gest., LIN 27, Negimentsstab; Daurdock Andreas. Inf., IN 30; Dei-ncga Peter, Gefr., IR 55; Deihl Josef, Kan., GAR 14; Dietl Karl. Landst.; Dobnita Franz, Kan., FKR 7 Er-satzuatt.; DukaM Blasius, Iäg., FIV 31; Elbl Josef, Inf., IN 47, Komp. 11: Eichleiter Andreas, Ref., LandesschR 4; Eis Josef, Inf., IR 88; Fehler Jakob, Inf., L.rdstVpflMag.; Finller Elias Landsturmmarm LTt''l 13; Florcnm Iulirs, Rekrut, IN 97; Folftrecht Franz, Inf., IN 74; Forscher Alois, Iäg., IN 28: Laibacher Zeitung Nr. 216__________________________1828_____________________________ 12. September 1914 Friederich Eduard, Zgf., IR 21; Ghezzi Adol Inf., IN 35; Goj Nikolaus, Kan., FAR 11; Golem-bliosky Thomas, Ins., VerftflM 11; Gostin^iä Johann, Ers.-Res., IR 17, Marschkomp. 3; Graöak Marko, Iäg., FIB 31; Hantar Anton, Inf., IR 97; Hartinger Alois, Inf., IN 7; Ha5 Johann, Korp., IR 18; Hecht Fried-, rich, Ers.-Res., IN 4; Höfle Bernhard, Ers.-Nes., Land-M 2; Hoffmann Herbert, Inf., IN 88; Hoffmann Max, Ref., IN 88; Horaza Iofef, Ers.-Nes., FIB 20; Hrab Ivan, Inf., IN 30; Hribar Lorenz, Gcfr., FIV 7, Komp. 1; Hricikjevw Stephan, Inf., IN 55; Hupka Josef, Inf., IN 88; Ilkuf Ivan, Ers.-Res., IN 58; Iagher Bernardo, Landst., LIN ^; Ianous Karl, Inf., IN 75; Ierdas Viktor, Ers.-Res., IR 97, Komp. 8; Ievnik Josef, Ins., IR 17, Komp. 11; John Franz, Inf., IN 88; Iuda Klafta, Nes., IR 30; Kabelka Wenzel, Ins., IN 88; Kaiser Rudolf, Ref., IR 98; Kalnulk Johann, LandstKan., KN 33; Kasscm Josef, Ers.-Nes., IN 7, Marschkomp. 3; Kastner Jakob, Landst., GAN 14; Kiefer Soraczka, Kan., FAN 32; Kindl Franz, Inf., LSch 2; Kinzl Stephan, Inf., IN 99; Klimcnt Stanislaus, Inf., IN 88; Kobal Anton, Inf., IN 17; Kohne Johann, Ers.-Nes., IN 47; Kovecky Franz, Ers.-Nes., IN 74; Korcn^an Matthäus, Patr.-Führcr, FIV 7; Kos Vohumil, Inf., IN 88; Kos Valentin, Ers.-Res., IN 17, Marschkomft. 3; Kosobud Wenzel, Inf., IN 75; Koudela Franz, Inf., IN 88; Kova<^ Johann, Inf., IN 27; Kozak Franz, Inf., IR 28; Kral Thomas, Ers.-Nes., IN 17, Komft. 2; Kramer Johann, Ers.-Nes., PionV 2; Kratky Wenzel, Inf., IN 92; Kreoek Adolf, Pion., PV 2; Kröhn Wenzel, Inf., IR 79; Krois Ferdinand, Res., IN 47, ErsBat.-Komft. 5; Kruftka Nudolf, Ers.-Nes., IN 92; Kunel Ignaz, Nes., LIR 11; Kutschter Franz, Korft., IR 88; Kyn Anton, Inf., IN 88; Lachmer Franz, Pion., PV 2; Lancckcr Ignaz, Ers.-Res., IN 47, GrsVatKomft. 1; Lang Johann, Inf., IN 47; Laska Wenzel, Inf., IN 35; Laurw Ignaz, Nef., LIR 27, Komft. 4; Lavreni-iö Alois, NcsZgf., FIV 8, Komft. 1; Legoviö Anton, Inf., IN 97, ErsKomp. 2; Lozinski Vasyl, Inf., IN 30; Lysejko Lazar, Inf., LandstR 19; Madr Eduard, Inf., IN 88; Mahni6 Johann, Inf., IN 97; Maier Franz, Inf., IR 47; Mantel, recte Striks Schaft, Inf., LIN 19; Marc Alois, Kan., DivKad 22; Marin«« Franz, Ers.-Nes., IN 17, Marschkomp. 3; Marko (Leitmeritz) durch einen Kopfschuß den Helden« tod gefunden. Eroberte Geschütze in Wien. '^ic>l, ll. September. Seit gestern trafen hier eine große Anzahl russischer Geschütze ein und wurden vor dem Arsenal aufgestellt. Es sind größtenteils die vo» den Armeen Auffcnberg und Dnnkl erbeuteten Trophäen. (5iu zahlreiches Publilum drängt zur Vesichtignna der erobcltcn Geschütze. Gefangene Nüssen. Budapest, ll. September. Im Laufe der Nacht past sicncu Budapest vier Züge, welche 3500 gefangene russische Soldaten beförderten, daruuter auch viele Kosaken uud Tartareu. Die Gefangenen erhielten auf dem Na-loezer Nangicrl'uhuhof ein Nachtmahl, bestehend aus Tee uud '^ Kilogramm Vrot. Da sie die Waggons nicht verlassen dursten, wurde ihnen das Essen iu die Waggons gereicht. Sodann erfolgte die Weiterbeförderung in das ^agcr von Kenycrmezö. Erzherzogin Zita bei den Verwundeten. Wie«, N. September. Erzherzogin Zita besuchte heute vormittags das Spital der Barmherzigen Schwc-stcrn, wo I.'il) verwundete Krieger gepflegt werden, fprach jeden einzelnen der Verwundeten an nnd spendete Trost nud Zuspruch. Acim Verlassen des Gebäudes äußerte sich c»>e Erzherzogin mit Aucrkeuunng über dcn Eindruck, den die Einrichluugeu des Spitals auf sie gemacht haben. Ein rollendes Spital. ^ien-, ll. September. Die Österreichische Gesellschaft von, Noten Kreuz hat auf Auregung des Generalinsvel tors für freiwillige Sanitätspslege, Erzherzogs Franz Salvator, und nach dessen Einzelftlau ciueu großen Sa-nitälszug zusammeugestellt, der in nächster Zeit in Tätigkeit tritt. Es wurden nämlich zehn Speisewagen der Inlr^lionalcn Schlafwagcngcfellschaft für den Transport Schwcrverwundeler eingerichtet. Diese Umgestaltung N'lirde mit solcher Sorgfalt uud sinnreicher Ausnützung der Näumlichlciten und der Einrichtung durchgeführt, d'iß dcr^Zug sich «ls rollendes Spital darstellt. Erzherzog Franz Saluator hat es übernommen, die dosten der Umgestaltungen des Zuges zu begleichen. Feldpofikarten nach Deutschland. 2Vien, 11. September. Auf Grnud der mit der deutschen Neichsvostvcrwaltung wegen gegenseitiger Achaud-luug der Feldpostlorr?spondenzen getroffenen Vereinbarung genießen Privalkorrcsvondcnzeu, uud zwar Briefe bis zum Gewichte von 100 Gramm uud Postkarten, aus Österreich an Angehörige der deutschen Armee und umgekehrt Portofrciheit. Deutsches Reich. Das 22. russische Armeekorps geschlagen. Berlin, 11. September. Das Wolffbureau meldet: Der Generalstab teilt mit: Das 22. rnssische Armeekorps, das sich ans Finnland rekrutiert, hat versucht, iilier Lyck in dcn Kampf iu Ostpreußen eiuzugreifen. Es ist bei Luck geschlagen worden. Kaiser Wilhelm an General v. Hindenburg. Berlin, ll. September. Der „Lokalanzeiger" veröffentlicht ein Telegramm, welches Kaiser Wilhelm nach der Meldung von der Vernichtung der Narcv-Annee an den Generalobersteu v. Hindeuburg gerichtet hat. Iu dem Telegramm gibt der Baiser seiner uusagbareu Freude über die Mclduug Ausdruck uud erklärt, die vollbrachte Waffenlm, die nahezu einzig in der Geschichte dastehe, sichere dem Generaloberst und seinen Truppen für alle Zeiten nnvcrgänglichen Ruhm und werde, so Gott will, das teuere Vaterland für immer vom Feinde befreien. Prinz Crnst von Sachsen-Meiningen gefallen. Meiuina.cn, ll. September. Kaiser Wilhelm teilte dem Herzog von Sachsen-Meiuingen telegraphisch mit, daß Prinz Erusl vou Sachsen-Meiningcn, Sohn des vor Namur gefallenen Prinzen Friedrich von Sachsen-Mei-uingcn uud Bruder der Großherzogin von Sachsen, ge-sullen ist. Er wurde am 20. August in Maubeuge mit militärischen Ehren begraben. Zuversichtliche Ttimmung an der Berliner Börse. Berlin, 11. September. Im Zusammenhang mit den neuen Erfolgen im Westen und im Osten, wie bei Verdun, uesonders aber in Ostpreußen, herrschte unter dcn Besuchern der Börseusäle eine äußerst zuversichtliche Stimmung. Durch das Vorgehen des Generalobersten v. Hin-oenburn aeht hoffentlich l>alo oer Wunsch der Bevölkerung in Erfüllung, den Boden Ostpreußens gänzlich von dcn Nüssen gesäubert zu sehen. Die französische Kriegführung. Berlin, ll. September. (Wolff-Bureau.) In einen, Briefe eines höheren deutfcheu Sanitätsoffiziers, der zurzeit eiucr Krauleuabtciluug in einer lothringischen Stadt vorsteht, die drei Tage lang in den Häudeu der Fran-zi'sen war, heißt es: Die Franzosen zerstörten in kindischester nnd rasendster Wut alle Wohnungen der deutschen Beamten und Offiziere uud beschmutzten alles in nicht wiederzugebender Weise. Sie machten selbst aus der Krankenanstalt geradezu einen Schweinestall. Die französischen Kranken erzählen, daß die französischen Arzte sich nm ihre eigenen Kranken nicht kümmerten uud Festgelage abhielten, während die Verwundeten Qualen litten. Nnr ein Stabsarzt machte eine rühmliche Ausnahme. Ein-wohuer sagtcu, die drei Tage der Franzosenherrschaft germanisierten mehr als die ganzen 43 Jahre deutscher Herrschaft. Die französischen Verwundeten sind dankbar, daß sie in einer deutschen Krankenanstalt Pflege und Wartung fiudcu. Die Krankenschwestern und Krankenpfleger haben l l<)0 Betten eingerichtet. England Feldmarschall French über die bisherigen Operationen der englischen Expedition. Berlin, 11. September. Das Wolff-Vureau ent« nimmt der „London Gazette" vom 9. d. M. nachfolgende vom Feldmarschall French herrührende Darstellung der bisherigen Operationen der englifchen Expedition: Die Engländer nahmen am 22. August eine Stellung von Ath über Mons bis Vinche ein. Nach Mitteilung des französifchen Hauptquartiers nahm ich an, daß ich höchstens zwei deutsche Armeekorps vor meiner Front hatte. Unsere Stellung war vorzüglich. Am Abend des 2li. Angnst erhielt ich vom General Ioffre die unerwartete Meldung, daß 3 deut» sche Armeekorps gegen meine Front vorgingen und ein weiteres Korps eine Umgehungsbewegung von Touruay ausführe. General Ioffre teilte ferner mit, daß die französische Armee, die zur Rechten der Engländer stand, sich zurückziehe. Infolgedessen entschloß ich mich, auf eine vorher rekognoszierte Stellung zurückzugehen, die sich von Manbcuge westlich nach Ioulaine, südöstlich von Valenciennes, ausdehnte. Die ganze Nacht hindurch fanden auf der ganzen Linie Kämpfe statt. Der Rückzug wurde am 24. August unter fortwährenden Gefechten ausgeführt. Da die französischen Truppen noch immer zurückgingen, hatte ich, abgesehen vou der Festung Maubeuge, keine Unterstützuug. Die entschlossenen Versuche des Feindes, meine linke Flaute zu umgehen, überzeugten mich, daß der Fciud beabsichtigt, mich gegen Maubcnge zu drängen und mich zn umzingeln. Ich glaubte keinen Augenblick verlieren zu dürfen, mich auf eine andere Stelluug zurückzuziehen. Diefe Bewegung war gefahrvoll nnd schwierig, nicht nur wegen der überlegenen Kräfte vor meiner Front, fondern auch infolge Erfchöpfung der Truppeu. Der Rückzug begann am 25. August früh nach einer Stellung in der Nähe von Le Chateau. Obwohl die Truppen Befehl hatten, Chambrai, Le Chateau und Landerecics zu besetzen und die Stellung am 25sten August in aller Eile vorbereitet und verschanzt war, hatte ich doch ernste Zweifel, ob es klug sei, dort stehen zn bleiben nnd zu kämpfen, da ich die Mitteilung von der ständig wachsenden Stärke des Feindes erhielt. Überdies dauerte der Rückzug der Franzosen auf meiner Rechten an. Ich entschloß mich dahcr, weiter zurückzugehen, bis sich ein gewichtiges Hindernis, wie die Somme oder Oise zwischen die britischen Truppen und den Feind bringen und meinen Truppen die Gelegenheit zum Ausruhen und Reorganisation geben könnte. Ich wies daher die Korpsbcfehlhabcr an, sobald als möglich auf die Linie Vermout-St. Qucntin-Ribemont zurückzugehen. Am 25. August wurden wir auf dem Marsch den ganzen Tag über vom Feind bedrängt, der die Augrisse auf die erschöpften englischen Soldaten noch spät in die Nacht fortsetzte. Während der Kämpfe am 23. nnd 25. August ersuchte ich General Sordet, der drei französische Kavalleriedivisionen befehligte, um Unterstützung. Sordet leistete zwar wertvolle Hilfe, war aber am 26. August, dem kritischesten Tag, infolge Erfchöpfung der Pferde nicht mehr im Stande, uns zu unterstützen. Am 26. August wurde es bei Tages-anbrnch offenbar, daß der Feind feine Hanpttrast gegen den linken Flügel unferer Stelluug richtete, der von unserem zweiten Armeekorps gebildet wurde, und General Smith Dorien meldete, daß er sich unter einem solchen Angriff nicht zurückziehen könne, wie ihm befohlen worden war. Es war für mich unmöglich, Smith Durien zu unterstützen, aber die Truppen zeigten eine prächtige Haltung gegenüber dem schrecklichen Feuer. Endlich wurde es offenbar, daß, wenn eine vollständige Vernichtung vermieden werden sollte, der Rückzug versucht werden müßte. Um !/,4 Uhr nachmittags wurde Befehl gegcbeu. den Rückzug zu beginnen. Die Bewegung wurde durch die hingehendste Unerschrockenheit und Entschlossenheit seitens der Artillerie, welche selbst ziemlich gelitten hatte, gedeckt. Das schöne Eingreifen der Kavallerie leistete wesentliche Hilfe bei der Vollendung der sehr schwierigen und gefährlichen Operation. Glücklicherweise hatte der Feind zu sehr gelitten, um die Verfolgung energisch durchzuführen. Ich kann diefen kurzen Bericht über die ruhmvolle Haltuug der bri-tifchen Truppen nicht schließen, ohne hohe Anerlen» nuug den wertvollen Diensten Smith Doriens zu zollen, der den linken Flügel der Armee am 26. August rettete. Auf eine Ainc aufnelanfcn. London, 11. September. (Über Berlin.) In der Nordsee wurde das Wrack des englischen Damvfcrs „Ottawa" aufgefunden, der vermutlich auf eine Mine aufgelaufen war. Karten der Kriegsschoupfätze Erofies Format a K120, mit Post K11 8+27 raschenformat a 20 und 40 h, mit Post 10 li mehr in der* Buclilwiticlluiigj IpJIeiiayri Fed. Uerg, Laid Kongressplatz IVr. i2. Laidacher Zeitung Nr. 216________________________ 1830____________________ 12. September 1914 Kämpfe zwischen deutschen nnd englischen Truppen in Afrika. Berlin, 1. September. Englischen Nachrichten zufolge, haben in der Nähe des Songweflnsses an der Grenze Deutsch-Ostafrikas und des Njassalandes zwischen deutschen und englischen Truppen Kämpfe stattgefunden, in deren Verlauf auf beiden Seiten mehrere Europäer gefallen sein sollen. Aus gleichen Quellen wird auch von mehreren Toten und Vei> wuudeteu in Kämpfen in Kamerun berichtet. Eine amtliche Bestätigung dieser Nachrichten liegt bisher nicht vor. Beschlagnahme neutraler Tampfcr. Kopenhagen, II. September. „Politiken" meldet aus London: Der Amerika-Dampfer „Noordam", der von Newyork nach Rotterdam mit vielen deutschen Neservi-sten an Bord fuhr, wurde auf offener See beschlagnahmt und nach Qucenstown gebracht. Haag, li..September. Die durch französische Kreuzer erfolgte Anfbringnng der Dampfer „Nicuwe Amsterdam" und „Tambora" sowie die Beschlagnahme eines großen Teiles ihrer Ladung, »uoruuler sich auch für die Nieder ländische Bank bcslininite Silberbarren befanden, hat in der hiesigen Öffentlichkeit, >uic aus zahlreichen Arlilelu der Presse hervorgeht, den ungünstigsten Eindruck hervorgerufen. Her Papst für den Frieden Nom, 10. September. „Osservatore Nomauo" vcr-össenllicht die erste Enzyklika des Papstes Benedikt XV., in der er zunächst hervorhebt, daß er nicht Zweifle, die göttliche Vorsehung, die ihm eine so schwere ^ast der Würde auferlegte, werde ihm auch deu Mut und die notwendige Kraft verleihen, seine hohe Aufgabe Zu erfüllen. Der Papst verweist sodann darauf, daß er von Schaudern und Kummer erfaßt sei, angesichts des schrecklichen kriegerischen Schauspiels, da er sehe, daß ein so großer Teil Europas unter der Herrschaft des Feuers uud Schwertes sich rot färbe von christlichem Blme. Er umarme in seinem Gefühle väterlicher Barmherzigkeit alle Kinder der Kirche. Er wolle nichts unversucht lasseu, um das Ende eines solchen Unglückes zu beschleunigen. Ebenso wie Papst Pius X. empfehle er allen Kindern der Kirche, insbesondere jenen, die die heiligen Weihen empfangen haben, Gott in ihren öffentlichen, und privaten Gebeten anzuflehen, auf daß der Krieg aufhöre. Die Enzyklika schließt: Aus tiefstem Herzen bitten und beschwuren wir jene, die die Voller regiereu, daß sie zustimmen, alle ihre Streitigkeiten zurückzustellen, zum Heile der menschlichen Gesellschaft, in Erwägung, daß schon allzu viel Trauer und Elend das Leben der Sterblichen begleiten, als daß es nötig wäre, noch mehr Elend und Trauer zu häufen. Mögen sie einsehen, daß es genug sei des Zechörungs-Werkes und des vergossenen Blutes und sich beeilen, Friedcnsvcrhandluugen anzubahnen und sich die Hände zu reichen. Dann werden sie den höchsten Preis Gottes erlangen sür sich uud ihre Völker. Mögen sie auch wissen, daß sie damit auch ein sehr gefälliges uud sehr erwünschtes Werk für den Papst vollbringen werden, der wegen der großen Umwälzung der Dinge nicht unerhebliche Schwierigkeiten bei der Ausübung seiner apostolischen Statthalterschaft finde. Die Enzyklika ist gegeben vom 8. September, Marin Geburt. Bulgarien. Gegen den Panslnvismus. Tofia, 1l). September. „Utro" veröffentlicht einen Ausruf der Ukrainer an das bulgarische Voll. Wie das Blatt hinzufügt, nicht um zu agitieren, sondern um das innige Mitgefühl sür die Ukrainer auszudrücken, für dieses geknechtete Volt', dessen Schicksal dem der Mazedonier gleicht. Im Aufruf heißt es, Bulgarien habe im vorigen Jahre als erstes seine sogenannte slavische Politik büßen müssen. Diese rein russische Politik hat den Raub Mazedoniens durch Serbien herbeigeführt. Angesichts der Unteri>chung Mazedoniens dürfe Bulgarien nicht zögern, alle seine Kräfte zur Belämpjung der vanslauistischen Lügen in Nußland aufzuopfern. Denn Nußland verfolge unier dem vorgeschützten Deckmantel der slavischen Einheit das Ziel, alle Slaven zu unterjochen und ihnen dasselbe unglückliche Schicksal zuteil werden zu lassen, dein die anderen Völker verfallen sind, die das Unglück hatten, uuler die russische Herrschaft zu konnneu. 30 Millionen Ukrainer mußten seinerzeit, nachdem ihuen der Hclman Ehmelnicky die Freiheit errungeu hatte, durch die Umstände gezwungen, ein Bündnis mit dem moskowilischen Neiche eingehen. Gleich darauf begannen die Moskowiter die Freiheit der Nuthenen zn vernichten, bis der Sieg von Poltawa im Jahre 1700 die endgültige Untcrjochnug der Ukrainer herbeiführte. Nußland war ein wahrcs Grab für die Völker, ein Feind der Kultur uud des Fortschrittes. Der Sieg Nußlands würde den Sieg des Absolutismus/ über die Demokratie uno die europäische Kullur bedeuten und die Knechtschaft vieler slavischer Völker verlängern. Die Ukrainer und Bulgaren müssen handeln. Ihre geschichtliche Aufgabe sei, die dreisten Lü^en der Punslavislcn zu zerstören. Es handle sich um Veilerscin odcr Nichtsein. Der Ausruf schließt: Bulgaren! In diesem heiligen Feldzug gegen die russische Herrschast stehen wir mit euch uud den Völkern Oslcr-rcich-Ungarns uud Dntschlands auf einer Seite. Mit verhaltenem Atem folgt der Bund zur Befreiung der Ukrainer «.urcn Vorbereitungen zur Abrechnung mit Nußland und eurer Verständigung mit Numänicn nnd der Türkei. Wir hoffen, daß eure lorbecrgcschmückle Armee noch einmal glänzende Zeiten eurer Geschichte schreiben wird. In diesem Momente schickt euch das ukrainische Volk nicht seinen slavischen, sondern seinen allmenschlichen Brudcrgruß. Die Türkei Die Anfhebnng der Kapitulationen. Konsiantinopel, 10. September. Die der Pforte durch vier Botschaften bereits überreichte Antwortnote der Botschafter, betreffend die Aufhebung der Kapitulatioueu, besagt, daß das Kapiiulatiousregimc, wie es gegenwärtig iu der Türlei in Geltung ist, nicht eine autonome Einrichtung der Türlei ist, sondern das Ergebnis internationaler Verträge, diplomatischer Abkommen und vertragsmäßiger Akte verschiedener Art. Dieses Negime könnte also von der ottomanischen Negierung in keinem seiner Teile abgeändert, geschweige denn in seiner Gänze aufgehoben werden, außer im Einvernehmen mit den Verttagsslaaten. Falls nicht bis zum 1. Oktober zwischen der oltomanischen Negierung nnd der Ncgierung der Botschafter eine entsprechende Vereinbarung erzielt werben sollte, wird es ihnen unmöglich sein, dieser einseitigen Entschließung der Pforte von diesem Tage an eine erclutive Kraft zuzncrtennen. Albanien. .steine Besehung durch italienische Truppen. Rum, 10. September. „Popolo Nomano" bestreitet aus (^ruud von Mitteilungen aus berufener Quelle entschieden das voll einem in Oberitalien erscheinenden Blatte wieoergegcbenc Gerücht, daß die Besetzung Al baniens durch italienische Truppen unmittelbar beuor^ stehe. Tatsächlich habe sich weder in Valona, noch in irgend einem anderen Teile Albaniens irgend etwas ereignet, was ein Einschreiten Italiens nötig machen würde, das mit dem guten Beispiele der absoluten Achtung der Unantastbarteit Albaniens so lange vorangehen wolle, als diese nicht von anderen verletzt würde. Übrigens liege lein Grund vor, zu glauben, daß andere daran dächten, einen Anschlag aus die Unvcrletzlichkcit Albaniens zu unternehmen, noch auch, daß die Türken, die sich ill Valoua uud Durazzo festgesetzt haben, dahin zu wirken dächte!., daß Albanien alls der ihm von der Lon-donuer .^ouferenz aujcrleglen Nenlralität heraustrete. Die ueuen Mänucr, die Albauicn regieren, wissen sehr gut, daß die Mächte, indem sie das autonome Albanien als neutral erklärten, damit vor allem beabsichtigten, seine Unabhängigkeit zu sichern. Was übrigens die neuen Bewerbungen für den albanischen Thron anbelangt, habe Italien bisher leine bezügliche amtliche Mitteilung erhalten. Verantwortlicher Redakteur: Antun F n n t e t. I. Ausweis über die für die Zentralaltion des trainischen LaudeSausschusses zu Gimsien der Familien dcr ein berufenen Soldaten bis 3. Srp> temper cingegangrnen Spniden in Kronen. Es haben gespendet: Dr. I. Mariuku in Maucice bei Krainburg 20; Franz Zajc, t. l. Finanzrat i. N., Laibach, 1«; Franz Lavtizar, Oberlehrer in Uuterschischka, 10; Ungenannt „für Unterkrainer" 50; Robert Kollman in Laibach, l00; Heinrich Dejak, Pfarrer i. P. in Laibach, 20; Franz Ferjancit, Seminar-Vizedirektor in Laibach, 20; Frau Amalie Dr. Pogacuik in Laibach 30; Aug. Aguola iu Laibach 20; Bauunternehmer Dr. Ing. A. O. Samohrd und Iofef Loncaric in Laibach 100; die Beamten der Bauunternehmer Dr. Ing. A. O. Samohrd und Iofef Loncaric in Laibach 50; Laibacher Kreditbank in Laibach 300; Dr. Josef Lefar, Kanonikus in Laibach, 20; Leopold und Auua Petras in Laibach 20; Viktorie Dejak iu Laibach 10; Johann Krisper in Laibach WO; Martin Knez in Laibach 10; Krainische Landcsbanl in Laibach 2000; Schneider & Vcrovsek in Laibach 30; Val. Scaguetti in Laibach 50; Dr. Dereani in Stein 10; Heller Vaclav, landsch. Ingenienr, 20; Fr. Na-kovec, Kaplan in Mottling, 15; Korosec in Laibach, Ahacljeva cesta 3, 5; Speditionsfirma „Balkan" iu Laibach 20; Firma I. E, Mayer iu Laibach 200; Dr. Cerne, Sekretär der Landesbank iu Laibach, 10; Firma Kastelic & Zabkar in Laibach 50: Ljndska posujilnica in Laibach, 1500; Karl Pollak, Fabrikant in Laibach, 1000; Sammlung (Anonym) 20'30; Laudesrcgierungsrat Dr. Eron samt Frau 10; Velkavrh Jakob in Laibach. Pete^damm 24, 5; F, M. Schnitt iu Laibach 40; Ant. Cadez, Katechet in Laibach, 15-06; Firma 3. M. Ecker in Laibach 20; Firma Aut. Stacul in Laibach 50; Alb. Hlavla iu Laibach 30; Gemeindeamt St. Anna 20; Dr. A. Bouaventura Icglic, Fürstbischof iu Laibach, 50; Ljudska hrauiluica iu posojilnica in Moräutsch 20; Povsc Franz, Land-tagsabgcordnetcr in Laidach, 50; Otto Baron Ap-faltrern iu Kreuz 100; Frauz Kliuar, Lehrer i. P. in Laibach, Ulttcrkrainer Straße 31, 5; Hrauilnica iu posojilnica iu Aich 10; Schweiger Franz in Haselbach 20; Hraniluica iu posojilnica: in Gottschcc 25, in Flöduig 10; Ljndsla posojilnica in Oberluitsch 5; Lavrcncic Johann, Dechant in Stein, 10; Bergbau-genosseuschast iu Laibach 200; Firma Jos. Lehuer in Laibach 10; Friedrich Baron Rcchbach in ^rentberg 50; Hranilnica in posojilnica iu Tomisl'lj 10; Ourtno-kreditna zadruga i:: Laibach 10; Hrauilnica iu poso° jiluica iu Seiscnbcrg 50; Dr. Karl Triller. Advokat und Landesansschußbeisitzer, 50; Zupancic Anton, Professor iu Laibach, 50; Jug. G. Rnmpcl in Wien 40; Firmen H. v. Gimboru <^ Zifferer in Wien 6; Julius Goeken iu Neumarttl 10; Firma Brüder Redlich flLAIB ACH • KOMBNSKEGA-UU-'t Vß y chef-ahztphmwus DR FRDERGANG \) RAUCHER! PATRIOTEN! Es ist amtlich erwiesen, daß die Zigarettenpapier-Marke RIZ ABADIE der Societe Anonyme des Papiers Abadie in Paris also FRANZOSEN gehört. PATRIOTEN! 3400 3-2 Wer raucht noch derzeit diese französische Marke? Marktpreise in Laibach im Monate August 1914. Weizen..... y K —- — Roggen . . . . » »—' — Gerste..... » » — — Hafer...... . -' — Mais..... » » —' — Weizenmehl Nr. 0 » ,55 — Roggenmehl . . » » 40 — Weizenmehl Nr. 2 » »54 — » » 3 . » b3 — Maismehl . . . , > 28 — Weizenbrot. . . Icx , —-50 Roggenbrot. . . , »—'42 Gemischtes Brot, » » — - 38 Reis..... » » — 52 Gerste...... > ^33 Grieß..... » » —60 Fisolen..... » » —-46 Linsen..... » » — 76 Erbsen .... » »—-48 Ausgesch. Erbsen. » » —-74 Hirse..... » » — 40 Heiden..... » »—30 Türken-Mehl . . » . — — Kartoffeln . . . » »10 Gemüse (Kraut, —-10 Rüben usw.) . » » —-05 Sauerkraut. . . » »— 22 Saure Rüben. . , » -16 Kaffee...... » 3 10 Tee...... » , 7- — Kakao..... » » 620 Zucker..... » » —-92 Salz..... » » —-24 Pfeffer..... » » 260 Paprika. . . . lc^ X 3 29 Kümmel . . . » » 1-20 Wein.....I » 1-20 Vier.....» » —-48 Branntwein. . » » 2-20 Rum...... » 3-20 Kognak. ..... 4-80 Essig...... . --30 Tafelöl. ..... 1-56 Schweine. . . y » 140 — Kälber ..... » 120-— Rindfleisch . . » , 164- — Schafflcisch . . » » 130' — Schweinefleisch. » »200- — Ziegenfleisch. . » » 100- — Kalbfleisch . . » » 180 — Geselchtes Fleisch » »248- — Salami. . . . » » 550- — And tioct. Würste » »280 — Speck . . . . » . 196- — Schweinefett. - » »220 — Butter .... Ice » 360 Käse...... . 2'10 Heu.....^ »__.__ Kukuruzgrieß . » » 22- — Klee...... » — — Stroh ..... » —- — hartes Holz . . m' » 12 — weiches Holz. . » » 10-— Steinkohle . . y » 3 02 Kohle ...... 8-50 Koks.....» » 4 36 Petroleum . . I » —-36 Brennöl. . . , » » — 48 Meteorologische Beobachtungen in Laibach Seehöhe 306 - 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm ,„ 'Z u. N. 738 2 23 1 GSM. schwach teilw. heiter 1 „ ^ ^U. Ab. 39 1173 windstill heiter ^" 7Ü. F. 40 2 13 0 SSO. schwach Nebel 11. 2U. N. 38 4 24« SW. schwach teilw.bew. 0'0 9U. Ab. 375 185 W. schwach bewöllt 12.>7U. F. > 324j 17 0< windstill ! . l 0 9 Das Tagesmittel der Temperatur vom Donnerstag betraat 18 3", Normale 15-6°. Das Tagesmittel der Temperatur vom Freitag beträat 18 8', Normale 15 5». Regen vorgestern nachmittags. — Regen nachts. Amtsblatt. 3415 3-3 Z. 2049 Konkursllusschreibung. An der dreiklassigen Volksschule in Mitter« H>orf ist eine Lehrstelle definitiv zu besetzen. Die gehörig belegten Gesuche sind im vor» geschriebenen Wege bis 20. Oktober 1914 beim gefertigten l. l. Bezirksschulräte einzu» bringen. An lrainischen öffentlichen Volksschulen noch nicht definitiv angestellte Bewerber haben durch ein staatöärztliches Zeugnis den Nachweis zu erbringen, daß sie für den Schuldienst die volle physische Eignung haben. K. k. Bezirksschulrat Radnmnusdorf, den 2. September 1914. 3434 3—3 Z. 582. Supplentenstelle. An der k. l. Staats-Ooerrealschule in Lai» bach ist mit Beginn des Schuljahres 1914/15 für die Dauer des Krieges eine Supplentenstelle für Chemie und Naturgeschichte als Hauptfächer oder Chemie als Hauptfach in Verbindung mit zwei Nebenfächern, wobei jenc Bewerber, die Naturgeschichte als Nebenfach haben, den Vorzug erhalten, zu besetzen. Gesuche sind bis längstens 15. September d. I. bei der Direktion einzubringen. In Vertretung des t. k. Direktors: Jos. Mazi. l. l. Professor. Kundmachung Am t. k. Staatsgymnasium mit deutscher Unterrichtssprache in Laibach sind mit Beginn des Schuljahres 1914/1915 zwei Supplenten» stellen, u. zw. eine für klassische Philologie als Hauptfach und eine für Deutsch als Haupt», klassische Philologie als Nebenfach, beide mit deutscher Unterrichtssprache, für das I. Semester oder auch nur bis zur Rückkehr des zur aktiven militärischen Dienstleistung einberufenen Fach. lehrers zu besetzen. Die vorschriftsmäßigen Gesuche sind sofort bei der Direktion in Laibach, Beethoveugasse Nr. 7, einzubringen. Št. 468/14. Objava. Po zmislu § 7 odvot. roda se objavlja, da je gospod dr. Mirko Triller z današnjim dnom vpisan v tukajšnji imenik odvetnikov B sedežem v Radovljici. V Ljubljani, dne 10. scptembra 1914. Za odbor odvetniške zbornice kranjske y Ljubljani : PodpredBodnik: Dr. Papež. 3447 8 1/14/108 Beschluß. Im Konkurse der Frau Rosa Tomäiö in Illyr..Feistritz wird zur Liquidierung und Nangbestimmuug der nachträglich an» gemeldeten und der etwa noch zur An« meldung kommeudeu Forderungen die Tag. satzuug auf den 16. September 1914 vormittags 9 Uhr bei dem k. k Bezirks« gerichte in Illyr..Feistrih, Zimmer Nr. 4, anberaumt. Illyrisch. Feistrih, am 3. September 1914. Der Konkurskommissär. Telegramme: JW 1 ^aag^üfes— **-.,'-- Telephon Nr. 41. Verkehrsbank Laibach. J^a JLB ^S^S^r PITV. allgemeine Verkehrsbank Filiole Laibach vormals 1C. Mayer HiaJUbEiGli, lVIaar»I©rtj>la,tz;. Zen.tr«tle iaa. TT^IerL. — Ca-egrru.3a.ca.et 1S©4L — 33 ITLli«J.e3a_ — -AJttleaaJB«.pItail -vaja.ca. Beserven. 65,000.000 ICxorLeru Stand der Geldeinlagen gegen Sparbücher am 31. August 1914 K 82,338.131'—. Stand am 31. Dezember 1913 auf Bücher und im Kontokorrent K 236,633.923-48. Besorgimg sämtlicher bankgeschaftlichen Transaktionen, wie: 1603 Einlösung von Kupons und verlosten Wertpapieren. 65