Nr. 168, _______________Dienstag, 25. Juli 1911. 130. Jahrgang. 3 X ^iN! ^?^ !, 2 X, — Insrrlivnsgrbnhr: Für Ncmc Iiilcrale b,s zu 4 Leilt» ÜU b, größere per Zeile 12 l>; bei öfteren Wiederholungen per Leile 8 l>. Lie .i/llibllcher Leitung» rrschemt täglich, mil Vlusnahme dcr Sonn- und Feiertage. Die Administration befindet sich Mitlozil'slrasie Nr, 20; die Nldoklivn Müloikstrasze Nr, 20, Sprechstunden der «cdaMon vun « bis ll! Uhr rmniittags, Unsrnnlicrle Nriese wcrde» »icht aiigenommeu. Manuslripie uichl zurückgestellt. Telepyon-Vir. oer Vleoai«on i,2. Amtlicher Heil. Der k. k. Rechnungshof hat den Rechnuiigsoffizial der Landesregierung in Laibach Josef Skalar zum Rechnungsrcvidcuten des k. k. Obersten Ncchmmgshofes 5 Aukol. (Fortsetzung.) Aber oann rang sich auch »under das Mitleid empor, das im tiefsten Winkel scines Herzens schlum-mcrte. „Tu wirst mich doch nicht vcrlasscn, Caylcy?" wie-derhulle dcr junge Mann. „Nein,"sagte Eayley, „ich will das »licht. Tn kannst das Pferd nehmen." „Wahrhaftig?" fragte Ogiloy aufspringend. „Frag nicht lange!" sagte der andere barsch. „Es ist ja egal, wer von nns den Weg macht. Sieh nur zu, daß du die Richtung nicht verläßt, und bleib nichl zn lange sort." Scheinbar gleichgültig gab er seinem Kameraden noch einige Anweisnngen, während er ihm die Zügel reichte. Aber innerlich dachte cr, daß es doch, wemi Eayley auch die Stadt erreichte, zu fpät sein würde, ihm Hilfe zn bringen. „Adieu, Eaylcy," rief der Junge im Tavonreiten. ..Tu kannst dich dranf verlassen, daß ich mich nicht zu lange aushalte." Cayley lächelte bitter. Er hätte hundert gegen eins gewettet, daß Ogiloy nicht vor vierzehn Tagen zurück-kommen würdc — wcnn er überhaupt wiederkäme. Er betrachtete den Ncinen Wassersack nnd sah in die Sand» wüste hinaus. Ungefähr eine Woche fpätcr schleppte sich ein Mann "us einem halbtoten Gaul durch die Straßen von Men-ä'cs. Der glühende Sonnenbrand schien ihm alle Kräfte genommen zu haben, und er tonnte sich kaum im Sattel aufrechthalten. Sergeant Vrncc war der erste, dem er begegnete, und das einzige Wort, das von seinen ver-trockneten Lippen kam, war: „Wasser!" Der Sergeant starrte ihn ein paar Sekunden an. „Gott im Himmel! Das ist ja der kleine Ogiloy,^ sagte er. „Der hat wohl eine», Sonnenstich bekommen." Ein halbes Dupnd Männer sammeile sich um die beiden. „Wo ist Cayley?" fragte einer. Dcr Jüngling konnte nur mit den, Daumcn hinlcr sich wciscn. und als cr einen Schluck Wasser getrunken hatte, sank cr bewußtlos vom Sattel. Dlc Männcr trugen ihn in das nächste Haus, und dort lag er tagelang im Fieber und verfluchte, alle Dinge im Himmel und auf Erden. ., , . . Als cr erwachte, sah er stch besrcmde-t um. Älur dic Augcn dcs Mädchens, das an feinein Nette saß, schie-ncn ihm bekannt. „Wie lange bin ich fchon hier?" fragte cr hastig. „Ungefähr vierzehn Tage," sagte sie. „Sie kamen hier, anschcincnd vom H'tzschlag betroffen, an nnd haben bis jetzt im Fieber gelegen." „Vierzehn Tage," wiederholte er verstört. „Sie dürfen sich jetzt nicht aufregen," sagte sie bernhigend. „Sie können uns alles erzähleu, wenn es Ihnen besser geht." Und dann verließ sie das Zimmer. Aber in Ogiloys Kopf wälzten sich Gedanken, die nichts mit seiner Krank» heit zu tnn hatten. Also hatte cr doch seine Mission ver. fehlt! Er dachte daran, wie Eayley meilenweit von hier entfernt in der Einöde gestorben war, nnd er fühlte, daß er daran schuld war. Wenn er Ea»)ley hätte reiten lassen, wäre sicherlich nichts Passiert, denn dcr hattc das Zcug, es auszuhalten, und nichts hätte ihn vom Wege abgebracht. Uno dann dachte er daran, daß er verhüten müßte, das; andere von seiner Schwäche ersnhren. Wenn Duleie es wüßte, würde sie ihn verachten. Schließlich »var es ja auch nichl seine Schuld, daß er den Weg verloren hatte uud im Kreise herumgeritten luar, bis ihn die Kräfte verließen. Am nächsten Taq kam Duleie, um sich mit ihm zu unterhalten. „Wie gehl's, Eayley?" sragtc sie, wie zufällig. „Hat cr Glück gchabt?" „Ich dachte, Sie wüßten es schon," sagte e? zögernd. „Was?" fragte sie überrascht. „Eayley ist tot," sagte er mutig. „Er verdurstete iil der Eandwüste. Deswegen kam ich hierher." Er sah, wie sich ihre Dinger zusammenkrampstcn, »nd alles Blut aus ihrem Gcsicht wich. „Tot," sagte sie dumpf. „Ich -— ich kann es kaum glauben. Warnm — »uarnm haben Sie oas nicht früher grsagl?" Der sichtbare Schmerz rührte ihn ct»vas: „Sie haben ihn geliebt?" Sie nickte, »nd er sah, daß ihr ganzer Körper bebte. Eines Abends, als er mit Dulcie allein »var, nahm c*r ihre Hand uud sah ihr in die Allgen. „Tulcic", sagte er, „ich weiß, daß Sie mich nicht so lieben können, »vie Sie Eayley geliebt haben. Aber den toten Mann kann nichts wicdcr znrüclrufen, und wenn Sie sich entschließen könnten, mich zn heiraten, würden Sie am Ende doch lernen, mich zu licbc'n. Aber sie entzog sich ihm. „Sprechen Sie doch nichl so zu nur, Frank, wo ocr Leichnam des Mannes, den ich liebte, noch kau», ei- kaltct ist." lSchluß folgt.) Lllibacher Zeitung Nr. 168. 1604 25 I^i 1911. Politische Ueberficht. Laibach, 24. Juli. Das „Fremdenblatt" konstatiert mit Befriedigung, daß die Präsidentenwahl im Abgeordnetenhause nahezu mit Einmütigkeit erfolgte, und daß der erste wichtige Akt, den das neue Parlament vollzog, unter dem Zei. ä/en der Unvoreingenommenst gestanden sei. Die Be-deutung dieser Wahl werde durch den Verlauf des Sit» zungstages, wenn er auch nicht im Einklang mit seinem Beginn stehe, nicht abgeschwächt, und es dürfe erwartet werden, daß die Präsidentenwahl ein günstiges Vor-zeichen für die weitere Tätigkeit des neugewählten Ab-aeordnelenhauses ist. — Die „Österreichische Volks» zcitnng" sieht in dein Ergebnis der Präsidentenwahl im neuen Hause ein sehr erfreuliches Symptom. Diese Würde, wurde fast kampflos vergeben. Damit haben sich die Parteien zu dem Grnndsatz des lvahren Parlamen-tarismus bekannt, zu dem der Arbeit. In einer Besprechung der Fleischfrage führt das „Neue Wieuer Tagblatl" aus, daß in einem konstitutio» nell regierten Lande geheime Abmachungen der jcwci-ligcn Regierung nicht bindende Gesetzeskraft erlangen können. Die Position der Agrarier sei unhaltbar. Die langjährige hochschutzzöllnerische Agrarpolitik habe sich in bezug ans unsere Viehzucht als unwirksam erwiesen. Sie habe sich trot; aller Opfer, die die gesamte Nevullcruug seit vielen Jahren für sie zu bringen gezwungen ist, nicht so entwickelt, daß sie dem heimischen Bedarf genü-gen sann. Da sei es denn an der Zeit, die Konseqnenzen zu ziehen. Wie man aus Paris schreibt, wurde in manchen politischen Kreisen behauptet, daß Präsident Failures sich bereit sinoen ließe, die Erneuerung seines Mandats, falls sie ihm angeboten werden sollte, anzunehmen. Dem. gegenüber sei znnächst darauf hinzuweisen, daß die Voll-machten des Präsidenteil erst im Jänner 19>8 ablanfen. Da sich die allgemeine innere Lage Frankreichs und ins« besondere die parlamentarische Situation, die in diesen« Zeitpunkt gegeben sein wird, nicht voranssehen lasse, er. scheine die Erörterung dieser Frage gegenwärtig als sehr verfrüht. Abgesehen hievon spreche, wie in unterrichteten Kreisen erklärt wird, nichts für die Vermntung, daß Herr Fallwres genoigt sein würde, die Präsidentenwürde für weitere sieben Jahre zu übernehmen. Aus London wird gemeldet: Schatzkanzler Lloyd» George schloß seine Redo bei einem Festmahl mit fol» gcnden Worten, die er von einer Notiz ablas: „Es ist viel wahrscheinlicher, daß der Weltfricde gesichert wird, wenn alle Völker sich vergegenwärtigen, welche Bedin» cningcn für den Frieden gegeben soin müffeu. Und weil ich die Überzeugung 1>ibe, daß die Völker einander besser zu verstehen beginnen, die gegenseitigen Gesichtspunkte gründlich abschätzen und bereit sind, ihre Meinungs» Verschiedenheiten in Nuhc und ohne Leidenschaft zu er-iirtern, habe. ich die Überzeugung, daß sich zwischen heute und dem nächsten Jahre nichts ereignen werde, was es dem Kanzler des Schatzamtes schwer inachen würde, auf einen Toast aus das fortgesetzte Wachsen des Staats-scl)atzes von dieser Stelle aus zu antworten." Die „Rossija" meldet: Während des Aufenllialtcs des frühereil Scl)ah Mohammed Ali in Odessa, der sich offenbar inkognito mit einem fremden Paß über Rnß» land nach Persien begeben hat, sehte die persische Ne« gicrnng das russische Auswärtige Amt von den Intrigen des Schah in Pcrsien in Kenntnis, ohne jedoch Beweise dafür zu erbringen. Dessenungeachtet stellte die russische Negierung wiederholt Mohammed Ali die Notwendigkeit vor, sich jeder Agitation zn enthalten. Als die jüngsten Unruhen in Persien ausbrachen und eine Bewegung zu» gunsten Alis zutage trat, war im Einvernehmen mit England beabsichtigt gewesen, den Schah nochmals von der Teilnahme an einem Kampfe mit der persischen Regierung zn warnen. Dieser Schritt mnßte jedoch we. gen der plötzlichen Abreise Mohammed Alis nach Wien unterbleiben. — Aus Astrabad, 22 Juli, wird gemeldet: Mohammed Ali ist um U) Uhr vormittags unter dem Donner der Geschütze und dem Jubel der Bevölkerung hier eingezogen. Tllgcsneuigtcitcn. — sViue amüsante Szene ans der Wiener Tram.j Beim Wiener Naschmarkl steigt eine Marktfrau in einen Waggon der elektrischen Straßenbahn ein und tomint mben eine sehr elegante junge Dame zu sitzen, die sich mit ihrem Nachbar zur anderen Seite, einem Kavallerie, offizier, angelegentlich unterhält. Der Dame scheint die neue Sitzncichbarin nicht zu behagen, denn fie rückt mög. lichsl weit von ihr hinweg. „Nix für ungut, Fräul'n", sagt resolut die Dbstlerin, „aber für vierzehn Heller könneil S' net auf jeder Seiten an Kavallerieoffizicr haben . . ." — Moderner Gelscnkrieg.j Die Zeil hat wieder begonnen, in der die Gelsen sich unliebsam bemerkbar mächen, und zahllos sind die Mittel, die jetzt zn ihrer Abwehr angepriesen werden. Ali alles Mögliche l)at man bereits gedacht, aber den Amerikanern blieb es doch vorbehalten, das Dynamit als Hauptnxlffe in den Mückenkrieg einzuführen. In New Jersey hat, wie der „Araldo Ilaliano" berichtet, der im Staatsdienst ange» stellte Entomolge Prof. John B. Smith zur Vernich» lung der Mücken Dynamilpalronen an geeigneten Stel« len zur Erplofion gebracht, damil hier tiefe breite Furchen durch das Sprengmittel ausgehöhlt wurden, die sich dann in Sümpfe verwandelten. Die Tümpel hat man dann mit einer bestimmten Art kleiner Fische, die sich mit Vorliebe von Mückenlarven nähren, bevölkert und so erzielt, daß die ganze Mückenbrul vernichtet wnrde. Durch dieses radikale Vorgehen hofft der Professor in verhällnismäßig kurzer Zeit den Mücken der Gegend völlig den Garaus machen zu köilnen. — (Kleider auö Holz.) Ein britischer Forschungs» reifender, der kürzlich ans Tibet zurückgekehrt ist, bericht tel in einer englischen Wochenschrift von wuuderlichen Kleidungsstücke», die er im Lande des Dalai Lama be« obachlen konnte,- so sah er eine tibetanische Fran, die ill , ein Kleidungsstück gehüllt lvar, das vollständig ans Holz. fasern uild Riilde hergestellt war. Die Idee, Holz als Material für Kleidnngsstücke zu benutzen, ist kürzlich von einem amerikanischen Erfinder aufgegriffen worden. Er ließ sich eine bunte Weste maclM, die völlig aus fein» gewebten Fasern von Tannenholz hergestellt ist. Selbst. vorilandlic!) l)aoe» die Holzfasern vorher eine besondere chemische Behanolnng erfahren, die es ermöglicht, sie wie gewöhnliche Fäden zu verweben. Dieser Holzstoff für Kleidungsstücke ist bereits patentiert nnd soll mit großer Billigkeit außerordentliche Dauerhaftigkeit verbinden. — lDie Gnadenfrist der Schwiegermutter.) Der Nichter Mc Gnire hat am vorigen Dienstag bei einer Sitzung des Newyorker Pulizeigcrichtes eine Entschoi« dung gefällt, die nur wenigen tätigkeilsbcoürftigen Schwiegermüttern Freude verursachen wird: der Richter hat bestimmt, wie viel Tage eine Schwiegermutter hoch. slens im Hause ihrer verheirateteil Kinder zn Besuch bleibeil darf. Es handelte sich um eine Klage der jnngen, hübschen Frali May Eule, die die Mutter' ihres Gatten beschuldigte, den häuslichen Frieden des sonst vollkom-inen glücklich lebenden Ehepaares zn stören. Der Gatte der Klägerin saß während der Verhandlung im Hinter« grnnd des Saales, aber das Gericht verzichtete von vorneherein ans seine Zeugenaussage. „Sie kam aus Boston", so sagte die junge Gattin, „und bemächtigte sick) aller Haushaltungsangelegenheiten. Sie räumte mit nnscren Lebcnsgewohnheiten aus und führte eine neue Hausordnung ein. Sie begründete das immer damit: ,So mache» wir das in Boston', nnd sie behauptete, wir müßten alles genau so machen, wie sie es in Boston tut." Die Schwiegermutter saß mit nicht gerade strahlendem Gesicht ans der Anklagebank nnd lanschte dieser Aussage-sie mochte wohl hoffen, anch ihrerseits zu Worte zu kom» men, denn Reden war nicht ihre schwache Seite, aber der Richter fragte sie nnr lakonisch: „Wie lange sind Sie scholl hier?" — „Zehn Tage." — «Zehn Tage," cut» schied der Richter knrzweg, „muß die Grenze für alle schwiegermüllerlichen Besuche bilden. Wenn Schwieger» mutter auch eine mehr oder minder notwendige Einrich» tnng sind, so können sie doch Schaden anrichten, wenn sie es an Diskretion nnd Zurückhaltung fehlen lassen. Es scheint, daß Schwiegermütter von Natur aus etwas vom Diktator an sich habe». Ihr besonderer Lebensinhalt ist, andere zu beherrschen und die Gefühle ihrer Schwieger» töchter zu verletzen. Die Schwiegermütter hätten einen besseren Ruf und würden höher geschätzt werden, wenn sie ihre Beziehungen zn den Familien ihrer Kinder aus Postkarten und Briefpapier beschränkten. Ich kann Ihnen nur den Rat gebe», sich den erstell Zug zu neh-inen ll»d schleunigst nach Boston zurückzufahren." Die sieggewohnte Schwiegermutter war so verblüfft und kleinlaut geworden, daß sie vor Gericht sofortige Abreise gelobte, und strahlend nnd vergnügt verließ die junge Galtiil am Arme ihres Mannes den Gcrichtssaal. — ar ihm »icht mehr angenehm, ich konnte ihn nicht mehr amü-sieren, die Liebe, die er für mich empfnndcn hatte, füllte sein Leben nicht mehr ans. Hatte seine Liebe für mich überhaupt je sein Leben ausgefüllt? Ganz gewiß. Nach einer Auffassung, die ich irgendwo gelesen hatte, hat die Liebe in jedem Menschen zwei Änßernngen, eine physische nnd eine psychische. Es sind nicht, wie, wohl auch behauptet wird, zwei verschiedeile Arten von Liebe, sondern nur zlvei Äußerungen desselben Gefühls; denn auch die psychische bericht anf bewußter oder unbewußter Sinnlichkeit. Diese psychische Äußerung der Liebe konnte bei Charles keine sehr komplizierte sein, er niachte kei»e Gedichte nnd besang weder mich noch den Mono; seine psychische Änßernng bestand in einer herzlichen, ritter-lichen, galanten Sorge um meine Person, in einem Be> mühen, mich mit Heiterkeit, mit guter Laune, mit wohlgemeinten Schmeicheleien zu umgeben, in dem Wunsch, mich in eleganten Kleidern nnd Hüten zn sehen, in dein Bedürfnis, mir kleine Geschenke zu machen, mit mir auszugehen, stolz aus mich zu sein, den Licbens-würdigen zu spielen und den Eindruck, den mir all dies machte, in meinem Gesicht zu lesen. Und auch ich hatte ihn lieb gehabt nnd noch lieb, anch ich halte mich liebenswürdig geniachl, nm ihm zu gefallen, und mich an feinem Behagen erfrent, ich war tätig in der Hoff» linilg, daß es ihm so recht sein würde, und hatte meinen Lohn gefunden in seiner Zufriedenheit; ich wartete mit Cehnsnchl anf sein Kommen, ich lanschte mit Interesse allein, was er erzählte, nur weil er es war, der es er- Üaibachel Zeitung Nr. 168. 1605 25. Iuli iMi. zligeil nlid den ^chädellnochcn bestehe. Beim zivilisierten' Menscl/en nimmt die Ausdehnung der Kinnbacken ab und öle Wände des Schädels werden dünner. Eine fran-Mjche Wochenschvift, die diese Tatsachen mitteilt, luupft allerlei Pessimistische Belrachtuilgen über unsere Aussichten für die Zukunft daran. Wie wenn der Mensch m seinem Sturmlaus auf die Höhen der Zivilisation immer weiter emporkommt? Werden die Schädelwände nicht allmählich so dünn werden wie Eierschalen? Wie behutsam wird mau dann mit diesen so klna.cn nnd ach >u dnnnen Köpfen umgeheil müssen! Aber'trösten wir uns. Dle Menschheit wird danu auch Mittel zum Schuh Nnden und man wird das von der Natur nicht mehr genügend gcschiihle Hirn unter widerstandsfähiaen -vlillenvor Gefahren bergen. ol s^ll ^^ Palast der Zeitung.) In der Turiner Ausstellung ist diesertage erst eines der fesselndsten Schaustücke unter großen Zierlichkeiten eröffnet »vor-den nänilich der „Palast der Zeitung". Das ganze Ge-Niebe, das zur Herstelluug einer Zeitung grüßen Stiles ^forderlich >i'st, wird in dk-sein Zeitnngspalaste vorge» Mhrt. Und was ist nicht alles hiezn erforderlich! Da braucht man die vollendetsten Präzisionsmaschinen, braucht den elektrischen Strom, das Feuer, das Wasser »nd geschmolzene Metalle. Telegraph nnd Telephon sind unentbehrlich, und dabei denkt man noch gar nicht ein-mal an die vielfältigen geistigen Kräfte, die an der Er» zeugung eines Zeitungsblaltes tälig sind. Im Turiner Zcilungs^Iaste wird täglich vor aller Augen der aml-Nche Ansstellnngsbericht gedruckt, dem die neuesten ^agesnachrichten angeschlossen sind. Das Publikum dringt nicht nur iu die Nedaktionsräume eiu, sondern auch in die Verschlage der Korretloren, in die Zellen der Telephouisten und Stenographen, in den Schersaal lmo >n die Letlerngießerei. Man sieht die Maschinen an der Arbeit, uud zwar uichl nur die Maschinen, die aus weißem Papier Bedrucktes machen, sundern auch die, welch,- das Papier erst aus dem Rohmaterial erzeugen. Und so wird der Laie staunend gewahr, welch vielfältige und gewaltige Arbeit die Herstellung einer Heilung er-fordert. — lTcltsamc Tzencn bei einem chinesischen Pferde» rennen.j Aus London wird geschrieben! Pferderennen Nnd schon seit langem >in China eingeführt, aber daß das Gebaren der Bewulmer des Reiches der Mitte sich wesentlich von dem europäischer Sportsleute unterscheid del, beweist ciu Vorgang, der bereits im Juni statt, laud, von dem die Kunde aber erst jeht nach London gcdlungen ist. Auf einem Rennen in Peting waren viele Chinesen zn Pferde anwesend. Ein Ren'npserdbesitzer aus Tientsin rannte in der Aufregung mit seinem Gaul ziemlich »»zeremoniell dicht vor'dem Ennnchen Shen Lill-ting vorbei, desseil eigenes Pscrd nnilchig Unirde, was de» Euliuche» so wüle»o machtc, daft cr semen Leu» ten Befehl gab, den Mann cms Tientsin d»rchz»pein Bier gebracht, schon nach einer, spätestens nach drei Stunden, bei Weißbier bereits nach zwei Stunden zugrunde gingen. Bei Versuchen mit Wein konnte die keimtötende Wirtuug schon nach kür» zerer Zeit konstatiert werden. Im Jahre 1893 teilt Piek im „Archiv für Hygiene" seine sehr interessanten Unlersuchnngsergebnisse mit, nach denen Bier die zu» gesetzten virulenten Choleravibrionen bereits nach sünf bis zehn Minuten, Typhnsleime nach einer etwas län« gercn Zeit vollständig vernichtet. Diese Ergebnisse sin» den anch in jüngster Zeit ihre volle Bestätigung durch die eingehenden Untersuchungeu von Seiler über die batlerienlötende Wirkung des Weines »nd der alkohu. lischcn Getränke («Journal Snisse de Chimie et Phar° macie", t9<>9). Wir entnehmen diesen Arbeiten, die anch für weitere Kreise von gleichem Interesse find, einige nähere Angaben. Tnrch Verwischen gleicher Teile gewöhnlichen Trinkwassers mit verschiedenen Weinen wurde die Zahl der keimfähigen Bakterien ganz erheblich herunter-gedrückt. Dabei zeigten Weißweine durchschuittlich eine höhere leimtötende Wirtuug als Rotweine. Ein Gemisch gleicher Teile Wasser nnd Wein ergab die besten Ergeb« nisse. Bei Weißweinznsah konnte eine Vermindernng der Keime nm 89 Prozent festgestellt werden, bei Rotwein-zusah eine solche von 74 Prozent. Nach Verlauf von 2 bis 3 Stunden stieg diese Wirkung bis 96 Prozent, ja häufig bis zn NM Prozent, das heißt, das infizierte Zahlte. Auch all die Celbslquälcreien meines Philosophie, rens entstanden immer nur einzig nnd allein aus dem Wunsche, vollkommen eins mit ihm, vollkommeu seine Frau zn sein, um für meinen Geist die volle Gemein-sciM mit den, seinen zn erlangen. Daß mir dies nicht gelang, mochte vi.IIeichl eine Enttäuschnng sein, unserer Liebe, soweit wir zusammengehen konnten, lMe dies keinen Abbruch getan. Und nun langweilte ich ihn, ich tat ihm nicht »lehr wohl. Cr war memer war ein Beweis, nnd mit der qualvollen Envartung des ersal). renen Arztes wartete ich ans den Meilen mid ich wußte, daß er kommen würde. Nun, da ich Charles kannte uud wußte, wie einfach die Zusammensehung feiner Seele >rnr, konnte ich nicht zweifeln. Keine Gewissensbisse würden ihn zurückhalten, kein Pflichtgefühl, kein Mit-leid, leine Wuhlerzogenheit, keine Trcne, leine Selbst, beherrschuug würden ihn hindern, dorthin zn gehen, wo es ihm paßte, da es schon einmal soweit gekommen war. Erst würden die seelischen Änßcrnngen der Liebe, die so schiuach und unbewußt bei ihm waren, erschlaffen, und wie lange würde es danern, biö ich ihn in keiner einzigen Beziehung mehr meinen Mann würde nennen dürfcu? Ich beschloß zu kämpfen nm den kleinen Rest mei-ncs Glücks. Nun hatte ich eine Beschäftigung für meine Morgenstunden! Sie dienten mir dazu, um mich auf den Abend vorzubereiten. Wie eine Sklavin, in, um da5 ganze spätere Eheleben mit einem Glänze vuii Adel nnd Heiligteil zn verklären, und darin besteht die eigentliche Weihe der Ehe. Ach, ich fühlte es wohl, so würde es boi uus nie werden. Charles war sehr ver. liebt gewesen, in jeder Hinsicht, aber die Verliebtheit war sogar in ihrer romantischesten Periode nie von liese. ren Gcfühle» veredelt und durchgeistigt worden, die den Menschen über das Irdische erheben und ihn sein gan» zes Leben hindurch mit Ehrfurcht und Sehnsucht aus sich selbst während dieser erhabenen Zeit zurückblicken lassen. (Fortsetzung folgt.) Trinlwasfer war in diesem Falle durch Wcmzusah ab« solut leimfrei geworden. Nachdem nnn Zusähe anderer Art die Gesundheilsschädlichleit infizierten Wassers nicht zn beseitigen vermögen, müssen im Bier und Wein ganz besondere Stosse enthalten sein, die eine solch „schulende Wirkung" ausüben können. Es kommen nach wissenschaftlichen Feststellungen hier hauptsächlich ful-gende Faktoren in Betracht: Säuregehalt — Alkohol-gehalt — Hesewirkuug, mit Bildung besonderer Schutz-slufse. Das Zusammenwirken dieser Momente, von denen jedes nur in relativ geringer Menge vorhanden ist, sichert in allen Fällen diese keimtötende Wirkung, wäh. rend etwa der Säure, ooer Alkoholgehalt für sich allein nur in ganz beträchtlich größeren Mengen und nur nach tagelanger Einwirlnng auf Cholera- und Typhuskeime vernichtend wirken könnte. Wichtiger vielleicht noch als Sänre- lind Alkoholgehalt im Wein und Bier sind die Stoffe, die durch den Gärnngsprozeß der He-ft in klei« ncn Mengen gebildet werden und als eigeutliche „Schutz« stofse" und Abwehrmittel aufzufassen ' sind. Dadurch, daß jedrs Bier lebende Hefezcllcn in größeren oder kleineren Mengen enthält, kommt dem Bier in dieser Hinsicht vielleicht noch eine größere Schuhwirkung zu. Tatsächlich zeigten nach Arbeiten des Kaiserlichen Go snndheitsamtes die Chul era keim? die geringste Lebens» dauer, die im Vergleich mit anderen Bieren in das be» kannte Berliner Weißbier, das besonders hescreich ist, eingeimpft waren. Tiefe erwähnten kleinen Mengen von Alkohol, Ester, flüchtigen Säuren, Spaltnngsprodnkten des Eiweißes usw. stellen gewissermaßen „Gegengifte" für andere schädliche Organismen dar, und dadurch schuht sich die Hefe uach vollzogener Gärung vor dem Eindringen fremder, für sie selbst, sür das Bier und sür den Konsumenten schädlicher Krankheitserreger. Dazu kommt noch, daß dem fertigen ansgegorenen Nicr die zn einer Weiterentwicklung fremder Organismen er» forderlichen Nährstoffe fehlen. Ganz anders liegen die Verhältnisse, und das er» gibt sich aus obiger Betrachtung von salbst, bei allen anderen Getränken, die eine Gärung nicht durchlaufen haben, also in erster Linie, sabgesehen von Milch) bei allen alkoholfreien Getränken, Fruchlsäslen, Limonaden, künstlichen Selterswassern nsw., die diese Schuhstofse infolgedessen nicht befihen könne» und denen deshalb eine keimtötende Wirknng nicht zngeschrieben werden kann! Im Gegenteil stelle» diese zuckerhaltigen Flüssig» üiten die günstigsten Nährböden sür Krankheitserreger dar, nm so mehr, als bei ihrer Herstellung ausschließlich rohes Wasser Verwendung findet. Es mag hier an eine Typhnöepidemie in der Garnison Mainz erinnert wer-den, die nach den Sanitälsberichte» 1884/1885 allein ans den Genuß infizierten künstlichen Selterswassers zurilckgl'sührt werden lunnle, nachdem tatsächlich in die« sem Wasser Typhuskcimc balteriologisch nachgewiesen lvaren. Ans diesen knrzen Betrachtungen folgt, daß es jeder Einzelne bis zu einem gewissen Grade in der Hand hat, fich vor Cholera und Typhuökrantheiten selbst zu schuhen, sowcit solche Erkrankungen aus den Genuß der obeil erwähnten Getränke znrüctzusührcn sind. Man wird also zunächst, speziell in heißen Jahreszeiten, den Genuß rohen Wassers, auch des Gebirgsquellwassers, da5 hänsig ^yphuskeime in sich birgt, ganz zu meiden haben. Um allen Insektionsfn'sahrcn aber vorzubeugen, genieße man — besonders bei Touren — rohes Wasser wenigstens nnr uach Zusah vun Wein zu gleicheil Teilen, wen» man nicht dem nnschädlichen Bier den Vorzug gibt, um sich damit zugleich die größere Garantie vor Infek> tion zu sichern. Eine solche Vorsicht ist selbstverständlich in erster Linie an allen denjenigen Orteil geboten, die regelmäßig vun Cholera, und Typhuserkrauknngen heim» gesucht werde», oder wo Ansteckimgsgesahr durch Ver» kehr, Krankenpflege usw. »aheliegl. Nächst dem gewüh». lichen Wasser aber ist in epioemieveroächligen Orten und Zeiten sämtlichen künstlichen Selterswasser», Limonaden und sogenannten altuholsreien Getränke» »ur »lit der größten Vorsicht zu begegne». - l.Mandnlünicdcrlcgung.j Wie wir erfahren, l)at der La»dtagsabgeordnetc für die Stadl Laibach Hcrr Ivan Knez sein Mandat niedergelegt. — Mr Offiziere «nd Miliiiirbcamtc des Ruhe. standcs.j Vom k. u. k. Plahkommando werden die hier. orts domizilierenden Herren Offiziere nnd Militär« bcamlen des Rnhestandcs ersucht, sich bezüglich Einsichtnahme in eine Ausschreibung in den Vormittagsstunden in: Laufe dieser Woche dort einzusinden. — lProtestvcrsammlnng.j Unter der Ägide des slo» »'Nischen Gewerbeveroines' fand gestern abends im „Meslni doin" eine mäßig besnchte Protestversammlnng in Angelegenheit d^r Personaleinkonimenstener statt. Die Versammlnng wnrde vom Obmann des Vereines, Herrn Breskvar, mit einer kurzen Ansprache er-öffnet, »vorauf Herr Landtagsabgeurdneter Dr. Novak in längerer Ausführung auf den schweren Er.iste»zkampf, den das Gewerbe heule zn besteheil habe, hinwies und insbesondere, die schweren Folgen der „Steuerschraube" hervorhob. Ein Protest gegen die allzn drückende Ve» stcuerung des Gewerbsmannes müsse daher als voll» kommen gerechtfertigt angesehen werden. Der Obmann des Landesverbandes der gewerblichen Genossenschaften ill 5train, Herr E. F ran ch e l t i, erörterte in ein» gehender Weise die Wünsche und Beschwerden oer 'Gewerbetreibenden hinsichtlich der Bemesslmg.der Per< sonaleinlommenslener nnd beantragte schließlich eine Resolution, »vomit die Steuerverwallung ausgeiordcn wird. als Vertrauens, und Fachmänner beiden ^"-arbeiten für die Veranlagung d^r Personalemsomun". Laibacher Zeitung Nr. 168. 1606 25. Juli 1911. sleuer mir vertrauenswürdige Personell heranzuziehcn und diesbezüglich mit den genx'rblichen Geilossellschaften in Verbindung zl, trtten; für die Schätzungskommissio. nen »vohlbegriiildete Anträge vorzubereiten und der grenzenlosen Erhöhuilg der Persoualeiukommenstener ohne Ailgabe der Gründe Einhalt zu tun u>ld in dieser Beziehung eine angemesscne Stabilität eintreten zn lassen' die gegell die Fassion vorgebrachteil Vedenlen seien entsprechend zn begrülloeil, das; es sonst ^d^'M Gelverbsmann lannl möglich sei, genügende Aufslärun« gen zn geben' die Kommissionsmilglieder seicu entspre» chend zu honorieren und deren Teilnahme an den Kom° lnissionssitznilgen zll verlangeil; zur Dienstleistung beim direkten Slenerdienste seien nur vorzüglich geeignete Nmmle heranzuziehen und mit Strasuulersuchuugen uild größeren Sleuerbemessungeu nur Juristen zil betrauen,-endlich wird die Slenerverwallnng aufgefordert, bei der Steneradministration in Laibach für eine genügende Anzahl von Beamten sowie für entsprechende Räum-lichloilen Sorge zn tragen, damit die Parteien nicht in Gegenwart nnbernfener Personen ihre Angaben zu Pro. totpll geben müßten. Die Amtsstnnden seien — wie dies auch in anderen Kanzleien üblich ist — anf die Zeit voll 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags zu verlegen. — Die Resolution Wurde, nachdem noch Kartonnagist ,P e t r i <"- zur Cache gesprochen, einstimmig angenommen und soll dnrch eine besondere Deputation unter Führung des Landtagsabgeordneten Dr. Novak dem Herrn Finanzdirektor überreicht werden. Gleichzeitig soll Reichsratsabgeordneter Dr. N>avnihar ersucht werden, die gefaßte Resolution Seiner Exzellenz dem Finanzminister vorznlegen. — ^Restaurierung des Priesterseminargebäudes.) Am fürslbischöflichen Priesterseminargebäude in Laibach sollen nmfasfendc Konservationsarbeilen vorgenonlmen werden. Die Aussühruilg der Arbciteil wurde an folgende Firmen vergeben, und zwar: die Maurer, nnd Kanalisierungsarbeiten (l 3.057 X' 43 li) all die Krai» nische Naugesellscl)asl' die Zimmermannsxnbeiten l2672 X 80 !i) an Vaumeisier Philipp Supan 5 i 5; die Tischlerarbeiten s15.748 15 40 !>) an Vanmeisler Robert Smielo >vski, desgleichen die Schlosscrbeschläge-arbeiten <3l84 l); die Schlossergewichlsarbeiten s902 X 2!) l>) an Jakob Marti nö'i<"; die Glaserarbeiten sl984 X 26 Ii) an Angust Agnola und die Hafnerarbeiten ^2222 X) an die Firma Hcusfel H K ova 5 i 5. Die Arbeiten sind bereits im Zuge nnd sollen bis Oktober beendet werden. — Mn zweitem Schnlgeliäudc in Moste.) Die un-günstigen örtlichen Verhältnisse in der Echulgemeinde Moste-Selo, die vor etlichen Jahren s1905) an der Martillsstraße bereits ein ueues Schulgebäude anffüh« ren lies;, zwingen diese Ortsvertretung znm Van eines zweiten Schnlhanses. Der Platz ist bereits ansgesucht, nur !)andell es sich u>ll Einigung, betreffend d^n Kosten' vuutt. Mit dem Bau soll spätestens ,,,n nächsten Früh» zahre begonnen worden. x. — Wettrischer Betrieb in der hiesigen Spinn» fabrik.) Die Direktion der hiesigen Spinnfabrik beab-sichtigl in der ilächsten Zuluilsl bei ihrem Unternehmen den Dampfbetrieb anfznlassen nild fich der elektrischen Kraft zu bedienen. Der alle Dampfkessel verläßt in Bälde seinen Platz und wird eutweder der städtischen oder der projektierten landschaftlichen elektrischen Zentrale weichen. Infolgedessen erfährt auch die gesamte innere Ausgestaltung ein neues Bild. x. — M'gulicrunq des Grada^icabachcs.j Das Velt des Grada3(!i'eabaches in Waitsch soll reguliert werden. Der Bach tritt beim geringsten Hochwasser aus den Ufern und überschwemmt Feld und Flur. In Waitsch, wo er die Rcichsslraße durchquert und, all der nenen Kirche nnd deren Pfarrhof vorüberfließend, die Obst-und Gemüsegärten berührt, verursacht er scholl bei zweitägigem Regen eine Überschwemmung. Die Regulie--rungsarbeiten werden dem Vernehmen »lach in Kürze in Angriff genommen werden. x. — sTruppendurchmärsche.) Anf dem Marsche zu dem Schießplätze bei Gurlseld treffen am 1. Angnst die Batterie Nr. 3 des k. u. t. Feldkanouenregiments Nr. 8 in Görz in Seisenberg, dann am 2. August dieselbe Batterie in Nudolfswert, der Divisionss'lab und die Batterie Nr. 1 in Treffen und die Batterie Nr. 2 in Nendegg ein und werden in den drei letztgenannten Stationen nächtigen. II. — völkerung drohende unermeßliche Schaden cibcM'endet werde. II. — lSanitntsdistrikt Nndolfswert.) Bei der am 21. d. vorgenommeilen Wahl wurde Herr Propst Dr. Sebastian E l b e r t in Rudolfswerl znm Obmann lind Herr Josef Zurc, Gasthaus» und Realitätenbesiher und Ge< meinoevorsteher in Kandia, znm Obmannstellvertreter gewählt. 11. — lNlihschlag.j Wie uus aus Loitsch berichtet wird, fuhr vor eiuigen Tagen uiu 1 Uhr nachmittags dcr Vlit; in eine in der Nähe der Stallung der Ma'rgarcla Osterman in Unter.Loilsch slehendc Esche, übersprallg vol> da in die Stallnng, tötete dort zwei Ochsen, eine Kuh, eine Kalbin und c>in Schwein im Gesamtwerte von 2IW K, lind drang sodann durch die Mauer ins Wohnzimmer, wo sich gerade die Besitzerin Margarela Osterman nud deren achtjähriger Sohn aufhielten. Beide wnroen vom Blitze getroffen und ziemlich schwer verletzt, dürften jedoch balo wieder hergestellt sein. — lHhrung.) Man schreibt uns aus Krainbnrg' Am 22. d. M. überreichte eiue Abordnung des Ge« meinderates der Stadt Krainburg dem gegenwärtig in Zirklach bei Krainbnrg anf Sommerfrische weilenden Nestor der stovenischen Kompoilisteil, Herrn Davurin Ienko, das vom akademischen Maler Herrn Smrekar kunstvoll abgeführte Ehrenbürgerdiploln. Der Kompo° nist, der sich trotz seines hohen Alters — er ist ein Scchsundsiebziger — einer ausgezeichneten Gesundheit nno seltenen Geistessrische erfrent, enipsiilg die Depn» tation, der auch der Schreiber dieser Zeilen allgehörte, in der liebenswürdigsten Weise, sprach sich über die Komposition uud Ausführung des Diploms sehr schmeiß chelhaft ans und geleitete sodann die Abordnnng >,'„ sein Zimmerchcn, das er sich in oiescm Hause, einst seinem Eigentum, bis zum Tode ausbedungen. Wir besichtigten Verschiedelle Angedenken, die ihm während ssim'r lang» jährigen Tätigteil daheim und in der Fremde gewidmet worden, darunter oas Diplom der Ehrenmitgliedschaft der „Glaöbena Malica" in Laibach, nnd lauschten mit Interesse seinen Plaudereien, namentlich über seine Studienjahre in Wien sowie über seine Erlebnisse in Belgrad, wo er fast 40 Jahre als Kapellmeister und Dirigent der königliche!, Oper gewirkt. Unter anderem »vies er uns eine Photographie ans dem Jahre I860 vor, worauf sowohl er als auch seine Studiengeuossen in der Blüte ihrer jungen Jahre abgebildet sinc>, u. a. der Politiker uud Humorist Dr. Valentin Zarnik, der gewesene langjährige Bürgermeister dcr Stadt Kram« bürg kais. Rat Karl kavnik, der bekauute Tenorist Iohanu Meden und der Politiker kais. Nal Johann Murnik. — Nnr allzuschnell verstrich die Zeit; beim hereinbrechenden Abend mnßten wir uns von unserem liebenswürdigen Wirte verabschieden. —^. — lDie Hitze in Laibach.) Der gestrige Tag galt als der bisher heißeste im Henrigen Jahre. Auf dem Schloßberge wurden sonnseitig 48 Grad Celsins gc-messen, wahrend die Temperatur im Schallen 43 Grad Celsius betrug. X. — lDie „Slovenska Filharmonija") kouzertierl heute i.m Parkholel „Tivoli". Anfang um halb 7 Uhr abeuds. Eintritt 6!) !,. Die Fahrt mit dem Anlomobil hin lind zurück einschließlich dcr Eintrittsgcbühr beträgt 1 X. — Programm des Konzertes (Leitung Herr Kapell» meister Cza'janek): 1.) Weberi Ouvertüre zur Oper „Der FreisclM"; 2.) Strauß: „Frühlingsstimmen", Walzer; 3.) Grieg: „Norwegischer Tanz Nr. 2"; 4.) Dostal.' „Eine göttliche Nacht",' Intermezzo; 5.) Hcuberger: Potpourri aus der Operette „Dcr Opernball"; 6.j Dvorak: Slavischer Tanz Nr. 4; 7.) Offenbach: „Orvhens in der Unterwelt", Ouvertüre; 8.) Strauß: „Kaiser»Walzer"; 9.j Pucciui: Toubilder aus der Oper „Madame Butterfly"; 10.) Czajanek: Walzer-Intcr-mezzo; 11.) Komzal: „Wiener Volksmnsik", Potpourri. - lKrantenbewcgnng.) Im allgemeinen öffentlichen Krankenhause in Laibach'sind mit Ende Mai 464 Kranke, und zll.iar 238 männliche uud 226 weibliche Personen, in Behandlung verblieben. Im Iuui wurden 863 .Kranke, und zwar 449 männliche uud 414 »veibliche Per. sonen aufgenommeu. Entlassen wurden im Juni 862 Personen, und zwar 454 männliche und 408 weibliche. Gestorben sind 30 männliche und 8 weibliche Personen. Mit Ende Ium verblieben daher noch 203 männliche uud 224 weibliche Personen in Spitalsbehandlunss. Von den 1327 behandelten Personen n>aren 195 Einhei. mische uud 1132 Ortsfremde. Die, Gesamtzahl der Ver» pflegstage betrug 13.721, die durchschnittliche Verpflegs. daner eines Kranken 10,2 Tage. Von den Entlassenen und Verstorbenen standen 115 wcgcn Insektionskrank« heitcn nnd 785 Personen wegen anderer Krankheiten in Vehandluug. — Im Leuninum in Laibach sind mit Ende Mai 16 Kranke, nnd zwar 9 männliche und 7 weibliche Personen, in Behandlung verblieben. Im Juni wurden 43 Kranke, lind zloar 24 männliche und 19 weibliche Personell, aufgenommen. Entlassen wnrdcn im Juni 45 Personen, uud Mir 24 männliche und 2l weibliche. Gestorben ist niemand. Mit Ende Juni verblieben daher noch 9 männliche uud 5 weibliche Personen in Spitals« behandlung. Von den 59 behandelten Personen waren 16 Einheimische nnd 43 Ortsfremde. Die Gesamtzahl der Verpflegstage betrng 492, die durchschnittliche Ver. Pflegsdauer eines Kranken 8 Tage. Von deu Entlassenen nnd Verstorbenen standen 3 wegen Infektionskrank' heilen und 42 Personen wegen anderer Krankheiten in Spitalsbehandlnng. — Im Elisabclh'Kinocrspital in Laibach sind mit'Ende Mai 26 Kranke, und zloar 8 Knaben nnd 18 Mädchen, in Vehandlnng verblieben. Im Inni wnrden 49 Krallte, nnd zwar 28 Knaben und 21 Mädchen, allsgenommen. Entlassen wnrdcn im Juni 42 Kinder, und zwar 19 Knaben nnd 23 Mäochen. Gc» storben sind 3 Knaben und 5 Mädchen. Mit Ende Inn, verbliebe» daher noch 14 Knaben und li Mädchen in Spilalsbehandlung. Von den 75 behandelten Pei'sunen loaren 44 Einheimische nnd 31 Ortsfremde. Die Ge< samtzahl oer Verpflegstage betrug 698, die durchschnitt-liche Verpflegsdauer eines Kranken 9,3 Tage. Voll den Entlassenen uud Verstorbenen standen 25 wegen Infef. tionskrankheiten und 25 Personen wegen anderer Krank» heilen in Spitalsbehandlung. — Iiu Elisabeth-Sana» torium in Laibach sind mit Eude Mai 6 Kranke, und zwar 2 männliche nnd 4 weibliche Personen, in Behandlung verblieben. Im Inni wnrden 18 Krallte, und zlvar 5 männliche und 13 wcibliche Personen, aufgenommen. Entlassen wuroen im Juni 19 Personell, und zwar 7 männliche nnd 12 weibliche. Gestorben ist niemand. Mit Ende Juni verblieben daher noch 5 weibliche Personen in Spitalsbehandlnng. Von den 24 bel)ande!ten Perso» nen waren 14 Einheimische uud 10 Ortsfremde. Von dcn Entlassenen und Verstorbeneu standen 1 wegen In-feklionskrankheiten uud 18 Personen wegen anderer Krankheiten in Spitalsbehandlung. —^- — l b e r g. Das Amtslotal der Fahrleitung ist Laibach, Mitlo^östraße 6. — Die Nennuugen haben bis Dienstag den 25. d. M. beim Sekretariat des Krainer Automobil-Klubs zn erfolgen. Die Nennnllgsgebühr pro Wagen eines Mitgliedes des Krainer Aulomobil-Klnbs beträgt 10 X, die eines Nichtmitgliedes 25 X. Nachnennnngen zum doppelten Betrag sind bis znm Start zulässig. Es wird im Süd-bahnhotel in Görz übernachtet werden. Die Unterkunft kann durch das Sekretariat des Krainer Automobil-Klubs bestellt werdeu. — Die teilnehmenden Wagen I)aben sich Samstag dcn 29. d. um V^12 Uhr vormittags vor dem Krainer Automobil-Klub einzufinden. Bei der Abnahme erfolgt anch die Zuweisung der Startnum» meril. Die Auslosung derKonlrollore für die erste Tages» etappe findet am 29. Inli im Krainer Aliiomobil-Klub statt. Beide Tagesetappen i^aibach.Görz und Görz. Tarvis-Laibach) sind vom Momente, des Startes bis zum Eintreffen am Partplatze als „Non»Stop»Fahrt", oas heißt ohne Abstellung des Motors, zu absolvieren. Eine Ausnahme kann hier nur beim Befahren von Gefälleil Platz greifen; jedoch muß in diesem Falle das peuerliche Iugaugsetzen des Motors »hne Zuhilfenahme der Au» drehkurbel und Anlaßvorrichtung erfolgen. Slehenolei» ben mit stehendem Motor oder das Ingangsetzen dcs Motors durch Anschieben des Wagens ist verboten. Eine weitere Ausnahme bildet am 2. Tag die Zeit während des gemeinsamen Mittagsessens, welches im Hotel Gelb-fuß in Tarvis stattfindet. — Als freiwillige Aufeulhalle habeil nur jene Aufenthalte zu gelten, während welcher keine »vie immer geartetc Arbeit am Wagen Vorgenom» men wird nnd wobei der Motor in Gang bleibt. Eine Ansnahme hievoll bildet nur das Nachsüllen von Ben» zu, uud Ol — nicht aber von Kühln.>asser — in außer» halb der Motorhaube befiudlichc Gefäße; solche Aufenl» halte zählen als freiwillige Aufenthalte, jedoch nur dann, wenn während derselben der Motor in Gang bleibt. Unter dcr gleichen Voraussetzung werden auch Aufenthalte, welche zur Vehcbnng von Reifenschäden oder zum Anlegen voll Gleitschntzmitleln an den Rädern Laibachcr Zeitung Nr. 168. 1607 25. Juli 1911. verwendet werden. Freiwillige Aufenthalt? sind auch jene, lvelchc im Einvernehmen mit dem Kontrollor zu Erholnngs.zwecken der Wageninsassen dienen' cmch wäh< rend diesen innß der Motor in Gang bleiben und ist jede Arbeit am Wagen verboten. Schließlich sind als freiwillige Aufcuthalte zu betrachten alle jene, welche durch Fahrthindernisse, wie geschlossene Bahnschranken, fuhrwerke, scheuende Pferde usw., verursacht werden. Bei besonders scheuenden Pferden kann vom Kontrollor ws Abstellen des Motors angeordnet werden, in diesem ^llllc muh jedoch das neuerliche Ingangsetzen des Motors innerhalb einer Minute erfolgen können, jede weitere zur Ingangbringung des Motors nötige ange» fangcne Minute zahlt ais gezwungener Aufenthalt. '— ^lls unfreiwillige, ^gezwungene) Aufenthalte gelten in erster Linie solche, welche bei stehendem Motor genom» men werden und dies auch dann, wenn das Steh'enble'» ben des Motors durch leinen Desett oder eine Störung im Betriebe erfolgt ist. Als unfreiwillige Aufenthalt'«-gelten ferner alle jene, bei, welchen eine Arbeit am Chassis oder an der Karosserie (mit Ausnahme Aufstel-len oder Zusammenklappen des Daches) vorgenommen wurde. — Die Kontrollstation befindet sich äm Start« eingange in Görz und wird dnrch Fahnen erkenntlich Zcmacht. Hierauf ist der Motor abzustellen, der Druck aus dcm Reservoir auszulasscn söhne Offnen der Motor» Haube) und sofort der Parkplatz zu verlassen. — Der Start beginnt in Laibach um 2 Uhr nachmittags, in Görz um 8 Uhr vormittags. Eventuelle Änderungen werden am Porabend nachdem Eintreffen dnrch An» schlag Verlautbart. Die Konkurrenten müssen sich früh 45 Minuten vor ihrer Startzeit am Parkplatze einfin» den und werden sodann m Intervallen von 1 Minute -in Begleitung der Koutrollure zum Wagen zugelasseu. — Zum Füllen von Nelriebsmaterial (Nichten der Vrem» sen) sind 30 Minuten freigegeben. Während dieser Zeit darf bei abgestelltem Motor nur Benzin und Öl sowie Kühlwasser' in die außerhalb der Motorhaube befind-Achen Behälter l^leinMöffnnngen) eingeführt werden. Während dieser Zeit ist auch das Nachstellen der Vreni. len gestattet. Erst anf das vom Koutrullor gegebene Zeichen ache sechs Ezzcdenten. Als erster wurde ein betrunkener Arbeiter, der aus der Miklo^w->trahe erzedierte, verhaftet und mit dem Zellenwagen ^ °en Kotter abgeführt. Als nach Mitternacht drei fechte ^,^ ^,^ Fiaker aus eiuem Gaslhause am aer ' ^^ kamen/ entstand zwischen ihnen eine Bal» kl' ^>^ warfen sich gegenseitig zn Boden uud schrien cmf solche Weise, daß sie verhaftet werden mnßlen. Ein E^zedcnt ergriff die Flucht, wurde jedoch dnrch zwei hinzugckommene Sicherheitsorgane cingefangen. Am Alten'Markte verübte ein betrunkener Taglöhner einen solchen Exzeß, daß er wie seine ehrenwerten Vorgänger im Kutter die Nacht zubringen mnßte. " ^Gefährliche Drohung.) Ein Greisler in der Floriansgasse hegt gegen einen Nachtwächter einen sol» chen Zorn, daß er il>n bei jeder Gelegenheit mit dem Erstechen bedroht. Diesertage erschien der Greisler vor der Wohnuug seines Todfeindes und stieß solche Dro-hungen aus,'daß der Nachtwächter einen Sicherhcits» linchmann holen ließ. — In Udmat bedrohte Sonntag nachts ein bezechter Taglöhncr seine Familie mit dem Erschlagen. Ein Sicherh'eiisorgan erschien in der Woh-nnng und beruhigte den Trunkenbold. " Wem gehören die Kleidnnqsstücke?) Diesertage ließ eiii zwölfjähriger Knabe auf'der Tirnauer Lände einen Havelock und eine Weste liegen, ohne daß er sie bisher abgeholt hätte. Der Eigentümer wolle sich bei der Polizei melden. " ^Gefunden.) Eine silberne gedeckte Taschenuhr, serner ein Samovar, ein größerer Geldbetrag und drei lebende Enten. " lVerloreu.j Ein Geldtäschchen mit 11 Iv 88 II, eines mit 40 X, 70 X in Banknoten, eine Brieftasche mit 100 X, ein goldener Zwicker, eine silberne Damen-uhr nebst silberner Halskette, ein Geldbetrag von lU X 20 n. — Wetterbericht.) Über ganz Enropa ist der Luft-druck gefalleu, am stärksten über Schottland und über Polen. Von jenem rasch umändernden Minimum, das iibcr Skandinavien stand, ist nur mehr ein Überrest über Finnland zu sehen. Das ausgedehnte Hochdruckgebiet über Mitteleuropa hat sich in drei Kerne geleilt. In Öfter« reich hält das heitere Wetter allgemein an. In den nördlichen Ländern ist die Wärme noch etwas gestiegen. Die heutige Morgentemperatur betrug in Laibach 19,0 Grad Celsius. Die Neobachtungsstationen meldeten fol> gendc Temperaturen von gestern früh: Laibach 16,8, Magenfurt 19,0, Görz 23,2, Trieft 24,3, Pola 25,4, Abb'azia 22,2, Agram 20,2, Sarajevo 14,6, Graz 18,6, Wien 19,6, Prag 22,4, Berlin 21,6, Paris 20,0, Nizza 26,6, Neapel 23,5, Palermo 25,6, Algier 26,0, Peters« bürg 14,6; die Höheustationcn: Obir 12,6, Sonnblick 5,8,' Säntis 11,5, Semmering 18,6 Grad Celsius. Pro-gnose der k. k. Zentralanstalt für Meteorologie in Wien: Süostciermarl, Krain und Südkärnten: Vorwiegend hciter, sehr warm, nnbeslimml, mäßige Winde. — ^Verstorbene in Laibach.) Lndmilla Ktern, Vc» sitzcrs locht er, 3 Monate, Ilovica 44- Georg Lu^ar, Arbeiter, 41 Jahre, Ferdinand Ianesch, f. k. Gerichts-obcroffizial i. R., 77 Jahre — beide Radetzkystraße 11; Josef Rihar, städtischer Arbeiler, 79 Jahre, Brunn-gaffe 19. Gutachten des Herrn Dr. B. von G^män, Dozent bei der Universität in Kolozsvar Rohitsch < Sauerbru u n. Herru I. Serravallo, Trieft. Ich bestätige hiemit bereitwilligst, daft ich Ihren „Serravallos China-Wein mit Eisen" bei Patienten mit Anaemic, Chlorose etc. etc. mit dem besten Erfolge augeweudet habe. Rohitsch-Sauerbruuu, 26. Mai 1909. (4750) Dozeut Dr. N. v. G-nuilu. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Der Papst. Nom, 24. Juli. Der Papst ist von einer leichten Heiserkeit befallen worden, weshalb er über ärztlichen Rat die gewöhnlichen Empfänge einstellt. .Die Cholera. Wie», 24. Juli. Vom Sanitäisdepartemcnt des Ministeriums dcs Innern wird mitgeteilt: In Triest wurde heute bei der Katharina Russian, dör Gattin eines im Freihafen beschäftigten Arbeiters, Cholera afiatica bakteriologisch festgestellt. Katharina Nnsfian, die am 22. nachts erkrankt ist und am 23. in das Isolierspilal gebracht wurde, ist dort am Abend des gleichen Tagrs gestorben. — Am 21. d. M. find bei den bis dahin gesunden Vazillentrngcrimien Olga Alisich nnd Marie Zorn, die anläßlich des Cholera, fallcs Viktor Mariani kontumaziert worden waren, Krantheilserscheinungcn ausgetreteu. Triest, 24. Juli. In der zweiten Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses wurde bei der Unter-suchung der Dejekle der dort internierten kleinen Kin-der festgestellt, daß die zweijährige Karmela Moseliig Vibrionenträgcrin ist. Ebenso wnrde bei, der kleinen an Tuberkulose verstorbenen Eugenia Marega das Vorhan« dcnsein vo>, Choleravibrionen festgestellt. Die Kranke sowie die Wärterinnen der Abtciluug stehen in Kon« tumaz. Das Zimmer wurde gründlich desinfiziert. Der an Cholera im Seelazarell internierte Matrose Franz Mandnso des italienischen Seglers „Bandiera Moro" befindet fich henlc wesentlich besser. Die übrige Neman-nuttg ist gesund. Der 29jährige Fuhrmann Karl Iarc erkrankte gestern an Brechdurchfall. Vorsichtshalber wurde er ins Magdalenenspilal gebracht. Es scheint, daß es sich in diesem Falle nicht nm Cholera handelt. Konstantinopel, 24. Juli. Gestern sind acht Cholera fälle festgestellt worden. Die Hitze. Wien, 24. Juli. Infolge der seit einigen Tagen herrschenden drückenden Hitze sind Ohmnachtsanfälle, ,clbst Todesfälle an Hihschlag vorgekommen. Am gestri-gen Sonntag sind 8 Personen beim Baden im Donau-gebiet ertruukcu. Abgestürzt. Innsbruck, 24. Juli. Der Lehrer Fritz Nichter aus Leipzig ist bei einer Tour auf die Sulztaler Alpe im hiutercn Dtztale von einer hohen Wand abgestürzt. Soine Leiche wurde bereits geborgen. Verlobung. Nelgrad, 24. Juli. Gestern fand in Naconigi die Verlobung der Prinzessin Helene von Serbien mit dem Prinzen Johann, dem Sohn dcs Großfürsten Konstau-tin, einem Cousiu des Kaisers Nikolaus, statt. Todesstnrz eines Aviatikers. Paris, 24. Juli. Gestern abends stürzte der 23jäl). rigc Flieger Jolly, der auf dein Flugfclde von Iuvisy in Anwesenheit seiner Eltern und seiner Frau mit einem ncnen Zweidecker einen Flugversuch unternahm, ans einer Höhe von 60 Metern herab. Jolly wurde unter den Trümmern des Apparates als schrecklich verstüm» melte Leiche hervorgczugeu. Der grotze Brand in Koustautinopel. Konstautinopel, 24. Juli. Der Brand dauerte bis 5 Uhr früh. T>as Küstenviertel Vlansia ist total ciu. geäschcrl. Man spricht von 10.000 abgebrannten Hau» fern und Konfläden. Mehrere Moscheen, Schulen und eine Kirche sind abgebrannt. Die Nechtsfaknltät ist ge> rettet. Die Mehrzahl der Objekte ist unversichert. Der Gcsamtschaden wird ans eine Million Psnnd geschätzt. Die Brandstätte macht den Eindrnct eines kilometer, langen Trümmerhaufens. Di> Fenerlöschabteilungeu von fremden Stationären beteiligten sich an der Net» tungsaktion. Mehrere Feuerwehrleute lind audere Per» sl,!N'u wurden verletzt. Visher ist nicht festgestellt, ob Menschcn umgekommen sind. Der Grußwesir erschien am Vrandplatze und der Sultan entsandte einen Kammer« Herrn. Es verlautet, das Feuer sei in einer Herberge durch Unvorsichtigkeit eines laffecbereitenden Arabers entstanden. Einige Verhaftungen wurden vorgenommen. London, 24^ Inli. Die „Morningpost" uieldet aus Konstanlinopel, daß sich Kriegsmmisler Mahmut Schef-ket Pascha unter den beim Brande verletzten Personen lx-sindel. ,, Neueste telephonische Nachrichten. Wien, 25. Inli. In den Sophiensälen fand gestern abends eine von der sozialdemokralischen Partei cin-berufene Prolestversanimlnng wegen des Fleischeinfuhr-Verbotes statt. Mch der abgehaltenen Versammlnng zogen die Teilnehmer im geschlossenen Zuge über die Ringstraße, wurden jedoch von der Polizei in die äußersleu Bezirke zurückgedrängt. — Im Nathause sand ebenfalls eine vom Bürgermeister Dr. Neumayr ein» berufene Protestversammluug gegen das Verbot der Ein» fuhr des argentinischen Fleisches statt, in welcher der Bürgermeister Dr. Neumayr und der gewesene Präsi» deut des Abgeordnetenhauses Dr. Paltai die Forderung der Anfhebnng des Verbotes stellten. Es wurde eine Resolution angenommen, worin das mit der ungarischen Negierung abgeschlossene geheime Abkommen als nn» gesetzlich bezeichnel nnd ehestens die Aushebung des Fleischverbotes verlangt wird. Lyon, 25. Juli. Das Gerücht, daß gestcrn eine Fraii infolge Cholera gestorben sei, bestätigt sich nicht. Die Fran dürfte einer der Cholera ähnlichen Darm» enlzünoung erlegen sein. London, 25. Juli. (Unterhaus.) Ungewöhnliche Un» nche begleitete die Eröffnung des Unlerlxmses, das über die Abänderungsanlräge der Lords zur Vetobill ver-handeln sollte. Der Premierminister Asquith wurde bei seine»! Erscheinen mit lebhaften Ovationen empfangcu nnd von den Anhängern der Negiernngsvartei sonne der Sozialisten mit Begeisterung begrüßt, welche stehend ihre Taschentücher schwenkten. Als sich der Premierminister Asqnith erheben wollte, um eine Erlläruug abzugeben, wurde der Neduer durch einen Lärm der Unionisten ge« stört. Der Lärm >oar so stark, daß Premierminister As» quilh nicht sprcchen konnte. So ost er seine Nede be» ganii, kam es zu neuerlichen Nuheslöruugen der Opposition. Trotz energischen Protestes des Sprechers gegen die Uniunisten konnte er seine Nede nicht fortsetzen. Man vernahm die Nuse: „Da lassen Sie Nedmond zuerst sprechen. Er ist der wirkliche Anstifter. Er soll uns die Nedingnngen des Handelsvertrages mitteilen. Da die Ruhestörungen nicht aushörtcn, vertagte der PremieTininister die Verhandlung auf morgen._______^ Verantwortlicher Redakteur: Anton Juntel. Laibacher Zeitung Nr. 168. 1606 25. Juli 1911. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. M,ttl. Luftdruck 736 0 mm. ^ N W ft Mnd „V^kkZ „. 2U. N. >73tz2 293 SÖ. mätzig i heiter " 9U. «b. 37 6 23 7 SW. schwach j bewöllt 25.z 7 U. F. ! 37-6, 19 0^ O. schwach ! heiter > 0 0 Das Tllssssmittel der gestrigen Temperatur beträgt 23 3«, Normale 19 0'. Tagesbericht der Laibachcr Erdbebenwarte und Funtenwarte: (gsgrünbet vo» der ttrninücke» Lparlas>e 1897.) (Ort: Gebäude der l. t. Staats°Oberrealschule.) Lage: Nördl. Breite 46' 03'; östl. Länge von Greenwich 14° 31'. Aufzeichnungen: Bebenberichte: Am 21. Juli 3 Uhr 17 Min. früh wurde ein mäßig starkes Neben in Bilel und auch in Trebinje verspürt. Bodenunruhc: Schwach. tin altes, keck« Stullentenliea erzählt davon, daß «rechter Hand, linler Hand — alles vertauscht» ist. Taran wird man eriunrrt, wenn «^^/ man sieht, wie seit ein paar Jahren schon der Sommer ^^^ höchst unfreundlich, der Herbst abcr annehmbar ist. ^!^ Nun muß man gerade im Sommer sich vor Erläl» s^^H tungen hüten, und es mag daran erinnert sein, daß ^^z^ Fays echte Suden« Mineral.Pastillen dabei erfahrungs» ^^^ gemäß ausgezeichnete Pienstc tun. Fays echte Sodener ^^^ gehören nachgerade zu den unentbehrlichen Kurmit» ^^/ tcln. Preis der Schachtel X 1 25. achten Sie aber ^«^ darauf, daß Sie leine Nachahmung erhalten. (4807) Hie vielen ansteckenden Krankheiten vermehren sich, weil die meisten Familien die Desinfektion am Kranken» bette nicht genügend beachten. Ein interessantes und lehr» reiches Vuch ist über «Gesundheit und Desinfektion» erschienen, welches jedem Aufschluß darüber gibt, wie d,e Des» infeltion in allen Krankheitsfällen in, Haufe stattfindet. 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Zeitschrift für Politik, Lite. ratur und Kunst, X —'60. - Guillemain Dr. C., Theorie und Praxis der Staubvcrdichtuug und der Reinigung und Entstaubung von Gaffen, l< 3 36. — Guhkow Karl, Der Zauberer von Rom, 2 Bde., gbd. li 7 20. — Hall erb ach Wilhelm. Die Zitronensäure und ihre Derivate, K 4 32. — Halm Friedrich, Das Haus an der Veronila>Vrücte, !v 240. — Hamman Prof. Dr. Albert, ölauual ol Rußlisd literature, gbd. li 2 64. — Hambloch Anton, Die bedeutendsten Mör-telbildner in Deutschland, li —96. — Hammer Dr. E., Lehrbuch der elementaren praktischen Geometrie, Bd. I., Feld» messen und Nivellieren, des Lehrbuchs der Vermessungskunde, besonders für Bauingenieure, ^ 26 40. — Hamsun Knut, Gedämpftes Saitenspiel. Erzählung eines Wanderers. X 4-20. — Hamsun Knut, Vom Teufel geholt, Schausviel in 4 Alten, X 4 20. — Ha now Prof. Karl, Wer singt da?, ein Vogel» büchlein für Spaziergänger, Naturstudien für jedermann, Heft Nr. 9, X —24. — Hansjalob Heinrich, Schneebällen 3. Reihe, gbd. X 3'—. — Harder Johannes, Tischlerarbeit für den Hausgebrauch, k —24. — Hardt Ernst, Der Kampf, ein Schauspiel in 4 Alten. gbd. li 4 30. — Harneclcr I., Oel- und Pastellmalerei, li —'24. — Hei gel K. Tb... Deutsche Geschichte, II. Bd., vom Feldzug in der Champagne bis zur Auflösung des alten Reiches, k 960. Vorrätig in der Buch», Kunst- und Musikalienhandlung Jg. v. Meinmayr H Fed. Bamberg in Laiback. Kongreßplatz 2. Angekommene Fremde. Grand Hotel „Union". Am 22. Juli. Dr. Tiefenbach. Advokat. Proßnih. — A.Parnnova, Th. Parnuova, Kuzinlova, Lehrerinnen, Ostrau. — Nal. Sollizitator, Ill.»Fcistritz. — Susnil, Pfarrer, St. Michael. — Podzimit, Priv,, Leny. — Halbedl. Priv,, Trieft. — Ticdge, Oberingcnicur; Tilgner, Priv.. Prag. — Vurlonni. Priv., London. — Schultheis. Groß, Nsdc., Vuda» Pest — Franken, Rsd., Berlin. — Smreker, Weiß, Kohanc, Kahn, Njde., NUen. A m 2 3. Iul i. Dernic. Marinekommissär; Iirch. Marine. Obcrlommissar, Po!a. — Zdenek, Kfm.; Humcl, Hofoperu» länger, Prag. — Oblal, Kfm.; Iezel, Priv., Oberlaibach. — Mertovich, Postmeister, Zara. — Dr. Disthierii, Domherr, Turnov. — Pick. Ingenieur, Bologna. — Tomc, Kfm.. samt Tochter. Moräutsch. — Vabic, Kfm., Sachsenfeld. — Schulz, Priv.; Dufsizza, Beamter. Agram. — Taboj, Pfarrer, GSrz. — Aiscal, Ksm,, St. Peter. — Dr. Alexani, Advolat. Trieft. — Schwarzschild, Kfm., München. — Stuller, Direktor; Aglar, Neumann. Kfltc., Graz. — Hausner, Steimer, Deutsch, Ritschl, Silura, Svoboda, Dorner, Hä»sler, Naher, Rsde., Wien. Hotel „Elefant". Am 22. Juli. Kann. t. l. Regierungsrat; Freunds» berg, t. u. t. Stabsarztens Gattin; Seidel, Kfm.; Salomon, Ing.; Wallenstein. Lehrer; Doniozcl, Priv., s. Tochter; Hay, Klein, Fereny. Fleischmauu, Ehrlich, Rfde., Wien. Ritter von Lama, l. t. Staatsbeamter, f. Sohn; Kfm.: Ianlovich, Kfm., f. Tochter; Protti, Industrieller; Protti, Industrieller, samt Diener; Tenze. Priv., Trieft. — Hogenforst. Priv., Düsseldorf. — Kroecter, Fabrilöbesiher, f. Gemahlin, Magdeburg. — Reiner, Baumeister, f. Gemahlin, Tiegenhof. — Pelikan, l. u. t. Intendant. Graz. — Dr. Karnitschnig, k. t. Notar. s. Gemahlin; Stöctl, Bergvcrwalter, Gottschce. — Zixl. Direktor, Carpano. Billet, l, l. Hofrat, Idria. — Nondrasek, Kfm.. Köln, — Müller, Kfm,, s. Gemahlin; Friedrich, Professor; Saloc, Rsd., Prag. — Leucht. Rsd., Friedland (Böhmen). — Milsa.Rsd.; Lucas, Ing., s. Gemahlin. Budapest. Am 23. Juli. v. Schuschnigg. t. u. l. Major. Cilli. — Tr. Klemuiert. Rechtsanwalt, s. Gemahlin, Würzburg. — Mchlcr, Gymnasialdirettor, Feldtirch. — Dr. Fabiancic. Arzt, s. Gemahlin. Volosca. — Wimmersbcrg, Beamter. Budapest. Stech, Beamter, f. Gemahlin, Zara. — llostic, Grohgrund-bescher, Mitrovitz. — Daucevic. Mühlenbesiher, s. Gemahlin, Proluplje (Serbien). — Roth, Schenk, Rsoc,, Wien. — Stranig,, Rsd.. Klagenfurt. — Berlan, vandelsangesiellter, Rann, — Thernerschuh, Kfin.. Nenmarttl. — VccI, Kfm., Gotha. 1- Schmerzerfüllt teile ich allen Freunden und Bekannten mit, datz meine gute Mutter, die wohlgeborene Frau Uerese Uemer, geb. Geyer Samstag den 22. d. M. in ihrem 86. Lebensjahre sauft im Herrn entschlafen ist. Was an der Edlen sterblich war, wird nach der kirchlichen Einsegnung vom Südbahuhofe in Wien nach Gurlfeld überführt und auf dem dortigen städtischen Friedhofe in der Familiengruft zur letzten Ruhe beigesetzt werden. Das Leichenbegängnis vom Bahnhöfe auf den Gurlfelder Fricdhof findet Donnerstag den 27. d. M. um 10 Uhr vormittags statt. Wien, am 22. Juli 1911. Jean Renier 2-2 resign. Stadtpfarrer. «55= » * U ftlMöttÄ Creflii nnstalt fir Handel ai Bewerbe =i Mpri,MK^,i?,'"f'' (1750) m Laibach__________*fF Franz-Josef-StraBe Nr. 9. JS^HiS^S^T Kurse an der Wiener Börse vom 84. Jiili 1911. Schluukurs Geld | Ware Allg. Staatsschuld. Pro». r(Mai-Nov.)p.K.4 9220 9240 ! 4°/, ) „ .. P-U.4 92T0 M-<& J k.st. K.)(Jan.-Juli)p.K.4 92-20 92« * { p. A.4 9220 M'ft 2 4-jJoV* „ p.A.4-2 SßJ)O 9610 .5 A-2% ,',' 8ll'b.Ai.r.-Okt.j,.K.4-2 4»»-.W WO WU-2«/° " „ !, „p.A.4-2 95-90 M-10 LoaeV.J i'860zu6ÜOfl.ö.W.4 1583 1643 Losev.J.1860zul00fl.o.W.4 419-— 43f~ LoBev.J.l864/.u100ll.ü.W... . 600- 612-— Lose v.J. 1864 zu 60H.Ö.W... 30460 31060 St.-Domän.-Ps. 120fl.300F.6 284-76 2857t Oesterr. Staatsschuld. Oest.Staatsschatz6cli.stfr. K.4 99-86 100-06 Oest.Goldr.stsr.Gold Kasse. .4 11630 116-50 ,. » ,. ,, p.Arigt. 4 116 äO 116-60 Oest.Rentei.K.-W.stir.p.K. .4 92-to 92-30 ,i ». .. ,, „ , U..4 9210 92-30 OeBt.Iuvest.-Rent.fitfr.p.K.S*/., 80-60 SO'fio Franz Josefsb. i.Silb.(if.S.)5>/, ns-66 114-66 Galiz. KarlLudwig6b.(d.St.)4 92-76 93-76 Nordwb.,ö.u.Hüdnd.Vb.(il.S.)4 9310 9410 Rudolfab.i. K.-W.stfr, (d.S.)4 os-10 94-10 Von Staate z. Zahlung iihern. Eisenbahn-Priorität« -0WiK. ßöhm. Nordbahn Em. 1882 4 lir— //«•-. Bühm Westbahn Ein. 1885..4 ss-bo 94-60 ßohm.Weetb. Kni. 1895 i.K. 4 93-75 sno Ferd.-Nordb. E.188ß(d.S.)..4 94-36 96-96 dto. K. 1904(d.St.)K-----4 96-H6 oti-86 FranzJonessb.E.1884(d.S)S4 94-76 9676 Galiz.KarlLudwigb. (d.St.)S4 93-60 94 60 Laib.-Stein I.kb.200u.l00011.4 92-60 93-60 Lem.-Czer.-J.E. 18H4(d.S.)K4 93-— 94- Nordwb., Oest. 200 il. Silber 5 102-66 103-66 dto. L.AK. 1003 (d.S.)K3Vs S4 SO S6S0 SchluUkurs Geld | Ware Prois. Nordwb.,Oeat.L. B.200fl.S.5 10286 103-86 dto. L.B.E. 1903(d.S.iK3'/i 84-90 SfSO dto. E.1885200u.lOOOfl.S. 4 94-40 96-40 RudolfsbahnE.1884(d.S.)S. 4 93-GO 94-60 StnatHciKcnb.-G. siOO K.p.St. 8 370-— 374-— dto. Eig/..-Netz500F.p.St. 3 576-- 377--SüdnorddcutschoVbdgb.n.S.4 93-26 94-26 Ung.-gal.K.K.1H87 200 Silber 4 92-90 93-90 Ung. Staatsschuld. Ung.Staatskastenscli.p.K.41/» 100-20 100-40 Ung. Rente in Gold . . . p. K. 4 111-76 ni-vt, Ung. Rentei.K.stfr.v.J.lJJio 4 9126 9i-4t, Ung. Rente i. K stfr. p. K.4 91-16 9i-3t< Ung. Prüniien-AnlehunalOOfl. 438-— 4co-— U.TheiBS-H.u.Szetr. Prm.-Ü.4 H05-- äi7-„ U.GruixIcnllastg.-üblg.ö.W. i 9iso 92-so Andere öffentl. Anlehen. Bs.-herz. Eis.-L.-A.K.1!IU2 4'/a 98-7» 99-70 Wr.VerkehrRanl.-A. verl. K. 4 93 S6 94-36 dto. Ein. 1000 vcrl. K . . .. 4 93 ti6 94-66 GaliziscliC8 V. J. 1893 vcrl.K. i 92-25 93-26 Krain.L.-A.v. J. 1888Ö.W. . i 94-60 96-60 Mährisches v.J. 18Ö0v.ö.W. i 9466 96-G6 A.d.St.Budap.v.J.löOäv.K. 4 90-40 9V4V VVien(Elek.) v. J. löOOv. K. 4 S3-- »«•-- Wien (Invests V.J.190UV.K. 4 94-60 96-60 Wien v.J. leOMv.K.......4 98-76 94 76 Russ.St. A.l«0Cf.lOOKp.U. fi 103-46 103-96 Bul.St.-Goldanl 1907 100 K4V2 96-26 96-26 Pfandbriefe nnd Konimunalobligationen. Uodenkr.-A. ÖBt.,50j. ü. W. i 93-~ 94-— Bodenkr.-A.s. Dalmat. v.K. 4 10025 101-26 Böhm.Hypothekenbank K . . 5 101-76 1027t dto. Hypothbk., i.5"J.v.K.4 94-60 96- dto. Lb.K.-SchuldBch.JiOj.^ 93-66 94 65 dto. dto. 78 J. K.4 93-65 94-65 dto. E.-Schuldsch.78 J. 4 9t-6t 94-6t Schl'iUkurs (icld | Ware IVoz. Galiz.Akt.-Hvp.-Bk.......5 HO- —- dto. inh.öOJ.verl.K. 4V» 99-- 100- fJaliz.Landcsb.51i/aJ.v.K.4V5 "'" 1OO'T. dto. K.-übl.IlI.Em.42j. 4'/, 9S-76 99-76 Istr. Bodenkr.-A. 36 J. ö. W. 5 102-- 102-10 Istr.K.-Kr.-A.i.52Vi.l-v.K. 4'.', KX>t0 10r~ Mähr.Hypoth.-B.(i.W.u.K.4 94-60 'J6-~ Nicd.-Öst.Lan(l.-Hyp.-A.55J. 4 94-60 95-60 Oe6l.Hyp.-Banki.50J.verl. 4 94-60 96-60 Ocst.-ung.Bank50j.v.ö.W.4 9620 97-20 dto.ftoj.v.K..........i M-™ 37;3° Ccntr.Hyp.-B. ung. Spark. 4'/i 9S'50 ™'6° Comrzbk.,Pest.Ung.41 J. 4'/» S9'S6 100'2tt dto. Com. 0. i. 601/, J. K 4>/, ^60 f^60 Heim.B.-K.-A.i.50.1.v.K4'/j SD'~ t00'— S|ark.Inm.rst.Bud.i.50j.K4VJ Ö*'2S S9'zlt dto. inh.siOJ.v.K.....4V, B3t>° 94b0 Spark.V. P.Vat.C.O. K . . 4'/. ss'7t> °9'76 Ung. Hyp.-B. in Pest K . . . 4>/2 "'- 10°'- dto. Kom.-Sch.i.&0J.v.K4Vs p*'76 99'76 Eisenbahn -Prior.-Oblig. Kar:cb.-Odefb.E.1889,d.S.)S. 4 91-66 92-66 dto. Lm. 1908 K (d.S.)... 4 9SS0 93-60 Lemb.-Czer.-J.E.18849OOS.3-(i 8T3O 88-30 dto. 300 S............4 92-- 98-- Staatseisi'iib.-Gesell. E. 18!'5 5. 100M........3 89-- 90- Südb. Jan.-J. &00 F. p. A. 'J-<; 274-10 276-10 UnterkrainerB.(d. S.;ö.W. .4 96-60 .«?- Diverse Lose. Bodenkr.öst.E.18f-0äI0011.3X 293-26 29!>-26 detto E. 1889a 100II. . . . 3X :'so'~ ZHIS' " Hypoth.-B.ung.Präiu-Schv. ü 100 fl. . .....4' 26026 266-50 Serb.Pramien-Anl.älOOFr. 2 126-90 132-80 Kud.-Basiliea(Dorr.b.)5il.ü.W. 3740 41-40 Cied.-Anst.s.H.u.G.lOOfl.o.W. 498-~ 610-— Laibach. Präm.-Anl.20fl.Ö.W *¦»- 90 — acniuuiturs L Geld | Ware - RotenKreuz,öst.G.v.lOfl ö.W. 74-- w_ - detto ung^G.v. .. 5H.Ö.W. 47-25 63 25 - Türk.E.-A.,Pr.-O.4O0Fr.p.K. 2^-40 262-40 5 \\ lener Kommunal-Lofie vom ? Jahre 1874.....lOOn.ö.W. 496-60 509-60 Gcwmstsch. der 3»/0 Pr.-Sch. derBod.-Cred.-Anbt.E. 18S0 ?/•— 71'— ~> Gewin8tsch. der 8% Pr.-Sch. > derBod.-Cred.-Anst.E. 188lj H9-— 129-— 5 Gewinntsch. der 4°/p Pr.-Sch. > der ung. Hypotheken-Bank 6^-- 6«-— \ Transport-Aktien, . Donau-Dampf.-G.fcOOfl. C. M. U93-— 1203--5 Ferd.-Nordbahn 1000n.CM.fi/00-— 5116-- ¦) Lloyd, österr.. ......400 K 580-60 68f~ 5 Staats-Eisb.-G. p. U. 200 fl. S. 746T6 746-26 . Siidbahn-G.p.U. ...500Frs. 12140 122-40 Bank-Aktien. Anglo-östcrr.Bank 120sl.l8K 82*76 826-75 Bankver.,\Vr.p.U. 2OOH.3O „ 648-40 649-40 liod.-C.-A.allg.öst. 300K54 „ 1310- 1318-- Crcdit-Anst. p. U. 32OK32 ,, 666-7t> 667-76 Credit-B.unp.nllg. 200fl.*2 ,. S3r— S3Z-- Esks.mptcb. steier. 200fl.32 ,, 612-— —•— E6k(1inptc-G.,n. 0. 4OOK38 ,, 772- 776-- ' Länderb.,ost.p.U. 2Oon. 28 ,, 535-40 636-40 Lnibachcr Kreditb. 40UK28 ,, 47,S-~ 480-— Ooèt.-ungar.B. HOOKWSO ,, 1955-— 1966-- LTiiicnbankp. U. . . 200 fl. 32 ,, 626-60 627-50 Yerkfihrshank.aUg.HOfl.iO ,, 380 26 38126 5 Zivnostcn.banka lOOfl. 14,. 280-60 281-60 Industrie-Aktien. '¦> Hcrg-U.Hütlw.-(i.. üst 400K 97S-— 9S1-70 3 HirUnbergP.,Z.u.M.F. 400 K 1206— 1210--3 Königsh.Zement-Fabrik 400K 368— 372- - LengenfelderP..C.A.-G. 2&0K 290- - 296-- - AlüntanEes.,ÖBterr.-alp. 100H. 628-40 829-40 SuhluÜKürh (icld | Ware Perlmooser h. K. xs. P. 100(1. 464-— 466-— Prager Eisenind.-GeBcll. 500 K 27&0-- 2760- — Rimamur.Kalgö-Tarj. 100(1. 69.1-25 694-26 Salgo-Tarj. Stk.-B.....lOOfl. 670 - 674-— Skodawerke A.-G. Pils. 200 K 662-tu 663-10 Waflen-F.-G.. österr. .. 100 fl. 789- 762 — Westb. Bergban-A.-G. lOOfl. 679-— 681 20 Devisen. Knrze Sichten und Scheeks. Deutsche Bankplätze....... /i74-7& Hubel-Noten ............. *'*3» 264** Lokalpapiere nacli I'ii vatnotier. d. Filiale d. K.K. priv.Oest.Credit-Anstalt. Brauerei Union Akt. 200 K 0 2:5— »«•- Hotel Union ,, -''00 ,, 0 —•_ _•_ Krain. Bauges. ., 20O,,12K 200-— 210-— ,, Industrie ., 1000 ,,80,, 1920 — 1970 — Stahlw.Weißens.., 300,,30,, 510-— 626 — Unterkrain St.-Akt. lOOfl. 0 70- 90- - EankzinEsnß 4% Die Notierung Bäoutlither Aktien und der ¦ „Diversen Loee" versteht sich pex StUcfcv.